Theater: Die Nibelungen
 

Die Nibelungen
Deutsches Trauerspiel in drei Abteilungen

Erste Aufführung: 31. Januar und 18. Mai 1861 (Weimar)
 

Zur Inszenierung des Schauspiel Stuttgart:
nach Moritz Rinke und Friedrich Hebbel

Premiere: 26. Juni 10

Regie: Christian Weise
Bühne: Jo Schramm
Kostüme: Ulrike Gutbrod
Musik: Jens Dohle
Dramaturgie: Christian Holtzhauer

Besetzung:
Siegfried, Etzel:
Sebastian Arranz
König von Burgund: Johannes Benecke
Kriemhild: Lisa Bitter
Hagen von Tronje: Christoph Gawenda
Freier, Burgunder, Hunne: Toni Jessen
Rüdiger: Boris Koneczny
Ute: Rahel Ohm
König von Burgund: Lukas Rüppel
Sindold, Etzels Lehnsmann: Dino Scandariato
Hunold, Etzels Lehnmann: Michael Stiller
Brünhild: Nadja Stübiger
sowie Jürgen Kuttner,Jens Dohle, David Günther, Hans-Peter Ockert

Das Nibelungenlied ist nicht nur eines der ältesten Zeugnisse deutschsprachiger Dichtung, sondern galt lange Zeit auch als ein "Nationalepos der Deutschen". Bis zum heutigen Tag ist es ein Stoff, der in seiner Mischung aus Ritterepos und Märchen, als Geschichte von bedingungsloser Liebe und grenzenlosem Hass, von Eifersucht, Verrat, Mord und Rache das Publikum in seinen Bann zu ziehen vermag.

Christian Weise, der am Schauspiel Stuttgart mit seiner Don Quijote-Bearbeitung "Herr Ritter von der traurigen Gestalt" (2006) und mit der Uraufführung von Soeren Voimas "Eos" (2008) große Erfolge feierte, wird "Die Nibelungen" als opulentes Theaterspektakel auf die Bühne des Schauspielhauses bringen. [© Schauspiel Stuttgart]

 www.staatstheater.stuttgart.de/schauspiel

Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:

Remake eines deutschen Trauerspiels nach Friedrich Hebbel mit Texten von Johannes Schrettle

Premiere: 26. Oktober 08

Regie:
Robert Lehniger
Grundraum: Maria-Alice Bahra, Jan Schroeder
Ausstattung: Irene Ip
Video: Bert Zander
Dramaturgie: Nadine Vollmer, Maike Gunsilius

Darsteller:
Wilhelm Eilers, Mathias Max Herrmann, Anne Müller, Julia Penner, Nicholas Reinke, Sebastian Schindegger, Aljoscha Stadelmann

Die »Nibelungen«, jahrhundertealte Sage, als das deutsche Kriegs- und Nationalepos entdeckt und ideologisch vereinnahmt, wird immer wieder neu erfunden. Der zum beinahe unverwundbaren Helden stilisierte Siegfried, die sprichwörtliche »Nibelungentreue« des Hagen von Tronje sowie die rächende Kriemhild, sie alle sind Teil der Geschichte von Betrug und Verrat, von bedingungsloser Treue und blutiger Rache, an deren Ende der Tod steht und der Schatz der Nibelungen unwiederbringlich versunken bleibt. Robert Lehniger wird gemeinsam mit sechs Schauspielern ein »Nibelungen«-Remake drehen, das der Sehnsucht nach Selbstvergewisserung entspringt. Sie werden versuchen, Hebbels deutsches Trauerspiel« in ihre unmittelbare Gegenwart zu transferieren. Mit Strategien des Reenactments werden fehlende Bilder der Vergangenheit nachgestellt, um sich darin selbst zu verorten und Teil der Geschichte zu werden.

Robert Lehniger
Robert Lehniger, geboren 1974 in Weimar, arbeitete von 2000-2002 als Regieassistent am Theater Basel. Dort führte er auch erstmals Regie bei einer Adaption von Frederic Beigbeiders Skandalroman „39,90", 2003 wurde diese Produktion als Schweizer Beitrag zum Prager Theaterfestival Deutscher Sprache eingeladen.
Es folgten Inszenierungen in Basel, „Das Pulverfass" von Dejan Dukovski, in Göttingen „Plastilin" von Wasilij Sigarew, am Theater Luzern, „Moby Dick" nach dem Roman von Herman Melville, am Theaterhaus Jena entstanden „Die Nibelungen" (2004). Am Schauspielhaus Zürich inszenierte er „The Cocka Hola Company" nach dem Roman von Matias Faldbakken und in Zusammenarbeit mit Bernhard Schütz „Zwanzig Minuten Stille" ein Monolog der Brüder Presnjakow. An den Münchner Kammerspielen inszenierte er 2005 im Rahmen der Autorenwerkstatt „Ein Mädchen in einem Auto mit einem Mann" von Rob Evans. Im Mai 2006 entstand am Theater Basel das Projekt „LIEBE, ARBEIT, VIDEO".
Robert Lehniger arbeitet kontinuierlich mit Video. Er produzierte Videos und Filme für die Inszenierungen von Stefan Bachmann, Lars-Ole Walburg, Albrecht Hirche, Stefan Pucher, Florian Fiedler und Christiane Pohle.
Im Januar 2007 präsentiert er am Wiener Burgtheater die erste Kollektion des neuen Mode-Labels „boat people™" .
An der Berliner Volksbühne inszeniert er im März 2007 den Roman „MACHT und REBEL" von Matias Faldbakken.

am schauspielfrankfurt
Spielzeit 2003/2004: Phädras Liebe von Sarah Kane
Spielzeit 2005/2006: God save Amerika von Biljana Srbljanovic
Spielzeit 2006/2007: Robinson Crusoe nach Daniel Dafoe
Spielzeit 2007/2008: Doppel-Feature:
Zur Sache Dandy! Ein Projektil von Floarian Fiedler und Robert Lehniger
Dear Wendy nach dem Drehbuch von Lars von Trier; Uraufführung, Regie: Florian Fiedler, Robert Lehniger
Spielzeit 2008/2009: Die Nibelungen

[© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Schauspiel Köln:

Wiederaufnahme in der Saison 2008/09:
23. September 08

Regie: Karin Beier
Bühne: Thomas Dreißigacker
Kostüme: Anna Eiermann
Musik: Jörg Gollasch
Dramaturgie: Rita Thiele

Es spielen: Robert Dölle / Omar El-Saeidi / Patrick Gusset / Carlo Ljubek / Josef Ostendorf / Murali Perumal / Maja Schöne / Michael Weber / Michael Wittenborn / Patrycia Ziolkowska / Musiker Tiziana Bertoncini / Henning Brand / Sebastian Pallada / Sue Schlotte / Radek Stawarz

www.schauspielkoeln.de

Die Nibelungen-Festspiele Worms – 11.- 26. August 2006

Inszenierung:
Dieter Wedel
B
ühnenbild: Jens Kilian
Kostüme: Ilse Welter-Fuchs
Musik: Wolfgang Siuda
Lichtdesign: Ulrich Schneider
Dramaturgie: John von Düffel
Technische Leitung:
Michael Rütz
Ton: Jörg Grünsfelder
Kämpfe: Klaus Figge
Maske: Katharina Börner
Requisite: Juliane Eckstein
Regieassistenz: Joern Hinkel
Bühnenbildassistenz: Tilo Steffens
Musikassistenz: Bastian Korff
Kostümassistenz: Kerstin Matthies
Souffleuse: Ilona Rühl
Stage Manager: Detlev Hahne

Besetzung:

Brünhild: Annika Pages
Isolde: Sonja Kirchberger
Kriemhild: Jasmin Tabatabai
Ute: Renate Krößner
G
ünther: Roland Renner
Gernot: Robert Joseph Bartl
Giselher: Christian Nickel
Hagen: Wolfgang Pregler
Hunold: Andre Eisermann
Sindold: Tilo Keiner
Siegfried: Robert Dolle
Isländerin:
Valerie Niehaus


Liebe, Hass und Rache – der Aufstieg und Fall der Nibelungen fasziniert seit Jahrhunderten ein Millionenpublikum. Seit 2002 schreibt Worms Festspielgeschichte, die deutschlandweit einmalig ist. Über 90 000 Menschen haben die Nibelungen-Festspiele in den ersten vier Jahren besucht.

Am Originalschauplatz des Epos vor dem Wormser Dom inszeniert Starregisseur Dieter Wedel in den ersten beiden Festspieljahren „Die Nibelungen“. Die zeitgenössische und humorvolle Neufassung des Nibelungenliedes von Moritz Rinke mit Stars wie Mario Adorf, Maria Schrader, Götz Schubert, André Eisermann, Manfred Zapatka und Wiebke Puls wird von den Zuschauern begeistert gefeiert. Jeder Abend ist ausverkauft. Ein Millionenpublikum verfolgt das packende Schauspiel im Fernsehen.

Mit viel Mut, Optimismus und Professionalität hat Worms sich einen Namen als Festspielstadt gemacht. Im September 2003 wird Dieter Wedel als Intendant der Nibelungen-Festspiele gewonnen. Er holt die renommierte Theater- und Opernregisseurin Karin Beier nach Worms. Sie inszeniert 2004 und 2005 eine aufregend moderne Interpretation von Friedrich Hebbels Nibelungen-Klassiker.

2006 wird Dieter Wedel eine neue Fassung des Nibelungendramas nach Moritz Rinke inszenieren – mit einem einzigartigen Ensemble von Deutschlands bekanntesten Schauspielern. Die Nibelungen werden mit neuen Schwerpunkten und Szenen bis zu Siegfrieds Tod gezeigt.
Im darauf folgenden Jahr 2007 wird Kriemhilds Rache bis zum Untergang der Nibelungen am Hof von König Etzel erzählt.

Natürlich dient der Kaiserdom erneut als atemberaubende Open-Air-Kulisse. Der Park um den Dom herum wird sich in eine riesige Gäste-Lounge verwandeln – bunte Lichter, Wasserfontänen und klassische Klänge sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre vor und nach den Aufführungen. Mit Spannung wird die Neuinszenierung um den besten Krimi aller Zeiten erwartet.

Die Nibelungen-Festspiele – einfach sagenhaft.

Alles neu bei den Nibelungen
Dieter Wedel inszeniert „Die Nibelungen -Siegfrieds Frauen" von Moritz Rinke

Eine neue Inszenierung, ein neues Ensemble, eine neue B
ühne. Spannung, Glamour pur und exzellentes Theater, das sind die Nibelungen-Festspiele 2006. Regisseur Dieter Wedel inszeniert in diesem Sommer das Stück „Die Nibelungen -Siegfrieds Frauen", das mit Siegfrieds Tod endet. Autor Moritz Rinke hat sein erstes Nibelungenstück umgestaltet und neue Szenen geschrieben, die Platz für weitere Figuren und Schwerpunkte schaffen. So wird erstmals bei den Nibelungen-Festspielen Isolde, eine enge Vertraute von Brünhild, in Erscheinung treten und Hagen den Kopf verdrehen. Besonders die Figur der isländischen Königin Brünhild nimmt sehr viel mehr Raum ein. Die Geschichte ihrer unerfüllten Liebe zu Siegfried wird neu erzählt. Island, das bisher nur in Berichten erwähnt wurde, ist auf der Bühne zu sehen: eine archaische, männermordende Gesellschaft kriegerischer Frauen.

Das Ensemble ist hochkarätig: Sonja Kirchberger spielt die Rolle der Isolde, Jasmin Tabatabai wird als Kriemhild auf der Bühne stehen. Den Part der Brünhild übernimmt das langjährige Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele Annika Pages. An der Seite der Brünhild wird Valerie Niehaus auftreten, die unlängst mit dem TV-Zweiteiler „Rose unter Dornen" neben Heinz Hoenig einen großen Publikumserfolg feierte. Robert Dolle, im Moment an den Münchner Kammerspielen engagiert, wird Siegfried als einen durch seine Unverwundbarkeit inzwischen ermüdeten Helden darstellen. Christian Nickel, der in Peter Steins Faust-Inszenierung die Titelrolle spielte, ist zurzeit am Wiener Burgtheater und wird Siegfrieds einzigen Freund im Burgunderstaat, Giselher, spielen. Die Rolle des Hagen übernimmt Wolfgang Pregler, der schon in den letzten vier Jahren bei den „Nibelungen" als König Günther und Dietrich von Bern Publikum und Kritiker überzeugte. Auch Andre Eisermann ist wieder dabei: Er wird die Zuschauer als Gewandmeister Hunold in seinen Bann ziehen.

„Die Nibelungen
- Siegfrieds Frauen" wird vor der Südseite des magischen Wormser Kaiserdoms aufgeführt, dafür werden eine neue spektakuläre Bühne und Tribüne gebaut, die 2400 Plätze pro Abend umfasst. Damit stehen rund 13 500 Plätze mehr zur Verfügung als im Festspieljahr 2005. Die Bühne verwandelt die Spielfläche vor dem Wormser Dom mit Hilfe von fahr- und begehbaren Wänden mal in das ferne sagenumwobene Island, mal in das Schlachtfeld der Sachsen und Dänen und mal in den prunkvollen, aber in Selbstgefälligkeit und Überverwaltung ermüdeten Hofstaat der Burgunder.

Unter der Leitung von Festspiel-lntendant Dieter Wedel
wurde das Kulturprogramm ausgebaut, ein richtiger Schritt, wie der große Erfolg vom vergangenen Jahr zeigt. Auch in diesem Sommer ist das Kulturprogramm wieder sehr attraktiv. Heike Makatsch kommt mit einer Uraufführung nach Worms, sie liest Gedichte von Walther von der Vogelweide und Texte von Bob Dylan. Ben Becker präsentiert Passagen aus Alfred Döblins Meisterwerk „Berlin Alexanderplatz". Im Rahmen der Theaterbegegnungen diskutiert Dieter Wedel mit spannenden Gesprächspartnern über das Thema „Was sind Helden?".

Die Nibelungen-Festspiele 2006 fanden vom 11. bis zum 26. August vor dem Wormser Kaiserdom statt.


Aktuelle Informationen unter www.nibelungenfestspiele.de (extener Link)

 

zur Schauspiel Essen HomepageZur Inszenierung des Schauspiel Essen:

Premiere:
18. Februar 06 (Grillo Theater)

Inszenierung:
Anselm Weber
Bühne:
Thomas Dreißigacker
Kostüme:
Gesine Völlm
Musik:
Wolfgang Siuda
Dramaturgie: Olaf Kröck

Geigenunterricht: Andrea Henkelhausen
Kämpfe: Klaus Figge
Regieassistenz: Katja Lillih Leinenweber
Bühnenbildassistenz: Ansgar Silies
Kostümassistenz: Judith Patrizia Schenk
Inspizienz: Eckhard Beger
Souffeuse: Isabell Weiland
Regiehospitanz: Katharina Weishaupt
Dramaturgiehspitanz: Carola Bühn

Besetzung:

König Gunther:
Raiko Küster
Hagen Tronje: Andreas Grothgar
Volker: Nicola Mastroberardino
Gerenot, Bruder des Königs: Fritz Fenne
Giselher, Bruder des Königs: Friedemann Thiele
Siegfried: Sascha Göpel
König Etzel: Günter Franzmeier
Dietrich von Bern: Carsten Otto
Hildebrant, sein Waffenmeister: Lukas Graser
Markgraf Rüdeger von Bechlarn: Christoph Finger
Werbel, Hauptmann Etzels: Rezo Tschchikwischwili
2 Burgunder: Sebastian König, Dominic Oley
Ute, Witwe des Königs Danrat: Ute Zehlen
Kriemhild, ihre Tochter: Anja Boche
Brundhild, Königin von Isenland: Bettina Engelhardt
Frigga, ihre Amme: Tatjana Clasing
Burgunderin/Gudrun, Rüdegers Tochter: Nadja Robiné


Ist es hinterhältige, mörderische Kaltblütigkeit oder kühles, politisches Kalkül, das Hagen, den treuen Berater König Günthers dazu treibt, den unbesiegbaren Helden Siegfried zu töten? Siegfried hat für Günther die unbezwingbare Brunhild besiegt und sie zu Günthers Frau gemacht. Warum folgt nun Günther Brurihilds Mordaufruf an seinem Schwager? Und warum verweigert er seiner Schwester Kriemhild, der Gattin des Getöteten, ihr Recht auf Rache am Mörder ihres Gatten?
Der älteste deutsche Mythos erzählt eine monumentale Geschichte von Treue und Verrat. Anselm Weber stellt in seiner Bühnenfassung die Frage „Was ist deutsch am “Deutschen Trauerspiel” von Friedrich Hebbel?
Er setzt daher weniger auf den Kampf heidnischer und christlicher Kräfte um die Vormachtstellung in der Welt, als auf die Motive von „Treue und Verrat".
Was darf politisches Kalkül, um die Sicherheit und den Zusammenhalt eines Staates zu bewahren? Welchen Wert hat da ein einzelnes Menschenleben? Welchen Wert hat das Leben eines unbesiegbaren Helden? Kann denn Freiheit überhaupt durch einen Heldenmord gesichert werden? Und warum stellen sich die so Geschützten schützend vor den Mörder, bereit ihr eigenes Leben zu opfern? Erzeugt nicht vielmehr der Mord am Drachentöter Siegfried eine grausame Spirale der Gewalt, die droht, den Staat, den Hagen doch schützen wollte, in den Abgrund zu reißen?                 



Anselm Weber, Regie
Geb. 1963 in München. 1984 Beginn der Ausbildung an der Staatlichen Fachakademie für Fotodesign, danach Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Berlin. 1985/86 Kinderfilm „Die Abenteuer des Tobias Schraube" (1987 auf Berlinale vorgestellt), 1986-1989 Regieassistenz an den Münchner Kammerspielen bei Dieter Dorn und Hans Lietzau, 1989 erste eigene Inszenierung „Die Minderleister" von Peter Türrini an den Münchner Kammerspielen (Regiepreis der Bayerischen Theatertage 1990). Weitere Inszenierungen u.a.: 1992 ,,Die Jungfrau von Orleans" von Friedrich Schiller am Schauspiel Frankfurt; ab 1993 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg: „Kritik in Festung" (UA) von Rainald Goetz, 1996 „Zerbombt" (DSE) von Sarah Kane; am Residenztheater München 1999 „Don Jüan und Faust" von Christian Dietrich Grabbe; 2000 „Blut" von Sergej Belbel am Volkstheater im Rahmen der Wiener Festwochen („Karl-Skraup-Preis" 2001 und nominiert für den „Nestroy"). 2001 „Wallenstem" am Residenztheater München. 2001-2002 Oberspielleiter am Schauspielfrankfurt; 2003 „Die Frankfurter Verlobung" (UA) von Matthias Beltz am Schauspielfrankfurt; 2003 Martin McDonaghs „Der Kissenmann" (DSE) und 2005 „Zu ebener Erde und erster Stock" von Johann Nestroy am Wiener Burgtheater. Am Aalto Musiktheater Essen 2003 Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg". 2004 „Katja Kabanovä" von Leo Janäeek an der Frankfurter Oper.

Thomas Dreissigacker, Bühne
Geb. 1955 in Mainz. Studierte Bühnenbild in Berlin. Assistenzen bei Freyer, Wilson, Manthey und Grützke, Seitdem als Bühnen- und Kostümbildner in vielen Produktionen an Schauspiel- und Opernhäusern, darunter in Stuttgart, München, Berlin,,-Bochum, Köln, Basel, Düsseldorf, Bonn, Hannover, Hamburg, Mannheim, Frankfurt/Main und Wien. Zusammenarbeit mit den Regisseuren Anselm Weber, Marion Metzen, Valentin Jeker, Karin Beier, Hartmut Wickert, Brian Michaels, Barbara Mündel, Christof Nel. Seit 2000 Gastprofessor an der HDK Berlin und an der Universität Gießen.

Gesine Völlm, Kostüme
Geb.1966 in Sindelfingen. Lehre zur Damenschneiderin, Studium von Bühnen- und Kostümbild in Stuttgart. Arbeitete an den Münchner Kammerspielen, am Theater Luzern, Schauspielfrankfurt, Burgtheater Wien und Schauspielhannover. Dort 2001-2003 Ausstattungsleitung. Arbeiten unter anderem mit Anselm Weber, Jossi Wieler, Joachim Schlömer. Außerdem Kostüme für einen Tanzfilm des Schweizer Fernsehens („The platform", Choreographie: J. Schlömer).

Wolfgang Siuda, Musik
Studium in Braunschweig. Erste Theatermusiken für das dortige Staatstheater. Seit 1983 freischaffender Komponist für die Bereiche Fernsehen, Ballett und Theater. Wolfgang Siuda arbeitete u.a. mit Karin Beier am Burgtheater Wien, Stephan Kimmig am Deutschen Theater Berlin und am Thalia Theater Hamburg und mit Jossi Wieler am Schauspielhaus Zürich, bei den Salzburger Festspielen und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Er begleitet auch immer wieder Inszenierungen von Anselm Weber, wie Max Fnschs „Biedermann und die Brandstifter" am Volkstheater in Wien und Friedrich Schillers „Wallenstein" am Residenztheater München.


Die Schauspieler:


Anja Boche, * 1981 in Schwerin. Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Erste Engagements am St. Pauli Theater m Hamburg, Anschließend Gastengagement am Schauspielfrankfurt in Henrik Ibsens „Die Wildente" (Regie: Anselm Weber), Diverse Film- und Fernsehrollen, u. a. m „Großstadtrevier" und „Die Verbrechen des Prof. Capellari".

Tatjana Clasing, *1964 in Hamburg, Ausbildung an der Hochschule für Musik u. Darstellende Kunst Hamburg. Erste Engagements in großen Musicalrollen, u.a. in der „West Side Story", in „Cabaret" und „My Fair Lady". Ab 1990 feste Engagements am Staatstheater Stuttgart und Schauspiel Essen. 1994 Aalto-Büh-nenpreis, 2001 „Beste Schauspielerin" bei der Kritikerumfrage der Kulturzeitschrift „neues rheinland". Diverse Film- und Fernsehrollen.

Bettina Engelhardt, *1971. Schauspielstudium in Berlin. Engagements am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (1993-2000), am Schauspielhaus Zürich (2000-2002 ) und den Münchner Kammerspielen. Wichtige Rollen u.a.: ,Maria Braun1 aus Fassbinders „Die Ehe der Maria Braun" (Regie: Burkhard C. Kosminski), ,Solveig' aus „Peer Gynt", ,Ljubow Andrejewna Ranjewskaja' in Tschechows „Kirschgarten" (Regie: Anna Badora). Zahlreiche Arbeiten vor der Kamera.

Fritz Fenne, * 1973, aufgewachsen im niedersächsischen Sulingen. Studium an der Schule für Schauspiel in Hamburg. Erste Gastengagements u. a. am Schauspielhaus Zürich und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 1999-2005 Ensemblemitglied am Bremer Theater. Er spielte u.a. in Ed Thomas´ „Engel der Tankstelle" und die Titelrolle in „Hamlet, Prinz von Dänemark".

Cristoph Finger, *1955 in Saarbrücken. Schauspielstudium in Hamburg. Engagements in Frankfurt, Essen, Wuppertal und Hamburg. 1995-2005 am Theater Bremen. Dort spielte er bei Regisseuren wie Nicolai Sykosch, Thomas Bischoff oder Barbara Bilabel. Seit 1986 auch Film-und TV-Rollen („Unsere Hagenbecks", „Doppelter Einsatz").

Lukas Graser, *1979 in Basel, Schauspielstudium an der Theater Hochschule Zürich. 2002-2004 Ensemblemitglied am Theater an der Sihl, Zürich. Wichtige Rollen dort u.a. in „Leonce und Lena - a better day" (Regie: David Bösch), dafür Ensemble- sowie Publikumspreis beim Treffen der deutschsprachigen Schauspielschulen in Graz, Weitere Engagements u.a. in „Ein Sportstück" von Elfriede Jelinek (Regie: St. Müller) am Schauspielhaus Zürich und „Odysseus' Dia-Abend Spezial" im Rahmen des Festivals „Freischwimmer" in Berlin, Hamburg und Zürich.

Günter Franzmeier, *1966. Ausbildung und erstes Engagement an der Elisabethbühne, Salzburg. Es folgten das Schauspielhaus Zürich, die Hamburger Kammerspiele, das Ensembletheater Wien, Gruppe 80 Wien, die Wiener Festwochen und verschiedene freie Gruppen in Wien. Von 1995-2005 festes Mitglied im Ensemble des Wiener Volkstheaters. Wichtige Produktionen waren u.a. „Mephisto", „Kirschgarten", „Der Bauer als Millionär" und „Antigone". Diverse Film- und Fernsehrollen, unter anderem in „Vier Frauen und ein Todesfall1' und „Kommissar Rex".

Sascha Göpel, *1979 m Essen. Schauspielstudmm an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. 2003 spielte er u. a. im Kinofilm „Das Wunder von Bern" (Regie: Sönke Wortmann) die Rolle des Helmut Rahn, für die er mit dem „.New Faces Award 2004" ausgezeichnet wurde. Anschließend zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen: WDR 2-Teiler „Paparazzo" (Regie: Stephan Walter), „Tornado" (Pro?) und die Verfilmung von Moritz Rinkes Theaterstück „Republik Vineta", Seit 2005 Jung-Kommissar Jan Gröner' an der Seite von Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf im „Tatort". In der Spielzeit 2004/05 außerdem Gast am Schauspielhannover . Dort in Lutz Hübners „Nellie Goodbye", „Die Jungfrau von Orleans" (Regie: Peter Kastenmüller) und „urbanstories" von Nuran Calis.

Andreas Grothgar, *1957 in Hamburg. Schauspielstudium m Hamburg. Engagements u.a. am Schauspielfrankfurt, Schauspielhaus Harnburg, Schauspielhaus Zürich , Düsseldorfer Schauspielhaus, an den Münchner Kammerepielen und der Schaubühne Berlin. Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Anselm Weber, Luk Perceval, Andras Fncsay, Calixto Bieito und Arpad Schilling,

Sebastian König, * 1 98 1 in Frankfurt arn Main, Studium am Max Remhardt Seminar in Wien. Arbeiten u.a. mit Rene Pollesch, Klaus Maria Brandauer, Artak Grigorjan, Peter Hailer, Samy Molcho, Michael Znaniecki und Istvan Szabo. Im Sommer 2004 Vontobel-Preis beim Schauspielschultreffen in Hannover für das Stück „Liebe mich irgendwie" (Regie: Rene Pollesch / Gastspiel an der Volksbühne Berlin).

Raiko Küster, *1973, aufgewachsen in Stralsund, Ausbildung an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Während des Studiums Engagements am Theater in Senftenberg und am Maxim Gorki Theater, Berlin. Arbeiten am Staatsschauspiel Dresden und Theater am Neumarkt in Zürich. 2000-2005 am Bremer Theater. Dort u.a. Biff in „Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller und die männliche Hauptrolle in Christian Martins „Fast Fut".

Nicola Mastroberardino, *1978 in Zürich. Schauspielstudium an der Theater Hochschule Zürich. Gastengagements u.a. am Theater an der Sihl, Zürich und am Theaterhaus Gessnerallee. Er spielte u.a. in „Leonce und Lena - a better day" und „Kick and Rush" (Regie: David Bösch), „Ein Sportstück" von Elfriede Jelinek (Regie: St. Muller), Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich und den Zürcher Festspielen, „DNA" (Regie: Christoph Frick), „Oneweekstand" und „Odysseus´ Dia-Abend Spezial" (Regie: Thomas Schweigen).

Dominic Oley , Studium am Max Remhardt Seminar m Wien. Spielte 2001-2005 am Schlosstheater Schönbrunn. 2004 Ensemblepreis des Schauspielschultreffens Hannover für „Liebe mich irgendwie" (Regie: Rene Pollesch). Diverse Filmauftritte und Rollen in Kurzfilmen der Filmakademie Wien. 1995/97 Preisträger des Wettbewerbs „Treffen junge Musikszene" der Berliner Festspiele, 1996 Preisträger im Wettbewerb „Treffen junger Autoren" der Berliner Festspiele.

Carsten Otto, *1943 in Petershagen bei Berlin, Ausbildung an der Max-Reinhardt-Schule in Berlin. Engagements in Hildesheim, Augsburg, Braunschweig, Darrnstadt, Wiesbaden, Mannheim und Stuttgart, Seit 1993/94 am Schauspiel Essen. Hier u.a.: ,Collie Couch1 in Brechts „Im Dickicht der Städte", ,Sheriff Tiger Brown' m der „Dreigroschenoper" Becketts ,Krappr in „Das letzte Band", ,Selsdon Mowbray' in „Der nackte Wahnsinn" und ,Speer' in „Kasimir und Karoline" von Ödön von Horváth.

Nadja Robiné, *1980. Studium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, Erste Theaterengagements am Theater Rostock und am Theater Schwerin, Durchgängige Rolle bei der ersten deutschsprachigen Telenovela „Bianca", einer Produktion des ZDF.

Friedemann Thiele, *1981. Studium an der „American Academy of Dramatic Arts" (AADA), Los Angeles. Rollen in zahlreichen Produktionen des AADA Studio Theaters (u.a. „A Chorus Line", „Measure for Measure"), Gastengagement an der Neuen Bühne Brück in „Das Maß der Dinge" und „Kick and Rush". Zahlreiche Fernsehrollen und Filmhauptrollen, u.a. in „Merry Christ-mas" (Kino D/F/GB), „Rosenheim-Cops" (ZDF) und „Tödliche Schatten" (ZDF).

Rezo Tschchikwischwili, * 1957 in Tiblissi/Georgien. Auszeichnungen dort u.a. als „Verdientester Schauspieler des Landes". Seit 1994 Festengagernent am Schauspiel Essen. Wichtige Rollen u.a. in R, Schneiders „Dreck", „Diener zweier Herren", „Die Zofen", Koltes' „Kampf des Negers und der Hunde", „Cabaret", Woody Allens „Riverside Drive", „Kabale und Liebe" sowie in „Amadeus" von Peter Shaffer.

Ute Zehlen, 1999-2005 Ensemblemitglied am Schauspiel Essen. Vorher Engagements u.a. am Staatstheater Kassel, Staatstheater Stuttgart, Schauspiel Frankfurt, Stadttheater Heilbronn und Staatstheater Wiesbaden. 2000 „Beste Schauspielerin" bei der Kritikerumfrage der Kulturzeitschrift „neues rheinland" Rollen am Schauspiel Essen u.a.: ,Kathi Weghalter' in dem Singspiel „Im Weißen Rössl'. ,Lily Harrison' in „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen".

 [ Texte: Schauspiel Essen]

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