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Theater: Iphigenie auf Tauris

Iphigenie auf Tauris
Schauspiel in 5 Aufzügen

Von:
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Entstanden: 1779
Versfassung: 1787
Uraufführung der Prosafassung: 6. April 1779 (Ettersburg)
Uraufführung der Versfassung: 15. Mai 1802 (Weimar, Regie: Friedrich Schiller)

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt

Premiere:
30. August 07 (Bockenheimer Depot !)

Inszenierung, Raum und Kostüme:
Wanda Golonka
Dramaturgie: Susanne Traub
Inspizienz: Lisa Ahle / Thomas Nossek
Licht: Frank Kraus
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Johannes Richter, Tobias Wagner
Ton: Bernhard Klein, Josef Rennert
Maske: Lutz Paschke, Anke Scharlach
Strickmaske: Sylvia Schäfer
Requisite: Iris Hagen
Regieassistenz: Anna Konjetzky
Bühnenbildassistenz: Britta Kloss
Kostümassistenz: Julia Plickat
Dramaturgieassistenz: Ulrich Volz
Souffleuse: Alexandra zu Stolberg

Besetzung:
Iphigenie:
Falilou Seck
Thoas, König der Taurier:
Georgette Dee
Orest:
Bert Tischendorf
Pylades: Fabian Gerhardt
Arcas:
Jennifer Minetti

»Verteufelt human« nannte Goethe seine Iphigenie. Damit umschreibt er den Versuch, dichterisch einer barbarischen Geschichte und Gegenwart zu entkommen. Der Fluch auf dem Haus der Tantaliden hat Iphigenie getroffen. Ihr Vater Agamemnon hat sie Diana geopfert, um im Krieg gegen die Trojaner seiner Flotte günstige Winde zu verschaffen. Die Göttin rettete Iphigenie und setzte sie auf Tauris als Priesterin in ihrem Tempel ein. Iphigenie sehnt sich ins Land der Griechen zurück, König Thoas jedoch möchte die Fremde heiraten. Da sie seine Werbung abschlägt, setzt Thoas den alten Brauch wieder ein, Fremde auf dem Altar Dianas zu opfern. Ausgerechnet Iphigenies Bruder Orest scheint das Los als ersten zu treffen. Nach dem Mord an seiner Mutter hofft dieser dem Fluch zu entkommen, indem er dem Gott Apollon das Standbild der Diana bringt. Doch auf Tauris begegnet er der eigenen Schwester. Iphigenie, im Konflikt zwischen Vertrauensbruch und Rettung des Bruders, offenbart sich Thoas und sagt ihm die Wahrheit. Seiner Liebe entsagend lässt er die Fremden in ihre Heimat ziehen. Ist das der Preis der »verteufelten« Humanität: menschlich handeln, aber einsam sein?

Georgette Dee
Georgette Dee besingt das Leben hinter dem Leben. Warum wir durchhalten, warum wir fallen. Wodurch wir uns von Maschinen und Tieren unterscheiden. Eine Seite der Menschheit, roh, verliebt und verletzt.
Einem Konzert von Georgette Dee beizuwohnen, heißt an die Ursprünge des Theaters, des künstlerischen Aktes selbst zurückzukehren. Durch die szenisch und musikalisch inszenierte Offenbarung eines Wesens werden wir uns selbst gewahr. Die dargebotenen Lieder, seien es perfekte Lovesongs, Wutgeschrei oder sogar Trinklieder, handeln immer von einem Ort in uns selbst und erinnern vage an andere Chansons: ausgestreckte Hände für Brei, wunde Weiblichkeit für Piaf, verbaler Wahnsinn für Ferre.
2000 hat Georgette Dee das Pariser Theätre de l'Odeon entflammt. Das war die gerechte Gegenleistung einer Stadt, die sie besungen und geliebt hat. Durch Schlichtheit erreicht man die größte Macht. Georgette Dee hat das auf der Bühne demonstriert, mit Klasse, Großzügigkeit und einer scharfen Phantasie, die jene zu Boden schmettert, die etwa noch an der Richtigkeit der Stimme, der Musik, des Exzesses zweifelten.
Nach einem Georgette Dee Konzert erscheinen Theateraufführungen verstaubt, diverse Interpreten auf den oberen Rängen der Hit-Paraden wie schlechte Kopien nach Karaoke Art und die Komiker oder Schauspieler von One-Man-Shows wie einfache Anfänger, kaum dem Theaterverein entwachsen. Georgette Dee erscheint weit weg. Vorne weg. Oder meilenweit über der Flaute, kulturell oder nicht." Yann Allegret

In der Spielzeit 2007/2008 am Schauspielfrankfurt:

Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Wanda Golonka Rolle: Thoas

Jennifer Minetti
Schauspielerin, geboren 1940 in Berlin.

Theater
Bonn, Bremen, Essen, Göüingen, Hannover, Kassel, München, Stuttgart, Wien und Wuppertal.

Seit der Spielzeit 2001/2002 festes Ensemblemitglied des Schauspielfrankfurt.

Spielzeit 2001/2002:
Gold - 92 bars in a crashed car, P. Greenaway und S. Boddeke, Rolle: Video-'Talking-Heads" Regie: Saskia Boddeke
Elektra, Hugo von Hofmannsthal, Regie: Simone Blattner
Mit vollem Munde, Wanda Golonka Regie: Wanda Golonka
Fliegen auf der Zunge, Werner Fritsch
Die blauen den Kleinen, die gelben den Schweinen, der Liebsten die roten , die weißen den Toten, Text+Titel+Material: Heiner Müller, Regie: Wanda Golonka
Nihilismus de Luxe, FM Einheit / Andreas Ammer, Regie: Marion Metzen

Spielzeit 2002/2003:
Der zerbrochne Krug, Heinrich von Kleist, Rolle: Marthe Rull Regie: Armin Petras
Maria Magdalena, Friedrich Hebbel, Regie: Armin Petras, Rolle: Frau
AnAntigone, Wanda Golonka, Regie: Wanda Golonka, Rolle: #4
Farben Ton Fetzen Musik, Jeniffer Minetti und FM Einheit

Spielzeit 2003/2004:
Die Logik des Zerfalls, Samuel Beckett, Regie: Andre Wilms, Rolle: Mund (Nicht ich)
Antigonae, Sophokles, Regie: Wanda Golonka, Rolle: Tiresias
Offene Gruben, Offene Fenster, Werner Schwab,Regie: Jeniffer Minetti

Spielzeit 2004/2005
Die Zofen, Jean Genet, Regie: Andre Wilms, Rolle: die gnädige Frau
Nathan der Weise, Gotthold E. Lessing, Regie: Karin Neuhäuser, Rolle: Daja

Spielzeit 2005/2006
Die Bakchen, Euripides, Fassung von Raul Schrott, Rolle: Agaue, Regie: Christof Nel

Spielzeit 2007/2008
Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Wanda Golonka

[© Texte: schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

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