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Theater Stückeinfo: F
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Fahrenheit 451
Nach dem 1953 veröffentlichten Roman von: Ray Bradbury
Der Titel bezieht sich auf die Tempeatur, bei der sich Papier entzündet (232,78°C). Bekannt ist auch die Filmversion aus 1966 von Francois Truffaut
Zur Inszenierung des Theater Krefeld Mönchengladbach:
Premiere: 4. April 08
Inszenierung: Thomas Krupa Bühne:
Andreas Jander Kostüme: Gabriele Wasmuth Musik: Mark Polscher Dramaturgie: Ulrike Barnusch
Guy Montag: Christopher Wintgens Black:
Ronny Tomiska Holden: Ralf Beckord Hauptmann Beatty: Sven Seeburg Clarisse: Floriane Kleinpaß Mildred: Ines Krug Mrs. Hudson: Petra Förster *
Faber: Joachim Henschke Alice: Esther Keil Helen: Katherina Wolter *
www.theater-krefeld-moenchengladbach.de
Zur Inszenierung des Theater Aachen:
Premiere: 15. März 08
Inszenierung: Thomas Oliver Niehaus
Bühne und Kostüme: Barbara Steiner Musik: Anton Berman Dramaturgie: Lukas Popovic
Mit:
Sophie Basse,Christian Baus, Julia Brettschneider, Markus Haase, Fredrik Jan Hofmann, Karsten Meyer, Bettina Scheuritzel.
451 Grad Fahrenheit ist die Temperatur bei der Papier Feuer
fängt. Wenn die Freiheit des Wortes zur Gefahr für den Staat wird, dann brennen Bücher. In der Welt von »Fahrenheit 451« hat die Feuerwehr nicht mehr die Aufgabe, Brände zu löschen. Vielmehr
soll sie Bücher finden und zu Asche machen - sie legt die Brände vorsätzlich, denn es gilt als schweres Verbrechen Bücher zu lesen oder gar zu besitzen, selbständiges Denken ist gefährlich.
In diesem System lebt und arbeitet Guy Montag als Feuerwehrmann - bis er den Wert der Literatur und der Phantasie erkennt. Ray Bradburys Schauspiel ist ein Appell für das freie Denken und
gegen alle Ersatzdrogen der Berieselung durch die Medien. Bradbury siedelt sein Stück in naher Zukunft an, doch diese Zukunft ist längst Gegenwart, wenn man an Schlagworte wie Fatwa,
Karrikaturenstreit, Präventionsstaat oder mögliche Handy- und Internetüberwachung denkt.
Regisseur Thomas Oliver Niehaus hat sich mit der Inszenierung von »Schienen« dem Aachener
Publikum vorgestellt. Nach dem Abend für Fans zur Fußballweltmeisterschaft »Wir wolln euch kämpfen sehn«, der sehr erfolgreichen Inszenierung von »Leonce und Lena« und zuletzt »Einäuglein,
Zweiäuglein, Dreiäuglein« wird »Fahrenheit 451« jetzt schon seine fünfte Inszenierung in Aachen sein. [© Theater Aachen]
www.theateraachen.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 30. September 06 (schmidtstrassel 12)
Regie: Florian Fiedler Grundraum:
Joep van Lieshout Ausstattung: Bernd Schneider Video: Robert Lehniger, Marc Stephan Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Sibylle Baschung Produktionsleitung, Assistenz Ausstattung: Julia Plickat Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska Ton, Beleuchtung, Video, Technik:
Matthias Rößler, Joachim Schröder Maske: Anke Scharlach Technische Einrichtung: Steve Wagner Requisite: Uschi Trella, Anja Becker Regiehospitanz:
Daniel Franz Ausstattungshospitanz: Nicole Jäger Dramaturgiehospitanz: Simone Sprengel
und weitere Rollen: Ensemble
Darsteller:
Guy Montag, Feuerwehrmann: Martin Butzke Mildred, seine Frau: Nadja Dankers
Clarissa, eine Nachbarin: Anne Müller Beatty, Feuerwehrhauptmann:
Aljoscha Stadelmann Faber, ihr Großvater: Heiner Stadelmann
»Ich kenne keine schönere Utopie als die letzten Bilder dieses zutiefst menschenfreundlichen Films. Ein jeder, der Bücher liebt und leidenschaftlich liest, muß von Ray
Bradburys Roman ohnehin gefangen genommen sein.« (Wim Wenders)
Eine noch immer moderne Science-Fiction-Geschichte, die von dem Feuerwehrmann Guy Montag erzählt, der kein Feuer mehr
löschen, sondern stattdessen verbotene Bücher verbrennen soll. Bei dieser Arbeit lernt er eine revolutionäre Lehrerin kennen, die sich das Lesen nicht verbieten läßt. Durch sie (und sein
durch sie erwecktes Interesse an Büchern) wird er zum Gejagten, der nicht nur vor der Wahl zwischen zwei Frauen, sondern auch zwischen persönlicher Sicherheit und geistiger Freiheit steht.
Die Geschichte verdichtet sich zu einer unheimlichen Parabel, in der die Menschheit zum ultimativen Bösen wird und der Kampf gegen das Vergessen Liebe ist. [schauspielfrankfurt]
Martin Butzke geboren am 1974 in Wilhelmshaven.
Aufwachsen, Schule, Abitur und Fußballverein in Bayreuth Erste Schritte als Schauspieler an der Studiobühne Bayreuth 1993 - 1997 Schauspielstudium an der HMT Saarbrücken 1997 - 2001 Theater Ingolstadt
Arbeit mit Wolfram Krempel, H. Rupprecht, Friedo Solter u.a. 2001 - 2006 Münchner Kammerspiele Arbeit mit Johan Simons, Christina Paulhofer, Peter Kastenmüller, Laurent Chetouane u.a.
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Martin Butzke Das Foto stammt aus dem schauspielfrankfurt Projekt “Between Work and Paradise”
by Alexander Paul Englert © Alexander Paul Englert
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Von der Spielzeit 2006/2007 bis 2008/2009 festes Ensemblemitglied des Schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2006/2007 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Montag Hexenjagd von Arthur Miller, Regie: André Wilms, Rolle: Reverend John Haie Falstaff, nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Heinrich Percy, genannt Heißsporn
patriot act, Projekt von Martin Baasch, Regie: Martin Baasch, Rolle: Theodore John Kaczynski
Friday, I’ m in love nach Motiven aus Daniel Defoes Roman Robinson Crusoe und Texten von Johannes Schrettle, Regie: Robert Lehniger
Erzählung des Gleichgewichts 4.W, Musik-Theater von Wanda Golonka, Regie: Wanda Golonka, Uraufführung
Spielzeit 2007/2008 pool (no water) von Mark Ravenhill, Regie: Roger Vontobel, Rolle: A Der Schneemann
nach dem Roman von Jörg Fauser, Regie: Dagmara Lutoslawska, Rolle: verschiedene Schade, dass sie eine Hure war von John Ford, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Giovanni Retten Sie mich! Reden Sie! Irgendwas!
Ein Cechov-Abend, Regie: Karin Neuhäuser
Spielzeit 2008/2009
Die Fledermaus von Johann Strauss, Regie: Karin Neuhäuser, Rolle: Gabriel von Eisenstein Der Fremde nach Albert Camus, Regie: Sebastian Baumgarten
Schwarz Gold Rot, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Christian, freier Journalist apartment666.com, Regie: Robert Lehniger Die Stunde da wir nichts voneinander wussten von Peter Handke, Choreographie und Bühne: Wanda Golonka
Aljoscha Stadelmann Ausbildung Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
Theater
Erstes Engagement am Schauspiel Leipzig, dann zwei Jahre am Staatstheater Kassel.
Seit der Spielzeit 2001/02 Ensemblemitglied am Theater Basel, wo er u. a. in Rollen wie Romeo, Regie: Sebastian Nübling und Peer Gynt, Regie: Florian Fiedler zu sehen war.
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Aljoscha Stadelmann (rechts)
Das Foto stammt aus dem schauspielfrankfurt Projekt “Between Work and Paradise” by Alexander Paul Englert © Alexander Paul Englert
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Von der Spielzeit 2006/2007 bis zur Spielzeit 2008/2009 festes Ensemblemitglied des Schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2006/2007 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Beatty Peer Gynt - im Norwegerpulli ans Ende vom Ich, Monolog frei nach Henrik Ibsen, Rolle: Peer Gynt Perdita Durango
nach dem Roman von Barry Clifford, Uraufführung, Regie: Sebastian Baumgarten, Rolle: Romeo Dolorosa Hinkemann von Ernst Toller, Regie: Christof Nel, Rollen: Peter Immergleich u.a.
Friday, I’ m in love nach Motiven aus Daniel Defoes Roman Robinson Crusoe und Texten von Johannes Schrettle, Regie: Robert Lehniger
Spielzeit 2007/2008: Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Niklaus Helbling, Rolle: Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla Ein Volksfeind von Henrik Ibsen, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Doktor Stockmann Sommergäste von Maxim Gorki, Regie: Martin Nimz
Spielzeit 2008/2009 Amphitryon nach Molière von Heinrich von Kleist, Regie: Florian Fiedler, Rollen: Jupiter/Amphitryon
Die Nibelungen nach Friedrich Hebbel mit Texten von Johannes Schrettle, Regie: Robert Lehniger
Warum wir also hier sind von Michael Lentz, Regie: Niklaus Helbling, Rolle: Briefträger als Christian Dietrich Grabbe Othello
von William Shakespeare, Regie: Simone Blattner, Rolle: Jago
Heiner Stadelmann Heiner Stadelmann, geboren 1943 in Hersbruck bei Nürnberg, wurde von dem damals am Deutschen Schauspielhaus engagierten Fritz Wagner zum Schauspieler ausgebildet.
Seit 1967 spielte er in verschiedenen Ensembles, u. a. in Kassel, Wiesbaden, Karlsruhe, Freiburg und ab 1992 am Schauspielhaus Bochum. Dort arbeitete er mit Regisseuren
wie Leander Haußmann, Jürgen Kruse, Frank Steckt und Dimiter Gottscheff zusammen. Seit Sommer 2000 war er am Nationaltheater in Mannheim engagiert und z. B. als
Polonius in Shakespeares >Hamlet< und in Armin Petras' Inszenierung von Binar Schleefs Zigaretten zu sehen. Am Schauspielfrankfurt spielte er als Gast in Simone Blattners
Inszenierung der Komödie Floh im Ohr die Rolle des Baptistin.
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Heiner Stadelmann Das Foto stammt aus dem schauspielfrankfurt Projekt “Between Work and Paradise”
by Alexander Paul Englert © Alexander Paul Englert
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Von der Spielzeit 2006/2007 bis zur Spielzeit 2008/2009 festes Ensemblemitglied des Schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2006/2007 Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Faber Liebesruh, von Jan Neumann, Regie: Jan Neumann, Rolle: Meier
Falstaff, nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: König Heinrich IV. Flieg, Oberst, flieg!, nachtschwärmer, Regie: Paul-Georg Dittrich, Rolle: Fetisov
Spielzeit 2007/2008 Die Wahlverwandtschaften, nach J.W. Goethe, Regie: Martin Nimz, Rolle: Graf
Ulrike Maria Stuart von Elfriede Jelinek, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Chor der Greise / Engel Schade, dass sie eine Hure war von John Ford, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Donado, ein Bürger von Parma
Sonny Boys von Neil Simon, Regie: Christian Hockenbrink, Rolle: Al Lewis
Spielzeit 2008/2009 Hexenjagd (Wiederaufnahme) von Arthur Miller, Regie: Martin Nimz, Rolle: Giles Corey
Prinzessinnendramen - Der Tod und das Mädchen von Elfriede Jelinek, regie: Corinna von Rad, Rolle: Der Wanderer Der Kirschgarten von Anton Tschechow, Regie: Urs Troller, Rolle: Firs
Schwarz Gold Rot, Regie Peter Kastenmüller apartment666.com, Regie: Robert Lehniger Die Stunde da wir nichts voneinander wussten von Peter Handke, Choreographie und Bühne: Wanda Golonka
www.schauspielfrankfurt.de
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Falstaff nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 24. Februar 07
Regie: Peter Kastenmüller Bühne: Michael Graessner Kostüme: Kathi Maurer Video:
Tobias Yves Zintel Licht: Norman Plathe Dramaturgie: Sibylle Baschung Regieassistenz: Paul-Georg Dittrich Bühnenbildassistenz: Nina Zoller
Kostümassistenz: Kalja Strohschneider Souffleuse: Brigitta Schirdewahn Inspizienz: Lisa Ahle Ton: Joachim Steffenhagen, Philipp ßatcreau Maske:
Karin Junghardt, Lutz Paschke Technische Produktionsleitung: Josef Dreker Technische Einrichtung: Andreas Kremer Requisite: Jens Schönherr, Helmut Slumvoll
Regiehospitanz: Lisa Danulat Bühnenbildhospitan: Michael Benz, Alexandra Helm Kostümhospitanz: Kim Stichel Dramaturgiehospitan:
Simone Sprengel, Caro Millner
Besetzung:
Die Partei des Königs König Heinrich IV.:
Heiner Stadelmann
Heinrich, Prinz von Wales, sein Sohn: Oliver Kraushaar Sir Walter Blunt: Falilou Seck
Die Rebellen Heinrich Percy, Graf von Northumberland: Dirk Bender
Heinrich Percy, genannt Heißsporn, sein Sohn: Martin Butzke
Thomas Percy, Gral von Worcester, Northumberlands Bruder:
Wilhelm Eilers
Prinz. Heinrichs Gefährten Sir John Falstaff: Josef Ostendorf Poins: Özgür Karadeniz
Nell Schnell, auch genannt Madame Wuppdich: Susanne Böwe
Gesang (Altus): Niklas Romer Musik (Laute): Jörg Günther
Ein von Streit zerrissenes Land, ein König, der erst durch Intrigen einer wurde, abtrünnige
Verbündete, die sich gegen ihn verschwören, und ein rebellierender Prinz, der sich mit Kleinkriminellen und dem komisch-traurigen Säufer John Falstaff im zwielichtigen Londoner Milieu
vergnügt. Erst als die Verschwörer zum Krieg rüsten, stellt sich Prinz Heinrich seiner Verantwortung als Thronfolger und führt das Heer in die Schlacht. Er gewinnt durch eine Intrige,
versöhnt sich mit seinem Vater an dessen Sterbebett und wird zum neuen König gekrönt. Als erste Amtshandlung verbannt er seinen früheren Weggefährten Falstaff, der sich einiges erhofft
hatte, und entsorgt damit zugleich seine eigene Vergangenheit, die ihm in seiner neuen Machtposition schaden könnte.
Ein Stück über Verrat, Intrigen und Heuchelei. Wer missbraucht wen und wozu?
Peter Kastenmüller Regie Geboren 1970 in München. Nach seinem Studium der Philosophie gründete er 1994 die freie Theatergruppe "Particular Order" in München, mit der er das Projekt
"Peter Gynter/Schnitte/Gehen wir" nach Ibsens "Peer Gynt" auf die Bühne brachte. 1995 war er Assistenz am Schauspielhaus Leipzig bei Wolfgang Engel. Dort entstanden
auch eigene Arbeiten, u.a. "Engel" (Simone Schneider, 1996); "Puzzle Lenz" (Georg Büchner, 1997); "Faserland" (Christian Kracht, 1997); "15 Jahre Kohl,
Neuland" (Simone Schneider, 1998); "Der Totmacher" (Farin/Karmaker, 1998) und "Das Ballhaus" (Menschigg/Kastenmüller, 1999).
Im Jungen Theater Göttingen inszenierte er 1999 "Julies End" von August Strindberg.
Seit 2001 inszenierte er als fester Hausregisseur am Staatstheater Kassel, u.a. "Die
Gerechten" (Albert Camus, 1999); "Warten auf Godot" (Samuel Beckett, 2000); "Das Geld liegt auf der Bank" (Curth Flatow, 2000); "Solaris" (Stanislaw Lem,
2001); "Ella" (Herbert Achternbusch, 2001); "Ladies Night" (Sinclair/McCarten, 2001); "Mörderinnenballaden, Musikalischer Streifzug durch die Welt der ungerechten
Liebe" (2001); "Die zehn Gebote. IV. Begehren" (nach Kieslowski/Piesiewicz, 2002) und "Leonce und Lena" (Georg Büchner, 2002).
Am schauspielhannover
inszenierte er während des Autorenfestivals Dramatik 01 Joachims Bessings "Bad", die Deutschsprachige Erstaufführung von Vladimir Nabokovs "Lolita" und Schillers "Die
Jungfrau von Orleans".
An den Münchner Kammerspielen inszenierte Peter Kastenmüller in der Spielzeit 2001/2002 Wedekinds "Der Marquis von Keith". Mit Schülern der
Otto-Falckenberg-Schule brachte er Fritz Katers Stück "zeit zu lieben. zeit zu sterben." heraus. In der Spielzeit 2004/2005 führte er bei "Ein Junge, der nicht Mehmet
heißt" Regie, das am 22. Oktober 2004 im Rahmen von Bunnyhill Premiere hatte. In der Spielzeit 2005/2006 setze er das Projekt BUNNYHILL fort. Peter Kastenmüller führt Regie bei der
Uraufführung von "A - Angst essen Zentrum auf", das im Rahmen von "Bunnyhill 2 - Wem gehört die Stadt", das vom 21. April bis 27. Mai 2006 stattfand, uraufgeführt wurde.
schauspielfrankfurt
Spielzeit 2003/2004 "we are camera", von Fritz Kater
Spielzeit 2004/2005 "Die Räuber", von Friedrich Schiller
"Plattform", von Michel Houellebecq
Spielzeit 2005/2006 abalon, one night in Bangkok, von Fritz Kater
Spielzeit 2006/2007
Falstaff, nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried
Spielzeit 2007/2008 Ulrike Maria Stuart von Elfriede Jelinek Schade, dass sie eine Hure war von John Ford
Josef Ostendorf Schauspieler
Geboren 1956 Zahlreiche Film- und Fernsehrollen
Theater
1992 - 1994 Theater Basel, Stefan Bachmann, Christoph Marthaler, Jossi Wieler 1995 - 2000 Deutsches Schauspielhaus, Hamburg,
Frank Castorf, Christoph Marthaler, Franz Wittenbrink 2001 - 2004 Schauspielhaus Zürich, Christoph Marthaler, Frank Castorf, Stefan Pucher 2005 - 2006
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Frank Castorf, Stefan Pucher
schauspielfrankfurt Spielzeit 2005/2006
Bakchen, Tragödie von Euripides, Regie: Christof Nel, Rolle: Dionysos Spielzeit 2006/2007
Falstaff, nach König Heinrich IV. und V. von William Shakespeare in der Übersetzung von Erich Fried, Regie: Peter Kastenmüller, Rolle: Falstaff
[© schauspielfrankfurt] www.schauspielfrankfurt.de
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Die Familie Schroffenstein
Von: Heinrich von Kleist
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 23. Februar 08 Weitere Termine:
27. Februar 2008 und 5., 19., und 30. März 2008
Inszenierung: Tilman Gersch Ausstattung: Julia Kneusels Dramaturgie: Dagmar Borrmann
Besetzung:
Rupert, Graf von Schroffenstein: Sebastian Münster Eustache, seine Frau: Benjamin Krämer-Jenster Ottokar, ihr Sohn: Michael Birnbaum (
Johann, Ruperts natürlicher Sohn: Florian Thunemann Sylvester, regierender Graf von Warwand: Stefan Schießleder Gertrude, Sylvesters Gemahlin: Jörg Zirnstein
Agnes, ihre Tochter: Lissa Schwerm Jeronimus von Schroffenstein: Wolfgang Böhm Barnabe: Eva-Maria Damasko Aldöbern/ Santing, Vasallen Ruperts:
Sebastian Muskalla
Totenmesse. Der jüngste Sohn der Familie Rossitz ist unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Verdacht fällt auf die Familie Warwand, den anderen Zweig der
Schroffensteiner. Die Rossitzer schwören Rache auf den Tod gegen die Warwander. Ein Erbvertrag hat sie zu Feinden gemacht: hat eine der Familien keine Nachkommen mehr, fällt ihr Besitztum an
die andere Seite. Seitdem regieren Misstrauen, Hass und Vorverurteilung.
Ottokar aus dem Haus Rossitz liebt ein Mädchen, dessen Namen er nicht kennt. Sein Halbbruder liebt, wie sich
herausstellt, dasselbe Mädchen. Und er weiß, wer sie ist: Agnes Schroffenstein. Die Tochter des Feindes. Ottokar hat ihr am Sarg seines Bruders den Tod geschworen. Sie weiß das – und trifft
sich dennoch mit ihm. Ihre Liebe ist der Versuch, die Mechanik des Hasses zu durchbrechen.
Die Familie Schroffenstein ist der erste Theatertext Kleists uns wurde1803 anonym
veröffentlicht. Ein Stück, das Motive der Schauerromantik mit dem bekannten Shakespeareschen Konflikt der Liebenden aus verfeindeten Familien verknüpft. Die großen Motive Kleists klingen hier
bereits an: die Nähe von Liebe und Tod, die Frage der Identität, die Schwierigkeit zu definieren, was Wahrheit ist. Wer hat recht in diesem unentwirrbaren Knäuel von Misstrauen, Vorurteilen
und Ängsten, das beide Familien gegeneinander ins Feld führen? Und kann der Versuch von Ottokar und Agnes, die Perspektiven zu tauschen und die Sichtweise des anderen zu verstehen, die
verhärteten Fronten aufbrechen?
Es inszeniert Tilman Gersch, der seit Beginn dieser Spielzeit Hausregisseur und Mitglied der Schauspielleitung am Staatstheater Wiesbaden ist. Mit der
Rolle der Agnes debütiert die junge Schauspielerin Lissa Schwerm an unserem Haus. Sie gehört ab der nächsten Spielzeit fest zum Ensemble. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:
Premiere: 29. März 07
Regie: Simon Solberg Grundraum: Joep van Lieshout Ausstattung: Sebastian Hannak Video: Philipp Batereau
Licht: Norman Plathe, Matthias Rößler Dramaturgie: Raphael Kassner Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska Ausstattungsassistenz: Nina Zoller Souffleuse: Christine Schneider Ton, Beleuchtung, Technik: Matthias Rößler Technische Einrichtung: Marcel Heyde, Joachim Schröder Maske: Anke Scharlach Requisite:
Anja Becker, Uschi Trella Dokumentarfilm Jugendprojekt: Ursula Schmidt Regiehospitanz: Nicole Peinz, Adina Sorian Dramaturgiehospitanz: Elsa Vortisch Ausstattungshospitanz: Alexandra Helm, Anna Gross Statisterie: Winfried Scheffler
Rupert, Graf von Schroffenstein, aus dem Hause Rossitz/
Sylvester, Graf von Schroffenstein, aus dem Hause Warwand:
Roland Bayer Eustache, Ruperts Gemahlin /
Gertrude, Sylvesters Gemahlin: Sascha Icks
Ottokar, Sohn Ruperts und Eustaches: Stefko Hanushevsky
Johann, Ruperts natürlicher Sohn:
Sebastian Schindegger Agnes, Tochter Sylvesters und Gertrudes:
Ruth Marie Kröger Jeronimus von Schroffenstein aus dem Hause Wyk: Bert Tischendorf Santing / Akrobatik: Tobias Wegner Aldöbern / Krumping:
Ken Chi Kien Duong Fintenring / Capoeira: Michael Vas Zwei Ritter / Percussion: Florian Dreßler, Florian Wäldele Phillip / Peter: Linus Schajka Ein Mädchen: Natalija Schajka
Wem gehört die Stadt? Zwei Häuser, eine Familie. Stirbt der eine Teil aus, so weist ein Erbvertrag aus alter Zeit seinen Besitz der überlebenden Familie zu. Da wird Peter, der
jüngste Sohn Ruperts und Eustaches aus Rossitz tot aufgefunden – Unfall oder Mord? Augenzeugenberichte lenken den Verdacht auf Sylvester, den Chef des rivalisierenden Clans aus Warwand. Die
Lage spitzt sich zu, als dort ein Herold von einer wütenden Menge getötet wird. Jeronimus, Freund beider Häuser, versucht im Streit zu vermitteln, doch führen seine gut gemeinten Versuche nur
zu neuen Missverständnissen. Während beide Seiten zum Krieg rüsten, haben sich Agnes und Ottokar, die Kinder der verfeindeten Eltern, heimlich im Gebirge getroffen und ineinander verliebt.
Indem sie sich vertrauen, beginnen sie den Knoten aus Missgunst und Vorurteilen zu entwirren, der zum Zwist der Familien geführt hat: zum ersten Mal scheint es Hoffnung auf Versöhnung und
eine Zukunft ohne Angst zu geben.
In der Inszenierung spielen Schauspieler aus dem Ensemble des schauspielfrankfurt zusammen mit Spezialisten aus der Subkultur der Stadt. Die Tänzer,
Musiker, Akrobaten und Kampfkünstler verorten die alte Geschichte neu in einer urbanen Welt unserer Zeit. Wo werden heute Grenzen gesetzt und Mauern gezogen? Wie entsteht aus Vorurteilen und
Machtinteressen Gewalt? Welche gesellschaftlichen „Erbverträge“ bestimmen heute unser Leben – und wie ließen sie sich vielleicht verändern? [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Feelgood
Von: Alistair Beaton Deutsch von: Andreas Pegler
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Gemein von links: Torben Krämer, Stephan Benson Feelgood Theater am Kurfürstendamm, Berlin
Foto: Thomas Grünholz
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Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm Eine Produktion des Ernst Deutsch Theaters, Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem Theater am Kurfürstendamm
Premiere: 30. April 07
Regie: Rüdiger Burbach Ausstattung: Dieter Richter
Mit:
Stephan Benson, Anja Topf, Torben Krämer, Henning Schimke, Katja Amberger, Alexander Wipprecht und Frank Jordan
So sieht das Hinterzimmer der Macht aus: Eine großzügig geschnittene Hotelsuite mit Balkon, elegante Möbel, die zum Entspannen einladen und bei Bedarf können per VIP-Schaltung
Expressschnittchen aus der Hotelküche bestellt werden. Schade nur, dass hier morgen ein Parteitag zu bestehen und an Urlaub und Entspannung nicht zu denken ist.
Die luxuriöse Suite wurde deshalb kurzfristig zur Parteizentrale umfunktioniert, schließlich muss am Vorabend der großen Rede noch – naja, zumindest die große Rede geschrieben werden. Und die
soll gute Laune machen. Die Engländer haben dafür eigens ein Wort kreiert, „Feelgood“. Es beschreibt die Stimmung und
richtigen „Vibrations“, die beim Zuhörer ankommen sollen. Inhalte sind zweitrangig, denn vor allem
die guten Vibes sorgen dafür, dass der Wähler später sein Kreuzchen an der richtigen Stelle macht.
Da müssen die Pointen richtig inszeniert sein und die seriösen Themen dürfen nicht weiter auffallen;
Hauptsache, die Lacher bleiben im Gedächtnis. Für die Gesamtinszenierung des Parteitags ist Pressesprecher Eddie (Stephan Benson)
verantwortlich. Er ist der Traum eines jeden Politikers, zieht im Hintergrund die Fäden, ist gescheit, skrupellos und handelt blitzschnell. Unten im
Konferenzsaal tobt derweil eine politische Debatte, die Eddie schon mal über Mikrofon und Kamera heimlich steuert.
Alistair Beaton und die Politik
Gibt es solche Menschen auch im wahren Politikeralltag? Bestimmt. Der schottische Autor Alistair Beaton
muss es wissen, schließlich hat er selbst fünf Jahre im Politikbetrieb gearbeitet und die Reden des einstigen Blair-Freundes und jetzigen Rivalen Gordon Brown geschrieben. Er hat den
Ausstieg aus dem harten Business früh genug geschafft und beleuchtet als Journalist die Missstände, die er selbst erlebt hat. Als Autor geht er einen Schritt weiter und überträgt seine
Erfahrungen in überspitzte, brillante Satiren über die englische Politik. Über „Feelgood“ sagt er: „Als
ich an ´Feelgood´ gearbeitet habe, dachte ich, dass ich ein Stück über die moderne englische Politik,
die Blair-Regierung, schreibe. ´Feelgood´ war das erste Stück auf einer Londoner Bühne, das die
Politik der Blair-Regierung zum Thema hatte.“ In England war sein Stück ein durchschlagender Erfolg
und wurde 2001 als beste Komödie des Jahres ausgezeichnet. Über Tony Blair und seine Berater
urteilt Beaton: „...er ist ein sehr begabter Schauspieler. Ein Schauspieler in altmodischem Sinne, er fängt an, seine Lügen selber zu glauben. Ich habe etwa zehn Reden von ihm
live erlebt, ich stand relativ nahe bei ihm und ich sah Tränen in seinen Augen. Er war gerührt von seinen eigenen Worten. Es gibt keine Verbindung zwischen dem, was er sagt
und dem, was er tut. Er ist eine sehr interessante Figur. Ich wollte kein Stück nur über ihn machen, aber es ging mir um diesen sehr emotionalen Mann mit Sinn fürs Dramatische,
der umgeben ist von Maschinenmenschen, seinen Beratern, die sehr gut in ihren Jobs sind, und die gnadenlos sind.“
Die Engländer haben einen herrlichen Namen für die Polit-PR-Macher gefunden: „Spin Doctors“ werden diejenigen genannt, die die Wahrheit so lange drehen, bis sie in die
vorgegebene Parteilinie passt. So wurde der Begriff „New Labour“ eigens für die Presse geprägt. Er klingt nach neuen, frischen Versprechen, die man gut verkaufen kann. Tony
Blair ist mit diesem Programm an die Macht gekommen. „Feelgood“ lässt vermuten, dass die Mechanismen der Macht überall gleich sind: Das Stück hat nicht nur in England und
Deutschland Resonanz gefunden, es steht auch in Dänemark, Portugal, Ungarn, den USA, Kanada und Estland auf dem Spielplan.
Die Politik lässt Beaton nicht los. In seinem letzten Stück „Follow my Leader“ lässt er US-Präsident Bush und den britischen Premierminister Blair aufeinandertreffen und hält sich
nicht mit kritischen Worten zur angloamerikanischen Irak-Politik zurück.
Die Handlanger
Um ihren Einfluss und die Macht des Chefs kämpfen die PR-Mitarbeiter in „Feelgood“ verzweifelt. Der Parteitag muss ein Erfolg werden. Sie reden aktuelle Skandale klein,
organisieren Ablenkungsmanöver und basteln am richtigen „Feeling“. Verantwortlich für gute Gags und geschliffene Sätze ist Paul (Torben Krämer). Der junge Aufsteiger
sitzt am Notebook und legt dem Premier schöne Worte zurecht, die immer haarscharf an der Wahrheit vorbei gehen. Unterstützen soll ihn dabei Simon (Alexander Wipprecht),
der nichts mit Politik zu tun hat, aber als Gagschreiber im Fernsehen arbeitet und eigens engagiert wurde. Dazwischen huscht PR-Beraterin Asha (Katja Amberger) wie das
sprichwörtlich aufgescheuchte Huhn zwischen Konferenzsaal und Suite umher. Es gibt unerwartete Probleme.
Vor dem Hotel hat sich eine Schar linker Demonstranten postiert, die nicht nur mit bösen Worten um sich wirft. Bedrohlich sind außerdem die Neuigkeiten aus den eigenen Reihen.
George (Henning Schimke) ist Kabinettsmitglied, ein wenig schusselig und sucht Zuflucht in der oberen Etage. Statt Ruhe erwartet ihn hier aber Eddie, der alles über die
Hintergründe zum aktuellen Genskandal erfahren will – schließlich muss er wissen, was er vor der Presse vertuschen soll.
Genmanipulierter Hopfen und Brüste
Zu vertuschen gibt es leider mehr als genug. Auf keinen Fall darf durchsickern, dass genmanipulierter Hopfen auf den Äckern eines Kabinettsmitglieds angebaut wurde. Auch
nicht, dass dieser Hopfen zu Bier gebraut wurde und inzwischen den englischen Markt überschwemmt. Und ganz und gar nicht bekannt werden darf, dass der Biergenuss
prekäre Nebenwirkungen in Form von Brüsten birgt. Für Eddie sind die Neuigkeiten eine pressetechnische Katastrophe, für Liz (Anja Topf) ist es die ideale Story: Die linke
Enthüllungsjournalistin hat die Spur schon aufgenommen und will die Geschichte groß rausbringen. Damit würde sie schlagartig berühmt werden und könnte sich – ganz
nebenbei – an ihrem Ex-Mann Eddie rächen.
Der Geheimnisvolle
Er ist es gewohnt im Rampenlicht zu stehen, souverän seine Rede zu halten und will vom Publikum dafür geliebt und wiedergewählt werden. Die Bemühungen von Eddie, Paul,
Simon, George und Asha sind darauf ausgerichtet, dass Premierminister D.L. (Frank Jordan) zum krönenden Finale seine große Rede halten kann. Kommt sie überhaupt
zustande und kann D.L. damit überzeugen?
Der Autor Alistair Beaton hat seinem Starpolitiker mit dem Namenskürzel jedenfalls einen sehr ironischen Kommentar verpasst. Denn D.L. steht für „Divine Light“ – „Göttliches
Licht“. Gibt es einen Politiker, der so einem Namen gerecht werden kann?
Erfolgreiche Hamburger Inszenierung
Die Politsatire „Feelgood“ des schottischen Autors Alistair Beaton feierte am 17.08.2006 bereits im Ernst Deutsch Theater Hamburg Premiere. Die „bissige Vorlage, punktgenau
umgesetzt von Regisseur Rüdiger Burbach und treffsicher besetzt mit einem wirklich fabelhaften Ensemble“ (Hamburger Abendblatt) wechselte nun an den Kurfürstendamm.
Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de |
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FernWeh! Eine abenteuerliche, lustvoll triviale Song- und Sound-Reise für alle ewig Urlaubsreifen.
Eine Produktion des Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt:
Premiere: 25. Oktober 08
Regie: Reinhard Hinzpeter Arrangements:
Oliver Augst, Marcel Daemgen
Mit: Michaela Conrad, Bettina Kaminski und Adrian Scherschel
Gerade zurück aus dem Urlaub, drückt er uns unbarmherziger denn je:
der Alltags-Frust. Und wir wünschen uns nichts sehnlicher als „Raus aus allem! Weg! Weit weg! Übers Meer! Zu fernen Inseln! In die Fremde! - Action, Abenteuer! Lust, Liebe, Leidenschaft! Und
ewige Glückseligkeit!“
Drei „geknechtete Dienstleister“ brechen aus und singen sich frei in ihrem Büro: Song um Song. Sie singen, sie reisen, sie lieben und entschwinden in Traumwelten
von paradiesischer Schönheit und berauschender Lebensfülle. Wer möchte nicht mit ihnen fliegen: Einmal herzlich lachen und zurück.
Kartenpreise: € 15 / ermässigt € 10 / Frankfurt-Ticket € 5 Kartenbestellungen: Tel: 069 / 596 94 90 / Fax: 069 / 955 20 658 / eMail: kontakt@freiesschauspiel.de Kartenvorverkauf: Frankfurt Ticket, Tel: 069 / 1340 400, www.frankfurtticket.de
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Das Fieber Monolog Von: Wallace Shawn
Zur Inszenierung des Frankfurter Theater Landungsbrücke:
Premiere: 29. Mai 09
Regie: Nenad Smigoc Spiel: Linus Koenig
Eine Warnung: Ein harmloser Theaterbesuch könnte die
Gesundheit gefährden (Keine Sorge - nicht Deine). Ebenso gefährlich ist der morgendliche Griff zur Latte, der Kauf eines schicken Schals bei H&M oder die Zeitungslektüre. Die Welt ist ein
Saustall und Du bist schuld! Hilft Marx gegen Brechreiz? Wie viel Vergewaltigung steckt in einer Tasse Kaffee? Und was ist überhaupt mit Dir? Hmm? Findest Du das gut, wie Du die Welt
ausbeutest? Ach, Du machst ja schon, was Du kannst? Spenden an Weihnachten. Vielleicht nicht doch lieber mal einen dieser Manager aufschlitzen? Oder doch nicht? Lieber sich selbst?
Abwrackprämie mal ganz persönlich genommen. Um Gottes Willen, jetzt muss ich wieder kotzen, wo war noch mal das Kapital? Ist aber auch teuer geworden, dieser Tage. Früher hat man das
Altpapier nur so nachgeschmissen bekommen... Ist es einfach nur debil, zu verlangen, bei all der gegenwärtigen Kritik am Kapitalismus auch in den eigenen Eingeweiden nachzuschauen, und
vielleicht zu ergründen, wie viel von diesem System eigentlich auf reinem Eigeninteresse fußt? Und Faulheit? Allgemeininteresse, Menschenwürde, Gleichberechtigung - nichts mit am Hut. Die
Welt besser machen, schön und gut. Yes, we can. Aber sollen sie ja auf die Idee kommen, den Kaffee teurer zu machen. Wie nett kann es werden, wenn man sich einen gemütlichen Abend mit
diesen Themen macht? Wenn man eigentlich bei ’nem Sektchen die weltweite Krise hinter sich lassen und im Theater einfach nur dem frugalen Eskapismus frönen und eine sorgenfreie Stunde
verbringen wollte? Spielt doch einfach mal was Schönes. Es kann doch so einfach sein. "Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm". CDU-Generalsekretär Bruno Heck
über chilenische Fußballstadien als Behelfskonzentrationslager . [© Landungsbrücken]
Karten: 069 27 133 993 www.landungsbruecken.org
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Fisch zu viert Komödie
Von: Wolfgang Kohlhaase Mitautorin: Rita Zimmer Uraufführung:
1970 (Dresden)
Zur Inszenierung der Berliner Komödie am Kurfürstendamm:
Wiederaufnahme-Premiere: 13. Juli 10
Spielzeit bis: 15. August 10 Regie: Carl-Hermann Risse Ausstattung: Anna Cumin
Mit: Achim Wolff, Judy Winter, Rita Feldmeier und Walfriede Schmitt
Fisch zu viert Komödie am Kurfürstendamm, Berlin Drei Schwestern, ein Diener und ein Fisch
Oben v. l.: Walfriede Schmitt, Judy Winter, Rita Feldmeier, unten: Achim Wolff © Thomas Grünholz
"[...] >Fisch zu viert< ist im Grunde eine Mischung aus Brecht und Kesselring, eine Arsen-und-Spitzenhöschen-Frivolität aus der Welt von Herr und Knecht, Sozial-Slapstick
inklusive. Was tadellos aufgeht. Der große DEFA-Autor Kohlhaase, [...], und seine Koautorin, [...] Rita Zimmer [...] beweisen in diesem Komödienklassiker ein tolles Gespür für
Boulevard-Rasanz mit Falltür in Richtung des gesellschaftlichen Leichenkellers. Die beiden waren auch bei der Premiere anwesend und wurden, wie überhaupt der Abend,
lautstark gefeiert. [...]", textete >Der Tagesspiegel< nach der Premiere von „Fisch zu viert“ im Frühjahr 2009. Vom 13.7. bis zum 15.8.2010 steht der „toxische Spaß“ (Berliner
Kurier) noch einmal auf dem Programm der Komödie am Kurfürstendamm.
Im Zentrum der Komödie steht Rudolf, der fast 30 Jahre lang Diener dreier Schwestern war. Mit jeder von ihnen hat er zärtliche Stunden verbracht, ohne dass die jeweils
anderen etwas davon ahnten. Jede der drei Brauerei-Erbinnen hat ihm versprochen, ihn in ihrem Testament zu berücksichtigen. Als Rudolf bemerkt, dass er von den
Schwestern nichts erwarten kann, hat das unangenehme Folgen für alle Beteiligten. „Fisch zu viert“ entstand ursprünglich als Hörspiel, kam 1970 als Film heraus und wurde im
selben Jahr als Theaterstück in Dresden uraufgeführt.
Die Darsteller
Achim Wolff ... spielt den Diener Rudolf Mossdenger, der die Launen der drei Schwestern seit 30 Jahren geduldig erträgt. Wolff hat eine Ader für die leichte Muse. Die brachte ihn 1983 nach
Theaterstationen in Quedlinburg, Greifswald und Brandenburg, zurück nach Berlin: ans „Ei“, damals eine sehr beliebte Boulevardbühne im Friedrichstadtpalast. Nach dem
Mauerfall spielte er an zahlreichen Bühnen wie dem theater 89, dem Renaissance-Theater, an Theater und Komödie am Kurfürstendamm, der Komödie Winterhuder Fährhaus,
der Komödie Dresden, dem Hans Otto Theater Potsdam und der Komödie am Max II in München. Im Friedrichstadtpalast war er der Baron Münchhausen. Er drehte mit Darstellern
wie Günter Pfitzmann, Harald Juhnke und Uwe Bohm. Serienfans kennen ihn als Rudi Reschke aus „Salto Postale“ und „Salto Kommunale“ mit Wolfgang Stumph. Auch in Serien
wie „Schwester Stefanie“, „Der letzte Zeuge“ sowie „In aller Freundschaft“ war er dabei. Zuletzt sah man ihn als Opa Gerd in Kurt Krömers Show „Bei Krömers“. 2008 und 2009
stand er am Kurfürstendamm als Philipp Klapproth in „Pension Schöller“ auf der Bühne. Eine Rolle, die er bereits über 700 Mal gespielt hat und bei der das Publikum immer noch
am Boden liegt vor Lachen.
Die drei Schwestern
Judy Winter ... spielt die älteste der drei Schwestern, Charlotte, eine knallharte Geschäftsfrau. Bereits als Siebzehnjährige wurde Judy Winter in Ulm für die Rolle der Jessica im „Kaufmann
von Venedig“ von Peter Zadek engagiert. Als dieser 1962 mit Kurt Hübner nach Bremen ging, war sie dabei. Dort spielte sie u. a. in Zadeks legendärer Inszenierung von
Wedekinds „Frühlings Erwachen“ und stand mit Schauspielern wie Bruno Ganz und Vadim Glowna auf der Bühne. Damals bekam sie auch erste Filmangebote. Da ihre
Begabung auch im Singen lag, sah man sie bald in Musicals: als Eliza in „My fair Lady“, in der Titelrolle von „Hello, Dolly“ und unter der Regie von Helmut Baumann als Velma Kelly
in „Chicago“ am Thalia Theater in Hamburg sowie am Theater an der Wien.
Anfang der 70er Jahre stand sie für die Simmel-Verfilmungen „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ und „Liebe ist nur ein Wort“ vor der Kamera. Es folgten unzählige
Fernsehrollen: Sie spielte Episodenhauptrollen in Serien-Klassikern wie „Derrick“, „Der Kommissar“ und „Wolffs Revier“. Auch für Wolfgang Petersens Kult-„Tatort“
„Reifezeugnis“ stand sie vor der Kamera. Seit Mitte der achtziger Jahre war sie häufig am Renaissance-Theater Berlin engagiert. Hier hatte sie mit „Marlene“ einen ihrer größten
Bühnenerfolge und die Kritiker titelten: „Marlene lebt und heißt jetzt Judy Winter.“ Für ihre darstellerische Leistung in „Marlene“ bekam sie zahlreiche Auszeichnungen: 1998
wurde das Stück „Aufführung des Jahres“, ein Jahr später erhielt sie dafür den Publikumspreis „Goldener Vorhang“. Schon 1977 wurde sie mit der Goldenen Kamera geehrt.
2003 bekam sie wiederum den Goldenen Vorhang – diesmal für „Acht Frauen“. 2001 wurde ihr für ihr Engagement für die Aidshilfe das Bundesverdienstkreuz verliehen.
In der Komödie am Kurfürstendamm steht sie zum zweiten Mal auf der Bühne. 2006 gastierte sie hier bereits mit „Schöne Überraschung“, einem Stück ihres Adoptivsohns Francis C. Winter.
Rita Feldmeier ... verkörpert die verspielt romantische Clementine Heckendorf. Feldmeier ist seit über 30 Jahren am Potsdamer Hans Otto Theater engagiert. Ihr Rollenspektrum reicht von
Elisabeth in Schillers „Don Carlos“ über Arsinoé in Molières „Der Menschenfeind“, Mrs. Peachum in „Die Dreigroschenoper“ bis hin zur Großtante in Feridun Zaimoglus „Leyla“ und
der Anna Politkowskaja in „Putin hat Geburtstag“. Mit ihren musikalischen Soloprogrammen „Heute abend Lola Blau“ und „Marlene“ hatte sie gr0ßen Erfolg. Der Förderkreis des
Hans Otto Theaters verlieh ihr den „Potsdamer Theaterpreis 2002“ für ihre außerordentlichen künstlerischen Leistungen.
Trotz ihres festen Theaterengagements steht Feldmeier auch immer wieder vor der Kamera. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Markus Imboden, Herrmann Zschoche und Vadim
Glowna. Mit Vanessa Jopp drehte sie „Vergiss Amerika“.
Walfriede Schmitt ... steht als Cäcilie Heckendorf auf der Bühne. Sie ist die mittlere der drei Schwestern, eine verwöhnte Naschkatze. „Ich gehe ein sehr persönliches Verhältnis mit meinen Rollen
ein und führe sie von innen“, verriet die Schauspielerin vor einiger Zeit in einem ddp-Interview. Schmitt wuchs in einer Theaterfamilie auf, spielte in Parchim, Halle, Meiningen und
am Deutschen Theater Berlin. Über 20 Jahre gehörte sie zum Ensemble der Berliner Volksbühne. In den 70er Jahren arbeitete sie dort unter Benno Besson und spielte u. a. in
Inszenierungen von Karge/Langhoff, Heiner Müller und Fritz Marquardt. Parallel zu ihrem Theaterengagement stand sie auch immer wieder vor der Kamera und drehte Filme wie
„Bahnwärter Thiel“ und „Coming Out“. Für ihre Darstellung einer Richterin in „Die Beunruhigung“ erhielt sie den Kunstpreis der DDR für die beste Nebenrolle. In Bodo Fürneisens
Psychodrama „Scheusal“ spielte sie eine von vier miteinander verfeindeten Schwestern und wurde dafür gemeinsam mit ihren Kolleginnen mit dem Goldenen Gong
ausgezeichnet. Zehn Jahre lang – von 1994 bis 2004 – verkörperte sie die Oberschwester Klara in der TV-Serie „Für alle Fälle Stefanie“ und erreichte damit Kultstatus.
Fernsehzuschauer kennen sie auch aus erfolgreichen Krimiserien wie „Polizeiruf 110“, „Tatort“ und „Der letzte Zeuge“. In der SAT1-Serie „Plötzlich Papa – Einspruch abgelehnt“
spielte sie wieder einmal eine Richterin. Für ihr politisches Engagement wurde Walfriede Schmitt 2003 mit dem Berliner Frauenpreis für ihren Einsatz gegen Krieg und Gewalt geehrt.
Die Autoren Wolfgang Kohlhaase „´Sommer vorm Balkon´, ´Solo Sunny´und ´Berlin – Ecke Schönhauser´ sind die bekanntesten Filme, denen die Drehbücher eines der wichtigsten deutschen Filmautoren
zugrunde liegen. Wolfgang Kohlhaase, geboren 1931 in Berlin, schreibt seit über einem halben Jahrhundert Geschichten für Film und Fernsehen. Die meisten entstanden in der
DDR. Kohlhaase hat insgesamt über 30 Filme realisiert, unter anderem mit Regisseuren wie Gerhard Klein, Konrad Wolf und Andreas Dresen. Der Impuls für Kohlhaases
Filmgeschichten: Sie erzählen von den Menschen, die auch im Publikum sitzen, vom Berliner Alltag und dem Lebensgefühl in der Stadt. Liebevoll und realitätsnah schildert
Kohlhaase, wie sich Menschen durchs Leben schlagen – kurz: Kohlhaases Geschichten handeln vom Durchkommen“, kündigte der Fernsehsender Phoenix vor einiger Zeit eine
Dokumentation über Wolfgang Kohlhaase an. Neben seinen Filmarbeiten hat Wolfgang Kohlhaase Hörspiele, Erzählungen und Theaterstücke geschrieben. Für sein Werk wurde
der Autor vielfach ausgezeichnet, u. a. mehrmals mit dem „Nationalpreis der DDR“, mit dem „Prix Italia“, dem „Helmut Käutner-Preis“ und dem „Ernst Lubitsch-Preis“. Zuletzt erhielt
„Sommer vorm Balkon“ auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián den „Preis der Jury“ für das beste Drehbuch. 2007 wurde Kohlhaase mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Rita Zimmer 1968 schrieb sie gemeinsam mit Wolfgang Kohlhaase ihr – ursprünglich als Hörspiel verfasstes – Theaterstück „Fisch zu viert“, das zu den erfolgreichsten deutschsprachigen
Komödien gehört. In der Folgezeit schrieb sie eine Reihe erfolgreicher Hörspiele, darunter „Stärker als der Tod“. Ihr größter Erfolg gelang der Autorin mit ihrem Hörspiel „Der
schöne Hubert“, das in der DDR, in Polen, Ungarn, Jugoslawien, in der CSSR und England gesendet wurde.
[© Komödie am Kurfürstendamm, Berlin]
www.komoedie-berlin.de
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Flieg, Oberst, flieg! (The Colonel Bird)
Von: Hristo Boytchev (* 1950)
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt in der Reihe nachtschwärmer im Zwischendeck:
Premiere: 14. März 07
Regie:
Paul-Georg Dittrich
Dramaturgie: Jens Groß Bühne: Julia Plickat
Musik: Christopher Brandt
Besetzung:
Doktor:
Christopher Brandt Pepa: Anne Müller Matej: Moritz Peters Hatcho:
Sebastian Schindegger
Fetisov: Heiner Stadelmann
Boytchevs Stück ist eine
absurde und rabenschwarze Komödie über den Militärdienst und die Schäden, die er in den Köpfen der Beteiligten verursacht. In einem abgelegenen Krankenhaus im Balkan bringt ein ehemaliger
russischer Offizier, der seit Jahren geschwiegen hat, die anderen Patienten plötzlich dazu, unter seinem Kommando eine militärische Einheit zu bilden. Mit dem neuen Lebensinhalt gesunden die
Kranken rasch und brechen nach Westeuropa auf.
www.schauspielfrankfurt.de
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Der fröhliche Weinberg Lustspiel in drei Akten
Von: Carl Zuckmayer Uraufführung:
22. Dezember 1925 (Berlin, Theater am Schiffbauerdamm)
Zur Inszenierung des Volkstheater Frankfurt Liesel Christ:
Premiere: 19. Juni 09
Regie: Heinz Werner Kraehkamp Bühnenbild: Rainer Schöne Kostüme: Bärbel Christ-Heß und Claudia Rohde Musik: Sascha Teuber Regie-Assistenz:
Natascha Retschny Souffleuse: Ursula Asmus Bühnentechnik: Marc Link, Peter Teeuwen, Eberhardt Wendelmuth Lichtdesign: Manfred Ennisch Lichttechnik:
Jan Braun, Manfred Ennisch Tontechnik: Jan Braun, Manfred Ennisch
Besetzung:
Jean Baptiste Gunderloch, Weingutsbesitzer: Armin Dillenberger
Klärchen Gunderloch, seine Tochter: Sina-Valeska Jung Eismayer, Landskronenwirt: Axel Küffe Babettchen Eismayer, seine Tochter: Julia Schneider
Knuzius, Klärchens Verlobter: Gabriel Spagna Jochen Most, Rheinschiffer: Giovanni Romano Annemarie Most, seine Schwester: Myriam Tancredi Rindsfuß:
Kurt Spielmann Frau Rindsfuß: Silvia Tietz Stenz, Weinhändler: Michael Schatkowski Fräulein Stenz, seine Tochter: Greta Carl Hahnesand, Weinreisender:
Thomas Koob Löbsche Bär, Weinreisender: Jochen Nötzelmann Bruchmüller, Beamter: Steffen Wilhelm Veteran: Horst Krebs Veteran: Jochen Döring
Besprechung auf kulturfreak.de
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Der fröhliche Weinberg Volkstheater Frankfurt Liesel Christ Myriam Tancredi, Armin Dillenberger, Giovanni Romano und Sina-Valeska Jung
Foto: Stu Gra Pho
www.volkstheater-frankfurt.de
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Der Fuchs (The Fox)
Von: Allan Miller nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von D.H. Lawrence (aus dem Jahr 1923)
Deutsche Erstaufführung: 30.April 2010 (Frankfurt, English Theatre Frankfurt)
Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:
Premiere: 30. April 10 (Deutsche Erstaufführung)
Spielzeit bis: 6. Juni 10
Regie: Ryan McBryde Bühne: Diego Pitarch Licht: Frank Kaster Kostüme: Constanze Walldorf
Besetzung:
Jill: Emily Pollet Ellen: Rebecca Reaney Henry: John McKeever
Besprechung auf kulturfreak.de
The Fox English Theatre Frankfurt Jill (Emily Pollet), Henry (John McKeever) und Ellen (Rebecca Reaney) Foto: Anja Kühn
Die Jubiläumsspielzeit des English Theatre Frankfurt anlässlich des 30. Geburtstags feiert eine Deutschlandpremiere: „The Fox“ (Der Fuchs) ist die Bühnenadaption der
gleichnamigen Novelle von D.H. Lawrence. Allan Miller hat ein Drei-Personen-Stück aus der Erzählung geschrieben, das sich ebenso spannend wie verzwickt entwickelt.
Synopsis:
England, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: Ellen und Jill leben isoliert auf einer kleinen Farm, die sie allein bewirtschaften. Nahrung ist rar, Holz muss gehackt werden und die
ungewöhnliche Beziehung der Frauen sorgt im Dorf für viel Gesprächsstoff. Seit einiger Zeit plündert zudem ein Fuchs regelmäßig den Hühnerstall. Da taucht plötzlich der junge
Soldat Henry auf. Er hat eine Woche Urlaub von seinem Bataillon und ist auf der Suche nach seinem Großvater, dem früheren Besitzer der Farm. Jill ist begeistert von dem
jungen Mann und will ihn für ein paar Tage aufnehmen, in der Hoffnung, dass er den beiden Frauen einige Arbeit abnehmen kann. Ellen hingegen ist nicht besonders erfreut über
Henrys Anwesenheit. Innerhalb weniger Tage gelingt es Henry, sich in den Haushalt zu integrieren. Jill ist sehr besorgt über Henrys steigendes Interesse an Ellen und warnt sie,
dass er andere Absichten im Schilde führe. Der Fuchs wird zwar erschossen, aber es scheint, dass ein sehr viel gefährlicherer Räuber in das Leben der beiden Frauen eingedrungen ist.
Hintergrund: D.H. Lawrence schrieb eine erste Version der Novelle „The Fox“ im November und Dezember 1918. Diese wurde 1920 im „Hutchinson´s Story Magazine“ erstmals publiziert.
1921 schrieb Lawrence die Novelle um und änderte vor allem den Schluss. Die zweite geänderte Version der Novelle wurde 1923 publiziert. In der Penguin Ausgabe sind beide
Versionen kombiniert. Der ersten Hälfte liegt die erste Version des Manuskripts zugrunde, die geänderte spätere Version bestimmt den Schluss. 1967 wurde die Novelle von
Mark Rydell verfilmt. Der amerikanische Schauspieler, Regisseur und Autor Allan Miller adaptierte schließlich die Novelle für die Bühne. „The Fox“ produzierte er erstmals 1981
am Back Alley Theatre in Sherman Oaks (Kalifornien). 1983 wurde das Skript vom Doubleday Verlag publiziert.
„D.H. LAWRENCE was a hunter of symbols, and his story The Fox exhibits a prize specimen.“, so beginnt die Kritik von Walter Goodman in der New York Times der Inszenierung
am Westbeth Theatre 1986. Die fesselnde Novelle von D.H. Lawrence untersucht Themen wie Sexualität, Geschlechterrollen sowie Emanzipation. Die Geschichte fokussiert
zwei Frauen, die in einer lesbischen Beziehung zueinander stehen und isoliert von der Außenwelt eine Farm bewirtschaften. Ein Fuchs, der sich nachts als Räuber im
weiblichen Biotop herumtreibt, macht den Frauen Angst. Besonders Ellen sucht der Fuchs in ihren Träumen heim. Nachdem sie dem Tier im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge
geblickt hat, ist Ellen besessen, den Fuchs zu jagen.
Henry schleicht sich ebenso wie der Fuchs in das Leben der Frauen ein. Auch er jagt und kann schließlich Ellens Sympathie durch seine männlichen Attribute gewinnen.
Zur Inszenierung: Regisseur Ryan McBryde las zufällig die Novelle “The Fox” von D.H. Lawrence und war gleich in deren Bann gezogen. Er dachte, dass die Story hervorragend für die
Theaterbühne geeignet sei und machte sich auf die Suche nach einer Adaption. Allan Millers Stück gefiel ihm, doch er veränderte es noch gravierend, bevor er Intendant Daniel
Nicolai mit der Idee begeisterte, “The Fox” am English Theatre zu inszenieren. “Ich habe mit 15 Jahren zufällig die Verfilmung von 1967 gesehen. Schon der Film The Fox hat mich
zutiefst beeindruckt, so dass Ryan McBryde mit seiner Idee, das Bühnenstück in Frankfurt zu inszenieren, auf offene Ohren stieß. Und das Schauspiel hat die gleiche Magie und
Kraft, die die Novelle und den Film so besonders machen”, erzählt Nicolai. Zusammen mit dem Bühnendesigner Diego Pitarch entwickelte McBryde das Raumkonzept. Durch die
originelle Gestaltung kann die Inszenierung sich sehr nah an die Konzeption der Novelle halten, also sich über die Reduktion der Bühnenadaption auf zwei Räume hinwegsetzen.
Diego Pitarch baute dafür eine zwei-geschossige Farm, deren Wände bei gewissen Lichteinstellungen transparent sind. So kann der Zuschauer dann hinter dem Farmhaus einen Wald ausmachen.
Durch seine Ideen, die Traumsequenzen aus der literarischen Vorlage dramatisch umzusetzen, ergänzt Regisseur McBryde das Theaterskript wiederum mit den Inhalten der
Novelle. So blickt Ellen dem Fuchs in der ersten Traumsequenz in die Augen und hört ihn singen. Die fehlenden Dialoge dieser zusätzlichen Szenen schrieb McBryde nicht etwa
selbst, sondern ergänzt sie direkt von D.H. Lawrence literarischer Vorlage.
Ferner transferiert McBryde die Zeit des Stückes um etwa 25 Jahre, es spielt in der Inszenierung am English Theatre Frankfurt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.
D.H. Lawrence Novelle “The Fox” steht typisch für sein gesamtes literarisches Werk. Themen wie Machtspiele in Beziehungen, Geschlechterrollen und “sexual politics” werden
in der story detailliert beleuchtet. Es ist auch eine Reise durch das Unbewusste. Träume spielen für Lawrence eine zentrale Rolle und genau deshalb gibt es in McBrydes
Inszenierung auch zwei Traumsequenzen. Damit gelingt es dem Regisseur die poetische Magie von D.H. Lawrence Novelle auf der Bühne ins Sichtbare zu übersetzen.
Ryan McBryde (Regisseur) Ryan McBryde absolvierte sein Studium der Theaterwissenschaften am Liverpool Institute of Performing Arts. Er arbeitete in Paris, Oslo und London, wo er an einer Vielzahl von
unterschiedlichen Projekten mitwirkte, von Sondheim’s Marry Me a Little am Kings Head bis hin zu Elmer Rices expressionistischem Klassiker The Adding Machine. Er führte Regie
in Deathtrap, Heart of a Dog, The Adding Machine, Tonight - The Musical, Gogol’s Underdogs, Dance When No One’s Looking, The Jabberwocky und Maria Stuart.
McBryde übernahm die Stelle als Resident Director für Bat Boy und wirkte zudem als Assistant Director an Robert Gillespies Ghosts in the Cottonwoods und Jon Harris’ Driving
Miss Daisy mit. Ryan McBryde ist Mitbegründer der Rogue State Theatre Company. Am English Theatre führte er Regie bei Deathtrap, Hair, Hysteria
und The Full Monty
Diego Pitarch (Bühnenbildner) Diego Pitarch besuchte zunächst die Hochschule für Graphikdesign in Paris und schloss mit einem BA (Hons) in Innenarchitektur ab. 1999 zog es Diego nach London an die
Slade School of Art um seinen Master in Theaterdesign zu machen. 2001 wurde er für den Linbury Preis ausgewählt. Sein Werk für Katya Kabanova für die Welsh National Oper
verschaffte ihm einen Platz unter den Finalisten. Diego entwarf am English Theatre Frankfurt bereits das Bühnenbild für „The Full Monty“. [© English Theatre]
Emily Pollet (Jill) Emily wurde an der Central School of Speech & Drama ausgebildet. Auf der Bühne war sie zu sehen: Mandy in The Hand Factory (Southbank), Vanessa in I See Myself As a Bit
Of An Indiana Jones Figure (Old Red Lion), Stick Man (Palace Theatre, Watford Soho Theatre and UK Tour), Havisham in Miss Havisham (BAC), Jackie Coryton in Hayfever (UK
Tour), Annie Loder in Jekyll and Hyde (Perth Rep), Nurse Flynn/Candy Star in One Flew Over The Cuckoo’s Nest (New Vic Theatre, Stoke), Amy in Whisper (Royal Court), Ugly
Sister in Cinderella, Viola in Twelfth Night, Dementia in Scenes From An Execution, Wendy in Peter Pan, Lynette in The Danny Crowe Show and Wilma in Dumbstruck (all at Dundee Rep).
Fernsehrollen: Mary Austin in Bodies (BBC), Jane Weatherill in The Royal (YTV), Lance Corporal Penny Roddick in Red Cap (BBC), Ellen Duckworth in Lust For Murder (LWT).
Rebecca Reaney (Ellen) Rebecca begann ihre Schauspielausbildung an der Livingston Academy Of Dance und beendete sie an der Birmingham School Of Acting.
Am West End war sie zu sehen als Miss Casewell in The Mousetrap (St Martin‘s), Linda in Blood Brothers (Phoenix) und Iris in Fame (Prince of Wales). Sie spielte Candy in Oh
What A Night (Hammersmith Apollo), Duchess in Wyrd Sisters (Gatehouse), Dol Common in TheAlchemist (Courtyard Theatre) und Hyacinth Green im Musical Muscles (Landor
Theatre). An anderen Theatern wirkte sie mit: Singin‘ in the Rain (UK Tour), Nikki in Oh What A Night (European Tour), Ruth in Kiss Me Like You Mean It (Mansfield Palace),
Georgie in Burning Down The House und Jack in Jack and the Beanstalk (Queens Theatre Hornchurch), Janie in Not Now Darling und Judy in Perfect Wedding (The Mill at
Sonning) sowie Teena Satin in Amanda Whittington‘s play Satin and Steel und die Titelrolle in Cinderella (Lichfield Garrick Theatre).
TV und Film: Angie Denham in Doctors (BBC), Diane Glade in The Royal Today (ITV), Janet in Doctors (BBC), „the brummy girl“ in David Jason‘s The Second Quest (ITV), Ehefrau
in Innovation Nation (BBC), Chloe im preisgekrönten Kurzfilm Hindsight (Channel 4), Jeanette in Hello You (Fecund Films), Mya in Good Morning (Jellyfielder Films), Mila in Just
Impediment, Carla in Crimewatch (BBC) Gloria im Match Report (SKY ONE). Zuletzt war Rebecca als Pam Lukowski in „The Full Monty“ am English Theatre Frankfurt zu sehen.
John McKeever (Henry) Im letzten Jahr beendete John seine Schauspielausbildung an der East 15 Acting School. Im Abschlussjahr wurde er ausgesucht, am Shakespeares Globe beim Sam
Wanamakers Festival mitzuwirken. Dort gewann als „Bester Darsteller“ den jährlichen „Spotlight Prize“, dem wichtigsten Preis in Großbritannien für Nachwuchsschauspieler.
Anfang dieses Jahres war er an der „Present Moment´s production of Doctor Faustus“ am Stratford Circus beteiligt. Am Jahresende ist John am Belgrade Theatre in Coventry
bei der Weltpremiere We Love You City engagiert.
[© English Theatre Frankfurt]
www.english-theatre.de
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Fundament
Von: Jan Neumann Uraufführung: 27. November 2009 (Stuttgart, Schauspiel Stuttgart)
Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart:
Premiere: 27. November 09 (Uraufführung)
Regie: Jan Neumann
Bühne und Kostüme: Thomas Goerge Dramaturgie: Kekke Schmidt
Mit: Matthias Kelle, Sebastian Röhrle, Stephanie Schönfeld, Lisa Wildmann, Bijan Zamani
Eine
erste Plotskizze: Eine Villa in einer deutschen Großstadt. Eine gut situierte Familie sitzt beim Abendessen um den Tisch: der Vater, der Sohn, die Mutter, die Tochter, und als Gast der Freund
der Tochter. Man isst, man trinkt, man spricht, man schweigt. Wir erleben dasselbe Stück fünf mal, jeweils aus der Perspektive eines anderen Familienmitglieds. Mit dem Wechsel der
Erzählperspektive steigen wir hinab in Kopf und Herz jeder Figur, dorthin, wo der Glauben eines jeden Menschen sitzt oder saß.
In dieser ersten Stückentwicklung, die sich der Autor
und Regisseur Jan Neumann am Schauspiel Stuttgart vornimmt, wird es zentral um Glauben gehen - im Spannungsfeld der verschiedenen Religionen, aber auch im Verhältnis zum kapitalistisch
geprägten Diesseits unserer westlichen Welt. Dass auch dieses stark von Glaubensstrukturen durchzogen ist, ist ein erster interessanter Befund. [© Schauspiel Stuttgart]
www.staatstheater.stuttgart.de
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