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36, 9 Grad Houellebecq/Brecht
Worte und Lieder um die Liebe und das Loch, das bleibt, wenn sie nicht mehr da ist.
Eine Produktion des Theater Willy Praml (Frankfurt)
Premiere: August 06 Aktuelle Vorstellungen: Sa. 17.3./ Sa. 24.3./ So 15.4./ So. 22.4.07 [20h bis 22h mit Pause]
Regie: Willy Praml Musikalisches Arrangement und Musiker: Vassily Dück (Bajan) Gregor Praml (Bass) Mit:
Reinhold Behling, Birgit Heuser, Tim Stegemann, Michael Weber & Anneli Reichel
„Sexualdrastisch trifft sich Brecht, der oft so gedankliche Lyriker, eindeutig mit
Houellebecq, dem sexualobsessiven Polemiker wider die politisch korrekte Binsenweisheit. kein schlechter Vorwand, um Romanpassagen aus seiner `Ausweitung der Kampfzone´ mit einem dreckigen
dutzend Brecht-Lieder ins selbe Lotterbett zu spannen. das geschah bei Pramls Lieder- und Prosa-Abend `36,9 grad´ gekonnt und vergnüglich.“ (FNP)
www.theater-willypraml.de
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Die 39 Stufen (39 Steps) Kriminalkomödie
Von: John Buchan und Alfred Hitchcock Originalkonzept von:
Simon Corble und Nobby Dimon Bearbeitung: Barlow, Patrick Übersetzung: Bernd Weitmar Uraufführung: 10. August 2006 (London, Tricycle Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung: 17. April 2008 (Aachen, Grenzlandtheater Aachen)
Zur Inszenierung des Frankfurter Fritz Rémond Theater:
Premiere: 12. März 10
Spielzeit bis: 25. April 10
Regie: Claus Helmer Ausstattung: Marc Löhrer Regieassistenz: Sandra Becker / Sabine Roller Inspizienz:
Robin Marko Beleuchtung/Ton: Patrik Panosch Maske: Ellen Jacoby Werkstattleitung: Heinz Freimuth
Besetzung: Richard Hannay: Jerry Marwig
Annabella, Margaret, Pamela: Isabel Scholz Mann1: Stefan Schneider Mann 2: Gerhard Mohr
Besprechung auf kulturfreak.de
www.fritzremond.de
Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm: In der Bühnenbearbeitung von Patrick Barlow
Premiere: 28. September 08 Spielzeit: bis 11. November 08 Wiederaufnahme: 3. Januar 09
Regie: Ingolf Lück, Hans Kieseier Ausstattung:
Gabriella Ausonio
Mit: Ingolf Lück, Nicola Ransom, Alexis Kara, Oliver Dupont
Die 39 Stufen Theater am Kurfürstendamm, Berln
Ingolf Lück spielt in "Die 39 Stufen" Richard Hannay, der sich auf eine unfreiwillige Reise begibt: mit Zügen, Autos und zu Fuß von London aus durch die schottischen Highlands,
um am Schluss wieder am Ausgangsort - in einer Londoner Westend-Show anzukommen. Foto: Thomas Grünholz.
Man nehme einen Krimi - eine Filmvorlage von Alfred Hitchcock - und mache daraus eine rabenschwarze und ironische Kriminalkomödie mit einem guten Schuss Monty Python –
deren Personal, das aus unzähligen Rollen besteht, man von vier Darstellern spielen lässt. Man schicke einen zu Unrecht Verfolgten auf eine irrwitzige Reise mit Zügen, Autos
und zu Fuß von London durch die schottischen Highlands, um ihn am Schluss wieder am Ausgangsort – in einer Londoner Westend-Show - ankommen zu lassen. Das Ganze
würze man mit einer Portion Romantik. Das ist das Rezept von Patrick Barlows „Die 39 Stufen“.
In besagtem Stück lernt Richard Hannay die mysteriöse Annabella Schmidt kennen, die auf der Suche nach einem Geheimagenten ist, der vertrauliche Informationen außer
Landes bringen will. Viel weiß sie nicht über den Gesuchten, aber sie erwähnt den Spionagering „39 Stufen“. Annabella erzählt Hannay, dass sie von zwei Männern verfolgt
werde und bittet ihn um Unterschlupf. Noch in derselben Nacht wird Annabella in Hannays Wohnung erstochen.
Hannay flieht vor der Polizei, die ihn des Mordes verdächtigt und vor dem Spionagering, von dem auch er jetzt verfolgt wird. Es beginnt eine rasante Reise, auf der Hannay nicht
nur versuchen muss, seine Unschuld zu beweisen, sondern auch den Spionagering der „39 Stufen“ zu enttarnen, um sein Land zu retten.
Der Autor der Buchvorlage
John Buchan wurde 1875 als Sohn eines Pfarrers in Schottland geboren. Schon während seines Studiums in Oxford veröffentlichte er erste Zeitschriftenartikel und
Erzählungen. Nach seinem Studienabschluss arbeitete Buchan zunächst als Journalist, wechselte dann jedoch in die Politik. Die „39 Stufen“ schrieb er während des ersten
Weltkriegs, als er als Kriegsberichterstatter für die Times tätig war. Dieser Kriminalroman sollte sein berühmtestes Werk werden. Buchan starb 1940 als Generalgouverneur von
Kanada im Alter von 65 Jahren.
Der Film von Alfred Hitchcock
„Die 39 Stufen“ wurde insgesamt drei Mal verfilmt: 1935, 1959 und zuletzt 1978. Keine dieser Verfilmungen hielt sich strikt an die Romanvorlage. Die erste und bekannteste
Verfilmung stammt von Alfred Hitchcock, der Hannay eine weibliche Figur zur Seite stellt, die mit ihm flüchtet. John Buchan war von dem Streifen begeistert und hielt die
veränderte Story sogar für besser als seine Vorlage. Die Hauptrollen in Hitchcocks „The 39 steps“ spielten Robert Donat und Madeleine Carroll, die beide Stars des 30er Jahre Kinos waren.
Die Bühnenadaption von Patrick Barlow
Das Stück in der Bühnenadaption von Patrick Barlow wurde 2006 in London uraufgeführt und im selben Jahr mit dem Olivier Award in der Kategorie „Best New Comedy“ sowie
dem „Whatsonstage.com“-Award ausgezeichnet. Seit diesem Jahr läuft „The 39 steps“ am Broadway und war für 6 Tonys nominiert.
Regisseur und Hauptdarsteller Ingolf Lück
spielt Mister Hannay. Lück hat bisher fast alles gemacht, was im Entertainment-Betrieb möglich ist: Er ist Schauspieler, Showmaster, Entertainer und Synchronsprecher.
1982 gründete er die Rock-Comedy-Gruppe Das Totale Theater. Drei Jahre später war er als Moderator von „Formel Eins", der ersten Videoclip-Show im deutschen Fernsehen,
erfolgreich. Noch populärer wurde er Mitte der 90er Jahre als Anchorman der „Wochenshow", von der 250 Folgen ausgestrahlt wurden. Keine Comedy-Show im deutschen
Fernsehen war jemals wieder so erfolgreich.
Parallel stand er für Produktionen wie „Peng – Du bist tot", „Otto – der Liebesfilm", „Bang Boom Bang", „Thrill", „Tatort" und „Crazy Race" vor der Kamera und war in
Serienhauptrollen in „Der Doc – Schönheit ist machbar" und „Das Büro" zu sehen.
Neben seinem Platz im Rateteam der legendären Rateshow „Pssst..." mit Harald Schmidt ist auch die Liste seiner TV-Shows beeindruckend: „Lücks Zeitlupe“, „Ingolf Lücks
Sketchsalat“, „Hut ab“, „Zehn oder gehen", „Boing!", „Die Gong Show", „Wer kann, der kann", „Nobody is perfect" sowie „Pack die Zahnbürste ein", „C.O.P.S.", „Voll witzig!",
„Stars in der Manege", „Der RTL Comedy Cup" sowie die Fussball Comedy „Nachgetreten“ anlässlich der letzten beiden Europameisterschaften und der Weltmeisterschaft 2006
– sind nur eine Auswahl.
Als Synchronsprecher ist Lück ebenfalls gefragt: Er lieh seine Stimme dem Gockel Rocky in "Chicken Run - Hennen Rennen" oder dem Eisbär-Papa Mika im Kinderfilm "Der kleine
Eisbär". 1986 übernahm er am Düsseldorfer Schauspielhaus die Hauptrolle in „Totenfloß“, zwei Jahre später stand er im Schauspielhaus Bonn mit den Toten Hosen in "Clockwork
Orange" auf der Bühne und machte mit Hans-Werner Olm einen Abstecher ins Kabarett., 1989 spielte er im Hamburger Schauspielhaus die Hauptrolle in „Talkradio“.
Nach längerer Bühnenabstinenz entdeckte der gebürtige Bielefelder 2002 das Theater wieder für sich: Mit „Caveman", der legendären One Man Show vom Broadway, in der
Regie von Esther Schweins, stand er mehr als 200 Mal auf der Bühne. 2003 etablierte er sich mit dem Stück „Traumfrau Mutter“ als Theaterregisseur. 2005 stand er in
Oberhausen im Musical „Die Schöne und das Biest“ als Lumière auf der Bühne. Es folgte das Solostück „One Way Man“, das er produzierte, realisierte und spielte.
„Die 39 Stufen“ inszeniert er gemeinsam mit Co-Regisseur Hans Kieseier.
Nicola Ransom
spielt in „39 Stufen“ gleich mehrere Frauenrollen: die mysteriöse Anabella, eine attraktive Farmersfrau sowie Pamela, die sich, an Hannay gekettet, durchs Moor schlagen muss .
Ransom wurde in London geboren. Im Alter von 14 Jahren zog sie von London in die deutsche Provinz, ging aber direkt nach dem Abitur nach Berlin. Nach ihrer
Schauspielausbildung trat sie 1994 ihr erstes Engagement an der Landesbühne Mecklenburg-Vorpommern an. In den folgenden Jahren spielte sie an verschiedenen Berliner
Bühnen, wie dem Schlossparktheater und der Tribüne, und wirkte auch immer wieder in englischen Produktionen mit.
Häufig arbeitet sie als Sprecherin in englischer und deutscher Sprache, z.B. für Hörbücher.
Dem Fernsehpublikum wurde sie bekannt durch Rollen in verschiedenen Filmen und Serien, wie der ZDF Comedy Serie „Max und Lisa“, „SOKO Leipzig“ und „SOKO Kitzbühl“.
Einer ihrer letzten Quotenerfolge war die Rolle der intriganten Katy Wellinghoff in der ersten deutschen Telenovela „Bianca – Wege zum Glück“ im ZDF, die 2005 für den
Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde. Auch bei der Nachfolge-Telenovela „Julia – Wege zum Glück“ war sie dabei. 2007 spielte sie in der Rosamunde Pilcher-Verfilmung
„Der Mann meiner Träume“. Für Nicola Ransom ist es die dritte Produktion am Kurfürstendamm. Sie wirkte hier bereits bei „Die Grönholm Methode“ und „Boeing Boeing“ mit.
Oliver Dupont und Alexis Kara müssen in „Die 39 Stufen“ schnell und wandlungsfähig sein, denn sie spielen alle anderen Rollen, die es in dem Stück gibt, dazu gehören ein
Conférencier, ein Mann mit einem phänomenalen Gedächtnis, Polizisten, Vertreter für Dessous, ein Zeitungsjunge, Gepäckträger, ein Professor, ein Farmer ...
Co-Regie Hans Kieseier
inszeniert „Die 39 Stufen“ gemeinsam mit Ingolf Lück. Kieseier hat auch als Endregisseur für Lücks Soloprogramm „One Way Man“ gearbeitet und war tätig für
Comedians wie Cordula Stratmann. Er verantwortete mehrere Karnevals-Kabarett-Shows für die schon legendären Kölner „Stunksitzungen“. Kieseier stand für Serien wie „Die
Anrheiner“, „SOKO Köln“ sowie „Die Camper“ vor der Kamera. [© Theater am Kurfürstendamm, Berlin]
Kartenpreise Di bis Do 36/25/13€, Fr/Sa/So 39/28/17€, Premiere 47/36/24€ www.komoedie-berlin.de
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Amokläufer - Miniaturen der Gewalt
Uraufführung: 16. September 07 (Mainz, Staatstheater Mainz)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 16. September 07 (Uraufführung; TiC Werkraum) Inszenierung: Julie Pfleiderer Bühne und Kostüme: Marcel Bühler
Mit: Julia Kreusch; Tim Breyvogel, Lorenz Klee
Amokläufe in Schulen, brutale Morde verübt von immer jüngeren Tätern. Sinnlose Gewalt. Scheinbar aus dem Nichts kommend. Was sind die Gründe dafür? Hintergründe? Beweggründe? Hätten Eltern, Lehrer, Mitschüler Vorboten erkennen können oder gar müssen?
Immer häufiger stellt sich eine Gesellschaft im Schockzustand die gleichen Fragen. Die immer wieder neuen, aber auch immer wieder ähnlichen Antwortversuche sind zumeist so stereotyp wie zu kurz greifend, weil das Unfassbare sich einer rationalen Erklärung verweigert. Was in jedem Falle bleibt, ist Hilflosigkeit. Und trotzdem: massiv bedrängend bleibt der Wunsch nach Erklärung. Denn „wenn es den grundlosen Mord wirklich gibt, also das Unterbrechen aus nichtigem Anlass, dann ist die Rationalität unseres
Zusammenlebens weniger stabil, als wir zu denken geneigt sind." (Die Zeit, 2007). Eine theatrale Erkundung auf der Grundlage von Camus' „Der Fremde", Internetprotokollen, forensischen Materialien und Interviews.
Die junge Regisseurin Julie Pfleiderer hat sich mit ihrer Deutung der hochpoetischen Sprachwelten von Gerhild Steinbuch (Kopftot im TiC Werkraum) zu Beginn der Spielzeit 2006/2007 am Staatstheater Mainz erstmals vorgestellt. Ebenfalls mit einem Projekt zu Gerhild Steinbuch ist Julie Pfleiderer im Frühjahr 2008 zu „Freischwimmer. Plattform für junges Theater", einem Festival für junge Theaterschaffende, eingeladen.
In Zusammenarbeit mit dem Aktionskreis Milleniumsziele 2015
www.staatstheater-mainz.de
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Anna Karenina nach Leo N. Tolstoi
Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm: Co-Produktion mit der Konzertdirektion Landgraf, zeitgenössische Dramatisierung von Anne-Sylvie König und Amina Gusner
Premiere: 30. Januar 08 Spielzeit bis:
7. Februar 08
Regie: Amina Gusner Bühne: Johannes Zacher Kostüme: Inken Gusner Musik: Dietmar Löffler
Mit:
Katja Riemann, Peter René Lüdicke, Sébastien Jacobi, Heinrich Schafmeister, Birgit Schneider, Anika Mauer, Jörg Pintsch
„Alle glücklichen Familien ähneln einander,
jede unglückliche Familie aber ist auf ihre Art unglücklich.“, schreibt Leo N. Tolstoi in seinem berühmten Roman „Anna Karenina“, der 1878 veröffentlicht wurde. Der damals 50jährige Autor
schrieb über drei Familien, drei Ehepaare, die allesamt vom Glück viel weiter entfernt sind als vom Ritual und der Lüge.
Anna Karenina Theater am Kurfürstendamm, Berlin Anna Karenina und ihre Männer von links: P.R. Lüdicke, K. Riemann, S. Jacobi
Foto: Johannes Zacher
Anna Karenina (Katja Riemann) reist nach Moskau, um die Eheprobleme ihres Bruders Oblonskij (Heinrich Schafmeister) und seiner Frau Dolly (Birgit Schneider) zu lösen. Sie
selbst ist mit Alexej Karenin (Peter René Lüdicke) verheiratet. Als Anna Karenina und Alexej Wronskij (Sébastien Jacobi) am Moskauer Bahnhof nur für einen kurzen, jedoch
schicksalhaften Moment aufeinandertreffen, genügt das, um die Leidenschaft beider zu entfachen. Annas Liebe wird so mächtig, dass sie in ihrer Lebenswelt nicht zu ertragen
ist. Die brennende Liebe Annas zu Wronskij führt dazu, dass sie um der Liebe Willen ihr Kind verlässt und ihre Familie zerstört. Die hingebungsvolle Mutter Anna wird zur
leidenschaftlichen Geliebten, doch Schuld und Selbstbestrafung zerfressen ihre Gegenwart und machen ihre Zukunft unmöglich.
1935 wurde „Anna Karenina“ erstmals verfilmt. Es folgten Hörspiele, Dramatisierungen und Filme. Greta Garbo und Vivien Leigh, Jacqueline Bisset und Sophie Marceau gaben
Anna Karenina ihr Gesicht.
Nun spielt Katja Riemann die Titelrolle. In einer Bühnenfassung von Anne Silvie-König und Amina Gusner. Letztere führt auch Regie und hat bereits häufig mit Katja Riemann
zusammengearbeitet. Unter anderem inszenierte sie mit Riemann und Peter René Lüdicke das erfolgreiche „Szenen einer Ehe“ für die Komödie am Kurfürstendamm. Über die
Figur der Anna Karenina sagt sie: „Anna Karenina ist eine der ganz gr0ßen Frauengestalten des letzten Jahrhunderts, eine moderne Medea, eine mütterliche Hedda Gabler!
Die leidenschaftliche Liebe Annas zu Wronski ist eine Tragödie, da sie um dieser Liebe willen ihr Kind verlässt und ihre Familie zerstört. Als aufgeklärter Mensch dieser Zeit
können wir Anna nicht verurteilen, weil sie ihr Kind verlässt, aber verzeihen können wir ihr auch nicht.“
Katja Riemann: Anna Karenina
Nach dem Abitur wollte Katja Riemann zunächst Tänzerin werden. Sie brach das Studium der Tanzpädagogik in Hamburg aber nach einem Semester ab und wandte sich der
Schauspielerei zu. Sie besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Hannover und die Falckenbergschule in München. Noch vor Ende ihrer Ausbildung holte Dieter Dorn sie
ins Ensemble der Münchner Kammerspiele, wo sie auch mit Volker Schlöndorff zusammenarbeitete. Danach war sie am Berliner Schiller Theater engagiert.
Seit Mitte der achtziger Jahre war sie zunehmend in Fernsehrollen zu sehen. 1988 wurde sie mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet. Mit Bernd Fischauers
zehnteiliger Fernsehserie „Regina auf den Stufen“ (1989/90) gelang ihr der große Durchbruch. Rollen an der Seite von „Schimanski“ Götz George und in Leonie Ossowskis „Von
Gewalt keine Rede“ bescherten ihr 1990 gleich zwei Goldene Kameras. Auch im Kino wurde Katja Riemann schnell Star romantischer Komödien. 1998 wurde sie mit dem
Bundesfilmpreis als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Ihre musikalische Seite bewies sie nicht nur im Kinohit „Comedian Harmonists“, sondern auch als einfühlsame Sängerin.
Ihr Soloalbum „Nachtblende“ erschien im Herbst 2000, für die „Bandits“-CD erhielt sie eine Goldene Schallplatte. Darüber hinaus schreibt sie Kinderbücher, u.a. „Der Name der
Sonne“, das ihre Schwester illustrierte. 2003 erhielt sie für die weibliche Hauptrolle in Margarethe von Trottas Drama „Rosenstraße“ bei der Biennale in Venedig den Preis als
beste Hauptdarstellerin. In „Das wahre Leben“ (2006) begeisterte sie zusammen mit Ulrich Noethen in einer humorvollen und sensiblen Tragikkomödie, ebenso in „Ich bin die
andere“, in der Regie von Margarethe Trotta. 2007 kam Rainer Kaufmanns Film „Ein fliehendes Pferd“ heraus, für den sie viel Lob bekam.
Katja Riemann über ihre Begegnung mit Amina Gusner: „Ich traf auf eine Regisseurin, deren Phantasie ich begriff und teilte, die mich als Person begriff und schauspielerisch
einsetzte. Mir begegnete endlich das, wonach ich 20 Jahre gesucht hatte: das Miteinander, gemeinsam Theater zu entdecken und zu realisieren. Kunst und Leben verschmelzen
zu lassen und den Gedanken des Ensembles zu erleben.“
Peter René Lüdicke: Alexej Karenin
Geboren 1957, arbeitete Peter René Lüdicke nach der Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ als Schauspieler an verschiedenen Bühnen
im gesamten deutschsprachigen Raum, u.a. an den damaligen Städtischen Bühnen Karl-Marx-Stadt, an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, am Staatstheater
Hannover, an der Neuen Bühne Senftenberg, am Theater Magdeburg, am Staatstheater Kassel, am Schauspielhaus Zürich und am Schauspielhaus Hamburg. Seine Regisseure
waren Frank Castorf, Thomas Bischoff, Luk Perceval und Andreas Kriegenburg. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Regisseuren Sebastian Hartmann und
Amina Gusner (u.a. „Mütter und Männer“, „Orestie“, „Und Heimat – eine Oper“, „Die Räuber“). Am Hans Otto Theater spielte er unter der Regie von Amina Gusner die Rolle des
Jörgen Tesman in Ibsens „Hedda Gabler“, in der Komödie am Kurfürstendamm spielte er den Johan in „Szenen einer Ehe“. Lüdicke steht auch immer wieder vor der Kamera, aber
im Mittelpunkt seiner Arbeit steht das Theater.
Sébastien Jacobi: Alexej Wronskij
1970 in Köln geboren und auf Grund seiner aus Frankreich stammenden Mutter zweisprachig aufgewachsen, studierte er 1992 bis 1996 Schauspiel an der Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Bereits während des Studiums gab er Gastspiele am Staatstheater Mainz und am Schauspiel Frankfurt sowie ans
Staatstheater Darmstadt. Nach dem Studium war er dann festes Ensemblemitglied am Theater Basel, am Theater Dortmund und am Schauspiel Köln. 2008 wird er am Schauspiel
Frankfurt/Main gastieren. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler wirkte er bei diversen Performances, Hörspielen, Filmen und Lesungen mit. So unter anderem bei der von
Schlingensief 1998 inszenierten Kriegserklärung an die Republik Chancestaat (RCS) in Basel anlässlich der Gründung und Eröffnung der Botschaft.
Heinrich Schafmeister: Oblonskij
Nach dem Abitur studierte Heinrich Schafmeister zunächst Germanistik und Musik und spielte in verschiedenen Rockbands mit. 1980 brach er sein Lehramts-Studium ab und
begann ein Schauspielstudium an der Essener Folkwangschule. Bis 1989 spielte er Theater in Aachen und blieb trotz seiner regen Fernseh- und Kinotätigkeit dem Theater treu.
Schafmeister wirkte in zahlreichen Kinoerfolgen mit. Zu seinen größten Erfolgen zählt seine Darstellung des Erich Abraham Collin in der Joseph Vilsmaier-Verfilmung „Comedian
Harmonists“, für die er 1998 den Bayerischen Filmpreis erhielt. Sein Fernsehdebüt gab er 1988 in Adolf Winkelmanns Verfilmung „Der Leibwächter“. Seitdem übernahm er
wichtige Rollen in vielen TV-Serien und Fernsehfilmen wie „Man(n) sucht Frau“, „Das Mädchen Rosemarie“, „Seitensprung in den Tod“ und „In alter Freundschaft“. 1998 widmete
ihm das ZDF ein Special zum Thema „Männer sind was Wunderbares“. Außerdem stand Heinrich Schafmeister für den Fernsehfilm „Zimmer mit Frühstück“ (1999, Regie: Michael
Verhoeven) vor der Kamera, ebenso für die Filme „Das Sams“, „Wie die Karnickel“, u.v.a. .
Amina Gusner: Regie
wurde 1965 in Moskau geboren. Nach einer Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin ist sie seit 1983 als Schauspielerin bei Film und
Fernsehen sowie als Regisseurin tätig. Ihre Inszenierung der szenischen Montage „Mütter und Männer“, die zu den Hessischen Theatertagen 2004 eingeladen wurde, erhielt den
Preis der „Jungen Experten“. Am Staatstheater Kassel inszenierte sie „Orestie Fragment“, an der Neuen Bühne Senftenberg Schillers „Die Räuber“. 2005 wurde die Produktion
„Und Heimat – eine Oper“, ein Projekt des Berliner Theater unterm Dach, uraufgeführt, bei dem sie für Text und Regie verantwortlich zeichnete.
Am Hans Otto Theater inszenierte sie Ibsens „Hedda Gabler“ mit Katja Riemann in der Titelrolle, am Theater am Kurfürstendamm Ingmar Bergmans „Szenen eine Ehe“, ebenfalls
mit Katja Riemann und Peter René Lüdicke. Außerdem führte sie Regie u.a. bei den Dokumentarfilmen „... ich geb mir ja Mühe!“ und „so sieht es aus“. Mit der Künstlergruppe
„Allein im Hausflur“ (zu der auch Paul Wilke, Johannes Zacher und Peter René Lüdicke gehören) hat Amina Gusner zahlreiche Aufsehen erregende Videos, Hörspiele und
szenische Montagen veröffentlicht. Amina Gusner entwickelt Produktionen, die das reine Theater auflösen und mit Gesang, Klang, Lichträumen und Film spielen. Ihr
philosophischer Zugriff auf Themen dieser Zeit in Verbindung mit dem unkonventionellen Einsatz unterschiedlicher Medien transportiert sinnlich und in spielerischer Form oft
persönliches Erleben. [© Theater am Kurfürstendamm, Berlin]
Kartenpreise: Di bis Do 36/25/13€ Premiere 47/36/24€ Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de
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A Picasso
Von: Jeffrey Hatcher Uraufführung: 19. April 2005 (New York, City Center's Stage II by Manhattan Theater Club) Österreich-Premiere: Deutschlandpremiere: 16. Februar 08 ( Frankfurt/Main,
English Theatre)
Zur Inszenierung des English-Theater Frankfurt:
Premiere: 16. Februar 08
Spielzeit bis: 6. April 08
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Synopsis: A Picasso is a fascinating, thought-provoking exploration of art and its meaning, wrapped inside a taut, smart wartime suspense thriller. It takes place in a vault be-low the
streets of Paris on an October afternoon in 1941. The Nazi occupation is in füll force, and so even a famous man like Picasso isn't entirely surprised that a pair of trench-coated
operatives have brought him to this prison-like, windowless room for no apparent reason. Enter Miss Fischer, a German cultural official attractive, but all business. She quickly
explains to the artist why he's been summoned: the Nazis are planning an exhibition of confiscated "decadent" art and they want to make sure that they include in it a work by
the master. They've got three small paintings that they believe are his, but they need to be authenticated. This exhibition is important: they're going to burn the works, and they
don't wish to burn a forgery. They need a Picasso. So the brilliant painter finds himself confronted with an odd artistic version of Sophie's Choice: which of the three paintings
will he choose to identify äs he own, and thus sacrifice to the bonfire; which will he denounce and therefore save from destruction? The route to the resolution of Picasso's
dilemma takes him and Miss Fischer who proves to be not so much his nemesis äs his confessor and muse through a consideration of what his work actually signifies. Can a
work of art be political? Can it not be? Can it change anything? What are the links between social consciousness and genius?
Jeffrey Hatcher
Jeffrey Hatcher is a playwright. He is the writer of the stage play Compleat Female Stage Beauty, commissioned and produced by City Theatre Company in Pittsburgh PA, which
he later adapted into a screenplay, shortened to just Stage Beauty (2004). He also co-wrote the stage adaptation of Tuesdays with Morrie with author Mitch Albom, and Three
Viewings, a comedy consisting of three monologues - each of which takes place in a funeral home. One of his most interesting works is a stage adaptation of The Turn of the
Screw, Henry James's psychological thriller. Hatcher spent his youth in Steubenville, Ohio, a gritty Ohio River town better known for its mob connections, houses of ill repute and industrial detritus than for its litera-ry sons
and daughters. Hatcher was much influenced by a high school teacher, Glen-da Dunlope, an old school thespian who ran the drama program there. He attended Denison
University in Granville, Ohio, and later, äs he migrated to New York City and ultimately to Minneapolis, he continued to draw on his home turf for Inspiration.
Hatcher's most recent work is a play called 'The Boys." It is set in Dublin, during the 1931 season of the Gate Theatre and it examines the relationship of Hilton Edwards, Micheäl
MacLiammoir, and Orson Welles. This work is still in its preliminary stages with performances amounting only to readings. The füll stage release of this work is asof yet unknown
. [Q. & ©: English Theatre Frankfurt]
www.english-theatre.org
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Ariadnes Faden, Arthurs Schwester Marie und der “ächte” Naxos-Schmirgel
Theater Willy Praml, Frankfurt/M
Wiederaufnahmepremiere: 29. Juli 08
Besprechung auf kulturfreak.de
Idee und Buch: Willy Praml / Michael Weber Regie: Willy Praml Dramaturgie, Bühne, Kostüme:
Michael Weber Produktionsleitung: Birgit Heuser Musikproduktion, Arrangement,Komposition: Sepp´l Niemeyer, Gregor Praml Licht: Nico Rocznik, Guntram Naurath
Ton: Oliver Bohmer
Mit: Reinhold Behling, Irene Buresch, Hertha Georg, Birgit Heuser, Cüneyt Kayaalp, Leo Kemmerzell, Johannes Christopher Maier, Enad Marouf, Maria
Ochs, Steffen Pidoun, Anneli Reichel, Jeanette Schmid, Anja Spriestersbach, Emilie Stefaner, Tim Stegemann, Peter Straß, Viktor Vössing, Nils Volkersen, Michael Weber
Ariadnes Faden, Arthurs Schwester Marie und der “ächte” Naxos-Schmirgel Theater Willy Praml, Frankfurt Foto: Seweryn
Eine Hommage an die Naxoshalle. Im Jahr 2007 wurde der Spielort des Theater Willy Praml 100 Jahre alt, Anlass, die bewegte Geschichte der NAXOS-UNION von ihrer
Gründung 1871 bis zu ihrem Konkurs 120 Jahre später in Szene zu setzen. Nach dem grossen Erfolg 2007 nun die einmalige Wiederaufnahme dieses spannenden Stücks
Frankfurt/ Bornheimer Heimatgeschichte.
Die Firmengeschichte ist Zeitspiegel
: der Gründer, Julius Pfungst, ein kreativer Unternehmer der Gründerzeit, der Sohn Arthur, kritischer Freigeist und Dichter auf dem
Firmenstuhl, die Tochter Marie, Frauenrechtlerin, die die Firma nach Arthurs frühem Tod 1912 übernimmt und durch die schwierigen Kriegsjahre 1914-18 rettet. Marie ist es
auch, die die Firma in die von Vater und Bruder gewünschte Stiftung zur „Förderung der Bildung aller Volksschichten“ überführt.
Eine Unternehmerfamilie der besonderen Art also:
die Pfungsts wussten, dass es sich ohne das Gemeinwohl Aller, vor allem der nicht-privilegierten Schichten, nicht gut
miteinander leben lässt. Arthur schreibt: „Wer die geistigen Schätze der Nation für die Besitzenden monopolisiert, macht sich zum Nährvater der Hooligans.“
Das 3. Reich hat diesem Geist ein Ende gesetzt. Die Pfungsts waren Juden – Marie kam 1943 achtzigjährig in Theresienstadt ums Leben.
Nach großen Kriegsschäden wurde nach 1945 wieder aufgebaut.
Wirtschaftswunderzeiten – bald lief das Geschäft mit den weltberühmten Präzisions-schleifmaschinen wieder auf Hochtouren. „Die NAXOS war ja so eine Art Familienbetrieb.
Der Herr B. ist als Betriebsleiter zu Arbeitern, die nichts hatten, und hat z.B. die Wohnung mit renoviert. Gibt es das heute noch?“
Der Geist der Pfungst-Dynastie hatte sich also weiter erhalten.
Dann kamen modernes Management und Marketing,
infolge der Globalisierung des Marktes – dagegen konnte die NAXOS-UNION nicht mehr bestehen. Zwei Weltkriege
und Faschismus schmiedeten zusammen, veränderte Strukturen innerhalb des Betriebes führten nach 120 Jahren zum Konkurs.
Mit authentischem Textmaterial ehemaliger Angestellter und Arbeiter, das in einer Erzählrunde des THEATER WILLY PRAML festgehalten wurde und biographischem
Material über die Pfungst-Familie, haben wir eine Frankfurter Familiensaga zusammen-gesetzt. Ein Stück Heimatgeschichte – an Ort und Stelle. Noch!
Bald werden die Gebäude der NAXOS-UNION umgestaltet, die Spuren, Gerüche und Ruinen verschwinden. Nichts wird mehr erinnern. Das Stück des Theater Willy Praml
wird der letzte Akt sein, bevor der Vorhang fällt; mehr Leben kann es auf einer „Bühne“ nicht geben. [© Theater Willy Praml]
www.theater-willypraml.de
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Aschenputtel Schauspiel mit Musik
Musik: Thomas Gabriel Text und Regie: Benjamin Baumann
Uraufführung: 26. Mai 06 im Rahmen der 22. Brüder Grimm Märchenfestspiele, Hanau
Mit:
Aschenputtel: Christiane Schneidt Stiefmutter:
Claudia Brunnert Prinz: Sebastian Wagner u.v.a.
Zum Stück:
Aschenputtel wird von ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern dazu gezwungen,
Küchenmagd zu sein. Ihr einziger Trost sind ihre zahmen Tauben. Als ein großer Ball zur Brautschau des Prinzen stattfindet, muss sie, während ihre Schwestern zum Ball gehen, Linsen sortieren.
Doch ihre Tauben helfen ihr dabei und bringen ihr am Grab ihrer Mutter ein schönes Ballkleid. So kann sie unerkannt zum Ball gehen. Dort tanzt der Prinz den ganzen Abend nur mit ihr. Als sie
frühzeitig den Ball verlässt, verliert sie einen Schuh. Der Prinz versucht, mit Hilfe des Schuhs die unbekannte Schöne zu finden. Die Stiefschwestern geben jeweils vor, diese Tänzerin zu
sein, doch Aschenputtels zahme Tauben weisen ihm den Weg zu seiner wahren Braut.
Aschenputtel thematisiert das Erlebnis, unverdient benachteiligt zu werden. Es ermuntert, eigene Vorstellungen auch angesichts scheinbar unüberwindlicher Widerstände zu verwirklichen, und
nährt die Hoffnung, dass unverschuldete Ungerechtigkeiten niemals lange andauern werden. Das Märchen erzählt, dass, selbst wenn niemand in der persönlichen Umgebung an einen glaubt, es doch
irgendwo Menschen gibt, die einen so schätzen und würdigen können, wie man ist. Anfangs ist Aschenputtel den ungerechtfertigten Demütigungen der Stiefmutter und ihrer Töchter ganz allein
ausgesetzt, auch der Vater ist nicht für sie da. Doch die zahmen Tauben helfen ihr, den Erniedrigungen zu entkommen und Liebe zu finden.
Termine:
Fr 26. Mai 20.30 Uhr Aschenputtel (Premiere) Sa 27. Mai 16.00 Uhr Aschenputtel + 20.30 Uhr So 28. Mai 15.00 Uhr Aschenputtel + 18.00 Uhr Do 22. Juni 18.00 Uhr Aschenputtel
Fr 23. Juni 16.00 Uhr Aschenputtel + 20.30 Uhr Do 06. Juli 18.00 Uhr Aschenputtel (ausverkauft) Fr 07. Juli 15.00 Uhr Aschenputtel Sa 08. Juli 16.00 Uhr Aschenputtel + 20.30 Uhr
Di 18. Juli 16.00 Uhr Aschenputtel + 20.30 Uhr So 23. Juli 15.00 Uhr Aschenputtel + 18.00 Uhr Di 25. Juli 16.00 Uhr Aschenputtel + 20.30 Uhr
Weitere Infos und Karten online bestellen: www.hanau.de (externer Link)
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Der Auftrag Erinnerung an eine Revolution
Von: Heiner Müller: Uraufführung:
16. November 1980 (Berlin, Volksbühne)
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 15. Februar 07
Regie: Martin Nimz Grundraum: Joep van Lieshout Bühne und Kostüme: Heike Hasse Video: Philipp Batereau Licht: Norman Plathe Dramaturgie: Jan Hein Regieassistenz: Ellen Waniek
Produktionsleitung und Ausstattungsassistenz: Julia Plickat Souffleuse: Christine Schneider Ton, Beleuchtung, Technik: Marcel Heyde
Technische Einrichtung: Matthias Rößler, Joachim Schröder Maske:
Anke Scharlach Requisite: Anja Becker, Uschi Trella Bühnenbildhospitanz: Tamara Zippel
Besetzung:
Debuisson: Roland Bayer Galloudec: Wolfgang Gorks Sasportas: Andreas Haase
ErsteLiebe: Abak Safaei-Rad
Engel der Verzweiflung: Ruth Marie Kröger
Mann im Fahrstuhl: Ruth Marie Kroöger, Andreas Haase, Abak Safaei-Rad, Wolfgang Gorks, Roland Bayer
Drei Abgesandte des französischen Konvents werden
1799 nach Jamaika geschickt, um einen Aufstand gegen die britischen Kolonialherren zu entfesseln. Während ihrer Mission gelangt Napoleon Bonaparte an die Macht und erklärt die Revolution für
beendet. Die drei Emissäre stehen plötzlich ohne Auftrag da. Die einen wollen weiterkämpfen, einer nur noch genießen. Wohin nun mit dem aufklärerischen Bewußtsein, wohin mit der Utopie? Wofür
kämpfen, wenn die Kampfmoral nicht mehr auf der Gewißheit beruht, daß man im Dienste des gesetzmäßigen Fortschritts handelt, wenn man im Augenblick des Genießens vom Engel der Verzweiflung
heimgesucht wird? Zentral ist die Frage nach dem Auftrag: Wie handle ich unter sich ständig verändernden Umständen?! Ist Handeln unter dieser Voraussetzung notwendig und möglich und wenn,
welche Konsequenzen hätte es? Heiner Müller legt nahe: Trotz des sicheren Todes, trotz der Gewißheit des Scheiterns ist eine „Blume der Hoffnung“ besser, als ohne Auftrag in den Genuß zu
fliehen. Verständlich nur aus dem Heute, für das es einen Auftrag gibt, der wiederum Utopie ist, die schon immer da war und in Zukunft kommen wird. [schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
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Außer Kontrolle Eine Farce von: Ray Cooney Deutsch von: Nick Walsh Uraufführung:
9. Oktober 1990 (London, Shaftesbury Theatre) Deutschsprachige Erstaufführung: 6. Februar 1992 (München, Komödie im Bayerischen Hof) Österreichische Erstaufführung:
6. März 1992 (Wien, Kammerspiele)
Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:
Premiere: 26. Juni 09 Inszenierung:
Henri Hohenemser Bühne und Kostüme: Stelios Vasikaridis
Besetzung:
Richard Willey: Hans Matthias Fuchs Der Manager: Matthias Kleinert
Der Kellner: Tilman Meyn Jane Worthington: Maika Troscheit Ein Körper: Gerd K. Wölfle George Pidgen: Hubert Schlemmer Ronnie Worthington:
Andreas Manz Pamela: Jutta Eckhardt Gladys: Sonja Mustoff
www.staatstheater-darmstadt.de
Zur Inszenierung als Mainzer Fastnachtsposse des MCV “Drunner un Dribber” im Staatstheater Mainz:
Bearbeitung: Heidi Pohl und Peter Krawietz jr.
Premiere: 29. Januar 08
Inszenierung: Heidi Pohl Musikalische Leitung: Michael Millard Bühne:
Annika Fischer Kostüme: Elena Meier-Scourteli Regie-Assistenz: Susanne Pohl Inspizienz: Anna Grabusinski Souffleuse: Bettina Hentschel
Besetzung;
Johannes Eckespitz: Peter Krawietz jr. Der Manager: Bernd Funke Roland Müller-Riesling: Franz Pohl Christine Morales: Claudia Reimers
Ein Körper: Jennifer Schorr Jonathan Nothnagel: Andreas Kerz Hector Morales: Markus Beer Nora Eckespitz: Sylvia Kipper Schwester Veronika:
Monika Eberle Frau Ruckelsberger: Ulrike Schilf
Besprechung auf kulturfreak.de
Drunner un dribber oder Die sinn völlig vun de Roll Mainzer Fastnachtsposse des MCV im Staatstheater Mainz
Felix Sänger (Jennifer Schorr), Jonathan Nothnagel (Andreas Kerz) und Nora Eckespitz (Claudia Reimers) Foto: MCV/Staatstheater Mainz
Was ist das, wenn es in dem bekannten Mainzer Luxushotel „Perris“ drunner un dribber geht, die Gäste sich zum Narren machen und das Personal völlig vun de Roll ist? Richtig,
in Määnz ist Fassenacht! Doch damit nicht genug: Am Fenster der nobelsten Suite des Hotels, Nr. 611, liegt eine Leiche. Der Starbüttenredner des großen Fastnachtsvereins „Die
Roten Nasen“, gerät zunehmend in Bedrängnis. Und sämtliche Damen geraten auf Abwege... Unter größtem Einsatz versucht ein Mann, die Moral zu retten. Dabei muss er sogar
das ein oder andere unmoralische Angebot machen. Aber auch, wenn alle völlig vun de Roll sind, erreicht das Narrenspiel ein turbulentes und überraschendes [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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Ein Seitensprung kann zu unerwünschten Verwicklungen führen Außer Kontrolle - Theater am Kurfürstendamm Foto: Thomas Grünholz
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Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm:
Premiere: 17. Juni 2007 bis 19. August 07
Regie:
Martin Woelffer Bühne: Tom Presting Kostüme: Polly Matthies
Mit:
Romanus Fuhrmann, Gisbert-Peter Terhorst, Wolfgang Grindemann, Viola Wedekind, Bruno Reinecker, Jacques Breuer, Sabine Urig, Konstanze Proebster
Außereheliche Affären boten immer schon reichlich Material für Komödienstoff. Gehen sie doch oft einher mit Lügen und peinlichen Vertuschungsaktionen. Läuft etwas schief bei dem
„Betrugsmanöver“, ist häufig eine Kette von Notlügen die Folge. Im Fall von Politikern können Seitensprünge nicht nur privaten, sondern auch politischen Ärger bereiten. Das wissen wir
spätestens seit Bill Clintons Affäre mit Monica Lewinsky. Autoren wie Ray Cooney und Neil Simon haben einen Seitensprung häufig zum Antriebsmotor ihrer Komödien gemacht.
Darum gehts In Cooneys „Außer Kontrolle“ verabredet sich Richard Willy (Romanus Fuhrmann), Minister der
konservativen Regierungspartei – auch Schoßhund der Kanzlerin genannt - zu einem Schäferstündchen mit Susanne (Viola Wedekind), der Sekretärin des Oppositionsführers. Eigentlich
sollte der Minister ja in einer Nachtsitzung im Parlament sein. Stattdessen genehmigt er sich einen
Seitensprung, Kaviar, Austern und Champagner in der Suite eines Luxushotels. Als Susanne in der
Suite eine Leiche (Bruno Reinecker) entdeckt, bestellt Willy seinen Sekretär Kurt (Jacques Breuer),
den Mann für alle Fälle, um die Affäre im Sinne der Regierung zu regeln. Doch alles geht schief, denn
nach und nach tauchen immer mehr ungebetene Gäste auf: Susannes eifersüchtiger Ehemann (N.N.) bringt das Chaos so richtig ins Rollen. Und dann gibt es da noch einen raffgierigen Kellner
(Wolfgang Grindemann), eine resolute, zugeknöpfte Krankenschwester (Konstanze Proebster), die zusehends offenherziger wird, einen äußerst pingeligen Hotelmanager (Gisbert-Peter Terhorst) und
nicht zuletzt Pamela (Sabine Urig), die Ehefrau des Ministers. Als die Leiche anfängt, sich zu
bewegen und sich als Privatdetetiv entpuppt, gerät das von Willy und Kurt konstruierte Lügengerüst völlig außer Kontrolle und der Zuschauer tritt eine Reise nach Absurdistan an.
Cooney zeigt mit „Außer Kontrolle“ wieder einmal, dass er ein Meister der akribisch genau konstruierten Katastrophe ist – in atemberaubenden Tempo jagt er seine Figuren von einem Unglück
ins nächste - sehr zur Freude der Zuschauer.
Der Autor Ray Cooney hat ein Faible für Seitensprünge – zumindest in seinen Komödien.
Bereits als 14-jähriger stand er auf der Bühne. Über die Schauspielerei kam er zum Schreiben und wurde einer der erfolgreichsten britischen Dramatiker. Sein erstes Stück „On
for the Pot“ brach alle Zuschauerrekorde und stand 4 Jahre im Londoner Westend auf dem Programm. Danach hat Cooney noch 16 weitere Stücke verfasst, die in über 40
Sprachen übersetzt wurden - alles Komödien. Gefragt, warum er sich auf das Genre festgelegt hat, antwortete er in einem Interview: „Ich möchte die Zuschauer zum Lachen
bringen. Deswegen erzähle ich immer Geschichten, in denen ganz normalen Menschen Außergewöhnliches geschieht – in dieser Hinsicht funktioniert die Komödie wie die Tragödie.“
Als Regisseur und Produzent war Cooney verantwortlich für über 30 Produktionen. Darunter Erfolge wie „They´re Playing Our Song“, „Bodies“, „Chicago“ und „Children of a
Lesser God“. 1983 gründete er die Theatre of Comedy Company und wurde deren künstlerischer Direktor. In dieser Funktion produzierte er unter anderem „Pygmalion“ mit Peter
O´Toole. Trotzdem arbeitete er auch immer wieder als Schauspieler.
Sein Stück „Außer Kontrolle“ wurde 1990 in London uraufgeführt und gewann im darauffolgenden Jahr den Olivier Award für die beste englische Komödie.
2005 wurde Cooney zum „Officer of the British Empire“ für seine Verdienste für das britische Theater ernannt.
Der Politiker Romanus Fuhrmann
Dass Politiker durchaus kreativ sein können, stellt Romanus Fuhrmann in der Rolle des Richard Willy unter Beweis. Aus Angst, sein Fehltritt könnte entlarvt werden, erfindet er
ein geradezu schwindelerregendes Lügenkonstrukt.
Fuhrmann wurde am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ausgebildet und war unter anderem am Schauspiel Frankfurt und am Wiener Burgtheater engagiert. 1998 trat er erstmals im
Theater am Kurfürstendamm auf: In Woody Allens „Bullets over Broadway“. 2006 stand er in Klaus Maria Brandauers Inszenierung der „Dreigroschenoper“ mit Darstellern wie
Katrin Saß und Gottfried John im Admiralspalast auf der Bühne. In diesem Jahr konnte man ihn in der Rolle des Ernst Ludwig in „Cabaret“ in der Bar jeder Vernunft auf der Bühne erleben.
In der Vaganten Bühne war er in „Antigone“ in der Rolle des Kreon zu sehen.
Der Handlanger Jacques Breuer
Den erst unwilligen, aber dann doch begeisterungsfähigen Sekretär von Richard Willy, Kurt, spielt Jacques Breuer.
Breuer stammt aus einer Schauspielerfamilie. Noch während seiner Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München debütierte er 1975 in Brechts „Die Gewehre der
Frau Carrar“ an den Kammerspielen. Sein erstes Engagement nach der Ausbildung führte ihn an das Münchener Residenztheater. Weitere Bühnenerfahrung sammelte er an der
Komödie München, am Volkstheater Wien, dem Theater an der Wien und den Sommerspielen Wien. Von 1977 bis 1979 war er Ensemblemitglied des Bayerischen Staatsschauspiels.
Viele kennen ihn vom Fernsehen. In TV-Serien wie „Derrick“, „Der Alte“, „Wolffs Revier“, „Tatort“ und „Der Bulle von Tölz“ übernahm er Episodenhauptrollen. Zudem wirkte er in
zahlreichen Fernsehspielen mit.
Neben seiner Tätigkeit als Theater- und Fernsehschauspieler arbeitet er auch erfolgreich als Synchronsprecher und lieh z.B. Viggo Mortensen alias Aragorn in „Der Herr der
Ringe“-Trilogie seine Stimme.
Die Politikergattin Sabine Urig Sabine Urig spielt Pamela Willy, die etwas begriffsstutzige Politikergattin.
Urig begann ihre Karriere am Theater. Sie arbeitete u.a. für die Kammerspiele Mainz, das Hans-Otto-Theater Potsdam und das Renitenztheater Stuttgart. In Berlin trat sie u.a. im
BKA, dem Jungen Theater und der Vaganten Bühne auf. 1993 begann ihre Film- und Fernseharbeit. Sie spielte diverse Rollen in Spielfilm-, Serien- und Fernsehspielproduktionen
und drehte mit Regisseuren wie Markus Imboden, Ralf Huettner, Kai Wessel und Hermine Huntgeburth. In dem Film „Mein unbekannter Ehemann“ von Andreas Dresen, der den
Förderpreis des Max-Ophüls-Festivals 1994 in Saarbrücken gewann, spielte sie die weibliche Hauptrolle. In der TV-Serie „Familie Heinz Becker“ machte sie in der Rolle der
Mutter bundesweit auf sich aufmerksam. Hierfür wurde sie 2004 mit dem Deutschen Comedy Preis in der Kategorie Beste Serie ausgezeichnet.
Ebenfalls dabei sind Gisbert-Peter Terhorst, der zuletzt in Jürgen Wölffers Inszenierung des Klassikers „Der Hauptmann von Köpenick“ auf sich aufmerksam machte, Konstanze
Proebster, Viola Wedekind, Wolfgang Grindemann sowie Bruno Reinecker .
Der Regisseur
Martin Woelffer gab 1990 anlässlich der Eröffnung des magazin-Theaters am Kurfürstendamm sein Regiedebüt mit Molières „Der Menschenfeind“. Es folgten viele weitere
Inszenierungen wie „Katzelmacher“ (Fassbinder), „Das kunstseidene Mädchen“ (Greiffenhagen/Keun), „Glückliche Zeiten“ (Ayckbourn), „Ein unmögliches Paar“ (Simon),
„Amphitryon“ (Kleist), „Bullets over Broadway“ (Allen), „Männer“ (Wittenbrink), „Klassentreffen“ (Chatten), die Uraufführungen von „Fabian – Geschichte eines Moralisten“
(Kästner), „Galanacht“ (Schneyder) „Veronika, der Lenz ist da – Die Comedian Harmonists“ sowie „Jetzt oder nie – Die Comedian Harmonists Teil 2“ (beide Greiffenhagen).
Zuletzt führte er Regie bei einer Neuauflage von Molières „Menschenfeind“ Seit August 2004 leitet er die beiden Berliner Traditionsbühnen Theater und Komödie am Kurfürstendamm.
Kartenpreise Di bis Do 36/25/13€ und Fr/Sa/So 39/28/17€ Premieren 47/36/24€ alle Preise inklusive Programmheft Voraufführungen 19 € auf allen Plätzen
KOMÖDIE um VIER 19 € (nur mittwochs) auf allen Plätzen Karten 030/88 59 11 88 und unter www.komoedie-berlin.de |
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Beautiful Thing
Von: Jonathan Harvey Deutsch von: Peter Torberg Uraufführung:
28. Juli 1993 (London, The Bush Theatre) Deutschsprachige Erstaufführung: 11. Januar 2008 (Bonn, Junges Theater Bonn
Beautiful Thing ist eine aufrichtige, gefühlvolle
Geschichte über zwei Jungen im Teenager-Alter, die lernen, ihre Sexualität zu akzeptieren und mit den Folgen umzugehen, die ihre Entscheidungen auf die Menschen in ihrer Umwelt haben.
Die Geschichte konzentriert sich auf zwei Nachbarn: Jamie und Ste, zwei 16-jährige Jugendliche, die im Thamesmead Estate leben, einer typischen Londoner "Arbeiterklasse"-Wohngegend.
In der mittleren Wohnung wohnen Jamie, ein schüchterner, kluger Junge, und seine Mutter Sandra, die in einer Kneipe arbeitet. Jamie durchlebt einige Probleme in der Schule, sehr zum Ärger
seiner temperamentvollen Mutter, die unter ihrer schlechten finanziellen Lage leidet und damit beschäftigt ist, eine ernsthafte und tiefergehende Beziehung mit Tony einzugehen, einem etwas
durchgeknallten jüngeren Mann. In der Nachbarwohnung wohnt Ste, athletisch und gut aussehend, zusammen mit seinem Bruder Trevor und seinem Vater, deren Jähzorn und Schlägen er sich häufig
ausgesetzt sieht.
Nachdem Ste wieder einmal verprügelt wurde, gewährt ihm Jamies Mutter Unterschlupf und lässt ihn im Zimmer ihres Sohnes übernachten. Jamie fängt an zu erkennen, dass
er stärkere Gefühle für den Nachbarsjungen hegt. In der Folge sucht Ste nach den Misshandlungen seiner Angehörigen immer häufiger Zuflucht bei Jamie. Allmählich erkennt Ste, dass er bei
seinem Nachbarn das Verständnis, die Geborgenheit und die Zuneigung findet, nach der er sich immer gesehnt hat. Auch er fühlt sich mehr und mehr von Jamie angezogen.
Doch sich zu ihrer
Liebe bekennen und zu ihr zu stehen, ist alles andere als einfach in dieser harten Umgebung. Sie bemühen sich, ihre Beziehung geheim zu halten. Doch bald erfährt Sandra von Gerüchten um das
Liebesleben ihres Sohnes. Als sie ihn mit der Frage konfrontiert, ob er homosexuell sei, entschließt sich Jamie, die Wahrheit zu sagen...
Mit Beautiful Thing hat der englische
Autor Jonathan Harvey eine erfrischend aufrichtige, einfache Geschichte geschrieben. Ohne in Sentimentalität abzugleiten oder in Klischees zu verfallen, gelingt es ihm, in eindrücklichen
Bildern zu beschreiben, welch eine "schöne Sache" die Liebe zwischen zwei Menschen sein kann, egal welchen Geschlechts beide sind, aber auch welche Probleme entstehen können und wie
sowohl die direkt beteiligten Personen als auch die Umwelt damit umgehen.
Das Stück wurde erstmals im Bush Theatre in London am 28. Juli 1993 aufgeführt und ein Jahr später mit dem
John Whiting Award ausgezeichnet. Kurze Zeit später wurde es von Harvey zu einem Drehbuch erweitert, welches von Channel Four Films 1996 mit Glen Berry und Scott Neal als Jamie und Ste unter
der Regie von Hettie MacDonald verfilmt wurde. In einem Interview erklärte Harvey, auch mit Rückblick auf das Thema seines Stückes Beautiful Thing: "Als ich 18 war und mein Coming Out
versuchte, wusste ich noch nicht so recht, was ich sagen sollte. Meine Mutter fragte mich Sachen wie: ´Warum bist du schwul?´ Ich konnte ihr nicht antworten. Heute würde ich vielleicht sagen:
´Warum bist du hetero?´ Aber das nur, weil sich die Gesellschaft verändert hat." (XY, Ausgabe April/Mai 1997)
Jonathan Harvey wurde 1968 in Liverpool geboren und gilt
als einer der interessantesten englischen Theaterautoren der jüngeren Zeit. Er studierte an der University of Hull, wo er auch seine ersten Theaterstücke verfasste, und wurde anschließend
Lehrer an einer Gesamtschule in Thamesmead, London. Dort erhielt er den Auftrag, ein Stück für das Royal Court Young People´s Theatre zu schreiben: "Wildfire", welches 1992 im Royal
Court Theatre Upstairs uraufgeführt wurde. Zu seinen weiteren Werken zählen "Babies" (1994, ausgezeichnet mit dem George Devine Award und dem Most Promising Playwright Award des
Evening Standard) und "Boom Bang A Bang" (1995) sowie "Guiding Star" (1998), "Hushabye Mountain" (1999) und "Out In The Open" (2001). Außerdem
verfasste er Drehbücher für das Fernsehen, darunter die erfolgreiche Comedy-Serie "Gimme Gimme Gimme". Zuletzt schrieb Harvey das Buch zum Pet Shop Boys-Musical "Closer to
Heaven".
Jonathan Harvey lebt und arbeitet als freier Autor in London. [© Felix Bloch Erben, Berlin]
www.jt-bonn.de
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Buddenbrocks Nach dem Roman von Thomas Mann
Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt: Bearbeitung von: John von Düffel (*. 20. Oktober 1966)
Premiere: 13. September 08
Inszenierung: Peter Hailer Bühne und Kostüme:
Etienne Pluss
Besetzung: Tony: Christina Kühnreich Gerda: Iris Melamed Konsulin: Margit Schulte-Tigges Thomas: Matthias Kleinert
Christian: Andreas Manz Konsul: Gustl Meyer-Fürst Kesselmeyer: Hubert Schlemmer Morten: Stefan Schuster Grünlich: Tom Wild
Permaneder: Gerd K. Wölfle
Im Innern brodelt es Buddenbrooks eröffnen die Spielzeit 2008/09 im Schauspiel des Staatstheater Darmstadt
Traditionsbewusstsein
oder Selbstfindung, Pflichterfüllung oder Selbstverwirklichung?, Vernunft oder Gefühl? – im Familienunternehmen Buddenbrook ist die Antwort auf solche Fragen eindeutig. Wo wirtschaftlicher
Erfolg die Voraussetzung für das Glück im Privaten ist, sind die Prioritäten klar. Und die Zukunft ist vorgezeichnet. So war es bei den Eltern und Großeltern. Und so gilt es auch für die
Geschwister Thomas, Christian und Tony Buddenbrook. Doch was geschieht, wenn eines Tages die Geschäftserfolge ausbleiben, wenn der Markt sich verändert und mit alten Kaufmannstugenden keine
Gewinne mehr zu erzielen sind? Was gibt dann noch Halt? Im Innern brodelt es. Als erste schlittert Tony in die private Katastrophe. Statt ihr ein Bilderbuch-Leben in Reichtum und Glück zu
bescheren, erweist sich die vom Vater eingefädelte Vernunftehe als kapitale Fehlinvestition. Für Thomas wird die Verantwortung als Familienoberhaupt und Firmenchef nach dem Tod des alten
Konsuls zunehmend zur Bürde, während der kränkelnde Christian sich immer mehr dem Familien-Diktat verweigert. Als nach dem Tod der Konsulin das Ausmaß der wirtschaftlichen Bedrängnis offenbar
wird, brechen sich die Emotionen endlich Bahn.
Mit seinem 1901 erschienen Roman-Erstling schuf der 22-jährige Thomas Mann ein Stück Weltliteratur der Superlative, und das nicht nur
hinsichtlich der Seitenzahl und für die damalige Zeit außergewöhnlich hohen Verkaufszahlen, sondern auch 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur gekrönt wurde.
Mit seiner
Bühnenbearbeitung der Buddenbrooks hat John von Düffel das dramatische Potential des Romans entdeckt und freigelegt. Ohne der Vorlage Thomas Manns auch nur ein fremdes Wort hinzuzufügen,
entfaltet er mit sicherem Gespür für dramatische Momente und der Konzentration auf die Generation der Geschwister Thomas, Christian und Tony Buddenbrook als Hauptfiguren ein psychologisches
Kammerspiel, das Thomas Manns Liebe zum Theater vielleicht postum in Erfüllung gehen lässt. Dem 1966 geborenen Autor und Dramaturgen John von Düffel bescherte sein Debütroman „Vom Wasser“,
der Geschichte einer Industriellenfamilie, 1998 den literarischen Durchbruch. Zuletzt erschien der Roman „Beste Jahre“ (2007).
Die Regie liegt in den bewährten Händen Peter
Hailers, der sich in Darmstadt - zuletzt mit Priestleys „Ein Inspektor kommt“ - als Experte für Theater mit psychologischem Feinschliff erwiesen hat. [© Staatstheater Darmstadt]
Ein Essen für die Buddenbrooks Mit einem Büffet a la Buddenbrooks haben sich Zuschauer für die Premierenfeier am 13. September etwas Besonderes ausgedacht. Premierengäste, die sich
beteiligen möchten, finden Rezeptvorschläge auf der Homepage des Staatstheaters unter dem Strichwort „Ein Essen für die Buddenbrooks“.
Ermöglicht wird das Essen mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde des Staatstheaters e.V. www.staatstheater-darmstadt.de
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 13. September 2008 (schmidtstrasse 12)
Regie: Cilli Drexel
www.schauspielfrankfurt.de
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Clavigo Ein Trauerspiel in fünf Akten
Von:
Johann Wolfgang von Goethe Uraufführung: 23.8.1774 (Hamburg)
Zur Inszenierung des Schauspiel Frankfurt:
Premiere: 5. September 10 (Bockenheimer Depot)
Regie: Alice Buddeberg Bühne: Sandra Rosenstiel Kostüme: Martina Küster Musik: Stefan Paul Goetsch Dramaturgie: Alexandra Althoff
Besetzung:
Clavigo: Christoph Pütthoff Carlos: Thomas Huber Marie: Kathleen Morgeneyer Buenco: Viktor Tremmel
Clavigo Schauspiel Frankfurt Clavigo (Christoph Pütthoff) © Birgit Hupfeld
Clavigo liebt Marie. Aber zugleich liebt der Dichter und Archivarius des Königs Ruhm und Anerkennung. Er will privates und öffentliches Glück in Harmonie miteinander
verbunden sehen. Aber was tun, wenn die Karriere durch die Wahl der Geliebten einen jähen Abbruch erfährt? Und was gilt die Liebe noch, wenn sie den gesellschaftlichen
Aufstieg bedroht? Clavigo steht zwischen den Fronten: Auf der einen Seite zerrt sein Freund Carlos an ihm und lockt mit Macht und Geld, auf der anderen Seite stehen Marie
und sein Liebesversprechen. Clavigo kann sich nicht entscheiden, weder für die Bürgerlichkeit noch für einen ehrgeizigen Karrierismus. Das, was ihn umgibt, ist das, was ihn
bestimmt. Und so wird er von einer Gefühlswelt in die nächste katapultiert und verliert darüber nicht nur sich selbst, sondern auch Marie.
1774 schrieb Goethe in acht Tagen das Stück nieder, inspiriert von den soeben erschienenen Memoiren Beaumarchais’, der seine Schwester zu rächen suchte. Aber auch in
Goethes eigener Vergangenheit finden sich Spuren: Die aus Ehrgeiz verlassene Marie verweist auf seine Jugendliebschaft, Friederike Brion, die er nach der Verlobung überstürzt verließ.
Alice Buddeberg, geboren 1982 in Frankfurt am Main, ist seit 2008 Absolventin der Hamburger Theaterakademie. Sie inszenierte am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg,
am Bremer Theater, am Deutschen Theater Göttingen und am Theaterhaus Jena. In der Spielzeit 2009/10 inszenierte sie »Hedda Gabler« von Henrik Ibsen am Schauspiel
Frankfurt und wurde mit dieser Arbeit zu dem Münchner Festival »Radikal jung« eingeladen.
Zum Regieteam
Alice Buddeberg (Regie)
Geboren 1982 in Frankfurt am Main, ist seit 2008 Absolventin der Hamburger Theaterakademie. Sie inszenierte am Theater Bremen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg,
auf Kampnagel in Hamburg, am Schauspielhaus in Wien und regelmäßig am Theaterhaus Jena. In der Spielzeit 2009/2010 inszenierte sie »Hedda Gabler« von Henrik Ibsen am
Schauspiel Frankfurt. Alice Buddeberg arbeitet regelmäßig mit Sandra Rosenstiel, Martina Küster und Stefan Paul Goetsch zusammen.
Sandra Rosenstiel (Bühne)
Geboren 1982 in Rodewisch, absolvierte ihre Ausbildung zur Schaugewerbegestalterin in Plauen. Nach zwei Jahren als Ausstattungsassistentin am Theaterhaus Jena, nahm
sie 2006 ihr Bühnenbildstudium an der Universität der Künste Berlin auf. Seit 2008 studiert sie Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Martina Küster (Kostüme)
Geboren 1967 in Hamburg. Sie absolvierte eine Ausbildung für Schneidertechnik und Mode sowie das Diplomstudium Modedesign an der Hochschule der Künste in Bremen.
Nach einer zweijährigen Assistenz am Schauspielhaus Hamburg, arbeitet sie seit 2004 als Kostümbildnerin.
Stefan Paul Goetschm (Musik)
Komponist und Songwriter, geboren 1978 in Freiburg, studierte systematische Musikwissenschaft und Anglistik an der Universität Hamburg. Stefan Paul Goetsch ist Mitglied
der Band »The Dance Inc.«, sowie des Dance-Projektes »Koch&Goetsch« und veröffentlicht elektroakustische Musik unter seinem eigenen Namen. [© Schauspiel
Frankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 15. September 06
Inszenierung:
Cornelia Crombholz Bühne und Kostüme: Nikolaus Porz
Liebe oder Karriere? Der ehrgeizige junge Schriftsteller Clavigo hat sich am spanischen Hofe hochgearbeitet. Auf dem Weg nach ganz oben stört ein vor Zeiten und unter ganz
anderen Umständen eingegangenes Ehe-Versprechen mit dem einfachen Mädchen Marie Beaumarchais. Mit Hilfe des weltklugen und aalglatten Carlos hat Clavigo sich längst
von ihr und den alten Verhältnissen gelöst und sie verlassen. Maries Bruder taucht auf und droht, ihn gesellschaftlich bloßzustellen. Halb aus Angst, halb aus alter Neigung
schwört er der Unglücklichen erneut seine Liebe - um den Schwur bei der nächsten Gelegenheit wieder zu brechen. Wankelmütig und beeinflussbar ist der ehrgeizige Clavigo in
Goethes Psychodrama. Eine Entscheidung würde Verzicht bedeuten, entweder auf eine aussichtsreiche Zukunft und Karriere oder auf die Geliebte.
"Clavigo" inszeniert die Regisseurin Cornelia Crombholz. Sie absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Film & Fernsehen "Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg und
studierte Regie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sie inszenierte u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Berliner Ensemble und dem Bayerischen Staatsschauspiel München.
Am Schauspielhaus Graz war sie seit Beginn der Direktion von Matthias Fonheim mit zwei Inszenierungen pro Spielzeit vertreten.
www.staatstheater-mainz.de
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Deathtrap - Das Mörderspiel
Von: Ira Levin Uraufführung:
26. Februar 1978 (New York, Music Box Theatre)
Zur Inszenierung des English Theatre Frankfjurt:
Premiere: 19. April 08 Spielzeit bis: 25. Juni 08
Der sechsundvierzigjährige Bühnenautor Sidney Bruhl (in der Verfilmung von Michael Caine gespielt) ist ausgebrannt.
Während er früher einen Erfolg nach dem anderen feierte, fielen seine letzten vier Stücke bei den Premieren durch und
wurden von den Kritikern verrissen. Sein Geld hat er aufgebraucht. Verzweifelt sitzt er in seinem Wohnhaus, einer
umgebauten Windmühle. Das alles gehört Myra, der herzkranken und äußerst schreckhaften Frau, mit der er seit elf
Jahren verheiratet ist. Clifford Andersen (in der Verfilmung von Christopher Reeve gespielt), der vor einigen Jahren
eines der Schreib-Seminare von Sidney Bruhl besucht hatte, schickt ihm das Manuskript seines ersten Bühnenstücks - und Sidney Bruhl erkennt sofort, dass es brillant ist und nicht einmal von einem schlechten Regisseur kaputt gemacht
werden könnte. Es heißt "Deathtrap".
Myra glaubt zunächst, dass Sidney Spaß macht, als er überlegt, den jungen Autor in eine Todesfalle zu locken, ihn
umzubringen und das Stück unter seinem eigenen Namen herauszubringen. Doch Sidney meint es ernst: Er ruft Clifford an und rät ihm, das "durchaus brauchbare" Stück mit Hilfe eines erfahrenen Bühnenautors zu überarbeiten. Clifford
sagt ihm, niemand sonst wisse von dem Stück, er habe es geschrieben, während er auf das Haus eines nach Europa
verreisten Ehepaars aufpasste. Angehörige habe er auch keine. Außer dem Original und der Kopie, die er seinem
verehrten Lehrer schickte, gebe es keine weiteren Exemplare. Sidney bietet Clifford an, ihm bei der Überarbeitung zu helfen und lädt ihn ein, mit dem Original zu anzureisen. Einige Zeit später trifft Clifford mit dem Zug ein und wird von dem
Ehepaar Bruhl freundlich aufgenommen. Sidney erklärt sich bereit, die Arbeit an seinem eigenen Stück - "Deathtrap" (Todesfalle) - aufzuschieben, um seinem früheren Schüler bei der Überarbeitung des "Mörderspiels" zu helfen. Als
Clifford die an einer Wand hängenden Keulen, Messer und Schusswaffen bestaunt, die alle in Sidneys Stücken eine
Rolle spielten, fordert dieser ihn auf, Handschellen auszuprobieren, die dem legendären Entfesselungskünstler Harry Houdini (1874 -1926) gehört haben sollen. Clifford bekommt sie jedoch nicht wieder auf, und Sidney erdrosselt den Besucher mit einer Kette. Myra hilft ihm, die Leiche im Gemüsebeet zu vergraben. Kurze Zeit später taucht die
holländische Hellseherin Helga Jen Dorp, die für einige Zeit in der Nähe wohnt, bei Myra und Sidney auf. Sie ist sehr
beunruhigt und spürt Schmerz in dem Haus ihrer Nachbarn. Einem Dolch, den sie von der Wand nimmt, sieht sie an,
dass eine schöne Frau ihn häufig in der Hand hielt. Sidney bestätigt es: Er wurde in einem seiner Stücke Abend für
Abend von einer attraktiven Schauspielerin getragen. Helga Ten Dorp sagt voraus, der Dolch werde bald wieder
benutzt werden, diesmal jedoch nicht nicht in einem Theaterstück, sondern wegen eines Theaterstücks. Sie fühlt eine
tödliche Gefahr. Das Haus sei eine Todesfalle, warnt sie die Bruhls. Mitten in der Nacht kehrt der vermeintlich Tote ins
Haus zurück und erschreckt Myra so, dass sie an einem Herzanfall stirbt: Die beiden homosexuellen Männer haben
alles inszeniert, um Myra zu töten und an ihr Erbe zu kommen. "Das Mörderspier' verbrennen sie; es diente nur zur Täuschung Myras. Nach Myras Beerdigung bleibt Clifford als
angeblicher Sekretär bei Sidney. Doch während Sidney untätig herumhängt, schreibt Clifford eifrig an einem eigenen Bühnenstück über die Ermordung Myras und die daraus
folgenden Ereignisse: "Deathtrap". Das gefällt Sidney gar nicht, und es kommt zum Streit. Während Sidney drei Wochen nach Myras Tod erstmals aus ist, um mit seinem Freund
und Rechtsanwalt Porter Milgrim zu essen, kommt Helga Ten Dorp erneut herüber und fragt Clifford wegen des tobenden Gewitters nach Kerzen. Den gerade zurückkehrenden
Hausherrn warnt sie vor seinem "Sekretär". Von dem gehe tödliche Gefahr aus; er müsse ihn unverzüglich fortschicken. Sobald Helga Ten Dorp gegangen ist, nimmt Sidney
einen Revolver von der Wand , zielt auf Clifford und drückt ab. Es klickt nur: Clifford hat die Patronen herausgenommen und einen anderen Revolver damit geladen, den er nun in
die Hand nimmt. Er zwingt Sidney, sich mit Handschellen an einen Stuhl zu fesseln. Er werde packen, kündigt er an, sich ein Taxi rufen und verschwinden. Sidney befreit sich
aus den Houdini-Handschellen, greift sich eine Armbrust, legt einen Pfeil ein und schießt ihn Clifford in den Rücken. Unvermittelt taucht Helga Ten Dorp wieder auf. Durch das
Gewitter ist die Stromversorgung zusammengebrochen. Sidney versucht, sich im Licht der Blitze zu orientieren. Er greift nach dem Dolch. Helga Ten Dorp bewaffnet sich mit
einem Revolver, aber der schwer verletzte Clifford, der wieder zu sich gekommen ist, packt sie am Fußknöchel und bringt sie zu Fall. Im Dunkeln findet ein wilder Kampf statt.
Ire Levin (* 27, August 1929 in New York) ist ein Autor und Drehbuchautor, bekanntesten Werke sind „Die Frauen von Stepford" und „Rosernaries Baby". Levin studierte an der
New York University Philosophie und Englisch. Sein erster Roman “A Kiss before Dying” (1953) wurde mit dem Edgar Award ausgezeichnet. Ira Levin lebt in New York. [ Q. & ©
English Theatre Frankfurt]
Bibliografie 1952 - A Kiss Before Dying 1970 - This perfect day (dt: Die sanften Ungeheuer, 1972) 1967 - Rosemary's Baby (dt. Rosemaries Baby)
1972 - The Stepford Wives (dt. Die Frauen von Stepford auch: Die Roboterfrauen, 1977) - Die Frauen von Stepford ist ein 1972 erschienener Roman von Ira Levin. Ein Film zu
diesem Buch wurde 1975 von Bryan Forbes mit Katharine Ross gedreht (von manchen als Kultfilm betrachtet), eine zweite Verfilmung mit Nicole Kidman entstand im Jahr 2004,
siehe Die Frauen von Stepford (2004) 1974 - Veronica's Room 1978 - Deathtrap 1991 - Sliver 1997 - Son of Rosemary (dt. Rosemarys Sohn)
Verfilmungen
1956 - Ein Kuß vor dem Tode (A Kiss Before Dying) - Regie: Gerd Oswald 1958 - Blindgänger der Kompanie (No time for sergeants) - Regie: Mervyn LeRoy
1962 - Tu das nicht, Angelika (Critic's choice) - Regie: Don Weis 1967 - Rosemaries Baby (Rosemary's Baby) - Regie: Roman Polanski
1975 - Die Frauen von Stepford (The Stepford Wives) - Regie: Bryan Forbes 1977 - The Boys from Brazil - Regie: Franklin l Schaffner
1980 - Terror in New York (Revenge of the Stepford wives) - Regie: Robert Fuest 1982 - Das Mörderspiel (Deathtrap) - Regie: Sidney Lumet 1991 - Der Kuß vor dem Tode
1993 - Sliver - Regie: Phillip Noyce - mit Sharon Stone 2004 - Die Frauen von Stepford (The Stepford Wives) - Regie: Frank Oz
www.english-theatre.org
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Don Quijote nach den Motiven des Romans von Miguel de Cervantes
Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt:
Premiere: 20. Dezember 07 (schmidstrasse12) Regie: Simon Solberg Ausstattung:
Sebastian Hannak Video: Philipp Batereau Dramaturgie: Raphael Kassner Ton, Beleuchtung, Technik: Matthias Rößler Technische Einrichtung:
Marcel Heyde, Joachim Schröder Regieassistenz: Johann Kuithan Ausstattungsassistenz: Jana Lünsmann Maske: Anke Scharlach Requisite: Uschi Trella
Regiehospitanz: Isabel Berghout Ausstattungshospitanz: Leon Schmid, Pauline Voß
Darsteller: Don Quijote: Sebastian Schindegger Sancho Pansa: Moritz Peters Kortex: Bert Tischendorf Limbus: Michael Lucke
Wahres, Mögliches und schlichtweg Erlogenes über Cervantes’ Ritter von der traurigen Gestalt –
so lange bis der »Einfluss der Gestirne wechselt«. Wer möchte schon zu denen gehören, die keine Kraft zum Träumen mehr haben?
Vor 400 Jahren schrieb Miguel de Cervantes seinen Roman Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha. Der
arme Landadlige Don Quijote verschlingt Ritterromane bis er schließlich überzeugt ist, als heldenhafter Ritter die Welt und die unschuldigen Jungfrauen retten zu müssen. So zieht er aus und
erlebt zahllose Abenteuer, in denen Dirnen zu Burgfräulein werden, eine Schenke zu einer Burg und schließlich – wer kennt dieses Bild nicht – Windmühlen zu Riesen. Der junge Regisseur Simon
Solberg adaptiert den Roman in einer eigenen Textfassung für die Bühne und überprüft ihn auf seine Gegenwärtigkeit. Wer sind diese Riesen in unserer Zeit? Wer ist dieser Ritter, wenn er sich
heraus in die Gegenwart wagt und Riesen sucht, die er zu bekämpfen glaubt? Mit großem Erfolg hat Simon Solberg in der letzten Spielzeit schon Heinrich von Kleists Die Familie
Schroffenstein zeitgemäß inszeniert. Diese Inszenierung wurde Anfang Dezember vom Hamburger Publikum ebenfalls mit großer Begeisterung aufgenommen, als sie im Rahmen der Heimspiel-Woche am Thalia Theater gastierte.
Sebastian Schindegger gibt diesen modernen Ritter der traurigen Gestalt, einen Don Quijote der Globalisierung und des Kapitalismus, der Rationalisierung und des Stellenabbaus. Seine
Windmühlen sind gewachsen und ragen in der Bankenmetropole Frankfurt am Main über unsere Köpfe. Sebastian Schindegger nimmt als Don Quijote den Kampf gegen die modernen Windmühlen auf.
Sieben Millionen Zuschauer sahen den jungen Schauspieler am 5. Dezember, als er in dem vielgelobten ARD-Fernsehfilm Späte Aussicht als osteuropäischer Altenpfleger zu überzeugen
wusste. Am schauspielfrankfurt begeisterte er zuletzt als Schauspieler und Regisseur in der Produktion Der futurologische Kongress Publikum und Presse gleichermaßen. [©
schauspielfrankfurt]
Besprechung auf kulturfreak.de
www.schauspielfrankfurt.de
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Drei Mal Leben („Trois versions de la vie“)
Von: Yasmina Reza (* 1. Mai 1959) Uraufführung:
29. Oktober 2000 (Wien, Burgtheater/Akademietheater)
Zur Inszenierung des Freien Schauspiel Ensemble, Frankfurt:
Premiere: 22. September 07
Weitere Vorstellungen: 28./ 29. September, 5./ 6./ 12./ 13. Oktober, 2. / 3. / 30. November 07 jeweils um 20 Uhr
Inszenierung: Reinhard Hinzpeter Bühne:
Gerd Friedrich
Darsteller Henri: Hans-Peter Schupp Sonja: Bettina Kaminski Hubert Finidori: Adrian Scherschel Ines Finidori:
Michaela Conrad
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Drei Mal Leben Freies Schauspiel Ensemble, Frankfurt
v.l. Bettina Kaminski, Michaela Conrad, Hans-Peter Schupp, Adrian Scherschel Foto: Felix Holland
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Ein panischer Schrecken in der Abendstunde: „Die Finidoris kommen!“ – Der wichtige Besuch steht einen Tag zu früh vor der Tür. Nichts ist vorbereitet, der Kühlschrank leer. –
Eine ganz gewöhnliche Katastrophe nimmt ihren Lauf: Ein modernes Ehepaar, SIE Rechtsanwältin, ER Astronom - gerade noch im heiligen Clinch über die moderne Erziehung
ihres Kindes – kämpft nun mit Chips, Salzstangen, Kümmelkeks und hinreichend Alkohol darum, vor dem hohen Besuch, dem berühmten Kosmologie-Experten Finidori und seiner
Frau Gemahlin, das Gesicht zu wahren. Aber statt Eindruck zu schinden, stellen sie sich gegenseitig bloß in ihren Schwächen und provozieren ganz nebenbei einen
entlarvenden Show-down ihrer Gäste. Zutage tritt allerseits: Eitelkeit, Geltungssucht, Sozialneid, Versagensangst, Frustration, Inhaltslosigkeit usw.
In der Komödie der französischen Erfolgsautorin Yasmina Reza kommen die Finidoris dreimal. Dreimal ereignet sich die gleiche Katastrophe. Aber dreimal nimmt sie einen
unterschiedlichen Verlauf: immer überraschend, immer allzu bekannt, immer lächerlich, immer schlimm – ein hinreißendes gruppendynamisches Experiment in 3 Variationen: Ende offen.
Kartenpreise: € 15 / ermässigt € 10 Kartenbestellungen: Tel: 069 / 596 94 90 / Fax: 069 / 955 20 658 / eMail: kontakt@freiesschauspiel.de Kartenvorverkauf: Frankfurt Ticket, Tel: 069 / 1340 400, www.frankfurtticket.de www.freiesschauspiel.de
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Drei Schwestern
Von:
Anton Tschechow Deutsche Fassung von: Angela Schanelec Nach einer Übersetzung von: Arina Nestieva
Zur Inszenierung des Schauspiel Hannover beim Berliner Theatertreffen 06:
Vorstellungen: Fr 19. – So 21. Mai 1930 Uhr, Haus der Berliner Festspiele
Publikumsgespräch: Sa 20. Mai 23.10 Uhr spiegelBAR Dauer: ca. 3h, eine Pause
Regie: Jürgen Gosch
Die russische Provinz des Regisseurs Jürgen Gosch und des Bühnenbildners Johannes Schütz ist eine geschlossene Gesellschaft. Die Welt verirrt sich nur unter größten
Schmerzen in den langen grauen Raum ohne Fenster, ohne Vater, ohne Aussicht, ohne Sinn. Obwohl Tschechow die Nöte der vom Zentrum Weggesperrten klar formuliert,
zeigen Gosch und seine Schauspieler, dass man sich gar nicht verstehen will. Nicht im Augenblick. Es ist vielmehr ein Rest an Ewigkeit, den man in Ideologien der Arbeit und
der Liebe sucht. Die streng komponierte, immer polyphone Unordnung dieses Theaterabends führt dann zu einem deutlichen, dunklen Ende. [Text: Berliner Festspiele]
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Dunkel lockende Welt
Von: Händl Klaus (*1969) Uraufführung: 1. Februar 2006 (München,
Münchner Kamemrspiele)
Zur Inszenierung des Schauspiel Essen:
Premiere: 9. Oktober 09 (Grillo)
Inszenierung:
Schirin Khodadadian Bühne: Hugo Gretler Kostüme: Charlotte Sonja Willi Musik: Stephan Kanyar Dramaturgie: Olaf Kröck
Mit: Therese Dörr, Andreas Grothgar, Sabine Orléans
Corinna zieht aus und hat alles sehr ordentlich sauber gemacht. Angeblich will sie ihrem Freund nach Peru folgen. Joachim, ihr
Vermieter, zeigt ihr bei der Wohnungsübergabe deutlich seine Sympathie. Aber was hat Corinna denn da beim Putzen übersehen? Eine menschliche Zehe liegt noch in der Ecke. Ist ihr Freund
vielleicht doch nicht verreist? Auf jeden Fall zieht Corinna nicht nach Peru, sondern zu ihrer Mutter Mechtild nach München. Die hat aber keine Zeit für die Fragen ihrer Tochter, z.B. wer
eigentlich ihr Vater sei. Zu intensiv kümmert sich die Biologin um ihre Pflanzen. Dennoch erfüllt sie den Wunsch der Tochter und reist zu Vermieter Joachim, um die Zehe zurück zu holen. Bei
diesem Treffen stellen die beiden fest, dass sie sich vor vielen Jahren einmal kannten, gut kannten.
Händl Klaus entwirft mit bösem Humor eine vermeintlich harmlose Welt, in der seine
Figuren geheime Abgründe erkennen lassen. Eine schräge, komische und traurige Geschichte über die Liebe. [© Schauspiel Essen]
www.schauspiel-essen.de
Zur Inszenierung der Münchner Kammerspiele beim Berliner Theatertreffen 2006:
Vorstellungen: Di 9. + Mi 10. Mai 19.30 Uhr, Haus der Berliner Festspiele
Dauer ca. 2h, keine Pause Publikumsgespräch: Mi 10. Mai 22.00 Uhr spiegelBAR
Regie: Sebastian Nübling
Die Neurosen liegen blank in dieser Inszenierung.
Alles spielt an der glattpolierten Oberfläche, dort, wo man alles sieht, und doch nie sicher sein kann, ob man es auch nur ansatzweise versteht. Ein wahnwitziger Abend, als hätte David Lynch
sich mit Alfred Hitchcock und Jacques Tati zusammengetan. Regisseur Sebastian Nübling hat Händl Klaus’ rätselhafte Krimikomödie „Dunkel lockende Welt“ ebenso elegant wie absurd und
leichtfüßig zur Geschichte eines familiären Trio Infernal zugespitzt. Es wird viel geplaudert, gescherzt, geputzt, Bossa Nova getanzt, aber darunter liegt ein Satz von Marcel Duchamp: „Es
sind immer die anderen die sterben“. [Text: Berliner Festspiele]
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Ein Mond für die Beladenen (A Moon for the Misbegotten) Drama in 4 Akten
Von: Eugene O'Neill Uraufführung:
20. Februar 1947 (Columbus/Ohio, Columbus Theatre) Deutsche Erstaufführung: 26. September 1954 (Berlin, Theater am Kurfürstendamm)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 5. April 08 Die folgenden Vorstellungen:
7., 11., 16., 18., 19., 22. und 30. April, je 19.30 Uhr
Inszenierung: Matthias Fontheim Bühne und Kostüme: Susanne Maier-Staufen
Mit:
Julia Kreusch, Felix Mühlen, Lukas Piloty, Gregor Trakis
„Außenseiter", „Missratene" am Ende der Welt: Vor dem brutalen Phil Hogan sind seine Söhne geflüchtet. Sie waren
sowieso Nichtsnutze, meint er. Seine Tochter Josie dagegen ist ein ganzer Kerl und bietet ihrem Vater Paroli. Vater und Tochter leben in zweisamer Zwietracht, gestalten ihr Ende der Welt in
einem Kräftemessen von Beschimpfungen und gut gemeinten Böswilligkeiten. Und dann gibt es noch den ehemaligen Schauspieler James Tyrone jr. - ihren Nachbarn und Verpächter. In einer
nächtlichen Begegnung zwischen Josie und James Tyrone gelingt es ihm, der rettungslos dem Alkohol und seinen Schuldgefühlen verfallen ist, den Geistern der Vergangenheit für kurze Zeit zu
entfliehen. Je besser sich das Paar während ihres Zusammenseins unter dem fahlen Licht des Mondes versteht, desto mehr entfernen sie sich als Liebende voneinander. Als sie nach einer
gemeinsamen Nacht unter dem Mondschein wieder auseinander gehen, tun sie dies in der Gewissheit, das Glück wenigstens für einen Augenblick erfahren zu haben.
Matthias Fontheim, der
bisher vor allem mit zahlreichen Schauspielinszenierungen im deutschsprachigen Raum als Regisseur hervorgetreten ist, stellt nach den Opern „Der Rosenkavalier" und „Aufstieg und Fall der
Stadt Mahagonny" und der TiC-Produktion „Christmas" nun seine vierte Inszenierung in dieser Spielzeit am Staatstheater Mainz vor. Fontheim gehörte zu den Leitungsteams des
Niedersächsischen Staatsschauspiels Hannover und des Bayerischen Staatsschauspiels München. Von 2000 bis 2006 war er Intendant am Schauspielhaus Graz. Seit der Saison 2006/2007 leitet er in
gleicher Funktion das Staatstheater Mainz. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz-de
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Ein Volksfeind (En Folkefiende) Schauspiel in fünf Akten
Von: Henrik Ibsen (20.03.1828 - 23.05.1906) Bearbeitet von:
Michael Wedekind Uraufführung: 12. Januar 1883 (Kristiania/Oslo, Christiania Theater)
Inhalt: Der Kurarzt Dr. Stockmann hat die Entdeckung gemacht, dass
das Heilwasser des Kurbades durch Fabrikabwässer verseucht wird. Ein Gutachten eines chemischen Institutes bestätigt die Befürchtungen, dass das Wasser gesundheitsschädlich ist und somit die
Kanalisation neu verlegt werden muss. Als Dr. Stockmann seine Entdeckung veröffentlichen will, löst er dadurch eine heftige, politische Kontroverse aus. Nach anfänglich breiter Zustimmung
stößt er plötzlich auf Empörung und Ablehnung, da die von ihm vorgeschlagene Änderung mehrere Millionen verschlingen und das Kurbad während zweier Jahre geschlossen bleiben müsste. Sein
Bruder, Stadtdirektor und Vorsitzender der Kurverwaltung, der Druckereibesitzer Aslaksen, die Redakteure der städtischen Zeitung, alle wenden sie sich von ihm ab. Als Dr. Stockmann an einer
Volksversammlung gegen Machenschaften der Behörden, Vertuschung eines Skandals und eine korrupte Majorität wettert, wird er für alle zum Volksfeind...
Zum Autor:
Henrik Ibsen wurde am 20. März 1828 in Skien, Norwegen geboren. Sein Vater war ein wohlhabender Kaufmann, der durch den Verlust seines Vermögens aus der Gesellschaft ausgestoßen wurde, als
Henrik gerade acht Jahre alt war. Aufgrund dieser einschneidenden Kindheitserfahrung schrieb Ibsen später vor allem gesellschaftskritische Theaterstücke. 1851 übernahm Ibsen die künstlerische
Leitung des Theaters in Bergen, wo er seine ersten Stücke aufführen lassen konnte. 1857 übernahm Ibsen die Leitung des Norske Teatret (Nationaltheater) in Oslo. Am 18. Juli 1858 heiratete er
Suzannah Thoresen.
Da seine Werke keine Anerkennung gefunden hatten, stürzte das Norske Teatret in den wirtschaftlichen Ruin. Ibsen verließ daraufhin 1864 seine Heimat Norwegen.
Bjørnstjerne Bjørnson, sein langjähriger Freund, organisierte ihm ein Stipendium für eine Studienreise; so lebte er bis 1891 in Dresden, München und Italien.
Ibsens jahrelange
Erfahrung am Theater hatten seine dramaturgische Technik geschult, und seine in der Emigration entstandenen Stücke erregten bei ihrem Erscheinen regelrechte Begeisterungsstürme, aber auch
Entrüstung. Die Ideendramen "Brand" (1866) und Peer Gynt (1867), vor allem aber seine realistischen Gesellschaftsdramen Nora oder Ein Puppenheim (1879), Gespenster (1881), Ein
Volksfeind (1882), Die Wildente (1884) und Rosmersholm (1886), die das Verhältnis von Liebe und Ehe, die Emanzipation der Frau und die Lebenslüge der Gesellschaft thematisieren, machten ihn
weltberühmt und zum meistgespielten Dramatiker seiner Zeit.
Fünf Jahre nach seiner Rückkehr nach Norwegen starb Henrik Ibsen am 23. Mai 1906 in Oslo, wo man ihn als einen der
bedeutendsten norwegischen Dramatiker ehrte. In seiner Heimatstadt Skien gibt es diverse Stätten der Ibsen-Verehrung und das jährliche große Ibsen-Kultur-Festival. Seine zeitgebundenen Texte
zeichnen sich durch menschliche und revolutionäre Anliegen aus. Seine bürgerlichen Dramen waren mit ernster Ethik verbunden und zeigten großen psychologischen Hintergrund. [© Felix Bloch
Erben, Berlin]
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatsteheaters:
Premiere: 6. Juni 10 (Kleines Haus)
Inszenierung: Jasper Brandis Ausstattung: Andreas Freichels Dramaturgie: Verena Vollertsen
Mit:
Caroline Nagel, Rika Weniger; Eike Jon Ahrens, Bernhard Hackmann, Thomas Lichtenstein, Gilbert Mieroph, René Schack, Klaas Schramm
Ibsen hat mit Ein Volksfeind ein Schauspiel verfasst,
das die Lebenslügen einer Gesellschaft entlarvt und die sehr grundsätzlichen Fragen nach der Legitimierung und der Verantwortlichkeit politischen Handelns stellt. Inszeniert wird der Abend
von Jasper Brandis, der in Oldenburg bereits unter anderem Die 39 Stufen nach John Buchan und Alfred Hitchcock sowie Rote Kometen von Andreas Sauter und Bernhard Studlar mit großem Erfolg in
Szene setzte.
www.staatstheater.de
Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart:
Premiere: 20. Februar 10
Regie: Thomas Dannemann
Bühne: Katrin Nottrodt Kostüme: Regine Standfuss Dramaturgie: Christian Holtzhauer
Mit:
Dorothea Arnold, Bernhard Baier, Lisa Bitter, Benjamin Grüter, Sebastian Kowski, Thomas Meinhardt, Rainer Philippi, Michael Stiller, Till Wonka
Endlich ist es soweit: Das Kurbad, die
"Quelle der Gesundheit", kann eröffnet werden, die Gesundheitstouristen reisen an, das Dienstleistungsgewerbe blüht, der Stadthaushalt schreibt wieder schwarze Zahlen ... Goldene
Zeiten stünden in Aussicht, hätte nicht Amtsarzt Dr. Tomas Stockmann herausgefunden, dass das Heilwasser, an das sich all diese Hoffnungen knüpfen, verseucht ist. Aus den Tiermehlfabriken
seines Schwiegervaters dringt Gift ins Grundwasser, die Pumpen des neuen Wasserwerks liegen falsch - ein Konstruktionsfehler, der nun bitter zu Buche schlägt. Der Bau muss gestoppt, die
Fehler müssen korrigiert werden, fordert Tomas Stockmann - ohne Rücksicht auf Familienbande. Aber er hat nicht mit dem Widerstand seines Bruders Peter, des vor der Wiederwahl
stehenden Bürgermeisters, gerechnet. Der ist nicht bereit, sich auf Stockmanns Theorie einzulassen. Denn nicht nur, dass Peter Stockmann alle kommunalen Blütenträume schwinden sieht, auch
alle seine politischen Gegner beginnen an seinem Bürgermeisterstuhl zu sägen. Und sein Bruder Tomas insistiert unerbittlich auf Wahrheit und ist bereit, dafür bis zum Äußersten zu gehen.
Ein Kampf um Macht, Moral und Verantwortlichkeit, politische und ethische Interessen beginnt, der mit allen Mitteln geführt wird.
Ibsens spannender Politkrimi ist in einer Version des
Regisseurs und Schauspielers Thomas Dannemann zu sehen, der am Schauspiel Stuttgart bereits u.a. bei "Woyzeck" und "Iwanow" Regie führte. [© Schauspiel Stuttgart]
www.staatstheater.stuttgart.de/schauspiel
Zur Inszenierung von schauspielfrankfurt in der Übersetzung von Heiner Gimmler:
Premiere: 7. Dezember 07
Regie: Florian Fiedler Bühne:
Maria-Alice Bahra Kostüme: Bernd Schneider Musik: Martin Engelbach, Frank Wulff Video: Mathias Max Herrmann Licht: Jan Walther Dramaturgie: Sibylle Baschung Regieassistenz: Andreas Gründel
Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow Kostümasstistenz: Katharina Tasch Souffleuse: Christine Schneider Inspizienz: Lisa Ahle Ton:
Bernhard Klein. Inga Lüth, josef Rennert Maske: Bernhard Springer Technische Produktionsleitung: Josef Dreker Technische Einrichtung: Andreas Rasche
Requisite: Anette Mahnke, Helmut Stummvoll Regiehospitanz: Mareike Ganß, Christine Tüncher Bühnenbildhospitanz: Pia Noll Kostümhospitanz: Mareike Wehrmann
Dramaturgiehospitanz: Lea Schiel
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Ein Volksfeind schauspielfrankfurt
Bürgermeister Peter Stockmann (Rainer Frank) und Dr. Thomas Stockmann (Aljoscha Stadelmann) Foto: Alexander Paul Englert
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Besetzung: Dr. Thomas Stockmann, Badearzt: Aljoscha Stadelmann Kathrin Stockmann: Anita Iselin Petra Stockmann:
Julia Penner Morton Kill: Andreas Haase Peter Stockmann, Bürgermeister: Rainer Frank
Hovstadt, Redakteure: Daniel Christensen
Billing, Redakteure: Özgür Karadeniz
Aslaksen, Drucker: Mathias Max Herrmann Kapitän Horster: Nicholas Reinke Musiker: Martin Engelbach und Frank Wulff
Besprechung auf kulturfreak.de
Martin Engelbach Geboren 1967
Ausbildung: 1989 – 1995
Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
seit 1995 freischaffender Musiker
Bands: Seit 1998 Mitglied des Efim Jourist Sextett Seit 2006 Mitglied der Achim Reichel Band
Seit 2006 Mitglied der Band Ougenweide
Liederabende mit Ulrich Tukur 1998 Von Augsburg nach Bilbao 2001 Lieder am Abgrund
Theater:
2000 – 2005 Festes Ensemblemitglied als Musiker am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
2004 Musikalische Leitung bei
Als ich im Sterben lag, nach William Faulkner, Regie: Viviane de Munch
2004/2005 Musikalische Leitung bei
Jim Knopf und der Lokomotivführer, nach Michael Ende, Regie: Florian Fiedler
2005 Musikalische Leitung bei Der Lack ist ab, von Inga Wagner, Regie: Inga Wagner
2005
Darsteller bei Jan Plewka singt Rio Reiser, Regie: Tom Stromberg
schauspielfrankfurt
Spielzeit 2006/2007
Der Kampfchor Galaktika singt: Das Beste aus Gewalt und Leidenschaft Lieder von einer anderen Welt, Regie: Florian Fiedler
Julia Penner
Geboren 1981 in Wuppertal.
Während ihrer Schulzeit verbrachte sie ein Jahr in Uruguay und mehrere Monate in Argentinien.
Ausbildung
2002-2006 Studium an der Schauspielhochschule "Ernst Busch" in Berlin.
Theater Nach dem Studium Engagement am Stadttheater Konstanz. Dort spielte sie unter anderem die Grusche in Bertolt Brechts Kaukasischer Kreidekreis in der Inszenierung von Martin
Nimz.
Seit der Spielzeit 2007/2008 festes Ensemblemitglied des schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2007/2008 Die Wahlverwandtschaften, nach dem Roman von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Martin Nimz, Rolle: Nanny
Ein Volksfeind, von Henrik Ibsen, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Petra Stockmann Sommergäste von Maxim Gorki, Regie: Martin Nimz, Rolle: Warwara Rausch (Verbrechen und Verbrechen), Komödie von August Strindberg, Regie: Olaf Altmann, Rolle: Jeanne
Spielzeit 2008/2009 Amphitryon nach Molière von Heinrich von Kleist, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Charis
Die Nibelungen, nach Friedrich Hebbel mit Texten von Johannes Schrettle, Regie: Robert Lehniger
Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, Regie: Simone Blattner, Rolle: Maria
Die Stunde da wir nichts voneinander wussten von Peter Handke, Choreografie und Bühne: Wanda Golonka
Spielzeit 2009/2010 Heute bin ich blond!, nach dem Roman von Sophie van der Stap, Urauführung, Rolle: Die junge Frau
www.schauspielfrankfurt.de
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Eine Odyssee Stück von Ad de Bont nach Homer
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz, Jugendclub-Produktion: Premiere am 17. April 2008, 20 Uhr, TiC
Inszenierung: Walburg Schwenke
Bühne und Kostüme: Carolin Rohde
Mit:
Elena Abraham Aracena, Sandra Christ, Lydia Mayer, Jana Münkel, Franziska Ptok, Constanze Wriedt, Louisa Zöllkau; Philip Barth, Dominik Bornmann, Thorsten Herberger, Jonas Minthe, Lukas Patenge
Ein Sohn, der seinen Vater nicht kennt, weil der in den großen Krieg um Troja ziehen musste: Telemach hat es aufgegeben, auf seinen verschollenen Vater Odysseus zu warten - und kommt
trotzdem nicht von ihm los. Seine Mutter Penelope hingegen pflegt eisern den Glauben an die Rückkehr des Gatten, vergräbt sich ins Warten und wird von bösen Träumen geplagt. Beständig wird
sie von Freiern bedrängt, die durch eine Heirat den verwaisten Thron des Odysseus besteigen wollen. Währenddessen irrt der glorreiche Held und müde Krieger über die Meere, fortwährend von
lebensgefährlichen Abenteuern an der Heimkehr gehindert.
Fasziniert von dem edlen Helden bittet die Göttin Athene ihren Vater Zeus, Odysseus befreien zu dürfen. Und wie schon so oft,
kann der Götter-Chef der Bitte seiner selbstbewussten Tochter nicht widerstehen, obgleich er damit seinem cholerischen Bruder Poseidon in den Rücken fällt. Der Familienkrach ist
vorprogrammiert. Während Odysseus schließlich seine abenteuerliche Rückreise in die ferne Heimat antritt, droht dort seinem verwaisten Thron ein machtpolitischer Umsturz. Um diesen zu
verhindern erklärt sich Penelope auf Drängen Telemachs bereit, den Usurpator zu ehelichen. Diese unglückliche Überschneidung der Umstände sorgt wiederum für erhebliche Spannungen in der
Götterfamilie: Zeus wirft seiner Lieblingstochter vor, total versagt zu haben, denn mit der Rückkehr Odysseus' droht auf Ithaka ein Blutbad. Die „Odyssee", eines der ältesten und
einflussreichsten Werke der abendländischen Literatur und Urtyp vieler Abenteuergeschichten, wird in Ad de Bonts Stück neu erzählt: als spannendes Abenteuer, aber auch als Geschichte einer
zerrissenen Familie. Im Gegensatz zur antiken Erzählung schildert Ad de Bont die Irrfahrt nicht chronologisch und gibt unterschiedlichen Perspektiven auf die Handlung Raum.[©
Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
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Das erste Mal
Von: Michal Walczak
Zur Inszenierung der Landungsbrücken Frankfurt:
Premiere: 21. Februar 08 Weitere Aufführungen: 22.,24. Februar sowie 13.,14.,27.,30. März 08
Regie: Torge Kübler Bühne/Kostüme: Judith Philipp
Mit: Nora Jokhosha, Jochen Döring
Das erste Mal Landungsbrücken Frankfurt Nora Jokhosha & Jochen Döring Foto: Seweryn Zelazny
Zunächst eine nette Geschichte: Er und Sie. Das erste Mal. Sie will ihr erstes Mal so perfekt wie möglich haben. Er macht alles mit: Es muss Nacht sein, es muss regnen, sie ruft
ihn an, weil sie verzweifelt und einsam ist, er rennt zu ihr, muss den Blumenstrauß in der linken Hand halten – natürlich geht diese Inszenierung trotz mehrfacher Proben
gründlich schief. Stattdessen passiert scheinbar Folgendes: Er verliert die Geduld, dringt mit Gewalt in ihre Wohnung ein und fällt über sie her. Sie bekommt ein Kind, die beiden
heiraten und führen eine furchtbare Ehe. Oder doch nicht? Hat er alles nur geträumt?
Es entsteht nach und nach eine eigene Geschichte auf einer ganz anderen Ebene: Zwei Menschen auf der spielerischen bis hysterischen Suche nach einer gemeinsamen
Sprache, die eine einzigartige Verbundenheit signalisieren könnte. Die einen Moment erlaubt, in dem endlich einmal alles stimmt. Es ist diese Sehnsucht nach dem einen perfekten
Moment, die beide immer wieder aufeinander losgehen läßt, mit immer groteskeren „Spielen“...
Jenseits der Jugendthematik um „das erste Mal“ zeigt diese Inszenierung einmal mehr die Untauglichkeit der Sprache als Kommunikationsmittel. Mehr noch allerdings zeigt sie das
zutiefst menschliche uralte Bedürfnis nach Reinheit, und knüpft mit ihrem kathartischen Ende an die Traditionen der klassischen Tragödie an.
Das Stück wurde mit dem Europäischen Autorenpreis 2006 ausgezeichnet und feierte bereits Erfolge bei der Uraufführung 2007 in Osnabrück und beim Heidelberger Stückemarkt.
Nora Jokhosha studierte an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Es folgten Engagements am Bochumer Schauspielhaus, den Wuppertaler Bühnen und dem Jungen Staatstheater
Wiesbaden. Seit 2004 arbeitet sie als Sprecherin für Synchron, Funk und Fernsehen. Zur Zeit ist sie als freie Schauspielerin für Bühne, Film und Fernsehen tätig. Jochen Döring
gründete 2006 das Comedy-Duo „The Sons of Rolf and Detlef“ und arbeitet in verschiedenen Musik-Projekten. Als Schauspieler ist er derzeit am schauspielfrankfurt in
„Kleiner Mann was nun“ zu sehen (Regie: Alexander Brill).
Judith Philipp
hat an der Udk Berlin Bühnenbild studiert und arbeitet als Bühnenbildnerin und freie Assistentin u.a. an der Komischen Oper Berlin, am HAU Berlin und am Nationaltheater
Mannheim. Torge Kübler studierte Politikwissenschaft und arbeitet seit vier Jahren als freier Regisseur. Am Nationaltheater Mannheim arbeitet er als Gast mit bekannten Künstlern
wie András Fricsay, Gesine Danckwart und Rimini Protokoll. [© Landungsbrücken Frankfurt]
Infos/Karten: www.landungsbruecken.org * karten@landungsbruecken.org * 069/60605972
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Erzählung des Gleichgewichts 4.W (narration d’équilibre)
Musik-Theater von: Wanda Golonka Text: Jean Daive in der Übersetzung von Werner Hamacher
Uraufführung: 23. Mai 2007 (Frankfurt, schauspielfrankfurt)
Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:
Premiere: 23. Mai 0 (Uraufführung)
Regie, Raum, Kostüme: Wanda Golonka Musik: Laura Konjetzky, Galina Ustwolskaja Licht: Frank Kraus Ton: Philipp Batereau, Bernhard Klein Regieassistenz: Anna Konjetzky
Kostümassistenz: Katja Strohschneider Bühnenbildassistenz: Jana Lünsmann Technische Einrichtung: Andreas Rasche Maske: Jan Bundil Requisite:
Albrecht Haevernick, Marcus Öhlinger inspizienz: Harald Reuter Regiehospitanz: Sarah Bonnert
Darsteller: Martin Butzke, Laura Konjetzky
Ein Mann begibt sich auf die Reise zu sich
selbst. Die Sprache ist sein Instrument. Die Musik seine Obsession. Es ist eine Reise durch Gedanken, Empfi ndungen, analytische Erkenntnisse, auch eine aphoristische Reise durch das Wien des
Sigmund Freud – widersprüchlich, verträumt, erstaunt, morbid, liebenswürdig, skurril, um in seinem Kopf aufzuwachen. Ein poetisches Stück über Sprache, Tod und Sexualität.
Laura Konjetzky 1977 in München geboren. Klavierstudium mit abschliessendem Diplom am Mozarteum Salzburg bei Alfons Kontarski und Christoph Lieske.
Ein Erasmusjahr an der Universität der Künste Berlin bei Dieter Lallinger. 2002 Leonhard-und-Ida-Wolf-Gedächtnispreis für Musik der Stadt München.
Studium der freien Improvisation an der Musikhochschule Basel bei Walter Fähndrich. 2006 Bayerischer Kunstförderpreis.
Zahlreiche Einspielungen (Prokofieff, Schulhoff, Ustwolskaja) für den Bayerischen Rundfunk.
www.schauspielfrankfurt.de
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