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Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 19. Januar 07 (TiC)
Inszenierung: Constanze Kreusch Mit: Julia Kreusch
"musst du um den halben erdball fliegen um deiner wut ein camp zu suchen kannst du auch hierbleiben und deine probleme weiter bei gucci kaufen."
Als sie fünf war, wollte sie werden wie die Heilige Jungfrau von Orleans. Sie sagte: Papa, kaufst du mir eine Rüstung? Und Papa kaufte ihr eine Rüstung. Die Heilige Johanna der
Shoppingmalls wollte kämpfen, kämpfen, kämpfen. Aber wofür? „Wer verjagt uns endlich aus dem Paradies", schreit sie. Und weil es keiner tut, steigert sie sich so lange in Träume von Zerstörung und Gewalt, bis sie mit einer Bombe im roten Kinderkoffer auf verzweifelt grauenhafte Weise versucht, Kontakt mit der
Wirklichkeit aufzunehmen. Eine furiose Reise durch die Innenwelt einer zivilisationsmüden Städterin.
Constanze Kreusch wurde 1972 in Hamburg geboren. Von 1994 bis 1997 studierte sie Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. 1997 wechselte sie an die Universität Hamburg, wo sie 1999 ihren Magister gemacht hat. Von 1999 bis 2003 war sie Regieassistentin am Staatsschauspiel Dresden und ist seitdem feste Haus-regisseurin an
diesem Haus. Sie inszenierte dort u.a. Lessings „Die Juden", Shakespeares „Romeo und Julia" (beide 2004), Jon Fosses
„Winter" und Robert Musils „Törleß" (beide 2005) sowie zuletzt Schillers „Kabale und Liebe". Außerdem zeigte sie am Schauspielhaus Graz in der vergangenen Spielzeit Karl Schönherrs „Der Weibsteufel".
Thea Dorn, geboren 1970 in Offenbach, studierte zunächst Philosophie in Frankfurt am Main, Wien und
Berlin. Von 1995 bis 2000 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin mit Schwerpunkt Moralphilosophie. Im Herbst 2000 gab sie ein kurzes
Gastspiel als Dramaturgin am Schauspielhannover. Von Februar 2003 bis Juni 2004 moderierte sie zusammen mit Dirk Schümer die TV-Sendung „Schümer & Dorn - Der Büchertalk" im SWR. Seit
Oktober 2004 moderiert sie die neue Bücher-Talk-Sendung „Literatur im Foyer", ebenfalls im SWR.
Thea Dorn lebt als freie Autorin in Berlin und hat neben Theaterstücken vor allem Kriminalromane veröffentlicht. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung der Landungsbrücken Frankfurt:
Musik: Helge Wisotzki, Marc Tiemann, Mike Burkert Technik: Thomas Fröhlich Inszenierung und Raum: Michèle Zeuner
Mit: Julia Rothfuchs
“Wenn du keine Mauern hast gegen die du rennen kannst gehst du kaputt.“
Gebettet unter den oberen Zehntausend, frustriert von Wohlstand
und Überfluss, gibt eine Frau fragmentarisch Einblicke in ihre Emotionen, Ängste, Sehnsüchte und Erinnerungen an die eigene Kindheit, bevor sie sich aus ihrer Bedeutungslosigkeit sprengt. Nur
so kann ihre in Watte gepackte Realität einen neuen Impuls erhalten; eine Bombe gegen Langeweile und Überdruss. Die individuelle Verbitterung und Radikalität in den öffentlichen Raum gerückt.
„Kind die Welt steht dir doch offen.“
Wo Luxus, Erfolg und Glück nicht mehr ausreichen, können Bomben gegen innere Leere und Hoffnungsangst helfen. Übersättigungs-Suizid als urbaner Extremsportausgleich! Welcher moralische
Maßstab ist relevant? Eine Gratwanderung zwischen persönlicher Legitimation und gesellschaftlicher und sozialer Zwänge. Wo verschwimmen die Grenzen zwischen Täter und Opfer?
„Es ist nicht fair einen Leben zu lassen ohne Fluchtweg aus sich heraus.“
Bombsong wurde von der erfolgreichen deutschen Krimiautorin Thea Dorn verfasst und im Sommer 2001 in Frankfurt im als Auftragsarbeit für die „Frankfurter Positionen“
aufgeführt. Als Monolog inszeniert verbindet Bombsong Sprache, Live-Musik und Videoprojektionen zu einer multiplen Sinneserfahrung.
Das sagt die Presse: „…mit viel Leidenschaft und großem Einfallsreichtum.“ (Frankfurter Rundschau)
www.landungsbruecken.org
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