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Theater, Stückeinfo: Q
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Quai West
Von: Bernard-Marie Koltés (1948 - 1989)
Uraufführung: 1985 (Amsterdam, A Publiekstheater)
Deutsche Erstaufführung: 1986 (Bochum, Schauspielhaus)
Zur Inszenierung des Frankfurter Theater Willy Praml:
Nach Brechts Großstadtstück "Im Dickicht der
Städte" von 1922, nun: Bernard-Marie Koltés "Quai West" von 1983, ein weiteres Großstadtstück, in der deutschen Übersetzung von Heiner Müller.
Premiere:
2.November 06 weitere Aufführungstermine: 3., 4., 9., 10., 11., 16., 17., 18., 23., 24., 25., 30. November, 1. & 2. Dezember 06, jeweils 19:30h
Regie: Willy Praml
Ausstattung: Michael Weber Dramaturgie: Frank Moritz Musikalische Einrichtung: Gregor Praml Licht-Technik: Nico Rocznik, Guntram Naurath Ton:
Oliver Blohmer Bühnenbau: Guido Egert
mit:
Koch, Maurice : Michael Weber Pons, Monique : Gabriele Maria Graf Cecile:
Birgit Heuser Ciaire, ihre Tochter: Emilie Stefaner Rodolfe, ihr Mann: Reinhold Behling Charles, ihr Sohn: Tim Stegemann Fak: Nazir Abdaly Abad:
Yaya Camara
Musiken unter Verwendung von Klangmaterial aus: Einstürzende Neubauten, Laurent Garnier, Sepp'l Niemeyer und Gregor Praml
Besprechung auf kulturfreak.de
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Quai West Theater Willy Praml Michael Weber, Gabriele Maria Graf Foto: Seweryn
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"Eine Halle, im Westen...
Wenige Orte hinterlassen den Eindruck, so wie diese Halle, alles Mögliche beherbergen zu können - ich will damit sagen: Ereignisse, die anderswo undenkbar wären. Deshalb
war natürlich meine erste Idee, dort Personen aufeinandertreffen zu lassen, die überhaupt keinen Grund hatten, sich zu treffen, nirgends und niemals. ... Es muß Umstände,
Ereignisse oder ganz bestimmte Orte geben, die sie zwingen, sich anzusehen und miteinander zu sprechen; der Krieg, das Gefängnis sind solche Orte; diese Halle war einer.”
(Bernard-Marie Koltés)
Ort: Die Frankfurter NaXoshalle
Download Info-Flyer (PDF-Datei)
THEATER WILLY PRAML, Wittelsbacherallee 29, 60316 Frankfurt am Main, Tel+Fax: 069 / 43.05.47.34 www.theater-willypraml.de
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Quartett
Von: Heiner Müller Nach dem Roman: “Gefährliche Liebschaften” von Laclos Uraufführung:
1982 Schauspielhaus Bochum
Zur Inszenierung von Landungsbrücken Frankfurt:
Premiere: 4. Februar 12
Regie:
Boris C. Motzki Dramaturgie: Sophie Oldenstein
Mit: Valérie Lecarte und Jürgen Hellmann
Quartett Landungsbrücken, Frankfurt Vorabfoto mit Jürgen Hellmann und Valérie Lecarte Foto: Landungsbrücken
In Müllers Variation gibt es nur noch die Antagonisten, die Marquise Merteuil und deren ehemaligen Geliebten, den Vicomte Valmont. Diese beiden reduzieren Liebe auf Sex,
Körperlichkeit und das Reden darüber. Und führen einen Machtkampf, bei dem Sexualität und Sprache nur als Waffen in einem Spiel eingesetzt werden, einem Spiel mit
ständigem Rollenwechsel. Ihre Spielzeuge und Spielzüge, bestimmt von absoluter Leere und Endzeitmüdigkeit, führen schließlich in die Selbstzerstörung. Am Ende bleibt nur
noch die Frage nach der (Un-)Möglichkeit von Liebe.
Worum geht’s also? Gefährliche Liebschaften. Die Sittsamkeit mimende Marquise von Merteuil will sich an ihrem ehemaligen Geliebten Gercourt rächen. Der Vicomte von Valmont,
auch ein ehemaliger Liebhaber, soll ihr helfen, indem er Gercourts naive Braut Céline verführt. Valmont will jedoch die keusche und tugendhafte Frau von Tourvel erobern.
Merteuil wählt den jungen Chevalier Danceny für Céline. Die beiden verlieben sich. Als Célines Mutter Valmont bei Tourvel verleumdet, geht Valmont auf den Plan der Marquise
ein und verführt Céline. Frau von Tourvel vernachlässigt er nicht; nach langem Sträuben gibt sie ihm nach. Die Marquise sieht in Valmonts Verhältnis zu seiner neuen Eroberung
Gefühlsduselei, es kommt zum Bruch. Valmont spielt Danceny gegen die Marquise aus; sie gibt diesem die Briefe des Vicomte. Nach dem Duell gibt der sterbende Valmont
Dancey seinen Briefwechsel mit der Marquise. Sie wird geächtet und flieht. Öhm. Soweit alles klar?
"Quartett", in einer Kritik einmal als "intellektueller Porno" bezeichnet, besticht durch die meisterliche Sprache Müllers in kühn strukturierten Rededuellen. Der ständige
Rollenwechsel der Figuren, deren symbiotische Kettung aneinander, die Herr-Knecht-Situation, die sich immer wieder aufs Neue umkehrt, bietet ein facettenreiches
Schauspielerstück für zwei Personen. [Landungsbrücken]
www.landungsbruecken.org
Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:
Premiere: 31. Mai 06
Regie: Urs Troller Ausstattung: Adriane Westerbarkey Licht: Frank Kraus
Dramaturgie: Hans-Peter Frings Regieassistenz: Daniela Deinhammer Bühnenbildassistenz: Sabrina Henssen Kostümassistenz: Katja Strohschneider
Merteuil: Friederike Kammer Valmont: Oliver Kraushaar
Die Marquise de Merteuil erwartet ihren einstigen Liebhaber Vicomte de Valmont. Im mehrfachen Rollentausch spielen sie mal Verführer, mal Verführte, um der tödlichen
Langeweile zu entkommen. In der Rolle der von Merteuil als Valmont verführten Präsidentengattin Tourvel gibt sich Valmont den Tod: Er nimmt das Gift, das ihm die Merteuil reicht,
und läßt sie mit ihrer Lust und Qual allein. Aber auch der Tod ereignet sich hier auf dem Theater. Eine Erlösung von dem Schlachtfeld der Liebe gibt es für die beiden nicht.
Urs Troller Urs Troller, geboren 1947, arbeitete als Produktionsdramaturg mit Regisseuren zusammen wie George Tabori, Christof Nel, Frank-Patrick Steckel, Niels Peter Rudolph, Achim
Freyer, Jürgen Flimm, Luc Bondy, Andrea Breth.
Er war Dramaturg und Chefdramaturg an verschiedenen Theatern im deutschsprachigen Raum und Mitglied der Künstlerischen Leitung an den Schauspielhäusern in Hamburg
und Bochum. Als Regisseur inszenierte er u. a. in Bochum, Düsseldorf, an den Münchner Kammerspielen und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.
Urs Troller ist Gastprofessor an der Universität Mozarteum Salzburg, Fachabteilung Schauspiel/ Regie.
Am Schauspielfrankfurt inszenierte Urs Troller in der Spielzeit 2005/2006 Quartett von Heiner Müller im Kleinen Haus, in der Spielzeit 2007/2008 Euripides Medea. In der Spielzeit 2008/09 inszenierte er die Eröffnungspremiere von johann Wolfgang Goethes Torquato Tasso und Der Kirschgarten von Anton Tschechow.
www.schauspielfrankfurt.de (externer Link)
Zur Inszenierung des Theater Willy Praml:
Premiere: 25. Oktober 2001
Inszenierung: Willy Praml Bühne & Kostüme: Michael Weber
Merteuil:
Birgit Heuser Valmont: Michael Weber sowie Nikki Gumster und Jason
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Die Quelle oder: G8 transparent gemacht Von: Marcel Luxinger
schauspielfrankfurt in Koproduktion mit der Compagnie
für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung (PNAC) Berlin und dem Hebbel-am-Ufer (HAU) Berlin in Zusammenarbeit mit dem Societaetstheater Dresden, unterstützt von der Senatskanzlei
Kulturelle Angelegenheiten Berlin.
Premiere Frankfurt: 28. März 2007 (Uraufführung, schauspielfrankfurt, Glas Haus)
Regie: Lilli-Hannah Hoepner
Djamillah Meisleitner: Anne Müller Stephan Schnitz: Marcus Reinhardt Adrian Karge-Wieseling: Robert Schupp
„Die Globalisierung hat uns alle zu Nachbarn
gemacht. Jeder, und jede, von uns muss sich überlegen und anschließend entscheiden, ob er oder sie ein guter Nachbar oder eine gute Nachbarin sein will.“ (Stephan Schnitz)
„Warum wollen wir uns bloß so schlecht fühlen?“ (Bodo Graf Roxfeldt)
Die Compagnie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung (PNAC) lädt ein zur Podiumsdiskussion
Globale Ungerechtigkeit, globale Klimaveränderung, globale Märkte, globales Elend, globaler Fortschritt: Die Globalisierung, es gibt sie, sie ist da, wir brauchen sie nicht weg zu
diskutieren, wir können auch nicht um sie herum leben, wir sind ein Teil von ihr. Wie müssen wir mit der Globalisierung umgehen, damit sie zum Segen und nicht zum Fluch wird?
Adrian Karge-Wieseling, (Politjournalist und TV-Moderator) im Gespräch mit Bodo Graf Roxfeldt (Alt-Bundesminister und Aufsichtsratsvorsitzender Claustrop & Karg)
und Stephan Schnitz (Forum 07 und Alternatives Zukunftsmoratorium ALZUMO)
Zu PNAC Die Compagnie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung (PNAC) wurde 2003
gegründet. Ihre politisch-dokumentarischen Projekte "Think Tank oder: wie ich mit Macht die Welt verbesserte", "Think Tank oder: believe in Compassion" und "Think
Tank oder: choosing Sides", "Think Tank oder: the Taste of Victory" und "Kriech oder: Orientierungshilfe für den Wertekompass" wurden am Berliner Theater unterm Dach
und am Hebbel-am-Ufer Berlin (HAU) produziert und gastierten als provokativer, an- und aufregender Kommentar zum politischen Zeitgeschehen in vielen Orten (Leipzig, Düsseldorf, Dresden,
Bochum, Zürich, Köln, Frankfurt, Mülheim, Jena u.a.), wo sie zu einigen, mitunter hitzigen Publikumsgesprächen Anlass gaben.
PNAC wurde zu den wichtigsten Festivals des freien Theaters
eingeladen: Impulse (mit "Kriech oder: Orientierungshilfe für den Wertekompass") und Festival Politik im Freien Theater (mit "Think Tank oder: the Taste of Victory").
Mit PNAC fest assoziiert sind Marcel Luxinger (Texte, Einrichtung), Katrin Hieronimus (Bühne), Katharina Beth (Kostüme), Anne Müller, Renate Regel, Robert Schupp, Marcus Reinhardt
(Performance) u.a.
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Die Quelle oder: G8 transparent gemacht schauspielfrankfurt Djamillah Meisleitner (Anne
Müller), Adrian Karge-Wieseling (Robert Schupp) & Stephan Schnitz (Marcus Reinhardt) Foto: schauspielfrankfurt
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www.schauspielfrankfurt.de
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