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Theater

Deutscher Theaterpreis DER FAUST: 5. November 2011

Stücke-Infoseiten:

4 nach 40
36,9 Grad Houellebecq/Brecht
39 Stufen, Die
1002. Nacht, Die

Abalon, one night in bangkok
Abenteuer des braven Soldaten Schwejk, Die
Abgesoffen
Abschaffung der Arten, Die
Achtung Deutsch!
Ängstlichen und die Brutalen, Die
Ajax
Alkestis
Alles Astro
Altweiberfrühling
Amokläufer
Amphitryon
an Goethe (zum 261ten)
Andalusische Mirakel, Das
andere Seite, Die
Anna Karenina
Annika, oder Wir sind nichts
Antigone
Anziehsachen
Ariadnes Faden
Aschenputtel
Auf den Spuren von...
aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, Der
Auftrag, Der
Außer Kontrolle

Babel 
Bagdad brennt
Bartsch, Kindermörder
Beautiful Thing
Being Lawinky 
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Die 
Besucher
Between Work and Paradise
Biedermann und die Brandstifter
Bildung für Rita (Educating Rita)
Blaubart - Hoffnung der Frauen
blaue, blaue Meer, Das
blaue Engel, Der
Bleib mein schlagendes Herz
Blick von der Brücke
blinde Geschehen, Das
blutsbande
Bombsong
Breaking the Waves
Bremer Stadtmusikanten
Brüchig
Buddenbrocks
Bürgschaft, Die
Bunbury
Burgfestspiele Bad Vilbel

Cabelo Branco é Saudade: Fados
Changeling, The
Clavigo 
Clockwork Orange 
Clybourne Park
Clyde & Bonnie

Dantons Tod 
Dead Guy, The 
Dear Wendy
Deathtrap
Diener zweier Herren, Der
Disney Killer, Der
DNA
Don Camillo und Peppone
Don Carlos
Don Quijote
Draußen vor der Tür
Drei Mal Leben
Drei Schwestern
Dreigroschenoper, Die
dritte Generation, Die
Dunkel lockende Welt
Durch die Wüste

Easy Rider
Egmont
Ehrensache
Ein eingebildet Kranker
Ein Inspektor kommt
Ein Mond für die Beladenen
Ein Volksfeind
Eine Familie
Eine Odyssee
Eins, zwei, drei
Einsame Menschen
Elektra 
Emilia Galotti
Ende vom Anfang, Das
Endspiel
Endstation Sehnsucht
Eraritjaritjaka
Ernst und seine tiefere Bedeutung
Erste Mal, Das
Erzählung des Gleichgewichts 4.W

Fahrenheit 451
Falstaff
Faust
Familie Schroffenstein
Feelgood
Fegefeuer in Ingolstadt
Fettes Schwein
Feuerzangenbowle, Die
Fieber, Das
Fisch zu viert
Flieg, Oberst, flieg !
Floh im Ohr 
Frau die gegen Türen rannte, Die
Frau Sperlings Raritätenladen new2
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
fröhliche Weinberg, Der
Fuchs, Der
Fundament

Gähnen der Leere, Das
Ganze Kerle
Gaslight
Gefährliche Liebschaften
Geistheilerin, Die
Gelantine
Geldgott, Der
George Dandin
Gerechten, Die
Gertrud
Geschichten aus dem Wiener Wald
Geschichten vom blauen Planeten
Geschichten von Mama und Papa
Ghostcity
Gier
Glaube Liebe Hoffnung
Glorious
Glückliche Zeiten
Goldfischen
Gott des Gemetzels, Der
Gotthelm oder Mythos Claus
Grimm-Code,Der
Grönholm-Methode, Die
grosse Erzählung, Die
große Gatsby, Der
große Welttheater, Das
Gut gegen Nordwind
gute Mensch von Sezuan, Der

Hamlet
Hamletmaschine, Die
Harper Regan
Harry und Sally
Hauptmann von Köpenick, Der
Haus sagt, Das
Hausaufgaben
haymatlos
Heaven (zu Tristan)
heilige Johanna der Schlachthöfe, Die
Heinrich der Säger
Helter Skelter
hercules @work
Herr der Fiegen, Der
Herzschritt
Heul doch !
Heute bin ich blond!
Hexenjagd
Hinkemann
Hochzeitsreise, Die
Hodler, Der
Hörst du mein heimliches Rufen 
Horns Ende 
Horror Vacui
How love is spelt
Hyperion
Hysteria

I hired a contract killer 
I WENT TO THE HOUSE BUT DID NOT ENTER
Ich mag Dich wirklich
Ich war Staatsfeind Nr. 1
Ich werde hier sein im Licht und im Schatten
Ich werde sein ~ Das Drama Rosa Luxemburg
idealer Gatte, Ein
Illusionen
Im Dickicht der Städte
Im Wald ist man nicht verabredet update
Im Zweifel für den Angeklagten
In jeder Beziehung 
In seiner frühen Kindheit ein Garten
Iphigenie auf Tauris
Iwanow

Jason
Je t’aime :: je t’aime
Jedermann
Jesus d’amour, geb. 0
Jesus d`amour, gest./auferst. – Das Evangelium.
Jugend ohne Gott
Jungfrau von Orleans, Die 

Kabale und Liebe
Käthchen von Heilbronn
kain!
Kalender Boys
Kalender Girls
Kampf des Negers und der Hunde
Kampfchor Galaktika
Kasimir und Karoline 
Kasper
Kaspar Häuser Meer
Katze auf dem heißen Blechdach, Die
Kaufmann von Venedig, Der
Kein Schiff wird kommen
KEINOHRHASEN
Killer in me is the killer in you my love, The
Kinder des Olymp
Kirschgarten, Der
Kleinbürgerhochzeit, Die
Kleine Hexe, Die
Kleiner Mann was nun ? 
Klimaforscher
Komödie im Dunkeln
König Arthur
König Lear
König Ödipus
Kontrakte des Kaufmanns, Die
Kopftod
Kredit
Krieg der Bilder
Küste
Kunstseidene Mädchen, Das

Ladies Night
laiensclub
Last Virgin, The
Ledarálnakeltüntem
Leonce und Lena
Letzte der feurigen Liebhaber, Der
Letzte Hochhaus, Das
Leyla & medschnun
Leiden einer jungen Kassiererin, Die
Liebe zur Leere, Die
Liebelei
Liebesruh
Liebesspiel
Liliom
Living with Lady Macbeth
Lolita
Lustige Witwer, Der
Luthers Teufel
Lulu

Macbeth
Madame Bovary
Mädchen in Uniform
Männer und andere Irrtümer
Männerbeschaffungsmaßnahmen
Männerhort
Männersache
Malaga
Maria Magdalena
Maria Stuart 
Marin Parade
Marquise von O., Die
Medea
Mein Freund Harvey
Mein Kampf
Mein Teppich ist mein Orient
Meine Schwester und ich
Menschenfeind, Der
Merlin oder Das wüste Land
Messias, Der  
Michael Kohlhaas
Minna von Barnhelm
Moby Dick
Möve, Die
Moser 
Motortown
Mustergatte, Der
Mutter Courage und ihre Kinder
 

Nach den Klippen
Nachlass, Der
Nachtasyl 
Nachtwache
nackte Wahnsinnn, Der
Nathan der Weise
Nervensäge, Die
Nibelungen
Nippel Jesus
Norway today

Opening Night
Orestie
Orphée
Oscar
Oskar und die Dame in Rosa
Othello 

Parasit, Der
Paris, Texas
Passagier, Der
patriot act
Peer Gynt
Peggy Picket sieht das Gesicht Gottes
Pension Schöller
Penthesilea
Perser, Die
Perdit Durango
Perle Anna, Die
Pest, Die
Peterchens Mondfahrt
Phädra
Physiker, Die
A Picasso
Platonow
Prinz Friedrich von Homburg
Pro Familia Teiresias
Produkt, Das
Prometheus
Punk Rock

Quartett
Quai West
Quelle, Die

Rabenkind
Räuber, Die 
Raub der Sabinerinnen, Der
Red Light Red Heat...
Reineke Fuchs
Reise! Reiser!
Reiz und Schmerz
Remake Rosemarie
Requiem
Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas!
Revisor, Der
Richard III
Romeo und Julia
Ronja Räubertochter
Rosenkranz und Güldenstern sind tot
Roter Ritter Parzifal

Sagra del Signore della Nave, La
Salome new2
Santa Joana dels escorxadors
Scarlett-O´Hara-Syndrom, Das
Schade, dass sie eine Hure war
Schändung
Schillers sämtliche Werke... leicht gekürzt
Schlafes Bruder
Schloss, Das
Schonzeit
Schwarzes Tier Traurigkeit
Sehnsucht der Veronika Voss, Die
Shoppen
Shopping girls...
Seine Braut war das Meer und sie umschlang ihn
Small Things
Some Girl(s)
Sommergäste
Sommernachtstraum, Ein
Sonja Mushkat
Spätlese
spanische Fliege, Die
Sparschwein, Das
spielzeiteuropa
Sonja
Sonny Boys
Sozialistische Schauspieler...
Stadt aus Glas
Stein, Der
Steilwand
Stella
Sterben
Sterne
Stifters Dinge
Stunde, da wir nichts voneinander wußten, Die
Sturm, Der
Sturmfrei

Tag der Opritschniks, Der
Tagebuch eines Wahnsinnigen
Tanzcafé Treblinka
Tartuffe
Tausch, Der
Terminal 5
Teufels General, Des
Tirant Lo Blanc
Tod eines Handlungsreisenden
tomorrow, maybe...Über - Leben in Diktaturen
Torquato Tasso
Tot im Orient-Express
Traumfrau Mutter - reloaded
Traumnovelle
Tropfen auf heiße Steine
trunkene Schiff, Das
Türkiye – Almanya 0:0

Über das Marionettentheater. Kleist
Ulrike Maria Stuart
Unbeständigkeit der Liebe, Die
Unerhörten, Die new2
Unschuldigen, Die
Unverhofft

Die Valentin Methode. Ein Humor-Labor
Karl Valentin. Triumph des Unwillens
Viel Lärm um Nichts
Vier linke Hände
Von Lügen und Lastern
Von Mäusen und Menschen
Von morgens bis mitternachts

Waermetod
Wahlverwandtschaften, Die
war ich nicht, Das
Warhola oder Gruppensex der Egoshooter 
Warten auf Godot
Warum wir also hier sind ~ Kein Traumspiel
Was der Butler sah
Was ihr wollt
Wellen, Die 
Wenn, dann: was wir tun, wie und warum
Wenn eine Dolores heisst...
Wer hat Angst vor Virginia Woolfe?
Werthers Leiden
Weisse Album, Das
Weiter Träumen
Wie es euch gefällt 
Wildente, Die 
Wilhelm Meister
Winterreise
Wir sind schon gut genug new2
Wörter und Körper
Wolken.Heim
Woyzeck/Wozzeck
Wunder von Bern

Zauberberg, Der
Zeit des Verschwindens
zeit zu lieben zeit zu sterben
zerbrochene Krug, Der
Zum Teufel mit Goethe!
Zwanzigtausend Seiten new2

Sechste Verleihung Deutscher Theaterpreis DER FAUST

DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Er wird vom Deutschen Bühnenverein gemeinsam mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben. Mitveranstalter und Förderer 2011 war das Land Hessen. "Die Verleihung des FAUST ist für Hessen mit seiner reichen Theatertradition eine Ehre. Ich freue mich auf diese Premiere", sagte die Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann.

Erstmalig ist in diesem Jahr die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen Partner und Förderer der Veranstaltung gewesen. „Diesen neuen Förderer gewonnen zu haben ist ein Beleg für die Bedeutung des Deutschen Theaterpreises. Die Sparkassen-Kulturstiftung möchte herausragende Kulturprojekte in ihrer Vielfalt erlebbar machen und fördern. Dies passt gut zum FAUST: Alle Partner wollen Theaterarbeit an großen und kleinen Orten in all ihren Facetten auszeichnen“, so Klaus Zehelein, Präsident des Deutschen Bühnenvereins.

Ausgezeichnet wurden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. Die Preisvergabe erfolgte in den
Kategorien:
- Regie Schauspiel
- Darstellerin/Darsteller Schauspiel
- Regie Musiktheater
- Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
- Choreografie
- Darstellerin/Darsteller Tanz
- Regie Kinder- und Jugendtheater
- Ausstattung Kostüm/Bühne
Zudem gab es den Preis für das Lebenswerk und den Preis des Präsidenten.

Trophäe DER FAUST
© Deutscher Bühnenverein

Am 5. November 2011 wurde der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum sechsten Mal verliehen. In diesem Jahr fand die Vergabe in der Oper Frankfurt statt. Den "Preis des Präsidenten" erhiehlt die Theaterwissenschaftlerin Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte. Der Theaterregisseur, Schauspieler und Intendant Wolfgang Engel wurde für sein Lebenswerk geehrt. DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt.

Deutscher Theaterpreis DER FAUST in Frankfurt - Mitwirkende und Übertragungstermin
Der Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Produzent Michael Quast führte als Moderator durch die sechste Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST.
Als Laudatoren überreichten u.a. Prof. Dr. Brigitte Fassbaender, Karoline Herfurth, Prof. Dr. Frank Hörnigk, Sandra Hüller, Volker Ludwig, Matthias Matschke, Christine Schäfer und Prof. Klaus Zehelein den FAUST in den jeweiligen Kategorien.
3sat berichtete ausführlich am Sonntag, den 6. November 2011 über die Verleihung. Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk übertrugen die Veranstaltung live im Rahmen von "Dokumente und Debatten" auf den LW 153 und 177 kHz, der MW 990 kHz, als Live-Stream unter www.dradio.de sowie im neuen Digitalradio DAB+. Im Rahmen der Sendung "Fazit" sendete Deutschlandradio Kultur ein Kritiker-Gespräch zur Preisverleihung.
Es besteht weiter die Möglichkeit, sich dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST bei Twitter anzuschließen: http://twitter.com/Theaterpreis
Medienpartner der Veranstaltung sind 3sat, Deutschlandradio Kultur, die Frankfurter Rundschau und Die Deutsche Bühne.

Die Nominierten und die Sieger (rot) in den acht Kategorien:

Regie Schauspiel
Stephan Kimmig, "Kinder der Sonne", Deutsches Theater Berlin
Luk Perceval, "Hamlet", Thalia Theater Hamburg
Hermann Schmidt-Rahmer, "Rechnitz (Der Würgeengel)", Düsseldorfer Schauspielhaus
 
Darstellerin/Darsteller Schauspiel
Bettina Hoppe, Cäcilie in "Stella", Städtische Bühnen Frankfurt am Main
Valery Tscheplanowa, Maria Stuart in "
Maria Stuart", Städtische Bühnen Frankfurt am Main ~ Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Martin Wuttke, Dr. Jacques Duval in "Schmeiß Dein Ego weg!", Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin

Regie Musiktheater
Yona Kim, "Pnima", Staatstheater Stuttgart
Laura Scozzi, "Die Reise nach Reims", Staatstheater Nürnberg
Benedikt von Peter, "Intolleranza 1960", Staatsoper Hannover

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
Claudia Barainsky, Medea in "Medea", Städtische Bühnen Frankfurt am Main ~ Koproduktion mit der Wiener Staatsoper
Merja Mäkelä, Adriana in "Adriana Mater", Städtische Bühnen Osnabrück
Lauri Vasar, Billy Budd in "Billy Budd", Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg

Choreografie
Mei Hong Lin, "Die Brautschminkerin", Staatstheater Darmstadt
Christian Spuck, "Poppea//Poppea", Theaterhaus Stuttgart - Gauthier Dance ~ Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und in Kooperation mit dem Theater Bonn, der Schauburg München und Achtfeld GmbH Berlin
Stephan Thoss, "Blaubarts Geheimnis", Hessisches Staatstheater Wiesbaden
 
Darstellerin/Darsteller Tanz
Marlúcia do Amaral in "Neither" im Rahmen des mehrteiligen Ballettabends b.04, Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg
Alexandre Riabko, Der Mann in Braun in "Dances at a Gathering" im Rahmen des Ballettabends "Chopin Dances", Hamburg Ballett
Giuseppe Spota, Blaubart in "Blaubarts Geheimnis", Hessisches Staatstheater Wiesbaden
 
Regie Kinder- und Jugendtheater
Neco Çelik, "Gegen die Wand", Junge Oper Stuttgart
Christopher Gottwald, "Das Kind der Seehundfrau", Theater Pfütze Nürnberg ~ Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg
Daniela Löffner, "Demian", Junges Schauspielhaus Düsseldorf
 
Ausstattung Kostüm / Bühne
Klaus Grünberg für Bühne und Licht bei "Rusalka", Komische Oper Berlin
Johannes Schütz für die Gesamtausstattung von "Das Werk/Im Bus/Ein Sturz", Bühnen der Stadt Köln
Natascha von Steiger für das Bühnenbild von "Das Erdbeben in Chili", Staatsschauspiel Dresden ~ Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin
 
Die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wählten aus den Nominierten die Preisträger aus, die am Abend der Verleihung bekannt gegeben wurden.


Der Preis für das Lebenswerk ging an den Theaterregisseur, Schauspieler und Intendanten Wolfgang Engel
1943 in Schwerin geboren, legte Wolfgang Engel 1965 in Berlin die staatliche Bühnenreifeprüfung ab. Drei Jahre später begann er mit ersten Regiearbeiten in Schwerin. In den 1970er Jahren arbeitete er als Regisseur an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul und am Jugendtheater in Berlin. Ab 1978 lehrte er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst
Busch in Berlin. 1980 ging er als fester Regisseur an das Staatsschauspiel Dresden, wo ihn seine vielbeachteten Inszenierungen zu einem der wichtigsten Regisseure der DDR machten. Dort inszenierte er u.a. "Penthesilea" (1986) und "Faust " (1990). Ab 1983 reiste Engel auch zu Regiearbeiten in den Westen, u.a. an das Staatstheater in Saarbrücken, das Wiener Burgtheater, das Züricher Schauspielhaus, das Berliner Schillertheater und Münchner Residenztheater. 1991 ging er nach Frankfurt am Main und wurde fester Regisseur am Schauspiel. Von 1995 bis 2008 war Wolfgang Engel Intendant des Schauspielhauses Leipzig. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus ("Joseph und seine Brüder") und am Staatsschauspiel Dresden ("Der Turm"). Überdies inszeniert er seit einigen Jahren auch Opern.
Wolfgang Engel ist einer der prägenden deutschen Theaterregisseure der vergangenen 40 Jahre. Mit seinen zahlreichen Inszenierungen, darunter viele, eher selten gespielte, klassische Texte, manifestierte er eine große Leidenschaft für die Sprache und damit verbunden für ein provokant gedachtes, politisches Theater, das die Figuren in ihrer emotionalen Individualität begreift. Seine Leistung besteht darin, den Menschen mittels Bildern und Metaphern ins Zentrum der Betrachtung zu rücken, ohne dabei zu politisieren oder den Zuschauer ästhetisch zu überfordern. Er hat wesentlich dazu beigetragen, das Theater zu einem Ort der Gegenwart und des kollektiven Denkens zu entwickeln. Wolfgang Engel setzte sich stark für die friedliche Revolution in der DDR ein und ging nach der Vereinigung der beiden Staaten und Theatersysteme mit großer Offenheit auf die Kollegen aus dem Westen zu. Ohne sein Engagement wäre dieses friedliche und kreative Zusammenwachsen der Theater in Deutschland so nicht möglich gewesen. Ebenfalls zu würdigen sind seine Verdienste um das Schauspiel Leipzig. Nicht nur, dass er als Intendant unermüdlich versuchte, das Theater in die Stadt hinein zu öffnen, seine Aufmerksamkeit galt ebenso der Förderung junger Schauspieltalente, welchen er stets Möglichkeiten der Herausforderung bot.
 
Der Preis des Präsidenten ging an die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte
Erika Fischer-Lichte studierte von 1963 bis 1970 Theaterwissenschaft, Slawistik, Germanistik, Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Freien Universität Berlin und an der Universität Hamburg. Sie promovierte im Fach Slawistik. 1973 wurde sie Professorin am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1986 übernahm sie den Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth, und wurde 1991 Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit 1996 ist Erika Fischer-Lichte als Professorin und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin tätig.
Erika Fischer-Lichtes Arbeiten mit den Schwerpunkten Ästhetik und Kunsttheorie, Theorie und Geschichte des Theaters, Ästhetik des Gegenwartstheaters und Verflechtungen von Theaterkulturen gehören zu den international bedeutenden und einflussreichsten Positionsbestimmungen nicht nur der Theaterwissenschaften. Mit ihrer dreibändigen Untersuchung zur "Semiotik des Theaters" (1983) eröffnete sie ein Forschungsfeld, das den Blick auf das Theater neu strukturierte: Die Deutungshoheit über das Theater durch hermeneutische Operationen an dramatischen Texten wurde zugunsten der Untersuchung der Aufführung selbst als Text ausgesetzt. Die zweibändige "Geschichte des Dramas" (1990, ebenfalls in vier Sprachen übersetzt) arbeitet folgerichtig die Differenz von "Theater" und dem "Drama als Literatur" aus. Fischer-Lichtes Ansatz, der umfassend die unterschiedlichen Parameter theatralischen Geschehens in die Perspektive nimmt und inspiriert ist von gegenwärtiger Theaterarbeit, gewinnt in ihrer "Ästhetik des Performativen" (2004) eine neue Kontur, eine Arbeit, die nicht alleine zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung anreizt, sondern auch den Theaterschaffenden ein Spektrum produktiver Diskurse eröffnet.

Medienpartner der Veranstaltung sind 3sat, Deutschlandradio Kultur, die Frankfurter Rundschau und Die Deutsche Bühne. 3sat berichtet ausführlich über die Veranstaltung.
Der Automobil-Partner ist Skoda.   

Gäste & Mitwirkende
Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2011

Lina Beckmann
Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse
Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen
Julia Bremermann
Hannelore Elsner
Wolfgang Engel
Brigitte Fassbaender
Rosemarie Fendel
Erika Fischer-Lichte
Michel Friedman
Dunja Hayali
Karoline Herfurth
Mathias Hermann
Frank Hörnigk
Dietrich Hollinderbäumer
Charly Hübner
Sandra Hüller
Theo Koll
Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann
Günter Lamprecht
Volker Ludwig
Matthias Matschke
Sunnyi Melles
Peter Nottmeier
Albert Ostermaier
Ludger Pistor
Moritz Rinke
Christopher Roman
Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt
Clelia Sarto
Stephanie Stumph
Christine Schäfer
Marie-Lou Sellem
Anna Maria Sturm
Christine Urspruch
Ingeborg Westphal
Martin Wuttke
Patrycia Ziolkowska
Daniela Ziegler

(Stand vom 28. Oktober 11)

[© Deutscher Bühnenverein]

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