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Rabenkind Von:Bert Strebe
Zur Inszenierung des Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt
Premiere: 2. März 08 Weitere Vorstellungen:7./ 8./ 13./ 14. März, 5./ 6./ 10./ 11. April
Inszenierung: Reinhard Hinzpeter
Bühne: Gerd Friedrich
Es spielen: Neda Rahmanian und Babette Winter
Cora, mein Engel, du bist so still. Ich kann dich fast nicht spüren, dein Haar fliegt durch den Raum, du schwebst ja, wie eine Feder…
Du fliegst ja. Wo willst du hin?
Zum Stück: Alexa J., 21 Jahre, alkoholkrank, ließ ihre dreijährige Tochter Cora qualvoll verhungern. - Nach 3 Jahren im Gefängnis kann sie noch
immer nicht der Wahrheit ins Gesicht sehen und flüchtet sich in die Wahnvorstellung: ihr Kind lebt, und sie wohnt mit ihm nach wie vor in der kleinen, dunklen Wohnung mit Spinnweben und
Fliegendreck. Zug um Zug lässt "RABENKIND"- Autor Bert Strebe die desolate Welt der Alexa J. entstehen und schafft es, durch die suggestive Dichte seiner Sprache den Zuschauer in
diese Welt hineinzuziehen und sich den wirren Gefühlen und Phantasien Alexas zu überlassen. Das Sozialdrama verwandelt sich in ein Traumspiel, in dem der Kindsmörderin eine geheimnisvolle
Unbekannte erscheint. Wie durch ein Fegefeuer führt diese Andere die sich wehrende Alexa durch das Labyrinth ihrer inneren und äußeren Verwahrlosung.
Rabenkind Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt v.l.: Neda Rahmanian, Babette Winter Foto: Mischa Goldmann
Zum Autor:
Bert Strebe arbeitet als Redakteur in Hannover und schreibt Lyrik, Prosa und szenische Texte. Von ihm erschienen sind bereits die Gedichtbände ZWISCHENWASSER (1999)
und KATZENLICHT(2002). Im Deutschlandradio Berlin wurde 2002 sein Hörspiel DIE INNENSEITE DES WASSERS gesendet. RABENKIND ist sein erstes Theaterstück. [© Freies Schauspiel Ensemble]
Kartenpreise: € 15 / ermässigt € 10 Kartenbestellungen: Tel: 069 / 596 94 90 / Fax: 069 / 955 20 658 / eMail: kontakt@freiesschauspiel.de
Kartenvorverkauf: Frankfurt Ticket, Tel: 069 / 1340 400, www.frankfurtticket.de
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Reineke Fuchs
Von: Johann Wolfgang von Goethe
Zur Inszenierung des Theater Willy Praml:
Premiere: 22. März 07 (Goethes 175. Todestag) Vorstellungen: 23., 24., 30. Oktober, 1. November 2009 (20h bis 22:15h mit Pause)
Regie: Willy Praml Bühne/Kostüme: Michael Weber
Mit:
Reinhold Behling, Birgit Heuser, Tim Stegemann & Michael Weber
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Reineke Fuchs Theater Willy Praml Reinhold Behling, Michael Weber, Birgit Heuser & Tim
Stegemann (v.l.n.r.) Foto: Seweryn
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Der eine oder andere unter Ihnen wird sich an ihn erinnern: Konrad Adenauer, genannt “der schlaue Fuchs”. Der wusste, wie man Kanzler wird – und lange bleibt. Mit List und
Tücke. Wie Reineke. Goethes dreister Fuchs. Der lässt sich Hühner und Hasen schmecken und man hält ihn für einen Vegetarier; der vergewaltigt verheiratete Wölfinnen und
man lacht über den Wolf; der überlistet die Starken, lenkt die Mächtigen und lehrt die Frommen beten; der steht, den Hals schon in der Schlinge am Galgen und sitzt am Ende
neben dem König als dessen Berater. Schlag nach bei Goethe und Du lernst wie man Regierungen bildet. REINEKE FUCHS.Goethe. Spannender als die Tagesschau.
www.theater-willypraml.de |
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Requiem
Von: Bernd Lange und Hans-Christian Schmid
frei nach einer wahren Begebenheit, nach dem gleichnamigen Film
Uraufführung:
15. September 07 (Mainz, Staatstheater Mainz)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 15. September 07 (Uraufführung) Inszenierung: Deborah Epstein und Marcus Mislin Bühne:
Florian Barth Kostüme: Petra Bongard
Mit: Friederike Bellstedt, Tatjana Kastei, Katharina Knap, Andrea Quirbach; Florian Hansel, Joachim Mäder, Thomas Marx, Marcus Mislin
Michaela verlässt ihr Dorf auf der schwäbischen Alb, um zum Studium nach Tübingen zu gehen - eine Emanzipation von ihrer streng katholischen Familie, Triumph über ihre Epilepsieerkrankung und ein Aufbruch in ein selbst bestimmtes Leben. Aber die Freiheit währt nicht lange: Michaela hat mit Wahnvorstellungen zu kämpfen, hört Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Zerrieben zwischen den Anforderungen ihres Studiums, familiären Verstrickungen, der Lieblosigkeit ihrer Mutter, ihrem Glauben, den „weltlichen" Sehnsüchten und Zweifeln an der Heilbarkeit ihres Zustands, begibt sie sich als letzten Ausweg in die Obhut eines jungen Priesters.
Die reale Geschichte der Würzburger Studentin Anneliese Michel verdichteten Regisseur Hans-Christian Schmid und Drehbuchautor Bernd Lange zu einem bewegenden Film über Ausbrüche, Aufbegehren und die Macht des Irrationalen. Im Jahr ihres Kinostarts, 2006, erhielt die Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Deutschen Filmpreis und den Kritikerpreis FIPRESCO bei der Berlinale.
Deborah Epstein
arbeitet als Schauspielerin und Regisseurin an Theatern in Basel, Stuttgart, Saarbrücken, Freiburg und am Maxim Gorki Theater Berlin.
Marcus Mislin ist seit der Spielzeit 2006/2007 fest als Schauspieler am Staatstheaters Mainz engagiert und hat sich hier mit „Die Bremer Stadtmusikanten" auch als
Regisseur vorgestellt. Er arbeitet außerdem als Schauspieler und Regisseur u. a. am Schauspielhaus Zürich, dem Staatstheater Stuttgart, dem Maxim Gorki Theater und dem Deutschen Theater Berlin. Gemeinsame Regiearbeiten mit Deborah Epstein waren u. a. „Effi Briest" (1998, Maxim Gorki Theater Berlin), „Das Vaterspiel" (2002, Schauspielhaus Graz) und Madame Bovary
2007 in Mainz. [© Texte: Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas! Ein Čechov-Abend
Premiere: 19. April 2008
Weitere Vorstellungen: 25. und 30. April 2008, 12. und 30. Mai 2008
Regie: Karin Neuhäuser Ausstattung: Franz Lehr Musik: Paul Lemp Dramaturgie: Marion Tiedtke, Lena Thomsen
Regieassistenz: Andreas Gründel Bühnenbildassistenz: Birgit Kellner Kostümassistenz: Katja Strohschneider, Katharina Tasch Souffleuse: Christine Schneider
Inspizienz: Lisa Ahle Technische Produktionsleitung: Josef Dreker Technische Einrichtung: Niko Ramie Licht: Frank Kaster
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker Technische Einrichtung: Andreas Rasche Ton: Philip Batereau, Arnim Streek, Oliver Blohmer Requisite:
Jens Schönherr, Stefan Markert Maske: Patricia Dietz, Friederike Reichel Regiehositanz: Nicole Peinz, Judith Skupien Bühnenbildhospitanz: Manuela Muschner
Kostümhospitanz: Mareike Wehrmann
Darsteller: Sandra Bayrhammer
Martin Butzke Rainer Frank Friederike Kammer Özgür Karadeniz Anne Müller Matthias Redlhammer Abak Safaei-Rad Thomas Schweiberer Falilou Seck
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Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas! Ein Čechov-Abend schauspielfrankfurt Ensemble Foto: Alexander Paul Englert
Zehn Menschen in einem Raum ohne Ausgang. Sie warten – warten auf die Liebe, auf ein besseres Leben, auf den Zug oder vielleicht nur auf das Vergehen der Zeit. Sie
sind einander ausgeliefert. Keinen Ort gibt es, wohin sich jeder einmal zurückziehen könnte. Man erzählt sich Träume, Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen, für die es keine
Entsprechungen in der Welt „da draußen“ gibt. Die Figuren haben keine Worte außer denen, die ein Autor vor mehr als hundert Jahren in seinen Drama- und Prosatexten
verfasste: Anton Čechov.
Aus Briefen, Erzählungen und Dramentexten des russischen Schriftstellers exzerpierten Karin Neuhäuser und ihre Dramaturginnen Marion Tiedtke und Lena Thomsen eine
Collage aus seinem Gesamtwerk. Dieses Textmaterial dient den Schauspielern als Grundlage für eine Reise in Čechovs Wort- und Gedankenwelt. Es entwickeln sich neue
Čechovsche Figuren, die dennoch vertraut sind, stecken in ihnen doch die bekannten Platonovs und Ivanovs. Auf der sich fortlaufend drehenden Bühne kristallisiert sich
heraus, was Čechov so treffend in all seinen Texten zu beschreiben verstand: Traurig komisch scheitert jeder seiner Unglückshelden an der Banalität des Lebens, „er stolpert
, weil er zu den Sternen hinauf starrt.“ (Vladimir Nabokov)
Karin Neuhäuser, Schauspielerin und Regisseurin, erarbeitet mit dem Čechov-Abend Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas! ihre nunmehr dritte Produktion am
schauspielfrankfurt. Mit Die Orestie ist ihr in der vergangenen Spielzeit eine wahrhaft große Inszenierung gelungen. Belohnt wurde dieses gefeierte Theatererlebnis mit einem Gastspiel im
fünftausend Jahre alten Theater von Epidauros beim Hellenic Festival vor sechstausend ergriffenen Zuschauern.
In der Spielzeit 2004/05 stellte sie mit einer hochaktuellen Interpretation von Nathan der Weise das erste Mal am schauspielfrankfurt ihr Können als Regisseurin unter Beweis.
Bekannt ist sie dem Frankfurter Publikum spätestens seit ihrem unvergesslichen Auftritt als Grete in Werner Schwabs Die Präsidentinnen unter der Regie von Jan Bosse. Ihr
einzigartiges Talent als Schauspielerin, für das sie auch mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, ist zur Zeit als Celia Peachum in der gefeierten Inszenierung der Dreigroschenoper im Großen Haus des schauspielfrankfurt zu bewundern.
[© schauspielfrankfurt]
Thomas Schweiberer Schauspieler, geboren 1965 in Landstuhl/Pfalz.
Ausbildung 1985 Abitur 1988-1992 Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Max-Reinhardt-Seminar in Wien.
Gearbeitet u.a. mit Erni Mangold, Heiner Müller, Samy Molcho. Magisterabschluß.
Theater 1992-1 996 Mitbegründer und Ensemblemitglied des Theaterhaus Jena
1997-2001 Schauspieler am Theater-an-der-Ruhr in Mülheim
seit 2001 freischaffend. Arbeiten u.a. am teatr rozmaitosci in Warschau, Markgrafentheater Erlangen, Sophiensäle Berlin, Potsdam, Weimar, Mülheim an der Ruhr
seit 2005 neben zwei Kinoproduktionen unter dem polnischen Regisseur Lukasz Barzyk in Polen und Italien und anderen künstlerischer Tätigkeiten wie Bildhauerei,
Photographie und Restauration, Studium tibetisch buddhistischer Philosophie in Italien, Indien, Nepal und Tibet.
* Gastspiele
u.a. in Amsterdam, Bogota, Belgrad, Sarajevo, Kairo, Teheran, Avignon, St.Petersburg, Warschau, Breslau, Posen, Katowice, Vilnius, Montreal, Prag, Budapest, Bratislava,
Berlin, Düsseldorf, München, Leipzig
Reinhardt-Seminar Wien Mauser/Quartett l Regie: Heiner Müller, Rolle: Valmont/A/Chor Junges europäisches Theater Menden Ein Sommernachtstraum von W.Shakespeare, Regie: Werner Kühn, Rolle: Demetrius
Theaterhaus Jena Leonce und Lena von Georg Büchner/ Regie: Sven Schloetcke, Rolle: Valerio Macbeth von W.Shakespeare/ Regie: Horst Lonius, Rolle: McBeth
Hedda Gabler von H.Ibsen / Regie: Robert Giggenbach, Rolle: Tesman Gläubiger von August Strindberg / Regie: Wera Herzberg, Rolle: Gustav After You've Gone -Vaudeville / Regie: Itamar Kubovy, Rolle: Caspar Tophof
Dracula nach Bram Stoker / Regie: Itamar Kubovy, Rolle: Jonathan Harker Unter Aufsicht von Jean Genet / Regie: Reter Rothin, Rolle: Maurice Der nackte Mann von Tankred Dorst / Regie: Ramin Yegani-Fard, Rolle: Parzival
Frank und Stein von Ken Campbell / Regie: Stephan Lohse, Rolle: Stein
Theaterhaus Weimar Philoktetvon Heiner Müller / Regie: Stephan Lohse, Rolle: Odysseus
Markgrafentheater Erlangen Die Dreigroschenoper von B.Brecht / Regie: Jörg Hube, Rolle: Mackie Messer
Theater an der Ruhr Mülheim Der Kirschgarten von Anton Tschechov / R: Roberto Ciulli, Rolle: Leonid Andrejewitsch Gajew
Pinocchio Faust von J.W.v.Goethe/Collodi / Regie: Roberto Ciulli, Rolle: Delphin/Gott Margarethe Faust von J.W.v.Goethe/H.Müller / Regie: Roberto Ciulli, Rolle: Mephisto Nach Einlass kein Beginn 5 Einakter von Edoardo de Felippo / Regie: R.Ciulli, Rolle: Antonio
Antigone von Sophokles / Regie: Roberto Ciulli, Rolle: Polyneikes/ Eteokles Casparvon Peter Handke / Regie: Roberto Ciulli, Rolle: Einsager Bürger Schippel von Carl Sternheim / Regie: Roberto Ciulli, Rolle: Heinrich Krey
Frühlingserwachen von Frank Wedekind / Regie: David Hevia, Rolle: Moritz Stiefel
Sophiensäle Berlin Der Verlorene nach Hans-Ulrich Treichel / Regie: Boris von Poser, Rolle: Sohn
teatr rozmaitosci Warschau, Wroclaw, Posnan Gesäubert von Sarah Kane / Regie : Krzysztof Warlikowski, Rolle: Carl
Am Schauspielfrankfurt in der Spielzeit 2007/08: Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas! Ein Tschechow-Abend, Regie: Karin Neuhäuser
www.schauspielfrankfurt.de
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Der Revisor (Revizor) Komödie in fünf Akten
Von: Nikolaj Wassiljewitsch Gogol (31.03.1809 - 04.03.1852) Uraufführung:
19. April 1836 (Petersburg, Aleksandrinskij Theater)
Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel in der Bearbeitung von Klaus Pohl unter Mitarbeit von Sanda Weigl:
Premiere: 8. Juni 07
Regie: Harald Demmer Ausstattung: Oliver Kostecka
Regieassistenz | Abendspielleitung: Christian H. Voss Licht: Jan Langebartels Maske:
Kerstin Böhme | Nadja Werthmann Schneiderei: Leitung Christine Rademacher Bad Vilbeler Bearbeitung: Harald Demmer
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Der Revisor Burgfestspiele Bad Vilbel Ellen Schulz & Pit-Jan Lößer Foto: Eugen Sommer
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Anton Antonowitsch Skwosnik-Dmuchanowskij, Bürgermeister: Ulrich Lenk Anna Andrejewna, seine Gattin:
Ellen Schulz Marja Antonowna, seine Tochter: Anna Eger Ammos Fjodorowitsch Ljapkin-Tjapkin, Kreisrichter:
Peter Clös Artemij Filippowitsch Semjanika, Hospitalverwalter: Daniel Ris Iwan Kusmitsch Schpekin, Postmeister: Kai Möller
Peter Iwanowitsch Dobtschinskij, Gutsbesitzer: Marco Zbinden Peter Iwanowitsch Bobtschinskij, Gutsbesitzer: Herbert Schöberl
Iwan Alexandrowitsch Chlestakow, ein Petersburger Beamter: Pit-Jan Lößer Ossip, sein Diener: Markus Frank
Swistunow, ein Polizist / Boris, ein Kellner: Andy Konrad
www.kultur-bad-vilbel.de
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Schade, dass sie eine Hure war (´Tis Pity She´s A Whore)
Von: John Ford Uraufführung:
zwischen 1628 und 1633 (London, Cockpit Theatre)
Zum Inhalt: Giovanni und Annabella sind Bruder und Schwester und lieben sich. Giovanni kämpft mit seiner Leidenschaft
und vertraut sich Pater Bonaventura an. Dann gesteht er seine Liebe Annabella und findet sie erwidert. Als Annabella schwanger ist, willigt sie ein, ihren Freier Soranzo zu heiraten. Der
entdeckt den Inzest und plant, beide zu töten. Giovanni kommt dem zuvor, indem er selbst Annabella tötet, und anschließend die Gesellschaft, die in Soranzos Haus versammelt ist, verhöhnt.
Zuletzt sterben Giovanni und Soranzo.
Zum Autor: Der englische Lyriker und Dramatiker John Ford wurde um 1586 in Ilsington (Devonshire) geboren. Der Dichter der
Spätrenaissance wurde vor allem durch seine psychopathischen Dramen bekannt, die verschiedene Aspekte der Schwermut beschreiben. Seine Karriere als Schriftsteller begann mit der Dichtung
"Fame’s Memorial" (1606), einer Elegie über den Tod von Charles Blount, Graf von Devonshire, der mehrere Gedichte über das Adelsleben folgten. Danach wandte sich Ford verstärkt dem
Drama zu und schrieb zusammen mit Thomas Dekker "The Fairy Knight" und "The Bristowe Merchant" (um 1634). Zu Fords bedeutendsten Versdramen gehören "Love’s
Sacrifice" (1630), "The Broken Heart" (1633, "Das gebrochene Herz"), Schade, dass sie eine Hure war (1633, "‘Tis a Pity She’s a Whore"), "The Chronical
History of Perkin Warbeck" (1634, "Die Geschichte Perkin Warbecks. Eine seltsame Wahrheit"), "The Lady’s Trial" (1638) und "The Witch of Edmonton" (1658,
"Die Hexe von Edmonton"). In prallen, teils sinnlichen, teils grotesk-grausamen Bildern zeigt der Shakespeare-Zeitgenosse John Ford in seinem Drama Schade, dass sie eine Hure war
die Macht der Liebe gegenüber einer verkommenen Gesellschaft auf.
Ford, der um 1640 starb, genoss wegen der Schönheit seiner Sprache und seinen Blankversen hohes Ansehen unter seinen Zeitgenossen. [ © Felix Bloch Erben, Berlin]
Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt: Übersetzung von B. K. Tragelehn
Premiere: 19. Januar 08, Großes Haus
Regie: Peter Kastenmüller Bühne: Michael Graessner Kostüme: Kathi Maurer Musik und Geräuschewelt: Malte Preuss Licht: Nicol Hungsberg Dramaturgie: Hans-Peter Frings Regieassistenz: Benjamin Eggers Video: Philipp Batereau Bühnenbildassistenz:
Ida-Marie Corell Kostümassistenz: Alexandra Helminger Souffleuse: Alexandra zu Stolberg Inspizienz: Joachim Möller Technische Produktionsleitung:
Josef Dreker, Laura van Haperen Technische Einrichtung: Andreas Kremer Ton: Matthias Schmidt, Philipp Batereau, Gloria Müller Maske:
Patricia Dietz, Verena Martin, Lutz Paschke Requisite: Jens Schönherr Regiehospitanz: Verena Hagedorn, Magdalena Wiedenhofer Dramaturgiehospitanz:
Sanja Vukicevic
Besetzung: Bonaventura, ein Mönch:
Christian Kuchenbuch Ein Kardinal, Nuntius des Papstes: Ingolf Müller-Beck Soranzo, ein Edelmann: Fabian Gerhardt
Florio, ein Bürger von Parma: Wolfgang Gorks Donado, ein anderer Bürger: Heiner Stadelmann Grimaldi, ein Herr aus Rom: Simon Brusis Giovanni, Florios Sohn:
Martin Butzke Bergetto, Donados Neffe: Ingolf Müller-Beck Richardetto, ein angeblicher Arzt: Falilou Seck Vasques, Soranzos Diener:
Wilhelm Eilers
Annabella, Florios Tochter:
Sandra Bayrhammer Putana, Vertraute Annabellas: Melanie Witteborg Hippolita, Richardettos Frau: Sascha Icks Philotis, seine Nichte:
Nadia Schneider
Besprechung auf kulturfreak.de
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Schade , dass sie eine Hure war schauspielfrankfurt Sascha Icks, Wilhelm Eilers und Sandra Bayrhammer Foto: Alexander Paul Englert
Michael Graessner Geboren 1969 in West-Berlin.
Seit 1992 Ausstattungen für Film-, Fernseh- und Musikvideoproduktionen. Ab 1994 Studium Kostüm und Bühnenbild bei Achim Freyer an der HDK Berlin.
Seit 1996 regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Kastenmüller
1999 Zusammenarbeit mit Achim Freyer am Akademietheater Wien für die Urraufführung Die Eingeborenen von Franz Xaver Kroetz.
1999 - 2001 Arbeiten am Theater Kassel, Schauspielhannover und am Schauspiel Leipzig mit Armin Petras und Peter Kastenmüller.
2002 Kostümbilder am Schauspiel Luzern für die Oper Moses und Pharao unter der Regie von Sebastian Baumgarten.
2003 Kostüm für Woyzeck an der Semperoper ebenfalls in der Regie von Sebastian Baumgarten.
2004 Beschäftigung am Schauspiel Leipzig, Schauspielhannover, schauspielfrankfurt
2004 Entwicklung eines theaterübergreifenden Projektes in Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen und dem Haus der Kunst.
2005 ist Michael Graessner am Schauspielfrankfurt als Bühnenbildner beschäftigt und arbeitet in der Spielstätte schmidtstrassel 2 mit dem Kurator Armin Petras zusammen.
Im Anschluß wird er mit Christian Pohle und Rene Pollesch an den Münchner Kammerspielen arbeiten. Die Zusammenarbeit mit Peter Kastenmüller am Schauspielfrankfurt wird fortgesetzt.
Spielzeit 2006/2007 Falstaff nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare, Regie: Peter Kastenmüller
Spielzeit 2007/08
Schade, dass sie eine Hure war von John Ford, Regie: Peter Kastenmüller
Kathi Maurer geboren in München
Ausbildung
In München sammelte sie 1991 in der Kostümabteilung des Bayerischen Staatsschauspiels erste Erfahrungen. Danach ging sie für ein Jahr ans Central St. Martin's College for
Art and Design in London und wechselte 1992 an die Berliner Hochschule der Künste, wo sie in der Klasse von Prof. Achim Freyer Bühnenbild studierte. Schon während des
Studiums hat Kathi Maurer an einer Reihe von Theatern hauptsächlich als Kostümbildnerin gearbeitet.
Theater
Mit dem Regisseur Tilman Knabe verbindet sie seit 1992 eine kontinuierliche Arbeitsbeziehung, die an der Münchner Musikhochschule mit der Uraufführung der Oper Lunu von
Moritz Eggert begann. Weitere gemeinsame Arbeiten entstanden u.a. in Innsbruck (Die Eroberung von Mexico von Wolfgang Rihm, 1994, Hoffmanns Erzählungen von
Jacques Offenbach, 1997), an der Volksoper Wien (Thomas Chatterton von Matthias Pintscher, 2000) und wiederum in München 1997 für die Uraufführung von Moritz Eggerts Helle Nächte bei der Biennale. Auch im Schauspielbereich hat die junge Künstlerin schon an vielen Häusern gearbeitet: u.a. in Frankfurt/Oder, Chemnitz, am
Schauspiel Leipzig, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Staatstheater Mainz und am Schauspielhaus Bochum.
Am schauspielfrankfurt in der Spielzeit 2007/08
Schade, dass sie eine Hure ist von John Ford, Regie: Peter Kastenmüller
Malte Preuß geboren 1962
Ausbildung
Studium der Musik und bildenden Kunst an der Universität Hildesheim und Abschluss mit dem Diplom für angewandte Kunstwissenschaft.
Praxis
Arbeitet seit 1988 als Live-Musiker, Komponist, Bandleader und Schauspieler in verschiedenen Bands und der Freien Theaterszene (Theater Aspik, Theater Mahagoni, die
paramounts u.a.). Engagements u.a. am Schauspielhaus Bochum, an der Schaubühne Berlin, am Schauspielhannover, Schaupielhaus Köln, Theaterhaus Jena, an der Baracke
des Deutschen Theaters Berlin, auf Kampnagel, am Theater Basel, am Residenztheater München, Theater Freiburg und Luzerner Theater. Zusammenarbeit mit den
Regisseuren A. Hirche, J. Pataki, C. Frick, C. Paulhofer, P. Carp, l. Panteleev, C. Thum, S. Strunz, U. Jäckle, S. Baumgarten, S. Boss.
Am schauspielfrankfurt Spielzeit 2007/08:
Schade, dass sie eine Hure war von John Ford, Regie: Peter Kastenmüller, Musik
www.schauspielfrankfurt.de
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Das Schloss nach dem Romanfragment von Franz Kafka
Zur Inszenierung der Münchner Kammerspiele:
Premiere:
25 September 08
Regie: Andreas Kriegenburg Bühne: Andreas Kriegenburg Kostüme: Andrea Schraad Dramaturgie:
Matthias Günther Licht: Björn Gerum
Regieassistenz:
Jessica Glause Bühnenbildassistenz: Jens Dreske Kostümassistenz: Sonja Füsti Regiehospitanz
: Till Wagner
Mit: Walter Hess, Lena Lauzemis, Sylvana Krappatsch,Oliver Mallison, Bernd Moss, Annette Paulmann, Katharina Schubert und Edmund Telgenkämper
www.muenchner-kammerspiele.de
Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt:
Premiere: 6. März 08 (schmidtstrasse12)
Regie: Tomas Schweigen Grundraum: Bernd Schneider Ausstattung: Stephan Weber
Dramaturgie: Marcel Luxinger
Licht, Ton, Technik: Marcel Heyde Technische Einrichtung: Joachim Schröder, Mathias Rößler Regieassistenz: Lilli-Hannah Hoepner Bühnenbildassistenz:
Jana Lünsmann Maske: Anke Scharlach Requisite: Anja Becker, Uschi Trella Regiehospitanz: Rina Soloveitchik Ausstattungshospitanz:
Leon Schmid, Christine Schramm Dramaturgiehospitanz: Florian Heller
Darsteller: Nadja Dankers, Wilhelm Eilers, Stefko Hanushevsky, Sascha Maria Icks, Max Landgrebe, Silvester von Hösslin
Der Landvermesser K. wird in ein Schloss bestellt, wo er seine Dienste verrichten soll.
Allerdings muss er bei seiner Ankunft feststellen, dass man im Schloss nichts von diesem Auftrag weiß. Er muss damit vorlieb nehmen, sich in dem Gasthof des nahe gelegenen Dorfes einzumieten.
Ab und an erscheinen Beamte des Schlosses im Gasthof, sind jedoch – ebenso wie die Dorfbewohner – in ihrem Gebaren K. gegenüber undurchschaubar. Das Schloss als ein Mysterium scheint für alle
anziehend wie gleichermaßen angsteinfl ößend zu sein. Obwohl man nur wenig über das Schloss weiß – oder vielleicht eben deswegen – ist es scheinbar die Schaltzentrale der Macht, eine
Geheimgesellschaft, die das gesellschaftliche Leben beherrscht: die einflussreiche Bürokratie anonymer Apparatschiks – beinahe unmenschlich. Nicht die Macht durchschauen zu können, aber von
ihr beherrscht zu sein, schafft ein Klima lähmender Angst. Die Menschen in Kafkas Parabel sind von der Macht ausgeschlossen, können sie aber auch nicht an bestimmten Personen festmachen.
Kafka nähert sich in seinem Roman geradezu visionär Phänomenen der heutigen Globalisierung, die Folgen für jeden Einzelnen hat, ohne dass er deren Ursache wirklich erkennen könnte.
[© schauspielfrankfurt]
Besprechung auf kulturfreak.de
Tomas Schweigen Regisseur, geboren 1977 in Wien.
Ausbildung
Studium der Theaterwissenschaft, Dt. Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Wien Schauspielstudium in Wien
2000-2004 Regiestudium an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich Diplominszenierung Parzivality Show
Theater 1999-2000 Engagement am Tiroler Landestheater
Gründung der freien Theaterkompagnie FAR A DAY GAGE Teilnahme an den Regieplattformen Freischwimmer (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Zürich) und Gipfelstürmer (Zürich) Arbeiten am
Theaterhaus Gessnerallee in Zürich, am Stadttheater Bern, am Staatstheater Schwerin, an den Münchner Kammerspielen, am Theaterhaus Jena, am Schauspielhaus Wien, seit 2006 Zusammenarbeit mit
dem Hebbel am Ufer Berlin Außerdem zahlreiche Einladungen seiner bisherigen Inszenierungen zu internationalen Festivals wie u.a. zum Theaterspektakel Zürich, Schiller-Festival in Weimar
oder zu transeuropa in Hildesheim.
Auszeichnungen 2005 Schweizer Förderpreis für innovatives Theater Premio für das Schiller-Projekt Polizey Publikumspreis und Ensemblepreis der
Jury des SKS-Theatertreffens in Hannover für Parzivality Show
am Schauspielfrankfurt Spielzeit 2007/08 Das Schloss nach Kafka, neue Bearbeitung von Marcel Luxinger und Tomas
Schweigen (diese Produktion wurde zum Fadjr Theaterfestival in Teheran eingeladen und dort mit dem Preis für beste Regie und beste Ausstattung ausgezeichnet.
Spielzeit 2008/2009 Die Valentin-Methode. EinHumor-Labor, Regie:Tomas Schweigen
Tomas Schweigen ist Gastdozent an der Zürcher Hochschule der Künste.
Silvester von Hösslin geboren 1978 in München.
Ausbildung Abitur Studium an der Theater Hochschule Zürich
Theater Opernhaus Zürich
Die verkaufte Braut, Regie: Matthias Hartmanns Theaterhaus Gessnerallee, Zürch Autodrom, Regie: Niklaus Helblings Schauspielhaus Bochum Judith von Hebel, Regie: Wilfried Minks
Theater Aachen Leonce und Lena von Georg Büchner, Regie: Thomas Oliver Niehaus
am Schauspielfrankfurt Spielzeit 2007/08
Das Schloss nach dem Romanfragment von Franz Kafka, neue Bearbeitung von Marcel Luxinger und Tomas Schweigen, Regie: Tomas Schweigen
Spielzeit 2008/2009 Die Valentin-Methode. EinHumor-Labor, Regie:Tomas Schweigen
Auszeichnungen Nennung als Bester Nachwuchsschauspieler in theater pur für seine schauspielerische Leistung als Leonce
www.schauspielfrankfurt.de
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Schonzeit
Von: Andreas Jungwirth (* 1967) Uraufführung:
26. Januar 2008 (Darmstadt, Staatstheater Darmstadt)
Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:
Premiere: 26. Januar 08 (Uraufführung)
Inszenierung: Ina Annett Keppel Bühne und Kostüme: Sandra Draschaft Musik: Sebastian Franke Dramaturgie: Gudrun Schäfer
Besetzung:
Mädchen: Julia Glasewald Mutter: Sonja Mustoff Großmutter: Margit Schulte-Tigges Wolf: Hans Matthias Fuchs Jäger: Harald Schneider
Schonzeit im Wald - man nutzt die Pause zur inneren Einkehr. Zum Beispiel der Wolf. Er hat genug von der Rolle des bösen Buben und verkündet, er wolle mit dem alten Spiel um Jäger und
Gejagten endlich Schluss machen. Auch mancher Dorfbewohner verspürt Veränderung - Die Großmutter bereitet sich auf das Ende ihres Lebens vor und der Jäger möchte endlich eine Frau an seiner
Seite. Während die Mutter in der Wirtsstube zurückbleibt, begibt sich das Mädchen auf den großen Auszug in den Wald - und begegnet dort einem faszinierenden Wesen, das ihm nicht mehr aus dem
Herzen will: Dem Wolf! Der Weg zur Großmutter wird zur Erfahrungs-Reise aller Figuren.
Der Österreicher Andreas Jungwirth hat mit seinem Text eine archaische Variante eines bekannten
Märchenstoffs geschaffen: Halb Rotkäppchen, halb kritisches Volksstück. Mit ausdrucksstarker Sprache zeichnet er einsame Figuren, auf der Suche nach sich selbst und sehnsüchtig nach dem, was
ihnen das Leben noch bereithält. Schonzeit erfährt in Darmstadt die Uraufführung. [© Staatstheater Darmstadt]
www.staatstheater-darmstadt.de
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Sonia Mushkat
Von: Savyon Liebrecht Deutschsprachige Erstaufführung:
23. Februar 2007 (Bonn, Theater Bonn)
Zur Inszenierung des Theater Bonn:
Premiere: 23. Februar 07 (DSE)
Inszenierung: Michael Helle Bühne und Kostüme:
Dieter Klaß
Besetzung: Lidia: Tanja von Oertzen Paula, deren Schwester: Tatjana Pasztor Albert, deren Sohn: Hendrik Richter
Sonia, Bauerstochter: Maria Munkert
Das Theaterstück „Sonia Mushkat" spielt kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in Ungarn. Die 58jährige Lidia (gespielt von Tanja von
Oertzen), ihre jüngere Schwester Paula (Tatjana Pasztor) und Lidias SOjähriger Sohn Albert (Hendrik Richter) haben sich auf der Flucht vor der Gestapo in letzter Minute in einen Keller retten
können. Sie sind Besseres gewöhnt, schließlich entstammen sie einer wohlhabenden jüdischen Familie. Den einzigen Kontakt zur Außenwelt haben sie über ein einfaches Bauernmädchen namens Sonia.
Unter dem Druck der Verhältnisse verlieren die Eingeschlossenen auf erschreckende Weise nicht nur Lebensstandard und Umgangsformen; bedroht ist die Substanz der Menschlichkeit. Zudem enthüllt
sich in einem geradezu thrillerhaften Sog, dass Sonia nicht die ist, die sie zu sein glaubt...
Savyon Liebrecht wurde 1948 als Tochter polnisch-jüdischer Holocaustüberlebender
in München geboren. Aufgewachsen ist sie in Israel, wo sie Philosophie und Literaturwissenschaft studierte. Heute lebt sie als Schriftstellerin in Tel Aviv. Ihre Erzählungen, Theaterstücke
und ein Roman wurden in Israel mit den wichtigsten Literaturpreisen ausgezeichnet und sind Bestseller. Sie gilt als eine der bedeutendsten Erzählerinnen des Landes. Auf Deutsch erschienen
„Äpfel aus der Wüste" (1992), „Ein Mann und eine Frau und ein Mann" (2000), „Die fremden Frauen" (2002) und zuletzt „Ein guter Platz für die Nacht" (2005). Für die
deutschsprachigen Bühnen wird Savyon Liebrecht gerade entdeckt: Ende Oktober kam in Bern ihr Stück „Sieh mich an und sprich" zur deutschsprachigen Erstaufführung. Die Titelfigur der
Sonia Mushkat spielt Maria Munkert. Michael Helle führt Regie.
www.theater-bonn.de
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Das Sparschwein Von: Eugène Labiche (06.05.1815 - 22.01.1888) Neu übersetzt und bearbeitet von:
Folke Braband und Axel Bauer
Zur Inszenierung des Theater am Kurfürstendamm, Berlin:
Premiere: 25. November 07
Vorstellungen bis: 30. Dezember 07 Voraufführungen: 21. bis 24. November 07
Regie: Folke Braband Ausstattung: Gabriella Ausonio
Mit:
Ezard Haußmann, Franziska Hayner, Michael Schönborn, Kai Maertens, Anton Rattinger, Julia Philippi, Stefan Puntigam, Axel Buchholz
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Vor dem Schlachtfest Das Sparschwein Theater am Kurfürstendamm, Berlin
25. November bis 30. Dezember 07 Foto: Thomas Grünholz
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Wir schreiben das Jahr 1864. Der von Zahnschmerzen geplagte Pensionär Chambourcy (Ezard Haußmann), dessen altjüngferliche Schwester Léonida (Franziska Hayner),
seine Tochter Blanche (Julia Philippi), der verfressene Apotheker Cordenbois (Anton Rattinger), der vergnügungssüchtige Bauer Colladan (Michael Schönborn) und der
schüchterne Notar Felix (Stefan Puntigam) leben in dem Dorf Alès sur Meuse. Sie alle sind Mitglieder einer Kartenrunde, die irgendwann einmal beschlossen hat, dass bei
jedem Drilling ein Sous von jedem Spieler eingezogen wird und in ein Sparschwein wandert. Als das Sparschwein voll ist, muss man sich darüber einigen, was mit dem
Ersparten geschehen soll. Nach einigem Hin und Her verständigen sich die Provinzler auf eine Reise nach Paris.
Dort erleben die Landeier ihr blaues Wunder: In einem noblen Restaurant blamieren sie sich bis auf die Knochen. Das Bauchkorsett des Apothekers wirkt dort ebenso fehl am
Platze wie die Hacke des Landwirts und der boshafte Kellner (Kai Maertens) bedient sie ohne jeden Respekt. Ein eifriger Polizist (Axel Buchholz) bezichtigt sie des Diebstahls.
Sie werden Opfer von Betrügereien, Irrtümern und nicht zuletzt ihrer selbst.
Was als Abenteuer geplant war, wird zum Albtraum. Aus Witz wird Aberwitz. Aus Vergnügungsreisenden eine Zwangsgemeinschaft. Paris entpuppt sich als Hauptstadt der Gaukler und Gauner.
Einige Landeier
Ezard Haußmann (Chambourcy)
siedelte 1956 mit seinen Eltern in die ehemalige DDR, wo er 1958 sein Diplom an der Schauspielschule Ernst Busch ablegte. Er spielte zunächst in Wittenberg, Stendal,
Quedlinburg sowie Wismar. Es folgte ein siebenjähriges Engagement am Deutschen Theater, anschließend war die Volksbühne sein künstlerisches Zuhause. Als er 1968 aus
Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings einen Kranz zur tschechischen Botschaft trug, drohte ihm die DDR-Regierung eine mehrmonatige Haftstrafe an und
erteilte ihm ein zehnjähriges Berufsverbot.
Nach der Wende war er am Berliner Schillertheater, dem Wiener Burgtheater, dem Schauspielhaus Bochum und dem Berliner Schlosspark-Theater engagiert. Zudem hatte er
Gastverträge an der Schaubühne Berlin, am Theater am Kurfürstendamm, Thalia Theater, Rémond-Theater, Stadttheater Basel und Berliner Ensemble.
2006 stand er als Großschatzmeister Wilhelm Cecil in Luk Percevals Inszenierung „Maria Stuart“ in der Schaubühne am Lehniner Platz auf der Bühne.
Bereits 1991, 1992 und 1993 brillierte er als Hauptdarsteller in den von Brigitte Grothum jährlich inszenierten „Berliner Jedermann-Festspielen“. Im Jahr 2007 spielte er den
Teufel, den bereits 1992 sein Sohn Leander gab.
Für ihn stand er in „Sonnenallee“ und „NVA“ vor der Kamera. Zahlreiche andere Regisseure wie Werner Masten oder Eoin Moore engagierten ihn für ihre Produktionen. 1990
und 1991 erhielt Ezard Haußmann den Goldenen Vorhang als beliebtester Schauspieler Berlins. Zudem wurde ihm der Verdienstorden des Landes Berlin und die Silberne
Ehrennadel des Schauspielhauses Bochum verliehen. 1991 ehrte ihn der Arbeitskreis Christlicher Publizisten (ACP).
Anton Rattinger (Cordenbois)
den das Kurfürstendamm-Publikum als Professor Bernhardy aus „Pension Schöller“, aus „Die Hose“, „Der Gast“ und dem Liederabend „Männer“ kennt, spielt den Apotheker.
Rattinger hatte Engagements an zahlreichen Berliner Bühnen so z. Bsp. am Renaissance-Theater und an Schiller- und Schlosspark-Theater, dem Berliner Ensemble, den
Kammerspielen und der Neuköllner Oper. Auch an den großen Musical-Bühnen im Theater an der Wien, Theater des Westens und am Theater am Potsdamer Platz spielte er
Hauptrollen. In zahlreichen Funk- und Fernsehsendungen wirkte er ebenso mit wie in internationalen Filmen. Er drehte u. a. mit Margarethe von Trotta, Claude Chabrol, Detlev
Buck, Oscar Roehler sowie Marco Kreuzpaintner.
Michael Schönborn (Colladan)
Der Österreicher ist bekannt aus Serien wie „Der Winzerkönig“, „Soko Kitzbühl“, „Zodiak“, „Der Bulle von Tölz“, „Großstadtrevier“ oder „Nikola“. In Edgar Reitz´ „Die zweite
Heimat“ spielte er den Philosophiestudenten Alex. Er drehte mit Regisseuren wie Uwe Schrader, Tom Toelle, Reinhardt Hauff, Hark Bohm, Joseph Vilsmaier, Hartmut Griesmayr,
Werner Masten, Mika Kaurismäki, Uwe Friesner, Xaver Schwarzenberger und Peter Patzak. Seine Theaterlaufbahn führte ihn unter anderem an das Deutsche Schauspielhaus
in Hamburg, an das Thalia Theater Hamburg, an die Hamburger Kammerspiele und an das Theater Basel.
Zwei Städter
Kai Maertens (Kellner und Heiratsvermittler)
startete seine Bühnenkarriere an den Städtischen Bühnen Osnabrück. Es folgten Festengagements in Köln und am Hamburger Thalia Theater, wo er beinahe 7 Jahre (bis 1992
) blieb. Seit 1993 arbeitet Kai Maertens frei, unter anderem in Wien, Brüssel, Frankfurt und immer wieder in Hamburg. Mit dem unvergessenen Wolfgang Staudte drehte er 1984
das Fernsehspiel „Typisch Schauspieler“. Millionen von Fernsehzuschauern kennen ihn aus Serien wie „Sterne des Südens“ oder „Geisterjäger John Sinclair“. In der ZDF
-Serie „SOKO Wismar“ war er der Polizeihauptmann Oliver Hinzmann - auf der Wache der Spezialist für trockenen Humor. In der letzten Spielzeit stand er in der Komödie am
Kurfürstendamm in „Die Grönholm-Methode“ auf der Bühne.
Eugène Labiche
(1818-1888) hat 175 Lustspiele, Possen und Farcen verfasst. Der Autor, Sohn eines Fabrikanten, war ziemlich geschäftstüchtig und engagierte verschiedene Partner, die mit
ihm an den Stücken schrieben. „Das Sparschwein“ ist eines seiner erfolgreichsten Werke. Es wurde am 22. Februar 1864 im Théatre du Palais Royal in Paris uraufgeführt.
1880 wurde Labiche Mitglied der Académie française, was jedoch nicht einhelligen Beifall fand, denn: „Man gibt doch keinen Akademie-Sessel an eine Firma.“
Der Farce-Fabrikant des Second Empire war sich wohl der Grausamkeit und Traurigkeit der Gesellschaft, die er beschrieb, bewusst, war er doch auch selbst deren Opfer. So
schrieb der Autor Benjamin Henrichs über Labiche und einen zweiten gr0ßen französischen Lustspiel-Autor, Feydeau (1862-1921): „Sie fabrizierten hektisch, fast
besinnungslos Stücke – und waren deshalb den ewig umgetriebenen Helden ihrer Stücke ziemlich ähnlich.“
Der Regisseur Folke Braband
gründete gemeinsam mit dem Theaterdirektor Martin Woelffer die Studiobühne magazin. Beide sammelten hier erste Erfahrungen als Regisseure. Mittlerweile hat Braband über
60 Theaterstücke inszeniert: In München, Hamburg, Düsseldorf, Dresden, Köln und Wien. Neben zeitgenössischen „schwarzen“ Komödien und gesellschaftskritischen Stoffen
hat er in den letzten Jahren verstärkt klassische Werke auf die Bühne gebracht. Seine Inszenierungen „Barbaren“ (1994) sowie „Die Schaukel“ (1998), beide für die Vaganten
Bühne, waren für den Friedrich-Luft-Preis nominiert.
2001 wählten die Mitglieder der Berliner Theatergemeinde seine Regiearbeit von „Ladies Night“ für die Tribüne zum beliebtesten Stück der Theatersaison.
Zuletzt inszenierte Folke Braband an der Komödie am Kurfürstendamm die Produktion „Die Grönholm-Methode“.
Kartenpreise Di bis Do 36/25/13€
und Fr/Sa/So sowie am 25. und 26. Dezember 39/28/17€ Premieren 47/36/24€ alle Preise inklusive Programmheft Voraufführungen 19 € auf allen Plätzen
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de
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Des Teufels General Drama in 3 Akten
Von:
Carl Zuckmayer (27.12.1896 - 18.101.1977)
Uraufführung: 12. Dezember 1946 (Zürich, Schauspielhaus) Deutsche Erstaufführung:
8. November 1947 (Hamburg, Deutsches Schauspielhaus)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 12. Oktober 07
Inszenierung: Cornelia Crombhoiz Bühne:
Florian Barth Kostüme: Annelies Vanlaere Musik: Michael Zlanabitnig Dramaturgie:
Katharina Gerschler Regie-Assistenz: Christian Schürmann Ausstattungs-Assistenz: Alexandra Kurcsics Inspizienz: Anna Grabusinski Souffleuse:
Heidi Pohl
Besetzung:
Harras: Stefan Walz Friedrich Eilers: Lukas Piloty
Anne Eilers: Katja Hirsch von Mohrungen: Andreas Mach Waltraud von Mohrungen, genannt Pützchen: Verena Bukal Olivia Geiss: Monika Dortschy
Diddo Geiss: Katharina Knap Oderbruch: Florian Hänsel Hartmann: Felix Mühlen Korrianke: Thomas Kornack Otto: Michael Schlegelberger
Schmidt-Lausitz: Gregor Trakis Buddy Lawrence: Daniel Seniuk Baron Pflungk: Thomas Prazak Musiker: Michael Zlanabitnig
Er ist kein Nazi, aber ein Nutznießer des Systems. Er ist ein Pilot, ein Superstar der Lüfte: General Harras, Draufgänger, Frauenheld und Genussmensch, macht sich 1941, kurz vor Eintritt der USA in den Krieg, keine Illusionen mehr über das NS-Regime. Schon zu Beginn, 1933, hatte er kaum welche und hat trotzdem mitgemacht. Das Fliegen ist für ihn immer noch vor allem ein beglückendes Spektakel, weil er dabei eine diabolische Glanzrolle spielen darf: haftet dem hoch technisierten Luftkrieg doch immer noch etwas vom archetypischen Kampf „Mann gegen Mann" an, der leicht darüber hinwegtäuscht, dass in der Eleganz des Geräts dennoch die tödliche Waffe steckt. Und die setzt er ein - im Auftrag eines Weltentwurfs, an den Harras nicht glaubt. Er wähnt sich sicher, meint über die Vertreter des Dritten Reiches spotten zu können, weil er ihnen sein kriegswichtiges Fachwissen zur Verfügung stellt. Dabei ticken in der Wand schon die Abhörgeräte der Gestapo. Zuckmayer gelingt in der Zeichnung seines ambivalenten „Helden" ein bedrängendes Drama des Mitläufertums und einer moralisch in Auflösung begriffenen Gesellschaft, in der die Mechanismen des Machterhalts erschreckend deutlich zutage treten.
Cornelia Crombhoiz, die in der Spielzeit 2006/2007 in Mainz „Clavigo" zeigte, hat u. a. in Salzburg, am Deutschen Theater Berlin, am Berliner Ensemble, am Staatstheater
Nürnberg, am Münchner Residenztheater und am Schauspielhaus Graz inszeniert. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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Der Totmacher Kammerspiel zwischen Trieb und Vernunft Von: Romuald Kamarkar und Michael Farin
Zur Inszenierung des Theater Landungsbrücken, Frankfurt:
Premiere: 12. Oktober 07
Inszenierung von und mit: Julian König und Linus Koenig
Deutschland, wo es am düstersten ist. Zu Besuch in Fritz Haarmann. Mindestens 24 junge Männer tot gemacht. So viele
wie er hat selten einer tot gemacht. Zerstückelt. Die Kleider verkauft. Das Fleisch zu Wurst verarbeitet. Die Knochen in
die Leine geworfen. So weit, so bekannt abstoßend und magisch anziehend.
Der Psychologe Dr. Schultze bekommt den Auftrag, den Kaufmann, Lebenskünstler und Gelegenheits
-Menschenschlächter Fritz Haarmann auf seine Zurechnungsfähigkeit hin zu begutachten. Und sieht sich in ein
seltsames Spiel verwickelt, dessen Regeln er nicht verstehen kann. Wie erschreckend unerschrocken Haarmann über
seine eigenen Taten plaudert und dabei trotzdem seine Wirkung auf die Öffentlichkeit bewusst reflektiert, lässt jede Art der Annäherung und Kategorisierung ins Leere laufen.
Pervers, böse, unmenschlich oder auf eine kranke Art gesund? Das Kind im Massenmörder entzieht sich jeglicher Art
der vernünftigen Begutachtung. Wie ordnet man so jemanden ein in die liebgewonnenen Raster? Jemanden, dem nach
der allgemeingültigen Definition vom Menschsein etwas Entscheidendes fehlt: die Fähigkeit, seine Triebe unter Kontrolle zu halten.
Der Zuschauer, allein gelassen mit einem Tisch, zwei Stühlen, einem unbeholfen sympathischen Triebtäter und einem
hilflosen Vernunftsmenschen möchte die Augen vor Bildern verschließen, die gar nicht zu sehen sind. Und sich
manche Fragen lieber nicht stellen. Was tun? Das Unvorstellbare verstehen wollen? Vernünftig und gerecht urteilen? Oder einfach dem Trieb folgen und kurzen Prozess? Oder alles zusammen...
Der Text von Romuald Kamarkar und Michael Farin, 1995 erfolgreich verfilmt mit Götz George in der Titelrolle, basiert auf den Original-Protokollen der Vernehmungen im
Haarmann-Prozess.
„Die haben doch schon Bücher und Zeitungen gemacht, später kommen noch Filme und Theaterstücke – ich bin doch jetzt berühmt.“
www.landungsbruecken.org |
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Tropfen auf heiße Steine Von: Rainer Werner Fassbinder (31. Mai 1946 - 10. Juni 1982)
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 13. Januar 07 (Wartburg)
Regie: Caroline Stolz
Bühne und Kostüme: Lorena Díaz Stephens/Jan Hendrik Neidert Musik: Ernst August Klötzke Dramaturgie: Irma Dohn
Besetzung: Leopold Bluhm:
Franz Nagler Franz Meister: Florian Thunemann Anna Wolf: Alexandra Finder Vera: Julia Grimpe
Eine bizarre Vierecksgeschichte: Der 55jährige
Geschäftsmann Leopold spricht den 19jährigen Franz auf der Straße an und nimmt ihn mit in seine Wohnung. Es ist der Beginn einer eheähnlichen Beziehung. Während Leopold das Geld verdient,
kümmert sich Franz um den Haushalt. Was als leidenschaftliche Liebe beginnt, wandelt sich schnell in einen erbarmungslosen Machtkampf und Psycho-Krieg. Als dann plötzlich Franz’ Exfreundin
Anna und Leopolds Exehefrau Vera vor der Tür stehen, ergibt sich ein brutales Quartett der Leidenschaften und Lieben, der Harmonien und Dissonanzen.
Wie in seinen Theaterstücken und
Filmen thematisiert R. W. Fassbinder den Traum von der großen, unbedingten Liebe und ihrer Unmöglichkeit – egal ob in homosexuellen oder heterosexuellen Beziehungen.
Der Filme- und
Theatermacher, Schauspieler und Autor Rainer Werner Fassbinder (1945 – 1982) hat das Stück im Alter von neunzehn Jahren geschrieben. Erst nach seinem frühen Tod – er starb mit gerade 37
Jahren an einer Überdosis – wurde es gefunden und im Mai 1985 in München uraufgeführt. Im Jahr 2000 wurde es von dem französischen Filmemacher François Ozon erfolgreich verfilmt.
Die
junge Regieassistentin und Regisseurin Caroline Stolz hat am Staatstheater Wiesbaden bereits „Männersache“ von Franz Xaver Kroetz inszeniert. Außerdem waren von ihr zwei Szenen aus Ingrid
Lausunds „Bandscheibenvorfall“ im Rahmen des Projekts „An die Arbeit, fertig, los!“ zu sehen. Zuvor hat sie am Schauspielhaus Bochum „Titanic“ in einer Bearbeitung von Tobias Krechel u.a.
erarbeitet und an der Studiobühne Bochum Dorfmans „Der Tod und das Mädchen“ inszeniert. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
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Das trunkene Schiff Eine szenische Ballade von: Paul Zech
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 15. Mai 07
Regie: Florian von Hoermann Bühne: Rudolf Bekic
Kostüme: Norgard Kröger, Katja Strohschneider Musik: nackt Licht: Frank Kraus Dramaturgie: Marcel Luxinger
Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska Bühnenbildassistenz: Britta Kloß Souffleuse: Christine Schneider Inspizienz: Thomas Nossek Ton:
Inga Lüth, Franziska Rudolphi Maske: Beate Bauer, Jan Bundil Technische Einrichtung: Hubertus Schneider Technische Produktionsleitung: Laura van Haperen Requisite: Albrecht Haevernick, Markus Öhlinger Dramaturgiehospitanz: Katrin Breschke Regiehospitanz: Lisa Danulat
Bühnenbildhospitanz: Sarah Mirza Leiter der Statisterie: Winfried Scheffler
Besetzung:
Rimbaud: Daniel Christensen Verlaine: Christian Kuchenbuch Mathilde:
Sandra Bayrhammer Der Andere:
Falilou Seck
Statisten:
Agassi F. Bangura, Logan Breudji, Manga Diagne, Ousainou Faal, Papa Samba Fall, Josef Gebretenssaie, Masse N'Diaye, Yonas Teame, Tesfalem-Kafel
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Das trunkene Schiff schauspielfrankfurt Paul Verlaine (Christian Kuchenbuch)
Im Hintergrund: Mathilde Verlaine (Sandra Bayrhammer) & Arthur Rimbaud (Daniel Christensen) Foto: Alexander Paul Englert
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Das Stationendrama des Expressionisten Paul Zech beschäftigt sich sowohl mit dem Werk als auch mit dem Leben des legendären Dichters Arthur Rimbaud. Dieser erschien
wie ein Komet am Literaturhimmel und hatte sein gesamtes Werk bereits als Teenager vollendet, bevor er in Nordafrika und dem Nahen Osten als Waffenschmuggler,
Karawanser und Hasardeur tätig wurde. Legendär ist auch seine verhängnisvolle und nicht minder leidenschaftliche Freundschaft zu dem Dichter Paul Verlaine.
Rimbaud war nicht auf der Suche nach dem Absoluten in der Kunst, sondern er wollte es leben. Unbedingt und ohne Rücksicht auf Verluste. Was in einem Menschen vorgeht,
der sich von der Kunst abwendet, um das echte Leben in einer Radikalität zu führen, wie man es sonst nur in der Kunst findet, ist Thema dieser szenischen Ballade. [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
Besprechung auf kulturfreak.de
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Über das Marionettentheater. Kleist
Zur Inszenierung des Theater Willy Praml, Frankfurt/M:
Premiere: 16. Mai 08
Regie: Willy Praml Bühne/Kostüme: Michael Weber
Mit:
Andreas Bach. Reinhold Behling. Hertha Georg. Birgit Heuser. Emilie Stefaner. Tim Stegemann. Michael Weber.
Über das Marionettentheater. Kleist Theater Willy Praml, Frankfurt/M Foto: Seweryn
Kleists vorletztes Lebens-Projekt: er gibt die Berliner Abendblätter heraus, eine Zeitung zwischen BILD und Feuilletton. Da stehen die vier Folgen über das Marionettentheater
neben dem Bericht über einen glücklich gelöschten Schornstein in der Niederlagstrasse: Kleists kruder Blick auf die Welt im Boulevardblatt-Format. Das geht nicht lange gut und
nach einem halben Jahr schon sind seine Blätter zu Tode zensiert und damit auch der Autor und Herausgeber.
„Das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns:
wir müssen die Reise um die Welt machen und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.“
schreibt er im Marionettentheater-Aufsatz.
Kleists Weltreise endet im November 1811 am Kleinen Wannsee in Berlin. Kein Ort für den Hintereingang zum Paradies. Vielmehr das Szenario für sein letztes Lebens-Projekt:
seinen Doppelselbstmord, mit Henriette Vogel zusammen. Ihr schiesst er ins Herz, sich selbst in den Mund. Schweigen.
„Nun, oh Unsterblichkeit, bist du ganz mein.“
Der Theaterabend „Über das Marionettentheater.Kleist “ fügt letzte Texte des Autors zu einem Seelenprotokoll zusammen – verteilt auf 6 Personen. 6 Scherben des
zerbrochenen Kleist, wie wir unseren Projekt-Zyklus genannt haben, der mit dieser Inszenierung seinen Abschluss findet.
www.theater-willypraml.de
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Ulrike Maria Stuart Von: Elfriede Jelineck Uraufführung: 28. Oktober 06 (Hamburg, Thalia Theater)
Zur Inszenierung vom schauspielfrankfurt:
Premiere: 1. November 07 (schmidtstrasse 12)
Regie: Peter Kastenmüller Grundraum: Bernd Schneider Ausstattung: Michael Graessner Dramaturgie: Maike Gunsilius Licht, Ton, Technik: Marcel Heyde
Technische Einrichtung: Joachim Schröder, Mathias Rößler Regieassistenz: Benjamin Eggers / Mina Salehpour Bühnenbildassistenz: Jana Lünsmann / Birgit Keller
Soufflage: Boris Wendt Maske: Anke Scharlach Requisite: Anja Becker / Uschi Trella Regiehospitanz: Esther Fehse, Anne-Christine Mengert
Ausstattungshospitanz: Leon Schmid Dramaturgiehospitanz: Renee Marcuard
Besetzung:
Ulrike / Maria: Abak Safaei-Rad Gudrun / Elisabeth: Sabine Waibel Prinzen im Tower / Engel: Johanna Bantzer, Falilou Seck Chor der Greise / Engel:
Susanne Böwe, Heiner Stadelmann sowie: Lydia Beck, Marie Becher, Anna Steinberg, Lisanne Kind und Boris Wendt
Besprechung auf kulturfreak.de
Johanna Bantzer geboren 1978
Ausbildung
1995 - 1997 Abendkurse an der Bildkunst Akademie 1999 - 2003 Theaterhochschule Zürich
Theater
Elfriede (2002)Gastspiel am Schauspielschultreffen in Essen, Rolle: Elfriede . Regie: Niklaus Helbling König Lear (2003) Theater Basel, Rolle: Cordelia. Regie: Sebastian Nübling
Geld und Geist (2003 - 2005), Theater Basel, Rolle: Anne Mareili. Regie: Rafael Sanchez Freie Sicht aufs Mittelmeer (2004), Theater Basel, Rolle: Sie. Regie: Dani Levy
Der Bus (2005)Theater Basel, Rolle: Erika / Hauptrolle. Regie: Albrecht Hirche Peer Gynt(200Q) Theater Basel, Rolle: Solvejg. Regie: Florian Fiedler
Hedda Gabler (2007) Schauspiel Hannover Rolle: Thea Elvsted. Regie: Christina Paulhofer
Preise Schweizer Filmpreis als Beste Schauspielerin 2005
Shooting Star der Schweiz an der Berlinale 2005 Max Ophüls Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin 2004
Am Schauspielfrankfurt in der Spielzeit 2007/2008:
Ulrike Maria Stuart von Elfriede Jelinek, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Prinz im Tower / Engel
www.schauspielfrankfurt.de
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Die Unbeständigkeit der Liebe (La double inconstance) Komödie in drei Akten
Von: Pierre Carlet de Marivaux (4.2.1688 - 12.2.1763) Uraufführung: 1723
Pierre Carlet Chamblain de Marivaux wurde am 4. Februar 1688 in Paris
als Sohn eines mittleren Beamten geboren. Die Jugendjahre ab 12 verlebte er in Riom, wo er sein erstes Stück und einen ersten Roman verfasste. Mit 22 kehrte er mit diesem Roman im Gepäck
zurück nach Paris und schrieb sich für das Jurastudium ein. Der bekannte Frühaufklärer Fontenelle las seinen Roman und führte ihn in die Pariser Salons ein, in denen seine geistvolle Art zu
schreiben sehr gut ankam. Die Herkunft des von ihm ab 1716 verwendeten Namens de Marivaux ist dunkel; der in Literaturgeschichten oder Literaturlexika zu findende Name de Chamblain war
eigentlich der seines älteren Cousins, ein bekannter Architekt, und wurde von ihm selbst nur gelegentlich benutzt.
Als 1720 die spekulativ überbewerteten Aktien der Compagnie de
l'Occident, einer Bank- und Handelsgesellschaft in die Pierre sein gesamtes Vermögen gesteckt hatte, in den Keller gingen, waren Marivaux, seine Frau und seine 1718 geborene Tochter über
Nacht arme Leute. Er machte zwar noch sein Jura-Examen, begann aber keine Anwaltskarriere, sondern schrieb fleißig Theaterstücke, mit denen er relativ rasch Erfolg hatte. Seine thematische
Vorliebe war die Schilderung des unabwendbaren Verliebens zweier Menschen, die zunächst durch Standesgrenzen getrennt zu sein scheinen, sich dann aber durchaus als passend erweisen; z. B. Die
Liebesüberraschung (La Surprise de l'amour, 1722) oder Die Unbeständigkeit der Liebe (La double inconstance, 1723). 1742 wurde er zu einem leitenden Mitglied der Académie Française ernannt,
was ihm eine Dienstwohnung, adelsähnliche Privilegien und erfreuliche Prestigemöglichkeiten verschafft.
Marivaux starb am 12. Februar 1763 in Paris. In seinen teils allegorischen,
teils sozialkritischen Stücken, vor allem jedoch in seinen Liebeskomödien, stellte er die einfühlsam analysierte Psychologie der Figuren in den Mittelpunkt der Handlung und weist der Sprache
eine bedeutende Rolle zu. Die besondere Leistung seines Schaffens besteht gerade in der Übertragung der spielerisch-eleganten Sprache der Pariser Salons jener Epoche in seine Stücke: sein
ureigener Stil, den man später als "marivaudage" bezeichnet. [© Felix Bloch Erben, Berlin]
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere:
19. Januar 08
Inszenierung: Felix Prader Bühne: Werner Hutterli Kostüme: Ute Noack
Mit: Katja Hirsch, Katharina Knap, Julia Kreusch; Tim Breyvogel, Zlatko Maltar, Joachim Mäder, Michael Schlegelberger
Ein junges Paar liebt sich - aufrichtig. Und deshalb ist Silvia, ganz klar, mit Arlequin verlobt. Doch der Prinz hat sie gesehen und sich heftig verliebt - er will nur sie, sonst keine! So lässt er Silvia entführen, obwohl die ja gar nichts von ihm wissen will. Sie liebt ganz einfach ihren Jüngling und ist sich sicher, dass kein gesellschaftlicher Glanz, weder Rang noch Name ihr diese Liebe, diesen Mann ersetzen könnten. Doch dann kommt Flaminia ins Spiel, eine Vertraute des Prinzen. Statt mit Notwendigkeiten und Zwängen zu drohen, bietet sie Silvia und Arlequin ihre Freundschaft an, erringt für beide die Freiheit, sich auch am Hofe täglich zu sehen. Und ganz unversehens brechen in den beiden dann doch nicht gar so „einfachen" Leuten kleine Eitelkeiten auf. Die Verlockung von ein wenig Luxus, guter Küche, in homöopathischen Dosen genossen, sorgen für kleine Irritationen, Entfremdung zwischen den Liebenden - und für heftige Verwirrung der Herzen. Und Flaminia muss sich dabei immer häufiger fragen, wie sehr ihr Einsatz für die Freunde eigentlich noch ein „Manöver" ist. Am Ende kommt dann alles, wie es kommen muss...
Wo liegen Wahrheit und Realität, wann ist Liebe echt oder gar ewig? Marivaux' komödiantische Versuchsanordnung über das Wesen der Untreue schickt die Figuren auf verschlungenen Pfaden immer weiter von sich weg - oder gerade zu sich selbst?
Der gebürtige Züricher Felix Prader, der als Assistent mit Peter Stein, Klaus Michael Grüber und Robert Wilson zusammenarbeitete, hat sich in den letzten Jahrzehnten insbesondere mit seinen Inszenierungen an der Berliner Schaubühne (u. a. „Kunst" von Yasmina Reza) und am Berliner Renaissance-Theater einen Namen gemacht. Darüber hinaus führte er Regie an den Schauspielhäusern in Zürich, Düsseldorf, Bochum, München, Wien, in Spanien, Frankreich und den USA. Mit seiner Inszenierung von Donizettis „Liebestrank" an der Volksoper Wien gab er sein Debüt als Opernregisseur. Am Staatstheater Mainz zeigte er in dieser Spielzeit bereits die Offenbach-Operette „Die schöne Helena". [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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Von Lügen und Lastern „The Lying Kind“ (“Frohes Fest”)
Von:
Anthony Neilson Deutsch von: Barbara Christ
Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Premiere: 14. September 08
Spielzeit bis: 19. Oktober 08 (Voraufführungen: 10. – 13. September)
Regie: Bettina Rehm Ausstattung: Julia Hattstein
Mit:
Dieter Landuris, Kai Maertens, Jutta Eckhardt, Uwe Karpa, Eva Mannschott, Klaus Müller Beck, Nina El Karsheh
Von Lügen und Lastern Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
Dümmer als die Polizei erlaubt. Dieter Landuris (li.) und Kai Maertens spielen die Polizisten in "Von Lügen und Lastern" Foto: Thomas Grünholz.
Dass die Redewendung „dümmer als die Polizei erlaubt“ auch für Polizisten gilt, stellen die Ordnungshüter Gobbel und Blunt in Anthony Neilsons „Von Lügen und Lastern“ unter
Beweis. Die beiden haben die schwierige Aufgabe, am Heiligabend einem älteren Ehepaar mitteilen zu müssen, dass dessen Tochter bei einem Verkehrsunfall ums Leben
gekommen ist. Dabei stellen sie sich denkbar ungeschickt an. Erst einmal streiten die zwei sich ausgiebig, wer der Überbringer der schlechten Nachricht sein soll. Als sie sich
dann endlich entschieden haben, setzen sie eine Kette von Katastrophen in Gang. Aus guten Absichten entwickeln sich schreckliche Missverständnisse, die zu beinahe
unentwirrbarem Chaos führen. Jeder Versuch, Ordnung zu schaffen, stiftet neues Durcheinander, und die Polizisten stolpern von einem Fettnapf in den nächsten...
In der Tradition von Dick und Doof bilden Gobbel und Blunt ein herrlich kompliziertes Gespann, das man einfach lieben muss, auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt.
Das Stück und der Autor
„Von Lügen und Lastern wurde 2002 unter dem Titel „The Lying Kind“ im Royal Court Theatre London unter der Regie von Anthony Neilson uraufgeführt. Neilson ist auch der
Verfasser ist. Damals schrieb The British Theatre Guide: „Die Handlung ist fast immer irgendwie logisch, aber sehr surreal, extrem witzig und anatomisiert die heutige
Gesellschaft mit beängstigender Genauigkeit. [...] Neilsons Kombination aus schwärzester Komödie mit Elementen der Farce ist ein großer Erfolg.”
2004 fand die deutsche Erstaufführung unter dem Namen „Frohes Fest“ unter der Regie von Albert Lang im Staatstheater Darmstadt statt.
Anthony Neilson
wurde 1967 in Schottland geboren. Nach seinem Studium arbeitete er als Schauspieler und Regisseur. Ab 1990 verfasste er neben Drehbüchern für Film
und Fernsehen auch Hörspiele und Theaterstücke. Neilson hat den Ruf, sein Publikum zu schockieren – und begeistert es damit immer wieder.
Die völlig überforderten Polizisten
Gobbel: „Ich weiß nicht, warum sie`s nicht wissen, aber ich weiß, dass ich`s ihnen gesagt habe!“
Dieter Landuris ist einer der vielschichtigsten deutschen Charakterdarsteller. Nach seiner Ausbildung konnte er im GRIPS-Theater seine Wandlungsfähigkeit und sein
Improvisationstalent schulen. Mit dem legendären Musical „Linie 1” tourte Landuris durch die ganze Welt und war auch 1987 in der gleichnamigen Kinoadaption von Reinhard
Hauff wieder mit von der Partie. Zu den Höhepunkten seiner TV-Karriere zählt zweifellos die Rolle des gewieften Privatdetektivs Uli Fichte in der Pro7-Serie „Alles außer Mord“
. Es folgten Rollen in Filmen wie „Die Mutter des Killers“, „23“, „Die Hunde sind schuld“ und „Pornorama“.
Bis heute ist Landuris seiner großen Leidenschaft – der Musik - treu geblieben. Mit der Kunstfigur „Viktor Bergmann aus St. Petersburg“ gewann er 1995 mit seinem (von
Michael Holm produzierten) Hit „Wahnsinn“ den Wahren Grand Prix und hat im letzten Jahr eine neue CD unter dem Titel „Göttliche Affären" herausgebracht. Seine markante
Synchronstimme hört man häufig in Kinofilmen, darunter auch große Hollywood-Produktionen wie „Die fabelhaften Baker Boys” und „Könige der Wellen”.
Am Theater am Kurfürstendamm war er in der Spielzeit 2003/2004 in „Rendezvous nach Ladenschluss“ zu sehen. Zuletzt stand Dieter Landuris 2006 für das Musical „Die drei
von der Tankstelle“ am Schlosspark-Theater in Berlin auf der Bühne.
Blunt:
„Schau mal – ich sage doch nur, dass fünfzig nicht mehr das ist, was es mal war. Fünfzig ist jetzt mittleres Alter. Fünfzig – ist jetzt das, was vor zehn Jahren vierzig war.“
Kai Maertens gehört zur bekannten Hamburger Theaterfamilie Maertens. Viele seiner Familienmitglieder standen und stehen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Nach
dem Abitur zog es den Hamburger jedoch zunächst hinaus in die Welt. Danach folgten Festengagements in Köln und am Hamburger Thalia Theater, dem er beinahe sieben
Jahre (bis 1992) treu blieb. Seit 1993 arbeitet Kai Maertens frei. Seine erste Fernsehrolle bekam er 1984 in dem Fernsehspiel „Typisch Schauspieler“ unter der Regie des
unvergessenen Wolfgang Staudte. Einem Millionenpublikum wurde er bekannt durch Serien wie „Sterne des Südens“, „Geisterjäger John Sinclair“ und als Hamburger Unikum
Olaf Hinzmann in der ZDF-Serie „SOKO Wismar“. Als Schauspieler und Regisseur schnuppert er mindestens einmal im Jahr Theaterluft. Unter anderem am Broadway in New
York, in Wien, Brüssel, Frankfurt und immer wieder Hamburg. In Theater und Komödie am Kurfürstendamm war er bereits zweimal zu sehen: in Folke Brabands Inszenierungen
„Die Grönholm-Methode“ und „Das Sparschwein“. Vor kurzem spielte er in „Happy End“ auf den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Ab Oktober 2008 ist er dann in diesem Stück
am St. Pauli Theater in Hamburg zu sehen.
Das alte Ehepaar
Die verwirrte alte Dame:
„Wenn ihr alle damit fertig seid, euch wie die Irren zu benehmen, könnten wir dann vielleicht unser Wohnzimmer wiederhaben?“
Jutta Eckhardt
steht bereits seit den 60er Jahren auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Zuletzt war sie im Stadttheater Würzburg in der weiblichen Hauptrolle von „Wer hat
Angst vor Virginia Woolfe?“ zu sehen.
Der herzkranke Balthasar:
„Er übertreibt, dieser Arzt; ich meine, wenn man nach ihm geht, dann ist mein Herz so schwach, dass man mich schon
umbringt, wenn man sich von hinten anschleicht und eine Papiertüte platzen lässt.“
Uwe Karpa
spielte bereits in bekannten Fernsehserien wie „Alarm für Cobra 11“, „Praxis Bülowbogen“, „Alphateam“ oder „In aller Freundschaft“ mit. Im Kino war er zuletzt im
„Baader-Meinhof-Komplex“ zu sehen.
Die Pädophilen-Jägerin Gronya:
„Einen Pädo kann man einfach nur einschläfern, wie das Tier, das er ist.“
Eva Mannschott
arbeitet als Schauspielerin sowohl auf der Bühne als auch für Film und Fernsehen. Neben Kinofilmen wie „Knockin’ on Heaven’s Door“, „Leroy“ und
„Sommer“ trat sie in Serien wie „Für alle Fälle Stefanie“ und „Im Namen des Gesetzes“ auf. Am Theater am Kurfürstendamm war sie zuletzt in „Fabian“ unter der Regie von
Martin Woelffer zu sehen.
Der Reverend: „Aber als Sie festgestellt haben, dass Sie ihnen nicht gesagt haben, was Sie ihnen gesagt haben – haben Sie es ihnen dann gesagt?“
Klaus Müller-Beck wurde in Wien geboren. Nach seiner Schauspielausbildung in München folgten Stationen in Bamberg, München, Ingolstadt, Frankfurt, Saarbrücken und Würzburg.
Die ahnungslose Tochter Carol: Was meinen Sie, ich bin echt? Natürlich bin ich echt!“
Nina El Karsheh
ist seit 2002 freischaffend tätig. Ihre Engagements führten sie nach mehreren Jahren am Hans Otto Theater Potsdam u.a. an die Staatstheater Schwerin und
Kassel sowie ans Stadttheater Fürth, wo sie als Hilde Wangel in „Baumeister Solness“ zu sehen war. An der Komödie am Kurfürstendamm ist sie zum ersten Mal zu Gast.
Die Regisseurin
Bettina Rehm
arbeitet seit 1989 als freie Regisseurin in Landshut, Passau, Coburg, Bregenz, Saarbrücken, Ulm, an der Landesbühne Hannover, in Hildesheim, Potsdam, Trier
und Linz. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf Klassikern und zeitgenössischen Dramen. Zuletzt inszenierte sie am Theater Hildesheim Heinrich von Kleists „Die Familie
Schroffenstein“ und „Robin Hood“ von Ulrich Zaum am Hans Otto Theater Potsdam. [© Komödie am Kurfürstendamm]
Kartenpreise Di bis Do 13/25/36€, Fr bis So 17/28/39 €, Premiere 24/36/47€ Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de
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Von Mäusen und Menschen Schauspiel von John Steinbeck
Zur Aufführung im Berliner Theater am Kurfürstendamm: Eine Produktion der Neuen Schaubühne München
Premiere: 12. Februar 08 Spielzeit bis:
9. März 08
Regie: Gil Mehmert Bühne: Claudia Karpfinger Kostüm: Kissi Baumann
Mit:
Hannes Jaenicke, Roman Knizka, Horst Stenzel, Patrizia Margagliotta, Matthias Kupfer, Rolf Krieg, Matthias Grundig, Lusaka Karonga
„Ballade von einer großen Freundschaft“
Kalifornien 1930. Es ist die Zeit der Depression. Die Wanderarbeiter Lennie (Hannes Jaenicke) und George (Roman Knizka) sind unzertrennliche, aber sehr unterschiedliche Freunde. George hat es
sich zur Lebensaufgabe gemacht, sich um den bärenstarken, tumben Lennie zu kümmern. Beide werden vom Hof gejagt, weil Lennie das Samtkleid der Farmerstochter streicheln wollte und sie
damit erschreckte. „Wollte nix Schlechtes damit machen, George.“, beteuert Lennie immer wieder. „Bloß streicheln.“ Als Erntehelfer kommen die zwei auf einer anderen Farm unter und träumen
davon, Geld für ein Grundstück zu sparen, um sich dann selbst eine kleine Ranch aufzubauen. Kaum haben sie sich in das Farmleben integriert, sorgt die einsame und unzufriedene Ehefrau des
Farmersohns für Unruhe. Lennie würde ihr gern durchs Haar streichen und sie lässt ihn gewähren. Doch dann kippt plötzlich der Moment der Annäherung in eine gewalttätige Panikattacke um.
Lennies und Georges Traum von einem besseren Leben zerbricht.
Die Premiere der Produktion fand im Januar 2006 am Theater Erlangen statt und bekam seitdem viel Beifall. Die Süddeutsche
Zeitung titelte „Ballade von einer großen Freundschaft“ und führte aus: „Roman Knizka spielt einen fantastischen George. Selbst wenn er sauer auf Lennie ist, wird deutlich, wie viel ihm
dieser bedeutet. Jaenicke, der im Fernsehen zumeist betont maskuline Charaktere verkörpert, brilliert als retardierter Lennie. Ob kindliche Trauer, Naivität oder unbändige Freude, bei der er
aussieht wie ein Kind vor dem Christbaum: Man nimmt ihm alles ab.“
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Von Mäusen und Menschen Theater am Kurfürstendamm, Berlin
Hannes Jaenicke und Roman Knizka spielen die ungleichen Freunde Lennie und George Foto: Promo
Der Autor: John Steinbeck „Von Mäusen und Menschen“ ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur des 1902 in Salinas geborenen Autors John Steinbeck. Er schrieb zahlreiche Romane,
Kurzgeschichten und Novellen, u.a. auch den 1939 entstandenen, sozialkritischen Roman „Früchte des Zorns“, der ein Jahr später mit dem renommierten Publitzer-Preis
ausgezeichnet wurde, oder die beliebte Familiensaga „Jenseits von Eden“. 1962 erhielt er für sein Lebenswerk den Nobelpreis für Literatur.
Die Erzählung „Von Mäusen und Menschen“ erschien 1937. Noch im selben Jahr arbeitete der Autor die Erzählung in ein Theaterstück um. „Von Mäusen und Menschen“
wurde in 31 verschiedene Sprachen übersetzt und mehrmals verfilmt: erstmalig 1939, dann erneut 1981 für das Fernsehen und zuletzt 1992 mit Gary Sinise, John Malkovich und Sherilyn Fenn.
Lennie und George Hannes Jaenicke
spielt den tumben Lennie. Jaenicke verbrachte seine Kindheit in Pittsburgh (Pennsylvania), bevor er mit zehn Jahren nach Deutschland kam. Im Anschluss
an sein Abitur besuchte er das Max Reinhardt Seminar in Wien, die Wiener Opernschule und die London School of Modern Dance. Er spielte Theater an Bühnen wie dem
Burgtheater Wien, Volkstheater Wien, Schauspiel Bonn, Schauspiel Köln, der Freien Volksbühne Berlin und den Salzburger Festspielen.
Jaenicke ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die in Hollywood mehr als einen Fuss in der Tür haben. Die Hälfte des Jahres lebt er in Los Angeles. In Deutschland
erlebte er 1984 mit Carl Schenkels Film „Abwärts“ seinen Durchbruch. Er stand u.a. für die Kinofilme „Bandits“, „Schnee in der Neujahrsnacht“, „Nur aus Liebe“, „Knockin’ on
heavens door“, „Heaven“, „Zwei Frauen“ sowie „Rosa Luxemburg vor der Kamera. Für das Fernsehen drehte er Filme wie „Das Haus am Watt“, „Tödliche Lüge“, „Väter und
Söhne“, „Fünf Stunden Angst“, „Die Straßen von Berlin“, „Alphamann“, „Pater Braun“, „Trenck“, „Die Honigfalle“, „Zabou“ und „Sardsch“. Hier spielte er einen Ex-Polizisten, der
auf dem zweiten Bildungsweg Jura studiert hat und nun im Osten gegen Westspekulanten auftritt, die sich dort eine goldene Nase verdienen wollen. Für diese Rolle wurde er
mit dem „Adolf-Grimme-Preis“ ausgezeichnet. Bei „Sardsch“ stand nicht nur vor der Kamera, sondern arbeitete auch am Drehbuch mit. Roman Knizka
Der 1970 in Bautzen geborene
Roman Knizka stammt aus einer Künstlerfamilie: Seine Mutter ist Sängerin und sein slowakischer Vater Choreograph. Noch vor Mauerfall
flüchtete er in die Bundesrepublik Deutschland, wo er an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum seine Ausbildung absolvierte. Danach war er u.a. am
Schauspielhaus Bochum und dem Landestheater Dinslaken engagiert. 1994 kürte ihn die Zeitschrift „Theater heute“ zum Nachwuchsspieler des Jahres 1994/1995.
Dem Kinopublikum ist Knizka aus Filmen wie „Die Halbstarken“, „Anatomie 2“, „Jimmy the Kid“, „Schlaraffenland“, „Vienna“, „Vergiss Amerika“, „Mein Bruder der Vampir“,
„Mathilda“, „Sausages“ und „Twin Sisters“ bekannt. Letzterer wurde 2004 für einen Oscar nominiert.
Des Weiteren wirkte er in den Fernsehproduktionen „Schwindelnde Höhe“, „Millenium Love“, „Lonny der Aufsteiger“, „Schimanski“, „Candy“, „Rosa Roth“, „Rote Glut“, „Ein
Mann steht auf“, „Tatort“, „Stolze und Lea“, „Traumschiff“, „Stahlnetz“ oder in „Der letzte Zeuge“ mit.
Knizka hat eine besondere Vorliebe für Bösewichte, denn die findet er facettenreicher. Wenn er die Wahl hat, spielt er daher lieber in Krimis als in Liebesfilmen mit.
Der Regisseur
Gil Mehmert absolvierte ein Solistenstudium an der Musikhochschule Köln, wechselte dann aber von 1987 bis 1991 für ein Regiestudium bei August Everding nach München
und arbeitet seitdem als freier Theaterregisseur sowohl im Bereich Schauspiel als auch im Bereich Musiktheater. Seine inzwischen über 50 Inszenierungen entstanden u.a. am
Schauspielhaus Bochum, am Hans Otto Theater Potsdam, an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, am Schauspielhaus Graz, am Stadttheater Hildesheim, am Theater am
Neumarkt Zürich sowie am Münchener Prinzregententheater, der Schauburg, dem Metropoltheater und dem Volkstheater.
Seine Inszenierungen werden von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert. 1994 erhielt er das Musiktheaterstipendium der Stadt München und 1997 wurde seine
Inszenierung "Einer flog übers Kuckucksnest" mit dem Publikumspreis der Bayerischen Theatertage geehrt. Seine Kult-Version des Aki Kaurismäki-Films "I hired a Contract
Killer" im Münchner Metropol-Theater wurde beim IMPULSE-Festival 2001 mit einer TV-Aufzeichnung durch ZDF/3sat ausgezeichnet und bekam den "Stern des Jahres" der
Münchner Abendzeitung. Seit Herbst 2003 ist Mehmert als Professor im Fachbereich Musical an der Folkwang-Hochschule in Essen tätig.
Kartenpreise: So bis Do 36/25/13€ und Fr/Sa 39/28/17€ Premiere 47/36/24€ Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de
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Wärmetod
Drama frei nach den Romanen „Weisse Nächte“ von Fjodor Dostojewski und „Fight Club“ von Chuck Palahniuk.
Zur Inszenierung der Landungsbrücken Frankfurt:
Regie und Bühne: Peter Eckert
Mit:
Felix Graf, Snezana Golubovic, Miro Kania, Elena von Liebenstein, Janine Maschinsky und Seweryn Zelazny
Ein Melancholiker, eine Borderlinerin, ein junges Mädchen, eine Mücke, ein
Weltraumaffe und eine Sonne prallen in diesem modernen Märchen über Alleinsamkeit aufeinander. Alle sind einsam. Alle haben einen Traum - es nicht mehr zu sein. Alle sind hungrig. Alle haben
Sehnsucht. Aber alle haben Angst vor Nähe und Intimität: Hirn versus Herz.
Tyler Durden hat Weltschmerz. Er hasst die Gesellschaft. Und die Gesellschaft weiß nicht einmal, dass es ihn
gibt. Er fühlt sich nicht mehr. Er flüchtet sich vor der Wirklichkeit in einen Kokon aus Wörtern und Phantasien. Doch Tyler will sich wieder spüren. Er gründet den „Fight Club“, wo man sich
prügelt, um sich zu vergewissern, dass man noch am Leben ist. Er pflegt eine obszöne Liebesbeziehung mit Marla, um seiner Einsamkeit zu entfliehen. Alles ist perfekt. Doch dann kommt
Nastenka. Ein naives Mädchen. Und Tyler entdeckt, das sein Leben nur ein Fake ist, eine Fluchtmaschine vor dem puren Gefühl. Nur wenn wir wirklich alles verloren haben, haben wir die
Freiheit, alles zu tun. Was wirklich wehtun kann, ist zu lieben. Dostojewski im Fight Club.
Was bleibt wunderbaren, einzigartigen Schneeflocken aus einer erkalteten, anonymen,
oberflächlichen, egozentrischen, materiellen, sinnentleerten, neidzerfressenen, dummen und bösen Gesellschaft übrig, wenn diese in die Mikrowelle zwischenmenschlicher Beziehungen gesteckt
werden?
Übersprung. Weltflucht. Seifenblasen. Und der Wärmetod.
www.waermetod.tk
Das sagt die Presse:
„Als modernes Mittsommernachtsmärchen (…) scheint der schwere Stoff verblüffend leicht…die Nähe zum Kitsch (…) löst sich immer wieder
und bisweilen äußerst komisch auf, ohne dass die Figuren je lächerlich erscheinen.“ (FAZ)
„Findet sich ein Gleichgewicht zwischen Leid, Wahn, Schmerz, Sex und Liebe? Hingehen und selbst sehen: Junges und leidenschaftliches Theater…“ (Offenbach Post)
„Allerlei bunte
Einfälle…unbekümmert…wunderbar erleuchtete Augenblicke…wundersame Kreuzung aus Dostojewski, Comic, Fantasy und Horrorroman“ (Frankfurter Rundschau)
„Die jungen Darstellerinnen und
Darsteller schaffen durch ihr hingebungsvolles Spiel immer wieder Momente von berückender Intensität und ein erfrischender Sinn für Selbstironie und Komik verhindert übertriebenes Pathos. (5
von 5 Bewegungsmeldern)“ (Frizz – Das Magazin)
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Die Wellen nach dem Roman von Virginia Woolf
Deutschsprachige Erstaufführung:
26. Januar 2007 (Stuttgart, Schauspiel Stuttgart, Kammertheater)
Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart:
Premiere: Freitag, 26. Januar 07 (Deutschsprachige Erstaufführung)
Regie und Bühne: Ulrich Rasche Kostüme: Matthias Weiss Chorleitung: Jürgen Lehmann Dramaturgie: Christian Holtzhauer
Mit:
Dorothea Arnold, Bernhard Conrad, Elisabeth Findeis, Jürgen Lehmann, Sebastian Nakajew & Ursula Renneke
Die englische Schriftstellerin Virginia Woolf (1882 - 1941) gilt als
die erste und eine der bedeutendsten Vertreterinnen der klassischen literarischen Moderne. Zeitgleich mit James Joyce entwickelte sie eine Erzähltechnik, die es ihr gestattete, die in jedem
Moment vorhandene ungeheure Fülle von Gedanken, Gefühlen, Beobachtungen und Assoziationen, also die Bewusstseinsströme der Figuren erfahrbar zu machen. Ein ganzes Leben kann sich so - etwa in
der Erinnerung - in einem einzigen Moment abspielen.
In ihrem 1931 erschienenen Roman "Die Wellen" fallen die Lebenszeit und die Lebensgeschichten von sechs Personen in eins
mit dem natürlichen Zyklus eines Tages. Kindheit, Jugend, das Erwachsenenleben und schließlich der Tod verlieren ihre zeitliche Beschränkung vor dem Hintergrund des ewigen Spiels der Wellen,
in denen sich das Licht je nach Tageszeit auf verschiedene Weise bricht. Das intensive Erleben der Natur vermischt sich mit den Erinnerungen und Gedanken der sechs Freunde. Wer hier mit wem
und ob überhaupt jemand mit einem anderen spricht, ist nebensächlich. In der Wahrnehmung fließen alle Eindrücke zusammen in einen Strom der Gedanken.
Der im Vergleich zu
"Orlando", "Die Fahrt zum Leuchtturm" oder "Mrs. Dalloway" eher wenig bekannte Roman Virginia Woolfs wird die Grundlage bilden für Ulrich Rasches zweite
Stuttgarter Regiearbeit. In der letzten Spielzeit inszenierte er das Chorprojekt "Kirchenlieder". [© Schauspiel Stuttgart]
www.schauspiel-stuttgart.de
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Die Wildente
Von: Henrik Ibsen Uraufführung: 9. Januar 1885 (Bergen)
Deutsche Erstaufführung: 4. März 1888 (Berlin, Residenz-Theater)
Zur Koproduktions-Inszenierung zwischen schauspielfrankfurt und dem Schauspiel Essen:
Premiere: 20. Mai 06 im Grillo Weitere Vorstellungen: 21., 30. Mai, 9,, 17, Juni 06
Regie: Anselm Weber Bühne:
Jörg Kiefel Kostüme: Gesine Völlm Musik: Wolfgang Siuda Dramaturgie: Brigitte Furie
Mit: Anja Boche, Guntram Brattia, Tatjana Ciasing, Fritz
Fenne, Siegfried Gressl, Andreas Grothgar, Raiko Küster, Leslie Malton, Felix von Manteuffel, Dietrich Mattausch, Sierk Radzei, Norbert Schwientek und Siegfried Gressl als Lehrer Klamm
Angesichts der verworrenen Familienverhältnisse der Ekdals und Werles müssten moderne Familientherapeuten verzweifeln: Würden sie versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, machten sie
wahrscheinlich ähnlich schmerzhafte Erfahrungen wie Gregers Werle. Er kehrt nach langer Abwesenheit nach Hause zurück und stößt auf Widersprüche und offene Frage in der Geschichte der beiden
Familien. Welche Rolle spielt sein Vater im Leben der Familie Ekdal? Warum hat sein bester Freund Hjalmar Ekdal Gina geheiratet und sein Studium aufgegeben und warum verkriecht sich der alte
Ekdal auf dem Dachboden bei seiner angeschossenen Wildente? Gregers „klärt schonungslos" auf, doch die rebellische Suche nach der Wahrheit bringt die fragile Balance der Familien aus dem
Gleichgewicht, Alle haben sich in ihren Lebenslügen eingerichtet, als diese entlarvt werden, bleibt nichts mehr übrig. [Text: www.schauspiel-essen.de (externer Link) ]
Zum Stück:
Ich habe dich zu sehr aus der Nähe gesehen.
Anläßlich eines festlichen Empfanges im Haus des Großkaufmanns Werle kehrt sein Sohn Gregers nach jahrelanger Abwesenheit erstmals nach Hause zurück. Der Bruch von Vater und Sohn hatte nach
dem Tod von Gregers Mutter stattgefunden, Gregers sah ihre psychische Krankheit und ihren Tod durch die sexuellen Abschweifungen des Vaters mitverschuldet. Anläßlich seiner Rückkehr hat
Gregers auch seinen ehemaligen Schulkollegen Hjalmar Ekdal eingeladen mitzukommen und erfährt vom gesellschaftlichen Absturz der Familie Ekdal.
Im Sumpf der Täuschung. Hjalmar Ekdal
und seine Frau Gina leben mit Tochter Hedvig und dem alten Vater, ehemals Leutnant Ekdal, und den beiden Untermietern Relling und Molvik in einer bescheidenen Atelier-Wohnung. Die Ausbildung
zum Fotografen und die Einrichtung des Studios waren ein großzügiges Geschenk von Großkaufmann Werle, dem ehemaligen Geschäftspartner des alten Ekdal. Der alte Werle hat so die Vergangenheit
begraben und finanziell beglichen. Bei einem gemeinsamen illegalen Holzgeschäft waren Ekdal und Werle angezeigt worden, Werle wurde mangels Beweisen freigesprochen, während Ekdal ins
Gefängnis kam. Nunmehr wohnt der alte Ekdal bei seinem Sohn, und hat sich auf dem Dachboden einen imaginären Wald aus vertrockneten Weihnachtsbäumen gebaut, der von Kaninchen, Hühnern und
einer verwundeten Wildente anstelle von Bären und Großwild bewohnt wird. Dort gehen er und Hjalmar „auf die Jagd“. Hjalmar träumt von einer großen Erfindung, die vermutlich nie das Licht der
Welt erblicken wird. Seine Frau Gina und auch Tochter Hedvig organisieren das Leben, die täglichen Arbeiten im Foto-Atelier, die bescheidenen Einnahmen.
Der Wald rächt sich. Gregers
hat in Hjalmars Leben jetzt auch eine Lebensaufgabe für sich gefunden, er will Klarheit schaffen über die Verhältnisse und Hjalmar erfährt, daß Hedvig vermutlich nicht sein eigenes Kind ist.
Die Kugel ist in die Brust gegangen. Opfer dieser heraufbeschworenen Vergangenheit, der idealen Forderung und keinem mehr nützenden Wahrheit, wird am Ende Hedvig, die sich mit einer alten
Pistole erschießt. Das Herz ist getroffen. Sie war auf der Stelle tot. [Text: schauspielfrankfurt]
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