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Theater Stückeinfo: R

Die Räuber

Von:
Friedrich Schiller
Uraufführung: 13. Januar 1782 (Mannheim)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
16. Dezember 11

Inszenierung: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Sophie du Vinage
Video: Joachim Weber
Dramaturgie: David Schliesing

Besetzung:

Der alte Moor:
Michael Schlegelberger
Karl Moor: Stefan Graf
Franz Moor: André Willmund
Amalia: Pascale Pfeuti
Spiegelberg: Zlatko Maltar
Schweitzer: Tilman Rose
Razman/Pater: Felix Mühlen
Roller: Lorenz Klee
Hermann/Kosinsky: Mathias Spaan

Ich will diese böhmischen Wälder sehen! – Jan-Christoph Gockel –

„Ich will diese böhmischen Wälder sehen“, sagt Regisseur Jan-Christoph Gockel in einem Gespräch über Schillers „Räuber“. Die Wälder sind der Rückzugsort für Karl Moor und seine Räuberbande. Hier gibt es keine gesellschaftlichen Konventionen und Regeln. Die jungen Rebellen schaffen sich ihre eigenen Gesetze. „Gibt es heute noch so einen alternativen Ort, an den man flüchten könnte?“, so Gockel, „Und wie sähe der aus?“ Karl Moor ist attraktiv, führt an der Universität zu Leipzig ein wildes Studentenleben, kann sich als Erstgeborener des väterlichen Erbes sicher sein. Anders sein Bruder Franz. Er wird immer der Zweite sein, auf die Liebe des Vaters kann er nicht hoffen. Ihm bleiben nur sein kühler Intellekt und der Hass auf Bruder und Vater. Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Was der eine hat, wird der andere nie haben. Darum wird Franz der Böse sein. Systematisch entfremdet er den Bruder vom Vater, um Karls Platz einzunehmen – in der familiären Erbfolge wie auch im Herzen der Verlobten seines Bruders: Amalia. Der Plan geht auf. Vom Vater verstoßen schließt sich Karl einer Gruppe junger Rebellen an, führt sie als Hauptmann an. Der Kampf der jungen Wilden gegen Willkür und Korruption der Obrigkeit radikalisiert sich zunehmend und treibt die Bande in die Grauzone zwischen idealistischem Vorsatz und schlichter Kriminalität. Franz dagegen ernennt sich bald selbst zum Herrn über das väterliche Gut. Beide Brüder sehnen sich nach demselben Ziel: frei von den durch Tradition, Gesellschaft und Familie aufgestellten Grenzen ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wie aber kann das heute funktionieren? In Schillers „Räuber“ sind die böhmischen Wälder eine romantisierte und idealisierte Welt, die eine Alternative zur angepassten Lebensweise darstellt. Was könnten diese Wälder heute sein? Wogegen richtet sich jugendliches Rebellentum heute? Wohin kann der nach Alternativen suchende Mensch flüchten, der in einer Gesellschaft lebt, in der nur noch von „Alternativlosigkeit“ gesprochen wird? Und wie könnte diese andere Weltordnung aussehen: Wie definiert man in ihr Recht und Pflicht? Schon immer galten Schillers „Räuber“ als ein Manifest für eine aufbegehrende junge Generation, als Angriff auf die bestehende Gesellschaft, die subversiv ins Chaos gestürzt werden sollte. Es erzeugt aber auch ein explosives Gemisch aus Idealismus und Mordlust, das Fragen aufwirft. In einer bis dahin noch nie gesehenen Intensität lässt Schiller seine Figuren leben, lieben, kämpfen, sterben und stellt dabei die Frage nach den Grenzen menschlicher Radikalität so direkt wie kaum ein Anderer. Jan-Christoph Gockel will für seine Inszenierung den Fokus auf die Räuberbande legen: Was ist das „Räuberhafte“ an ihnen, was deren Energie? Wie kann sie sein: die alternative Lebenswelt, und wann bricht das romantisierte Räubergemälde auseinander, kippt das Ideal und wird reines Verbrechen?

Jan-Christoph Gockel (*1982) studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt sowie Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. 2007/2008 inszenierte er die halbjährige Uraufführungswerkstatt „Deutschlandsaga“ an der Schaubühne Berlin. Seit 2009 arbeitet er als freischaffender Regisseur in Berlin, Wien, Osnabrück, Oldenburg und Jena. Er zeigte Arbeiten beim Osnabrücker Spieltriebe-3-festival und am Schauspielhaus Wien. Seine „PSYCHIATRIE!-Performance", die er in Wien inszenierte, wurde für den Nestroy-Spezialpreis 2010 am Burgtheater nominiert.
Am Staatstheater Mainz stellte er sich erstmals vor mit der Komödie „Kunst“ von Yasmina Reza und inszenierte in der letzten Spielzeit die Uraufführung von Daniel Mezgers „Balkanmusik", welche auch zu den Autorentheatertagen ans Deutsche Theater in Berlin eingeladen wurde. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
16. September 11

Regie: Enrico Lübbe
Regiemitarbeit: Torsten Buß
Bühne: Henrik Ahr
Kostüme: Sabine Blickenstorfer
Musik: Bert Wrede
Einstudierung Chor: Jürgen Lehmann
Licht: Johannes Richter
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Amalia: Sandra Gerling
Karl Moor: Marc Oliver Schulze
Franz Moor: Sascha Nathan
Maximilian von Moor: Felix von Manteuffel
Spiegelberg: Michael Benthin
Roller: Christoph Pütthoff
Schufterle: Christian Bo Salle
Razmann: Sébastien Jacobi
Schweizer: Viktor Tremmel
Kosinski: Moritz Pliquet
Hermann: Till Weinheimer
Daniel / Ein Pater: Ulrich Beseler

Besprechung auf kulturfreak.de

Die Räuber
Schauspiel Frankfurt
Franz Moor (Sascha Nathan), Razmann (Sébastien Jacobi)
© Birgit Hupfeld

Ein Engel und ein Teufel, Karl und Franz, ein Racheengel von – zugegeben – eigenen Gnaden und ein abgrundtiefer Zyniker, der zuerst den Himmel leer räumt, dann seine Familie zerstört, worauf sein Bruder in die Wälder zieht, eine Bande gründet, Städte und Herzen in Brand steckt. Das sind die zwei Ungeheuer, die der junge Schiller – »mit der wirklichen Welt noch unbekannt« – vom Grunde seiner Seele schöpft. Ein deutsches Psychogramm. Nach viel beachteten Stationen in Leipzig, Stuttgart, Köln und München arbeitet Enrico Lübbe, Schauspielchef in Chemnitz, zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt. [© Schauspiel Frankfurt]

Im Anschluss an die Premiere wird zur großen Eröffnungsparty in die Panorama Bar eingeladen. Bei freiem Eintritt wird ab 23.30 Uhr mit den DJs Boris (Ostgut Ton, Berghain Resident) und Manuel Raven (Robert Johnson Resident) der Start in die neue Spielzeit gefeiert.

Regieteam
Enrico Lübbe (Regie)
1975 in Schwerin geboren. Von 1993 bis 1999 studiert er Kommunikations-, Medien- und Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und arbeitet von 1998 bis 1999 als Regieassistent am Schauspiel Leipzig, wo er ab 2000 fester Hausregisseur ist. Als freier Regisseur arbeitet er am Schauspiel Köln, dem Staatstheater Stuttgart, dem Schauspiel Magdeburg, am Staatstheater Nürnberg sowie am Residenztheater in München. Seit der Spielzeit 2008 / 2009 ist Enrico Lübbe Schauspieldirektor in Chemnitz. Unter seiner Leitung wurde das Schauspiel Chemnitz mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit Einladungen zu den Mülheimer Theatertagen, dem Berliner Theatertreffen der Jugend und der Nominierung zum »Theater des Jahres«. Seit 2000 kontinuierliche Zusammenarbeit mit seinem Regiemitarbeiter und Dramaturgen Torsten Buß, dem Musiker Bert Wrede und den Ausstattern Sabine Blickenstorfer, Bianca Deigner, Henrik Ahr, Hugo Gretler und Etienne Pluss.

Torsten Buß (Regiemitarbeit)
1977 in Bremen geboren. Von 1997 bis 2005 Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Leipzig. Am Schauspiel Chemnitz seit der Spielzeit 2008 / 09. Mit Enrico Lübbe arbeitet er unter anderem an Werken von Tennessee Williams, Ödön von Horváth, Jon Fosse, Werner Schwab, Simon Stephens u.a. am Schauspiel Leipzig, am Theater Magdeburg, am Staatstheater Stuttgart, an den Bühnen der Stadt Köln, am Staatstheater Nürnberg sowie zuletzt am Bayerischen Staatsschauspiel München. In der Spielzeit 2011 / 2012 folgen »Die Räuber« am Schauspiel Frankfurt sowie Bellinis »Norma« an der Oper Dortmund. Torsten Buß ist Leitender Schauspieldramaturg am Theater Chemnitz.

Henrik Ahr (Bühne)
in Bensberg geboren und in Gelnhausen aufgewachsen, war nach einer Ausbildung zum Koch als freier Künstler tätig und studierte Architektur in Leipzig, seit 2010 ist er Professor und Leiter der Abteilung Bühnengestaltung an der Universität Mozarteum in Salzburg. Erste Bühnenbilder entwarf er 2000 für die Neue Szene in Leipzig und 2001 am Theaterhaus Jena für Chuck Palahniuks »Fight Club«. Schnitzlers »Liebelei« im Jahr 2002 am Thalia Theater in Hamburg wird zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Es folgten 2003 Hauptmanns »Einsame Menschen« am Deutschen Theater Berlin, 2005 »Rigoletto« von Giuseppe Verdi an der Oper Basel, 2006 »Rose Bernd« von Gerhard Hauptmann, 2007 »Herr Puntila und sein Knecht Matti« von Bertolt Brecht am Thalia Theater in Hamburg, 2007 »Winterreise« von Franz Schubert am Deutschen Theater Berlin und 2008 »Hamlet« von Shakespeare am Thalia Theater Hamburg, alle in Zusammenarbeit mit Michael Thalheimer. Mit dem Regisseur Christof Loy arbeitete er 2008 am Theater an der Wien (Richard Strauss’ »Intermezzo«), 2009 an der Bayerischen Staatsoper (»Lucrezia Borgia« von Gaetano Donizetti) sowie 2009 / 10 am Schauspielhaus Zürich (»Der Tausch« von Paul Claudel) zusammen. Weitere Bühnenbildprojekte waren 2010 die UA »Die Schneekönigin« von Pierangelo Valtinoni an der Komischen Oper Berlin, Arthur Schnitzlers »Der einsame Weg« mit dem Regisseur Christian Petzold und von Karl Schönherr »Der Weibsteufel« unter der Regie von Mateja Koljeznik am Drama Ljubljana. »Die Räuber« von Friedrich Schiller sind nach Horváths »Glaube Liebe Hoffnung« und Georg Büchners »Woyzeck« (alle am Schauspiel Chemnitz) die dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Enrico Lübbe und sein erstes Bühnenbild am Schauspiel Frankfurt.

Sabine Blickenstorfer (Kostüm)
Sabine Blickenstorfer stammt aus Zürich. Sie studierte von 1990 bis 1993 Modedesign in Basel und wurde dort 1999 Preisträgerin des Eidgenössischen Wettbewerbs für Gestaltung. Es folgten Assistenzen u.a. am Schillertheater Berlin, am Berliner Ensemble, am Burgtheater Wien und am Opernhaus Zürich. Seit 1997 ist Sabine Blickenstorfer als freie Kostümbildnerin im Schauspiel und in der Oper tätig. Sie arbeitet regelmäßig mit Regisseuren wie Enrico Lübbe, Lorenzo Fioroni, Markus Bothe, Corinna von Rad und Alexander von Pfeil. Ihre Arbeiten führen sie u.a. an die Deutsche Oper und die Staatsoper Berlin, die Schauspielhäuser Frankfurt am Main, Düsseldorf, Mannheim, Leipzig und Chemnitz sowie die Staatstheater Stuttgart und Basel.

Bert Wrede (Musik)
geboren 1961 in Potsdam, studierte Musik an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. Als freier Musiker veröffentlichte er zahlreiche CDs, gastierte auf internationalen Festivals und arbeitete mit Musikern wie Phil Minton, Elliot Sharp, Friedrich Schenker. 1997 erhielt er ein Kompositionsstipendium der Akademie der Künste Berlin, 1998 eines für New York. Als Bühnenmusiker arbeitet er regelmäßig mit Michael Thalheimer, Martin Kušej, Andrea Breth, Dimiter Gotscheff, Wilfried Minks und Enrico Lübbe. 2002 erhielt er den österreichischen Nestroy-Preis, 2006 den Deutschen Filmpreis für die Musik zu »Knallhart« von Detlev Buck.

[© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere:
18. Juni 2010

Regie: Harald Demmer
Bühne: Oliver Kostecka
Kostüme: Marion Hauer
Bühnenmusik: Dennis Scheider
Regieassistenz: Christian H. Voss
Regiehospitanz: Cecilia Knodt

Besetzung:

Maximilian Moor:
Harald Heinz
Karl Moor: Christian Higer
Franz Moor: Michael Kamp
Amalia: Anja Schiffel
Spiegelberg: Michael Klein
Roller: Dennis Laubenthal
Schufterle: Arne Obermeyer
Pater: Heinz Harth
Hermann, Bastard von einem Edelmann: Cyrus Rahbar
Anna, Dienerin des Grafen von Moor: Bernadette Süthold
Schweizer: Jens Wachholz’
Nebenpersonen: Cecilia Knodt, N.N.

Genial, die Geschichte vom bösen und vom guten Bruder: Intrigant, gierig und machtbewusst der eine, ein sittlich fragwürdiger Räuberhauptmann der andere und dazwischen steht verloren die Liebe zu dem edlen Mädchen Amalia. Der Reiz der Macht, die Lust an der Gefahr eines Lebens außerhalb der Normen, der Wunsch nach „Freiheit“ – Schillers Themen beschäftigen jede Generation.

www.kultur-bad-vilbel.de
Burgfestspiele Bad Vibel 2010

Der Raub der Sabinerinnen
Schwank in vier Akten

Von: Franz und Paul von Schönthan
Enstanden: 1884

Zur Inszenierung der Komödie am Kurfürstendamm:
In der Bearbeitung von Curt Goetz

Premiere: 9. Dezember 11
bis 31. Dezember 11

Regie: Katharina Thalbach
Bühne: Mike Hahne
Kostüm: Jenny Schall

Mit: Katharina Thalbach, Markus Völlenklee, Andreja Schneider, Anna Thalbach, Richard Barenberg, Nadine Schori/Sonja Hilberger, Siegfried Kadow, Swantje Henke und Tobias Schulze

Der Raub der Sabinerinnen
Komödie am Kurfürstendamm
Theaterdirektor Striese (Katharina Thalbach) versucht sich Zutritt zu Herrn Gollwitz zu verschaffen,
muss dafür jedoch erst an Dienstmädchen Rosa (Swantje Henke) vorbei.

© Joachim Hiltmann

 „Ich hoffe, dass ich den Striese bis an mein Lebensende machen kann, ich will damit noch auf Tour gehen. Schließlich gehört das zu Striese“, hat Katharina Thalbach vor einiger Zeit in einem Interview der Berliner Morgenpost verraten und nimmt damit Bezug auf ihre Rolle des Theaterdirektors Striese in „Der Raub der Sabinerinnen“. Striese ist ein Mann, ganz nach Thalbachs Geschmack. Er brennt für seine Kunst, auch wenn sie nur „Schmiere“ ist und ist ein glühender Verteidiger des Metiers, denn: „Eine Schmiere Herr Doktor, das ist ein Platz, ein Plätzchen, wo auf wenigen Quadratmetern mehr Hingebung verlangt und gegeben wird als Sie es sich in Ihrem bürgerlichen Hochmut überhaupt vorstellen können. Ja, wir ziehen von einem Ort zum anderen. Nicht alle schaffen es, ans Hoftheater zu kommen. Aber wenn es einer geschafft hat und er erzählt dann später seinen Enkelkindern aus seinem Theaterleben, dann erzählt er ihnen was von den Jahren an der Schmiere. Und seine Augen fangen an zu leuchten.“ Der ganze Monolog ist eine einzige Liebeserklärung an eine Theaterform, das einfache „Schmierentheater“. Geschrieben hat diese Passage der geniale Curt Goetz, der das Stück der Gebrüder Schönthan bearbeitet und die Rolle des Theaterdirektors 1955 am Renaissance Theater selbst übernommen hat.
Viele große Schauspieler haben diesen Monolog gesprochen: u. a. Gustav Knuth in der Verfilmung von 1954, später Willy Millowitsch.

In der Komödie am Kurfürstendamm verpasst Katharina Thalbach dem Direktor eine kugelrunde Figur. Doch diese Rolle allein reicht ihr nicht. Sie spielt gleich auch noch die im weiteren Verlauf des Monologs viel gepriesene Frau des Direktors.
Nach der Premiere im Mai diesen Jahres urteilte die Presse: „Diese kleine große Frau (Katharina Thalbach), sie ist der Dreh- und Angelpunkt des Abends, die Sprengmeisterin eines großen Gagfeuerwerks“ und die Berliner Zeitung befand: „Welch ein Triumph!“. Der Berliner Theaterclub zeichnet die Schauspielerin für ihre Leistung in dem Stück mit dem Publikumspreis „Goldener Vorhang“ aus.

Die Inszenierung
Thalbach inszenierte den 1884 entstandenen Schwank bereits 2003 am Volkstheater Rostock, 2006 nahm das Potsdamer Hans Otto Theater die Inszenierung auf den Spielplan. Nun kommt es - in neuer Besetzung - in die Komödie am Kurfürstendamm.
Neben Katharina Thalbach steht auch Anna Thalbach auf der Bühne. Sie spielt Paula Gollwitz, die Tochter des Gymnasialprofessors (Markus Völlenklee), der sich von Striese hat überreden lassen, ihm ein Stück, das er in seiner Jugend geschrieben hat, zur Aufführung zu überlassen. Andreja Schneider steht als dessen Ehefrau, die auf keinen Fall wissen soll, dass ihr Mann diese Jugendsünde begangen hat, auf der Bühne.

In weiteren Rollen sind Richard Barenberg, Nadine Schori/Sonja Hilberger, Siegfried Kadow, Swantje Henke und Tobias Schulze zu sehen.

Regisseurin
Herr und Frau Striese
Katharina Thalbach
… begann ihre Bühnenlaufbahn mit 13 Jahren als Meisterschülerin von Helene Weigel am Berliner Ensemble und spielte dort bald in „Die Dreigroschenoper“. Anfang der 70er Jahre wechselte sie an die Berliner Volksbühne, ab 1976 – nach ihrer Ausreise aus der DDR – spielte sie u. a. am Schiller Theater Berlin, den Städtischen Bühnen Köln, dem Schauspielhaus Zürich und dem Théâtre de Chaillot, Paris (als Mutter Courage, Regie: Jérome Savary).
Einem breiten Publikum wurde sie schon früh durch ihre Mitwirkung in namhaften Filmproduktionen („Lotte in Weimar“, „Die Blechtrommel“, „Engel aus Eisen“, „Domino“) bekannt. Ihr Regiedebüt gab sie 1987 mit Shakespeares „Macbeth“ an der Werkstatt des Schiller Theaters; viele Regiearbeiten folgten seitdem, u. a. am Thalia Theater Hamburg „Mann ist Mann“ und „Die Dreigroschenoper“, am Berliner Schiller Theater u. a. „Minna von Barnhelm“, „Romeo und Julia“ und „Wie es euch gefällt“, am Maxim Gorki Theater Berlin u. a. „Der Hauptmann von Köpenick“, „Don Juan“ und „Romeo und Julia“, an der Deutschen Oper Berlin „Das schlaue Füchslein“ von Leos Janácek und „Der Barbier von Sevilla“ von Rossini, an der Oper Köln „Salome“ von Richard Strauss. 2010 inszenierte sie im Teãtro Sao Carlo in Lissabon „Die Fledermaus“. Erst Anfang des Jahres hatte ihre Regiearbeit „Cyrano de Bergerac“, in der Armin Rohde die Titelrolle spielt, Premiere am Schauspielhaus Bochum. Im März fand die Premiere ihrer Inszenierung von „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ an der Oper Köln statt. Mit dem dortigen Intendanten Uwe Eric Laufenberg arbeitet sie schon seit vielen Jahren zusammen. Unter seiner Regie war sie am Maxim Gorki Theater Berlin u. a. als Frau John in Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“ und als Shen Te/ Shui Ta in Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ zu sehen. 2006 stand Katharina Thalbach in seiner Inszenierung von Theodor Fontanes „Frau Jenny Treibel“ im Hans Otto Theater Potsdam in der Titelrolle auf der Bühne. 2008 und 2009 trat sie u. a. mit Andreja Schneider in „Zwei auf einer Bank“ in der Bar jeder Vernunft auf. Katharina Thalbach wirkte außerdem in vielen Kinofilmen mit, u. a. in „Strajk – Heldin wider Willen“ (2005) unter der Regie von Volker Schlöndorff. Die Figur der couragierten polnischen Kranführerin Agnieszka lehnt sich an die Biografie der Solidarnosc-Mitbegründerin Anna Walentynowisz an. Außerdem spielte Thalbach 2007 im Kinderfilm „Hände weg von Mississippi“ unter der Regie von Detlev Buck mit sowie in Bernd Böhlichs „Du bist nicht allein“. 2008 stand sie noch einmal unter der Regie von Bernd Böhlich für „Der Mond und andere Liebhaber“ vor der Kamera.

Mit der Oscar Wilde-Inszenierung „Ernst – und seine tiefere Bedeutung“ war Katharina Thalbach 2006 erstmals zu Gast in der Komödie am Kurfürstendamm, 2009 folgte Shakespeares „Wie es euch gefällt“.

Paula Gollwitz
Anna Thalbach
Schon bei „Ernst – und seine tiefere Bedeutung“ und „Wie es euch gefällt“ stand Anna Thalbach auf der Bühne der Komödie am Kurfürstendamm. Jetzt ist sie wieder dabei und übernimmt die Rolle der Paula Gollwitz.
2008 war sie in vier Kinofilmen zu sehen: im Drama „Darum“, im Kinofilm „Esperanza“ sowie in der Romanverfilmung von Otfried Preußlers „Krabat“ und in Uli Edels „Der Baader Meinhof Komplex“.
2009 bekam sie den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin für ihre Lesung des Romans „Paint it Black“, in diesem Jahr wurde sie mit dem Hörspiel- und Hörbuchpreis OHRKANUS für ihre Interpretation der Lisbeth Salander in Stieg Larssons „Verblendung“ und „Verdammnis“ ausgezeichnet. 2010 war sie in Paul Ribikers Film „Sommervögel“ zu sehen und wurde von David Cronenberg für „A Dangerous Method“ verpflichtet.

Friederike Gollwitz
Andreja Schneider
… ist Gründungsmitglied der Geschwister Pfister – ihre Bühnenfigur Fräulein Schneider ist bereits legendär. Gemeinsam mit Katharina Thalbach trat Andreja Schneider in der Bar jeder Vernunft in „Zwei auf einer Bank“ auf. Am Kurfürstendamm war sie in „Ernst – und seine tiefere Bedeutung“ und „Wie es euch gefällt“ zu sehen.
Sie ist regelmäßiger Gast in der WDR-Kultserie „Der Popolski-Show“. 2011 steht sie an der Oper Köln in „Die Czárdásfürstin“ auf der Bühne. [© Komödie am Kurfürstendamm]

www.komoedie-berlin.de

Red Light Red Heat – Eine Überbelichtungsmenagerie
Projekt von Pedro Martins Beja am Schauspiel Frankfurt

Premiere: 10. Januar 12
Voraufführung: 9. Januar 12

Regie: Pedro Martins Beja
Text / Video: Paul Wiersbinski
Bühne / Kostüme: David Gonter
Musik: Katharina Kellermann
Dramaturgie: Johanna Vater

Mit Henriette Blumenau; Pedro Martins Beja, Benedikt Greiner, Sébastien Jacobi u.a.

Besprechung auf kulturfreak.de

RedLightHeat_SPFFM_1©BirgitHupfeld
Red Light Red Heat – Eine Überbelichtungsmenagerie
Schauspiel Frankfurt
Sébastien Jacobi, Bambi Lovedoll
© Birgit Hupfeld

Frankfurt in einer nicht allzu fernen Zukunft: In einer volldigitalisierten Welt liegt zwischen den gläsernen Fassaden der datenspeichernden Hochhäuser das Bahnhofsviertel als letzte Bastion des gelebten körperlichen Exzesses. Ein Freizeitpark, in dem sich noch einmal die sinnlichen Wünsche und physischen Sehnsüchte einer längst vergangenen Zeit erleben lassen. Denn hier ist die Stimmung schwül und das Licht rot. Leuchtet, Mädchen, leuchtet! Pedro Martins Bejas erste Arbeit in Frankfurt beginnt mit einem Rundgang durch das Frankfurter Bahnhofsviertel. [© Schauspiel Frankfurt]

Treffpunkt: Kassenfoyer am Willy-Brandt-Platz, jeweils 19 Uhr

www.schauspielfrankfurt.de

Reise!Reiser!
Eine Reise durch den Roman »Anton Reiser« von Karl Philipp Moritz mit Liedern von Rio Reiser und Ton Steine Scherben. Ein Projekt von Sébastien Jacobi

Uraufführung: 7. Oktober 11 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
7. Oktober 11 (Uraufführung; Box)

Mit: Sandra Gerling; Sébastien Jacobi, Christoph Iacono


Wohin kann die Reise heute gehen: Das Unsichtbare Komitee prophezeit den kommenden Aufstand. Der Humanismus sucht nach den Regeln für den Menschenpark. Eine erschöpfte, totalmobilisierte Selbstverwirklichungsgesellschaft steuert einem Infarkt entgegen. Anton Reiser und Rio Reiser verbindet eine verzweifelte Suche nach Liebe, der Kampf um Träume – ein radikaler Gegenentwurf zu den Idealen ihrer Zeit. [© Schauspiel Frankfurt]

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Reiz und Schmerz (The Pain and the Itch)

Von: Bruce Norris

Uraufführung:
30. Juni 2005 (Chicago, USA; Steppenwolf Theatre)
Deutsch: Barbara Christ
Deutschsprachige Erstaufführung: 19. September 2008 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
19. September 08 (Deutschsprachige Erstaufführung)

Inszenierung: Matthias Fontheim  
Bühne und Kostüme: Susanne Maier-Staufen    
Beleuchtung: Stefan Bauer  
Dramaturgie: Marie Rötzer    
Regie-Assistenz: Ellen Waniek    
Ausstattungs-Assistenz: Sandra Li Maennel Saavedra
Inspizienz: Anna Grabusinski    
Souffleuse: Heidi Pohl

Besetzung:
Mr. Hadid:
Morteza Mojtahedy
Clay: Florian Hänsel
Kelly: Julia Kreusch
Kayla: Julia Bremke /Anna Rohenkohl-Usela
Cash: Stefan Walz
Kalina: Johanna Paliatsou
Carol: Monika Dortschy

www.staatstheater-mainz.de

Remake Rosemarie
Ein Projekt von:
Bernhard Mikeska für je einen Beobachter
Text: Lothar Kittstein
Uraufführung: 16. Dezember 2009 (Schauspiel Frankfurt, Bockenheimer Depot)

Zur Produktion am Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
16. Dezember 09 (Bockenheimer Depot; Uraufführung)
Weitere Vorstellungen im Dezember 09: 17. / 18. / 19. / 20. / 22. / 28. Dezember
Vorstellungen nur im Dezember!

Regie: Bernhard Mikeska
Raum: Evi Wiedemann
Kostüme: Almut Eppinger
Sounddesign: Knut Jensen
Dramaturgie: Alexandra Althoff
Künstlerische Mitarbeit: Andreas Regelsberger

Besetzung:
Rosemarie Nitribit:
Valery Tscheplanowa
Heinz Pohlmann: Thomas Huber
Harald von Bohlen und Halbach: Martin Rentzsch
Erna Krüger: Esther Hausmann
Rudi Endler: Thomas Schmidt
Rosemaries Stimme: Yevgenia Korolov

Sie ist Deutschlands berühmteste Prostituierte: Rosemarie Nitribitt. Ein Name, der nach Sprengstoff klingt. Und tatsächlich provozierte er im Nachkriegsdeutschland der Fünfziger Jahre heftige Detonationen, die für einen Sprung in der rosafarbenen Wirtschaftswunderbrille sorgten.
Alle zehn Minuten startet je ein Zuschauer in eine szenische Installation. Man gelangt in das Labyrinth des Lebens von Rosemarie Nitribitt. Ihre Erinnerung ist in intimen Situationen eingefangen, hier verschieben sich die Grenzen von Traum und Wirklichkeit, Ursache und Wirkung. Ausgehend von recherchiertem Material entwirft Regisseur Bernhard Mikeska ein subjektives und widersprüchliches Bild von Rosemarie Nitribitt, die am 1. November 1957 tot in ihrer Wohnung in Frankfurt am Main in der Stiftstraße 36 aufgefunden wurde. Der Mord konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.
Für den Vorstellungsbesuch gelten besondere Regeln. Zwischen 18 und 22 Uhr startet alle 10 Minuten je ein Zuschauer in eine szenische Installation. Die Spieldauer für jeden Zuschauer ist 55 Minuten. Beim Kauf einer Karte entscheidet man sich definitiv für eine bestimmte Uhrzeit.

Bernhard Mikeska (Konzept und Regie) geboren in München. Physik-Studium und Promotion in theoretischer Physik über komplexe Systeme in Heidelberg und Hamburg. Nach Regieassistenzen am Schauspielhaus Hamburg unter der Intendanz Frank Baumbauers seit 2000 Arbeit als freischaffender Regisseur, u. a. am Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Theater Hebbel am Ufer Berlin, Stadttheater Bern. Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste. Als Regisseur und Produzent Mitbegründer der deutsch-schweizer Compagnie mikeska:plus:blendwerk. Seine Produktion »Rashomon::TRUTH LIES NEXT DOOR« (2006) wurde zum Festival Impulse, zu den Autorentheatertagen des Thalia Theaters Hamburg (2009) sowie zu Festivals nach Krakau und Teheran eingeladen. mikeska:plus:blendwerks letzte Zürcher Arbeit ist »MARIENBAD::coming soon« (2009) nach dem Film »Letztes Jahr in Marienbad« von Alain Resnais.

Lothar Kittstein (Text) geboren 1970 in Trier, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Hannover und Bonn. Nach seiner Promotion arbeitete er als Headhunter bei einer kleinen Unternehmensberatung. 2005 bis 2007 war Lothar Kittstein als Dramaturg am Schauspiel Köln tätig. Mit dem dramatischen Schreiben begann er 2003. Im Juni 2005 wurde sein Stück »In einer mondhellen Winternacht« zu den Autorentheatertagen des Thalia Theaters eingeladen, im September 2005 fand die Uraufführung von »Spargelzeit« am Theater Osnabrück statt. Lothar Kittstein nahm im Oktober 2006 an den Autoren-Werkstatttagen am Burgtheater in Wien teil. Für die Kurzgeschichte »Norwegen« bekam er den Würth-Literaturpreis 2006 verliehen. In Zusammenarbeit mit dem fringe ensemble entstanden die Stücke »Letzte Tage« (2007) und »Hotel Kairo« (2008). Für das Theater Trier schrieb Lothar Kittstein das Auftragswerk »Tokio« (2008). Derzeit arbeitet er an »Haus des Friedens«, einem Auftragswerk für das Theater Bonn.

Evi Wiedemann (Bühne) studierte Szenographie bei Bernhard Kleber und Erich Wonder an der Kunstakademie Wien. Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Bühnenbildnerin für Oper und Schauspiel u. a. am Stadttheater Bern, am Staatstheater Saarbrücken, am Theater Oberhausen und am Theater Osnabrück. Sie entwarf das Bühnenbild für »Ubu Rex« am Teatro Colon in Buenos Aires in der Regie von Georges Delnon sowie den Raum für »Ruhe1«, ein Hörspiel im Raum von Paul Plamper im Museum Ludwig Köln, ausgezeichnet mit dem Preis der Kriegsblinden 2009. Evi Wiedemann realisierte eine theatrale Installation im Pergamonmuseum Berlin anlässlich der Ausstellung »Die Rückkehr der Götter« (2009).

Almut Eppinger (Kostüm) studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunstakademie Stuttgart bei Jürgen Rose. Im Anschluss Assistenzen und Auslandsaufenthalte. Seit 1997 freie Kostümbildnerin. Von 1999 bis 2007 hatte sie ein festes Engagement an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, dort Zusammenarbeit mit Thomas Ostermeier, Falk Richter und James McDonald. Seit 2008 wieder freiberuflich. Almut Eppinger arbeitet für Theater und Film und ist außerdem für Videoproduktionen bildender Künstler tätig, u. a. Julian Rosefeld.

Knut Jensen (Sound Design) studierte Querflöte an der Musikakademie Basel. Neben seiner Ausbildung arbeitete er mehrere Jahre als Tontechniker für verschiedene Theater, bevor er sich 1990 als Komponist, Sounddesigner, Musiker und Produzent selbstständig machte und in der Folge seine Firma »Knut Jensen Sound Design« gründete. Knut Jensen begann seine Karriere als Theatermusiker und komponierte Musik für Theater in Basel, Zürich, Berlin, Bochum und Dortmund. Seit 1991 verfolgt er mit »Knut & Silvy« ein eigenes Bandprojekt, das mehrere preisgekrönte CDs und Musikvideos herausbrachte. Als Komponist und Sounddesigner vertonte er u. a. Kunstvideos, Dokumentar- und Kurzspielfilme. Knut Jensen war bis Sommer 2008 Professor für Audiovisuelle Gestaltung an der Hochschule der Künste in Bern. Zusammen mit Bernhard Mikeska realisierte er 2009 bereits »MARIENBAD::coming soon«. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Richard III
Historisches Drama in 5 Akten

Von: William Shakespeare
Entstehung: ca. 1592/93
Erste Auffühungen in Deutschland: 1680

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere:
20. Februar 10

Inszenierung: Christoph Mehler
Bühne: Nehle Balkhausen
Kostüme: Anne Hölzinger
Dramaturgie: Katrin Breschke

Besetzung:
Gloster, später Richard III.:
Julia Bartolome
Buckingham: Pius Maria Cüppers
Lady Anne: Rebecca Kirchmann
Königin Elisabeth: Tanja Kübler
Königin Margaret: Jutta Richter-Haaser
Herzogin von York: Elke Wollmann
Hastings: Rolf Kindermann
Stanley: Stefan Lorch
Catesby: Gunter Heun
Rivers: Thomas L. Dietz
Dorset/Tyrell/Richmond: Felix Axel Preißler
König Edward/Bürgermeister/Dritter Bote: Jochen Kuhl
Clarence/Erster Bote: Hartmut Neuber

Statisterie Staatstheater Nürnberg (Prinz von Wales und Richard von York)

www.staatstheater-nuenrberg.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
In der Übersetzung von:
Elisabeth Plessen

Premiere: 3. Februar 10 (Großes Haus)

Inszenierung und Raum: Matthias Fontheim
Raumrealisation: Michael Rütz
Kostüme: Marc Thurow
Dramaturgie: Marie Rötzer

Richard: Katharina Knap
Clarence / König Edward / Tyrell / Bote / Richmond: Tim Breyvogel
Hastings / später der Geist von Hastings / Mörder / Bote: Stefan Walz
Lady Anne / später der Geist von Lady Anne: Lisa Mies
Prinz Edward / Bote: NN
Elisabeth: Nicole Kersten
Buckingham, später der Geist von Buckingham: Lukas Piloty
Lord Grey, später der Geist von Lord Grey / Catesby: Lorenz Klee
Lord Rivers / später der Geist von Lord Rivers / Bote /Amtschreiber: Marcus Mislin
Margaret / Mörder / Bote: Monika Dortschy


Richard, Herzog von Gloucester, ist gewillt, „ein Bösewicht zu werden“. Sein Ziel ist die Königskrone. Jenseits aller politischen Moral beginnt er ein skrupelloses und blutiges Intrigenspiel. Die ersten Opfer: seine Brüder Georg, Herzog von Clarence, und der regierende König Eduard IV. Nach dem Tod des Königs hält Richard um die Hand von dessen Witwe an, um sie später, ebenso wie die beiden jungen Kronprinzen, seine Neffen, ermorden zu lassen. Und sie bleiben nicht die letzten Opfer seiner Machtgier – bis sich die Frauen trotz unterschiedlicher politischer Interessen zu einer Gegenkraft verbinden, die Richard beseitigt und dem Blutbad ein Ende setzen kann. So wird ihm endlich blutig entrissen, was er blutig erlangte. „Richard III.“ ist ein Polit- Thriller, der gnadenlos die Triebhaftigkeit menschlicher Machtkämpfe bloßlegt. Richard selbst ist eine der faszinierendsten Gestalten der Weltliteratur: Kalte Intelligenz, rhetorische Brillanz und virtuose Verstellungskünste zeichnen ihn aus. Meisterhaft intrigiert, manipuliert, korrumpiert er. Zugleich aber ist Richard ein romantischer Utopist: Da ihm die Liebe verwehrt geblieben ist, schwört er der Menschenliebe ab und beschließt, auf den Trümmern der alten Ordnung eine neue, liebesfähige Gesellschaft zu schaffen, an deren Spitze er sich als König setzen will.

William Shakespeare (1564–1616) gilt als der erfolgreichste Bühnenautor seiner Zeit und war Teilhaber am Globe Theatre. Kein anderer Dramatiker hat das europäische Theater so nachhaltig beeinflusst wie Shakespeare. Seine Dramen sind nach wie vor von ungebrochener Aktualität.

Matthias Fontheim arbeitete als freier Regisseur u. a. an den Theatern in Freiburg, Kassel, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und Schauspielhaus Zürich. Am niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover war er als Regisseur und Leitungsmitglied engagiert, anschließend am Bayerischen Staatsschauspiel, München. 2000 / 2001 übernahm er die Intendanz des Schauspielhauses Graz. Seit der Spielzeit 2006 / 2007 ist Matthias Fontheim Intendant des Staatstheaters Mainz. In der Spielzeit 2008 / 2009 inszenierte er u. a. „Andorra“ am Schauspielhaus Zürich sowie die Deutschsprachige Erstaufführung „Reiz und Schmerz“ von Bruce Norris und „Die Möwe“ von Anton Tschechow am Staatstheater Mainz. Am 18. Juni kommt zudem seine Inszenierung von Simon Stephens‘ „Marine Parade“ zur deutschsprachigen Erstaufführung. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Romeo und Julia (Romeo and Juliet)
Drama in 5 Akten

Von: William Shakespeare
Uraufführung: 1595/96 (London)
Deutsche Erstaufführung: 1604 (Nördlingen)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
5. Juni 10 (Kammerspiele)

Regie: Bettina Bruinier
Bühne: Volker Thiele
Kostüme: Mareile Krettek
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Mit: Heidi Ecks, Sandra Gerling, Esther Hausmann, Torben Kessler, Felix von Manteuffel, Mathis Reinhardt, Christian Bo Salle, Marc Oliver Schulze, Viktor Tremmel & Till Weinheimer

Romeo und Julia
Schauspiel Frankfurt, Regie: Bettina Brunier
©
Alexander Paul Englert

Wie wird Hass zu Liebe, Liebe zu Hass? Die beiden veronesischen Familien der Montagues und Capulets sind schon so lange verfeindet, dass ihr Hass wie ein Naturgesetz wirkt. So vergeht kein Tag, an dem die beiden Clans sich in den Straßen keine blutige Auseinandersetzung liefern. Als aber die Capulets zur Verlobung ihrer Tochter einen glamourösen Maskenball geben, ist auch der junge Montague unter den Gästen: Romeo. Er sucht Zerstreuung, weil ihn seine große Liebe, Rosalinde, nicht erhört. Die vierzehnjährige Julia Capulet ist ebenfalls verstimmt. Der Mann, den ihr der Vater zum Bräutigam bestimmt hat, ist einfach nicht ihr Typ. Aber dann trifft Julia Romeo, für einen Augenblick bleibt alles stehen, und die Welt sieht wie ein wunderbarer Ort aus. Wer Abwechslung zur Fußballweltmeisterschaft sucht, wer sich nach Leidenschaft und romantischen Gefühlen sehnt, der sollte William Shakespeares unsterbliche Liebende nicht verpassen. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
26. September 09

Inszenierung: Tilman Gersch
Bühne und Kostüme: Miriam Grimm
Musik: Fred Kerkmann
Drammaturgie: Carola Hannusch

Mit:
Romeo: Michael von Burg
Julia: Friederike Ott
Bruder Lorenzo: Jörg Zirnstein
Mercutio: Michael Birnbaum
Benvolio: Michael von Bennigsen
Tybalt: Lars Wellings
Capulet: Jürg Wisbach
Lady Capulet: Susanne Bard
Montague: Benjamin Krämer-Jenster
Graf Paris: Florian Thunemann
Amme: Doreen Nixdorf
Peter: Tobias Randel

Romeo, Sohn des Montague, verliebt sich in Julia, Tochter des Erzfeindes Capulet. Es ist Liebe auf den ersten Blick – und schon ein Blick zuviel. Denn zu groß ist der Hass zwischen den beiden Familien, als dass eine Verbindung möglich wäre. Die jungen Liebenden aber geben nicht auf und heiraten heimlich. Als jedoch die Fehde neu entbrennt und Romeo in der Hitze des Gefechts selbst zum Mörder und daraufhin verbannt wird, steht die junge Liebe vor dem endgültigen Aus. Noch dazu, weil Julia die Zwangsheirat mit dem Grafen Paris droht. Bruder Lorenzo hat eine waghalsige Idee, dies zu verhindern und Zeit zu gewinnen. Doch der Plan misslingt. Romeo und Julia werden erst im Tode wieder vereint sein.


Romantisch und wild, tragisch und komisch, anrührend und spannend – eine bunte Gefühlspalette bietet William Shakespeare in seiner 1597 veröffentlichten Tragödie, die sich zur wohl berühmtesten Liebesgeschichte der Weltliteratur entwickelt hat. Verständlicherweise, denn wie hier Liebe, Hass, Macht und Tod zu einer dramatischen Geschichte verflochten werden, ist wahrlich meisterhaft. Und es ist zeitlos. Nach wie vor rebellieren junge Menschen gegen eine „erwachsene“ Welt der Macht und Profitorientierung. Sie setzen in einer Phase persönlicher Orientierungslosigkeit Gefühle gegen Kalkül, Leidenschaft gegen Pragmatismus. Leider scheitert ihr romantischer Traum oft der unbedingten Liebe an der bitteren Wirklichkeit.

Die Liebe von Romeo und Julia erblüht (und erstirbt) in der Inszenierung von Tilman Gersch in einer kühlen Eislandschaft (Bühnenbild: Miriam Grimm): mächtig-schön und todeskalt zugleich. Selbst hier, am Ende der Welt, regiert jener Hass, der aus Ansprüchen und Machtgelüsten entsteht. Es ist schwer für die Heranwachsenden, in dieser Kälte etwas zu fühlen; Frust mündet in Gewaltausbrüchen oder Todessehnsüchten. Romeo und Julia aber setzen der Gefühlskälte ihrer Umgebung ein radikales Programm der reinen Gefühle entgegen. Doch ihre Sehnsucht nach tiefer Liebe wird zu einer gefährlichen Expedition. Die poetischen Liebesschwüre des jungen Paars könnten Eisberge zum Schmelzen bringen; an der Mauer zwischen den verfeindeten Familien prallen sie jedoch wirkungslos ab. Erst am Grab der Kinder reichen die Eltern einander die Hände. Ein zu später Triumph der Liebe.

Regisseur Tilman Gersch ist fester Regisseur am Staatstheater Wiesbaden und Mitglied der Schauspielleitung. In Wiesbaden hat er u.a. Shakespeares „Was ihr wollt“, Kleists „Die Familie Schroffenstein“‚ „Nathan der Weise“ von Lessing sowie in der letzten Spielzeit Dea Lohers „Das letzte Feuer“ inszeniert. Tilman Gersch arbeitet u.a. in Dresden, Leipzig und Göttingen und Schwerin. [© Staatsthetaer Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
2. Oktober 08

Inszenierung und Bühne: Jens Poth
Bühne und Kostüme: Michael Sieberock-Serafimowitsch
Musik: Wendelin Hejny

Mit: Gabriele Drechsel, Maika Troscheit, Diana Wolf | Hans Matthias Fuchs, Tino Lindenberg, Mathias Lodd, Daniel Majer, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Stefan Schuster, Gerd K. Wölfle, Klaus Ziemann

In Verona herrschen Familienfehden und eine tödliche Seuche, die Pest. Die Familien Montague und Capulet liegen unversöhnlich miteinander im Streit. Zwischen deren Kindern Romeo und Julia dagegen bricht eine rauschhafte aber verbotene Liebe aus: Ein zufällig getauschter Blick, eine geheime Hochzeit, ein einziger Tanz auf dem Vulkan. Doch der Hass fordert seinen Tribut: Erst fliegen die Worte, dann die Fäuste und plötzlich ist Julias Cousin tot. Der Täter: Romeo! Er muss aus Verona fliehen und zwischen Nachtigall- und Lerchenruf bleibt nur Zeit für eine einzige Liebesnacht. Wo Seuche und Familienzwist die Grenzen der eigenen Freiheit bestimmen, setzen Romeo und Julia auf eine nicht ungefährliche List. Am Ende liegen 52 Stunden und ein Schlaftrunk zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Liebe und Tod.
„Wie solche Liebe kommt und solcher Hass / so lange dauert bis die Liebe geht“: Shakespeares zeitloses Werk über Macht und Ohnmacht der Liebe.
[© Staatstheater Darmstadt]

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt Drama Club:

Premiere:
10. Juni 08

Director: Michael Gonszar
Assistant Director: Hanna Diekneite
Choreographer: Helen Balfour
Set Designer: Michael Neitzert
Costume Designer: Poh Yin Eng
Light Designer: Brett Nancarrow
Sound Designer: David Gumpper
Fight Trainer: Annette Bauer
Props: Dirk Conrad

Cast:

Escalus:
David Bowers
Mercutio: Mario Mateluna
Paris: Fraser Bowers
Montague: Jürgen Stockhausen
Lady Montague: Chitra Balachandra-Schütt
Romeo: Benjamin Spieler
Benvolio: Martin Haschnik
Capulet: Mike Marklove
Lady Capulet: Claire Kidd
Juliet: Julia Schade
Tybalt: Kevin Silvergieter
Nurse: Sharon Frese
Antony: Clara Isenmann
Potpan: Swana Rode
Friar Laurence: Alan Mc Nulty
Friar John: Julian F. Rost
Balthasar: Farina Mehmel
A Page Boy: Valentin Biehl
The Capulet Youth: Niklas Marxen, Katja Reier, Vicky Bender, Timon Papuschek
The Montague Youth: Sarah Abou Taka, Farina Mehmel, Elias Asbai, Tunc Yomolcay

Besprechung auf kulturfreak.de

RomeoJuliette 190_ETFFM
Romeo and Juliet
English Theatre Frankfurt Drama Club
Romeo (Benjamin Spieler) & Juliet (Julia Schade)
Foto: English Theatre Frankfurt

www.english-theatre.org

Ronja Räubertochter

Roman von:
Astrid Lindgren

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
13. November 10

Regie: Matthias Schönfeldt
Bühne / Kostüme: Julia Hattstein
Musik: Biber Gullatz
Kampfchoreografie: Peter Theiss
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Mit: Heidi Ecks, Ellen Mayer, Lisa Stiegler; Tobias Escher, Benedikt Greiner, Thomas Hodina, Johannes Kühn, Martin Lejeune, Andreas Pompe, Christian Bo Salle, Matthias Scheuring u. a.


Neugier und Lebenslust treiben Ronja aus ihrem behüteten Zuhause. Gut gewappnet mit elterlichen Ratschlägen, bewältigt sie furchtlos alle neuen Herausforderungen. Ihr größtes Abenteuer beginnt jedoch mit der Freundschaft zu Birk, dem Sohn des seit Generationen mit ihrer Familie verfeindeten Borka-Clans. Ronja muss sich entscheiden: Geht sie mit Birk ihren eigenen Weg oder folgt sie dem ihrer Eltern. Eine Geschichte über Freundschaft, Selbstständigkeit, den Mut, die Welt zu erobern und Grenzen niederzureißen. [© Schauspiel Frankfurt]


Weitere Vorstellungen: 19. / 21. / 22. / 28. / 29. November und 5. / 6. / 7. / 8. / 13. / 14. / 15. / 20. / 21. / 26. Dezember

www.schauspielfrankfurt.de

Rosenkranz und Güldenstern sind tot (Rosencrantz and Guildenstern are Dead)

Von: Tom Stoppard

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
1. November 11 (Box)

Regie: Barbara Wolf
Bühne: Martina Zirngast
Kostüme: Susanne Reul
Dramaturgie: Henrieke Beuthner

Mit: Henriette Blumenau, Henrike Johanna Jörissen, Lisa Stiegler; Moritz Pliquet

Die Welt ist aus den Fugen. Auch für Rosenkranz und Güldenstern, die sich durch eine Welt aus Zweifeln, Fragen und unlösbaren Aufgaben manövrieren, zurückgeworfen auf sich selbst und nur aufgerüttelt in ihrer Lethargie durch den Auftrag: Hamlet, Prinz von Dänemark, aus seiner Krise zu befreien, den inneren und äußeren Menschen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Doch wie soll das gehen, wenn die Welt aus den Fugen ist? [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Roter Ritter Parzifal
Nach Wolfram von Eschenbach
Fassung von Markus Bothe und Nora Khuon

Uraufführung: 14. November 2009 (Frankfurt/Main, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung am Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
14. November 09 (Uraufführung)
Wiederaufnahme Saison 2011/12: 13. November 11

Regie: Markus Bothe
Bühne: Robert Schweer
Kostüm: Sabine Blickenstorfer
Musik: Biber Gullatz
Licht: Johan Delaere
Dramaturgie: Nora Khuon
Kampftrainer: Horst Gurski

Besetzung 09:

Parzival:
Nils Kahnwald
Gawain: Torben Kessler
Herzeloide: Susanne Buchenberger
Sigune/Itonie: Katharina Hackhausen
Artus: Roland S. Blezinger
Amfortas/Ither: Michael Goldberg
Klingsor: Viktor Tremmel
Kundrie: Mathis Reinhardt
Musikerin: Fan Li
Musiker: Tobias Escher
Musiker: Stephen Menotti
Fabelwesen: Statisten

Nach dem großen Erfolg wieder im Repertoire. Theater für die ganze Familie. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2010!

Roter Ritter Parzifal
Schauspiel Frankfurt
Klingsor (Victor Tremmel) und Parzifal (Nils Kahnwald)
©
Alexander Paul Englert

Mit seiner Mutter Herzeloide lebt der junge Parzival fernab von jeder Menschseele tief im Wald. Dass er ein Königssohn ist, sagt ihm seine Mutter nicht. Und auch nicht, dass es außerhalb des Waldes überhaupt noch eine Welt gibt. Die Welt da draußen ist nämlich gefährlich, wie Herzeloide weiß. Doch eines Tages reiten plötzlich Ritter durch das Tal, und Parzival ist so begeistert von den schönen Rüstungen, dass er von Stund an keinen andern Wunsch mehr hat, als auch so eine Rüstung anzuziehen. Darum verlässt er Herzeloide und geht in die Welt hinaus. Und nun beginnen wirklich Abenteuer, wie sie sich noch nicht mal seine sorgenvolle Mutter vorgestellt hat. Parzival ist nämlich nicht nur, ohne es zu wissen, Königssohn. Er ist auch noch ein Auserwählter. Und hat doch von gar nichts eine Ahnung. Theater für die ganze Familie, insbesondere aber für Kinder und Jugendliche wird ab jetzt am Schauspiel Frankfurt groß geschrieben. So wird es – neben vielen anderen Angeboten – auf der großen Bühne des Schauspielhauses jedes Jahr ein Familienstück geben.
Die Geschichte Parzivals, die Sage von der unentwegten Suche eines Menschen nach sich selbst und seinem Platz in der Welt, wird Markus Bothe inszenieren. Er arbeitete in Basel, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Freiburg und Bremen, außerdem an Opernhäusern in Wiesbaden, Berlin, Wien und Washington.


Das Regieteam
Markus Bothe (Regie) Der in Basel lebende Regisseur Markus Bothe inszenierte Oper und Schauspiel u. a. in Basel, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Freiburg, Aachen, Linz und Bremen, darunter zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, so auch die Uraufführung von Franz Schrekers »Flammen« in Kiel. Seine Inszenierung der Uraufführung von Sciarrinos »Infinito nero« gastierte bei den Salzburger Festspielen, beim Festival d’Automne in Paris und am Teatro La Fenice in Venedig. An der Jungen Oper Stuttgart erarbeitete er mit Jugendlichen Matthew Lockes »Cupid and Death«. Zuletzt inszenierte er die Erstaufführung von Nicholas Maws »Sophie’s Choice«, eine Koproduktion der Deutschen Oper Berlin, der Volksoper Wien und der National Opera Washington, D.C. Am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg inszenierte er die Familienstücke »Tintenherz« und »Krabat«, am Theater Basel »Ronja Räubertochter«.

Robert Schweer (Bühne) wurde 1968 in Berlin geboren. Er studierte dort Theater- und Veranstaltungstechnik. Von 1995 bis 1998 war er als Werkstätten- und Produktionsleiter am Theater Basel engagiert. Seit 1998 arbeitet er als Bühnenbildner u. a. mit den Regisseuren Lars-Ole Walburg, Stephan Rottkamp, Markus Bothe, Claudia Bauer, Max Färberböck und Amélie Niermeyer zusammen, beispielsweise an den Münchner Kammerspielen, am Theater Basel, am Thalia Theater Hamburg, am Zürcher Schauspielhaus, am Schauspielhaus Bochum, dem Staatstheater Stuttgart, dem Theater Freiburg und der Deutschen Oper Berlin. Robert Schweer entwarf für die Münchner Kammerspiele die Bühne für »Miss Sara Sampson« und »Klaras Verhältnisse«, beide in der Regie von Stephan Rottkamp. In der Spielzeit 2005/2006 war er in den Münchner Kammerspielen bei »Der Kirschgarten« von Anton Tschechow (Regie: Lars-Ole Walburg) für die Bühne zuständig. 2006 entwarf er am Schauspielhaus Hamburg das Bühnenbild für »Tintenherz« von Cornelia Funke (Regie: Markus Bothe), wofür er den Rolf-Mares-Preis erhielt und »Krabat«.

Sabine Blickenstorfer (Kostüme) stammt aus Zürich. Sie studierte von 1990 bis 1993 Modedesign in Basel und wurde dort 1999 Preisträgerin des Eidgenössischen Wettbewerbs für Gestaltung. Es folgten Assistenzen u. a. am Schillertheater Berlin, am Berliner Ensemble, am Burgtheater Wien und am Opernhaus Zürich. Seit 1997 ist Sabine Blickenstorfer als freie Kostümbildnerin im Schauspiel und in der Oper tätig. Sie arbeitet regelmäßig mit Regisseuren wie Enrico Lübbe, Lorenzo Fioroni, Burkhard C. Kosminski, Corinna von Rad und Alexander von Pfeil. Ihre Arbeiten führen sie u. a. an die Deutsche Oper und die Staatsoper Berlin, die Schauspielhäuser Frankfurt/Main, Düsseldorf, Mannheim, Leipzig und Chemnitz sowie die Staatstheater Stuttgart und Oldenburg.

Biber Gullatz (Musik), 1962 geboren, studierte Musik in den Fächern Oboe, Klavier, Komposition in Darmstadt und Köln. Seit fünfzehn Jahren ist er freischaffender Komponist an zahlreichen Theatern im In- und Ausland (Schauspielhaus Hamburg, Burgtheater Wien, Riga, Lodz, Heidelberg, Stuttgart, usw.) und blickt auf zahlreiche Veröffentlichungen im musikalischen Bereich sowie auf Konzerttätigkeiten als Saxophonist und Flötist. 1993 gründete er »first take studios« mit Eckes Malz, und begann verstärkt für Film und Fernsehen zu arbeiten (u. a. Tatort, Adelheid und ihre Mörder, Emil und die Detektive, Doctor’s Diary). Seit 1998 ist er auch als Dozent an den Universitäten Hildesheim und Zürich tätig. Mit Markus Bothe arbeitet er zum wiederholten Mal zusammen.

[© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

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