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Theater Stückeinfo: F
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Fahrenheit 451
Nach dem 1953 veröffentlichten Roman von: Ray Bradbury
Der Titel bezieht sich auf die Tempeatur, bei der sich Papier entzündet (232,78°C). Bekannt ist auch die Filmversion aus 1966 von Francois Truffaut
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 30. September 06 (schmidtstrassel 12)
Regie: Florian Fiedler
Grundraum: Joep van Lieshout Ausstattung: Bernd Schneider Video: Robert Lehniger, Marc Stephan Licht:
Norman Plathe Dramaturgie: Sibylle Baschung Produktionsleitung, Assistenz Ausstattung: Julia Plickat Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska
Ton, Beleuchtung, Video, Technik: Matthias Rößler, Joachim Schröder Maske: Anke Scharlach Technische Einrichtung: Steve Wagner Requisite:
Uschi Trella, Anja Becker Regiehospitanz: Daniel Franz Ausstattungshospitanz: Nicole Jäger Dramaturgiehospitanz: Simone Sprengel und weitere Rollen: Ensemble
Darsteller:
Guy Montag, Feuerwehrmann: Martin Butzke Mildred, seine Frau: Nadja Dankers Clarissa, eine Nachbarin: Anne Müller Beatty, Feuerwehrhauptmann: Aljoscha Stadelmann
Faber, ihr Großvater: Heiner Stadelmann
»Ich kenne keine schönere Utopie als die letzten Bilder dieses zutiefst
menschenfreundlichen Films. Ein jeder, der Bücher liebt und leidenschaftlich liest, muß von Ray Bradburys Roman ohnehin gefangen genommen sein.« (Wim Wenders)
Eine noch immer moderne
Science-Fiction-Geschichte, die von dem Feuerwehrmann Guy Montag erzählt, der kein Feuer mehr löschen, sondern stattdessen verbotene Bücher verbrennen soll. Bei dieser Arbeit lernt er eine
revolutionäre Lehrerin kennen, die sich das Lesen nicht verbieten läßt. Durch sie (und sein durch sie erwecktes Interesse an Büchern) wird er zum Gejagten, der nicht nur vor der Wahl
zwischen zwei Frauen, sondern auch zwischen persönlicher Sicherheit und geistiger Freiheit steht. Die Geschichte verdichtet sich zu einer unheimlichen Parabel, in der die Menschheit zum
ultimativen Bösen wird und der Kampf gegen das Vergessen Liebe ist. [schauspielfrankfurt]
Martin Butzke geboren am 1974 in Wilhelmshaven.
Aufwachsen, Schule, Abitur und Fußballverein in Bayreuth Erste Schritte als Schauspieler an der Studiobühne Bayreuth 1993 - 1997 Schauspielstudium an der HMT Saarbrücken 1997 - 2001 Theater Ingolstadt
Arbeit mit Wolfram Krempel, H. Rupprecht, Friedo Solter u.a. 2001 - 2006 Münchner Kammerspiele Arbeit mit Johan Simons, Christina Paulhofer, Peter Kastenmüller, Laurent Chetouane u.a.
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Martin Butzke Das Foto stammt aus dem schauspielfrankfurt Projekt “Between Work and Paradise”
by Alexander Paul Englert © Alexander Paul Englert
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Von der Spielzeit 2006/2007 bis 2008/2009 festes Ensemblemitglied des Schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2006/2007 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Montag Hexenjagd von Arthur Miller, Regie: André Wilms, Rolle: Reverend John Haie
Falstaff, nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Heinrich Percy, genannt Heißsporn
patriot act, Projekt von Martin Baasch, Regie: Martin Baasch, Rolle: Theodore John Kaczynski
Friday, I’ m in love nach Motiven aus Daniel Defoes Roman Robinson Crusoe und Texten von Johannes Schrettle, Regie: Robert Lehniger
Erzählung des Gleichgewichts 4.W, Musik-Theater von Wanda Golonka, Regie: Wanda Golonka, Uraufführung
Spielzeit 2007/2008 pool (no water)
von Mark Ravenhill, Regie: Roger Vontobel, Rolle: A Der Schneemann nach dem Roman von Jörg Fauser, Regie: Dagmara Lutoslawska, Rolle: verschiedene
Schade, dass sie eine Hure war von John Ford, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Giovanni Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas! Ein Cechov-Abend, Regie: Karin Neuhäuser
Spielzeit 2008/2009 Die Fledermaus von Johann Strauss, Regie: Karin Neuhäuser, Rolle: Gabriel von Eisenstein Der Fremde nach Albert Camus, Regie: Sebastian Baumgarten
Schwarz Gold Rot, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Christian, freier Journalist apartment666.com, Regie: Robert Lehniger
Die Stunde da wir nichts voneinander wussten von Peter Handke, Choreographie und Bühne: Wanda Golonka
Aljoscha Stadelmann Ausbildung Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
Theater Erstes Engagement am Schauspiel Leipzig, dann zwei Jahre am Staatstheater Kassel.
Seit der Spielzeit 2001/02 Ensemblemitglied am Theater Basel, wo er u. a. in Rollen wie Romeo, Regie: Sebastian Nübling und Peer Gynt, Regie: Florian Fiedler zu sehen war.
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Aljoscha Stadelmann (rechts)
Das Foto stammt aus dem schauspielfrankfurt Projekt “Between Work and Paradise” by Alexander Paul Englert © Alexander Paul Englert
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Von der Spielzeit 2006/2007 bis zur Spielzeit 2008/2009 festes Ensemblemitglied des Schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2006/2007 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Beatty
Peer Gynt - im Norwegerpulli ans Ende vom Ich, Monolog frei nach Henrik Ibsen, Rolle: Peer Gynt Perdita Durango nach dem Roman von Barry Clifford, Uraufführung, Regie: Sebastian Baumgarten, Rolle: Romeo Dolorosa
Hinkemann von Ernst Toller, Regie: Christof Nel, Rollen: Peter Immergleich u.a.
Friday, I’ m in love nach Motiven aus Daniel Defoes Roman Robinson Crusoe und Texten von Johannes Schrettle, Regie: Robert Lehniger
Spielzeit 2007/2008:
Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Niklaus Helbling, Rolle: Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla
Ein Volksfeind von Henrik Ibsen, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Doktor Stockmann Sommergäste von Maxim Gorki, Regie: Martin Nimz
Spielzeit 2008/2009
Amphitryon nach Molière von Heinrich von Kleist, Regie: Florian Fiedler, Rollen: Jupiter/Amphitryon
Die Nibelungen nach Friedrich Hebbel mit Texten von Johannes Schrettle, Regie: Robert Lehniger Warum wir also hier sind
von Michael Lentz, Regie: Niklaus Helbling, Rolle: Briefträger als Christian Dietrich Grabbe Othello von William Shakespeare, Regie: Simone Blattner, Rolle: Jago
Heiner Stadelmann Heiner Stadelmann, geboren 1943 in Hersbruck bei Nürnberg, wurde von dem damals am Deutschen Schauspielhaus engagierten Fritz Wagner zum Schauspieler ausgebildet.
Seit 1967 spielte er in verschiedenen Ensembles, u. a. in Kassel, Wiesbaden, Karlsruhe, Freiburg und ab 1992 am Schauspielhaus Bochum. Dort arbeitete er mit Regisseuren
wie Leander Haußmann, Jürgen Kruse, Frank Steckt und Dimiter Gottscheff zusammen. Seit Sommer 2000 war er am Nationaltheater in Mannheim engagiert und z. B. als
Polonius in Shakespeares >Hamlet< und in Armin Petras' Inszenierung von Binar Schleefs Zigaretten zu sehen. Am Schauspielfrankfurt spielte er als Gast in Simone Blattners
Inszenierung der Komödie Floh im Ohr die Rolle des Baptistin.
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Heiner Stadelmann Das Foto stammt aus dem schauspielfrankfurt Projekt “Between Work and Paradise”
by Alexander Paul Englert © Alexander Paul Englert
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Von der Spielzeit 2006/2007 bis zur Spielzeit 2008/2009 festes Ensemblemitglied des Schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2006/2007 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Faber Liebesruh, von Jan Neumann, Regie: Jan Neumann, Rolle: Meier
Falstaff, nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: König Heinrich IV. Flieg, Oberst, flieg!, nachtschwärmer, Regie: Paul-Georg Dittrich, Rolle: Fetisov
Spielzeit 2007/2008 Die Wahlverwandtschaften, nach J.W. Goethe, Regie: Martin Nimz, Rolle: Graf
Ulrike Maria Stuart von Elfriede Jelinek, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Chor der Greise / Engel
Schade, dass sie eine Hure war von John Ford, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Donado, ein Bürger von Parma Sonny Boys von Neil Simon, Regie: Christian Hockenbrink, Rolle: Al Lewis
Spielzeit 2008/2009 Hexenjagd (Wiederaufnahme) von Arthur Miller, Regie: Martin Nimz, Rolle: Giles Corey Prinzessinnendramen - Der Tod und das Mädchen
von Elfriede Jelinek, regie: Corinna von Rad, Rolle: Der Wanderer Der Kirschgarten von Anton Tschechow, Regie: Urs Troller, Rolle: Firs Schwarz Gold Rot, Regie Peter Kastenmüller
apartment666.com, Regie: Robert Lehniger Die Stunde da wir nichts voneinander wussten von Peter Handke, Choreographie und Bühne: Wanda Golonka
www.schauspielfrankfurt.de
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Falstaff nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 24. Februar 07
Regie:
Peter Kastenmüller Bühne: Michael Graessner Kostüme: Kathi Maurer Video: Tobias Yves Zintel Licht: Norman Plathe Dramaturgie:
Sibylle Baschung Regieassistenz: Paul-Georg Dittrich Bühnenbildassistenz: Nina Zoller Kostümassistenz: Kalja Strohschneider Souffleuse:
Brigitta Schirdewahn Inspizienz: Lisa Ahle Ton: Joachim Steffenhagen, Philipp ßatcreau Maske: Karin Junghardt, Lutz Paschke
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker Technische Einrichtung: Andreas Kremer Requisite: Jens Schönherr, Helmut Slumvoll Regiehospitanz: Lisa Danulat
Bühnenbildhospitan: Michael Benz, Alexandra Helm Kostümhospitanz: Kim Stichel Dramaturgiehospitan: Simone Sprengel, Caro Millner
Besetzung:
Die Partei des Königs König Heinrich IV.: Heiner Stadelmann
Heinrich, Prinz von Wales, sein Sohn: Oliver Kraushaar Sir Walter Blunt: Falilou Seck
Die Rebellen
Heinrich Percy, Graf von Northumberland: Dirk Bender Heinrich Percy, genannt Heißsporn, sein Sohn: Martin Butzke
Thomas Percy, Gral von Worcester, Northumberlands Bruder: Wilhelm Eilers
Prinz. Heinrichs Gefährten
Sir John Falstaff: Josef Ostendorf Poins: Özgür Karadeniz Nell Schnell, auch genannt Madame Wuppdich: Susanne Böwe
Gesang (Altus): Niklas Romer
Musik (Laute): Jörg Günther
Ein von Streit zerrissenes Land, ein König, der erst durch Intrigen einer wurde, abtrünnige Verbündete, die sich gegen ihn verschwören, und ein
rebellierender Prinz, der sich mit Kleinkriminellen und dem komisch-traurigen Säufer John Falstaff im zwielichtigen Londoner Milieu vergnügt. Erst als die Verschwörer zum Krieg rüsten, stellt
sich Prinz Heinrich seiner Verantwortung als Thronfolger und führt das Heer in die Schlacht. Er gewinnt durch eine Intrige, versöhnt sich mit seinem Vater an dessen Sterbebett und wird zum
neuen König gekrönt. Als erste Amtshandlung verbannt er seinen früheren Weggefährten Falstaff, der sich einiges erhofft hatte, und entsorgt damit zugleich seine eigene Vergangenheit, die
ihm in seiner neuen Machtposition schaden könnte. Ein Stück über Verrat, Intrigen und Heuchelei. Wer missbraucht wen und wozu?
www.schauspielfrankfurt.de
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Die Familie Schroffenstein
Von: Heinrich von Kleist
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 23. Februar 08 Weitere Termine:
27. Februar 2008 und 5., 19., und 30. März 2008
Inszenierung: Tilman Gersch Ausstattung: Julia Kneusels Dramaturgie: Dagmar Borrmann
Besetzung:
Rupert, Graf von Schroffenstein: Sebastian Münster Eustache, seine Frau: Benjamin Krämer-Jenster Ottokar, ihr Sohn: Michael Birnbaum (
Johann, Ruperts natürlicher Sohn: Florian Thunemann Sylvester, regierender Graf von Warwand: Stefan Schießleder Gertrude, Sylvesters Gemahlin: Jörg Zirnstein
Agnes, ihre Tochter: Lissa Schwerm Jeronimus von Schroffenstein: Wolfgang Böhm Barnabe: Eva-Maria Damasko Aldöbern/ Santing, Vasallen Ruperts:
Sebastian Muskalla
Totenmesse. Der jüngste Sohn der Familie Rossitz ist unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Verdacht fällt auf die Familie Warwand, den anderen Zweig der
Schroffensteiner. Die Rossitzer schwören Rache auf den Tod gegen die Warwander. Ein Erbvertrag hat sie zu Feinden gemacht: hat eine der Familien keine Nachkommen mehr, fällt ihr Besitztum an
die andere Seite. Seitdem regieren Misstrauen, Hass und Vorverurteilung.
Ottokar aus dem Haus Rossitz liebt ein Mädchen, dessen Namen er nicht kennt. Sein Halbbruder liebt, wie sich
herausstellt, dasselbe Mädchen. Und er weiß, wer sie ist: Agnes Schroffenstein. Die Tochter des Feindes. Ottokar hat ihr am Sarg seines Bruders den Tod geschworen. Sie weiß das – und trifft
sich dennoch mit ihm. Ihre Liebe ist der Versuch, die Mechanik des Hasses zu durchbrechen.
Die Familie Schroffenstein ist der erste Theatertext Kleists uns wurde1803 anonym
veröffentlicht. Ein Stück, das Motive der Schauerromantik mit dem bekannten Shakespeareschen Konflikt der Liebenden aus verfeindeten Familien verknüpft. Die großen Motive Kleists klingen hier
bereits an: die Nähe von Liebe und Tod, die Frage der Identität, die Schwierigkeit zu definieren, was Wahrheit ist. Wer hat recht in diesem unentwirrbaren Knäuel von Misstrauen, Vorurteilen
und Ängsten, das beide Familien gegeneinander ins Feld führen? Und kann der Versuch von Ottokar und Agnes, die Perspektiven zu tauschen und die Sichtweise des anderen zu verstehen, die
verhärteten Fronten aufbrechen?
Es inszeniert Tilman Gersch, der seit Beginn dieser Spielzeit Hausregisseur und Mitglied der Schauspielleitung am Staatstheater Wiesbaden ist. Mit der
Rolle der Agnes debütiert die junge Schauspielerin Lissa Schwerm an unserem Haus. Sie gehört ab der nächsten Spielzeit fest zum Ensemble. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 29. März 07
Regie: Simon Solberg
Grundraum: Joep van Lieshout Ausstattung: Sebastian Hannak Video: Philipp Batereau Licht:
Norman Plathe, Matthias Rößler Dramaturgie: Raphael Kassner Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska Ausstattungsassistenz: Nina Zoller
Souffleuse: Christine Schneider Ton, Beleuchtung, Technik: Matthias Rößler Technische Einrichtung: Marcel Heyde, Joachim Schröder Maske: Anke Scharlach Requisite:
Anja Becker, Uschi Trella Dokumentarfilm Jugendprojekt: Ursula Schmidt Regiehospitanz: Nicole Peinz, Adina Sorian Dramaturgiehospitanz: Elsa Vortisch Ausstattungshospitanz: Alexandra Helm, Anna Gross Statisterie: Winfried Scheffler
Rupert, Graf von Schroffenstein, aus dem Hause Rossitz/
Sylvester, Graf von Schroffenstein, aus dem Hause Warwand: Roland Bayer Eustache, Ruperts Gemahlin / Gertrude, Sylvesters Gemahlin: Sascha Icks
Ottokar, Sohn Ruperts und Eustaches: Stefko Hanushevsky Johann, Ruperts natürlicher Sohn: Sebastian Schindegger Agnes, Tochter Sylvesters und Gertrudes:
Ruth Marie Kröger Jeronimus von Schroffenstein aus dem Hause Wyk: Bert Tischendorf Santing / Akrobatik: Tobias Wegner Aldöbern / Krumping: Ken Chi Kien Duong
Fintenring / Capoeira: Michael Vas Zwei Ritter / Percussion: Florian Dreßler, Florian Wäldele Phillip / Peter: Linus Schajka Ein Mädchen: Natalija Schajka
Wem gehört die Stadt? Zwei Häuser, eine Familie. Stirbt der eine Teil aus, so weist ein Erbvertrag aus alter Zeit seinen Besitz der überlebenden Familie zu. Da wird Peter, der jüngste
Sohn Ruperts und Eustaches aus Rossitz tot aufgefunden – Unfall oder Mord? Augenzeugenberichte lenken den Verdacht auf Sylvester, den Chef des rivalisierenden Clans aus Warwand. Die Lage
spitzt sich zu, als dort ein Herold von einer wütenden Menge getötet wird. Jeronimus, Freund beider Häuser, versucht im Streit zu vermitteln, doch führen seine gut gemeinten Versuche nur zu
neuen Missverständnissen. Während beide Seiten zum Krieg rüsten, haben sich Agnes und Ottokar, die Kinder der verfeindeten Eltern, heimlich im Gebirge getroffen und ineinander verliebt. Indem
sie sich vertrauen, beginnen sie den Knoten aus Missgunst und Vorurteilen zu entwirren, der zum Zwist der Familien geführt hat: zum ersten Mal scheint es Hoffnung auf Versöhnung und eine
Zukunft ohne Angst zu geben.
In der Inszenierung spielen Schauspieler aus dem Ensemble des schauspielfrankfurt zusammen mit Spezialisten aus der Subkultur der Stadt. Die Tänzer,
Musiker, Akrobaten und Kampfkünstler verorten die alte Geschichte neu in einer urbanen Welt unserer Zeit. Wo werden heute Grenzen gesetzt und Mauern gezogen? Wie entsteht aus Vorurteilen und
Machtinteressen Gewalt? Welche gesellschaftlichen „Erbverträge“ bestimmen heute unser Leben – und wie ließen sie sich vielleicht verändern? [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Faust Tragödie in zwei Teilen
Von: Johann Wolfgang Goethe Uraufführung einzelner Szenen:
24. Mai 1819 (Berlin, Schloß Monbijou) Uraufführung von Teil 1: 19. Januar 1829 (Braunschweig, Nationaltheater) Uraufführung Teil 2: 4. April 1854 (Hamburg, Schauspielhaus)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere Faust. Der Tragödie erster Teil: 14. September 12
Regie: Stefan Pucher Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Marysol del Castillo Musik/Video: Christopher Uhe Dramaturgie: Nora Khuon
Mit: Henrike Johanna Jörissen, Josefin Platt, Vincent Glander, Mathis Reinhardt, Alexander Scheer, Marc Oliver Schulze
Premiere Faust. Der Tragödie zweiter Teil:
15. September 12
Regie: Benedikt von Peter Bühne: Katrin Wittig Kostüme: Geraldine Arnold Video: Bert Zander
Mit: Constanze Becker, Wiebke Mollenhauer, Lore Stefanek, Valery Tscheplanowa, Wilfried Elste, Wolfgang Michael, Andreas Uhse
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Faust - Der Tragödie erster Teil Alexander Scheer und Marc Oliver Schulze
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Faust - Der Tragödie zweiter Teil Valery Tscheplanowa und Wolfgang Michael
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Schauspiel Frankfurt: Vorverkaufsstart für Faust-Doppel im September 12 © Ali Ghandtschi
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Mit beiden Teilen von Goethes »Faust« und einem speziellen »Faust«-Projekt für Kinder eröffnet das Schauspiel Frankfurt die Spielzeit 2012/13. Der vorgezogene Vorverkauf
begann bereits am 10. Februar 12. Die Deutsche Bank ermöglicht den Frankfurter »Faust«.
Das Schauspiel Frankfurt bringt zum Beginn der Spielzeit 2012/13 beide Teile von Goethes »Faust« auf die Bühne des Schauspielhauses. Zwei profilierte Regisseure nehmen
sich in unabhängiger Konzeption je einem der Teile an: Stefan Pucher inszeniert »Faust. Der Tragödie erster Teil« mit Marc Oliver Schulze in der Titelrolle und mit Alexander
Scheer als Mephisto. Benedikt von Peter, der jüngst mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die beste Opernregie ausgezeichnet wurde, erarbeitet mit »Faust. Der
Tragödie zweiter Teil« seine erste Schauspiel-Inszenierung. Zu sehen sind u. a. Wolfgang Michael (als Faust), Constanze Becker und Valery Tscheplanowa.
Die Premieren am 14. und 15. September 2012 bilden zugleich einen Höhepunkt der Frankfurter Goethe Festwoche 2012.
Am 22. September folgt die Premiere »Faust« nach Christopher Marlowe in einer Inszenierung speziell für Kinder ab 10 Jahren.
Damit setzt das Schauspiel Frankfurt in der Goethe-Stadt zugleich einen thematischen Schwerpunkt, der durch ein umfangreiches theater-pädagogisches Bildungs- und Begleitprogramm ergänzt wird.
Beide »Faust«-Teile sind fünf Wochen lang (bis zum 21. Oktober 2012) in einer einmaligen En-suite-Bespielung zu sehen. Die 34 geplanten »Faust«-Vorstellungen im Schauspiel
Frankfurt schaffen eine Kapazität für rund 23.000 Zuschauer. Es sind sowohl Doppelvorstellungen beider »Faust«-Teile als auch Vormittagstermine für Schulklassen
vorgesehen. [© Schauspiel Frankfurt]
Vorverkaufsstart: 10. Februar 2012!
www.schauspielfrankfurt.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 23. September 11
Inszenierung:
Tilman Gersch Bühne und Kostüme: Henrike Engel Musik: Bernd Jestram Dramaturgie: Anika Bárdos
Besetzung:
Faust:
Rainer Kühn und Nils Kreutinger Mephisto: Uwe Kraus und Viola Pobitschka Margarete: Verena Güntner Marthe: Monika Kroll Wagner / Altmayer:
Wolfgang Böhm Valentin / Brandner: Tobias Randel Der Herr / Frosch / Kater: Benjamin Krämer-Jenster Hexe / Siebel: Martin Müller
Engel, Erdgeist, Volk, Tiere, Hexen, Irrlichter, Geister): Ensemble und Zygmunt Apostol
Dr. Johann Faust ist ein zutiefst zerrissener Mensch. Einer, der sich vorgenommen hat, die Welt in ihrem Ganzen zu erfassen – nicht mehr und nicht weniger. Ein Mann, der sein
langes Leben der Forschung widmete, zu Ruhm und Ehren kam und doch aus lauter Verzweiflung den Freitod erwägt. Weil er die Grenzen der Wissenschaft nicht sprengen
kann, will er diese letzte überschreiten. Faust, der Mann mit den zwei Seelen, wird zum Objekt im Spiel der Mächte. Gott und Teufel schließen eine Wette ab – ist er noch zu
retten oder längst für den Himmel verloren?
Mephisto erscheint, und Faust ist das recht, denn nun erhofft er sich das Ende seines irdischen Leidens. Eine zweite Wette gilt: Wird er zum Augenblicke sagen „Verweile doch,
du bist so schön“, dann hat er endlich zu sich gefunden, dann kann der Rest die Hölle sein. Bei dem jungen, unbedarften Gretchen sucht Faust die vollkommene Erfüllung. Seine
unbändige Gier ist Gretchens Tod. Er vernichtet dieses Geschöpf, das, so ganz anders als er, die Gabe hat, eins mit sich selbst zu sein.
Tilman Gersch, Regisseur und Mitglied der Schauspielleitung am Staatstheater Wiesbaden, hat sich in der Spielzeit 2010/2011 vor allem der zeitgenössischen Dramatik gewidmet:
der Erstaufführung „Der Turm“ nach dem Roman von Uwe Tellkamp und der Uraufführung „Das wollt ihr nicht wirklich“ von Bettina Erasmy. Zur Eröffnung der neuen
Schauspielsaison setzt er sich im Großen Haus mit einem, wenn nicht sogar dem Hauptwerk der deutschen Klassik auseinander.
Faust wird in Tilman Gerschs Inszenierung von zwei Darstellern gespielt: von Rainer Kühn und – in der „Hexenküche“ verjüngt – von dem neuen Ensemblemitglied Nils Kreutinger
, der soeben seinen Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main abschloss. Auch Mephisto wird von zwei Schauspielern gespielt:
Uwe Kraus und – ebenfalls ein Neuzugang – Viola Pobitschka, die vom Düsseldorfer Ensemble nach Wiesbaden kommt.
In keinem anderen Drama der Weltliteratur wird die Conditio Humana so umfassend befragt wie in Goethes „Faust“. 1808 schloss Johann Wolfgang von Goethe den ersten Teil
der Tragödie ab, nach mehr als dreißig Jahren Arbeit daran. Inspiration fand er in der uralten Sage vom Doktor Faustus, und so vereinigt die ganze Fülle dieses Schauspiels
mittelalterliche Motive mit aufklärerischem Gedankengut. Neben der Faszination am Transzendentalen treibt Faust die Suche nach Erkenntnis, der Forschungsdrang des
aufgeklärten, des modernen Menschen, und damit berührt Goethes Text ethische Aspekte, die uns heute mehr denn je beschäftigen. Und er stellt die älteste aller Fragen: Was ist
Glück? [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
FAUST 1. SOLO. GOETHE Theater Willy Praml
Premiere: in Planung
Inszenierung: Willly Praml / Michael Weber
Mit: Michael Weber
Die Deutschen sind übrigens wunderliche Leute! Sie machen sich durch ihre tiefen Gedanken und Ideen, die sie sich überall suchen und überall hineinlegen, das Leben
schwerer als billig. So habt doch endlich einmal die Courage, euch den Eindrücken hinzugeben, euch ergötzen zu lassen, euch rühren zu lassen, euch erheben zu lassen, ja
euch belehren und zu etwas Großem entflammen und ermutigen zu lassen; aber denkt nur nicht immer, es wäre alles eitel, wenn es nicht irgend abstrakter Gedanke und Idee
wäre! Da kommen sie und fragen, welche Idee ich in meinem Faust zu verkörpern gesucht. – Als ob ich das selber wüsste. (Goethe zu Eckermann)
Ist ein Typus, wie der Faustische, einmal geschaffen, so verbindet man mit dem Wort auch schon eine Idee. (Karl Rosenkranz, 1835)
Don Juan: Wozu übermenschlich, wenn Du ein Mensch bleibst? Faust: Wozu Mensch, wenn Du nach übermenschlichem nicht strebst? (Chr. D. Grabbe)
Spieldauer: 1:30 h ohne Pause
Info und Reservierungen: 069/ 43 05 47 34 theater.willypraml@t-online.de
www.theater-willypraml.de
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Feelgood
Von: Alistair Beaton Deutsch von: Andreas Pegler
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Fegefeuer in Ingolstadt Von: Marieluise Fleisser
Zur Inszenierung des Schauspiel Zürich:
Premiere: 16. September 10 (Pfauen)
Regie: Barbara Frey
Bühne: Bettina Meyer Kostüme: Bettina Walter Licht: Rainer Küng Dramaturgie: Andrea Schwieter
Mit: Roelle: Jirka Zett
Roelles Mutter: Isabelle Menke Olga: Franziska Machens Clementine: Lilith Stangenberg Hermine: Seitz Miriam Maertens Christian: Franz Beil
Peps: Patrick Güldenberg Berotter: Gottfried Breitfuss Protasius: Frank Seppeler Gervasius: Gábor Biedermann Erster Ministrant: Frank Seppeler
Zweiter Ministrant: Gábor Biedermann Crusius: Patrick Güldenberg Erster Schüler: Franz Beil
Ein Stück „über das Rudelgesetz und die Ausgestossenen“ nannte Marieluise Fleisser ihr 1926 uraufgeführtes Werk FEGEFEUER IN INGOLSTADT. Zwei jugendliche Aussenseiter – der hässliche
Roelle und die schwangere Olga – sind dem „Fegefeuer“ und den Aggressionen ihrer Mitschüler ausgesetzt und finden trotzdem nicht zusammen. Die provinzielle Enge bietet keinen Ausweg – und
trotz der omnipräsenten Kirche scheint Gott unerreichbar fern.
Mit FEGEFEUER IN INGOLSTADT eröffnet Barbara Frey am 16. September im Pfauen ihre zweite Saison als Künstlerische Direktorin am Schauspielhaus Zürich.
Die Schülerin Olga Berotter
erwartet ein Kind von Peps, der aber in Hermine Seitz bereits eine neue Freundin gefunden hat. Olga, von ihrer katholischen Klostererziehung geprägt, wird von dem als hässlich und übel
riechend charakterisierten Mitschüler Roelle verfolgt und gerät immer weiter ins Abseits. Roelle giert nach Olga und versucht, sie mit seinem Wissen um ihre Schwangerschaft zu erpressen. Als
er im religiösen Wahn mit Engelserscheinungen prahlt und entlarvt wird, bewirft man ihn mit Steinen. So sind Olga und Roelle abwechselnd dem „Fegefeuer“ und den Aggressionen ihrer Mitschüler
ausgesetzt. Um ihr Aussenseiterdasein zu überwinden, diffamieren sie sich gegenseitig. Von Orientierungslosigkeit, Vorurteilen und Gruppenzwang geleitete Jugendliche und Ministranten,
herrschsüchtige Eltern, zwielichtigkafkaeske Gestalten bevölkern Fleissers Ingolstadt, das für jegliche Art von kleinstädtischer Unterdrückungsgesellschaft stehen kann. Die provinzielle Enge
bietet keinen Ausweg – und trotz der omnipräsenten Kirche scheint Gott unerreichbar fern. FEGEFEUER IN INGOLSTADT, 1926 uraufgeführt, ist nicht nur von Marieluise Fleissers eigener
katholischer Erziehung im Kloster geprägt, sondern mindestens genauso sehr von ihren Begegnungen mit Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht. Mit diesem Erstlingswerk begründete sie, gerade
22-jährig, ihren Ruhm als Autorin und wurde nicht zuletzt aufgrund ihrer sprachlichen Kraft mit Autoren wie Else Lasker-Schüler, Arnolt Bronnen oder später Ödön von Horváth verglichen. Eine
ganze Generation von Stückeschreibern (Rainer Werner Fassbinder, Peter Turrini, Franz Xaver Kroetz, Martin Sperr) sah in ihr ein literarisches Vorbild und nicht nur Elfriede Jelinek hält sie
für die „grösste Dramatikerin des 20. Jahrhunderts“. Am Schauspielhaus Zürich wurde FEGEFEUER IN INGOLSTADT, wie auch die anderen Stücke von Marieluise Fleisser, noch nie gespielt.
Barbara Frey, geboren 1963 in Basel, ist seit der Spielzeit 2009/10 Künstlerische Direktorin am Schauspielhaus Zürich. Nach Arbeiten u.a. am Theater Neumarkt, am Nationaltheater Mannheim und
am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, war sie von 1999 bis 2001 Hausregisseurin an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, 2005 bis 2008 in gleicher Funktion am Deutschen Theater Berlin.
Wiederholt inszenierte sie am Theater Basel, am Bayerischen Staatsschauspiel in München („Onkel Wanja“ wurde 2004 zum Berliner Theatertreffen eingeladen), am Burgtheater Wien und bei den
Salzburger Festspielen. Am Schauspielhaus Zürich inszenierte Barbara Frey 2005 Ibsens „John Gabriel Borkman“ und 2007 Schnitzlers „Reigen“ und in der vergangenen Saison Schillers „Maria
Stuart“, Shakespeares „Was ihr wollt“ sowie die Uraufführung „Malaga“ von Lukas Bärfuss. [© Schauspielhaus Zürich]
www.schauspielhaus.ch
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Fettes Schwein (Fat Pig)
Von: Neil La Bute Deutsch von: Frank Heibert Uraufführung:
15. Dezember 2004 (New York, MCC Theatre Produktion im Lucille Lortel Theatre) Deutschsprachige Erstaufführung: 2. Oktober 2005 (Hannover, Schauspiel Hannover)
Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Premiere: 19. Februar 2012
(Voraufführungen: 15. – 18. Februar 2012) bis 1. April 2011
Regie: Folke Braband Bühne: Tom Presting Kostüm: Polly Matthies
Mit:
Andreas Schmitt, Marie Schöneburg, Oliver Mommsen und Nicola Ransom
Helen ist beinahe Toms Traumfrau: intelligent, witzig, schlagfertig, charmant – aber leider sehr dick. Seinen
Kollegen stellt er sie daher lieber nicht vor. Aus gutem Grund, denn als sein Freund Carter zufällig ein Foto von Helen in die Finger bekommt, schickt er es per Rundmail in der ganzen Firma
herum. Toms Exfreundin Jenny wird hysterisch, als sie erfährt, dass Tom in dieses „fette Schwein“ verliebt ist. Doch nicht Helens Gewicht ist das Problem – sie ist voller Energie und
Lebensfreude und mit ihren Pfunden längst im Reinen, hebt sie sich doch wohltuend von den üblichen Bohnenstangen ab. Tom jedoch lässt sich vom Gespött seiner Kollegen immer mehr verunsichern
… „Sei einfach ganz klar … und ehrlich“, fordert Helen von ihm, aber genau dazu ist Tom zu schwach. „Fettes Schwein“ ist eine Liebesgeschichte, die weder an Kalorien noch an Witz und
Ironie spart. Leichtfüßig kommt LaButes Stück daher, ist jedoch inhaltlich trotzdem ein Schwergewicht. Dass LaBute sich mit dem Thema Übergewicht beschäftigt, kommt nicht von ungefähr: Im
Programmheft der Londoner Premiere von „Fettes Schwein“ schrieb der Autor darüber, dass er Zeit seines Lebens mit Gewichtsproblemen zu kämpfen hatte.
Der Autor Neil LaBute … gehört mit seinen Stücken „Bash“, „Das Maß der Dinge“ und „Tag der Gnade“ zu den meistgespielten Autoren der Gegenwart. Sein
Stück „Fettes Schwein“ wurde 2004 am MCC Theater in New York uraufgeführt. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Preise.
LaBute arbeitet auch als Regisseur: Seine Filme „In the Company of Men“, „Your Friends & Neighbors“ und „Death at a Funeral“ haben Kultstatus.
Grundgerüst seiner Stücke ist die Ironie. Zu seinen Vorbildern zählen Autoren wie Harold Pinter und David Mamet. LaBute hat auch diverse Kurzgeschichten veröffentlicht.
Helen „Versuchen Sie, keine Angst vor mir zu haben oder davor, sich Hals über Kopf auf irgendetwas einzulassen, oder davor, was die Leute denken … es
könnte nämlich richtig toll werden.“ Marie Schöneburg stammt aus Potsdam und studierte am Mozarteum in Salzburg. Nach ihrem Studium blieb sie erst einmal in Österreich und arbeitete u. a. am Salzburger Landestheater und dem Theater Central Salzburg. Den Regisseur Folke Braband lernte sie bei den Proben zu „Endstation Sehnsucht“ am Alten Schauspielhaus Stuttgart kennen.
Tom „… es ist manchmal leichter, man schwimmt mit dem Strom, hängt mit den anderen rum und macht keine Riesen-Tsunami oder so.“
Andreas Schmidt wuchs in Berlin auf. Nach seiner Schauspielausbildung bei Hilla Preuß in Berlin war er ab 1986 auf verschiedenen Bühnen unter anderem in Mannheim, an den Städtischen Bühnen Dortmund, am Kleinen Theater in Bonn sowie an der Vaganten Bühne Berlin zu sehen.
Seit er in Reinhard Hauffs Musical-Verfilmung „Linie 1“ (1988) durch das Berliner U-Bahn-System schlurfte, hat Andreas Schmidt in rund 80 Kino- und Fernsehfilmen mitgewirkt. Dazu kommen
regelmäßige Drehbuch- und Regie-Arbeiten. Einen Namen machte er sich anfangs durch seine Zusammenarbeit mit dem irischstämmigen Berliner Regisseur Eoin Moore. Für seinen Auftritt in
dessen vielfach prämiertem DFFB-Abschlussfilm „Plus Minus Null“ (1997) wurde Schmidt beim Sotchi International Film Festival als bester Schauspieler ausgezeichnet. Als prügelnder Polizist in
Moores Drama „Pigs will fly“ (2001) bekam er eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“. Er stand für Bob Rafelsons „Porn.Com“ (2001) und
Isabel Kleefelds „Das Gespenst von Canterville“ (2004) vor der Kamera. Er war als Verkäufer für Herrenmode in Kathrin Feistls „Bin ich sexy?“ (2003), als Mitglied einer schwulen
Fußballmannschaft in Sherry Hormanns „Männer wie wir“ (2003) und als arbeitsloser Geigenbauer in Eoin Moores Sauna-Geschichte „Im Schwitzkasten“ (2006) im Kino zu sehen. Durch Andreas Dresens
Kinofilm „Sommer vorm Balkon“ wurde er schließlich dem ganz großen Publikum bekannt. Für diese Rolle war er in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ beim Filmpreis 2006 nominiert. Im selben
Jahr kam „Gefangene“ von Iain Dilthey heraus. In „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzki, der 2008 mit dem Oscar für den besten Auslandsfilm prämiert wurde, spielte Schmidt einen der
Fälscher. Im selben Jahr war er auch in der Verfilmung von Heinz Strunks Bestseller „Fleisch ist mein Gemüse“ als Schützenfestbarde Gurki mit Minipli und Glitzerjackett zu sehen. Eine Rolle,
für die er 2009 mit dem Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Beste Nebenrolle“ geehrt wurde. Andreas Schmidt hat bisher fünf Stücke für das Theater am Kurfürstendamm inszeniert: „Die
süßesten Früchte“, „Männerhort“, „Die Sieben Todsünden“, „Und abends Gäste“ sowie „4 nach 40“. Nun kann das Publikum ihn hier erstmals als Schauspieler erleben.
Carter „Zeig mir den Kerl, der für das einsteht, woran er glaubt …“ Oliver Mommsen besuchte die renommierte Maria Körber-Schauspielschule in Berlin. Im Anschluss daran absolvierte er eine Kamera-Ausbildung bei Studio Actors&Camera in Köln. Danach spielte er Theater und stand häufig vor der Kamera. Seit 2001 ist er im Bremer „Tatort“ der Kollege von Kommissarin Inga Lürsen, dargestellt von Sabine Postel. 2006 bekam er für seine Rolle in der Folge „Scheherazade“ den Sonderpreis des Deutschen Fernsehkrimipreises als Bester Nebendarsteller. In dem SAT.1-Film „Sind denn alle Männer Schweine?“ übernahm Oliver Mommsen die Hauptrolle. Für das ARD-Jugenddrama „Sie hat es verdient“ stand er u. a. neben Veronica Ferres und Jule Ronstedt als Vater, der seine Tochter missbraucht, vor der Kamera. Zuletzt drehte er für SAT.1 „Der letzte Bulle“ sowie „Was Tiere wollen“.
Vom 6. Januar bis zum 12. Februar 2012 steht er neben Tanja Wedhorn in „Gut gegen Nordwind“ auf der Bühne.
Jenny Nicola Ransom wurde in London geboren. Im Alter von 14 Jahren zog sie von London in die deutsche Provinz, ging aber direkt nach dem Abitur nach Berlin. Nach ihrer Schauspielausbildung trat sie 1994 ihr erstes Engagement an der Landesbühne Mecklenburg-Vorpommern an. In den folgenden Jahren spielte sie an verschiedenen Berliner Bühnen, wie dem Schlossparktheater und der Tribüne, und wirkte auch immer wieder in englischen Produktionen mit. Häufig arbeitet sie als Sprecherin in englischer und deutscher Sprache, z.B. für Hörbücher. Dem Fernsehpublikum wurde sie bekannt durch Rollen in verschiedenen Filmen und Serien, wie der ZDF-Comedy-Serie „Max und Lisa“, „SOKO Leipzig“ und „SOKO Kitzbühl“. Einer ihrer letzten Quotenerfolge war die Rolle der intriganten Katy Wellinghoff in der ersten deutschen Telenovela „Bianca – Wege zum Glück“ im ZDF, die 2005 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde. Auch bei der Nachfolge-Telenovela „Julia – Wege zum Glück“ war sie dabei. 2007 spielte sie in der Rosamunde Pilcher-Verfilmung „Der Mann meiner Träume“. Zuletzt stand sie für den SAT.1-Film „Glückstreffer – Anne und der Boxer“ vor der Kamera. Nicola Ransom war am Kurfürstendamm bereits in „Die Grönholm Methode“, „Boeing Boeing“ sowie in „Die 39 Stufen“ zu sehen.
Regie Folke Braband hat sich weit über Berlin hinaus einen Namen als Regisseur gemacht. Sein inszenatorisches Repertoire ist breit gefächert und reicht von Schwänken, Musicals und Farcen, schwarzhumorigen Gesellschaftskomödien sowie Kinder- und Jugendstücken über gesellschaftskritische Stoffe bis hin zu modernen Klassikern.
Als Spezialist für Komödien mit Tiefgang, Screw Ball Comedies und well made plays hat Braband sich immer wieder als eigener Bearbeiter seiner Inszenierungen ausgewiesen. Mit „Ganz in
Weiß“, „Nichts als die Wahrheit“ und „Spätlese“ hat er vor kurzem seine ersten eigenen Komödien geschrieben. Letztere wurde im Herbst im Theater am Kurfürstendamm uraufgeführt. Brabands
Fassung von „Ladies Night“ erhielt 2001 den Preis der Berliner Theatergemeinde und gehört seitdem zu den meistgespielten Stücken auf deutschsprachigen Bühnen. Außerdem ist er als Übersetzer
und Bearbeiter (u. a. Werke von Noel Coward und Molière) tätig.
[© Komödie am Kurfürstendamm]
www.komoedie-berlin.de
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Die Feuerzangenbowle Komödie in 15 Bildern
Von: Heinrich Spoerl Bühnenbearbeitung: Wilfried Schroeder
Uraufführung: 15. Dezember 1983 (Hamburg, Die Maske)
Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel
Premiere: 4. Juni 11
Regie: Adelheid Müther
Ausstattung: Doris Engel Liedeinstudierung: Dietrich Stern Lichteinrichtung: Jan Langebartels Regieassistenz: Maren Van Severen Regiehospitanz:
Marie Menesi
Besetzung:
Dr. Johannes Pfeiffer: Tilmar Kuhn Justizrat Fleisch/Direktor Knauer: Volker K. Bauer Bankier Etzel/Bömmel:
Jens Wachholz Apotheker Fröbel/Prof. Crey: Hans-Jörg Frey Dr. Hellwig/Oberschulrat: Harald Heinz Eva Knauer: Alexandra Finder Rudi Knebel:
Arne Obermeyer Der kleine Luck: Alexander Weikmann Husemann: Martin Brücker Rosen: Martin Küpper Melworm: Daniel Alexander Kuschewski Ackermann:
Dennis Pfuhl Frau Windscheid: Zeljka Preksavec Marion: Claudia Kraus
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Feuerzangenbowle Burgfestspiele Bad Vilbel
vlnr: Dr. Hellwig (Harald Heinz), Justizrat Fleisch (Volker K. Bauer), Bankier Etzel (Jens Wachholz), Dr. Johannes Pfeiffer (Tilmar Kuhn), Apotheker Fröbel (Hans-Jörg Frey)
Foto: Eugen Sommer
"Wat is en Dampfmaschin? Da stelle mer uns mal janz dumm." Zitate aus der „Feuerzangenbowle“ sind längst in den Sprachschatz von Generationen eingegangen. Die Komödie
um verschrobene Lehrkörper, einfallsreiche Schülerstreiche und erste Liebe ist "Ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt.“
www.kultur-bad-vilbel.de
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Das Fieber Monolog Von: Wallace Shawn
Zur Inszenierung des Frankfurter Theater Landungsbrücke:
Premiere: 29. Mai 09
Regie: Nenad Smigoc Spiel: Linus Koenig
Eine Warnung: Ein harmloser Theaterbesuch könnte die
Gesundheit gefährden (Keine Sorge - nicht Deine). Ebenso gefährlich ist der morgendliche Griff zur Latte, der Kauf eines schicken Schals bei H&M oder die Zeitungslektüre. Die Welt ist ein
Saustall und Du bist schuld! Hilft Marx gegen Brechreiz? Wie viel Vergewaltigung steckt in einer Tasse Kaffee? Und was ist überhaupt mit Dir? Hmm? Findest Du das gut, wie Du die Welt
ausbeutest? Ach, Du machst ja schon, was Du kannst? Spenden an Weihnachten. Vielleicht nicht doch lieber mal einen dieser Manager aufschlitzen? Oder doch nicht? Lieber sich selbst?
Abwrackprämie mal ganz persönlich genommen. Um Gottes Willen, jetzt muss ich wieder kotzen, wo war noch mal das Kapital? Ist aber auch teuer geworden, dieser Tage. Früher hat man das
Altpapier nur so nachgeschmissen bekommen... Ist es einfach nur debil, zu verlangen, bei all der gegenwärtigen Kritik am Kapitalismus auch in den eigenen Eingeweiden nachzuschauen, und
vielleicht zu ergründen, wie viel von diesem System eigentlich auf reinem Eigeninteresse fußt? Und Faulheit? Allgemeininteresse, Menschenwürde, Gleichberechtigung - nichts mit am Hut. Die
Welt besser machen, schön und gut. Yes, we can. Aber sollen sie ja auf die Idee kommen, den Kaffee teurer zu machen. Wie nett kann es werden, wenn man sich einen gemütlichen Abend mit
diesen Themen macht? Wenn man eigentlich bei ’nem Sektchen die weltweite Krise hinter sich lassen und im Theater einfach nur dem frugalen Eskapismus frönen und eine sorgenfreie Stunde
verbringen wollte? Spielt doch einfach mal was Schönes. Es kann doch so einfach sein. "Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm". CDU-Generalsekretär Bruno Heck
über chilenische Fußballstadien als Behelfskonzentrationslager . [© Landungsbrücken]
Karten: 069 27 133 993 www.landungsbruecken.org
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Fisch zu viert Komödie
Von: Wolfgang Kohlhaase Mitautorin: Rita Zimmer Uraufführung:
1970 (Dresden)
Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Wiederaufnahme-Premiere: 13. Juli 10
Spielzeit bis: 15. August 10 Regie: Carl-Hermann Risse Ausstattung: Anna Cumin
Mit: Achim Wolff, Judy Winter, Rita Feldmeier und Walfriede Schmitt
Fisch zu viert Komödie am Kurfürstendamm, Berlin Drei Schwestern, ein Diener und ein Fisch
Oben v. l.: Walfriede Schmitt, Judy Winter, Rita Feldmeier, unten: Achim Wolff © Thomas Grünholz
"[...] >Fisch zu viert< ist im Grunde eine Mischung aus Brecht und Kesselring, eine Arsen-und-Spitzenhöschen-Frivolität aus der Welt von Herr und Knecht, Sozial-Slapstick
inklusive. Was tadellos aufgeht. Der große DEFA-Autor Kohlhaase, [...], und seine Koautorin, [...] Rita Zimmer [...] beweisen in diesem Komödienklassiker ein tolles Gespür für
Boulevard-Rasanz mit Falltür in Richtung des gesellschaftlichen Leichenkellers. Die beiden waren auch bei der Premiere anwesend und wurden, wie überhaupt der Abend,
lautstark gefeiert. [...]", textete >Der Tagesspiegel< nach der Premiere von „Fisch zu viert“ im Frühjahr 2009. Vom 13.7. bis zum 15.8.2010 steht der „toxische Spaß“ (Berliner
Kurier) noch einmal auf dem Programm der Komödie am Kurfürstendamm.
Im Zentrum der Komödie steht Rudolf, der fast 30 Jahre lang Diener dreier Schwestern war. Mit jeder von ihnen hat er zärtliche Stunden verbracht, ohne dass die jeweils
anderen etwas davon ahnten. Jede der drei Brauerei-Erbinnen hat ihm versprochen, ihn in ihrem Testament zu berücksichtigen. Als Rudolf bemerkt, dass er von den
Schwestern nichts erwarten kann, hat das unangenehme Folgen für alle Beteiligten. „Fisch zu viert“ entstand ursprünglich als Hörspiel, kam 1970 als Film heraus und wurde im
selben Jahr als Theaterstück in Dresden uraufgeführt.
Die Darsteller
Achim Wolff ... spielt den Diener Rudolf Mossdenger, der die Launen der drei Schwestern seit 30 Jahren geduldig erträgt. Wolff hat eine Ader für die leichte Muse. Die brachte ihn 1983 nach
Theaterstationen in Quedlinburg, Greifswald und Brandenburg, zurück nach Berlin: ans „Ei“, damals eine sehr beliebte Boulevardbühne im Friedrichstadtpalast. Nach dem
Mauerfall spielte er an zahlreichen Bühnen wie dem theater 89, dem Renaissance-Theater, an Theater und Komödie am Kurfürstendamm, der Komödie Winterhuder Fährhaus,
der Komödie Dresden, dem Hans Otto Theater Potsdam und der Komödie am Max II in München. Im Friedrichstadtpalast war er der Baron Münchhausen. Er drehte mit Darstellern
wie Günter Pfitzmann, Harald Juhnke und Uwe Bohm. Serienfans kennen ihn als Rudi Reschke aus „Salto Postale“ und „Salto Kommunale“ mit Wolfgang Stumph. Auch in Serien
wie „Schwester Stefanie“, „Der letzte Zeuge“ sowie „In aller Freundschaft“ war er dabei. Zuletzt sah man ihn als Opa Gerd in Kurt Krömers Show „Bei Krömers“. 2008 und 2009
stand er am Kurfürstendamm als Philipp Klapproth in „Pension Schöller“ auf der Bühne. Eine Rolle, die er bereits über 700 Mal gespielt hat und bei der das Publikum immer noch
am Boden liegt vor Lachen.
Die drei Schwestern
Judy Winter ... spielt die älteste der drei Schwestern, Charlotte, eine knallharte Geschäftsfrau. Bereits als Siebzehnjährige wurde Judy Winter in Ulm für die Rolle der Jessica im „Kaufmann
von Venedig“ von Peter Zadek engagiert. Als dieser 1962 mit Kurt Hübner nach Bremen ging, war sie dabei. Dort spielte sie u. a. in Zadeks legendärer Inszenierung von
Wedekinds „Frühlings Erwachen“ und stand mit Schauspielern wie Bruno Ganz und Vadim Glowna auf der Bühne. Damals bekam sie auch erste Filmangebote. Da ihre
Begabung auch im Singen lag, sah man sie bald in Musicals: als Eliza in „My fair Lady“, in der Titelrolle von „Hello, Dolly“ und unter der Regie von Helmut Baumann als Velma Kelly
in „Chicago“ am Thalia Theater in Hamburg sowie am Theater an der Wien.
Anfang der 70er Jahre stand sie für die Simmel-Verfilmungen „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ und „Liebe ist nur ein Wort“ vor der Kamera. Es folgten unzählige
Fernsehrollen: Sie spielte Episodenhauptrollen in Serien-Klassikern wie „Derrick“, „Der Kommissar“ und „Wolffs Revier“. Auch für Wolfgang Petersens Kult-„Tatort“
„Reifezeugnis“ stand sie vor der Kamera. Seit Mitte der achtziger Jahre war sie häufig am Renaissance-Theater Berlin engagiert. Hier hatte sie mit „Marlene“ einen ihrer größten
Bühnenerfolge und die Kritiker titelten: „Marlene lebt und heißt jetzt Judy Winter.“ Für ihre darstellerische Leistung in „Marlene“ bekam sie zahlreiche Auszeichnungen: 1998
wurde das Stück „Aufführung des Jahres“, ein Jahr später erhielt sie dafür den Publikumspreis „Goldener Vorhang“. Schon 1977 wurde sie mit der Goldenen Kamera geehrt.
2003 bekam sie wiederum den Goldenen Vorhang – diesmal für „Acht Frauen“. 2001 wurde ihr für ihr Engagement für die Aidshilfe das Bundesverdienstkreuz verliehen.
In der Komödie am Kurfürstendamm steht sie zum zweiten Mal auf der Bühne. 2006 gastierte sie hier bereits mit „Schöne Überraschung“, einem Stück ihres Adoptivsohns Francis C. Winter.
Rita Feldmeier ... verkörpert die verspielt romantische Clementine Heckendorf. Feldmeier ist seit über 30 Jahren am Potsdamer Hans Otto Theater engagiert. Ihr Rollenspektrum reicht von
Elisabeth in Schillers „Don Carlos“ über Arsinoé in Molières „Der Menschenfeind“, Mrs. Peachum in „Die Dreigroschenoper“ bis hin zur Großtante in Feridun Zaimoglus „Leyla“ und
der Anna Politkowskaja in „Putin hat Geburtstag“. Mit ihren musikalischen Soloprogrammen „Heute abend Lola Blau“ und „Marlene“ hatte sie gr0ßen Erfolg. Der Förderkreis des
Hans Otto Theaters verlieh ihr den „Potsdamer Theaterpreis 2002“ für ihre außerordentlichen künstlerischen Leistungen.
Trotz ihres festen Theaterengagements steht Feldmeier auch immer wieder vor der Kamera. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Markus Imboden, Herrmann Zschoche und Vadim
Glowna. Mit Vanessa Jopp drehte sie „Vergiss Amerika“.
Walfriede Schmitt ... steht als Cäcilie Heckendorf auf der Bühne. Sie ist die mittlere der drei Schwestern, eine verwöhnte Naschkatze. „Ich gehe ein sehr persönliches Verhältnis mit meinen Rollen
ein und führe sie von innen“, verriet die Schauspielerin vor einiger Zeit in einem ddp-Interview. Schmitt wuchs in einer Theaterfamilie auf, spielte in Parchim, Halle, Meiningen und
am Deutschen Theater Berlin. Über 20 Jahre gehörte sie zum Ensemble der Berliner Volksbühne. In den 70er Jahren arbeitete sie dort unter Benno Besson und spielte u. a. in
Inszenierungen von Karge/Langhoff, Heiner Müller und Fritz Marquardt. Parallel zu ihrem Theaterengagement stand sie auch immer wieder vor der Kamera und drehte Filme wie
„Bahnwärter Thiel“ und „Coming Out“. Für ihre Darstellung einer Richterin in „Die Beunruhigung“ erhielt sie den Kunstpreis der DDR für die beste Nebenrolle. In Bodo Fürneisens
Psychodrama „Scheusal“ spielte sie eine von vier miteinander verfeindeten Schwestern und wurde dafür gemeinsam mit ihren Kolleginnen mit dem Goldenen Gong
ausgezeichnet. Zehn Jahre lang – von 1994 bis 2004 – verkörperte sie die Oberschwester Klara in der TV-Serie „Für alle Fälle Stefanie“ und erreichte damit Kultstatus.
Fernsehzuschauer kennen sie auch aus erfolgreichen Krimiserien wie „Polizeiruf 110“, „Tatort“ und „Der letzte Zeuge“. In der SAT1-Serie „Plötzlich Papa – Einspruch abgelehnt“
spielte sie wieder einmal eine Richterin. Für ihr politisches Engagement wurde Walfriede Schmitt 2003 mit dem Berliner Frauenpreis für ihren Einsatz gegen Krieg und Gewalt geehrt.
Die Autoren Wolfgang Kohlhaase „´Sommer vorm Balkon´, ´Solo Sunny´und ´Berlin – Ecke Schönhauser´ sind die bekanntesten Filme, denen die Drehbücher eines der wichtigsten deutschen Filmautoren
zugrunde liegen. Wolfgang Kohlhaase, geboren 1931 in Berlin, schreibt seit über einem halben Jahrhundert Geschichten für Film und Fernsehen. Die meisten entstanden in der
DDR. Kohlhaase hat insgesamt über 30 Filme realisiert, unter anderem mit Regisseuren wie Gerhard Klein, Konrad Wolf und Andreas Dresen. Der Impuls für Kohlhaases
Filmgeschichten: Sie erzählen von den Menschen, die auch im Publikum sitzen, vom Berliner Alltag und dem Lebensgefühl in der Stadt. Liebevoll und realitätsnah schildert
Kohlhaase, wie sich Menschen durchs Leben schlagen – kurz: Kohlhaases Geschichten handeln vom Durchkommen“, kündigte der Fernsehsender Phoenix vor einiger Zeit eine
Dokumentation über Wolfgang Kohlhaase an. Neben seinen Filmarbeiten hat Wolfgang Kohlhaase Hörspiele, Erzählungen und Theaterstücke geschrieben. Für sein Werk wurde
der Autor vielfach ausgezeichnet, u. a. mehrmals mit dem „Nationalpreis der DDR“, mit dem „Prix Italia“, dem „Helmut Käutner-Preis“ und dem „Ernst Lubitsch-Preis“. Zuletzt erhielt
„Sommer vorm Balkon“ auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián den „Preis der Jury“ für das beste Drehbuch. 2007 wurde Kohlhaase mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Rita Zimmer 1968 schrieb sie gemeinsam mit Wolfgang Kohlhaase ihr – ursprünglich als Hörspiel verfasstes – Theaterstück „Fisch zu viert“, das zu den erfolgreichsten deutschsprachigen
Komödien gehört. In der Folgezeit schrieb sie eine Reihe erfolgreicher Hörspiele, darunter „Stärker als der Tod“. Ihr größter Erfolg gelang der Autorin mit ihrem Hörspiel „Der
schöne Hubert“, das in der DDR, in Polen, Ungarn, Jugoslawien, in der CSSR und England gesendet wurde.
[© Komödie am Kurfürstendamm, Berlin]
www.komoedie-berlin.de
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Flieg, Oberst, flieg! (The Colonel Bird)
Von: Hristo Boytchev (* 1950)
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt in der Reihe nachtschwärmer im Zwischendeck:
Premiere: 14. März 07
Regie:
Paul-Georg Dittrich Dramaturgie: Jens Groß Bühne: Julia Plickat Musik: Christopher Brandt
Besetzung:
Doktor:
Christopher Brandt Pepa: Anne Müller Matej: Moritz Peters Hatcho: Sebastian Schindegger Fetisov: Heiner Stadelmann
Boytchevs Stück ist eine
absurde und rabenschwarze Komödie über den Militärdienst und die Schäden, die er in den Köpfen der Beteiligten verursacht. In einem abgelegenen Krankenhaus im Balkan bringt ein ehemaliger
russischer Offizier, der seit Jahren geschwiegen hat, die anderen Patienten plötzlich dazu, unter seinem Kommando eine militärische Einheit zu bilden. Mit dem neuen Lebensinhalt gesunden die
Kranken rasch und brechen nach Westeuropa auf.
www.schauspielfrankfurt.de
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Floh im Ohr (La puce á l´oreille) Komödie
Von: Georges Feydeau Uraufführung:
2. März 1907 (Paris, Théătre des Nouveautés)
Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:
Premiere: 5. Juni 09
Regie: Barbara Neureiter Ausstattung: Dorit Lievenbrück Regieassistenz:
Hanna Diekneite
Besetzung: Victor-Emmanuel Chandebise/Poche): Maximilian Wigger Camille Chandebise: Jens Wachholz Romain Tournel: Stephan Ullrich
Dr. Finache: Kai Möller Carlos Homenides de Histangua: Volker Weidlich Augustin Ferraillon: Volker Niederfahrenhorst Etienne/Baptistin:
Herbert Schöberl Rugby: Frank Rebel Raymonde Chandebise: Marina Matthias Lucienne Homenides de Histangua: Angelika Bartsch Olympe: Magdalena Helmig
Antoinette: Jessica Walther-Gabory Eugenie: Miriam Kohler
Besprechung auf kulturfreak.de
Floh im Ohr Burgfestspiele Bad Vilbel Lucienne Homenides de Histangua (Angelika Bartsch) & Raymonde Chandebise (Marina Matthias)
Foto: Eugen Sommer
Man nehme: eine mysteriöse Postsendung, eine misstrauische Ehefrau, einen eifersüchtigen Gatten, einen ahnungslosen Doppelgänger, setze sie in einen herrschaftlichen
Salon und ein verrufenes Etablissement, gebe alles in die Hand eines vortrefflichen Komödienschreibers und man erhält eine der witzigsten Komödien aus der Zeit der Belle Epoche.
Mehr Infos zu den Burgfestspielen Bad Vilbel
www.kultur-bad-bilbel.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
In der Übersetzung von: Elfriede Jelinek
Premiere: 7. Oktober 2005 / Großes Haus
Regie: Simone Blattner
Bühne: Alain Rappaport Kostüme: Marcella Maichle Musik: Christopher Brandt Licht: Frank Kaster Dramaturgie: Claus Caesar
Darsteller: Victor-Emmanuel Chandebise: Joachim Nimtz Poche: Joachim Nimtz Camille Chandebise: Stefko Hanushevsky Romain Tournel: Ben Daniel Jöhnk
Dr. Finache: Felix von Manteuffel Carlos Homenides de Histangua: Sebastian Schindegger Augustin Ferraillon: Andreas Haase Etienne: Rainer Frank Rugby:
Jörg Kleemann Baptistin: Heiner Stadelmann Raymonde Chandebise: Anita Iselin Lucienne Homenides de Histangua: Abak Safaei-Rad Olympe: Nicole Stelten
Antoinette: Sandra Bayrhammer
Besprechung des Stücks auf kulturfreak.de
Hat er oder hat er nicht? Die gutbürgerliche Raymonde Chandebise wird von der Eifersucht geplagt. Um herauszufinden, ob sich Gatte Victor-Emmanuel auf amourösen
Abwegen bewegt, überredet sie ihre Freundin Lucienne, dem Verdächtigen einen Liebesbrief zu schreiben. Anonym und handschriftlich. Mitsamt einer Einladung in ein
Rotlicht-Hotel. Dort, das ist Raymondes Plan, wird sie ihn dann höchst selbst erwarten. Dumm nur: Victor-Emmanuel vermutet eine Verwechslung.
Nicht er, sondern nur sein Freund, der elegant-charmante Romain Tournel könne der Adressat des Briefes sein. Welcher sich schleunigst zu dem unverhofften Rendezvous
aufmacht. Unangenehm wird die Lage, als Luciennes Ehemann auftaucht, der hitzige Spanier Carlos Homenides de Histangua. Er erkennt die Handschrift seiner Frau – und
droht, seinen vermeintlichen Nebenbuhler Tournel auf der Stelle umzubringen. Um diesen zu warnen, hastet auch Victor-Emmanuel ins Hotel …
Georges Feydeau (1862-1921)
gilt nach Molière als einer der erfolgreichsten französischen Komödiendichter. Er wurde in Paris als Sohn des Romanschriftstellers Ernest Aimé Feydeau geboren. Schon
früh zeigte sich sein ausgeprägtes Interesse sowohl an der Schauspielkunst als auch am Verfassen von Bühnenstücken. Während seiner Studienzeit schrieb er kurze
Schauspiele und Monologe. Sein Lustspiel "Le tailleur pour dames" (1886) wurde vom Publikum wohlwollend aufgenommen. Sein Durchbruch als Bühnenautor kam allerdings
erst 1892 mit der Inszenierung seines Vaudeville-Stückes Monsieur Chasse oder Wie man Hasen jagt. Die komische Wirkung seiner Stücke beruht auf einer turbulenten und
äußerst wirkungsvoll inszenierten Abfolge überraschender Handlungssequenzen, in denen es um Themen wie Verwechslungen, Eifersucht, Streit usw. geht, wobei die
geringste Bedrohung der gewohnten Ordnung eine Lawine von Pannen und Missgeschicken auslöst, die schließlich in einem oftmals grotesk-komischen Höhepunkt kulminieren.
Feydeaus treffende Darstellung der brüchigen Normen des Bürgertums um die Jahrhundertwende und sein unübertroffen prägnanter Stil weisen ihn nicht nur als
hochbegabten Verfasser unterhaltsamer Bühnenstücke, sondern zugleich als Schriftsteller von Rang aus. Feydeau selbst charakterisierte seine Komödien als "umgekehrte
Tragödien". Nach seinen bedeutendsten Bühnenwerken wie "La dame de chez Maxim’s" (1889, Die Dame von Maxim), "La puce à l’oreille" (1907, Der Floh im Ohr) und
"Occupe-toi d’Amélie" (1908) verfasste er scharfe Farcen über Eheprobleme, darunter "Feu la mère de Madame" (1908), "Le dindon" (1910), "On purge bébé" (1910) und
"Hortense a dit: J’m’en fous’" (1916).
Wie populär Feydeaus dramatisches Werk auf deutschen Bühnen noch immer ist, zeigt die jüngste Vergangenheit, in der Werke wie "Floh im Ohr" oder Zwei Herren, die den
Kopf verlieren (DSE am 27.08.2004, Kleines Theater am Südwestkorso, Berlin) zu sehen waren. [ Text: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin]
Simone Blattner Geboren 1968 in Basel.
Ausbildung Regiestudium an der Otto-Falckenberg-Schule, München
Regieassistenzen
Regiemitarbeiten bei Stefan Müller und Jean-Francois Pesenti, Theater Neumarkt Zürich Assistenz und Regiemitarbeit bei Dieter Dorn, Münchner Kammerspiele
Spielleiterin am Bayerischen Staatsschauspiel München
Eigene Inszenierungen
Seit 1998 arbeitet Simone Blattner als freie Regisseurin, u.a. am Theater Neumarkt in Zürich, Theater Basel, Theater Luzern, Nationaltheater Mannheim, am Bayerischen
Staatsschauspiel München und am schauspielfrankfurt.
Auswahl Das große Heft, Agota Kristof, Bayerisches Staatsschaupiel (1999)
Elektra, Hugo von Hofmannsthal, schauspielfrankfurt (2001) Schieß doch, Kaufhaus!, Martin Heckmanns, Staatsschauspiel Dresden (2002)
Girlsnightout, Gesine Danckwart, schauspielfrankfurt (2002) Kränk, Martin Heckmanns, Uraufführung, schauspielfrankfurt (2004)
Sexual Perversity in Chicago, David Mamet, schauspielfrankfurt (2004)
In der Spielzeit 2004/2005 des schauspielfrankfurt führte Simone Blattner bei Dea Lohers „Leviathan“ Regie.
In der Spielzeit 2005/2006 des schauspielfrankfurt führte Simone Blattner bei Georges Feydeaus Floh im Ohr und Martin Heckmas Uraufführung Die Liebe zur Leere Regie.
Seit der Spieltzeit 2006/07 ist Simone Blattner Hausregisseurin am schauspielfrankfurt und inszenierte dort Schillers “Die Jungfrau von Orleans” .
Simone Blattner wurde 2006 vom Goethe-Institut in die Auflistung Deutschlands 50 beste Regisseure aufgenommen.
Spielzeit 2008/09: Kasimir und Karoline und Othello
Joachim Nimtz Geboren 1957
Ausbildung Abitur Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin
Theater (Auswahl) Staatsschaupiel Dresden Diener zweier Herren, Regie: W. Engel Rolle: Tuffaldino Dreigroschenoper, Bertolt Brecht, Regie: K.-D. Kirst Rolle: Macheath
Tartuffe, Regie: K.-D. Kirst Rolle: Tartuffe Die Nibelungen, Friedrich Hebbel, Regie: Wolfgang Engel Rolle: Siegfried
Weilheimer Theatersommer
Irre von Chaillot Regie: C. Trautow Kreuzgang-Spiele, Feuchtwangen Dreigroschenoper, Bertolt Brecht, Regie: J. Hube Parktheater, Augsburg
Geliebter Jaques ... Offenbach, ... Regie: H. Bonnet Theater am Kurfürstendamm Wilhelm heeßt er Oper Basel Orpheus in der Unterwelt, Regie: K. Thalbach
Rolle: Aristeus / Pluto
Bayerisches Staatsschauspiel Fisch sucht Fahrrad – Singles singen Singles, Rudolf G. Knabl, Regie: Simone Blattner
Blick von der Brücke, Arthur Miller, Regie: Simone Blattner Baal, Bertolt Brecht, Regie: Klaus Emmerich Dreigroschenoper, Bertolt Brecht, Regie: Klaus Emmerich
Komiker, Trevor Griffiths, Regie: Anselm Weber Preparadise sorry now, Rainer Werner Fassbiner, Regie: Anselm Weber Ramper, Max Mohr, Regie: Simone Blattner
Penthesilea, Heinrich von Kleist, Regie: Andreas Kriegenburg Große Szene am Fluß, Tankred Dorst, Regie: Klaus Emmerich
Münchner Kammerspiele
Methamorphosen Regie: F. Wittenbrink Rolle: Jupiter
Seit der Spielzeit 2001/2002 festes Ensemblemitglied des schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2001/2002:
Woyzeck, Georg Büchner, Regie: St. Braunschweig Rolle: Tambourmajor
Spielzeit 2003/2004: Salome, Marc von Henning nach O. Wilde, Regie: Marc von Henning
Rolle: Herodes
Spielzeit 2004/2005: Kollektives Lesen eines Buches ..., nach Das Eis von Vladimir Sorokin, Regie: Alvis Hermanis
Spielzeit 2005/2006:
Floh im Ohr, von Georges Feydeau, Regie: Simone Blattne, Rolle: Victor-Emmanuel Chandebise Wer hat Angst vor Virginia Woolfe, von Edward Albee, Regie: Martin Nimz, Rolle: George
Spielzeit 2006/2007: Die Jungfrau von Orleans von Friedrich Schiller, Regie: Simone Blattner, Rolle: Karl der Siebente, König von Frankreich
König Arthur von Wolfgang Deichsel nach dem Original von John Dryden mit Musik von Henry Purcell, Regie: Corinna von Rad, Rolle: Gillamar, der hinterhältige Zauberer
Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill, Regie: André Wilms, Rolle: Jonathan Jeremiah Peachum Hinkemann von Ernst Toller, Regie: Christof Nel, Rollen: Paul Großhan u.a.
Spielzeit 2007/2008: Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Niklaus Helbling, Rolle: Odoardo Galotti
Eines langen Tages Reise in die Nacht, von Eugene O’Neill, Regie: Christof Nel
Spielzeit 2008/2009:
Torquato Tasso von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Urs Troller, Rolle: Alfons der Zweite, Herzog von Ferra Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, Regie: Simone Blattner, Rolle: Kasimir
www.schauspielfrankfurt.de
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Die Frau, die gegen Türen rannte (The Woman Who Walked Into Doors)
Roman von: Roddy Doyle
Theaterfassung von: Oliver Reese Deutsch von: Renate Orth-Gutman Deutschsprachige Erstaufführung: 22. Oktober 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 22. Oktober 10 (Deutschsprachige Erstaufführung)
Regie: Oliver Reese Bühne: Olga Ventosa Quintana Kostüme: Lene Schwind Dramaturgie: Sibylle Baschung
Mit: Bettina Hoppe
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Frau, die gegen Türen rannte Schauspiel Frankfurt Paula Spencer (Bettina Hoppe) Foto: Birgit Hupfeld
Paula Spencer hat früh geheiratet: Charlo – ihre Jugendliebe. Er vergöttert sie. Ihre Verletzungen erklärt sie immer wieder damit, dass sie gegen eine Tür gelaufen sei. Nun ist
Charlo tot. Und Paula beginnt zu sprechen. Ohne Sentimentalitäten oder moralischen Zeigefinger veröffentlicht sie ihre Geschichte – ein furioser Monolog über eine enttäuschte
Liebe, die Flucht in den Alkohol und den unermüdlichen Versuch, das Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen. [© Schauspiel Frankfurt] www.schauspielfrankfurt.de
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Frau Sperlings Raritätenladen Nach der Komödie "Sperlings Raritätenladen" von Erwin Kreker
Zur Inszenierung des Volkstheater Frankfurt ~ Liesel Christ:
Premiere: 11. Februar 12
Spielzeit bis 7. April 2012
Hessische Fassung: Natascha Retschy Regie: Peggy Lukac Bühnenbild: Rainer Schöne Kostüme:
Bärbel Christ-Heß und Claudia Rohde
Besetzung:
Klara Sperling: Erika Skrotzki Alexander Sperling, ihr Mann: Heinz Harth Anna, beider Tochter:
Iris R. Hassenzahl Alfred von Schönbaum: Helmut Potthoff Paul, sein Sohn: Tino Leo Professor Dr. Weilersheimer: Thomas Hessdörfer Elvira Dorsch:
Verena Wüstkamp Dr. Langner, Rechtsanwalt: Steffen Wilhelm
Frau Sperling kommt mit ihrem Sachsenhäuser Trödellädchen gerade mal so über die Runden. Da stolpert eines Tages der bekannte Kunstexperte Professor Dr. Weilersheimer
durch die Ladentür und entdeckt einen echten Rubens.
Jetzt überschlagen sich die Ereignisse: Der kleine Trödelladen rückt in das Licht der Öffentlichkeit. Über Nacht sind die Sperlings reiche Leute, der Heirat ihrer Tochter Helga mit
Werner, dem Sohn aus wohlhabender, adliger Familie, scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Doch so viel Glück auf einmal kann es nicht geben. Hindernisse stellen sich in den
Weg, die Frau Sperling beherzt und mutig aus dem Weg räumen muss. Eine turbulente Komödie um das menschliche Glück!
„Frau Sperlings Raritätenladen“: Peggy Lukac übernimmt Regie ~ Berliner Regisseurin und Schauspielerin kommt nach Frankfurt
Das Volkstheater Frankfurt freut sich, dass die renommierte Schauspielerin und Regisseurin Peggy Lukac eine Regiearbeit im Volkstheater übernimmt. Für das Stück „Frau
Sperlings Raritätenladen“, das das Volkstheater vom 11. Februar bis 7. April 2012 auf die Bühne bringen wird, fungiert Peggy Lukac als Spielleiterin. Die Hauptrollen übernehmen
Erika Skrotzki und Heinz Harth.
Lukac, 1949 in New York geboren, absolvierte ein Studium der Theaterwissenschaft in Wien. Danach zog es sie nach Berlin. 1972 war sie eine der Mitbegründerinnen der
Theatermanufaktur in Berlin, in der sie bis 1981 spielte. Danach folgten Engagements an zahlreichen Berliner Theatern. Darunter die Freie Volksbühne, Renaissance-Theater,
Schillertheater und Schlossparktheater, BAT, Tribüne, Grips-Theater, Theater am Kurfürstendamm, Sophiensaele und etliche Off-Projekte. Von 1980 bis 1995 glänzte sie in drei Soloproduktionen.
1986 wagte sich die Mutter zweier Söhne an ihre erste Theaterinszenierung: Klavierspiele von Friederike Roth. 1989 gründete sie das Theaterprojekt „TiefenEntTrümmerung“,
das sie zusammen mit Ingrid Hammer bis 1995 auch leitete. Seit 1996 zeichnet sie für ihre eigene „Peggy Lukac & Company“ verantwortlich, die unter anderem die
Inszenierungen „Die Affäre Rue de Lourcine“ am Theater Altenburg-Gera (1996) und die „Komödie im Dunkeln“ am Theater Altenburg-Gera (1997) inszenierte.
Neben ihrer intensiven Theaterarbeit übernimmt Peggy Lukac auch häufig TV-Rollen. Darunter die Movies „Gnadenlos“, „Das schafft die nie“, „Jagdsaison“ und „Drachenland“.
2001 spielte sie im Sat.1-Liebesmärchen „Ein Millionär zum Frühstück“, 2003 schloss sich mit „Vier Küsse und eine E-Mail“ eine weitere Sat.1-Romantic-Comedy an. Weitere TV
-Rollen: u.a. „Das Konto“, „Kunstfehler“, „Bella Block“, „Tatort“ und „Typisch Sophie“. 2007 spielte Peggy Lukac zusammen mit Christoph Maria Herbst und Uwe Friedrichsen in
der Sat.1-Comedy „Hilfe! Hochzeit! - Die schlimmste Woche meines Lebens“.
Seit 2003 ist sie eine der Leiterinnen der jüdischen Kulturtage in Berlin und im Rahmen dieser Tätigkeit für das Theater- und Filmprogramm zuständig.
Peggy Lukac bewegt sich heute zwischen eigenen, freien Theaterproduktionen und als Gast an festen Häusern. Und das sowohl als Schauspielerin als auch als Regisseurin.
An dieser Mischung reizt sie, nicht festgefahren zu sein und kein Kästchendenken zu haben. [© Volkstheater Frankfutr ~ Liesel Christ]
www.volkstheater-frankfurt.de
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Friede den Hütten! Krieg den Palästen! Ein Projekt von theaterperipherie nach Der Hessische Landbote und Dantons Tod von Georg Büchner
Uraufführung: 21. Januar 2012 (Frankfurt/M, theaterperipherie im Titania)
Zur Inszenierung vom theaterperipherie Frankfurt:
Premiere: 21. Januar 12 (im Titania, Frankfurt/M)
Regie: Alexander Brill Bühne/Kostüm: Jana Lünsmann-Messerschmidt Regiemitarbeit: Christian Franke
Ensemble:
Hadi El-Harake, Evgeniya Genadieva, Cemil Günyasar, Stefan Illert, Adil Khadri, Mustafa Kutluay, Tanja Ronaghi
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Friede den Hütten! Krieg den Palästen! theaterperipherie Frankfurt
v.l.n.r.: Mustafa Kutluay / Tanja Ronaghi / Adil Khadri / Hadi El-Harake / Evgeniya Genadieva / Stefan Illert / Cemil Günyasar © theaterperipherie
„Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ ist die konsequente Fortsetzung unserer Beschäftigung mit dem Autor Georg Büchner. „Woyzeck und Marie“ zeigte die entmenschlichten
Verhältnisse, in denen Woyzeck und Marie zum Überleben verdammt sind. Aber hat Büchners politisches Pamphlet - sein Aufruf zur Revolution – überhaupt noch Relevanz für
Deutschland im Jahr 2012?
Die Darsteller aus Bulgarien, Iran, Libanon, Marokko, Türkei, Kurdistan entdecken in dem deutschen Text aus dem Jahre 1834 allerdings viele Parallelen zu den Verhältnissen in
ihren Herkunftsländern. Könnte Büchners Aufruf: Erhebet euch! dort Abhilfe schaffen? In Tunesien, Ägypten, Libyen haben sich die Menschen erhoben. Aber was geschah
nach dem Sieg der Aufständischen? Sind sie heute Willens, die gesellschaftlichen Verhältnisse tatsächlich zu ändern? Oder entbrennt nicht in dem Machtvakuum der Kampf um
Führungspositionen, um Macht und Einfluss? Und hat das nicht die Ausschaltung der ehemaligen revolutionären Weggefährten zur Folge? Dieser Frage geht die Inszenierung
anhand der machtpolitischen Auseinandersetzung zwischen Danton und Robespierre in Büchners Drama: „Dantons Tod“ nach. Was ist aus unserer Revolution geworden? Was
bleibt, sind Fragen! [© Theaterperipherie]
Termine von Friede den Hütten! Krieg den Palästen!: JANUAR 12: 21.1., 27.1. FEBRUAR 12: 1.2., 15.2.
MÄRZ 12: 1.3., 14.3., 22.3. Beginn: jeweils um 19.30 Uhr
Doppelvorstellungen: Woyzeck und Marie + Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
4.2.12, Beginn um 19.00 Uhr; 11.3.12, Beginn um 17.00 Uhr
im Titania, Basaltstr.: 23, 60487 Frankfurt
Karten unter: 069/ 71 91 30 21 oder info@theaterperipherie.de oder an der Theaterkasse Mo-Fr (außer Mi.): 10-14 Uhr und vor den Vorstellungen
Preise: 16 € normal, 8 € ermäßigt, 7 € Gruppen ab 10 Personen, 1 € Kulturpass
Doppelvorstellungen am 4.2. um 19 Uhr und am 11.3. um 17 Uhr: 23 € normal, 10 € ermäßigt, 8 € Gruppen ab 10 Personen, 1 € Kulturpass
www.theaterperipherie.de
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Der fröhliche Weinberg Lustspiel in drei Akten
Von: Carl Zuckmayer Uraufführung:
22. Dezember 1925 (Berlin, Theater am Schiffbauerdamm)
Zur Inszenierung des Volkstheater Frankfurt Liesel Christ:
Premiere: 19. Juni 09
Regie: Heinz Werner Kraehkamp Bühnenbild: Rainer Schöne Kostüme: Bärbel Christ-Heß und Claudia Rohde Musik: Sascha Teuber Regie-Assistenz:
Natascha Retschny Souffleuse: Ursula Asmus Bühnentechnik: Marc Link, Peter Teeuwen, Eberhardt Wendelmuth Lichtdesign: Manfred Ennisch Lichttechnik:
Jan Braun, Manfred Ennisch Tontechnik: Jan Braun, Manfred Ennisch
Besetzung:
Jean Baptiste Gunderloch, Weingutsbesitzer: Armin Dillenberger
Klärchen Gunderloch, seine Tochter: Sina-Valeska Jung Eismayer, Landskronenwirt: Axel Küffe Babettchen Eismayer, seine Tochter: Julia Schneider
Knuzius, Klärchens Verlobter: Gabriel Spagna Jochen Most, Rheinschiffer: Giovanni Romano Annemarie Most, seine Schwester: Myriam Tancredi Rindsfuß:
Kurt Spielmann Frau Rindsfuß: Silvia Tietz Stenz, Weinhändler: Michael Schatkowski Fräulein Stenz, seine Tochter: Greta Carl Hahnesand, Weinreisender:
Thomas Koob Löbsche Bär, Weinreisender: Jochen Nötzelmann Bruchmüller, Beamter: Steffen Wilhelm Veteran: Horst Krebs Veteran: Jochen Döring
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Der fröhliche Weinberg Volkstheater Frankfurt Liesel Christ Myriam Tancredi, Armin Dillenberger, Giovanni Romano und Sina-Valeska Jung
Foto: Stu Gra Pho
www.volkstheater-frankfurt.de
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Der Fuchs (The Fox)
Von: Allan Miller nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von D.H. Lawrence (aus dem Jahr 1923)
Deutsche Erstaufführung: 30.April 2010 (Frankfurt, English Theatre Frankfurt)
Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:
Premiere: 30. April 10 (Deutsche Erstaufführung)
Spielzeit bis: 6. Juni 10
Regie: Ryan McBryde Bühne: Diego Pitarch Licht: Frank Kaster Kostüme: Constanze Walldorf
Besetzung:
Jill: Emily Pollet Ellen: Rebecca Reaney Henry: John McKeever
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The Fox English Theatre Frankfurt Jill (Emily Pollet), Henry (John McKeever) und Ellen (Rebecca Reaney) Foto: Anja Kühn
Die Jubiläumsspielzeit des English Theatre Frankfurt anlässlich des 30. Geburtstags feiert eine Deutschlandpremiere: „The Fox“ (Der Fuchs) ist die Bühnenadaption der
gleichnamigen Novelle von D.H. Lawrence. Allan Miller hat ein Drei-Personen-Stück aus der Erzählung geschrieben, das sich ebenso spannend wie verzwickt entwickelt.
Synopsis:
England, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: Ellen und Jill leben isoliert auf einer kleinen Farm, die sie allein bewirtschaften. Nahrung ist rar, Holz muss gehackt werden und die
ungewöhnliche Beziehung der Frauen sorgt im Dorf für viel Gesprächsstoff. Seit einiger Zeit plündert zudem ein Fuchs regelmäßig den Hühnerstall. Da taucht plötzlich der junge
Soldat Henry auf. Er hat eine Woche Urlaub von seinem Bataillon und ist auf der Suche nach seinem Großvater, dem früheren Besitzer der Farm. Jill ist begeistert von dem
jungen Mann und will ihn für ein paar Tage aufnehmen, in der Hoffnung, dass er den beiden Frauen einige Arbeit abnehmen kann. Ellen hingegen ist nicht besonders erfreut über
Henrys Anwesenheit. Innerhalb weniger Tage gelingt es Henry, sich in den Haushalt zu integrieren. Jill ist sehr besorgt über Henrys steigendes Interesse an Ellen und warnt sie,
dass er andere Absichten im Schilde führe. Der Fuchs wird zwar erschossen, aber es scheint, dass ein sehr viel gefährlicherer Räuber in das Leben der beiden Frauen eingedrungen ist.
Hintergrund: D.H. Lawrence schrieb eine erste Version der Novelle „The Fox“ im November und Dezember 1918. Diese wurde 1920 im „Hutchinson´s Story Magazine“ erstmals publiziert.
1921 schrieb Lawrence die Novelle um und änderte vor allem den Schluss. Die zweite geänderte Version der Novelle wurde 1923 publiziert. In der Penguin Ausgabe sind beide
Versionen kombiniert. Der ersten Hälfte liegt die erste Version des Manuskripts zugrunde, die geänderte spätere Version bestimmt den Schluss. 1967 wurde die Novelle von
Mark Rydell verfilmt. Der amerikanische Schauspieler, Regisseur und Autor Allan Miller adaptierte schließlich die Novelle für die Bühne. „The Fox“ produzierte er erstmals 1981
am Back Alley Theatre in Sherman Oaks (Kalifornien). 1983 wurde das Skript vom Doubleday Verlag publiziert.
„D.H. LAWRENCE was a hunter of symbols, and his story The Fox exhibits a prize specimen.“, so beginnt die Kritik von Walter Goodman in der New York Times der Inszenierung
am Westbeth Theatre 1986. Die fesselnde Novelle von D.H. Lawrence untersucht Themen wie Sexualität, Geschlechterrollen sowie Emanzipation. Die Geschichte fokussiert
zwei Frauen, die in einer lesbischen Beziehung zueinander stehen und isoliert von der Außenwelt eine Farm bewirtschaften. Ein Fuchs, der sich nachts als Räuber im
weiblichen Biotop herumtreibt, macht den Frauen Angst. Besonders Ellen sucht der Fuchs in ihren Träumen heim. Nachdem sie dem Tier im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge
geblickt hat, ist Ellen besessen, den Fuchs zu jagen.
Henry schleicht sich ebenso wie der Fuchs in das Leben der Frauen ein. Auch er jagt und kann schließlich Ellens Sympathie durch seine männlichen Attribute gewinnen.
Zur Inszenierung: Regisseur Ryan McBryde las zufällig die Novelle “The Fox” von D.H. Lawrence und war gleich in deren Bann gezogen. Er dachte, dass die Story hervorragend für die
Theaterbühne geeignet sei und machte sich auf die Suche nach einer Adaption. Allan Millers Stück gefiel ihm, doch er veränderte es noch gravierend, bevor er Intendant Daniel
Nicolai mit der Idee begeisterte, “The Fox” am English Theatre zu inszenieren. “Ich habe mit 15 Jahren zufällig die Verfilmung von 1967 gesehen. Schon der Film The Fox hat mich
zutiefst beeindruckt, so dass Ryan McBryde mit seiner Idee, das Bühnenstück in Frankfurt zu inszenieren, auf offene Ohren stieß. Und das Schauspiel hat die gleiche Magie und
Kraft, die die Novelle und den Film so besonders machen”, erzählt Nicolai. Zusammen mit dem Bühnendesigner Diego Pitarch entwickelte McBryde das Raumkonzept. Durch die
originelle Gestaltung kann die Inszenierung sich sehr nah an die Konzeption der Novelle halten, also sich über die Reduktion der Bühnenadaption auf zwei Räume hinwegsetzen.
Diego Pitarch baute dafür eine zwei-geschossige Farm, deren Wände bei gewissen Lichteinstellungen transparent sind. So kann der Zuschauer dann hinter dem Farmhaus einen Wald ausmachen.
Durch seine Ideen, die Traumsequenzen aus der literarischen Vorlage dramatisch umzusetzen, ergänzt Regisseur McBryde das Theaterskript wiederum mit den Inhalten der
Novelle. So blickt Ellen dem Fuchs in der ersten Traumsequenz in die Augen und hört ihn singen. Die fehlenden Dialoge dieser zusätzlichen Szenen schrieb McBryde nicht etwa
selbst, sondern ergänzt sie direkt von D.H. Lawrence literarischer Vorlage.
Ferner transferiert McBryde die Zeit des Stückes um etwa 25 Jahre, es spielt in der Inszenierung am English Theatre Frankfurt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.
D.H. Lawrence Novelle “The Fox” steht typisch für sein gesamtes literarisches Werk. Themen wie Machtspiele in Beziehungen, Geschlechterrollen und “sexual politics” werden
in der story detailliert beleuchtet. Es ist auch eine Reise durch das Unbewusste. Träume spielen für Lawrence eine zentrale Rolle und genau deshalb gibt es in McBrydes
Inszenierung auch zwei Traumsequenzen. Damit gelingt es dem Regisseur die poetische Magie von D.H. Lawrence Novelle auf der Bühne ins Sichtbare zu übersetzen.
Ryan McBryde (Regisseur) Ryan McBryde absolvierte sein Studium der Theaterwissenschaften am Liverpool Institute of Performing Arts. Er arbeitete in Paris, Oslo und London, wo er an einer Vielzahl von
unterschiedlichen Projekten mitwirkte, von Sondheim’s Marry Me a Little am Kings Head bis hin zu Elmer Rices expressionistischem Klassiker The Adding Machine. Er führte Regie
in Deathtrap, Heart of a Dog, The Adding Machine, Tonight - The Musical, Gogol’s Underdogs, Dance When No One’s Looking, The Jabberwocky und Maria Stuart.
McBryde übernahm die Stelle als Resident Director für Bat Boy und wirkte zudem als Assistant Director an Robert Gillespies Ghosts in the Cottonwoods und Jon Harris’ Driving
Miss Daisy mit. Ryan McBryde ist Mitbegründer der Rogue State Theatre Company. Am English Theatre führte er Regie bei Deathtrap, Hair, Hysteria und The Full Monty
Diego Pitarch (Bühnenbildner) Diego Pitarch besuchte zunächst die Hochschule für Graphikdesign in Paris und schloss mit einem BA (Hons) in Innenarchitektur ab. 1999 zog es Diego nach London an die
Slade School of Art um seinen Master in Theaterdesign zu machen. 2001 wurde er für den Linbury Preis ausgewählt. Sein Werk für Katya Kabanova für die Welsh National Oper
verschaffte ihm einen Platz unter den Finalisten. Diego entwarf am English Theatre Frankfurt bereits das Bühnenbild für „The Full Monty“. [© English Theatre]
Emily Pollet (Jill) Emily wurde an der Central School of Speech & Drama ausgebildet. Auf der Bühne war sie zu sehen: Mandy in The Hand Factory (Southbank), Vanessa in I See Myself As a Bit
Of An Indiana Jones Figure (Old Red Lion), Stick Man (Palace Theatre, Watford Soho Theatre and UK Tour), Havisham in Miss Havisham (BAC), Jackie Coryton in Hayfever (UK
Tour), Annie Loder in Jekyll and Hyde (Perth Rep), Nurse Flynn/Candy Star in One Flew Over The Cuckoo’s Nest (New Vic Theatre, Stoke), Amy in Whisper (Royal Court), Ugly
Sister in Cinderella, Viola in Twelfth Night, Dementia in Scenes From An Execution, Wendy in Peter Pan, Lynette in The Danny Crowe Show and Wilma in Dumbstruck (all at Dundee Rep).
Fernsehrollen: Mary Austin in Bodies (BBC), Jane Weatherill in The Royal (YTV), Lance Corporal Penny Roddick in Red Cap (BBC), Ellen Duckworth in Lust For Murder (LWT).
Rebecca Reaney (Ellen) Rebecca begann ihre Schauspielausbildung an der Livingston Academy Of Dance und beendete sie an der Birmingham School Of Acting.
Am West End war sie zu sehen als Miss Casewell in The Mousetrap (St Martin‘s), Linda in Blood Brothers (Phoenix) und Iris in Fame (Prince of Wales). Sie spielte Candy in Oh
What A Night (Hammersmith Apollo), Duchess in Wyrd Sisters (Gatehouse), Dol Common in TheAlchemist (Courtyard Theatre) und Hyacinth Green im Musical Muscles (Landor
Theatre). An anderen Theatern wirkte sie mit: Singin‘ in the Rain (UK Tour), Nikki in Oh What A Night (European Tour), Ruth in Kiss Me Like You Mean It (Mansfield Palace),
Georgie in Burning Down The House und Jack in Jack and the Beanstalk (Queens Theatre Hornchurch), Janie in Not Now Darling und Judy in Perfect Wedding (The Mill at
Sonning) sowie Teena Satin in Amanda Whittington‘s play Satin and Steel und die Titelrolle in Cinderella (Lichfield Garrick Theatre).
TV und Film: Angie Denham in Doctors (BBC), Diane Glade in The Royal Today (ITV), Janet in Doctors (BBC), „the brummy girl“ in David Jason‘s The Second Quest (ITV), Ehefrau
in Innovation Nation (BBC), Chloe im preisgekrönten Kurzfilm Hindsight (Channel 4), Jeanette in Hello You (Fecund Films), Mya in Good Morning (Jellyfielder Films), Mila in Just
Impediment, Carla in Crimewatch (BBC) Gloria im Match Report (SKY ONE). Zuletzt war Rebecca als Pam Lukowski in „The Full Monty“ am English Theatre Frankfurt zu sehen.
John McKeever (Henry) Im letzten Jahr beendete John seine Schauspielausbildung an der East 15 Acting School. Im Abschlussjahr wurde er ausgesucht, am Shakespeares Globe beim Sam
Wanamakers Festival mitzuwirken. Dort gewann als „Bester Darsteller“ den jährlichen „Spotlight Prize“, dem wichtigsten Preis in Großbritannien für Nachwuchsschauspieler.
Anfang dieses Jahres war er an der „Present Moment´s production of Doctor Faustus“ am Stratford Circus beteiligt. Am Jahresende ist John am Belgrade Theatre in Coventry
bei der Weltpremiere We Love You City engagiert.
[© English Theatre Frankfurt]
www.english-theatre.de
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Fundament
Von: Jan Neumann Uraufführung: 27. November 2009 (Stuttgart, Schauspiel Stuttgart)
Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart:
Premiere: 27. November 09 (Uraufführung)
Regie: Jan Neumann
Bühne und Kostüme: Thomas Goerge Dramaturgie: Kekke Schmidt
Mit: Matthias Kelle, Sebastian Röhrle, Stephanie Schönfeld, Lisa Wildmann, Bijan Zamani
Eine
erste Plotskizze: Eine Villa in einer deutschen Großstadt. Eine gut situierte Familie sitzt beim Abendessen um den Tisch: der Vater, der Sohn, die Mutter, die Tochter, und als Gast der Freund
der Tochter. Man isst, man trinkt, man spricht, man schweigt. Wir erleben dasselbe Stück fünf mal, jeweils aus der Perspektive eines anderen Familienmitglieds. Mit dem Wechsel der
Erzählperspektive steigen wir hinab in Kopf und Herz jeder Figur, dorthin, wo der Glauben eines jeden Menschen sitzt oder saß.
In dieser ersten Stückentwicklung, die sich der Autor
und Regisseur Jan Neumann am Schauspiel Stuttgart vornimmt, wird es zentral um Glauben gehen - im Spannungsfeld der verschiedenen Religionen, aber auch im Verhältnis zum kapitalistisch
geprägten Diesseits unserer westlichen Welt. Dass auch dieses stark von Glaubensstrukturen durchzogen ist, ist ein erster interessanter Befund. [© Schauspiel Stuttgart]
www.staatstheater.stuttgart.de
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