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Theater: Wilhelm Meister
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Wilhelm Meister. Eine theatralische Sendung Ulrich Rasche nach Johann Wolfgang Goethe
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 29. August 10 (Bockenheimer Depot)
Regie und Bühne: Ulrich Rasche Kostüme: Bernd Skodzig Musik: Sir Henry Mitarbeit Regie: Jürgen Lehmann Dramaturgie: Andreas Erdmann
Mit:
Bettina Hoppe, Joachim Nimtz Sprechchor: Ana Berkenhoff, Uta Bierbaum, Maren Claus, Johannes Clauss, Andrej Falk, Sebastian Gerasch, Iris Reinhardt Hassenzahl, Daniel Heck,
Marcus Hosch, Franziska Kruse, Robert Ludewig, Kornelia Lüdorff, Nici Nathan, Thomas Prazak, Lydia Schamschula, Alexander Weise Gesangschor:
32 Sänger der EuropaChorAkademie Bremen und Mainz Leitung Gesangschor: Prof. Joshard Daus
Besprechung auf kulturfreak.de
Wilhelm Meister. Eine theatralische Sendung Schauspiel Frankfurt im Bockenheimer Depot Chor © Birgit Hupfeld
In seiner Urfassung enthüllt Goethes Theaterroman seine autobiografische Seite: Der junge Wilhelm Meister wird von einer theatralischen Vision in die Welt hinaus getrieben, um
in deutschen Landen die Bühne zu erneuern. Wo die Erzählung des Romanfragmentes abbricht, knüpft Goethes eigenes Theaterschaffen an. Der Regisseur Ulrich Rasche hat
bereits mit einer Reihe musikalisch-choreografischer Chorprojekte Aufsehen erregt. Zum Auftakt der Goethe Festwoche 2010 befasst er sich mit Goethes »Sendung«.
Ulrich Rasche (Regie und Bühne) wurde 1969 geboren. Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Bochum sammelte er erste Theatererfahrungen bei Jürgen Kruse in Bochum
sowie bei Edith Clever und Dieter Sturm an der Berliner Schaubühne. Außerdem war er Stipendiat am »Watermill Center« von Robert Wilson. In den Berliner Sophiensaelen
brachte er 2002 »Betrogen« von Harold Pinter auf die Bühne und im Frühjahr 2004 seine Inszenierung »231 East 47th Street«, eine szenische Installation nach Texten von Andy
Warhol. Mit seinem Chorprojekt »Singing! Immateriell arbeiten«, das im Oktober 2004 im entkernten Palast der Republik in Berlin uraufgeführt wurde, erlangte Ulrich Rasche
überregionale Bekanntheit. Für das Staatstheater Stuttgart inszenierte er danach »Kirchenlieder« (Chorprojekt, 2005) und »Die Wellen« nach Virginia Woolf (2007). An der
Volksbühne zeigte er 2009 »Seestück 1«, eine chorische Variation auf eines der späten Seefahrts-Fragmente von Friedrich Schiller. Zuletzt war in den Sopiensaelen Berlin »Die
Entführung aus dem Serail – Ein Monolog nach Wolfgang Amadeus Mozart« zu sehen. Ulrich Rasche bewegt sich in seinen Projekten auf der Grenze von Musik- und
Sprechtheater und setzt sich immer wieder mit politisch-historischen Themen auseinander, die ein formaler und zugleich hochgradig sinnlicher Zugang auszeichnet.
Bernd Skodzig (Kostüme) wurde 1969 in Datteln geboren. Von 1990 bis 1995 studierte er Bühnen- und Kostümbildner an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste
Stuttgart bei Prof. Jürgen Rose. Nach dem Studium persönlicher Assistent von Jürgen Rose und freier Mitarbeiter im »Textiles and Dress Department« des Victoria and Albert
Museum London. Er kreierte die Kostüme zahlreicher Schauspiel-, Tanz- und Opernwerke, unter anderem am Deutschen Theater, den Sophiensaelen, im Jüdischen Museum, der
Schaubühne Berlin sowie am Schauspielhaus Düsseldorf. 2006 entwarf er die Kostüme zu Tankred Dorsts Ring-Inszenierung in Bayreuth, 2007 die Kostüme zur Uraufführung
zu Hans-Werner Henzes Konzertoper »Phaedra« und 2008 die Kostüme zu Falk Richters Inszenierung von »Kabale und Liebe« an der Schaubühne Berlin. Seit 1999 arbeitet er
mit Sasha Waltz & Guests zusammen, zeichnet für zahlreiche Kostümbilder ihrer Dialog-Projekten verantwortlich, zuletzt »Dialoge 09 – Neues Museum«. Bernd Skodzig lebt und
arbeitet als freischaffender Kostümbildner in Berlin und London.
Sir Henry (Musik),
John Henry Nijenhuis, in Montréal, Kanada geboren, erhielt zunächst eine klassische Klavierausbildung. Am King’s College in Halifax studierte er Philosophie,
Theologie, Geschichte und Kunst, danach zwei Jahre lang Journalismus. Er arbeitete dreizehn Jahre in Kanada als Musiker und wurde 1996 eingeladen, beim »Sonambiente«-
Festival in Berlin zu spielen. Nach dem Festival erhielt er an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zunächst einen Gastvertrag als Musiker und Komponist. Mittlerweile hat
Sir Henry für zahlreiche Inszenierungen von Frank Castorf (u. a. »Dämonen«, »Erniedrigte und Beleidigte«, »Der Idiot«, »Nord«) die Musik komponiert und arbeitet regelmäßig mit
Regisseuren wie Dimiter Gotscheff (»Tartuffe«, »Iwanow«, »UBUKÖNIG«, »Leonce und Lena«, »Promotheus«), David Marton (»Wozzeck«, »Lulu«) oder Armin Petras »Das
Versprechen – nach Friedrich Dürrenmatt« zusammen. Er ist als Meister des Bastard-Pop für virtuose musikalische Collagen aus nahezu unversöhnlichen Elementen bekannt.
Joshard Daus (Chorleitung)
studierte Schulmusik an der Universität Hamburg und absolvierte an der dortigen Hochschule für Musik und Theater das Kapellmeisterstudium bei
Professor Brückner-Rüggeberg. Von 1976 bis 1986 war er städtischer Musikdirektor in Hamm und Lippstadt. 1985 wurde er als Professor für Chor- und Orchesterleitung an die
Johannes Gutenberg-Universität nach Mainz berufen. Ein Jahr später begann die enge Zusammenarbeit mit Sergiu Celibidache. Sie führte ihn in der Zeit von 1990 bis 1993 als
Chordirektor zu den Münchner Philharmonikern. 1997 gründete er die EuropaChorAkademie, als Konzertchor und Bildungsinstitution für junge europäische Musiker aus ganz
Europa. Neben der eigenen Konzerttätigkeit, studiert Joshard Daus die EuropaChorAkademie für Dirigenten wie Michael Gielen, Sylvain Cambreling und Kent Nagano ein. Darüber
hinaus leitete er als Dirigent namhafte Orchester wie die Münchner Philharmoniker, das Royal Philharmonic Orchestra London oder das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden
und Freiburg. Seine künstlerische Arbeit dokumentiert sich in zahlreichen Rundfunkaufnahmen, CD- und DVD-Produktionen.
Jürgen Lehmann (Mitarbeit Regie und Leitung des Sprechchors) wurde 1975 in Oberkirch geboren. Schauspielausbildung an der Universität der Künste in Berlin, danach
zahlreiche Bühnenrollen, u. a. bei Karin Henkel (»Heinrich IV«, 1999), Einar Schleef (»Verratenes Volk«, 2000), Achim Freyer (»Ein Fest für Boris«, 2003). Seit Ende der 1990er
ist er ebenso in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen (u. a. »Die Manns«, Regie: Heinrich Breloer, 2000, und »Im Namen des Gesetzes«, Regie: Holger Gimpel, 2006).
Seit dem Projekt »Kirchenlieder« verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Ulrich Rasche, bei dessen Projekten er für die Einstudierung der Chöre verantwortlich zeichnet.
[© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Zur Inszenierung des THEATER WILLY PRAML:
Naxoshalle Wittelsbacherallee 29 60318 Frankfurt am Main
goethes wilhelm meister 1 & 2 & 3
als marathon in raum und zeit.
Premiere: Teil 1 & 2 10.06. 2004 15 Uhr
Premiere: Teil 3 2.9.2004 20 Uhr
Karten & Info: 069-43054734 Theater.willypraml@t-online.de www.theater-willypraml.de |
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WILLY PRAMLS theater performt wilhelm meisters theatralische sendung.
meister ist sein name, schüler bleibt er bis zum ende der geschichte. wilhelm, der erfolglose künstler, der unentschiedene
liebhaber, der gescheiterte karrierist - dieser held ist ein versager. wilhelm, der keine gewissheit findet, der flucht und schreit und depressiv wird. wilhelm, der immer wieder neue kräfte
sammelt und sucht und sucht und sucht. wilhelm, der sucht/kranke.
wilhelm meister ist uns nah - und entführt uns in die schöne scheinwelt des theaters, metapher für die schlachtfelder
der realität.
wie pinocchio verwandelt sich auch der held unseres romans: von der holzpuppe des goetheschen marionettentheaters über die zirkus- und strassentheater zum hamlet der
edlen schaubühne, bis er die bretter für immer verlässt und ins wirkliche leben eintritt - was immer das heißt, das wirkliche leben.
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Intensiver als eine komplette Filmtrilogie im Kino - stärker als eine Kultserie mit
allen Folgen in der Fernsehnacht - so fesselt der Marathon-Mann der deutschen Dichtung 8 Stunden ensuite. Das Theater WILLY PRAML lädt zum "Blockbuster" der deutschen
Literatur in die Naxoshalle: Goethes Wilhelm Meister, Teil l & 2.
Mit dem einmaligen Projekt erweckt das Theater den 600 Seiten starken Roman zum
Bühnenleben. Und bietet damit die ebenso einmalige Gelegenheit, an einem einzigen Sommertag ein gewaltiges Stück deutscher Literatur zu erleben - statt zu lesen.
Lehr- und Wanderjahre als Nonstop-Sommererlebnis Der Aufbruch von Wilhelm Meister bedeutet auch Ausbruch aus dem Alltag. Stück für
Stück entsteht eine junge, spannende Biografie in einem unmittelbaren und lebendigen Kontext. Könnte ein Thema aktueller sein als der Start in eine Ungewisse Zukunft?
Wilhelm Meister 2004 begegnet seinen Zuschauern authentisch und lebensnah - mit viel Stoff für heiße Diskussionen bei kühlen Getränken.
Essen, Trinken, Mitfiebern
Zwischen Grafenschloss und Fabrikhalle, Ostend und Amerika wird für ein Picknick-Feeling gesorgt, so dass der Theatermarathon bei aller Goethe'schen Tiefe sommerlich
leicht gerät. Diese 8 Stunden Lebenserfahrungen versprechen viel Kurzweil.
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Darsteller/innen: Reinhold Behling Gabriela Graf Simone Greiß Birgit Heuser Ralf Knicker
Carl Michael Scharf Theresia Schug Emilie Stefaner Michael Weber
Gesang: Lea Gepard Am Flügel: Konstantin Arro
Regie:
Willy Praml Texteinrichtung: Heuser / Praml / Weber Bühne/Kostüme: Michael Weber Musik Teil 2: Seppl Niemeyer, Gregor Praml Licht: Sven Bethmann
Ton: Oliver Blohmer Bühnenbau: Guido Egert, Ralph Heinze Schneiderei: Stefanie Pertzansky
Foto: Theater Willy Praml |
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Spielplan 2004:
Goethe Wilhelm Meister 1 & 2 & 3
Montagssalon
Premiere: Teil 1 & 2 Donnerstag 10.6. 15-23.15h Teil 1, Freitag 11.6., 19h Teil 1, Samstag 12.6., 19h
Teil 1, Sonntag 13.6., 19h
Montagskonzert: Naxos.21, Montag 14.6., 21h
Teil 1, Donnerstag 17.6., 19h Teil 2, Freitag 18.6., 20h Teil 1, Samstag 19.6., 19h
Teil 2, Sonntag 20.6., 20h
JottWeGe Montagssalon:literarisch, Montag 20.6., 20h
Teil 1, Donnerstag 24.6., 19h Teil 2, Freitag 25.6., 20h Teil 1, Samstag 26.6., 15h
Teil 2, Samstag 26.6., 20h (Marathon)
Montagskonzert: Naxos.21, Montag 28.6., 21h
Teil 1, Donnerstag 1.7., 19h Teil 2, Freitag 2.7., 20h Teil 1, Samstag 3.7., 19h
Teil 2, Sonntag 4.7.,20h
Montagssalon: literarisch Montag 5.7., 20h
Teil 1 Freitag 9.7. 19h Teil 2 Samstag 10.7. 20h
Teil 1 Sonntag 11.7. 15h Teil 2 Sonntag 11.7. 20h (Marathon)
Montagskonzert: Naxos.21, Montag 12.7., 21h
Teil 1 Donnerstag 15.7. 19h
Teil 2 Freitag 16.7. 20h Teil 1 Samstag 17.7. 19h Teil 2 Sonntag 18.7. 20h
Montagskonzert: Naxos.21, Montag 19.7., 21h
Teil 1 Freitag 23.7. 19h
Teil 2 Samstag 24.7. 20h Teil 1 Sonntag 25.7. 15h Teil 2 Sonntag 25.7. 20h
Montagskonzert: Naxos.21, Montag 26.7., 21h Montagskonzert: Naxos.21, Montag 2.8., 21h
Premiere:
Teil 3 Donnerstag 2.9., 20h–22.30h Teil 1 Samstag 4.9., 15h
Teil 2 Samstag 4.9., 20h Teil 3 Sonntag 5.9., 20h
Montagssalon: Talk, Montag 6.9., 20h
Teil 1 Donnerstag 9.9., 19h Teil 2 Freitag 10.9., 20h
Teil 1 Samstag 11.9., 15h Teil 2 Samstag 11.9., 20h Teil 3 Sonntag 12.9., 20h (Marathon)
Teil 1 Donnerstag 16.9., 19h
Teil 2 Freitag 17.9., 20h Teil 3 Samstag 18.9., 20h Teil 1 Sonntag 19.9., 15 Uhr Teil 2 Sonntag 19.9, 20 Uhr
Montagssalon: Talk, Montag 20.9., 20h
Teil 3 Donnerstag 23.9., 20h Teil 2 Freitag 24.9., 20h Teil 1 Sonntag 26.9., 15h Teil 2 Sonntag 26.9., 20h (Marathon)
Teil 1 Donnerstag 30.9., 19h Teil 3 Samstag 2.10., 20h Teil 1& 2& 3 Sonntag 3.10., Beginn 11h (Olympier-Marathon)
- Marathon. Beide Teile- mit 4Pausen und Kateringangebot. Eigenes Picknick möglich. - Teil 1 & 2 : 15.00h-23.15 h
- Oder die Vorstellung splitten: Teil1 15.00 h- 19.15 h – Teil 2: 20.00 h – 23.15 h - Teil Zwei beginnt immer mit einer Rückblende, was bisher geschah
- JottWeGe Montagssalon, literarisch – genaues Programm siehe Tageszeitung
– alle Vorstellungen mit Pausen - Für Teil 1 wird empoehlen ein Sitzkissen mitzubringen
- Preise: 12 Euro normal – 9 Euro ermäßigt – 7 Euro Schulklassen – 6 Euro Montagssalon / Konzert
- Wer sich für den Marathon entscheidet oder sofort Teil1 & 2 zu einem Termin seiner Wahl bucht, bekommt Rabatt: 21 Euro normal – 15 euro ermäßigt – 11 Euro Schulklassen
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Foto: Theater Willy Praml
Prolog
Fern- sehen - Fern-sehnen
Lebensläufe im Zentrum der Aufmerksamkeit von Zuschauern - das Interesse., an Biographien teilzuhaben.
Das Mitzittern bei der Ceburt von exhibitionistische Lust an der Offenbarung in Talk-Shows,
der voyeristische blick auf die intime Berührung unter der Bettdecke eines öffentlich ausgestelten Containers - der Mensch ist am Menscheninteressiert, könnte man meinen.
Das Fernsehen läßt – großzügig – teilnehmen, dafür tauscht es auch aus: den eigenen Lebenslauf gegen den auf der Matt-scheibe. Ich sitze und sehe... das Fern-Ersehnte – fern.
Der Bildschirm projiziert in mein Zimmer – strahlt zu mir - wie strahle ich aus meinem Zimmer heraus ?
Über Stunden, tage, Jahre kann ich an Leben teilhaben, ohne selbst am Leben beteiligt zu sein.
ungefährdet kann ich dem treiben, dem Aufstieg und abstieg anderer zusehen – als Betrachter bleibt die Gefährdung mir virtuell.
Wer aufbricht – sieht man, der kann verlieren; wer gar nichts wagt, der hat immer schon verloren.
Fazit:
8 Stunden nimmt sich das THEATER WILLY PRAML Zeit, Menschen der unterschiedlichsten Generationen, Kulturen und Milieus für die Biographie anderer Leute zu interessieren, hier am Beispiel des Biographie-Romans der deutschen Sprache
schlechthin: Goethes Wilhelm Meister.
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Epilog
Die Neugier auf Lebensläufe hat uns zu Goethes Wilhem Meister geführt: 600 Seiten nimmt Goethe sich Zeit
für die Schilderung der Lehrjahre eines jungen Menschen - und am ende hat dieser nicht einmal einen Beruf erlernt.
Die Lehre vor der Lehre.-
Kein Zweck ist erfüllt mit und in all den Irrungen und Wirrungen, die Wilhelm erfährt, aißer dass er zu sich selbst gekommen ist.
Hat da die Frage nach dem eigenen Weg noch einen Nutzen? Wo Wilhelm Entwicklung immerweniger verwertbar, seine Biographie immer weniger
übertragbar wird, je weiter er sich in die gesetzmäßigkeit des eigenen Lebenslaufes verstrickt? Möglicherweise ist die Breite der Beschreibung im roman nur noch vergleichbar
mit der Weite des Horizonts des eigenen Lebens, dem des Lesers, Betrachters, Zuschauers? Vielleicht ähnelt das Inkommensurable am Wilhelm Meister am ehesten dem
Labyrinth, in dem der Betrachter sich selbst zu erkennen begibt? Es gibt keine Lösung.
Am Ende: Kein Gewinner. Der Romanschluß: Kein Punkt.
Wilhelm läuft weiter, geht, ja schreitet fast in Raum und Zeit.
Gedenke zu leben! wird Wilhelm am Ende aufgefordert.
Was soll das heißen - und wie passiert das im Theater?
Da, wo man sitzt und zu - sieht..... .....8 Stunden Theater über die Biographie eines Heranwachsenden. Da wird man Zeit zusammen verbringen und gemeinsam zu leben haben.
Theater nicht als Appetithäppchen - sondern ein Brocken, den man schlucken muß. Oder meidet.
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Begleitprogramm
l. JottWeGe – Montagssalon Ein öffentlicher Lese-Raum im `Sommer auf Naxos´ !
Jeden Montag findet unser Salon statt, den das Theater Wily Praml kosehaft J(ohann) W (olfgang) G(oethe) nennt. Die offenen Fenster lassen den Sommerabend herein, die Bar ist geöffnet –
mit Büchern bewaffnet fletzt man sich in die Sessel und Souchs. Der Flügel steht offen und wer will und kann, der darf vorspielen. Ein Stapel Noten mit Goethevertonungen lädt zum Probieren
ein – Singen ist erlaubt. Sich vorlesen und in Stimmung bringen. Gemeinsam lesen in verteilten Rollen.
Schauspieler und Besucher ganz nah beieinander.
Die Hemm-Schwelle zu JottWeGes Gesamtausgaben überschreiten. Blättern, Plaudern, Ende offen, Eintritt frei.
2. Nacht der Biographien ! – Talkrunde mit Unberühmten
Zu dieser Talkrunde gibt es keine einladung – die Gäste melden sich vielmehr selber an und sind den Moderatoren unbekant. Die Bedingung: Die Offenbarung des eigenen Lebenslaufs.
Der Fragenkatalog der Moderation entspricht nicht dem TV-Standard, ist eher dem Kontext zu Wilhelm Meister entlehnt.
Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?
Worte sind gut, was aber ist das Beste? Was möchten Sie um nichts in der Welt vertauschen? 3. Lese-Wettstreit.
Wie beim Casting für Schiller 2003 geht es auch dies Mal wieder
darum, die ganze Stadt zum Goethe-lesen aufzufordern. Der/die Gewinner werden ausgezeichnet.
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Bilder aus dem 3. Teil:
 v.l.n.r.: Reinhold Behling, Carl Michael Scharf, Michael Weber, RalfKnicker
 v.l.n.r.: Gabriela Graf, Birgit Heuser, Simone Greiß
 v.l.n.r.: Reinhold Behling als Uncle Sam

v.l.n.r.: Michael Weber, Birgit Heuser, Carl Michael Scharf, Ralf Knicker, Simone Greiß
 v.l.n.r.: Simone Greiß, Michael Weber
 v.l.n.r.: Gabriela Graf, Michael Weber, Carl Michael Scharf
 Gabriela Graf
Fotos: Uwe Dettmar
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