Theater, Stückeinfo: S
 

Schändung

Von:
Botho Strauß, nach dem „Titus Andronicus“ von Shakespeare

Uraufführung: Oktober 2005 (Paris, Théâtre de l’Odéon in der Berthier-Werkhalle, Regie: Luc Bondy)
Deutsche Erstaufführung: 28. Januar 06 (Berlin, Berliner Ensemble, Regie: Thomas Langhof)
 

Zur Inszenierung des Berliner Ensemble:

Premiere: 28. Januar 06


Inszenierung: Thomas Langhoff
Bühne und Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Musik: Uwe Hilprecht
Dramaturgie: Hermann Wündrich, Nora Giese

Mit: Christina Drechsler, Anke Engelsmann, Ruth Glöss, Sonja Grüntzig, Charlotte Müller, Sylvie Rohrer; Heinrich Buttchereit, Andreas Christ, Alexander Doering, Karsten Gaul, Denis Desiré Geyersbach, Jürgen Holtz, Markus John, Michael Kinkel, Mirco Kreibich, Peter Luppa, Detlef Lutz, Ilja Niederkirchner, Thomas Niehaus, Marko Schmidt, Veit Schubert, Tillbert Strahl-Schäfer, Ronny Tomiska, Georgios Tsivanoglou.

www.berlinerensemble.de (externer Link)

Zur Inszenierung am Schauspielhaus Bochum:

Premiere:
12. April 06
Weitere Vorstellungen im April: 13.04., 15.04., 23.04., 26.04., 28.04.


Regie: Elmar Goerden
Bühne: Silvia Merlo, Ulf Stengl
Kostüme: Lydia Kirchleitner
Musik: Matteo Fargion

Mit:
Ulli Maier, Christine Schönfeld, Louisa Stroux; Mark Oliver Bögel, Thorsten-Kai Botenbender, Bruno Ganz, Henning Hartmann, Peter Kremer, Christoph Pütthoff, Martin Rentzsch, Alexander Maria Schmidt


Dass wir nie das rechte Maß halten können! Heute nicht und damals nicht. Botho Strauß hält sich an die Geschichte: Nach dem Sieg über die Goten kehrt Titus Andronicus nach Rom zurück. Mit sich führt er die Leiche seines Sohnes und Kriegsgefangene: den Mohren Aaron und die schöne Tamora, Königin der Goten. Einen ihrer drei Söhne bestimmt Titus zum Opfer, die Geister der Verstorbenen zu versöhnen, wie der fromme Brauch es will. Tamora fleht um das Leben ihres Kindes. Umsonst. Titus lässt es zerstückeln und als Brandopfer in die Flammen werfen. Tamora schwört furchtbare Rache: Lavinia, einzige Tochter des Titus, wird von Tamoras Söhnen vergewaltigt und verstümmelt, ihr Verlobter Bassanius ermordet. Auf Rache folgt Vergeltung, und auf Vergeltung Rache ...

[Text:
Schauspielhaus Bochum ]

Schillers sämtliche Werke... leicht gekürzt
Von:
Michael Ehnert
Uraufführung: 3. Februar 2009 (Hamburg, Altonaer Theater)

Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Premiere:
23. Februar 10 (Berliner Erstaufführung)
Spielzeit bis: 14. März 10

Regie: Martin Maria Blau
Ausstattung: Sylvie Hartmann
Musik: Jan Christof Scheibe

Mit: Kristian Bader, Michael Ehnert, Hilmi Sözer und Jan Christoph Scheibe

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Schilllers sämtliche Werke... leicht gekürzt
Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
V. l. Hilmi Sözer, Kristian Bader, Jan Christof Scheibe und Michael Ehnert
Foto: Thorsten Harms

2009 feierte Deutschland Friedrich Schillers 250. Geburtstag. Aber wie feiert man jemanden, der drauf und dran ist, in die Kategorie "Ü-250" zu rutschen? Und vor allem: Was schenkt man so jemandem, bei dem es schon staubt zwischen den Seiten? Vielleicht ein Drehbuchseminar beim Privatfernsehen? Eine Tüte voll knackiger Comedy-Pointen? Eine Homestory in der BILD-Zeitung? Oder braucht der Erfinder des Deutschen Idealismus gar keine Verjüngungskur? Ist er vielleicht auch heute noch radikaler, peppiger und furchtloser als jeder moderne Traumfabrik-Held?
Immerhin reden wir hier vom halbstarken Schiller, der als gerade mal 18-Jähriger mit seinen Räubern den deutschen Theaterskandal heraufbeschwor. Vom wilden Schiller, der in Ermangelung von Kokain faule Äpfel geschnupft hat. Vom geilen Schiller, der zwei Bräute gleichzeitig hatte. Vom Kamikaze-Schiller, der desertierte, um ins Theater zu gehen und dafür im Kerker landete. Vom Quentin Tarantino unter den Klassikern!
Dieser Schiller braucht weder eine Frischzellenkur noch gediegene Festreden im Feuilleton, sondern eine Bande furchtloser Komplizen. Eine
Schillerban.de, die mit dem Weltenbürger, Atheisten, Freiheitskämpfer und Großmaul Schiller noch einmal das Theater auf den Kopf stellt!

Kristian Bader, Michael Ehnert, Hilmi Sözer und Jan Christoph Scheibe machen sich auf, Schiller zu finden. Den ganzen Schiller. Den wahren Schiller.

„Die Räuber“, „Kabale und Liebe“, „Don Karlos“, „Wilhelm Tell“ und alle anderen Schiller-Dramen sowie umfangreiches Bonusmaterial (Entfallene Szenen, Outtakes, Making Of) in nur zwei Stunden – dargeboten von vier komödiantischen Spitzenkräften. Das ideale Programm für alle, die mitreden und dabei noch Geld und Zeit sparen wollen!

Die Schillerban.de:

Hilmi Sözer
... wurde in der Nähe von Ankara geboren und zog mit fünf Jahren an den Niederrhein. Den ersten Kontakt zur Schauspielerei bekam er durch ein Theaterstück zum Thema Rassismus. Nach mehreren Auftritten in weiteren Stücken fand er schließlich den Weg zum Film, ohne eine Schauspielschule besucht zu haben.
Als Schauspieler war er u. a. in Tom Gerhardts „Voll normaaal“ und „Ballermann 6“ zu sehen, gab Robert Schneiders Monolog „Dreck“, spielte dann in Bully Herbigs „Der Schuh des Manitu“ (ausgezeichnet mit dem Deutschen Comedy Preis) und in Lars Beckers Kriminalfilm „Kanak Attack“. Die Vielseitigkeit seines Könnens zeigte er auch in „Auslandstournee“ (Einladung Filmfest Tokio 2000) oder „Meine verrückte türkische Hochzeit“. 2007 spielte Hilmi Sözer in der umstrittenen „Tatort“-Folge „Wem Ehre gebührt“ mit. Zu seinen letzten Kinofilmen gehört „Die Rote Zora“ von Peter Kahane. 2009 beeindruckte Hilmi Sözer in Christian Petzolds Kinofilm „Jerichow“. Das Dreiecks-Drama, an dem auch Benno Fürmann und Nina Hoss mitwirkten, wurde zum Wettbewerb der 65. Filmfestspiele von Venedig 2008 eingeladen.
Ebenfalls 2009 stand er mit Hape Kerkeling für „Ein Mann, ein Fjord“ vor der Kamera.
Seit 2007 ist Hilmi Sözer außerdem Ensemblemitglied am Schauspiel Köln.

Kristian Bader
... schrieb schon als Jugendlicher kleinere Theaterstücke, die ihm Preise bei Theaterjugendwettbewerben einbrachten. Mit Michael Ehnert arbeitete er als „Bader-Ehnert -Kommando“ zusammen, was den Grundstein für seine spätere Solo-Karriere legte. Inzwischen ist er als Original-Caveman bekannt. Dieses Solotheaterstück über die Macken von Männern und Frauen wurde von Esther Schweins inszeniert, Kristian Bader verfasste die deutsche Bühnenfassung.
Mit Christian Richthofen beschritt er neue musikalische Wege bei „Auto Auto!“, das 2007 mit einem Jury-Preis beim Edinburgh Fringe Festival ausgezeichnet wurde. Musikalisch motiviert setzte Kristian Bader dann „Cavemusic“ um – ein Programm, mit dem er sich als Sänger einen Namen machte. Seit einiger Zeit arbeitet er für „Das! forscht“, eine „Sendung mit Augenzwinkern“, die neue Erkenntnisse aus der Forschung vermittelt.
Als Schauspieler war er in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen, u. a. an der Seite von Inge Meysel, Evelyn Hamann, Manfred Krug, Ulrich Mühe oder Ulrich Noethen.
Inzwischen ist Kristian Bader auch Intendant – seiner kleinen aber feinen 3 x 4 Meter Theaterbühne in der „Baderanstalt“ in Hamburg.

Michael Ehnert
... arbeitet als Autor, Schauspieler und Regisseur. 1992 schrieb er sein erstes Bühnenprogramm „Die Schneesucher – Lethal Weather“, das er zusammen mit Kristian Bader umsetzte. Aus dem Einteiler wurde nach großem Erfolg ein Dreiteiler, die „Lethal-Weather-Trilogie“. Als legendäres „Bader-Ehnert-Kommando“ arbeitete das Duo lange zusammen und wurde mehrfach ausgezeichnet (u. a. mit dem Prix Pantheon und dem Deutschen Kleinkunstpreis).
Mit seinen Soloprogrammen „Mein Leben“ und „HeldenWinter“ tourte Ehnert durch Deutschland und war als Regisseur mehrfach für die Münchener Lach- und Schießgesellschaft sowie am Kom(m)ödchen Düsseldorf tätig. Als Schauspieler erhielt er Engagements am Münchener Residenztheater, am Schauspielhaus in Dortmund, bei dem Bader-Ehnert-Kommando und war Gründungsmitglied der Hamburger-Theater-Mafia. Er stand u. a. für Tobi Baumanns „Kinder, Kinder“, Kai Wessels „Juls Freundin“, Torsten Wackers „Axel will’s wissen“, Michael Rowitzs „Ein Mann wie eine Waffe“ und „Der Tod in deinen Augen“, Joseph Vilsmaiers „Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff“, Sigi Rothemunds „Das Finale“ sowie Thorsten Näters „Gegen den Strom“ und „Napoleon Fritz“ vor der Kamera.
Für seine Bühnenarbeit 1997 wurde er mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, 2002 mit dem Sprungbrett, 2005 mit dem Deutschen Kabarettpreis und sogar zweimal (1995 und 2005 ) mit dem Prix Pantheon ausgezeichnet.

Jan Christoph Scheibe
Eine seiner ersten musikalischen Auftritte hatte Jan Christof Scheibe bereits mit 11 Jahren bei der „Peter Alexander Show“. Nach seinem Abitur begann er Komposition zu studieren, brach das Studium aber nach einiger Zeit ab, um u. a. mit der Hamburger A-capella-Band „Partyanimals“ auf Tour zu gehen. Er komponierte Filmmusik für ARD („Schulz und Schulz“), ZDF („Sperling“), NDR („Dr.Vogt“) und Pro7 („Alles außer Mord“). Er war u. a. am Thalia Theater und an den Hamburger Kammerspielen als Musiker engagiert. Als Musikproduzent war er u. a. für Schön Blond, Missfits und Sissi Perlinger engagiert. Mit letzterer tritt er als „Sissi Perlinger und Herr Scheibe“auf: u. a. auch für Fernsehshows der ARD.
Jan Christof Scheibe entwickelte eigene Soloabende, u. a. „Zu viel Sex ist gar nicht gesund“, „Die Glorreichen Vier“ und „Die Welt ist eine Scheibe“. Inzwischen arbeitet er auch als Bühnenautor und Regisseur.

Der Regisseur
Martin Maria Blau
Der 1960 in München geborene Regisseur und Schauspieler nahm bereits früh Schauspiel-, Pantomime- und Tanzunterricht. Anfang der 80er Jahre besuchte er unter anderem in Paris die École Jacques Lecoq und die École Gaulier/Pagneux. Blau begegnete in dieser Zeit einer Persönlichkeit, die ihn in hohem Maße inspirierte: Peter Brook.
Wieder zurück in Deutschland folgten zunächst Schauspielrollen in Filmen wie „Ginger und Fred“ (Federico Fellini), „Europa, Europa“ (Agnieszka Holland), „Die Zweite Heimat“ (Edgar Reitz), „Marie s’en va-t-en guerre“ (Daniel Delrieux) sowie in Fernsehfilmen und TV-Serien („Tatort“ etc.). Nach Regieassistenzen und Hospitanzen in Paris, München und Berlin u. a. bei Peter Zadek, setzte er seine erste Inszenierung in Hamburg um: eine Adaption von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ mit Gustav Peter Wöhler in der Hauptrolle. Inszenierungen an verschiedenen Theatern in Hamburg, München und Berlin folgten. Außerdem führte er Regie bei Soloprogrammen, unteren anderem für Alfons (NDR) und Heino Trusheim. Er lehrte Performance an der Fachhochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg sowie Schauspiel-Regie am Institut für Musiktheaterregie der Universität Hamburg, Bereich Oper. Er ist ständiger Dozent an der Schule für Schauspiel Hamburg, die er mit aufgebaut hat. Ausflüge in die bildende Kunst führten ihn mit Performance-Installationen unter anderem zur „Dokumenta XI“ Kassel, der Galerie der Gegenwart Hamburg und der Akademie der Künste Berlin.
Martin Maria Blau liebt das Theater jenseits festgelegter Genres, das die Geschichten und Dramen der interkulturellen Poesie menschlicher Begegnung erzählt.
Mit Michael Ehnert arbeitete er bereits für dessen Soloprogramme „Mein Leben“ (Kabarettpreis 2005, Prix Pantheon) und „HeldenWinter“ zusammen.

Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de

Weitere Infos & Termine auch unter:
www.schillerban.de 

Schwarzes Tier Traurigkeit

Von:
Anja Hilling
Uraufführung: 12. Oktober 2007 (Hannover, Niedersächsisches Staatstheater Hannover)
Schweizer Erstaufführung: 8. April 2010 (Zürich, Theater am Neumarkt)

Ein Wald, ein Mischwald. Ein Sommerabend, kurz vor sechs. Es ist heiß. Seit vierunddreißig Tagen wartet der Wald auf Regen. Ein VW-Bus mit sechs Freunden und einem Baby ist unterwegs zu einem Ausflug. Sie wollten mal raus an diesem schönen Sommertag, der Welt den Rücken kehren, ein Grillfest, eine Nacht unter freien Himmel, Sorgen vergessen, Sterne zählen.

Irgendwann liegen sie müde und zufrieden in ihren Schlafsäcken auf dem Waldboden. Einer macht die beiden Öllampen aus. Einer singt noch ein Lied; dann schlafen sie ein. Sie werden von einer Hitze geweckt werden, einem Feuer, sie werden einen Brand erleben, der jede Fantasie überholt, blitzschnell, und jede Vorstellung in Schutt und Asche legt.

"Schwarzes Tier Traurigkeit" entstand als Auftragswerk für das Schauspiel Hannover und wurde dort 2007 uraufgeführt. In dieser Spielzeit ist das Stück außerdem auch am Deutschen Theater Berlin, am Het Syndicaat Amsterdam, am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und an der Studiobühne Köln zu sehen.


Anja Hilling, geboren 1975, studiert 2002 bis 2006 Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Hier entsteht ihr erstes Theaterstück "Sterne", mit dem sie zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2003 eingeladen und dort mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik ausgezeichnet wird.
Ihr Stück "Mein junges idiotisches Herz" wird im Oktober 2004 beim Wochenende junger Dramatik an den Münchner Kammerspielen vorgestellt und zu den Mülheimer Theatertagen 2005 eingeladen. Auch ihr Stück "Protection" ist bei den Autorentheatertagen 2005 am Thalia Theater Hamburg vertreten.
Eine Einladung der Autorin zu den Werkstatttagen 2005 am Burgtheater Wien folgt, wo sie "Bulbus" fertigstellt. Bei der Kritikerumfrage von theater heute 2005 wird Anja Hilling zur Nachwuchsautorin der Saison gekürt. Weitere Stücke der Autorin wie "Engel", "Sinn" und Monsun" werden an bekannten Bühnen im In- und Ausland erfolgreich aufgeführt.
2009 schreibt Anja Hilling nach "Nostalgie 2175" ein neues Stück für das Thalia Theater Hamburg, "Radio Rhapsodie", das dort im Rahmen der "Langen Nacht der Autoren" im Mai in der Regie von Andreas Kriegenburg uraufgeführt wird. [© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Inszenierung des Züricher Theater am Neumarkt:

Premiere:
8. April 10 (Schweizer Erstaufführung)

Regie: Rafael Sanchez
Bühne: Felicia van Kleef
Kostüme: Ursula Leuenberger
Video: Heta Multanen
Musik: Cornelius Borgolte
Dramaturgie: Britta Kampert

Mit: Matthias Breitenbach, Yvon Jansen, Pascal Goffin, Jörg Koslowsky, Katharina Schmalenberg, Sigi Terpoorten

www.theaterneumarkt.ch

Shoppen
Nach dem gleichnamigen Film von Ralf Westhoff
Bühnenfassung von: Jürgen Popig

Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm:

Premiere:
10. Mai 09 (Berliner Erstaufführung)
Spielzeit bis: is 19. Juli 2009

Regie: Katja Wolff
Bühne: Cary Gayler
Kostüm: Heike Seidler

Mit:
Gerit Kling, Mackie Heilmann, Thomas Arnold, Astrid Rashed, Beatrice von Moreau, Anja Pahl, Gunnar Blume, Tobias Schulze, Robert Frank und Daniel Montoya

Shoppen_Theater Kurfürstendamm© Thomas Grünholz
Shoppen
Theater am Kurfürstendamm
Alle Speeddater
Foto: Thomas Grünholz

Singletreff oder Resterampe?
„Er muss zuverlässig sein. Schlank, hilfsbereit, eloquent, muss immer Zeit für mich haben, und außerdem soll er eifersüchtig sein und tolerant. Ich will spüren, dass er an mir hängt. Er kann ruhig rumschnüffeln. Das ist mir Wurst. Hauptsache keine Gleichgültigkeit. Eifersucht ist gut. Gut fürs Selbstbewusstsein. Und tolerant soll er sein, falls mir doch einmal ein Ausrutscher passiert.“ Diese nicht ganz einfachen Kriterien hat sich Susanne (Gerit Kling) für ein Speeddating zurechtgelegt. Vier weitere Frauen und fünf Männer sind mit ihr gemeinsam „im Rennen“. Einer von ihnen sucht die große Liebe, eine andere schnellen Sex. Im Fünfminutentakt wechseln Gesprächspartner und damit auch die Themen: Allergien, Haustiere, Kinderwunsch, Konsumverhalten, Umweltschutz, alles ist möglich. Romantisch geht es da kaum zu, denn im Wettlauf gegen die Uhr müssen die Beteiligten knallharte Überzeugungsarbeit leisten. Aber das gelingt nicht immer und so tappt der ein oder andere schon mal ins Fettnäpfchen.
Doch bei manchen kommt es gar nicht zum Informationsaustausch, da das erste Date bereits an der Optik scheitert, bevor es überhaupt richtig begonnen hat ...
Zum Schluss kreuzen alle die Namen desjenigen an, den sie gerne wiedertreffen möchten. Die Telefonnummern werden nur weitergegeben, wenn die Dater sich gegenseitig angekreuzt haben. Das führt durchaus zu Enttäuschungen: „Da trifft man sich zu einem ´Kennenlernen-Treffen´, und dann will niemand irgendwen kennen lernen. Das ist doch Scheiße. Glaubst Du, ich fand die alle super, von wegen. Da waren Blindgänger dabei. Das war kein Singletreff, das war eine Resterampe“, stellt eine Teilnehmerin fest.

Singleleben
Schon 1990 textete die Zeitschrift „Wiener“ zu einem Artikel von Eva Strasser über Singles: „Vor 15 Jahren brach der gr0ße Single-Kult aus. Doch was einst Freiheit versprach, mündete im Krüppelballett auf dem Ball der einsamen Herzen. Eva Strasser fordert die totale Ent-Singelung der Gesellschaft: Denn Einsamkeit macht krank!“ Schön reißerisch schreibt Eva Strasser dann: „Einsamkeit wird als Leiden der 80er Jahre die Krankenstatistik anführen. Zehn Millionen Alleinlebende in Deutschland sind ihre potentiellen Opfer. Halbe Metropolen sind zu gigantischen Lazaretten verkommen, wo angeknackste Einzelkämpfer verzweifelt ihr Image als lockerer Großstadt-Sklave zu retten.“ Strasser übertreibt maßlos, aber es stimmt sicherlich, dass viele Singles sich ihr Alleinleben nicht ausgesucht haben, damit auch nicht glücklich sind und nach immer wieder neuen Möglichkeiten suchen, einen Partner zu finden. Waren es vor 20 Jahren Kontaktanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, so ist heutzutage das Internet zu einer gigantischen Partnerbörse geworden: Parship.de, friendscout 24.de oder neu.de sind nur einige der Plattformen, auf denen man sich umsehen kann.
Doch das Internet öffnet Schummlern Tür und Tor. Schon des Öfteren hat man gehört, dass sich sowohl Frauen als auch Männer im virtuellen Raum schöner, jünger und erfolgreicher gemacht haben als sie in Wirklichkeit sind. Da wird das erste Rendezvous oft zur Enttäuschung. Deshalb gibt es immer noch viele, die auf die klassische „Begegnung“ schwören.
Damit man dabei nicht zuviel Zeit verschwendet, hat der amerikanische Rabbi Yaacov Deyo aus Los Angeles 1999 das Speeddating erfunden – um jüdische Ehen zu stiften. Bald wurde die Idee von kommerziellen Anbietern kopiert und nach Europa exportiert.
In der Single-Metropole Berlin findet ungefähr einmal pro Woche ein Speeddating statt. Die Teilnahmegebühr beträgt ca. 30 €.
In der Hauptstadt lebten 2006 laut Amt für Statistik Berlin/ Brandenburg 52.7 Prozent der Bevölkerung allein. Damit führt Berlin die „Single-Charts“ an. Deutschlandweit lag der Durchschnitt im selben Jahr bei 38 Prozent. Bemerkenswert ist auch der Anstieg der Single-Haushalte: waren es 1999 in Berlin noch 855.900 Alleinlebende, stieg die Zahl bis 2006 auf 1.017.600 Menschen.
Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt fest, dass in Deutschland fast jeder vierte Mann im Alter zwischen 20 und 40 Jahren allein wohnt. Unter den Frauen ist es zwischen 20 und 29 Jahren noch jede fünfte, zwischen 30 und 39 Jahren lediglich jede zehnte, die einen eigenständigen Haushalt führt.

Der Film
Der Film „Shoppen“ war 2007 ein Geheimtipp unter deutschen Kinogängern. Die Tageszeitung Die Welt urteilte damals: „Großartig die Dialoge, die Ralf Westhoff auch noch geschrieben hat, und zwar so, dass jeder sich in mindestens einer Person wieder findet. Und auch so, dass sie gleichzeitig improvisiert wirken und doch auf den Punkt kommen .“ Westhoff hatte für seine Komödie ausschließlich Nachwuchs-Schauspieler aus der Münchener Theaterszene engagiert, die das Gefühl einer neuen Single-Generation verkörperten.
Der Film war 2008 beim Deutschen Filmpreis in den Kategorien „Bester Spielfilm“ und „Bestes Drehbuch“ nominiert. Ralf Westhoff wurde im selben Jahr als bester Nachwuchsregisseur mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt.
2008 fand im Theater Bielefeld die Uraufführung des Stoffes von Ralf Westhoff statt.

Die Darsteller:

Gerit Kling
spielt Susanne: lebenserfahren, schlagfertig und einigermaßen abgeklärt. Eigentlich hat sie die Nase voll vom „Daten“, aber wie soll sie sonst jemanden kennenlernen?
Die Zuschauer kennen Gerit Kling aus zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen. Mit der Hauptrolle in der ARD-Serie „Die Gerichtsreporterin“ gelang ihr der Durchbruch im deutschen Fernsehen. In der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ ist sie derzeit als Ärztin zu sehen.
Zuletzt war sie in den Kinofilmen „Barfuss“ und „Wo ist Fred?“ an der Seite von Til Schweiger zu sehen.

Mackie Heilmann übernimmt die Rolle der Mediha. Besucher der Komödie am Kurfürstendamm kennen sie als feurige Italienerin aus „Boeing, Boeing“. Drei Staffeln lang spielte Heilmann in der SAT1-Sketch-Comedy „Weibsbilder“ eine der drei Hauptrollen und präsentierte mit ihren Schauspielkolleginnen Judith Döker und Sabine Menne drei lebenserfahrene Frauen mit all ihren Makeln, Macken und Marotten.

Thomas Arnold spielt den von Höhenangst geplagten Jörg.
Seine Filmkarriere begann 1996 mit dem Engagement für Rolf Schübels Kurzfilm „Zweieinhalb Minuten“. Es folgten Kino- und Fernseharbeiten mit Regisseuren wie Niki Stein, Peter F. Brinkmann, Bodo Fürneisen, Hartmut Griesmayr, Carlo Rola und Peter Kahane.
Volker Schlöndorff engagierte ihn für „Die Stille nach dem Schuss“. In Florian Henckel von Donnersmarck Oscar-prämiertem „Das Leben der anderen“ spielte er einen Stasi-Offizier.
Das Jahr 2009 hat für Thomas Arnold turbulent begonnen: Anfang Januar stand er gemeinsam mit Christian Berkel für eine Episode der Serie „Der Kriminalist“ vor der Kamera. Demnächst kommt Anno Sauls Kinofilm „Die Tür“ heraus, in dem Mads Mikkelsen die Hauptrolle übernahm und an dem Arnold mitwirkte.

Astrid Rashed, Beatrice von Moreau, Anja Pahl, Gunnar Blume, Tobias Schulze, Robert Frank und Daniel Montoya spielen weitere Singles.


Regie: Katja Wolff
arbeitet als freischaffende Regisseurin in Deutschland und der Schweiz und lehrt als Gastdozentin unter anderem an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin, an der Universität St. Gallen sowie an der UdK Berlin.
Sie inszenierte unter anderem in Bielefeld, Bonn, Mainz, St. Gallen, Heilbronn, Nürnberg, Basel und Osnabrück. Zu ihren Arbeiten zählen sowohl Schauspielklassiker als auch zeitgenössische Stücke. Zahlreiche Uraufführungen wurden ihr anvertraut.
Mit der Inszenierung von Wilfried Happels „Mordslust“ war sie 2003 zum NRW-Theatertreffen eingeladen.
Ihr zweiter künstlerischer Schwerpunkt liegt im Musiktheater: Das Theater St. Gallen engagierte sie für die Uraufführung von Eveline Haslers Musical „Baborosa“. In Koblenz überzeugte ihre Inszenierung von Leonard Bernsteins „West Side Story“. 2008 inszenierte sie am Theater Osnabrück „Der Vetter aus Dingsda“ und verlegte die Handlung auf einen Campingplatz - was Publikum und Kritiker überzeugte. Die Westfälischen Nachrichten fanden die Inszenierung „einfach nur schön“.
Zuletzt inszenierte sie Fassbinders „Die Ehe der Maria Braun“ für das Euro Studio Landgraf. [©Theater am Kurfürstendamm]

Kartenpreise Di-Do 36/25/13 € und Fr/Sa/So 39/28/17 €
Premiere 47/36/24 €
Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de

Shopping Queens – Die singende Antwort auf „Männerhort“

Von:
Tobias Bungter
Uraufführung: 9. April 2010 (Wiesbaden, Staatstheater Wiesbaden)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
9. April 10 (Uraufführung)

Inszenierung: Caroline Stolz
Musikalische Leitung: Ernst August Klötzke
Bühne und Kostüme: Lorena Diaz Stephens, Jan Hendrik Neidert

Besetzung:

Alexis:
Susanne Bard
Marion: Eva-Maria Damasko
Connie: Stefanie Hellmann
Anne: Friederike Ott
Scooter: Jasaman Roushanaei

Band: Jörg Rebhan, David Stephens, Claus Weyrauther, Timo Willecke

Das Warten hat ein Ende. Die drängende Frage wird beantwortet, wer eigentlich die Frauen von den Männerhort-Bewohnern sind, die seit Dezember 2007 das Wartburgpublikum begeistern. Endlich treten die weiblichen Pendants der vier Möchtegern-Machos in Erscheinung und stehen ihren holden Gatten in nichts nach.

Bisher begutachteten Anne, Alexis und Connie in der Boutique Shopping Queens bei Piccolöchen jene Shoppingerfolge, vor denen ihre Männer die Flucht ergriffen haben. Doch plötzlich ist alles anders. Alexis ist pleite und muss den Laden schließen. Wo sollen sich die Freundinnen von nun an im „Happy Center“ treffen? Die Friseurin Marion kümmert das wenig. Sie wird den Laden übernehmen und damit das auch allen klar ist, deponiert sie schon mal eine Trockenhaube dort. Auch bei ihren Ehemännern finden die verzweifelten Frauen keinen Trost: im Gegenteil, die hören nie zu, gehen fremd und sind jeden Samstag Nachmittag spurlos verschwunden. Alle drei…!

Die Freundinnen machen sich auf die Suche und stoßen auf den Männerhort: Ihre Göttergatten verstecken sich allen Ernstes auf einer stillgelegten Toilette im Einkaufszentrum, um ihre Ruhe zu haben. Für Fußball, Bier und Pizza. Die Frauen sind fassungslos, verbrüdern sich sogar mit Marion, deren Mann ebenfalls im Männerhort rumlungert und noch dazu ihren Hamster auf dem Gewissen hat. Was tun? Die hysterische Anne denkt gleich wieder an Selbstmord, Marion und Alexis eher an Mord – nur die esoterisch veranlagte Connie mahnt zur Ruhe. Sie hat die Lösung: Der Männerhort ist schuld. Er hat die Männer verhext. Das leuchtet ein! Und so schmiedet das Frauenquartett Pläne zur Vernichtung des unheilvollen Orts...

Der Kölner Autor Tobias Bungter (Jahrgang 1973) hat die singende Antwort auf die Wartburg-Kultproduktion „Männerhort“ von Kristof Magnusson geschrieben. Mit sangesfreudigen Schauspielerinnen und einer Live-Band fällt diese Antwort zwangsläufig sehr musikalisch aus. Und sie ist für Fans und Insider genauso ein Spaß wie für alle, die dem Männerhort seit seiner Premiere im Dezember 2007 bisher noch keinen Besuch abgestattet haben.

Regie führt wieder Caroline Stolz, die Leiterin der Wartburg. Sie inszenierte in Wiesbaden außerdem Rainer Werner Fassbinders „Tropfen auf heiße Steine“, Hitchcocks „Die 39 Stufen’’, Tennessee Williams’ „Die Glasmenagerie“ sowie zuletzt „Das große Fressen“. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Some Girl(s)

Von:
Neu LaBute (geb.1963)

Uraufführung: 2005 (New York, Lucille Lortel Theater)
Deutschsprachige Erstaufführung: 26. Oktober 06 (Wien, Burgtheater/Akademietheater)
Deutsche Erstaufführung: 5. November 06 (Essen, Schauspiel Essen)
 

Zur Inszenierung des Schauspiel Essen:

Premiere:
5. November 06

Inszenierung: Annette Pullen
Bühne: David Hohmann
Kostüme: Annelies Vanlaere
Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger

Mit: Günter Franzmeier, Katja Heinrich, Sabine Osthoff, Nicoline Schubert, Judith van derWerff

Ein Mann mittleren Alters steht kurz vor der Heirat, Doch bevor es ernst wird, besucht er auf einer Reise in seine Vergangenheit quer durch die USA noch einmal seine Ex-Freundinnen: Der intime Ort wechselnder Hotelzimmer wird zum Zeugen des Wiedersehens zweier Menschen, die einmal ein Paar waren.

LaBute, Meister im Umgang mit der menschlichen Psyche, zeigt, wie komplex und tiefgründig das Beziehungsfeld ist, in dem wir uns bewegen. Sein Stück ist gebaut wie ein Road-Movie: in jeder Stadt eine andere Frau und damit auch die Möglichkeit für einen anderen Lebensentwurf.

Neil LaBute, *1963 in Detroit/USA, ist einer der wichtigsten amerikanischen Dramatiker der Gegenwart. Zahlreiche seiner Stücke wurden ins Deutsche übersetzt und prominent ur- und erstaufgeführt. Sein Stück ,,Bash" wurde 2001 zum besten ausländischen Stück des Jahres gewählt. Zuletzt hatten seine Stücke „Wie es so läuft" (Theater Bonn) und „Fettes Schwein" (Schauspielhannover / Regie: Christina Paulhofer) in Deutschland Premiere.

Annette Pullen, Regisseurin, arbeitet unter anderem in Hamburg und in Wien. In Bochum inszenierte sie die Deutsche Erstaufführung von Neu LaButes Stück „Weit von hier". Nach „Stier", der Dramatisierung des Ruhrgebietsromans von Ralf Rothmann, und Schillers „Räubern" ist „Some Girl(s)" ihre dritte Regiearbeit am Schauspiel Essen. [© Schauspiel Essen]


www.schauspiel-essen.de



Zur Inszenierung des Burgtheater Wien:

Regie:
Dieter Giesing
Bühne: Erich Wonder
Kostüme: Marion Münch
Musik: Jens Thomas
Dramaturgie: Judith Gerstenberg

Besetzung:

Mann:
Christian Nickel
Sam: Sylvie Roher
Tyler: Johanna Wokalek
Lindsay: Petra Morzé
Bobby: Mareike Sedl

www.burgtheater.at

Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night´s Dream)
Komödie in 5 Akten

Von: William Shakespeare

Entstehung:  ca. 1595/96
Deutsche Erstaufführung:  1843 (Berlin, Königliches Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Schauspielhaus Zürich:

Premiere:
September 07

Regie: Christian Weise
Bühnenbild: Volker Hintermeier
Kostüme: Su Bühler
Musik: Jens Dohle
Choreographie: Stephen Galloway
Lichtdesign: Peter Bandl
Dramaturgie: Gabriella Bussacker
Weitere Mitwirkende, Puppenbau: Suse Wächter

Besetzung:

Elfe:
Claudia Acker
Puck: Johannes Benecke
Egeus: Ludwig Boettger
Philostrat / Indischer Knabe: Stephen Galloway
Demetrius: Patrick Güldenberg
Hermia: Mavie Hörbiger
Theseus / Oberon: Robert Hunger-Bühler
Hippolyta / Titania: Corinna Kirchhoff
Squenz / Prolog: Fabian Krüger:
Flaut / Thisbe: Pascal Lalo
Zettel / Pyramus: Michael Maertens
Schnock / Löwe: Oliver Masucc
Puck: Hans-Jochen Menzel
Schnauz / Wand: André Meyer
Elfe: Oscar Olivo
Lysander: Jörg Pohl
Schlucker / Mond: Michael Ransburg
Helena: Miriam Wagner


Mit der Zürcher Premiere von «Ein Sommernachtstraum» beginnt im Pfauen die Spielzeit 2007/2008. Christian Weise hat dieses Traumstück von Shakespeare mit allen Mitteln des Theaters inszeniert.
Umrahmt von der klaren, zivilisierten Welt des Staates Athen unter König Theseus, in dem Gesetze die Dinge zwischen den Menschen regeln, jeder seinen Platz kennt und Heirat die Beziehungen zwischen Männern und Frauen ordnet, steht im Zentrum des Sommernachtstraums eine lange, ereignisreiche Nacht im Wald: Es ist das Reich der Elfen und Kobolde, das Reich der ewigen Götter Oberon und Titania, die im Streit liegen. Vier verstörte junge Liebende, die vor dem Gesetz Athens hierher geflohen sind, irren durch diese dunkle Welt. Eine Gruppe Handwerker probt hier heimlich ein Theaterstück, das sie anlässlich der geplanten Hochzeit von Theseus und der Amazone Hippolyta aufführen wollen. In diesem nächtlichen Wald, ohnehin eine Welt der Ausnahme, stiftet Puck zudem mit Hilfe einer Zauberdroge jede mögliche Verwirrung.

William Shakespeare treibt sein Personal gnadenlos über jede Grenze in ein Fest des Irrationalen, in dem sich die sonst unvereinbaren Welten der himmlischen Götter und der irdischen Sterblichen für eine Nacht vereinigen. Der Tag trennt mit seinem Licht die Dinge deutlich voneinander. In der Nacht verschwinden die Konturen, die Dunkelheit schärft die Sinne, Aussen und Innen verschwimmen, die Phantasie wird angeregt, die Welt vergrössert sich ins Dunkle.

Der Regisseur Christian Weise inszeniert diese wilde Mixtur aus Mysterienspiel, Volkstheater, Initiationsdrama und Komödie mit grosser Besetzung und unter Verwendung aller erdenklichen theatralischen Mittel aus Schauspiel, Tanz, Musik und Puppenspiel. Weise wurde 1973 in Deutschland geboren und war zunächst Puppen- und Schauspieler. In der letzten Spielzeit inszenierte er in Zürich «Biedermann und die Brandstifter». Seit Jahren arbeitet er mit dem international bekannten Tänzer, Choreographen, Sänger und Designer Stephen Galloway zusammen. Der Puppenspieler Hans-Jochen Menzel, er führt Puck, ist für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

Mit dieser Premiere beginnt im Pfauen die Spielzeit. Die Aufführung entstand als Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, wo sie am 18. August Premiere hatte. [© Texte: Schauspielhaus Zürich]

www.schauspielhaus.ch

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere am 7. Oktober 06
Weitere Vorstellungen:
10., 11., 12. 15., 22. und 27. Oktober jeweils 19.30 Uhr

Inszenierung: Schirin Khodadadian
Bühne: Carolin Mittler .
Kostüme: Ulrike Obermüller
Bühnenmusik: Johannes Winde
Dramaturgie: Marie Rötzer
Regie-Assistenz: Mirko Schombert
Inspizienz: Claudia Sekinger
Souffleuse: Marie-Luise Gnad

Besetzung:
Oberon:
Stefan Walz
Titania: Andrea Quirbach
Hermia: Franziska Hackl
Lysander: Felix Lukas Mühlen
Helena: Katharina Knap
Demetrius: Lorenz Klee
Puck: Gregor Trakis
Handwerker: Michael Schlegelberger
Handwerker: Monika Dortschy
Zettel: Thomas Prazak
Musiker/Handwerker: Johannes Wind


Die Liebe? Ein Albtraum! Hermia liebt Lysander und flieht mit
ihm in den Wald. Der Vater Hermias ist aber gegen Lysander, stattdessen will er seine Tochter mit Demetrius verheiraten. Im Wald glauben sich die Liebenden alleine, doch das Gegenteil ist der Fall: Demetrius, heillos in Hermia verliebt, ist den beiden gefolgt. Die schöne Helena verfolgt Demetrius, sie ist ihm in Liebe verfallen, von ihm jedoch verschmäht. So finden sich alle zusammen an diesem mitsommernächtlichen Ort wieder, alle von der Liebe und ihren Geheimnissen angetrieben, alle letztlich auf der Suche nach sich selbst Doch noch andere merkwürdige Wesen haben sich zwischen dem Geäst eingerichtet: Hier herrscht der Elfenkönig Oberon, der gerade in einen erbitterten Ehestreit mit seiner Gemahlin Titania verstrickt ist. Eine Zauberblume muss her, um Titania wieder versöhnlich zu stimmen. Eine Zauberblume, deren Saft - in die Augen von Schlafenden geträufelt - den Erwachenden sofort in einen unglaublichen Liebeswahn versetzt. Die Liebe wird zum Albtraum, als Puck, der unberechenbare Kobold, den Saft nicht nur Titania, sondern auch den sterblichen Liebespaaren verabreicht. Danach liebt jeder, doch jeder den Falschen ...

Shakespeares erotische Komödie um unerwiderte Gefühle, ungeklärte Verhältnisse und sexuelle Verirrungen inszeniert Schirin Khodadadian, die seit der Spielzeit 2002/ 03 als freie Regisseurin unter anderem in Ingolstadt, Kassel und München arbeitet. Ihre Inszenierung von Theresia Waisers "So
wild ist es in unseren Wäldern schon lange nicht mehr" am Staatstheater Kassel wurde im vergangenen Jahr mit dem Förderpreis für Regie der Akademie der Darstellenden Künste Berlin ausgezeichnet. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de

Die spanische Fliege
Schwank von:
Franz Arnold und Ernst Bach

Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:

Premiere:
19. Juli 09
(Voraufführungen 15. – 17. Juli 2009)
Spielzeit bis: 06. September 2009

Regie: Jürgen Wölffer
Bühne: Zoltan Labas
Kostüm: Gizella Koppany

Mit: Michael Altmann, Ingrid Müllender, Alexandra Gross, Jochen Senf, Uta Krüger, Matthias Friedrich, Karl-Heinz Bartelmeus, Astrid Straßburger und Hardy Kistner

SpanischeFliege_KomödieKurfürstendamm©BerndBöhner_
Die spanische Fliege
Komödie am Kurfürstendamm
Post aus der Vergangenheit.
V. l.: Jochen Senf als Eduard Burwig und Michael Altmann als Ludwig Klinke.
Foto: Bernd Böhner

„Die spanische Fliege“ von Franz Arnold und Ernst Bach zählt neben „Pension Schöller“, „Der Raub der Sabinerinnen“ und „Der Mustergatte“ zu den vier beliebtesten klassischen Unterhaltungsstücken.
Im Zentrum des Schwanks steht Ludwig Klinke, ein erfolgreicher Senffabrikant, Emporkömmling zwar, aber doch ein angesehenes Mitglied der kleinstädtischen Gesellschaft. Seine Frau Emma ist Vorsitzende des Sittlichkeitsvereins. Das Ansehen der Familie wird bedroht als herauskommt, dass Paula, die Tochter des Hauses, „heimliche Rendezvous“ mit dem aufstrebenden Rechtsanwalt Dr. Gerlach hat und ihn heiraten will. Emma lässt sofort Erkundigungen über den Schwiegersohn in spe einziehen, die ein höchst „unsittliches Vorleben“ zutage bringen. Damit scheidet die Heirat natürlich aus. Das sieht auch Paulas Vater so, wenngleich aus ganz anderen Gründen: Paulas Geliebter vertritt die Gegenseite in einem Prozess gegen Klinkes Firma. Und überdies sind auch noch Informationen über einen geheim gehaltenen unehelichen Sohn Klinkes in Fritz Gerlachs Hände geraten. Denn vor über 25 Jahren gab es da eine Tänzerin mit dem Künstlernamen „Spanische Fliege“... Die Unterlagen sind für Gerlach ein willkommenes Druckmittel, um die geplante Heirat durch Erpressung zu erzwingen. Aber die Sache wird immer komplizierter - auch Verwandte und Freunde kommen als mögliche Väter jenes fraglichen Sohnes in Betracht. Nach dem Willen ihrer Mutter soll Paula nun alsbald mit dem Sohn einer befreundeten Familie verheiratet werden, natürlich gegen ihren entschiedenen Protest . Das Erscheinen des etwas verzagten jungen Mannes löst bei Paula helle Empörung und bei Vater Klinke einen furchtbaren Verdacht aus: Ist am Ende dieser schüchterne Junge aus Chemnitz sein eigener unehelicher Filius? Missverständnisse und Verwechslungen steigern und häufen sich in atemberaubendem Tempo bis hin zum großen Finale.  Unter der Regie von Jürgen Wölffer spielen u. a. Jochen Senf, Michael Altmann, und Ingrid Mülleder.

Das Stück
„Die spanische Fliege“ von Franz Arnold und Ernst Bach wurde erstmals 1912 uraufgeführt. Seitdem wurde das Stück auf unzähligen Bühnen gezeigt und machte das Autorengespann weltberühmt. Allein in Berlin lief das Stück über 1000 Mal. Am Broadway wurde „Die spanische Fliege“ ein halbes Jahr lang aufgeführt und bislang in 25 Sprachen übersetzt.


Die Darsteller:

Jochen Senf
steht als Abgeordneter Eduard Burwig auf der Bühne.
Bekannt wurde Senf als unkonventioneller Saarbrücker „Tatort“-Kommissar Max Palu, den er von 1988 bis 2005 verkörperte. Die Popularität des „Tatort“-Kommissars bescherte Senf weitere Engagements in Film und Fernsehen: So spielte er u. a. in den TV-Produktionen „Nicht von schlechten Eltern“, „Küstenwache“, „SOKO 5113“, „Hausmeister Krause“ und „Edel & Starck“ sowie u. a. in den Kinofilmen „Troublemaker“ und „Revanche des Chomeurs“. Neben seiner Filmtätigkeit ist Senf jedoch auch immer wieder auf deutschen Bühnen zu erleben und spielte u. a. am Staatstheater Saarbrücken, am Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Basel. Der Wahlberliner arbeitet auch als Autor und verfasst Kriminalromane, Hörspiele, Kinder- und Drehbücher (z. B. für „Tatort: Der Entscheider“ 1996).
Darüber hinaus engagiert er sich für straffällig gewordene Jugendliche und in Initiativen gegen häusliche Gewalt sowie in der Saarbrücker Kulturszene, wo er u. a. das Kinder- und Jugendtheater „Überzwerg“ mitbegründete.


Michael Altmann spielt den Senfverkäufer Ludwig Klinke, der bemüht ist, seine Jugendsünde mit einer spanischen Tänzerin unter Verschluss zu halten.
Altmann studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Anschließend folgten Engagements an verschiedenen Schauspielhäusern, u. a. in Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf und Köln. Zusammen mit Heinz Werner Kraehkamp gelang ihm das Kunststück, aus der Komödie „Das Ende vom Anfang“ mit 500 Vorstellungen in zwölf Jahren einen Dauerbrenner zu machen. Gemeinsam mit Kraehkamp kreierte er das Duo Kiebich & Dutz, für das sie den Adolf-Grimme-Preis erhielten. Unter dem Pseudonym Hartmann & Braun haben die beiden ein Label geschaffen, das bis heute ein Begriff für kabarettistisches Schauspieltheater ist.
Neben seiner Bühnentätigkeit wirkte Altmann auch in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit: So spielte er u. a. in „Molle mit Korn“, „Nie wieder schlafen“, „Wolffs Revier“, „Sie ist meine Mutter“ und „Anja & Anton“. Zudem stand er für den Kinofilm „Schläft ein Lied in allen Dingen“ von Jungregisseur Andreas Struck vor der Kamera, der in diesem Jahr auf der Berlinale gezeigt wurde. 
Altmanns Liebe zur Natur spiegelt sich in Gebirgsfilmen wider, die er gedreht hat.
Für seine Arbeiten wurde er mit verschiedenen Publikumspreisen ausgezeichnet.


Weitere Darsteller sind Ingrid Mülleder, Alexandra Gross, Uta Krüger, Matthias Friedrich, Karl-Heinz Bartelmeus, Astrid Straßburger und Hardy Kistner.


Der Regisseur: Jürgen Wölffer
ist seit 1958 beim Theater, wenn man nicht mitzählt, dass er in einer Theaterfamilie aufgewachsen ist. Wie fast alle jungen Leute interessierte er sich zuerst überhaupt nicht für den Beruf seiner Eltern, sondern (in dieser Reihenfolge) für Feuerwehr, Autos, Architektur, Malerei und Politik – linke, natürlich. Noch in der Abiturklasse besuchte er den privaten Unterricht einer damals berühmten Schauspiellehrerin, um sich dort den Berliner Dialekt abzugewöhnen. Natürlich machte die ihn zum Schauspieler. Er spielte dann ausschließlich ernste und klassische Rollen in deutschen Staatstheatern. Einige der größten Rollen der Literatur gehörten zu seiner hoffnungsvoll begonnenen Karriere in gerade einmal acht Jahren. Dann aber trat er doch in die Direktion seines Vaters, der Komödie und des Theaters am Kurfürstendamm ein. Seitdem widmet er sich fast ausschließlich dem Genre Komödie. Es war keine leichte Entscheidung, die geprägt war von der Liebe zum Vater, zu Berlin, zum Kurfürstendamm, einer geerbten Unternehmerlust und dem sanften Druck von George Marton und Hans Sanden, zweier jüdischer Freunde des Vaters aus der großen Berliner Theaterzeit. 1976 übernahm er die Leitung der beiden Berliner Theater, zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Christian, dann alleine. 1988 ließ er die Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg bauen, acht Jahre später folgte der Bau der Komödie Dresden. 2004 übergab er seinem Sohn Martin die Leitung der Berliner Häuser.  [©Komödie am Kurfürstendamm]

Kartenpreise Di-Do 36/25/13 € und Fr/Sa/So 39/28/17 €
Voraufführungen 19 €
Premiere 47/36/24 €
Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de

Stadt aus Glas
Roman von:
Paul Auster (* 1947)
Erschienen: 1985
Deutsch von Joachim A. Frank

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Fassung von Bettina Bruinier und Alexandra Althoff

Premiere: 3. Oktober 09

Regie: Bettina Bruinier
Bühne: Markus Karner
Kostüme: Justina Klimczyk
Musik: Oliver Urbanski
Video: Kerstin Polte, Alkmini Boura
Licht: Nicol Hungsberg
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Besetzung:
Daniel Quinn:
Sébastien Jacobi
Max Work / Paul Auster: Thomas Huber
Virginia Stillman / Quinns Frau / Siri Hustvedt / Mädchen: Sandra Gerling
Peter Stillman Junior: Andreas Uhse
Peter Stillman Senior: Felix von Manteuffel

(Aufführungsdauer ca. 1 3/4 Stunden, keine Pause)
Besprechung auf kulturfreak.de

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Stadt aus Glas
Schauspiel Frankfurt
Daniel Quinn (Sébastien Jacobi)
Foto: Sebastian Hoppe

In dem ersten Roman seiner »New York- Trilogie« erzählt Paul Auster die Geschichte des Kriminalautors Daniel Quinn. Nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes hat sich Quinn in die Einsamkeit zurückgezogen. Unter dem Pseudonym William Wilson schreibt er Detektivromane, in denen sein aggressiver, schlagfertiger Held Max Works das Chaos unzähliger Abenteuer mit Leichtigkeit meistert. Quinn verliert sich immer mehr in dieser Dreiheit von Personen. Da erhält er mitten in der Nacht den Anruf eines Fremden, der ihn, in der Annahme, er sei der Privatdetektiv Paul Auster, mit einem Fall betraut. Quinn schlüpft in die Rolle von Paul Auster und beschattet den ehemaligen Theologieprofessor Peter Stillmann, der nach vielen Jahren aus einer psychiatrischen Klinik entlassen worden ist. Stillmann hatte seinen Sohn neun Jahre lang in völliger Isolation und Dunkelheit aufwachsen lassen. Jetzt fürchtet dieser, dass ihm der verwirrte Vater nach dem Leben trachtet. Quinn ahnt nicht, dass er sich auf eine Mission eingelassen hat, die komplizierter und undurchsichtiger ist als alles, was er bisher geschrieben hat.


Bettina Bruinier (Regie), Jahrgang 1975, ist mit Beginn der Spielzeit 2009 / 10 Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt. Nach dem Studium der Opern- und Schauspielregie an der Bayerischen Theaterakademie in München inszenierte sie u. a. am Deutschen Theater in Berlin und am Staatsschauspiel Dresden. 2008 wurde Bettina Bruinier auf dem vom Münchner Volkstheater veranstalteten Festival »radikal jung« für ihre Adaption von Juli Zehs Roman »Schilf« mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Markus Karner (Bühne), 1973 geboren, studierte zunächst Medizin, bevor er zu den Fachbereichen Theaterwissenschaften und Neuere deutsche Literatur wechselte. Er assistierte u. a. in zahlreichen Produktionen von Armin Petras und an der National Opera in London bei Richard Hudson. Als Bühnen- und Kostümbildner war er u. a. am Staatsschauspiel Dresden, am Deutschen Theater und an der Komischen Oper in Berlin tätig. Regelmäßige Zusammenarbeit mit Bettina Bruinier seit der gemeinsamen Assistenzzeit in Kassel.

Justina Klimczyk (Kostüme) wurde 1973 in Polen geboren. Nach ihrem Bühnen- und Kostümbildstudium bei Prof. Jürgen Rose in Stuttgart war sie feste Assistentin zunächst am Schauspiel Stuttgart und anschließend am Thalia Theater in Hamburg. Dort realisierte sie bereits eigene Arbeiten, u. a. für Martin Kusej, für den sie auch am Nationaltheater in Ljubljana als Kostümbildnerin tätig war. Seit 2003 arbeitet sie als freie Kostüm- und Bühnenbildnerin u. a. an der Komischen Oper in Berlin, am Bochumer Schauspielhaus, am Volkstheater in München und demnächst an der Stuttgarter Oper. »Stadt aus Glas« ist ihre sechste Zusammenarbeit mit Bettina Bruinier.

Oliver Urbanski (Musik) arbeitet als Schauspieler, Musiker und Komponist. Er studierte Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Sein erstes festes Engagement führte in ans Berliner Ensemble. Als Theatermusiker komponierte und spielte er u. a. in Produktionen von Peter Zadek und Claus Peymann. Seit drei Jahren arbeitet er kontinuierlich mit Bettina Bruinier zusammen, für die er zuletzt die Musik zu »Alice« nach Lewis Carroll am Münchner Volkstheater geschrieben hat.

Alkmini Boura und Kerstin Polte (Video) absolvierten gemeinsam die Filmklasse der Zürcher Hochschule der Künste. Sie leben und arbeiten als Autorinnen und Filmregisseurinnen in Berlin und Zürich. Gemeinsam entwickeln und realisieren sie Spiel-, Dokumentar-, Theater-, und Werbefilme. Mit ihren eigenen Filmen waren sie schon bei vielen renommierten Filmfestivals zu Gast. Zurzeit arbeiten sie an ihrem Kinodebut. Kerstin Polte arbeitet schon seit über zehn Jahren mit Bettina Bruinier zusammen

.[© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Steilwand (Sea Wall)

Von: Simon Stephens (* 1971)
Uraufführung: 8. Oktober 2008 (London, Bush Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 10. Januar 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)
Deutsch von: Barbara Christ

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
10. Januar 10 (Deutschsprachige Erstaufführung; Box)

Regie: Lily Sykes

Mit: Isaak Dentler

Für Alex läuft es gut, in seinem Job, in seinem Leben. Er liebt seine Frau und seine Tochter. Doch eine Katastrophe an einem Tag am Meer nimmt ihm alles, an das er geglaubt hat. Lily Sykes zeigt in der Box die Deutschsprachige Erstaufführung von »Steilwand«, der neueste Monolog des preisgekrönten englischen Dramatikers. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Der Stein
Schauspiel

Von:
Marius von Mayenburg

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premier:
2. Oktober 09

Inszenierung: Slobodan Unkovski
Bühne und Kostüme: Angelina Atlagic
Dramaturgie: Carola Hannusch

Besetzung:

Witha:
Susanne Bard
Wolfgang: Uwe Kraus
Heidrun: Doreen Nixdorf
Hannah: Eva-Maria Damasko
Mieze: Stefanie Hellmann
Stefanie: Franziska Werner

Ein Haus in Dresden, 1993. Witha zieht mit Tochter Heidrun und Enkelin Hannah dort nach langen Jahren der Abwesenheit wieder ein. Hier hat sie fast 20 Jahre ihres Lebens verbracht. 1935 hatte Witha das Haus gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang einer jüdischen Familie abgekauft. Voller Erinnerungen steckt das Gebäude, Erinnerungen an Wolfgang, an Krieg, an ihre Republikflucht in den Westen 1953. Während Hannah an einem Referat über Vorbilder arbeitet und dafür ihren Großvater auswählt, der während der NS-Zeit eine jüdische Familien rettete, kommt eine Fremde, Stefanie, zu Besuch, um ‚zu stören’. Auch sie hat einmal in diesem Haus gelebt, macht Ansprüche geltend – moralischer und rechtlicher Art.

Die Konfrontation der Frauen wirft Fragen nach Schuld und Verdrängung auf. So wie die politischen Systeme in Deutschland von den 30ern bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts im extremen Maße wechselten, so verschlungen zeigen sich auch die Lebenslinien aller beteiligten Personen. Allen gemeinsam ist die Flucht vor der eigenen Vergangenheit bzw. deren Mythologisierung. Doch wie lange lässt sich eine sorgsam aufgebaute Familienlegende aufrecht erhalten?

Marius von Mayenburg (Jahrgang 1972) verbindet mit raffinierten Zeitsprüngen Gewesenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges und verdichtet so knapp 60 Jahre deutscher Geschichte zu einem hochspannenden Familiendrama. Er gehört zu den wichtigsten deutschen Dramatikern und studierte „Szenisches Schreiben“ an der Hochschule der Künste in Berlin. Für seine mittlerweile über zehn Theaterstücke erhielt er u.a. den Kleist-Förderpreis für Junge Dramatiker und den Preis der Frankfurter Autorenstiftung. Seit 1999 arbeitet er als Dramaturg und Hausautor an der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin.

Der mazedonische Regisseur Slobodan Unkovski hat mit den Schauspielern ein konzentriertes Kammerspiel erarbeitet, in dem die Grenzen zwischen Realität und Lüge, Erinnerung und Mythos, Erlebtem und Erdachtem verwischen. Unkovski hat an zahlreichen Bühnen in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, in Italien, Russland, Belgien, den USA und in Griechenland inszeniert. Er gastierte bei der Theaterbiennale „Neue Stücke aus Europa“ in Wiesbaden mit „Schienen“ von Milena Marković (2004) und mit Dejan Dukovskis „Die andere Seite“ (2006). In der Spielzeit 2006/07 inszenierte er am Staatstheater Wiesbaden Biljana Sbrljanovićs Schauspiel „Heuschrecken“. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Stifters Dinge
(Arbeitstitel: The Pianopiece)

Eine performative Installation von: Heiner Goebbels
Bühne, Licht, Video: Klaus Grünberg
Mitarbeit Musik, Programming: Hubert Machnik
Sounddesign: Willi Bopp | Assistenz: Matthias Mohr
Uraufführung: 13. September 2007 im Théâtre Vidy-Lausanne
Deutschlandpremiere: 5. Oktober 07 (Berlin, Haus der Berliner Festspiele)

Eine Produktion von Théâtre Vidy-Lausanne E.T.E.
In Koproduktion mit spielzeit’europa I Berliner Festspiele, Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, schauspielfrankfurt, T&M-Théâtre de Gennevilliers/CDN, Migros Kulturprozent und Teatro Stabile di Torino
Korealisation Artangel London, Unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds

Zu den Aufführungen im Rahmen von spielzeit’europa:

5. + 6. Oktober 20.00 Uhr | 7. Oktober 19.00 Uhr & 22.00 Uhr
9. – 12. Oktober 20.00 Uhr (12.10. auch 23.00 Uhr) | 13. Oktober 19.00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne

 
Dauer ca. 1h 10, Karten € 25,- | ermäßigt € 15,- (freie Platzwahl)

Heiner Goebbels’ neueste Arbeit ist ein Klavierstück ohne Pianisten, ein Theaterstück ohne Schauspieler, eine Performance ohne Performer: eine Einladung an die Zuschauer in einen faszinierenden Raum voller Töne und Bilder. Dinge, die im Theater oft nur als Dekor oder Requisit erscheinen, werden hier zu Protagonisten: Licht, Bilder, Geräusche, Töne, Stimmen, Wind und Nebel, Wasser und Eis.
Inspirationsquelle sind die Erzählungen Adalbert Stifters, in denen die Handlung aus Respekt gegenüber der Natur und den Dingen zurücktritt. In ihrer radikalen Entschleunigung und ihren ritualisierten Wiederholungen lassen sie den Romantiker Stifter überraschend heutig erscheinen. Die performative Installation Stifters Dinge knüpft daran an als eine Herausforderung für die Begegnung mit dem Fremden und mit Kräften, derer wir nicht „Herr sind“, um andere als uns bereits bekannte Kriterien und Urteile zuzulassen – sowohl unbekannten kulturellen Ordnungen gegenüber als auch Naturkatastrophen, wie sie Stifter immer wieder ausführlich schildert.

„Das Rauschen, welches wir früher in den Lüften gehört hatten, war uns jetzt bekannt; es war nicht in den Lüften, jetzt war es bei uns. In der ganzen Tiefe des Waldes herrschte es ununterbrochen fort, und entstand, wie die Äste und Zweige krachten und zur Erde fielen. Es war um so fürchterlicher, da alles Andere unbeweglich stand… Wir harreten, und schauten hin, ich weiß nicht, war es Bewunderung oder Furcht, in das Ding hinein zu fahren.“
Adalbert Stifter, aus: Die Mappe meines Urgroßvaters

STIFTERS DINGE
„Stifters Dinge“ ist ein Klavierstück für fünf Klaviere ohne Pianisten, ein Theaterstück ohne Schauspieler, eine Performance ohne Performer – eine No-Man-Show also, oder wie auch immer man das nennen möchte. Vor allem ist es aber eine Einladung an die Zuschauer in einen faszinierenden Raum voller Töne und Bilder, eine Einladung zum Sehen und zum Hören. Im Zentrum steht die Aufmerksamkeit den Dingen gegenüber, die im Theater oft als Dekor oder Requisit eine nur illustrative Rolle spielen, hier aber die Protagonisten sind: das Licht, die Bilder, die Geräusche, die Töne, die Stimmen, Wind und Nebel, Wasser und Eis.
Es gibt in der Arbeit – und darauf weist der Titel hin – Berührungspunkte zu den Texten Adalbert Stifters, einem Romantiker der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bei dem der Eindruck biedermeierlicher Behaglichkeit täuscht. Stifter schreibt so detailliert wie ein Maler malt, und wenn in den oft als langweilig empfundenen Passagen seiner Naturbeschreibungen die Handlung der Erzählung zurücktritt, so geschieht das aus Respekt gegenüber den Dingen: Sie fordern vom Leser die Zeit, die ihre detaillierte Wahrnehmung notwendig macht – so als müsse der Leser, der durch den Text will, erst einmal selbst durch den Wald. Die Dinge und Materialien erzählen selbst, die Personen sind oft nur eingefügt und nicht souveräne Subjekte ihrer Geschichte. Mit Elementen von bewusster Entschleunigung und ritualisierter Wiederholung wird bei Stifter eine Modernität sichtbar, die in ihrer Radikalität heute dem Leser zeitgemäße Angebote macht.

„Stifters Dinge“ knüpft an dieser Haltung an, ohne sich direkt als Inszenierung seiner Erzählungen oder der von ihm beschriebenen Gegenstände zu verstehen. Die performative Installation (Dauer ca. 80 min) versteht seine Texte als Herausforderung für eine Begegnung mit dem Fremden und mit den Kräften, derer wir nicht „Herr sind“, als ein Plädoyer für die Bereitschaft, andere als unsere eigenen Kriterien und Urteile als Instanz zuzulassen und zwar sowohl in der Begegnung mit uns unbekannten kulturellen Ordnungen als auch gegenüber ökologischen Katastrophen, die Stifter immer wieder ausführlich schildert.
Nach „Max Black“, „...meme soir.-„, „Hashirigaki“, „Landschaft mit entfernten Verwandten“ und „Eraritjaritjaka“ ist „Stifters Dinge“ erneut eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur und Komponisten Heiner Goebbels und dem Bühnenbildner und Lichtdesigner Klaus Gruenberg, mit Willi Bopp (Sounddesign) und Hubert Machnik (musikalische Mitarbeit und Programmierung).
HEINER GOEBBELS


Rahmenprogramm

Samstag, 6. Oktober, 18 Uhr | Kassenhalle
IM NAMEN DER DINGE
Lecture von Heiner Goebbels
Dauer 60 min
Eintritt frei

Der Komponist und Regisseur Heiner Goebbels, einer der vielseitigsten Grenzgänger der zeitgenössischen Musik- und Theaterszene, spricht über seine neueste Kreation „Stifters Dinge“ und über die Trennung der Elemente in seinen Musiktheaterproduktionen.
In Stücken wie Schwarz auf Weiß, Max Black, Eislermaterial, Hashirigaki, Landschaft mit entfernten Verwandten, Eraritjaritjaka, die er selbst auch inszenierte, fand er in den letzten Jahren zu ganz eigenen, Sprech- und Musiktheater verbindenden Formen. Diese Arbeiten wurden mit großem Erfolg auf internationalen Theater- und Musikfestivals gezeigt.


Sonntag, 7. Oktober, 14 – 18 Uhr
KOLLEKTIVE KREATIVITÄT
Symposium zur Zusammenarbeit und Autorschaft im Neuen Musiktheater
Haus der Berliner Festspiele | Kassenhalle
Eintritt frei

Im Gespräch mit Heiner Goebbels, Ruedi Häusermann, Manos Tsangaris und anderen Künstlerinnen und Künstlern, die sich international einen Ruf als Grenzgänger zwischen den Disziplinen erworben haben, möchte das Symposium den Schwierigkeiten und Möglichkeiten der künstlerischen Zusammenarbeit im Neuen Musiktheater nachgehen.
Wie begegnet man der Frage nach Autorschaft sowie künstlerischer und urheberrechtlicher Verantwortung? Wie gelingt die Verständigung über ästhetische Kriterien und Werte in einem heterogenen Team? Wie wird über Kompetenzen entschieden? Und: Welche Anforderungen für die zukünftige Ausbildung von KomponistInnen, RegisseurInnen, BühnenbilderInnen, MusikerInnen und SängerInnen resultieren aus den Entwicklungen im zeitgenössischen Musiktheater?
Moderation David Roesner
Referenten Heiner Goebbels, Ruedi Häusermann, Manos Tsangaris u.a.
Eine Veranstaltung von KLANGZEITORT, dem gemeinsamen Institut für Neue Musik der Universität der Künste Berlin und Hochschule für Musik „Hanns Eisler“
Mit freundlicher Unterstützung von spielzeit’europa | Berliner Festspiele

www.berlinerfestspiele.de


Aufführungen in Frankfurt:
28., 29., 30. & 31. Oktober 07 im Bockenheimer Depot (-> schauspielfrankfurt}

Die Stunde da wir nichts voneinander wussten
Von: Peter Handke
Uraufführung: 1992 (Wien, Burgtheater)

Zur Abschiedsinszenierung am schauspielfrankfurt:

Premiere:
3. Juni 09
Weitere Vorstellungen: 4., 5. und 6. Juni 2009

Regie, Bühne:
Wanda Golonka
Kostüme: Adriane Westerbarkey
Choreografie:
Wanda Golonka
Licht: Frank Kraus
Ton: Bernhard Klein
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Dramaturgische Mitarbeit: Alexandra zu Stolberg
Regieassistenz: Mina Salehpour
Choreographieassistenz: Katharina Wiedenhofer
Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow
Kostümassistenz: Jessica Mairbichler, Katharina Tasch
Inspizienz: Joachim Möller
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker, Kathrin Omlor
Technische Einrichtung: Andreas Kremer
Ton: Bernhard Klein, Josef Rennert
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil, Patricia Dietz, Verena Martin, Anke Scharlach, Friederike Reichel, Bernhard Springer
Requisite: Corinna Lange, Anja Becker, Alex Wetzel
Regiehospitanz: Andrea Feik
Bühnenbildhospitanz: Jana Saxler
Kostümhospitanz: Amelie Stockinger

Darsteller:
Roland Bayer, Sandra Bayrhammer, Susanne Böwe, Susanne Buchenberger, Martin Butzke, Nadja Dankers, Wilhelm Eilers, Rainer Frank, Wolfgang Gorks, Nicola Gründel, Andreas Haase, Stefko Hanushevsky, Mathias Max Herrmann, Sascha Maria Icks, Anita Iselin, Friederike Kammer, Özgür Karadeniz, Oliver Kraushaar, Ruth Marie Kröger, Christian Kuchenbuch, Felix von Manteuffel, Anne Müller, Joachim Nimtz, Julia Penner, Moritz Peters, Matthias Redlhammer, Abak Safaei-Rad, Sebastian Schindegger, Falilou Seck, Heiner Stadelmann, Bert Tischendorf, Sabine Waibel
und Aline Czaplicki, Anna Dischkow, Philip Liman, Jonas Minthe, Joshua Olivo, Mina Salehpour, Alexandra zu Stolberg, Saphir Sun, Claudia Wabnitz, Katharina Wiedenhofer, Zirkushund »Fina« und Marc Vogt mit »Socke«

Besprechung auf kulturfreak.de

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Die Stunde, da wir nichts voneinander wußten
schauspielfrankfurt
Heiner Stadelmann, Friederike Kammer und Ensemble
Foto:
Alexander Paul Englert

Etwas ganz Besonderes erwartet die Zuschauer zur letzten Premiere am schauspielfrankfurt:
In DIE STUNDE DA WIR NICHTS VONEINANDER WUSSTEN von Peter Handke wird Wanda Golonka dem Frankfurter Publikum zur Premiere am 3. Juni 2009 das Herzstück des Theaters präsentieren – sein Ensemble. Sie haben bezaubert, berührt und begeistert, verführt und verärgert, hingerissen und angegriffen: die Schauspielerinnen und Schauspieler des schauspielfrankfurt. Zum Abschluss ihrer gemeinsamen Zeit in Frankfurt am Main begegnen sich nun alle Schauspieler zum ersten und zum letzten Mal in einer einzigen Inszenierung, um sich unter anderem in dieser Form von ihrem Publikum zu verabschieden. Vor dem Auseinander-gehen erzählen sie miteinander vom Anfangen und Weitermachen, von Begegnungen im Vorübergehen, von Zu- und Abneigungen, vom Über-Leben und von Erinnerungen, die zu Übergängen in die Zukunft werden, Anstöße für Visionen und Phantasien.
DIE STUNDE DA WIR NICHTS VON EINANDER WUSSTEN zählt zu den bekanntesten Stücken Peter Handkes. Ein Platz und seine Menschen: Ohne Worte, nur durch Bewegung und unzählige Auf- und Abtritte einzelner Figuren oder Gruppen entsteht ein flüchtiger, poetischer Bilderbogen alltäglicher Szenerien und phantastischer Traumwelten. Wanda Golonka, Choreographin und seit 2001 Hausregisseurin am schauspielfrankfurt, wird das Ensemble in mehr als 350 Kostümen für diese Premiere zum Abschied farbenprächtig in Szene setzen. [© schauspielfrankfurt]


www.schauspielfrankfurt.de

Sturmfrei
Jugendstück // Uraufführung von Jochen Till

Zur Inszenierung der Landungsbrücken Frankfurt:

Premiere:
19. Juni 09
 
Regie:
Julian König
Körpertraining: Katharina Poensgen

Mit: Anja Arncken, Felix Bieske, Jonas Kern, Ramona See, Daniel Seelig, Iris Katrin Sifft u.a.
 
Nach der mehr als positiven Resonanz auf die vom Land Hessen als auch von der Stadt Frankfurt geförderten Uraufführung „Bauchlandung – Zeit auszuziehen“ im Oktober 2008, konnte erneut der Frankfurter Jugendbuchautor Jochen Till dazu gewonnen werden, einen seiner Jugendromane für die Bühne zu adaptieren.

Lea ist in Benny verliebt. Benny dafür unsterblich in Denise. Denise allerdings steht auf Nico. Nico steht aber nur auf sich selbst. Und auf Sex. Was tun? Da trifft es sich gut, das Bennys Eltern gerade für eine Woche vereisen wollen. Was tut man, wenn die Eltern außer Haus sind? Eine Party veranstalten natürlich. Auf dass die durcheinander fliegenden Herzen sich vereinen mögen. Nur, wie das Partys eben so ist, sie laufen nie so wie geplant. Besonders wenn neben den jungen Herzen auch noch das Mobiliar durch die Gegend fliegt.

„Sturmfrei“ begleitet vier Protagonisten und ihre Freunde vor und während der Party. Hoffnungen, Wünsche, Sehnsüchte aber auch so profane Dinge wie die richtige Kleider- und Getränkewahl bestimmen die individuellen Vorbereitungen. Die werden am Abend dann allerdings einem harten Realitätscheck unterzogen.
Alle Rollen werden durch junge Nachwuchs-Schauspieler im Zusammenspiel mit einem erfahrenen Regisseur erarbeitet. Die Arbeit mit den Schauspielern selbst geht über eine produktionsbezogene hinaus. Grundlagenvermittlung des Schauspielhandwerks, Körpertraining, Sprechtraining sind wichtige Elemente des Projektes, die dann zur Premiere hin konkret umgesetzt werden.
Regisseur Julian König ist ausgebildeter Schauspieler und seit mehreren Jahren als freier Regisseur tätig, unter anderem auch in der Arbeit mit Laien. Daneben gibt er freiberuflich Schauspielunterricht und leitet diverse Workshops zum Thema. Choreographin Katharina Poensgen ist ausgebildete Tänzerin aus Berlin und zeichnete bei Landungsbrücken unter anderem für die Choreographie der Produktion „Jetztseits“ verantwortlich. [© Landungsbrücken]

www.landungsbruecken.org

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