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Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 30. März 08 (TiC Werkraum)
Inszenierung:
Hannes Rudolph Bühne: Tobias Schunck Kostüme: Matthias Wulst
Besetzung: Charlotte: Verena Bukal Die Baronesse: Monika Dortschy
Ottilie: Katharina Knap Mittler: Tim Breyvogel Eduard: Thomas Kornack Hauptmann: Zlatko Maltar Der Graf: Thomas Marx
„Diese
Gleichnisreden sind artig und unterhaltend, und wer spielt nicht gern mit Ähnlichkeiten? Aber der Mensch ist doch um so manche Stufe über jene Elemente erhöht..." (Charlotte, Die
Wahlverwandtschaften)
Ein malerischer Landsitz, umgeben von großen Parkanlagen. Eduard und Charlotte, ein verliebtes Ehepaar in den besten Jahren. Als Eduard aber seinen Freund, den
Hauptmann, auf das Anwesen einlädt und Charlotte ihre Nichte Ottilie herbeiholen lässt, setzen wahlverwandte Anziehungskräfte Leidenschaften frei, die Harmonie und Idylle grundlegend
erschüttern. - Wie chemische Stoffe, den Gesetzen der Natur folgend, sich unweigerlich anziehen, bestehende Verbindungen lösen und sich in neue vereinigen, so werden in Goethes Roman die
Menschen scheinbar willenlos zueinander und voneinander weg getrieben. Wie weit ist der „Vernunfts"-Mensch nun also wirklich „um so manche Stufe über jene Elemente erhöht"? In
welchem Maße ist er bestimmt von naturgesetzlichen Vorgängen? Kann er sich davon befreien, und wenn ja: um welchen Preis?
Hannes Rudolph, Jahrgang 1977, schloss 2001 ein Studium der
Psychologie ab. Bereits während des Studiums entstanden erste Inszenierungen in Leipzig und Tübingen. Es folgten Regieassistenzen in Berlin, Salzburg, Bochum, Zürich u. a. bei Konstanze
Lauterbach, Jürgen Gösch, Dieter Giesing, Matthias Hartmann und Schorsch Kamerun. In der Spielzeit 2005/2006 zeigte Hannes Rudolph mit „Salzwasser" von Conor McPherson die erste eigene
Inszenierung am Schauspielhaus Zürich auf der Bühne 5 im Pfauen. (Nominierung als „Beste/r Nachwuchskünstler/in" in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute" 2006). Seit
Mitte November läuft mit großem Erfolg „Schnitt" von Andreas Liebmann unter Rudolphs Regie in der Bühne 5. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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