|
Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:
Premiere: 20. März 09
Regie: Simone Blattner Bühne: Alain Rappaport
Kostüme: Sabin Fleck Dramaturgie: Nadine Vollmer
Darsteller: Rainer Frank, Patrick Heyn, Joachim Nimtz,
Aljoscha Stadelmann,
Bert Tischendorf
Simone Blattner inszeniert William Shakespeares OTHELLO
Othello
ist ein allseits geachteter und erfolgreicher General Venedigs, doch als Maure bleibt er ein Fremder in der Stadt. Heimlich heiratet er die viel umworbene Senatorentochter Desdemona. Bei
einer Beförderung zieht Othello seinem Fähnrich Jago den jüngeren Cassio vor und ernennt diesen zu seinem Leutnant. Jago sinnt auf Rache und strickt ein böses Netz aus Intrigen. Wie ein
raffinierter Puppenspieler versteht er es, die Menschen in seiner Umgebung zu manipulieren. Ein Verdacht und ein scheinbares Indiz genügen, um das Vertrauen Othellos zu Desdemona zu zerstören
und ihn davon zu überzeugen, dass seine junge Frau ihn mit Cassio betrüge. Othello ist im Innersten getroffen und seine Liebe verwandelt sich in rasende Eifersucht. Jagos Inszenierung nimmt
ihren tragischen Lauf.
OTHELLO zählt mit HAMLET und MACBETH zu den bekanntesten Tragödien William Shakespeares. Durch seine außerordentliche Kenntnis von menschlichen Gefühlen und
seinem scharfen Verstand für politische Konstellationen gelingt es Shakespeare, die Strukturen von Macht und Manipulation genau darzulegen. Die Geschichte des ehrbaren Generals, der durch
seine Aufrichtigkeit und authentische Haltung zu überzeugen weiß, aber letztlich durch den intriganten Machtmenschen Jago scheitert, ist auch eine Geschichte über moderne Machtmechanismen.
Nicht die Wirklichkeit, sondern das ständige Changieren des Scheins dient dem Pragmatiker Jago und verführt die Personen zum Handeln und gleichsam in die Katastrophe.
Am 20. März 2009
wird im schauspielfrankfurt die Premiere von Shakespeares OTHELLO unter der Regie von Simone Blattner auf der Bühne des Großen Hauses gefeiert. Wie zu Zeiten des großen Dramatikers hat sich
die Regisseurin entschieden, die Tragödie ausschließlich mit Männern zu besetzen. Bereits in Henrik Ibsens EIN VOLKSFEIND waren die beiden hochgelobten Schauspieler Aljoscha Stadelmann und
Rainer Frank auf der Bühne zu bewundern, während Bert Tischendorf zur Spielzeiteröffnung 2008/09 in Goethes TORQUATO TASSO groß gefeiert wurde. Joachim Nimtz glänzte in DIE DREIGROSCHENOPER
als Peachum und zuletzt in KASIMIR UND KAROLINE als arbeitsloser Chauffeur Kasimir. Simone Blattner ist dem Frankfurter Publikum besonders durch ihre erfolgreiche Umsetzung von Georges
Feydeaus FLOH IM OHR und etlichen Uraufführungen von Martin Heckmanns Dramen bekannt. Einen zärtlichen Blick auf die Menschen der sogenannten Unterschicht warf sie in dieser Spielzeit mit in
ihrer Inszenierung von Ödön von Horváths Volksstück KASIMIR UND KAROLINE. [© schauspielfrankfurt]
www.schauspielfrankfurt.de
|