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Living with Lady Macbeth
Von: Rob John
Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt im Rahmen des Drama Clubs:
Premiere: 23. April 06 Weitere Vorstellungen: 1., 8., 15. & 22 Mai 06
Set both in
Lily’s imagination, where some of her darkest dreams come true, and in the real world, the play explores, with an equal blend of comedy, drama and pathos, the emergence of a person changed by
her own actions and able to stand tall and confident after years of living in the shadows.
Living with Lady Macbeth uses the device of a play within a play to examine some of
the issues of power and ambition invested in the character of Lady Macbeth. Lily is determined to audition for this part, as she is tired of always being behind the scenes, of being ordinary
and reliable. This ‘riveting’ production follows a schoolgirl in her attempts to break into the inner circle of performers in her school’s annual stage production. To succeed, she will have
to outface and outperform her peer group who have bullied her throughout her school days.
“Rob John has woven an absorbing play about bullies and bullied alike.”
THE BATH CHRONICLE
Karten: 12,00 / 10,00 Euro www.english-theatre.org (externer Link)
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Madame Bovary Sittenbild aus der Provinz
Von: Gustave Flaubert (1821 – 1880) In einer Bearbeitung von:
Marcus Mislin
Uraufführung: 2. Juni 2007 (Mainz, StaatstheaterMainz)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 2. Juni 07 (Uraufführung)
Inszenierung: Deborah Epstein / Marcus Mislin Bühne: Florian Barth Kostüme: Petra Bongard Licht: Stefan Bauer Video: Christoph Schödel
Dramaturgie: Katharina Gerschler Regieassistenz: Christian Schürmann Ausstattungsassistenz: Antonia Schmitz Inspizienz: Marcel Tabrea / Arpad Szell
Regiehospitanz: Paul Bonna Ausstattungshospitanz: Lisa Nieß
Besetzung: Emma Bovary: Verena Bukal Charles Bovary:
Florian Hansel Berthe Bovary, das Kind: Inken Blum, Sophia Eckert, Alma Höfler Maman, Charles Mutter / Amme:
Monika Dortschy Monsieur Homais, der Apotheker: Thomas Marx Monsieur Lheureux, der Händler: Thomas Kornack
Léon Dupuis: Thomas Prazak Rodolphe Boulanger: Stefan Walz: Pfarrer Bournisien, Knecht, Festredner, Dr. Canivet: Gregor Trakis Hippolyte: Paul Bonna
Vor dem Hintergrund bürgerlicher Enge und kleingeistigen Spießertums ereignet sich eine der berührendsten Ehebruch-Geschichten der Weltliteratur: Verblendet von
der romantischen Lektüre trivialer Liebesromane und Frauenzeitschriften, träumt sich die junge Emma Bovary in eine Welt aus Luxus, Schönheit und erotischen Leidenschaften. Doch ihre
Wirklichkeit sieht anders aus. Verheiratet mit einem langweiligen Landarzt, lebt sie ohne Geld, ohne gesellschaftliches Renommee und ohne Aussicht auf Veränderung. Sie bricht aus ihrer Ehe
aus, sucht sich Liebhaber, genießt die Unterhaltung und den Wohlstand auf Pump, wird enttäuscht – und verliert alles.
Die Regisseurin Deborah Epstein arbeitet als Schauspielerin und Regisseurin an Theatern in Basel, Stuttgart, Saarbrücken, Freiburg und am Maxim Gorki Theater Berlin. Marcus Mislin ist seit der Spielzeit 2006/2007 fest als Schauspieler am Staatstheater Mainz und hat sich hier mit Die Bremer Stadtmusikanten auch als Regisseur vorgestellt. Er arbeitet außerdem u. a. am Schauspielhaus Zürich, dem Staatstheater Stuttgart, dem Maxim Gorki Theater und dem Deutschen Theater Berlin. Gemeinsame Regiearbeiten waren u. a. „Effi Briest" (1998, Maxim Gorki Theater) und „Das Vaterspiel" (2002, Schauspielhaus Graz). [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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Männer und andere Irrtümer Eine Gebrauchsanweisung für die starke Frau
Von: Michèle Bernier und Marie Pascale Osterrieth Nach dem Comic von: Florence Gestac
Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm:
Wiederaufnahmepremiere: 16. September 08 Spielzeit bis 21. September 08 Regie: Manfred Langner Kostüme: Gerhard Kroop
„Männer und andere Irrtümer“ ist das erfolgreichste Theaterstück, das Anita Kupsch in ihrer langen Karriere gespielt hat – und es ist auch ihr einziges Solostück. Über 1350 Mal stand sie als
verlassene Ehefrau, die sich nicht unterkriegen lässt und ihren Humor nicht verliert, auf der Bühne. In allen Rollen – von der betrogenen Ehefrau über den betrügenden Mistkerl bis zur „guten
Fee“, nicht zu vergessen die türkische Nachbarin oder die lieben Freundinnen – spielt sie die ebenso komischen wie nachdenklich stimmenden „Szenen einer Ehe“.
Männer und andere Irrtümer Theater am Kurfürstendann, Berlin Nicht immer auf Rosen gebettet. Anita Kupsch in “Männer und andere Irrtümer”
Foto: Jirka Jansch
„Ich bin immer noch begeistert von dem Stück, denn es gibt mir die Möglichkeit, mit den Zuschauern zu spielen. Dabei haben sie das Gefühl, nicht im Theater zu sein, sondern in
meinem Wohnzimmer zu sitzen“, schwärmt Anita Kupsch von der Komödie.
Die Premiere des Bühnenerfolgs fand am 12. September 2003 in der Komödie am Kurfürstendamm statt. Nach über 70 Vorstellungen 2003 ging Anita Kupsch mit dem Stück auf
Tournee und gastierte bundesweit mit der Produktion. Ausverkaufte Häuser, Standing Ovations und begeisterte Kritiken gab es überall, wo sie auftrat. So schrieb die Frankfurter
Allgemeine: „Die Rekapitulation einer Allerweltsehe wird zu einer Pointen-Orgie, zu einem Triumph der Autorinnen und ihres kongenialen Übersetzers. Aber der Text wächst erst
mit der Schauspielerin über sich hinaus.“
Im Oktober 2004 gab es eine erste Wiederaufnahme in der Komödie am Kurfürstendamm. Eine Woche später wurde Anita Kupsch für ihre Leistung in „Männer und andere
Irrtümer“ mit dem Publikumspreis „Goldener Vorhang“ geehrt. In den Folgejahren ging die Produktion wiederum auf Tournee und gastierte unter anderem in Duisburg, Kiel,
Wolfenbüttel, Aurich, Düsseldorf, Essen, Frankfurt und Hamburg.
Auf dem Erfolg von „Männer und andere Irrtümer“ hat die umtriebige Schauspielerin sich jedoch nicht ausgeruht: 2005 hatte am Kurfürstendamm „Eine Nacht wie im Rausch“
Premiere. In der französischen Tragikomödie stand sie mit Max Volkert Martens und Philipp Sonntag auf der Bühne. Im letzten Jahr amüsierte sich das Publikum über sie in
„Geschichten von Mama und Papa“, einer Inszenierung von Altmeister Wolfgang Spier, in der sie in fortgeschrittenem Alter noch einmal die Liebe entdeckt. Ihr Bühnenpartner war Achim Wolff.
Anita Kupsch
Die „Kleene“, wie Berliner sie liebevoll nennen, ging schon mit fünf Jahren zum Kinderballett, mit 12 begann sie eine Ballett-Ausbildung bei Tatjana Gsovsky. Als 16-Jährige stand
sie erstmals als Komödiantin auf der Bühne. Zwei Jahre später entdeckte sie Peter Beauvais, der sie an die UFA-Nachwuchsschule empfahl. Im selben Jahr drehte sie ihren
ersten Film: „Ingeborg“ von Curt Goetz. Daraufhin wurde sie ans Renaissance Theater engagiert, wo sie mit Schauspielern wie O.E. Hasse, Ernst Schröder, Theo Lingen und
Viktor de Kowa auf der Bühne stand. 1964 ging sie ans Hebbel Theater und spielte mit Rudolf Platte unter der Regie von Erik Ode die Kitty in „Der Kaiser vom Alexanderplatz“.
1968 folgte ihre erste Rolle in der Komödie am Kurfürstendamm in „Mädchen in der Suppe“. Es war eine doppelte Premiere, denn es war auch das erste Mal, das sie in einem
Stück spielte, das Wolfgang Spier inszenierte.
1970 drehte Anita Kupsch 32 Folgen der Serie „Okay S.I.R.“ mit Monika Peitsch für die ARD, dann den 12-Teiler„Ein Mann will nach oben“ mit Harald Juhnke - und wurde
spätestens damit bundesweit bekannt. Es folgten viele Fernsehfilme, z.B. „Mamas Geburtstag“ von Egon Günther. Noch populärer wurde Anita Kupsch 1987 mit Beginn der
Vorabendserie „Praxis Bülowbogen“, in der sie die Arzthelferin Gabi Köster an der Seite von Günter Pfitzmann spielte. Als sie nach neun Jahren die Serientätigkeit beendete,
wurde ihr vom ZDF die Sitcom „Anitas Welt“ angeboten. 2001 erhielt sie den „BZ-Kulturpreis“ für die Titelrolle in der Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne Lilly“.
Zweimal wurde sie mit dem Publikumspreis „Goldener Vorhang“ ausgezeichnet: 1978 für „Eine Rose zum Frühstück“, wiederum eine Inszenierung von Wolfgang Spier, und 2004
für „Männer und andere Irrtümer“ – beides Produktionen der Kudamm-Theater.
Das Stück
Die Geschichte von erkalteter Liebe, Verlassenwerden, Wutausbrüchen und neuen Anfängen war in Frankreich ursprünglich ein Comic. Bis die Schauspielerin Michèle Bernier
und die Regisseurin Marie Pascale Osterrieth daraus das Theaterstück „Le Démon du midi“ machten. Bernier spielte es dann vier Jahre lang mit großem Erfolg in Paris.
Der Regisseur Manfred Langner ist froh, dass er Anita Kupsch für das Solostück gewinnen konnte: „Wer das spielt, der muss mit dem Publikum spielen können, muss auch
diesen Spaß haben an der Verwandlung und das Temperament – und das hat Anita.“ [© Theater am Kurfürstendamm, Berlin]
Kartenpreise Di bis Do 13/25/36€, Fr bis So 17/28/39 € Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de
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Meine Schwester und ich
Von: Ralph Benatzky
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Prinzessin oder Schuhverkäuferin ?
Meine Schwester und ich Komödie am Kurfürstendamm © Thomas Grünholz
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Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Premiere: 20. Mai 07 bis 12. August (Voraufführungen 16.-19. Mai)
Regie: Herbert Herrmann Regiemitarbeit: Jürgen Wölffer Musikalische Leitung: Andrew Hannan Bühne: Günther Lüdecke Kostüme: Anne Gerhardt
mit: Herbert Herrmann, Nora von Collande, Marcus Ganser, Gerd Lukas Storzer, Birge Funke und Johanna Mildner
Im Gerichtssaal: Der Bibliothekar Prof. Roger Fleuriot (Herbert Herrmann) verlangt die Scheidung von seiner
Frau Lilly, geborene Prinzessin von Labiche (Nora von Collande). Nicht weil er Lilly nicht mehr liebt, sondern weil er glaubt, sie hätte ihn hintergangen.
Die märchenhafte Vorgeschichte wird in den folgenden zwei Akten erzählt: Der smarte Professor bekommt
eine Anstellung auf Schloss Saint-Labiche, wo sich Prinzessin Lilly in ihn verliebt. Weil er jedoch der Meinung
ist, eine Prinzessin müsse standesgemäß einen Prinzen ehelichen, lehnt er ab sie zu heiraten, zieht nach
Nancy und lässt Lilly verliebt und unglücklich zurück. So schnell gibt die sich aber nicht geschlagen: Der
Mann will standesgemäß heiraten? Na schön: Sie erfindet sich neu als Schuhverkäuferi Geneviève, in Nancy
. Schuhladenbesitzer Filosel (Gerd Lukas Storzer) ist schnell überredet und die junge Prinzessin kann die
Stelle als Verkäuferin antreten. Die Turbulenzen wirbeln auch die echte Schuhverkäuferin Irma (Birge Funke)
durcheinander, die sich in den ebenfalls angereisten Verehrer Prinzessin Lillys, Graf Lacy de Nagyfaludi
(Marcus Ganser) verliebt. Filosel wiederum wirbt um Lillys Bedienstete Henriette (Johanna Mildner).
Nach vielen Irrungen und Wirrungen gelingt Lillys Plan und Fleuriot verliebt sich in die Schuhverkäuferin - sie
heiraten. Hier schließt sich der Kreis, denn im Gerichtssaal muss nun geklärt werden, ob die Prinzessin ihren Mann hintergangen hat und dies eine Scheidung rechtfertigt...
Ralph Benatzky „Meine Schwester und ich“ wurde am 29. März 1930 im Theater am Gendarmenmarkt (damals auch Komödie
genannt) in Berlin uraufgeführt. Geschrieben hat das „musikalische Konversationslustspiel“ Ralph Benatzky,
einer der produktivsten Revue- und Operettenschreiber der 20-er und 30-er Jahre. Der daraus stammende
Song „Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin“ ist immer noch bekannt wie so viele andere seiner Kompositionen.
Nachdem Benatzky in den 20-er Jahren in Wien als Komponist und Klavierbegleiter von sich reden gemacht
hatte, verlegte er „wegen der besseren Verdienstmöglichkeiten“ seinen Arbeits- und Wohnsitz nach Berlin.
Schnell wurde er einer der ganz Großen im Operettenbetrieb. Gemeinsam mit dem Regisseur Erik Charell
kreierte er „Casanova“, „Die drei Musketiere“ und sein berühmtestes Stück: „Im weißen Rößl“ für das Große Schauspielhaus. Mit Benatzkys Kompositionen wurden einige zu
unvergesslichen Stars. Zarah Leander beispielsweise gelang mit seinem Lustspiel „Axel an der Himmelstür“ der Durchbruch. Für sie schrieb er Evergreens wie „Yes, Sir!“ und „Ich steh im Regen“.
Mit der Machtergreifung der Nazis musste Benatzky in die USA emigrieren, was seiner Karriere ein unvermitteltes Ende setzte. Auch nach dem Krieg und mit der Rückkehr nach
Berlin konnte er nicht an vergangene Erfolge anschließen. Mit seinem umfangreichen Werk ist er jedoch bis heute präsent: Er hat mehr als 2000 Chansons, 50 Bühnenstücke,
daneben Romane, Gedichte und Tagebucheinträge hinterlassen, die einen spannenden Einblick in das Wiener- und Berliner Operetten- und Revuetheatergeschehen der 20-er und 30-er Jahre geben.
Der Professor und die Prinzessin, die eine Schuhverkäuferin wurde
Herbert Herrmann
spielt seit 35 Jahren am Kurfürstendamm. Er erzählt: „Damals wie heute bin ich sehr stolz darauf, hier auf der Bühne stehen zu dürfen. Ich habe das Glück
gehabt, dass dem dortigen Publikum meine Stücke immer gefallen haben und die Menschen wiedergekommen sind, um mich zu erleben. Hier zu spielen ist wie
Nachhausekommen. Ich habe eine große Anhänglichkeit an die beiden Häuser, denn ich wurde dort schon besetzt, als mich in Berlin noch niemand kannte.“
Geprägt hat ihn die Zusammenarbeit mit Darstellern wie Lilly Palmer, Bernhard Minetti, Werner Hinz und Gustav Knuth.
Herrmann spielte sich in den 80-er Jahren mit Serien wie „3 sind einer zuviel“ (mit Horst Janson und Jutta Speidel) sowie „Ich heirate eine Familie“ (mit Peter Weck und Thekla
Carola Wied) in die Herzen der Zuschauer.
Wolfgang Spier entdeckte ihn für die Komödie und inszenierte zahlreiche Stücke mit ihm. Auch unter Jürgen Wölffers Regie stand Hermann häufig auf der Bühne. 1996 gab er
selbst sein Regiedebüt an der Komödie Winterhuder Fährhaus mit Curth Flatows „Mein Vater der Junggeselle“.
Seine Lebensgefährtin Nora von Collande
kennt er schon seit fünfzehn Jahren. Damals standen die beiden gemeinsam in Flatows „Verlängertes Wochenende“ auf der Bühne.
Richtig gefunkt hat es aber erst im Jahr 2002, als die beiden für die Produktion „Das glückliche Paar“ zusammen arbeiteten. Gefragt, wie Herbert Herrmann und sie auf die Idee
gekommen sind, „Meine Schwester und ich zu realisieren, erzählt sie: „Die Erbin von Ralph Benatzky, Helga Benatzky, hat uns vor einiger Zeit bei einer Premierenfeier in der
Komödie Winterhuder Fährhaus angesprochen und uns gefragt, ob wir nicht Lust hätten, das Stück zu machen. Nachdem wir es gelesen hatten, mußten wir nicht lange
überlegen. Wir haben uns in die Geschichte verliebt und Herbert hatte sofort unzählige Ideen, wie man sie inszenieren könnte.“
Die gebürtige Berlinerin von Collande stammt aus einer alten Theaterfamilie, ihr Vater Volker von Mitschke-Collande war Schauspieler, Regisseur und Intendant.
Nora von Collande steht gern und oft auf der Bühne. In den letzten Jahren war sie u. a. am Schauspielhaus Bonn, am Hamburger Ernst Deutsch Theater, an der Komödie und am
Theater am Kurfürstendamm sowie am Theater am Zoo in Frankfurt/M. zu sehen. Partner waren z. B. Georg Thomalla und H.-J. Kulenkampff. Das Publikum der Komödie am
Kurfürstendamm erlebte sie zuletzt in „Heirat wider Willen“, an der Seite von Herbert Herrmann.
Lang ist die Liste ihrer Auftritte in Fernsehspielen und TV-Serien: „Tatort“, „Praxis Bülowbogen“, „Vorsicht Falke“, „Na und“, „Marienhof“, „Soko“, „Jenny & Co“ um nur einige zu
nennen, und natürlich von 1993 - 2002 „Forsthaus Falkenau“. Außerdem ist sie Autorin des 2001 erschienen Buches „Turbulenzo“.
Verehrer und Verehrte
Birge Funke
studierte an der Universität der Künste in Berlin „Musical/Show“ und spielte seither in zahlreichen Musicals, Operetten und im Kabarett. Sie war unter anderem in
der „Rocky Horror Show“, „Lola Blau“, „My fair Lady“ „Die Comedian Harmonists besuchen Frau Luna“ und in einem weiteren Stück von Ralph Benatzky, „Bezauberndes
Fräulein“ in Berlin und Hamburg zu sehen. Als Schuhverkäuferin in „Meine Schwester und ich“ wird sie von einem Grafen umworben, gespielt von Marcus Ganser.
Der gebürtige Österreicher ist Schauspieler, Bühnenbildner und Regisseur für die Bühne, arbeitet aber auch als Moderator und Redakteur für das Fernsehen. Wie Birge Funke
hat auch er bereits gute Erfahrungen mit Stücken von Ralph Benatzky gemacht: An der Komödie Dresden inszenierte er 2006 den Benatzky-Klassiker „Im weißen Rößl“. Auch Johanna Mildner
als Prinzessin Lillys Angestellte Marie und Gerd Lukas Storzer als Filosel werden in der märchenhaften Geschichte „Meine Schwester und ich“ ein
Paar. Im richtigen Leben spielte Mildner unter anderem mit Chariklia Baxevanos und Wolfgang Spier „Der keusche Lebemann“ an der Komödie Winterhuder Fährhaus und ist
außerdem im Fernsehen mit „Die Dreisten Drei“ und „Praxis Dr. Sommerfeld“ präsent. Gerd Lukas Storzer lässt sich nicht auf einen Stil festlegen, er spielte sowohl an der
Neuköllner Oper, auf Kampnagel in Hamburg, in der gefeierten Avantgarde-Truppe „Nico and the Navigators“ sowie in zahlreichen Film- und Fernsehrollen, darunter „Balko“ und
„Müde Weggefährten“.
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de |
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Mondscheintarif Nach dem Bestseller-Roman von Ildikó von Kürthy in einer Bühnenfassung von Friedrich Dudy
Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Premiere: 12. September 07 Spielzeit bis: 4. Oktober 07
Regie:
Katja Wolff Bühne: Karel Spanhak Kostüme: Heike Seidler
Mit: Heike Kloss, Alexander Sternberg , Jana Kozewa
Girl meets boy
„...ich bin dreiundreißigdreiviertel Jahre alt und gehöre zu der Mehrheit der Frauen, die sich auch in fortschreitendem Alter hauptsächlich mit einer Problemzone rumschlägt. Früher dachte
ich, die größte Problemzone einer Frau seien ihre Füße. Ich habe bis heute kein freundschaftliches Verhältnis zu meinen Füßen aufbauen können. Meine Zehen sind krumm wie die Zähne im Mund
eines Schuljungen, der sich beharrlich weigert, eine Zahnspange zu tragen. Aber mittlerweile habe ich gelernt, dass die krummen Gesellen da unten nicht länger für meine
Minderwertigkeitskomplexe gerade stehen können. Freundinnen lasst es uns so sagen, wie es ist: Die aller-aller-allerschlimmste weibliche Problemzone heißt: Mann.“, findet Cora Hübsch. Die
stolpert bei einer gähnend langweiligen Filmpreisverleihung über Dr. Daniel Hoffmann (Alexander Sternberg). Kurze Zeit später treffen die beiden sich wieder, denn Hoffmann vertritt Coras
Hausarzt. Da sie das nicht ahnen konnte, trägt sie ihre verwaschene Blümchen-Unterwäsche und muss sich so, von ihm untersuchen zu lassen. Damit er ihre besseren Seiten kennenlernen kann,
schiebt sie ihm einen Zettel mit ihrer Telefonnummer über den Tisch. Es folgen mehrere Verabredungen, aber Cora beugt sich heldenhaft Mutters Spruch „Willst du was gelten, mach dich selten.“,
denn sie ist wirklich verliebt! Aber irgendwann passiert es doch: Nach einem Drink auf Daniels Dachterrasse landen die beiden im Bett. Und Cora hat den besten Sex ihres Lebens. Es
vergehen drei Tage. Vergebens wartet sie auf Daniels Anruf. Doch wie sagt Joanna (Dana Kozewa), ihre beste Freundin: „Die Spielregel für eine Frau lautet: Nach dem ersten Sex rufst du ihn
nicht an. Nie. Unter keinen Umständen.“ Und dann taucht auch noch die Schauspielerin Carmen auf, die in Wirklichkeit Ute Koszlowski heißt und Dr. Hofmann „Dani-Schatz“ nennen darf.
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Mondscheintarif Komödie am Kurfürstendamm, Berlin Ihr Rezept
Heike Kloss und Alexander Sternberg Foto: Bodo Kürbs
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Heike Kloss Seit der Ausstrahlung der RTL-Comedy-Serie „Alles Atze“, in der Heike Kloss die „Biene“ spielte, kennen viele Fernsehzuschauer die vielseitige Schauspielerin. Für die
Darstellung dieser Rolle wurde sie in der Kategorie „Beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie“ sowohl für den Deutschen Fernsehpreis 2003 als auch für den Deutschen
Comedypreis 2003 nominiert. Im selben Jahr wurde „Alles Atze“ sowohl mit dem Deutschen Fernsehpreis als auch dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet. Auch 2005 ging
der Preis an diese RTL-Comedy-Serie. Auch für Serien wie „Nesthocker“, „Happy Birthday“ sowie „Die Schule am See“ stand sie vor der Kamera. Ihr zweiter künstlerischer
Schwerpunkt liegt im Musicalgenre: So wirkte sie u.a. in „Cats“ am Operettenhaus Hamburg, in „Grease“ im Theater des Westens sowie im Bob Fosse-Musical „Chicago“ am
Deutschen Theater in München und am Theater des Westens in Berlin mit. Im Stammland des Genres, den USA, tourte sie mit der Duke Ellington Revue „Sophisticated Ladies“.
Zuletzt spielte sie gemeinsam mit Thomas Fritsch und Claudia Rieschel in Alan Ayckbournes Komödie „Halbe Wahrheiten“ im Theater am Dom in Köln.
Jana Kozewa Comedyfans kennen Jana Kozewa aus „Mensch Markus“. Sie gehörte zu dem Ensemble, dass 2004 mit dem Deutschen Comedy-Preis als Beste Sketch-Show ausgezeichnet
wurde. In der ZDF-Erfolgsserie „Girl Friends“ spielt sie eine der Hauptrollen, die polnische Küchenhilfe Sonja Borucka. In dem Kinofilm „Der Dolch des Batu Kahn“, der 2004 mit
dem Fox Kids Award als Bester Kinderfilm ausgezeichnet wurde, übernahm sie eine Hauptrolle.
Wie Ihre Bühnenpartnerin Heike Kloss, hat auch Jana Kozewa Erfahrungen im Musicalbereich: Drei Jahre lang war sie am Berliner Metropoltheater für die Rolle der Anybodies in
„West Side Story“ engagiert. 1996 trat sie schon einmal am Kurfürstendamm auf: In „London Suite“.
Alexander Sternberg Fernsehzuschauer kennen Alexander Sternberg aus der preisgekrönten Sat 1-Telenovela „Verliebt in Berlin“, in der er von 2005 bis 2006 den Max Petersen spielte sowie aus
Serien wie „Verbotene Liebe“, „Little White Lies“ und „OP ruft Dr. Bruckner“.
2004 stand Alexander Sternberg im Theater am Kurfürstendamm in Martin Woelffers Inszenierung von „Galanacht“ auf der Bühne.
Am Anfang war der Roman
Ildikó von Kürthy arbeitete als Redakteurin für die Zeitschriften „Brigitte“ und „Stern“. 1999 erschien ihr erster Roman „Mondscheintarif“, der auf Anhieb zum Bestseller wurde.
Seitdem hat sie fünf weitere Bücher geschrieben, darunter ein Kinderbuch. In ihren fünf Romanen, die in vierzehn Sprachen übersetzt wurden, beschreibt sie die Welt aus
weiblicher Sicht: brüllend komisch, leidenschaftlich, ironisch und unterhaltsam. In einem Interview, dass sie vor einiger Zeit gab, mutmaßte sie, warum ihre Werke so erfolgreich
sind: „Die meisten Frauen erkennen sich selbst in meinen Büchern wieder, ihre guten – aber vor allem auch ihre peinlichen und bekloppten Seiten. Meine Heldinnen haben all
diese durchschnittlichen Neurosen, die ganz viele Frauen mit sich herumschleppen. Aber sie stehen dazu, lachen darüber, nehmen sich nicht zu ernst, aber mögen und
respektieren sich trotzdem.“ [© Texte: Komödie am Kurfürstendamm, Berlin]
Kartenpreise: Di bis Do 36/25/13€ und Fr/Sa/So 39/28/17€
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de |
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Der Mustergatte Von Avery Hopwood
Zur Inszenierung der Komödie am Kurfürstendamm, Berlin: Bearbeitung von: Jürgen Wölffer
Premiere: 10. Mai 08 Spielzeit bis: 8. Juni 08
Regie: Jürgen Wölffer Bühnenbild: Ursula Wandaress Kostüme: Gerhard Kropp
Mit: Marcus Ganser, Peter Fricke, Christine Schild, Adisat Semenitsch und Gerd Lukas Storzer
“Der Mustergatte” Komödie am Kurfürstendamm Am Schlafittchen gepackt Peter Fricke, Christine Schild, Marcus Ganser und Adisat Semenitsch
Foto: Joachim Hiltmann
Wie perfekt ist zu perfekt? Der Bänker Manni versteht die Welt nicht mehr: Nicht mal im Traum fiele es ihm ein, seine Frau Martina zu betrügen und sogar seine Schwiegermutter attestiert: „Manni ist
wahrlich ein Mustergatte!“ Dennoch – oder gerade deswegen – will seine Frau Martina die Scheidung. Sie langweilt sich mit ihm zu Tode. Weil er sich nicht mehr zu helfen weiß,
holt er sich Rat bei seinem Macho-Freund Jochen, der ihm empfiehlt, mal richtig über die Stränge zu schlagen und sich in einer kompromittierenden Pose erwischen zu lassen.
Und plötzlich sitzt der Mustergatte da mit der Frau seines Freundes und was als Mauerblümchen-Treff begann, entwickelt sich zu einem furiosen Abend.
Der Autor
Avery Hopwood war einer der erfolgreichsten Theaterautoren der 1920er Jahre. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte er einen Rekord auf: Gleich vier seiner Stücke liefen
gleichzeitig am Broadway. Er schrieb vor allem Komödien und Possen. Als Hopwood im Alter von 46 Jahren starb, hatte er bereits 35 Theaterstücke verfasst.
Heinz Rühmann als Mustergatte
Mit Heinz Rühmann verkörperte einer der beliebtesten deutschen Schauspieler die Rolle des Mustergatten in der deutschen Erstaufführung, die 1922 am Schauspielhaus Bremen
stattfand. Rühmann spielte die Rolle über 2000 Mal und übernahm auch in der Verfilmung von 1937 (Regie: Wolfgang Liebeneiner) die Hauptrolle.
1956 gab Harald Juhnke dem „Mustergatten“ in Erik Odes Verfilmung „Kann ein Mann sooo treu sein“ ein Gesicht.
Der Mustergatte
Marcus Ganser ist Theaternarr seit dem vierten Lebensjahr, als er in den „Troerinnen“ von Sartre am Theater an der Wien sein Debüt gab. Seitdem ist er auf, hinter und vor der
Bühne als Schauspieler, Bühnenbildner und Regisseur tätig. Ganser lebt und arbeitet die meiste Zeit in Wien. Seit 1990 ist er auch als Moderator, Redakteur und Regisseur für
den ORF tätig. In Deutschland war der Österreicher bisher unter anderem in Bonn, Köln, Düsseldorf, München und Berlin auf der Bühne zu sehen. Für die Komödie Dresden
inszenierte er 2006 Ralph Benatzkys Operette „Im Weißen Rössl“. Die Berliner kennen ihn aus dem musikalischen Lustspiel „Meine Schwester und ich“, wo er u. a. mit Herbert
Hermann und Nora von Collande auf der Bühne stand.
Der Kammerschauspieler
Peter Fricke erhielt seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Nach Engagements in Heidelberg, Frankfurt und Köln wurde er 1964 an das
Münchner Residenztheater engagiert, wo er als jüngster deutscher Staatsschauspieler zehn Jahre lang vor allem die großen Rollen des klassischen Repertoires spielte. Es
folgten Gastverträge in München, Düsseldorf, Wien und Berlin. 1973 wurde er seiner künstlerischen Freiheit zuliebe freischaffend. Der Regisseur Rudolf Noelte, mit dem u.a.
Ibsens „Wildente“, Goethes „Egmont“ sowie Tschechows „Drei Schwestern“ entstanden, wurde in dieser Phase ein wichtiger künstlerischer Partner. Auch im
Musiktheaterbereich war Fricke tätig: Im Theater des Westens in Berlin spielte er an die 90 Mal den Professor Higgins in „My Fair Lady“. Er stand für mehr als 120 TV
-Produktionen vor der Kamera: Dazu zählten Komödien wie „Floh im Ohr“, Science Fiction wie „Das blaue Palais“ oder Spionageserien wie „Die rote Kapelle“. Er spielte
schillernde Mordbuben in Serien wie „Tatort“, „Derrick“, „Der Alte“ und war der Sohn in Heinz Rühmanns letztem Spielfilm „Oh, Jonathan“. Mit Dichterlesungen (Schiller, Goethe,
Hölderlin, Rilke, Benn u.a.) engagiert er sich für die Vermittlung der deutschen Sprache – auch im Ausland und übernahm u. a. die Regie für Goethes „Stella“ und „Faust“. Er
moderierte die Festveranstaltung zum 70. Geburtstag von Lorin Maazel im Prinzregententheater (2000) und die Verleihung des Bayerischen Theaterpreises (2000). Er war der
Clive in Maughams Komödie „Der Kreis“ (2003), bei der er auch Regie führte. In „Der Mustergatte“ spielt Fricke einen Kammerschauspieler.
Zwei sehr unterschiedliche Frauen und ein Stotterer, der sich für unwiderstehlich hält
Christine Schild steht als Karin, die eher unscheinbare Frau des Staatsschauspielers auf der Bühne. Doch die graue Maus entdeckt im Laufe des Stücks den Löwen in sich.
Schild war in Berlin zuletzt in „Ein eingebildet Kranker“ zu sehen.
Adisat Semenitsch glänzte in der vergangenen Spielzeit in „Der Menschenfeind“ in der Rolle der undurchsichtigen Célimène. Nun spielt sie Martina, die temperamentvolle Frau des
Bänkers Manni. Gerd Lukas Storzer und Marcus Ganser haben bereits in Ralph Benatzkys „Meine Schwester und ich“ gemeinsam auf der Bühne gestanden. Nun ist Storzer
Freddy, von Beruf Designer. Der hält sich für unwiderstehlich und gerät gerne mal ins Stottern, wenn er aufgeregt ist.
Der Regisseur
Jürgen Wölffer ist seit 1958 dem Theater verbunden, wenn man die Jahre nicht mitzählt, in denen er in der Theaterfamilie Wölffer aufwuchs. Wie fast alle jungen Leute
interessierte er sich zuerst überhaupt nicht für den Beruf seiner Eltern, sondern (in dieser Reihenfolge) für Feuerwehr, Autos, Architektur, Malerei und Politik – linke natürlich.
Noch in der Abiturklasse besuchte er den privaten Unterricht einer damals berühmten Schauspiellehrerin, um sich dort den Berliner Dialekt abzugewöhnen. Natürlich machte sie
ihn zum Schauspieler. Er spielte dann ausschließlich ernste und klassische Rollen in deutschen Staatstheatern. Einige der größten Rollen der Literatur gehörten zu seiner
hoffnungsvoll begonnenen Karriere in gerade einmal acht Jahren. Dann aber trat er doch der Direktion seines Vaters bei - der Komödie und des Theaters am Kurfürstendamm.
Seitdem widmet er sich fast ausschließlich dem Genre Komödie. Es war keine leichte Entscheidung, die geprägt war von der Liebe zum Vater, zu Berlin, zum Kurfürstendamm,
einer geerbten Unternehmerlust und dem sanften Druck von George Marton und Hans Sanden, zweier jüdischer Freunde des Vaters aus der großen Berliner Theaterzeit.
Seit 1976 leitete er die beiden Berliner Theater, erst mit Bruder Christian, dann alleine. Er gründete und ließ die Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg und die Komödie
Dresden bauen. Nun freut er sich über den Erfolg seines Sohnes Martin, der inzwischen die Leitung der Berliner Häuser übernommen hat. [© Komödie am Kurfürstendamm, Berlin]
Kartenpreise Die bis Do 36/25/13€ Fr/Sa/So 39/28/17€ Premiere 47/36/24€ Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de
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Der Nachlass
Von: Maja Das Gupta (* 1973)
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden
Premiere: 23 Januar 07 (Uraufführung)
Inszenierung und Bühne: Ricarda Beilharz Kostüme: Franziska Rast Dramaturgie:
Dagmar Borrmann
Besetzung: Agnes: Franziska Geyer Rudi: Wolfgang Böhm Elisabeth: Eva-Maria Damasko Thomas: Sebastian Muskalla
Rudi bringt für Agnes Blumen mit. Jeden Tag. Agnes kauft viele Vasen. Agnes kauft ganze Nachlässe auf. Die Relikte fremder Biografien ersetzen zunehmend das eigene Leben. Eines Tages liest
Agnes eine Annonce. Ein Mann sucht jemanden, der den Nachlass seiner verstorbenen Frau regelt. Agnes meldet sich und findet ihre Jugendliebe wieder. Sie hat Thomas in einem Auffanglager
kennen gelernt. Sie hatten nur wenige Tage miteinander, dann war Thomas verschwunden. Sie heiratete Rudi. Vergessen hat sie Thomas nicht. Die Erkenntnis, dass ein Leben mit Thomas möglich
gewesen wäre, bringt sie zu einem radikalen Entschluss.
„Der Nachlass“ eine Geschichte darüber, ob das Glück tatsächlich immer dort ist, wo wir nicht sind. Oder ob die scheinbaren
„Ersatzlösungen“ nicht einfach das Leben sind. Maja Das Gupta arbeitet mit sensiblen Beobachtungen, mit detailgenauen und zum Teil schön skurrilen Geschichten und einer klaren unprätentiösen
Sprache.
Maja Das Gupta Stück „Zappen“ wurde als Hörspiel produziert und als „Bestes Hörspiel der ARD“ nominiert. 2001 erhielt sie das „Stipendium Paul Maar“. 2002 war sie bei Manfred
Beilharz im Workshop zur Bonner Biennale und 2003 zum Stückemarkt des Theatertreffens eingeladen. Maja Das Gupta lebt als Autorin und Dramaturgin in München und Berlin.
Ricarda
Beilharz arbeitet als Regisseurin und Bühnenbildnerin. Bei der Jahresumfrage von „Theater heute“ erhielt sie zwei Mal den Titel „Nachwuchsbühnenbildnerin des Jahres“. Sie gründete gemeinsam
mit weiteren Theatermachern das „Theater Affekt“ in Berlin und war während der Schauspieldirektion von Stefan Bachmann als Regisseurin und Ausstattungsleiterin im Leitungsteam des Theaters
Basel. Sie arbeitet außerdem in Berlin, Wien, Göttingen, Augsburg und für die Salzburger Festspiele und am „Thalia Theater“ in Hamburg („Die schmutzigen Hände“, Regie: Andreas Kriegenburg).
Ricarda Beilharz war zweimal zum Berliner Theatertreffen eingeladen. „Der Nachlass“ ist ihre erste Arbeit am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. [ © Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
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NACHTASYL Treffpunkt der Träume nach Maxim Gorki
Zur Kooperationsinszenierung von Presernovo Gledalisce Kranj (SI), Teatr im. Slowackiego Krakau (PL) und Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt (D):
Aufführungstermine Krakau - Premiere / Polen: 15.September 06 , weitere: 16.- 19. September 06 Aufführungstermine Frankfurt - Premiere / Deutschland:
24.September 06, weitere: 26. September - 1.Okober 06 Aufführungstermine Kranj - Premiere / Slowenien: 6.Oktober 06, weitere: 7.Oktober - 21.Okober 06
Regie:
Reinhard Hinzpeter Bühne: Gerd Friedrich Licht: Herbert Bernstaedt
Mit: Michaela Conrad, Rafal Dziwisz, Bettina Kaminski, Sabina Kogovsek, Barbara Kuraj,
Marcin Kuzminski, Vesna Lubej, thomasz Miedzik, Janko Petrovec, Adrian Scherschel, Axel Siefer, Wojciech Skibinski, Natalia Strzelecka, Matjas Visnar
"NACHTASYL" erzählt
von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben: von Arbeitslosen, Falschspielern, Drogensüchtigen, Prostituierten, Kleinkriminellen, Alkoholikern und Lebenskünstlern. Aber keiner von
diesen Menschen hat aufgehört zu träumen. Zu träumen, das Elend hinter sich zu lassen, wieder gefragt zu sein auf dem Markt der ungeahnten Möglichkeiten, einmal ganz oben zu stehen und allen
Miesmachern die lange Nase zu zeigen oder doch noch den Mann, die Frau fürs Leben zu finden.
Und wenn sie nicht von Morgen träumen, dann träumen sie von gestern: von ihrer großen
Vergangenheit, als sie das Sagen hatten und das dicke Geld machten, als sie der berühmte Star waren und von allen gefeiert. Und wer weder von Gestern noch von Morgen träumt, der glorifiziert
sich selbst im Hier und Jetzt. Das kommt einem alles irgendwie bekannt vor.
NEU !! Das FREIE SCHAUSPIEL ENSEMBLE hat eine neue feste Spielstätte:
Kommunikationsfabrik, Schmidtstr.12, 60326 Frankfurt
Kartenbestellungen: Tel: 069 / 596 94 90 & Fax: 069 / 955 20 658, perMail: kontakt@freiesschauspiel.de Kartenpreise: € 18 normal // € 12 ermässigt www.freiesschauspiel.de
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Nachtwache
Von: Anders Duus
Deutschsprachige Erstaufführung: 18. November 06 (Mainz, Staatstheater Mainz)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 18. November 06 (TiC Werkraum)
Inszenierung: Constanze Kreusch
Mit: Florian Hansel Roger / Zoran, Katja Hirsch Pia / Lola, Gregor Trakis Lennart / Ulf, Verena Bukal Siri /Taslima
In "Nachtwache" beschreibt der junge schwedische Autor Anders Duus nächtliche Streifzüge durch den Dschungel heutiger Lebenswelten: Pia versucht als Betreuerin für Behinderte in einem sozialen Wohnprojekt ihrem Leben
Sinn zu geben. Ulf sucht die verlorene Nähe zu seinem Sohn Daniel. Siri sucht mit Zoran sexuelle Grenzüberschreitungen. Die
Journalistin Taslima wartet mit Roger, dem Mitglied der Bürgerwehr, auf kriminelle Ausländer.
"Nachtwache" ist ein Stück über Orientierungslosigkeit, über Moral, Gewalt und Lebenslügen in einer undurchschaubar gewordenen Welt.
Anders Duus ist ein Newcomer des schwedischen Theaters, er erhielt zahlreiche Einladungen zu Autorentheatertagen, u. a. am Londoner Royal Court Theatre. Er gilt als Entdeckung beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2006. "Nachtwache" wurde bereits an der Berliner Schaubühne szenisch gelesen.
Constanze Kreusch inszenierte mehrmals am Staatsschauspiel Dresden,
u. a. Lessings "Die Juden" (2004), Shakespeares "Romeo und Julia" (2004), Fosses "Winter" (2005), de Mussets "Man spielt nicht mit der Liebe" (2005)
und zuletzt Schillers "Kabale und Liebe" (2006). Außerdem zeigte sie am Schauspielhaus Graz bei Matthias Fontheim "Der Weibsteufel" von Karl Schönherr (2005). [©
Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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norway.today
Von: Igor Bauersima
Zur Inszenierung des Frankfurt Theater Landungsbrücken:
Premiere: November 2004
Inszenierung und Raum: Torge Kübler
Besetzung:
Julie: Nadine Kluß
August: Miro Kania Tanz: Katharina Poensgen
Jung, verzweifelt, unverstanden: Nur das Sterben ist authentisch.
Julie will sich umbringen. Aber sie will es mit
jemandem zusammen tun. Im Internet sucht sie einen Partner und findet August, der die Idee und Julies Entschlossenheit richtig gut findet. Sie fahren nach Norwegen, um sich dort von einer
Klippe 600 Meter tief in den Tod zu stürzen – beladen mit Zelt, Proviant und einer Videokamera, um ihre letzte Botschaft aufzunehmen. Das ist allerdings schwieriger als erwartet und
unfreiwillige Situationskomik zerstört das Pathos, das für einen richtigen Freitod eigentlich notwendig wäre…
Über die Auseinandersetzung der beiden jungen Figuren mit dem Selbstmord
vermittelt „norway.today“ ein weit verbreitetes Lebensgefühl: Das Gefühl, im Schlaraffenland zu stehen und diesen Hunger nach Leben nicht stillen zu können. Alles zu haben, zumindest
virtuell, und nichts Neues mehr entdecken zu können. Das Gefühl, von Scheinwelten umzingelt zu sein, die keinen Platz für Echtheit lassen. Die Sehnsucht nach einer Romantik, die nicht
kitschig ist.
„norway.today“ entstand als Auftragsarbeit für das Düsseldorfer Schauspielhaus und wurde 2000 unter der Regie des Autors Igor Bauersima uraufgeführt. In der letzten
Spielzeit war es das meistinszenierte Stück auf deutschsprachigen Bühnen.
Inzwischen ist norway.today auch bei Landungsbrücken Frankfurt das meistgespielte und erfolgreichste Stück...
Das sagt die Presse:
Melancholische Komödie...nuancenreich und sensibel gespielt“ [Frankfurter Rundschau]
„Es wird viel gelacht in dieser Inszenierung...“ [FAZ]
Aktuelle Termine unter: www.landungsbruecken.org
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Opening Night nach dem Film von John Cassavetes Für die Bühne bearbeitet von: Armin Petras Deutsch von:
Brigitte Landes
Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt
Premiere: 21. März 09
Regie: Armin Petras Bühne: Olaf Altmann Kostüme:
Katja Strohschneider Video: Chris Kondek, Christiane Kühl Dramaturgie: Jens Groß
Darsteller: Wilhelm Eilers, Anne Müller, Friederike Kammer, Oliver Kraushaar, Robert Kuchenbuch, Sabine Waibel
Besprechung auf kulturfreak.de
Opening Night schauspielfrankfurt Susan/Clara (Sabine Waibel, links) und Frida/Virginia (Friederike Kammer, rechts) Foto: Alexander Paul Englert
Armin Petras inszeniert OPENING NIGHT nach dem Film von John Cassavetes Eine am Broadway gefeierte Schauspielerin probt für ihr jüngstes Stück, in dem sie die Rolle einer Frau spielt, die das eigene Altern nicht akzeptieren kann. Durch das Spielen
dieser Figur gerät sie zunehmend in eine existentielle Krise und die Proben werden von Tag zu Tag schwieriger. Während sie den persönlichen Bezug zu ihrer Rolle abstreitet
und sich zugleich weigert gewisse Passagen zu spielen, kann sie die Identität der Figur von ihrer eigenen nicht mehr klar trennen. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen
mit dem Regisseur und Autor des Stückes. Ihr Bühnentext, Gespräche mit Kollegen und halluzinative Selbstgespräche mit einem vermeintlichen Geist vermischen sich. Die
gesamte Produktion ist gefährdet und feiert schließlich bei der Aufführung auf dem Broadway, zu der die Hauptdarstellerin völlig betrunken erscheint, nur einen zwiespältigen Erfolg.
Der Autor und Regisseur John Cassavetes, der als Begründer der Independent Filmszene gehandelt wird, konzipierte das Drehbuch für OPENING NIGHT ursprünglich als
Theaterstück. Cassavetes zeigt eine umjubelte und alkoholkranke Künstlerin, die an ihrer tiefen inneren Einsamkeit und an den eigenen wie äußeren Ansprüchen verzweifelt.
Armin Petras holt nun die Geschichte über das Arbeiten an einem Stück zurück auf die Bühne und schafft eine Inszenierung über das Inszenieren. Die Schauspieler bewegen
sich von Szene zu Szene zwischen privatem Raum und dem Darstellen ihrer Rolle. Sie sind getrieben von der Suche nach der Wahrhaftigkeit der eigenen Person. Diese
Getriebenheit und der andauernde Perspektivwechsel von vor und hinter der Bühne eröffnet Fragen über Wahrheit und Wahnsinn des Schauspiels.
Am 21. März 2009 wird im schauspielfrankfurt die Premiere von OPENING NIGHT unter der Regie von Armin Petras auf der Bühne im Kleinen Haus gefeiert. Der derzeitige
Intendant des Maxim Gorki Theater Berlin, der von 2002 bis 2006 Hausregisseur am schauspielfrankfurt und Kurator der schmidtstrasse12 war und seitdem regelmäßig am
schauspielfrankfurt inszeniert, bearbeitet den Film von John Cassavetes für die Bühne. Armin Petras wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem für Fritz
Katers HEAVEN als beste Berliner Aufführung des Jahres 2007, die als Koproduktion in der Spielzeit 2007/08 ihre Premiere im schauspielfrankfurt feierte. In derselben Spielzeit
setzte er mit viel Gespür für Witz und Tragik Einar Schleefs GERTRUD in einer Bühnenfassung von Jens Groß in Szene. Unter den zehn besten Inszenierungen des Jahres
wurde die erfolgreiche Produktion nach Berlin zum letztjährigen Theatertreffen eingeladen. Die in GERTRUD gefeierten Schauspielerinnen Frederike Kammer, Sabine Waibel und
Anne Müller werden auch in OPENING NIGHT wieder zusammen auf der Bühne stehen. [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Oskar und die Dame in Rosa Von: Eric-Emmanuel Schmitt Aus dem Französischen von:
Annette und Paul Bäcker
Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Regie: Martin Woelffer Ausstattung:
Gabriella Ausonio
Mit: Johanna von Koczian
Premiere: 11. November 07 Bis: 31. Dezember 07 Voraufführungen: 7., 8., 9., 10. November 07
„Du solltest an den lieben Gott schreiben, der hat viel mehr drauf als ich.“, empfiehlt die Dame in Rosa (Johanna von Kozcian) dem 10-jährigen Oskar, den sie als ehrenamtliche Helferin
auf der Krebsstation betreut. Für Oskar ist sie „Oma Rosa“, die einzige, die ihm mit Fantasie, Humor und Würde begegnet. Überhaupt – Oma Rosa! Eine bemerkenswerte Frau: Wer hätte gedacht,
dass sie früher Catcherin war und sich „Die Würgerin von Languedoc“ nannte? Mit Oskars Briefen an den lieben Gott und Oma Rosas Liebe entdecken die beiden das Leben mit all seinen
tragischen und komischen Seiten neu. Oma Rosas Vorschlag, jeden Tag, den Oskar durchlebt, so zu betrachten, als wären es 10 Jahre, lassen die beiden in 10 Tagen ein ganzes Menschenleben
erleben: heiter und berührend, emotional und tiefgründig. Oskar erfährt in dieser Zeit die Pubertät, die erste Liebe, Eifersucht, die Midlife-Crisis und das Alter. Das Leben und den Tod.
Mit „Oskar und die Dame in Rosa“ ist dem Bestseller-Autor Eric-Emmanuel Schmitt ein Stück von großer melancholischer Heiterkeit gelungen. Die FAZ urteilte: „Ein bewegendes Stück, um so
kostbarer, als es die Waage hält zwischen Witz und
Sentiment, zwischen nüchterner Schilderung und warmherziger Erinnerung.“
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Johanna von Koczian ist die “Dame in Rosa” Oskar und die Dame in Rosa
Komödie am Kurfürstendamm, Berlin 11. November bis 18. Dezember und 25. Dezember bis 31. Dezember 07 Foto: Thomas Grünholz
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Der Autor: „Ich wollte eine Novelle schreiben, über den Mut eines kleinen Jungen. Erwachsene lügen viel, weil sie die Mär bequemer als die Wahrheit finden. Aber für die Kinder ist die
Wahrheit wichtiger als das Märchen. Der einzige Weg, diese verlogene Geschichte zu bekämpfen, ist das aufklärende Gespräch, der Dialog über den Tod.“, hat der Autor Eric
-Emmanuel Schmitt vor einiger Zeit über sein Stück „Oskar und die Dame in Rosa“ in einem Interview geäußert. Er weiß, wovon er spricht, war er doch selbst als Kind
schwerkrank und hat sehr darunter gelitten, dass die Erwachsenen sich davor fürchteten, mit ihm über seine Krankheit zu sprechen.
Schmitt hat das Stück der großen französischen Schauspielerin Danielle Darrieux gewidmet. Sie stand in der Uraufführung in der Comédie des Champs Elysées in Paris im
Februar 2003 als Madame Rosa auf der Bühne und erhielt für ihre Darbietung den renommierten Theaterpreis „Molière“ in der Kategorie „Beste Darstellerin“.
1991 veröffentlichte Schmitt sein erstes Theaterstück: „La Nuit de Valognes“. Heute gehört der Doktor der Philosophie zu den meistgelesenen und –gespielten
französischsprachigen Autoren weltweit. Seine Bücher wurden in 35 Sprachen übersetzt. Seine Stücke werden regelmäßig in über 40 Ländern gespielt.
Für sein zweites Bühnenwerk, „Der Besucher“, wurde er in Frankreich mit dem begehrten Prix Molière ausgezeichnet (Theaterentdeckung des Jahres, bester Theaterautor, bestes Theaterstück).
In Deutschland wurde Schmitt mit seinem Buch „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ bekannt. Monatelang stand dieser Monolog über die Weltreligionen auf den
Bestsellerlisten. Nach Shakespeare, Schiller, den Gebrüdern Grimm und Goethe ist er der meistgespielte Autor auf deutschsprachigen Bühnen. Volker Schlöndorff inszenierte
sein Stück „Enigma“ mit Mario Adorf und Justus von Dohnanyi in Berlin.
Im Theater am Kurfürstendamm standen Winfried Glatzeder und Maria Hartmann 2005 in seinen „Kleine Eheverbrechen“ auf der Bühne.
Für sein Schaffen wurde Schmitt häufig geehrt. 2004 beispielsweise wurde er für sein kulturelles Engagement, die Menschlichkeit und die Toleranz, die sein gesamtes
literarisches Schaffen prägen, mit dem Preis „Die Quadriga“ ausgezeichnet. Dieser wird alljährlich am 3. Oktober in Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt an vier
Persönlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens verliehen.
2006 schrieb er das Drehbuch für seinen ersten Spielfilm „Odette Toulemonde“, bei dem er auch Regie führte. Deutschlandstart ist der 25. Oktober.
Die Dame in Rosa:
Johanna von Koczian besuchte das Schauspielseminar am Salzburger Mozarteum und wurde von Gustaf Gründgens für die Salzburger Festspiele entdeckt. Weitere
Engagements führten sie u.a. an das Wuppertaler Schauspielhaus, die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, das Bayerische Staatsschauspiel München, das Wiener Theater in
der Josefstadt und das Hamburger Thalia Theater. Ihren Durchbruch als Theaterschauspielerin hatte sie 1956 am Berliner Schillertheater mit der Rolle der Anne Frank. Ein Jahr
später besetzte sie Karl Anton in dem Film „Viktor und Viktoria“ neben Georg Thomalla und Johannes Heesters. Danach stand sie mit Hansjörg Felmy und Robert Graf für „Wir
Wunderkinder“ vor der Kamera. Für ihre Rolle der Kirsten Hansen wurde sie mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.
Weitere Filmpartner waren u.a. Ivan Desny, Claus Biederstaedt, O.E. Hasse, Götz George, Mario Adorf und Karin Baal. Angebote aus Hollywood lehnte sie aus privaten Gründen
ab. Auch im Fernsehen war sie immer wieder zu sehen. Sie spielte in zahlreichen Literaturverfilmungen und gehörte 1987/88 zum Ensemble der beliebten Vorabendserie „Praxis
Bülowbogen“. Sie übernahm Episodenhauptrollen in Krimiserien wie „Derrick“, „Der Alte“ und dem ARD-„Tatort“ sowie „Traumschiff“. Zuletzt war sie mit Christine Neubauer in
„Die Landärztin“ zu sehen.
Schwerpunkt ihrer Arbeit blieb jedoch das Theater. Für ihre darstellerischen Leistungen erhielt Johanna von Koczian zahlreiche Auszeichnungen: Den Kunstpreis der Stadt
Berlin, die „Goldene Maske“ der Filmtheaterbesitzer, und zweimal den Publikumspreis „Goldener Vorhang“.
In den 1990-er Jahren machte sie sich auch einen Namen als Schriftstellerin. Zuerst veröffentlichte sie Kinder- und Jugendbücher wie: „Die Fee, die keiner haben wollte –
Märchen von heute“. Danach die Romane „Sommerschatten“ und „Das Narrenspiel“.
Der Regisseur:
Martin Woelffer gab 1990 anlässlich der Eröffnung des magazin-Theaters am Kurfürstendamm sein Regiedebüt mit Molières „Der Menschenfeind“. Es folgten viele weitere
Inszenierungen wie „Katzelmacher“ (Fassbinder), „Das kunstseidene Mädchen“ (Greiffenhagen/Keun), „Glückliche Zeiten“ (Ayckbourn), „Ein unmögliches Paar“ (Simon),
„Amphitryon“ (Kleist), „Bullets over Broadway“ (Allen), „Männer“ (Wittenbrink), „Klassentreffen“ (Chatten), die Uraufführungen von „Fabian – Geschichte eines Moralisten“
(Kästner), „Galanacht“ (Schneyder) „Veronika, der Lenz ist da – Die Comedian Harmonists“ sowie „Jetzt oder nie – Die Comedian Harmonists Teil 2“ (beide Greiffenhagen)
sowie Molières „Menschenfeind“. Zuletzt inszenierte er die Komödie „Außer Kontrolle“.
Seit August 2004 leitet er die beiden Berliner Traditionsbühnen Theater und Komödie am Kurfürstendamm.
Kartenpreise Di bis Do 36/25/13€ und Fr/Sa/So sowie 25. und 26. Dezember 39/28/17€ Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de
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Der Passagier von Ulrike Syha
Uraufführung: 9. Februar 2007 (Stuttgart, Schauspiel Stuttgart)
Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart:
Premiere: 9. Februar 07 (Uraufführung)
Regie: Enrico Lübbe Bühne: Hugo Gretler Kostüme:
Sabine Blickenstorfer Dramaturgie: Beate Seidel
Besetzung: Nick: Benjamin Grüter Theo: Martin Leutgeb Lea: Lisa Wildmann Hassan:
Bijan B. Zamani
sowie in diversen Rollen: Silja Bächli, Boris Burgstaller & Michael Stiller
In Theos Leben als Spediteur geht alles seinen unspektakulären
Gang, während Nick, sein Bruder, als "Brennpunktfotograf" durch die Welt tourt. Zwei Brüder - zwei Lebensentwürfe, die diametraler nicht sein können. Lea, Nicks Frau, steht
dazwischen und wartet auf Nick, dessen Hang zum politischen Abenteuer sie zu misstrauen beginnt. Da beschließt Theo, aus der Unscheinbarkeit seines Durchschnittsdaseins herauszutreten. Er
plant einen Coup, der das gesamte Beziehungsgefüge um Nick und Lea ins Wanken bringt und erfindet eine Realität, die ihn zuletzt auf skurrile Weise einholt.
Ulrike Syhas Stück ist eine Stadt-Odyssee, eine Erzählung über die verwirrenden Möglich-keiten der Erfindungskraft und die Subjektivität von Erinnerung. Ulrike Syha, geboren 1976 in
Wiesbaden, studierte Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Von 1999 bis 2001 arbeitete sie als Regieassistentin am Schauspiel Leipzig. Seit 2002 ist sie als freie
Autorin tätig. Sie erhielt für ihre Stücke zahlreiche Preise, u.a. 2002 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker für ihr Stück "Autofahren in Deutschland". Seit Herbst 2006 ist
sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. [© Schauspiel Stuttgart]
www.schauspiel-stuttgart.de
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patriot act Projekt von Martin Baasch
Zur Inszenierung vom schauspielfrankfurt:
Premiere:
2. Dezember 06
Regie: Martin Baasch Bühne und Kostüme: Julia Plickat Technik: Johannes Richter
Darsteller: Theodore John Kaczynski:
Martin Butzke FBI- Spezialagenten: Sascha Maria Icks und Bert Tischendorf
Ein Abend über den
UNA-Bomber, Thoreau, Anarchismus und den Bau von Nagelbomben. Theodore Kaczynski hat einen IQ von 170 und seine selbstgebauten Paketbomben haben 3 Menschen getötet, 23 weitere schwer
verletzt. Im April 1995 wird er, der ehemalige Harvard-Absolvent, in den Wäldern von Montana verhaftet. Verwahrlost lebte er 20 Jahre in der Wildnis. Warum entschließt sich ein
Mathematik-Professor, erst Einsiedler und dann Terrorist zu werden? Und wer ist dieser Theodore Kaczynski überhaupt? Psychopath, Revolutionär oder Wissenschaftler, der zuviel wußte? [©
schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Peer Gynt Ein dramatisches Gedicht in 5 Akten
Von: Henrik Ibsen Uraufführung: 24. Februar 1876 (Kristiania)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 25. April 08
Inszenierung: Philip Tiedemann Bühne und Kostüme:
Etienne Pluss Musik: Henrik Kairies
Mit: Friederike Bellstedt, Franziska Hackl, Katja Hirsch, Tatjana Kastei, Andrea Quirbach; Lorenz Klee, Joachim Mäder, Thomas
Marx, Thomas Prazak, Michael Schlegelberger, Daniel Seniuk, Stefan Walz
„Nachdem du doch niemals du selbst gewesen - was hast du dagegen, dich aufzulösen?" (Der Knopfgießer, Peer Gynt)
Aus seiner kleinen, engen Existenz versteigt sich Peer in Phantasien von Wagemut und Größe. Aus einer Laune heraus raubt Peer die Tochter des reichsten Bauern von ihrer Hochzeit,
lässt sie dann aber gleich wieder stehen, weil er sich in das Mädchen Solveig verliebt. Er wird aus dem Dorf getrieben, muss fliehen und gerät dabei unter die Trolle, landet in einem Kairoer
Irrenhaus, wird in Amerika ein berühmter Reeder, Sklavenhändler und Pelztierjäger... Die ganze Welt durchirrend, findet er nur eines nicht: sich selbst. Als alter Mann in seine Heimat
zurückkehrend, erkennt Peer, dass er wie eine Zwiebel gewesen ist, die zwar viele Hüllen hat, aber keinen Kern.
Ibsens Drama um den willensschwachen Egoisten und Fantasten Peer Gynt,
der in seiner Lebensgier vieles anpackt, aber nichts vollendet, wird auch als „Faust des Nordens" bezeichnet.
Philip Tiedemann war nach ersten Inszenierungen am Wiener Burgtheater
drei Jahre lang Oberspielleiter am Berliner Ensemble, wo er Stücke von Brecht, Turrini, Bernhard, Heiner Müller u. a. inszenierte. In der Spielzeit 2006/07 hat er sich in Mainz mit
Inszenierungen von Webers „Oberon" und Künnekes „Der Vetter aus Dingsda" auch als Regisseur im Musiktheater vorgestellt. Er hat außerdem u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg,
am Theater in der Josefstadt, Wien, am Schauspielhaus Düsseldorf sowie am Schauspielhaus Graz gearbeitet. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt: Peer Gynt - Im Norwegerpulli ans Ende vom Ich Monolog frei nach Henrik Ibsen
Premiere:
17. November 06 (schmidtstrasse 12)
Regie:
Florian Fiedler Grundraum: Joep van Lieshout Ausstattung, Produktionsleitung: JUlia Plickat Licht: Norman Plathe
Regiehospitanz: Susanne Grünewald Ton, Beleuchtung, Technik: Marcel Heyde Technische Einrichtung: Matthias Rößler, Joachim Schröder Requisite: Uschi Trella
Mit: Aljoscha Stadelmann & Johanna Bantzer
Ibsens »dramatisches Gedicht« ist eine Mischung aus volkstümlichem Märchen, Abenteuerroman und materialistischer Gesellschaftskritik. Peer Gynt ist ein Aufschneider, ein Egoist, ein
Träumer und Versager. Als er in die Berge flüchtet, beginnt seine große Reise und Suche nach dem wirklichen Leben – und nach sich selbst. Für die Reihe One Night Shots! entwickeln Aljoscha
Stadelmann und Florian Fiedler aus Ibsens Vorlage eine One-Man-Show.
One Night Shots! sind anarchistische Kleinstprojekte in der schmidtstrasse12, die innerhalb einer Woche Probenzeit entstehen.
www.schauspielfrankfurt.de
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