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Theater, Stückeinfo: S

Das Scarlett-O´Hara-Syndrom
Ein Stück Heimat von Alice Buddeberg und Thomas Huber

Uraufführung: 4. Juni 2011 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
4. Juni 11 (Uraufführung)

Regie: Alice Buddeberg
Bühne: Cora Saller
Kostüme: Lene Schwind
Musik: Stefan Paul Goetsch
Licht: Ellen Jaeger
Dramaturgie: Alexandra Althoff / Johanna Vater


Mit: Thomas Huber

Besprechung auf kulturfreak.de

Das Scarlett-O´Hara-Syndrom
Schauspiel Frankfurt
Thomas Huber
© Birgit Hupfeld

Einer der berühmtesten Filme der Kinogeschichte, in dessen Zentrum eine der ungewöhnlichsten Frauen ihrer Zeit steht: Scarlett O’Hara, die eigenwillige und widerspenstige Heldin aus »Vom Winde verweht« machte die junge Schauspielerin Vivien Leigh über Nacht zum Star. Aus der nationalen Hysterie, die die Verfilmung des Bürgerkriegsepos auslöste, ist bis heute ein ungebremster Fankult geblieben, der so manches Leben entscheidend geändert hat. Die junge Regisseurin Alice Buddeberg setzt mit dem Monolog nach »Hedda Gabler« und »Clavigo« ihre Arbeit am Schauspiel Frankfurt fort.

Alice Buddeberg
Geboren 1982 in Frankfurt am Main, ist seit 2008 Absolventin der Hamburger Theaterakademie. Sie inszenierte am Schauspiel Frankfurt, am Theater Bremen, dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg, auf Kampnagel in Hamburg, dem Deutschen Theater Göttingen, am Schauspielhaus in Wien und am Theaterhaus Jena. 2011 wurde sie für die Inszenierungen »In einem Jahr mit 13 Monden« und andere Arbeiten am Theater Bremen mit dem Kurt-Hübner-Preis ausgezeichnet. »Das Scarlett-O’Hara-Syndrom« ist in Zusammenarbeit mit Thomas Huber auf den Proben entstanden.

Thomas Huber
Geboren 1963 in München. Schauspielausbildung an der Folkwang Hochschule Essen. Festengagements u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Schauspiel Leipzig. 2006 Auszeichnung beim katalanischen Filmfestival in Sitges als bester Darsteller in »Rohtenburg«. Seit der Spielzeit 2009 / 10 ist Thomas Huber Ensemblemitglied des Schauspiel Frankfurt. Hier spielte er unter Alice Buddebergs Regie den Brack in »Hedda Gabler« sowie den Carlos in »Clavigo«. Seit mehreren Jahren arbeitet er auch als Autor und Übersetzer, sein Stück »NDEUP« wurde 2006 zum Autorenwettbewerb des Heidelberger Stückemarkt eingeladen.

Cora Saller
Geboren 1983 in München, assistierte an den Münchner Kammerspielen, bevor sie Bühnenbild bei Raimund Bauer an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg studierte und 2011 mit dem Diplom abschloss. Sie entwarf unter anderem das Bühnenbild für Alice Buddebergs Inszenierung »Antigone« nach Sophokles und für die Uraufführung von Oliver Klucks »Warteraum Zukunft«, beide am Schauspielhaus Hamburg, sowie für »Hedda Gabler« am Schauspiel Frankfurt. Lene Schwind Geboren 1979. Sie studierte in München Modegestaltung und arbeitete unter anderem bei Hugo Boss und Vivienne Westwood. Sie assistierte am Schauspielhaus Zürich und am Theater Basel. In dieser Zeit gestaltete sie Kostümbilder in Basel sowie für die Hochschule für Fernsehen und Film München. Seit der Spielzeit 2009 / 10 ist sie Kostümassistentin am Schauspiel Frankfurt. Hier realisierte sie unter anderem Kostüme für »Die Frau, die gegen Türen rannte« von Roddy Doyle, »Die Gerechten« von Albert Camus, sowie die deutschsprachige Erstaufführung von Simon Stephens »Terminal 5«.

Stefan Paul Goetsch
Der Komponist und Songwriter wurde 1978 in Freiburg im Breisgau geboren. Er schreibt seit dem Jahr 2000 Musik für die Bühne, unter anderem am Schauspiel Frankfurt, dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Theater Bremen und weiteren Theatern in Deutschland und Österreich. Als Hainbach produziert und performt er elektronische Musik. Goetsch war Teil der Elektro-Pop Band The Dance Inc., des Dance- Projektes Koch & Goetsch und veröffentlichte elektro-akustische Werke unter seinem eigenen Namen.

 [©Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Schändung

Von:
Botho Strauß, nach dem „Titus Andronicus“ von Shakespeare

Uraufführung: Oktober 2005 (Paris, Théâtre de l’Odéon in der Berthier-Werkhalle, Regie: Luc Bondy)
Deutsche Erstaufführung: 28. Januar 06 (Berlin, Berliner Ensemble, Regie: Thomas Langhof)

Zur Inszenierung des Berliner Ensemble:

Premiere: 28. Januar 06


Inszenierung: Thomas Langhoff
Bühne und Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Musik: Uwe Hilprecht
Dramaturgie: Hermann Wündrich, Nora Giese

Mit: Christina Drechsler, Anke Engelsmann, Ruth Glöss, Sonja Grüntzig, Charlotte Müller, Sylvie Rohrer; Heinrich Buttchereit, Andreas Christ, Alexander Doering, Karsten Gaul, Denis Desiré Geyersbach, Jürgen Holtz, Markus John, Michael Kinkel, Mirco Kreibich, Peter Luppa, Detlef Lutz, Ilja Niederkirchner, Thomas Niehaus, Marko Schmidt, Veit Schubert, Tillbert Strahl-Schäfer, Ronny Tomiska, Georgios Tsivanoglou.

www.berlinerensemble.de (externer Link)

Zur Inszenierung am Schauspielhaus Bochum:

Premiere:
12. April 06
Weitere Vorstellungen im April: 13.04., 15.04., 23.04., 26.04., 28.04.


Regie: Elmar Goerden
Bühne: Silvia Merlo, Ulf Stengl
Kostüme: Lydia Kirchleitner
Musik: Matteo Fargion

Mit:
Ulli Maier, Christine Schönfeld, Louisa Stroux; Mark Oliver Bögel, Thorsten-Kai Botenbender, Bruno Ganz, Henning Hartmann, Peter Kremer, Christoph Pütthoff, Martin Rentzsch, Alexander Maria Schmidt


Dass wir nie das rechte Maß halten können! Heute nicht und damals nicht. Botho Strauß hält sich an die Geschichte: Nach dem Sieg über die Goten kehrt Titus Andronicus nach Rom zurück. Mit sich führt er die Leiche seines Sohnes und Kriegsgefangene: den Mohren Aaron und die schöne Tamora, Königin der Goten. Einen ihrer drei Söhne bestimmt Titus zum Opfer, die Geister der Verstorbenen zu versöhnen, wie der fromme Brauch es will. Tamora fleht um das Leben ihres Kindes. Umsonst. Titus lässt es zerstückeln und als Brandopfer in die Flammen werfen. Tamora schwört furchtbare Rache: Lavinia, einzige Tochter des Titus, wird von Tamoras Söhnen vergewaltigt und verstümmelt, ihr Verlobter Bassanius ermordet. Auf Rache folgt Vergeltung, und auf Vergeltung Rache ...

[Text:
Schauspielhaus Bochum ]

Schillers sämtliche Werke... leicht gekürzt
Von:
Michael Ehnert
Uraufführung: 3. Februar 2009 (Hamburg, Altonaer Theater)

Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Premiere:
23. Februar 10 (Berliner Erstaufführung)
Spielzeit bis: 14. März 10

Regie: Martin Maria Blau
Ausstattung: Sylvie Hartmann
Musik: Jan Christof Scheibe

Mit: Kristian Bader, Michael Ehnert, Hilmi Sözer und Jan Christoph Scheibe

SchillerssämtlicheWerke_KomödieKurfürstendamm_PressefotoSchillerssmtlicheWerke_v.l.HilmiSzerKristianBaderJanChristofScheibeMichaelEhnert_FotoThorstenHarms
Schilllers sämtliche Werke... leicht gekürzt
Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
V. l. Hilmi Sözer, Kristian Bader, Jan Christof Scheibe und Michael Ehnert
Foto: Thorsten Harms

2009 feierte Deutschland Friedrich Schillers 250. Geburtstag. Aber wie feiert man jemanden, der drauf und dran ist, in die Kategorie "Ü-250" zu rutschen? Und vor allem: Was schenkt man so jemandem, bei dem es schon staubt zwischen den Seiten? Vielleicht ein Drehbuchseminar beim Privatfernsehen? Eine Tüte voll knackiger Comedy-Pointen? Eine Homestory in der BILD-Zeitung? Oder braucht der Erfinder des Deutschen Idealismus gar keine Verjüngungskur? Ist er vielleicht auch heute noch radikaler, peppiger und furchtloser als jeder moderne Traumfabrik-Held?
Immerhin reden wir hier vom halbstarken Schiller, der als gerade mal 18-Jähriger mit seinen Räubern den deutschen Theaterskandal heraufbeschwor. Vom wilden Schiller, der in Ermangelung von Kokain faule Äpfel geschnupft hat. Vom geilen Schiller, der zwei Bräute gleichzeitig hatte. Vom Kamikaze-Schiller, der desertierte, um ins Theater zu gehen und dafür im Kerker landete. Vom Quentin Tarantino unter den Klassikern!
Dieser Schiller braucht weder eine Frischzellenkur noch gediegene Festreden im Feuilleton, sondern eine Bande furchtloser Komplizen. Eine
Schillerban.de, die mit dem Weltenbürger, Atheisten, Freiheitskämpfer und Großmaul Schiller noch einmal das Theater auf den Kopf stellt!

Kristian Bader, Michael Ehnert, Hilmi Sözer und Jan Christoph Scheibe machen sich auf, Schiller zu finden. Den ganzen Schiller. Den wahren Schiller.

„Die Räuber“, „Kabale und Liebe“, „Don Karlos“, „Wilhelm Tell“ und alle anderen Schiller-Dramen sowie umfangreiches Bonusmaterial (Entfallene Szenen, Outtakes, Making Of) in nur zwei Stunden – dargeboten von vier komödiantischen Spitzenkräften. Das ideale Programm für alle, die mitreden und dabei noch Geld und Zeit sparen wollen!

Die Schillerban.de:

Hilmi Sözer
... wurde in der Nähe von Ankara geboren und zog mit fünf Jahren an den Niederrhein. Den ersten Kontakt zur Schauspielerei bekam er durch ein Theaterstück zum Thema Rassismus. Nach mehreren Auftritten in weiteren Stücken fand er schließlich den Weg zum Film, ohne eine Schauspielschule besucht zu haben.
Als Schauspieler war er u. a. in Tom Gerhardts „Voll normaaal“ und „Ballermann 6“ zu sehen, gab Robert Schneiders Monolog „Dreck“, spielte dann in Bully Herbigs „Der Schuh des Manitu“ (ausgezeichnet mit dem Deutschen Comedy Preis) und in Lars Beckers Kriminalfilm „Kanak Attack“. Die Vielseitigkeit seines Könnens zeigte er auch in „Auslandstournee“ (Einladung Filmfest Tokio 2000) oder „Meine verrückte türkische Hochzeit“. 2007 spielte Hilmi Sözer in der umstrittenen „Tatort“-Folge „Wem Ehre gebührt“ mit. Zu seinen letzten Kinofilmen gehört „Die Rote Zora“ von Peter Kahane. 2009 beeindruckte Hilmi Sözer in Christian Petzolds Kinofilm „Jerichow“. Das Dreiecks-Drama, an dem auch Benno Fürmann und Nina Hoss mitwirkten, wurde zum Wettbewerb der 65. Filmfestspiele von Venedig 2008 eingeladen.
Ebenfalls 2009 stand er mit Hape Kerkeling für „Ein Mann, ein Fjord“ vor der Kamera.
Seit 2007 ist Hilmi Sözer außerdem Ensemblemitglied am Schauspiel Köln.

Kristian Bader
... schrieb schon als Jugendlicher kleinere Theaterstücke, die ihm Preise bei Theaterjugendwettbewerben einbrachten. Mit Michael Ehnert arbeitete er als „Bader-Ehnert -Kommando“ zusammen, was den Grundstein für seine spätere Solo-Karriere legte. Inzwischen ist er als Original-Caveman bekannt. Dieses Solotheaterstück über die Macken von Männern und Frauen wurde von Esther Schweins inszeniert, Kristian Bader verfasste die deutsche Bühnenfassung.
Mit Christian Richthofen beschritt er neue musikalische Wege bei „Auto Auto!“, das 2007 mit einem Jury-Preis beim Edinburgh Fringe Festival ausgezeichnet wurde. Musikalisch motiviert setzte Kristian Bader dann „Cavemusic“ um – ein Programm, mit dem er sich als Sänger einen Namen machte. Seit einiger Zeit arbeitet er für „Das! forscht“, eine „Sendung mit Augenzwinkern“, die neue Erkenntnisse aus der Forschung vermittelt.
Als Schauspieler war er in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen, u. a. an der Seite von Inge Meysel, Evelyn Hamann, Manfred Krug, Ulrich Mühe oder Ulrich Noethen.
Inzwischen ist Kristian Bader auch Intendant – seiner kleinen aber feinen 3 x 4 Meter Theaterbühne in der „Baderanstalt“ in Hamburg.

Michael Ehnert
... arbeitet als Autor, Schauspieler und Regisseur. 1992 schrieb er sein erstes Bühnenprogramm „Die Schneesucher – Lethal Weather“, das er zusammen mit Kristian Bader umsetzte. Aus dem Einteiler wurde nach großem Erfolg ein Dreiteiler, die „Lethal-Weather-Trilogie“. Als legendäres „Bader-Ehnert-Kommando“ arbeitete das Duo lange zusammen und wurde mehrfach ausgezeichnet (u. a. mit dem Prix Pantheon und dem Deutschen Kleinkunstpreis).
Mit seinen Soloprogrammen „Mein Leben“ und „HeldenWinter“ tourte Ehnert durch Deutschland und war als Regisseur mehrfach für die Münchener Lach- und Schießgesellschaft sowie am Kom(m)ödchen Düsseldorf tätig. Als Schauspieler erhielt er Engagements am Münchener Residenztheater, am Schauspielhaus in Dortmund, bei dem Bader-Ehnert-Kommando und war Gründungsmitglied der Hamburger-Theater-Mafia. Er stand u. a. für Tobi Baumanns „Kinder, Kinder“, Kai Wessels „Juls Freundin“, Torsten Wackers „Axel will’s wissen“, Michael Rowitzs „Ein Mann wie eine Waffe“ und „Der Tod in deinen Augen“, Joseph Vilsmaiers „Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff“, Sigi Rothemunds „Das Finale“ sowie Thorsten Näters „Gegen den Strom“ und „Napoleon Fritz“ vor der Kamera.
Für seine Bühnenarbeit 1997 wurde er mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, 2002 mit dem Sprungbrett, 2005 mit dem Deutschen Kabarettpreis und sogar zweimal (1995 und 2005 ) mit dem Prix Pantheon ausgezeichnet.

Jan Christoph Scheibe
Eine seiner ersten musikalischen Auftritte hatte Jan Christof Scheibe bereits mit 11 Jahren bei der „Peter Alexander Show“. Nach seinem Abitur begann er Komposition zu studieren, brach das Studium aber nach einiger Zeit ab, um u. a. mit der Hamburger A-capella-Band „Partyanimals“ auf Tour zu gehen. Er komponierte Filmmusik für ARD („Schulz und Schulz“), ZDF („Sperling“), NDR („Dr.Vogt“) und Pro7 („Alles außer Mord“). Er war u. a. am Thalia Theater und an den Hamburger Kammerspielen als Musiker engagiert. Als Musikproduzent war er u. a. für Schön Blond, Missfits und Sissi Perlinger engagiert. Mit letzterer tritt er als „Sissi Perlinger und Herr Scheibe“auf: u. a. auch für Fernsehshows der ARD.
Jan Christof Scheibe entwickelte eigene Soloabende, u. a. „Zu viel Sex ist gar nicht gesund“, „Die Glorreichen Vier“ und „Die Welt ist eine Scheibe“. Inzwischen arbeitet er auch als Bühnenautor und Regisseur.

Der Regisseur
Martin Maria Blau
Der 1960 in München geborene Regisseur und Schauspieler nahm bereits früh Schauspiel-, Pantomime- und Tanzunterricht. Anfang der 80er Jahre besuchte er unter anderem in Paris die École Jacques Lecoq und die École Gaulier/Pagneux. Blau begegnete in dieser Zeit einer Persönlichkeit, die ihn in hohem Maße inspirierte: Peter Brook.
Wieder zurück in Deutschland folgten zunächst Schauspielrollen in Filmen wie „Ginger und Fred“ (Federico Fellini), „Europa, Europa“ (Agnieszka Holland), „Die Zweite Heimat“ (Edgar Reitz), „Marie s’en va-t-en guerre“ (Daniel Delrieux) sowie in Fernsehfilmen und TV-Serien („Tatort“ etc.). Nach Regieassistenzen und Hospitanzen in Paris, München und Berlin u. a. bei Peter Zadek, setzte er seine erste Inszenierung in Hamburg um: eine Adaption von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ mit Gustav Peter Wöhler in der Hauptrolle. Inszenierungen an verschiedenen Theatern in Hamburg, München und Berlin folgten. Außerdem führte er Regie bei Soloprogrammen, unteren anderem für Alfons (NDR) und Heino Trusheim. Er lehrte Performance an der Fachhochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg sowie Schauspiel-Regie am Institut für Musiktheaterregie der Universität Hamburg, Bereich Oper. Er ist ständiger Dozent an der Schule für Schauspiel Hamburg, die er mit aufgebaut hat. Ausflüge in die bildende Kunst führten ihn mit Performance-Installationen unter anderem zur „Dokumenta XI“ Kassel, der Galerie der Gegenwart Hamburg und der Akademie der Künste Berlin.
Martin Maria Blau liebt das Theater jenseits festgelegter Genres, das die Geschichten und Dramen der interkulturellen Poesie menschlicher Begegnung erzählt.
Mit Michael Ehnert arbeitete er bereits für dessen Soloprogramme „Mein Leben“ (Kabarettpreis 2005, Prix Pantheon) und „HeldenWinter“ zusammen.

Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de

Weitere Infos & Termine auch unter:
www.schillerban.de 

Schlafes Bruder
Nach dem Roman von:
Robert Schneider

Zum Roman:
Schon als kleiner Junge fällt Elias Alder aus dem Rahmen der vorarlbergischen Dorfgemeinschaft. Er hat eine hohe Stimme und merkwürdig gelbe Augen. Seine Mutter lehnt ihn ab, versteckt ihn. Und nach einem Schlüsselerlebnis, währenddessen sich dem Fünfjährigen die Natur als komplexes Hörbild offenbart, pubertiert er vor der Zeit. Schon damals kann er den Herzschlag der noch lange nicht geborenen Elsbeth, der großen späteren Liebe, vernehmen.

Seine übermenschliche Begabung zur Musik bricht sich in Elias trotz widrigster Umstände Bahn. Er bildet sich an der heimischen Orgel selbst aus und verhilft der Gemeinde regelmäßig zu läuternden Musikerlebnissen. Doch Elias wird auf Erden kein Glück zuteil. Seine starke Liebe zu Elsbeth bleibt am Ende unerwidert. Und dann ist da noch Peter, sein Cousin und ständiger Begleiter. Eine brutale Erziehung hat einen verschlagenen Charakter in ihm reifen lassen. Auch diese Freundschaft ist am Ende unheilvoll.

Nach einem fulminanten Auftritt beim Orgelfest in Feldberg, wo er vor den Ohren der fassungslosen Gemeinde zu Bachs Choral "Komm, o Tod, du Schlafes Bruder" extemporiert hatte, sucht Elias schließlich einen denkbar grausamen Tod.

Robert Schneiders Roman aus dem Jahr 1992 wurde bisher in 24 Sprachen übersetzt.

Robert Schneider (geb. 1961) lebt als freier Schriftsteller in Meschach, einem österreichischen Bergdorf in den rheintalischen Alpen, wo er auch aufgewachsen ist. Studium der Komposition, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien. Mit seinem Debüt-Roman "Schlafes Bruder" (1992), dem ersten Teil seiner "Rheintalischen Trilogie" gelang ihm der internationale Erfolg. Der Roman wurde in 24 Sprachen übersetzt und von der in- und ausländischen Literaturkritik geradezu euphorisch gefeiert; er wurde verfilmt und diente als Vorlage für eine Oper. 1998 folgte der Roman "Die Luftgängerin" und 2000 als Abschluss der Trilogie "Die Unberührten".

Robert Schneider hat sich auch als Theaterautor einen Namen gemacht. Für seinen Monolog
Dreck (1993), der bisher über 90 Mal inszeniert wurde, erhielt Schneider den Preis der Potsdamer Theatertage, die Hörspielfassung wurde mit dem civis ’93 des WDR ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde "Traum und Trauer des jungen H.", eine Dialektstudie über den jungen Adolf Hitler, am Schauspielhaus Hannover uraufgeführt. 1999 kam die "Komödie vom deutschen Heimweh", ein Stück über sechs junge Deutsche und ihre Sehnsucht nach Heimat, am Schauspielhaus Zürich heraus.

Auszeichnungen

1889 Stipendiat der Abraham-Woursell-Stiftung/New York
1990 Filmdrehbuchpreis des österreichischen Fernsehens
1993 Robert-Musil-Stipendium der Stadt Wien, Literaturpreis der Salzburger Osterfestspiele und Civis-Hörspielpreis des WDR
1994 Marieluise-Fleißer-Preis der Stadt Ingolstadt, Prix Medicis für den besten ausländischen Roman (Frankreich)
1997 Premio Grinzane Cavour (Italien) und Premio Libro di Montagna

[© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Hessischen Theaterakademie

Premiere: 27. September 10 (Box)

Regie: Laura Linnenbaum
Ausstattung: David Gonter
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Mit: Henriette Blumenau; Johannes Kühn

Das Schauspiel Frankfurt bringt am 27. September den Erfolgsroman Schlafes Bruder von Robert Schneider aus dem Jahr 1992 als Kammerspiel auf die Bühne. Die erzählerische Wucht des Romans steht in spannungsvollem Kontrast zur Sprachlosigkeit der Figuren.

Die Geschichte eines Bauernjungen, vom lieben Gott mit fast übermenschlichem musikalischen Talent ausgestattet, wird hier von den Personen erzählt, die ihm im Leben am nächsten standen. In der Frankfurter Fassung blicken sein heimlicher Verbündeter, der zynische Peter und die von Elias so innig geliebte Elsbeth auf die gemeinsame Geschichte zurück. Aus zwei unterschiedlichen Stimmen fügt sich das schillernde Porträt der abwesenden Hauptfigur und es das Bild einer Dorfgemeinschaft, der eine zerstörerische Kraft inne wohnt. Elsbeth glaubt noch an die glanzvolle Zukunft ihres Seelenfreundes. hat er nicht in Freudberg gerade erst triumphal aufgespielt? Peter aber weiß schon mehr. [© Felix Bloch Erben, Berlin]

www.schauspielfrankfurt.de

Schwarzes Tier Traurigkeit

Von:
Anja Hilling
Uraufführung: 12. Oktober 2007 (Hannover, Niedersächsisches Staatstheater Hannover)
Schweizer Erstaufführung: 8. April 2010 (Zürich, Theater am Neumarkt)

Ein Wald, ein Mischwald. Ein Sommerabend, kurz vor sechs. Es ist heiß. Seit vierunddreißig Tagen wartet der Wald auf Regen. Ein VW-Bus mit sechs Freunden und einem Baby ist unterwegs zu einem Ausflug. Sie wollten mal raus an diesem schönen Sommertag, der Welt den Rücken kehren, ein Grillfest, eine Nacht unter freien Himmel, Sorgen vergessen, Sterne zählen.

Irgendwann liegen sie müde und zufrieden in ihren Schlafsäcken auf dem Waldboden. Einer macht die beiden Öllampen aus. Einer singt noch ein Lied; dann schlafen sie ein. Sie werden von einer Hitze geweckt werden, einem Feuer, sie werden einen Brand erleben, der jede Fantasie überholt, blitzschnell, und jede Vorstellung in Schutt und Asche legt.

"Schwarzes Tier Traurigkeit" entstand als Auftragswerk für das Schauspiel Hannover und wurde dort 2007 uraufgeführt. In dieser Spielzeit ist das Stück außerdem auch am Deutschen Theater Berlin, am Het Syndicaat Amsterdam, am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und an der Studiobühne Köln zu sehen.


Anja Hilling, geboren 1975, studiert 2002 bis 2006 Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Hier entsteht ihr erstes Theaterstück "Sterne", mit dem sie zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2003 eingeladen und dort mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik ausgezeichnet wird.
Ihr Stück "Mein junges idiotisches Herz" wird im Oktober 2004 beim Wochenende junger Dramatik an den Münchner Kammerspielen vorgestellt und zu den Mülheimer Theatertagen 2005 eingeladen. Auch ihr Stück "Protection" ist bei den Autorentheatertagen 2005 am Thalia Theater Hamburg vertreten.
Eine Einladung der Autorin zu den Werkstatttagen 2005 am Burgtheater Wien folgt, wo sie "Bulbus" fertigstellt. Bei der Kritikerumfrage von theater heute 2005 wird Anja Hilling zur Nachwuchsautorin der Saison gekürt. Weitere Stücke der Autorin wie "Engel", "Sinn" und Monsun" werden an bekannten Bühnen im In- und Ausland erfolgreich aufgeführt.
2009 schreibt Anja Hilling nach "Nostalgie 2175" ein neues Stück für das Thalia Theater Hamburg, "Radio Rhapsodie", das dort im Rahmen der "Langen Nacht der Autoren" im Mai in der Regie von Andreas Kriegenburg uraufgeführt wird. [© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Inszenierung des Züricher Theater am Neumarkt:

Premiere:
8. April 10 (Schweizer Erstaufführung)

Regie: Rafael Sanchez
Bühne: Felicia van Kleef
Kostüme: Ursula Leuenberger
Video: Heta Multanen
Musik: Cornelius Borgolte
Dramaturgie: Britta Kampert

Mit: Matthias Breitenbach, Yvon Jansen, Pascal Goffin, Jörg Koslowsky, Katharina Schmalenberg, Sigi Terpoorten

www.theaterneumarkt.ch

Die Sehnsucht der Veronika Voss
Drehbuch von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich nach einer Vorlage von Rainer Werner Fassbinder

Uraufführung: 17. September 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
17. September 10 (Uraufführung)

Regie: Bettina Bruinier
Bühne: Markus Karner
Kostüme: Justina Klimczyk
Musik: Sebastian Deufel
Video: Kerstin Polte
Licht: Frank Kraus
Dramaturgie: Nora Khuon

Besetzung:

Veronika Voss:
Stephanie Eidt
Dr. Marianne Katz, Juwelierangestellte: Heidi Ecks
Robert Krohn: Torben Kessler
Henriette Hasberg: Henrike Johanna Jörissen
Jan Treibel, Regisseur, Chefredakteur, Kripobeamter: Christian Bo Salle
Josefa, Jenny Treibel, Juwelierangestellte: Lisa Stiegler
Max Rehbein, Prätorius, Dr. Edel: Martin Rentzsch
GI: Sebastian Deufel

Besprechung auf kulturfreak.de

Die Sehnsucht der Veronika Voss
Schauspiel Frankfurt
Robert Krohn (Torben Kessler ), Veronika Voss (Stephanie Eidt)
©: Birgit Hupfeld

Veronika Voss, in den Dreißiger Jahren das Aushängeschild der UFA, gehört jetzt, in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit, zu den Verlierern. Veronika ist abhängig, nicht nur von Alkohol und Medikamenten, sondern auch von ihrer Ärztin Dr. Katz. Ein undurchsichtiges Gewebe von Hörigkeit,
Schuld, Verlust und Anziehung bildet den Nährboden, auf den Fassbinder seine Titelfigur setzt. Er entwirft eine Frau, die keinen Platz in der Gegenwart findet und ihre Mitarbeit an einem neuen Leben verweigert.

Bettina Bruinier (Regie). Geboren 1975 in Wiesbaden, ist seit der Spielzeit 2009 / 10 Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt. Nach dem Studium der Opern- und Schauspielregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding inszenierte sie u.a. am Deutschen Theater Berlin, Staatsschauspiel Dresden und dem Volkstheater München. 2008 wurde Bettina Bruinier auf dem vom Münchner Volkstheater veranstalteten Festival »radikal jung« für ihre Adaption von Juli Zehs Roman »Schilf« mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. In dieser Spielzeit inszenierte sie am Schauspiel Frankfurt »Stadt aus Glas« von Paul Auster, »Deutschland. Ein Wintermärchen« von Heinrich Heine und »Romeo und Julia« von William Shakespeare.

Markus Karner (Bühne). 1973 geboren, studierte zunächst Medizin, bevor er zu den Fachbereichen Theaterwissenschaften und Neuere deutsche Literatur wechselte. Er assistierte u.a. in zahlreichen Produktionen von Armin Petras und an der National Opera in London beiRichard Hudson. Als Bühnen- und Kostümbildner war er u.a. am Staatsschauspiel Dresden, am Deutschen Theater und an der Komischen Oper in Berlin tätig. Am Schauspiel Frankfurt richtete er in der Spielzeit 2009/10 für »Stadt aus Glas« die Bühne ein.

Justina Klimczyk (Kostüme). Geboren 1973 in Polen. Nach ihrem Bühnen- und Kostümbildstudium bei Prof. Jürgen Rose in Stuttgart war sie feste Assistentin zunächst am Schauspiel Stuttgart und anschließend am Thalia Theater in Hamburg. Dort realisierte sie bereits eigene Arbeiten, u.a. für Martin Kušej, für den sie auch am Nationaltheater in Ljubljana als Kostümbildnerin tätig war. Seit 2003 arbeitet sie als freie Kostüm- und Bühnenbildnerin u.a. an der Komischen Oper in Berlin, am Bochumer Schauspielhaus, am Volkstheater in München und demnächst an der Stuttgarter Oper und demnächst am Düsseldorfer Schauspielhaus. Am Schauspiel Frankfurt entwarf sie in der Spielzeit 2009/10 für »Stadt aus Glas« die Kostüme ein.

Kerstin Polte (Video). Absolvierte die Filmklasse der Zürcher Hochschule der Künste. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Filmregisseurin in Berlin und Zürich. Sie entwickelt und realisiert Spiel-, Dokumentar-, Theater- und Werbefilme. Mit ihren Arbeiten war sie bei vielen renommierten Filmfestivals zu Gast. Zurzeit arbeitet Kerstin Polte an ihrem Kinodebüt. Am Schauspiel Frankfurt erstellte sie bereits für »Stadt aus Glas«, »Romeo und Julia« und »Clavigo« das Video.

Sebastian Deufel (Musik). Geboren 1979 in Freiburg, studierte Schlagzeug und Komposition in Hannover, Hamburg und New York. Er lebt und arbeitet als Musiker in Berlin. Als Schlagzeuger spielt er in verschiedenen Bandprojekten, darunter aktuell bei Gisbert zu Knyphausen, Moritz Krämer und Wolfgang Müller. Außer Schlagzeug spielt er noch Schach und Fußball.

[© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Seine Braut war das Meer und sie umschlang ihn
Text für eine Schauspielerin, einen Globus, eine Handvoll Seemannslieder und eine Flasche Sekt

Von: Andreas Marber
Uraufführung: 21. November 2010 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
21. November 10 (Uraufführung)

Inszenierung: Philipp Kugler
Bühne und Kostüme: Kathrin Krause

Mit: Nicole Kersten

Jedes Jahr an seinem Todesstag gedenkt sie mit einer Flasche Sekt des Verlusts ihrer großen Liebe: Ihr Mann war Kapitän auf einem Kreuzfahrtschiff, auf allen sieben Weltmeeren unterwegs - und selten bei ihr. Doch dann hat sie ihn an das Meer verloren. An seinem Geburtstag, ausgerechnet. Sie, die zurückgelassene Seemannsbraut träumt sich nun Jahr für Jahr zurück in dieses Leben. Sie erzählt von rauschhaften Kapitänsdinners, von liebestollen Kreuzfahrtpassagierinnen, von stolzen Seebären und zurückgelassenen Landratten, von zarten Händen und prächtigen Uniformen.
In ihrer Phantasie auf dem Deck eines Luxusdampfers, in der Realität verloren an einer Flasche Sekt verliert die Braut zunehmend den festen Boden unter ihren Füßen. Hat das Meer wirklich ihren Mann umschlungen? Oder ist diese wilde Fahrt übers Meer, diese lustvolle Kreuzfahrt voller deftiger Seemannslieder nur leidenschaftlich gesponnenes Seemannsgarn? Beweisen Sie zu vorgerückter Stunde Ihre Seemannstauglichkeit und lassen sich mit Nicole Kersten von stürmischem Liedgut und Wellengang übers Meer treiben.

Philipp Kugler studierte von 2004 bis 2010 Theaterwissenschaft und Amerikanistik an der Universität Mainz. Bereits während des Studiums zeigte er mit Werken von Jean Anouilh, Igor Bauersima, Neil Simon sowie Adam Long und John Singer erste Inszenierungen in der freien Szene. 2004 gründete er die Gruppe „theater.kurz vor 8cht“, deren Leiter er von 2006 bis 2009 war. Daneben arbeitete er mit weiteren Gruppen der freien Szene, darunter die späteren „Landungsbrücken Frankfurt“ und „Zugangsknoten“, und brachte eigene Texte auf die Bühne. Seit März 2010 ist Philipp Kugler als Regieassistent am Staatstheater Mainz engagiert.  [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Shoppen
Nach dem gleichnamigen Film von Ralf Westhoff
Bühnenfassung von: Jürgen Popig

 

Shopping Queens – Die singende Antwort auf „Männerhort“

Von:
Tobias Bungter
Uraufführung: 9. April 2010 (Wiesbaden, Staatstheater Wiesbaden)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
9. April 10 (Uraufführung)

Inszenierung: Caroline Stolz
Musikalische Leitung: Ernst August Klötzke
Bühne und Kostüme: Lorena Diaz Stephens, Jan Hendrik Neidert

Besetzung:

Alexis:
Susanne Bard
Marion: Eva-Maria Damasko
Connie: Stefanie Hellmann
Anne: Friederike Ott
Scooter: Jasaman Roushanaei

Band: Jörg Rebhan, David Stephens, Claus Weyrauther, Timo Willecke

Das Warten hat ein Ende. Die drängende Frage wird beantwortet, wer eigentlich die Frauen von den Männerhort-Bewohnern sind, die seit Dezember 2007 das Wartburgpublikum begeistern. Endlich treten die weiblichen Pendants der vier Möchtegern-Machos in Erscheinung und stehen ihren holden Gatten in nichts nach.

Bisher begutachteten Anne, Alexis und Connie in der Boutique Shopping Queens bei Piccolöchen jene Shoppingerfolge, vor denen ihre Männer die Flucht ergriffen haben. Doch plötzlich ist alles anders. Alexis ist pleite und muss den Laden schließen. Wo sollen sich die Freundinnen von nun an im „Happy Center“ treffen? Die Friseurin Marion kümmert das wenig. Sie wird den Laden übernehmen und damit das auch allen klar ist, deponiert sie schon mal eine Trockenhaube dort. Auch bei ihren Ehemännern finden die verzweifelten Frauen keinen Trost: im Gegenteil, die hören nie zu, gehen fremd und sind jeden Samstag Nachmittag spurlos verschwunden. Alle drei…!

Die Freundinnen machen sich auf die Suche und stoßen auf den Männerhort: Ihre Göttergatten verstecken sich allen Ernstes auf einer stillgelegten Toilette im Einkaufszentrum, um ihre Ruhe zu haben. Für Fußball, Bier und Pizza. Die Frauen sind fassungslos, verbrüdern sich sogar mit Marion, deren Mann ebenfalls im Männerhort rumlungert und noch dazu ihren Hamster auf dem Gewissen hat. Was tun? Die hysterische Anne denkt gleich wieder an Selbstmord, Marion und Alexis eher an Mord – nur die esoterisch veranlagte Connie mahnt zur Ruhe. Sie hat die Lösung: Der Männerhort ist schuld. Er hat die Männer verhext. Das leuchtet ein! Und so schmiedet das Frauenquartett Pläne zur Vernichtung des unheilvollen Orts...

Der Kölner Autor Tobias Bungter (Jahrgang 1973) hat die singende Antwort auf die Wartburg-Kultproduktion „Männerhort“ von Kristof Magnusson geschrieben. Mit sangesfreudigen Schauspielerinnen und einer Live-Band fällt diese Antwort zwangsläufig sehr musikalisch aus. Und sie ist für Fans und Insider genauso ein Spaß wie für alle, die dem Männerhort seit seiner Premiere im Dezember 2007 bisher noch keinen Besuch abgestattet haben.

Regie führt wieder Caroline Stolz, die Leiterin der Wartburg. Sie inszenierte in Wiesbaden außerdem Rainer Werner Fassbinders „Tropfen auf heiße Steine“, Hitchcocks „Die 39 Stufen’’, Tennessee Williams’ „Die Glasmenagerie“ sowie zuletzt „Das große Fressen“. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Small Things

Von:
Enda Walsh
Uraufführung: 28. Januar 2005 (London, Menier Chocolate Factory)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
28. Dezember 10

Regie: Alexander Frank
Bühne: Anna Dischkow
Kostüme: Dorothee Joisten
Dramaturgie: Nora Khuon

Mit: Sandra Gerling; Andreas Uhse

Ein Mann und eine Frau reden um ihr Leben. Jedes Wort ist Widerstand gegen den eigenen Untergang. Sie sind Übriggebliebene: Das Massaker überlebt, kämpfen sie jetzt, jeder in seinem Zimmer, getrennt vom anderen und der Welt, mit dem Erlebten. So grausam die Erinnerung ist, sie wird beschworen, besprochen, aufgesucht, um gegen die schmerzhafte Einsamkeit anzugehen. Es gibt keine Hoffnung und doch halten sie die Hoffnung am Leben, durch den Akt des Erzählens selbst. [© Schauspiel Frankfurt]
 
www.schauspielfrankfurt.de

Some Girl(s)

Von:
Neu LaBute (geb.1963)

Uraufführung: 2005 (New York, Lucille Lortel Theater)
Deutschsprachige Erstaufführung: 26. Oktober 06 (Wien, Burgtheater/Akademietheater)
Deutsche Erstaufführung: 5. November 06 (Essen, Schauspiel Essen)

Zur Inszenierung des Schauspiel Essen:

Premiere:
5. November 06

Inszenierung: Annette Pullen
Bühne: David Hohmann
Kostüme: Annelies Vanlaere
Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger

Mit: Günter Franzmeier, Katja Heinrich, Sabine Osthoff, Nicoline Schubert, Judith van derWerff

Ein Mann mittleren Alters steht kurz vor der Heirat, Doch bevor es ernst wird, besucht er auf einer Reise in seine Vergangenheit quer durch die USA noch einmal seine Ex-Freundinnen: Der intime Ort wechselnder Hotelzimmer wird zum Zeugen des Wiedersehens zweier Menschen, die einmal ein Paar waren.

LaBute, Meister im Umgang mit der menschlichen Psyche, zeigt, wie komplex und tiefgründig das Beziehungsfeld ist, in dem wir uns bewegen. Sein Stück ist gebaut wie ein Road-Movie: in jeder Stadt eine andere Frau und damit auch die Möglichkeit für einen anderen Lebensentwurf.

Neil LaBute, *1963 in Detroit/USA, ist einer der wichtigsten amerikanischen Dramatiker der Gegenwart. Zahlreiche seiner Stücke wurden ins Deutsche übersetzt und prominent ur- und erstaufgeführt. Sein Stück ,,Bash" wurde 2001 zum besten ausländischen Stück des Jahres gewählt. Zuletzt hatten seine Stücke „Wie es so läuft" (Theater Bonn) und „Fettes Schwein" (Schauspielhannover / Regie: Christina Paulhofer) in Deutschland Premiere.

Annette Pullen, Regisseurin, arbeitet unter anderem in Hamburg und in Wien. In Bochum inszenierte sie die Deutsche Erstaufführung von Neu LaButes Stück „Weit von hier". Nach „Stier", der Dramatisierung des Ruhrgebietsromans von Ralf Rothmann, und Schillers „Räubern" ist „Some Girl(s)" ihre dritte Regiearbeit am Schauspiel Essen. [© Schauspiel Essen]


www.schauspiel-essen.de


Zur Inszenierung des Burgtheater Wien:

Regie:
Dieter Giesing
Bühne: Erich Wonder
Kostüme: Marion Münch
Musik: Jens Thomas
Dramaturgie: Judith Gerstenberg

Besetzung:

Mann:
Christian Nickel
Sam: Sylvie Roher
Tyler: Johanna Wokalek
Lindsay: Petra Morzé
Bobby: Mareike Sedl

www.burgtheater.at

Sommergäste
Szenen

Von: Maxim Gorki
Uraufführung: 23. November 1904 (Petersburg, Dramatisches Theater der V.F. Komissarzevskaja)
Deutsche Erstaufführung: 1952 (Magdeburg, Maxim Gorki Theater)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
16. Februar 08

Regie: Martin Nimz
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Cornelia Brückner
Musik: Matthias Engelke
Dramaturgie: Jens Groß

Besetzung:
Semjon:
Roland Bayer
Nikolai: Daniel Christensen
Pavel Rjumin: Rainer Frank
Piotr Suslow: Özgür Karadeniz
Wlas: Oliver Kraushaar
Kalerija: Ruth Marie Kröger
NN: Jochen Langner
Warwara: Julia Penner
NN: Oda Pretzschner
Jakow Schalimow: Matthias Redlhammer
Marija Lwowna: Bettina Riebesel
Sergej Bassow: Aljoscha Stadelmann
Julija Filipowna: Sabine Waibel

Besprechung auf kulturfreak.de

Sommergäste_schauspffm_2540_ensemble_02©AP Englert
Sommergäste
schauspielfrankfurt
Ensemble
Foto:
Alexander Paul Englert

Nichts soll sich ändern. Oder am besten gleich alles. Die Frauen und Männer, die Maxim Gorki in seinen Sommergästen versammelt, sind Gefangene ihrer Zeit. Eine Art Dämmerszustand hat diese Wohlstandsmenschen erfasst. Während die wirtschaftlichen und politischen Spannungen im Lande wachsen, zelebrieren sie wortreich ihr Ungenügen. Die Langeweile setzt diesen Sommerfrischlern zu, lässt sie wie eine Schar von Lebensanwärtern erscheinen, denen es partout nicht gelingen will, Anspruch und Wirklichkeit zur Deckung zu bringen. Und so verzetteln sie sich ein ums andere Mal, hadern mit dem, was sie haben, und mehr noch mit dem, was ihnen fehlt. Träumen von der großen Idee, der wahren Liebe, dem Zauber der Poesie. »Ich will leben! Und ich werde leben . . . und irgend etwas tun . . . gegen euch! Ja, gegen Euch!« Maxim Gorkis 1904 uraufgeführte Szenen atmen und leben von einer menschenfreundlichen Ironie, die die Figuren auch in ihren abwegisten Sorgen nicht verrät. Im vorrevolutionären Russland wurde es gleichwohl als eine Kampfansage verstanden. Mit historischem Abstand erkennt man in den Sommergästen das verblüffend präzise Porträt einer Übergangsgesellschaft, die ihre dringlichsten Probleme im Privaten kompensiert. [© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night´s Dream)
Komödie in 5 Akten

Von: William Shakespeare

Entstehung:  ca. 1595/96
Deutsche Erstaufführung:  1843 (Berlin, Königliches Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
1. Juni 11 (Zelttheater am Honsell-Dreieck)

Regie: Markus Bothe
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Heide Kastler
Musik: Biber Gullatz, Roderik Vanderstraeten
Licht Sven Bethmann
Dramaturgie: Nora Khuon

Besetzung:

Theseus:
Michael Goldberg
Hippolyta: Bettina Hoppe
Lysander: Christian Bo Salle
Demetrius: Sébastien Jacobi
Hermia: Marie Burchard
Helena: Lisa Stiegler*
Egeus: Sascha Nathan
Philostrat: Torben Kessler
Peter Squenz: Torben Kessler
Zettel (Pyramus): Viktor Tremmel
Flaut (Thisby): Joachim Nimtz
Schnauz (Wand): Oliver Kraushaar
Schnock (Löwe): Benedikt Greiner*
Schlucker (Mondschein): Moritz Pliquet*
Oberon: Michael Goldberg
Titania: Bettina Hoppe
Puck: Sascha Nathan
Elfe: Torben Kessler
Inderjunge: Torben Kessler

* Mitglied des Schauspiel STUDIO Frankfurt

Besprechung auf kulturfreak.de

Sommernachtstraum_SPFFM_2011_03©BirgitHupfeld
Ein Sommernachtstraum
Schauspiel Frankfurt
Peter Squenz (Torben Kessler), Flaut (Joachim Nimtz), Schlucker (Moritz Pliquet),
Zettel (Viktor Tremmel ), Schnock (Benedikt Greiner), Schnauz (Oliver Kraushaar)
© Birgit Hupfeld

Liebe, Streit, Chaos und Anarchie greifen in einer Nacht des Rauschs, der geheimen Wünsche und Verwirrungen um sich. Eine Gruppe Handwerker, vier junge Liebende und die Herrscher über Waldelfen und Kobolde treten ein in einen Strudel der Nacht, in der, was sicher geglaubt, verloren geht und nichts ist, wie es scheint. Markus Bothe inszeniert die Komödie der gleichermaßen beängstigenden wie lustvoll-verführerischen Traumwelt außerhalb des städtischen Trubels in einem Zelttheater am Honsell-Dreieck.. 


Markus Bothe (Regie)
Studierte Musiktheater-Regie in Hamburg. Er inszenierte Opern und Schauspiele an der Deutschen Oper Berlin, dem Schauspielhaus Hamburg, der Staatsoper Hannover, Staatsoper Stuttgart, Volksoper Wien, National Opera Washington D.C. u.a., darunter zahlreiche Ur- und Erstaufführungen. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur war er von 2004 bis 2008 Festivalleiter und Mitglied der künstlerischen Leitung der Theaterbiennale »Neue Stücke aus Europa« am Staatstheater Wiesbaden. Seine Frankfurter Inszenierung von »Roter Ritter Parzival« wurde mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2010 in der Kategorie Regie Kinder- und Jugendtheater ausgezeichnet.

Robert Schweer (Bühne)
Geboren 1968 in Berlin. Er studierte dort Theater- und Veranstaltungstechnik. Von 1995 bis 1998 war er als Werkstättenund Produktionsleiter am Theater Basel engagiert. Seit 1998 arbeitete er als Bühnenbildner u.a. an den Münchner Kammerspielen, dem Theater Basel, Thalia Theater Hamburg, Zürcher Schauspielhaus, Schauspielhaus Bochum, Staatstheater Hannover, Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatstheater Stuttgart, Theater Freiburg und der Deutschen Oper Berlin. Zusammenarbeit u. a. mit den Regisseuren Lars -Ole Walburg, Stephan Rottkamp, Claudia Bauer und Markus Bothe.

Heide Kastler (Kostüme)
Geboren 1967 in Österreich. Sie studierte an der Kunstakademie in Linz und absolvierte von 1990 bis 1993 eine Kostümassistenz am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Ab 1994 entstehen erste eigene Arbeiten, u. a. für die Regisseure Christoph Marthaler, Martin Kušej, Stephan Kimmig, Jossi Wieler und Jürgen Flimm. Ihre Arbeiten führten sie u. a. an das Wiener Burgtheater, das Deutsche Theater Berlin, das Schauspielhaus Hamburg, die Münchner Kammerspiele, das Thalia Theater Hamburg und die Salzburger Festspiele sowie nach Barcelona, Amsterdam, Paris und Zürich.

Biber Gullatz (Musik)
Geboren 1962. Er absolvierte ein Musikstudium in den Fächern Oboe, Klavier und Komposition in Darmstadt und Köln. Seit fünfzehn Jahren arbeitet er als freischaffender Komponist an zahlreichen Theatern im In- und Ausland (Schauspielhaus Hamburg, Burgtheater Wien, Riga, Lodz, Heidelberg, Stuttgart, usw.). 1993 gründete er mit Eckes Malz die »first take studios« und arbeitet seitdem für Film und Fernsehen. Seit 1998 ist er Dozent an den Universitäten Hildesheim und Zürich.

Roderik Vanderstraeten (Musik)
Geboren 1973 in Brüssel. Er studierte Musik und darstellende Künste in Ostende, Brüssel und Antwerpen sowie Tanz und Theater an der »L´Ecole-Atelier Rudra Béjart« in Lausanne und absolvierte in London die »School of Audio Engineering«. Seit 1998 arbeitet er als freischaffender Komponist und Musiker u.a. in München, Stuttgart und Toulouse. Am Schauspiel Frankfurt machte er bereits in der Spielzeit 2010 / 11 die Musik zu »Minna von Barnhelm« (Regie: Jorinde Dröse). [© Schauspiel Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 2. / 4. / 5. / 6. /9. / 10. / 11. / 13. / 15. / 19. /20 ./ 23. / 25. / 26. Juni 11
Vorstellungen nur im Juni 11!
Wegen Sanierungsarbeiten im Schauspielhaus spielt das Schauspiel Frankfurt in einem Theaterzelt am Honsell-Dreieck im Frankfurter Ostend.

Schauspiel Frankfurt Theaterzelt am Honsell-Dreieck
© Schauspiel Frankfurt

Begleitprogramm Zelt: CHILL, GRILL & PARTY
In der eigens geschaffenen Zeltbar »Die Manege« können Zuschauer und Dazukommende zur Musik von DJs aus der IMA Familie die Junisommernächte genießen. Eintritt frei.
Am 1., 9., 15. und 25. Juni, ab 22 Uhr

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere am 7. Oktober 06
Weitere Vorstellungen:
10., 11., 12. 15., 22. und 27. Oktober jeweils 19.30 Uhr

Inszenierung: Schirin Khodadadian
Bühne: Carolin Mittler .
Kostüme: Ulrike Obermüller
Bühnenmusik: Johannes Winde
Dramaturgie: Marie Rötzer
Regie-Assistenz: Mirko Schombert
Inspizienz: Claudia Sekinger
Souffleuse: Marie-Luise Gnad

Besetzung:
Oberon:
Stefan Walz
Titania: Andrea Quirbach
Hermia: Franziska Hackl
Lysander: Felix Lukas Mühlen
Helena: Katharina Knap
Demetrius: Lorenz Klee
Puck: Gregor Trakis
Handwerker: Michael Schlegelberger
Handwerker: Monika Dortschy
Zettel: Thomas Prazak
Musiker/Handwerker: Johannes Wind


Die Liebe? Ein Albtraum! Hermia liebt Lysander und flieht mit
ihm in den Wald. Der Vater Hermias ist aber gegen Lysander, stattdessen will er seine Tochter mit Demetrius verheiraten. Im Wald glauben sich die Liebenden alleine, doch das Gegenteil ist der Fall: Demetrius, heillos in Hermia verliebt, ist den beiden gefolgt. Die schöne Helena verfolgt Demetrius, sie ist ihm in Liebe verfallen, von ihm jedoch verschmäht. So finden sich alle zusammen an diesem mitsommernächtlichen Ort wieder, alle von der Liebe und ihren Geheimnissen angetrieben, alle letztlich auf der Suche nach sich selbst Doch noch andere merkwürdige Wesen haben sich zwischen dem Geäst eingerichtet: Hier herrscht der Elfenkönig Oberon, der gerade in einen erbitterten Ehestreit mit seiner Gemahlin Titania verstrickt ist. Eine Zauberblume muss her, um Titania wieder versöhnlich zu stimmen. Eine Zauberblume, deren Saft - in die Augen von Schlafenden geträufelt - den Erwachenden sofort in einen unglaublichen Liebeswahn versetzt. Die Liebe wird zum Albtraum, als Puck, der unberechenbare Kobold, den Saft nicht nur Titania, sondern auch den sterblichen Liebespaaren verabreicht. Danach liebt jeder, doch jeder den Falschen ...

Shakespeares erotische Komödie um unerwiderte Gefühle, ungeklärte Verhältnisse und sexuelle Verirrungen inszeniert Schirin Khodadadian, die seit der Spielzeit 2002/ 03 als freie Regisseurin unter anderem in Ingolstadt, Kassel und München arbeitet. Ihre Inszenierung von Theresia Waisers "So
wild ist es in unseren Wäldern schon lange nicht mehr" am Staatstheater Kassel wurde im vergangenen Jahr mit dem Förderpreis für Regie der Akademie der Darstellenden Künste Berlin ausgezeichnet. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de

Sonny Boys (The Sunshine Boys)
Komödie in zwei Akten

Von: Neil Simon
Uraufführung: 20. Dezember 1972 (New York, Eugene O´Neill-Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 23. Dezember 1973 (Berlin, Schlossparktheater)

Zur Inszenierung des Theater Trier:

Premiere:
8. März 12

Inszenierung: Klaus-Dieter Köhler
Bühnenbild: Peter Müller
Kostüme: Carola Vollath
Dramaturgie: Peter Oppermann

Besetzung:

Willie Clark, Komiker:
Manfred-Paul Hänig
Al Lewis, sein ehemaliger Partner: Hans-Peter Leu
Ben Silverman, sein Neffe und Agent: Tim Olrik Stöneberg
Krankenschwester / Regieassistentin: Alina Wolff
Schwester im Sketch: Statisterie
Patient (im Sketch): Statisterie

www.theater-trier.de

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
20. März 08

Regie: Christian Hockenbrink
Bühne und Kostüme: Miriam Busch
Musik: Markus Reyhani
Licht: Ellen Jaeger
Dramaturgie: Jens Groß, Raphael Kassner
Regieassistent: Felix Meyer-Christian
Bühnenbildassistentin: Anna Dischkow
Kostümassistentin: Katharina Tasch
Inspizient: Thomas Nossek
Souffleuse: Karin Frick
Ton: Inga Lüth, Franziska Rudolphi
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Nikola Ramie'
Requisite: Albrecht Haevernick, Markus Öhlinger
Regiehospitantinnen: Heien Hable, Helena Todorovic'
Bühnenbildhospitantin: Katharina Schwarz

Besetzung:

Willie
Clark: Wolfgang Gortz
AI Lewis: Heiner Stadelmann
Ben Silverman: Mathias Max Herrmann

Besprechung auf kulturfreak.de

Sonny Boys - schauspielfrankfurt
Sonny Boys
schauspielfrankfurt
Willie
Clark (Wolfgang Gortz) und AI Lewis (Heiner Stadelmann)
Foto: Alexander Paul Englert

95 Jahre auf der Bühne - Wolfgang Gorks und Heiner Stadelmann sind die Sonny Boys:
Auf der Bühne waren sie die Sonny Boys, das Traumpaar des Boulevards, doch hinter der glitzernden Fassade haben sie sich gegenseitig das Leben zur Hölle gemacht. Doch dann stieg Al aus und setzte damit auch Willies Karriere ein Ende. Seit elf Jahren gehen sie nun getrennte Wege. Einsam und zurückgezogen lebt Willie in einem kleinen Appartment, bis es seinem umtriebigen Neffen Ben gelingt, endlich wieder einen großen Auftritt an Land zu ziehen:
Für eine Fernsehgala sollen die Sonny Boys noch einmal ihren berühmten Doktorsketch aufführen. Doch Willie hat seinem ehemaligen Partner den Ausstieg nie verziehen. Als er sich schließlich doch überreden lässt, kommt es zu dem Unvermeidbaren: Schon die erste Probe endet in einem Desaster…

Mit Sonny Boys ist dem Autor Neil Simon, einer der populärsten Dramatiker der USA, die Geschichte einer wunderbaren Feindschaft mit rasanter Situationskomik und brillantem Sprachwitz gelungen. Nicht umsonst erhielt er 1975 für das Drehbuch zur Filmversion den Oscar. Simons Komödien haben durch ihre Verfilmungen und ihre Übersetzungen in zahlreiche Sprachen weltweiten Erfolg und Zugang zu einem breiten Publikum gefunden. Das unterhaltsame Stück über zwei alternde, grantige Komödianten bietet einen humorvollen Blick hinter den Vorhang des Show-Business. Und vor allem hat er ein Stück für zwei Schauspieler geschrieben, die hier alle Nuancen ihres Könnens zeigen dürfen.

Mit der Inszenierung des jungen Regisseurs Christian Hockenbrink, selbst gelernter Schauspieler, ehrt schauspielfrankfurt zwei großartige Darsteller, die zusammengerechnet seit 95 Jahren erfolgreich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen: Wolfgang Gorks und Heiner Stadelmann spielen Willie und Al.

Wolfgang Gorks, 1931 geboren, feiert dieses Jahr sein 55jähriges Bühnenjubiläum. Seine Ausbildung erhielt er an der Akademie für Musik und Theater in seiner Geburtsstadt Dresden. Seitdem ist er in unzähligen Rollen vor ein Publikum getreten, das er, ob als Nathan im gleichnamigen Stück von Gotthold Ephraim Lessing, als einsamer Killer in I Hired a Contract Killer oder wie feuere ich meinen Mörder oder als liebender Antonio in Was ihr wollt, immer wieder begeistern und rühren konnte.

Heiner Stadelmann, geboren 1943 in Hersbruck bei Nürnberg, wurde von dem damals am Deutschen Schauspielhaus engagierten Fritz Wagner zum Schauspieler ausgebildet. Seit 1967 spielt er in verschiedenen Ensembles und ist damit heute seit 40 Jahren in seinem Traumberuf tätig. Das Publikum in Frankfurt am Main kann ihn seit der Spielzeit 2006/07 in zahlreichen Rollen bewundern, so als Heinrich I in Peter Kastenmüllers Falstaff-Inszenierung, als Faber in der Bühnenversion von Fahrenheit 451 oder als Graf in Die Wahlverwandtschaften nach dem Roman von Johann Wolfgang Goethe. Diese beiden außergewöhnlichen Schauspieler, die das schauspielfrankfurt-Ensemble seit Jahren bereichern, verkörpern die wunderbaren Charaktere von Neil Simon.

Der Regisseur Christian Hockenbrink und sein Dramaturgenteam Jens Groß und Raphael Kassner haben die Komödie auf drei Darsteller reduziert und stellen dem Duo der Sonny Boys Mathias Max Herrmann als gewitzten Neffen Ben zur Seite. [© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen

Von:
Rene Pollesch

Uraufführung: 9. Oktober 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
9. Oktober 10 (Uraufführung)

Regie: René Pollesch
Bühne Janina Audick
Video: Kathrin Krottenthaler
Kostüme: Tabea Braun
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:
Traute Hoess
Constanze Becker
Valery Tscheplanowa
Michael Goldberg
Nils Kahnwald
Oliver Kraushaar

Besprechung auf kulturfreak.de

Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen
Schauspiel Frankfurt
v.l.n.r. Taute Hoess, Valery Tscheplanowa, Constanze Becker, Oliver Kraushaar, Nils Kahnwald, Michael Goldberg
Foto: Birgit Hupfeld

Furiose Wortgefechte, Gedankenüberflutungen, überhitzte Körper, Turbulenzen aus Wort und Spiel – Pollesch kommt zurück nach Frankfurt! Am TAT entwickelte der gebürtige Friedberger erste Arbeiten. Seine Stücke sind kongeniale Antworten auf unsere komplexen und widersprüchlichen Lebenswelten: globale politische Fragestellungen in Verbindung mit persönlichen emotionalen Erfahrungen, verzweifelte Selbstbefragungen kombiniert mit Slapstick und Melodramatik. Thema und Text entstehen gemeinsam mit den Schauspielern während der Proben. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Die spanische Fliege
Schwank von:
Franz Arnold und Ernst Bach

 

Spätlese

Von:
Folke Braband
Uraufführung: 23. Oktober 2011 (Berlin, Theater am Kurfürstendamm)

Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm:

Premiere:
23. Oktober 11 (Uraufführung)
Wiederaufnahme 2012: 17. Januar 12 (bis 29. Januar 12)
Regie: Jürgen Wölffer
Bühne: Julia Hattstein
Kostüm: Gabriella Ausonio

Mit: Judy Winter, Chariklia Baxevanos, Hannelore Cremer, Michael Altmann, Mohamed El-Asmer und Astrid Kohrs

Spätläse
TheaterKurfürstendamm
Drei Ladies in bester Gesellschaft
Hinten: Michael Altmann und Judy Winter
vorne v. l.: Chariklia Baxevanos, Mohamed El-Asmer und Hannelore Cremer
© ThomasGrünholz

Maria, Agnes und Josefine, drei nicht mehr ganz taufrische, aber umso schlagfertigere alte Damen, verbringen den Herbst ihres Lebens in der Seniorenresidenz „Abendrot“.
Bridgepartien, kleine Sticheleien und regelmäßige Trauerfeiern zu Ehren eines Mitbewohners zählen zu den Höhepunkten ihres Daseins.
Das ändert sich prompt, als eines Tages nicht nur der junge Pfleger Tarek, sondern auch der charmante Witwentröster Bruno auf der Bildfläche erscheinen und die Herzen der Damen höher schlagen lassen. Als eine mysteriöse Unbekannte ihren Besuch ankündigt, gerät die Welt der „Golden Girls“ endgültig außer Kontrolle.
„Mir ging es nicht in erster Linie darum eine Geschichte von A bis Z zu erzählen, sondern Geschichten von Menschen zu erzählen.“, erläutert Autor Folke Braband und fährt fort: „Wichtig war mir beim Schreiben zwischen den Zeilen Schicksale sichtbar werden zu lassen, die man auf den ersten Blick so nicht erwartet hätte. Ich wollte die Sicht auf ältere Menschen schärfen, Vorurteile entschärfen und Lebensentwürfe präsentieren, die das Publikum interessieren und mit denen es sich identifizieren kann.
Meine drei Protagonistinnen sind Frauen, die das Herz auf dem rechten Fleck haben. Trotz ihrer bisweilen schwierigen Vergangenheit haben sie den Humor nicht verloren und einiges mit den ´Golden Girls´ gemeinsam: Sie sind ähnlich pointiert, schlagfertig und nicht gerade zimperlich.

Ich wünsche mir, dass die Inszenierung die Zuschauer lachen lässt – nicht über alte Menschen, sondern über deren Witz, aber auch im richtigen Moment rührt und berührt.“

Der Autor
Folke Braband
… hat sich weit über Berlin hinaus einen Namen als Regisseur gemacht. Sein inszenatorisches Repertoire ist breit gefächert und reicht von Schwänken, Musicals und Farcen, schwarzhumorigen Gesellschaftskomödien sowie Kinder- und Jugendstücken über gesellschaftskritische Stoffe bis hin zu modernen Klassikern.
Als Spezialist für Komödien mit Tiefgang, Screw Ball Comedies und well made plays hat Braband sich immer wieder als eigener Bearbeiter seiner Inszenierungen ausgewiesen und nun mit „Ganz in Weiß“, „Nichts als die Wahrheit“ und „Spätlese“ seine ersten eigenen Komödien geschrieben. Auch deswegen, weil er fand, „dass Deutschland in Sachen Komödien noch einigen Nachholbedarf hat“.
Seine Fassung von „Ladies Night“ erhielt 2001 den Preis der Berliner Theatergemeinde und gehört seitdem zu den meistgespielten Stücken auf deutschsprachigen Bühnen. Außerdem ist Braband als Übersetzer und Bearbeiter (u. a. für Noel Coward und Molière) tätig.

Die „Golden Girls“
Judy Winter
Josefine
„Da ist das Leben wie das Theater. Man beginnt als jugendliche Liebhaberin, wird dann Charakterdarstellerin und endet als komische Alte.“
Bereits als Siebzehnjährige wurde Judy Winter in Ulm für die Rolle der Jessica im „Kaufmann von Venedig“ von Peter Zadek engagiert. Als dieser 1962 mit Kurt Hübner nach Bremen ging, war sie dabei. Dort spielte sie u. a. in Zadeks legendärer Inszenierung von Wedekinds „Frühlings Erwachen“ und stand mit Schauspielern wie Bruno Ganz und Vadim Glowna auf der Bühne. Damals bekam sie auch erste Filmangebote. Da ihre Begabung auch im Singen lag, sah man sie bald in Musicals: als Eliza in „My fair Lady“, in der Titelrolle von „Hello, Dolly“ und unter der Regie von Helmut Baumann als Velma Kelly in „Chicago“ am Thalia Theater in Hamburg sowie am Theater an der Wien.
Anfang der 70er Jahre stand sie für die Simmel-Verfilmungen „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ und „Liebe ist nur ein Wort“ vor der Kamera. Es folgten unzählige Fernsehrollen: Sie spielte Episodenhauptrollen in Serien-Klassikern wie „Derrick“, „Der Kommissar“ und „Wolffs Revier“. Auch für Wolfgang Petersens Kult-„Tatort“ „Reifezeugnis“ stand sie vor der Kamera.
Seit Mitte der achtziger Jahre war sie häufig am Renaissance-Theater Berlin engagiert. Hier hatte sie mit „Marlene“ einen ihrer größten Bühnenerfolge und die Kritiker titelten „Marlene lebt und heißt jetzt Judy Winter“. Für ihre darstellerische Leistung in „Marlene“ bekam sie zahlreiche Auszeichnungen.
2001 wurde ihr für ihr Engagement für die Aidshilfe das Bundesverdienstkreuz verliehen. In der Komödie am Kurfürstendamm stand sie zuletzt in „Fisch zu viert“ auf der Bühne.

Chariklia Baxevanos
Agnes
„… irgendein Stück Kuchen. Egal welchen, ich bin ja nicht wählerisch. Hauptsache Diabetikerkuchen. Aber ohne Obst und nicht so trocken und keine Mandeln und ohne Sahne. Das kann ich mir nicht leisten.“
Chariklia Baxevanos wollte eigentlich Sängerin werden und besuchte die Schauspielschule nur, um sich auf der Opernbühne besser bewegen zu können. Doch es kam anders: Nach ihrer Ausbildung am Wiener Max Reinhardt Seminar ging sie ans Stadttheater Wiesbaden, war an den Münchener Kammerspielen engagiert und arbeitete am Theater in der Josefstadt, Wien. Seit 1959 ist sie freiberufliche Schauspielerin und spielte an allen führenden deutschen Boulevardbühnen. Sie war in über 100 Hauptrollen zu sehen, beispielsweise in „Das Mädchen Irma la Douce“, „Pygmalion“ oder „Die Wildente“. Vor der Kamera hatte sie schon 1952 erste Erfahrungen gesammelt: in dem Hans-Moser -Streifen „Wir werden das Kind schon schaukeln“. Es folgten rund 20 Kinoproduktionen mit so bekannten Kollegen wie Peter Alexander, Georg Thomalla oder Joachim Fuchsberger. Viele ihrer erfolgreichen Bühnenrollen verkörperte „die Königin des Boulevard“ - wie Friedrich Luft sie einmal nannte - auch im Fernsehen, wo sie in Produktionen wie „Miranda“, „Sturm im Wasserglas“ oder „Zwiebeln und Butterplätzchen“ glänzte. Für ihre Darstellung der Christine in John Oldens Schnitzler-Verfilmung „Liebelei“ erhielt sie den Goldenen Bildschirm. Außerdem war Chariklia Baxevanos als Synchronsprecherin erfolgreich und lieh ihre Stimme unter anderem Shirley McLaine und Tyler Moore.

Hannelore Cremer
Maria
„Wen interessiert schon mein Geburtstag? Es ist doch nur der 75.“
... stand bereits mit Hans Albers, Zarah Leander und Johannes Heesters auf der Bühne. Ihre Karriere am Boulevard-Theater verdankt sie Wolfgang Spier. Er holte die klassische Schauspielerin an die Komödie. Mit ihm zusammen spielte Hannelore Cremer seit Ende der 70er Jahre in zahlreichen Produktionen wie z. B. „Die bessere Hälfte“, „So ein Schlawiner“ sowie „Komödie im Dunkeln“. Zu den zahlreichen Fernsehproduktionen, in denen sie mitwirkte, gehören unter anderem „Tatort“ und „Ein Fall für zwei“. An der Komödie am Kurfürstendamm war sie zuletzt in „Heirat wider Willen“ zu sehen.

Der Witwentröster
Michael Altmann
… studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Anschließend folgten Engagements an verschiedenen Schauspielhäusern, u. a. in Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf und Köln. Zusammen mit Heinz Werner Kraehkamp gelang ihm das Kunststück, aus der Komödie „Das Ende vom Anfang“ mit 500 Vorstellungen in zwölf Jahren einen Dauerbrenner zu machen. Gemeinsam mit Kraehkamp kreierte er das Duo Kiebich & Dutz, für das sie den Adolf-Grimme-Preis erhielten. Unter dem Pseudonym Hartmann & Braun haben die beiden ein Label geschaffen, das bis heute ein Begriff für kabarettistisches Schauspieltheater ist. Neben seiner Bühnentätigkeit wirkte Altmann auch in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit: So spielte er u. a. in „Molle mit Korn“, „Nie wieder schlafen“, „Wolffs Revier“, „Sie ist meine Mutter“ und „Anja & Anton“. Zudem stand er für den Kinofilm „Schläft ein Lied in allen Dingen“ von Jungregisseur Andreas Struck vor der Kamera, der auf der Berlinale gezeigt wurde. Altmanns Liebe zur Natur spiegelt sich in Gebirgsfilmen wider, die er gedreht hat. Für seine Arbeiten wurde er mit verschiedenen Publikumspreisen ausgezeichnet.

Mohamed El-Asmer
… spielt einen Altenpfleger. El-Asmer spielte an der Vaganten Bühne bereits in „Klassenfeind 2.0“ und „Ehrensache“. Er studiert BWL und ist Gründer des Anti-Gewalt -Fussballturniers sowie Veranstalter des „Berlin Run Marathon“.

Astrid Kohrs
… spielt eine mysteriöse Unbekannte. Ab 1988 war Astrid Kohrs am Schiller Theater Berlin engagiert, wo sie mit Regisseuren wie Harald Clemen und Jérôme Savary arbeitete. Sie war in Wien, am Schönbrunner Schlosstheater sowie in Schwedt an der Oder engagiert, bevor Martin Woelffer sie an sein magazintheater holte. Hier war sie das „kunstseidene Mädchen“ und trat in vielen weiteren seiner Inszenierungen auf.
Mit Jürgen von der Lippe drehte sie die Comedy Serie „Der Heiland auf dem Eiland“. 2008 ging sie mit Claude-Oliver Rudolph auf Tournee und spielte an seiner Seite die Gelsomina in Fellinis „La Strada“. Am Kurfürstendamm war sie zuletzt in „Alles Astro“ zu sehen.

Der Regisseur
Jürgen Wölffer
... ist seit 1958 beim Theater, wenn man nicht mit zählt, dass er in einer Theaterfamilie aufgewachsen ist. Wie fast alle jungen Leute interessierte er sich zuerst überhaupt nicht für den Beruf seiner Eltern, sondern (in dieser Reihenfolge) für Feuerwehr, Autos, Architektur, Malerei und Politik - linke - natürlich. Noch in der Abiturklasse besuchte er den privaten Unterricht einer damals berühmten Schauspiellehrerin, um sich dort den Berliner Dialekt abzugewöhnen. Natürlich machte die ihn zum Schauspieler. Er spielte dann ausschließlich ernste und klassische Rollen in deutschen Staatstheatern. Einige der größten Rollen der Literatur gehörten zu seiner hoffnungsvoll begonnenen Karriere in gerade einmal acht Jahren. Dann aber trat er doch in die Direktion seines Vaters, der Komödie und des Theaters am Kurfürstendamm, ein. Es war keine leichte Entscheidung. Sie war geprägt von der Liebe zum Vater, zu Berlin, zum Kurfürstendamm, einer geerbten Unternehmerlust und dem sanften Druck von George Marton und Hans Sanden, zweier jüdischer Freunde des Vaters aus der großen Berliner Theaterzeit. Von dem Zeitpunkt an widmete er sich fast ausschließlich dem Genre Komödie. 28 Jahre leitete er die beiden Bühnen, erst mit Bruder Christian, dann alleine. Er gründete und ließ die Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg und die Komödie Dresden bauen.
Er freut sich, dass sein Sohn Martin seit 2004 die Leitung der Berliner Häuser übernommen hat.                          [© Theater am Kurfürstendamm]

www.komoedie-berlin.de

Stadt aus Glas
Roman von:
Paul Auster (* 1947)
Erschienen: 1985
Deutsch von Joachim A. Frank

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Fassung von Bettina Bruinier und Alexandra Althoff

Premiere: 3. Oktober 09

Regie: Bettina Bruinier
Bühne: Markus Karner
Kostüme: Justina Klimczyk
Musik: Oliver Urbanski
Video: Kerstin Polte, Alkmini Boura
Licht: Nicol Hungsberg
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:
Daniel Quinn:
Sébastien Jacobi
Max Work / Paul Auster: Thomas Huber
Virginia Stillman / Quinns Frau / Siri Hustvedt / Mädchen: Sandra Gerling
Peter Stillman Junior: Andreas Uhse
Peter Stillman Senior: Felix von Manteuffel

(Aufführungsdauer ca. 1 3/4 Stunden, keine Pause)
Besprechung auf kulturfreak.de

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Stadt aus Glas
Schauspiel Frankfurt
Daniel Quinn (Sébastien Jacobi)
Foto: Sebastian Hoppe

In dem ersten Roman seiner »New York- Trilogie« erzählt Paul Auster die Geschichte des Kriminalautors Daniel Quinn. Nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes hat sich Quinn in die Einsamkeit zurückgezogen. Unter dem Pseudonym William Wilson schreibt er Detektivromane, in denen sein aggressiver, schlagfertiger Held Max Works das Chaos unzähliger Abenteuer mit Leichtigkeit meistert. Quinn verliert sich immer mehr in dieser Dreiheit von Personen. Da erhält er mitten in der Nacht den Anruf eines Fremden, der ihn, in der Annahme, er sei der Privatdetektiv Paul Auster, mit einem Fall betraut. Quinn schlüpft in die Rolle von Paul Auster und beschattet den ehemaligen Theologieprofessor Peter Stillmann, der nach vielen Jahren aus einer psychiatrischen Klinik entlassen worden ist. Stillmann hatte seinen Sohn neun Jahre lang in völliger Isolation und Dunkelheit aufwachsen lassen. Jetzt fürchtet dieser, dass ihm der verwirrte Vater nach dem Leben trachtet. Quinn ahnt nicht, dass er sich auf eine Mission eingelassen hat, die komplizierter und undurchsichtiger ist als alles, was er bisher geschrieben hat.


Bettina Bruinier (Regie), Jahrgang 1975, ist mit Beginn der Spielzeit 2009 / 10 Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt. Nach dem Studium der Opern- und Schauspielregie an der Bayerischen Theaterakademie in München inszenierte sie u. a. am Deutschen Theater in Berlin und am Staatsschauspiel Dresden. 2008 wurde Bettina Bruinier auf dem vom Münchner Volkstheater veranstalteten Festival »radikal jung« für ihre Adaption von Juli Zehs Roman »Schilf« mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Markus Karner (Bühne), 1973 geboren, studierte zunächst Medizin, bevor er zu den Fachbereichen Theaterwissenschaften und Neuere deutsche Literatur wechselte. Er assistierte u. a. in zahlreichen Produktionen von Armin Petras und an der National Opera in London bei Richard Hudson. Als Bühnen- und Kostümbildner war er u. a. am Staatsschauspiel Dresden, am Deutschen Theater und an der Komischen Oper in Berlin tätig. Regelmäßige Zusammenarbeit mit Bettina Bruinier seit der gemeinsamen Assistenzzeit in Kassel.

Justina Klimczyk (Kostüme) wurde 1973 in Polen geboren. Nach ihrem Bühnen- und Kostümbildstudium bei Prof. Jürgen Rose in Stuttgart war sie feste Assistentin zunächst am Schauspiel Stuttgart und anschließend am Thalia Theater in Hamburg. Dort realisierte sie bereits eigene Arbeiten, u. a. für Martin Kusej, für den sie auch am Nationaltheater in Ljubljana als Kostümbildnerin tätig war. Seit 2003 arbeitet sie als freie Kostüm- und Bühnenbildnerin u. a. an der Komischen Oper in Berlin, am Bochumer Schauspielhaus, am Volkstheater in München und demnächst an der Stuttgarter Oper. »Stadt aus Glas« ist ihre sechste Zusammenarbeit mit Bettina Bruinier.

Oliver Urbanski (Musik) arbeitet als Schauspieler, Musiker und Komponist. Er studierte Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Sein erstes festes Engagement führte in ans Berliner Ensemble. Als Theatermusiker komponierte und spielte er u. a. in Produktionen von Peter Zadek und Claus Peymann. Seit drei Jahren arbeitet er kontinuierlich mit Bettina Bruinier zusammen, für die er zuletzt die Musik zu »Alice« nach Lewis Carroll am Münchner Volkstheater geschrieben hat.

Alkmini Boura und Kerstin Polte (Video) absolvierten gemeinsam die Filmklasse der Zürcher Hochschule der Künste. Sie leben und arbeiten als Autorinnen und Filmregisseurinnen in Berlin und Zürich. Gemeinsam entwickeln und realisieren sie Spiel-, Dokumentar-, Theater-, und Werbefilme. Mit ihren eigenen Filmen waren sie schon bei vielen renommierten Filmfestivals zu Gast. Zurzeit arbeiten sie an ihrem Kinodebut. Kerstin Polte arbeitet schon seit über zehn Jahren mit Bettina Bruinier zusammen

.[© Schauspiel Frankfurt]

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Steilwand (Sea Wall)

Von: Simon Stephens (* 1971)
Uraufführung: 8. Oktober 2008 (London, Bush Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 10. Januar 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)
Deutsch von: Barbara Christ

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
10. Januar 10 (Deutschsprachige Erstaufführung; Box)

Regie: Lily Sykes

Mit: Isaak Dentler

Für Alex läuft es gut, in seinem Job, in seinem Leben. Er liebt seine Frau und seine Tochter. Doch eine Katastrophe an einem Tag am Meer nimmt ihm alles, an das er geglaubt hat. Lily Sykes zeigt in der Box die Deutschsprachige Erstaufführung von »Steilwand«, der neueste Monolog des preisgekrönten englischen Dramatikers. [© Schauspiel Frankfurt]

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Der Stein
Schauspiel

Von:
Marius von Mayenburg

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premier:
2. Oktober 09

Inszenierung: Slobodan Unkovski
Bühne und Kostüme: Angelina Atlagic
Dramaturgie: Carola Hannusch

Besetzung:

Witha:
Susanne Bard
Wolfgang: Uwe Kraus
Heidrun: Doreen Nixdorf
Hannah: Eva-Maria Damasko
Mieze: Stefanie Hellmann
Stefanie: Franziska Werner

Ein Haus in Dresden, 1993. Witha zieht mit Tochter Heidrun und Enkelin Hannah dort nach langen Jahren der Abwesenheit wieder ein. Hier hat sie fast 20 Jahre ihres Lebens verbracht. 1935 hatte Witha das Haus gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang einer jüdischen Familie abgekauft. Voller Erinnerungen steckt das Gebäude, Erinnerungen an Wolfgang, an Krieg, an ihre Republikflucht in den Westen 1953. Während Hannah an einem Referat über Vorbilder arbeitet und dafür ihren Großvater auswählt, der während der NS-Zeit eine jüdische Familien rettete, kommt eine Fremde, Stefanie, zu Besuch, um ‚zu stören’. Auch sie hat einmal in diesem Haus gelebt, macht Ansprüche geltend – moralischer und rechtlicher Art.

Die Konfrontation der Frauen wirft Fragen nach Schuld und Verdrängung auf. So wie die politischen Systeme in Deutschland von den 30ern bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts im extremen Maße wechselten, so verschlungen zeigen sich auch die Lebenslinien aller beteiligten Personen. Allen gemeinsam ist die Flucht vor der eigenen Vergangenheit bzw. deren Mythologisierung. Doch wie lange lässt sich eine sorgsam aufgebaute Familienlegende aufrecht erhalten?

Marius von Mayenburg (Jahrgang 1972) verbindet mit raffinierten Zeitsprüngen Gewesenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges und verdichtet so knapp 60 Jahre deutscher Geschichte zu einem hochspannenden Familiendrama. Er gehört zu den wichtigsten deutschen Dramatikern und studierte „Szenisches Schreiben“ an der Hochschule der Künste in Berlin. Für seine mittlerweile über zehn Theaterstücke erhielt er u.a. den Kleist-Förderpreis für Junge Dramatiker und den Preis der Frankfurter Autorenstiftung. Seit 1999 arbeitet er als Dramaturg und Hausautor an der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin.

Der mazedonische Regisseur Slobodan Unkovski hat mit den Schauspielern ein konzentriertes Kammerspiel erarbeitet, in dem die Grenzen zwischen Realität und Lüge, Erinnerung und Mythos, Erlebtem und Erdachtem verwischen. Unkovski hat an zahlreichen Bühnen in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, in Italien, Russland, Belgien, den USA und in Griechenland inszeniert. Er gastierte bei der Theaterbiennale „Neue Stücke aus Europa“ in Wiesbaden mit „Schienen“ von Milena Marković (2004) und mit Dejan Dukovskis „Die andere Seite“ (2006). In der Spielzeit 2006/07 inszenierte er am Staatstheater Wiesbaden Biljana Sbrljanovićs Schauspiel „Heuschrecken“. [© Staatstheater Wiesbaden]

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Stella

Von:
Johann Wolfgang Goethe
Uraufführung (Stella. Ein Schauspiel für Liebende): 8. Februar 1776 (Hamburg, Nationaltheater)
Uraufführung der Zweitfassung (Stella. Ein Trauerspiel): 2. Februar 1805 (Weimar, Hoftheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
5. März 11

Inszenierung: Stephan Seidel
Bühne und Kostüme: Brigit Kofmel
Musik: Ernst August Klötzke
Dramaturgie: Maya Schöffel

Besetzung:
Fernando:
Michael von Bennigsen (
Postmeisterin: Stefanie Hellmann
Lucie: Magdalena Höfner
Stella: Lissa Schwerm
Cäcilie: Sybille Weiser

Als Goethe 1775 das Schauspiel für Liebende schrieb, war er 26 Jahre alt. Sein Entwurf einer glücklichen ménage à trois sorgte nach der Aufführung für einen Eklat. Der junge Goethe lässt die Liebesbeziehung nicht an den Konventionen scheitern, sondern beschreibt Liebe als eine selbstständige Form der Partnerbeziehung, die auch ohne Ehe und Nachwuchs ihre Berechtigung hat. Stella, Cäcilie und Fernando hadern nicht mit der Außenwelt, sondern mit sich und ihrem Gefühl. Gemessen an der damaligen sozialen und sozialpsychologischen Wirklichkeit bedeuten die dargestellten Probleme einen Bruch mit traditionellen Anschauungen der Zeit und einen Versuch, in Neuland vorzudringen. Siebzehn Jahre später veröffentlicht Goethe einen neuen, einen dramatischen Schluss. In dieser Fassung töten sich Stella und Fernando. An Friedrich Schiller schreibt er zur Begründung: „Allein bei aufmerksamer Betrachtung kam zur Sprache, dass nach unserem Sitten, die ganz eigentlich auf Monogamie gegründet sind, das Verhältnis eines Mannes zu zwei Frauen, besonders wie es hier zur Erscheinung kommt, nicht zu vermitteln sei und sich daher vollkommen zur Tragödie qualifiziere...“ 236 Jahre und eine sexuelle Revolution später inszeniert nun der junge Autor und Regisseur Stephan Seidel Goethes Schauspiel für Liebende in der ersten Fassung von 1775. Dem moralischen Aufschrei gegenüber unkonventionellen Paarbeziehungen ist die Ernüchterung gewichen, das jede Form von Partnerschaft zwar möglich aber nicht unbedingt einfach zu realisieren ist. Die inneren Kämpfe von Goethes Figuren sind noch immer nicht ausgefochten. Stella und Cäcilie stehen vor dem Rätsel etwas teilen zu wollen, ohne etwas abzugeben. – „Nimm ihn ganz! Lass mir ihn ganz! Jede soll ihn haben, ohne der andern etwas zu rauben –„lautet die Aufforderung Cäcilies an Stella – im Imperativ formuliert. Bis zu diesem kühnen Vorschlag haben die zwei Frauen um ihre Liebe zu Fernando und ihre tief empfundene Freundschaft zueinander gerungen. In abgebrochenen, sprunghaften Dialogen, versehen mit zahlreichen Pausen und Gedankenstrichen lässt Goethe sie die Utopie der perfekten Liebe umkreisen. Stephan Seidel hat sich auf die Spur der verschiedenen Modelle von Partnerschaft begeben, die Goethe in „Stella“ etabliert: „Was sofort auffällt, ist, dass es keine negativen Seiten der Liebe zu geben scheint.“ Die Figuren leben ganz in der verklärten Erinnerung einer idealisierten Empfindung. In dem Moment, in dem Stella und Cäcilie realisieren, dass sie die gleiche Erinnerung teilen, versprechen sie zusammen zu bleiben. Die Entdeckung, dass das Gegenüber fühlt und denkt wie man selbst, ist die schönste Erkenntnis für die beiden Frauen. „Wir wollen einander das sein, was sie uns hätten werden sollen! Wir wollen zusammenbleiben! – Ihre Hand! – Von diesem Augenblick an lass ich Sie nicht!“ Eine Schlüsselszene für Regisseur Stephan Seidel: „Mich interessiert, ab wann Liebe narzisstisch ist. Wenn man davon ausgeht, dass man den Menschen am meisten lieben kann, der einem am ähnlichsten ist, dann ist das selbstverliebt. Und die Erkenntnis von Stella und Cäcilie lautet ja: Dieser Mensch ist mir vollkommen ähnlich, der versteht mich. In diesem Moment können sie Fernando vergessen.“ Das Spannende an Goethes Schauspiel für Liebende ist natürlich, dass die Geschichte an diesem Punkt noch nicht zu Ende ist. In die frisch geschmiedete Frauenliebe platzt der verlorene Liebhaber und Ehemann und reißt die alten Wunden wieder auf. Da stehen sie nun, mit einer frisch empfundenen schwesterlichen und dem verklärten Bild der verflossenen Liebe, und müssen handeln. Die Dreiecksbeziehung ist nicht die ideale Lösung, es ist für Stella, Fernando und Cäcilie aber die einzig mögliche. „Das ist ja gerade spannend, dass das Bestreben der drei Hauptfiguren zu Ende gedacht wird, und dieses in einer Dreiecksbeziehung mündet, in der sie scheinbar alles kriegen, was sie wollen (anders als im Tod). Ob diese Variante Goethes aber auch ein Happy End bietet, sei einmal dahingestellt.“ So begründet Stephan Seidel seine Wahl des Schlusses.

Stephan Seidel wurde 1983 in Halle an der Saale geboren. Er studierte zunächst Literatur und Philosophie in Potsdam und Berlin, bevor er das Studium der Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main absolvierte. 2005 war er Stipendiat am berühmten Watermill Center des Regisseurs Robert Wilson in New York. Dort brachte er seinen Text „Woman Machine Man“ zur Uraufführung. Sein abendfüllendes Stück „Fliege im Korn“ schrieb Stephan Seidel als Stipendiat des Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus. 2010 inszenierte er am Schauspiel Frankfurt „Das letzte Hochhaus“ als Abschlussarbeit seines Regiestudiums. Seine Uraufführung von „Das Gähnen der Leere“ in der Wartburg wurde zum Heidelberger Stückemarkt 2010, die Uraufführung von „Deine Liebe ist vielleicht tragischer als meine, aber nicht dein Tod“ zum Körber Studio Junge Regie eingeladen. Im November 2010 inszenierte er am Alten Nationaltheater Krakau „Daedalus träumt“ für das Internationale Festival FOCUS ON MITOS 21.  [© Staatstheater Wiesbaden]

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Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
23. Januar 11

Regie und Bühne: Andreas Kriegenburg
Kostüme: Katharina Tasch
Licht: Frank Klaus
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:

Stella:
Valery Tscheplanowa
Cäcilie: Bettina Hoppe
Fernando: Marc Oliver Schulze
Lucie: Lisa Stiegler
Verwalter: Mathis Reinhardt

Besprechung auf kulturfreak.de

Stella
Schauspiel Frankfurt
Stella (Valery Tscheplanowa), Fernando (Marc Oliver Schulze)
© Birgit Hupfeld

Der Offizier Fernando hat seine Ehefrau Cäcilie ohne Abschied für die junge Baronesse Stella sitzen lassen. Später verlässt er auch Stella und zieht in den Krieg. Ohne zu wissen, wie ihre Schicksale verbunden sind, werden die Leidensgenossinnen Freundinnen. Als Fernando unvermutet aus dem Krieg zurückkehrt, trifft er im Haus seiner Geliebten Stella auch die Ehefrau Cäcilie und ihre gemeinsame Tochter.
Als »Stella. Ein Schauspiel für Liebende« 1776 erstmalig zur Aufführung kam, folgten ein Eklat und sogar Aufführungsverbot. Der junge Goethe hatte durchblicken lassen, dass man auch zu dritt glücklich werden könnte. [© Schauspiel Frankfurt]

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Sterben
Eine Novelle

Von: Arthur Schnitzler

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere: 15. Dezember 10 (Box)

Regie:
Franziska Marie Gramss
Bühne: Caspar Pichner
Kostüme: Susanne Reul
Musik: Kostia Rapoport
Dramaturgie: Nora Khuon

Mit: Henriette Blumenau; Johannes Kühn, Moritz Pliquet

Sterben©SPFFM_vorab_m©BirgitHupfeld
Sterben
Schauspiel Frankfurt
Moritz Pliquet und Henriette Blumenau für "Sterben"
© Birgit Hupfeld

Eine Diagnose, heftig und erbarmungslos, trifft das junge Paar Felix und Marie: Felix ist todkrank, ein Jahr bleibt ihm noch. Als Zeichen ihrer bedingungslosen Liebe beschließt Marie ihrem Freund überall hin zu folgen – sogar in den Tod. Doch die romantische Idee vom gemeinschaftlichen Liebestod entwickelt sich zunehmend zu einem erdrückenden Geflecht von Misstrauen, Lebensgier, Sehnsucht und Neid. Wie auf dem Seziertisch legt Schnitzler das Sterben des jungen Mannes bloß und zeigt, wie unter dem stetigen körperlichen Zerfall auch der Schwur von der ewigen Liebe keinen Bestand hat. [© Schauspiel Frankfurt]
 
 
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Stifters Dinge
(Arbeitstitel: The Pianopiece)

Eine performative Installation von: Heiner Goebbels
Bühne, Licht, Video: Klaus Grünberg
Mitarbeit Musik, Programming: Hubert Machnik
Sounddesign: Willi Bopp | Assistenz: Matthias Mohr
Uraufführung: 13. September 2007 im Théâtre Vidy-Lausanne
Deutschlandpremiere: 5. Oktober 07 (Berlin, Haus der Berliner Festspiele)

Eine Produktion von Théâtre Vidy-Lausanne E.T.E.
In Koproduktion mit spielzeit’europa I Berliner Festspiele, Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, schauspielfrankfurt, T&M-Théâtre de Gennevilliers/CDN, Migros Kulturprozent und Teatro Stabile di Torino
Korealisation Artangel London, Unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds

Zu den Aufführungen im Rahmen von spielzeit’europa:

5. + 6. Oktober 20.00 Uhr | 7. Oktober 19.00 Uhr & 22.00 Uhr
9. – 12. Oktober 20.00 Uhr (12.10. auch 23.00 Uhr) | 13. Oktober 19.00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne

 
Dauer ca. 1h 10, Karten € 25,- | ermäßigt € 15,- (freie Platzwahl)

Heiner Goebbels’ neueste Arbeit ist ein Klavierstück ohne Pianisten, ein Theaterstück ohne Schauspieler, eine Performance ohne Performer: eine Einladung an die Zuschauer in einen faszinierenden Raum voller Töne und Bilder. Dinge, die im Theater oft nur als Dekor oder Requisit erscheinen, werden hier zu Protagonisten: Licht, Bilder, Geräusche, Töne, Stimmen, Wind und Nebel, Wasser und Eis.
Inspirationsquelle sind die Erzählungen Adalbert Stifters, in denen die Handlung aus Respekt gegenüber der Natur und den Dingen zurücktritt. In ihrer radikalen Entschleunigung und ihren ritualisierten Wiederholungen lassen sie den Romantiker Stifter überraschend heutig erscheinen. Die performative Installation Stifters Dinge knüpft daran an als eine Herausforderung für die Begegnung mit dem Fremden und mit Kräften, derer wir nicht „Herr sind“, um andere als uns bereits bekannte Kriterien und Urteile zuzulassen – sowohl unbekannten kulturellen Ordnungen gegenüber als auch Naturkatastrophen, wie sie Stifter immer wieder ausführlich schildert.

„Das Rauschen, welches wir früher in den Lüften gehört hatten, war uns jetzt bekannt; es war nicht in den Lüften, jetzt war es bei uns. In der ganzen Tiefe des Waldes herrschte es ununterbrochen fort, und entstand, wie die Äste und Zweige krachten und zur Erde fielen. Es war um so fürchterlicher, da alles Andere unbeweglich stand… Wir harreten, und schauten hin, ich weiß nicht, war es Bewunderung oder Furcht, in das Ding hinein zu fahren.“
Adalbert Stifter, aus: Die Mappe meines Urgroßvaters

STIFTERS DINGE
„Stifters Dinge“ ist ein Klavierstück für fünf Klaviere ohne Pianisten, ein Theaterstück ohne Schauspieler, eine Performance ohne Performer – eine No-Man-Show also, oder wie auch immer man das nennen möchte. Vor allem ist es aber eine Einladung an die Zuschauer in einen faszinierenden Raum voller Töne und Bilder, eine Einladung zum Sehen und zum Hören. Im Zentrum steht die Aufmerksamkeit den Dingen gegenüber, die im Theater oft als Dekor oder Requisit eine nur illustrative Rolle spielen, hier aber die Protagonisten sind: das Licht, die Bilder, die Geräusche, die Töne, die Stimmen, Wind und Nebel, Wasser und Eis.
Es gibt in der Arbeit – und darauf weist der Titel hin – Berührungspunkte zu den Texten Adalbert Stifters, einem Romantiker der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bei dem der Eindruck biedermeierlicher Behaglichkeit täuscht. Stifter schreibt so detailliert wie ein Maler malt, und wenn in den oft als langweilig empfundenen Passagen seiner Naturbeschreibungen die Handlung der Erzählung zurücktritt, so geschieht das aus Respekt gegenüber den Dingen: Sie fordern vom Leser die Zeit, die ihre detaillierte Wahrnehmung notwendig macht – so als müsse der Leser, der durch den Text will, erst einmal selbst durch den Wald. Die Dinge und Materialien erzählen selbst, die Personen sind oft nur eingefügt und nicht souveräne Subjekte ihrer Geschichte. Mit Elementen von bewusster Entschleunigung und ritualisierter Wiederholung wird bei Stifter eine Modernität sichtbar, die in ihrer Radikalität heute dem Leser zeitgemäße Angebote macht.

„Stifters Dinge“ knüpft an dieser Haltung an, ohne sich direkt als Inszenierung seiner Erzählungen oder der von ihm beschriebenen Gegenstände zu verstehen. Die performative Installation (Dauer ca. 80 min) versteht seine Texte als Herausforderung für eine Begegnung mit dem Fremden und mit den Kräften, derer wir nicht „Herr sind“, als ein Plädoyer für die Bereitschaft, andere als unsere eigenen Kriterien und Urteile als Instanz zuzulassen und zwar sowohl in der Begegnung mit uns unbekannten kulturellen Ordnungen als auch gegenüber ökologischen Katastrophen, die Stifter immer wieder ausführlich schildert.
Nach „Max Black“, „...meme soir.-„, „Hashirigaki“, „Landschaft mit entfernten Verwandten“ und „Eraritjaritjaka“ ist „Stifters Dinge“ erneut eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur und Komponisten Heiner Goebbels und dem Bühnenbildner und Lichtdesigner Klaus Gruenberg, mit Willi Bopp (Sounddesign) und Hubert Machnik (musikalische Mitarbeit und Programmierung). HEINER GOEBBELS

www.berlinerfestspiele.de


Aufführungen in Frankfurt:
28., 29., 30. & 31. Oktober 07 im Bockenheimer Depot (-> schauspielfrankfurt}

Die Stunde da wir nichts voneinander wussten
Von: Peter Handke
Uraufführung: 1992 (Wien, Burgtheater)

Zur Abschiedsinszenierung am schauspielfrankfurt:

Premiere:
3. Juni 09
Weitere Vorstellungen: 4., 5. und 6. Juni 2009

Regie, Bühne:
Wanda Golonka
Kostüme: Adriane Westerbarkey
Choreografie:
Wanda Golonka
Licht: Frank Kraus
Ton: Bernhard Klein
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Dramaturgische Mitarbeit: Alexandra zu Stolberg
Regieassistenz: Mina Salehpour
Choreographieassistenz: Katharina Wiedenhofer
Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow
Kostümassistenz: Jessica Mairbichler, Katharina Tasch
Inspizienz: Joachim Möller
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker, Kathrin Omlor
Technische Einrichtung: Andreas Kremer
Ton: Bernhard Klein, Josef Rennert
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil, Patricia Dietz, Verena Martin, Anke Scharlach, Friederike Reichel, Bernhard Springer
Requisite: Corinna Lange, Anja Becker, Alex Wetzel
Regiehospitanz: Andrea Feik
Bühnenbildhospitanz: Jana Saxler
Kostümhospitanz: Amelie Stockinger

Darsteller:
Roland Bayer, Sandra Bayrhammer, Susanne Böwe, Susanne Buchenberger, Martin Butzke, Nadja Dankers, Wilhelm Eilers, Rainer Frank, Wolfgang Gorks, Nicola Gründel, Andreas Haase, Stefko Hanushevsky, Mathias Max Herrmann, Sascha Maria Icks, Anita Iselin, Friederike Kammer, Özgür Karadeniz, Oliver Kraushaar, Ruth Marie Kröger, Christian Kuchenbuch, Felix von Manteuffel, Anne Müller, Joachim Nimtz, Julia Penner, Moritz Peters, Matthias Redlhammer, Abak Safaei-Rad, Sebastian Schindegger, Falilou Seck, Heiner Stadelmann, Bert Tischendorf, Sabine Waibel
und Aline Czaplicki, Anna Dischkow, Philip Liman, Jonas Minthe, Joshua Olivo, Mina Salehpour, Alexandra zu Stolberg, Saphir Sun, Claudia Wabnitz, Katharina Wiedenhofer, Zirkushund »Fina« und Marc Vogt mit »Socke«

Besprechung auf kulturfreak.de

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Die Stunde, da wir nichts voneinander wußten
schauspielfrankfurt
Heiner Stadelmann, Friederike Kammer und Ensemble
Foto:
Alexander Paul Englert

Etwas ganz Besonderes erwartet die Zuschauer zur letzten Premiere am schauspielfrankfurt:
In DIE STUNDE DA WIR NICHTS VONEINANDER WUSSTEN von Peter Handke wird Wanda Golonka dem Frankfurter Publikum zur Premiere am 3. Juni 2009 das Herzstück des Theaters präsentieren – sein Ensemble. Sie haben bezaubert, berührt und begeistert, verführt und verärgert, hingerissen und angegriffen: die Schauspielerinnen und Schauspieler des schauspielfrankfurt. Zum Abschluss ihrer gemeinsamen Zeit in Frankfurt am Main begegnen sich nun alle Schauspieler zum ersten und zum letzten Mal in einer einzigen Inszenierung, um sich unter anderem in dieser Form von ihrem Publikum zu verabschieden. Vor dem Auseinander-gehen erzählen sie miteinander vom Anfangen und Weitermachen, von Begegnungen im Vorübergehen, von Zu- und Abneigungen, vom Über-Leben und von Erinnerungen, die zu Übergängen in die Zukunft werden, Anstöße für Visionen und Phantasien.
DIE STUNDE DA WIR NICHTS VON EINANDER WUSSTEN zählt zu den bekanntesten Stücken Peter Handkes. Ein Platz und seine Menschen: Ohne Worte, nur durch Bewegung und unzählige Auf- und Abtritte einzelner Figuren oder Gruppen entsteht ein flüchtiger, poetischer Bilderbogen alltäglicher Szenerien und phantastischer Traumwelten. Wanda Golonka, Choreographin und seit 2001 Hausregisseurin am schauspielfrankfurt, wird das Ensemble in mehr als 350 Kostümen für diese Premiere zum Abschied farbenprächtig in Szene setzen. [© schauspielfrankfurt]


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Der Sturm (The Tempest)

Von: William Shakespeare
Uraufführung: 1. November 1611 (London, Whitehall Palacel)

Zur Inszenierung des Theater Trier:
Internationale Koproduktion mit dem Teatro Acta/Faro/Portugal und dem Théatre National/Luxemburg. Unterstützt durch finanzielle Mittel der Europäischen Gemeinschaft.

Premiere:
12. Februar 11

Inszenierung: Gerhard Weber
Bühne: Jean-Guy Lecat
Musik:
Sebastian Ma
tz
Video: Jean Huot
Dramaturgie:
Sylvia Martin

Besetzung:

Alonso, König von Neapel:
Manfred-Paul Hänig
Sebastian, sein Bruder: Hans-Peter Leu
Ferdinand, sein Sohn: Jan Brunhoeber
Prospero, der rechtmäßige Herzog von Mailand: Luis Vicente
Antonio, sein Bruder, der unrechtmäßige Herzog von Mailand: Klaus-Michael Nix
Gonzalo, ein ehrlicher Ratsherr: Peter Singer
Caliban, ein wilder missgestalteter Sklave: Mário Spencer
Trinculo, ein Spaßmacher: Luc Feit
Stephano, ein betrunkener Mundschenk: Christian Miedreich
Miranda, Tochter des Prospero: Tânia Silva
Ariel, ein Luftgeist: Carlos Pereira

„Wir sind vom Stoff, aus dem die Träume sind“ ist wohl der berühmteste Satz aus DER STURM, jener
ebenso konfliktreichen wie geheimnisvollen Komödie aus Shakespeares letzter Schaffensperiode, die in den vergangenen Jahren durch viele Inszenierungen für unsere Zeit neu entdeckt wurde. Doch die Träume vom persönlichen Glück scheitern im Schauspiel an der gesellschaftlichen Realität und ihren egozentrischen Prinzipien.

Der große Sturm, durch Zauberkraft von Prospero entfacht, lässt Alonso, König von Neapel, und Antonio, Herzog von Mailand, mit ihrem Gefolge Schiffbruch erleiden und auf einer einsamen Insel stranden. Prospero regierte vor zwölf Jahren selbst als Herzog von Mailand, wurde jedoch von seinem intriganten Bruder Antonio entthront und zusammen mit seiner Tochter Miranda auf eben jene Insel verbannt. Dort dienen ihm nun die Inselbewohner, Caliban und der Luftgeist Ariel. Prospero nutzt das Zusammentreffen mit seinen Feinden zu einer Endabrechnung, bei der die Utopie eines harmonischen Zusammenlebens mit den Macht- und Freiheitsansprüchen aller Beteiligten kompromisslos aufeinanderprallen…

Mit der Unterstützung der EU zeigt das Theater Trier Shakespeares Drama DER STURM in der Inszenierung von Intendant Gerhard Weber als internationale Koproduktion mit dem Teatro Acta in Faro/Portugal und dem Théatre National in Luxemburg. Die Mitwirkung von Schauspielern aus allen drei Ländern und des renommierten französischen Bühnenbildners Jean-Guy Lecat, der zahlreiche Arbeiten Peter Brooks ausstattete, garantieren eine „welt.eroberung“ im positiven Sinne des Wortes, nämlich als außergewöhnliche Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Kulturen.

Im Rahmen des Austauschprojektes gastiert das Trierer Ensemble nach der Premiere von DER STURM am 17. und 18. Februar 2011 im neuen Kinneksbond Centre Culturel Mamer Luxemburg und im Juni 2011 in Faro/Portugal.  [© Theater Trier]

 
Weitere Vorstellungen in Trier:
Sonntag 13.02.2011 19.30 Uhr | Dienstag 15.02.2011 20.00 Uhr | Mittwoch 16.02.2011 20.00 Uhr | Freitag 25.02.2011 20.00 Uhr | Samstag 26.02.2011 19.30 Uhr | Sonntag 27.02.2011 19.30 Uhr

Gastspiel in Luxemburg: 17. und 18.02.2011
im Kinneksbond, Centre Culturel Mamer (42, route d‘Arlon, L-8210 Mamer)
Die Luxemburger Vorstellungen finden im neu eröffneten Centre Culturel Kinneksbond in Mamer statt, mit dem das Théâtre National Luxembourg eine neue Partnerschaft eingeht. Teile der Vorstellungen sind in deutscher, Teile in portugiesischer Sprache – die Schiffbrüchigen sprechen deutsch, die Inselbewohner portugiesisch. Das gesamte Stück wird in beiden Sprachen übertitelt.

www.theater-trier.de

Sturmfrei
Jugendstück // Uraufführung von Jochen Till

Zur Inszenierung der Landungsbrücken Frankfurt:

Premiere:
19. Juni 09
 
Regie:
Julian König
Körpertraining: Katharina Poensgen

Mit: Anja Arncken, Felix Bieske, Jonas Kern, Ramona See, Daniel Seelig, Iris Katrin Sifft u.a.
 
Nach der mehr als positiven Resonanz auf die vom Land Hessen als auch von der Stadt Frankfurt geförderten Uraufführung „Bauchlandung – Zeit auszuziehen“ im Oktober 2008, konnte erneut der Frankfurter Jugendbuchautor Jochen Till dazu gewonnen werden, einen seiner Jugendromane für die Bühne zu adaptieren.

Lea ist in Benny verliebt. Benny dafür unsterblich in Denise. Denise allerdings steht auf Nico. Nico steht aber nur auf sich selbst. Und auf Sex. Was tun? Da trifft es sich gut, das Bennys Eltern gerade für eine Woche vereisen wollen. Was tut man, wenn die Eltern außer Haus sind? Eine Party veranstalten natürlich. Auf dass die durcheinander fliegenden Herzen sich vereinen mögen. Nur, wie das Partys eben so ist, sie laufen nie so wie geplant. Besonders wenn neben den jungen Herzen auch noch das Mobiliar durch die Gegend fliegt.

„Sturmfrei“ begleitet vier Protagonisten und ihre Freunde vor und während der Party. Hoffnungen, Wünsche, Sehnsüchte aber auch so profane Dinge wie die richtige Kleider- und Getränkewahl bestimmen die individuellen Vorbereitungen. Die werden am Abend dann allerdings einem harten Realitätscheck unterzogen.
Alle Rollen werden durch junge Nachwuchs-Schauspieler im Zusammenspiel mit einem erfahrenen Regisseur erarbeitet. Die Arbeit mit den Schauspielern selbst geht über eine produktionsbezogene hinaus. Grundlagenvermittlung des Schauspielhandwerks, Körpertraining, Sprechtraining sind wichtige Elemente des Projektes, die dann zur Premiere hin konkret umgesetzt werden.
Regisseur Julian König ist ausgebildeter Schauspieler und seit mehreren Jahren als freier Regisseur tätig, unter anderem auch in der Arbeit mit Laien. Daneben gibt er freiberuflich Schauspielunterricht und leitet diverse Workshops zum Thema. Choreographin Katharina Poensgen ist ausgebildete Tänzerin aus Berlin und zeichnete bei Landungsbrücken unter anderem für die Choreographie der Produktion „Jetztseits“ verantwortlich. [© Landungsbrücken]

www.landungsbruecken.org

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