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Theater Stückeinfo: P
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Der Parasit oder die Kunst sein Glück zu machen Ein Lustspiel
Von:
Friedrich Schiller nach Louis Benoit Ricard
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 6. Januar 07
Inszenierung: Dieter Boyer
Bühne und Kostüme: Hugo Gretler Dramaturgie: Katharina Gerschler Regie-Assistenz: Mirko Schombert Inspizienz: Claudia Sekinger Souffleuse:
Marie-Luise Gnad
Mit: Narbonne: Thomas Marx Madame Belmont, seine Mutter:
Monika Dortschy Charlotte, seine Tochter: Tatjana Kästel Selicour: Zlatko Maltar La Roche: Andreas Mach Firmin: Marcus Mislin Karl Firmin, Sohn:
Daniel Seniuk Michel, Kammerdiener: Lorenz Klee Robineau: Dominic Betz
Ränkespiele in den Büros eines Pariser Ministeriums: Der ungebildete Selicour hat sich die Gunst des Ministers Narbonne und seiner Familie erschlichen. Fassungslos beobachten Narbonnes Untergebene den beruflichen
Höhenflug des Heuchlers, der wie ein gefräßiger Parasit von den Mühen anderer Leute Arbeit lebt. Je höher Selicour die
Karriereleiter hinaufsteigt, umso tiefer fallen seine Konkurrenten. Warnungen des pflichtbewussten Beamten La Röche vor dem cleveren Taugenichts werden in den Wind geschlagen. Der Minister geht sogar so weit, ihn für den begehrten Gesandtschaftsposten vorzuschlagen. Höhepunkt des falschen Spiels ist Selicours Plan,
sich durch die Heirat mit Narbonnes Tochter in dessen Familie einzunisten.
Schillers Komödie ist eine höchst aktuelle Parabel über die Kunst zu lügen, über Mobbing, Freundschaft und Liebe.
Dieter Boyer war von 1999 bis 2001 Regieassistent am Burgtheater, u. a. bei Claus Peymann und Martin Kusej. Dort inszenierte er 2001 "Parasiten" von Marius von Mayenburg im Vestibül / Burgtheater. Im Sommer 2005 inszenierte er den Eröffnungsakt der Salzburger Festspiele. Am Schauspielhaus Graz zeigte er die Uraufführung "Jessica, 30" von Marlene Streeruwitz, "My name is Peggy" von Marc Becker und zuletzt "Sieben Türen" von Botho Strauß in Koproduktion mit der Kunstuniversität Graz.
www.staatstheater-mainz.de
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Paris, Texas Nach dem Film von: Wim Wenders Drehbuch: Sam Shepard und Wim Wenders
Uraufführung: 8. Mai 2010 (Leipzig, Centraltheater Leipzig)
Zur Inszenierung des Centraltheater Leipzig:
Premiere: 8. Mai 10(Uraufführung)
Regie:
Sebastian Hartmann Bühne: Susanne Münzner Kostüme: Adriana Braga Peretzki Musik: Steve Binetti Licht: Voxi Bärenklau Dramaturgie:
Michael Billenkamp
Mit: Rosalind Baffoe, Maximilian Brauer, Yussuf El Baz, Manuel Harder, Heike Makatsch, Hagen Oechel, Peter René Lüdicke, Birgit Unterweger
„Paris, Texas“ (1984) ist Wim Wenders’ bester und bedeutendster Film. Er verhalf ihm zum endgültigen internationalen Durchbruch und wurde zum Synonym des deutschen Autorenfilms. Ein
Welterfolg, der Bands wie Texas und Travis ihren Namen gab. Als Roadmovie definierte er das Genre neu, seine Ästhetik war stilbildend und wird bis heute in Musikvideos und Werbung zitiert.
Das Centraltheater zeigt „Paris, Texas“ als Uraufführung. „Paris, Texas“, das ist der Prolog zu einer tragischen Liebesgeschichte, gleichzeitig ist es der Epilog zu einem großen
Familiendrama. Vier Jahre nachdem Travis Frau und Kind verlassen hat, vier Jahre nachdem er glaubte, in einem Albtraum aus Eifersucht, Alkohol und Liebe zu verbrennen, taucht er in der Wüste
wieder auf – sprachlos und ohne Erinnerung an die Vergangenheit. Nur mühsam und mit Hilfe seines Bruders und des 7-jährigen Sohnes Hunter findet Travis ins Leben zurück. Getrieben von dem
Wunsch, seine Frau Jane wiederzufinden, macht er sich gemeinsam mit Hunter auf die Suche nach ihr. Er findet sie schließlich in einer Peepshow … Dass Wenders sein Meisterwerk genau in diesem
Raum zwischen den emotionalen Extremzuständen – zwischen dem Zusammenbruch der Familie und der Vereinigung von Mutter und Kind – verortet, macht den besonderen Reiz von „Paris, Texas“ aus.
Wenders zeigt nicht die Konfrontation, nicht den Kampf, sondern die Erschöpfung und die Desillusion, die Leere und das Schweigen seiner Protagonisten. „Paris, Texas“ ist ein Blick in die
amerikanische Seele – die europäische Antwort auf den American Way of Life, die die unendliche Weite des Landes nicht als Freiheit, sondern als Einsamkeit begreift. [©
Centraltheater Leipzig]
www.schauspiel-leipzig.de
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Pension Schöller Schwank in drei Akten
Von: Wilhelm Jacoby und Carl Laufs
Eine Posse in der Bearbeitung von:
Jürgen Wülffer für zehn Schauspieler (neben weiteren Versionen) Uraufführung: 17. Oktober 1890 (Berlin, Wallner-Theater)
Stückbeschreibung:
Der
Großgrundbesitzer Philipp Klapproth möchte an seinem Stammtisch mit einem verrückten Erlebnis brillieren. Er hat die Idee, bei einer Soirée in einer Irrenanstalt dabei zu sein. Er fährt in
die Stadt zu seinem Neffen Alfred und bittet ihn, ihm diesen Gefallen zu tun. Als Gegenleistung würde er ihm jenes Kapital leihen, das Alfred zur Eröffnung eines Geschäftes braucht. Alfred
würde ihm gern helfen, kennt jedoch keine Irrenanstalt. Sein Freund, der Kunstmaler Ernst Kissling, schlägt ihm vor, seinen Onkel in die Soiree der Pension Schöller zu führen und die dortigen
Gäste als Patienten auszugeben. Philipp Klapproth bekommt es nun mit einem Großwildjäger, einer Schriftstellerin à la Courths-Mahler, einem Major und dem Neffen des Pensionsdirektors, der
trotz eines kleinen Sprachfehlers Schauspieler werden will, zu tun. Es wird ihm allmählich zu bunt, und er reist ab. Auf seinem Gut wird die friedliche Idylle bald gestört durch das
Auftauchen sämtlicher Pensionsgäste, die Philipp Klapproth an den Rand des Wahnsinns treiben.
Wilhelm Jacoby: Wilhelm Jacoby wurde am 8. März 1855 als Sohn eines
Verlagsbuchhändlers in Mainz geboren. Er arbeitete bereits im Alter von 20 Jahren als Redakteur des "Niederschlesischen Anzeigers" und von 1878 bis 1891 für das "Mainzer
Tagblatt". Neben seiner redaktionellen Tätigkeit verfasste er als wortgewandter Vielschreiber auch eine Fülle von Schwänken, Possen und Operntexten. Seine Stücke unterscheiden sich von
den französischen Lustspielen besonders dadurch, dass sie den Bereich des Erotisch-Pikanten oder gar Schlüpfrigen kaum berühren. Die Komik wird vor allem durch Missverständnisse und
Verwechslungen hervorgerufen, doch auch eine latente satirische bis gesellschaftskritische Absicht darf nicht übersehen werden. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schwank
Pension Schöller, den er zusammen mit Carl Laufs verfasste und der 1890 in Berlin uraufgeführt wurde. Wilhelm Jacoby starb 70-jährig am 20. Februar 1925 in Wiesbaden; Rosenmontag
1925 gaben ihm unzählige Freunde das letzte Geleit.
Carl Laufs: Carl Laufs wurde am 20. Dezember 1858 in Mainz geboren. Von dort ging er zuerst nach Göttingen und später nach
Kassel. Er arbeitete als Autor von Lustspielen und Schwänken. 1887 schrieb er das Karnevals-Preisstück "Ein toller Einfall", das im Folgejahr als Fastnachtsposse an vielen deutschen
Bühnen erfolgreich zur Aufführung kam. Das Stück wurde später zu einer Operette umgearbeitet und auch verfilmt. "Pension Schöller" – nach einer Idee von Wilhelm Jacoby –
entstand kurz danach. Der Schwank findet sich erstmals 1890 als Repertoirestück auf dem Mainzer Theaterzettel. Obwohl Jacoby nicht einen einzigen Satz zu dem Stück geschrieben hatte, ließ
Laufs ihm stets die Hälfte der Tantiemen zufließen. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Schwank Pension Schöller, den er zusammen mit Jacoby verfasste und der 1890 in Berlin
uraufgeführt wurde. Carl Laufs starb am 13. August 1901 im Alter von 42 Jahren in Kassel.
Q. & ©: Felix Bloch Erben, Berlin (mit freundlicher Genehmigung)
Zur Inszenierung des Landestheater Coburg:
Premiere: 6. Dezember 08
Inszenierung:
Frank-Lorenz Engel Bühnenbild: Hans Winkler Kostüme: Cornelia Nier Dramaturgie: Christof Wahlefeld
Besetzung: van Mühlen, Major a.D.:
Thomas Straus Josephine Zillertal, Schriftstellerin: Elga Mangold Prof. Bernhardy, weltreisender Wissenschaftler: Helmut Jakobi
Alfred Klapproth, Neffe von Klapproth: Lars Kopmann Ulrike Klapproth, Schwester von Klapproth: Anja LenßenPhilipp Klapproth, Gutshofbesitzer aus Kyritz: Stephan Mertl
Schöller, Inhaber der Pension Schöller: Niklaus Scheibli Frederike Schöller, Tochter von Schöller: Kathrin Molsberger Eugen, Mündel von Schöller: Nils Liebscher
Hans, ein Kellner: Klaus-Dieter König
www.landestheater-coburg.de
Zur Inszenierung an der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Wiederaufnahmepremiere: 1. August 08
(Voraufführungen: 30. Juli und 31. Juli) Spielzeit: bis 7. September 08
Ab dem 1. August 2008 steht „Pension Schöller“ wieder auf dem Spielplan der Komödie am
Kurfürstendamm. 1997 inszenierte und bearbeitete Jürgen Wölffer die Posse, die schon Generationen von Zuschauern begeistert hat. Wölffer hat das Stück für „sein Personal durchgreifend
erneuert“ wie eine große Berliner Tageszeitung damals anmerkte. Viel Lob bekamen sowohl er als auch die Darsteller für die Produktion. Das Publikum strömte in Scharen an den Kurfürstendamm,
um die „Soiree der Verrückten“ bei Schöller zu erleben.
Über 800 Mal wurde die Inszenierung seitdem gespielt: Neben Berlin in Hamburg, Dresden sowie in Tourneespielorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Von der ursprünglichen
Besetzung sind Achim Wolff, Winfried Glatzeder, Herbert Köfer und Friedrich Schoenfelder immer noch dabei. Neu im Ensemble sind bei der jetzigen Wiederaufnahme Edith Hancke und Klaus
Sonnenschein. Hancke spielt die verschrobene Schriftstellerin, Klaus Sonnenschein einen auf Löwen spezialisierten Großwildjäger.
Im Stück geht es um den Großgrundbesitzer Philipp
Klapproth aus Kyritz an der Knatter, der nach Berlin reist, um eine ganz neue Erfahrung zu machen: Sein sehnlichster Wunsch ist es, einmal die Insassen einer Irrenanstalt hautnah zu erleben.
Damit möchte er seine Stammtischbrüder beeindrucken. Deswegen bittet er seinen Neffen Alfred, ihm diesen Herzenswunsch zu erfüllen. Dieser ist zwar sehr bemüht – schließlich winkt als
Gegenleistung vom reichen Onkel eine stattliche Geldsumme – und heckt mit Freundin Franziska folgenden Plan aus: In der Pension Schöller, die ihrem Vater gehört, finden regelmäßig
Gesellschaftsabende statt. Warum einen solchen Abend nicht als „Soiree der Verrückten“ ausgeben? Gesagt, getan. Alfred nimmt seinen Onkel zum Gesellschaftsabend der Pensionsgäste mit. Und die
haben es in sich: Eugen Schöller, angehender Schauspielschüler, hat einen L-Fehler und sinniert über Othenno. Der Major ist zickig und zackig, die Autorin ist verschroben-liebenswürdig. Der
Großwildjäger braucht neues Löwenfutter. Der Wirt behauptet, er sei ein Klavier. Als Philipp Klapproth die ganze Sache zu bunt wird, zieht er sich wieder zurück auf sein Landgut. Aber die
Idylle währt nicht lange. Die Pensionsgäste, die Klapproth immer noch für Verrückte hält, tauchen wieder auf. Und plötzlich scheint ihm auch seine Schwester Ida nicht mehr ganz bei Trost zu
sein, denn mancher der vorgeblich Irren, wäre ihr als Mann lieber als gar keiner. Kein Wunder, dass Philipp Klapproth kurz vor dem Herzinfarkt steht.
Da kann man nur sagen: Was sind „Kneist, Nessing oder Schinner“ gegen diese tonnen Ronnen?
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Pension Schöller Komödie am Kurfürstendamm, Berlin Winfried Glatzeder (links) spielt den Schaupielschüler mit L-Fehler,
Achim Wolff einen Großgrundbesitzer aus der Provinz Foto: Dagmar Scherf
Das Stück und die Autoren Die Uraufführung von „Pension Schöller“ fand am 7. Oktober 1890 in Berlin statt. Der Stoff wurde dreimal verfilmt (1930, 1952 und 1960) u. a. mit Theo Lingen in der Hauptrolle.
Die Idee zum Stück stammt von Wilhelm Jacoby. Der Sohn eines Verlagbuchhändlers arbeitete als Redakteur und verfasste in seiner Freizeit eine Fülle von Schwänken, Possen
und Operntexten. Obwohl Jacoby nur die Idee zu dem Stück beisteuerte und keinen einzigen Satz davon geschrieben hat, überließ Autor Carl Laufs ihm stets die Hälfte der Tantiemen.
Der Großgrundbesitzer: Achim Wolff
... hat eine Ader für die leichte Muse. Die brachte ihn 1983 nach Theaterstationen in Quedlinburg, Greifswald und Brandenburg, zurück nach Berlin: ans „Ei“, damals eine sehr
beliebte Boulevardbühne im Friedrichstadtpalast. Nach Mauerfall spielte er an zahlreichen Bühnen wie dem theater 89, dem Renaissance-Theater, an Theater und Komödie am
Kurfürstendamm, der Komödie Winterhuder Fährhaus, der Komödie Dresden, dem Hans OttoTheater Potsdam und der Komödie am Max II in München. Im Friedrichstadtpalast war er der Baron Münchhausen.
Er drehte mit Darstellern wie Günter Pfitzmann, Harald Juhnke und Uwe Bohm. Serienfans kennen ihn als Rudi Reschke aus „Salto Postale“ und „Salto Kommunale“ mit Wolfgang
Stumph. Auch in Serien wie „Schwester Stefanie“, „Der letzte Zeuge“ sowie „In aller Freundschaft“ war er dabei. Zuletzt sah man ihn als Opa Gerd in Kurt Krömers Show „Bei
Krömers“. 2007 stand er am Kurfürstendamm mit Anita Kupsch in dem Publikumshit „Geschichten von Mama und Papa“ auf der Bühne.
Schauspielschüler mit L-Fehler: Winfried Glatzeder
Erste Theaterstationen waren das Potsdamer Hans Otto Theater und die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, der er von 1971 bis 1982 angehörte. Große Popularität in
beiden Teilen Deutschlands erlangte er durch Heiner Carows „Die Legende von Paul und Paula“ (1974).
Bis Anfang der 1980er Jahre wirkte er in über zwanzig Filmen mit. Ein Engagement am Schiller-Theater ermöglichte ihm und seiner Familie 1982 die Ausreise in die
Bundesrepublik. In der Folgezeit entstanden Kinofilme wie Margarete von Trottas „Die Geduld der Rosa Luxemburg“ sowie TV-Arbeiten wie Peter Beauvais´ „Kunstfehler“ und
István Szabós „Bali“. In der Rolle des Hauptkommissars Ernst Roiter spielte er in 12 „Tatorten“.
Dem Theater ist er immer treu geblieben: Er war Gastschauspieler am Düsseldorfer Schauspielhaus und erhielt mit der Inszenierung „Freunde zum Essen“ am Renaissance
-Theater den Publikumspreis der Berliner Theatergemeinde. Am Kurfürstendamm spielte er in „Mein Freund Harvey“ (zuletzt 2002) sowie in „Kleine Eheverbrechen“ (2005).
Seine Autobiographie „Paul und ich“, die Anfang des Jahres herauskam, ist ein großer Erfolg.
Der Major: Friedrich Schoenfelder
... spielt seit 1938 Theater: U. a. an Häusern wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Deutsche Theater Göttingen und den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main. Es folgten viele
Gastspiele in München, Düsseldorf und immer wieder in Berlin, wo Schoenfelder dann sesshaft wurde und wo er seit den 50er-Jahren viele Engagements an Privattheatern
hatte, die in erster Linie Boulevardstücke herausbrachten. Es prägten ihn Regisseure wie Gustaf Gründgens, Erwin Piscator und Harry Meyen. 1961 war Schoenfelder bei der
deutschen Erstaufführung des Musicals „My Fair Lady“ zunächst Oberst Pickering, danach auch Professor Higgins. Die beiden Rollen spielte er insgesamt über 1200 Mal.
Trotzdem blieb ihm noch Zeit für eine Filmkarriere.
Auch als Synchronsprecher ist er sehr gefragt. Stars wie Rex Harrison, David Niven, Vincent Price, Peter Cushing, James Mason und Alec Guinness lieh er seine Stimme. Zu
seinem 80. Geburtstag kamen Schoenfelders Lebenserinnerungen unter dem Titel: „Ich war doch immer ich“ heraus.
Die schrullige Schriftstellerin: Edith Hancke
Drei Wochen nachdem sie bei der Abschlussprüfung „wegen Talentlosigkeit" durchgefallen war, bekam sie ihre erste Filmrolle als Adelheid in Gerhard Hauptmanns “Biberpelz“.
Die erste Theaterrolle war die Hedwig in Ibsens „Wildente“ am Berliner Renaissance-Theater. Darauf folgte ein Gastspiel an den Kammerspielen des Deutschen Theaters.
Während ihrer zweijährigen Mitgliedschaft beim Kabarett „Stachelschweine“ begann sie parallel für das Fernsehen zu arbeiten. Aber es zog sie doch immer wieder ans Theater:
auf Schiller-, Schlosspark- und Hansa Theater folgten ab 1970 mit Bert Brechts „Happy End“ 20 Jahre Tribüne“ mit ihrem Schauspiel- und Regiekollegen und Ehemann Klaus
Sonnenschein. 1993 spielte sie am Kurfürstendamm in der Uraufführung „Keine Ehe nach Maß“ von Curth Flatow. Danach wurden die Häuser am Kurfürstendamm ihre
künstlerische Heimat. Zuletzt spielte sie hier in „Herbstzeitlose“. Hancke wurde von den Berliner Zuschauern bereits zwölf Mal mit dem Publikumspreis „Goldener Vorhang“ geehrt.
Der Großwildjäger: Klaus Sonnenschein
Nach Theaterstationen in Konstanz und Bochum folgten Engagements in Berlin, davon allein sechs Jahre an der Schaubühne. 1970 spielte er zusammen mit Edith Hancke Bert
Brechts „Happy End“ an der Berliner Tribüne. Anschließend übernahm er die Direktion des Hauses und heiratete seine Bühnenpartnerin. Das Ehepaar Hancke-Sonnenschein
spielte unter seiner Regie 20 Jahre lang an der Tribüne Berliner Volkstheater. Erfolgs-Volksstücke von Curth Flatow und Horst Pillau, wie „Das Fenster zum Flur“ wurden zum
Markenzeichen des Hauses. Für seine Leistung in „Hochzeit bei Zickenschulze“ am Volkstheater Hansa erhielt er 1998 den „Goldenen Vorhang“ des Berliner Theater Clubs.
In Fernsehserien wie „Direktion City“ und „Wissen Sie es besser“ war er gern gesehen. Für die Komödie „Herbstzeitlose“ in der Komödie am Kurfürstendamm, in der er
gemeinsam mit seiner Frau Edith Hancke auf der Bühne stand, bekamen die beiden den „Goldenen Vorhang“ des Berliner Theaterclubs.
Der Pensionsbesitzer: Herbert Köfer
... begann seine Karriere 1940 am Stadttheater im schlesischen Brieg. Nach Kriegsende ging Herbert Köfer zurück nach Berlin, wo er u. a. am Deutschen Theater, an der
Volksbühne und am Kabarett „Die Distel“ arbeitete.
Köfer war beim Sendeauftakt des Fernsehens in Berlin-Adlershof am 21. Dezember 1952 als Moderator dabei und machte sich schnell einen Namen als Komödiant. Dass er
auch sich auch aufs Ernste verstand, zeigte er in Produktionen wie „Nackt unter Wölfen“ oder den Fallada-Verfilmungen „Wolf unter Wölfen“ und „Kleiner Mann, was nun“.
Zwischen der ersten und der letzten Stunde des Deutschen Fernsehfunks in der Silvesternacht 1991/92, an der er beteiligt war, lagen unzählige Filme, Bühnenrollen und rund
eintausend Fernsehsendungen. Nach der Wende sah man ihn in Serien wie „Auto-Fritze“, „Elbflorenz“oder „Immer wieder Sonntag“.
Am Theater am Kurfürstendamm spielte er in Horst Pillaus „Guten Tag, Herr Liebhaber“ und in Kästners „Das lebenslängliche Kind“. 2002 wurde Herbert Köfer mit dem
Medienpreis „Goldene Henne“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Fritzi: Victoria Sturm
... war seit ihrem Debüt in der RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ in zahlreichen Fernsehproduktionen wie „Praxis Bülowbogen“, „Zirkus Stolz“, „Hallo Robbie!“ und „Der
Landarzt“ zu sehen. Am Kurfürstendamm spielte sie in „Der Kaiser vom Alexanderplatz“ und „Kohlenpaul“. Ihre markante Stimme ist spätestens seit 2004 bekannt, denn seitdem
synchronisiert sie Lynette Scavo (Felicity Huffman) in „Desparate Housewives“. Sie spricht Angela Montenegro (Michaela Conlin) in „Bones – Die Knochenjägerin“ und Shane
McCutcheon (Katherine Moennig) in „The L Word“.
Neffe Alfred: Oliver Betke
Das Fernsehpublikum kennt Oliver Betke aus Produktionen wie „Gegen den Wind“, „Schloss Einstein“, „Unser Charly“, „Alphateam“, „Singles“, „Männer sind was Wunderbares“
und „First Love“. Neben seinen vielen TV-Engagements findet Betke jedoch immer wieder Zeit für die Bühne und arbeitet erfolgreich als Drehbuchautor.
Ida Klapproth: Renate Geißler
Bevor Renate Geißler nach Berlin zog, spielte sie Theater am Städtischen Theater Leipzig und dem Theater in Dresden-Radebeul. 1970 wurde sie in das Schauspielerensemble
des Deutschen Fernsehfunks engagiert, blieb dort über zwanzig Jahre und spielte in mehr als 120 Film- und Fernsehproduktionen mit. Nach der Wende drehte sie mit
Regisseuren wie Matti Geschonneck, Uwe Frießner und Manfred Stelzer. Sie wandte sich verstärkt dem Theater zu und ging mit literarischen Programmen auf Tournee.
Der Regisseur: Jürgen Wölffer
... ist seit 1958 dem Theater verbunden, wenn man die Jahre nicht mitzählt, in denen er in der Theaterfamilie Wölffer aufwuchs. Wie fast alle jungen Leute interessierte er sich
zuerst überhaupt nicht für den Beruf seiner Eltern, sondern (in dieser Reihenfolge) für Feuerwehr, Autos, Architektur, Malerei und Politik – linke natürlich. Noch in der
Abiturklasse besuchte er den privaten Unterricht einer damals berühmten Schauspiellehrerin, um sich dort den Berliner Dialekt abzugewöhnen. Natürlich machte sie ihn zum
Schauspieler. Er spielte dann ausschließlich ernste und klassische Rollen in deutschen Staatstheatern. Einige der größten Rollen der Literatur gehörten zu seiner hoffnungsvoll
begonnenen Karriere in gerade einmal acht Jahren. Dann aber trat er doch der Direktion seines Vaters bei - der Komödie und des Theaters am Kurfürstendamm. Seitdem widmet
er sich fast ausschließlich dem Genre Komödie. Es war keine leichte Entscheidung, die geprägt war von der Liebe zum Vater, zu Berlin, zum Kurfürstendamm, einer geerbten
Unternehmerlust und dem sanften Druck von George Marton und Hans Sanden, zweier jüdischer Freunde des Vaters aus der großen Berliner Theaterzeit.
Seit 1976 leitete er die beiden Berliner Theater, erst mit Bruder Christian, dann alleine. Er gründete und ließ die Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg und die Komödie
Dresden bauen. Nun freut er sich über den Erfolg seines Sohnes Martin, der inzwischen die Leitung der Berliner Häuser übernommen hat.
Kartenpreise Di bis Do 13/25/36€
Fr bis So 17/28/39 € Premiere 24/36/47€ Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de
[ © Komödie Berlin]
Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel 2006:
Premiere: 6. Juni 06
Regie: Karl Friedrich
Bühne: Jens Hübner Kostüme: Grit Wendicke Licht: Jan Langebartels Regieassistenz | Abendspielleitung: Alexander Katt
Es spielten:
Philipp Klapproth Gutsbesitzer in Rüdersdorf bei Berlin: Ulrich Cyran Ida Klapproth seine Schwester: Anke Schüler
Alfred Klapproth sein Neffe: Sascha Rotermund Schöller Inhaber der Pension Schöller: Zygmunt Apostol Franziska Schöller seine Tochter, Kellnerin: Anna Eger
Julius von Mühlen Major a. D.: Joachim Lautenbach Josephine Zillertal Schriftstellerin: Ellen Schulz Prof. Fritz Bernhardy weltreisender Wissenschaftler
: Herbert Schöberl Eugen angehender Schauspieler und Mündel von Schöller: Daniel Ris
Besprechung
Weitere Informationen zu den Burgfestspielen Bad Vilbel
Vorverkauf:
Theaterkasse Zehntscheune Montag bis Samstag 9–13 h fon 0 61 01. 55 94 55 | fax 0 61 01. 55 9430 Klaus-Havenstein-Weg 1 | 61118 Bad Vilbel Burgfestspiele@bad-vilbel.de| www.kultur-bad-vilbel.de ... und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
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Die Perser von Aischylos
Zur Inszenierung des Schauspielhaus Zürich: (in der Übersetzung von Durs Grünbein)
Premiere:
4. Oktober 08 (Pfauen)
Regie: Stefan Pucher Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Tina Klömpken Musik: Arvild Baud: Licht: Sascha Haenschke
Dramaturgie: Klaus Missbach
Besetzung: Chor des persischen Ältestensrates: Jean-Pierre Cornu Atossa, Königsmutter: Catrin Striebeck Xerxes:
Oliver Masucci Dareios' Geist: Robert Hunger-Bühler Ein Bote: Daniel Lommatzsch
Das Heer des Perserkönigs Dareios wurde im Jahre 490 v. Chr. von den Athenern
in der Schlacht bei Marathon besiegt. Zehn Jahre später zieht sein Sohn Xerxes mit einer gewaltigen Flotte von über 1000 Schiffen gegen die Griechen, um die Schmach der Niederlage zu rächen.
Nur Frauen, Kinder und Greise sind zu Hause geblieben. Sie warten mit der von bösen Vorahnungen gequälten Königsmutter Atossa auf Nachrichten aus dem Kriegsgebiet. Und ein Bote bringt die
furchtbare Gewissheit. In der Seeschlacht bei Salamis wurde die persische Flotte in einen Hinterhalt gelockt und von den zahlenmässig weit unterlegenen Griechen vernichtend geschlagen.
Acht Jahre später verfasste Aischylos (525 bis 456 v.Chr.), der dem Volk der Sieger angehörte und bei Salamis mitgekämpft hatte, aus der Sicht der Besiegten «Die Perser», die älteste
vollständig erhaltene Tragödie der Weltliteratur. Es ist ein Lehr- und Mahnstück über die Niederlage der Perser, die ihre Ursache hat in der Unvernunft der Menschen mit all ihren Schwächen.
In «Die Perser» treffen Ost und West, Demokratie und Despotismus, aufeinander. Jenseits von Vernunft wird das politische Handeln bestimmt durch Hochmut, Hybris, Rache und verletztes
Ehrgefühl. Wie fast alle Helden der griechischen Tragödie geht der Machthaber Xerxes an seiner eigenen Verblendung zugrunde.
Der Regisseur Stefan Pucher, der 2004 schon
Aischylos' «Die Orestie» im Schauspielhaus Zürich erfolgreich inszeniert hat, bringt dieses klassische Werk in einem Bühnenbild von Barbara Ehnes in den Pfauen. Es spielen
Catrin Striebeck, Jean-Pierre Cornu, Robert Hunger-Bühler, Daniel Lommatzsch (der nach drei Jahren Abwesenheit wieder im Schauspielhaus zu sehen ist) und
Oliver Masucci. [ © Schauspielhaus Zürich]
Info/Vorverkauf: +41 (0) 44 258 77 77 –
www.schauspielhaus.ch
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Die Pest Roman von: Albert Camus
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Stand des Ticketverkaufs vom 25. Januar 2010
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Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Dramatisierung: Martin Kloepfer und Nora Khuan Übersetzung:
Uli Aumüller
Premiere: 30. Januar 10 (Uraufführung; Bockenheimer Depot)
Regie: Martin Kloepfer Bühne und Kostüme: Esther Hottenrott Musik:
Kornelius Heidebrecht Licht: Ellen Jäger Dramaturgie: Nora Khuan
Besetzung: Dr. Bernard Rieux: Martin Rentzsch Jean Tarrou:
Michael Golberg Raymond Rambert: Viktor Tremmel Joseph Grand: Michael Abendroth Cottard: Michael Benthien Madame Rieux: Gabriele Koestler
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Pest Schauspiel Frankfurt Joseph Grand (Michael Abendroth), Jean Tarrou (Michael Goldberg), Dr. Bernard Rieux (Martin Rentzsch),
Cottard (Michael Benthin) und Raymond Rambert (Viktor Tremmel) Foto: Alexander Paul Englert
Oran: eine Stadt des Handels, eine Stadt ohne Ahnungen, eine hässliche Stadt, in der die Liebe selten ist. Zuerst sind es Ratten, die auf den Straßen verenden, dann aber
ergreift das Siechtum den Menschen: die Pest. Die Stadt wird abgesperrt. Die Menschen bleiben sich überlassen. Im Zustand ihrer tödlichen Erkrankung nimmt sich die
Gesellschaft als einen Organismus wahr, dessen Einzelteile nicht umhin kommen sich zwischen Nihilismus und Solidarität zu entscheiden. Für das Bockenheimer Depot adaptiert
Regisseur Martin Kloepfer den Klassiker des literarischen Existenzialismus’ von Albert Camus. [ Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Peterchens Mondfahrt Märchen
Von: Gerdt von Bassewitz Uraufführung:
7. Dezember 1912 (Leipzig, Altes Theater)
Zur Aufführung im Schauspiel Frankfurt (Koproduktion zwischen Theater an der Parkaue, junges Staatstheater des Landes Berlin, Showcase Beat le Mot, Schauspiel Frankfurt und Dschungel Wien)
Premiere: 27. Oktober 09 (Kammerspiele)
Regie: Showcase Beat Le Mot Kostüme: Tobias Euler Theaterpädagogin: Amelie Mallmann Musik:
Mense Reents Video: Alexej Tchernvi
Mit: Nikola Duric, Thorsten Eibeler, Dariusz Kostyra, Veit Sprenger Besprechung auf kulturfreak.de
Aufführungsdauer etwa 2 Stunden, eine Pause
Vier ausgewachsene Maikäfer begehen im Tempel des »Sechsten Beinchens« ein feierliches Insektenritual: Sie gedenken ihres Vorfahren Sumseman
und seines großen Abenteuers, als er – zusammen mit den Kindern Peterchen und Anneliese – zum Mond reiste, um von dort sein sechstes Bein wiederzuholen, das der Mondmann einst geraubt hatte.
Die ganze Mondreise wird wieder lebendig: die Begegnung mit dem Sandmännchen, die Prüfungen durch die Naturgewalten Donner, Blitz, Sturm, Eis und Schnee. Während die vier Maikäfer
Planetenpfannekuchen braten, süße Himmelsziegenhörnchen backen und Milchstraßenpopcorn an die Gemeinde verteilen, erinnern sie sich an die Fahrt über die Milchstraße, die Ankunft auf der
Weihnachtswiese und den Kampf mit dem Mondmann. Und wie Peterchen und Anneliese ihrem Vorfahren halfen, so müssen nun die Kinder im Publikum den Maikäferbrüdern helfen, die alte Geschichte zu
einem guten Ende zu bringen.
Die Medien- und Theaterkünstler von Showcase Beat Le Mot sind seit 1997 für postmoderne Theaterüberschreitungen zuständig. Erst kürzlich wandten sie sich
endlich auch dem Genre des Kinder- und Jugendtheaters zu. Und wie nicht anders zu erwarten, wurde dieses dabei gründlich auf den Kopf gestellt. Herausgekommen ist eine Theaterform, die Kinder
und Erwachsene in gleichem Maß begeistert – unkonventionell und ganz direkt. Für ihre Produktion »Der Räuber Hotzenplotz« wurden Showcase Beat Le Mot auf dem NRW-Impulse-Festival 2007 mit dem
Preis des Goethe-Institutes ausgezeichnet.
Showcase Beat Le Mot gegründet 1997, ist ein internationales Performance- und Theaterkollektiv. Die vierköpfige Gruppe wird als eine der international relevanten
zeitgenössischen Performance-Theatergruppen genannt. Seit ihrer Gründung arbeitet die Gruppe in verschiedenen künstlerischen Tätigkeitsfeldern, neben dem Theater auch in Musik, TV, bildender
Kunst, Literatur, Wissenschaft und Veranstaltungsorganisation. Sie hat Performances, Shows und Theaterstücke in ganz Europa produziert und gezeigt, u. a. in Berlin (Volksbühne, Podewil,
Hebbel am Ufer), Hamburg (kampnagel, Deutsches Schauspielhaus), München (SpielArt Festival), Hannover (EXPO 2000), Giessen, Dresden (Hellerau), Leipzig (LOFFT) und Düsseldorf (FFT), Helsinki
(artgenda 2000), Graz (steirischer herbst), Stockholm, Paris (Fondation Cartier), Zagreb (Eurokaz Festival / Urban Festival), Zadar (zadarznova festival), Wien (Donaufestival), Ljubljana
(Mladi Llevi), Tallinn (Von Krahl Theater), Bitola (National Theatre of Macedonia) Split, Sarajevo, Cardiff/England (Chapter Arts), Antwerpen, Zürich (Theaterhaus Gessnerallee), Bologna, Köln
und Mülheim (impulse). In der internationalen Presse erregt die Gruppe wegen ihrer Vorreiterrolle bei der Integration unterschiedlicher popkultureller Medien wie Sport, Musik, Comic, Kino
und Fernsehen, und wegen ihrer humorvollen Herangehensweise an komplexe politische und gesellschaftliche Themen immer wieder Aufmerksamkeit. Die Arbeit mit Stoffen für ein junges Publikum
begann mit ihrer Manga- Serie „Gomune“ (2003/2004). Für ihre Kindertheaterproduktion „Der Räuber Hotzenplotz“ (2007) wurde sie beim Impulse-Festival mit dem Preis des Goetheinstituts
ausgezeichnet. 2009 wurde die Produktion zum Berliner Kinder- und Jugendtheatertreffen „Augenblick mal!“ eingeladen und gilt damit – laut Jury - als eine der fünf besten Produktionen der
letzten zwei Jahre. Derzeit arbeitet Showcase Beat le Mot an der Tiertrilogie im Bereich des Kindertheaters. In Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin, dem Schauspiel Frankfurt
und dschungelWien werden die Produktion "Bremer Stadtmusikanten" (Premiere März 2010 / Theater an der Parkaue Berlin) und "animal farm" (Premiere Oktober 2011 / Theater an
der Parkaue, Berlin) anknüpfend an die Produktion "Peterchens Mondfahrt" (Premiere Februar 2009) umgesetzt.
[© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Phädra Trauerspiel in 5 Aufzügen
Von: Jean Racine Uraufführung: 1. Januar 1677 (Paris, Hotel de Bourgogne
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 12. Dezember 09 Weitere Vorstellungen
im Dezember 09: 14. / 16. / 22. / 28. Dezember im Januar 10: 2., 7. und 29. Januar
Regie: Oliver Reese Bühne: Hansjörg Hartung Kostüme:
Elina Schnizler Licht: Frank Kraus Dramaturgie: Nora Khuon
Besetzung: Phädra: Stephanie Eidt Aricia: Henrike Johanna Jörissen
Önone: Franziska Junge Hippolytos: Christoph Pütthoff Theramenes: Felix von Manteuffel Theseus: Till Weinheimer Panope: Luise Audersch
Besprechung auf kulturfreak.de
Phädra Schauspiel Frankfurt Phädra (Stephanie Eidt) und Hippolytos (Christoph Pütthoff) Foto: Sebastian Hoppe
Eine brennende, sich verzehrende Liebe steht am Beginn der Geschichte, die von Verleumdungen, Rache, Mord und überschäumenden Gefühlen erzählt. Phädra liebt ihren
Stiefsohn Hippolytos. Als sie erfährt, dass ihr Mann in der Fremde gestorben ist, gesteht sie die verbotene Leidenschaft. Hippolytos liebt jedoch die Feindin des Vaters Aricia.
Die Schraube zieht an: Der tot geglaubte Ehemann und Vater kehrt zurück – ein Feldzug der Vergeltung und des Sterbens beginnt. Oliver Reese inszeniert mit »Phädra« Jean
Racines Bearbeitung des antiken Mythos.
Oliver Reese (Regie) wurde 1964 in Schloss Neuhaus bei Paderborn geboren. Ab 1984 studierte er Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und
Komparatistik in München und arbeitete als Regieassistent an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Düsseldorf und am Bayerischen Staatsschauspiel. 1989 ging er
als Dramaturg an das Bayerische Staatsschauspiel, 1991 als Chefdramaturg an das Ulmer Theater. 1994-2001 war Reese Chefdramaturg am Maxim Gorki Theater Berlin,
danach als Chefdramaturg und Stellvertretender Intendant am Deutschen Theater Berlin, wo er u.a. mit Hans Neuenfels, Robert Wilson, Michael Thalheimer und Jürgen Gosch
arbeitete. In der Spielzeit 2008/09 war Oliver Reese Intendant am Deutschen Theater, seit der Spielzeit 2009/10 leitet er das Schauspiel Frankfurt.
Reese brachte zahlreiche Dramatisierungen (»Berlin Alexanderplatz« von Alfred Döblin, »Lolita« nach Nabokov) und Stücke nach biografischen Texten auf die Bühne (»Bartsch,
Kindermörder«, »Emmy Göring an der Seite ihres Mannes«). »Emmy Göring« wurde 1999 mit dem Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost ausgezeichnet. In den
Kammerspielen des Deutschen Theaters inszenierte er »Goebbels« auf Grundlage der Tagebücher des NS-Propagandaministers, »Der Mann ohne Eigenschaften« nach Robert
Musil und zuletzt »Ritter, Dene, Voss« von Thomas Bernhard. Am Düsseldorfer Schauspielhaus erarbeitete er »Treulose« nach Ingmar Bergman und »Warum tanzt ihr nicht«
nach Erzählungen von Raymond Carver.
Hansjörg Hartung (Bühne) wurde im Allgäu geboren und absolvierte ein Bühnenbildstudium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Bereits während seines
Studiums realisierte er diverse Projekte in der freien Theaterszene in München und für die Münchner Biennale. Als freischaffender Bühnenbildner arbeitete er u.a. am Deutschen
Theater Berlin, Düsseldorfer Schauspielhaus, an den Städtischen Bühnen Köln, am Schauspiel Frankfurt, an der Staatsoper Hannover. Von 1995 bis 1998 war Hansjörg Hartung
als Ausstattungsleiter am Maxim Gorki Theater Berlin tätig sowie wiederholt als Ausstellungsarchitekt, v.a. für die Staatlichen Museen zu Berlin (u.a. die große Rembrandt
-Ausstellung 2006). Ihn verbindet eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Oliver Reese, Hans Neuenfels, K.D. Schmidt und Nicolai Sykosch.
Elina Schnizler (Kostüm) wurde in Esslingen am Neckar geboren. Nach dem Abitur machte sie eine Schneiderlehre in Stuttgart und absolvierte Auslandsaufenthalte in Helsinki
, Chicago und Paris (als Schneiderin bei Christian Dior). Danach studierte sie bei Dirk von Bodisco in Hamburg Kostümbild. Seit 1994 wohnt sie in Berlin und ist als freischaffende
Kostümbildnerin tätig. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit den Regisseuren: Hans Neuenfels, Oliver Reese, K.D. Schmidt, Robert Schuster/Tom Kühnel, Christian
Tschirner/Christian Weise und Grazyna Kania. Sie arbeitete u.a. an Häusern wie der Komischen Oper Berlin, dem Deutschen Theater Berlin, der Staatsoper Hannover, dem
Staatstheater Kassel, dem Maxim Gorki Theater Berlin und der Bayerischen Staatsoper. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Platonow
Von: Anton Tschechow Deutsch von: Ulrike Zemme (u.a.)
Zur Inszenierung an der Berliner Schaubühne in der Spielzeit 2006/07:
Premiere: 26. Mai 06 Regie:
Luk Perceva l mit: Thomas Bading, Yvon Jansen, Lea Draeger, Christina Geiße, Karin Neuhäuser, Erhard Marggraf, Bernd Grawert, Thomas Thieme u.a.
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Thomas Bading als “Platonow” Foto: Matthias Horn; Collage: Anna Härlin
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Wo bleibt Platonow? Perceval macht PLATONOW in Saal B und C der Schaubühne
Wo bleibt Platonow? – Russische Weiten, russische Langsamkeit. Es ist Hochsommer in der russischen Provinz. Auf einem Landgut lebt ein Haufen gelangweilter Leute, in dem
keiner den anderen sonderlich leiden kann. Trotzdem verbringt man die Zeit zusammen und versucht, sie gemeinsam totzuschlagen. Ein unwichtiges, bedeutungsloses Leben, in
dem die Liebe bloßer Zeitvertreib ist.
Was ist mit Platonow? – Inmitten dieser zerbröckelnden Welt lebt Platonow (Thomas Bading). Einst ein hochbegabter Student mit hehren Idealen, ist er jetzt ein melancholischer
und zynischer Dorfschullehrer ohne Hochschulabschluss. Sein eigenes Versagen nagt an ihm, schmerzhaft und intensiv, aber er bringt weder die Kraft noch die Willensstärke
auf, um etwas an diesem Zustand zu ändern. Stattdessen schwingt er unerschöpfliche, ausufernde Reden. Er zitiert Schriftsteller und Denker, drischt politische Phrasen und
philosophiert über den Zustand der Welt.
Rette mich, Platonow! – Trotzdem – oder gerade deswegen – verfallen ihm die Frauen. Platonow aber ist von Selbsthass und Selbstmitleid so zerfressen, dass er zu keiner Frau
ja oder nein sagen kann. Er nimmt ihre Liebe an, ohne sie zu erwidern, ist zu schwach, um ihnen zu widerstehen. Im Alkohol sucht er Trost und Vergessen, doch die Sucht
lähmt ihn und führt in die Katastrophe. Nach seiner erfolgreichen Inszenierung von Schillers MARIA STUART inszeniert Luk Perceval nun Anton Tschechows Jugendwerk,
dieses böse, komische Porträt einer lethargischen, maroden Welt: PLATONOW. Für die Produktion werden die Säle B und C zu einem riesigen Raum zusammengelegt, in dem
Schauspieler und Publikum die Weite Russlands und die lange Suche Platonows nach der Bedeutung seiner Existenz unmittelbar spüren. Premiere ist am 26. Mai 2006.
Wo bleibt Platonow? Erster Podcast an einer deutschsprachigen Bühne geht online
Anlässlich der Neuinszenierung von Anton Tschechows PLATONOW durch den belgischen Regisseur Luk Perceval stellt die Schaubühne als erstes Theater in Deutschland
vom 6. bis 26. Mai 2006 täglich kleine Audiobeiträge unter dem Titel »WO BLEIBT PLATONOW? - der Premieren-Countdown von radioschaubuehne« online, auf www.schaubuehne.de und als Podcast (bei iTunes in der Kategorie Kultur & Unterhaltung > Darstellende Kunst).
Diese 2- bis 3-minütigen Podcasts werden unter anderem Hintergrundinformationen zum Stück (z.B. Rolleninterviews), Aktuelles aus dem Produktionsprozess (z.B. Gespräche
mit dem Regisseur), Beiträge zu Themen des Stücks (z.B. Umfrage: »Warst du auch schon mal in ein Arschloch verliebt«) sowie »Off-topics« (z.B. improvisierte Beiträge der
Schauspieler; O-Töne aus Straßenumfragen) beinhalten. Die Idee zu diesem Pilotprojekt stammt vom Hausregisseur der Schaubühne, Luk Perceval, dessen Sohn in Antwerpen
politische Podcasts gegen Rechtsextremismus produziert. »In einer Zeit«, sagt Perceval, »in der Theater mehr und mehr marginalisiert wird, ist es besonders wichtig für ein
Theater, dass es sich deutlich als Freiraum der Gedanken profiliert«. Dafür sei das Medium Podcast besonders gut geeignet. Schließlich, so Perceval, »ist es immer noch
interessanter, über Theater zu reden als über den Hund von Verona Feldbusch«.
Was ist eigentlich ein Podcast?
Ein »Podcaster« (in diesem Fall also die Schaubühne) erzeugt eine Audiodatei – genannt Sendung, Episode, Podcast, Cast oder Show – im platzsparenden mp3-Format. Die
Internetadresse, unter der die mp3-Datei abgelegt wird, wird im RSS-Feed (einer Art Newsticker) auf www.schaubuehne.de vermerkt. Die mp3-Datei liegt nun im Internet;
Nutzer werden über Podcast-Verzeichnisse (z.B. über das iTunes Musikportal oder Portale wie podcast.de) auf den Podcast aufmerksam und laden sich die mp3-Datei herunter
. Der jeweils verwendete Podcasting-Client (z.B. iTunes) sorgt nach Ende des Downloads für eine automatische Übertragung des neuen Podcasts auf den mp3- Player des
Nutzers. Jetzt kann der Podcast jederzeit und überall angehört werden. [Texte: Schaubühne, Berlin]
Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart beim Berliner Theatertreffen 2006:
Vorstellungen: Di 16. + Mi 17. Mai 1900 Uhr, Haus der Berliner Festspiele
Publikumsgespräch: Mi 17. Mai 23.15 Uhr spiegelBAR Dauer 3h 45, eine Pause
Regie: Karin Henkel
Karin Henkel gelingt mit Tschechows Frühwerk „Platonow“ die lebensnahe Stillstandsbeschreibung einer
bankrotten, abgetakelten Gesellschaft, die sehnsuchtsvoll auf bessere Zeiten wartet. Mit großem Einfallsreichtum
und einer unbändigen Liebe zum Detail schlägt die Regisseurin aus der in schnöder Alltäglichkeit zelebrierten
Langeweile lauter kleine Witz- und Lebensfunken. Die Inszenierung überzeugt als runde Ensembleleistung. Im
Zentrum aber steht er: Felix Goeser als versoffener, zynischer, sinnlich-süffiger Dorfschullehrer Platonow. Eine Entdeckung! [Text: Berliner Festspiele] |
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Das Produkt Von: Mark Ravenhill (*. 1966) Deutsch von: Nils Tabert Uraufführung:
17. August 2005 (Edinburgh, Traverse Theatre) Deutsche Erstaufführung: 23. November 2006 (Berlin, Schaubühne am Lehniner Platz
Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:
Premiere: 10. Januar 09 (nachtschwärmer)
Regie:
Stefko Hanushevsky Raum:
Stephanie Rauch Kostüme: Katja Strohschneider Musik: Janko Hanushevsky Dramaturgie: Marcel Luxinger
Darsteller: Janko Hanushevsky, Stefko Hanushevsky
Besprechung auf kulturfreak.de
Das Produkt schauspielfrankfurt James (Stefko Hanushevsky) Foto: PhillipHaines
Um seine Wunschschauspielerin zur Annahme der Hauptrolle zu überreden, greift ein Filmproduzent zu allen Mitteln. Sein Drehbuch ist zwar eine üble Anhäufung von Action
und Kitsch, aber in seinem Eifer spitzt der Produzent das Geschehen in haarsträubender Weise zu: von der Orgasmusblockade über das Selbstmordattentat bis zum Privatkrieg
kommt plötzlich alles im Film vor, was eine Schauspielerin schon immer spielen wollte. [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Prometheus Von: Aischylos / Müller
Zur Inszenierung des Theater Willy Praml (Frankfurt):
Premiere: 10. April 10
Regie:
Willy Praml Raum/Kostüme: Michael Weber Musik: Sepp’l Niemeyer, Gregor Praml
Mit:
Reinhold Behling, Jakob Gail, Birgit. Heuser, Max Rohland, Stefanie Tauber, Michael Weber
Prometheus Theater Willy Praml, Frankfurt/M Foto: Seweryn / Theater Willy Praml, Frankfurt/M
„Ans Ende sind wir gekommen der Welt Von Menschen leer.“ Hier lässt Zeus den Prometheus an den Felsen nageln.
Kurz vorher haben die beiden noch gemeinsame Sache gemacht: den Titanen haben sie die Weltherrschaft entrissen und sie in den Tartarus versenkt - auch mordete Zeus
den eigenen Vater, Kronos, den Urvater aller Götter. Als neuer Weltherrscher räumt Zeus gründlich auf: auch das plumpe Menschengeschlecht will er abschaffen und ein besseres erfinden.
Entgegen tritt alledem Prometheus: er beschützt die Sterblichen, lehrt sie die Handwerke, die Schrift, die Zahlen, das Gottesopfer, die Täuschung der Götter sogar und – als
Glanzstück bringt er ihnen: das Feuer, Beginn allen Fortschritts. Das geht dem Zeus zu weit, und so landet der menschenfreundliche Prometheus am Felsen.
Mit solch brachialem Auftakt beginnt Aischylos´ DER GEFESSELTE PROMETHEUS.
Und nun passiert es, dass die Nachfahren dieses Geschehens den Ort aufsuchen, um zu erfahren, was ihnen daraus folgt.
Wir haben uns an diesem rauen Ort – der wegen Sanierung unserer Theaterhalle im 1. Halbjahr 2010 auf die westliche Seite verlagert ist – für die raue Übertragung aus dem
Griechischen von Heiner Müller (von 1967/68, man spürt Widerstand + Krawall) entschieden und haben seinen Text DER BEFREITE PROMETHEUS in unsere Inszenierung
eingebaut, gemäß dem Wissen, dass Theater immer auch = Baustellen – Theater ist. [© Theater Willy Praml] Weitere Aufführungen:
16., 17., 23., 24. April. 20.00 Uhr (Einführung ins Werk und Inszenierung: jeweils um 19.30 Uhr) 30. April., 01., 07., 08., 14., 15., 21., 22. Mai, 20.30 Uhr (Einführung ins Werk und Inszenierung: jeweils um 19.30 Uhr) Spieldauer: 1:50h ohne Pause Preise:
16.--€, 12.--€, 9.--€ (Schulklassen), 7.--€ F-Pass. Reservierung und Information: 069/ 43 05 47 34 www.theater-willypraml.de E-mail: theater.willypraml@t-online.de
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