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Theater: Sommergäste

Sommergäste
Szenen

Von: Maxim Gorki
Uraufführung: 23. November 1904 (Petersburg, Dramatisches Theater der V.F. Komissarzevskaja)
Deutsche Erstaufführung: 1952 (Magdeburg, Maxim Gorki Theater)
 

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
16. Februar 08

Regie:
Martin Nimz
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Cornelia Brückner
Musik: Matthias Engelke
Dramaturgie:
Jens Groß

Besetzung:
Semjon:
Roland Bayer
Nikolai:
Daniel Christensen
Pavel Rjumin:
Rainer Frank
Piotr Suslow:
Özgür Karadeniz
Wlas:
Oliver Kraushaar
Kalerija:
Ruth Marie Kröger
NN: Jochen Langner
Warwara:
Julia Penner
NN: Oda Pretzschner
Jakow Schalimow:
Matthias Redlhammer
Marija Lwowna:
Bettina Riebesel
Sergej Bassow:
Aljoscha Stadelmann
Julija Filipowna:
Sabine Waibel

Besprechung auf kulturfreak.de

Sommergäste_schauspffm_2540_ensemble_02©AP Englert
Sommergäste
schauspielfrankfurt
Ensemble
Foto:
Alexander Paul Englert

Nichts soll sich ändern. Oder am besten gleich alles. Die Frauen und Männer, die Maxim Gorki in seinen Sommergästen versammelt, sind Gefangene ihrer Zeit. Eine Art Dämmerszustand hat diese Wohlstandsmenschen erfasst. Während die wirtschaftlichen und politischen Spannungen im Lande wachsen, zelebrieren sie wortreich ihr Ungenügen. Die Langeweile setzt diesen Sommerfrischlern zu, lässt sie wie eine Schar von Lebensanwärtern erscheinen, denen es partout nicht gelingen will, Anspruch und Wirklichkeit zur Deckung zu bringen. Und so verzetteln sie sich ein ums andere Mal, hadern mit dem, was sie haben, und mehr noch mit dem, was ihnen fehlt. Träumen von der großen Idee, der wahren Liebe, dem Zauber der Poesie. »Ich will leben! Und ich werde leben . . . und irgend etwas tun . . . gegen euch! Ja, gegen Euch!« Maxim Gorkis 1904 uraufgeführte Szenen atmen und leben von einer menschenfreundlichen Ironie, die die Figuren auch in ihren abwegisten Sorgen nicht verrät. Im vorrevolutionären Russland wurde es gleichwohl als eine Kampfansage verstanden. Mit historischem Abstand erkennt man in den Sommergästen das verblüffend präzise Porträt einer Übergangsgesellschaft, die ihre dringlichsten Probleme im Privaten kompensiert. [© schauspielfrankfurt]


Bettina Riebesel
Bettina Riebesel wurde in Berlin geboren und wuchs in Halle an der Saale auf. Dort machte sie als Sängerin der Punk-Band „Größenwahn“ Furore. Ihr Schauspielstudium absolvierte sie in Rostock, ihr erstes Engagement erhielt Bettina Riebesel am Schauspiel Leipzig, dem sie bis zum Sommer dieses Jahres angehörte. Sie gastierte u.a. in Bremen und Frankfurt am Main, wo Regisseur Armin Petras für sie eine Rolle in „Horns Ende“ nach dem Roman von Christoph Hein bereithielt. In Leipzig konnte sie Ihre musikalische Seite u.a. in „The Rocky Horror Show“, einem Mischa-Spolinansky- und einem Broadway-Gesangsabend erarbeiten. Außerdem stand sie neben vielen Schauspielrollen auch als Lucy in der „Dreigroschenoper“ (Brecht/Weill) auf der Bühne.


1984 – 2007: Schauspiel Leipzig
(Rollenauswahl)

Die Bande von Einar Schleef, Regie: Armin Petras, Rolle: Ehefrau
Sterne über Mansfeld von Fritz Kater, Uraufführung, Regie: Armin Petras, Rolle: Betty
Ein Mond für die Beladenen von Eugene O’Neill, Regie: Boris von Poser, Rolle: Josie Hogen
Horns Ende von Christoph Hein, Regie: Armin Petras, Rolle: Gertrude Fischlinger
Kochen mit Elvis von Lee Hall, Regie: Mattias Huber, Rolle: Mam

am schauspielfrankfurt

Spielzeit 2007/2008
Sommergäste von Maxim Gorki, Regie: Martin Nimz, Rolle: Marija Lwowna

www.schauspielfrankfurt.de

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