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Theater: Die Wahlverwandtschaften

Die Wahlverwandtschaften

Roman von:
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
30. März 08 (TiC Werkraum)

Inszenierung: Hannes Rudolph
Bühne: Tobias Schunck
Kostüme: Matthias Wulst

Besetzung:
Charlotte:
Verena Bukal
Die Baronesse: Monika Dortschy
Ottilie: Katharina Knap
Mittler: Tim Breyvogel
Eduard: Thomas Kornack
Hauptmann: Zlatko Maltar
Der Graf: Thomas Marx

„Diese Gleichnisreden sind artig und unterhaltend, und wer spielt nicht gern mit Ähnlichkeiten? Aber der Mensch ist doch um so manche Stufe über jene Elemente erhöht..." (Charlotte, Die Wahlverwandtschaften)

Ein malerischer Landsitz, umgeben von großen Parkanlagen. Eduard und Charlotte, ein verliebtes Ehepaar in den besten Jahren. Als Eduard aber seinen Freund, den Hauptmann, auf das Anwesen einlädt und Charlotte ihre Nichte Ottilie herbeiholen lässt, setzen wahlverwandte Anziehungskräfte Leidenschaften frei, die Harmonie und Idylle grundlegend erschüttern. - Wie chemische Stoffe, den Gesetzen der Natur folgend, sich unweigerlich anziehen, bestehende Verbindungen lösen und sich in neue vereinigen, so werden in Goethes Roman die Menschen scheinbar willenlos zueinander und voneinander weg getrieben. Wie weit ist der „Vernunfts"-Mensch nun also wirklich „um so manche Stufe über jene Elemente erhöht"? In welchem Maße ist er bestimmt von naturgesetzlichen Vorgängen? Kann er sich davon befreien, und wenn ja: um welchen Preis?

Hannes Rudolph, Jahrgang 1977, schloss 2001 ein Studium der Psychologie ab. Bereits während des Studiums entstanden erste Inszenierungen in Leipzig und Tübingen. Es folgten Regieassistenzen in Berlin, Salzburg, Bochum, Zürich u. a. bei Konstanze Lauterbach, Jürgen Gösch, Dieter Giesing, Matthias Hartmann und Schorsch Kamerun. In der Spielzeit 2005/2006 zeigte Hannes Rudolph mit „Salzwasser" von Conor McPherson die erste eigene Inszenierung am Schauspielhaus Zürich auf der Bühne 5 im Pfauen. (Nominierung als „Beste/r Nachwuchskünstler/in" in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute" 2006). Seit Mitte November läuft mit großem Erfolg „Schnitt" von Andreas Liebmann unter Rudolphs Regie in der Bühne 5. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
28. August 07

Regie:
Martin Nimz
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Cornelia Brückner
Dramaturgie: Jan Hein
Regieassistenz: Lilli-Hannah Hoepner
Bühnenbildassistenz: Jana Lünsmann
Kostümassistenz: Nadja Rudert
Souffleuse: Christine Schneider
Inspizienz: Joachim Möller

Besetzung:

Charlotte:
Sabine Waibel
Hauptmann:
Christian Kuchenbuch
Eduard:
Matthias Redlhammer
Ottilie:
Sandra Bayrhammer
Nanny/Tochter Charlottes u.a.:
Julia Penner
Der Gehilfe:
Sebastian Schindegger
Mittler: Ingolf Müller-Beck
Graf:
Heiner Stadelmann
Baronesse:
Leslie Malton
Gärtner u.a.:
Roland Bayer

2226_Sandra_Bayrhammer,_Sabine_Waibel_m(6468)©AlexanderPaulEnglert

Die Wahlverwandtschaften
schauspielfrankfurt
Ottilie (Sandra Bayrhammer) & Charlotte (Sabine Waibel)
Foto:
Alexander Paul Englert

Charlotte, Edouard, Ottilie und Otto: Goethe führt die vier Hauptpersonen wie zu einem chemischen Experiment zusammen, um mit ihnen das Spiel der Wahlverwandtschaften durchzuprobieren: Was ist dieses eigentümliche Verlangen von Körpern, sich zu vereinigen, obwohl sie bereits mit anderen verbunden sind? Charlotte und Edouard genießen ihren späten Ehefrieden, nachdem sie beide von einer Zwangsheirat geschieden wurden. In ein abgeschiedenes Landhaus zurückgezogen, werden sie zu »Architekten ihres Liebesglücks und der Natur.« Zu dem Ehepaar stoßen Edouards langjähriger Freund Otto und Charlottes Nichte und Pfl egetochter Ottilie. Das Spiel der Anziehungskräfte beginnt , Goethe entwickelt mit zwingender Konsequenz die Spannung zwischen »leidenschaftlicher Notwendigkeit« und »heiterer Vernunftfreiheit«, den unlösbaren Konfl ikt zwischen kultureller Ordnung und elementarer Leidenschaft. Und die Fragestellung des Experiments lautet:
Wo ist der Zwang, dem nicht zu entkommen ist, wo wirkt freies Entscheiden, wenn Menschen wie in einer chemischen Konstellation zusammenfinden? [ © schauspielfrankfurt]

Besprechung

www.schauspielfrankfurt.de

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