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Theater: Medea
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Medea Tragödie von Euripides (480 v. Chr. oder 485 v. Chr. - 406 v. Chr.)
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Zur Inszenierung des Centraltheater Leipzig:
Premiere: 16. Januar 10
Regie: Clemens Schönborn Bühne:
Thomas Schuster Kostüme: Nina Kroschinske Choreinstudierung: Christine Groß Licht: Jan Bregenzer Dramaturgie: Michael Billenkamp
Mit:
Natalia Belitski, Paula Hans, Josephine Heide, Ellen Hellwig, Dorothée Kahler, Andreas Keller, David Kosel, Lore Richter, Sophie Rois, Emma Rönnebeck
www.centraltheater-leipzig.de
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Zur Inszenierung vom schauspielfrankfurt:
Premiere: 1. September 2007, Kleines Haus
Regie: Urs Troller Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Bühne: Stefanie Wilhelm Kostüme: Katharina Weißenborn
Darsteller: Andreas Haase, Friederike Kammer,
Oliver Kraushaar, Felix von Manteuffel, Abak Safaei-Rad
Medea ist ihrem
Geliebten Jason aus ihrer Heimat Kolchis nach Korinth gefolgt. Sie hat für Jason ihre Familie verraten, nun verlässt Jason sie und die beiden gemeinsamen Kinder wegen einer anderen Frau.
Jason erhält durch die neue Heirat Bleiberecht in Korinth. Medea hingegen soll mit den beiden Söhnen die Stadt verlassen. Aigeus, König von Athen, der ohne Nachkommen ist und deshalb eine
Frau sucht, bietet Medea Asyl an. Medea willigt in das Angebot ein. Bevor sie Korinth verlässt, schickt sie ihre zwei Söhne mit einem Kleid als Hochzeitsgeschenk zu Jasons neuer Braut. Sie
verbrennt in dem vergifteten Kleid, ebenso ihr Vater, der sie vor den Flammen retten will. Jason sucht Medea auf und fi ndet sie mit seinen beiden getöteten Söhnen vor. Medea geht ins Exil zu
Aigeus und lässt Jason mit den Toten zurück. Euripides fragt in der vor mehr als 2400 Jahren geschriebenen Tragödie, was Liebe darf und wo ihre Grenzen sind. [© Texte:
schauspielfrankfurt.de]
Besprechung auf kulturfreak.de
www.schauspielfrankfurt.de
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Zur Inszenierung des Theater Augsburg: Text von Franz Grillparzer
Premiere: 7. Oktober 06 Inszenierung und Bühne: Ricarda Beilharz
Kostüme: Franziska Rast
Mit: Kreon: Eberhard Peiker (Kreon Kreusa: Christine Diensberg (Kreusa Jason: Matthias O. Schneider Medea:
Nicole Schneider Gora: Eva Maria Keller Bote: Rainer Etzenberg
Fluchbeladenes Schicksal - Premiere für Grillparzers „Medea“ Der Stoff für die erste
Schauspielpremiere der Spielzeit im Großen Haus stammt aus der Antike. Es bedarf keiner Übertragung ins Heute, um zu demonstrieren, wie erschreckend aktuell er ist. Was bringt eine Mutter
dazu, ihre eigenen Kinder umzubringen? Noch dazu eine, die mit königlicher Herkunft und magischen Kräften gesegnet ist. 2.500 Jahre alt ist der mythologische Stoff um Medea, die „Barbarin“,
die als Außenseiterin nicht in die „kultivierte“ griechische Welt einfinden kann und in diesem Konflikt zum Äußersten getrieben wird. Franz Grillparzer hat 1821, im dritten Teil seiner
Trilogie „Das Goldene Vlies“, den Medea-Stoff neu bearbeitet und transportiert ihn in die bürgerliche Welt des 19. Jahrhunderts. Dort beschreibt er, wie die angeblichen Gegensätze zwischen
scheinbarem Barbarentum und vordergründig humaner Kultur menschliches Unheil, Verzweiflung und Gewalt hervorbringen.
In ihrer ersten Arbeit in Augsburg nimmt sich Ricarda Beilharz
des komplexen Stoffes an und zeichnet dabei gleichermaßen für Regie und Bühne verantwortlich. Sie versetzt die Handlung aus Grillparzers bürgerlichem Milieu in einen zeitlosen abstrakten Raum. In einer genauen Analyse des Beziehungsgeflechts zwischen den handelnden Figuren stellt sie den unaufhaltsamen Prozess in den Mittelpunkt, der von Medea, ohne es zu wollen, in Gang gesetzt wird, als sie als Fremde in einer Gesellschaft auftaucht, die das Fremde abstößt. Verzichtet die metrisch gebundene, überhöhte Sprache Grillparzers oftmals auf den mythischen Kontext, dem der Stoff entstammt, so bindet die Regisseurin ihn wieder ein, indem sie Fremdtexte (u.a. von Seneca) verwendet.
In der gewichtigen Titelrolle der Medea hat Nicole Schneider Gelegenheit, ihr facettenreiches Spiel voll zur Geltung zu bringen. Den Antihelden, den Argonautenführer Jason, gibt
Ensembleneuling Matthias O. Schneider, der dem durchaus negativen Charakter seiner ersten Figur am Theater Augsburg auf unsentimentale Weise Gesicht verleiht.
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Zur Inszenierung des Theater Willy Praml, Frankfurt: Text von Hans Henny Jahnn
Wiederaufnahme-Premiere: 12. Mai 06, 20:30 h weitere Spieltermine: 13./ 18./ 19./ 20./ 25./ 26./ 27. Mai, 1./ 2./ 3. Juni
jeweils um 20:30 h
Regie: Willy Praml Ausstattung: M. Weber
Mit: R.Behling, B. Heuser, C. Scharf, T. Stegemann, M. Weber
Medeas Rache erfolgt schonungslos. So terroristisch, wie es Jahnn in seinen späten Jahren formulierte: "Ich wollte Sprengstoff erfinden, von
dem wenige Kilo genügten, um die Menschheit mit Stumpf und Stiel in die Luft zu sprengen. Ich verbiss mich in diese Idee und schwankte nur,
ob ich mich oder die anderen umbringen sollte. Ich war zu einer Auffassung der Welt gekommen, die anders war als die aller übrigen Menschen
und deren Ergebnis dahin lautete, dass der Mensch das verabscheuungswürdigste aller Geschöpfe sei. Medea spielt in ihrem Theater der
schwarzen Rache, was die Zivilisation in ihren Körperverliesen gefangen hält: " die schwarze Freude³. Sie nimmt nicht nur Rache an Jason..
.Die schwarze Medea lässt das zivilisierte Europa untergehen.
Ein frühes Highlight deutscher Dramatik des 20. Jahrhunderts.
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Karten & Info: 069 - 43.05.47.34 oder E-mail an:
theater.willypraml@t-online.de
Naxoshalle, Wittelsbacherallee 29, Frankfurt RMV: Straenbahn 14 - Waldschmidtstr. / U4 - Merianplatz / Kantstr.
Parken: Parkhaus Waldschmidtstr.
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