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Zur Inszenierung vom schauspielfrankfurt:
Premiere: 16. Februar 08
Regie: Martin Nimz
Bühne: Olaf Altmann Kostüme: Cornelia Brückner Musik: Matthias Engelke Dramaturgie: Jens Groß
Besetzung: Semjon: Roland Bayer Nikolai: Daniel Christensen Pavel Rjumin: Rainer Frank Piotr Suslow: Özgür Karadeniz
Wlas: Oliver Kraushaar
Kalerija: Ruth Marie Kröger NN:
Jochen Langner Warwara: Julia Penner
NN: Oda Pretzschner Jakow Schalimow: Matthias Redlhammer Marija Lwowna: Bettina Riebesel Sergej Bassow: Aljoscha Stadelmann Julija Filipowna: Sabine Waibel
Besprechung auf kulturfreak.de
Sommergäste schauspielfrankfurt Ensemble Foto:
Alexander Paul Englert
Nichts soll sich ändern. Oder am besten gleich alles. Die Frauen und Männer, die Maxim Gorki in seinen Sommergästen versammelt, sind Gefangene ihrer Zeit. Eine Art Dämmerszustand
hat diese Wohlstandsmenschen erfasst. Während die wirtschaftlichen und politischen Spannungen im Lande wachsen, zelebrieren sie wortreich ihr Ungenügen. Die Langeweile setzt
diesen Sommerfrischlern zu, lässt sie wie eine Schar von Lebensanwärtern erscheinen, denen es partout nicht gelingen will, Anspruch und Wirklichkeit zur Deckung zu bringen. Und
so verzetteln sie sich ein ums andere Mal, hadern mit dem, was sie haben, und mehr noch mit dem, was ihnen fehlt. Träumen von der großen Idee, der wahren Liebe, dem Zauber der
Poesie. »Ich will leben! Und ich werde leben . . . und irgend etwas tun . . . gegen euch! Ja, gegen Euch!« Maxim Gorkis 1904 uraufgeführte Szenen atmen und leben von einer
menschenfreundlichen Ironie, die die Figuren auch in ihren abwegisten Sorgen nicht verrät. Im vorrevolutionären Russland wurde es gleichwohl als eine Kampfansage verstanden. Mit
historischem Abstand erkennt man in den Sommergästen das verblüffend präzise Porträt einer Übergangsgesellschaft, die ihre dringlichsten Probleme im Privaten kompensiert. [©
schauspielfrankfurt]
Bettina Riebesel Bettina Riebesel wurde in Berlin geboren und wuchs in Halle an der Saale auf. Dort machte sie als Sängerin der Punk-Band „Größenwahn“ Furore. Ihr Schauspielstudium absolvierte sie
in Rostock, ihr erstes Engagement erhielt Bettina Riebesel am Schauspiel Leipzig, dem sie bis zum Sommer dieses Jahres angehörte. Sie gastierte u.a. in Bremen und Frankfurt am Main,
wo Regisseur Armin Petras für sie eine Rolle in „Horns Ende“ nach dem Roman von Christoph Hein bereithielt. In Leipzig konnte sie Ihre musikalische Seite u.a. in „The Rocky Horror
Show“, einem Mischa-Spolinansky- und einem Broadway-Gesangsabend erarbeiten. Außerdem stand sie neben vielen Schauspielrollen auch als Lucy in der „Dreigroschenoper“
(Brecht/Weill) auf der Bühne.
1984 – 2007: Schauspiel Leipzig (Rollenauswahl)
Die Bande von Einar Schleef, Regie: Armin Petras, Rolle: Ehefrau
Sterne über Mansfeld von Fritz Kater, Uraufführung, Regie: Armin Petras, Rolle: Betty Ein Mond für die Beladenen von Eugene O’Neill, Regie: Boris von Poser, Rolle: Josie Hogen
Horns Ende von Christoph Hein, Regie: Armin Petras, Rolle: Gertrude Fischlinger Kochen mit Elvis von Lee Hall, Regie: Mattias Huber, Rolle: Mam
am schauspielfrankfurt
Spielzeit 2007/2008 Sommergäste von Maxim Gorki, Regie: Martin Nimz, Rolle: Marija Lwowna
www.schauspielfrankfurt.de
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