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Theater: Medea
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Medea Tragödie von Euripides (480 v. Chr. oder 485 v. Chr. - 406 v. Chr.)
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Zur Inszenierung des Schauspiel Zürich: Übernahme der Inszenierung vom Deutschen Theater Berlin
Premiere: 4. Februar 11 (Pfauen)
Regie: Barbara Frey Bühne: Bettina Meyer Kostüme: Gesine Völlm Video: Bert Zander Licht:
Frank Bittermann, Claus Grasmeder Dramaturgie: Katja Hagedorn, Roland Koberg
Mit: Amme: Iris Erdmann Erzieher: Gábor Biedermann Medea: Nina Hoss
Korintherin: Ursula Doll Kreon: Markus Scheumann Jason: Michael Neuenschwander Ägeus: Siggi Schwientek Bote: Matthias Bundschuh
Kaum
ein antiker Stoff hat zu so vielen Deutungen und Bearbeitungen Anlass gegeben wie der Medea-Mythos, der in der Version des Dichters Euripides 431 v. Chr. uraufgeführt wurde. Als ihr Mann sie
zu verlassen und zu verstossen droht, übt die vermeintlich entzauberte Zauberin aus Kolchis Rache und tötet grausam die neue Gattin ihres Mannes sowie ihre eigenen Kinder. Barbara Freys
gefeierte Berliner MEDEA-Inszenierung mit Nina Hoss in der Titelrolle wird ab dem 4. Februar, nach mehr als 50 ausverkauften Vorstellungen am Deutschen Theater Berlin, mit Schauspielerinnen
und Schauspielern des Zürcher Ensembles in den Pfauen übernommen.
Barbara Frey, geboren 1963 in Basel, studierte
Germanistik und Philosophie. Seit 1992 arbeitete sie als Regisseurin unter anderem am Theater Basel, am Deutschen Theater Berlin, am Bayerischen Staatsschauspiel in München, am Burgtheater
Wien und bei den Salzburger Festspielen. In der vergangenen Saison – ihrer ersten als Künstlerische Direktorin des Schauspielhauses Zürich – inszenierte sie Schillers „Maria Stuart“,
Shakespeares „Was ihr wollt“ sowie die Uraufführung von „Malaga“ von Lukas Bärfuss. Im Herbst 2010 eröffnete Barbara Frey ihre zweite Spielzeit in Zürich mit Marieluise Fleissers „Fegefeuer
in Ingolstadt“ und realisierte im Dezember das Edgar Allan Poe-Projekt „A Dream Within a Dream“.
Nina Hoss, die sich dem
Zürcher Publikum als Viola in Barbara Freys Inszenierung „Was ihr wollt“ vorstellte, erhielt für ihre Darstellung der Medea den wichtigsten deutschen Schauspielerpreis, den Gertrud
Eysoldt-Ring. Seit 1998/99 ist sie Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, wo sie 2009/10 in der Uraufführung von Lukas Bärfuss’ Stück „Öl“ (Regie: Stephan Kimmig) zu sehen war. In der
Regie von Barbara Frey spielte sie u.a. auch in „Minna von Barnhelm“ und „Gross und klein“. Der Durchbruch als Filmschauspielerin gelang Nina Hoss mit ihrer Verkörperung der Rosemarie
Nitribitt in „Das Mädchen Rosemarie“. Grosse Publikumserfolge verzeichnete sie u.a. auch mit den Filmen „Die weisse Massai“, „Nackt“ und „Anonyma“. Für die Filme „Toter Mann“ 2003 und
„Wolfsburg“ 2005, wurde Hoss jeweils mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Für ihre Verkörperung der Yella in Christian Petzolds gleichnamigem Film erhielt sie 2007 den Silbernen Bären
sowie 2008 den Deutschen Filmpreis. [© Schauspielhaus Zürich]
www.schauspielhaus.ch
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Zur Inszenierung des Staatstheaters Darmstadt
Premiere: 17. September 10
Inszenierung:
Michael Helle Bühne und Kostüme: Achim Römer
Zehnter Beitrag der Reihe Die Griechen – unser Ursprung
Besetzung:
Medea: Gabriele Drechsel
Jason: Uwe Zerwer Kreon, König von Korinth: Heinz Kloss Kreusa: Christina Kühnreich Gora: Margit Schulte-Tigges Herold: Tino Lindenberg
www.staatstheater-darmstadt.de
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Zur Inszenierung des Centraltheater Leipzig:
Premiere: 16. Januar 10
Regie:
Clemens Schönborn Bühne: Thomas Schuster Kostüme: Nina Kroschinske Choreinstudierung: Christine Groß Licht: Jan Bregenzer Dramaturgie:
Michael Billenkamp
Mit:
Natalia Belitski, Paula Hans, Josephine Heide, Ellen Hellwig, Dorothée Kahler, Andreas Keller, David Kosel, Lore Richter, Sophie Rois, Emma Rönnebeck
www.centraltheater-leipzig.de
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Zur Inszenierung vom schauspielfrankfurt:
Premiere: 1. September 2007, Kleines Haus
Regie: Urs Troller Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Bühne: Stefanie Wilhelm Kostüme: Katharina Weißenborn
Darsteller: Andreas Haase, Friederike Kammer, Oliver Kraushaar, Felix von Manteuffel, Abak Safaei-Rad
Medea ist ihrem Geliebten Jason aus ihrer Heimat Kolchis nach Korinth gefolgt. Sie hat für Jason ihre Familie verraten, nun
verlässt Jason sie und die beiden gemeinsamen Kinder wegen einer anderen Frau. Jason erhält durch die neue Heirat Bleiberecht in Korinth. Medea hingegen soll mit den beiden Söhnen die Stadt
verlassen. Aigeus, König von Athen, der ohne Nachkommen ist und deshalb eine Frau sucht, bietet Medea Asyl an. Medea willigt in das Angebot ein. Bevor sie Korinth verlässt, schickt sie ihre
zwei Söhne mit einem Kleid als Hochzeitsgeschenk zu Jasons neuer Braut. Sie verbrennt in dem vergifteten Kleid, ebenso ihr Vater, der sie vor den Flammen retten will. Jason sucht Medea auf
und fi ndet sie mit seinen beiden getöteten Söhnen vor. Medea geht ins Exil zu Aigeus und lässt Jason mit den Toten zurück.
Euripides fragt in der vor mehr als 2400 Jahren geschriebenen Tragödie, was Liebe darf und wo ihre Grenzen sind. [© Texte: schauspielfrankfurt.de]
Besprechung auf kulturfreak.de
www.schauspielfrankfurt.de
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Zur Inszenierung des Theater Augsburg: Text von Franz Grillparzer
Premiere: 7. Oktober 06
Inszenierung und Bühne: Ricarda Beilharz Kostüme: Franziska Rast
Mit: Kreon: Eberhard Peiker (Kreon Kreusa: Christine Diensberg (Kreusa
Jason: Matthias O. Schneider Medea: Nicole Schneider Gora: Eva Maria Keller Bote: Rainer Etzenberg
Fluchbeladenes Schicksal - Premiere für Grillparzers „Medea“ Der Stoff für die erste Schauspielpremiere der Spielzeit im Großen Haus stammt aus der Antike. Es bedarf keiner Übertragung
ins Heute, um zu demonstrieren, wie erschreckend aktuell er ist. Was bringt eine Mutter dazu, ihre eigenen Kinder umzubringen? Noch dazu eine, die mit königlicher Herkunft und magischen
Kräften gesegnet ist. 2.500 Jahre alt ist der mythologische Stoff um Medea, die „Barbarin“, die als Außenseiterin nicht in die „kultivierte“ griechische Welt einfinden kann und in diesem
Konflikt zum Äußersten getrieben wird. Franz Grillparzer hat 1821, im dritten Teil seiner Trilogie „Das Goldene Vlies“, den Medea-Stoff neu bearbeitet und transportiert ihn in die bürgerliche
Welt des 19. Jahrhunderts. Dort beschreibt er, wie die angeblichen Gegensätze zwischen scheinbarem Barbarentum und vordergründig humaner Kultur menschliches Unheil, Verzweiflung und Gewalt
hervorbringen.
In ihrer ersten Arbeit in Augsburg nimmt sich Ricarda Beilharz
des komplexen Stoffes an und zeichnet dabei gleichermaßen für Regie und Bühne verantwortlich. Sie versetzt die Handlung aus Grillparzers bürgerlichem Milieu in einen zeitlosen abstrakten Raum. In einer genauen Analyse des Beziehungsgeflechts zwischen den handelnden Figuren stellt sie den unaufhaltsamen Prozess in den Mittelpunkt, der von Medea, ohne es zu wollen, in Gang gesetzt wird, als sie als Fremde in einer Gesellschaft auftaucht, die das Fremde abstößt. Verzichtet die metrisch gebundene, überhöhte Sprache Grillparzers oftmals auf den mythischen Kontext, dem der Stoff entstammt, so bindet die Regisseurin ihn wieder ein, indem sie Fremdtexte (u.a. von Seneca) verwendet.
In der gewichtigen Titelrolle der Medea hat Nicole Schneider Gelegenheit, ihr facettenreiches Spiel voll zur Geltung zu bringen. Den Antihelden, den Argonautenführer Jason, gibt
Ensembleneuling Matthias O. Schneider, der dem durchaus negativen Charakter seiner ersten Figur am Theater Augsburg auf unsentimentale Weise Gesicht verleiht.
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Zur Inszenierung des Theater Willy Praml, Frankfurt:
Text von Hans Henny Jahnn
Wiederaufnahme-Premiere: 12. Mai 06, 20:30 h
weitere Spieltermine: 13./ 18./ 19./ 20./ 25./ 26./ 27. Mai, 1./ 2./ 3. Juni jeweils um 20:30 h
Regie: Willy Praml Ausstattung: M. Weber
Mit:
R.Behling, B. Heuser, C. Scharf, T. Stegemann, M. Weber
Medeas Rache erfolgt schonungslos. So terroristisch, wie es Jahnn in seinen späten Jahren formulierte: "Ich wollte Sprengstoff erfinden, von
dem wenige Kilo genügten, um die Menschheit mit Stumpf und Stiel in die Luft zu sprengen. Ich verbiss mich in diese Idee und schwankte nur, ob
ich mich oder die anderen umbringen sollte. Ich war zu einer Auffassung der Welt gekommen, die anders war als die aller übrigen Menschen und
deren Ergebnis dahin lautete, dass der Mensch das verabscheuungswürdigste aller Geschöpfe sei. Medea spielt in ihrem Theater der
schwarzen Rache, was die Zivilisation in ihren Körperverliesen gefangen hält: " die schwarze Freude³. Sie nimmt nicht nur Rache an Jason...Die
schwarze Medea lässt das zivilisierte Europa untergehen.
Ein frühes Highlight deutscher Dramatik des 20. Jahrhunderts.
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Karten & Info: 069 - 43.05.47.34 oder E-mail an: theater.willypraml@t-online.de
Naxoshalle, Wittelsbacherallee 29, Frankfurt RMV: Straenbahn 14 - Waldschmidtstr. / U4 - Merianplatz / Kantstr. Parken: Parkhaus Waldschmidtstr.
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