Theater: Blaubart - Hoffnung der Frauen
 

Blaubart - Hoffnung der Frauen
Theaterstück von:
Lea Dorn
Uraufführung: 1997 (München)
 

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Premiere:
26. November 05

Regie:
André Wilms
Bühne: Nicky Rieti
Kostüme: Adriane Westerbarkey
Musik: Dietmar Wiesner
Video: Bruno Deville


Besetzung:

Heinrich Blaubart:
Mathias Max Herrmann
Die Blinde:
Katrin Grumeth
Julia: Sarah Sandeh
Anna:
Ruth Marie Kröger
Judith: Viola von der Burg
Tanja:
Eva-Christine Richter
Eva:
Sascha Ö. Soydan
Christiane:
Sascha Icks

Besprechung

Mathias Max Herrmann in der Rolle des kleinbürgerlichen Damenschuhverkäufers Heinrich Blaubart ist ein merkwürdiger Frauenheld. Sechs Frauen liegen ihm zu Füßeb. Doch Blaubart bringt sie alle um. Nur eine Blinde, Katrin Grumeth, dreht den Spieß um und definiert die immerwährende Geschichte von Anziehung und Zerstörung zwischen Mann und Frau auf überraschende Weise neu.

Seit der Intendanz von Elisabeth Schweeger gehört Dea Loher zu den meist gespielten Gegenwartsautoren am
schauspielfrankfurt; aufgeführt wurden:
“Adam Geist“ und „Samurai oder der Fehler“ in der Spielzeit 01/02
“Unschuld“ als Gastspiel des Thalia Theater in der Spielzeit 03/04
Auf dem aktuellen Spielplan steht zudem die Produktion „Leviathan“ (Regie: Simone Blattner) aus der Spielzeit 04/05.

Die Dramatikerin Dea Loher wurde am 23. November 2005 in der in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz (Mainz) mit einem der höchstdotiertesten Dramatikerpreise Deutschlands, dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2005, für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.

Die Jury würdigte Dea Loher als eine politische Dramatikerin, die sich mit ihrem Werk wie kaum eine andere der Gegenwart und zugleich den großen Fragen der Tragödie stelle. Ihre Sprache sei dabei oft hintergründig komisch, diskret, sparsam und voller eigener Poesie. Den Dramatikerpreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, erhielten u.a. Elfriede Jelinek (2003), Einar Schleef (2001), Rainald Goetz (1999), Werner Fritsch und Volker Lüdecke (beide 1997).
Die Jury: Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte (Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin), Prof. Dr. Anke Roeder (Bayerische Theaterakademie München), Gerhard Jörder (Theaterkritiker und Autor der ZEIT), Ulrich Khuon (Intendant des Thalia Theaters Hamburg) und Prof. Dr. C. Bernd Sucher (Bayerische Theaterakademie und Süddeutsche Zeitung). Vorsitzender der Jury ist der Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern, Johannes Reitmeier.

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