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Orestie (Oresteia) Tragödientrilogie: Agamemnon - Die Choephoren - Die Eumeniden
Von: Aischylos
(um 525/524 v.Chr. - 456 v. Chr.) Uraufführung: 458 v. Chr. (Athen)
Zur Inszenierung des Theater Heilbronn:
Premiere: 6. März 10
Regie: Alejandro Quintana
Bühnenbild und Kostüme: Juan Leon Musik: Rainer Böhm Dramaturgie: Birte Werner
Besetzung:
Athene: Sylvia Bretschneider
Zeugin/Chor der Erinyen/Richterin: Kaliniki Fili Klytaimestra: Anne-Else Paetzold Kassandra/Chor der Erinyen: Judith Raab Elektra/Chor der Erinyen:
Katharina Voß Orest: Nils Brück Chor/Richter: Oliver Firit Agamemnon: Frank Lienert-Mondanelli Aigisthos / Chor der Erinyen: Till Schmidt
Apollon: Tobias D.Weber Herold /Chor der Erinyen: Kai Windhövel
www.theater-heilbronn.de
Zur Inszenierung des Schauspiel Essen:
Premiere: 13. September 08 (Grillo)
Inszenierung:
Roger Vontobel Bühne: Claudia Rohner Kostüme: Nadine Grellinger Video: Immanuel Heidrich Dramaturgie: Thomas Laue
Mit:
Matthias Eberle, Jonas Gruber, Barbara Hirt, Nadja Robiné, Werner Strenger, Judith van der Werff
Die Orestie des Aischylos ist eines der Urdramen der Menschheits- und
Zivilisationsgeschichte. Sie stellt die großen Fragen nach Schuld und Verantwortung, nach Schicksal und Gottesfurcht und nach der Rolle des Menschen in einer – nicht nur in der Antike – immer
komplizierter werdenden Welt. Sie beginnt mit dem Ende eines Krieges und mit dem Mord an dem siegreichen Feldherren Agamemnon durch Klytaimestra, seiner Frau. Sie erzählt von der Rache
der nächsten Generation: von Elektra, die Vergeltung will, und von Orest, ihrem Bruder, der die Rache an der Mutter ausführt. Und sie endet mit einem Hilferuf an die Götter, dem Wunsch nach
Versöhnung und der Ahnung, dass auch der Glaube an Gott uns die Verantwortung für das, was wir tun, nicht abnimmt. Mehr noch: Wenn der Himmel schweigt, sind wir allein. Der Regisseur Roger
Vontobel setzt nach seiner Inszenierung des „Goldenen Vliess“ mit der „Orestie“ seine Beschäftigung mit den großen Erzählungen der Antike fort. [© Schauspiel Essen]
www.schauspiel-essen.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt: (in einer Übertragung von Dietrich Ebener)
Premiere:
14. Oktober 06 Wiederaufnahme: November 07 Dauer: etwa 5 Stunden mit zwei Pausen
Regie: Karin Neuhäuser Koregie: Florian von Hoermann Bühne und Kostüme: Franz Lehr Musik:
Paul Lemp Dramaturgie: Jens Gross
Kampfchoreographie: Horst Gurski Video: Philipp Batereau Lichtkonzept: Frank Kraus Regieassistenz: Benjamin Eggers / Martin Baasch Bühnenbildassistenz:
Britta Kloß Kostümassistenz: Katja Strohschneider Souffleuse: Brigitta Schirdewahn Inspizienz: Lisa Ahle Ton: Philipp Batereau, Bernhard Klein
Maske: Patricia Dietz, Lutz Paschke, Bernhard Springer Technische Produktionsleitung: Josef Dreker Technische Einrichtung: Hubertus Schneider Requisite:
Stefan Markert, Helmut Stumvoll, Jens Schönherr Regiehospitanz: Katharina Lenz Bühnenbildhospitanz: Mimma Pinsino, Sarah Mirza Kostümhospitanz: Camina Conradt
Dramaturgiehospitanz: Lotte Scheurer
Die Premieren-Besetzung:
I
Agamemnon Wächter: Cornelia Niemann Chorführer: Falk Rockstroh Chor: Roland Bayer / Sandra Bayrhammer / Cornelia Niemann Klytaimestra: Friederike Kammer Herold:
Roland Bayer Agamemnon: Matthias Redlhammer Kassandra: Abak Safaei-Rad
Aigisthos: Matthias Redlhammer Athene: Rainer Frank Apollon: Falilou Seck Elektra: Sandra Bayrhammer Kinderchor: Robert Beyer, Joelle Bavoux, Astrid Birnbaum, Christoph Genzel, Santo Grasso, Josef Hermann, Christian Holper, Julia Jäger, Galina Jonat, Inga Krause, Kevin
Meder, Robin Meder, Livia Neubauer, Merle Schreiner, Sonia Skatchkov, Lukas Thorsson, Niklas Thorsson, Josefina Trittel, Anthea Wagner, Leonidas Wagner, Arnos Zielinski
II Die Choephoren Orest: Christian Kuchenbuch Pylades: Falilou Seck
Chor: Roland Bayer/Falk Rockstroh Elektra:
Sandra Bayrhammer Klytaimestra:
Friederike Kammer Amme: Falk Rockstroh Aigisthos: Matthias Redlhammer Grabspenderinnen: Cornelia Niemann / Abak Safaei-Rad Athene: Rainer Frank Apollon: Falilou Seck
III
Die Eumeniden Die pythische Seherin: Sandra Bayrhammer Apollon: Falilou Seck Orest: Christian Kuchenbuch
Klytaimestra: Friederike Kammer Rachegöttinen:
Sandra Bayrhammer / Cornelia Niemann /
Abak Safaei-Rad Rachegötter: Roland Bayer / Falk Rockstroh/ Matthias Redlhammer
Athene: Rainer Frank
Besprechung auf kulturfreak.de
Die einzig vollständig erhaltene Tragödien-Trilogie der Antike thematisiert die blutige Geschichte des fluchbeladenen Geschlechts der Atriden und führt am Ende zur gefeierten
Ablösung des archaischen Rechts der Blutrache durch das moderne juristische Prinzip gesetzlich geregelter Gerichtsverfahren.
Zehn Jahre war Agamemnon im Trojanischen Krieg. Vorher hatte er seine Tochter Iphigenie den Göttern geopfert. Klytaimnestra, die Mutter und seine Frau, nimmt nun blutige Rache an
dem Heimkehrer und ermordet ihn. Der in der Fremde großgezogene Sohn Agamemnons Orest trifft am Grab seines Vaters auf seine Schwester Elektra. Beide beschließen, den Tod
des Vaters zu rächen. Klytaimnestra stirbt.
Von den Rachegeistern verfolgt, flüchtet Orest zum Tempel des Apollon. Es kommt zu einem Gerichtsverfahren in Athen. Die Stadtgöttin Athene bestimmt, daß ein
Geschworenengericht stattfinden soll. Über Recht und Unrecht zu urteilen, soll von nun an Sache des Staates und des Volkes sein. [©schauspielfrankfurt]
Vorgeschichte:
Geschlechterfluch der Atriden: „Wer tut, muß leiden“. König Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie um für den Krieg günstige Winde von den Göttern zu bekommen.
1. Akt
(ca. 110. Min): Agamemnon kehrt vom Krieg heim und wird wegen dem Tochtermord von seiner Frau ermordet.
2. Akt (ca. 65 Min.):
Sohn Orest verübt für den Vater Rache und tötet die Mutter und ihren Liebhaber.
3. Akt (ca. 60 Min.):
Orest verantwortet sich einem Gericht. Erstmals entscheidet das Volk. Das archaische Gesetz der Blutrache wird außer Kraft gesetzt.
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schauspielfrankfurt gastierte erfolgreich mit Die Orestie in Epidauros
Über 6.000 begeisterte Zuschauer feierten am 17. & 18. August 07 das Frankfurter Ensemble mit Die Orestie von
Aischylos. Das fast 2400 Jahre alte Theater in Epidauros bot einen faszinierenden Rahmen für Karin Neuhäusers monumentale Inszenierung. Mit der
Teilnahme am Hellenic Festival 2007 kehrte die schauspielfrankfurt-Inszenierung der einzigen erhaltenen Tragödien-Trilogie zu den Ursprüngen der
europäischen Theaterkunst zurück. 70 Mitglieder des schauspielfrankfurt reisten nach Epidauros, um an diesem geschichts-trächtigen Ort dem
internationalen Publikum eine Tragödie darzubieten, die hier schon vor tausenden Jahren die Menschen beeindruckte und bei ihrer Uraufführung 458 v.
Chr. in Athen gleich einen Siegerpreis gewann – für Schauspieler und Zuschauer gleichermaßen eine magische Stätte für dieses Drama um Blutrache,
Muttermord und Demokratiegründung.
Die beiden Vorstellungen wurden vom Publikum in Epidauros als einer der Höhepunkte des Hellenic Festivals gehandelt.
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Die Oriestie schauspielfrankfurt zu Gast in Epidauros Falk Rockstroh (Chorführer) und Kinderchor
Foto: Kokkinias Polichronakis |
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Karin Neuhäuser Regisseurein / Schauspielerin
Ausbildung
1979-1981 Westfälische Schauspielschule Bochum
Auszeichnungen 1997 Theatertreffen NRW Bonn: Beste Schauspielerin 1998
Internationales Theatertreffen Sarajewo: Beste Schauspielerin Theaterpreis Verband Deutscher Kritiker Theatertreffen NRW Dortmund: Beste Schauspielerin
Theater 1984-1988
Schlosstheater Moers (Intendanz Holk Freytag) 1988-1991 Wuppertaler Bühnen (Intendanz Holk Freytag) 1992-1999 Theater an der Ruhr, Mülheim (Intendanz Roberto Ciulli) 1999-2000
Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz, Berlin (Intendanz Frank Castorf) Arbeiten mit: Johann Kresnik, Thomas Bischoff 2002-2005
Schauspielhaus Zürich (Intendanz Christoph Marthaler), Arbeiten mit (Auswahl): Christoph Marthaler, Stefan Pucher, Jan Bosse, Falk Richter, Christiane Pohle, Meret Matter.
2005-2006 Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin zuletzt: "Platonow", Regie Luk Perceval
Inszenierungen:
2001-2004, Städtische Bühnen Münster, Inszenierungen: "Medea", "Maria Stuart", "Was Ihr wollt", "Drei Schwestern"
2004-2005, Staatstheater Kassel , Inszenierung: "Verlorenes Paradies"
Film/Kino (Auswahl) 1982: Rote Erde (Zehnteiler), Regie: Klaus Emmerich
1999: Jahrestage (TV- Vierteiler), Regie: Margarethe von Trotta 2002: Mein Vater (Spielfilm), Regie: Andreas Kleinert
2004: Blond: Eva Blond – No business like showbusiness (Reihe), Regie: Achim v. Borries 2005: Alle Männer sind Verbrecher(Spielfilm) Regie: Stefan Wagner
2005: Emmas Glück (Spielfilm), Regie: Sven Taddicken 2005-2006: Die Familienanwältin (Serie), Nominierung Deutscher Fernsehpreis 2006 Beste Serie
schauspielfrankfurt
In der Spielzeit 2004/2005 inszenierte Karin Neuhäuser Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise im Großen Haus.
Spielzeit 2005/2006
Die Präsidentinnen, Fäkaliendrama von Werner Schwab, Regie: Jan Bosse, Rolle: Grete
Spielzeit 2006/2007 Die Orestie, von Aischylos, Regie: Karin Neuhäuser Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill, Regie: André Wilms, Rolle: Celia Peachum
Spielzeit 2007/2008 Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas! Ein Cechov-Abend, Regie: Karin Neuhäuser
Spielzeit 2008/2009 Die Fledermaus von Johann Strauss
Matthias Redlhammer geboren 1957
Ausbildung Westfälische Schauspielschule, Bochum
Kino/Fernsehen (Auswahl) Kino 2005, Bluthochzeit, Regie: Dominique Deruddere
2004, Unkenrufe, Regie: Robert Glinski 2000, Leo und Ciaire, Regie: Joseph Vilsmaier
Fernsehen
Wilsberg, SK Kölsch, alphateam, Ein Fall für Zwei, Tatort, Die Affäre Semmeling, Großstadtrevier, Der Fahnder, Die Kommissarin, Schimanski
Theater
Schillertheater Berlin, Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Düsseldorf, Theater am Neumarkt Zürich, Schauspielhaus Zürich, Stadtheater Bern, Burgtheater Wien, Schauspielhaus Bochum
am schauspielfrankurt
Spielzeit 2006/2007 Die Orestie von Aischylos, Regie: Karin Neuhäuser, Rollen: Agamemnon, Aigisthos, Rachegott
Spielzeit 2007/2008 Die Wahlverwandtschaften, nach J.W. Goethe, Regie: Martin Nimz, Rolle: Eduard
Was ihr wollt von William Shakespeare, Regie: Corinna von Rad, Rolle: Narr
Sommergäste von Maxim Gorki, Regie: Martin Nimz, Rolle: Jakow Schalimow
Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas!
Ein Cechov-Abend, Regie: Karin Neuhäuser
Spielzeit 2008/2009
Die Fledermaus von Johann Strauss, Regie: Karin Neuhäuser, Rolle: Dr. Falke Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, Regie: Simone Blattner, Rolle: Rauch Schwarz Gold Rot
, Regie Peter Kastenmüller
www.schauspielfrankfurt.de
Zur Inszenierung des Deutschen Theater Berlin:
Premiere: 23. September 2006
Regie: Michael Thalheimer Musik: Bert Wrede Choreinstudierung: Marcus Cromme Bühnenbild: Olaf Altmann Kostüme: Michaela Barth
Darsteller: Constanze Becker, Lotte Ohm, Katharina Schmalenberg, Michael Benthin, Michael Gerber, Stefan Konarske, Henning Vogt
www.deutsches-theater.berlin.net
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