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Die Jungfrau von Orleans Eine romantische Tragödie
Von: Friedrich Schiller Uraufführung:
11. September 101 (Leipzig, Theater am Ranstädter Tor)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 7. Dezember 07
Inszenierung Schirin Khodadadian Bühne und Kostüme Carolin Mittler Musik: Johannes Winde
Im Jahr 1412 wird im lothringischen Domrémy ein Bauernmädchen
geboren. Keine zwanzig Jahre später wird sie als Ketzerin verbrannt. Das sind die so dürren wie prägnanten Eckdaten einer außergewöhnlichen und charismatischen Frauengestalt. Frankreich steht
mitten im Krieg gegen englische Besatzer. Da fühlt sich die Schäferstochter Johanna durch eine göttliche Erscheinung berufen, in die fast verlorene Schlacht von Orléans zu ziehen. An der
Spitze des Heeres gelingt es ihr, die Engländer zurückzuschlagen. Sie reißt die französische Streitmacht in wildem Begeisterungssturm von Schlacht zu Schlacht, von Sieg zu Sieg mit sich.
Generäle halten um ihre Hand an, doch Johanna weist alle Bewerber zurück: Nur der Verzicht auf irdisches Glück gibt ihr die Kraft zum Sieg. Gottgesandt, unberührt und frei von moralischen
Banden ist Johanna wie eine Besessene, die im Auftrag eines religiösen Fanatismus mordet. Gleichzeitig ist sie auch eine Provokation: Verletzlich, widersprüchlich und ringend um sich selbst
und ihren Auftrag, ist sie eine Ikone des irrational geprägten Widerstands gegen die Vernunft. Und die Fragen, die sich an Schillers androgyne Heldin knüpfen, sind brandaktuell: Wie viel
Einsatz kann ein Individuum für eine Idee leisten? Wo beginnt die Beschädigung der Idee durch den Menschen, wo nimmt er selbst Schaden? Schirin Khodadadian hat sich in Mainz in der
Spielzeit 2006/2007 mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ vorgestellt. Sie arbeitet u. a. an Theatern in Kassel, Bonn, am Bayerischen Staatsschauspiel München und demnächst am
schauspielhannover. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt in der Saison 2006/07:
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Die Jungfrau von Orelans schauspielfrankfurt Susanne Buchenberger,
Stefko Hanushevsky & Moritz Peters (v.l.n.r.) Foto:
Alexander Paul Englert
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Premiere: 15. September 06 (Großes Haus)
Regie: Simone Blattner Bühne: Natascha von Steiger Kostüme: Dorothee Scheiffarth Musik:
Christopher Brandt Licht: Frank Kaster Dramaturgie: Jan Hein
Regieassistenz: Paul-Georg Dittrich Bühnenbildassistenz: Nina Zoller
Kostümassistenz: Nadja Rudert Souffleuse: Christine Schneider Inspizienz: Joachim Möller Ton: Josef Rennert, Oliver Blohmer, Inga Lüth Maske:
Lutz Paschke, Patricia Dietz, Bernhard Springer Technische Produktionsleitung: Josef Dreker Technische Einrichtung: Nikola Ramie Requisite:
Anette Mahnke, Jens Schönherr Regiehospitanz: Jessica Richards, Susanne Grünewald Bühnenbildhospitanz: Annelie Wagner Kampftrainer: Horst Gurski
Darsteller:
Karl der Siebente, König von Frankreich: Joachim Nimtz Königin Isabeau, seine Mutter: Cornelia Kempers Agnes Sorel, seine Geliebte: Anita Iselin Philipp der Gute, Herzog von Burgund: Oliver Kraushaar
Graf Dunois, Bastad von Orleans: Ben Daniel Jöhnk La Hire, königlicher Offizier: Özgür Karadeniz Du Chatel, königlicher Offizier: Stefko Hanushevsky Erzbischof von Reims: Moritz Peters Raoul, lothringischer Ritter; Boten; Soldat: Bert Tischendorf
Talbot, Feldherr der Engländer: Andreas Haase
Lionel, englischer Anführer: Benjamin Höppner Montgomery, ein Walliser: Sebastian Schindegger Thibeaut d'Arc, ein reicher Landmann: Uwe Bertram Louison, seine Tochter: Ruth Marie Kröger Johanna, seine Tochter: Susanne Buchenberger Raimond, Johannas Freier: Sebastian Schindegger
Bertrand, ein anderer Landmann: Andreas Haase
Die Erscheinung eines Schwarzen Ritters: Uwe Bertram Chor
Johanna, Tochter eines Bauern, ist die heilige Jungfrau erschienen. Johanna soll der menschlichen Liebe abschwören und in die Schlacht gegen die Feinde Frankreichs
ziehen. Mit kindlicher Unschuld der göttlichen Eingebung folgend, stellt sie sich an die Spitze des französischen Heeres gegen die englischen Besatzer. Unter ihrer Führung
werden die Engländer geschlagen, Karl VII. zum König von Frankreich gekrönt. Doch Johanna kann sich über den Triumph nicht freuen. Auf dem Schlachtfeld ist sie dem
jungen englischen Offizier Lionel begegnet. Die Liebe zu ihm bringt sie in Konflikt mit ihrem göttlichen Auftrag. Johanna wird als Hexe von den Franzosen verstoßen und fällt
den Engländern in die Hände. Als deren Geisel muß sie mit ansehen, wie das französische Heer in der entscheidenden Schlacht zu unterliegen und Karl VII. zu fallen droht.
Mit dem Mut der Verzweiflung befreit sie sich und führt das französische Heer zum Sieg. Der Tod auf dem Schlachtfeld erlöst sie aus dem Widerspruch zwischen irdischer
und göttlicher Liebe. [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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