Theater, Stückeinfo: W
 

Warten auf Godot (En attendant Godot)
Von: Samuel Beckett (1906 - 1989)

Uraufführung: 5. Januar 1953 (Paris, Théatre de Babylone)
Deutche Erstaufführung: 8. September 09 (Berlin, Schloßpark-Theater)

Zur Inszenierung des Drama Clubs am English Theatre Frankfurt:

Premiere:
5. Mai 09 (James The Bar)

Regie: Michael Gonszar
Regieassistenz / Clowntraining: Etta Streicher
Bühnenbild: Michael Neitzert
Kostüme: Chitra Balachandra-Schuett
Licht: Brett Nancarrow
Ausstattung: Dirk Conrad

Besetzung:

Wladimir:
James Morgan
Estragon: Mike Marklove
Pozzo: Alan McNulty
Lucky: Mario Mateluna
A Box: Valentin Biehl / Merlin Denter

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Waiting for Godot
English Theatre Frankfurt Drama Club
Wladimir (James Morgan), Estragon (Mike Marklove) und Pozzo (Alan McNulty)
Foto: Anja Kühn

Auf was warten wir noch?
Bar Fringe Productions zeigt Becketts “Waiting for Godot”
Vor über fünfzig Jahren bewegte die Uraufführung von Samuel Becketts „Warten auf Godot” die Theaterwelt, die Kritik und natürlich die Zuschauer. Das Stück schockierte gleichermaßen wie es erfreute und feierte schnell europaweit große Erfolge. Noch nie hatte es ein Drama wie dieses gegeben: zwei clowneske Landstreicher sitzen an einer Straße und warten. Sie warten auf Godot, von dem sie weder wissen, wer er ist, noch, ob es ihn überhaupt gibt. Sie reden, sie diskutieren, sie witzeln, sie wiederholen sich. Der Drama Club des English Theatre Frankfurt bringt nun das theatergeschichtlich bedeutende Stück „Waiting for Godot“ auf die Bühne der Bar James. Samuel Becketts Drama gilt als moderner Klassiker und sein Autor zählt zu den wichtigsten Autoren des Absurden Theaters sowie des 20. Jahrhunderts überhaupt.

Inhalt:
Der Inhalt ist schnell erzählt: Die beiden Landstreicher Wladimir und Estragon warten auf Godot, den sie nicht kennen und von dem sie noch nicht einmal wissen, ob es ihn überhaupt gibt. Sie vertreiben sich die Zeit des Wartens mit Reden und Diskutieren. Zwei weitere Landstreicher gesellen sich zu ihnen, Pozzo und Lucky. Ein Junge tritt auf und teilt mit, dass Godot nicht kommen wird. Zu Beginn des zweiten Aktes steht wieder alles auf Null. Zwar ist Zeit verstrichen, aber das Warten auf Godot wiederholt sich.

Hintergründe:
Nach der Uraufführung am 5. Januar 1953 im Théatre de Babylone feierte das Stück unerwartete Erfolge. Über 400 Aufführungen gab es allein am Pariser Theater. „Warten auf Godot“ wurde von den Zuschauern, von der Presse sowie von vielen Schriftstellern (u.a. Tennessee Williams) hoch gelobt. Samuel Beckett war der erste Autor, der mit einem Stück, das dem Absurden Theater zuzurechnen ist, international berühmt wurde.
Michael Gonszar hat die Äußerung des französischen Dramatikers Jean Anouilh („Godot ist ein Gedanke von Pascal gespielt von den Fratellinis“) ernst genommen und mit der Etta Streicher (einer professionellen Clownin) zusammengearbeitet. In der Inszenierung „Waiting for Godot“ wird jedoch keine Zirkus- oder Theaterwelt abgebildet, sondern die Frage nach dem Clown in uns gestellt. Die Bühne ist nichts als Bühne und somit Metapher für die Welt.
Und damit ist Gonszars Regieansatz einem Wort von Günther Anders nahe, der über den „Godot“ schrieb: „Der Clown ist von einer Traurigkeit, die, da sie das traurige Los der Menschen überhaupt abspiegelt, die Herzen aller Menschen solidarisiert und durch diese ihre Solidarisierung erleichtert… Die Farce scheint zum Refugium der Menschenliebe geworden zu sein: die Komplizenhaftigkeit der Traurigen zum letzten Trost. Und weiß auch die Tröstung nicht, warum sie tröstet und auf welchen Godot sie vertröstet – sie beweist, dass Wärme wichtiger ist als Sinn; und daß es nicht der Metaphysiker ist, der das letzte Wort behalten darf, sondern nur der Menschenfreund.”

Der Drama Club des English Theatre Frankfurt:
Seit 2005 hat sich der Drama Club des English Theatre mit seinen „Reach-Out Projects“ für Schulen und den Inszenierungen von Peter Shaffers „Equus“, Rob Johns „Living with Lady Macbeth“, „OLIVER!“ und Shakespeares „Romeo and Juliet“ einen Namen gemacht. So werden Stückvorlagen ausgewählt, in denen es sowohl jugendliche als auch erwachsene Rollen gibt. Letztere werden immer von Schauspielern aus der freien Szene, mit Absolventen der „Stage & Musical School Frankfurt“ und Amateuren, die neu zum Drama Club kommen, besetzt. In den Jugendrollen zeigen Schüler und Studenten ihr Können und haben die Möglichkeit in der Zusammenarbeit mit erfahrenen und professionellen Theaterleuten Bühnenerfahrung zu sammeln. Die Zusammenarbeit mit Michael Gonszar, Michael Neitzert (Bühnenbild), professionellen Licht- und Toningenieuren des English Theatre und erfahrenen Schauspielern des Drama Clubs ist es eine besondere Herausforderung und eine sehr positive Erfahrung für die jungen Schauspieler und Musiker.
Einmal im Jahr wird James Bar zum intimen Kammertheater, seit Regisseur Michael Gonszar mit seinem English Theatre „Adult Drama Club“ 2006 begann, dort Stücke des klassischen und postmodernen experimentellen Theaters zu inszenieren. Nach Pinters „Betrayal“, Silvers „Fat Men in Skirts“ und Ortons „What the Butler Saw“ folgt nun der Versuch mit Beckett und einem internationalen Cast (Amerika, Irland, Kanada, England, Deutschland), zusammengesetzt aus professionellen Schauspielern und erfahrenen Amateuren aus der freien Theaterszene.                [© Engish Theatre Frankfurt, Drama Club]

Vorstellungen:
Dienstag, 05.05.09, um 19:30 Uhr – Premiere
Mittwoch, 06.05.09, um 19:30 Uhr
Donnerstag, 07.05.09, um 19:30 Uhr
Freitag, 08.05.09, um 19:30 Uhr
Samstag, 09.05.09, um 19:30 Uhr
Sonntag, 10.05.09, um 19:30 Uhr
Montag, 11.05.09, um 19:30 Uhr
Montag, 18.05.09, um 19:30 Uhr
Montag, 25.05.09, um 19:30 Uhr
Montag, 01.06.09, um 19:30 Uhr
Sonntag, 07.06.09, um 11:00 Uhr – Matinee mit anschl. Diskussion
Montag, 15.06.09, um 19:30 Uhr
Montag, 22.06.09, um 19:30 Uhr

www.english-theatre.org

Warum wir also hier sind ~ Kein Traumspiel

Von:
Michael Lentz
Uraufführung: 16. Januar 2009 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:

Premiere:
16. Januar 09 (Uraufführung)

Regie: Niklaus Helbling
Bühne und Kostüme: Dirk Thiele
Musik: Felix Huber
Video: Philipp Batereau
Dramaturgie: Jens Groß
Darsteller: Mathias Max Herrmann, Sascha Maria Icks, Sebastian Schindegger, Aljoscha Stadelmann, Sabine Waibel

Niklaus Helbling inszeniert die Uraufführung des neuen dramatischen Werks von Michael Lentz – ein Stückauftrag des schauspielfrankfurt

Friederike versammelt gerne Geister der Vergangenheit um sich, bevorzugt berühmte Personen, deren Biografie sie kürzlich gelesen hat. Nämlich solche, die zu früh starben und denen die Welt ihre verdiente Anerkennung schuldig blieb. Weil Amalia ihr diese Flausen austreiben will, arrangiert sie eine reale Zusammenkunft mit den beiden aktuell verehrten »Geistern«: dem Dramatiker Christian Dietrich Grabbe und dem Physiker Johann Wilhelm Ritter, die allerdings in Wirklichkeit nur der örtliche Briefträger und sein Freund sind. Der Versuch, Friederike mit diesem Schauspiel in die Realität zurückzuholen, gerät jedoch aus der Bahn. Friederikes Welt zieht noch größere Kreise und auch die vermeintlichen Darsteller der historischen Persönlichkeiten scheinen auf erstaunliche Weise mit ihren Rollen zu verschmelzen. Amalias Schauspiel wird so zu einem fulminanten Triumph der Einbildungskraft und Friederikes phantastischer Welt, in der nun alles möglich scheint. Die Zeiten und Biografien geraten (ebenso wie der Raum) aus den Fugen, und am Ende kann sich keiner mehr ganz sicher sein, ob er das alles unbeschadet überlebt hat oder nicht.

Michael Lentz’ Stück WARUM WIR ALSO HIER SIND. Kein Traumspiel ist eine Hommage an Dada, mit einer Sprachverliebtheit ähnlich der des ebenfalls im Stück in Erscheinung tretenden Dada-Künstlers Raoul Hausmann.
schauspielfrankfurt beauftragte den Schriftsteller, Lautkünstler und Musiker Michael Lentz bereits ein zweites Mal mit einer Stückentwicklung. In der Spielzeit 2007/08 wurde seine erste, GOTTHELM ODER MYTHOS CLAUS, durch Christiane J. Schneider im Kleinen Haus zur Uraufführung gebracht. Bekannt wurde Michael Lentz vor allem durch seine Romane »Liebeserklärung« (2003) und »Pazifik Exil« (2007). 2001 erhielt er für sein Prosastück »muttersterben« den Ingeborg-Bachmann-Preis. Michael Lentz ist Präsident der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und Professor für Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig (DLL). Er lebt in Berlin und Leipzig.
Die Uraufführung von WARUM WIR ALSO HIER SIND inszeniert der Schweizer Regisseur Niklaus Helbling, dessen Inszenierung von Lessings EMILIA GALOTTI aus der Spielzeit 2007/08 noch immer erfolgreich im Repertoire des schauspielfrankfurt läuft.
Der freischaffende Autor, Dramaturg und Regisseur inszeniert am Wiener Burgtheater, in Bochum, Hamburg, Mannheim, Basel, Graz, Zürich und bei den Salzburger Festspielen.
Niklaus Helbling ist Autor und Regisseur zahlreicher Hörspiele, Lese-Performances, Liederabende und Revuen. Diese realisierte er zum Teil in Koproduktion mit der interdisziplinären Schweizer Künstlergruppe MASS & FIEBER, zu deren Mitbegründern er zählt. Für die erste Projektarbeit von MASS & FIEBER, BAMBIFIKATION, wurde die Künstlergruppe 1999 mit dem Preis des Impulse-Festivals Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

www.schauspielfrankfurt.de

Das Weisse Album

Von:
Roland Schimmelpfennig nach The Beatles
Uraufführung: 6. Februar 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
6. Februar 10 (Schauspielhaus)

Regie:
Florian Fiedler
Musikalische Leitung: Martin Engelbach
Bühne: Maria-Alice Bahra
Video: Bert Zander
Kostüme: Selina Peyer
Licht: Nicol Hungsberg
Ton: Arnim Streek, Matthias Schmidt, Stanislas Heubel-Parodi
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Mit: Nadja Petri, Nele Rosetz;Torben Kessler, Christoph Pütthoff, Marc Oliver Schulze

Die Band “Piggies”:
Schlagzeug, Geige:
Martin Engelbach
Gitarren, Flöte: Frank Wulff / Hajo Deming
Klavier, Cello: Friedrich Paravicini / Sebastian Nitsch
Bass, Tuba: Dirk Ritz

Besprechung auf kulturfreak.de

Das Weisse Album
Schauspiel Frankfurt
Ensemble
© Katrin Ribbe

Wer kennt sie nicht, die Beatles-Songs »Back In The USSR«, »Ob-La-Di, Ob-La-Da«, »Helter Skelter« oder »Revolution«? Sie alle sind zu finden auf der einzigen Doppel-LP der berühmten Pilzköpfe, die als »Das Weiße Album« Musikgeschichte geschrieben hat. Ihren Namen verdankt die Platte dem Titelcover: Bandname in weißer Schrift auf weißem Grund.
Produziert und veröffentlicht im legendären Jahr 1968, bringt »Das Weiße Album« wie kaum ein anderes das Lebensgefühl jener Tage zum Ausdruck. Mit seinen musikalischen Kontrasten, Widersprüchen und unterschiedlichen Stilrichtungen von Rock’n’Roll und Blues über Psychedelia und Country bis zu Folk und Ragtime, sprengt das Werk die Grenzen der damaligen Popmusik.

Roland Schimmelpfennig, geboren 1967, ist der meistgespielte Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Er hat als Journalist in Istanbul gearbeitet und war nach dem Regiestudium an der Otto-Falckenberg-Schule an den Münchner Kammerspielen engagiert. Seit 1996 arbeitet Roland Schimmelpfennig als freier Autor. Für seine Theaterstücke – die weltweit in über 40 Ländern mit großem Erfolg gespielt werden – wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis und dem Nestroy-Theaterpreis.

Florian Fiedler, geboren 1977 in Hamburg, arbeitete von 1998 bis 2001 als Regieassistent am Theater Basel, u. a. mit Lars-Ole Walburg, Stefan Bachmann, Nicolas Stemann. Es folgten Inszenierungen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Münchner Volkstheater, Schauspiel Frankfurt und Düsseldorfer Schauspielhaus. 2003 erhielt er den Förderpreis für Regie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Nieder- Bayern, 2004 zeichnete ihn »Theater heute« als Nachwuchsregisseur des Jahres aus. Von 2006 bis 2009 war er der künstlerische Leiter der Spielstätte schmidtstraße des schauspielfrankfurt. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er Hausregisseur am Schauspiel Hannover. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Ausführliche Informationen zum Album gibt es u.a. in Volker Rebells Buch “DIE BEATLES 1968 ~ Das Weisse Album” (Song Bücherei)

Wenn eine Dolores heisst, muss sie noch lange nicht schön sein
Ein musikalischer Theaterabend

Von: Ruedi Häusermann
Mit Texten von: Peter Bichsel
Uraufführung: 25. Januar 2007 (Zürich, Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Schauspielhaus Zürich:

Premiere:
25. Januar 07 (Schiffbau, Halle 2)

Regie: Ruedi Häusermann
Bühne: Chasper Bertschinger, Ruedi Häusermann
Kostüme: Barbara Maier
Licht: Markus Keusch
Dramaturgie: Imanuel Schipper

Mit: Thomas Douglas, Christian Heller, Karin Pfammatter, Hansruedi Twerenbold und den Musikern Martin Birnstiel, Monika Camenzind, Christian Strässle, Daniel Thomas (Weshalb-Forellen-Quartett)

Unterstützt von der UBS Kulturstiftung


 «Eine Geschichte ohne Bedeutung», «Das Metzgerspiel», «In den Wind geschrieben», «Vom Nichtskönnen», «Von der Wohltat, ausgelacht zu werden» – so heissen einige Titel der über 300 Kolumnen, die der Dichter Peter Bichsel in den letzten dreissig Jahren geschrieben hat. Peter von Matt sagt: Mit Bichsel hat man es nicht leicht. Jetzt rollt der Schweizer Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann für Bichsel den roten Teppich aus und räumt ihm im Schauspielhaus seinen verdienten Platz ein. Neu komponierte Musik für ein Streichquartett und eine optisch-poetische Welt verführen mit den teils moralischen, teils messerscharf analysierenden, immer aber zutiefst menschenliebenden und weisen Texten von Bichsel zu einer besonderen Betrachtungsweise der Welt.

Vier Schauspieler und die Musiker des Weshalb-Forellen-Quartetts umkreisen die manchmal belehrenden, immer aber poetischen Geschichten. Sie setzen der literarischen konkreten Welt eine musikalische und optische Traumwelt entgegen. «Amerika gibt es nicht», die wohl berühmteste Kindergeschichte von Peter Bichsel, führt wie ein leitendes Band durch das Stück, eine Geschichte von früher, eine «Es war einmal...»-Geschichte. Das Ensemble bewegt sich zwischen dieser vergangenen Zeit und der Jetzt-Zeit, in der sich eine Lesergruppe Bichsel-Freunde treffen und einander Kolumnen vorlesen. In einer sich laufend verändernden Bühnenwelt, entsteht die von anderen Produktionen bekannte «Häusermannsche Theater-Traum-Welt».

Peter Bichsel (*1935, Luzern) hat sich einmal als «Wenigschreiber» bezeichnet – wobei sich die Frage stellt, was «wenig» ist. Auf jeden Fall gilt Bichsel als Meister der kurzen Formen. Seit seinem internationalen Durchbruch mit «Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennen lernen» sind von ihm viele Kurz- und Kürzestgeschichten, Essays, journalistische Arbeiten, Reden und ein Roman erschienen. Peter Bichsel ist Träger zahlreicher Auszeichnungen.

Ruedi Häusermann, geboren1948 in Lenzburg (Aargau), studierte Ökonomie und klassische Querflöte. Früh wandte er sich dem Jazz und der freien Improvisation zu. Mit seinem Soloprogramm «Der Schritt ins Jenseits» hat Häusermann seine Musik 1990 zum ersten Mal in einen theatralen Zusammenhang gestellt. Seither entwickelt er seine eigene Musik-Theatersprache, in der die Elemente Text, Ton, Bild, Szene sich in eine übergreifende, fein verästelte Partitur fügen. Häusermann arbeitet an vielen grossen Häusern. Im Schauspielhaus Zürich war im November 2006 sein «Gewähltes Profil: lautlos» als Gastspiel zu sehen.

«Der Traum eines Schriftstellers - dass jemand lesen kann, was er schreibt», sagt Peter Bichsel und hat in Ruedi Häusermann den Erfüller seines Traumes gefunden. 

 Info/Vorverkauf: +41 (0) 44 258 77 77 –
www.schauspielhaus.ch
 

Wie es euch gefällt (As You Like It)
Kommödie in 5 Akten

Von: Willam Shakespeare
Entstehung: ca. 1599
Deutsche Erstaufführung: 1775 (Biberach)

Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:

Wiederaufnahme:
11. April 10
Spielzeit bis: 9. Mai 10

Regie: Katharina Thalbach
Bühne: Momme Röhrbein
Kostüm: Guido Maria Kretschmer
Musikalische Einrichtung: Christoph Israel


Mit: Katharina Thalbach, Andreja Schneider/Katy Karrenbauer, Anna Thalbach, Inga Busch, Jana Klinge, Laura Lo Zito, Swantje Henke, Antje Brameyer, Nadine Schori, Karina Krawczyk und Jasmin Orthbandt

Wie es euch gefällt
Komödie am Kurfürstendamm
Amiens (Antje Brameyer) singt ein herzzerreißendes Lied, Schwermut Jaques (Anna Thalbach) will mehr davon hören.
Foto: Thomas Grünholz

Der Shakespeare-Klassiker „Wie es euch gefällt“ in der Inszenierung von Katharina Thalbach lockte 2009 tausende Besucher in die Komödie am Kurfürstendamm. „Für die 55 Vorstellungen haben wir fast 30.000 Tickets verkauft“, freut sich Theaterdirektor Martin Woelffer, „deswegen bin ich besonders froh, dass wir die Inszenierung 2010 noch einmal ins Programm nehmen können.“ Das freut sicherlich auch die beiden Zuschauerinnen, die ins Gästebuch schrieben: „Brillant!!!!! Wir waren restlos begeistert und werden 2010 noch einmal dabei sein.”

Das Stück
„Die ganze Welt ist eine Bühne und Fraun wie Männer nichts als Spieler. Sie treten auf und gehen ab danach. Mit ihrer Zeit spieln sie verschiedne Rollen, und sieben Akte hat ihr Lebensstück“, stellt Jaques, ein Adliger, der sich mit Herzog Senior in den Ardenner Wald zurückgezogen hat, fest. Die beiden gehören zu einer Gruppe von Edelleuten, die von Herzog Frederick verbannt wurde. Zu dem Gefolge stößt auch Orlando, der sich von seinem Bruder Oliver, der ihn um sein rechtmäßiges Erbe bringen will, bedroht fühlt. Auch Rosalind, die Tochter des verbannten Herzogs Senior und ihre Freundin Celia, Tochter von Herzog Frederick, verschlägt es in den Wald. Doch vorher haben sich Rosalind und Orlando heftig ineinander verliebt.
Das Exil tritt Rosalind als Knabe verkleidet an und nennt sich fortan Ganymed. Celia gibt sich als dessen Schwester Aliena aus. Orlando, der Rosalind schmerzlich vermisst, hängt an sämtliche Bäume des Waldes schmachtende Liebesgedichte, aber er erkennt in Ganymed nicht seine geliebte Rosalind.
Alles ist möglich im Ardenner Wald. Er wird zur Idylle der Verbannten, in dem unendlich viele Irrungen und Wirrungen geschehen.

Katharina Thalbach treibt Shakespeares leichtestes und traumhaftestes Stück um Flucht und Freiheit, Verkleidung und Verstellung, um Phantasie und Liebe, Geschlechtertausch und Identitäten auf die Spitze, indem sie alle Rollen im Stück ausschließlich mit Frauen besetzt.

Die sind dabei

Katharina Thalbach, Regie, Touchstone und Adam
Nach der erfolgreichen Inszenierung von Oscar Wildes „Ernst und seine tiefere Bedeutung“ ist Shakespeares „Wie es euch gefällt“ die zweite Inszenierung von Katharina Thalbach für die Komödie am Kurfürstendamm.
Mit einem Shakespeare-Stück gab sie auch ihr Regiedebüt: 1987 inszenierte sie an der Werkstatt des Schiller Theaters „Macbeth“ als makabre Show um Sex, Mord und Intrigen. Lustvoll und frech setzte sie damals patriarchalisches Machtgebaren in Szene. 1990 brachte sie am Schiller Theater „Romeo und Julia“ in der Bearbeitung von Thomas Brasch auf die Bühne, 1993 inszenierte sie dort bereits schon einmal „Wie es euch gefällt“. Zu ihrer Entscheidung, das Stück jetzt noch einmal zu inszenieren, erklärt Katharina Thalbach: „1993 habe ich das Stück nur mit Männern inszeniert, so wie es in der Shakespeare-Zeit üblich war, weil nur Männer Schauspieler sein durften. Nun möchte ich das Gegenteil probieren und herausfinden, welche Poesie das Stück und die Geschichte nur mit Frauen hat.“ Und schmunzelnd fügt sie hinzu: „Bei Shakespeare fühle ich mich wie zu Hause. Die Zeit, die Welt, die Sprache, immer wird alles extrem behandelt. Große Liebe, große Gewalt, große Sehnsucht. Ich spüre, wie ich mich in der Welt seiner Stücke am wohlsten fühle. Fast als hätte ich in einem früheren Leben schon mal bei ihm gelebt. Als Mann. Ich durfte allerdings nur kleine Rollen spielen und habe oft meinen Text vergessen.“

Schäfer und Fürsten, Narren und komische Heilige, Tierfreunde unSchäfer und Melancholiker

Schon bei „Ernst und seine tiefere Bedeutung“ stand Anna Thalbach auf der Bühne. Jetzt ist sie wieder dabei und übernimmt die Rollen des Schwermut Jaques und des William . 2008 war sie in vier Kinofilmen zu sehen: im Drama „Darum“, im Kinofilm „Esperanza“ sowie in der Romanverfilmung von Otfried Preußlers „Krabat“ und in Uli Edels „Der Baader Meinhof Komplex“. Ebenfalls 2008 bekam sie den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin für ihre Lesung des Romans „Paint it Black“.

Inga Busch, bekannt aus René Polleschs Inszenierungen im Berliner Prater, spielt Orlando de Boys. Busch drehte zuletzt mit Wim Wenders „Palermo Shooting“. Krimifans kennen sie von den „Polizeiruf 110“- Folgen aus Bad Homburg, in denen sie neben Jan-Gregor Kremp, der als Kommissar vor der Kamera steht, die Hauptrolle spielt.

Da Herzog Senior und Herzog Frederick Brüder sind und sehr ähnlich aussehen, bot es sich für
Andreja Schneider an, gleich beide Rollen zu übernehmen. Außerdem spielt sie Corin. Schneider ist Gründungsmitglied der Geschwister Pfister – ihre Bühnenfigur Fräulein Schneider ist bereits legendär. 2009 trat Andreja Schneider gemeinsam mit Katharina Thalbach mit dem Programm „Zwei auf einer Bank“ auf. In der Zeit vom 13. bis 17. April, am 24. April sowie vom 5. bis 9. Mai 2010 übernimmt Katy Karrenbauer die Rollen von Andreja Schneider. Die Schauspielerin wurde vor allem durch die RTL-Serie „Hinter Gittern – Der Frauenknast“ bekannt, in der sie zehn Jahre lang als Insassin Christine Walter zu sehen war.

Jana Klinge spielt Rosalind. Im Hans Otto Theater übernahm sie die Titelrolle in Effie Briest und stand in Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung von „Frau Jenny Treibel“ auf der Bühne. Sie stand für die 20-teilige ARDSerie „Geld.Macht.Liebe“ vor der Kamera.

Laura Lo Zito verkörpert die Rosalind treu ergebene Celia. Auf der Kinoleinwand war Zito zuletzt in Leander Haußmanns „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ zu erleben.

Karina Krawczy
Karina Krawczyk steht als Silvius und Le Beau 2 auf der Bühne. Die Schauspielerin war bereits bei „Ernst und seine tiefere Bedeutung“ dabei. In Til Schweigers „Der Eisbär“ spielte sie eine coole Killerin.

Antje Brameyer ist als Oliver de Boys und Amiens zu erleben. Brameyer ist sehr vielseitig. Die ausgebildete Musicaldarstellerin und Schauspielerin erhielt 2007 den Preis für den besten Film beim Mobilefilmfestival und realisiert seit kurzem eigene Filmprojekte.

Swantje Henke steigt als Charles in den Kampfring und spielt Audrey. Henke arbeitete bisher bereits an Bühnen wie dem Berliner Ensemble, dem Wiener Burgtheater, der Schaubühne am Lehniner Platz, am Mousonturm Frankfurt, am Deutschen Theater sowie mit Christoph Schlingensief auf der Documenta X.

Nadine Schori steht als Phoebe und Le Beau 1 auf der Bühne. Sie hat an der berühmten Palucca-Schule in Dresden Tanz studiert. Nach Engagements in Montreal und Rotterdam wurde sie an den Friedrichstadtpalast engagiert, wo sie zuletzt als Solistin tätig war. Nach einer Schauspielausbildung spielte sie in verschiedenen Serien, ging mit Otto Waalkes auf Tournee und gastiert häufig am Potsdamer Hans Otto Theater, wo sie zuletzt die Titelrolle in „Veronika beschließt zu sterben“ übernahm.

Jasmin Orthbandt spielt Oliver Schwachtext. Die ausgebildete Informatikerin machte sich 2007 selbständig und entwickelt seitdem browser-basierte MMOG's (Massen -Mehrspieler-Online-Spiele). Außerdem unterrichtet sie als Dozentin für Spieleprogrammierung an der Hgo Universität in Visby (Gotland), Schweden.

Kostümzauber
Gudio Maria Kretschmer
... gründete mit 22 Jahren sein erstes Modelabel. In den folgenden Jahren entwickelte und produzierte das Label Uniformen für viele namhafte Unternehmen, wie z.B. Britannia Airways, Hapag Lloyd Flug, Hapag Lloyd Kreuzfahrten, Thomson Gold, Seelive Tivoli, u.a. und wurde zu einem der internationalen Marktführer im Bereich Corporate Fashion. Es folgten Ausstattungen für Produktionen aus den Bereichen Musik, Film und Event Wear. Künstler wie z.B. Charlize Theron, Kim Wilde, Jane Seymour, Christine Kaufmann, Udo Lindenberg und viele andere namhafte Persönlichkeiten tragen seine Kreationen. Im Jahre 2002 gewann Guido Maria Kretschmer den „World of TUI Award“ für sein Design Konzept „sand, sea and sky“. Im Jahr 2004 gründete er das Modelabel „Guido Maria“ mit dem Schwerpunkt High Fashion. Die erste Kollektion wurde als Show in Tokio und Shanghai gezeigt.
Die Kostüme für „Ernst und seine tiefere Bedeutung“ waren seine erste Theaterarbeit. Seitdem arbeitet er häufig für Theater und Film – zuletzt kreierte er die Kostüme für Katharina Thalbachs Inszenierung von „Der Barbier von Sevilla“ an der Deutschen Oper Berlin.

BühnenzaubeBühnenzauber
Momme Röhrbein ...
wuchs in New York, Havanna und Berlin auf. Er war Schüler von Karl-Ernst Herrmann. Seit 1989 ist Momme Röhrbein als Ausstatter an fast allen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum tätig (u. a. Dt. Schauspielhaus Hamburg, Burgtheater Wien, Residenztheater München, Berliner Ensemble). Seit 1994 arbeitet er mit Katharina Thalbach zusammen, u.a. am Thalia Theater Hamburg, an der Oper Basel, an der Oper Köln und in Berlin am Maxim Gorki Theater (u.a. „Hauptmann von Köpenick“). Er entwarf auch das Bühnenbild zu „Ernst und seine tiefere Bedeutung“. „Bei Momme Röhrbein bekommen die Kulissen Szenenapplaus...“, schrieb die Berliner Zeitung über seine Arbeiten und nannte ihn vor einigen Jahren einen „Flohmarktvirtuosen“, denn er ist leidenschaftlicher Bastler und Sammler und streift häufig über Flohmärkte.


Komödie am Kurfürstendamm
Kartenpreise Di bis Do 36/25/13€
Fr/Sa/So 39/28/17€
Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de

Zur Inszenierung des Stadttheater Gießen:

Premiere:
5. März 10

Inszenierung: Ragna Kirck
Bühne und Kostüme: Bernhard Niechotz

Besetzung:

Herzog Frederick / Herzog Senior, sein verbannter Bruder:
Rainer Hustedt
Rosalind, Tochter von Herzog Senior: Kyra Lippler
Celia, Tochter von Herzog Frederick: Christin Heim
Oliver de Boys: Dominik Breuer
Orlando de Boys, sein Bruder: Gunnar Seidel
Touchstone, ein Narr am Hof: 
Christian Fries
Le Beau, rechte Hand von Herzog Frederick / Jaques, rechte Hand von Herzog Senior: Roman Kurtz
Charles, ein Ringer / Silvius, ein Schäfer:  Frerk Brockmeyer
Adam, ein Diener /Corin, der Chef-Schäfer: Harald Pfeiffer
Phoebe, eine Schäferin: Irina Ries
Audrey, eine Schäferin: Carolin Weber
Lord Heyou, Mann für besondere Aufgaben: Milan Pešl
Hymen, Frau für besondere Aufgaben: Petra Soltau

www.stadttheater-giessen.de

Wörter und Körper

Von:
Martin Heckmanns
Uraufführung: 10. Februar 07 (Stuttgart, Schauspiel Stuttgart)

Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart:

Premiere:
10. Februar 07 (Uraufführung)

Regie: Hasko Weber
Bühne: Mathis Neidhardt
Kostüme: Grit Dora von Zeschau
Dramaturgie: Nora Giese

Besetzung:
Esther:
Susana Fernandes Genebra
Der Stumme: Jonas Fürstenau
Röber: Bernd Gnann
Die Bedienung: Gabriele Hintermaier
Der Verfolgte: Ernst Konarek
Der Wachmann: Boris Koneczny
Kartin Kraus: Sebastian Kowski
Der Alte: Peter Loth
Christina Kraus: Katharina Ortmayr
Der Passant: Sebastian Schwab
Lina: Anna Windmüller

Am Anfang steht ein Gedicht über die Erinnerung an einen verlorenen Freund und das Weiterleben mit dem Verlust. Auf einem Platz inmitten der Stadt setzt dann die Geschichte ein: Menschen sind unterwegs, ihre Wege kreuzen sich, ein Kaffeestand wird zum gemeinsamen Treff- und Haltepunkt. Ein verheirateter Mann wird von seiner Geliebten verlassen. Ein Mann telefoniert. Ein Stadtstreicher fühlt sich vom Geheimdienst verfolgt. Ein Passant sucht den Zusammenhang. Die Frau des Verheirateten verlässt ihren Mann. Ein Alter erinnert nur die ferne Vergangenheit, das gerade Gewesene entgleitet ihm. Ein Wachmann mahnt zum Weitergehen. In diesem Kommen und Gehen gerät immer wieder Lina Sommer in den Fokus. Ein Verlust hat sie aus der Spur gebracht und nun sucht sie nach einem Ort, an dem sie bleiben kann, nach einem Zuhause, nach Halt und nach einer Sicherheit, die nicht einmal die Sprache ihr mehr bieten kann. Die Angebote zum Bleiben lehnt sie ab. Ein Mann begleitet ihren Weg.

"Wörter und Körper" ist ein Stück über Abschied und Aufbruch. Es erzählt von Menschen in der Krise und auf dem Weg. In kurzen Szenen erklingt die Melodie einer Stadt. Es ist ein Stück über die Frage nach dem Zusammenhang und über die Möglichkeiten des Miteinander. Und nicht zuletzt: wie lässt sich Ja sagen zum Durcheinander und zur Überforderung?

Martin Heckmanns wurde 1971 in Mönchengladbach geboren. Studium der Komparatistik, Geschichte und Philosophie. Lebt in Berlin. Mehrere Aufenthaltsstipendien und zahlreiche Preise, darunter die Publikumspreise bei den Mülheimer Theatertagen 2003 und 2004. 2002 wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift 'Theaterheute' zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt. "Wörter und Körper" ist eine Auftragsarbeit für das Schauspiel Stuttgart. [© Schauspiel Stuttgart]

www.schauspiel-stuttgart.de

Das Wunder von Bern
Von:
Volkmar Nebe

Uraufführung: 10. Mai 09 (Hamburg, Altonaer Theater)

Zur Inszenierung des Aaltoner Theater, Hamburg:

Premiere:
10. Mai 09 (Uraufführung)

Regie: Georg Münzel
Bühne: Franziska Gebhardt
Kostüme: Ricarda Lutz

Besetzung:
Linda Pfeiffer:
Svenja Pages
Käthe Walter: Hannelore Droege
Fritz Walter: Dirk Hoener
Italia Walter: Sarah Diener
Horst Bachmann: Hans Schernthaner
Gerhard Büthow: Klaus Falkhausen
Tony Schroeder: Tommaso Cacciapuoti
Hans Gehring: Jacques Ullrich
Kurt Gehring/Ferenc Puskás: Markus Mössmer

DAS WUNDER VON BERN von Volkmar Nebe Kaiserslautern 1954. Linda Pfeiffer, 34, die Cousine von Kapitän der Nationalmannschaft Fritz Walter, macht alles richtig: Auf den Nierentischen ihrer Kneipe wird der neu erfundene „Toast Hawaii“ serviert und aus der Musikbox kommen die „Caprifischer“. Trotzdem bleiben die Gäste aus, das ’Pfälzereck‘ steht kurz vor der Pfändung. Ihre Mutter Käthe Walter setzt alles auf eine Karte: Ein Fernsehgerät soll Publikum für die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in die Kneipe locken. Doch der Fernseher rentiert sich nur, wenn die Deutschen gewinnen, und nach der 3:8 Niederlage gegen Ungarn sieht es nicht danach aus. Einziger Lichtblick ist der neue Gast Horst Bachmann, in den sich Linda verliebt. Was sie nicht ahnt: Bachmann ist vom „Neuen Deutschland“ auf sie angesetzt, um aus ihr verunglimpfende Informationen über ihren berühmten Cousin heraus zu finden. Denn für die DDR wäre ein WM-Sieg der Westdeutschen ein Jahr nach dem Aufstand vom 17. Juni 1953 eine Katastrophe. Die Fußball-Ereignisse in der Schweiz verknüpfen sich immer enger mit Lindas Schicksal. Nur ein Wunder kann sie noch retten... Fußball verändert Menschenleben und bewegt Nationen: in einer Zeit des Aufbruchs, in der Ruinen noch an das unmittelbare Kriegsende erinnerten, war es der Sieg der ersten Nationalmannschaft, die der jungen Bundesrepublik Deutschland Gemeinschaftsgefühl und Glauben an sich gaben. Fußball einte das Volk und schaffte Optimismus, Hoffnung und Vertrauen in eine bessere Zukunft. Auch heute noch mobilisiert die deutsche Nationalelf während der Meisterschaften Massen jeglicher Couleur und verschaffte Deutschland 2006 auch international das Ansehen einer sympathischen und weltoffenen Nation. [© Altonaer Theater)

Ungeschminkt (öffentliche Proben) steht mit Terminen am 4., 18. und 25. April 2009 bei kostenloser Anmeldung unter Telefon 040. 39 90 58 70 zur Verfügung.

www.altonaer-theater.de

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