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Theater: Emilia Galotti

Emilia Galotti
Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen

Von: Gotthold Ephraim Lessing
Uraufführung: 13. März 1772 (Braunschweig, Herzogliches Opernhaus)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
10. April 10
Inszenierung und Bühne: Ricarda Beilharz
Kostüme: Jelena Miletic
Dramaturgie: Dagmar Borrmann

Besetzung:

Emilia:
Franziska Werner
Prinz von Guastalla: Jürg Wisbach
Gräfin Orsina: Doreen Nixdorf
Marinelli: Michael von Burg
Odoardo: Uwe Kraus
Claudia: Monika Kroll
Graf Appiani: Florian Thunemann

Der Prinz von Guastalla ist in Gefühls-Aufruhr. Er hat sich in ein bürgerliches Mädchen verliebt: Emilia Galotti. Seine bisherige Geliebte, die Gräfin Orsina, kämpft nun vergeblich um seine Gunst. Marinelli, der Kammerherr des Prinzen, eröffnet ihm, dass Emilia noch am selben Tage heiraten und mit ihrem Mann, dem Prinzen Appiani, aufs Land ziehen wird. Der Prinz überrascht Emilia in der Kirche und offenbart ihr seine Liebe. Emilia ist bestürzt. Ihr Lebensweg mit Appiani schien klar vor ihr zu liegen – nun fällt auch sie in eine Verwirrung der Gefühle.
Marinelli lässt in vorauseilendem Gehorsam den Grafen Appiani ermorden, damit der Weg für seinen Herrn zu Emilia frei ist. Emilia gerät in einen unauflösbaren Konflikt zwischen erotischer Verführbarkeit, Schuldgefühlen und dem Wissen, dass sie genauso enden wird wie die Gräfin Orsina: als abgelegte Geliebte. Sie trifft eine überraschende Entscheidung.

Die Regisseurin und Bühnenbildnerin Ricarda Beilharz („Der Gott des Gemetzels“, „Die Räuber“) hat schon in Basel, Göttingen, Luzern, Karlsruhe, Salzburg, den Wiener Festwochen inszeniert und war mit ihren Ausstattungen schon zwei Mal beim Berliner Theatertreffen eingeladen. Sie liest Lessings Drama als ein Vexierspiel der Gefühle, in dem die Fronten zwischen Täter und die Opfer nicht mehr klar sind. Nach Tilman Gerschs „Nathan“-Inszenierung führt das Schauspiel des Hessischen Staatstheaters seine Auseinandersetzung mit dem Werk Lessings weiter. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt:

Premiere:
28. September 07

Regie:
Niklaus Helbling
Bühne: DirkThiele
Kostüme: Regine Standfuss
Musik: Martin Gantenbein
Licht: Frank Kraus
Choreographie: Salome Schneebeli
Video: Philipp Batereau
Dramaturgie: Marcel Luxinger
Regieassistenz: Dagmara Lutoslawska
Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow
Kostümassistenz: Katja Strohschneider
Soufflage: Christine Schneider,Bngitta Schirdewahn
Inspizienz: Lisa Ahle
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker, Laura van Haperen
Technische Einrichtung: Andreas Kremer
Ton: Joachim Steffenhagen, Gloria Müller
Maske: Verena Martin, Bernhard Springer
Requisite: Anette Mahnke, Helena Fries
Regiehospitanz: Anita Pöltl, Tobias Steiner
Bühnenbildhospitanz: Leonie Otto
Kostümbildhospitanz: Mareike Wehrmann
Dramaturgiehospitanz: Florian Heller


Besetzung:

Emilia Galotti:
Anne Müller
Odoardo Galotti:
Joachim Nimtz
Claudia Galotti:
Viola von der Burg
Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla: 
Aljoscha Stadelmann
Marinelli, Kammerherr des Prinzen
Wilhelm Eilers
Battista, Kammerdiener des Prinzen:
Mathias Max Herrmann
Conti, Maler:
Özgür Karadeniz
Graf Appiani:
Ben Daniel Jöhnk
Gräfin Orsina:
Sascha Icks
Angelo:
Özgür Karadeniz
Pirro, Bedienter der Galottis:
Mathias Max Herrmann

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Emilia Galotti
schauspielfrankfurt
Gräfin Orsina (Sascha Icks) und Odoardo Galotti (Martin Nimtz)
Foto:
Alexander Paul Englert

Der Prinz von Guastalla ist außer sich, er hat sich auf den ersten Blick in Emilia Galotti verliebt und überlegt mit seinem Sekretär Marinelli, wie ihre Vermählung mit dem Grafen Appiani zu verhindern sei. Marinelli inszeniert einen Raubüberfall auf das junge Paar, bei dem Appiani ermordet wird, und lässt Emilia (Anne Müller) auf dem Landsitz des Prinzen in »Sicherheit« bringen. Odoardo Galotti, Emilias Vater und politischer Gegner des Prinzen, sieht seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Als er auf dem Landsitz erscheint, wird er nicht zu seiner Tochter vorgelassen. Doch erst die Begegnung mit Gräfin Orsina (Sascha Icks), der abgelegten, rachedurstigen Mätresse des Prinzen, öffnet ihm die Augen. Orsina steckt Odoardo ein Messer zu, damit er, wenn es zum Äußersten komme, den Prinzen umbringe. Und es kommt dazu – nur anders: der Vater tötet seine eigene Tochter. Lessings Trauerspiel ist ein politisches Stück über den fatalen Zusammenstoß der bürgerlichen Gefühlskultur mit der Kälte der absoluten feudalen Macht. Der Machthaber, der sich das individuelle Glück der Bürger wünscht, setzt seinen Apparat in Gang, der nur Zerstörung kennt, und Emilia, die Braut, scheint nur im Tod sich selber treu bleiben zu können. [© schauspielfrankfurt]


Niklaus Helbling
geboren 1959

Ausbildung
Studium der Germanistik, Geschichte und Literaturkritik in Zürich.
Dozent an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (Bühnenbildklasse) und an der Schauspielakademie Zürich

Theater
1988 bis 1998 Dramaturg am Thalia Theater („Minna von Barnhelm")
Seit 1998 freischaffender Autor, Dramaturg und Regisseur am Wiener Burgtheater, in Hamburg, Mannheim (Kurt-Schwitters-Abend, szenische Adaption der "Isabella von Ägypten" Achim von Arnims), Köln ("Torquato Tasso" von Goethe), Basel, Graz, Zürich und bei den Salzburger Festspielen.
Am Schauspielhaus Bochum waren «Der Cid» von Pierre Corneille und «Andromache» von Jean Racine unter seiner Regie zu sehen, im Schiffbau zuletzt «Brand» von Henrik Ibsen.
Er hat mehrere Stücke von Sibylle Berg zur Uraufführung gebracht (in Bochum und Zürich) so unter anderem "Helges Leben", "Schau, da geht die Sonne unter" und "Das wird schon".

schauspielfrankfurt

Spielzeit 2007/2008
Emilia Galotti, von Gotthold Ephraim Lessing

Niklaus Helbling ist Autor und Regisseur zahlreicher Hörspiele, Lese-Performances, Liederabende und Revuen. Diese realisierte er zum Teil in Koproduktion mit der interdisziplinären Schweizer Künstlergruppe MASS & FIEBER, zu deren Mitbegründern er zählt.

Eigene Stücke
Bambifikation (von Niklaus Helbling und Martin Gantenbein), UA: Katakombe Zürich in Koproduktion mit dem Theater an der Winkelwiese, Zürich, 30. Januar 1999
Autodrom (von Brigitte und Niklaus Helbling), UA: Theaterhaus Gessnerallee, Zürich, 15.11.2003
Heimat, deine Sterne, UA: 9.10.2004
King Placebo oder die Reise ins Pharmaland (von Brigitte und Niklaus Helbling), UA: Theater Basel, 6.1.2005
Houdini (von Brigitte und Niklaus Helbling), UA: Klub Mascotte, Zürich, 23.2.2006

Auszeichnungen
1999: Impulse Preis für die erste Projektarbeit der Schweizer Gruppe MASS & FIEBER »Bambifikation«.


www.schauspielfrankfurt.de

Zur Inszenierung des Theater Bonn:

Premiere:
19. Janaur 07

Inszenierung: Kay Voges
Bühne und Kostüme: Pia Maria Mackert
Musik: Michael Barfuß


Emilia Galotti: Nina Weiß
Odoardo Galotti: Wolfgang Jaroschka
Claudia Galotti: Anke Zillich
Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla: Raphael Rubino
Marinelli, Kammerherr des Prinzen: Ralf Drexler
Conti, Maler: Günter Alt
Graf Appiani: Peter Nitzsche
Gräfin Orsina: Xenia Snagowski

Hettore
Gonzaga, Prinz von Guastalla, liebt im Geheimen die junge Emilia Galotti. Als er von ihrer unmittelbar bevorstehenden Hochzeit mit dem Grafen Appiani erfährt, setzt er alles daran, die Heirat zu verhindern. Marinelli, Handlager des Prinzen und um dessen Gunst bemüht, soll alles tun, um ihm Emilia zu „beschaffen". Doch auch der Prinz selbst lässt nichts unversucht und macht ihr eindeutige Avancen in der Kirche. Emilia, diesem erotischen Furor nicht gewachsen, flieht. Als die Hochzeit in einer Katastrophe und für Emilia auf dem Lustschloss des Prinzen endet, weiß sie der Verführungsgewalt des Prinzen nichts mehr entgegenzusetzen. Im unauflösbaren Widerspruch zwischen überbordender Leidenschaft und kühler Vernunft bittet sie ihren Vater um einen letzten Dienst...

Die Titelrolle
der Emilia Galotti spielt Nina Weiß. In der vergangenen Spielzeit stand sie als Lotte in Erich Kästners „Das doppelte Lottchen" in über 45 Vorstellungen auf der Bühne der Kammerspiele. Die Inszenierung gehörte zu den großen Erfolgen der letzten Schauspiel-Saison. In dieser Spielzeit steht sie an der Seite von Tanja von Oertzen als Prosperos
Tochter Miranda in Shakespeares Komödie „Der Sturm" auf der Kammerspielbühne.
Wolfgang Jaroschka spielt Emilias Vater Odoardo Galotti. Nach dem Dogsborough in „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" sowie Tronje und Etzel in „Unser Lied. Gesang vom Untergang Burgunds - Nibelungendestillat -" ist es für ihn das dritte Mal, dass er mit dem jungen Regisseur Kay Voges arbeitet. Große Beliebtheit bei Jung und Alt erlangte Wolfgang Jaroschka als Erich Kästner in Kalle Kubiks Inszenierung des „Doppelten Lottchen" und - nicht zu vergessen - an der Seite von Rolf Mautz als AI Lewis in Neu Simons Boulevard-Komödie „Sonny Boys".

Nach der Ute in der Uraufführung von Helmut Kraussers Nibelungenbearbeitung „Unser Lied. Gesang vom Untergang Burgunds" spielt Anke Zillich nun erneut in einer Inszenierung von Kay Voges: Sie wird als Emilias Mutter Claudia Galotti auf der Bühne der Kammerspiele stehen. Derzeit ist Anke Zillich dort auch weiterhin in der Rolle der Winnie in Samuel Becketts „Glückliche Tage" zu sehen.

Raphael Rubino, u. a. bekannt durch die Bonner Kultband „The MannMannMannManns", spielt den Prinzen von Guastalla, Hettore Gonzaga. Zu Beginn der Spielzeit 2005/06 stellte Raphael Rubino in Klaus Weises Inszenierung von Eugene O'Neills „Trauer muss Elektra tragen" den Orin Mannon dar, das Spiegelbild des antiken Orest. In Maxim Gorkis „Die Letzten" war er als Revieraufseher Jakorew zu sehen. In Shakespeares „Der Sturm" wirkt er als Caliban mit. [© Theater Bonn]

www.theater-bonn.de
 

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