Theater: Kurzinfos G - K
     

Gefährliche Liebschaften

Von:
Christopher Hampton (* 1946)
Nach dem Roman von: Pierre-Ambroise-Francois Choderlos de Laclos
Deutsch von: Alissa und Martin Walser
Uraufführung: 1985 (London, Royal Shakespeare Company)
Deutschsprachige Erstaufführung: 1986 (Wien)


Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere: 22. Juni 07

Regie:
Barbara Neureiter
Ausstattung: Dorit Lievenbrück
Fechtchoreographie: Annette Bauer

Besetzung:

Marquise de Merteuil:
Heike Trinker
Präsidentin de Tourvel: Anna Eger
Madame de Volanges: Marina Matthias
Cécile de Volanges: Ivana Langmajer
Adèle, ein Dienstmädchen, Émilie, eine Prostituierte: Ellen Schulz
Vicomte de Valmont: Thomas Gerber
Chevalier Danceny: Andy Konrad

Die Handlung findet statt in verschiedenen Salons und Schlafzimmern in Stadthäusern und Schlössern in und um Paris; und im Bois de Vincennes, in einem Herbst und Winter in den 1780ern.

Liebschaften_Schluss©EugenSommer

Gefährliche Liebschaften
Burgfestspiele Bad Vilbel
Heike Trinker, Ivana Langmajer, Thomas Gerber, Marina Matthias
Foto: Eugen Sommer

„Liebe muss man benutzen, man verfällt ihr nicht.“
Zwischen der Marquise de Merteuil und dem Vicomte de Valmont scheint die Liebe, die sie einst füreinander empfanden, erloschen. Geblieben ist ihnen die Lust am riskanten Spiel um Leidenschaft und Begehren, geführt mit psychologischem Kalkül und formvollendeten Intrigen.

Das Spiel beginnt.
Verletzte Eitelkeit - die Marquise will Rache nehmen an ihrem ehemaligen Liebhaber Gercourt. Der möchte die junge Klosterschülerin Cécile de Volanges mit dem Segen von Madame de Volanges heiraten. Perfekt gibt die Merteuil die ältere, tugendsame Freundin Céciles und überredet das naive Mädchen, dem schwärmerischen Chevalier Danceny Liebesbriefe zu schreiben. Selbstverständlich sorgt sie für deren Entdeckung und die Verschickung des Mädchens aufs Land. Sie selbst verführt Danceny und animiert ihren Mitspieler, den Vicomte de Valmont, mit dem Versprechen einer letzten gemeinsamen Liebesnacht dazu, das unschuldige Mädchen zu verführen.
Valmont jedoch hat sich gerade ein neues Spielfeld gesucht; er fühlt sich dazu berufen, der zurückhaltenden und sittsamen Madame de Tourvel die leidenschaftliche Liebe zu lehren. Der reichlich lädierte Ruf des Vicomte ist zwar über Madame de Volanges vorgedrungen, doch reizt das wahrhafte Widerstreben der Tourvel
Valmont umso mehr. Geschickt die Arglosigkeit nutzend, gewinnt er ihre hingebungsvolle Liebe. Madame de Merteuil muss feststellen, dass Valmont sich tatsächlich in Madame de Tourvel verliebt hat und verlangt von ihm, die Beziehung zu beenden. Als der Egomaniker seine Liebe leugnet, bricht Madame de Tourvel zusammen. Bevor Valmont bei einem Duell mit Danceny ums Leben kommt, erkennt er den Betrug. Die Merteuil hat einen zerstörerischen Sieg errungen. [© Burgfestspiele Bad Vilbel]



Zur Inszenierung des Theaters in der Josefstadt bei den Bregenzer Festspielen 2007:

Premiere: 9. August 07
Weitere Aufführungen: 10. 11. 12. August

Inszenierung: Janusz Kica
Bühnenbild: Kaspar Zwimpfer
Kostüme: Karin Fritz

u.a. mit :
Vicomte de Valmont:
Herbert Föttinger
Marquise de Merteuil: Andrea Jonasson
Cécile de Volanges: Hilde Dalik
Madame de Volanges:
Sona MacDonald
Chevalier Danceny: Manuel Witting
Präsidentin de Tourvel: Maria Köstlinger
Madame de Rosemonde: Louise Martini
Émilie: Maya Bothe
Azolan, Kammerdiener: Erich Altenkopf

Kornmarkttheater
Preise: Euro 60/40/20 / CHF 97/65/32
Tickets und weitere Informationen: Tel. + 43 5574 407-6
www.bregenzerfestspiele.com
 

Gelatine

Von:
Peter Eckert
Uraufführung: 31. März 2007 (Frankfurt, Theater Wunschmaschinen zu Gast im Phonobank Studio)


Zur Inszenierung des Theater Wunschmaschinen, Frankfurt:

Premiere:
31. März 07 (Uraufführung)


Zwei sich liebende Menschen und ihre Schutzengel eingesperrt in einen Bunker. Alles zum Ersten Mal zum Zweiten Mal erleben – das ist der Wunsch. Die Schutzengel haben viel zu tun:

Alle Angst und alle Wunden und alle Schmerzen fressen wir aus euren Körpern saugen wir aus euren Gehirnen fräsen wir aus euren Herzen den Glitzer der Galle das Sehnsuchtsfett die schwarze Zuckerwatte der Erinnerungen die Knochen in euren Lippen den Bunker im Bauchnabel und das Styropor in den Backen. Wir suchen mit euch das winzige einsame Monster unter eurer Haut pusten euch das Unsichtbare zurück ins Gesicht schreien euch Geheimnisse ins Antlitz wringen euch die Gleichgültigkeit aus der Wirbelsäule nähen euch ein Kaleidoskop in die Lippen füttern euch mit dem Geräusch sich küssender Seepferdchen bringen euch das Wetterleuchten zurück in die Mundhöhle fluten eure Haut.

Wisst ihr eigentlich, dass Puderzucker Elfenscheiße ist?

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Gelantine
Die Wunschmaschinen
Florian Stamm

Peter Eckert:
Mit „Gelatine" legt Peter Eckert (Jahrgang 1982) seinen ersten dramatischen Text vor. Zur Zeit studiert er Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und ist Regisseur bei den „Wunschmaschinen". Am Schauspielfrankfurt war er von 1999 bis 2005 an zwölf Produktionen als Schauspieler oder Regieassistent beteiligt. Außerdem arbeitete er als Regieassistent am Mannheimer Nationaltheater und als Schauspieler am Wiesbadener Staatstheater.


Die Wunschmaschinen:
Die Theatergruppe die Wunschmaschinen hat sich nach ihren 2 Produktionen
„Wärmetod - Dostojewski im Fight Club" und „Die Verwandlung - Gregor Samsa und das Traumfresserchen", die sie in den Landungsbrücken Frankfurt präsentierten, offiziell gegründet. Mit „Wozzeck" von Georg Büchner im Dezember 2006 präsentierten „Die Wunschrnasehinen" ihr erstes Stück unter diesem Namen.
Über  Regie,  Schauspiel,  Bühne,  Kostüme,  Musik,  Dramaturgie  und  Medienarbeit 
alle  Aspekte  einer Theaterproduktion kommen bei den „Wunschmaschinen" aus einer Hand. Mit Gelatine präsentieren sie bereits ihre 4, Produktion innerhalb von 14 Monaten, Die einzelnen Mitglieder setzen auch immer wieder eigene kleine Projekte um. Die von Musik bis zu Kurzfilmen reichenden Arbeiten werden auf ihrer Webseite wunschmaschinen.de dokumentiert.

Termine, Tickets und weitere Infos unter:
www.wunschmaschinen.de
 

Gertrud

Nach dem Roman von:
Einar Schleef
Für die Bühne eingerichtet von:
Jens Groß

Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt:

Premiere:
21. Dezember 07

Regie:
Armin Petras
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katja Strohschneider
Video: Niklas Ritter
Dramaturgie:
Jens Groß
Licht: Ellen Jäger
Ton: Oliver Blohmer, Bernd Leinberger
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Technische Einrichtung: Andreas Kremer
Technische Produktionsbetreuung: Laura van Haperen
Requisite: Albrecht Haevernick, Markus Öhlinger
Inspizient: Harald Reuter
Souffleur: Boris Wendt
Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska
Bühnenbildassistenz: Birgit Kellner
Dramaturgieassistenz: Nadine Vollmer
Regiehospitanz: Mathias Becker, Sandra Ewert
Bühnenbildhospitanz: Carolin Amann

Besetzung:
Gertrud 1:
Friederike Kammer
Gertrud 2:
Sabine Waibel
Gertrud 3:
Regine Zimmermann
Gertrud 4:
Anne Müller                      Besprechung auf kulturfreak.de

Gertrud_schauspffm_2463m_Sabine_Waibel,_Regine_Zimmermann,_Anne_Müller,_Friederike_Kammer_(4919)©APEnglert

Gertrud
schauspielfrankfurt
Sabine Waibel, Regine Zimmermann,_Anne Müller & Friederike Kammer
©
Alexander Paul Englert

„Ich habe meiner Mutter eine Pyramide gebaut. Einfach Schotter übereinander für eine deutsche Familientragödie.“ Einar Schleef
In seinem Roman-Monument Gertrud schildert der Regisseur, Autor, Maler, Schauspieler und Bühnenbildner Einar Schleef das Leben seiner Mutter in Sangerhausen: Eine deutsche Kleinstadt, eine Frau wie viele, ein Frauenschicksal des zwanzigsten Jahrhunderts par excellence – von der Kindheit im Kaiserreich, der Jugend und Karriere als Sportlerin in der Weimarer Republik, Ehe und Familie unter Hitler, das Altern und die Einsamkeit in der DDR und letztendlich das Lebensende im wiedervereinigten Deutschland. Zwischen Resignation, Wut , Eigensinn und Galgenhumor sucht Gertrud weniger nach Worten für ihre eigenen Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste, sondern wird zum Sprachrohr einer zerrissenen Generation, einer dem Vergessen preisgegebenen Geschichte, einer Heimat.

Der Regisseur Armin Petras inszeniert Gertrud in einer Bühnenfassung von Jens Groß am schauspielfrankfurt. Selbst in der DDR aufgewachsen, hat er sich in den letzten Jahren als äußerst kluger und sensibler Regisseur von Stücken über die sogenannte „Ost-Thematik“ hervorgetan. Für schauspielfrankfurt, an dem er seit 2001 regelmäßig inszeniert, wird er die vier großartigen Schauspielerinnen Friederike Kammer, Anne Müller, Sabine Waibel und Regine Zimmermann als Gertrud in Szene setzen. Prosatexte von Einar Schleef dramatisierte der derzeitige Intendant des Berliner Maxim Gorki Theaters bereits mehrfach auf der Bühne, zum Beispiel Die Bande am Schauspiel Leipzig, Zigaretten am Nationaltheater Mannheim und Das Haus am Maxim Gorki Theater in Berlin. [© schauspielfrankfurt]

Im Zusammenhang mit dieser Inszenierung wird Oliver Kraushaar, Ensemblemitglied des schauspielfrankfurt, am 21. Januar 2008 den neu erschienenen 3. Band der Tagebücher von Einar Schleef präsentieren. Der Lektor Hans-Ulrich Müller-Schwefe führt anschließend ein Gespräch mit Lena Inowlocki und Martin Löw-Beer über Einar Schleefs Zeit in Frankfurt.


www.schauspielfrankfurt.de

Geschichten von Mama und Papa

Von:
Alfonso Paso
Deutsche Bearbeitung: Wolfgang Spier

Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm:

Premiere:
2. September 07
Spielzeit bis: 4. November 07 (Voraufführungen 29. bis 1. September)

Regie: Wolfgang Spier
Bühnenbild: Fred Berndt
Kostümbild: Regina Schill

Mit: Anita Kupsch, Achim Wolff, Wolfgang Spier, Anke Rähm, Torben Krämer

Dass auch alte Menschen immer noch „Biss“ haben und sich für etwas begeistern können, beweist gerade die britische Band The Zimmers, die mit einer Coverversion vom „My Generation“ von The Who in den Charts steht. Das Durchschnittsalter der Gruppe liegt bei 78 Jahren.
Dolores Velasco (Anita Kupsch) und Fernando Cano (Achim Wolff) sind noch nicht 78 Jahre alt, als sie sich begegnen, haben aber ihre Blütezeit überschritten. Beide sind verwitwet und depressiv und flüchten sich in Krankheiten. Im Wartezimmer von Dr. Rodriguez (Wolfgang Spier) lernen die beiden sich zufällig kennen und bekommen die gleiche Diagnose: akute Vereinsamung. Dolores und Fernando kommen sich näher und verlieben sich. Die Liebe wirkt Wunder: Magenmittel, Vitaminpräparate und Lebertabletten werden nicht mehr gebraucht. Aus einsamen Rentnern werden lebensfrohe graue Panther. Wären da nur nicht die Tochter von Dolores, Manuela (Anke Rähm), und Fernandos Sohn Ricardo (Torben Krämer). Die sind nicht gerade erfreut über den zweiten Frühling ihrer Eltern. Wie überzeugt man aber nun die eigenen Kinder von der Notwendigkeit der neuen Liebe auf Rezept?

Auf einfühlsame Weise beschreibt Alfonso Paso die anfängliche Unsicherheit des Paares und schildert humorvoll das Entstehen einer neuen, romantischen Liebe.

Geschichten von Mama und Papa_TheaterKurfürstendamm_presse_2©ThomasGrünholz

Geschichten von Mama und Papa
Theater am Kurfürstendamm, Berlin
Vorher/nachher
Anita Kupsch und Achim Wolff
Foto: Thomas Grünholz



Das Paar

Anita Kupsch
wollte schon immer auf die Bühne. Im Alter von fünf Jahren ging sie zum Kinderballett, mit 12 begann sie eine Ballett-Ausbildung bei Tatjana Gsovsky. Als 16-Jährige stand sie erstmals als Komödiantin auf der Bühne. Zwei Jahre später entdeckte sie Peter Beauvais, der sie an die UFA-Nachwuchsschule empfahl. Im selben Jahr drehte sie ihren ersten Film: „Ingeborg“ von Curt Goetz. Daraufhin wurde sie ans Renaissance Theater engagiert, wo sie mit Schauspielern wie O.E. Hasse, Ernst Schröder, Theo Lingen und Viktor de Kowa auf der Bühne stand. 1964 ging sie ans Hebbel Theater und spielte mit Rudolf Platte unter der Regie von Erik Ode die Kitty in „Der Kaiser vom Alexanderplatz“. 1968 folgte ihre erste Rolle in der Komödie am Kurfürstendamm in „Mädchen in der Suppe“.
1970 drehte Anita Kupsch 32 Folgen der Serie „Okay S.I.R.“ mit Monika Peitsch für die ARD, dann den 12-Teiler„Ein Mann will nach oben“ mit Harald Juhnke - und wurde spätestens damit bundesweit bekannt. Es folgten viele Fernsehfilme, z.B. „Mamas Geburtstag“ von Egon Günther. Noch populärer wurde Anita Kupsch 1987 mit Beginn der Vorabendserie „Praxis Bülowbogen“, in der sie die Arzthelferin Gabi Köster an der Seite von Günter Pfitzmann spielte. Als sie nach neun Jahren die Serientätigkeit beendete, wurde ihr vom ZDF die Sitcom „Anitas Welt“ angeboten.
2001 erhielt sie den „BZ-Kulturpreis“ für die Titelrolle in der Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne Lilly“.
Zweimal wurde sie mit dem Publikumspreis „Goldener Vorhang“ ausgezeichnet: 1978 für „Eine Rose zum Frühstück“ und 2004 für das Erfolgsstück „Männer und andere Irrtümer“, mit dem sie über 600 Mal auf der Bühne stand - beides Produktionen der Kudamm-Theater.
„Geschichten von Mama und Papa“ mag sie, weil es voller Pointen steckt und „weil sie alle Krankheiten, die in dem Stück vorkommen, schon mal hatte.“ Allerdings mit dem Unterschied, dass sie kein Hypochonder ist.

Achim Wolff
hat eine Ader für die leichte Muse. Die brachte ihn 1983, nach Theaterstationen in Quedlinburg, Greifswald und Brandenburg, zurück nach Berlin: ans „Ei“, damals eine sehr beliebte Boulevardbühne im Friedrichstadtpalast. Nach Mauerfall spielte er am theater 89, dem Renaissance-Theater, an Theater und Komödie am Kurfürstendamm, der Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg, der Komödie Dresden, dem Hans-Otto-Theater Potsdam, der Komödie am Max II in München und dem Theater am Rathaus Essen.
Über 600 Mal hat er den Klapproth aus Kyritz an der Knatter in „Pension Schöller“ gespielt. Im Friedrichstadtpalast war er der Baron Münchhausen.
Im Fernsehen sah man ihn u.a. in „Ach du fröhliche“ mit Harald Juhnke, „Röpers letzter Fall“ mit Günter Pfitzmann sowie in „Ich liebe eine Hure“ mit Uwe Bohm. Serienfans kennen ihn als Rudi Reschke aus „Salto Postale“ und „Salto Kommunale“ mit Wolfgang Stumph. Auch in Serien wie „Schwester Stefanie“, „Der letzte Zeuge“, „Straßen von Berlin“ sowie „In aller Freundschaft“ war er dabei. Zuletzt sah man ihn als Opa Gerd in Kurt Krömers Show „Bei Krömers“.

Wolfgang Spier
spielt den Arzt und führt Regie. Ohne das Theater kann Spier nicht leben. Seit über 60 Jahren arbeitet er als Schauspieler, Regisseur sowie als Übersetzer von Stücken. Von 1946 bis 1950 engagierte ihn Karl-Heinz Stroux ans Wiesbadener Staatstheater. Danach kehrte er in seine Heimatstadt Berlin zurück. Zusammen mit Eberhard Fechner, Ottokar Runze, Maria Sebaldt, Horst Buchholz, Martin Benrath u.a. gründete er den Theaterclub im British Center, dessen künstlerischer Leiter er bis 1955 war. Wieder arbeitete er zwei Jahre bei Karl-Heinz Stroux, diesmal aber in Düsseldorf.
Seit 1957 spielte und inszenierte Wolfgang Spier an vielen deutschen Bühnen, z.B. in Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Köln, Essen und Stuttgart.
Etliche seiner Theaterinszenierungen wurden für das Fernsehen aufgezeichnet. Besucher der Kudamm-Bühnen kennen ihn aus vielen Stücken. Zuletzt war er in Jürgen Wölffers Inszenierung von Ayckbourns „Sugar Daddys“ zu sehen. 2004 erschien seine Autobiografie „Dabei fällt mir ein ...“. [© Texte: Theater am Kurfürstendamm, Berlin]

Kartenpreise:
 Di bis Do 36/25/13€
und Fr/Sa/So 39/28/17€ Premieren 47/36/24€
alle Preise inklusive Programmheft
Voraufführungen 19 € auf allen Plätzen
KOMÖDIE um VIER 19 € (nur mittwochs) auf allen Plätzen
Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de

Gotthelm oder Mythos Claus
Eine Trophobie

Von:
Michael Lentz
Konzept: Michael Lentz, Uli Winters
Uraufführung: 25. Januar 07 (Frankfurt, schauspielfrankfurt)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 25. Januar 07 (Uraufführung)


Regie: Christiane J. Schneider
B
ühne: Uli Winters
Kostüme: Judith Oswald
Musik: Joachim Steffenhagen
Licht: Nicol Hungsberg
Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Regieassistenz: Benjamin Eggers
B
ühnenbildassistenz: Britta Kloß
Kostümassistenz: Katja Strohschneider
Souffleuse:
Ingrid Seidel
Inspizienz: Harald Reuter
Technische Produktionsleitung: Lauravan Haperen
Technische Einrichtung: Hubertus Schneider, Christoph Bednorz
Ton: Bernd Leinberger, Franziska Rudolphi
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Requisite: Albrecht Haevernick, Anja Becker
Regiehospitanz: Sebastian Kellner
Regie- und Dramaturgiehospitanz: Asta Nechajute
B
ühnenbildhospitanz: Sarah Mirza
Kostümhospitanz: Kim Stichel

Besetzung:
An- und Ausziehclaus: Nadja Dankers
Cotardclaus:
Anna Grisebach
Räucherclaus:
Katrin Grumeth
Bingenclaus: Victoria Mayer
Homunkulusclaus:
Martina Maria Reichert
Atemclaus:
Eva-Christine Richter
Roboterclaus: Sabine Waibel
Eineurostehimwegclaus:
Kerstin Becker


Sieben Personen in einem Frisiersalon. Alle sind weiblich und alle heißen Claus. Unter der Trockenhaube lösen sie jede für sich ein Kreuzworträtsel. Bei dem Versuch, sich gegenseitig dabei zu helfen, entdecken sie, daß alle mit ein und demselben Kreuzworträtsel beschäftigt sind. Das Lösungswort heißt »Gott«. Dieser Begriff ist allen Claus so unbekannt, daß sie sogar an der Richtigkeit des Rätsels zweifeln. Von den anderen unbemerkt, erfährt während der Rätseldiskussion jeder Claus unter der offenbar manipulierten Trockenhaube ein spezifisches Erweckungserlebnis. In einer Schlüsselszene gestehen die sieben Claus einander ein, Erscheinungen gehabt zu haben. Sich gegenseitig übertrumpfend versuchen sie, ihre persönliche Erweckung nachzustellen. Alle Versuche mißlingen. Am Ende aber machen sie eine Entdeckung, die ihr Leben verändern wird ...
Der bisher als Lyriker und Erzähler hervorgetretene Autor Michael Lentz hat für schauspielfrankfurt ein Stück geschrieben, das mit subtiler Ironie die Wirklichkeit hinterfragt und uns an die Grenzen unseres geistigen Fassungsvermögens führt. [© schauspielfrankfurt]


Michael Lentz

1964 in Düren geboren (Nordrhein-Westfalen).
Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Aachen und München.
1998 Promotion mit einer Arbeit über Lautpoesie/-musik nach 1945.
Schüler des Komponisten Josef Anton Riedl. Seit 1989 in dessen Ensemble.
Autor, Musiker (Sprecher, Saxophonist) und Vortragskünstler.
Präsident der Freien Akademie der Künste zu Leipzig.
Professor für Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig (DLL).
Kurator der Veranstaltungsreihe „SOUNDBOX. Akustische Kunst" in Salzburg, München und Berlin: akustische Literatur, Lautpoesie, Lautmusik, improvisierte Musik, Experimentalfilme.
Kuratiert die Reihe „Projektionen. Poesie und Film" der Freien Akademie der Künste zu Leipzig, die vier Mal im Jahr im Haus des Buches in Leipzig stattfindet.
Neben Büchern zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften, Katalogen, im Internet, auf CD sowie in Rundfunk und Fernsehen (BR, ZDF, ORF, 3sat); Herausgeber der Reihe Klangzeichen in der edition selene (Wien).
Lebt in Berlin und Leipzig.

Verschiedene Stipendien und Preise, u.a.:
1994-97 Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
1998 1. Preis Individual Competition National Poetry Slam
1999 Literaturstipendium des Berliner Senats (LCB)
1999 Literaturförderungspreis des Freistaates Bayern
2000 Aufenthaltsstipendium Casa Bald! in Olevano bei Rom
2001 Aufenthaltsstipendium Villa Aurora (Pacific Palisades, Kalifornien)
2001 Ingeborg-Bachmann-Preis
2002 Hans-Erich-Nossack-Förderpreis des BDI
2003 Poetikdozentur Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
2005 Preis der Literaturhäuser
2006 Liliencron-Dozentur Kiel


Christiane J. Schneider (Regie)
geboren 1974 in Düsseldorf.
Ausbildung
1997 - 2002 Schauspiel- und Musiktheaterstudium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München
2002 - 2005 Regieassistenzen am Schauspielfrankfurt, u.a. bei Andre Wilms, Anselm Weber, Armin Petras

Inszenierungen
nachts ist es anders von Sabine Harbecke, Uraufführng, Werkhaus Nationaltheater Mannheim (2006)
Kabale und Liebe von Friedrich Schiller, Nationaltheater Mannheim (2006)

am Schauspielfrankfurt
Alles. In einer Nacht von Falk Richter, nachtschwärmer (2003)
Jack und Jill von Jane Martin, nachtschwärmer (2004)
Red Rubber Balls von Peter Verhelst, DE, nachtschwärmer (2004)
Der Verbrecher aus verlorener Ehre von Friedrich Schiller, Kleines Haus (2005)
Die schmutzigen Hände von Jean-Paul Sartre, Kleines Haus (2005)
Gotthelm oder Mythos Claus von Michael Lentz, Uraufführung, Kleines Haus (2007)

Spielzeit 2008/09
Das Kätchen von Heilbronn von Jens Groß nach Heinrich von Kleist
Das letzte Band von Samuel Beckett (gemeinsam mit André Wilms)

Seit der Spielzeit 2006/07 ist sie Hausregisseurin am Nationaltheater Mannheim

Uli Winters (Bühnenbild)
Geboren 1965. Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, Abschluss mit Auszeichnung 1999. Einzel- und Gruppenausstellungen mechanischer und elektronischer Kunstwerke ("Schamanomatics") in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Schweden, Norwegen, Irland und den USA. 2000-2004 Creative Director und Geschäftsführer einer GmbH für interaktive Werbung. Zur Zeit tätig als Objektkünstler, Performer, Bühnenbildner, Kolumnist, Drehbuchautor und Exponatentwickler für Kinder- und Technikmuseen. Lebt in Hamburg und auf der Rückseite des Mondes. Seit Oktober 2006 ist Uli Winters Gastprofessor für Neue Medien am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.


Kerstin Becker
geboren am 1.6.1979 in Wiesbaden.

Nach dem Abitur Beginn des Studiums der Theaterwissenschaft in Mainz. Gründungsmitglied der Hochschulgruppe „Theater Augenblick" im Jahre 2001. Tourneen über Weingüter in Rheinhessen und Rheingau. Darstellerin in anderen freien Theater- und Performancegruppen in Mainz. Aufführungen u. a. für das Wiesbadener Basarland und den Nassauer Kunstverein. Seit 2003 mehrere Regiehospitationen am Schauspielfrankfurt u. a. unter Peter Kastenmüller, dabei erste Zusammenarbeit mit Christiane. J. Schneider. Praktikum in den Werkstätten des Theaters. Arbeit als Souffleuse u. a. unter Armin Petras („Das Käthchen von Heilbronn") und Christiane J. Schneider („Die schmutzigen Hände").

am Schauspielfrankfurt
Spielzeit 2006/2007
Gotthelm oder Mythos Claus von Michael Lentz, Uraufführung, Regie: Christiane J. Schneider, Rolle: Eineurostehimwegclaus


Anna Grisebach
geboren 1974.
Anna Grisebach lebt in Berlin. Ihre schauspielerische Ausbildung absolvierte sie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Es folgten Engagements am Bayerischen Staatsschauspiel München (Residenztheater), am Theater am Neumarkt in Zürich, am Theater Freiburg sowie am Düsseldorfer Schauspielhaus. Sie arbeitete u.a. mit Hans Neuenfels, Crescentia Dünßer, Otto Kukla, Katka Schroth, Elias Perrig, Stephan Rottkamp, Anselm Weber, Simone Blattner, Alexia Herrmann und Amelie Niermeyer zusammen.

am Schauspielfrankfurt
Spielzeit 2006/2007
Gotthelm oder Mythos Claus von Michael Lentz, Uraufführung, Regie: Christiane J. Schneider, Rolle: Cotardclaus


Victoria Mayer
geboren 1976.
Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding (1997-2001). Sie arbeitete in den letzten Jahren an verschiedenen Bühnen, u.a. Münchner Kammerspiele, Metropoltheater München, Stadttheater Ingolstadt. Am Schauspielfrankfurt gastiert sie seit 2001 (u.a. Die Logik des Zerfalls und Sommernachtstraum unter der Regie von Andre Wilms, goldfischen von Jan Neumann). Außerdem ist sie als Film- und Fernsehschauspielerin tätig, seit 2006 ermittelt sie als Kommissarin in „Stolberg" fürs ZDF.

am Schauspielfrankfurt
Spielzeit 2006/2007
Gotthelm oder Mythos Claus von Michael Lentz, Uraufführung, Regie: Christiane J. Schneider, Rolle: Bingenclaus


Martina Maria Reichert
geboren am 1974 in Bingen am Rhein

Ausbildung
1995 - 1998 Theaterwerkstatt Mainz 2002 Filmakademie Ludwigsburg

Theater
1995-1998
Gast am Staatstheater Wiesbaden und Mainz
Faust 1 von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Annegret Ritzel, Rolle: Lieschen
Bremer Stadtmusikanten, Regie: Michael Helle, Rolle: Köchin

1998 - 2000 festes Ensemblemitglied am Schillertheater NRW, Wuppertal
(Rollenauswahl)
Feuergesicht von Marius von Mayenburg, Regie: Anja Niemann, Rolle: Olga
Der Kirschgarten von Anton Tschechow, Regie: Paolo Magelli, Rolle: Dunjasa
Popcorn, von Ben Elton, Regie: Andreas Ingenhaag, Rolle: Farrah
Der Fall Furtwängler von Ronald Harwood, Regie: Rainer Kosok, Rolle: Sekretärin

2001 Metropoltheater München
Perikles von William Shakespeare, Regie: Dirk Engler, Rollen: Dionyza, Diana

2002/2003 Münchner Kammerspiele
Die Orestie von Aischylos, Regie: Andreas Kriegenburg, Rolle: Chor

2003 Teamtheater Tankstelle, München
Liebe Trude von Cormelia Naumann, Regie: Wolfgang Rommerskirchen, Rolle: Trude

2004 Sommerfestspiele Klingenberg
Der Kaufmann von Venedig von William Shakespeare, Regie: Udo Schürmer, Rolle: Porzia

2004 Münchner Kammerspiele
Bridges and harmonies von Oren Lavie, Regie: Thomas Zielinski (Dramatikertage), Rolle: Jane

2005/2006 Theater Freiburg
Die Schneekönigin von H.C. Andersen, Regie: Martin Kreidt, Rolle: Schneekönigin
Fräulein Julie von August Strindberg, Regie: Robin Telfer, Rolle: Kristin

am Schauspielfrankfurt
Spielzeit 2006/2007
Gotthelm oder Mythos Claus von Michael Lentz, Uraufführung, Regie: Christiane J. Schneider, Rolle: Homunkulusclaus


Eva-Christine Richter
Eva-Christine Richter besuchte von 1995 bis 1998 die Schauspielschule Theaterwerkstatt Mainz. Anschließend übernahm sie Gastverträge am Staatstheater Wiesbaden, am Staatstheater Mainz sowie am Teamtheater München, bevor sie von 1998 bis 2002 fest am Theater der Altstadt in Stuttgart engagiert war. Es folgten Gastengagements bei den Schlossfestspielen Neersen, am Schauspielfrankfurt und am Mousonturm Frankfurt.

am Schauspielfrankfurt
Spielzeit 2004/2005
Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare, Regie: Andre Wilms, Rolle: Motte, Schmock

Spielzeit 2005/2006
Blaubart - Hoffnung der Frauen von Dea Loher, Regie: Andre Wilms, Rolle: Tanja
Macbeth von William Shakespeare, Regie: Andre Wilms, Rolle: Kammefrau der Lady Macbeth

Spielzeit 2006/2007
Gotthelm oder Mythos Claus von Michael Lentz, Uraufführung, Regie: Christiane J. Schneider, Rolle: Atemclaus


www.schauspielfrankfurt.de
 


Das Haus sagt

Ein Projekt von:
Mathias Max Herrmann und Marcel Luxinger

Im schauspielfrankfurt, nachtschwärmer, Saison 2006/07

Premiere:
11. Oktober 06

Ausstattung: Britta Kloß, Nina Zoller

Darsteller:
Mathias Max Herrmann

Diese Erfindung wird nicht folgenlos bleiben: Ein Tüftler und Hobby-Akustikologe hat nicht nur ein Instrument zur Messung von architektonischen Schwingungen erfunden, nein, sein Gerät kann diese Schwingungen auch in Klänge umwandeln, also für das menschliche Ohr hörbar, sogar verständlich machen. In einer exklusiven Vorführung wird demonstriert, was der Fachwelt noch jahrelang zu schaffen machen wird: die Kommunikation mit Gebäuden.
Nach den bisherigen Tests muß mit Überraschungen gerechnet werden

Marcel Luxinger, Dramaturg
Geboren und aufgewachsen in Zürich, Abitur und Studium in Zürich und Genf, verschiedene Berufe: Musiker, Reiseleiter, Unternehmensberater (Urheber- und Wettbewerbsrecht), Butler, Werbetexter, Ghostwriter, Dramaturgieassistent am Schauspielhaus Zürich und in Wien (bei Luc Bondy), 1997-99: Eigene Inszenierungen und Bearbeitungen in Zürich, 1999 Übersiedlung nach Hamburg, ab 2000 in Berlin: Tätig als Autor und Regisseur von Projekten und Stücken, freier Dramaturg an verschiedenen Theatern, Drehbücher, Regelmäßige Arbeit mit den Regisseurinnen Anja Gronau (u.a. „Trilogie der klassischen Mädchen", „Faust V.12111" und „Leni") und Friederike Heller (u.a. „Elementarteilchen", „Bondage; Agent entfesselt" und „Die Illuminaten"), Seit Dezember 2005 Dramaturg am Schauspielfrankfurt, weiterhin freie Projektarbeiten.

Spielzeit 2006/2007
Das Haus sagt, Ein Projekt von Mathias Max Herrmann und Marcel Luxinger Text, Regie, Dramaturgie: Mathias Max Herrmann und Marcel Luxinger

Spielzeit 2007/2008
Elefant, ein Projekt von Oliver Kraushaar
Das Schloss nach dem Romanfragment von Franz Kafka


www.schauspielfrankfurt.de
 

Heaven (zu Tristan)

Von:
Fritz Kater
Uraufführung: 12. September 07 (Frankfurt/Main, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt:

Premiere:
12. September 07 (Uraufführung)
Weitere Vorstellungen im Sept. & Okt. 07: 12., 17., 22. September; 18., 22., 26. Oktober 07

Regie:
Armin Petras
Bühne, Kostüme: Patricia Talacko/Bernd Schneider
Musik: Ingo Günther
Video: Niklas Ritter
Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Andrea Koschwitz

MGT Berlin/schauspielfrankfurt:
Regieassistenz:
Ronny Jakubaschk/Benjamin Eggers
Bühnenbildassistenz: Tine Müller/Christina Neuner
Kostümassistenz: Beate Beetz/Katja Strohschneider
Soufflage: Bärbel Kleemann/Boris Wendt
Inspizienz: Lilly Kaufmann/Thomas Nossek
Regiehospitanz: Henning Bosse/Jan Jaroszek
Ton: Susanne Kirchner/Oliver Blohmer/Arnim Streek
Requisite: Jürgen Gebhardt/Anja Becker/Markus Öhlinger
Maske: Manuela Jacob/Beate Bauer/Jan Bundil
Ankleider: Gunda Hoffmann, Annette Bogadtke
Techn. Einrichtung: AndreasRasche
Techn. Produktionsleitung: Josef Dreker
Die Dekoration und Kostüme wurden in den Werkstätten des MGT Berlin hergestellt.


Darsteller:
Königsforst:
Peter Kurth
Helga:
Susanne Böwe
Robert:
Ronald Kukulies
Simone:
Fritzi Haberlandt
Sarah:
Yvon Jansen
Anders Adlercreutz:
Max Simonischek
Micha: J
uliane Pempelfort
Rabe:
Max Simonischek

Heaven spfffm_m2250_Susanne_Böwe,_Peter_Kurth_(0910)©AlexanderPaulEnglert

Heaven (zu Tristan)
Maxim Gorki Theater Berlin und schauspielfrankfurt
Helga (Susanne Böwe) und Königsforst (Peter Kurth)
Foto:
Alexander Paul Englert

Das neue Stück von Fritz Kater Heaven (zu Tristan) kam am 12. September 2007 im Kleinen Haus zur Uraufführung. Fritz Kater wurde 2003 für “zeit zu lieben zeit zu sterben” mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet. Regie führt Armin Petras, ehemaliger Hausregisseur des schauspielfrankfurt, Kurator der schmidtstrasse 12 und derzeitiger Intendant des Maxim Gorki Theaters in Berlin.
In der Rolle der Simone ist Fritzi Haberlandt zu sehen, Trägerin des Alfred-Kerr-Darstellerpreises. Susanne Böwe, zuletzt von der Presse für ihre Darstellung in Falstaff und Tod eines Handlungsreisenden hoch gelobt, spielt die Laborantin Helga. Ihren Mann Königsforst gibt Peter Kurth, der als Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg in Prinz Friedrich von Homburg zu überzeugen wusste.

Zum Inhalt:
Liebestod in Wolfen. Simone liebt Anders. Doch so wie Tristan seine Heimat Cornwall, verlässt der Architekturstudent Anders die Stadt ihrer gemeinsamen Kindheit. Er bricht auf nach Amerika, auf der Suche nach Orten, wo man wirklich leben kann. Simone bleibt in der ostdeutschen Provinz zurück. Die Laborantin Helga liebt ihren Mann, den Psychiater Königsforst, und das schon mehr als zwanzig Jahre. Doch auch sie werden Wolfen verlassen. Seit die Filmfabrik geschlossen ist, gibt es für Helga keine Arbeit mehr. Letzte Woche noch hat man sich mit den alten Kollegen getroffen, hat getanzt, gelacht und gespielt, dass man Sterne sei, »Sterne am Himmel des Anderen«. Jetzt wird ihr Neubaublock abgerissen. Zurück bleiben die Reste und die Raben.

„Erleben wir uns als in die Welt geschleudert oder als Teil eines Ganzen?“ Wie einst die Physikerin Marietta Blau (1894 – 1970), der es gelang, mit Hilfe der Entwicklung einer speziellen Filmemulsion die einzelnen sternenförmig auseinander fliegenden Teilchen und damit das Zentrum einer Kernzertrümmerung sichtbar zu machen, beschreibt Fritz Kater in seinem neuesten Theaterstück die Folgen der Zertrümmerung einer Lebenslandschaft.

Fritz Kater
Dramatiker, geboren 1966 in Bad Kleinen (Mecklenburg-Vorpommern)

Ausbildung
Umzug nach Ost-Berlin, dort Schule (Abitur), anschließend Wehrdienst in der NVA; Lehre als Fernsehmechaniker abgeschlossen. Arbeit mit freien Theatergruppen im kirchlichen Bereich . 1987 Ausreise in die BRD. Gelegenheitsarbeiten als Kellner, Regieassistent, Taxifahrer in Bayern. Erste Schreibversuche. 1990 Rückkehr nach Berlin. Ständiger Mitarbeiter einer Firma für Design-Controlling in Berlin-Moabit. Seit 1990 schreibt Fritz Kater Stücke. Verheiratet, drei Kinder.

Preise
Einladung zum Heidelberger Stückemarkt 2002 und zu den Mülheimer Theatertagen 2002 mit Vineta (Oderwassersucht)
Mülheimer Dramatikerpreis 2003 mit zeit zu lieben zeit zu sterben
Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2004 mit WE ARE CAMERA / jasonmaterial
Einladung zum Berliner Theatertreffen 2004 mit WE ARE CAMERA /jasonmaterial
Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2005 mit 3 von 5 millionen
Schauspielfrankfurt als Festival-Gast im National Theatre Taipei, Taiwan, 2006, mit Abalon, one night in bangkok

Theaterstücke
Krieg, Böse III, Uraufführung: Kleist-Theater, Frankfurt/Oder, 1994
Ejakulat am Stacheldraht II, Uraufführung: Kleist-Theater Frankfurt/Oder, 1994
Bloss weil dich irgend ein Typ mit Sperma bedeckte und dich dann zurückwies oder meine kleine Wolokolamsker Chaussee 6 , Uraufführung: Theater Nordhausen, 1996
Keiner weiss mehr 2 oder Martin Kippenberg ist nicht tot, Uraufführung: Theater Nordhausen, 1998
Vineta (Oderwassersucht), Uraufführung: Schauspiel Leipzig / Freie Kammerspiele Magdeburg, 2001
zeit zu lieben zeit zu sterben" , Uraufführung: Thalia Theater, Hamburg, 2002
Nietzsche in Amerika, Uraufführung: Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 2002
Sterne über Mansfeld, Uraufführung: Schauspiel Leipzig, 2003
WE ARE CAMERA/jasonmaterial, Uraufführung: Thalia Theater, Hamburg, 2003
Mach die Augen zu und fliege oder Krieg böse 5, Uraufführung beim in Transit Festival, und Maxim Gorki Theater (Studio), Berlin, 2004
Alkestis. Mon Amour, Uraufführung: Schauspielhaus, Leipzig, 2004
3 von 5 Millionen, Uraufführung: Deutsches Theater, Berlin, 2005
Abalon, one nite in Bangkok, Uraufführung: schauspielfrankfurt, 2006
Heaven (zu Tristan), Uraufführung: schauspielfrankfurt, 2007


Fritzi Haberlandt
1975 in Berlin geboren.

Ausbildung
Sie studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" in Berlin. Bereits während ihres Studiums begann die Zusammenarbeit mit Robert Wilson, die sich nach Abschluss der Ausbildung fortsetzte.

Theater
1999 trat sie ihr Engagement am Schauspielhannover an. Ab der Spielzeit 2000/2001 war Fritzi Haberlandt im Ensemble des Thalia Theaters Hamburg. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist sie festes Ensemblemitglied des Maxim Gorki Theaters Berlin.

Preise
2006 Goldene Schallplatte für Das kunstseidene Mädchen aus der BRIGITTE-Hörbuch-Edition
2004 Deutscher Filmpreis, Beste Nebendarstellerin für Liegen Lernen
2003 Alfred-Kerr Darstellerpreis des Berliner Theatertreffens für zeit zu lieben zeit zu sterben und Liebelei
2001 Boy-Gobert-Preis, Beste Nachwuchsschauspielerin auf Hamburger Bühnen
2001 Bayerischer Filmpreis, Beste Nachwuchsdarstellerin für Kalt ist der Abendhauch
2001 Nachwuchsschauspielerin des Jahres "Theater heute" für Julie in Liliom
2000 Nachwuchsschauspielerin des Jahres "Theater heute" für Minna von Barnhelm

am Schauspielfrankfurt:
Spielzeit 2003/04
Fritzi Haberlandt liest Irina Denezkina „Komm"
Spielzeit 2004/05
Fritzi Haberland liest Marcelle Sauvageot „Fast ganz die Deine"
Spielzeit 2007/08
Heaven (zu Tristan) von Fritz Kater, Uraufführung, Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater, Berlin, Regie: Armin Petras, Uraufführung, Rolle: Simone


Yvon Jansen

Ausbildung
Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum

Theater
Rollen am Schauspielhaus Bochum in Shakespeares Viel Lärm um Nichts (Regie: Leander Haußmann, 1999), Botho Strauß' Groß und Klein (Regie: Christina Paulhofer, 1999) und Sarah Kanes Gier (Regie: Christina Paulhofer, 2000). Am Hamburger Schauspielhaus 1999 in der Uraufführung von Thomas Jonigks Täter (Regie: Christina Paulhofer) in der Rolle der Petra. Seit 2000 Ensemblemitglied des Schauspielhauses Zürich. Dort u.a. Arbeiten mit Stefan Pucher, Christina Paulhofer, Andreas Kriegenburg, Johan Simons, Meret Matter und Jan Bosse. Seit 2002 an der Schaubühne: Cordelia in L - King of pain , einer Shakespeare-Adaption (Regie: Luk Perceval, 2002); Hermione in Andromache von Peter und Luk Perceval nach Racine (Regie: Luk Perceval, 2003); Nina in Die Möwe von Anton Tschechow (Regie: Falk Richter, 2004); Turista von Marius von Mayenburg (Regie: Luk Perceval, 2005); Titelrolle in Maria Stuart von Friedrich Schiller (Regie: Luk Perceval, 2006); Sofja Jegorowna in P/afonowvon Anton Tschechow (Regie: Luk Perceval, 2006)

am Schauspielfrankfurt:
Spielzeit 2006/2007
Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill, Regie: Andre Wilms, Rolle: Die Spelunken-Jenny
Spielzeit 2007/2008
Heaven (zu Tristan) von Fritz Kater, Uraufführung, Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater,Berlin, Regie: Armin Petras, Rolle: Sarah


Ronald Kukulies
geboren 1971 in Düsseldorf

Ausbildung
Nach einer Ausbildung zum Kommunikationstechniker im Fachbereich Informationstechnik studierte er Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" Berlin.

Theater
Ein anschließendes Engagement führte ihn an das Deutsche Theater Berlin. Von 1 999 bis 2006 spielte er an der Schaubühne am Lehniner Platz unter anderem in folgenden Stücken: Herr Kolpert (Marius von Mayenburg, Wulf Twiehaus, 2000); Dantons Tod (Regie:Thomas Ostermeier, 2001); Die arabische Nacht (Regie: Tom Kühnel , 2001); Port Authority (Regie: Barbara Frey, 2001); Macbeth (Regie: Christina Paulhofer, 2002); Merlin oder Das wüste Land (Regie: Burkhard C. Kosminski, 2002); Das kalte Kind (Regie: Luk Perceval, 2002); Woyzeck (Regie: Thomas Ostermeier, 2003); Troilus und Cressida (Regie: James Macdonald, 2005); Phaidras Liebe von Sarah Kane (Regie: Christina Paulhofer, 2003); Andromache von Peter und Luk Perceval nach Racine (Regie: Luk Perceval, 2003); Weniger Notfälle (Das System 3l Amok) von Martin Crimp (Regie: Falk Richter, 2004); Hotel Palestine (Das System 4) von Falk Richter (Regie: Falk Richter, 2004) Seit der Spielzeit 2006/2007 Ensemblemitglied des Maxim Gorki Theaters Berlin.

am Schauspielfrankfurt:
Spielzeit 2004/2005
Unter dem Vulkan, ein Projekt von Jens Groß, Nicola Gründel, Ronald Kukulies, Andreas Leupold, Ann-Christine Müller, Armin Petras, Annette Riedel, Simon Solberg und Luise Vogt nach dem Roman von Malcolm Lowry, Regie: Armin Petras

Spielzeit 2005/2006
Horns Ende von Christoph Mein, für die Bühne bearbeitet von Armin Petras, Uraufführung, Koproduktion mit dem Schauspiel Leipzig, Regie: Armin Petras; Rolle: Kruschkatz, Bürgermeister

Spielzeit 2007/2008
Heaven (zu Tristan) von Fritz Kater, Uraufführung, Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater, Berlin, Regie: Armin Petras, Rolle: Robert


Max Simonischek
Schauspieler, geboren 1982 in Berlin

Ausbildung
Schauspieläusbildung am Mozarteum Salzburg; Abschlussjahrgang 2007.

Theater
Gastengagements während des Studiums bei den Salzburger Festspielen („Jedermann", Regie: Christian Stückl), am Landestheater Salzburg und Theater in der Josefstadt. Darüber hinaus Mitarbeit bei verschiedenen Kurz- und Fernsehfilmen. Seit Februar 2007 festes Ensemblemitglied des Maxim Gorki Theaters Berlin.

am schauspielfrankfurt:

Spielzeit 2007/08
Heaven (zu Tristan) von Fritz Kater, Uraufführung, Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater, Berlin, Regie: Armin Petras, Uraufführung, Rolle: Anders


 [© Texte: schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Heaven (zu Tristan) ist eine Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin.
Berliner Premiere am 17. November 2007 im Maxim Gorki Theater Berlin (
www.gorki.de)

Heiter Skelter

Von:
Neil LaBute
Uraufführung: 7. Februar 2007 (Bonn, Theater Bonn)

Zur Inszenierung des Theater Bonn:

Premiere:
7. Februar 07
Regie: Jennifer Whigham
Bühne: Gesine Kuhn
Kostüme: Uta Heiseke
Musik: Lars Figge

„Heiter Skelter" ist der Titel eines neuen Theaterstücks von Neu LaBute, das er eigens für Birte Schrein geschrieben hat. Der Dramatiker und die Bonner Schauspielerin lernten sich durch die Deutschsprachige Erstaufführung des LaBute-Stücks „Wie es so läuft" kennen, das Klaus Weise in der Spielzeit 2005/06 äußerst erfolgreich inszenierte.

„Heiter Skelter" ist eine Studie über den Versuch von Liebe in Zeiten seelischer Kälte und Entfremdung: Ein Ehepaar auf einem Shopping-Trip, mitten im Trubel der Vorweihnachtszeit. Sie ist hochschwanger, er beruflich sehr eingebunden - der ganz normale Alltagsstress. So scheint es. Doch irgendwann bittet sie ihn um sein Handy ... Erfindet es nicht, oder will es nicht finden. Und am Ende ihres kleinen Ausflugs ist auf schreckliche Weise nichts mehr, wie es war...

Heiter Skelter wird zusammen mit den Einaktern „Land der Toten" und „Ich mag Dich wirklich" gezeigt. Die Darsteller dieser drei Stücke sind: Birte Schrein, Yorck Dippe, Andreas Maier und Roland Ribeling.

www.theater-bonn.de
 


HOW LOVE IS SPELT

Von:
Chloe Moss
Deutschsprachige
Erstaufführung: 5. Januar 07 (Mainz, Staatstheater Mainz)


Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
5. Dezember 07 (TiC)

Inszenierung: Hanna Rudolph
Mit: Franziska Hackl, Kaja Hirsch, Andrea Quirbach, Florian Hansel, Thomas Kornack, Joachim Mäder

Die 20-jährige Peta ist abgehauen, raus aus der familiären Enge ihres Heimatortes, weg von ihrem viel älteren, dominanten Freund. Eine neue Stadt, neue Menschen, eine neue Existenz. Endlich kann sie selbst entscheiden, wer sie sein möchte, denn niemand kennt sie, niemand hat Erwartungen an sie. Aber allein und ohne Job ist das Leben in der Großstadt schwieriger als gedacht und abenteuerlicher als erwartet. In fünf nächtlichen Momentaufnahmen erzählt Chloe Moss die Geschichte eines Ausbruchsversuchs, der vielleicht da enden könnte, wo er begonnen hat. "How love is speit" ist eine sensible Studie über Liebe, Verlassenheit und die Notwendigkeit, sich selbst zu
finden.
Hanna Rudolph begann nach einer Schauspielausbildung ein Studium
der Theaterregie in Hamburg. Mit ihrer packenden Inszenierung von "Macbeth" wurde sie zum Regiewettbewerb "Körber Studio Junge Regie" in Hamburg eingeladen und erregte Aufmerksamkeit bei Presse und Publikum.

www.staatstheater-mainz.de
 

Ich mag Dich wirklich

Von:
Neil LaBute
Deutschsprachige Erstaufführung: 7. Februar 2007 (Bonn, Theater Bonn)

Zur Inszenierung des Theater Bonn:

Premiere:
7. Februar 07 (DSE)
Regie: Jens Kerbel
Bühne: Gesine Kuhn
Kostüme: Uta Heiseke
Musik: Lars Figge

„Ich mag Dich wirklich" beschreibt die Liebe in Zeiten des Internets. Ein Mann und eine Frau haben sich online kennen gelernt. Nach längerem Kontakt treffen sie sich erstmals in einer Bar.

„Ich mag Dich wirklich" wird zusammen mit den Einaktern “Heiter Skelter” und “Land der Toten" gezeigt.
Die Darsteller dieser drei Stücke sind: Birte Schrein, Yorck Dippe, Andreas Maier und Roland Ribeling.

www.theater-bonn.de
 

Im Zweifel für den Angeklagten
Von:
David W. Rintels
basierend auf Irving Stone’s „Clarence Darrow für die Verteidigung“


Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
In der Übersetzung von Christian Kohlund

Premiere: 21. Oktober 07
Spielzeit bis: 4. November 07

Regie und Bühne: Christian Kohlund
Musik: Klaus Pruester
Clarence Darrow: Christian Kohlund

Ein Mann schreibt Rechtsgeschichte
„Ich habe vor dreißig Jahren Curd Jürgens in der Rolle des Clarence Darrow gesehen, das hat mich nicht mehr losgelassen.“, erzählt Christian Kohlund über den wahrscheinlich bedeutendsten Strafverteidiger der amerikanischen Geschichte. Kohlund hat sich gründlich mit dem Stück von David Rintels, in dessen Zentrum Darrow steht, beschäftigt. Er hat den Text neu übersetzt, Regie geführt sowie das Bühnenbild entworfen und steht in der Rolle des Clarence Darrow auf der Bühne. Der Schauspieler ist begeistert von Darrows Courage und dessen unermüdlichem Kampf gegen alles, was der als Verletzung von Ethos, Recht, Humanität und Wahrheit empfand, denn der 1857 in Ohio geborene Anwalt plädierte Zeit seines Lebens gegen die Todesstrafe und bewahrte mehr als 100 des Mordes Angeklagte vor der Hinrichtung. Keiner seiner Klienten wurde in den Tod geschickt.
Darrow wurde vor allem bekannt durch seine Verteidigung des Lehrers John Scopes, den man beschuldigte, an der High School Evolutionstheorie zu lehren.
Die Verteidigung des amerikanischen Gewerkschaftsvertreters Eugene V. Debs, der die Eisenbahnarbeiter zum Widerstand aufgerufen hatte, machte Darrow landesweit bekannt. Er fühlte sich dazu berufen, den Mann zu verteidigen: „Denn kein anderes Vergehen wurde je mit so strengen Strafen belegt, wie das Begehren, den Unterdrückten zu helfen.“
Einer seiner berühmtesten Prozesse war der Fall der McNamara-Brüder, die 1911 das Gebäude der Los Angeles Times in die Luft gesprengt hatten. Die Verhandlung endete auf Grund des Geständnisses der beiden mit Haft – und nicht mit der Todesstrafe. Darrows Kampf galt den Unterprivilegierten. Sein Credo lautete: „Ich hasse die Sünde, aber niemals den Sünder.“

ImZweifelfürdenAngeklagten_KomödieKurfürstendamm_m©WolframScheible

Im Zweifel für den Angeklagten
Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
Seitdem Christian Kohlund vor über 30 Jahren Curd Jürgens in der Rolle des Clarence Darrow
gesehen hat, hat ihn diese Rolle nicht mehr losgelassen
Christian Kohlund
Foto: Wolfram Scheible



Christian Kohlund
... wurde am 17. August 1950 in Basel in eine Schauspielerfamilie geboren. Bereits im Alter von sechs Jahren stand er zum ersten Mal vor Kamera.
Er absolvierte eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und eignete sich durch zahlreiche Assistenzen am Theater und beim Film das technische Handwerk für den Bereich „hinter den Kulissen“ an.
Zu seinen wichtigsten Theaterstationen zählen u.a. das Schillertheater in Berlin, das Residenztheater in Müchen, das Theater in der Josefstadt in Wien, die Freie Volksbühne in Berlin, das Schauspielhaus Zürich und jüngst das Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg.
1991 inszenierte er mit großem Erfolg „Die fünfte Kolonne“ von Ernest Hemingway. 1998 folgte die Produktion „Das Käthchen von Heilbronn“ von Heinrich von Kleist.
Neben seiner Theatertätigkeit arbeitete er auch häufig für Film und Fernsehen. Er war unter anderem in den Filmen „The Pedestrian“, „Einmal Ku’damm und zurück“, „Der Glücksritter“, „Unordnung und frühes Leid“ und „Leo Sonnyboy“ zu sehen. Fernsehzuschauer kennen ihn aus TV-Serien wie „Der Alte“, „Derrick“, „Schwarzwaldklinik“ oder aus der TV-Reihe „Das Traumhotel“. Bei den Filmproduktionen „Tod durch Entlassung“ und „Abenteuer in Südafrika – Christine III“ führte er Regie.
Im Februar 2002 erhielt Christian Kohlund den PRIX WALO, eine Auszeichnung des Schweizer Showbusiness.
Für seine Arbeit „Im Zweifel für den Angeklagten“ bekam Kohlund viel Lob: „Er agiert so überzeugend, dass sie vorm geistigen Auge des Zuschauers auftauchen, die Menschen, mit denen der Anwalt spricht. Tatsächlich steht der Schauspieler allein auf der Bühne. 100 Minuten lang. Jede Sekunde hört man ihm zu.“, schrieb eine große deutsche Tageszeitung. Die WAZ befand: Er „brilliert in der Rolle des unerschrockenen Anwalts als Charakterdarsteller – ebenso als Regisseur und Bühnenbildner dieses Stückes.“

Der Autor
David W. Rintels wurde 1939 in Boston geborenund studierte Amerikanische Geschichte an der Harvard Universität. Er war Journalist, Autor und Produzent. Das Stück „Im Zweifel für den Angeklagten“, das als Broadway- und Fernsehproduktion erfolgreich war, schrieb er 1973. 1974 fand am Broadway die Uraufführung mit Henry Fonda statt. Im selben Jahr wurde das Stück mit dem Emmy Award ausgezeichnet. Curd Jürgens gastierte in der Spielzeit 1975/76 mit „Im Zweifel für den Angeklagten“ in der Komödie am Kurfürstendamm und spielte wochenlang vor ausverkauftem Haus.
Für sein künstlerisches Wirken erhielt David W. Rintels unter anderem drei Writers Guild of America Awards of the Outstanding Script, drei American Bar Association Gavel Awards und den Paddy Chayefsky Laurel Award for Television. [© Texte: Komödie am Kurfürstendamm, Berlin]

Kartenpreise:
Di bis Do 36/25/13€ und Fr/Sa/So 39/28/17€ Premieren 47/36/24€
alle Preise inklusive Programmheft
Voraufführungen 19 € auf allen Plätzen
Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de 


Jason
nach Motiven der Argonautensage, mit Texten von Christa Wolf u.a.

Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:

Premiere: 28. Mai 06

Regie:
Rainer Frank
Bühne: Nina Zoller
Kostüme: Madeleine Hasselmann
Dramaturgie: Nina Steinhilber
Licht: Johannes Richter


Jason:
Sebastian Schindegger
Medea:
Anne Müller
Freund / Orpheus / Absyrtos:
Stefko Hanushevsky,

Besprechung auf kultrufreak.de

Jason trifft Medea. Mitten ins Herz. Medea und Jason. Für immer. Eine Liebe. Ein Auftrag. Ein Glück? Zwei verschiedene Welten und wie alles begann. Jason und seine Freunde. Aufbruch ins Ungewisse. Eine Armee von Träumern und ihre Suche nach dem goldenen Vlies. Aber wer bestimmt, wohin die Reise geht? Wann verliert ein Ziel seinen Sinn? Wie lange hält ein Versprechen? Und wieviel Ewigkeit verträgt eine Liebe?

www.schauspielfrankfurt.de (externer Link)

Jugend ohne Gott

Nach dem Roman von:
Ödön von Horväth

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 29. September 07 (schmidtstrasse 12)

Kooperation von Schauspielfrankfurt mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a. M., Ausbildungsbereich Schauspiel

Regie: Julia
Hölscher
Grundraum: Bernd Schneider
Ausstattung: Ulli Smid
Musik: Tobias Vethake
Dramaturgie:
Maike Gunsilius
Ton, Beleuchtung,
Technik: Marcel Heyde
Technische Einrichtung: Joachim Schr
öder, Mathias Rößler
Regieassistenz: Ellen
Waniek
Ausstattungsassistenz: Jana Lünsmann
Maske: Anke Scharlach
Requisite: Anja Becker / Uschi Trella
Regiehospitanz: Leonie Graf, Julian
van Daal
Ausstattungshospitanz: Leon
Schmid

Besetzung:
Lehrer: Stefko Hanushevsky
Pfarrer / Julius Caesar: Michael Lücke
Frau Feldwebel: Nadja Dankers
R: Friederike Ott
N: Sebastian Klein
Z: Raül Semmler
B: Victoria Schmidt
T:
Moritz Peters
Eva: Judith Niederkofler

Ein junger Lehrer sieht sich konfrontiert mit einer gleichgeschalteten, faschistisch gesinnten Schülerschaft, die ihm ihr Misstrauen ausspricht, als er für die Gleichheit aller Menschen eintritt. Die Schüler beten unreflektiert die Ideologie eines diktatorischen Systems nach, dem sich auch der Lehrer zunehmend beugt und der sich damit selbst verleugnet. Diese Jugend ohne Gott ist sowohl traurig als auch böse, sie ist grausam und melancholisch, sie kennt keine Verantwortung. Der Lehrer ahnt schließlich die Notwendigkeit einer überfälligen Entscheidung – für die Wahrheit und den persönlichen Einsatz. Sein Eingeständnis der eigenen Schwäche ist ein großes Bekenntnis zu Herz und Gewissen. [© schauspielfrankfurt]


Julia Hölscher
1979 in Stuttgart geboren.

Ausbildung
Regieassistenzen beim Film in München
Gesangsstudium
Seit 2003 Regiestudium in Hamburg

Theater
Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Engagement als Sängerin, Hospitanzen im Bereich Regie und Bühnenbild am ro theater Rotterdam
Assistenz bei Richard III (Regie A. Kriegenburg)

St. Pauli Theater, Hamburg
Studienprojekte: Deponie von Dea Loher. Platonowü nach A. Tschechow. Wünsch Dir was: Maria Stuart nach Schiller/Brecht. St. Pauli! Wünsch Dir Dein Weihnachtsmärchen: Der Froschkönig nach Grimm/Hasenclever

Schauspielhannover
Populärmusik aus Vittula nach dem Roman von M. Niemi

Thalia Theater Hamburg

schauspielmagdeburg

Jugend ohne Gott nach dem Roman von Ödön von Horväth ist ihre erste Inszenierung am Schauspielfrankfurt.

Auszeichungen
Für Ihre Inszenierung Das Mädchen aus der Streichholzfabrik nach dem Drehbuch von Aki Kaurismäki an der Theaterakademie Hamburg wurde sie beim Körber Studio Junge Regie mit dem Preis für die beste Nachwuchsregie ausgezeichnet.


www.schauspielfrankfurt.de
 


kain !
ein Projekt des schauspielfrankfurt, nachtschwärmer

Mit Texten von: Friedrich Koffka, Fjodor Dostojewskij, Lautréamont u.a.


Premiere: 28. April 06

Regie:
Florian von Hoermann
Bühne: Norgard Kröger
Kostüme: Katja Strohschneider
Dramaturgie: Nina Steinhilber
Video: Fabian Hentzen
Licht: Norman Plathe, Johannes Richter
Regie- und Bühnenbildassistenz: Max Färber


Mit:
Katrin Grumeth, Christian Kuchenbuch, Robert Kuchenbuch, Moritz Peters


kain! Ist kein Held. Ein Niemand. Ein jeder. Einer von uns? Die Kinder Kains. Gewalt. Krieg. Ohnmacht. Der Bruder. Der Mord. Der Mythos. Eine verlorene Unschuld. Irgendwo. Am Rand der Gesellschaft. Die offene Wunde. Der gefallene Engel. Der Stein des Anstoßes. Ich weiß nichts von einem Stein. Sagt Abel.
kain! Ist Widerstand. Liebe. Schmerz. Wut. Es ist besser, nicht zu träumen. Sagt Kain. kain! Träumst du?


Florian von Hoermann
geboren 1975 in München

Ausbildung

Abitur

1995-1999 Regiestudium an der Aphanor-Akademie, Burghausen
Diplominszenierung: Unter Aufsicht, von Jean Genet

anschließend Arbeiten für Fim und Fernsehen; Videokunst

seit der Spielzeit 2003/ 2004 Regieassistent am schauspielfrankfurt
Regie
Spielzeit 2004/2005:
Der Architekt und der Kaiser von Assyrien, von Fernando Arrabal
Spielzeit 2005/2006:
2006 „kain!“, szenische Kollage mit Texten von Koffka, Dostoijewski, Lautreamont, Artaud, u.a. „nachtschwärmer“
Spielzeit 2005/2006:
Die Orestie, Aischylos / Co-Regie
Das trunkene Schiff von Paul Zech



schauspielfrankfurt (externer Link)






Kain
Landungsbrücken, Frankfurt
Michael Haase und Linus Koenig
Foto: Landungsbrücken

Kain
Von:
Friedrich Koffka

Inszenierung der Landungsbrücken, Frankfurt:

Regie:
Julian König

Mit: Michael Haase und Linus Koenig


„Und der Herr sah gnädiglich an Abel und sein Opfer. Aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädiglich an.“ 1. Mose IV., 4 und 5

Der älteste Mord der Welt: Kain und Abel. Kain, der seinen jüngeren Bruder Abel mit der Axt erschlägt.

Der biblische Brudermord als expressionistisches Drama, in dem die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und man sich fragen muss: Wer ist der Mörder, wer ist das Opfer in einem Leben, das von uns verlangt, über Leichen zu gehen? Töten wir nicht alle, und sei es nur uns selbst, um zu überleben? Ist es nicht eher Abel, der Kain ermordet, und ist es nicht eher Kain, der Abel erlöst aus einem Leben der Lüge?

Garantiert nichts für schwache Nerven: Alptraumhaft, wahnsinnig und gewalttätig, aber doch nicht frei von einer schrecklich rohen poetischen Schönheit steuert „Kain“ direkt ins vermeintlich Unvermeidliche.

Kain ist neben „norway.today“ die bislang am längsten laufende Produktion bei Landungsbrücken (Premiere am 17.12.2004) und war ganz nebenbei auch die erste Regiearbeit von Julian König, der inzwischen auch für die neue Bühnenfassung von Clockwork Orange verantwortlich zeichnet.

„Der Herr sprach: Wer Kain totschlägt, der soll siebenfach gerächt werden. Und der Herr machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge, der ihn fände. „ 1. Mose IV, 15


Das sagt die Presse:

„...erstaunlich gut dosiertes expressionistisches Pathos...grell ausgeleuchtet, aber ohne Effekthascherei steigert sich der Bruderzwist zu einem Ende, das gleichermaßen überrascht und überzeugt.“ (FAZ)

„...erquickend...schrecklich schön...besonnen...irrsinnig und interessant“ (Frankfurter Rundschau)

Aktuelle Termine unter:
www.landungsbruecken.org


The killer in me is the killer in you my love

Von:
Andri Beyeler


Zur Inszenierung des Schauspiel Essen:

Premiere:
23. Februar 07 (Casa)

Inszenierung: Cilli Drexel
Bühne: Monika Diensthuber
Kostüme: Julia Borchert

Mit: Andrea Casabianchi / Moritz Gabriel / Tim Mackenbrock / Alessandro Nania / Simin Soraya

Ein Sommer im Freibad: Lena findet sich zu dick und geht nicht ins Wasser, obwohl sie gerne schwimmt. Hanna, findet Lena nett, kennt sie aber eigentlich gar nicht. Gerber findet Hanna nett und schreibt ihr heimlich Briefe. Als Hanna zurück schreibt, zeigt er diese seinem Kumpel Surbeck. Der findet Hanna auch scharf und lässt es alle wissen. Also zeigt Gerber Hannas Briefe nicht mehr, wenn er mit Surbeck die ersten Kippen raucht. Sein Bruder, Klein Gerber, muss die Kippen immer holen, ist aber sonst nicht sehr beliebt beim großen Bruder und dem Alles-Checker-Kumpel Surbeck. Aber Klein Gerber findet Lena toll und beobachtet sie, nachts aus seinem Fenster. Und Lena schaut zurück.

Andri Beyelers Stück ist eine kunstvolle, leichte und genau beobachtende Studie über die Schwierigkeit des Erwachsenwerdens. Cilli Drexel inszeniert „The Killer in me is the killer in you my love“ für die Casa mit Schauspiel-Studierenden der Folkwang Hochschule Essen. [© Schauspiel Essen]

www.schauspiel-essen.de
 


KOPFTOT
Stück über einen Fluchtversuch

Von: Gerhild Steinbuch
Uraufführung: 23. September 06 (Mainz, TiC Werkraum)


Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz in der Spielzeit 2006/07:

Premiere:
23. September 2006, TiC Werkraum
Inszenierung: Julie Pfleiderer
Bühne und Kostüme: Marcel Bühler

Ophelia lebt allein mit ihrem Vater. Ein höchst ambivalentes Verhältnis verbindet Vater und Tochter. Die Liebe des Vaters erdrückt Ophelia, gleichzeitig sehnt sie sich nach seiner Aufmerksamkeit. Als Versuch, der Isolation zu entfliehen, erfindet sich Ophelia ihre Familie neu. Sie holt die tote Mutter ins Leben zurück, schafft sich einen Bruder, zu dem sie eine behutsame Liebesbeziehung entwickelt.

"Kopftot" ist eine tief berührende Geschichte über enge, familiäre Verflechtungen, über Liebe, Macht und Abhängigkeit zwischen Eltern und deren Kindern. Es ist ein Stück über die schrankenlose Freiheit der Fantasie.Kopftot wurde 2004 im Rahmen des 4. Festivals Internationale Neue Dramatik (F.I.N.D.) an der Schaubühne Berlin in einer szenischen Lesung von Robert Schuster unter Mitarbeit von Julie Pfleiderer vorgestellt und mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Die Uraufführung inszeniert Julie Pfleiderer. Geboren 1979, hat sie gerade ein Regiestudium an der Berliner Ernst-Busch-Schule abgeschlossen. 2003 war Hebbels "Gyges und sein Ring", eine Gemeinschaftsregie, am TAT Frankfurt zu sehen. 2004 entstanden "Die Emanzipation" nach Pierre Bourdieu am Maxim Gorki Theater sowie "1989" nach Rainald Goetz am DT Berlin. Ihre Abschlussinszenierung "Richard III" wurde zu verschiedenen Festivals, u. a. zum "Körber Studio Junge Regie" eingeladen.
 

Kredit
Familienhistorienspiel
Von:
Jan Neumann
Uraufführung: 18. Januar 2008 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)


Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt:

Premiere:
18. Januar 08 (Uraufführung)

Regie:
Jan Neumann
Bühne:
Thomas Goerge
Kostüme:
Nini von Selzam
Licht: Frank Kaster
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Mitarbeit: Lilli-Hannah Hoepner (Regie); Julia Strasser (Bühne); Lisa Danulat (Dramaturgie);
Kostümassistenz: Katharina Tasch
Inspizienz: Thomas Nossek
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Andreas Rasche
Ton: Inga Lüth, Daniel Möller
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Requisite: Anja Becker, Stefan Markert
Hospitanz: Anke Mager, Johanna Vater

Besetzung:
Clemens Huber:
Max Landgrebe
Cosima, seine Frau und Nanni, seine Tochter:
Nadja Dankers
August, sein Bruder und Klaus, sein Sohn:
Daniel Stock
Fritz, sein Bruder und dessen Tochter Paula:
Anna Grisebach
Bruno, sein Bruder und dessen Tochter Friedel:
Stefko Hanushevsky
. . . und viele nähere und weitere Verwandte und Anverwandte der Familie Huber.

Besprechung auf kulturfreak.de

Kredit_schauspielffm_2501_Max_Landgrebe,_Stefko_Hanushevsky,_Nadja_Dankers,_Anna_Grisebach,_Daniel_Stock©AP Englert
Kredit
schauspielfrankfurt
Max Landgrebe, Stefko Hanushevsky, Nadja Dankers, Anna Grisebach und Daniel Stock
Foto:
Alexander Paul Englert

Autor und Regisseur Jan Neumann kreierte zusammen mit Schauspielern im Auftrag von schauspielfrankfurt einen Abend, welcher der einzigartigen und fragilen Seite des Theaters verstärkt Raum gibt – dem flüchtigen, schöpferischen Moment des Spiels auf der Bühne. Vor Beginn der Proben gab es nur ein Thema, ein Grobkonzept und ein Bühnenbild – aber keinen Text. Probe für Probe erfanden Darsteller und Regisseur, Bühnenbildner und Dramaturgin die Geschichte und ihre Figuren. Anhand dieser Improvisationen schrieb der Autor im weiteren Verlauf den Text.

Bei Kredit überlässt Jan Neumann bewusst die Dialogszenen der Improvisation und Gestaltungsfreiheit der Spieler. Gerahmt werden diese lebendigen und unwiederholbaren Augenblicke von festgeschriebenen Erzähltexten. Aus diesem täglichen Balanceakt zwischen freiem Spiel und literarischer Vorgabe entsteht eine besondere schöpferische Spannung. Im Zentrum dieses Abends im Kleinen Haus steht die Erinnerung an Hans, Vater von fünf Kindern, ein in jeder Hinsicht großzügiger Mensch. Seinen leichten, aber zu frühen Tod nehmen seine Kinder zum Anlass, ein schillerndes Panorama an denkwürdigen Geschichten aufzuspannen. Fünf Schauspieler spielen eine weit verzweigte Familie, ihre zahlreichen eigensinnigen, schrägen und ganz normalen Onkeln, Tanten, Cousinen und Enkelkinder – ein buntes Panoptikum von 60 Jahren. Verschiedene Familienfeiern, die das Leben von Hans und die Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder untereinander spiegeln und prägen, sind die Stationen, anhand derer das Team von Regisseur und Autor Jan Neumann Begebenheiten rund um die Themen Geld, Gefühle und Tod erzählt.

Jan Neumann, Jahrgang 1975, ist ein begnadetes Multitalent. 1998 schloss er seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik München / Bayerische Theaterakademie August Everding ab. Nach drei Jahren Engagement am Residenztheater München war er langjähriges Ensemblemitglied am schauspielfrankfurt, wo er in der Spielzeit 2004/05 bei seinem eigenen Stück Goldfischen und bei Herr Kolpert von David Gieselmann erstmals Regie führte. Seitdem ist er als Autor und Regisseur erfolgreich tätig. Liebesruh wurde 2005 am Thalia Theater in Hamburg uraufgeführt und in der Spielzeit 2006/07 von Jan Neumann persönlich am schauspielfrankfurt inszeniert. Presse und Publikum nahmen diese sensible Inszenierung gleichermaßen begeistert auf. Ähnlich der vom schauspielfrankfurt in Auftrag gegebenen Stückentwicklung Kredit erarbeitete er schon „Die Nacht dazwischen“ 2006 am Theater der Stadt Aalen und „Dunkelfeld“ im Frühjahr 2007 am Jaunais Rigas Teatris.


Thomas Goerge
Ausbildung
Thomas Goerge studierte in der Meisterklasse für Bühnen- und Filmgestaltung von Bernhard Kleber an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Während des Studiums assistierte er u.a. an der Oper Bonn, der Oper Brüssel bei Christof Loy und an der Komischen Oper in Berlin bei Michael Schulz. Nach dem Diplom arbeitete er zwei Jahre als Bühnenbildassistent am Schauspielfrankfurt, wo er und Jan Neumann sich kennen lernten.

Theater
Seit 2003 ist er freischaffender Bühnen- und Kostümbildner (u. a. Schauspielfrankfurt, Thalia Theater Hamburg, Bregenzer Festspiele, Bayreuther Festspiele, Schauspiel Köln, Wiener Kammeroper, Staatstheater Oldenburg, Theater Erfurt, Theater Ulm, Württembergische Landesbühne Esslingen, Bayerische Theaterakademie München). Er entwarf Räume für Dimiter Gotscheff (Der Verwaiser, Thalia Theater Hamburg/Bregenzer Festspiele 2003), mit Daniel Angermayrfür Christoph Schlinegnsief: Parsifal, Bayreuther Festspiele 2004-07, mit Daniel Angermayr für Christoph Schlingensief: 18 Bilder pro Sekunde, Haus der Kunst, München 2007), für Jan Neumann (Die Nacht dazwischen, Aalen 2006; Der Bus, Landesbühne Esslingen 2006) und für Herrmann Schmidt-Rahmer (What next, Gianni Schicchi?, Bayerische Theaterakademie München 2007)).

Im Wintersemester 2006/07 lehrte er an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn-Bartholdy" Leipzig.

am Schauspielfrankfurt

Spielzeit 2002/03
Plantonovvon Anton Cechov, Regie: Dimiter Gotscheff

Spielzeit 2003/04
Church of Fear von Christoph Schlingensief

Spielzeit 2006/07
Hinkemann von Ernst Toller, Regie: Christoph Nel

Spielzeit 2007/08
Kredit von Jan Neumann, Uraufführung, Regie: Jan Neumann


Anna Grisebach
geboren 1974

Anna Grisebach lebt in Berlin. Ihre schauspielerische Ausbildung absolvierte sie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Es folgten Engagements am Bayerischen Staatsschauspiel München (Residenztheater), am Theater am Neumarkt in Zürich, am Theater Freiburg sowie am Düsseldorfer Schauspielhaus. Sie arbeitete u.a. mit Hans Neuenfels, Crescentia Dünßer, Otto Kukla, Katka Schroth, Elias Perrig, Stephan Rottkamp, Anselm Weber, Simone Blattner, Alexia Herrmann und Amelie Niermeyer zusammen.

am Schauspielfrankfurt

Spielzeit 2006/07
Gotthelm oder Mythos Claus von Michael Lentz, Uraufführung, Regie: Christiane J. Schneider, Rolle: Cotardclaus

Spielzeit 2007/08
Kredit von Jan Neumann, Uraufführung Regie: Jan Neumann, Rolle: Fritz, Paula


Nini von Selzam
geboren 1976 in Landsberg am Lech

Ausbildung
Sie war von 1998 bis 2000 als Kostümassistentin am Residenztheater in München engagiert. Anschließend studierte sie an der Akademie für Mode und Design in Hamburg. Als Kostümbildnerin arbeitete sie u.a. am Volkstheater München, am Theater der Stadt Heidelberg, am Schauspielhaus Bochum sowie am Hans Otto Theater Potsdam.

Theater
Eigene Arbeiten als Kostümbildnerin legte sie u.a. im Marstall München (Die Gelehrtenrepublik), am Volkstheater München (Glaube Liebe Hoffnung), am Theater der Stadt Heidelberg (Hamlet, Elling, Liebestoll, Aus dem Leben eines Taugenichts, Die Jungfrau von Orleans), am Schauspielhaus Bochum (Winter von Jon Fosse) und bei den Schlossfestspielen Heidelberg (Der Name der Rose) vor. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie mit den Regisseuren Wolfgang Maria Bauer und Mona Kraushaar.

am Schauspielfrankfurt

Spielzeit 2002/03
Tiny Dynamite von Abi Morgan, Regie: Guntram Brattia

Spielzeit 2007/08
Kredit von Jan Neumann, Uraufführung, Regie: Jan Neumann


Daniel Stock
geboren 1979

Ausbildung
Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam, Abschluss 2005.

Theater
Gastengagements am Maxim Gorki in Berlin und am Theater Aachen. Festes Ensemble-Mitglied am Theater Aalen. Arbeit unter anderem mit Jan Neumann

Theater Aalen
Der Häßliche von Marius von Mayenburg

am Schauspielfrankfurt

Spielzeit 2007/08
Kredit von Jan Neumann, Uraufführung, Regie: Jan Neumann, Rolle: August, Klaus

[© Texte: schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de


Das kunstseidene Mädchen

Von:
Irmgard Keun
Bühnenfassung von: Gottfried Greiffenhagen

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
7. November 06
Weitere Vorstellungen: 12., 15. und 25. November 06

Inszenierung: Christian Schürmann
Mit: Tatjana Kastei

„Es ist gut, dass ich unglücklich bin, denn wenn man glücklich ist, kommt man nicht weiter", vertraut Doris, das "kunstseidene Mädchen" ihrem Tagebuch an. Sie hat genug vom langweiligen Leben als Sekretärin in der Provinz. Sie möchte ein Star werden, ein „Glanz" sein. Mit geklautem Pelz und ohne Geld stürzt sich die 18jährige in das Abenteuer Großstadt. Wie im Rausch erlebt sie die mondäne Welt der Bars und Nachtclubs. Sie träumt von einer ruhmreichen Karriere als Schauspielerin und lässt sich, fasziniert von Glanz und Glamour, von der Welt der High Society, auf Affären mit verschiedenen Männern ein.

Lebenshungrig kämpft Doris um ihr Glück und zweifelt nicht daran, dass ihre Träume eines Tages wahr werden.

Irmgard Keun (1905-1982) war Schauspielerin und seit der Veröffentlichung ihrer ersten Romane „Gigli, eine von uns" und „Das kunstseidene Mädchen" Anfang der 30er Jahre eine erfolgreiche Schriftstellerin. 1933 wurden ihre Bücher von den Nazis als „Asphaltliteratur" verboten. 1936 ging Keun ins Exil, reiste mit Joseph Roth durch Europa. Nach der Trennung von Roth stand sie 1940 kurz vor der Verhaftung und ging dann mit einem illegalen Pass zurück nach Deutschland. Am 5. Mai 1982 starb Irmgard Keun in Köln. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de
 

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