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Zur Inszenierung der Landungsbrücken Frankfurt:
CLOCKWORK ORANGE - Pop-Art Thriller -
Nach dem Roman von: Anthony Burgess Bühnenfassung von:
Julian König
Uraufführung: 21. September 06 (Frankfurt, Landungsbrücken)
Uraufführung/Premiere: 21. September 06
Regie und Text: Julian König
Mit: Sebastian Huther, Linus Koenig, Paddy Twinem, Daniel Höfner, Ariane Klüpfel, Sandra Lühr, Mario Krichbaum und Felix Graf Musik: Jens Eichler Bühnenbild und Kostüme:
Sabine Eilers
Die Erlebnisse eines jungen Mannes, dessen Hauptbeschäftigungen das alte Rein-Raus-Spiel, Ultra-Brutale und Beethoven sind.
JC, JI und Georgie - die Droogs - prügeln, vergewaltigen und töten zum Zeitvertreib. Bis man mit Hilfe moderner Technik, der
„Ludowico-Methode“, einen wahren Christen aus dem Anführer JC zu machen sucht. Doch zu welchem Preis? Die Therapie
soll als Allheilmittel für eine kaputte Gesellschaft dienen, die immer mehr unter einer überhand nehmenden Verbrechensrate zu leiden hat, welche eben dieses
Gesellschaftssystem hervorbringt. Der Staat und seine Institutionen unterscheiden sich in den angewandten Methoden dabei nur unwesentlich von denen der Jugendgangs.
Irritierend und schockierend, doch zugleich voll mit beißendem schwarzen Humor stellt „Clockwork Orange“ die Frage, ob es besser ist, den Menschen zum Gutsein zu
konditionieren oder ihm die Freiheit zu lassen, böse zu sein: Der Mensch als friedliche Marionette oder selbstbestimmtes Ungeheuer.
Anthony Burgess’ Roman von 1962 ist heute aktueller denn je: Eine Generation von Jugendlichen, die auf der Suche nach dem eigenen Platz im Leben zunehmend außer
Kontrolle gerät. Zeiten, in denen Gewalt nicht mehr schockiert, sondern als selbstverständliches Mittel der Kommunikation völlig desensibilisiert. Und eine Gesellschaft mit ihren
vermeintlich moralischen Instanzen, die dem ganzen bunten Treiben verständnis- und hilflos gegenübersteht.
Stanley Kubrick schuf mit seiner filmischen Umsetzung der Romanvorlage 1971 ein kontrovers diskutiertes audio-visuelles Meisterwerk. Landungsbrücken Frankfurt unterläuft
mit seiner Uraufführung von „Clockwork Orange“ in der Bühnenfassung von Julian König von vornherein sämtliche gängige Erwartungshaltungen an den Stoff. Der Text ist
ausschließlich in Versen verfasst, was dem Geschehen eine verstörende Künstlichkeit gibt, die in ihrer Wirkung auf den Zuschauer umso schlagkräftiger ist.
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