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Zur Inszenierung des Schauspiel Essen:
Premiere: 18. Februar 06 (Grillo Theater)
Inszenierung: Anselm Weber Bühne: Thomas Dreißigacker Kostüme: Gesine Völlm Musik: Wolfgang Siuda Dramaturgie:
Olaf Kröck
Geigenunterricht: Andrea Henkelhausen Kämpfe: Klaus Figge Regieassistenz: Katja Lillih Leinenweber Bühnenbildassistenz:
Ansgar Silies Kostümassistenz: Judith Patrizia Schenk Inspizienz: Eckhard Beger Souffeuse: Isabell Weiland Regiehospitanz: Katharina Weishaupt
Dramaturgiehspitanz: Carola Bühn
Besetzung:
König Gunther: Raiko Küster Hagen Tronje: Andreas Grothgar Volker: Nicola Mastroberardino
Gerenot, Bruder des Königs: Fritz Fenne Giselher, Bruder des Königs: Friedemann Thiele Siegfried: Sascha Göpel König Etzel: Günter Franzmeier
Dietrich von Bern: Carsten Otto Hildebrant, sein Waffenmeister: Lukas Graser Markgraf Rüdeger von Bechlarn: Christoph Finger Werbel, Hauptmann Etzels:
Rezo Tschchikwischwili 2 Burgunder: Sebastian König, Dominic Oley Ute, Witwe des Königs Danrat: Ute Zehlen Kriemhild, ihre Tochter: Anja Boche
Brundhild, Königin von Isenland: Bettina Engelhardt Frigga, ihre Amme: Tatjana Clasing Burgunderin/Gudrun, Rüdegers Tochter: Nadja Robiné
Ist es hinterhältige, mörderische Kaltblütigkeit oder kühles, politisches Kalkül, das Hagen, den treuen Berater König Günthers dazu treibt, den unbesiegbaren Helden
Siegfried zu töten? Siegfried hat für Günther die unbezwingbare Brunhild besiegt und sie zu Günthers Frau gemacht. Warum folgt nun Günther Brurihilds Mordaufruf
an seinem Schwager? Und warum verweigert er seiner Schwester Kriemhild, der Gattin des Getöteten, ihr Recht auf Rache am Mörder ihres Gatten?
Der älteste deutsche Mythos erzählt eine monumentale Geschichte von Treue und Verrat. Anselm Weber stellt in seiner Bühnenfassung die Frage „Was ist deutsch
am “Deutschen Trauerspiel” von Friedrich Hebbel?
Er setzt daher weniger auf den Kampf heidnischer und christlicher Kräfte um die Vormachtstellung in der Welt, als auf die Motive von „Treue und Verrat".
Was darf politisches Kalkül, um die Sicherheit und den Zusammenhalt eines Staates zu bewahren? Welchen Wert hat da ein einzelnes Menschenleben? Welchen
Wert hat das Leben eines unbesiegbaren Helden? Kann denn Freiheit überhaupt durch einen Heldenmord gesichert werden? Und warum stellen sich die so
Geschützten schützend vor den Mörder, bereit ihr eigenes Leben zu opfern? Erzeugt nicht vielmehr der Mord am Drachentöter Siegfried eine grausame Spirale der
Gewalt, die droht, den Staat, den Hagen doch schützen wollte, in den Abgrund zu reißen?
Anselm Weber, Regie Geb. 1963 in München. 1984 Beginn der Ausbildung an der Staatlichen Fachakademie für Fotodesign, danach Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in
Berlin. 1985/86 Kinderfilm „Die Abenteuer des Tobias Schraube" (1987 auf Berlinale vorgestellt), 1986-1989 Regieassistenz an den Münchner Kammerspielen bei
Dieter Dorn und Hans Lietzau, 1989 erste eigene Inszenierung „Die Minderleister" von Peter Türrini an den Münchner Kammerspielen (Regiepreis der Bayerischen
Theatertage 1990). Weitere Inszenierungen u.a.: 1992 ,,Die Jungfrau von Orleans" von Friedrich Schiller am Schauspiel Frankfurt; ab 1993 am Deutschen
Schauspielhaus Hamburg: „Kritik in Festung" (UA) von Rainald Goetz, 1996 „Zerbombt" (DSE) von Sarah Kane; am Residenztheater München 1999 „Don Jüan und
Faust" von Christian Dietrich Grabbe; 2000 „Blut" von Sergej Belbel am Volkstheater im Rahmen der Wiener Festwochen („Karl-Skraup-Preis" 2001 und nominiert für
den „Nestroy"). 2001 „Wallenstem" am Residenztheater München. 2001-2002 Oberspielleiter am Schauspielfrankfurt; 2003 „Die Frankfurter Verlobung" (UA) von
Matthias Beltz am Schauspielfrankfurt; 2003 Martin McDonaghs „Der Kissenmann" (DSE) und 2005 „Zu ebener Erde und erster Stock" von Johann Nestroy am Wiener
Burgtheater. Am Aalto Musiktheater Essen 2003 Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg". 2004 „Katja Kabanovä" von Leo Janäeek an der Frankfurter Oper.
Thomas Dreissigacker, Bühne Geb. 1955 in Mainz. Studierte Bühnenbild in Berlin. Assistenzen bei Freyer, Wilson, Manthey und Grützke, Seitdem als Bühnen- und Kostümbildner in vielen
Produktionen an Schauspiel- und Opernhäusern, darunter in Stuttgart, München, Berlin,,-Bochum, Köln, Basel, Düsseldorf, Bonn, Hannover, Hamburg, Mannheim,
Frankfurt/Main und Wien. Zusammenarbeit mit den Regisseuren Anselm Weber, Marion Metzen, Valentin Jeker, Karin Beier, Hartmut Wickert, Brian Michaels, Barbara
Mündel, Christof Nel. Seit 2000 Gastprofessor an der HDK Berlin und an der Universität Gießen.
Gesine Völlm, Kostüme Geb.1966 in Sindelfingen. Lehre zur Damenschneiderin, Studium von Bühnen- und Kostümbild in Stuttgart. Arbeitete an den Münchner Kammerspielen, am Theater
Luzern, Schauspielfrankfurt, Burgtheater Wien und Schauspielhannover. Dort 2001-2003 Ausstattungsleitung. Arbeiten unter anderem mit Anselm Weber, Jossi
Wieler, Joachim Schlömer. Außerdem Kostüme für einen Tanzfilm des Schweizer Fernsehens („The platform", Choreographie: J. Schlömer).
Wolfgang Siuda, Musik Studium in Braunschweig. Erste Theatermusiken für das dortige Staatstheater. Seit 1983 freischaffender Komponist für die Bereiche Fernsehen, Ballett und Theater.
Wolfgang Siuda arbeitete u.a. mit Karin Beier am Burgtheater Wien, Stephan Kimmig am Deutschen Theater Berlin und am Thalia Theater Hamburg und mit Jossi Wieler
am Schauspielhaus Zürich, bei den Salzburger Festspielen und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Er begleitet auch immer wieder Inszenierungen von Anselm
Weber, wie Max Fnschs „Biedermann und die Brandstifter" am Volkstheater in Wien und Friedrich Schillers „Wallenstein" am Residenztheater München.
Die Schauspieler:
Anja Boche,
* 1981 in Schwerin. Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Erste Engagements am St. Pauli Theater m Hamburg, Anschließend
Gastengagement am Schauspielfrankfurt in Henrik Ibsens „Die Wildente" (Regie: Anselm Weber), Diverse Film- und Fernsehrollen, u. a. m „Großstadtrevier" und „Die
Verbrechen des Prof. Capellari".
Tatjana Clasing,
*1964 in Hamburg, Ausbildung an der Hochschule für Musik u. Darstellende Kunst Hamburg. Erste Engagements in großen Musicalrollen, u.a. in der
„West Side Story", in „Cabaret" und „My Fair Lady". Ab 1990 feste Engagements am Staatstheater Stuttgart und Schauspiel Essen. 1994 Aalto-Büh-nenpreis, 2001
„Beste Schauspielerin" bei der Kritikerumfrage der Kulturzeitschrift „neues rheinland". Diverse Film- und Fernsehrollen.
Bettina Engelhardt,
*1971. Schauspielstudium in Berlin. Engagements am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (1993-2000), am Schauspielhaus Zürich (2000-2002
) und den Münchner Kammerspielen. Wichtige Rollen u.a.: ,Maria Braun1 aus Fassbinders „Die Ehe der Maria Braun" (Regie: Burkhard C. Kosminski), ,Solveig' aus
„Peer Gynt", ,Ljubow Andrejewna Ranjewskaja' in Tschechows „Kirschgarten" (Regie: Anna Badora). Zahlreiche Arbeiten vor der Kamera.
Fritz Fenne, *
1973, aufgewachsen im niedersächsischen Sulingen. Studium an der Schule für Schauspiel in Hamburg. Erste Gastengagements u. a. am
Schauspielhaus Zürich und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 1999-2005 Ensemblemitglied am Bremer Theater. Er spielte u.a. in Ed Thomas´ „Engel der
Tankstelle" und die Titelrolle in „Hamlet, Prinz von Dänemark".
Cristoph Finger,
*1955 in Saarbrücken. Schauspielstudium in Hamburg. Engagements in Frankfurt, Essen, Wuppertal und Hamburg. 1995-2005 am Theater Bremen.
Dort spielte er bei Regisseuren wie Nicolai Sykosch, Thomas Bischoff oder Barbara Bilabel. Seit 1986 auch Film-und TV-Rollen („Unsere Hagenbecks", „Doppelter Einsatz").
Lukas Graser, *1979 in Basel, Schauspielstudium an der Theater Hochschule Zürich. 2002-2004 Ensemblemitglied am Theater an der Sihl, Zürich. Wichtige Rollen
dort u.a. in „Leonce und Lena - a better day" (Regie: David Bösch), dafür Ensemble- sowie Publikumspreis beim Treffen der deutschsprachigen Schauspielschulen in
Graz, Weitere Engagements u.a. in „Ein Sportstück" von Elfriede Jelinek (Regie: St. Müller) am Schauspielhaus Zürich und „Odysseus' Dia-Abend Spezial" im Rahmen
des Festivals „Freischwimmer" in Berlin, Hamburg und Zürich.
Günter Franzmeier,
*1966. Ausbildung und erstes Engagement an der Elisabethbühne, Salzburg. Es folgten das Schauspielhaus Zürich, die Hamburger
Kammerspiele, das Ensembletheater Wien, Gruppe 80 Wien, die Wiener Festwochen und verschiedene freie Gruppen in Wien. Von 1995-2005 festes Mitglied im
Ensemble des Wiener Volkstheaters. Wichtige Produktionen waren u.a. „Mephisto", „Kirschgarten", „Der Bauer als Millionär" und „Antigone". Diverse Film- und
Fernsehrollen, unter anderem in „Vier Frauen und ein Todesfall1' und „Kommissar Rex".
Sascha Göpel,
*1979 m Essen. Schauspielstudmm an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. 2003 spielte er u. a. im Kinofilm „Das Wunder von Bern"
(Regie: Sönke Wortmann) die Rolle des Helmut Rahn, für die er mit dem „.New Faces Award 2004" ausgezeichnet wurde. Anschließend zahlreiche Film- und
Fernsehproduktionen: WDR 2-Teiler „Paparazzo" (Regie: Stephan Walter), „Tornado" (Pro?) und die Verfilmung von Moritz Rinkes Theaterstück „Republik Vineta", Seit
2005 Jung-Kommissar Jan Gröner' an der Seite von Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf im „Tatort". In der Spielzeit 2004/05 außerdem Gast am Schauspielhannover
. Dort in Lutz Hübners „Nellie Goodbye", „Die Jungfrau von Orleans" (Regie: Peter Kastenmüller) und „urbanstories" von Nuran Calis.
Andreas Grothgar,
*1957 in Hamburg. Schauspielstudium m Hamburg. Engagements u.a. am Schauspielfrankfurt, Schauspielhaus Harnburg, Schauspielhaus Zürich
, Düsseldorfer Schauspielhaus, an den Münchner Kammerepielen und der Schaubühne Berlin. Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Anselm Weber, Luk Perceval,
Andras Fncsay, Calixto Bieito und Arpad Schilling,
Sebastian König,
* 1 98 1 in Frankfurt arn Main, Studium am Max Remhardt Seminar in Wien. Arbeiten u.a. mit Rene Pollesch, Klaus Maria Brandauer, Artak Grigorjan,
Peter Hailer, Samy Molcho, Michael Znaniecki und Istvan Szabo. Im Sommer 2004 Vontobel-Preis beim Schauspielschultreffen in Hannover für das Stück „Liebe mich
irgendwie" (Regie: Rene Pollesch / Gastspiel an der Volksbühne Berlin).
Raiko Küster,
*1973, aufgewachsen in Stralsund, Ausbildung an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Während des Studiums Engagements am Theater in
Senftenberg und am Maxim Gorki Theater, Berlin. Arbeiten am Staatsschauspiel Dresden und Theater am Neumarkt in Zürich. 2000-2005 am Bremer Theater. Dort u.a.
Biff in „Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller und die männliche Hauptrolle in Christian Martins „Fast Fut".
Nicola Mastroberardino,
*1978 in Zürich. Schauspielstudium an der Theater Hochschule Zürich. Gastengagements u.a. am Theater an der Sihl, Zürich und am
Theaterhaus Gessnerallee. Er spielte u.a. in „Leonce und Lena - a better day" und „Kick and Rush" (Regie: David Bösch), „Ein Sportstück" von Elfriede Jelinek (Regie:
St. Muller), Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich und den Zürcher Festspielen, „DNA" (Regie: Christoph Frick), „Oneweekstand" und „Odysseus´ Dia-Abend
Spezial" (Regie: Thomas Schweigen).
Dominic Oley
, Studium am Max Remhardt Seminar m Wien. Spielte 2001-2005 am Schlosstheater Schönbrunn. 2004 Ensemblepreis des Schauspielschultreffens
Hannover für „Liebe mich irgendwie" (Regie: Rene Pollesch). Diverse Filmauftritte und Rollen in Kurzfilmen der Filmakademie Wien. 1995/97 Preisträger des
Wettbewerbs „Treffen junge Musikszene" der Berliner Festspiele, 1996 Preisträger im Wettbewerb „Treffen junger Autoren" der Berliner Festspiele.
Carsten Otto,
*1943 in Petershagen bei Berlin, Ausbildung an der Max-Reinhardt-Schule in Berlin. Engagements in Hildesheim, Augsburg, Braunschweig, Darrnstadt,
Wiesbaden, Mannheim und Stuttgart, Seit 1993/94 am Schauspiel Essen. Hier u.a.: ,Collie Couch1 in Brechts „Im Dickicht der Städte", ,Sheriff Tiger Brown' m der
„Dreigroschenoper" Becketts ,Krappr in „Das letzte Band", ,Selsdon Mowbray' in „Der nackte Wahnsinn" und ,Speer' in „Kasimir und Karoline" von Ödön von Horváth.
Nadja Robiné, *1980. Studium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, Erste Theaterengagements am Theater Rostock und am Theater Schwerin,
Durchgängige Rolle bei der ersten deutschsprachigen Telenovela „Bianca", einer Produktion des ZDF.
Friedemann Thiele, *1981. Studium an
der „American Academy of Dramatic Arts" (AADA), Los Angeles. Rollen in zahlreichen Produktionen des AADA Studio
Theaters (u.a. „A Chorus Line", „Measure for Measure"), Gastengagement an der Neuen Bühne Brück in „Das Maß der Dinge" und „Kick and Rush". Zahlreiche
Fernsehrollen und Filmhauptrollen, u.a. in „Merry Christ-mas" (Kino D/F/GB), „Rosenheim-Cops" (ZDF) und „Tödliche Schatten" (ZDF).
Rezo Tschchikwischwili,
* 1957 in Tiblissi/Georgien. Auszeichnungen dort u.a. als „Verdientester Schauspieler des Landes". Seit 1994 Festengagernent am
Schauspiel Essen. Wichtige Rollen u.a. in R, Schneiders „Dreck", „Diener zweier Herren", „Die Zofen", Koltes' „Kampf des Negers und der Hunde", „Cabaret", Woody
Allens „Riverside Drive", „Kabale und Liebe" sowie in „Amadeus" von Peter Shaffer.
Ute Zehlen,
1999-2005 Ensemblemitglied am Schauspiel Essen. Vorher Engagements u.a. am Staatstheater Kassel, Staatstheater Stuttgart, Schauspiel Frankfurt,
Stadttheater Heilbronn und Staatstheater Wiesbaden. 2000 „Beste Schauspielerin" bei der Kritikerumfrage der Kulturzeitschrift „neues rheinland" Rollen am Schauspiel
Essen u.a.: ,Kathi Weghalter' in dem Singspiel „Im Weißen Rössl'. ,Lily Harrison' in „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen".
[ Texte: Schauspiel Essen]
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