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Theater Stückeinfos: K
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Kabale und Liebe Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Aufzügen
Von: Friedrich Schiller Uraufführung:
13. April 1784 (Frankfurt am Main)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 18. September 10
Inszenierung:
Jan Phillipp Gloger Bühne: Franziska Bornkamm Kostüme: Heide Kastler Musik: Matthias Mohr
Mit:
Ulrike Beerbaum, Verena Bukal, Johanna Paliatsou, Andrea Quirbach, Stefan Graf, Lukas Piolty, Gregor Trakis, Stefan Walz, André Willmund www.staatstheater-mainz.de
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Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe Schauspiel in fünf Akten Von: Heinrich von Kleist (1777-1811
Uraufführung: 17. März 1810 (Wien, Theater an der Wien)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt: (Kein großes historisches Ritterschauspiel)
Premiere: 4. November 12 (Schauspielhaus)
Regie: Philipp Preuss Bühne: Ramallah Aubrecht Kostüme: Katharina Tasch Musik:
Kornelius Heidebrecht Video: Konny Keller Dramaturgie: Alexandra Althoff
Besetzung:
Käthchen: Valery Tscheplanowa
Friedrich Wetter Graf vom Strahl: Nico Holonics
Musikalischer Leiter: Kornelius Heidebrecht
Chor: Andrea Ambros, Maximilian Atta, Susanne Beck, Florian
Däumling, Reinhard Ecker, Franz Erb, Wolfgang Gropp, Marion Hitter, Helga Höfert, Julia Jäger, Lusine Khachatryan, Shaghayegh Nayeri, Dietlinde Nermerich, Henner Rosenschon, Jörg Schäfer,
Clara-Elena Schmid, Hubert Schulz, Elisabeth Thielicke, Cosima Trittel, Emily Trittel, Josefina Trittel, Alexander Wedel
Besprechung auf kulturfreak.de
Das Käthchen von Heilbronn Schauspiel frankfurt
Friedrich Wetter Graf vom Strahl (Nico Holonics), Käthchen (Valery Tscheplanowa) mit Valery Tscheplanowa, Chor © Birgit Hupfeld
Käthchen, Tochter eines Heilbronner Waffenschmieds, hat im wahrsten Sinn des Wortes den Mann ihrer Träume gefunden, den Grafen Wetter vom Strahl. Ihre Liebe, im Traum
von Engeln vorausgesagt, ignoriert alles, was ihr im Weg steht – selbst die schroffe Zurückweisung des Grafen. Auch der Graf wird von Träumen heimgesucht. Ein Engel
verheißt ihm darin die Heirat mit einer Kaisertochter, die er in Kunigunde von Thurneck vermutet. Doch Käthchen hält weiter an ihrem Gefühl fest, bis sie bekommt, was sie will –
auf äußerst märchenhafte Weise. Preuss inszeniert Kleists Stück als Obsession Käthchens, die sich ein Happy End auf Kosten des Lebens erträumt, in einerauf zwei
Schauspieler und Chor konzentrierten Fassung. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
Zur Inszenierung des Schauspielhaus Zürich:
Premiere: 10. März 11 (Pfauen)
Regie/ Bühne:
Dušan David Pařízek Kostüme: Kamila Polívková Musik: Roman Zach Licht: Ginster Eheberg Dramaturgie: Roland Koberg
Besetzung: Käthchen:
Lilith Stangenberg Theobald Friedeborn, ihr Vater: Manfred Zapatka Friedrich Wetter, Graf vom Strahl: Frank Seppeler Gräfin Helena, seine Mutter:
Isabelle Menke Gottschalk, sein Knecht: Aurel Manthei Kunigunde von Thurneck: Patrick Güldenberg Burggraf von Freiburg/ Rheingraf vom Stein: Gábor Biedermann
Wie der Blitz schlägt der Graf Friedrich Wetter vom Strahl in Heinrich von Kleists Drama „Das Käthchen aus Heilbronn“ im Leben des Mädchens Käthchen ein, der Tochter eines
Heilbronner Waffenschmieds. Dušan David Pařízeks Inszenierung des Stücks, die am 10. März im Pfauen Premiere feiert, fällt in das 200. Todesjahr eines Dichters, dessen
Unruhe und Unbedingtheit uns ungebrochen beschäftigen. Für Pařízek ist „Das Käthchen aus Heilbronn“ nach der Theateradaption von Agota Kristofs „Gestern“ in der
vergangenen Spielzeit die zweite Regiearbeit am Schauspielhaus Zürich.
Die Rolle des Käthchens spielt Lilith Stangenberg, die von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt worden ist. Als Friedrich
Wetter vom Strahl wird Frank Seppeler, auch er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich, auftreten. Der bekannte deutsche Filmschauspieler Manfred Zapatka wird die Rolle
von Käthchens Vater übernehmen. [© Schauspielhaus Zürich]
www.schauspielhaus.ch
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt: Für Kinder ab 7 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
Von: Jens Gross, nach Heinrich von Kleist
Premiere: 16. November 08
Regie: Christiane J. Schneider Bühne: Adriane Westerbarkey Kostüme:
Judith Oswald Musik: Dietmar Wiesner, Markus Höller Licht: Frank Kaster Video: Adriane Westerbarkey, Anna Dischkow, Philipp Batereau
Kampfchoreographie: Annette Bauer Dramaturgie: Hans-Peter Frings, Raphael Kassner Regieassistenz: Kerstin Becker Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow
Kostümassistenz: Jessica Mairbichler Souffleuse: Christine Schneider Inspizienz: Joachim Möller Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Nicola Ramie' Ton: Philipp Batereau, Mathias Schmidt Maske: Verena Martin, Patricia Dietz, Anke Scharlach, Lutz Paschke, Bernhard Springer
Requisite: Stefan Markert, Melanie Schales Regiehospitanz: Andrea Feik Bühnenbildhospitanz: Katharina Hülse Kostümhospitanz: Amelie Stockinger
Besetzung:
Käthchen: Nadja Dankers Friedrich Wetter, Graf vom Strahl: Bert Tischendorf Cherubim: Felix von Manteuffel Kunigunde von Thurneck: Leslie Malton
Theobald Friedeborn: Andreas Haase Gottschalk: Michael Lucke Rheingraf vom Stein: Moritz Peters Eginhardt: Florian Stamm Bewohner des Waldes:
Aliaksandr Arynenka / Andreas Hilberger / Christof Fleischer / Daniel Werner / Lydia Reis / Zana Tonkovic
Besprechung auf kulturfreak.de
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Das Käthchen von Heilbronn schauspielfrankfurt Käthchen (Nadja Dankers) und Cherubim (Felix von Manteufel) Foto: Alexander Paul Englert
Manchmal sind Träume wirklicher als die Wirklichkeit. Ein schicksalhafter Traum ist es, in dem ein Engel dem fünfzehnjährigen Käthchen von Heilbronn den Grafen Wetter vom
Strahl als Geliebten verheißt – und das Mädchen ›wie einen Hund‹ seinem Angebeteten auf Schritt und Tritt folgen lässt. Auch dem Grafen erscheint im Fiebertraum ein Engel
und verkündet, er werde die Kaisertochter heiraten. Diese glaubt er in Kunigunde von Thurneck gefunden zu haben. Kunigunde jedoch entpuppt sich als intrigante und
besitzgierige Hexe. Sie erkennt in Käthchen die Rivalin und schreckt vor einem Mordversuch nicht zurück. Der Engel hat einiges zu tun, um die richtigen Beiden zusammen zu
bringen. Mit dieser kindgerechten Bearbeitung des märchenhaften Ritterschauspiels setzt das schauspielfrankfurt seinen Versuch fort, junge Zuschauer sinnlich an die großen
Stoffe der Weltliteratur heranzuführen. [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Kalender Boys Komödie
Von: Kay Kruppa | Frank Pinkus Uraufführung:
9. Juli 2010 (Bad Vilbel, Burgfestspiele Bad Vilbel)
Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:
Premiere: 9. Juli 2010 (Uraufführung)
Regie: Christian H. Voss Ausstattung: Haitger M. Böken Licht: Jan Langebartels Abendspielleitung: Cecilia Knodt
Besetzung:
Svenja:
Anna Eger Peter: Heinz Harth Siegfried: Thomas Kornack Uwe: Dennis Laubenthal Rudi: Cyrus Rahbar Silvio: Jens Wachholz
Achim: Jan Käfer
Besprechung auf kulturfreak.de
Kalender Boys Burgfestspiele Bad Vilbel v.l.n.r.: Siegfried (Thomas Kornack), Rudi (Cyrus Rahbar), Uwe (Dennis Laubenthal),
Silvio (Jens Wachholz), Achim (Jan Käfer), Peter (Heinz Harth) Foto: Eugen Sommer
Statt andere zu retten, müssen die Männer der freiwilligen Feuerwehr erst einmal sich selbst helfen. Zum zweiten Mal ist den wackeren Feuerwehrleuten die eigene
Fahrzeughalle abgebrannt. Zur Blamage kommt der finanzielle Ruin. Die Lösung: Sie entblättern sich für den gute Zweck...
Burgfestspiele 2010 www.kultur-bad-vilbel.de www.ff-badvilbel.de
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Kalender Girls Komödie (nach dem gleichnamigen Film von 2003)
Von: Tim Firth Uraufführung:
5. September 2008 (Chichester, Chichester Festival Theatre) Deutsch: Wolf Christian Schröder Deutschsprachige Erstaufführung:
28. November 2010 (Berlin, Theater am Kurfürstendamm)
Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm:
Premiere: 28. November 10
Wiederaufnahme: 13. September 11 (bis 15. Oktober 11)
Regie: Martin Woelffer Bühne: Anja Wegener Kostüm: Regina Schill
Mit:
Sabine Orléans, Marijam Agischewa, Brigitte Grothum, Manon Straché, Gaby Gasser, Sylvia Wintergrün, Nela Bartsch, Martina Mann, Matthias Zahlbaum und Tobias Schulze
Kalender Girls Theater am Kurfürstendamm, Berlin Beim Fotoshooting zum Kalender
V. l.: Sylvia Wintergrün, Manon Straché, Anne Kasprik und Marijam Agischewa Foto: Thomas Grünholz
Marmeladekochen, Handarbeiten, Chorsingen und Wohltätigsein – das sind die immer wiederkehrenden Aufgaben eines Landfrauenclubs, irgendwo im englischen Yorkshire.
Jenseits des Blickwinkels der strengen Vorsitzenden sind die Clubstatute jedoch nur eine Fassade, damit eine Gruppe ganz normaler Frauen in den mittleren Jahren sich treffen
und eine unorthodoxe Idee der Nächstenliebe aushecken kann: Annie (Marijam Agischewa) möchte ihrem Mann, der viel zu früh an Leukämie gestorben ist, auf ungewöhnliche
Weise ein Denkmal setzen und Geld für die Krebsstation sammeln. Sie schlägt ihren Freundinnen vor, für den alljährlichen Benefiz-Kalender die üblichen Heimatmotive durch die
Posen der Clubmitglieder bei ihren karikativen Tätigkeiten zu ersetzen, ganz natürlich, mit Falten und grauem Haaransatz, immer mit einem kleinen Kniff, aber gänzlich nackt! Ihre
beste Freundin Chris (Sabine Orléans) treibt das anfangs umstrittene Projekt „Pin-up-Granny“ auf allen Ebenen voran.
„Das ist jetzt nicht der Moment, prüde zu werden!“ wird Celia (Sylvia Wintergrün) ermutigt, ausgelost als „Miss September“ und als erstes Kalender Girl nackt vor die Kamera zu
treten. Das Ergebnis des Fotoshootings, ein wortwörtlicher Akt der Nächstenliebe, findet reißenden Absatz. Doch als der riesige Erfolg des Kalenders Freundschaften und Ehen
bedroht, müssen sich die Kalender Girls entscheiden ...
Die Geschichte der Kalender Girls
… beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Erkrankung ihres Ehemannes an Lymphkrebs brachte Angela Baker auf den Gedanken der Kalenderfotos, deren Erträge der
Leukämieforschung in Großbritannien zugute kommen sollten. 1999 erschien die erste Kalenderauflage mit diskret präsentierten Selbstenthüllungen englischer Landfrauen. Fast
zwei Millionen Pfund konnten an die Krebsforschung gespendet werden. 2003 wurde die Erfolgsstory mit Helen Mirren und Julie Waters in den Hauptrollen für das Kino verfilmt
und vom Publikum gefeiert. Seither ist die Geschichte auch für die Bühne verarbeitet worden. Das Theater am Kurfürstendamm zeigt die „Kalender Girls“ als deutschsprachige Erstaufführung.
Der Autor Tim Firth … wurde 1964 geboren und ist ein englischer Dramatiker, Drehbuchautor und Songtexter. Seine ersten Auftragsarbeiten waren „Heartlands“ für Chichester in der Regie von
Sam Mendes und „A Man of Letters“ für das Stephen Joseph Theatre, Scarborough. In Alan Ayckbourns Theater in Scarborough hatten auch „Neville’s Island“(1993) und „The
End of the Food Chain“ (1994) Premiere. Daneben begann Firth für das Fernsehen zu arbeiten. Der Film „Money for Nothing” wurde mit dem Writer’s Guild Award ausgezeichnet.
Zahlreiche Preise erhielt seine Serie „Preston Row“, u. a. den British Comedy Award. Eine seiner jüngsten Arbeiten ist das Madness-Musical „Our House“, das am Londoner
West End Premiere feierte und den Olivier Award als „Best New Musical“ gewann.
Der Regisseur Martin Woelffer gab 1990 anlässlich der Eröffnung des magazin-Theaters am Kurfürstendamm sein Regiedebüt mit Molières „Der Menschenfeind“. Es folgten viele weitere
Inszenierungen wie „Katzelmacher“ (Fassbinder), „Das kunstseidene Mädchen“ (Greiffenhagen/Keun), „Glückliche Zeiten“ (Ayckbourn), „Ein unmögliches Paar“ (Simon),
„Amphitryon“ (Kleist), „Bullets over Broadway“ (Allen), „Männer“ (Wittenbrink), „Klassentreffen“ (Chatten), die Uraufführungen von „Fabian – Geschichte eines Moralisten“
(Kästner), „Galanacht“ (Schneyder) „Veronika, der Lenz ist da – Die Comedian Harmonists“ sowie „Jetzt oder nie – Die Comedian Harmonists Teil 2“ (beide Greiffenhagen).
Zuletzt inszenierte er die Stücke „Oskar und die Dame in Rosa“ und „Glorious!“. Seit August 2004 leitet er die beiden Berliner Traditionsbühnen Theater und Komödie am Kurfürstendamm.
Die Darsteller
Chris und Annie – beste Freundinnen Sabine Orléans spielt die Rolle der resoluten Chris, beste Freundin von Annie, der es gelingt, die Kalender-Idee zu verwirklichen und die PRMaschinerie anzuwerfen. Sabine
Orléans war am Berliner Schillertheater engagiert, bis sie 1993 ans Wiener Burgtheater unter der Leitung von Claus Peymann wechselte. 1996 war sie bei den Salzburger
Festspielen, anschließend Ensemblemitglied u. a. am Schauspielhaus Bochum und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Einem breiteren Publikum wurde Sabine Orléans
spätestens 1999 als Taxi-Fahrerin Rose in Helmut Dietls „Late Show“ und als Pionierleiterin in Leander Haussmanns „Sonnenallee“ bekannt. Zuletzt war sie in dem arte-/ZDF
-Zweiteiler „Gier“ zu sehen sowie in „Zivilcourage“. Im Theater am Kurfürstendamm ist sie zum ersten Mal zu erleben.
Marijam Agischewa ist Annie, die Besonnene des starken Freundinnengespanns, die den Aktkalender mit Sonnenblumen vergleicht, den Lieblingsblumen ihres verstorbenen
Mannes: „Die letzte Phase ist immer die prächtigste.“ Marijam Agischewa wurde 1975 für eine Hauptrolle in Wolfgang Hübners Fernsehfilm „Geschwister“ entdeckt. Fünf Jahre
später wurde sie zur beliebtesten Schauspielerin der DDR gewählt und hat in rund 30 DDR-Filmen mitgewirkt. Dem gesamtdeutschen Publikum ist sie aus zahlreichen Filmen und
Fernsehproduktionen wie „Wolffs Revier“, „Traumschiff“ und „Tatort“ bekannt. Populär wurde sie mit ihren langjährigen Serienhauptrollen in „Dr. Sommerfeld – Neues vom
Bülowbogen“ und „Freunde fürs Leben“. Auch sie spielt zum ersten Mal am Theater am Kurfürstendamm.
Jessie, Ruth, Cora, Celia – vier weitere Ladies vom Frauenclub
Brigitte Grothum übernimmt die Rolle der Jessie, eine ehemalige Lehrerin mit Bodenhaftung und starken Abgängen. Brigitte Grothum wirkte in über 200 Fernsehproduktionen mit.
Dabei darf ihre Hauptrolle in der bekannten Vorabend-Fernsehserie „Drei Damen vom Grill", die sechzehn Jahre erfolgreich lief, natürlich nicht unerwähnt bleiben. Hauptrollen
spielte Brigitte Grothum auch in über zwanzig Kino-Filmen. 1987 inszenierte sie zum ersten Mal Hugo von Hofmannsthals „Jedermann". Inzwischen sind ihre JEDERMANN-
Festspiele, die seit dem Fall der Mauer alljährlich im Herbst im Berliner Dom stattfinden, zu einer festen Institution geworden, die auch viele Besucher aus ganz Deutschland in die
Hauptstadt zieht. Im Theater am Kurfürstendamm war sie zuletzt in der Produktion „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ zu sehen.
Manon Straché gibt die streberhafte, prüde Ruth, die jedoch mit plötzlichen Sinneswandeln überrascht. Als Ensemble-Mitglied der namhaften Kabaretts „Academixer“ und
„Leipziger Pfeffermühle“ wurde sie in den 80er Jahren weit über die damaligen Grenzen der DDR hinaus bekannt. Noch vor der Wende kam Manon Straché in den Westen.
Gleichzeitig begann ihre Fernseh-Karriere. Vier Jahre spielte sie in der „Lindenstraße“, bis sie vom Blumenladen in den Schreibpool von Deutschlands beliebtestem Hotel
wechselte. Die Rolle der Elfie Gerdes in „Girlfriends“ brachte Manon Straché nicht nur viel Zuneigung beim Publikum und eine eigene Serie mit dem Titel „Hotel Elfie“ sondern auch
den Telestar als beste Schauspielerin 1998. Seitdem ist sie aus unserer Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken und ist auch immer wieder auf Theaterbühnen zu erleben,
wie zum Beispiel in der Komödie am Kurfürstendamm in „Der letzte der feurigen Liebhaber“ an der Seite von Heinrich Schafmeister.
Cora, die musikalische in der Runde, stets etwas vorlaut, aber schnell bereit für das Juli-Kalenderblatt zu posieren, wird von Gaby Gasser dargestellt. Sie spielte an den
Kudamm-Bühnen mit unvergessenen Kollegen wie Carl-Heinz Schroth, O.E. Hasse, Rudolf Platte, Günter Pfitzmann und Harald Juhnke. Mit Wolfgang Spiers Inszenierung „Eine
gute Partie“ trat sie 488 Mal auf. Daneben drehte sie Serien wie „Die Wicherts von nebenan“ und „Der Alte“.
Sylvia Wintergrün ist in der Rolle der Celia zu erleben, die sich nur mit einigen kräftigen, hochprozentigen Schlucken zum Akt-Shooting durchringen kann. Die Berliner
Schauspielerin gehörte unter der Intendanz von Helmut Baumann zum Stammensemble des Theater des Westens, wo sie in zahlreichen Produktionen mitwirkte, u. a. in „My Fair
Lady“. Im Friedrichstadtpalast übernahm sie die Moderation bei der „Palastrevue“ und stand für zahlreiche Fernsehproduktionen wie „Tatort“ und „Großstadtträume“ vor der
Kamera. Sylvia Wintergrün stand auch schon für die Produktionen „Das Apartment“, „Mutter Gräbert macht Theater“ und im letzten Jahr in „Alles Astro“ auf den KudammBühnen.
In weiteren Rollen sind Nela Bartsch, Martina Mann, Matthias Zahlbaum und Tobias Schulze zu sehen. [© Theater am Kurfürstendamm, Berlin]
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de
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Kampf des Negers und der Hunde (Combat de nègre et de chiens)
Von: Bernard-Marie Koltès (1948 - 1989)
Zum Gastspiel der Berliner Volksbühne im schauspielfrankfurt:
Premiere: 27. Januar 07
Regie: Dimiter Gotscheff Bühne und Kostüme: Katrin Brack Musik:
Bert Wrede Dramaturgie: Andrea Koschwitz Licht: Henning Streck Regieassistenz: Paul-Georg Dittrich Souffleuse: Alexandra zu Stolberg Inspizienz:
Lisa Ahle Ton: Josef Rennert, Joachim Steffenhagen Maske: Patricia Dietz Requisite: Anette Mahnke, Helmut Stumvoll Technische Produktionsleitung:
Marco Fanke Technische Einrichtung: Andreas Rasche
Übernahme der Produktion der Volksbühne Berlin, Premiere war dort am 19. November 03
Besetzung:
Hörn: Wolfram Koch Alboury: Samuel Finzi Leone: Almut Zilcher Cal: Milan Peschel Chor:
Mitglieder der Statisterie
Ein schwarzer Arbeiter wird von einem weißen Ingenieur getötet. Alboury, der Bruder des Ermordeten, fordert hartnä¤ckig die
Herausgabe der Leiche. Ein einfaches Problem, das aber nicht mehr gelöst werden kann. Denn die Leiche ist längst entsorgt.
www.schauspielfrankfurt.de
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Der Kampfchor Galaktika singt: Das Beste aus Gewalt und Leidenschaft ~Ein Liederabend des schauspielfrankfurt:
Premiere:
5. Oktober 06 (schmidtstrasse 12)
Regie: Florian Fiedler Musikalische Leitung: Martin Engelbach, Marco Schmedtje Raum: Joep van Lieshout
Ausstattung, Produktionsleitung: Julia Plickat Licht: Matthias Rößler Dramaturgie: Marcel Luxinger Regieassistenz:
Dagmara Lutoslawska, Johann Kuithan Ton, Beleuchtung, Technik: Matthias Rößler, Joachim Schröder Technische Einrichtung: Steve Wagner Maske: Anke Scharlach
Requisite: Uschi Trella, Anja Becker Regiehospitanz: Daniel Franz Ausstattungshospitanz: Caroline Ströhle
Mit:
Susanne Böwe Nadja Dankers
Max Landgrebe Anne Müller Moritz Peters Marco Schmedtje
Mit dem Liederabend “Der Kampfchor Galaktika singt: Das Beste aus Gewalt und Leidenschaft” macht sich der Regisseur
Florian Fiedler auf die Suche nach dem Mut und der Hoffnung auf ein Zusammenleben in Friede, Freude... und "Eierkuchen" – dieser wäre hier aber nur ein Gebäck.
www.schauspielfrankfurt.de
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Kasimir und Karoline
Von: Ödön von Horváth Uraufführung:
18. November 1932 (Leipzig, Schauspielhaus)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt (Saison 2012/13):
Premiere: 2. Februar 13 (Schauspielhaus)
Regie: Christoph Mehler Bühne: Jochen Schmitt Kostüme: Lene Schwind Video: Konny Keller Dramaturgie: Claudia Lowin
Besetzung:
Kasimir: Viktor Tremmel Karoline: Sandra Gerling Rauch: Sascha Nathan Schürzinger: Isaak Dentler Der Merkl Franz: Oliver Kraushaar
Dem Merkl Franz seine Erna: Franziska Junge Elli: Marlene Hoffmann
Besprechung auf kulturfreak.de
Kasimir und Karoline Schauspiel Frankfurt
Schürzinger (Isaak Dentler), Rauch (Sascha Nathan), Elli (Marlene Hoffmann), Franz (Oliver Kraushaar), Erna (Franziska Junge), Kasimir (Viktor Tremmel), Karoline (Sandra Gerling)
© Birgit Hupfeld
Kasimir wurde gerade abgebaut. Seine Braut Karoline hat noch Arbeit. Schürzinger schwooft mit ihr los. Sein Chef, Kommerzienrat Rauch, hat da aber auch ein Interesse. Die
blutjunge Elli, besonders vergnügungssüchtig, würde dieses Interesse gern auf sich umlenken. Merkl Franz und seine Erna schimpfen aufs System und auf die Frauen, so dass
Kasimir nicht so ganz allein traurig sein muss. Und alle irren lärmend über das Oktoberfest und plärren nach einem Stück vom Glück. Christoph Mehler inszeniert Horváths
Volksstück als einen Rummelplatz der Gefühle, der sich unmerklich einem Totentanz annähert. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt (Saison 2008/09):
Premiere: 18. Dezember 08
Regie:
Simone Blattner Bühne: Alain Rappaport Kostüme: Sabin Fleck Musik: Christopher Brandt Video: Bert Zander Dramaturgie: Jens Groß
Darsteller: Roland Bayer, Susanne Buchenberger, Rainer Frank, Nicola Gründel, Christian Kuchenbuch, Joachim Nimtz, Julia Penner, Matthias Redlhammer, Sylvia Schwarz
»Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich – aber dann kehrt man zurück mit gebrochenen Flügeln und das Leben geht weiter, als wäre man nie dabei gewesen… «
Eigentlich wollte sie nur ein Eis essen. Und Achterbahn fahren. Sich halt »ein bisserl amüsieren« auf dem Münchner Oktoberfest. Doch Karoline hat Streit mit ihrem Verlobten
Kasimir. Der hat seine Stelle verloren und keine Lust auf Lärm und Trubel. Und dann zweifelt er auch noch an Karolines Liebe – jetzt, wo er arbeitslos ist. So gehen sie getrennte
Wege. Kasimir gerät an ein Ganovenpärchen, den Merkel Franz und seine Erna. Und Karoline stürzt sich in die Arme des Zuschneiders Schürzinger. Der hat wenigstens eine
Arbeit – und einen Chef, der ein amouröses Abenteuer sucht… Verloren irren die beiden durch Bierdunst, Schießbuden, Achterbahn und lärmende Abnormitäten und stehen am
Ende beide vor einem Scherbenhaufen.
Simone Blattner inszeniert Ödön von Horvàths Volksstück KASIMIR UND KAROLINE über die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise im ersten Drittel des vergangenen
Jahrhunderts. Die gebürtige Baselerin, die ihr Regie-Studium an der Otto-Falckenberg-Schule in München absolvierte und bei Dieter Dorn an den Münchener Kammerspielen und
am Münchener Residenztheater ihre ersten Erfahrungen als Regisseurin machte, ist in Frankfurt am Main keine Unbekannte. Seit 2001 inszeniert sie regelmäßig am
schauspielfrankfurt. Neben ihren bemerkenswerten (Ur-)Aufführungen etlicher Stücke von Martin Heckmanns ist sie den meisten Zuschauern aber sicherlich durch ihre
einprägsamen Inszenierungen von Friedrich Schillers DIE JUNGFRAU VON ORLEANS und Georges Feydeaus FLOH IM OHR in Erinnerung.
Diese Inszenierung von 2005 entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem absoluten Publikumsmagneten und ereichte innerhalb nur eines halben Jahres eine Zahl von 10 000
Besuchern. Nach Horváths Volksstück-Klassiker wird Simone Blattner im Februar 2009 Shakespeares OTHELLO auf die Große Bühne bringen.
www.schauspielfrankfurt.de
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Kaspar Häuser Meer
Von: Felicia Zeller Uraufführung:
20. Januar 2008 (Freiburg, Theater Freiburg)
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 9. September 11 (Wartburg)
Inszenierung: André Rößler Bühne und Kostüme: Simone Steinhorst Dramaturgie: Barbara Wendland
Besetzung:
Anika: Franziska Beyer
Barbara: Evelyn M. Faber Silvia: Doreen Nixdorf
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung des Freien Schauspiel Ensemble, Frankfurt:
Premiere: Oktober 2010
Wiederaufnahme: 13. & 15. Oktober 11
Regie Reinhard Hinzpeter Bühne Gerd Friedrich Licht Mirjam Lüdecke
Es spielen:
Naja Marie Domsel, Bettina Kaminski, Neda Rahmanian
Kaspar Häuser Meer Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt © FelixHolland
Drei Sozialarbeiterinnen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ort des Geschehens: das städtische Jugendamt. Täglich kämpfen die “Drei Damen vom Jugendamt” gegen
desolate Familienverhältnisse, emotional verrohte Eltern, "passionierte Stammelder" und realitätsferne Gesetze. Drei Frauen: engagiert, flexibel, voll guten Willens und heillos
überfordert. „Reinhard Hinzpeter hat diese schwarze Komödie als atemberaubende Sprachakrobatik mit körperlichem Einsatz inszeniert, als eindringlichen Appell.“ aus FRANKFURTER
ALLGEMEINE ZEITUNG „Es entsteht ein kurzweilig komischer Zustand, ein Taumel von beredter Ohnmacht. Wenn die Körper der Unglücksverwalterinnen weinen, zittern oder
krampfen, wird der Blick plötzlich frei auf die menschlichen Tragödien hinter den Aktendeckeln.“ journal frankfurt
www.freiesschauspiel.de
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Die Katze auf dem heißen Blechdach Cat on a Hot Tin Roof
Von: Tennessee Williams (26. März 1911 - 24. Februar 1983)
Uraufführung: 24. März 1955 (New York, Morosco Theatre) Deutsche Erstaufführung: 26. November 1955 (Düsseldorf, Schauspielhaus ) Verfilmungen:
- 1958 (mit Elizabeth Taylor und Paul Newman) - 1976 (mit Natalie Wood & Laurence Olivier) - 1985 (mit Jessica Lange & Tommy Leee Jones
Zur Inszenierung des Theater Trier:
Premiere: 11. Mai 13
Inszenierung: Werner Tritzschler
Bühne: Gerd Hoffmann / Arlette Schwanenberg Kostüme: Alexandra Bentele Dramaturgie: Peter Oppermann
Besetzung:
Margaret: Sabine Brandauer
Brick: Jan Brunhoeber Mae: Vanessa Daun Big Mama: Angelika Schmid Big Daddy: Manfred-Paul Hänig Reverend Tooker: Klaus-Michael Nix
Gooper: Christian Miedreich Doktor Baugh: Peter Singer Dixie und weitere Kinder: Statisterie des Theaters Trier
Die Katze auf dem heißen Blechdach Theater Trier Margaret (Sabine Brandauer) Foto: Marco Piecuch
Die Idylle scheint perfekt. Der steinreiche Großgrundbesitzer Big Daddy feiert seinen 65. Geburtstag und alle sind gekommen: seine beiden Söhne Brick und Gooper, deren
Ehefrauen Maggie und Mae, nicht zu vergessen die fünf Enkelkinder. Doch die Idylle entpuppt sich als Farce, als Nährboden für Verlogenheit, Selbsttäuschung und Habgier. Big
Daddy ist an Krebs erkrankt, glaubt sich aber bester Gesundheit. Sein Sohn Gooper, der von der Krankheit weiß, möchte mit seiner geldgierigen Frau Mae an das Erbe seines
Vaters und bringt dabei als Argument auch die Kinderlosigkeit seines Bruders ins Spiel. Er selbst kann mit einer zahlreichen Nachkommenschaft punkten. Big Daddy jedoch
möchte seinem Lieblingssohn Brick das Erbe übertragen. Brick aber hat kein Interesse daran. Vom einstigen Profisportler zum Alkoholiker mutiert, macht er vor allem seine
Ehefrau für den Tod seines besten Freundes Skipper verantwortlich, mit dem ihn eine homoerotische Beziehung verband. Brick verweigert Maggie jede körperliche Annäherung.
Doch Maggie kämpft um ihren bürgerlichen Traum vom Glück, von der Liebe und von Kindern.
DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH, uraufgeführt 1955, ist Tennessee Williams bekanntestes Drama, unter anderem auch durch die berühmte Hollywoodverfilmung mit
Elisabeth Taylor und Paul Newman. Williams beabsichtigte mit seinem Stück den Wahrheitsgehalt von Erlebnissen innerhalb einer Gruppe von Menschen darzustellen, "jenes
flackernde, umwölkte, schwer zu fassende - aber fieberhaft mit Spannung geladene - Zusammenspiel lebendiger Wesen in der Gewitterwolke einer gemeinsamen Krise." Die
Inszenierung des Dramas übernimmt Werner Tritzschler, dem Trierer Publikum bereits durch seine erfolgreiche Adaption des Bestsellerromans GUT GEGEN NORDWIND von
Daniel Glattauer bekannt. [© Theater Trier]
Weitere Vorstellungen: Die., 14.05., 20.00 Uhr | Fr., 17.05., 20.00 Uhr | Fr., 24.05., 20.00 Uhr | So., 26.05., 19.30 Uhr | So., 02.06., 16.00 Uhr (mit Kinderbetreuung) | Mi., 05.06., 20
.00 Uhr | Sa., 08.06., 19.30 Uhr | So., 16.06., 19.30 Uhr (zum letzten Mal)
www.theater-tier.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 5. April 12
Inszenierung:
Sarantos Zervoulakos Bühne: Raimund O. Voigt Kostüme: Geraldine Arnold Dramaturgie: David Schliesing
Besetzung:
Margaret:
Lisa Mies Brick: Bernd-Christian Althoff Big Daddy: Marcus Mislin Big Mama: Monika Dortschy Mae: Verena Bukal Gooper: Gregor Trakis
Reverend Tooker: Tibor Locher Doktor Baugh: Stefan Walz
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung des Theater Aachen:
Premiere: 10. März 12
Inszenierung:
Ludger Engels Bühne: Ric Schachtebeck Kostüme: Moritz Junge Musik: Malcolm Kemp Dramaturgie: Harald Wolff
Besetzung:
Brick: Benedikt Voellmy Maggie: Nadine Kiesewalter Big Daddy: Rainer Krause Big Mama: Elisabeth Ebeling
Mae: Emilia Rosa de Fries Gooper: Philipp Manuel Rothkopf Doktor: N.N. Referend: N.N.
Zugespitzte zwischenmenschliche Konflikte, in allen Schattierungen der Leidenschaften – eine Zerreißprobe für die Familie.
www.theateraachen.de
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 14. April 11
Regie: Bettina Bruinier Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Justina Klimczyk Musik: Torsten Kindermann / Oliver Siegel Video: Kerstin Polte
Dramaturgie: Andreas Erdmann
Besetzung:
Margaret: Franziska Junge Brick: Torben Kessler Gooper: Sascha Nathan Mae: Birte Schrein
Big Mama: Traute Hoess Big Daddy: Felix von Manteuffel Reverend Tooker: Alexander Beck Doktor Baugh: Wilfried Elste Gast: Thomas Prazak
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Katze auf dem heißen Blechdach Schauspiel Frankfurt
Mae (Birte Schrein), Doktor Baugh (Wilfried Elste), Gooper (Sascha Nathan), Kinderdarsteller © Birgit Hupfeld
Hausregisseurin Bettina Bruinier inszeniert die Ringkämpfe der emotionalen Schwergewichtsklasse auf der großen Bühne des Schauspiel Frankfurt.
Bettina Bruinier (Regie) Geboren 1975 in Wiesbaden. Sie ist seit der Spielzeit 2009 / 10 Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt. Nach dem Studium der Opern- und Schauspielregie an der
Bayerischen Theaterakademie August Everding inszenierte sie u.a. am Deutschen Theater Berlin, Staatsschauspiel Dresden und dem Volkstheater München. 2008 wurde
Bettina Bruinier auf dem vom Münchner Volkstheater veranstalteten Festival »radikal jung« für ihre Adaption von Juli Zehs Roman »Schilf« mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie bisher »Stadt aus Glas« von Paul Auster, »Deutschland. Ein Wintermärchen« von Heinrich Heine, »Romeo und Julia« von William
Shakespeare und Rainer Werner Fassbinders »Die Sehnsucht der Veronika Voss«.
Barbara Ehnes (Bühne) Studierte Freie Kunst und Bühnenbild bei Wilfried Minks und Marina Abramovic an der HfbK Hamburg und in Amsterdam sowie Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg.
Seit 1995 entwirft sie Bühnenbilder u.a. für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, die Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus Zürich, Volksbühne Berlin, Thalia Theater
Hamburg, Burgtheater Wien, Muziektheater Amsterdam, Salzburger Festspiele und Staatsoper Berlin. Seit 2000 arbeitet sie regelmäßig mit dem Regisseur Stefan Pucher (u. a.
»Othello«, »Sturm«) und entwirft auch Bühnenbilder für Jossi Wieler / Sergio Morabito (u. a. »Mozart / da Ponte Zyklus«, »Rusalka«, »Un Ballo in maschera«), Stefan Bachmann
(u. a. »Jeff Koons«, »Der seidene Schuh«), Lars-Ole Walburg, Calixto Bieito, Schorsch Kamerun und die Choreografin Meg Stuart (»Replacement«). In den letzten Jahren
entstanden eigene inszenierte Installationen (u.a. »Transgelinler«, Wiener Festwochen / HAU Berlin).
In der Zeit der Intendanz Frank Baumbauers (2001 bis 2009) gehörte sie zum künstlerischen Leitungsteam der Münchner Kammerspiele. 2005 erhielt sie den deutschen
Bühnenpreis »Opus«. Ab dem Sommersemester 2011 ist sie Professorin für Bühnenbild an der HfbK Dresden.
Justina Klimczyk (Kostüme) Geboren 1973 in Polen. Nach ihrem Bühnen- und Kostümbildstudium bei Prof. Jürgen Rose in Stuttgart war sie feste Assistentin zunächst am Schauspiel Stuttgart und
anschließend am Thalia Theater in Hamburg. Dort realisierte sie bereits eigene Arbeiten, u.a. für Martin Kušej, für den sie auch am Nationaltheater in Ljubljana als Kostümbildnerin
tätig war. Seit 2003 arbeitet sie als freie Kostüm- und Bühnenbildnerin u.a. an der Komischen Oper in Berlin, am Bochumer Schauspielhaus, am Volkstheater in München und
demnächst an der Stuttgarter Oper und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Am Schauspiel Frankfurt entwarf sie für »Stadt aus Glas« und »Die Sehnsucht der Veronika Voss« die Kostüme.
Kerstin Polte (Video) Absolvierte die Filmklasse der Zürcher Hochschule der Künste. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Filmregisseurin in Berlin und Zürich. Sie entwickelt und realisiert Spiel-,
Dokumentar-, Theaterund Werbefilme. Mit ihren Arbeiten war sie bei vielen renommierten Filmfestivals zu Gast. Zur Zeit arbeitet Kerstin Polte an ihrem Kinodebüt. Am Schauspiel
Frankfurt erstellte sie bereits für »Stadt aus Glas«, »Romeo und Julia« und »Clavigo« das Video.
Torsten Kindermann (Musik) Studierte Saxophon und Gesang an der Akademie für Bildende Künste in Arnheim. Er wurde als Mitglied der Ska-Formation »Alpha Boy School« bekannt. Als Sänger tritt er mit
der Swing-Formation »Downtown Orchestra« auf. Im Schauspielhaus Bochum stand er bereits in den Stücken »Die Au-Schau« und »A Tribute to Johnny Cash« auf der Bühne.
Oliver Siegel (Musik) Studierte Jazzpiano an der Musikfakultät der Akademie für Bildende Künste in Arnheim. Als freiberuflicher Musiker und Produzent war er seit 1992 an zahlreichen CD
-Veröffentlichungen und Aufführungen in Deutschland und dem europäischen Ausland beteiligt. Er ist festes Mitglied einiger Ensembles im Bereich Avantgarde / Zeitgenössische
Musik und komponierte mehrere Bühnenmusiken. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
Zur Inszenierung des Nationaltheater Mannheim:
Premiere: 5. Februar 11
Inszenierung:
Nina Gühlstorff Bühne: Markus Karner Kostüme: Marouscha Levy Dramaturgie: Jan-Philipp Possmann
Mit
Almut Henkel, Luisa Stachowiak, Dascha Trautwein; Reinhard Mahlberg, Werner Matthiessen-Banek, Peter Pearce, Taner Sahintürk, Matthias Thömmes und anderen
www.nationaltheater-mannheim.de
Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:
Premiere: 1. September 07 Spielzeit bis:
28. Oktober 07
Director / Regie: Jonatan Fox Set Designer / Bühne: Neil Prince Costume Designer / Kostüme: Herbert Ehrhardt
Lighting Designer / Licht: Brenda M. Veltrie Sound Designer / Ton: David Gumpper NYC Stage Manager: Pamela Edington
Besetzung (in alphabetischer Reihenfolge):
Big Mama: Peggy Cosgrave Brick: Quincy Dunn-Baker Preacher: James Morgan Doctor: Philip Lewis Gooper: Jay Russell Maggie:
Amy Lynn Stewart Big Daddy: John Robert Tillotson Mae: Jessica Wortham
INHALT:
Brick, ein junger Mann um die 30, hat sich widerwillig von seiner Frau Maggie dazu überreden lassen, zum Geburtstag seines Vaters nach Hause zu fahren. Sein Vater „Big
Daddy", das Oberhaupt der Familie, ist jedoch vorerst aufgrund chronischer gesundheitlicher Probleme noch im Krankenhaus. Am nächsten Tag kehrt Big Daddy nach Hause
zurück. Die Ärzte bescheinigten ihm beste Gesundheit. Er wird am Flughafen von seinem zweiten Sohn Gooper, dessen Frau und Kindern und von Maggie abgeholt. Brick,
inzwischen mit Gips und Krücken, wollte nicht mitkommen. Sie fahren zum Gutshaus, wo die Geburtstagsfeierlichkeiten vorbereitet sind. Brick ist auf seinem Zimmer und trinkt. Er
will weder von seinem Vater noch von seiner Frau etwas wissen, will nicht zur Feier in den Garten gehen, geschweige denn seinem Vater das von Maggie gekaufte Geschenk
überreichen. Bricks Frau Maggie wie auch der andere Sohn Gooper und seine Frau Mae sind jedoch nicht ganz uneigennützig zur Feier gekommen: im Zweifel über den
gesundheitlichen Zustand des Vaters trachten sie danach, die riesigen Ländereien von Big Daddy übernehmen zu können. Nur Brick hat daran nicht das geringste Interesse. Er
ist nach dem Tod seines Freundes Skipper ein Trinker geworden, verschwiegen und resigniert. Er wirft sich insgeheim vor, seinem Freund in einer schweren Situation nicht
geholfen zu haben und an seinem Tod schuld zu sein. Seiner Frau hält er vor, ihn in dieser Situation mit Skipper betrogen zu haben. Seinem Vater gegenüber empfindet er
ebenfalls keine Zuneigung, weil dieser nur Interesse für Geld und seine Ländereien habe. Maggie, die Brick liebt und von ihm ein Kind will, leidet zwar unter Bricks Abneigung, ja seinem Hass ihr gegenüber, will aber um ihn kämpfen.
Aufgrund der Zensur wurde der Aspekt der Homosexualität aus der literarischen Vorlage nach Tennessee Williams völlig außer Acht gelassen, weshalb der Autor seinen Lesern abriet den Film zu sehen.
DER AUTOR: Tennessee Williams (* 26. März 1911 in Columbus, Bundesstaat Mississippi; t 25. Februar 1983 in New York City; eigentlich Thomas Lanier Williams war ein US-amerikanischer
Schriftsteller. Den Spitznamen „Tennessee" erhielt er von Collegefreunden an der University of Missouri, weil sein Vater im Bundesstaat Tennessee geboren wurde.
Tennessee Williams wuchs in Columbus/Mississippi auf. Von 1929 bis 1932 studierte er Publizistik und Theaterwissenschaften an der Columbia University (Missouri); nach
Abbruch des Studiums jobbte er als Arbeiter in einer Schuhfabrik. In New York besuchte er die Kurse von Erwin Piscator (deutscher Regisseur und Theatererneuerer,
Impulsgeber des Epischen Theaters und einer der bedeutendsten Vertreter des politischen Theaters.) für junge Dramatiker. Bevor Williams 1944 mit The Glass Menagerie seinen ersten Bühnenerfolg feiern konnte, wurde das Script für dieses Stück während eines kurzen, erfolglosen Gastspiels in Hollywood abgelehnt. Seine schwierigen
Familienverhältnisse finden teilweise Widerhall in seinem schriftstellerischen Werk. Sein Vater, Cornelius Williams, ein Handelsreisender für Schuhe, schlug seine Kinder. Die
Mutter, Edwina Williams, stammte aus einer vormals wohlhabenden Südstaatenfamilie.
Die Figuren in Tennessee Williams' Schauspielen werden oft vor seinem Familienhintergrund gesehen. Auch die Hauptfigur in Cat on A Hot Tm Roof, Brick Pollitt, weist starke autobiographische Züge auf. Vor allem war Williams jedoch ein Autor des Südens der USA. New Orleans, das Delta des Mississippi und die Küste des Golfs von Mexiko sind
Schauplätze seiner Stücke. Und so diente neben den autobiographischen Bezügen vor allem das Bild der puritanisch-bürgerlichen Südstaatengesellschaft als Vorlage
zahlreicher seiner Theaterstücke. Kritiker rechnen Williams' Stil der Südstaatengothik zu.
Tennessee Williams erstickte am 24. Februar 1983 im Alter von 71 Jahren in seiner New Yorker City-Residenz im Hotel Elysee an einem Flaschenverschluss, wie er für
Nasensprays benutzt werden. Der untersuchende Rechtsmediziner ging von einem natürlichen Tod aus, andere (u. a. sein Bruder Dakin Williams) nehmen an, er sei ermordet
worden. Beerdigt wurde er in St. Louis. [Q, & © English Theatre Frankfurt]
THEATERSTÜCKE - AUSZÜGE:
1944 - The Glass Menagerie (Die Glasmenagerie. Ein Spiel der Erinnerung) 1947 - A Streetcar Named Desire (Endstation Sehnsucht) 1950 - The Rose Tattoo (Die tätowierte Rose)
1955 - Cat On a Hot Tin Roof (Die Katze auf dem heißen Blechdach) 1961 - The Night of the Iguana (Die Nacht des Leguan)
www.english-theatre.de
Das Stück war in dieser Inszenierung am 31. Oktober 07 auch am Theater Basel zu sehen.
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Katzelmacher
Von: Rainer Werner Fassbinder Uraufführung: 7. April 1968 (München, Action-Theater)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 29. November 12 (Deck 3)
Inszenierung:
Hakan Savaş Mican Bühne und Kostüme: Sylvia Rieger Dramaturgie: Barbara Stößel
Besetzung:
Helga: Ulrike Beerbaum Elisabeth:
Verena Bukal Marie: Johanna Paliatsou Peter: Felix Mühlen Erich: Aram Tafreshian Paul: Tilman Rose Mehret/Rosy: Mehmet Yilmaz
„Gastarbeiter“ oder „Bürger mit Migrationshintergrund“? „Katzelmacher“ oder „Kopftuchmädchen“? Was liegt dazwischen? Verändert, was wir sagen, das, was wir meinen?
Als Fassbinder 1968 sein Stück schrieb, waren die ersten Ausländer noch neu im Wirtschaftswunder-Deutschland. „Katzelmacher“ zeigt, wie einer von ihnen – der junge Grieche Jorgos –
für eine Gruppe junger Leute zum Objekt exotischer Verlockungen und zur Zielscheibe latenter Gewaltbereitschaft wird. An ihm entzünden sich unerfüllte Sehnsüchte und ein Hass, der in der
Unfähigkeit wurzelt, das eigene Leben zu gestalten. An ihm wird abreagiert, worunter man leidet – weil er anders ist.
Mechanismen, denen Fassbinder in einer noch weitgehend
geschlossenen Gesellschaft nachspürt, sind in Zeiten vermeintlich längst erreichten Multikulturalismus’ und politisch korrekter Sprachungetüme schwerer zu greifen. Aber welche Art von
Ausländerfeindlichkeit lauert hinter „Inklusion“, „Diversity“ und hitzig geführten Integrationsdebatten? Hakan Savaş Mican, deutschtürkischer Filmemacher, Theaterautor und -regisseur,
nimmt Fassbinders Stoff zum Ausgangspunkt, um jenseits von Floskeln Wandlungen im Migrationsprozess auszuloten. Sein „Fremder“ ist nicht mehr der sprachlose Gastarbeiter, sondern ein
wohlintegrierter Akademiker (oder Yogalehrer). Aber ist er deshalb schon ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft, in der er sich bewegt, oder „nur“ Aushängeschild der gerne gesehenen
Vielfalt in der kulturellen Landschaft? Und wo liegt der Punkt, an dem er womöglich wieder zum „Fremden“ wird?
Hakan Savaş Mican, 1978 in Berlin geboren, aufgewachsen in der Türkei, schreibt Stücke und führt Regie bei Film und Theater. Am Ballhaus Naunynstraße inszenierte er „Schnee“ nach Orhan Pamuk. Am
Staatstheater Mainz arbeitet er zum ersten Mal. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice) Komödie in 5 Akten
Von:
William Shakespeare Entstanden: ca. 1596/97
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 14. Januar 12
Regie:
Barrie Kosky Bühne und Lichtdesign: Klaus Grünberg Kostüme: Klaus Bruns Musik: Contrast Quartet Dramaturgie: Susanna Goldberg
Übersetzungen ins Jiddische: Michael Felsenbaum Beleuchtung: Johan Delaere
Besetzung:
Antonio, der Kaufmann von Venedig: Michael Goldberg
Bassanio, sein Freund: Christoph Pütthoff Shylock, ein Jude: Wolfgang Michael Tubal, sein Freund: Michael Benthin Jessica, Shylocks Tochter:
Henrike Johanna Jörissen Lorenzo, Jessicas Liebhaber: Viktor Tremmel Lanzelot Gobbo, Shylocks Diener: Nils Kahnwald Das Gericht: Viktor Tremmel
Martin Luther: Peter Schröder Sophie, geboren in Vitebsk, lebt in Brooklyn: Barbara Spitz Männer:
Gianfranco Gariano, Marcus Hosch, Sven Rausch, Jan Schrödter, Nikolaos Tsakmakis, Burak Uzuncimen
Contrast Quartet: Yuriy Sych (Piano), Tim Roth (Bass), Martin Standtke (Drums)
Besprechung auf kulturfreak.de
Der Kaufmann von Venedig Schauspiel Frankfurt Lanzelot (links: Nils Kahnwald), Bassanio (mitte: Christoph Pütthoff), Statisten
© Birgit Hupfeld
Bassanio, ein junger Venezianer, will eine reiche Braut werben, doch dafür braucht er Geld. Sein Freund Antonio, dessen Geld gebunden ist in riskanten Transaktionen, soll ihm
welches borgen. Antonio liebt Bassanio, darum leiht er sich das Geld bei seinem ärgsten Feind: dem Juden Shylock. Der aber will sich an Antonio rächen und setzt einen Vertrag
auf, der es in sich hat. Der gefeierte Opern- und Schauspielregisseur Barrie Kosky wird sich mit den Lesarten des Stücks und mit der christlich-jüdischen Geschichte in Europa
auseinandersetzen. Es ist seine erste Inszenierung am Schauspiel Frankfurt.
Barrie Kosky (Regie) Geboren in Melbourne, Australien. Er studierte Klavier und Musikgeschichte. Von 1990 bis 1997 war er künstlerischer Leiter der Gilgul Theatre Company. 1996 übernahm er
außerdem die künstlerische Leitung des Adelaide Festivals. Von 2001 bis 2006 war er Intendant des Schauspielhauses Wien. Er arbeitet vornehmlich als Opernregisseur unter
anderem bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik, an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Oper Bremen, am Aalto-Theater Essen, der Staatsoper Hannover, der
Bayrischen Staatsoper, der English National Opera sowie am Deutschen Theater Berlin, dem Edinburgh International Festival und dem Sydney International Festival. An der Oper
Frankfurt hat er kürzlich »Dido und Aeneas« und »Herzog Blaubarts Burg« inszeniert. Ab der Spielzeit 2012/13 wird er die Intendanz der Komischen Oper Berlin übernehmen.
Klaus Grünberg (Bühne) Gebürtig aus Hamburg, studierte Klaus Grünberg Bühnenbild bei Erich Wonder in Wien und arbeitet seitdem als freier Bühnenbildner und Lichtdesigner an Theatern und
Opernhäusern in Europa sowie in Kuwait und Buenos Aires – unter anderen mit den Regisseuren Tatjana Gürbaca, Barrie Kosky, Sebastian Baumgarten, André Wilms, Thilo
Reinhardt, Antoine Gindt und Christof Nel. Mit Barrie Kosky erarbeitete er u.a. Inszenierungen von »L'Orfeo« an der Berliner Staatsoper, »Die Hochzeit des Figaro«, »Iphigenie
auf Tauris« und »Kiss me, Kate« an der Komischen Oper Berlin, »Lohengrin« an der Wiener Staatsoper und »Der Fliegende Holländer« sowie »Tristan und Isolde« am Aalto
Theater Essen. Regelmäßig arbeitet Klaus Grünberg auch mit dem Komponisten und Regisseur Heiner Goebbels zusammen. 1999 eröffnete er in Hamburg das MOMOLMA (Museum of More or Less Modern Art).
Klaus Bruns (Kostüm) Geboren 1962, studierte Klaus Bruns zunächst Bühnenbild und Kostümentwurf am Mozarteum in Salzburg. Seit 1988 arbeitet er als Kostümbildner an vielen bedeutenden Opern-
und Schauspielhäusern u.a. in Turin, Hamburg, Frankfurt, Berlin, Antwerpen, Amsterdam, Wien, München, Zürich, Düsseldorf, Köln und Stuttgart mit Regisseuren wie Barrie
Kosky, Götz Friedrich, Guy Joosten, Michael Schulz und Michael Talke, Niklaus Helbling, Anna Badora und Karin Henkel.
Contrast Quartet (Musik) Eine der wohl bemerkenswertesten jungen Jazzformationen aus Frankfurt ist das 2006 um den ukrainischen Pianisten Yuriy Sych gegründete Contrast Quartet. Das eigentlich
aus nur drei Musikern bestehende Ensemble wird durch einen wechselnden Solisten zum Quartett vervollständigt und spielt ausschließlich Eigenkompositionen oder
Bearbeitungen ausgewählter Werke. Das Besondere an den Arrangements ist ihre komplexe Melodieführung und rhythmische Vertracktheit. Die Stücke sind dennoch stets
transparent und niemals konstruiert. Die Musik des Contrast Quartet ist Modern Jazz mit Einflüssen etwa aus der ukrainischen Folklore oder der Popmusik. Das Contrast Quartet
bekam 2008 das 18. Arbeits-Jazzstipendium der Stadt Frankfurt. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Kein Schiff wird kommen
Von: Nis-Momme Stockmann
Werkauftrag des tt-Stückemarktes 2009 und des Schauspiel Stuttgart Uraufführung: 19. Februar 2010 (Schauspiel Stuttgart)
Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart:
Premiere: 19. Februar 10 (Uraufführung; Depot)
Regie:
Annette Pullen Bühne und Kostüme: Iris Kraft Dramaturgie: Kekke Schmidt
Mit: Matthias Kelle, Lisa Wildmann und Jens Winterstein
Ein junger Autor hat
den Auftrag, ein Stück über die Wende zu schreiben. Aber er war ein Kind, als die Mauer fiel, und wuchs fern von Berlin auf: auf der Nordseeinsel Föhr. Kein innerer Bezug verbindet ihn mit
dem Thema, außer der an ihn gestellten Forderung von Dramaturgen, Intendanten und Lektoren, dass sein Stück "welthaltig" und "nachhaltig" zu sein habe. Nun erhofft er sich
Aufschluss von seinem Vater, den er auf der heimatlichen Insel aufsucht. Mit diesem begibt er sich in Gespräche über die damalige Zeit, die er als Material aufzeichnet, ohne recht davon
überzeugt zu sein. Dabei stößt er allerdings auf verschüttete Erinnerungen an seine Mutter, die ihn weit mehr in Bann ziehen als das offizielle Geschehen der Zeit. Die Geschichte vom
jungen Mann, der ein politisches Drama sucht und eine Familientragödie findet, schrieb der 28jährige Nis-Momme Stockmann im Auftrag des Theatertreffen-Stückemarktes 2009 und des Schauspiel
Stuttgart. Neben diesem Preis erhielt er auch Jury- und Publikumspreis beim Heidelberger Stückemarkt für sein Drama "Der Mann, der die Welt aß", das im Dezember 2009 in Heidelberg
uraufgeführt wird. Außerdem ist Nis-Momme Stockmann für drei Jahre Hausautor am Schauspiel Frankfurt. Die 1974 geborene Regisseurin Annette Pullen, die in der vergangenen Spielzeit Dea
Lohers "Fremdes Haus" am SCHAUSPIEL STUTTGART inszeniert hat, arbeitet u.a. am Thalia Theater Hamburg, Theater Magdeburg, Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Essen und dem Deutschen
Theater Berlin. [© Schauspiel Stuttgart]
www.staatstheater.stuttgart.de/schauspiel
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KEINOHRHASEN Komödie nach dem gleichnamigen Erfolgsfilm von Til Schweiger
Drehbuch: Til Schweiger und Anika Decker
- Bühnenfassung von Gunnar Dreßler
Zur Inszenierung des Theater Trier:
Premiere: 7. Januar 12
Trierer Regiefassung:
Michael Ophelders Inszenierung: Michael Ophelders Bühne: Sabine Mann Kostüme: Carola Vollath Dramaturgie: Peter Oppermann
Besetzung:
Ludo: Tim Olrik Stöneberg Anna: Alina Wolff Moritz / Anwalt / Pförtner /Arzt / Sacha / Justus: Christian Miedreich
Miriam / Kellnerin / Danielle / Yvonne Catterfeld / Nina: Vanessa Daun Lilli / Angestellte / Richterin / Cheyenne-Blue / Schwester / Sissi / Daniela Berg: Barbara Ullmann
Clown Bello / Jürgen Vogel / Michi / Chefredakteur / Klitschko / Torsten Lollo: Manfred-Paul Hänig
KEINOHRHASEN Theater Trier Tim Olrik Stöneberg und Alina Wolff Foto: Marco Piecuch
Endlich als Theaterfassung in Trier: KEINOHRHASEN Der Reporter Ludo ist ständig auf der Jagd nach Stars, Sternchen und aktuellsten Sensationen. Dafür überschreitet er gern auch die Grenzen der Privatsphäre. Eines Tages
jedoch übertreibt er es mit seiner Jagd nach sensationellen Storys. Er landet für seine Waghalsigkeit vor Gericht und wird zu Sozialstunden in einer Kindertagesstätte verdonnert
. Dort trifft Ludo auf eine alte Bekannte: Anna, Leiterin der Kita, kennt Ludo aus Kindertagen und beschließt, sich für dessen jahrelangen Spott, unter dem sie als Kind zu leiden
hatte, zu rächen. Für Ludo, den bekennenden Macho, beginnt eine schwere Zeit. Doch dann entwickeln sich die Dinge anders als erwartet: Er beginnt, sich für die Arbeit im
Kindergarten einzusetzen. Aus Feindschaft wird Freundschaft - und am Ende sogar Liebe!
KEINOHRHASEN von Til Schweiger war der erfolgreichste Kinofilm in 2007 und erhielt zahlreiche Preise, darunter den „Bambi“ und den deutschen Comedypreis in der Kategorie
„Beste Kino-Komödie“. Das turbulente Drehbuch wurde von Gunnar Dreßler für die Bühne bearbeitet und entwickelte sich in Berlin zur umjubelten Kult-Aufführung.
Die Trierer Neuinszenierung übernimmt Michael Ophelders und stellt sich seinem Publikum somit bereits zum zweiten Mal als Regisseur vor. Tim Olrik Stöneberg spielt die Rolle
des Ludo; Alina Wolff steht als neues Ensemblemitglied auf der Bühne und schlüpft in die Figur der Anna. In über 24 Rollen wirken vier weitere beliebte Mitglieder des
Schauspiels mit und stellen ihre große Wandlungsfähigkeit unter Beweis. [© Theater Trier]
Weitere Vorstellungen: Mi., 11.01., 20.00 Uhr | Di., 17.01., 20.00 Uhr | Fr., 20.01., 20.00 Uhr | So., 29.01., 16.00 Uhr | Sa., 04.02., 19.30 Uhr | Fr., 17.02., 20.00 Uhr | Sa., 18.02.19
.30 Uhr (im Anschluss KEINOHRHASENPARTY mit Harry Hut im Foyer (-24.00 Uhr)) | Di., 21.02., 20.00 Uhr | Sa., 25.02., 19.30 Uhr | So., 11.03.2012, 19.30 Uhr, Großes Haus (zum letzten Mal)
www.theater-trier.de
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Kiebich und Dutz Familienstück
Von: Friedrich Karl Waechter Uraufführung:
14. Februar 1979 (Frankfurt/M, Schauspiel Frankfurt)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt in der Saison 2012/13:
Premiere: 9. März 13
Regie: Lily Sykes Ausstattung: Nele Wangorsch Musik: Olaf Pyras Licht: Ellen Jaeger Dramaturgie: Henrieke Beuthner
Besetzung:
Kiebich:
Isaak Dentler Dutz: Sascha Nathan Durchblicker: Olaf Pyras Kopfloser Kiebich / Nikel: Ljiljana Mihajlovic / Simona Piroddi
Besprechung auf kulturfreak.de
In einem kleinen Kasten lebt
Kiebich ganz allein. Weil er seinen Kasten noch nie verlassen hat, vertieft er sich in die spannenden Geschichten aus seinen Büchern, wo tapfere Helden grausame Monster besiegen. Als
plötzlich Dutz in sein Leben purzelt, wird sein Ehrgeiz geweckt, zusammen mit ihm die Welt zu entdecken. Doch Dutz ist ängstlich und fürchtet sich vor den Bösewichten, die da draußen lauern
könnten. Eines Tages nimmt Kiebich seinen ganzen Mut zusammen und macht sich ohne Dutz auf den Weg, um endlich selbst Abenteuer zu erleben, Monstern zu begegnen und seine Tapferkeit zu
beweisen. Aber schon bald stellt er fest, dass ihm ohne seinen Freund Dutz etwas fehlt. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt in der Saison 1978/1979:
Premiere: 14. Februar 79 (Uraufführung)
Regie: Friedrich Karl Waechter und Brigitte Landes Bühnenbild: Michael Peter Kostüme: Christiane Marx Musik: Heiner Goebbels
Besetzung:
Kiebich: Michael Altmann Dutz: Heinz Kraehkamp Dr. Potter / Durchblicker: Hannes Granzer
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the killer in me is the killer in you my love
Von: Andri Beyerler Aus dem Schweizerdeutschen von:
Martin Frank und Juliane Schwerdtner Uraufführung: 21. September 2002 (Hamburg, ThaliaTheater) Schweizer Erstaufführung: 8. Mai 2003 (Basel, raum33)
Österreichische Erstaufführung: 6. Juni 2007 (Salzburg, Schauspielhaus)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt Jugendclubs:
Premiere: 20. Februar 11
Regie:
Gabriel von Zadow Coaching: Martina Droste Bühne: Friederike Meisel Kostüme: Dorothee Joisten Veranstaltungstechnik:
Matthias Paul (Leitung), David Geyer, Jessica Krger, Fabian Liewig, Fabian Wilhelm
Mit:
Verena Jockel, Ann Tatjana Krämer; Florian Friedrich, Carl Gruhn, Dilem Kangalli, Julian-Nico Tzschentke
Besprechung auf kulturfreak.de
the killer in me is the killer in you my love Eine Produktion des Jugendclubs des Schauspiel Frankfurt © Edi Szekely
Es beginnt als harmlose Geschichte von fünf jungen Leuten, die einen Sommer im Schwimmbad verbringen. Doch in den knappen Szenen und rasanten Monologen öffnet sich
der Blick für die Sehnsucht nach Beachtung und die Angst vor Verurteilung. Am Ende des Sommers ist niemand mehr der, der er war. Mitglieder des Jugendclubs erforschen
das Innenleben der Figuren, die sie fast selbst sein könnten, aber eben doch nicht sind, mit Empathie, Humor und Distanz.
Regieteam
Gabriel von Zadow (Regie) Geboren 1979 in Berlin. Er studierte zunächst Kunst auf Lehramt und realisierte währenddessen verschiedene Filmprojekte. Im Rahmen des Ausbildungsprogramms der
Studiobühne Köln entstehen erste Arbeiten für das Theater. 2004 entwickelt er zwei Einakter, die auf der 4. Kölner Theaternacht gezeigt werden, und wird daraufhin für das
Sprungbrettprogramm »Frischlinge« ausgewählt. Seit 2007 studiert er Schauspielregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Während des
Studiums entstehen Projekte für die Heidelberger Autorentage (»Das Zwinkerspiel«), das Thalia Theater Hamburg (»How To Become A President«), das Gallustheater Frankfurt
(»Die Räuber«), das Frankfurt LAB (»Mercier und Camier«) und die Heidelberger Schlossfestspiele (»Verliebte und Verrückte«). Ab der Spielzeit 2010 /11 ist Gabriel von Zadow
als Regieassistent Ensemblemitglied im STUDIO am Schauspiel Frankfurt und inszenierte hier zuletzt die erste Folge von »Extrem laut und unglaublich nah« nach dem Roman von
Jonathan Safran Foer.
Martina Droste (Theaterpädagogik und Regie) Geboren 1961 in Bochum. Sie baute als Diplompädagogin zunächst im Auftrag der städtischen Erziehungsberatungsstelle den Arbeitsbereich Schulsozialpädagogik an einer
Gesamtschule auf und machte parallel dazu eine Weiterbildung zur Theaterpädagogin. Regieassistenzen am Theater Dortmund und die Leitung des „Jungen Theaters“ im
Kulturzentrum WerkStadt Witten folgten. Sie wird Vorstandsmitglied des ersten Landesverbandes von Theaterpädagogen in NRW und Gründungsmitglied des Bundesverbandes
Theaterpädagogik, war ab 1996 Theaterpädagogin am Theater Dortmund und wirkt dort als Coach, Projektleiterin, Dramaturgin und Regisseurin bei zahlreichen Inszenierungen
mit Jugendlichen im regulären Spielplan mit, u.a. »Urfaust«, zuletzt »Baal« von Bertolt Brecht, Theaterprojekte mit Senioren (»Frühlingserwachen«) und integrative Projekte mit
Jugendlichen und Senioren, u.a. »König Lear«, das Filmprojekt »Frühstark&Halbreif« mit Teenagern der 50er und 90er Jahre oder das landesweite Crossover-Projekt
»gemeinschaftsraum« mit dem Museum Ostwall. Mitbegründerin des Festivals »Unruhr« als das Treffen der Jugendclubs der Theater des ganzen Ruhrgebietes. Martina Droste
leitete Weiterbildungen für Lehrerinnen in NRW, war Dozentin für Theaterpädagogik an der RUB und Universität Dortmund. Seit 2005 Feldenkreis-Lehrerin. Seit der Spielzeit
2010/11 arbeitet Martina Droste als Theaterpädagogin am das Schauspiel Frankfurt.
Friederike Meisel (Bühne) Geboren 1979 in Leipzig und aufgewachsen in München. Nach der Schulzeit realisiert sie die Ausstattung verschiedene Kurzfilme. Es folgt ein Studium der Innenarchitektur in
Rosenheim, wo sie unter anderem bei Toni Lüdi Szenographie studiert. Nach dem Diplomabschluss arbeitete sie zunächst als freie Innenarchitektin bevor sie zur Spielzeit
2009/2010 als Ausstattungsassistentin an das Volkstheater München geht. Hier assistiert sie unter anderem bei Produktionen von Bettina Bruinier. Seit der Spielzeit 2010/2011
arbeitet sie als Bühnenbildassistentin am Schauspiel Frankfurt und gestaltet hier die Bühnenbilder von »Extrem laut und unglaublich nah«, Folge 4 nach dem Roman von Jonathan
Safran Foer und für den Liederabend »Gun Street Girl sings Tom Waits«.
Dorothee Joisten (Kostüme) Geboren 1982 in Köln. Sie studierte Theaterwissenschaft, Psychologie und Philosophie in München, Venedig und Sheffield. Bereits während ihres Studiums assistierte sie an
den Münchner Kammerspielen und arbeitete u. a. mit Luk Perceval, Lars-Ole Walburg und Anna Viebrock. Während dieser Zeit entwarf sie Kostümbilder für Robert Lehninger
und Veronica Rignall. Von 2008 bis 2010 war sie als Kostümassistentin an der Oper Frankfurt engagiert. Hier kam es zur Zusammenarbeit mit Künstlern wie Keith Warner, Harry
Kupfer, Claus Guth, Ursula Renzenbrink, Yan Tax, Heike Scheele, Jorge Jara und Christian Schmidt. In dieser Zeit gestaltete sie Kostümbilder für verschiedene Filmprojekte
sowie für die Opernproduktion »Pimpinone« im Bockenheimer Depot in der Regie von Fabian von Matt. Seit der Spielzeit 2010/11 ist sie Kostümassistentin am Schauspiel
Frankfurt und gestaltete seitdem die Kostümbilder für Folge 1 von »Extrem laut und unglaublich nah« nach dem Roman von Jonathan Safran Foer sowie für das Stück »The small
things« von Enda Walsh.[© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Kimberlit. Ein Bestiarium
Von: Kevin Rittberger Uraufführung:
1. Februar 2013 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt im Frankfurt LAB)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt: Im Rahmen der Frankfurter Positionen 2013
Premiere: 1. Februar 13 (
Frankfurt LAB, Schmidtstraße 12, 60326 Frankfurt)
Regie: Samuel Weiss Bühne / Kostüme: Ralph Zeger Dramaturgie: Henrieke Beuthner
Mit:
Lisa Stiegler; Vincent Glander, Mathis Reinhardt
Kimberlit. Ein Bestarium Schauspiel Frankfurt Vorankündigungsfoto mit Lisa Stiegler © Birgit Hupfeld
Ein geheimnisvoller Falke zieht am Himmel seine Kreise. Seine wachsamen Augen sind auf die Erde gerichtet, auf ein zerfallendes Europa, auf nordafrikanische Diamantenjäger,
auf fliegende Tiger, rollende Füchse und Leoparden, die deutschen Exportschlager der Rüstungsindustrie. Und auf eine kleine Reisegruppe, die sich auf den abenteuerlichen
Weg in die Wüste macht. Aber wer ist der Jäger, wer der Gejagte? Kevin Rittbergers Bestiarium führt durch einen globalen Zoo der Kampfmaschinen, durch eine Welt, in der
durch die Jagd die maßlose Gier und Dekadenz des Menschen offenbart werden. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Kinder des Olymps nach dem Drehbuch von Jacques Prévert
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters:
Premiere: 30. Oktober 10
Inszenierung: Klaus Schumacher Bühne:
Katrin Plötzky Kostüme: Heide Kastler Musik: Tobias Vethake Video: Jürgen Salzmann Dramaturgie: Jörg Vorhaben
Besetzung:
Garance:
Eva-Maria Pichler Baptiste Deburau: Denis Larisch Frédérick Lemaître: Bernhard Hackmann Lacenaire: Vincent Doddema Nathalie: Sarah Bauerett
Graf de Montray: Gilbert Mieroph Produzent: Thomas Lichtenstein Aufnahmeleiter/Avril: Eike Jon Ahrens Hermine/Marie: Anne Eversbusch
Der Blinde/Anselme Deburau/Autor: René Schack
Vier Männer lieben dieselbe Frau. Der Pantomime Baptiste und sein Freund und Konkurrent, der Schauspieler Frédérick, der Verbrecher
und Dichter Lacenaire sowie der reiche Graf de Montray. Sie alle lieben Garance oder wollen von ihr geliebt werden. Garance will aber ihre Freiheit behalten, sie liebt Baptiste, lebt mit
Frédérick zusammen und verlässt gemeinsam mit dem Grafen de Montray Paris, weil nur er sie vor der Polizei schützen kann, die sie verdächtigt, mit Lacenaire unter einer Decke zu stecken.
Nach Jahren kehrt Garance mit dem Grafen nach Paris zurück. Inzwischen ist Baptiste zum ersten Pantomimen seines Theaters geworden, hat Natalie geheiratet und mit ihr ein gemeinsames Kind.
Auch Frédérick hat einen Karrieresprung geschafft und ist der Star der Pariser Theater. Sie alle treffen wieder aufeinander, alte Leidenschaften und Wunden brechen auf. Was als ein Fest
begann, endet in Verzweiflung und Einsamkeit. Kinder des Olymp ist eine Hommage an das Theater. Die Handlung spielt sowohl auf der Bühne des Lebens als auch im Theater. Der Film wurde während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Frankreich gedreht und sehr groß angelegt, um möglichst vielen Künstlern Gelegenheit zu geben, der Rekrutierung durch den berüchtigten STO (Service du Travail Obligatoire) zu entgehen, der Hunderttausende von Franzosen als Arbeitskräfte nach Deutschland deportierte.Für die Oldenburger Inszenierung wird Klaus Schumacher verantwortlich sein. Von 2000 bis 2004 leitete er das moks Theater in Bremen und ist seit 2005 Leiter des Jungen Schauspielhauses in Hamburg. [© Oldenburgisches Staatstheater]
www.staatstheater.de
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Der Kirschgarten Komödie in vier Akten
Von: Anton Tschechow Uraufführung: 17. Januar 1904 (Moskau, Künstlertheater)
Deutschsprachige Erstaufführung: 1919 (Prag, Stadttheater)
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 24. Januar 09
Regie: Urs Troller
Bühne: Stefanie Wilhelm Kostüme: Katharina Weißenborn Licht: Nicol Hungsberg Dramaturgie:
Hans-Peter Frings Regieassistenz: Ute Bansemir Bühnenbildassistenz: Stephanie Rauch Kostümassistenz: Jessica Mairbichler
Souffleuse: Corinna Schnabel Inspizienz: Lisa Ahle Technische Produktionsleitung: Josef Dreker, Katrin Omlor
Technische Einrichtung: Hubertus Schneider Ton: Bernhard Klein, Oliver Blohmer Maske: Patricia Dietz, Lutz Paschke, Bernhard Springer Requisite:
Corinna Lange Regiehospitanz: Katharine Müller Bühnenbildhospitanz: Bettine Theissen Kostümhospitanz:
Amelie Stockinger, Sofia Aidonopoulou Dramaturgiehospitanz: Andre Weikard
Besetzung:
Ljubow Andrejewna Ranjewskaja, Gutsbesitzerin: Friederike Kammer Anja, ihre Tochter, 17 Jahre alt: Sandra Bayrhammer Warja, ihre Adoptivtochter, 24 Jahre alt:
Abak Safaei-Rad Leonid Andrejewitsch Gajew, ihr Bruder: Felix von Manteuffel
Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, Kaufmann: Oliver Kraushaar Pjotr Sergejewitsch Trofimow, Student:
Daniel Christensen Boris Borisowitsch Simjonow-Pischtschik, Gutsbesitzer: Wolfgang Gorks
Charlotta Iwanowna, Gouvernante: Leslie Malton Semjon Pantelejewitsch Jepichodow, Kontorist: Andreas Haase
Dunjascha, Zimmermädchen: Anne Müller Firs, Diener, 87 Jahre alt: Heiner Stadelmann
Jascha, ein junger Diener: Bert Tischendorf Ein Reisender: Horst Templin
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Der Kirschgarten schauspielfrankfurt
Pjotr Sergejewitsch Trofimow (Daniel Christensen), Ljubow Andrejewna Ranjewskaja (Friederike Kammer),
Charlotta Iwanowna (Leslie Malton) und Boris Borisowitsch Simjonow-Pischtschik (Wolfgang Gorks) Foto: Alexander Paul Englert
schauspielfrankfurt: Urs Troller inszeniert Anton Tschechows DER KIRSCHGARTEN Die Gutsbesitzerin Ljubow Andrejewna Ranjewskaja kehrt nach einer gescheiterten Liebesbeziehung hochverschuldet aus Paris in ihr heimatliches Gutshaus, das von einem
Kirschgarten umgeben ist, zurück. Der Kirschgarten soll zwangsversteigert werden. Der Kaufmann Lopachin, Sohn eines ehemaligen Leibeigenen auf Ranjewskajas Landgut,
bietet ihr seine Hilfe an. Er rät ihr, die alten Kirschbäume abholzen zu lassen und den Garten als Baugrundstück für Datschen an Sommergäste zu verpachten. Ranjewskaja
wehrt sich gegen den Vorschlag und gegen eine neue Zeit, die alles nach ihrem Nutzwert berechnet. Sie hofft noch immer, eine Versteigerung des Kirschgartens abwenden zu können. Vergeblich.
Ein Ball, von Ranjewskaja zur Unzeit veranstaltet (am Tag der Versteigerung), stellt sie vor eine neue Situation: Lopachin kommt von der Auktion mit der Nachricht, er habe den
Kirschgarten gekauft. Er beginnt seine Umbaupläne zu verwirklichen und vertreibt die Familie Ranjewskajas von ihrem Gut und aus ihrem alten Leben. Als alle abgereist sind und
von draußen Axtschläge die Rodung des Kirschgartens anzeigen, erscheint in dem leeren Haus der alte Diener der Familie, Firs. Man hat ihn bei der Abreise einfach vergessen.
Anton Tschechow zeichnet in seiner Komödie DER KIRSCHGARTEN das Bild einer Übergangsgesellschaft. Gefangen in der eigenen Vergangenheit, in der Gegenwart nicht
angekommen, geht sie einer ungewissen Zukunft entgegen.
Am 24. Januar 2009 wird im schauspielfrankfurt die Premiere von Tschechows weltberühmtem Bühnenwerk gefeiert. Urs Troller inszeniert DER KIRSCHGARTEN mit großem
Ensemble. Dem Frankfurter Publikum ist der Regisseur durch erfolgreiche Inszenierungen bekannt. Die Spielzeit 2008/09 eröffnete er mit TORQUATO TASSO von Johann
Wolfgang Goethe im Großen Haus. Euripides Mythenstoff MEDEA und QUARTETT von Heiner Müller zeigte er auf der Bühne im Kleinen Haus. In DER KIRSCHGARTEN werden
neben weiteren Ensemblemitgliedern die in MEDEA und QUARTETT gefeierten Schauspieler Friederike Kammer als Ljubow Andrejewana Ranjewskaja und Oliver Kraushaar als
Jermolaj Alexejewitsch Lopachin wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Die Kleinbürgerhochzeit: Von: Berthold Brecht Uraufführung:
11. Dezember 1926 (Frankfurt, schauspielfrankfurt]
Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:
Premiere: 27. September 08
Regie und Bühne:
Alexander Brill Kostüme: Henrike Bromber Musik: Günter Lehr Dramaturgie: Hans-Peter Frings Regieassistenz: Ute Bansemir Bühnenbildmitarbeit:
Jana Lünsmann Inspizienz: Thomas Nossek Technische Produktionsleitung: Laura van Haperen Technische Einrichtung: Nico Ramie' Ton:
Bernd Leinberger, Oliver Blohmer Maske: Bernhard Springer Requisite: Anja Becker, Markus Öhlinger Regiehospitanz: Sengül Yalcin-loannidis
Besetzung:
Der Vater der Braut: Christoph Busch Die Mutter des Bräutigam: Marzieh Alivirdi Die Braut: Anja Arncken Ihre Schwester: Lea Steiger
Der Bräutigam: Hadi Khanjanpour Sein Freund: Arasch Farugie Die Freundin der Braut: Janine Maschinsky Ihr Mann: Tobias Weissert Der junge Mann:
Ilyas Kariouh Der Fremde: Johannes Wachsmuth Alleinunterhalter: Günter Lehr (Keyboard)
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Kleinbürgerhochzeit schauspielfrankfurt, lionsclub Ensemble Foto: Alexander Paul Englert
DIE KLEINBÜRGERHOCHZEIT ist die letzte Produktion, die Alexander Brill im Rahmen seines laiensclub am schauspielfrankfurt auf die Bühne bringen wird. In dieser Spielzeit feiert
der laiensclub, der 1984 als Schülerclub mit DER DRA-DRA von Wolf Biermann seine erste Premiere hatte, sein 25jähriges Bestehen und gleichzeitig seine letzte Saison. Über
dreißig erfolgreiche Inszenierungen mit etwa tausend Vorstellungen machten Alexander Brill und sein „Laien-Ensemble“ zu einem wichtigen Integrationspunkt der Stadt. Am
Anfang stand die Frage, wie man Jugendliche für das Theater begeistern könnte. Und was ist nahe liegender als das „Selberspielen“. Aus einem ambitionierten Projekt für
Jugendliche hat sich im Laufe der Jahre eine Theaterform entwickelt, die am schauspielfrankfurt zu einer Institution gereift ist. Als sich herauskristallisierte, dass nicht
ausschließlich jugendliche Laien an den Inszenierungen mitwirken, war eine Änderung des Namens in laiensclub im Jahr 2001 eine folgerichtige Konsequenz.
Zum Inhalt:
Die Braut ist schwanger, der Bräutigam eifersüchtig auf seinen Freund, die Gäste können sich nicht leiden und am Ende gehen die selbstgebauten Möbel des Bräutigams in die
Brüche: Alexander Brill inszeniert Bertolt Brechts 1919 entstandene und in Frankfurt am Main am Schauspielhaus 1926 uraufgeführte Familiengroteske als Multikulti-Ereignis mit
Darstellern des laiensclub und der neu gegründeten theaterperipherie. Wenn Familie Deutschland Hochzeit feiert, wird das bei dem Frankfurter Regisseur zu einer
Familienzusammenführung der besonderen und vor allem globalisierten Art. Alle Generationen, mit und ohne Migrations-hintergrund, haben sich in der Wohnung des Brautpaares
versammelt, um eine Hochzeit zu feiern, welche nach und nach im absoluten Chaos versinkt.
Zur letzten Inszenierung des laiensclub bedankt sich schauspielfrankfurt bei Alexander Brill, der mit seinem unermüdlichen Engagement ein besonderes Stück Frankfurter Stadt-
und Theatergeschichte geschrieben hat. In jedem Ende steckt bereits ein Anfang. Alexander Brill gründete in der Spielzeit 2007/08 die theaterperipherie, die in Koproduktion mit
schauspielfrankfurt arbeitet.
Alexander Brill (Regie und Bühnenbild) Alexander Brill, geboren 1944 in Bayrischzell, studierte Germanistik, Soziologie und Theaterwissenschaften in München. Von 1966-1968 absolvierte er eine
Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Nach zahlreichen Engagements u. a. in Braunschweig, Frankfurt, Freiburg, München, Wiesbaden und Zürich
wurde er 1984 Leiter des Schülerclub Schauspiel Frankfurt, der seit der Spielzeit 2001/2002 laiensclub Schauspielfrankfurt heißt. Fast dreißig Aufführungen in der Regie von
Alexander Brill hat der Schüler- bzw. laiensclub seit seiner Gründung herausgebracht, zuletzt „Kleiner Mann, was nun?" nach dem Roman von Hans Fallada (2006) und „Ich bin
nur vorübergehend hier" von Tankred Dorst (2007). „Die Kleinbürgerhochzeit" wird die letzte Inszenierung des laiensclub sein. Ein neues Projekt mit dem Titel „theaterperipherie",
das Alexander Brill 2008 ins Leben gerufen hat, wird in anderer Form an die Arbeit des laiensclub anknüpfen. Im Zentrum stehen Inszenierungen mit Darstellern aus
verschiedenen Kulturen zu brisanten sozialen und kulturellen Themen. Als erste Inszenierung innerhalb der Projektreihe gelangte das Stück „Ehrensache" von Lutz Hübner im
Januar 2008 zur Aufführung.
Henrike Bromber (Kostüme) Die gebürtige Frankfurterin Henrike Bromber sammelte nach dem Abitur und der Ausbildung zur Damenschneidermeisterin erste Berufserfahrung an den Städtischen Bühnen
Frankfurt als Kostümassistentin und Kostümbildnerin. Anschließend absolvierte sie in Hamburg ein Studium zur Gewandmeisterin und war währenddessen für
Kostümausstattungen in Frankfurt und Hamburg verantwortlich. Von 1994-1998 war sie am Theater Vorpommern als Kostümdirektorin und Ausstatterin für viele, oft
zeitgenössische Opern tätig. Seitdem ist sie als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin beschäftigt, mit regelmäßigen Gesamtausstattungen für das Schauspielfrankfurt
sowie mit Kostümbild an zahlreichen Opernhäusern im In- und Ausland wie Staatsoper Hamburg, Semperoper Dresden, Aalto Theater Essen, Opera de Nantes und Nikkikai
Opera Tokyo. Mit Alexander Brill und dem laiensclub verbindet sie inzwischen eine zehnjährige Zusammenarbeit.
Günter Lehr (Musikalische Leitung, Alleinunterhalter) Günter Lehr, geboren 1954, studierte in Frankfurt Musik und Mathematik und schloss 1985 mit der Künstlerischen Reifeprüfung für Klavier ab. Seit 1979 arbeitete er als
Schauspielmusiker und Komponist zunächst in Frankfurt, später an vielen deutschsprachigen Bühnen u. a. in Stuttgart, Wiesbaden, Darmstadt, Weimar, Heidelberg, Freiburg,
Wien und Düsseldorf. Mit Alexander Brill arbeitet er seit 25 Jahren zusammen und hat u.a. die Musicals „Hair", „Black Rider" und „Shockheaded Peter" musikalisch geleitet.
Außerdem unterrichtet er die Schauspielklasse der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst im Fach Chanson. Neben der „Kleinbürgerhochzeit" in Frankfurt
sind zurzeit seine Produktionen „Mutter Courage und ihre Kinder" in Wuppertal und „Bluesbrothers" in Dortmund zu sehen. Seine nächste Premiere ist „Robin Hood" am Kölner
Schauspiel.
Hadi Khanjanpour (Der Bräutigam) Hadi Khanjanpour wurde am 2. Mai 1982 irO[eheran geboren. Zu dieser Zeit befand sich Iran im Krieg mit dem Irak. Dieser Krieg, die Diktatur und die mangelnden
Bildungschancen machten die Situation für die Familie unerträglich, so dass sie 1986 nach Deutschland floh. Es folgten wechselnde Aufenthalte in verschiedenen
Asylbewerberheimen in Hessen, bevor die Familie 1990 endgültig nach Offenbach umziehen konnte. Hadi besuchte mehrere Schulen. Nach der 10. Klasse wechselte er aufs
Gymnasium und legte 2001 das Abitur ab. Danach leistete er Zivildienst bei einem Behindertenfahrdienst in Offenbach. Seit 2002 studiert er an der Technischen Universität
Darmstadt Sportinformatik. Er ist seit 2008 Mitglied von theaterperipherie und spielt den Sinan in „Ehrensache" von Lutz Hübner.
Janine Maschinsky (Die Freundin der Braut) Janine Maschinsky wurde am 30. September 1974 in Frankfurt am Main geboren. Sie ist Frankfurterin mit Herz und Seele und studiert zurzeit - ebenfalls mit Herz und Seele - an
der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Sie ist Mitglied des Schüler-/ laiensclub seit 1996.
Lea Steiger (Die Schwester der Braut) Lea Steiger wurde am 10. Mai 1983 in Frankenthal in der Pfalz geboren. In einer Waldorfschule sammelte sie erste Erfahrungen auf der Bühne. Nach sechs Monaten als Au-Pair
in Paris folgte ein Studium der Theaterwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Obwohl sie auch hier Gelegenheit zum Theater spielen hatte, blieb ihr das
Studium zu theoretisch. Zurzeit lebt sie in Wiesbaden, und das Ende ihres Innenarchitekturstudiums naht.
Tobias Weissert (Der Mann der Freundin der Braut) Tobias Weissert wurde 1941 Berlin geboren. Er besuchte die Waldorfschule in Stuttgart und studierte anschließend Kunstgeschichte, Geschichte und Literaturwissenschaft in
Kiel, Freiburg und Stuttgart. Die Studentenbewegung hat seine berufliche Richtung verändert. Er wurde Lehrer und hat später 30 Jahre in der Erwachsenenbildung gearbeitet, in
der beruflichen Rehabilitation. In seiner Jugend hat er oft Theater gespielt und trug sich zeitweise mit dem Gedanken, Schauspieler zu werden. Mit seiner Mitwirkung in der
Inszenierung des laiensclub „Ich bin nur vorübergehend hier" konnte er an den Traum seiner Jugend wieder anknüpfen.
Johannes Wachsmuth (Der Fremde) Johannes Wachsmuth wurde am 4. Mai 1988 in Frankfurt/Main geboren. Er geht in die 13. Klasse der Wöhlerschule und wird dieses Jahr dort sein Abitur ablegen. Nach dem
Abitur will er an der Filmhochschule München Filmregie studieren. 2006 war er ein halbes Jahr als Austauschschüler in den USA, wo er am High-School-Theater die Hauptrolle in
Shakespeares „Much ado about nothing" („Viel Lärm um nichts") spielte. Außerdem war er in Frankfurt ein Jahr auf der Musical and Stage School.
Marzieh Alivirdi (Die Mutter des Bräutigams) Marzieh Alivirdi wurde am 31. Mai 1960 in Teheran geboren Während des Irak-Iran-Krieges 1986 kam sie mit ihren beiden Kindern (u.a. Hadi Khanjanpour, der den Bräutigam in
„Die Kleinbürgerhochzeit" spielt) und ihrem Mann nach Deutschland, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu verschaffen. In Deutschland arbeitete sie als Zahnarzthelferin.
Das Theaterspielen gehört seit über 35 Jahren zu ihrem Leben dazu.
Anja Arncken (Die Braut) Anja Arncken wurde 1981 in Freiburg geboren, lebt aber, seit sie denken kann, in Frankfurt. Nach dem Abitur begann sie, Kunst an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach
zu studieren und steht nun kurz vor dem Diplom. „Die Kleinbürgerhochzeit" ist ihre vierte Inszenierung unter der Regie von Alexander Brill (nach „Sportstück", „Kleiner Mann, was
nun?" und „Ehrensache"). Theater spielen bezeichnet sie für sich selbst als „eine Bereicherung und einzigartige Erfahrung".
Christoph Busch (Der Vater der Braut) Christoph Busch wurde 1938 in Witten/Ruhr geboren, wo er auch die Schule besuchte. In Wuppertal, Tübingen und Göttingen studierte er Theologie, ergänzend Journalismus
und Pädagogik. Bis zu seiner Pensionierung war er evangelischer Pfarrer in unterschiedlichen Aufgabenbereichen, zuletzt in Frankfurt-Bockenheim, aber auch in der deutschen
Gemeinde in Abu Dhabi und Dubai. Er ist verheiratet mit Veronika Busch. Im Urlaub streunen sie am liebsten durch fremde Städte. Zu ihrer Patchworkfamilie gehören vier Kinder
und sechs Enkelkinder. Seine Hobbys sind Literatur und Kochen. Er hat seit 2002 in drei Produktionen des laiensclub mitgespielt.
Arasch Farugie (Der Freund des Bräutigams) Arasch Farugie wurde am 2. Mai 1988 in Kabul geboren. 1 992 floh er mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern wegen des Bürgerkriegs in Afghanistan nach
Deutschland. Es folgten Aufenthalte in verschiedenen Asylbewerberheimen in der Nähe von Leipzig. Nach mehreren Anschlägen von Rechtsradikalen auf die Heime kam die
Familie zunächst bei Bekannten in Bad Schwalbach unter, bevor sie in der Nähe von Frankfurt einen festen Wohnsitz fand. Arasch legte im Juni 2008 sein Abitur ab und will
Medizin oder Mathematik und Sport auf Lehramt studieren. Er ist seit 2008 Mitglied von theaterperipherie und spielt den Cem in „Ehrensache" von Lutz Hübner.
llyas Kariouh (Der junge Mann) llyas Kariouh wurde am 19. Juni 1988 Marokko geboren. Im Alter von acht Jahren holten seine Eltern ihn und seinen älteren Bruder nach Deutschland. Zuvor lebte er bei seinen
älteren Schwestern. In Deutschland wollten seine Eltern ihm ein finanziell gesichertes Leben ermöglichen, das er in Marokko nicht gehabt hätte. 2008 legte llyas sein Abitur an
der Weibelfeld-Schule in Dreieich ab und wird - „so Gott will" - demnächst ein Studium im Fach Hotelmanagement aufnehmen. Seit 2008 ist er Mitglied von theaterperipherie.
[© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Die kleine Hexe Kinderbuch von Otfried Preußler (aus dem Jahre 1957)
Uraufführung als Live-Hörspiel:
13. Februar 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)
Zur Produktion des Schauspiel Fankfurt als Live-Hörspiel:
Premiere: Am 13. Februar 10 (Uraufführung; Kammerspiele)
Für die ganze Familie / ab 5 Jahren
Von und mit: Stefan Kaminski und Sebastian Hilken
Licht: Jan Walther Dramaturgie: Andreas Erdmann
Regieassistenz: Alexander Frank Bühnenbildassistenz: Mathieu Zahn Techn. Produktionsleitung: Marco Fanke Techn. Einrichtung: Christof Bednorz Ton:
Franziska Rudolphi, Bernhard Klein Requisite: Markus Öhlinger
Es war einmal eine kleine Hexe, die war erst einhundertundsiebenundzwanzig Jahre alt, und das ist für eine
Hexe ja noch gar kein Alter. Darum durfte sie in der Walpurgisnacht auch noch nicht mit den großen Hexen um den Blocksberg jagen. Sondern musste tief im Wald in ihrem schiefen Häuschen sitzen
und die Zaubersprüche aus dem dicken Hexenbuch auswendig lernen. Als sie sich dann aber trotzdem auf den Blocksberg schleicht, wird ihr zur Strafe der Besen weggenommen und verbrannt. Und
einen neuen soll sie erst bekommen, wenn sie eine gute Hexe geworden ist. Aber was ist eine gute Hexe?
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Die kleine Hexe Live-Hörspiel nach Otfried Preußler / Schauspiel Frankfurt Stefan Kaminski Foto: Alexander Paul Englert
Der Berliner Schauspieler Stefan Kaminski, der »Mann der 1000 Stimmen«, entwickelte in den vergangenen Jahren das Genre des Kaminski ON AIR-Live-Hörspiels und machte
es zur Erfolgsmarke auf Berliner Bühnen. Was mit einem ausgeleierten Kassettendeck und einem alten Mikrofon begann, sind heute multi-instrumentale Hör-Abenteuer geworden
, mit Live-Musik, Geräuschen und einem Schauspieler, der die Kunst des Stimmen-Morphings nicht nur selbst erfunden hat, sondern auch perfekt beherrscht. Schließt man die
Augen, »sieht« man ein Hörspiel – lässt man sie offen, sieht man, wie es entsteht. Wer also endlich in Surround-Klang hören möchte, wie die kleine Hexe um den Blocksberg
saust, sollte zu Kaminski ON AIR in die Kammerspiele kommen. »Kaminski ON AIR: Die kleine Hexe« ist eine Klangreise, die sich nicht nur für Verliebte, Familien und Kinder, für
diese aber ganz besonders eignet.
Stefan Kaminski, der »Mann der 1000 Stimmen«, wird 1974 in Berlin geboren. In den 1990er Jahren beginnt er mit einem ausgeleierter Kassettendeck und einem alten Mikro mit
Hörspielimitationen und Stimmenmorphing zu experimentieren. Seine Laufbahn als Schauspieler und Sprecher beginnt er 1996 beim Rundfunk. Nach einem Schauspielstudium an
der Hochschule Ernst Busch ist Kamiski ab 2001 am Deutschen Theater Berlin engagiert, wo er sein Genre des Live-Hörspiels perfektioniert. Hier entsteht in den Jahren 2007
-2009 der komplette Ring des Nibelungen »on air«.
Sebastian Hilken, geboren 1961 in Bremen. Nach einer Grundausbildung am Cello studierte er in Berlin praktische und theoretische Musikethnologie. Es folgten autodidaktische
Studien in Komposition, Percussion und Kontrabass. Seit 25 Jahren arbeitet Hilken mit anderen Komponisten und Musikern, sowie mit Film-, Tanz- und Theaterregisseuren
zusammen. Mit einigen dieser Produktionen war er auf internationalen Festivals zu Gast. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Kleiner Mann, was nun?
Roman von: Hans Fallada (1893-1947)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 12. Januar 13 (Schauspielhaus)
Regie:
Michael Thalheimer Bühne: Olaf Altmann Kostüme: Nehle Balkhausen Musik: Bert Wrede Dramaturgie: Sibylle Baschung
Besetzung:
Johannes Pinneberg:
Nico Holonics Emma Mörschel, genannt Lämmchen: Henrike Johanna Jörissen Mutter Mörschel / Jänecke: Peter Schröder Vater Mörschel / Jachmann: Michael Benthin
Witwe Scharrenhöfer / Kessler: Andreas Uhse Emil Kleinholz: Thomas Huber Lauterbach / Heilbutt: Martin Rentzsch Schulz / Lehmann / Emil:
Till Weinheimer Marie Kleinholz: Anne Schirmacher Mia Pinneberg: Stephanie Eidt Seifenfrau / Frau Rusch: Josefin Platt
Besprechung auf kulturfreak.de
Kleiner Mann, was nun? Schauspiel Frankfurt Lämmchen (Henrike Johanna Jörissen), Pinneberg (Nico Holonics) © Birgit Hupfeld
Die Weltwirtschaft läuft aus dem Ruder, der Konkurrenzdruck am Arbeitsplatz steigt, Menschen entwickeln sich zu Raubtieren, die Gesellschaft radikalisiert sich: Falladas
Roman aus dem Jahre 1932 fragt nach Möglichkeiten von Solidarität und individuellem Glück angesichts einer Gesellschaft, die von ökonomischen Zwängen beherrscht wird.
Unerschrocken und scheinbar unermüdlich verteidigt die junge Emma, genannt Lämmchen, die Liebe zu ihrem Mann gegen alle äußeren Widrigkeiten. Doch Pinneberg, ein
einfacher Angestellter, rutscht immer tiefer in die Arbeitslosigkeit, der soziale Abstieg scheint ausweglos. Mit Falladas endzeitlichem Gesellschaftspanorama bearbeitet Michael
Thalheimer nach »Ödipus / Antigone«, »Maria Stuart« und »Medea« zum ersten Mal einen Roman für die Bühne. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
Zur Inszenierung des Volkstheater Frankfurt Liesel Christ:
Premiere: 4. Juni 11
Regie:
Michael Wedekind Regieassistenz: Natascha Retschy Musikalische Leitung: Cordula Hacke Choreografie: Julia Waidacher Bühnenbild: Rainer Schöne
Kostüme: Bärbel Christ-Hess und Claudia Rohde Licht und Ton: Manfred Ennisch und Peter Teeuwen
Kleiner Mann, was nun? Volkstheater Frankfurt Liesel Christ Ensemble © STU GRA PHO
Besetzung:
Emma Mörschel, Lämmchen: Iris Reinhardt Hassenzahl Johannes Pinneberg: Gabriel Spagna
Mia Pinneberg: Ilona Wiedem Jachmann: Rüdiger Schade Mutter Mörschel, Frau Kleinholz, Frau Nothnagel, Großmutter: Anette Krämer
Vater Mörschel, Kube, Der Schauspieler Werner Schlüter: Thomas Hessdörfer Emil Kleinholz, Herr Jänecke: Steffen Wilhelm Karl Mörschel, Lauterbach, Franz, Schupo:
Sören Messing Schulz, Heilbutt: Artur Molin Marie Kleinholz, Ilse: Miriam C. Bieramperl Else: Susanne Anders Arbeitsloser, Polizist, Vermieter:
Thomas Koob
Arbeiter, Reisende, Badegäste, Ausflügler, Biergartenbesucher, Arbeitslose
Spieltermine: bis 9. Juli und vom 10. September bis 9. Oktober 11, Termine unter: www.volkstheater-frankfurt.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt, laiensclub:
Premiere: 7. Oktober 06
Für die Bühne eingerichtet von: Alexander Brill; laiensclub
Regie: Alexander Brill Ausstattung: Henrike Bromber Musik: Günter Lehr Licht: Jan Walther Dramaturgie: Hans-Peter Frings Regieassistenz: Johann Kuithan Bühnenbildassistenz: Henning Bosse
Kostümassistenz: Nadja Rudert Inspizienz: Harald Reuter Technische Produktionsleitung: Josef Dreker Technische Einrichtung:
Christoph Bednorz, Andreas Rasche Ton: Bernd Leinberger, Franziska Rudolphi Maske: Beate Bauer, Jan Bundil, Karin Junghardt
Requisite: Albrecht Haevernick, Markus Öhlinger Regie- und Dramaturgiehospitanz: Sandra Vieth
Kostümhospitanz: Aline Prein
Besetzung:
Pinneberg: Florian Stamm Lämmchen: Asta Nechajute Mia Pinneberg: Elisabeth Leistikow Jachmann: Lion Howitsch Schulz / Jänecke u. a.: Metin Akyol Frau /Ehefrau u. a.:
Anja Arncken Heilbutt /Volontär u. a.: Jochen Döring Kleinholz / Lehmann /Kassierer /Herr Schlüter u. a.: Michael Haase
Lauterbach /Kessler u. a.: Marvin Rehbock Herr Friedrich / Franz /Mann /Angestellter / Puttbrese u. a.: Leon Schröder Frau Scharrenhöfer / Frau Nothnagel u. a.: Myriam Tancredi Marie / Portier / Fräulein Fischer u. a.: Cia Torun Frau Semmler u. a.: Hanna Werth Ein Musiker: Günter Lehr /Bernd Winter
Johannes Pinneberg und Emma Mörschel, genannt Lämmchen, wollen heiraten und zusammenziehen. Lämmchen erwartet ein Kind. Der Chef des Familienunternehmens, in dem
Pinneberg als Buchhalter angestellt ist und der ihn zu seinem Schwiegersohn machen wollte, entläßt ihn, als er von der Heirat erfährt. Pinneberg und Lämmchen ziehen zu
seiner Mutter nach Berlin. Ihr Liebhaber, Jachmann, verhilft Pinneberg zu einer neuen Stelle in einem Konfektionswarenhaus. Als Pinneberg wegen des zwielichtigen
Lebenswandels der Mutter bei den Kollegen in Verruf gerät, zieht er mit Lämmchen bei der Mutter aus. Nach wenigen Wochen in der neuen, schäbigen Wohnung bekommt
Lämmchen einen Sohn. Im Warenhaus hat sich unterdessen der Konkurrenzdruck erheblich verschärft. Pinneberg ist der Verkaufsquote nicht mehr gewachsen und wird
entlassen. Eine Laube am Stadtrand bewahrt ihn und seine Familie vor der Obdachlosigkeit. Sie leben von Gelegenheitsarbeiten und der Hoffnung auf bessere Zeiten.
Die Mitglieder des laiensclub setzen sich mit dem 1932 entstandenem Roman vor dem Hintergrund eigener Zukunftserwartungen und -ängste auseinander. [Text:
schauspielfrankfurt]
Hans Fallada
wurde am 21. Juli 1893 in Greifswald geboren. Bevor er als freier Schriftsteller leben konnte, war er als Journalist und Angestellter eines Verlages tätig. Bereits in jungen
Jahren wurde Fallada alkohol- und morphiumabhängig und kam wegen Unterschlagungsdelikten zweimal vor Gericht. Aus dem Gefängnis entlassen, arbeitete er mehrere
Jahre beim Neumünsterer Generalanzeiger. Bereits mit Bauern, Bonzen und Bomben (1931) hatte der Autor großen Erfolg. Der 1932 veröffentlichte Roman Kleiner Mann, was
nun? brachte ihm internationale Berühmtheit. Nach der Machtübernahme Adolf Hitlers zog sich Fallada weitgehend aus dem öffentlichen Leben auf sein Landgut in Feldberg
(Mecklenburg) zurück. 1944 wurde er wegen eines mutmaßlichen Mordversuchs an seiner Frau Anna in die Landesanstalt Strelitz eingeliefert, später aber wieder
freigelassen. Im selben Jahr entstand der Roman Der Trinker (Veröffentlichung posthum 1950), der autobiographische Züge trägt.
Hans Fallada starb am 5. Februar 1947 an den Folgen eines Rückfalls in die Drogensucht.
Auf der Bühne erlangten Falladas Werke als Dramatisierungen nach seinem Tode zunehmend Popularität. So kam 1972 eine Dramatisierung von Kleiner Mann, was nun? als
Revue von Peter Zadek auf die Bühne des Bochumer Schauspielhauses und wurde im Jahre 2004 erfolgreich in der Fassung von von Gil Mehmert und Volker Bürger am
Münchner Volkstheater gezeigt. Weitere Theaterfassungen sind Bauern, Bonzen und Bomben (Dramatisierung von Uwe Jens Jensen), Der Trinker (Dramatisierungen von
Oliver Hohlfeld und Bernd Ludwig), Es war wie ein Rausch oft gewesen (Zusammenstellung und Bearbeitung von Thomas Ney) sowie Wer einmal aus dem Blechnapf frisst
(Dramatisierung von Michael Baumgarten und Carsten Knödler). Zu den bekanntesten Verfilmungen seiner Werke zählen "Wolf unter Wölfen" (1964; mit Armin Mueller-Stahl),
"Jeder stirbt für sich allein" (1975; mit Hildegard Knef), "Der eiserne Gustav" (1979; Regie Wolfgang Staudtes) und "Der Trinker" (1995; Regie Tom Toelle) mit Harald Juhnke in
der Hauptrolle. [Text: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin]
Alexander Brill Geboren 1944 in Bayrischzell
Ausbildung Studium der Germanistik, Soziologie und Theaterwissenschaften in München. 1966 - 1968 Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München
Theater
1968 - 1980 zahlreiche Engagements u. a. in Braunschweig, Frankfurt, Freiburg, Wiesbaden und Zürich.
Seit 1984 Leiter des Schülerclub Schauspiel Frankfurt, der seit der Spielzeit 2001/2002 laiensclub Schauspielfrankfurt heißt.
Bisher gab es über 25 Inszenierungen, darunter die UA von Tankred Dorsts "Grindkopf", "Parzival" und "Othoon", mit insgesamt ca. 700 Vorstellungen. Man folgte Einladungen
zu Gastspielen nach Bel-grad, Berlin, Budva, Dresden, Graz, Hamburg, Kassel, Krakau, und Wiesbaden.
Zuletzt konnte man am Schauspielfrankfurt folgende laienscIub-Alexander Brill-lnszenierung sehen: "Shockheaded Peter" (2002), "Leonce und Lena" (2003), "Der Streit" (2004
), "Die Verfolgung und Ermordung des Jean Paul Marat" (2005), "Ein Sportstück" und "mannMachtmann" (2005), "Kleiner Mann, was nun?", nach dem Roman von Hans Fallada
(2006).
Seit der Spielzeit 2001/2002 festes Ensemblemitglied des Schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2001/2002 Gold - 92 bars in a crashed car von Peter Greenaway und Saskia Boddeke, Regie: Saskia Boddeke, Rolle: Stimmen aus dem Koffer
Spielzeit 2002/2003 Katakomben von Albert Ostermaier, Regie: Wanda Golonka, Rolle: Dark
Spielzeit 2004/2005
Salome von von Oscar Wilde, Regie: Marc von Henning, Rolle: Jochanaan
Kleiner Mann, was nun? - Eine Umfrage unter den Darstellern
Mehrere Wochen lang haben sich die Mitglieder des laiensclub unter der Regie von Alexander Brill mit dem berühmten, 1 932 entstandenen Arbeitslosenroman beschäftigt. Das
Schicksal des kleinen Angestellten Pinneberg und seiner Frau Emma Mörschel, genannt Lämmchen, die sich mit ihrem Murkel im Deutschland zur Zeit der Weltwirtschaftskrise
durchzuschlagen suchen, bot viele Anregungen für die jugendlichen Darsteller zur Auseinandersetzung auch mit der eigenen Wirklichkeit. Zu Beginn der Proben hatten wir
den Mitspielern deshalb einige Fragen zu ihren persönlichen Erfahrungen u.a. mit Arbeitslosigkeit gestellt. Hier Auszüge aus ihren Antworten.
1. Hast du Angst vor Arbeitslosigkeit?
2. Hast du Erfahrung mit Arbeitslosigkeit? 3. Gehört Arbeit für dich zu Lebensglück? 4. Wie sieht dein Lebensglück aus? 5. Was würdest du ändern, wenn es in deiner Macht stünde?
Asta. 22
1. Im Moment habe ich keine Angst vor Arbeitslosigkeit. Ich versuche zur Zeit einen Berufsweg einzuschlagen, den ich mir am meisten wünsche und bin sehr optimistisch. Man
kann jedoch die Zukunft nicht berechnen und deshalb auch nie sicher sein, ob es einen nicht trifft.
2. Ich habe Arbeitslosigkeit in meiner Familie erfahren. Die Arbeitslosigkeit ist nicht nur für die betroffene Person ein großes Problem, es verändert auch die Familie und deren
Strukturen. Diese Erfahrungen sind für alle sehr schmerzhaft.
3. Arbeit ist ein großer Teil meines Lebensglücks. Mein größter Traum ist mit Beruf und Arbeit verbunden. Ich hoffe mit meinem Wunschberuf auf die verschiedensten Arten zu
wachsen. 5. Ich würde das machen, was die Politiker in ihren Wahlkampagnen versprochen haben, aber nicht tun.
Jochen. 25
1. Nein. Angst habe ich direkt keine, obwohl ich mir schon manchmal Gedanken mache, wie sich der Arbeitsmarkt weiter entwickeln wird. Dabei hege ich - noch - Vertrauen in mein Schicksal.
2. Nein. In meinem Umfeld haben alle Arbeit oder stecken in einer Ausbildung. Dazu muß man sagen, noch. Meine Mutter steht kurz davor, Opfer von Rationalisierungsmaßnahmen zu werden.
3. Ganz klar, ja. Zwar nicht ausschließlich, aber zu einem gewissen Teil. Arbeit hilft, soziale Kontakte zu knüpfen und ein gesundes Weltbild zu entwickeln. Sie gibt in meinen
Augen Standhaftigkeit, fordert oft physisch und psychisch und ist somit oft eine Frischzellenkur für Geist und Seele.
5. Wir leben in einem komplexen System, das komplexe Lösungswege fordert. Diese Lösungswege ziehen leider oft wiederum Verschlechterungen in anderen
Lebensbreichen nach sich. Falls es in meiner Macht stehen würde, wäre die Abschaffung aller Komplexität an der Reihe.
Hanna. 20
1. Ja, manchmal habe ich Angst vor Arbeitslosigkeit, obwohl ich bis jetzt noch nicht wissen kann, wie das wirklich ist, jahrelang einen Beruf auszuüben und plötzlich vor dem Nichts zu stehen.
2. Nein, bisher nicht wirklich persönlich.
3. Ja. Streß und eine Aufgabe gehören für mich zu meinem Leben, damit ich glücklich bin. Und wenn man Theater als Arbeit sehen möchte, ist Arbeit mein Lebensglück.
4. Theater?! Ich möchte eine Aufgabe haben, meine Arbeit lieben, mich aufopfern, völlig verrennen, größenwahnsinnig werden, abheben, leben, eben glücklich sein. :)
Lion. 25
1. Ich arbeite in einem Call-Center und studiere. Ich freue mich, daß ich diesen Job habe, denn ich kann mir eine Wohnung und ein Auto leisten, ich kann es mir leisten
auszugehen, Essen kaufen. Dadurch, daß ich mir diese Dinge leisten kann, habe ich eine gewisse Freiheit in meinem Handeln. Aber manchmal, wenn ich an einem stressigen
Arbeitswochenende im Call Center sitze, kommen mir solche Gedanken: „Gib diesen Job auf, probiere was anderes, riskiere was..." Und dann wird mir auch bewußt, daß ich
Angst habe, diese Werte wie Freiheit, Unabhängigkeit zu verlieren, denn es ist mir wichtig.
2. Ich habe nie hungern müssen. Aber es gab Zeiten, in denen ich, als ich angefangen habe, alleine zu wohnen, nicht so viel verdienen konnte. Zu dieser Zeit mußte wirklich
jeden Cent zählen und, das sage ich ohne Übertreibung, ich habe das Geld sehr, sehr genau gezählt; es hat gerade so ausgereicht, um eine kleine Wohnung zu finanzieren. In
der Zeit waren mir Wörter wie Mietrückstand und Mahnung wegen verspäteter Zahlung sehr gut bekannt.
3. Sicherlich steht Arbeit in Zusammenhang mit der Vorstellung vom Lebensglück, dennoch verstehe ich unter Lebensglück noch mehr als nur Arbeit. Ich wünsche mir sehr,
daß ich in dem von mir gewählten Beruf tätig werden kann und dort auch mein Geld verdienen kann. Ich glaube, daß es wirklich ein Glück ist, wenn man das macht, was man
gut kann und was man gern tut.
Myriam. 32
1. Ich habe auf jeden Fall eine gewisse Angst und Unsicherheit, was das Thema Arbeitslosigkeit angeht, weil damit nicht nur der Verlust von Materiellem, sondern auch der
Verlust des sozialen Umfelds entsteht. Meiner Meinung nach ist es sehr schwierig, sich mit der neuen Situation abzufinden. Je nachdem, wie lange man arbeitslos ist, desto
skeptischer wird das vom Umfeld aufgenommen. Wahrscheinlich stellt sich durch Arbeitslosigkeit auch ein Gefühl von Minderwertigkeit, Hilflosigkeit und Ungerechtigkeit ein.
2. Ich hatte mich vor Jahren mal arbeitslos gemeldet und mußte feststellen, wie verloren man ist, wenn man vieles nicht selbst in die Hand nimmt. Mir wurden so gut wie keine
Jobs angeboten, also mußte ich selbst suchen. Da ich sehr flexibel bin, habe ich was gefunden und sozusagen schwarz gearbeitet und kurze Zeit weiter Arbeitslosengeld
bezogen. Finanziell ging es mir besser als vorher.
3. Arbeit gehört ein Stück weit für mich zum Lebensglück. Es ist für mich ein gutes Gefühl, eine Leistung zu erbringen und dafür honoriert zu werden. Dafür kann ich mir dann
ein kleines Stück Freiheit kaufen, indem ich Länder bereise, die ich mir ohne Geld nicht leisten könnte. Natürlich nervt mich die Arbeit auch oft, aber trotz allem gehört Arbeit für
mich zu einem zufriedenen Leben dazu, auch wenn es nicht immer der Traumjob ist.
Metin. 23
1. Ja, ich würde sagen, daß ich Angst vor Arbeitslosigkeit habe. Ich denke, daß trotz der Tatsache, daß dank der sozialen Absicherungssysteme niemand mehr befürchten
muß, am Hungertuch zu nagen, Arbeitslosigkeit doch immer noch eine große Bedrohung darstellt, auch für die eigene Persönlichkeit. Man hat das Gefühl, nichts mehr wert zu
sein. Gleichzeitig bin ich der Meinung, daß man Arbeitslosigkeit als Chance ansehen sollte, etwas Neues auszuprobieren, vielleicht einem Hobby mehr Zeit zu widmen und das
später zum Beruf zu machen.
2. Eigentlich nicht. Ich mußte allerdings nach dem Abitur ein Semester warten, bis ich mit dem Studium beginnen konnte. Sicherlich ist das nicht mit dem Gefühl richtiger
Arbeitslosigkeit zu vergleichen, doch ich konnte in etwa erahnen, was in einem Menschen in einer solchen Situation vorgehen muß. Man hat nichts zu tun, muß irgendwie den
Tag rum kriegen und weiß nichts mit der vielen Zeit anzufangen.
3. Ja, Arbeit gehört für mich zum Lebensglück, allerdings nur, wenn es sich dabei um Arbeit handelt, mit der ich mich selbst verwirklichen kann. Arbeit die lediglich dem Zweck
dient, den Lebensunterhalt zu sichern, würde ich keineswegs als Bestandteil meines Lebensglückes bezeichnen.
5. Ich würde sicherstellen, daß für jeden Mensch eine Grundversorgung mit Geld gewährleistet ist, so daß das Schreckensgespenst der Arbeitslosigkeit an Einfluß verliert
und der einzelne sich nicht mehr eine Leben lang in einem stumpfsinnigen Job herum quälen muß aus Angst zu verarmen.
Elisabeth. 18
1. Vor dauerhafter Arbeitslosigkeit habe ich Angst, ja, das schon. Dazu wird es hoffentlich nie kommen, weil, ich möchte nicht 13 Jahre lang in die Schule gegangen sein, mich
angestrengt haben, ein gutes Abi zu haben, um dann auf der Straße zu sitzen.
2. Der Bruder von meinem Freund war 'ne ganze Zeit lang arbeitslos. Das war für ihn eine Belastung insofern, daß er sich nutzlos gefühlt hat. Außerdem hatten alle um ihn
rum etwas, dem sie nachgehen konnten, und er war oft allein. 3. Wenn ich das Glück habe, die Arbeit auszuüben, die ich will und die mir Spaß macht, dann ja.
Man/in. 21
1. Nein, vor der totalen Arbeitslosigkeit habe ich an sich wenig Angst. Jedoch habe ich eine große Furcht vor Versagen, einem Nichterfüllen meiner eigenen Erwartungen
sowie den Erwartungen meiner Umwelt. Außerdem habe ich Angst davor, einem Mädchen bzw. meiner späteren Familie nichts bieten zu können. Obwohl das sicherlich nicht
ihre Liebe schmälern würde, wäre ich trotzdem von einem vernichtenden Gefühl der Minderwertigkeit und Schuld gefangen. Ich denke, das ist meine größte Angst, im Hinblick
auf das nahende Berufsleben. 2. Nein, nicht in unmittelbarer Umgebung.
3. Ich weiß nicht, ob Arbeit im klassischen Sinne für mich zum Lebensglück gehört. Eine Arbeit, von der man sich nicht erfüllt fühlt, erfüllt für mich nur den Zweck der
Geldbeschaffung, dient zum Überleben, nicht mehr, nicht weniger. Ist eine Arbeit jedoch etwas, das man mit Leidenschaft und Herzblut schon immer machen wollte, so gehört
sie für mich definitiv zum Lebensglück.
Leon. 19
1. Ja, wenn ich Familie hätte für die ich sorgen müßte. Bin im Moment noch ein bißchen zu jung, um arbeitslos zu werden.
2. Ja, mein Pate ist sei seit 2 Jahren arbeitslos und findet trotz ständiger Fortbildungen keinen neuen Job.
3. Ja, denn wenn es keine Arbeit gibt, dann gibt es auch keine Freizeit, außerdem ist die Freude umso größer, wenn man sich etwas erarbeitet hat, als wenn man alles
einfach so bekommt. 5. Das Konsumverhalten in der 1. Welt zu Gunsten der 3. Welt runter schrauben. Das Bewußtsein um den eigenen Wohlstand erhöhen.
Anja. 25
1. Ja, denn da ich freie bildende Künstlerin werden will, ist die Gefahr sehr groß. Trotzdem bin ich voller Hoffnung, daß es mit der Karriere klappt.
2. Ja, mein Stiefvater war ca. 1 Jahr arbeitslos, es hat ihn seelisch sehr fertig gemacht, er war nicht mehr derselbe. 3 Ja, wenn ich als Künstlerin arbeiten könnte, wäre ich glücklich.
Florian. 27
1. Nein. Ich merke aber, daß durch Liebe und langjährige Beziehung, meine Einstellung zur Zukunft nicht nur mich betrifft. Ich denke verantwortungsbewußter, ich denke an
eine Zukunft mit Familie. 2. Nein.
3. Zum Lebensglück gehören für mich Aufgaben, Projekte an denen ich wachse, mich selbst weiterentwickle, Erfahrungen sammle und ich lerne, mich selbst zu akzeptieren,
mich selbst besser einzuschätzen. Wenn mir Arbeit das gibt, dann bin auch ich glücklich.
Cia. 24 1. Natürlich, wenn man sich umschaut, ist man ja ständig davon umgeben. Mich selbst betrifft es zwar nicht, weil ich studiere. Aber was passiert, wenn ich fertig bin mit dem
Studium und trotzdem keinen Job kriege? Es wäre für mich undenkbar und unheimlich frustrierend, wenn ich auf einen Job ausweichen müßte, auf den ich innerhalb der
Ausbildung nicht hingearbeitet habe.
2. Ich habe schon sehr früh (mit 16) angefangen, nebenbei zu arbeiten. Es gab es immer arbeitslose Lückenzeiten. Das war sehr schwer, weil ich keine finanzielle
Unterstützung aus meinem Elternhaus hatte. Ich hab mich dann sehr schlecht gefühlt.
4. Mein absolutes Lebensglück ist es, mein Studium (Theater/Film/Medien) bestmöglich abzuschließen. Auf diesem Gebiet beruflich tätig zu werden und mich auf diese Art und
Weise zu verwirklichen.
Michael. 23 1. Erste Erfahrung mit Arbeitslosigkeit hatte ich, nachdem mein Ausbildungsbetrieb (Stadt Ffm) mich nach abgeschlossener Ausbildung zum Landschaftsgärtner nicht
übernommen hatte. Seit 2003 jobbe ich unregelmäßig in verschiedenen Berufen.
2. Meine beiden Elternteile haben Erfahrungen mit betriebsbedingten Kündigungen (Mutter: dreimal; Vater: einmal). Mein Bruder erlebt in seinem momentanen Betrieb sein erstes Konkursverfahren.
3. Lebensglück heißt für mich hauptsächlich, Kraft aus den Wurzeln (Familie, Partnerschaft und echten Freunden) zu ziehen, um nach oben wachsen zu können (Beruf = Berufung).
4. Von anderen Menschen gebraucht und geachtet zu werden, zu sehen, wie eine gemeinsame Arbeit sich mit Leben füllt, sind Dinge, durch die man etwas über sich lernen
kann. Man kann also lernen glücklich zu werden.
5. "When l lie in my bed tonight l don't wanna grow up. Nothing even seems to turn out right. l don't wanna grow up. Seems like folks turn into things that they never want. The
only thing to live for is today." (Tom Waits)
Aufgezeichnet von Sandra Vieth [©schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
Hans Fallada - eine Wiederentdeckung Ein Artikel vom Verlag Felix Bloch Erben, Berlin
Wann ist ein Autor aktuell? Wenn er es versteht, die gesellschaftlichen Umstände und politischen Verhältnisse seiner Zeit genau festzuhalten? Oder wenn sich diese sozialen
Gegebenheiten in einer späteren Zeit auf eine Weise wiederholen, dass der Blick zurück nicht nur historisch aufschlussreich, sondern auch hilfreich für ein Neudenken und
Positionieren sein kann?
Und wann ist ein Stück ein Erfolg? Wenn es vermag, sein Publikum in den Bann zu ziehen, weil es Geschichten spannend und neu erzählen kann? Wenn die Befindlichkeiten
der Figuren als die eigenen erkannt werden? Oder wenn es Sprache und Bilder findet, die sich durch alle Leichtigkeit und Pointiertheit hindurch ins Gedächtnis einprägen?
Hans Fallada ist so ein Autor, seine Romane waren schon zu seiner Zeit Welterfolge, wurden übersetzt, verfilmt, dramatisiert und haben bis heute nichts von ihrer Relevanz
verloren. Seine Helden – die Arbeiter und Angestellten, die Bauern und Arbeitslosen, die Glückssucher und Verlierer – stehen stellvertretend für die verunsicherten Massen
wirtschaftlicher und politischer Krisen und sprechen mit ihren sozialen Nöten und zutiefst menschlichen Problemen noch immer existierende Realitäten an.
Hans Fallada auf der Bühne
Hans Fallada war vieles in seinem Leben: Morphinist, Alkoholiker, Gefängnisinsasse, Pechvogel, Glückskind, Welterkenner und Weltverkenner, und vor allem: ein großer
Erzähler. Wegen der bestechenden Genauigkeit im Erzählton und Detailbeobachtung wird er auch als "dramatischer Epiker" bezeichnet (Roland Ulrich, Die Deutsche Bühne 6/03).
Dass seine Romane auf der Bühne umsetzbar sind, zeigen die Beispiele aus der Vergangenheit: Wer einmal aus dem Blechnapf frisst (Theater Vorpommern 2002/03), Kleiner
Mann, was nun? (Schauspielhaus Bochum/Peter Zadek 1972, Schauspiel Leipzig 1998/99, Münchner Volkstheater 2003/04), Der Trinker (Theater und Orchester
Neubrandenburg/Neustrelitz 2002/03), Bauern, Bonzen und Bomben (Bühnen Kiel 1995/96), "Die Geschichte vom Mäuseken Wackelohr" (Theater Junge Generation, Dresden
seit 2002/03) u. a. Dass sie aber auch noch immer reizvoll und gerade jetzt für einen bestimmten Zeitgeist stehen, beweist die Vielzahl der Bühnen, die sich in dieser Spielzeit
mit Falladas Werken auseinandersetzen. Geplant sind außerdem Neuverfilmungen von "Jeder stirbt für sich allein" und "Wolf unter Wölfen"; verschiedene
Hörbuchproduktionen werden in den nächsten Monaten veröffentlicht. Hans Fallada – eine Wiederentdeckung.
Die Anfänge und erste Erfolge: Bauern Bonzen Bomben, Kleiner Mann, was nun und Wer einmal aus dem Blechnapf frisst
Hans Fallada, mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen, wurde am 21. Juli 1893 in Greifswald geboren. Bevor er als freier Schriftsteller leben konnte, war er als Hofbeamter und
Buchhalter auf großen Gütern beschäftigt, arbeitete als Annoncensammler, Lokalreporter und Verlagsangestellter. Bereits in jungen Jahren wurde Fallada alkohol- und
morphiumabhängig und kam wegen Unterschlagungsdelikten zweimal vor Gericht. Aus dem Gefängnis entlassen, arbeitete er mehrere Jahre beim Generalanzeiger in
Neumünster. Bauern, Bonzen und Bomben, sein 1931 erschienener Roman über eine norddeutsche Kleinstadt im Strudel politischer Auseinandersetzungen, brachte Fallada
seinen ersten Erfolg. Mit der Schilderung der von Intrigen und politischem Machtspiel bestimmten Kämpfe zwischen Landbevölkerung, Sozialdemokraten und Polizei gelang
Fallada ein Miniaturmodell der dem Untergang geweihten Weimarer Republik.
1932 wurde Falladas großer Gesellschaftsroman Kleiner Mann, was nun? veröffentlicht und machte den Autor mit einem Schlag weltberühmt. Fallada erzählt die anrührende
Liebesgeschichte von Pinneberg und seinem Lämmchen, einem jungen Paar zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, das sich wie Millionen andere mit der Angst vor dem sozialen
Abstieg, vor der Ausgeschlossenheit aus der Gesellschaft konfrontiert sieht. "Es sind die Ängste des kleinen Angestellten, die Fallada in allen Facetten beschreibt. Pinnebergs
Panik im beruflichen Alltag und der Verlust seiner Selbstachtung während der Arbeitslosigkeit sind so komplex geschildert, dass sie das sozial Besondere ihrer Zeit
transzendieren." (Die Zeit 6/03) In der Spielzeit 2006/07 werden Dramatisierungen des Romans am schauspielfrankfurt, am Berliner Maxim Gorki Theater und am Thüringer
Landestheater Rudolstadt zu sehen sein.
1933 begann Fallada mit der Arbeit an seinem nächsten Roman, Wer einmal aus dem Blechnapf frisst, der tragischen Geschichte des ehemaligen Häftlings Kufalt. Sein
fünfjähriges Gefängnisleben bleibt an ihm haften, wie unsichtbar an ihn gekettet. Kufalts Leidensweg ins bürgerliche Dasein ist von den Vorurteilen seiner Umwelt begleitet.
Mit der Verlobung platzt auch sein Traum von der ehrbaren Existenz. Er, der ewige Pechvogel, bleibt Versager für die Bürger und für die Ganoven. Erleichtert geht er zurück
ins Gefängnis: Nun hat er Ruhe – er ist zu Hause. Falladas Roman erschien 1934 und stieß bei den Nazis auf wenig Gegenliebe, weil der Autor eindeutig für seinen Helden
Willi Kufalt Partei ergreift, dessen Scheitern im Strafvollzug selbst und in den Vorurteilen der so genannten wohlanständigen Bürger begründet liegt. "Nicht aus Freude am
Abenteuerlichen, nicht als echte Milieuschilderung wirklicher 'Unterwelt' wird der Roman geschrieben, sondern zu zeigen, wie der heutige Strafvollzug und die heutige
Gesellschaft den einmal Gestrauchelten zu immer neuen Verbrechen zwingt.", schrieb Fallada im Exposé des Romans.
Während der Nazi-Zeit: unerwünschter Autor und Der eisener Gustav
Nach der Machtübernahme Adolf Hitlers zog sich Hans Fallada weitgehend aus dem öffentlichen Leben auf sein Landgut in Feldberg (Mecklenburg) zurück. Hier entstanden u.
a. "Wir hatten mal ein Kind" (1934), "Das Märchen vom Stadtschreiber, der einmal aufs Land flog" (1935), die Kurzgeschichten für Kinder "Hoppelpoppel, wo bist du?" (1936).
Mit seinem "Wolfroman" gelang ihm 1937 wieder ein echter "Fallada"; "Wolf unter Wölfen" ist eine große epische Chronik der Inflationszeit, in der sich alles aufzulösen schien
in Rausch, Gier und Glückssuche. Für die unverwechselbaren Schicksale und Gestalten stand die ganze deutsche Gesellschaft Modell – ostelbischer Landadel, Berliner
Kleinbürger, Offiziere, Spekulanten, Prostituierte, Spieler, Süchtige, Schieber. Die offene Kritik an der Remilitarisierung Deutschlands, so historisch sie auch angelegt ist,
musste am Verriss der Nationalsozialisten scheitern – Fallada wurde zeitweise zum "unerwünschten" Autor erklärt.
1937/38 schrieb Fallada auf Anregung des Filmschauspielers Ernst Jannings den Roman "Der eiserne Gustav", die Geschichte des Droschkenfahrers Gustav Hackendahl, die
äußerst plastisch die Verhältnisse der kleinen Leute in der Zeit zwischen dem wilhelminischen Kaiserreich und dem Zerfall der Weimarer Republik schildert. Der Roman, der
gleichzeitig als Drehbuchvorlage für einen "repräsentativen deutschen Film" dienen sollte, musste auf Geheiß Goebbels systemkonform umgeschrieben werden; das
Filmprojekt scheiterte letztlich an Falladas Namen. Nach dieser demütigenden Erfahrung beschränkte Fallada seine Veröffentlichungen auf politisch unverfängliche Themen – in
den nächsten Jahren entstanden u. a. "Geschichten aus der Murkelei" (1939), "Ein Mann will hinauf" (1941), die Erinnerungsbücher "Damals bei uns daheim" (1942) und
"Heute bei uns zu Haus" (1943).
Krisen und Abgründe: Der Trinker und Jeder stirbt für sich allein
Physisch und psychisch äußerst angegriffen, wurde Hans Fallada 1944 wegen eines mutmaßlichen Mordversuchs an seiner inzwischen geschiedenen Frau Anna für
dreieinhalb Monate in die Landesanstalt Altstrelitz eingeliefert. In dieser Zeit entstand heimlich das "Trinkermanuskript" – eine Abrechnung mit den Albträumen und
Erniedrigungen der zurückliegenden Jahre; ein Teil dieser Niederschriften ist der Roman Der Trinker (veröffentlicht 1950), der wohl das am deutlichsten autobiografisch
geprägte seiner Werke ist und Falladas "letzte und vielleicht konsequenteste Beschreibung menschlicher Abgründe". (Die Deutsche Bühne, 6/03). – Der Kaufmann Erwin
Sommer fühlt sich seiner Frau Magda nach gut vierzehn Jahren kinderloser Ehe entfremdet und verheimlicht ihr, dass er aus Nachlässigkeit mit seinem Großhandelsgeschäft in
finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. In dieser Lebenskrise entdeckt er die betäubende Wirkung des Alkohols und wird zum Trinker – mit verheerenden Folgen, vom sozialen
Abstieg über das Gefängnis bis zur Entmündigung und Einweisung in eine Heilanstalt. Der Trinker, vielen auch durch die 1995er Verfilmung von Tom Toelle mit Harald Juhnke in
der Hauptrolle bekannt, wird im Herbst 2006 am Theater Orlando in Rastede und im Februar 2007 am Theater Altenburg-Gera zu sehen sein.
Nach Kriegsende zog Fallada wieder nach Berlin, wo sich der Dichter Johannes R. Becher seiner annahm, und begann 1946 auf Bechers Anregung, die Geschichte des
Berliner Ehepaars Anna und Otto Quangel und dessen einsamen, aussichtslosen Widerstand gegen das Hitlerregime zu bearbeiten. Als Vorlage dienten Fallada die Gestapo
-Akten über die illegalen Aktivitäten der Quangels zwischen 1940 und 1942. Ergebnis dieser Arbeit ist Falladas Roman "Jeder stirbt für sich allein", der u. a. 1975 mit Hildegard
Knef verfilmt wurde.
Es wurde sein letzter Roman – Hans Fallada starb am 5. Februar 1947 mit 54 Jahren in Berlin. [© Verlag Felix Bloch Erben, Berlin]
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Klimaforscher - Das Gewicht der Luft Ein Kunststück des TheaterGrueneSosse zu Umweltthemen
Premiere: 18. Februar 10 (Theaterhaus Frankfurt)
Regie: Detlef Köhler Dramaturgie: Kathrin Marder Musik: Oliver Augst
Spiel: Willy Combecher, Sigi Herold und Friederike Schreiber
Das Wetter spüren wir jeden Tag: Wir tragen Regenjacken oder Sonnenhüte, sehen den Wetterbericht und die Sterne
am Himmel, fürchten Gewitter, schützen uns vor UV-Strahlen, freuen uns über die bunten Blätter im Herbst und auf die Blumen im Frühling. Wir hören vom Treibhauseffekt und von Tsunamis, von
den schmelzenden Polarkappen und von Ozonlöchern – und weil das so ist, haben alle, ob groß ob klein, eine Vorstellung davon, wie Wetter und Klima das Leben auf unserer Erde beeinflussen.
Die Klimaforscher vom TheaterGrueneSosse wissen alles über das Wetter, das Klima und seinen Wandel. Die Klimaforscher haben keine Angst vor Sturm und Wind, vor Sonne und Regen, vor Hitze und
Eis, denn sie können alles erklären und stellen sich allen neuen Fragen. Mit Geschichten, Experimenten und Spielen nähern sich Schauspieler und Publikum dem Thema Wetter und Klima und
versuchen gemeinsam deren Phänomene aber auch deren Alltäglichkeiten zu erforschen. Weniger als eine wissenschaftliche oder belehrende steht dabei eine ästhetische und spielerische
Herangehensweise im Vordergrund. Wetter und Klima sollen nicht haarklein analysiert sondern als wunderbarer und spannender Prozess begriffen werden, der unser aller Leben
beeinflusst. [© TheaterGrueneSosse]
weitere Vorstellungen im Theaterhaus Frankfurt: 19.02. 11:00h
Mi. 03.03. 11:00h und 14:30h Do. 04.03. 11:00h, Fr. 05.03. 11:00h und 14:30h und 19:00h So. 07.03. 10:00h Frühstück und Theater
Di. 18.05., Mi. 19.05., Do. 20.05., Fr. 21.05. je 11:00h
Im Löwenhof - Löwengasse 27k während STARKE STÜCKE: Fr. 23.04. 14:30h
Vorbestellungen: 069-2998610
Klimaforscher wird unterstützt duch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst
www.theatergruenesosse.de
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König Arthur
Von: Wolfgang Deichsel (* 1939) nach dem Original von: John Dryden (1631 - 1700)
Mit Musik von: Henry Purcell (ca. 1659 - 1695)
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 4. November 06 Aufführungsdauer: ca. 90 Minuten, ohne Pause; für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene
Wiederaufnahme:
14. November 2007, 11.00 Uhr, Großes Haus Weitere Vorstellungen am: 16., 25., 26. November und 2., 3., 6., 9., 10., 11., 16., 17., 22., 23., 26. Dezember 2007 und im Januar 2008
Regie: Corinna von Rad Musikalische Leitung: Rainer Süßmilch Bühne: Ralf Käselau Kostüme: Sabine Blickenstorfer Licht: Nicol Hungsberg
Kampfszenen: Simon Solberg, Daniel Christensen Dramaturgie: Sibylle Baschung Regieassistenz: Lilli-Hannah Hoepner Bühnenbildassistenz: Nina Zoller
Kostümassistenz: Nadja Rudert Souffl euse: Alexandra zu Stolberg Inspizienz: Thomas Nossek Ton: Franziska Rudolphi, Matthias Schmidt Maske:
Beate Bauer, Jan Bundil, Verena Martin, Lutz Paschke Technische Produktionsleitung: Josef Dreker, Laura van Haperen Technische Einrichtung: Nikola Ramie Requisite:
Anette Mahnke, Levin Kittelmann, Helmut Stumvoll Regiehospitanz: Susanne Grünewald Bühnenbildhospitanz: Stefanie Bauerochse Kostümhospitanz:
Marie-Theres Thran
Arthur, König der Briten: Daniel Christensen Emmeline, seine Geliebte: Ruth Marie Kroger Mathilda, ihre Freundin: Sascha Icks
Albanact: Stefko Hanushevsky (Trompete) Aurelius: Andreas Bittl (Akkordeon) und weitere Gefährten Arthurs:
Tobias Rüger (Sopransaxophon), Karsten Süßmilch (Posaune, Sousaphon), Rainer Süßmilch (Althorn) Merlin, der weise Zauberer: Andreas Haase Philidel, sein Luftgeist:
Mathias Max Herrmann Oswald, König der Sachsen: Özgür Karadeniz Gillamar, der hinterhältige Zauberer: Joachim Nimtz Grimbald, sein Erdgeist:
Sebastian Schindegger Cupido, der Liebesbote: Tamara Weimerich Ritter, Frostwesen, Kobolde, Tiere und Waldwesen:
Rainer Böhme, Klara Buchtovä, Christof Fleischer, Martin Georgi, Andreas Hilberer, Marcus Hosch, Ursula Krienitz, Kathrin Tillmans, Thomas Werner
Besprechung auf kulturfreak.de
In einer phantastischen Welt voller Zauberer und Geister kämpft der sagenumwobene König Arthur mit seinen Rittern gegen den bösen König Oswald. Dieser hat die blinde
Emmeline, die Geliebte Arthurs, entführt und hält sie mit Hilfe des hinterhältigen Zauberers Gillamar gefangen. Auf der Suche nach Emmeline durchquert Arthur einen
verwunschenen Wald, verirrt sich in finsteren Sümpfen und besteht viele Abenteuer und Prüfungen. Dabei stehen ihm der weise Magier Merlin und der Luftgeist Philidel zur
Seite. Erst in der eisigen Welt des Frostgeistes treffen die beiden Könige zu dem alles entscheidenden Kampf aufeinander. [Text: schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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König Lear (King Lear) Tragödie in 5 Akten
Von: William Shakespeare Entstehung: ca. 1604/05
Erste gesicherte Aufführung: 26. Dezember 1606 (London, Whitehall-Palast) Erste Aufführungen in Deutschland: 1626 (durch engl. Komödianten)
Zur Inszenierung des Schauspielhaus Chemnitz:
Premiere: 18. Juni 11
Regie:
Enrico Lübbe Bühne und Kostüme: Michaela Barth Musik: Bert Wrede
Besetzung:
Lear, König von Britannien: Bernd-Michael Baier Kent:
Dirk Lange Gloster: Tilo Krügel Edmund: Wenzel Banneyer Edgar: Constantin Lücke Goneril: Ulrike Euen Regan: Daniela Keckeis
Cordelia: Caroline Junghanns Herzog von Cornwall: Urs Rechn Herzog von Albany: Michael Pempelforth Oswald: Guido Schikore ( König von Frankreich:
Karl Sebastian Liebich Herzog von Burgund: Bernhard Conrad
Zum Abschluss dieser Spielzeit im Schauspielhaus inszeniert Schauspieldirektor Enrico Lübbe mit „König Lear“
eines der bedeutendsten Stücke Shakespeares. Dieses Werk über den jähen Fall eines großen Königs ins absolute Nichts schließt auf der Großen Bühne die Reihe der Premieren ab, die unter dem
verbindenden Spielzeitmotto „Wolken.Heim“ standen. Die Premiere findet am 18. Juni 11 statt. Die nächsten Vorstellungen sind am 21. und 25. Juni, 19.30 Uhr im Schauspielhaus Chemnitz.
Schauspieldirektor Enrico Lübbe wird diesen alten, doch stets aktuellen und zentralen Text erzählen im vollen Vertrauen auf die Kraft des Theaters: Auf einem schlichten Holzspielfeld stehen
die Schauspieler, fast das gesamte Ensemble, und Shakespeares Geschichte, in der direkten und unmittelbaren Übersetzung von Werner Buhss, im Mittelpunkt. Unterstützt werden sie von einem der
besten Theatermusiker des deutschsprachigen Raumes – Bert Wrede, der nach „Glaube Liebe Hoffnung“ erneut für eine Arbeit in Chemnitz gewonnen werden konnte. [© Die Theater Chemnitz]
www.theater-chemnitz.de
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 3. Dezember 10
Regie: Günter Krämer Bühne: Jürgen Bäckmann Kostüme: Falk Bauer Licht: Johan Delaere Dramaturgie: Andreas Erdmann
Besetzung:
Lear, König von Britannien: Michael Abendroth
Seine Töchter Goneril: Traute Hoess Regan: Josefin Platt Cordelia:
Constanze Becker / Bettina Hoppe
Graf von Gloucester: Wolfgang Michael Edgar, sein Sohn: Oliver Kraushaas Edmund, sein bastard: Marc Oliver Schulze
Herzog von Cornwall: Viktor Tremel Herzog von Albany: Till Weinheimer Graf von Kent: Jocim Nimtz Oswald, Gonerils Haushofmeister: Christoph Pütthof
Hauptmann / 1. Diener: Helmut Langer König von Frankreich / 2. Diener: Daniel Heck Narr: Constanze Becker / Bettina Hoppe
Und als Gast: Wilfried Elste
Statisten: Attila Berkenyi, Rainer Böhme, Hans-Jochim Bormann, Roman Fischer, Franck Hausswirth, Gerd Hofmann, Lars Karge, Mark Scott Kennedy, Göran Rother, Thomas Schäfer, Jan
Schrödter, Hubert Schulz, Manfred Thomas, Burak Uzuncimen
Besprechung auf kulturfreak.de
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König Lear Schauspiel Frankfurt Gonerial (Traute Hoess), Edmund (Marc Oliver Schulze (Edmund) © Birgit Hupfeld
König Lear ist alt und will sein Reich aufteilen. Seine Töchter, die es erben werden, sollen ihm zuvor beteuern, wie sehr sie ihn lieben. Als die Jüngste, seine Lieblingstochter,
das nicht will, verstößt der König sie. Aber die zwei älteren Töchter, die den Liebesschwur ohne Zögern abgelegt haben, machen ihrem Vater das Leben bald zur Hölle. Das
Königreich fällt in die Hände kriegerischer Intriganten. Günter Krämer inszenierte in der Spielzeit 2009/10 bereits erfolgreich Horváths »Geschichten aus dem Wiener Wald« am
Schauspiel Frankfurt. [© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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König Ödipus (Oidpus tyrannos) Tragödie
Von: Sophokles Uraufführung: zwischen 429 v.Chr. und 425 v. Chr. (Athen)
König Ödipus Komödie von Bodo Wartke nach dem antiken Drama von Sophokles Mit Musik von Bodo Wartke
Uraufführung der Theaterfassung: 14. Januar 2011 (Wiesbaden, Wartburg)
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 14. Januar 11 (Wartburg)
I
nszenierung: Caroline Stolz Bühne und Kostüme: Lorena Díaz Stephens, Jan Hendrik Neidert Musikalische Leitung: Ernst August Klötzke Musikalisches Konzept:
Timo Willecke Dramaturgie: Anika Bárdos
Mit: Evelyn M. Faber, Stefanie Hellmann, Friederike Ott und Timo Willecke (Musiker)
Das Projekt, Sophokles’ antikes Drama König Ödipus,
sozusagen die Mutter aller Tragödien, als Ein-Mann-Show auf die Bühne zu bringen, spottet an sich schon aller Beschreibung. Das Ganze dann auch noch als Komödie anzupacken und in Reimform zu
bringen, grenzt eigentlich schon an Größenwahn, wenn nicht gar an Hybris.
Der Kabarettist Bodo Wartke hat sich mit seiner Fassung einen Traum erfüllt, den er über lange Zeit geträumt
und schließlich nach etwa 15 Jahren verwirklicht hat. Immer wieder hat er in seinen Shows einzelne Szenen dem Publikum vorgeführt und überprüft, bis er den ganzen Ödipus fertig hatte und nun
als eigenen Abend deutschlandweit präsentiert. Mit unerhörtem Erfolg.
Theben, das von Ödipus als besonnenem König regiert wird, ist von der Pest heimgesucht. Erst wenn der Mörder von
Laios, dem vorigen König von Theben und – wie wir alle wissen – Vater von Ödipus, ermittelt ist, kann der Fluch gebannt werden. Ödipus gibt sein Bestes, diese Ermittlungen anzustrengen, nicht
wissend, dass er sich dabei sein eigenes Grab schaufelt. Dass er neben dem Vatermord auch noch seine Mutter geehelicht hat, ist hinlänglich bekannt und trägt umso mehr zu der Tragödie bei
(pikant ist es natürlich außerdem).
Die Komik in Wartkes Stück liegt aber nicht nur darin, die sperrige Tragödie in luftige Reime zu kleiden. Mit großer Leichtigkeit nähert er sich dem
eigentlich düsteren Stoff und geht sogar noch weiter als die antike Tragödie. Sophokles, der Dreieinigkeit von Ort, Zeit und Handlung verpflichtet, beschreibt nur den Moment, an dem die
eigentlich Tragödie schon passiert ist und der Schuldige in Rede und Gegenrede ermittelt wird.
Bodo Wartke geht noch weiter als Sophokles – er beginnt bei der Vorgeschichte: Ödipus’
Geburt, seine Jugend bei den Pflegeeltern, nachdem er von den echten Eltern zum Sterben ausgesetzt wurde, die fatale Begegnung mit seinem Vater und natürlich die Rettung Thebens vor der
menschenverschlingenden Sphinx, bevor er sich dem tragischen Ende des unschuldig schuldig gewordenen Helden zuwendet. Die Regisseurin Caroline Stolz (Shopping Queens, The Black Rider,
u.a.) hat sich nun der Herausforderung gestellt, aus der Ein-Mann-Version einen veritablen Ensemble-Abend zu machen, ein Theaterstück. Drei Schauspielerinnen, Evelyn M. Faber, Stefanie
Hellmann und Friederike Ott teilen sich die Rollen auf: Kreon, Iokaste, der Priester, Teiresias, das Orakel von Delphi und viele mehr, nicht zu vergessen natürlich Ödipus selbst. Zwar
übernimmt nicht brav jede Schauspielerin eine Rolle – dann würde man unter 12 Personen auf der Bühne nicht wegkommen – aber mit großer Hingabe schmeißen sich die drei Damen ins Spiel und in die Situationen, dass einem dabei schwindlig werden kann. Unterstützt werden sie dabei von dem Musiker Timo Willecke, der nicht nur den Gesang begleitet (Bodo Wartke hat auch die Musik geschrieben), sondern auch mit ungewöhnlichen und gewöhnlichen Gegenständen musikalische und atmosphärische Räume erzeugt.
Das Publikum wird sich wundern, in vielfacher Hinsicht. Darüber, dass diesem bekannten Stoff soviel Neues und Kurioses abgewonnen werden kann, und dass sich ein tieftragischer Text
scheinbar mühelos in die Komödie hinübertransportieren lässt. Darüber, dass nicht nur Furcht und Mitleid eine Katharsis bewirken können, sondern dass auch das Lachen eine durchaus reinigende
Wirkung haben kann. Und über vieles, vieles mehr. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 1. Oktober 09
In der Übersetzung von Ernst Buschor; gemeinsam mit dem Stück “Antigone”
Regie: Michael Thalheimer Bühne: Olaf Altmann Kostüme: Katrin Lea Tag Musik: Bert Wrede Chorleitung: Marcus Crome Licht:
Johann Delaere Dramaturgie: Sibylle Baschung
Besetzung: Ödipus: Marc Oliver Schulze Kreon: Isaak Dentler Teiresias: Michael Benthin
Iokaste: Constanze Becker Bote aus Korinth: Oliver Kraushaar Hirte des Laios: Michael Abendroth Dienerin der Iokaste: Bettina Hoppe
Chor, Statisterie
Mit der antiken Tragödie fängt alles an. In seinen beiden großen Dramen, »König Ödipus« und »Antigone«, bringt Sophokles – wie kaum ein Dichter nach ihm –
philosophische und ethische Menschheitsfragen auf die Bühne, deren Dringlichkeit durch die Jahrhunderte noch zuzunehmen scheint. Dabei sind beide Stücke Teil einer Familiengeschichte: Ödipus,
der unglückliche Herrscher Thebens, verfällt demselben Fluch wie seine Tochter Antigone: Schuldlos schuldig müssen beide untergehen. Nach einem Worte Sigmund Freuds der erste der modernen
Menschen, ist Ödipus verdammt zur Selbsterkenntnis, welche er in gnadenlosem Ringen mit sich selbst zu Tage fördert. Antigone sucht das Duell mit Thebens König, ihrem Onkel Kreon, um das
sittliche Gesetz einzuklagen. König Kreon stellt die Staatsräson dagegen, der Zusammenprall vernichtet beide.
Michael Thalheimer bringt zur Eröffnung der Saison am Schauspiel Frankfurt
beide Tragödien in einem Doppelprojekt auf die Bühne: »Ödipus / Antigone« an einem Abend. Später können beide Teile auch an verschiedenen Abenden angesehen werden. Der Regisseur Michael
Thalheimer, geboren in Münster bei Frankfurt am Main, zählt zu den prägenden Regisseuren seiner Generation. Er begann als Schauspieler und Regisseur am Theater Chemnitz. Später inszenierte er
u.a. in Leipzig, Dresden, Stockholm, seit 2000 vorwiegend am Hamburger Thalia Theater und am Deutschen Theater Berlin. Hier zählten »Die Orestie«, Goethes »Faust« und auch »Die Ratten« zu
seinen großen Erfolgen. Sechs von seinen Inszenierungen wurden zum Theatertreffen in Berlin eingeladen.
Besprechung auf kulturfreak.de
Ödipus Schauspiel Frankfurt Ödipus (Marc Oliver Schulze) und Iokaste (Constanze Becker) Foto: Sebastian Hoppe
Tragödie und Inhalt der Stücke:
»Der Mythos gibt Antworten ohne Fragen, während die Tragödie Fragen ohne Antworten, Probleme ohne Lösungen entwickelt.« Mit dieser Formel beschreibt Emil Anghern die
Neuerung, die die attische Tragödie in ihrer Zeit darstellt. In der Art und Weise, wie die Tragödie den Mythos bearbeitet, spiegelt sich ein grundsätzlicher Umbruch in der
Geschichte des Geistes und des Bewusstseins des Menschen von sich selbst. Das 5. Jhdt. v. Chr. ist der Moment der Weltgeschichte, in der sich zum ersten Mal sowohl
politisch ein freiheitliches Denken, als auch die Selbstwahrnehmung des Menschen als Individuum in Opposition zu den Göttern herausbildet. Die Tragödie als ureigener
Ausdruck dieser Zeit befragt und problematisiert den Mythos. Damit erschüttert sie die Gewissheiten des Denkens, der Erklärung von Welt, wie sie die Mythen zum Ausdruck
bringen. Doch bleibt der Mythos lebendig und problematisiert seinerseits die Tragödie. Das Tragische an der Tragödie ist deswegen ein unauflösbares Paradox: Das Paradox,
dass der Moment, in dem sich der Mensch zum ersten Mal als ein autonom Handelnder artikuliert und erfährt, derselbe ist, in dem er seine eigene Ohnmacht leidvoll erkennt. Und
diese paradoxale Verschränkung von menschlicher Allmacht und Ohnmacht scheint auch nach rund 2500 Jahren noch zu bewegen.
Die mythologischen Grundelemente der Ödipus-Geschichte waren dem Publikum in Athen bekannt. Anders bei »Antigone«: Zwar hatte Sophokles die Figur der Antigone nicht
erfunden, die Überlieferung des Mythos gab jedoch kaum Auskunft über das Schicksal der Ödipustochter.
Die Besonderheit, wie Sophokles den Ödipus- Mythos gestaltete, lag darin, dass er nicht den Hergang der ödipalen Verstrickung – wie Ödipus unwissentlich den Vater erschlug
und die Mutter ehelichte – auf die Bühne brachte, sondern wie Ödipus selbst diese Wahrheit über sich herausfindet und beurteilt. Damit problematisiert das Stück Möglichkeiten
und Konsequenzen der menschlichen Selbsterkenntnis und -beurteilung. Die Frage nach der Schuld liegt außerhalb der Tragödienhandlung.
Das Stück beginnt mit der Schilderung der Pest. Das Volk erwartet Rettung durch seinen König. Ödipus, der als der klügste, mächtigste und fähigste Herrscher gilt, hat bereits
seinen Schwager Kreon zu dem Orakel geschickt, um zu fragen, ob er gegen diese Seuche etwas tun könne. Die Antwort lautet, dass eine »Befleckung des Landes«, welche
Kreon mit dem ungeklärten Mord an Thebens letztem König Laios in Verbindung bringt, gesühnt werden müsse. Statt ein traditionelles Sühne- und Reinigungsritual anzuordnen,
entscheidet Ödipus, sich selbst als Richter einzusetzen und eine rechtsförmige Untersuchung durchzuführen. Dieses nun geschilderte Vorgehen entspricht den Verfahren
eines typischen Athener Gerichtsprozesses. Gleich zu Beginn verkündet Ödipus öffentlich das Urteil, das dem Schuldigen droht: Verbannung aus der Gesellschaft. Doch kaum
ist die Untersuchung eingeleitet, kaum hat der Seher Teiresias ausgerechnet König Ödipus als den gesuchten Mörder bezeichnet, beginnt das gnadenlose Ringen von Ödipus mit
sich selbst um Wahrheit und Selbsterkenntnis. Zur Hoffnung, den Mörder des Laios zu finden, tritt die Angst, ihn in sich selbst zu erkennen. Und alles, was im Laufe der
Untersuchung den König zu retten scheint, schlägt in der unerbittlich von ihm selbst weitergeführten Nachforschung ins Vernichtende um. Am Ende ist Ödipus dazu verdammt,
sich als Kind und Gatte von Iokaste, als Vater-Bruder seiner Kinder, Mörder seines Vaters zu erkennen und in seiner Funktion als Richter selbst zu verurteilen.
Nach Ödipus’ Selbstbestrafung entbrennt ein Thronfolgekrieg zwischen seinen Söhnen Eteokles und Polyneikes, in dem sich beide gegenseitig töten. Ihr Onkel Kreon erläßt als
neuer König ein Bestattungsverbot gegen den Angreifer Polyneikes. Dem Feind der Stadt sei weder Totenruhe noch ein Leben im Jenseits vergönnt. Mit dieser härtesten aller
Strafen betont Kreon im Sinne einer Warnung den grundlegenden Unterschied zwischen Freund und Feind des Gemeinwesens, dessen Schutz für ihn an oberster Stelle steht.
Antigone übertritt dieses Gebot, indem sie ein höheres, gottgegebenes Gesetz für sich in Anspruch nimmt: die Pflicht ein Familienmitglied zu bestatten und damit die Würde des Einzelnen unterschiedslos über den Tod hinaus zu achten.
Die prinzipielle Unbedingtheit, mit der Kreon und Antigone ihre Haltung vertreten, vernichtet beide. Nachhaltig stellt das Stück damit Forderungen und Verpflichtungen des
Individuums und des Staates zur Diskussion.
Sophokles - Zum Autor: Sophokles wird 497 oder 496 v. Chr. in Kolonos, einem Dorf vor den Mauern Athens geboren. Seit etwa 470 nahm er am Tragödienwettkampf teil. Seinen ersten Sieg errang er
bereits mit 28 Jahren. In den insgesamt 65 Jahren seines Bühnenwirkens war er überaus erfolgreich: Mit insgesamt gut 120 Stücken bei etwa 30 Aufführungen errang er 18-20
Siege und 10-12 zweite Plätze; Dritter wurde er nie. Nur sieben Stücke von Sophokles sind vollständig überliefert (was circa 6% seines gesamten dichterischen Schaffens
entspricht): »Aias« (um 450), die »Trachinerinnen« (440er Jahre), »Antigone« (um 441), »König Ödipus« (um 434), »Elektra« (nach 420), »Philoktet« (um 409) und »Ödipus auf
Kolonos« (401 posthum aufgeführt). Im Gegensatz zu Aischylos, von dem mit der »Orestie« eine komplette Trilogie erhalten ist, ist dies bei Sophokles nicht der Fall. Zudem sind
die Stücke inhaltlich sehr geschlossen und die einzelne Gestalt rückt mehr in den Mittelpunkt – so dass di e Frage nach der Zusammengehörigkeit der Trilogien nicht entschieden
werden kann. Nicht nur inhaltlich, auch formal hat Sophokles Neuerungen eingeführt, sowohl die Bühnenmalerei (Skenographía), als auch die Einführung des dritten
Schauspielers (welche Aischylos seinerseits in der »Orestie« übernommen hat) schreibt ihm Aristoteles im vierten Kapitel seiner Poetik zu. Neben seiner dichterischen Tätigkeit
nahm Sophokles rege am politischen Leben seiner Heimatstadt teil. 443/442 bekleidete er das Amt eines »Hellenotamias«, eines der führenden Finanzbeamten im attischdelischen
Seebund; 441/440 im samischen Krieg war er zusammen mit Perikles, dem bedeutendsten athenischen Politiker seiner Zeit, mit allerdings mäßigem Erfolg, Stratege. Diese
militärische Führungsposition, im Übrigen die einzige Position im demokratischen Athen, in die man nicht durch Los, sondern durch Wahl kam, hatte er im Jahr 428 und vielleicht
423/22, in der ersten Phase des Peleponnesischen Krieges, noch einmal inne. Sein einflussreichstes politisches Amt übte er als einer der zehn Probulen (»Berater «) aus, die
412/411 an der Abschaffung der athenischen Demokratie mitwirkten. Die darauf folgende Herrschaft der Vierhundert blieb eine kurze Episode, aber das Renommee des
Sophokles scheint auch in der wiederhergestellten Demokratie nicht gelitten zu haben. Auch ein bedeutendes Priesteramt übte der Dichter aus. Zum Dank für seine führende
Rolle bei der Einrichtung eines Kultes für den Heilgott Asklepios wurde Sophokles selbst nach seinem Tod kultische Verehrung zuteil.
Gestorben ist Sophokles 406 (kurz nach Euripides), nachdem er bei den Großen Dionysien dieses Jahres ein letztes Mal erfolgreich gewesen war. Bereits in der kurz darauf
aufgeführten Komödie »Die Frösche«, in der Aristophanes alle drei verstorbenen großen Tragiker auftreten lässt, wird Sophokles mit der meisten Hochachtung behandelt und gilt
bis heute als Innbegriff des klassischen Tragikers.
Das Regieteam:
Michael Thalheimer (Regie) geboren 1965 in Münster bei Frankfurt a. M., zählt zu den prägenden Regisseuren seiner Generation. Er begann als Schauspieler und Regisseur
am Theater Chemnitz, inszenierte danach u.a. in Basel, Leipzig, Dresden und Stockholm, seit 2000 vorwiegend am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Theater Berlin, wo
er von 2005 bis 2008 Mitglied der künstlerischen Leitung war. Hier zählten »Die Orestie« von Aischylos, Goethes »Faust«, »Die Ratten« und »Emilia Galotti« zu seinen großen
Erfolgen. Seine Inszenierungen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den 3sat-Innovationspreis, sowie den Berliner Friedrich-Luft-Preis, zweimal den Wiener Nestroy
-Preis und die Moskauer Goldene Maske. Viele seiner Produktionen wurden zu internationalen Festivals eingeladen, sechs davon zum Theatertreffen in Berlin.
Olaf Altmann (Bühne) geboren 1966 in Chemnitz, ist gelernter Stuckateur, arbeitete als Bühnentechniker am Theater in Chemnitz, wo er 1989 sein erstes Bühnenbild entwarf.
Danach arbeitete er als Bühnenund Kostümbildner u. a. in Dresden, Köln, Frankfurt, am Thalia Theater Hamburg, am Deutschen Theater und an der Volksbühne in Berlin. In
Chemnitz entstand eine feste Zusammenarbeit mit Michael Thalheimer, für den er seitdem zahlreiche Bühnenbilder entwarf. In den letzten Jahren führte Olaf Altmann auch selbst
Regie. Er ist Bühnenbildner des Jahres 2008 und gewann im gleichen Jahr den »Faust«-Preis.
Katrin Lea Tag (Kostüme) geboren in Berlin, studierte Bühnenbild bei Prof. Erich Wonder, Malerei und Grafik bei Prof. Renee Green in Wien. 1997 gewann sie mit ihrer
Ausstattung für den 1. Akt von Wagners »Das Rheingold« den 1. Preis im Internationalen Wettbewerb für Regie und Bühne in Graz. Sie entwarf Kostüme für Inszenierungen von
Dimiter Gotscheff (»Iwanow«, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2006) und arbeitete als Kostüm- und Bühnenbildnerin am Thalia Theater Hamburg und dem
Akademietheater in Wien. Mit Michael Thalheimer verbindet sie seit 2006 eine regelmäßige Zusammenarbeit.
Bert Wrede (Musik) geboren 1961 in Potsdam, studierte Musik an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. Als freier Musiker veröffentlichte er zahlreiche CDs,
gastierte auf internationalen Festivals und arbeitete mit Musikern wie Phil Minton, Elliott Sharp, Friedrich Schenker. 1997 erhielt er ein Kompositions-Stipendium der Akademie der
Künste Berlin, 1998 eines für New York. Als Bühnenmusiker arbeitet er regelmäßig mit Michael Thalheimer (z.B. »Emilia Galotti« und »Faust«), Martin Kušej, Andrea Breth, Dimiter
Gotscheff und Wilfried Minks. 2002 erhielt er den Nestroy-Preis, 2006 den deutschen Filmpreis.
Marcus Crome (Chorleitung) geboren 1974 in Berlin, studierte Musikwissenschaft in Berlin. 1997 leitete er am Berliner Ensemble die Choreinstudierung für »Die Maßnahme«
(Brecht / Eisler) bei ihrer ersten Wiederaufführung seit der Premiere 1930. Bei den letzten Inszenierungen von Einar Schleef (u.a. »Verratenes Volk«, Deutsches Theater Berlin,
2000) übernahm er die musikalische Leitung. 2006 studierte er den Sprechchor für »Die Orestie« von Michael Thalheimer ein, weitere Arbeiten entstanden u. a. mit Frank Cas torf
, Dimiter Gotscheff, Claus Peymann und Christoph Mehler.
[© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Königreich
Von: Lisa Danulat Uraufführung: 30. März 2012 (Mainz, Staatstheater Mainz)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 30. März 12 (Uraufführung)
Regie:
Johannes Schmit Bühne und Kostüme, Co-Regie: Markus Wagner Licht: Jürgen Sippert Dramaturgie: Katharina Gerschler
Besetzung:
Ich:
Stefan Graf, Tilman Rose, Mathias Spaan DrDr / Pitbull Sheitan: Andrea Quirbach
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Angst hat jeder — zumindest in bestimmten Situationen. Sie ist überlebenswichtig, sie ist Schutzmechanismus. Was
aber, wenn Ängste überhand nehmen und den Menschen lebensunfahig machen? Die Angst vor dem Versagen ist in Deutschland längst zur Volkskrankheit geworden. Aber Schuld hat scheinbar nicht mehr
das System, sondern der Mensch selbst. In ihrem neuen Stück beschäftigt sich Lisa Danulat, die in der letzten Spielzeit Hausautorin am Staatstheater Mainz war, mit genau den Themen Angst,
Versagen und Schuld. In ,,Königreich" öffnet sie die Krankenakten von Patienten der Psychiatrie, verdichtet Arztgespräche, autobiographische Notizen, fröhlich machende Medikamente,
Interviewmaterial und Tagebucheinträge zu einer psychosomatischen Collage. Eine Frau (,,ich") trifft in drei Lebensaltern auf sich selbst: ihre Versäumnisse, Sehnsüchte, aber auch auf
Merkwürdigkeiten, wie die seit jeher verhasste lila Cordhose oder eine verlorene Vaterfigur, die in Gestalt eines märchenhaften ,,alten Königs" ebenso auftauchen und wieder verschwinden
kann, wie sie in den freundlichen Psychiater hineinprojiziert wird, der leider auch keine Verantwortung für das Leben der ,,drei" übernehmen kann. Wie ein DJ unterschiedlichste Musik
sampelt und daraus neue Rhythmen entstehen lasst, spielt Lisa Danulat mit Sprache, mit Klischees und Zitaten. Sprühend vor Sprachwitz, tief melancholisch oder alptraumhaft verzerrt, formt sie
daraus ihre hoch dramatischen Szenen.
Lisa Danulat, geboren 1983 in Frankfurt/M., studierte Philosophie, Schauspiel und
Szenisches Schreiben. Sie ist Mitglied der Frankfurter ,,Lesebühne Ihres Vertrauens", gewann 2008 mit ,,Too low Terrain" den Preis für das beste Stück bei ,,Text trifft Regie"
am Staatstheater Mainz und wurde 2009 mit ihrem Jugendstück ,,Topinambur" zum Berliner Theatertreffen der Jugend eingeladen. In der Spielzeit 2009/2010 war sie Stipendiatin des
Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus, erhielt 2010 das Wiener Dramatikerstipendium und 2011 das DAGNY- Stipendium der Villa Decius in Krakau. 2010/2011 war sie Hausautorin am
Staatstheater Mainz, wo sie unter anderem das Deutschlandwanderprojekt ,,1000 Dias — 1000 Salzstangen" verwirklichte. Ihr Schreiben, das sich assoziativ an Alltagsphänomenen und
Auswüchsen einer disparaten Welt entzündet, hat musikalische Strukturen: wie ein DJ sampelt sie Sprache, spielt, mit Klischees und Zitaten und formt daraus hoch dramatische Szenen, sprühend
vor Sprachwitz, melancholisch oder alptraumhaft verzerrt. Am Staatstheater Mainz waren von Lisa Danulat bereits ,,Too low Terrain" (2009) und ,,Uns kriegt ihr nicht" (2010) zu sehen.
Johannes Schmit, geboren 1981 in Trier; studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst ,,Ernst Busch" in
Berlin. Ab 2003 zeigte er eigene Inszenierungen in Hamburg und am bat—Studiotheater Berlin. 2007 / 2008 übernahm er Regiemitarbeit und -assistenz bei Laurent Chetouane für dessen
,,Tanzstück #2" in den Sophiensaelen und für ,,Faust #2" in Weimar. 2008 bis 2010 war er Hausregisseur am Centraltheater Leipzig, wo er zahlreiche Inszenierungen an der Skala
verantwortete, u.a. die Uraufführung von ,,Im Pelz“ von Katharina Schmitt, das 2010 zum Festival radikal jung eingeladen wurde. Mit dem schwedischen Künstler Iggy Malmborg gründete er 2011
das Performance—Duo ,,White on White", Johannes Schmit brachte in der letzten Spielzeit ,,Eine Fahrt ans Mittelmeer" von Fiston Mwanza auf die Bühne des TiC Werkraums. [©
Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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Komödie im Dunkeln
Von: Peter Shaffer
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Die Kontrakte des Kaufmanns Eine Wirtschaftskomödie
Von: Elfriede Jelinek Uraufführung:
16. April 2009 ( Köln, Schauspiel Köln; in Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 15. Februar 2011 im MA*
Vorstellungen nur bis Ende Februar 2011
Regie: Philipp Preuss Ausstattung: Philipp Preuss, David Gonter Dramaturgie: Sibylle Baschung
Mit:
Constanze Becker, Lisa Stiegler; Michael Goldberg, Sébastien Jacobi, Nils Kahnwald
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Die Kontrakte des Kaufmanns Schauspiel Frankfurt Sébastien Jacobi © Birgit Hupfeld
Das Schauspiel Frankfurt bespielt im Februar 2011 das MA* (die ehemalige Diamantenbörse) in der Frankfurter Innenstadt. Regisseur Philipp Preuss, der in Frankfurt zuletzt
»Alice im Wunderland« mit Valery Tscheplanowa inszenierte, erarbeitete dort Elfriede Jelineks »Die Kontrakte des Kaufmanns«.
Das Stück, in dem sich die Nobelpreisträgerin mit der Finanz- und Wirtschaftskrise auseinandersetzt, wird nun erstmals an einem authentischen Ort gezeigt: Zum Inbegriff für
fatale Spekulationen wurde die 1974 eröffnete Diamantenbörse, da sich das groß angelegte Projekt schnell als Millionenverlust erwies. Bevor das 12-geschossige Bürogebäude
2011 komplett entkernt und zu Wohnungen umgebaut wird, hatte der neue Investor Ardi Goldman Frankfurter Künstlern die Räume für Ausstellungen zur Verfügung gestellt.
Das Schauspiel Frankfurt wird nun mit »Die Kontrakte des Kaufmanns« die erste theatralische Bespielung und zugleich das letzte Projekt überhaupt vor dem Umbau des MA* realisieren.
Philipp Preuss (Regie und Bühne) Geboren 1974 in Bregenz, Österreich. Er studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften an der Universität Wien und Regie und Schauspiel am Mozarteum
Salzburg. Seit 2001 arbeitet er als freier Regisseur und bildender Künstler. Philipp Preuss inszenierte u.a. am Schauspielhaus Bochum, Theater Dortmund und dem Deutschen
Theater Berlin. 2008 erhielt er für seine Dortmunder Inszenierung von »Hedda Gabler« den NRW Förderpreis für Darstellende Kunst. Ausstellungen zeigte er u.a. in Bregenz,
Wien und Mailand. Am Schauspiel Frankfurt inszenierte er »Alice im Wunderland«.
David Gonter (Bühne) Geboren 1984 in Frankfurt am Main. Seit 2007 studiert er visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt auf Bühnen- und Kostümbild sowie Bildhauerei und Dreidimensionales
Gestalten an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Bereits während des Studiums entstehen verschiedene Kurz- und Diplomfilmprojekte sowie Bühnenbildarbeiten im
Rahmen der Hessischen Theaterakademie. So realisiert er unter anderem die Bühne für Laura Linnenbaums Inszenierungen von Josef Haders »Indien« im Frankfurt LAB und zu
»Schlafes Bruder« nach Robert Schneider in der Box des Schauspiel Frankfurt.
Katharina Tasch (Kostüme) Geboren 1977 in Mühlhausen. Sie studierte Kostümdesign an der Fachhochschule für Design und Medien in Hannover. Von 2007 bis 2010 war sie als Kostümassistentin am
Schauspiel Frankfurt engagiert und assistierte in Produktionen von Andreas Kriegenburg, Karin Henkel, Ulrich Rasche und Florian Fiedler. Während dieser Zeit gestaltete sie
Kostüme u.a. für die Deutschsprachige Erstaufführung von Simon Stephens »Steilwand« (Regie Lily Sykes) und »Alice im Wunderland« nach Lewis Carroll in der Inszenierung
von Philipp Preuss. Seit 2010 arbeitet sie als freie Kostümbildnerin und entwarf unter anderem die Kostüme für »Stella« in der Regie von Andreas Kriegenburg.
Konny Keller (Video) Geboren 1979 in Dortmund. Sie studierte Design mit dem Schwerpunkt Audiovisuelle Medien an der »Köln International School of Design«. Seit 2005 arbeitet sie als freie
Mediendesignerin und Videokünstlerin. Am Schauspiel Köln, Thalia Theater Hamburg und Maxim Gorki Theater Berlin hat sie Videoarbeiten u.a. für Armin Petras Inszenierungen
»Die Wildente«, »Abalon, one nite in Bangkok« und »Baumeister Solness« gemacht. In Frankfurt waren ihre Arbeiten in »Alice im Wunderland« unter der Regie von Philipp Preuss zu sehen.
Maciej Medrala (Musik) Geboren 1987 in Offenbach am Main. Seit 2009 Studium der visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main. Produzent und Mitglied diverser
Kunst- und Musikprojekte, unter anderem bei Performancegruppe "Baby Of Control".
[© Schauspiel Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Krabat
Roman von: Otfried Preußer Für die Bühne bearbeitet von: Nina Achminow Uraufführung:
18. Oktober 1994 (München, Prinzregententheater)
Zur Inszenierung des Schausiel Frankfurt:
Premiere: 17. November 12
Regie:
Karin Drechsel Bühne und Kostüme: Julia Hattstein Musik: Biber Gullatz Choreografie: Didi Weyrowitz Dramaturgie: Claudia Lowin
Besetzung:
Krabat: Christian Erdt * Kantorka: Wiebke Mollenhauer * Der Meister: Markus Graf Tonda / Bürgermeister: Christian Bo Salle Jro:
Martin Butzke Lyschko: Daniel Rothaug * Lobosch: Mario Fuchs Staschko: Tobias Escher Petar: Uli Schiffelholz Andrusch: Jens Hilzensauer
Rabe, Bevölkerung, Marktvolk, Osterprozession, Gockel, Altes Weib:
Robert Beyer, Christof Fleischer, Gianfranco Gariano, Martin Georgi, Jonas Hackmann, Jim Kallenberg, Sebastian Lange, Van Binh Nghiem, Nikolaos Tsakmakis
* = Mitglied des Schauspiel STUDIO Frankfurt
Besprechung auf kulturfreak.de
Krabat Schauspiel Frankfurt Krabat (Christian Erdt), Kantorka (Wiebke Mollenhauer) © Birgit Hupfeld
Schnee knirscht unter den Schuhen des Waisenjungen Krabat, als er in der Dreikönigsnacht von einer Vision geleitet die Mühle im Koselbruch erreicht. Hier wird er bereits vom
Müllermeister und dessen Gesellen erwartet und als Lehrjunge aufgenommen. Schnell fasst er zu den Müllerburschen Vertrauen, besonders Tonda, der Altgesell, wird Krabats
Vertrauter und Freund. Und Freunde kann er brauchen, in dieser Mühle, in der es nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn nicht nur das Müllern wird hier gelehrt, sondern auch die
dunkle Kunst der Magie. Krabat ist fasziniert von der Zauberwelt, weiß schnell die Annehmlichkeiten seiner magischen Kräfte zu schätzen und ist so, ganz unbemerkt, Teil eines
dunklen Spiels geworden.
In einer Inszenierung für die ganze Familie (ab 9 Jahren) wird die Regisseurin Karin Drechsel Otfried Preußlers Roman über Vertrauen und Freundschaft und die Verlockungen
von Macht auf die Bühne bringen. [© Schauspiel Frankfurt]
Weitere Vorstellungen nur im November und Dezember!
So 18.11.12, 16.00 Uhr Do 22.11.12, 10.00 Uhr
So 25.11.12, 16.00 Uhr Mo 26.11.12, 09.00 und 11.30 Uhr Di 27.11.12, 09.00 und 11.30 Uhr So 02.12.12, 14.00 und 17.00 Uhr Mo 03.12.12, 09.00 und 11.30 Uhr
So 09.12.12, 16.00 Uhr Mo 10.12.12, 09.00 und 11.30 Uhr Di 11.12.12, 10.00 Uhr Mo 17.12.12, 09.00 Uhr und 11.30 Uhr Di 18.12.12, 09.30 und 12.00 Uhr Do 20.12.12, 11.00 Uhr
So 23.12.12, 14.00 und 17.00 Uhr Mi 26.12.12, 15.00 und 18.00 Uhr
www.schauspielfrankfurt.de
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Krieg der Bilder
Von: Falk Richter
Uraufführung:
22. Januar 2010 (Mainz, Staatstheater Mainz)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 22. Januar 10 (Uraufführung; TIC Werkraum)
Inszenierung: Maria Åberg Bühne und Kostüme: Naomi Dawson Sounddesign: Carolyn Downing
Besetzung:
Laura: Johanna Paliatsou
Marco: Daniel Seniuk Marc: Marios Gavrilis Stefan: Zlatko Maltar Tim: Moritz Pliquet Tom: Joachim Mäder Julia: Ricarda Baus
Wenn
Kriege in Echtzeit zur Primetime um die ganze Welt gesendet werden mit Bildern, die aussehen wie Actionfilme aus Hollywood, dann steht meist eine Nachrichtenagentur, die auf
Kriegsberichterstattung spezialisiert ist, dahinter. In Falk Richters Stück sind die Redakteure dieser Agentur jung, erfolgshungrig, skrupellos. Das Gefühl dafür, was Frieden sein könnte,
haben sie verloren. Marco, ein Performancekünstler, der sich auf Gewalt und Zerstörung spezialisiert hat, bastelt an einem Klangkunstwerk. Die anderen jetten von Termin zu Termin.
Kriegszeiten sind Hoch-Zeiten. Und Hoch-Zeiten sind ständig. Die Konkurrenz ist hart. Es tobt ein Krieg der Bilder. So ist der Medienapparat Teil der gesamten Kriegsmaschinerie. „Krieg der
Bilder“ wurde 2003 als Hörstück konzipiert und im Deutschlandfunk ausgestrahlt. In seiner Textmontage schildert Falk Richter eindringlich die Ununterscheidbarkeit von Show, Politik und
Wirklichkeit. Falk Richters Kritik am Neoliberalismus, den Verwerfungen der Globalisierung und den Allmachtsphantasien der westlichen Welt zieht sich durch alle seine Texte. Wie in
„Ausnahmezustand“ oder in der Oper „Unter Eis“ klagt er die Gefühlskälte, den Zynismus und Egoismus der Reichen und Mächtigen an und tritt auf als Anwalt für eine bessere Welt.
Falk Richter, geboren 1969 in Hamburg, lebt in Berlin und arbeitet als Autor, Übersetzer sowie als Theater- und Opernregisseur. Er
zählt zu den erfolgreichsten deutschen Dramatikern. Sein Stück „Gott ist ein DJ“ liegt in mehr als 15 Besetzungen vor und wird weltweit, u. a. in London, Berlin, Sydney, New York, Athen,
Kopenhagen und Zürich gespielt. Zuletzt inszenierte Falk Richter im Februar 2009 die Uraufführung seines Stückes „Verletzte Jugend“ als Koproduktion des Théâtre national in Brüssel und des
Festival de Liège.
Maria Åberg, geboren 1979 in Schweden, war als Dramaturgie- und Regieassistentin am Royal Court
Theatre London engagiert und inszenierte bereits mehrere zeitgenössische Stücke u. a. am Young Vic Studio, am Royal Court Theatre und am National Theatre. Außerdem richtete sie am Royal Court
Theatre verschiedene szenische Lesungen zeitgenössischer Dramatiker ein. Zuletzt inszenierte sie Falk Richters „Im Ausnahmezustand“ am Londoner Gate Theatre und Philipp Löhles „Die Kaperer“
am Staatstheater Mainz. Nach der Uraufführung von Falk Richters „Krieg der Bilder“ am Staatstheater Mainz wird sie im März 2010 das neue Stück von Dennis Kelly, „The Gods Weep“, für die Royal
Shakespeare Company unter anderem mit dem Schauspieler Jeremy Irons inszenieren. [© Staatstheater Mainz]
Weitere Termine am 24. und 30. Januar sowie 23. Februar 2010,jeweils 20 Uhr im TiC Werkraum Weitere Vorstellungen in Planung
www.staatstheater-mainz.de
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Krieg und Frieden Roman von: Lew Tolstoi
Zur Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen und des Centraltheater Leipzig:
Premiere Ruhrfestspiele Recklingshausen:
10. Mai 12 Premiere Centraltheater Leipzig: 20. September 12
Regie: Sebastian Hartmann Bühne: Sebastian Hartmann, Tilo Baumgärtel
Kostüme: Adriana Braga Peretzki Musik: Apparat (Sascha Ring) Licht: Lothar Baumgarte Dramaturgie: Uwe Bautz
Es spielen:
Manolo Bertling, Manuel Harder, Matthias Hummitzsch, Guido Lamprecht, Hagen Oechel, Berndt Stübner, Susanne Böwe, Artemis Chalkidou, Janine Kreß, Heike Makatsch, Linda Pöppel, Birgit Unterweger, Cordelia Wege, Jana Zöll
„Ohne falsche Bescheidenheit – es ist wie die Ilias.“ So Lew Tolstoi über sein größtes Werk, das Weltgeschichte und privates Leben in monumentaler Absicht zusammenführt. Sein zwischen
1863 und 1869 entstandenes episches Gemälde vereint einen Familien-, Historien- und Bildungsroman über Europa, den Menschen und die Welt. Über allem die Metaphysik des Titels, die stets mit
dem GANZEN spielt. Mit Sein und Tod, mit der Geburt der europäischen Idee aus dem Geist der Unterwerfung, mit der Tragödie des Menschen und dessen Beziehungsunfähigkeit – und mit einer Welt
ohne Gott. Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Sebastian Hartmann und sein 14-köpfiges Ensemble erarbeiten sich Tolstois Werk gemeinsam. Sie durchmessen einen inhaltlichen
und poetischen Raum, versuchen, eine gedankliche Quersumme zu bilden aus dieser so revolutionären, formal ausufernden Vorlage: KRIEG UND FRIEDEN, ohne Beginn und ohne Ende, ein Werk, das eine
krude, Mitte des 19. Jahrhunderts absolut experimentelle Komposition aus Theorie, Fiktion, Erzählung und Dokument darstellt. [© Centraltheater Leipzig]
www.theater-leipzig.de
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Küste (Littoral)
Von: Wajdi Mouawad und : Isabelle Leblanc
Uraufführung:
1997 (Montréal, Théâtre Ô Parleur/Festival de théâtre des Amériques) Deutschsprachige Erstaufführung: 19. Februar 2011 (Mainz, Staatstheater Mainz)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz
Premiere: 19. Februar 11 (Deutschsprachige Erstaufführung)
Inszenierung: André Rößler Bühne: Tine Becker Kostüme: Simone Steinhorst Video: Elmar Szücs Dramaturgie: Katharina Gerschler
Besetzung:
Wilfried: Lorenz Klee Vater: Marcus Mislin Ritter/Jeanne: Andrea Quirbach Regisseur/Onkel François/Pathologe/Sabbé: Joachim Mäder
Beamter/Tante Marie/Ärztin/Simone: Nicole Kersten Verkäufer/Tante Lucie/Joséphine: Katharina Knap Unternehmerin/Onkel Michel/Wazâân: Bernd-Christian Althoff
Onkel Emile/Amé: Tibor Locher
Besprechung auf kulturfreak.de
Ausgerechnet in der aufregendsten Liebesnacht, die Wilfried je hatte, erfährt er vom Tod seines Vaters. Der Vater, den er als Lebenden kaum kannte, wird als Toter höchst
lebendig und für Wilfried zum Problem. Unmöglich, ihn zu begraben. Die Familie der Mutter verweigert eine Aufnahme in die Familiengruft. Die Überführung der Leiche in den Libanon, die alte
Heimat des Vaters, gerät zur Odyssee. Aufgrund der verlustreichen Kriege sind die Toten im Land längst in der Überzahl und haben alle Grabstellen belegt. Allmählich wird es höchste Zeit, den
Vater loszuwerden. Als es Wilfried nach einem beschwerlichen Weg durchs Land endlich gelingt, ihn im Meer zu versenken, hat er Vieles neu erfahren: den Vater, sich selbst und seine eigene von
Exil und Entwurzelung geprägte Geschichte.
„Wajdi Mouawad versteht sich und die Protagonisten seiner Stücke als Kinder eines Krieges, als Erben unzähliger geheim gehaltener
Geschichten, Traumata, die er auf seinem Theater der einfachen, direkten und plakativen Ästhetik in Zeitreisen durch ganze Familiengeschichten offen legt und damit zu bannen und zu heilen
versucht. Es ist ein Theater, das sich ganz bewusst den Trost zum Ziel macht, mit all seinem Pathos und all seiner Naivität.“(Wilfried Sprang, Deutschlandradio Kultur)
André Rößler
(*1978) arbeitete zunächst als Schauspieler am Theaterhaus Jena. Im Anschluss studierte er Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Nach seiner Diplominszenierung am
Deutschen Theater Berlin arbeitete er am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Graz, am Schauspiel Hannover und am Staatstheater Wiesbaden. Am Staatstheater Mainz zeigte er zuletzt
„Frühlings Erwachen! (live fast – die young)“ von Nuran David Calis nach Frank Wedekind, das Karl May-Projekt „Durch die Wüste“ und Wajdi Mouawads „Die Durstigen“. [© Staatstheater Mainz]
Weitere Vorstellungen u. a. am 21. Februar sowie am 2., 10., 19. und 30. März 2011, jeweils 19.30 Uhr, Kleines Haus
www.staatstheater-mainz.de
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