Theater: Sonny Boys
 

Sonny Boys (The Sunshine Boys)
Komödie in zwei Akten

Von: Neil Simon
Uraufführung: 20. Dezember 1972 (New York, Eugene O´Neill-Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 23. Dezember 1973 (Berlin, Schlossparktheater)

Zur Inszenierung vom schauspielfrankfurt:

Premiere:
20. März 08

Regie:
Christian Hockenbrink
Bühne und Kostüme:
Miriam Busch
Musik:
Markus Reyhani
Licht: Ellen Jaeger
Dramaturgie: Jens Groß, Raphael Kassner
Regieassistent: Felix Meyer-Christian
Bühnenbildassistentin: Anna Dischkow
Kostümassistentin: Katharina Tasch
Inspizient: Thomas Nossek
Souffleuse: Karin Frick
Ton: Inga Lüth, Franziska Rudolphi
Maske: Beate Bauer, Jan Bundil
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Nikola Ramie'
Requisite: Albrecht Haevernick, Markus Öhlinger
Regiehospitantinnen: Heien Hable, Helena Todorovic'
Bühnenbildhospitantin: Katharina Schwarz

Besetzung:

Willie
Clark: Wolfgang Gortz
AI Lewis:
Heiner Stadelmann
Ben Silverman: Mathias Max Herrmann

Besprechung auf kulturfreak.de

Sonny Boys - schauspielfrankfurt
Sonny Boys
schauspielfrankfurt
Willie
Clark (Wolfgang Gortz) und AI Lewis (Heiner Stadelmann)
Foto: Alexander Paul Englert

95 Jahre auf der Bühne - Wolfgang Gorks und Heiner Stadelmann sind die Sonny Boys:
Auf der Bühne waren sie die Sonny Boys, das Traumpaar des Boulevards, doch hinter der glitzernden Fassade haben sie sich gegenseitig das Leben zur Hölle gemacht. Doch dann stieg Al aus und setzte damit auch Willies Karriere ein Ende. Seit elf Jahren gehen sie nun getrennte Wege. Einsam und zurückgezogen lebt Willie in einem kleinen Appartment, bis es seinem umtriebigen Neffen Ben gelingt, endlich wieder einen großen Auftritt an Land zu ziehen:
Für eine Fernsehgala sollen die Sonny Boys noch einmal ihren berühmten Doktorsketch aufführen. Doch Willie hat seinem ehemaligen Partner den Ausstieg nie verziehen. Als er sich schließlich doch überreden lässt, kommt es zu dem Unvermeidbaren: Schon die erste Probe endet in einem Desaster…

Mit Sonny Boys ist dem Autor Neil Simon, einer der populärsten Dramatiker der USA, die Geschichte einer wunderbaren Feindschaft mit rasanter Situationskomik und brillantem Sprachwitz gelungen. Nicht umsonst erhielt er 1975 für das Drehbuch zur Filmversion den Oscar. Simons Komödien haben durch ihre Verfilmungen und ihre Übersetzungen in zahlreiche Sprachen weltweiten Erfolg und Zugang zu einem breiten Publikum gefunden. Das unterhaltsame Stück über zwei alternde, grantige Komödianten bietet einen humorvollen Blick hinter den Vorhang des Show-Business. Und vor allem hat er ein Stück für zwei Schauspieler geschrieben, die hier alle Nuancen ihres Könnens zeigen dürfen.

Mit der Inszenierung des jungen Regisseurs Christian Hockenbrink, selbst gelernter Schauspieler, ehrt schauspielfrankfurt zwei großartige Darsteller, die zusammengerechnet seit 95 Jahren erfolgreich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen: Wolfgang Gorks und Heiner Stadelmann spielen Willie und Al.

Wolfgang Gorks, 1931 geboren, feiert dieses Jahr sein 55jähriges Bühnenjubiläum. Seine Ausbildung erhielt er an der Akademie für Musik und Theater in seiner Geburtsstadt Dresden. Seitdem ist er in unzähligen Rollen vor ein Publikum getreten, das er, ob als Nathan im gleichnamigen Stück von Gotthold Ephraim Lessing, als einsamer Killer in I Hired a Contract Killer oder wie feuere ich meinen Mörder oder als liebender Antonio in Was ihr wollt, immer wieder begeistern und rühren konnte.

Heiner Stadelmann, geboren 1943 in Hersbruck bei Nürnberg, wurde von dem damals am Deutschen Schauspielhaus engagierten Fritz Wagner zum Schauspieler ausgebildet. Seit 1967 spielt er in verschiedenen Ensembles und ist damit heute seit 40 Jahren in seinem Traumberuf tätig. Das Publikum in Frankfurt am Main kann ihn seit der Spielzeit 2006/07 in zahlreichen Rollen bewundern, so als Heinrich I in Peter Kastenmüllers Falstaff-Inszenierung, als Faber in der Bühnenversion von Fahrenheit 451 oder als Graf in Die Wahlverwandtschaften nach dem Roman von Johann Wolfgang Goethe. Diese beiden außergewöhnlichen Schauspieler, die das schauspielfrankfurt-Ensemble seit Jahren bereichern, verkörpern die wunderbaren Charaktere von Neil Simon.

Der Regisseur Christian Hockenbrink und sein Dramaturgenteam Jens Groß und Raphael Kassner haben die Komödie auf drei Darsteller reduziert und stellen dem Duo der Sonny Boys Mathias Max Herrmann als gewitzten Neffen Ben zur Seite. [© schauspielfrankfurt]



Christian Hockenbrink
Regisseur, geboren 1975, im Ruhrgebiet aufgewachsen

Ausbildung
Schauspielstudium Otto-Falckenberg-Schule, München

Engagements als Schauspieler:
Münchner Kammerspiele
Schauspielhaus Zürich
schauspielfrankfurt
Nationaltheater Mannheim

Er arbeitete zusammen mit Dieter Giesing, Amelie Niermeyer, Jens-Daniel Herzog, Sebastian Baumgarten, Thomas Langhoff und Dieter Dorn

Als freischaffender Regisseur war er am Nationaltheater Mannheim, am Staatstheater Karlsruhe, am Staatstheater Oldenburg und am Staatstheater Stuttgart tätig.

Als Regisseur am schauspielfrankfurt
2001: Solo-Abend „Rio Reiser- Der Traum ist aus"
Spielzeit 2007/08: Sonny Boys von Neu Simon, Regie


Miriam Busch
Bühnen- und Kostümbildnerin

Ausbildung
Miriam Busch beendete ihr Studium Kostümdesign an der FH Hannover 2000 mit dem Diplom, und begann mit freien Arbeiten und Assistenzen in Hannover und Lübeck. 2001 ging sie als Ausstattungsassistentin ans Nationaltheater Mannheim und entwarf in dieser Zeit u.a. die Kostüme für Die Räuber (Eröffnung der Internationalen Schillertage, Regie: KaDe Schmidt) und Die Sexuellen Neurosen unserer Eltern (Regie: Christian Hockenbrink).

Theater
Seit 2004 arbeitet sie als freie Bühnen- und Kostümbildnerin in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Korea u. a. mit den Regisseuren Stephanie Mohr, Christian Hockenbrink und Jens-Daniel Herzog zusammen, für Produktionen wie 3 von 5 Millionen von Fritz Kater, Der Schweinehirtentraum von F. K. Wächter und Medea von Hans Henny Jahn am Nationaltheater Mannheim, musst boxen als Uraufführung von Claudius Lünstedt am Staatstheater Nürnberg, Orlando an der Oper Zürich (Ausstattungsmitarbeit), Das Spiel von Liebe und Zufall be\ den Festspielen Bad Hersfeld, Die Weberischen (ausgezeichnet mit dem Nestroy-Preis) für die Vereinigten Bühnen Wien, Die letzte Show am Schauspiel Kiel, Tod eines Handlungsreisenden am Staatstheater Oldenburg, Der Reigen am Theater in der Josefstadt/Wien sowie Hamlet am Nationaltheater in Seoul.

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Sonny Boys von Neu Simon, Regie: Christian Hockenbrink. Es ist ihre fünfte gemeinsame Arbeit.


Markus Reyhani
Musiker, geboren 1970 in Jülich

Ausbildung
Seit dem 6. Lebensjahr schreibt er Musik, seit dem 1 2. Lebensjahr spielt er in diversen Combos und Bands.
Nach dem Abitur studierte er in Köln Musik und trieb sich in der Kölner Jazzszene herum. Fasziniert von östlichen Musikeinflüssen ging er für knapp 2 Jahre nach China. Musikalisch aufgewühlt und inspiriert kam er 1995 zurück nach Deutschland und ließ sich in Köln nieder, um dort als Komponist und Songwriter zu arbeiten. Neben dem Soloprojekt Rey/7an/fing er an, im eigenen Studio Musik zu schreiben und zu produzieren.

Projekte und Theater
Seitdem ist er für verschiedene Projekte, Filme und Theater tätig gewesen, unter anderen für: Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Stuttgart, Theater Bonn, Commedia Colonia, Staatstheater Mainz, Theater Freiburg, Theater Magdeburg, Theater Bremen, Tutti Canti Film(WDR), Theater Regensburg, Din A13 Tanzkompanie, Barnes Crossing und Catharina Gadelha Dansa.

Musikalisch sind seine Wurzeln in der westlichen klassischen Musik, im Jazz und im Pop zu finden. Jedoch hat er die intensiven Einflüsse der elektronischen Musik in ihren vielfältigen und innovativen Erscheinungsformen nicht unbeschadet überstanden, so daß er auch mit Ihrer Hilfe Musik für Bühne und Film schreibt. Diese soll emotionale Tiefe herstellen oder verstärken, Vorhandenes unterstreichen oder auch nicht Vorhandenes herstellen. Sein Ziel ist es, einen musikalischen und künstlerischen Beitrag zu leisten, so dass jedes Projekt die Herzen und den Geist des Publikums erreicht und bewegt.

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Musik für Sonny Boys von Neu Simon, Regie: Christian Hockenbrink


www.schauspielfrankfurt.de

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