kulturfreak

Theater, Stückeinfo: B

Babel
von:
Elfriede Jelinek

Uraufführung: 18. März 205 (Wien, Akademietheater)

Regie: Nicolas Stemann
Bühnenbild: Katrin Nottrodt
Kostüme: Esther Bialas
Licht: Werner Chalubinski
Musik: Thomas Kürstner / Sebastian Vogel
Trickfilm: Hanna Hollmann
Dramaturgie: Joachim Lux

Musiker: Thomas Kürstner / Sebastian Vogel
Puppenspiel: Angelika Höckner / Hanna Hollmann


Mitwirkende:
Sachiko Hara
Barbara Petritsch
Myriam Schröder
Philipp Hauß
Markus Hering
Philipp Hochmair
Rudolf Melichar
Hermann Scheidleder

Babel" ist nach "Bambiland" das zweite Stück von Elfriede Jelinek über den Irakkrieg bzw. darüber, wie dieser sich in den Medien spiegelt und welche Auswirkung diese Spiegelungen auf uns alle haben. Während "Bambiland" zeitgleich mit dem Irakkrieg sozusagen von einem "embedded writer" geschrieben und von Christoph Schlingensief am Burgtheater uraufgeführt wurde, zieht "Babel" die geistige Bilanz der Nachkriegszeit.
In drei Texten geht Jelinek den Nachwehen und Nachwirkungen des Krieges auf unser aller Bewusstsein nach. Ihr jüngster Theatertext ist keiner, der sich im verkürzenden, tagespolitischen Sinne mit dem Irakkrieg beschäftigt, sondern die Ereignisse in Falludscha und Abu Ghraib zum Ausgangspunkt für eine kulturelle und anthropologische Reise in die Abgründe der Menschheit und die Verflechtung von Gewalt, Sexualität und Religion in unserer Zivilisation macht. Der erste Teil von "Babel" beschäftigt sich mit dem Niedergang unserer an Vaterbildern orientierten Kultur, die sich mitder Wiederkehr archaischer Kannibalismen auseinandersetzen muss. Im zweiten Teil geht es um die Familie und das besondere Mutter-Sohn-Verhältnis, das offenbar mit schuld an den Barbareien der Gegenwart ist, der dritte und längste Teil schließlich fragt sich, wie weit wir alle durch die medialen Bilder von Kriegen und Katastrophen so abgestumpft und immunisiert sind, dass das klassische Repertoire humanen Reagierens, das ohne Kategorien wie Furcht und Mitleid nicht denkbar ist, sich selbst abgeschafft hat.

Nicolas Stemann, der bereits Elfriede Jelineks "Das Werk" uraufgeführt hat, inszeniert den jüngsten Text der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek als Teil zwei seiner Trilogie "Wohlstand in Gefahr".                 Q. & ©: Akademietheater Wien
 

Bagdad brennt
(Baghdad Burning)

Dramatischer Monolog nach dem Netztagebuch des Girl Blog von Riverbend für die Bühne übersetzt und bearbeitet von:

John und Peter von Düffel

Uraufführung: 28.September 2008 (Freiburg, Theater Freiburg)

Zur Inszenierung des Theater Freiburg:

Premiere:
28. September 08 (Uraufführung)

Grundlage für diesen Text bilden die Weblog-Einträge einer jungen irakischen Frau: Unter dem Pseudonym »Riverbend«, zu deutsch »Flussbiegung«, beschreibt sie seit August 2003 im Internet ihr Leben in Bagdad. In dem von ihr veröffentlichten Tagebuch schildert sie den irakischen Alltag unter der amerikanischen Besatzung, den wir durch ihre subjektive Schilderung aus einer bisher ungekannten Perspektive miterleben. Die Identität von »Riverbend« wird sorgfältig geheim gehalten, aber alles, was man erfährt, lässt darauf schließen, dass sie eine unverheiratete Irakerin Mitte Zwanzig ist und aus einer gemischt schiitisch-sunnitischen Familie stammt.
Sie lebt nach eigenen Angaben mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einer Wohngegend der Mittelschicht im Norden Bagdads. Wegen der mangelnden Sicherheit und den fortwährenden ethnischen Gewalttätigkeiten in ihrer Heimat, kündet sie im April 2007 an, mit ihrer Familie den Irak verlassen zu wollen. Am 22. Oktober 2007 gibt sie bekannt, dass sie Syrien sicher erreicht hat. Seit diesem Tag gibt es keine neuen Einträge.In der Inszenierung von Enrico Stolzenburg wird Anna Böger erstmals auf der Bühne des Theater Freiburg zu sehen sein. Ihren Monolog wird der amerikanische Video-Künstler Victor Morales mit einem eigens für diesen Abend entwickelten Videospiel begleiten.
www.theaterfreiburg.de

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Bartsch, Kindermörder
Monolog

Von: Oliver Reese
Uraufführung: 24. September 1992 (Ulm, Ulmer Theater)

Zur Inszenierung des Theater Trier:

Premiere:
17. November 11 (im Landgericht Trier)

Inszenierung: Britta Benedetti
Dramaturgie: Sylvia Martin

Mit: Jan Brunhoeber

BartschKindermörder_Trier_Jan Brunhoeber als Jürgen Bartsch_ Foto Marco Piecuch
Bartsch, Kindermörder
Theater Trier
Jan Brunhoeber als Jürgen Bartsch
Foto: Marco Piecuch

Theater Trier in außergwöhnlichen Spielstätten zeigt: BARTSCH, KINDERMÖRDER
Die Presse nannte Jürgen Bartsch die „Bestie von Langenberg“, den „kalten Metzgergesellen und Kirmesmörder“. Zwischen 1962 und 1966 hatte er vier Jungen gequält und ermordet, bei der ersten Tat gerade selbst erst 15 Jahre alt. 1967 wurde Bartsch zu „lebenslänglich“ verurteilt, später wandelte man diesen Spruch in zehn Jahre Jugendstrafe und Unterbringung in einer Heil- und Pflegeanstalt um. 1976 starb Jürgen Bartsch aufgrund ärztlicher Fahrlässigkeit bei einem von ihm selbst beantragtem Kastrationseingriff. In der Haft begann Jürgen Bartsch einen jahrelangen Briefwechsel mit dem amerikanischen Journalisten Paul Moor.
Aus den über 400 Briefen an Moor hat Oliver Reese einen aufwühlenden Bühnenmonolog herausgearbeitet. Das Theater Trier setzt seine Reihe THEATER IN AUSSERGEWÖHNLICHEN SPIELSTÄTTEN fort. Die Produktion BARTSCH, KINDERMÖRDER findet im großen Gerichtssaal des Landgerichts Trier statt.
Die Volkshochschule (VHS) bietet in Kooperation mit dem Theater Trier den Vortrag „Kindermörder: Psychologische, psychiatrische und juristische Implikationen“ von Prof. Dr. Kühne am Freitag, 09.12., 19.00 Uh im Domfreihof, R.5 für 4,- Euro an. Zusätzlich werden broadway Kino die Filme „M. Eine Stadt sucht einen Mörder, eine Fritz Lang Produktion“„Ein Leben lang kurze Hosen tragen“ und „Nachruf auf eine Bestie“ gezeigt. [© Theater Trier]

Weitere Vorstellungen: Mi., 30.11. | Di., 06.12. | Mi., 14.12. | Mi., 21.12. | Do., 29.12.2011 | Fr., 06.01.2012 | Do., 12.01. | Di., 24.01. | jeweils 20.00 Uhr im Landgericht Trier

www.theater-trier.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
(eine Produktion des Deutschen Theater Berlin)

Premiere: 13. Mai 10

Regie: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüme: Wiebke Warskulat

Mit: Thomas Schmidt

www.schauspielfrankfurt.de

»Being Lawinky«

Uraufführung: 16. Februar 2006 (Frankfurt/M, schauspielfrankfurt in der schmidtstrasse12)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere: 16. Februar 06

Regie: Sebastian Hartmann
Dramaturgie: Peter Kroher
Raum: Michael Graessner
Produktionsleitung: Norgard Kröger
Kostüme: Kristin Hassel
Regieassistenz: Charlotte van Kerckhoven


Darsteller:

Anita Iselin
Thomas Lawinky (nur am 16. Februar 06)
Andreas Leupold
Nicole Stelten
Sebastian Hartmann (nur am 23. Februar 06)
Peter Kurth (nur 25. Februar 06)

Variationen über das Absurde. Plötzlich und unvorhergesehen werden Menschenleben dahingerafft. In der Stadt bricht Panik aus. Persönliche wie öffentliche Verhältnisse brechen auseinander. Jeder ist nur noch um sein eigenes Heil besorgt. Doch die Ursache des Sterbens bleibt unbekannt. Ist es eine Seuche? Ist es Konsequenz einer hybriden gesellschaftlichen Lebensweise? Oder ist es das endemische Auftreten einer Grundbedingung des Lebens – nämlich daß wir sterblich sind – das Verwirrung stiftet?
Das Stück greift Gedanken von Ionescos absurdem Drama “Das große Massakerspiel” auf, ein Spiel um die Endlichkeit und somit auch um die Eitelkeit der Menschen. [© schauspielfrankfurt]

Besprechung auf kulturfreak.de

www.schauspielfrankfurt.de

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Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Unvollendeter Roman von:
Thomas Mann

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
In der Fassung von Andreas Erdmann

Premiere: t.b.a.

Regie: Katrin Lindner
Bühne: Michaela Kratzer
Kostüme: Katharina Tasch
Musik: Christoph Iacono
Dramaturgie und Textfassung: Andreas Erdmann

Mit: Christoph Pütthoff

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Schauspiel Frankfurt
Vorabfoto mit Christoph Pütthoff
© Birgit Hupfeld

Aus dem Leben eines ehrgeizigen Taugenichts, der seinen Charme und sein Talent als Schauspieler benützt, um in der Gesellschaft aufzusteigen. Dabei will er eigentlich niemanden täuschen. Doch er ist zu weich, sich der Begierden seiner Mitmenschen zu erwehren. Alle Rollen, die ihm aufgedrängt werden, ob Liftboy, Liebhaber oder Juwelendieb, füllt er glänzend aus. Der späte Thomas Mann lässt in die fingierte Lebensbeichte eine Fülle von persönlichen Erinnerungen einfließen. Die junge Regisseurin Katrin Lindner inszeniert zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt. [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Besucher
Komödie in drei Bildern

Von:
Botho Strauss
Uraufführung: 6. Oktober 1988 (München, Kammerspiele; Regie: Dieter Dorn)

zum schauspielfrankfurtZur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
22. Dezember 05

Regie: Burkhard C. Kosminski
Bühne: Florian Etti
Kostüme: Ute Lindenberg
Musik: Jörg Golasch
Dramaturgie: Hans-Peter Frings

Darsteller:

Maximilian Steinberg, Schauspieler:
Felix von Manteuffel
Karl Joseph, Schauspieler: Traugott Buhre
Edna Gruber, Schauspielerin: Ilse Ritter
Lena, eine reihe junge Frau: Leslie Malton
Volker, Regisseur: Roland Bayer
Nachtpförtner: Sven Christoph Prietz
Die Blinde: Anita Iselin
Garderobenfrau: Olga Strub
Max-Double: Hubert Schulz

www.schauspielfrankfurt.de

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Between Work and Paradise
by Alexander Paul Englert, Frankfurt am Main

Kuratorin:
Leonore Leonardy
September 2006 – Juli 2007
Foyer Großes Haus schauspielfrankfurt und Stadtraum Frankfurt am Main

schauspielfrankfurt
hat ein weiteres künstlerisches Fotoprojekt initiiert, das die Ensemblemitglieder des Hauses in den Fokus der Betrachtung stellt. Nach Beat Streuli,
der mit seiner Projektion Actors (2004) Bilder von großer Eindrücklichkeit und Poetik geschaffen hat, die auf den konzentrierten Schaffensprozeß einer Inszenierung hinwiesen, folgten 2005
die Schauspielerporträts von Alexander Paul Englert. Der Frankfurter Fotograf näherte sich seinem Sujet bis auf eine kurze Distanz, konzentrierte sich auf die Grundzüge eines Gesichtes.
In seinen Ansichten erregte jedes Gesicht, trotz formaler Gleichbehandlung, seine eigene Aufmerksamkeit beim Betrachter.

Mit Between Work and Paradise setzt Alexander Paul Englert die Auseinandersetzung des schauspielfrankfurt mit dem Theater als künstlerischer Produktionsstätte fort. Das Interesse des Künstlers gilt auch hier den Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich in ihrem Beruf, wie in kaum einem anderen, mit dem Leben und seinen Veränderungen auseinandersetzen müssen, um auf der Bühne eine mögliche Wirklichkeit verkörpern zu können. Das Projekt versteht sich als work in progress über die Spielzeit 06/07. Nach und nach werden sich die Wände im Foyer des Großen Hauses mit den Aufnahmen der Ensemblemitglieder füllen. Doch nicht nur im schauspielfrankfurt, auch in der Stadt begegnen sich Schauspieler und Zuschauer, werden immer wieder unterschiedliche Porträts im öffentlichen Raum präsent sein und damit die Stadt als Bühne bespielen. Durch die Sichtbarkeit der Schauspieler im Stadtraum wird der Dialog zwischen Theater und Publikum auch jenseits von Haus und Bühne fortgeführt.



Between Work and Paradise
schauspielfrankfurt & Alexander Paul Englert
Katrin Grumeth


Between Work and Paradise
schauspielfrankfurt & Alexander Paul Englert
Joachim Nimtz


Between Work and Paradise
schauspielfrankfurt & Alexander Paul Englert
Mathias Max Hermann


Between Work and Paradise
schauspielfrankfurt & Alexander Paul Englert
Sascha Icks

Fotos:
Alexander Paul Englert

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Biedermann und die Brandstifter
Ein Lehrstück ohne Lehre in 6 Szenen und mit einem Nachspiel

Von: Max Frisch (15. Mai 1911 - 4. April 1991)

Erstsendung als Hörspiel: 1953
Uraufführung: 29. März 1958 (Zürich, Schauspielhaus)
Uraufführung des Nachspiels: 28. September 1959 (Frankfurt/Main, Städtische Bühnen)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
20. Januar 12

Inszenierung: Marcus Mislin
Bühne: Ines Alda
Kostüme: Jutta Delorme
Dramaturgie: Katharina Gerschler

www.staatstheater-mainz.de

Bier für Frauen
Von:
Felicia Zeller
Uraufführung:  23. September 2001 (Mainz, Staatstheater Mainz)

Zur Inszenierung der Landungsbrücken Frankfurt:

Premiere:
19. September 08

Regie: Tim Egloff
Bühne: Anke Niehammer
Kostüme: Janine Werthmann

Mit: Sandra Lühr, Alexandra Mitdank und Lena Sturm

Drei Frauen arbeiten sich an den Herausforderungen des Lebens ab, suchen ihre Position in der Gesellschaft. Drei Frauen, die gemeinsam als drei Drittel eines Gedankenkörpers um Fokussierung, um Durchdringung der Verwirrung kämpfen. Drei innere Stimmen, die gehört werden wollen.

BIER FÜR FRAUEN schickt seine Heldinnen in einem Zustand zwischen Rausch und Klarheit, Enthemmung und Selbstdisziplinierung in die Arena, im Kampf um Wahrheit, mit dem unbedingten Willen, die Banalitäten des Alltags genauso wie die existenziellsten Lebensfragen des Menschen endlich begreifen zu können.

Wenn betrunkene Frauen die großen und kleinen Probleme des Lebens diskutieren, ist das eine interessante, aber keine völlig neue Grundsituation. Spätestens seit „Sex and the city“ sind einem Figurenkonstellationen dieser Art mehr als bekannt: Meist gibt es die junge Mutter, die Karrierefrau, die Nymphomanin etc.

Felicia Zellers „Bier für Frauen“, ein Text, der mit anderen Mitteln arbeitet: Wer in hier einen Plot sucht, wird enttäuscht sein. Eine Handlung im herkömmlichen Sinne, die Stringenz einer Geschichte, der dramatische Bogen ist in dieser auf Interviews basierenden Phrasensammlung nicht zu finden. Die Einzigartigkeit liegt in der virtuosen Sprachbehandlung Zellers.

Die fast schon dokumentarische Genauigkeit der Beobachtung einerseits und die poetischen Sprachverdichtungen andererseits heben die Konflikte in eine universelle Ebene, in der sich die archaische Sehnsucht nach Erkenntnis widerspiegelt. Die Stimmen des Infragestellens der gegebenen Umstände, diesen Stimmen, die vielleicht unter Alkoholeinfluss erst den Mut haben, sich Gehör zu verschaffen, hören wir in BIER FÜR FRAUEN zu – den Stimmen von Lebenssüchtigen.

Dabei erzeugt „Bier für Frauen“ durch assoziative Gedankensprünge und sprachliche Rhythmisierungen einen Humor, der bei aller absurden Leichtigkeit die Dimension des modernen Sisyphos, des ewig Weiterkämpfenden stets mitschwingen lässt. Desorientierte Menschen in einer Welt, in der mediales Konsumgetöse, hochzivilisierte Barbarei und arbeitsmarktbedingte Wettbewerbspornograhie so laut werden, dass das Individuum seine eigene Stimme nicht mehr hört.

Durch den Verzicht auf eindeutige Charakterzuteilungen wird eine Dimension erschaffen, die das Universelle der donnernden Sprachsalven zum Tragen kommen lässt und die auszufechtenden inneren Konflikte den Zuschauer - ob Biertrinker oder Abstinenzler, ob Mann oder Frau – in ihrer Allgemeingültigkeit erreicht.


Tim Egloff wurde in Hamburg geboren. Nach seinem Schauspielstudium in München ging er 2001 als festes Ensemblemitglied ans Düsseldorfer Schauspielhaus. Dort spielte er unter anderem den Ferdinand in „Kabale und Liebe“, den „Peer Gynt“ in Michael Simons Inszenierung und Paul in Marius von Mayenburgs „Feuergesicht“.
Er arbeitete mit Regisseuren wie Burkhard C. Kosminski, Jürgen Gosch, Rene Pollesch und Florian Fiedler. Seit Beginn der Spielzeit 06/07 ist er als Schauspieler am Nationaltheater Mannheim engagiert, wo er als Biff in „Tod eines Handlungsreisenden“, Carlos in Goethes „Clavigo“, in Franz Wittenbrinks „Mütter“, sowie in den Uraufführungen „Kaltes Land“, „Die Sturheit“ (Co-produktion mit schauspielfrankfurt) und in Roland Schimmelpfennigs „Start Up“ zu sehen ist. Darüber hinaus hat er seit 1998 in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. „Bier für Frauen“ ist seine erste Arbeit als Regisseur.

Bühne: Anke Niehammer
Anke Niehammer studierte Produktdesign an der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld. Anschließend arbeitete sie an freien Theaterprojekten in Düsseldorf und Berlin. Von 2004 bis 2006 assistierte sie am Düsseldorfer Schauspielhaus, unter anderem den Bühnenbildnern Florian Etti, Paul Lerchbaumer sowie Michael Simon und entwarf dort die Bühnenbilder für „Amour fou“ in der Regie von Stefanie Aehnelt und „Und Tschüss“ von Johannes Allmayer.
Seit der Spielzeit 2006/2007 arbeitet sie als Ausstattungsassistentin und Bühnenbildnerin am Nationaltheater Mannheim. Dort hat sie unter anderem die Bühnenbilder für Neil LaButes „Heimgegangen“, sowie für die Uraufführungen „Nah und hoch hinaus“ und „Pericle der Schwarze“ entworfen.

Kostüme: Janine Werthmann
Janine Werthmann arbeitet nach ihrer Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin in Duisburg zunächst bei verschiedenen Modeateliers sowie als Kostümhospitantin am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist sie am Nationaltheater Mannheim engagiert, wo sie Kostümbildnern/innen wie Sabine Blickenstorfer, Ute Lindenberg Zana Bosnjak, Jan Steigert und Peter Schubert assistierte. Als Kostümbildnerin hat sie am Nationaltheater Mannheim unter anderem die Kostüme für die Schauspielproduktionen „Lilja 4-ever“, „Raststätte oder sie machens alle“ und „4 Millionen Türen“, für die Ballettproduktionen „Delta Blues“ und „Entre deux“, sowie für den Kurzfilm „Strafstoß“ (Regie: Till Endemann, Simon & Schlosser Filmproduktion) entworfen.

[© Landungsbrücken Frankfurt]

www.landungsbruecken.org

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Bildung für Rita („Educating Rita“)
Komödie in zwei Akten

Von: Willy Russel
Uraufführung: 10. Juni 1980 (London, Royal Shakespeare Company Warehouse)
Deutsche Übersetzung: Angela Kingsford Röhl

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere:
15. Mai 09
Spielzeit bis: 5. Juli 09

In „Educating Rita“ geht es um die 26 Jahre alte Friseurin Rita, die sich nach einem tieferen Sinn im Leben sehnt und sich für das Fach Literaturwissenschaft an der „Open University“ einschreibt. Dort trifft sie auf den betagten Professor Frank Bryant, der zu ihrem Mentor wird. Frank ist vom akademischen Leben desillusioniert und greift häufig zum Alkohol.
Die freche und lebensfrohe Rita bringt durch ihre Neugier und Unbefangenheit neuen Wind in das Leben des Professors. Mit ihrer Sichtweise auf Literatur und Bildung zwingt sie Frank, sein Verständnis für die Wissenschaft zu überdenken. [© English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.org

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Blaubart - Hoffnung der Frauen
Theaterstück von:
Lea Dorn
Uraufführung: 1997 (München)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

zur Infoseite des schauspielfrankfurt
Premiere:
26. November 05

Regie: André Wilms
Bühne: Nicky Rieti
Kostüme: Adriane Westerbarkey
Musik: Dietmar Wiesner
Video: Bruno Deville

Besetzung:

Heinrich Blaubart:
Mathias Max Herrmann
Die Blinde: Katrin Grumeth
Julia: Sarah Sandeh
Anna: Ruth Marie Kröger
Judith: Viola von der Burg
Tanja: Eva-Christine Richter
Eva: Sascha Ö. Soydan
Christiane: Sascha Icks

Besprechung auf kulturfreak.de

Mathias Max Herrmann in der Rolle des kleinbürgerlichen Damenschuhverkäufers Heinrich Blaubart ist ein merkwürdiger Frauenheld. Sechs Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch Blaubart bringt sie alle um. Nur eine Blinde, Katrin Grumeth, dreht den Spieß um und definiert die immerwährende Geschichte von Anziehung und Zerstörung zwischen Mann und Frau auf überraschende Weise neu.

Während der Intendanz von Elisabeth Schweeger wurden von Dea Loher am
schauspielfrankfurt aufgeführt:
“Adam Geist“ und „Samurai oder der Fehler“ in der Spielzeit 01/02
“Unschuld“ als Gastspiel des Thalia Theater in der Spielzeit 03/04
„Leviathan“ in der Spielzeit 04/05

Die Dramatikerin Dea Loher wurde am 23. November 2005 in der in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz (Mainz) mit einem der höchstdotiertesten Dramatikerpreise Deutschlands, dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2005, für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.
Die Jury würdigte Dea Loher als eine politische Dramatikerin, die sich mit ihrem Werk wie kaum eine andere der Gegenwart und zugleich den großen Fragen der Tragödie stelle. Ihre Sprache sei dabei oft hintergründig komisch, diskret, sparsam und voller eigener Poesie. Den Dramatikerpreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, erhielten u.a. Elfriede Jelinek (2003), Einar Schleef (2001), Rainald Goetz (1999), Werner Fritsch und Volker Lüdecke (beide 1997).
Die Jury: Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte (Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin), Prof. Dr. Anke Roeder (Bayerische Theaterakademie München), Gerhard Jörder (Theaterkritiker und Autor der ZEIT), Ulrich Khuon (Intendant des Thalia Theaters Hamburg) und Prof. Dr. C. Bernd Sucher (Bayerische Theaterakademie und Süddeutsche Zeitung). Vorsitzender der Jury ist der Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern, Johannes Reitmeier.

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Das blaue blaue Meer

Von:
Nis-Momme Stockmann

Uraufführung: 22. Januar 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
22. Januar 10 (Uraufführung; Kammerspiele)

Regie: Marc Lunghuss
Bühne: Tobias Schunck
Kostüme: Grit Gross
Musik: Karsten Riedel
Licht: Jan Walther
Dramaturgie: Andreas Erdmann

Besetzung:
Darko:
Nils Kahnwald
Motte: Henrike Johanna Jörissen
Musiker: Jan Weichsel & Daniel Brandel

Besprechung auf kulturfreak.de

blaue_blaue_meer_SPFFM_06©AP Englert
Das blaue blaue Meer
Schauspiel Frankfurt
Darko (Nils Kahnwald), Motte (Henrike Johanna Jörissen)
Foto:
Alexander Paul Englert

Darko säuft. Bis sich sein Gehirn nach außen stülpt. Säuft, bis ihm die Zähne ausfallen und er seinen Namen nicht mehr weiß – wie so viele in der Plattenbausiedlung, in der er lebt und in der die Sterne nie zu sehen sind. Selbstmord scheint hier eher eine Frage der Geschwindigkeit: ob man dazu nur ein paar Minuten, Jahre oder doch das halbe Leben braucht. Aber dann kommt Motte, Wohnsiedlungsprostituierte, 19 Jahre alt. Ein Lottogewinn, eine heruntergefallene Sternschnuppe. Und plötzlich fängt Darko an, etwas zu fühlen, das er lange nicht gekannt hat: Hoffnung. Auf einmal sagt er: »Raus, wir müssen raus hier.« Die Sterne sind noch immer nicht zu sehen und das blaue, blaue Meer ist weit – doch gemeinsam trauen sich Darko und Motte, vom bisher Undenkbaren zu träumen. Nur vorher haben beide noch eine Rechnung zu begleichen.
Ein Stück über das Meer, die Sterne, Plattenbauten und den Tod. Ein Stück darüber, wie die Armut, die Verzweiflung einer Minderheit für die Mehrheit unsichtbar bleibt. Und ein Stück darüber, dass für manche Menschen auch die Hoffnung es nur schlimmer macht. Zugleich poetisch und verstörend erzählt Stockmann von den Vergessenen an einem vergessenen Ort.

Geboren in Wyk auf Föhr, studiert
Nis-Momme Stockmann nach einer Ausbildung zum Koch ab 2002 in Hamburg Sprache und Kultur Tibets, ab 2004 Medienwissenschaften an der Universität Odense in Dänemark. Er erhält ein Stipendium der Königlich Dänischen Filmwerkstatt, schreibt Drehbücher und inszeniert verschiedene Kurzfilme, darunter »Ignorans«, der 2005 den Preis des Kurzfilmfestivals Odense gewinnt. Auseinandersetzung mit den Werken Peter Greenaways, David Lynchs und Mogens Rukovs. Ab 2007 besetzt er mit anderen Künstlern eine ehemalige Grundschule in Flensburg und gründet hier das freie Kunstund Kulturzentrum Laboratorium. Er verfasst das Gründungsmanifest und kuratiert Ausstellungen. Stockmann stellt auch eigene Medieninstallationen aus, so einen Zyklus von Audiofotografien – ein Medium, das Stockmann selbst erfunden hat. Ab 2008 studiert er in Berlin »Szenisches Schreiben«. Mit dem Stück »Der Mann der die Welt aß« wird er zu den Stückemärkten in Heidelberg und beim Berliner Theatertreffen eingeladen.
Seit 2009 ist Nis-Momme Stockmann Hausautor am Schauspiel Frankfurt, die Uraufführung von »Das blaue blaue Meer« ist seine erste Frankfurter Premiere. Für die Website des Schauspiel Frankfurt schreibt er »Stockmanns Appendix« und in der Box bereitet er die Reihe »Herkules Manhattans Holistisches Kompendium« vor. Nis-Momme Stockmann ist Vater von zwei Töchtern. »Stockmanns Appendix« ist zu finden unter www.schauspielfrankfurt.de.

Marc Lunghuß (Regie) studierte in Heidelberg und Berlin Germa-nistik und Philosophie. Er assistierte am Maxim Gorki Theater Berlin und war von 2002 bis 2005 Regieassistent am Schauspielhaus Bochum. Seitdem brachte er Inszenierungen an den Theatern in Bochum, Chemnitz, Kiel, Konstanz und Leipzig heraus.
Tobias Schunck (Bühne) geboren in Herdeke, lebt heute mit seiner Familie in Schweden. Gestaltet seit 1997 Bühnenbilder für off-Theater-Projekte, war von 2000 bis 2005 Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Bochum. Seit 2005 arbeitet er frei. Mit Regisseur Marc Lunghuß verbindet Tobias Schunck eine intensive Zusammenarbeit. Bühnenbilder für dessen Inszenierungen entstanden in Bochum (»Night on Earth« und »Coffee & Cigarettes« nach Jim Jarmusch, »Hughie« von Eugene O’Neill, »American Buffalo« von David Mamet u. a.), Leipzig (»Kricket« von Daniel Call, »Motortown« von Simon Stephens und »Volpone« von Ben Jonson), Chemnitz (»Die Glasmenagerie« von Tennessee Williams), Konstanz (»Der Tod eines Handlungsreisenden« von Arthur Miller) und Kiel (»Wie es so läuft« von Neil LaBute). Wichtig waren für ihn außerdem die Arbeiten mit den Regisseuren Hannes Rudolph, Jürgen Kruse und Frank-Lorenz Engel.

Grit Groß (Kostüm) geboren in Hannover, studierte Mode an der Fachhochschule für Design und Medien. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst in Deutschland, Italien und in den Niederlanden im Modebereich. Von 2001 bis 2004 war sie Kostümassistentin am Schauspielhaus Bochum, seitdem ist sie als freie Kostümbildnerin tätig. In Bochum arbeitete Grit Groß unter anderem mit Regisseuren wie Jürgen Kruse und Matthias Hartmann, u. a. bei Jon Fosses »Todesvariationen«, O’Neills »Hughie«, »Der Schauspieldirektor« nach Mozart, »American Buffalo« von Mamet und Dorsts »Ich, Feuerbach«. Mittlerweile arbeitet sie an Theatern im In- und Ausland, zuletzt am Schauspielhaus Zürich bei David Harrowers »Blackbird«, am Schauspiel Leipzig bei »Volpone« von Ben Jonson und am Theater Chemnitz bei »Die Glasmenagerie« von Tennessee Williams.

Jan Weichsel (Musiker) Geiger & Saiteninstrumentalist, wuchs in einer musikalischen Familie als letztes von acht Kindern auf. Nahm als Heranwachsender klassischen Geigenunterricht bei Konzertmeister a. D. Sigurd Josbacher. Studierte von 1997 bis 1998 an der »Jazz & Rockschule Freiburg « sowie von 2003 bis 2008 an der »Hoogeschool voor de Kunsten« in Arnheim, Niederlande. Tritt seit 2006 auch unter dem Künstlernamen Jan Scott auf. Teilnahme an zahlreichen Bandprojekten, so »St. Pornoreport«, »Bedford Blitz«, »Bad Boy Boogiez« und »Gebietsweise Regen«. Außerdem Theater- und Filmprojekte. Mit der Gruppe »Bad Boy Boogiez« 2009 in dem Film »Soul Kitchen« von Fatih Akin.

[© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

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Der blaue Engel

nach dem Roman „Professor Unrat“ von Heinrich Mann
und dem Film „Der blaue Engel“ von Josef von Sternberg
unter Verwendung des Drehbuchs von Carl Zuckmayer, Karl Gustav Vollmöller und Robert Liebmann

Musik: Friedrich Hollaender und Werner Richard Heymann
Bühnenfassung von: Peter Turrini

Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm:

Premiere:
6. März 11
(Voraufführungen 2. bis 5. März 2011)
Spielzeit bis: 15. Mai 11

Regie: Klaus Gendries
Ausstattung: Martin Rupprecht
Musikalische Leitung/ Arrangements: Florian Fries
Choreographie: Andrea Heil

Mit: Walter Plathe, Eva-Maria Grein von Friedl, Reiner Heise, Maria Mallé, Constantin Lücke, Richard Rabeus, Benjamin Plath, Alexander Rogge, Florian Fries und Peter Buchheim

BlaueEngel_TheaterKurfürstendamm©ThomasGrünholz
Schicksalsvolle Begegnung.
Professor Unrat (Walter Plathe) trifft die Sängerin Lola (Eva-Maria Grein von Friedl).
Foto: Thomas Grünholz

Die Story
„Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt...“. Professor Rath (Walter Plathe), von allen Schülern wegen seiner Strenge gefürchtet und als „Unrat“ verspottet, verirrt sich in der erotischen Halbwelt des verruchten Etablissements „Der blaue Engel". Dort verliebt er sich in die Sängerin Lola (Eva-Maria Grein von Friedl). Ihretwegen wird er aus dem Schuldienst entlassen. Kurze Zeit später heiratet er die Sängerin. Als seine Ersparnisse durchgebracht sind, verliert er den Boden unter den Füßen, wird zum lächerlichen Clown und zerbricht an seiner Liebe, während Lola scheinbar mühelos ihr Leben als Sängerin wieder aufnimmt.

Heinrich Mann und sein Roman
Die Verfilmung von Heinrich Manns Roman „Professor Unrat“ machte Marlene Dietrich zum Weltstar und den Autor für den amerikanischen Film interessant.
In der zeitlosen Theaterfassung von Peter Turrini wird das verzweifelte Ringen des traurigen Helden um seine Liebe verdichtet. Der Totentanz eines Mannes, der alles über Bord wirft, um die Liebe zu erfahren „…denn das ist meine Welt, und sonst gar nichts...“.
„Unrat, dieses lächerliche Scheusal ... hat doch einige Ähnlichkeit mit mir“, so der Autor Heinrich Mann in einem wenig beachteten Zitat über eine Gestalt, die seinen Weltruhm als Schriftsteller begründete. Ein Vierteljahrhundert nach Erscheinen des Buches lernte der Autor Ende der Zwanziger Jahre in einem Westberliner Amüsierviertel Nelly Kröger kennen; ein Mädchen mit der „Seele der Halbwelt“. Kurz darauf drehte der Ausnahme-Regisseur Josef von Sternberg nach der Romanvorlage von Heinrich Mann den ersten deutschen Tonfilm „Der blaue Engel". Mit der Verfilmung seines Romans trat Heinrich Mann endlich aus dem Schatten seines Bruders Thomas, des Nobelpreisträgers. Die in der Familie Mann verpönte Nelly Kröger sollte seine Begleiterin ins amerikanische Exil werden. Fiktion und Realität lagen bei Heinrich Mann nah beieinander.

Der Film von Josef von Sternberg
Marlene Dietrich wurde 1930 mit „Der blaue Engel“ über Nacht weltberühmt und ging kurze Zeit später in die USA, wo sie eine schier unglaubliche Karriere machte. Emil Jannings spielte Professor Unrat, Kurt Gerron den Zauberkünstler Kiepert und Hans Albers den Artist Mazeppa. Der Film wurde mit denselben Schauspielern in einer deutschen und einer englischen Version gedreht. Er ist einer der wenigen Welterfolge des deutschen Tonfilms.
Das Drehbuch zum Film hatten Carl Zuckmayer, Robert Liebmann und Karl Gustav Vollmoeller verfasst. Der grandiose Friedrich Hollaender komponierte die Songs, die, obwohl sie schon über 80 Jahre alt sind, immer noch eine Faszination auf den Zuhörer ausüben.

Der Autor
Peter Turrini
… wuchs in Kärnten auf. Von 1963 bis 1971 war er in verschiedenen Berufen tätig. Seit 1971 lebt er als freier Schriftsteller in Wien und Retz. Er schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Gedichte, Aufsätze und Reden. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, seine Theaterstücke werden weltweit gespielt. Turrinis Bearbeitung von „Der blaue Engel“ wurde 2009 im Rahmen der Bregenzer Festspiele uraufgeführt.

„Der blaue Engel“ als Theaterstück
1974 brachte Peter Zadek den „Blauen Engel“ als „Komödie mit Musik“ am Schauspielhaus Bochum zur Aufführung. Gemeinsam mit Gottfried Greiffenhagen hatte er die Dialoge geschrieben. Hannelore Hoger spielte die Lola, Günther Lüders den Professor Unrat. Hellmuth Karasek urteilte damals im „Spiegel“, die Inszenierung sei „… ein Höhepunkt der Theatersaison“.
1992 titelte Karasek – ebenfalls für den Spiegel – über eine Neuinszenierung des „Blauen Engels“ im Theater des Westens in Berlin: „Kinder von Murks und Lola-Lola“. Kaum etwas gefiel ihm jetzt an der Inszenierung von Zadek und Jérôme Savary. Weder die Darstellerin der Lola, Ute Lemper, noch Ulrich Wildgruber als Professor Unrat konnten ihn überzeugen. Sein Kollege Benjamin Henrichs von der Wochenzeitung „Die Zeit“ sah das ähnlich. Beide Kritiker warfen der Inszenierung ihre Opulenz vor. „Geld wurde hinausgeworfen, fässerweise…“, schrieb Henrichs, während Karasek feststellte: „Man klotzt.“

Die Darsteller

Professor Unrat
Walter Plathe
Kaum ein Schauspieler ist im Fernsehen so durchgehend präsent wie Walter Plathe. Seine TV-Karriere begann er 1981 mit „Märkische Chronik“. Fünf Mal wurde er zum TV -Liebling der DDR gewählt. Kurz vor der Wende – im Sommer 1989 – verließ er die DDR und begann noch einmal ganz von vorn.
Von 1992 bis 2008 spielte er 130 Mal die Titelrolle in der ZDF-Serie „Der Landarzt“. Seit 2010 steht er in der Serie „Familie Dr. Kleist“ als Bürgermeister vor der Kamera. Plathe ist er einer der wenigen gesamtdeutschen Fernsehlieblinge. Trotz der vielen Dreharbeiten bleibt er seiner ersten Liebe – dem Theater – treu. Denn: „Die Mutter von’s Janze ist das Theater!“ Mit dem Otto-Reutter-Abend „Alles weg’n de’ Leut’“ gab er 1990 sein Debüt am Kurfürstendamm. 1995 glänzte er in der Titelrolle des großherzigen Kneipenwirts in Horst Pillaus „Kaiser vom Alexanderplatz“. Vom selben Autor ließ er sich auch den „Kohlenpaul“ und „Zille“ schreiben. Für das Solostück „Heute kein Hamlet“ erhielt er 2001 erstmals den Goldenen Vorhang (Publikumspreis des Berliner Theaterclubs). Er überzeugte als Hundefänger Schwejk und war in „Ein eingebildet Kranker“ zu sehen. Insgesamt vier Mal wurde er mit dem Goldenen Vorhang geehrt.
Außerdem stand er im Sommer 2008 unter der Regie von Dieter Wedel bei den Nibelungen-Festspielen in Worms auf der Bühne.

Lola
Eva-Maria Grein von Friedl
... hat an der Bayerischen Theaterakademie August Everding Gesang, Tanz und Schauspiel studiert. Noch währenddessen war sie am Staatstheater am Gärtnerplatz und am Prinzregententheater engagiert und spielte dort u. a. in „Hello, Dolly“ und „On the town“. Nach dem Diplom spielte sie „City of Angels“ am Theater Erfurt und war mit der Produktion „Sekretärinnen“ erfolgreich auf Tournee. Eva-Maria Grein von Friedl war vier Jahre bei den Bregenzer Festspielen engagiert und spielte dort in Puccinis „La Bohème“ sowie in Bernsteins „West Side Story“.
Erste Erfahrungen vor der Kamera sammelte sie mit dem Kinofilm „Mädchen, Mädchen 2“. 2005 übernahm Eva-Maria Grein von Friedl die Hauptrolle in der ZDF-Telenovela „Tessa – Leben für die Liebe“. Darauf folgten zahlreiche Fernseh- Hauptrollen, u. a. in der Romanverfilmung „Der Mann im Heuhaufen“, in „Im Tal der wilden Rosen“ oder in „Dörtes Dancing“. Seit 2006 ist sie als Hochzeitsplanerin Marie Andresen in der ZDF-Reihe „Kreuzfahrt ins Glück“ zu sehen.
Das Publikum des Theaters am Kurfürstendamm kennt sie aus den Produktionen „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“, „Swinging Berlin – Tanzen verboten“ sowie „Das Apartment“. Frau Kiepert, genannt Guste

Maria Mallé
„Maria Mallé gehörte zu den Stars des alten Metropol-Theaters. Sie war Sally Bowles in ´Cabaret´, Katharina in ´Kiss me Kate´, die Bandleaderin Sweet Sue in ´Manche mögen´s heiß´und und und ... Mehr als 25 Jahre hat sie eine Hauptrolle nach der anderen gespielt“, schrieb ein Journalist 2008 über die Sängerin. Anlass hierzu war ihre Rückkehr in den Admiralspalast, das frühere Metropol-Theater, wo sie damals in der Rolle der Mrs. Higgins in „My Fair Lady“ zu sehen war. Gerade 20-jährig wurde die Mallé Ensemblemitglied des berühmten Berliner Kabaretts „Die Distel“. Nicht lange danach wechselte sie vom Hinterhaus ins Vorderhaus – dem Metropol-Theater, wo sie Berliner Theatergeschichte schrieb.
Zum 750-jährigen Stadtjubiläum Berlins verkörperte sie die Kabarett-Legende Claire Waldoff im Film „Claire Berolina“. Georg Kreislers „Heute abend: Lola Blau“ brachte sie in der DDR zur Erstaufführung und auf Schallplatte heraus.
Im Mittelpunkt ihrer vielseitigen Soloabende stehen immer wieder Blüten der Berliner Brettl- und Gassenhauer-Geschichte, aber auch Schlager aus der Ufa-Film-Zeit oder Kompositionen von Kurt Weill, Hanns Eisler und Paul Dessau. In der „Zille“-Inszenierung von Klaus Gendries für das Theater am Kurfürstendamm glänzte sie als Hulda, die Frau Zilles, als Künstlerin Käthe Kollwitz und einige andere Berliner „Pflanzen“.

Herr Kiepert
Wirt vom Blauen Engel
Reiner Heise
... absolvierte sein Schauspielstudium von 1978 bis 1981 an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Von 1981 bis 1984 war er Meisterschüler an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Im Anschluss daran hatte er ein Engagement an der Volksbühne Berlin. Seit 1992 ist er freischaffend tätig, spielte Theater in München und Erfurt. Für das Fernsehen drehte er unter anderem mit Matti Geschonneck, Werner Masten, Eberhard Itzenplitz, Roland Suso Richter, Peter Kahane und Bernd Böhlich. Im Kino konnte man ihn in Filmen wie „Der Bruch“ (Frank Beyer), „Der Tangospieler“ (Roland Gräf), „Der Kinoerzähler“ (Bernhard Sinkel), „Ganz und gar“ (Marco Kreuzpaintner) „Roter Kakadu“ (Dominik Graf) oder Oskar Roehlers „Elementarteilchen“ sehen.
Im Theater am Kurfürstendamm stand er bereits mehrmals auf der Bühne: „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“, „Ein eingebildet Kranker“, „Zille“, sowie gemeinsam mit Walter Plathe in dem Ralph-Benatzky-Abend „Ihnen zuliebe“.
Neben seiner Arbeit als Darsteller auf der Bühne und in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen ist der Berliner auch als Regisseur tätig und unterrichtet an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“.


Weitere Darsteller sind Constantin Lücke, Richard Rabeus, Benjamin Plath, Alexander Rogge, Florian Fries und Peter Buchheim.

Der Regisseur
Klaus Gendries
Nach seiner Schauspielausbildung am Staatstheater Oldenburg folgten für Gendries Lehrjahre am Deutschen Theater Berlin. Ein Patenschaftsvertrag mit dem Theater in Senftenberg führte für ihn zur Übernahme der Oberspielleitung des Schauspiels. Neben klassischen Dramen inszenierte er Stücke von Heiner Müller und Peter Hacks.
Kulturpolitische Auseinandersetzungen um seine Inszenierungen erzwangen einen Wechsel in die Filmregie. Literaturadaptionen wie „Der Schimmelreiter“, „Immensee“ und „Claire Berolina“ standen neben heiteren Stoffen wie „Florentiner 73“ oder dem Mehrteiler „Aber Vati“. Nach der Wende realisierte Gendries ca. 150 Folgen beliebter Serien wie „Forsthaus Falkenau“, „Der Bergdoktor“, „In aller Freundschaft“, „Schlosshotel Orth“, „Für alle Fälle Stefanie“ und „Der Landarzt“ (mit Walter Plathe in der Titelrolle) als Regisseur. Mit letzterem inszenierte er am Theater am Kurfürstendamm Erfolgsstücke wie. „Der Kaiser vom Alexanderplatz“ (450 Vorstellungen), „Heute kein Hamlet“, die Uraufführung „Kohlenpaul“, „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ (bisher fast 400 Aufführungen) sowie zuletzt „Zille“. Gendries war auch in Bochum, Hamburg, Leipzig und Halle als Theaterregisseur tätig.
[© Theater am Kurfürstendamm, Berlin]

Karten 030/88 59 11 88 und unter
www.komoedie-berlin.de

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Bleib mein schlagendes Herz
Ein Jugendstück

Von: Juliane Kann
Uraufführung: 13. März 2010 (Frankfurt, Schauspiel Frankfurt)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/M und der Hessischen Theaterakademie

Premiere:
13. März 10 (Uraufführung; Kammerspiele)

Regie: Daniela Löffner
Bühne und Kostüme: Claudia Kalinski
Licht: Ellen Jäger
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:
Tilman:
Daniel Kozian
Julischka: Rebekka Aue
Lucy: Luise Audersch
Larissa: Denise Matthey
Caspar: Cyril Sjöström
Symon: Peter Volksdorf
Gitte: Sigrid Dispert
Eddie: David Müller
Danka: Liza Jakob

Besprechung auf kulturfreak.de

Bleib mein schlagendes Herz
Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/M und der Hessischen Theaterakademie
v.l.n.r.  Liza Jakob, Luise Audersch, Rebekka Aue, Daniel Kozian, Peter Volksdorf
© Birgit Hupfeld

Willkommen im Leben. Sie sind Mitte Zwanzig, haben Einiges erreicht und befinden sich in einer tiefen Krise … Das kann doch nicht alles gewesen sein! Zwischen Glückserwartung und Realitätsschock, Bindungsangst und Torschlusspanik ringen neun junge Menschen um Erfüllung und perfekte Zweisamkeit. Einen Schwerpunkt des neuen Frankfurter Programms bilden Inszenierungen für Kinder und Jugendliche. Und jugendliche Problematiken sollen auch im Mittelpunkt der Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main stehen.
Die angehenden Schauspieler der Hochschule werden unter Leitung profilierter Regisseure jedes Jahr eine Inszenierung auf die Bühne der Kammerspiele bringen.

Juliane Kann, geboren 1982 in Mecklenburg, schrieb im Auftrag des Schauspiel Frankfurt den Studierenden der Frankfurter Hochschule dieses Stück auf den Leib. Kann studierte Szenisches Schreiben an der UdK Berlin und erhielt dafür bereits mehrere Auszeichnungen, u. a. wurde sie mit dem Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2009 ausgezeichnet. Ihr Stück »Blutiges Heimat« wurde 2005 auf dem Stückemarkt des Berliner Theatertreffens vorgestellt. Ihre Texte schildern – oft rasant – die Kämpfe junger Menschen in einer Gesellschaft voller Brüche und mit unsicheren Perspektiven.

Die Regisseurin
Daniela Löffner inszenierte 2008 am Düsseldorfer Schauspielhaus die Uraufführung von Juliane Kanns »Siebzehn«.

Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Ausbildungsbereich Schauspiel, und der Hessischen Theaterakademie

Infos auch auf
schaefersphilippen.de

www.schauspielfrankfurt.de

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Blick von der Brücke (A View From the bridge)
Drama in 2 Akten

Von: Arthur Miller
Uraufführung als Einakter: 29. September 1955 (New York, Coronet Theatre [heute: Eugene O'Neill Theatr])
Uraufführung 2-Akt-Fassung: 11. Oktober 1956 (London, Comedy Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 9. April 1956 (Berlin, Schloßpark-Theater (als Einakter)

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:

Premiere:
7. Mai 11

Regie: Florian Fiedler
Bühne: Vanessa Eder
Kostüme: Selina Peyer
Licht: Jan Walther
Kampftrainer: Peter Theiss, Peter Firner
Dramaturgie: Sibylle Baschung

Besetzung:

Eddie, ein Hafenarbeiter:
Martin Rentzsch
Beatrice, seine Frau: Heidi Ecks
Catherine, ihre Nichte: Henriette Blumenau*
Rodolpho, illegaler Einwanderer: Mathis Reinhardt
Marco, sein Bruder: Johannes Kühn*
Alfieri, ein Anwalt: Michael Benthin
Beamtin der Einwanderungsbehörde: Nadja Dankers
Statisterie: Naomi Arimura, Bich Hy Henkel, Ayako Ogata, Calia Stadahl-Fu

* Mitglied des Schauspiel STUDIO Frankfurt

Besprechung auf kulturfreak.de

Blick von der Brücke
Schauspiel Frankfurt
Beatrice (Heidi Ecks), Eddie (Martin Rentzsch), Catherine (Henriette Blumenau)
© Birgit Hupfeld

Millers Geschichte des Hafenarbeiters Eddie, der seine Nichte Catherine begehrt und einen illegal eingewanderten Verwandten aus Eifersucht auffliegen lässt, spielt in einem New Yorker Elendsviertel. Eddie, der Catherine wie eine Tochter groß gezogen hat, nimmt Rodolpho und Marco, Cousins seiner Frau, illegal bei sich auf. Der Druck des Versteckspiels, der Spagat zwischen alter Herkunft und neuem Leben verschärfen die Konflikte in der Familie. Als sich Rodolpho in Catherine verliebt, eskaliert die Situation: Besinnungslos vor Eifersucht provoziert Eddie einen dramatischen Showdown.

Florian Fiedler (Regie)
Geboren 1977 in Hamburg. Von 1998 bis 2001 arbeitete er als Regieassistent am Theater Basel, u. a. mit Lars-Ole Walburg, Stefan Bachmann, Nicolas Stemann. Es folgten Inszenierungen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Münchner Volkstheater, Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspiel Frankfurt und Düsseldorfer Schauspielhaus. 2003 erhielt er den Kurt-Hübner-Preis für Regie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für seine Inszenierung »Nieder Bayern«, 2004 zeichnete ihn die Zeitschrift »Theater heute« als Nachwuchsregisseur des Jahres aus. Von 2006 bis 2009 war er der künstlerische Leiter der Spielstätte schmidtstraße12 des schauspielfrankfurt. Seit der Spielzeit 2009 / 10 ist er Hausregisseur am Schauspiel Hannover. Am Schauspiel Frankfurt brachte er zuletzt den Beatles-Abend »Das weiße Album« auf die Bühne.

Vanessa Eder (Bühne)
Geboren 1979 in Ivry sur Seine. Vanessa Eder studierte Szenographie an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und assistierte für die Salzburger Festspiele, Schauspiel Hannover, Thalia Theater Hamburg und mehrfach am Burgtheater Wien. Angestellt als Assistentin bei den Bühnen Köln und am Schauspielhaus Hamburg entstanden ihre ersten Bühnenbilder. Sie erarbeitete Setdesigns in verschiedenen Kurzfilmprojekten, u. a. dem Kurzfilm »Torpedo« unter der Regie von Helene Hegemann, der den Max-Ophüls-Preis 2009 erhielt. Zusammen mit der Regisseurin Marlin de Haan entwickelte sie Installationen für das Kaltstartfestival Hamburg, 100° Berlin und die Wuppertaler Performancenacht. Seit ihrer Ausbildung zur Animationsdesignerin weitet sie ihren Tätigkeitsbereich auf Animationsfilme und Illustration aus.

Selina Peyer (Kostüme)
Geboren 1972 in Basel. Selina Peyer absolvierte eine Ausbildung zur Theaterschneiderin und studierte Kostümbild an der Hochschule für Gestaltung in Zürich. Von 1999 bis 2001 war sie als Kostümassistentin am Theater Basel tätig. Als Kostümbildnerin arbeitete sie unter anderem mit den Regisseuren Florian Fiedler, Albert Hirche und Lars-Ole Walburg am Theater Basel, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, an den Münchner Kammerspielen, am Volkstheater München, am Maxim Gorki Theater Berlin und am Schauspiel Hannover. Sie ist auch im Bereich Film tätig, beispielsweise für »Summertime« von Anna Luif, »Pepperminta« von Pipilotti Rist, oder »Sommervögel« von Paul Riniker.

 [© Schauspiel Frankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

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Das blinde Geschehen

Von:
Botho Strauss
Uraufführung: 11. März 2011 (Wien, Akademietheater)

Zur Inszenierung des Burgtheater Wien:

Premiere:
11. März 11 (Uraufführung/Akademietheater)

Regie: Matthias Hartmann
Bühnenbild: Stéphane Laimé
Kostüme: Victoria Behr
Musik: Arno Waschk
Choreographie: Ismael Ivo
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Plinio Bachmann
Video: Hamid Reza Tavakoli

Besetzung:

Freya Genetrix/die Schwester:
Dörte Lyssewski
John Porto/die Zufallsbekanntschaft: Robert Hunger-Bühler
die struppige Sophie: Christiane von Poelnitz
Jonathan: Peter Knaack
der Livrierte: Peter Matic
die beleibte Reporterin: Maria Happel
der Vater: Michael König
der Ehemann/ein Unterirdischer (Stimme): Moritz Vierboom
Fräulein Gabriele: Sabine Haupt
Franz, der Postkartenverkäufer: Johann Adam Oest
der Assistent: Fabian Krüger
die Mitarbeiterin: Alexandra Henkel
die Schattin: Regina Fritsch
die Schwangere: Adina Vetter

www.burgtheater.at

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Bombsong

Von:
Thea Dorn (* 1970)

Uraufführung der musikalischen Fassung : 6. Oktober 2001 (Frankfurt/Main, TAT, im Rahmen der Frankfurter Positionen)
Uraufführung der szenischen Fassung: 17. September 2002 (Berlin, Maxim Gorki Theater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
19. Januar 07 (TiC)

Inszenierung: Constanze Kreusch
Mit: Julia Kreusch

"musst du um den halben erdball fliegen um deiner wut ein camp zu suchen kannst du auch hierbleiben und deine probleme weiter bei gucci kaufen."

Als sie fünf war, wollte sie werden wie die Heilige Jungfrau von Orleans. Sie sagte: Papa, kaufst du mir eine Rüstung? Und Papa kaufte ihr eine Rüstung. Die Heilige Johanna der Shoppingmalls wollte kämpfen, kämpfen, kämpfen. Aber wofür?
„Wer verjagt uns endlich aus dem Paradies", schreit sie. Und weil es keiner
tut, steigert sie sich so lange in Träume von Zerstörung und Gewalt, bis sie mit einer Bombe im roten Kinderkoffer auf verzweifelt grauenhafte Weise versucht, Kontakt mit der Wirklichkeit aufzunehmen.
Eine furiose Reise durch die Innenwelt einer zivilisationsmüden Städterin.

Constanze Kreusch wurde 1972 in Hamburg geboren. Von 1994 bis 1997 studierte sie Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. 1997 wechselte sie an die Universität Hamburg, wo sie 1999 ihren Magister gemacht hat. Von 1999 bis 2003 war sie Regieassistentin am Staatsschauspiel Dresden und ist seitdem feste Haus-regisseurin an diesem Haus. Sie inszenierte dort u.a. Lessings „Die Juden", Shakespeares „Romeo und Julia" (beide 2004), Jon Fosses „Winter" und Robert Musils „Törleß" (beide 2005) sowie zuletzt Schillers „Kabale und Liebe". Außerdem zeigte sie am Schauspielhaus Graz in der vergangenen Spielzeit Karl Schönherrs „Der Weibsteufel".

Thea Dorn, geboren 1970 in Offenbach, studierte zunächst Philosophie in Frankfurt am Main, Wien und Berlin. Von 1995 bis 2000 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin mit Schwerpunkt Moralphilosophie. Im Herbst 2000 gab sie ein kurzes Gastspiel als Dramaturgin am Schauspielhannover. Von Februar 2003 bis Juni 2004 moderierte sie zusammen mit Dirk Schümer die TV-Sendung „Schümer & Dorn - Der Büchertalk" im SWR. Seit Oktober 2004 moderiert sie die neue Bücher-Talk-Sendung „Literatur im Foyer", ebenfalls im SWR.
Thea Dorn lebt als freie Autorin in Berlin und hat neben Theaterstücken vor allem Kriminalromane veröffentlicht. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Landungsbrücken Frankfurt:

Musik:
Helge Wisotzki, Marc Tiemann, Mike Burkert
Technik: Thomas Fröhlich
Inszenierung und Raum: Michèle Zeuner

Mit: Julia Rothfuchs

Wenn du keine Mauern hast gegen die du rennen kannst gehst du kaputt.“

Gebettet unter den oberen Zehntausend, frustriert von Wohlstand und Überfluss, gibt eine Frau fragmentarisch Einblicke in ihre Emotionen, Ängste, Sehnsüchte und Erinnerungen an die eigene Kindheit, bevor sie sich aus ihrer Bedeutungslosigkeit sprengt. Nur so kann ihre in Watte gepackte Realität einen neuen Impuls erhalten; eine Bombe gegen Langeweile und Überdruss. Die individuelle Verbitterung und Radikalität in den öffentlichen Raum gerückt.

„Kind die Welt steht dir doch offen.“
Wo Luxus, Erfolg und Glück nicht mehr ausreichen, können Bomben gegen innere Leere und Hoffnungsangst helfen. Übersättigungs-Suizid als urbaner Extremsportausgleich!
Welcher moralische Maßstab ist relevant? Eine Gratwanderung zwischen persönlicher Legitimation und gesellschaftlicher und sozialer Zwänge. Wo verschwimmen die Grenzen zwischen Täter und Opfer?

„Es ist nicht fair einen Leben zu lassen ohne Fluchtweg aus sich heraus.“

Bombsong wurde von der erfolgreichen deutschen Krimiautorin Thea Dorn verfasst und im Sommer 2001 in Frankfurt im als Auftragsarbeit für die „Frankfurter Positionen“ aufgeführt. Als Monolog inszeniert verbindet Bombsong Sprache, Live-Musik und Videoprojektionen zu einer multiplen Sinneserfahrung.


Das sagt die Presse:
„…mit viel Leidenschaft und großem Einfallsreichtum.“ (Frankfurter Rundschau)

www.landungsbruecken.org

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Breaking the Waves
Nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier aus dem Jahr 1996

Deutsch von: Maja Zade
Bearbeitet von: Vivian Nielsen
Deutschsprachige Erstaufführung: 1. Oktober 2007 (Berlin, Maxim Gorki Theater, Berlin)

Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters:

Premiere:
12. Februar 10

nszenierung und Bühne: Anna Bergmann
Mitarbeit Bühne: Lisa Maline Busse
Kostümbild: Claudia González Espíndola
Sounddesign: Heiko Schnurpel
Dramaturgie: Verena Vollertsen

Bess: Rika Weniger
Jan: Jens Ochlast
Dodo: Eva-Maria Pichler
Dr. Richardson: Bernhard Hackmann
Bess' Mutter: Gaby Pochert
Terry: Vincent Doddema
Großvater William: Thomas Lichtenstein
Pfarrer: Hartmut Schories
Gott: Claudia Acker

Bess sei dumm, sagen die Bewohner eines kleinen Fischerdorfes an der schottischen Küste und wundern sich umso mehr, als ein Fremder Bess heiraten will. Fremde sind in der Dorfgemeinschaft nicht willkommen, zumal Jan Nyman, der auf der nahe gelegenen Bohrinsel arbeitet, noch dazu ein Ungläubiger ist. Und der Glaube an Gott ist die tragende Säule dieser Gemeinschaft, in die sich die Außenseiterin Bess mit ihrer tiefreligiösen Einstellung einzugliedern versucht. Nach der Hochzeit blüht Bess regelrecht auf. Ihr Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer, da Jan auf die Bohrinsel zurück muss. Da betet Bess zu Gott, er möge Jan zurückschicken. Als dieser kurz darauf querschnittsgelähmt wiederkehrt, gibt Bess sich die Schuld und ist bereit, jedes Opfer für Jans Heilung zu erbringen.

Der gefeierte dänische Filmemacher Lars von Trier erzählt in Breaking the Waves die Passionsgeschichte der jungen Bess, deren uneingeschränkter Glaube und deren leidenschaftliche Liebe unsere vernunftregierte Welt hinter sich lassen. Der vielfach ausgezeichnete Film ist der erste Teil der sogenannten »Golden Heart Trilogie«, zu der auch die Filme Idioten und Dancer in the Dark gehören. Breaking the Waves wird von Anna Bergmann in Szene gesetzt, die in Oldenburg zuletzt Madama Butterfly und Viel Lärm um Nichts inszenierte. [© Staatstheater Braunschweig]

www.staatstheater.de

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blutsbande
nach William Shakespeare „Romeo und Julia“ und Heinrich von Kleist „Die Familie Schroffenstein“

Textfassung: Alexander Brill
Uraufführung: 17. September 2009 (Frankfurt, theaterperipherie in sankt peter)

Zur theaterperipherie-Inszenierung:

Premiere: 17. September 09 (FFM, sankt peter)
Weitere Vorstellungen: 20., 23. September, 03., 07., 08., 23., 29. Oktober, 05., 06., 19. November, 03., 05., 11. Dezember 2009 jeweils 19:30 Uhr (außer 08. Oktober, 11:00 Uhr), sankt peter, Stephanstr. 6, 60313 Frankfurt am Main
blutsbande-Rahmenprogramm

Regie: Alexander Brill
Bühne: Alexander Brill, Jana Lünsmann-Messerschmidt
Kostüm: Nadja Kaster, Jana Lünsmann-Messerschmidt
Dramaturgie: Heike Oehlschlägel
Licht: Frank Kaster
Filmregie: Seweryn Zelazny
Filmkamera: Andreas Fitza
Regiemitarbeit: Philipp Haines
Lichttechnik: Jonathan Rosenbauer
Tontechnik: Tanja Jung
Theaterpädagogik: Ute Bansemir
Öffentlichkeitsarbeit: Annette Remy

Ensemble:

Rossat
Otar: Thomas Handzel
Cutio: Hadi Khanjanpour
Volia: Rebecca Ajnwojner
Joni: Jonas Abbood

Warent:
Anes: Tanja Ronaghi
Tyzon: Duran Özer
Barish: Hadi El-Harake
Ashina: Deniz Kezer

Wyk
Jerome: Johannes Wachsmuth
Jojo: Soheir Tafzati
Nachrichtensprecher: Johannes Wachsmuth
Reporterin: Alba Lenertz
Urlauber / Geschäftsmann: Hadi El-Harake

Das Ensemble von blutsbande besteht aus jungen Darstellerinnen und Darstellern mit deutschen, serbischen, türkischen, kurdischen, iranischen, irakischen, libanesischen, äthiopischen und marokkanischen Wurzeln und einem christlichen, jüdischen und muslimischen Hintergrund.

Besprechung auf kulturfreak.de

Blutsbande © Theaterperipherie
theaterperipherie: blutsbande
Foto: theaterperipherie

Zum Stück:

Die Familien aus Rossat und Warent sind durch einen Erbvertrag aneinander gekettet. Hat ein Zweig keinen männlichen Nachfolger, fällt das Reich unzerteilt an die andere Seite. Die übrige Verwandtschaft, wie das Haus Wyk, geht leer aus. Aus einer besonderen Zuneigung geschlossen, lässt der Vertag diese zur hässlichen Beziehungspflicht erstarrt. Statt ein mögliches Absterben des einen Familienzweigs durch den anderen zu verhindern, treibt der Vertrag selbst sie konsequent ihrem Untergang entgegen.

Der Tod eines Rossat-Kindes setzt die unerbittliche Dynamik in Gang. Misstrauen, Unterstellungen und Projektionen nehmen Besitz von den Menschen. Angst mutiert zu blindem Hass. In diesem Wahnsystem gibt es kein Innehalten - nur das Drängen nach Rache der Rache der Rache...

Die Medien heizen die Stimmung auf: Gerüchte werden zu Tatsachen, Nachrichten zu Botschaften, Informationen zu gezielter Desinformation. So schaffen sich die Anführer beider Seiten die Legitimation für ihr weiteres Handeln...

In diesem vergifteten Klima lieben sich die Kinder der verfeindeten Clans. Die ungeschriebene Pflicht der Kinder, sich zu hassen, bringt sie zur Liebe ihrer Vorfahren zurück. Doch auch ihre Begegnungen sind von Ahnungen, Misstrauen und dem Druck der eigenen Familie überschattet. Selbst in der Umarmung erlischt nicht die Angst, vom Gegenüber getäuscht und getötet zu werden. Doch was Anlass zur Hoffnung auf Versöhnung sein könnte, endet in der Katastrophe: das sich selbst erfüllende Misstrauen entfaltet seine Kraft...   [© theaterperipherie, Frankfurt]

blutsbande
theaterperipherie Frankfurt
Ensemble
Foto: Seweryn Zelazny

blutsbande
bildet das Zentrum für weitere Programme und Aktivitäten, die die Aufführungen begleiten:

Feindliche Brüder – Theaterprojekte mit Frankfurter Schulen
Lehrer und Schüler erarbeiten im Austausch mit theaterperipherie szenische Projekte zum Thema „Feindliche Brüder“. Dabei gehen die Gruppen auf unterschiedliche Art und Weise von literarischen Texten, Filmen oder Improvisationen aus.

18.11.2009: Feindliche Brüder I – Theaterprojekte von und mit SchülerInnen und LehrerInnen der I. E. Lichtigfeldschule, der Musterschule und der Liebigschule

come together – Konzertreihe
Kontrast im Dialog: Deutsch-Türkischer HipHop trifft auf Tanz und Percussion aus Israel und Deutschland. Soulige Singer-Songwriterin aus Sierra Leone trifft auf impulsiven HipHop-Tanz.
präsentiert von theaterperipherie und sankt peter
09.10.2009: [ohne fronten] Crew & SHADEseasons Tanzprojekt
20.11.2009: Mariama & Brothers and Stylez

Wahrheit oder Lüge? – Filmreihe
Konflikte und Kriege geben Filmen Stoff: in den Kurznachrichten jeden Abend im TV, in fiktionalen Spielfilmen oder Dokumentationen, die auf der Suche nach der „Wahrheit“ sind. Die Bilder erschrecken und fesseln zugleich, man will sehen – oder lieber nicht.
präsentiert von theaterperipherie und sankt peter
01.10.2009: Waltz with Bahir Ein Film von Ari Folman
12.11.2009: Das Kind, der Tod und die Wahrheit Ein Film von Esther Schapira und Georg Hafner

Ringparabel – interreligiöser Dialog
Frankfurter Jugendliche werden zu einem interreligiösen Dialog eingeladen. Dieses Projekt befindet sich in der Planung für Februar 2010.
präsentiert von theaterperipherie und sankt peter


theaterperipherie dankt der freundlichen Unterstützung von: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stadtschulamt Frankfurt am Main, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Stiftung Citoyen, Crespo Foundation, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, Schauspiel Frankfurt, sankt peter

theaterperipherie wurde 2008 von Alexander Brill, der 25 Jahre lang den laiensclub von Schauspiel Frankfurt leitete, gegründet. Es versteht sich als ein Theater für migrantische und deutsche Zuschauer und setzt sich mit Menschen und Kulturen unserer gesellschaftlichen Peripherie theatral auseinander. In jedem neuen Projekt arbeitet Alexander Brill mit eigens ausgewählten Darstellerinnen und Darstellern, die ihre Wurzeln in der jeweiligen Peripherie haben.
Bislang entstanden zwei Produktionen: „Ehrensache“ von Lutz Hübner und „Leyla und Medschnun“, eine orientalische Volkserzählung nach den Romanen von Nizami und Fuzuli. Auf Einladungen gastierte theaterperipherie in Freiburg, Eschborn, Istanbul, Berlin, Koblenz, Wiesbaden, Duisburg und Marburg. Die Produktion „Ehrensache“ wurde im Juni 2009 von der Jury der Hessischen Theatertage Marburg mit dem „Nachwuchs-Preis“ ausgezeichnet.
theaterperipherie koproduziert mit dem Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit sankt peter.

Karten: 0180 / 50 40 300,
www.sanktpeter.com www.theaterperipherie.de

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Die Bremer Stadtmusikanten
Märchen der Brüdern Grimm

Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt in Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin, Showcase Beat Le Mot und Dschungel Wien:

Premiere:
23. November 10

Regie / Bühne: Showcase Beat Le Mot
Kostüme: Atia Troffimof
Theaterpädagoge: Sascha Willenbacher
Musik / Komposition: Andreas Dorau
Choreografie: Minako Seki

Mit: Nikola Duric, Thorsten Eibler, Dariusz Kostyra, Veit Sprenger

Wohl die schönste Geschichte, die jemals über die Gemeinschaft der Schwachen erzählt wurde: Vier Nutztiere, die aus dem Arbeitsleben ausgemustert sind, sollen in der Bratpfanne enden. Stattdessen ziehen sie los, um Künstler zu werden. Auch wenn sie das nie gelernt haben. Das ist der Stoff, aus dem auch Showcase Beat Le Mot gemacht ist. Denn etwas Besseres als den Tod werden wir überall finden! Die Performancegruppe Showcase Beat Le Mot zeigt nach »Peterchens Mondfahrt« den zweiten Teil ihrer Tiertrilogie. [© Schauspiel Frankfurt]
 
www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Marcus Mislin nach den Brüdern Grimm

Premiere: 22. November 06

Inszenierung: Marcus Mislin
Bühne: Elisabeth Pedross
Kostüme: Petra Bongard


Mit:

Esel: Lorenz Klee
Hahn: Thomas Kornack
Katze: Franziska Hackl
Hahn: Felix Lukas Mühlen
Müller / Räuberin: Ramona Nagler
J
äger / Räuber: Daniele Veterale
Koch/Räuber: Sven Zinkan
Reh/R
äuberin : Christin Wehner
Reh/Räuberin: Norma Anthes

Aus purer Not rei
ßen Hund, Katze, Esel und Hahn vor ihren Herren aus und stellen fest, dass sie allein viel besser zurechtkommen. Gemeinsam begeben sie sich auf den Weg nach Bremen, wo sie ihr Glück als Musikanten versuchen wollen. Ausgerechnet in der dunkelsten Nacht und im tiefsten Wald vertreiben sie dank ihrer musikalischen Talente erfolgreich eine Räuberbande und richten sich fortan zufrieden in dem Räuberhaus ein. Eine Geschichte über Höhen und Tiefen im Leben und wie alles ein bisschen leichter wird, wenn man gute Freunde hat.

Marcus Mislin arbeitet seit 1996 als freier Schauspieler
und Regisseur am Maxim Gorki Theater Berlin, am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Zürich, an den Städtischen Bühnen Freiburg und Basel sowie am Deutschen Theater Berlin. Am Schauspielhaus Graz inszenierte er regelmäßig mit Deborah Epstein seit Beginn der Intendanz von Matthias Fontheim, u. a. "Herr Puntila und sein Knecht Matti" von Bertolt Brecht (2002/03), "Hochzeit" von Elias Canetti (2003/04) sowie "Das Fest" von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov (2004/05). Marcus Mislin ist ab dieser Spielzeit Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

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Brüchig
(Mach mich schwach, Justin Timberlake)

Von:
Sheila Callaghan

Deutschsprachige Erstaufführung: 17. Oktober 2008 (Bielefeld, im Rahmen des Festivals VOICES FROM UNDERGROUNDZERO)

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:

Premiere:
17. Oktober 08 (DEA)
Inszenierung: Paul Bargetto
Bühne und Kostüme: Jürgen Höth
Dramaturgie: Christine Richter-Nilsson

Besetzung:
Der Wohnraum:
Stefan Imholz
Vater / Justin Timberlake / Harrison Ford: John Wesley Zielmann
Janice: Isabell Giebeler
Mutter: Karla Trippel
Barbara: Therese Berger

Claras Ehemann ist vor einem Jahr beim Aufsetzen des Weihnachtsengels von der Leiter gestürzt und tödlich verunglückt. Nicht nur sie, sondern auch ihre Tochter Janice ist seit dem Verhängnis traumatisiert und spricht nur noch mit ihren Puppen. Clara versucht Janice mit köstlichen Rezepten zum Gespräch zu bewegen. Und Tante Barbara versucht es mit Küchenpsychologie. Alles ohne Erfolg. Janice hört nur auf Justin Timberlake, der nachts zu ihr ins Zimmer geflogen kommt, um sie bei ihrem wichtigen Projekt zu unterstützen: Sie bastelt zu Weihnachten eine Bombe, die alles wieder gut machen soll. Doch nicht nur die Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist brüchig geworden, auch die Wohnung um sie herum. Es zieht, tropft, klopft und knarrt, denn der Wohnraum versucht höchstpersönlich, auf sich und seine dringende Renovierungsbedürftigkeit aufmerksam zu machen. Irgendjemand muss doch endlich den verhängnisvollen Riss in der Diele reparieren, der nicht ganz unschuldig ist an Vaters Tod. Oder hat der Wohnraum selbst nachgeholfen? Clara versteht die vielen Zeichen nicht, sie hört nur auf Harrison Ford, der ihr die verspannten Schultern massiert und sie tröstet. Bleibt zu hoffen, dass die Bombe ihre Mission erfüllt.

Brüchig (Mach mich schwach, Justin Timberlake) ist eine absurdpoetische Reflexion verrückter Zeiten, in denen nach einem großen Verlust nichts mehr so ist wie früher – eine Situation, die viele New Yorker nach dem 11. September ganz konkret erlebt haben. Die vielfach ausgezeichnete Dramatikerin Sheila Callaghan gehört zu den wichtigsten Nachwuchsdramatikerinnen der New Yorker Szene. Ihr Stück We are not these hands wurde im Mai 2008 am Düsseldorfer Schauspielhaus beim Festival Gimme Shelter in englischer Sprache zur Deutschen Erstaufführung gebracht. Mit der Deutschsprachigen Erstaufführung von Brüchig (Mach mich schwach, Justin Timberlake) zeigt das Theater Bielefeld erstmals ein Stück von Sheila Callaghan in deutscher Sprache.
Die Premiere von Brüchig (Mach mich schwach, Justin Timberlake) findet im Rahmen des Festivals VOICES FROM UNDERGROUNDZERO statt, bei dem vom 16. – 19. Oktober am Theater Bielefeld eine repräsentative Auswahl an neuen Theaterstücken aus New York City erstmals in Deutschland und in deutscher Übersetzung vorgestellt werden.

DIE AUTORIN:
Sheila Callaghan
ist Mitglied der renommierten New Yorker Dramatikergruppe »13P«, die eigene Stücke produziert und mit dem »Obie«, dem amerikanischen Theater-Oscar, ausgezeichnet wurde. Außerdem ist Callaghan Stipendiatin der Autorenorganisation New Dramatists und Hausautorin am HERE Arts Center. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter: LA Weekly Award for Best One-act (2001), MacDowell residency (2003), Susan Smith Blackburn Award ( 2007) und den prestigeträchtigen Whiting Award (2007). Außerdem erhielt sie Projektförderungen der New York Foundation of the Arts (NYFA) und des New York State Council for the Arts (NYSCA).
Callaghans Stücke wurden international aufgeführt, u.a. in Neuseeland, Norwegen und Tschechien. In Deutschland wurde bisher nur We are not these hands in der Regie von Daniel Fish beim Festival Gimme Schelter im Juni 2008 am Düsseldorfer Schauspielhaus in englischer Sprache zur Deutschen Erstaufführung gebracht. Ihr Stück Dead City wurde 2007 vom German Theater Abroad als Lesung im Haus der Kulturen der Welt gezeigt. Callaghan hat bereits an der University of Rochester, dem College of New Jersey und der Florida State University szenisches Schreiben unterrichtet und hält derzeit eine Gastdozentur in Creative Writing an der Spalding University.

INSZENIERUNG
Paul Bargetto
ist der Begründer und künstlerische Leiter der East River Commedia, einer internationalen Theatergruppe in New York City, und Kurator des New Yorker Undergroundzero Festivals. Seinen MFAAbschluss in Regie machte er an der Columbia Universität in New York, seinen BA in Drama an der San Francisco State Universität. Bargetto wuchs in Kalifornien auf und lebt in Brooklyn, New York. Zu seinen letzten Regiearbeiten gehören Necessary Monsters mit Carla Kihlstedt im Chicago Museum of Contemporary Art, The Magnificient Cuckold im Connelly Theater in New York, The Taming of the Shrew und Serenada si vulpe filosof am Nationaltheater von Constanta in Rumänien, Philosopher Fox beim Internationalen Festival auf Malta und Hecuba in Assos, Türkei.
Bargetto war im Halbfinale des Ring Award des Wagner Forums in Graz. 2005 gewann er den Innovative Theater Award in den Kategorien bester Regisseur und beste Inszenierung. Zudem ist er Gründungsmitglied der League of Independent Theater. Im August 2008 war er als Schauspieler mit dem preisgekrönten Stück Charlie Victor Romeo beim Edinburgh Fringe Festival zu Gast.

BÜHNE UND KOSTÜME
Der in Hamburg lebende Jürgen Höth ist seit 1993 freischaffend tätig, u.a. am Thalia Theater Hamburg, an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Leipzig und an Theatern in Braunschweig, Oldenburg, Köln, Basel, Freiburg, Kiel, Konstanz und Heilbronn. Am Theater Bielefeld war Höth bereits für die Bühnenbilder von Der Raub der Sabinerinnen/Frau Director Striese (UA) und Der Menschenfeind sowie für Die fetten Jahre sind vorbei, Ein seltsames Paar und zuletzt Don Karlos verantwortlich. In der letzten Spielzeit hat er zudem die Bühnenbilder für alle Räume der TAMZWEI-Produktionen (Jugend ohne Gott, Dutschke/Westwärts 1&2, Kamikaze Pictures und Gegen die Wand) entworfen.
Von 1989-93 war Höth am Thalia Theater Hamburg als Bühnenbildassistent engagiert. In dieser Zeit entstanden bereits seine ersten eigenen Arbeiten, u.a. für Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui und Endspiel. In Hamburg kam es auch mit dem Bühnenbild zu Eroberung des Südpols zur ersten Zusammenarbeit mit Michael Heicks. Weitere Regisseure, mit denen Jürgen Höth zusammenarbeitete, waren u.a. Hiltrud Kissel, Robert Hungerbühler, Barbara Neureiter und Ulrike Grote. Der gebürtige Kölner studierte in seiner Heimatstadt Bühnenbild bei Prof. R. Glittenberg.

www.theater-bielefeld.de

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Die Bürgschaft

Von:
Lothar Kittstein
Uraufführung: 23. Mai 11 (Ruhrfestspiele Recklinghausen)

Zur Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen und des Schauspiel Frankfurt:

Premiere Recklinghausen:
23. Mai 11 (Uraufführung)
Frankfurt-Premiere: 22. September 11

Regie: Lily Sykes,
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Katharina Tasch
Licht: Frank Kraus
Musik: Kornelius Heidebrecht
Kampfchoreographie: Peter Theiss
Dramaturgie: Alexandra Althoff

Es spielen: Till Weinheimer, Isaak Dentler, Anita Vulesica, Henrike Johanna Jörissen, Ernst Alisch, Josefin Platt, Kornelius Heidebrecht

Schillers Ballade von Ehre, Liebe, Treue, Freundschaft, die an das steinerne Herz des Mächtigen rührt, verwandelt sich auf der Bühne in einen postmodernen Thriller. Die dramatische Version der »Bürgschaft« erzählt von einem Paar aus der Mittelschicht, das durch den Einbruch von Gewalt in seine wohlgeordnete Welt zutiefst erschüttert wird. Der Autor Lothar Kittstein erzählt die Konflikte ohne utopische Horizonte, als Gefährdung der privaten Existenz. Ihn interessiert, wie Menschen in Extremsituationen handeln, wozu sie fähig sind, wenn ihr Leben aus der Bahn geworfen wird. Wie dick ist die Decke der Zivilisation und was passiert, wenn sie endlich reißt?
Regisseurin Lily Sykes inszeniert nach den Deutschsprachigen Erstaufführung von Simon Stephens’ »Steilwand« und »Terminal 5« Kittsteins Drama um Gewalt, Zerstörung und die fundamentale Verunsicherung des Ichs. [© Schauspiel Frankfurt]

www.ruhrfestspiele.de www.schauspielfrankfurt.de

Bunbury ~ Ernst sein ist alles (The Importance Of Being Earnest)
Eine triviale Komödie für ernsthafte Leute in drei Akten

Von: Oscar Wilde
Uraufführung: 14. Februar 1895 (London, St. James´s Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 4. September 1904 (Hamburg, Stadttheater Altona)

Zwei Freunde haben jeweils eine Person erfunden, um ihr Leben freier gestalten zu können: Algernon einen kranken Freund namens Bunbury auf dem Land und der auf dem Land lebende Dandy John einen leichtlebigen Bruder namens Ernest in London. Wildes witzigste und erfolreichste Komödie lebt von den turbulenten Verwicklungen und vom Spiel um die Doppeldeutigkeiten der Namen und Personen. [© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere:
9. September 11

Regie: Matthew Ryan
Bühne und Kostüme: Bob Bailey
Lichtdesign: Matt Veitch
Tondesign: David Gumpper
Casting Director: Amy Rycroft

Besetzung:

Algernon Moncrieff:
James Meunier
Lane/Merriman: David Horne
Lady Bracknell: Amanda Reed
Hon. Gwendolen Fairfax: Nicola Sian
Cecily Cardew: Sarah Lambie
John Worthing, J.P.: Alexander Warner
Miss Prism: Zoë Ann Bown
Rev. Canon Chasuble, D.D.: Robert Howie

Besprechung auf kulturfreak.de

The Importance of Being Earnest
English Theatre Frankfurt
v.l.: Hon. Gwendolen Fairfax (Nicola Sian), Lady Bracknell (Amanda Reed), Miss Prism (Zoë Ann Bown),
Algernon Moncrieff (James Meunier), Rev. Canon Chasuble, D.D. (Robert Howie)
Robert Anders

England gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Freunde Algernon "Algy" Moncrieff und John "Jack" Worthing benutzen zur Verschleierung ihrer diversen Eskapaden das gleiche Pseudonym: Ernst. Als sie sich unter ihrem Psyeudonym in Damen der „besseren“ Gesellschaft verlieben, mündet die Schelmerei in Irrungen und Wirrungen. Mit Oscar Wildes berühmtester Komödie „The Importance of Being Earnest“ eröffnet das English Theatre Frankfurt die Spielzeit 2011/2012. Unter der Regie von Matthew Ryan, der erstmals für das Frankfurter Theater inszeniert, wird der britische Klassiker vom 9. September bis zum 29. Oktober 2011 zu sehen sein.

Schauspieler (Auswahl)
James Meunier (Algernon Moncrieff)
Mit einer Sprechrolle für das Programm „Book at Bedtime“ von Radio 4 startete James im Alter von 17 Jahren seine Karriere als Schauspieler. Damals las er den Erzähler Christopher Boon in “The Curious Incident of the Dog in the Night-Time“. Während seines Studiums der Philosophie und Theologie an der Kings College University, übernahm er Hauptrollen in verschiedenen Produktionen, unter anderem in Jesus Christ Superstar, A Funny Thing Happened on the Way to the Forum und Romeo and Juliet. 2009 bekam James ein Stipendium für die Royal Academy of Music. Ein Jahr später schloss er seine dortige Ausbildung mit einem Postgraduate Diplom in Musical Theatre ab. Während seiner Zeit an der Royal Academy of Music zeigte sich James als vielseitiger junger Mann: Er spielte Richard in Harold Pinters The Love, Stone in City of Angels und performte sogar gemeinsam mit Elton John auf dessen Spendenkonzert in der Royal Albert Hall. Seine letzte Produktion dort war Stephen Sondheims Assassins, in der James die Rolle des John Wilkes Booth übernahm und bei der Matt Ryan Regie führte. Seit seinem Abschluss war James als Teddie Deakin in The Ghost Train am Lost Theatre in London zu sehen oder gemeinsam mit dem international renommierten Sänger Russell Watson auf dessen La Voce Tour in UK zu erleben.

Amanda Reed (Lady Bracknell)
Ungewöhnlich spät begann Amanda ihre Schauspielerkarriere mit einer Ausbildung an der Birmingham School of Acting. Ihre jüngsten Projekte/Rollen führten sie ans Garrick Theatre London sowie an das English Theatre in Wien, wo sie die Rolle der Amy Brewster in Arsenic and Old Lace mimte.
Amanda war jedoch nicht nur auf der Bühne zu erleben, sondern schaffte auch den Spagat zwischen Theater und der Arbeit vor der Kamera. So war sie beispielsweise im preisgekrönten Kinofilm The Naked Lunch (Cool Hill Films) von 1991 und Voices Inside (Aqua Inside) zu sehen. Theaterrollen: The History Boys (National Theatre Production) Wyndhams und Uk Tour; Martha, Josie and the Chinese Elvis (Birmingham Repertory Theatre Production) UK Tour; Brief Encounter (Middle Ground) UK Tour; Divine Words (Birmingham Hippodrome Studio); Muscles! The Musical und Playhouse Creatures an The Landor Theatre; Wyrd Sisters am Upstairs at the Gatehouse; sowie eine Off-Stimme in Lois Tuckers Super Situation (Edinburgh Fringe 2009). Fernsehrollen: The Naked Lunch (Cool Hill Films), The Real Men in Black (New Moon), The Spotter (LFA), It’s the Little Things und Above and Below (Fat Beehive), Horace K48 (Petrolhead), Hearing Things (Fat Cat), Voices Inside (Aqza Vital).


Creative Team (Auswahl)

Matthew Ryan (Director)
Bevor er Regisseur wurde, stand Matt selbst auf der Bühne. Als Schauspieler spielte er in Londons West End oder am Royal National Theatre, konnte sich jedoch auch für andere Medien wie Radio, Film und Kabarett begeistern. Er wurde zum Resident Director von Cameron Mackintoshs ursprünglicher Produktion von Les Miserables am Palace Theatre in London ernannt. Anschließend tourte er damit in Australien, Südafrika, Hong Kong, Singapur und Großbritannien. Fortfolgend assistierte er Gale Edwards bei ihrer Produktion von Andrew Lloyd Webbers Aspects of Love am Prince of Wales Theatre und wurde schließlich Associate Director von Miss Saigon am Theatre Royal Drury Lane. Letzteres verschaffte ihm die Möglichkeit, bei der Premiere der Show am Capitol Theatre in Sydney, Australien, sowie bei der ursprünglichen britischen Tourproduktion Regie zu führen.
In UK führt Matt sowohl bei klassischen als auch zeitgenössischen Musicals Regie. Diese beinhalten zum Beispiel die Produktionen von Sweeney Todd, Company, Cabaret, They Shoot Horses, Don’t They?, Sweet Charity, Carousel, Oklahoma!, Songs for a New World, Nine, Grand Hotel, Merrily We Roll Along, The Rink, The Wiremen, The Wild Party, Assassins, William Finn’s Elegies, Rent sowie die UK Premieren von Jane Eyre, A Man of No Importance, Bernarda Alba und Is There Life After High School?. Des Weiteren war er bei zwei Soloshows als Regisseur tätig: Bei Philip Quasts „Divas at The Donmar“ und Al Pillay – Glitter and Twisted. In den Niederlanden leitete er die Premiere von Miss Saigon am Circus Theatre in Scheveningen, auf welche er eine Einladung erhielt, die neue Produktion von My Fair Lady zu kreieren, für welche er schließlich den John Kraaijkamp Musical Award für Best Director erhielt. Zudem leitete er eine neue Produktion von Evita, welche durch das Land getourt ist. Im vergangenen Jahr eröffnete seine Aufführung von La Cage aux Folles das neue DeLaMar Theatre in Amsterdam mit kritischer Würdigung.

Bob Bailey (Set and Costume Designer)
Bob hat bereits bei einigen Produktionen für das English Theatre Frankfurt als Set und Costume Designer gearbeitet: Bei Rent, Hair, Cabaret und An Inspector Calls war er für Set Design und Kostüme zuständig sowie bei An Ideal Husband für das Set Design. Auch in Großbritannien machte er sich als Set and Costume Designer einen Namen und war bei folgenden Aufführungen beteiligt: The Lying Kind und The Empire am Royal Court in London, Paradise Bound und The Way Home am Liverpool Everyman, Edward Gant’s Amazing Feats of Loneliness sowie Chekhov in Hell bei The Drum in Plymouth, Angels in America und Charley’s Aunt am Crucible Theatre in Sheffield, Bottle Universe, The God Botherers, Stitching, Hijra, Trance und Pumpgirl für das Bush Theatre in London, All Nighter und Horse-Play für The Royal Ballet, Translations und Moll Flanders für Theatre Royal im Bristol Old Vic. Seine UK-Tours umfassen Anything Goes, The New Statesman, Lieutenant of Inishmore and Tom Stoppards The Real Thing. Im Jahre 2007 hat Bob das Set Design für das Take That-Musical Never Forget entworfen sowie viele andere, wie zum Beispiel das Set für Tosca (Nationale Reiseopera, Niederlande), Don Giovanni (British Youth Opera), Manon Lescaut, Fedora, Macbeth und La Somnambula (alle für Opera House London), Falstaff (Guildhall Opera), About Face (Linbury Theatre, Royal Opera House, London), The Bartered Bride (Royal College of Music). 1999 wurde Bob für sein Set Design für DV8s Produktion von The Happiest Day Of My Life (UK und Europa Tour) als Time Out Designer of the Year gekrönt. [© English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.de

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