kulturfreak

Theater Stückeinfo: P

Paarungen (Les Conjoints)

Von: Eric Assous
Übersetzung: KimLangner

Uraufführung: 31. August 2011 (Paris, Théâtre Tristan Bernard)
Deutschsprachige Erstaufführung: 14. April 2013 (Berlin, Komödie am Kurfürstendamm)

Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:

Premiere:
14. April 13

Regie: Bettina Rehm
Ausstattung: Julia Hattstein

Mit: Katja Weitzenböck, Theresa Scholze, Peter Prager und Mathias Herrmann


In "Paarungen" erleben Peter Prager, Mathias Herrmann (oben v. l.), Theresa Scholze und Katja Weitzenböck (unten v. l.)
einen Abend voller Überraschungen, der manches ans Licht bringt, was bisher verborgen war.
Foto: Xavier Bonnin

Auf der Bühne stehen vier bekannte Schauspieler: Katja Weitzenböck, die bereits als Model erfolgreich war, stand für Serien wie „Engel der Gerechtigkeit“ oder „Paul Kemp – Der Mediator“ vor der Kamera.
Theresa Scholze machte sich mit der Titelrolle der Telenovela „Alisa – Folge deinem Herzen“ einen Namen und stand bereits als 18-jährige als Filmtochter von Ulrich Mühe in der Krimi-Reihe „Der letzte Zeuge“ vor der Kamera.
Mathias Herrmann wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Viele kennen ihn als Rechtsanwalt Dr. Johannes Voss aus der ZDF-Krimiserie „Ein Fall für zwei“.
Peter Prager stand für die ZDF-Serie „Das Duo“ als Chef der Spurensicherung vor der Kamera. Im „Polizeiruf 110“ (rbb) war er als Mann der Hauptkommissarin Marion Ahrens besetzt.
Die vier geben ein kurioses Quartett: Katharina (Katja Weitzenböck) und Stephan (Mathias Herrmann) sind seit 20 Jahren verheiratet. Paul (Peter Prager) ist schon genauso lange mit den beiden befreundet. Seine Freundin Elisa (Theresa Scholze) hingegen, kennt er erst seit kurzem. Die Liaison der beiden findet Katharina gar nicht gut, ist sie doch immer noch mit Pauls Noch-Ehefrau Marion befreundet. Deswegen ist sie überhaupt nicht begeistert, als Stephan ihr erzählt, dass er Paul und Elisa zum Essen eingeladen hat.
Schon bei seiner Ankunft macht Katharina Paul eine Szene wegen der Trennung von seiner Frau, denn sie findet, er habe seine Ehefrau weggeworfen „wie ein altes Papiertaschentuch“. Doch das ist nur der schräge Anfang eines ziemlich ereignisreichen Abends: Bald stellt sich heraus, dass Stephan Elisa und Paul miteinander bekannt gemacht hat. Auch von Pauls hohem Lottogewinn erfährt Katharina erst während des Essens. Prompt wirft sie ihm vor, er habe sich Elisas Liebe erkauft. Er streitet das nicht ab: „Ich bin 27 Jahre älter als Elisa und in meinem hohen Alter, kann mein Alter nicht mehr verlocken…” Im Laufe des Abends werden noch mehr Geheimnisse offengelegt. Niemand ist das, was er zu sein vorgibt. Das Treffen zu viert bringt zwei Jahrzehnte Ehe und Freundschaft aus den Fugen – „Paarungen“ ist eine Komödie mit vielen Überraschungen. Regie führt Bettina Rehm. [© Komödie am Kurfürstendamm, Berlin]

Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de

Paradiso
Von:
Lida Winiewicz

Uraufführung: 6. Oktober 2008 (Wien, StadtTheater Walfischgasse)
Deutsche Erstaufführung: 13. April 2012 (Berlin, Kömödie am Kurfürstendamm)

Zur Inszenierung der Komödie am Kurfürstendamm
Bearbeitung: Mathias Lefèvre; Berliner Fassung: Helmut Baumann

Premiere: 13. April12 (Deutsche Erstaufführung)

Regie: Helmut Baumann
Bühne: Anja Wegener
Kostüm: Polly Matthies

Mit: Hansi Jochmann und Christine Ostermayer

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Paradiso
Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
Martha (Christine Ostermayer, links) und Vicky (Hansi Jochmann) lernen sich im Park kennen.
Nach heftigen Wortgefechten und Zankereien nähern sie sich zögernd an
und entwickeln später eine wunderbare Freundschaft, bis das Schicksal die Karten neu mischt ...
Foto: Thomas Grünholz

Eine Bank im Park. Martha (Christine Ostermayer) ist Mitte 70 und wohlsituiert. Die ehemalige Schuldirektorin ist humanistisch gebildet, Mitglied des Vereins zur Wiedereinführung der lateinischen Messe, eloquent und daran gewöhnt, den Ton anzugeben. Jeden Tag kommt sie in den Park, um mit den Enten zu reden. Eines Tages trifft sie auf die bedeutend jüngere Vicky (Hansi Jochmann). Die arbeitslose Krankenschwester ist eher schlicht und strickt für ihr Leben gern. Sie hat die alte Dame schon länger im Visier, denn sie hofft, ihr eine Sterbeversicherung verkaufen zu können. Nicht über den Versuch an sich empört sich Martha, sondern über das Wie: „Sie wollen Vertreterin sein! … Kein Charme! Kein Charisma! Mein Onkel Max war Vertreter … Was glauben Sie, war sein wichtigstes Handwerkszeug? … Seine Witzesammlung.“
Martha kauft keine Sterbeversicherung, engagiert Vicky jedoch stundenweise als Betreuerin. Als bei Martha Diabetes diagnostiziert wird, bietet Vicky an zu ihr zu ziehen und sich rund um die Uhr um sie zu kümmern. Martha willigt ein: „Für zwei Massagen pro Tag … Und Diätküche. Drei Mal täglich.“ Sie ist froh, dass es endlich wieder jemanden gibt, dem sie Latein beibringen kann. Vicky ist davon nicht begeistert und fordert: „Schluss mit Latein! Schluss mit Schule!“, Nach vielen Wortgefechten und Zankereien finden die beiden zueinander und Vicky fängt an, sich in Marthas Heim zu Hause zu fühlen. Beide verleben eine wunderbare Zeit miteinander, bis das Schicksal die Karten neu mischt …
Die Wienerin Lida Winiewicz hat mit „Paradiso“ eine bissige Komödie geschrieben und mit Martha und Vicky zwei Figuren erfunden, die eigensinnig und nachgiebig, schonungslos und verletzlich, liebenswert und egoistisch – eben zutiefst menschlich sind.

Die Autorin
Lida Winiewicz
… geboren in Wien, studierte Gesang an der Hochschule für Musik in Wien, dann Sprachen und arbeitete lange Jahre als Übersetzerin literarischer Werke aus dem Französischen, Englischen und Italienischen, darunter Romane von Colette, Graham Green, Moravia, Cronin, Giraudoux, Francis Stuart u. v. a.
Zugleich schreibt Lida Winiewicz für das Theater, aber auch für Fernsehen und Film und übersetzt Werke des europäischen und amerikanischen Musiktheaters ins Deutsche. Ihr wohl größter Erfolg ist das Bühnenstück „Späte Gegend“. Ihr jüngstes Stück „Paradiso“ wurde in Wien uraufgeführt, dann in Innsbruck mit Gastspielen in Südtirol nachgespielt. Diese Produktion wurde aufgezeichnet und von der RAI im März 2012 ausgestrahlt.
Die Autorin erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter Das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien, der Goldene Rathausmann der Stadt Wien, Preise der Österreichischen Volksbildung, der deutschen Altenhilfe, den Deutschen Industriefilmpreis, den Telfser Publikumspreis, den Adolf Grimme Preis u. v. a.

Martha
Christine Ostermayer
Als 16-jährige wurde Christine Ostermayer am renommierten Max-Reinhardt-Seminar in Wien aufgenommen. Danach standen ihr alle wichtigen Bühnen im deutschsprachigen Raum offen. Zu den vielen Stationen ihrer Karriere zählt u. a. das Münchener Residenztheater, zu dessen Ensemble sie über 20 Jahre gehörte. Hier arbeitete sie beispielsweise mit Ingmar Bergman zusammen. Auch am Schauspielhaus Hamburg und den Hamburger Kammerspielen, dem Berliner Schillertheater, dem Wiener Theater in der Josefstadt sowie dem Burgtheater und dem Münchner Volkstheater war sie engagiert. Häufig gastierte sie bei den Salzburger Festspielen: So war sie beispielsweise bei den „Jedermann“ -Aufführungen von 1990 bis 1994 als die Guten Werke und 2001/2002 als Jedermanns Mutter zu sehen. Christine Ostermayer steht auch oft vor der Kamera und übernahm Gastrollen in TV-Serien wie „Der Kommissar“, „Tatort“, „Der Bulle von Tölz“ oder „Der Winzerkönig“. Zuletzt drehte sie den Kinofilm „Anfang 80“, in dem sie eine todkranke Schauspielerin gab, die sich kurz vor ihrem Tod noch einmal heftig verliebt und diese leidenschaftliche Liebe bis zum letzten Atemzug lebt.

Vicky
Hansi Jochmann
… wurde in Berlin geboren. Bereits 1959 stand sie zum ersten Mal auf der Bühne: als Heinerle in „Der fidele Bauer“. Ein Jahr später engagierte sie Wolfgang Staudte für seinen Film „Kirmes“. Im selben Jahr hatte sie ihren ersten Synchrontermin: für den Film „Hausboot“ mit Cary Grant und Sophia Loren.
In ihrer Heimatstadt Berlin spielte sie in den 70er und 80er Jahren an allen wichtigen Theatern: dem Schillertheater, dem Schlosspark Theater sowie der Freien Volksbühne. Ein Jahr vor der
 Wende gastierte sie mit dem GRIPS Theater mit der Produktion „Linie 1“ in der DDR. Fernsehzuschauer kennen sie aus Serien wie „Polizeiruf 110“, „Ein Fall für zwei“ und „Wolfs Revier“. In „Pfarrer Braun“ gibt sie an der Seite von Ottfried Fischer eine resolute Haushälterin. Im Kino war sie zuletzt in Helmut Dietls „Zettl“ als Maskenbildnerin zu sehen. Hansi Jochmann arbeitet häufig als Synchronsprecherin. In Deutschland kennt man sie als magische Stimme von Jodie Foster: von „Taxi Driver“ bis „Der Gott des Gemetzels“ – Hansi Jochmann sprach ihre Rollen fast alle ein. Seit 1989 ist sie auch als Synchronregisseurin tätig. Außerdem ist sie eine gefragte Hörbücher-Sprecherin.

Regie
Helmut Baumann
… war von 1984 bis 1999 Intendant des Theater des Westens. Er begann seine Karriere als Solotänzer an der Hamburger Staatsoper und arbeitete in dieser Zeit unter anderem mit Choreographen wie Balanchine und Cranko zusammen. Parallel zu seiner Tätigkeit an der Staatsoper begann er ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater. Seine ersten Choreographien fielen auf und so wurde er einer der Theatermacher, der die Gratwanderung zwischen Musik- und Sprechtheater, zwischen Oper und Musical meisterte. Wichtige Stationen in seinem Leben waren das Thalia Theater Hamburg, das Residenztheater München, die Volksoper Wien, das Opernhaus Zürich und das Schillertheater Berlin.
Als künstlerischer Leiter des Theater des Westens machte er dieses zum wichtigsten deutschen Musicalrepertoiretheater. Hier inszenierte er zahlreiche Erfolge: 1985 führte er bei der deutschen Erstaufführung von „La Cage aux Folles“ nicht nur Regie, sondern übernahm auch gleich noch die Hauptrolle der Zaza und wurde damit zum Publikumsliebling. Ebenso inszenierte Baumann „Cabaret“ und „My Fair Lady“. Unter seiner Intendanz standen Stars wie Eartha Kitt, Hildegard Knef, Helen Schneider und Angelika Milster auf der Bühne an der Kantstraße. Nach seiner Zeit am Theater des Westens inszenierte er u. a. das Musical „Victor/Victoria“ am Bremer Theater am Goetheplatz und eröffnete mit seiner Inszenierung von „Orpheus in der Unterwelt“ 2007 die Intendanz von Robert Meyer an der Volksoper Wien.
Für das Theater am Kurfürstendamm inszenierte er die Musicals „Swinging Berlin – Tanzen verboten“ und „Das Apartment“.
In der Spielzeit 2010/2011 spielte er an der Komödie am Kurfürstendamm in „Achtung Deutsch!“ einen sehr pflichtbewussten Angestellten. Im selben Jahr war er als Hubert von Meyerling im Musical „Sunset Boulevard“ bei den Festspielen Bad Hersfeld zu sehen. Nun führt er wieder Regie. [© Komödie am Kurfürstendamm, Berlin]

www.komoedie-berlin.de

Der Parasit oder die Kunst sein Glück zu machen
Ein Lustspiel

Von: Friedrich Schiller nach Louis Benoit Ricard

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
6. Januar 07

Inszenierung: Dieter Boyer
Bühne und Kostüme: Hugo Gretler
Dramaturgie: Katharina Gerschler
Regie-Assistenz: Mirko Schombert
Inspizienz: Claudia Sekinger
Souffleuse: Marie-Luise Gnad

Mit:
Narbonne: Thomas Marx
Madame Belmont, seine Mutter: Monika Dortschy
Charlotte, seine Tochter: Tatjana Kästel
Selicour: Zlatko Maltar
La Roche: Andreas Mach
Firmin: Marcus Mislin
Karl Firmin, Sohn: Daniel Seniuk
Michel, Kammerdiener: Lorenz Klee
Robineau: Dominic Betz

Ränkespiele in den Büros eines Pariser Ministeriums: Der ungebildete Selicour
hat sich die Gunst des Ministers Narbonne und seiner Familie erschlichen. Fassungslos beobachten Narbonnes Untergebene den beruflichen Höhenflug des Heuchlers, der wie ein gefräßiger Parasit von den Mühen anderer Leute Arbeit lebt. Je höher Selicour die Karriereleiter hinaufsteigt, umso tiefer fallen seine Konkurrenten. Warnungen des pflichtbewussten Beamten La Röche vor dem cleveren Taugenichts werden in den Wind geschlagen. Der Minister geht sogar so weit, ihn für den begehrten Gesandtschaftsposten vorzuschlagen. Höhepunkt des falschen Spiels ist Selicours Plan, sich durch die Heirat mit Narbonnes Tochter in dessen Familie einzunisten.

Schillers
Komödie ist eine höchst aktuelle Parabel über die Kunst zu lügen, über Mobbing, Freundschaft und Liebe.

Dieter
Boyer war von 1999 bis 2001 Regieassistent am Burgtheater, u. a. bei Claus Peymann und Martin Kusej. Dort inszenierte er 2001 "Parasiten" von Marius von Mayenburg im Vestibül / Burgtheater. Im Sommer 2005 inszenierte er den Eröffnungsakt der Salzburger Festspiele. Am Schauspielhaus Graz zeigte er die Uraufführung "Jessica, 30" von Marlene Streeruwitz, "My name is Peggy" von Marc Becker und zuletzt "Sieben Türen" von Botho Strauß in Koproduktion mit der Kunstuniversität Graz.

www.staatstheater-mainz.de

Paris, Texas
Nach dem Film von:
Wim Wenders
Drehbuch: Sam Shepard und Wim Wenders

Uraufführung: 8. Mai 2010 (Leipzig, Centraltheater Leipzig)

Zur Inszenierung des Centraltheater Leipzig:

Premiere:
8. Mai 10(Uraufführung)

Regie: Sebastian Hartmann
Bühne: Susanne Münzner
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Musik: Steve Binetti
Licht: Voxi Bärenklau
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Mit: Rosalind Baffoe, Maximilian Brauer, Yussuf El Baz, Manuel Harder, Heike Makatsch, Hagen Oechel, Peter René Lüdicke, Birgit Unterweger


„Paris, Texas“ (1984) ist Wim Wenders’ bester und bedeutendster Film. Er verhalf ihm zum endgültigen internationalen Durchbruch und wurde zum Synonym des deutschen Autorenfilms. Ein Welterfolg, der Bands wie Texas und Travis ihren Namen gab. Als Roadmovie definierte er das Genre neu, seine Ästhetik war stilbildend und wird bis heute in Musikvideos und Werbung zitiert. Das Centraltheater zeigt „Paris, Texas“ als Uraufführung. „Paris, Texas“, das ist der Prolog zu einer tragischen Liebesgeschichte, gleichzeitig ist es der Epilog zu einem großen Familiendrama. Vier Jahre nachdem Travis Frau und Kind verlassen hat, vier Jahre nachdem er glaubte, in einem Albtraum aus Eifersucht, Alkohol und Liebe zu verbrennen, taucht er in der Wüste wieder auf – sprachlos und ohne Erinnerung an die Vergangenheit. Nur mühsam und mit Hilfe seines Bruders und des 7-jährigen Sohnes Hunter findet Travis ins Leben zurück. Getrieben von dem Wunsch, seine Frau Jane wiederzufinden, macht er sich gemeinsam mit Hunter auf die Suche nach ihr. Er findet sie schließlich in einer Peepshow … Dass Wenders sein Meisterwerk genau in diesem Raum zwischen den emotionalen Extremzuständen – zwischen dem Zusammenbruch der Familie und der Vereinigung von Mutter und Kind – verortet, macht den besonderen Reiz von „Paris, Texas“ aus. Wenders zeigt nicht die Konfrontation, nicht den Kampf, sondern die Erschöpfung und die Desillusion, die Leere und das Schweigen seiner Protagonisten. „Paris, Texas“ ist ein Blick in die amerikanische Seele – die europäische Antwort auf den American Way of Life, die die unendliche Weite des Landes nicht als Freiheit, sondern als Einsamkeit begreift. [© Centraltheater Leipzig]

www.schauspiel-leipzig.de

Peggy Picket sieht das Gesicht Gottes

Von:
Roland Schimmelpfennig

Uraufführung: Sommer 2010 (Toronto, Vulcano Theatre)
Deutsche Erstaufführung: November 2010 (Berlin, Deutsches Theater)
Österreichische Erstaufführung: Dezember 2010 (Wien, Burgtheater)

Zur Inszenierung des Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt:

Premiere: 11. Februar 12

Regie:
Reinhard Hinzpete
Bühne: Gerd Friedrich
Kostüme: Sabine Steusloff

Mit: Bernhard Bauer, Jürgen Beck-Rebholz, Michaela Conrad, Bettina Kaminski

„… ich meine, ihr setzt euer Leben ein, um anderen Menschen zu helfen, und wir machen das Garagentor auf und zu.“ Mit PEGGY PICKIT widmet sich das Freie Schauspiel Ensemble dem Dilemma des Helfens aus deutscher Wohlstandsperspektive. Zwei Ärztepaare, zwei Lebensentwürfe – die einen resigniert zurück von humanitärer Mission im afrikanischen Elend, die anderen zu Hause verstrickt in gutbürgerliche Wohlstandsprobleme. Das Stück ist eine lustvoll provokante Komödie über bröckelnde Selbstbilder und über das problematische Verhältnis zwischen Betroffenheit und realem Leid. [© Freies Schauspiel Ensemble]

www.freiesschauspiel.de

Pension Schöller
Schwank in drei Akten

Von: Wilhelm Jacoby und Carl Laufs

Eine Posse in der Bearbeitung von: Jürgen Wülffer für zehn Schauspieler (neben weiteren Versionen)
Uraufführung: 17. Oktober 1890 (Berlin, Wallner-Theater)

Stückbeschreibung:

Der Großgrundbesitzer Philipp Klapproth möchte an seinem Stammtisch mit einem verrückten Erlebnis brillieren. Er hat die Idee, bei einer Soirée in einer Irrenanstalt dabei zu sein. Er fährt in die Stadt zu seinem Neffen Alfred und bittet ihn, ihm diesen Gefallen zu tun. Als Gegenleistung würde er ihm jenes Kapital leihen, das Alfred zur Eröffnung eines Geschäftes braucht. Alfred würde ihm gern helfen, kennt jedoch keine Irrenanstalt. Sein Freund, der Kunstmaler Ernst Kissling, schlägt ihm vor, seinen Onkel in die Soiree der Pension Schöller zu führen und die dortigen Gäste als Patienten auszugeben.
Philipp Klapproth bekommt es nun mit einem Großwildjäger, einer Schriftstellerin à la Courths-Mahler, einem Major und dem Neffen des Pensionsdirektors, der trotz eines kleinen Sprachfehlers Schauspieler werden will, zu tun. Es wird ihm allmählich zu bunt, und er reist ab. Auf seinem Gut wird die friedliche Idylle bald gestört durch das Auftauchen sämtlicher Pensionsgäste, die Philipp Klapproth an den Rand des Wahnsinns treiben.

Wilhelm Jacoby:
Wilhelm Jacoby wurde am 8. März 1855 als Sohn eines Verlagsbuchhändlers in Mainz geboren. Er arbeitete bereits im Alter von 20 Jahren als Redakteur des "Niederschlesischen Anzeigers" und von 1878 bis 1891 für das "Mainzer Tagblatt". Neben seiner redaktionellen Tätigkeit verfasste er als wortgewandter Vielschreiber auch eine Fülle von Schwänken, Possen und Operntexten. Seine Stücke unterscheiden sich von den französischen Lustspielen besonders dadurch, dass sie den Bereich des Erotisch-Pikanten oder gar Schlüpfrigen kaum berühren. Die Komik wird vor allem durch Missverständnisse und Verwechslungen hervorgerufen, doch auch eine latente satirische bis gesellschaftskritische Absicht darf nicht übersehen werden. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schwank Pension Schöller, den er zusammen mit Carl Laufs verfasste und der 1890 in Berlin uraufgeführt wurde. Wilhelm Jacoby starb 70-jährig am 20. Februar 1925 in Wiesbaden; Rosenmontag 1925 gaben ihm unzählige Freunde das letzte Geleit.

Carl Laufs:
Carl Laufs wurde am 20. Dezember 1858 in Mainz geboren. Von dort ging er zuerst nach Göttingen und später nach Kassel. Er arbeitete als Autor von Lustspielen und Schwänken. 1887 schrieb er das Karnevals-Preisstück "Ein toller Einfall", das im Folgejahr als Fastnachtsposse an vielen deutschen Bühnen erfolgreich zur Aufführung kam. Das Stück wurde später zu einer Operette umgearbeitet und auch verfilmt. "Pension Schöller" – nach einer Idee von Wilhelm Jacoby – entstand kurz danach. Der Schwank findet sich erstmals 1890 als Repertoirestück auf dem Mainzer Theaterzettel. Obwohl Jacoby nicht einen einzigen Satz zu dem Stück geschrieben hatte, ließ Laufs ihm stets die Hälfte der Tantiemen zufließen. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schwank Pension Schöller, den er zusammen mit Jacoby verfasste und der 1890 in Berlin uraufgeführt wurde.
Carl Laufs starb am 13. August 1901 im Alter von 42 Jahren in Kassel.

Q. & ©: Felix Bloch Erben, Berlin (mit freundlicher Genehmigung)

Zur Inszenierung des Centraltheater Leipzig:

Premiere:
10. Februar 11

Regie: Sebastian Hartmann
Bühne: Clementine Pohl
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Licht: Lothar Baumgarte
Choreographie: Silvia Zygouris
Dramaturgie: Michael Billenkamp

Mit: Maximilian Brauer, Edgar Eckert, Sarah Franke, Eva-Maria Hofmann, Matthias Hummitzsch, Andrej Kaminsky, Janine Kreß, Ingolf Müller-Beck, Hagen Oechel, Linda Pöppel, Peter René Lüdicke, Holger Stockhaus, Barbara Trommer, Birgit Unterweger

www.schauspiel-leipzig.de

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel 2006:

Premiere: 6. Juni 06

Regie:
Karl Friedrich
Bühne: Jens Hübner
Kostüme: Grit Wendicke
Licht: Jan Langebartels
Regieassistenz | Abendspielleitung: Alexander Katt

Es spielten:

Philipp Klapproth Gutsbesitzer in Rüdersdorf bei Berlin
: Ulrich Cyran
Ida Klapproth seine Schwester: Anke Schüler
Alfred Klapproth sein Neffe: Sascha Rotermund
Schöller Inhaber der Pension Schöller: Zygmunt Apostol
Franziska Schöller seine Tochter, Kellnerin: Anna Eger
Julius von Mühlen Major a. D.: Joachim Lautenbach
Josephine Zillertal Schriftstellerin: Ellen Schulz
Prof. Fritz Bernhardy weltreisender Wissenschaftler : Herbert Schöberl
Eugen angehender Schauspieler und Mündel von Schöller: Daniel Ris

Besprechung

Weitere Informationen zu den Burgfestspielen Bad Vilbel

 www.kultur-bad-vilbel.de

Penthesilea
Verstragödie in 24 Bildern

Von: Heinrich von Kleist
Entstanden: 1806/08
Uraufführung: 25. April 1876 (Berlin, Königliches Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Centraltheater Leipzig:

Premiere:
27. Oktober 11

Regie und Bühne: Robert Borgmann
Mitarbeit Bühne: Peter SchickartKostüme: Janina Brinkmann
Dramaturgie: Anja Nioduschewski

Mit: Friederike Bernhardt, Günther Harder, Marek Harloff, Leonard Hugger, Andreas Keller, Katharina Knap, Guido Lambrecht, Lenja Raschke, Laura Sundermann, Birgit Unterweger

Überraschend taucht Amazonenkönigin Penthesilea mit ihrem Frauenheer auf dem Schlachtfeld von Troja auf, wo der mythenumwobene Krieg zwischen Trojanern und Griechen seit Jahren nicht enden will. Die beiden Kriegslager sind ob der Ankunft des Amazonenheeres hochgradig verwirrt. Als dann in rasendem Kampf noch die Liebe zwischen Penthesilea und dem griechischen Kriegshelden Achill ausbricht und alle Staatsdoktrinen der Amazonen wie der Griechen zu überwinden sucht, werden die privaten Gefühle und die politischen Notwendigkeiten zu einem blutigen, traumatischen Erlebnis überblendet.
Die Gefühle wuchern in diesem Drama so bildgewaltig und monströs, dass man sich fragt, wie Heinrich von Kleist sie in Form halten konnte, wo doch alles darin außer sich gerät. [© Centraltheater Leipzig]

www.schauspiel-leipzig.de

Perdita Durango

Nach dem Roman von:
Barry Gifford
B
ühnenfassung von: Ralf Fiedler und Sebastian Baumgarten
Uraufführung: 1. Dezember 2006 (Frankfurt, schauspielfrankfurt)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
1. Dezember 06 (Uraufführung)

Regie: Sebastian Baumgarten
Grundraum: Joep van Lieshout
Kostüme: Ellen Hofmann
Video: Stefan Bischoff
Licht: Norman Plathe
Sounddesign: Paul-Georg Dittrich
Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Regieassistenz: Paul-Georg Dittrich
Produktionsleitung und Ausstattungsassistenz: Julia Plickat
Souffleuse: Brigitta Schirdewahn
Ton, Beleuchtung, Technik: Marcel Heyde
Technische Einrichtung: Matthias Rößler, Joachim Schröder
Maske: Anke Scharlach
Requisite: Anja Becker, Uschi Trella
Regiehospitanz: Ute Bansemir


Besetzung:

Perdita Durango:
Henriette Heinze
Romeo Dolorosa:
Aljoscha Stadelmann
Estelle / Bobby Peru / Sherry Louise: Abak Safaei-Rad
Duane / Pete / The Fist: Max Landgrebe
Rip Ford / Reggie / Woody Dumas / Shorty: Rainer Frank
Manny Flynn / Fed / Santos / ET. / Volksmusiker / Mann: Falilou Seck


Besprechung auf kulturfreak.de

Perdita Durango, eine Hure, und Romeo Dolorosa, ein Bandit und Santería-Priester, treffen sich an der Grenze zwischen Mexiko und Texas und verfallen einander. Nach blutigen Voodoo-Ritualen entführen sie in kannibalistischer Absicht ein amerikanisches Teenagerpärchen. Doch das Tötungsritual wird unterbrochen; verfolgt von der Polizei und den Schergen eines skrupellosen Gangsterbosses nehmen Perdita und Romeo mit ihren Geiseln Kurs auf Las Vegas. Eine apokalyptische Reise ins innerste Amerika beginnt, die die beiden Teenager mit dem Bösen in sich selbst konfrontiert und mit einer Nation, die von den Rändern her langsam, aber unaufhaltsam aufgefressen wird. Inmitten dieser von Gewalt und Grausamkeit entstellten Gesellschaft zeigt Barry Gifford mit der Prostituierten Perdita Durango »eine Frau mit einer sehr starken Persönlichkeit, eine Frau, die es gelernt hat, in dieser unerträglichen Machowelt zu überleben.« (Gifford) [schauspielfrankfurt]

www.schausielfrankfurt.de

Perfect Bodies, Perfect Minds
Phantasien für zwei Schauspieler

Von: Wolfgang Spielvogel

Uraufführung: 27. April 2013 (Frankfurt/M, Frankfurter Autoren Theater in der Brotfabrik)

Zur Inszenierung des Frankfurter Autoren Theater:
(Kooperation von beatnik und Frankfurter Autoren Theater)

Premiere: 27. April 2013

Regie: Michaela Conrad

Mit: beatnik und Nenad Smigoc

„Das Glied ist ab“ - damit beginnt Wolfgang Spielvogels Theaterstück PERFECT BODIES, PERFECT MINDS. Es beschreibt die Situation zweier Männer kurz  v o r   bzw. kurz  n a c h  einer lange geplanten Geschlechtsumwandlung. Der eine zieht die Verwandlung durch, der andere schreckt davor zurück. Wobei sich für beide Männer (ER und SIE) in den für sie jeweils unterschiedlichen Situationen die gleichen schwierigen Fragen auftun: wie persönlich und gesellschaftlich konsequent kann es weitergehn?
Das wäre ja eine Katastrophe, wenn das Leben mit der neuen Identität nach der Verwandlung genauso schwierig, bzw. noch schwieriger wäre? Nicht auszudenken. Schöner wäre, wenn alles ganz einfach würde.
PERFECT BODIES, PERFECT MINDS ist eine Spielwiese für zwei komödiantische Schauspieler, die ausprobieren, wie der Mensch glücklich  sein kann, solange er Grenzen hat?
In dieser Spannung zwischen Sein und Haben blüht die Phantasie, in der sich ER und SIE in dialektisch sprühender Weise bekämpfen. [© Frankfurter Autoren Theater]
 
Frankfurter Autoren Theater, Bachmannstraße 2-4 (Brotfabrik)

Weitere Aufführungen: 28. April, 3., 4., 10., 11., 25. Und 26. Mai 13, jeweils 20 Uhr, sonntags um 18 Uhr

www.frankfurter-autoren-theater.de

Die Perle Anna (“La Bonne Anna”)
Komödie

Von: Marc Camoletti

Die Perser
von Aischylos

Die Pest
Roman von: Albert Camus

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Dramatisierung:
Martin Kloepfer und Nora Khuan
Übersetzung: Uli Aumüller

Premiere: 30. Januar 10 (Uraufführung; Bockenheimer Depot)

Regie: Martin Kloepfer
Bühne und Kostüme: Esther Hottenrott
Musik: Kornelius Heidebrecht
Licht: Ellen Jäger
Dramaturgie: Nora Khuan

Besetzung:
Dr. Bernard Rieux:
Martin Rentzsch
Jean Tarrou: Michael Golberg
Raymond Rambert: Viktor Tremmel
Joseph Grand: Michael Abendroth
Cottard: Michael Benthien
Madame Rieux: Gabriele Koestler

Besprechung auf kulturfreak.de

Die Pest
Schauspiel Frankfurt
Joseph Grand (Michael Abendroth), Jean Tarrou (Michael Goldberg), Dr. Bernard Rieux (Martin Rentzsch),
Cottard (Michael Benthin) und Raymond Rambert (Viktor Tremmel)
Foto:
Alexander Paul Englert

Oran: eine Stadt des Handels, eine Stadt ohne Ahnungen, eine hässliche Stadt, in der die Liebe selten ist. Zuerst sind es Ratten, die auf den Straßen verenden, dann aber ergreift das Siechtum den Menschen: die Pest. Die Stadt wird abgesperrt. Die Menschen bleiben sich überlassen. Im Zustand ihrer tödlichen Erkrankung nimmt sich die Gesellschaft als einen Organismus wahr, dessen Einzelteile nicht umhin kommen sich zwischen Nihilismus und Solidarität zu entscheiden. Für das Bockenheimer Depot adaptiert Regisseur Martin Kloepfer den Klassiker des literarischen Existenzialismus’ von Albert Camus. [ Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Peterchens Mondfahrt
Märchen

Von:
Gerdt von Bassewitz
Uraufführung: 7. Dezember 1912 (Leipzig, Altes Theater)

Zur Inszenierung des Volkstheater Frankfurt Liesel Christ:

Premiere:
26. November 11

Regie: Steffen Wilhelm

Es spielen: Robin Köhler, Greta Carl, Rüdiger Schade, Detlev Nyga, Sabine Roller, Thomas Koob und Susanne Anders

Das Volkstheater Frankfurt lädt alle kleinen und großen Gäste in der Zeit vom 26. November bis 26. Dezember zum Märchenmusical „Peterchens Mondfahrt“ nach Gerdt von Bassewitz ein.
Der Maikäfer Herr Sumsemann hat sein sechstes Beinchen verloren. Es stellt sich heraus, dass sein Beinchen doch tatsächlich auf dem Mond gelandet ist. Und so fliegt Herr Sumsemann zusammen mit den braven Menschenkindern Peter und Anneliese auf den Mond zum Mondmann, der das Beinchen zunächst einfach nicht herausrücken will.
Auf ihrer abenteuerlichen Reise durch das Weltall treffen sie auf der Sternenwiese das Sandmännchen, auch auf der Milchstraße begegnen ihnen erstaunlichen Wesen und sogar die Nachtfee empfängt sie auf ihrem Schloss. Schließlich kommen sie auf dem Mondberg an, wo der böse Mondmann herrscht und das sechste Beinchen bewacht. Doch mit Hilfe vieler neuer Freunde aus den Sphären der Nacht gelingt es Peter und Anneliese, alle Gefahren zu bestehen und Herrn Sumsemann sein verloren gegangenes Beinchen schließlich mit Spucke wieder anzukleben. Doch bis dahin haben sie schier Unglaubliches erlebt... [© Volkstheater Frankfurt Liesel Christ]

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Theater im Großen Hirschgraben 21 (telefonische Reservierung unter 069/288598) oder online unter
www.volkstheater-frankfurt.de. Auf der Homepage sind auch die genauen Spielzeiten nachzulesen.

Zur Aufführung im Schauspiel Frankfurt
(Koproduktion zwischen Theater an der Parkaue, junges Staatstheater des Landes Berlin, Showcase Beat le Mot, Schauspiel Frankfurt und Dschungel Wien)

Premiere: 27. Oktober 09 (Kammerspiele)

Regie: Showcase Beat Le Mot
Kostüme: Tobias Euler
Theaterpädagogin: Amelie Mallmann
Musik: Mense Reents
Video: Alexej Tchernvi

Mit: Nikola Duric, Thorsten Eibeler, Dariusz Kostyra, Veit Sprenger
 
Besprechung auf kulturfreak.de
 
Aufführungsdauer etwa 2 Stunden, eine Pause

Vier ausgewachsene Maikäfer begehen im Tempel des »Sechsten Beinchens« ein feierliches Insektenritual: Sie gedenken ihres Vorfahren Sumseman und seines großen Abenteuers, als er – zusammen mit den Kindern Peterchen und Anneliese – zum Mond reiste, um von dort sein sechstes Bein wiederzuholen, das der Mondmann einst geraubt hatte. Die ganze Mondreise wird wieder lebendig: die Begegnung mit dem Sandmännchen, die Prüfungen durch die Naturgewalten Donner, Blitz, Sturm, Eis und Schnee. Während die vier Maikäfer Planetenpfannekuchen braten, süße Himmelsziegenhörnchen backen und Milchstraßenpopcorn an die Gemeinde verteilen, erinnern sie sich an die Fahrt über die Milchstraße, die Ankunft auf der Weihnachtswiese und den Kampf mit dem Mondmann. Und wie Peterchen und Anneliese ihrem Vorfahren halfen, so müssen nun die Kinder im Publikum den Maikäferbrüdern helfen, die alte Geschichte zu einem guten Ende zu bringen.

Die Medien- und Theaterkünstler von Showcase Beat Le Mot sind seit 1997 für postmoderne Theaterüberschreitungen zuständig. Erst kürzlich wandten sie sich endlich auch dem Genre des Kinder- und Jugendtheaters zu. Und wie nicht anders zu erwarten, wurde dieses dabei gründlich auf den Kopf gestellt. Herausgekommen ist eine Theaterform, die Kinder und Erwachsene in gleichem Maß begeistert – unkonventionell und ganz direkt. Für ihre Produktion »Der Räuber Hotzenplotz« wurden Showcase Beat Le Mot auf dem NRW-Impulse-Festival 2007 mit dem Preis des Goethe-Institutes ausgezeichnet.

 

Showcase Beat Le Mot gegründet 1997, ist ein internationales Performance- und Theaterkollektiv. Die vierköpfige Gruppe wird als eine der international relevanten zeitgenössischen Performance-Theatergruppen genannt. Seit ihrer Gründung arbeitet die Gruppe in verschiedenen künstlerischen Tätigkeitsfeldern, neben dem Theater auch in Musik, TV, bildender Kunst, Literatur, Wissenschaft und Veranstaltungsorganisation. Sie hat Performances, Shows und Theaterstücke in ganz Europa produziert und gezeigt, u. a. in Berlin (Volksbühne, Podewil, Hebbel am Ufer), Hamburg (kampnagel, Deutsches Schauspielhaus), München (SpielArt Festival), Hannover (EXPO 2000), Giessen, Dresden (Hellerau), Leipzig (LOFFT) und Düsseldorf (FFT), Helsinki (artgenda 2000), Graz (steirischer herbst), Stockholm, Paris (Fondation Cartier), Zagreb (Eurokaz Festival / Urban Festival), Zadar (zadarznova festival), Wien (Donaufestival), Ljubljana (Mladi Llevi), Tallinn (Von Krahl Theater), Bitola (National Theatre of Macedonia) Split, Sarajevo, Cardiff/England (Chapter Arts), Antwerpen, Zürich (Theaterhaus Gessnerallee), Bologna, Köln und Mülheim (impulse).
In der internationalen Presse erregt die Gruppe wegen ihrer Vorreiterrolle bei der Integration unterschiedlicher popkultureller Medien wie Sport, Musik, Comic, Kino und Fernsehen, und wegen ihrer humorvollen Herangehensweise an komplexe politische und gesellschaftliche Themen immer wieder Aufmerksamkeit.
Die Arbeit mit Stoffen für ein junges Publikum begann mit ihrer Manga- Serie „Gomune“ (2003/2004). Für ihre Kindertheaterproduktion „Der Räuber Hotzenplotz“ (2007) wurde sie beim Impulse-Festival mit dem Preis des Goetheinstituts ausgezeichnet. 2009 wurde die Produktion zum Berliner Kinder- und Jugendtheatertreffen „Augenblick mal!“ eingeladen und gilt damit – laut Jury - als eine der fünf besten Produktionen der letzten zwei Jahre.
Derzeit arbeitet Showcase Beat le Mot an der Tiertrilogie im Bereich des Kindertheaters. In Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin, dem Schauspiel Frankfurt und dschungelWien werden die Produktion "Bremer Stadtmusikanten" (Premiere März 2010 / Theater an der Parkaue Berlin) und "animal farm" (Premiere Oktober 2011 / Theater an der Parkaue, Berlin) anknüpfend an die Produktion "Peterchens Mondfahrt" (Premiere Februar 2009) umgesetzt.

[© Schauspiel Frankfurt]

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Phädra
Trauerspiel in 5 Aufzügen

Von: Jean Racine
Uraufführung: 1. Januar 1677 (Paris, Hotel de Bourgogne

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
12. Dezember 09
Weitere Vorstellungen
im Dezember 09:
14. / 16. / 22. / 28. Dezember
im Januar 10: 2., 7. und 29. Januar

Regie: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüme: Elina Schnizler
Licht: Frank Kraus
Dramaturgie: Nora Khuon

Besetzung:
Phädra:
Stephanie Eidt
Aricia: Henrike Johanna Jörissen
Önone: Franziska Junge
Hippolytos: Christoph Pütthoff
Theramenes: Felix von Manteuffel
Theseus: Till Weinheimer
Panope: Luise Audersch

Besprechung auf kulturfreak.de

Phädra
Schauspiel Frankfurt
Phädra (Stephanie Eidt) und Hippolytos (Christoph Pütthoff)
Foto: Sebastian Hoppe

Eine brennende, sich verzehrende Liebe steht am Beginn der Geschichte, die von Verleumdungen, Rache, Mord und überschäumenden Gefühlen erzählt. Phädra liebt ihren Stiefsohn Hippolytos. Als sie erfährt, dass ihr Mann in der Fremde gestorben ist, gesteht sie die verbotene Leidenschaft. Hippolytos liebt jedoch die Feindin des Vaters Aricia. Die Schraube zieht an: Der tot geglaubte Ehemann und Vater kehrt zurück – ein Feldzug der Vergeltung und des Sterbens beginnt. Oliver Reese inszeniert mit »Phädra« Jean Racines Bearbeitung des antiken Mythos.

Oliver Reese (Regie) wurde 1964 in Schloss Neuhaus bei Paderborn geboren. Ab 1984 studierte er Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Komparatistik in München und arbeitete als Regieassistent an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Düsseldorf und am Bayerischen Staatsschauspiel. 1989 ging er als Dramaturg an das Bayerische Staatsschauspiel, 1991 als Chefdramaturg an das Ulmer Theater. 1994-2001 war Reese Chefdramaturg am Maxim Gorki Theater Berlin, danach als Chefdramaturg und Stellvertretender Intendant am Deutschen Theater Berlin, wo er u.a. mit Hans Neuenfels, Robert Wilson, Michael Thalheimer und Jürgen Gosch arbeitete. In der Spielzeit 2008/09 war Oliver Reese Intendant am Deutschen Theater, seit der Spielzeit 2009/10 leitet er das Schauspiel Frankfurt.
Reese brachte zahlreiche Dramatisierungen (»Berlin Alexanderplatz« von Alfred Döblin, »Lolita« nach Nabokov) und Stücke nach biografischen Texten auf die Bühne (»Bartsch, Kindermörder«, »Emmy Göring an der Seite ihres Mannes«). »Emmy Göring« wurde 1999 mit dem Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost ausgezeichnet. In den Kammerspielen des Deutschen Theaters inszenierte er »Goebbels« auf Grundlage der Tagebücher des NS-Propagandaministers, »Der Mann ohne Eigenschaften« nach Robert Musil und zuletzt »Ritter, Dene, Voss« von Thomas Bernhard. Am Düsseldorfer Schauspielhaus erarbeitete er »Treulose« nach Ingmar Bergman und »Warum tanzt ihr nicht« nach Erzählungen von Raymond Carver.

Hansjörg Hartung (Bühne) wurde im Allgäu geboren und absolvierte ein Bühnenbildstudium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Bereits während seines Studiums realisierte er diverse Projekte in der freien Theaterszene in München und für die Münchner Biennale. Als freischaffender Bühnenbildner arbeitete er u.a. am Deutschen Theater Berlin, Düsseldorfer Schauspielhaus, an den Städtischen Bühnen Köln, am Schauspiel Frankfurt, an der Staatsoper Hannover. Von 1995 bis 1998 war Hansjörg Hartung als Ausstattungsleiter am Maxim Gorki Theater Berlin tätig sowie wiederholt als Ausstellungsarchitekt, v.a. für die Staatlichen Museen zu Berlin (u.a. die große Rembrandt -Ausstellung 2006). Ihn verbindet eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Oliver Reese, Hans Neuenfels, K.D. Schmidt und Nicolai Sykosch.

Elina Schnizler (Kostüm) wurde in Esslingen am Neckar geboren. Nach dem Abitur machte sie eine Schneiderlehre in Stuttgart und absolvierte Auslandsaufenthalte in Helsinki, Chicago und Paris (als Schneiderin bei Christian Dior). Danach studierte sie bei Dirk von Bodisco in Hamburg Kostümbild. Seit 1994 wohnt sie in Berlin und ist als freischaffende Kostümbildnerin tätig. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit den Regisseuren: Hans Neuenfels, Oliver Reese, K.D. Schmidt, Robert Schuster/Tom Kühnel, Christian Tschirner/Christian Weise und Grazyna Kania. Sie arbeitete u.a. an Häusern wie der Komischen Oper Berlin, dem Deutschen Theater Berlin, der Staatsoper Hannover, dem Staatstheater Kassel, dem Maxim Gorki Theater Berlin und der Bayerischen Staatsoper.  [© Schauspiel Frankfurt]

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Die Physiker
Komödie in 2 Akten

Von: Friedrich Dürrenmatt
Uraufführung: 20. Februar 1962 (Zürich, Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Theater Trier:

Premiere:
3. März 12

Inszenierung: Steffen Popp
Bühnenbild: Susanne Weibler
Kostüme: Claudia Caséra
Dramaturgie: Sylvia Martin

Besetzung:

Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd, Irrenärztin:
Barbara Ullmann
Marta Boll, Oberschwester: Sabine Brandauer
Monika Stettler, Krankenschwester: Vanessa Daun
Uwe Sievers, Oberpfleger: Jan Brunhoeber
McArthur, Pfleger: Statisterie
Murillo, Pfleger: Daniel Kröhnert
Herbert Georg Beutler, genannt Newton, Patient: Peter Singer
Ernst Heinrich Ernesti, genannt Einstein, Patient: Klaus-Michael Nix
Johann Wilhelm Möbius, Patient: Michael Ophelders
Missionar Oskar Rose: Jan Brunhoeber
Frau Missionar Lisa Rose: Angelika Schmid
Adolf-Friedrich, Wilfried-Kasper, Jörg-Lukas, ihre Buben: Statisterie 
Richard Voß, Kriminalinspektor: Christian Miedreich
Guhl, Polizist: Statisterie
Blocher, Polizist: Daniel Kröhnert
Gerichtsmediziner: Jan Brunhoeber

In Friedrich Dürrenmatts bitterböser Komödie DIE PHYSIKER, geben sich drei Wissenschaftler als Geisteskranke aus. Unter verschiedenen Pseudonymen haben sie sich in ein Sanatorium einweisen lassen, das unter der Obhut der autoritären Anstaltsleiterin Mathilde von Zahnd steht. Der erste der drei „Patienten“ nennt sich Albert Einstein, der zweite hält sich angeblich für Isaac Newton, und der dritte, Johann Wilhelm Möbius, behauptet, die sogenannte Weltformel entdeckt zu haben, die in den falschen Händen zur Vernichtung der gesamten Menschheit führen könnte. Mit seiner Behauptung, ihm erscheine König Salomo, will er sich selbst unglaubwürdig machen und so dem Missbrauch seiner revolutionären Entdeckung vorbeugen. Newton und Einstein hingegen sind in Wahrheit Agenten rivalisierender Geheimdienste und haben sich deswegen ins Irrenhaus einweisen lassen, um an Möbius’ Erkenntnisse zu gelangen und diese für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Doch die Situation eskaliert: Die drei Physiker ermorden mehrere Krankenschwestern, weil sie um ihre Geheimnisse fürchten.
Das ruft Kriminalinspektor Voss auf den Plan, der die Geschehnisse aufklären soll. Doch bald schon wird klar: Alles ist relativ und nichts ist, wie es scheint. Die vorgeblichen Patienten erschweren die Ermittlungen des Inspektors und treiben ihn fast selbst an den Rand des Wahnsinns. Doch es droht weitere Gefahr ... [© Theater Trier]

Theatercafé am 26.02.2012.
Luxemburg-Premiere am 13.03.2012 im Theatre Municipal, Esch-sur-Alzette.
Weitere Vorstellungen: Di., 06.03., 20:00 Uhr | Fr., 09.03., 20:00 Uhr | Di., 13.03., 20:00 Uhr, Theatre Esch-Sur-Alzette (Gastspiel) | Mi., 14.03., 10:00 Uhr, Theatre Esch-Sur-Alzette (Gastspiel) | Mi., 14.03., 20:00 Uhr, Theatre Esch-sur-Alzette (Gastspiel) | Fr., 16.03., 20:00 Uhr | Sa., 17.03., 19:30 Uhr | Mi., 21.03., 20:00 Uhr | So., 25.03., 19:30 Uhr | Sa., 31.03., 19:30 Uhr | So., 22.04.2012, 19:30 Uhr | Bereits zwei Vormittagsvorstellungen für Schulen sind ausverkauft. Das Theater bemüht sich um eine dritte Vormittagsvorstellung.

www.theater-trier.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
29. Oktober 11 (Schauspielhaus)

Regie: Markus Bothe
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Alexandre Corazzola
Musik: Kornelius Heidebrecht
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd: Traute Hoess
Marta Boll, Oberschwester: Claude de Demo
Richard Voss, Kriminalinspektor: Michael Benthin
Herbert Georg Beutler, genannt Newton: Sascha Nathan
Ernst Heinrich Ernesti, genannt Einstein: Thomas Huber
Johann Wilhelm Möbius: Andreas Uhse
Frau Missionarin Lina Rose / Irene Straub, Krankenschwester: Heidi Ecks
Missionar Oskar Rose / Uwe Sievers, Oberpfleger / Polizist Blocher: Ulrich Beseler
Musiker: Kornelius Heidebrecht

Adolf-Friedrich / Wilfried-Kaspar / Jörg-Lukas: Ludwig Buncsak, Felix Dröll, Philipp Hahn, Jan Nigges, Bruno Seiwert

Besprechung auf kulturfreak.de

Die Physiker
Schauspiel Frankfurt
Kriminalinspektor Voss (Michael Benthin), Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd (Traute Hoess)
© Birgit Hupfeld

In einem Schweizer Sanatorium leben drei gefährliche Verrückte: Newton, Einstein, Möbius. Der Erste entdeckte die Schwerkraft, der Zweite die Gesetze des fotoelektrischen Effekts, der Dritte, was die Welt im Innersten zusammenhält. Nebenbei ermordeten sie auf ihrer Station drei Krankenschwestern. Angeblich haben sie gemordet, um die Welt zu retten.
Der Kommissar, der hier ermitteln soll, kommt auf eine merkwürdige Spur: Was, wenn keiner in dem Sanatorium verrückt wäre mit Ausnahme der Anstaltsleiterin?

Das Regieteam:

Markus Bothe (Regie)

Der in Basel lebende Regisseur Markus Bothe studierte Musiktheater-Regie in Hamburg. Er inszenierte Opern und Schauspiele an der Deutschen Oper Berlin, dem Schauspielhaus Hamburg, der Staatsoper Hannover, Staatsoper Stuttgart, Volksoper Wien, National Opera Washington D. C. u.a., darunter zahlreiche Ur- und Erstaufführungen. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur war er von 2004 bis 2008 Festivalleiter und Mitglied der künstlerischen Leitung der Theaterbiennale »Neue Stücke aus Europa« am Staatstheater Wiesbaden. Seine Frankfurter Inszenierung von »Roter Ritter Parzival« wurde mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2010 in der Kategorie Regie Kinder- und Jugendtheater ausgezeichnet.

Robert Schweer (Bühne)
Geboren 1968 in Berlin. Er studierte dort Theater- und Veranstaltungstechnik. Von 1995 bis 1998 war er als Werkstätten- und Produktionsleiter am Theater Basel engagiert. Seit 1998 arbeitete er als Bühnenbildner u.a. an den Münchner Kammerspielen, dem Theater Basel, Thalia Theater Hamburg, Zürcher Schauspielhaus, Schauspielhaus Bochum, Staatstheater Hannover, Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatstheater Stuttgart, Theater Freiburg und der Deutschen Oper Berlin. Zusammenarbeit u.a. mit den Regisseuren Lars -Ole Walburg, Stephan Rottkamp, Claudia Bauer und Markus Bothe. Für sein Bühnenbild für »Tintenherz« am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (Regie: Markus Bothe) erhielt er 2007 den Rolf-Mares-Preis.

Alexandre Corazzola (Kostüme)
Geboren 1978. Alexandre Corazzola ist freischaffender Bühnen- und Kostümbildner. Er erhielt sein Master of Fine Arts Diplom in Szenographie an der New York University, danach assistierte er u.a. in Wuppertal, Wien, Hamburg und Salzburg. Seit 2008 / 09 arbeitet Corazzola als selbständiger Ausstatter u.a. in Hannover, Paris, Frankfurt und Hamburg. Corazzola ist Alumnus der Deutsche-Bank-Stiftung »Akademie Musiktheater Heute«, des Internationalen Forums beim Theater Treffen und der Akademie für Experimentelles Musiktheater Hellerau. Die von ihm ausgestattete Produktion »Von Mäusen und Menschen« war 2010 für den Faust-Preis in der Kategorie »Beste Inszenierung im Kinder- und Jugendtheater« nominiert und wurde mit dem Rolf-Mares-Preis in derselben Kategorie ausgezeichnet.

Kornelius Heidebrecht (Musik)
Geboren 1979 in Alma-Ata, Kasachstan, aufgewachsen in Weißrussland und Deutschland. Ab 2002 Studium der Ton- und Bildtechnik an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik Düsseldorf. Seit zwei Jahren Komponist und Sounddesigner für Schauspiel und Tanz, Bühnenmusiker und Liveperformer. 2009 komponierte er u.a. für das Schauspielhaus Zürich (»Parzival«) und das Deutsche Theater Berlin (»Der Futurologische Kongress«). Am Schauspiel Frankfurt war er unter anderem in »Deutschland. Ein Wintermärchen« und »Alice im Wunderland« zu sehen.   [© Schauspiel Frankfurt]

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Platonow

Von:
Anton Tschechow
Deutsch von: Ulrike Zemme (u.a.)

Die Präsidentinnen

Von:
Werner Schwab
Uraufführung: 13. Februar 1990 (Wien, Theater im Künstlerhaus)

Zur Inszenierung des Theater Aachen:

Premiere:
28. September 12

Inszenierung: Roland Hüve
Bühne und Kostüme: Petra Maria Wirth
Dramaturgie: Inge Zeppenfeld

Besetzung:

Grete:
Elisabeth Ebeling
Erna: Bettina Scheuritzel
Mariedl: Nadine Kiesewalter

Man muss die Wörter sprechen wie sie heraus wollen und die feste feiern wie sie herunterfallen. Da kennen die katholische Küchen-Präsidentinnen Grete, Erna und Mariedl kein Pardon: Sie reden über Gott und die Welt, über gestandene Mannsbilder, lüsterne Dackel und über wunderbar-wundersame Dinge, die man findet, wenn man nur tief genug in den Abort greift!
Der österreichische Ausnahme-Dichter Werner Schwab lässt es in der bieder-bigott-abgründigen Gemütlichkeit der Drei herrlich krachen [© Theater Aachen]

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Prinz Friedrich von Homburg
Schauspiel in 5 Akten

Von: Heinrich von Kleist (18. Okt. 1777 - 21. Nov. 1811)
Uraufführung: 3. Oktober 1821 (Wien, Burgtheater)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt in Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin:

Premiere Frankfurt:
21. Dezember 06
Premiere Berlin: 26. Januar 07

Regie: Armin Petras
Bühne: Katrin Brack
Kostüme: Aino Laberenz
Video: Chris Kondek
Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Jens Gro
ß /Andrea Koschwitz
Regieassistenz: Paul Georg Dittrich / Daniel Gzesienski
B
ühnenbildassistenz: Nina Zoller / Ann-Christine Müller
Kostümassistenz: Katja Strohschneider / Thomas Mache
Dramaturgieassistenz: Raphael Kassner / Nina Rühmeier
Souffleuse: Brigitta Schirdewahn / Gertraud Weyand
Inspizienz: Lisa Ahle
Ton: Philipp Batereau, Oliver Blohmer, Arnim Streek
Maske: Karin Junghardt
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Hubertus Schneider
Requisite: Stefan Markert, Jens Sch
önherr
Regiehospitanz: Anna Gerhards
B
ühnenbildhospitanz: Marie Häusner
Kostümhospitanz: Anita Scheiner



Besetzung:

Prinzessin Natalie von Oranien:
Sandra Bayrhammer
Die Kurfürstin: Susanne Buchenberger
Oberst Kottwitz: Andreas Haase
Prinz Friedrich Arthur von Homburg: Robert Kuchenbuch
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg: Peter Kurth
Graf Hohenzollern: Gunnar Teuber

Besprechung auf kulturfreak.de

Unter der Regie von Armin Petras, ehemaliger Hausregisseur und Kurator der schmidtstrasse12 sowie derzeit Intendant des Maxim Gorki-Theaters Berlin, kommt Heinrich von Kleists Drama kurz vor Weihnachten auf die Bühne. Schauspieler beider Häuser, dem Maxim Gorki-Theater und dem schauspielfrankfurt sind an dieser Produktion beteiligt. Die Bühnenbildnerin Katrin Brack, die am 24. November 06 den Faust-Preis 2006 vom Deutschen Bühnenverein in der Sparte ‚Beste Ausstattung Kostüm/Bühne’ verliehen bekommen hat, wird das Bühnenbild zu dieser Koproduktion schaffen.

Preußen 1675. Am Vorabend der Schlacht von Fehrbellin wird der Prinz von Homburg dabei beobachtet, wie er sich schlafwandelnd einen Siegeskranz flicht und die Nichte des Kurfürsten, Prinzessin Natalie, als seine Braut anspricht. Bei der Lagebesprechung am nächsten Morgen hängt der Prinz weiter seinen Träumen von Ruhm und Eheglück nach. Er überhört die Weisungen des Kurfürsten und führt die Truppen eigenmächtig in die Schlacht. Obwohl das Gefecht siegreich für die Preußen endet, wird der Prinz zum Tode verurteilt, weil er durch sein eigenmächtiges Verhalten das Bestehen und die Ordnung des Staates gefährdet habe. Der Prinz fleht um Gnade... [ Text: schauspielfrankfurt)

Prinz Friedrich von Homburg
schauspielfrankfurt in Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin
Gunnar Teuber (Graf Hohenzollern), Susanne Buchenberger (Die Kurfürstin),
 Robert Kuchenbuch
(Prinz Friedrich Arthur von Homburg) & Sandra Bayrhammer (Prinzessin Natalie von Oranien)
Foto:
Alexander Paul Englert

 

Pro Familia Teiresias
frei nach Motiven von Ovid

schauspielfrankfurt - nachtschwärmer (Helden in Tüten - Singles 2006)

Premiere:
29. Januar 06

Regie: Kerstin Lenhart
Bühne: Norgard Kröger
Kostüme: Nadja Rudert

Darsteller: Bert Tischendorf, Oliver Kraushaar, Sascha Maria Icks

Hera und Zeus. Ein Paar im romantischen Strandurlaub. Doch die Idylle trügt. Der Wettergott betrügt sein Pfauenauge. Und das nicht erst seit gestern.
Die Beherrscherin des Himmels hat die Göttinnennase gestrichen voll. Zeus muß Farbe bekennen. Kräftemessen eines Götterpaars im Rosenkrieg. Paartherapie und Vaterschaftsquiz. Als Schiedsrichter und Eheberater mit dabei: Hotelpage Teiresias. Pro Familia wird olympisch.[© Schauspiel Frankfurt]


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Das Produkt
Von:
Mark Ravenhill (*. 1966)
Deutsch von: Nils Tabert
Uraufführung: 17. August 2005 (Edinburgh, Traverse Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 23. November 2006 (Berlin, Schaubühne am Lehniner Platz

Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:

Premiere:
10. Januar 09 (nachtschwärmer)

Regie: Stefko Hanushevsky
Raum: Stephanie Rauch
Kostüme: Katja Strohschneider
Musik: Janko Hanushevsky
Dramaturgie: Marcel Luxinger

Darsteller: Janko Hanushevsky, Stefko Hanushevsky

Besprechung auf kulturfreak.de

Das Produkt, schauspffm © PhillipHaines
Das Produkt
schauspielfrankfurt
James (Stefko Hanushevsky)
Foto: PhillipHaines

Um seine Wunschschauspielerin zur Annahme der Hauptrolle zu überreden, greift ein Filmproduzent zu allen Mitteln. Sein Drehbuch ist zwar eine üble Anhäufung von Action und Kitsch, aber in seinem Eifer spitzt der Produzent das Geschehen in haarsträubender Weise zu: von der Orgasmusblockade über das Selbstmordattentat bis zum Privatkrieg kommt plötzlich alles im Film vor, was eine Schauspielerin schon immer spielen wollte. [© schauspielfrankfurt]

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Prometheus
Von:
Aischylos / Müller

Zur Inszenierung des Theater Willy Praml (Frankfurt):

Premiere:
10. April 10

Regie: Willy Praml
Raum/Kostüme: Michael Weber
Musik: Sepp’l Niemeyer, Gregor Praml

Mit: Reinhold Behling, Jakob Gail, Birgit. Heuser, Max Rohland, Stefanie Tauber, Michael Weber

Prometheus_TheaterWillyPraml
Prometheus
Theater Willy Praml, Frankfurt/M
Foto: Seweryn / Theater Willy Praml, Frankfurt/M

„Ans Ende sind wir gekommen der Welt
Von Menschen leer.“
Hier lässt Zeus den Prometheus an den Felsen nageln.
Kurz vorher haben die beiden noch gemeinsame Sache gemacht: den Titanen haben sie die Weltherrschaft entrissen und sie in den Tartarus versenkt  -  auch mordete Zeus den eigenen Vater, Kronos, den Urvater aller Götter. Als neuer Weltherrscher räumt Zeus gründlich auf: auch das plumpe Menschengeschlecht will er abschaffen und ein besseres erfinden.
Entgegen tritt alledem Prometheus: er beschützt die Sterblichen, lehrt sie die Handwerke, die Schrift, die Zahlen, das Gottesopfer, die Täuschung der Götter sogar und – als Glanzstück bringt er ihnen: das Feuer, Beginn allen Fortschritts.
Das geht dem Zeus zu weit, und so landet der menschenfreundliche Prometheus am Felsen.
Mit solch brachialem Auftakt beginnt Aischylos´ DER GEFESSELTE PROMETHEUS.
Und nun passiert es, dass die Nachfahren dieses Geschehens den Ort aufsuchen, um zu erfahren, was ihnen daraus folgt.
Wir haben uns an diesem rauen Ort – der wegen Sanierung unserer Theaterhalle im 1. Halbjahr 2010 auf die westliche Seite verlagert ist – für die raue Übertragung aus dem Griechischen von Heiner Müller (von 1967/68, man spürt Widerstand + Krawall) entschieden und haben seinen Text DER BEFREITE PROMETHEUS in unsere Inszenierung eingebaut, gemäß dem Wissen, dass Theater immer auch  =  Baustellen – Theater ist.  [© Theater Willy Praml]
 
Spieldauer: 1:50h ohne Pause
Preise: 16.--€, 12.--€, 9.--€ (Schulklassen), 7.--€ F-Pass.
Reservierung und Information: 069/ 43 05 47 34
www.theater-willypraml.de E-mail: theater.willypraml@t-online.de

Punk Rock

Von:
Simon Stephens
Deutsche von: Barbara Christ

Uraufführung: 8. September 2009 (London, Lyric Hammersmith Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 18. März 2010 (Hamburg, Deutsches Schauspielhaus)

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:

Premiere:
18. Februar 11 (TAMDREI)

Inszenierung: Kerstin Lenhart
Bühne und Kostüme: Michael Köpke
Dramaturgie: Katrin Michaels

Besetzung:

William Carlisle:
Tobias Lawatzki
Lilly Cahill: Luisa Räker
Bennett Francis: Joel Holtkamp
Cissy Franks: Julia Friede
Nicholas Chatman: Omar El-Saeidi
Tanya Gleason: Alina Heickel
Chadwick Meade: Jonathan Straßburger


Punk ist 16 sein und Nein sagen, sagte ein Punk-Gitarrist in den 70er Jahren. Und heute? »Viele Jugendliche sind viel zu beschäftigt, um noch Zeit zum Rebellieren zu haben«, stellt die Soziologin Imke Behnken fest. Das Leistungsprinzip steht bei vielen an erster Stelle. Der englische Dramatiker Simon Stephens erzählt von sieben Schülern im Abschlussjahr einer Eliteschule. Materielle Sorgen hat hier fast keiner, Zielstrebigkeit ist gefragt, das Zukunftsmodell heißt Oxford oder Cambridge. Klar: Outfit, Frisur und Musikgeschmack spielen eine wichtige Rolle, aber eine Einstellung zum Leben geben sie nicht mehr vor. Die Jugendlichen in Punk Rock versuchen nicht, die Welt zu verändern. Wohin mit dem Druck, den Eltern, Schule und peer group produzieren? Sie ziehen sich zurück in den Schutzraum der Bibliothek, die hermetisch vom Rest der Welt abgeschottet ist, verlegen die Revolte nach Innen: ihre Wut ist still und führt langsam und unauffällig zur Implosion des Systems.
Der Amoklauf an der Columbine High School ist einer der Referenzpunkte des Stücks. Doch Autor Simon Stephens sieht ihn mehr als Metapher, als emblematische Form des Schreckens am Beginn des 21. Jahrhunderts. Denn wie zu Hochzeiten des Punks gibt es nach wie vor eine Sehnsucht nach Rebellion, die Überschreitung der Normen bleibt verführerisch. »Punk ist für mich weniger eine Ära zwischen 1976 und 1979, als vielmehr eine Trotzhaltung und eine Sehnsucht nach mehr. Es ist der Wunsch abzuhauen und alles Unkreative zu zerstören, sich gegen das System aufzulehnen.«
Wie sieht diese Rebellion heute aus? Und welches System gilt es zu zerstören? Überall ist Anpassung gefordert und ein klares Feindbild lässt sich nicht ausmachen. Stephens versucht in seinem Stück mehr ein Klima zu beschreiben, das Gewalt eskalieren lässt, als Gründe für einen Amoklauf zu benennen. So wird auf der Bühne nicht die schillernde Figur eines Amokläufers untersucht, sondern die Untiefen der Normalität.
Diese Untersuchung des Schulalltags ist in dieser Inszenierung Programm: Auf der neu ausgebauten Bühne unter dem Dach des Theaters am Alten Markt, dem TAMDREI, spielen zwei Schauspieler des Ensembles das Stück gemeinsam mit fünf Jugendlichen aus Bielefeld und Umgebung. Theaterprofis treffen auf Experten für den Alltag im Klassenzimmer, das nordenglische Stockport rückt nach Bielefeld. Die Schüler sind zwischen 15 und 19 Jahren alt und proben seit Anfang Dezember mit der Berliner Regisseurin Kerstin Lehnhart, die bisher sowohl im Profitheater als auch mit jugendlichen Laien gearbeitet hat. Im Ambiente eines Bandprobenraums nähern sich Spiel und Wirklichkeit, Punk sein und Elitedenken.

Inszenierung:
Kerstin Lenhart
, geboren 1974 in Heidelberg, studierte zunächst Kriminologie und Kinder- und Jugendpsychiatrie in Heidelberg, dann von 1995 bis 2001 Theaterwissenschaften und Sozialpädagogik in Leipzig. Von 2002 bis 2005 war sie als Regieassistentin am schauspielfrankfurt. Sie assistierte u. a. bei Wanda Golonka, Armin Petras und Andreas Kriegenburg. Dort zeigte sie 2004 mit Sibylle Bergs Hund, Frau, Mann auch ihre erste eigene Regiearbeit. Seit 2005 ist sie freie Regisseurin und arbeitete u. a. an den Sophiensaelen in Berlin, dem Stadttheater Osnabrück, dem Maxim Gorki Theater Berlin, den Städtischen Bühnen Heidelberg, am MOUSONTURM Frankfurt und im brut Wien.

Bühne und Kostüme:
Michael Köpke
studierte von 1997 – 2003 Bühnenbild und audiovisuelle Medien in Utrecht, Prag, Berlin-Weißensee, Paris und Karlsruhe. 2005 – 07 und 2009 assistierte er am Thalia Theater Hamburg u. a. für die Bühnenbildnerin Annette Kurz und Inszenierungen von Luk Perceval, Christiane Pohle und Nicolas Stemann. Als Bühnenbildner arbeitete er mit den Regisseuren/innen Alia Luque und Corinna Sommerhäuser am Thalia Theater, mit Martin Pfaff in Osnabrück, mit Leyla Rabih in Dijon, Bamberg und den Sophiensälen Berlin, mit Frank-Patrick Steckel am theaterlabor Bremen, mit Gernot Grünewald für die Theaterakademie Hamburg und mit der Choreografin Lara Kugelmann am Theater an der Parkaue Berlin. Außerdem wirkte er mit an Soundcollage und Raum für das Schlafsaal-Hörspielprojekt Alpinarium, das zwischen 2003 und 2007 auf Festivals in Frankreich, Deutschland und der Schweiz gezeigt wurde. [© Theater Bielefeld]
 
www.theater-bielefeld.de

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