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In der Saison 2005/06 wurde Besucher u.a. inszeniert am schauspielfrankfurt:
Premiere: 22. Dezember 2005
Regie: Burkhard C. Kosminski Bühne: Florian Etti Kostüme: Ute Lindenberg Musik: Jörg Golasch Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Darsteller:
Maximilian Steinberg, Schauspieler:
Felix von Manteuffel Karl Joseph, Schauspieler: Traugott Buhre Edna Gruber, Schauspielerin: Ilse Ritter
Lena, eine reihe junge Frau: Leslie Malton Volker, Regisseur: Roland Bayer Nachtpförtner: Sven Christoph Prietz Die Blinde: Anita Iselin
Garderobenfrau: Olga Strub Max-Double: Hubert Schulz
Burkhard C. Kosminski ist seit der Spielzeit 2001/2002 leitender Regisseur am Düsseldorfer Schauspielhaus.
Ausbildung Regie und Schauspiel am Lee-Strasberg-Theater-Institute und am William-Esper-Studio in New York
Erste Regiearbeiten
Im Jahr nach seiner Inszenierung "The Cannibals" von George Tabori (1988, New York) erarbeitete er mit Schauspielern von drei Kontinenten "The Lesson" von Eugène
Ionesco. Er war Mitglied der "Artists in Residence" in der Villa Aurora in Los Angeles.
Preise
Die amerikanische Erstaufführung von Thomas Jonigks "You shall give me Grandsons" wurde 1997 in Los Angeles als erfolgreichste Inszenierung an der Westküste mit dem
6. Drama Logue Awards 97/98 L.A. ausgezeichnet.
Für seine Dortmunder Inszenierung "Das Fest" nach dem Film von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov wurde er 2001 beim 20. NRW-Theatertreffen mit dem Preis für die
Beste Regie ausgezeichnet.
Düsseldorf
Seine erste Düsseldorfer Inszenierung war die Uraufführung von "Dancer in the Dark" nach dem Drehbuch von Lars von Trier zur Spielzeiteröffnung 2001/2002 im Großen
Haus. Es folgte "39,90" nach dem Roman von Frédéric Beigbeider, ebenfalls eine Uraufführung, im November 2001 und die Inszenierung des Schiller-Klassikers "Kabale und
Liebe" im April 2002 im Kleinen Haus.
In der Spielzeit 2002/2003 inszenierte er Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden"; es folgte "Platonow (Die Vaterlosen)" von Anton Cechov (Juni 2003). Im Oktober
2003 eröffnete Burkhard C. Kosminski die Spielzeit 2003/2004 im Großen Haus Düsseldorf mit der Uraufführung "Die Ehe der Maria Braun" nach dem gleichnamigen Film von
Rainer Werner Faßbinder. Im März 2004 folgte die Uraufführung von Katrin Rögglas "Wir schlafen nicht".
Gastregie
An der Berliner Schaubühne eröffnete Burkhard C. Kosminski die Spielzeit 2002/2003 an der Berliner Schaubühne mit "Merlin".
Im Januar 2004 inszenierte er "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams und im Januar 2005 "Stiller" nach Max Frisch am schauspielfrankfurt.
Traugott Buhre
Geboren am 21. Juni 1929 in Insterburg (Ostpreußen).
Nach Kriegsende zog Buhre nach Hannover, wo er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater begann. Seinen Einstand fand er zunächst als Beleuchter
und Kleindarsteller bei einer Wanderbühne. Später spielte an verschiedenen Provinzbühnen, bis er schließlich über Stationen in Köln, Bremen, Stuttgart, Frankfurt, Bochum
und Hamburg an das Wiener Burgtheater kam.
Dabei arbeitete Buhre mit renommierten Regisseuren wie Peter Palitzsch, Claus Peymann und Andrea Breth zusammen.
Buhre feierte unter anderem in Lessings "Nathan der Weise" und Johann Wolfgang von Goethes "Faust", in Heinrich von Kleists "Der zerbrochene Krug" (Dorfrichter Adam),
in William Shakespeares "Sturm" (Prospero), in Ionescos "Die Nashörner" (Bérenger) in "Blick zurück im Zorn" von John Osborne (Jimmy Porter) und in Hopkins
Kriminaltragödie "Diese Geschichte von Ihnen" seine größten Erfolge.
Herausragend auch seine Interpretaion des abgetakelten Staatsschauspielers Bruscon in der klassischen Komödie "Der Theatermacher" von Thomas Bernhard 1985 in
dessen erster Inszenierung von Claus Peymann bei den Salzburger Festspielen.
Der Theater- und Filmschauspieler avancierte während seiner langen Karriere zu einem der anerkanntesten deutschen Charakterdarsteller. Buhre brillierte nicht nur in
klassischen und modernen Theaterrollen, sondern auch bei zahlreichen TV- und Kinoproduktionen. Dabei arbeitete er mit den renommiertesten Kollegen des deutschen Films zusammen.
Trotz seiner Erfolge beim Film ist Buhre dem Theater treu geblieben. In der Hauptrolle des Blinden in Peter Turrinis "Alpenglühen" beeindruckte er ebenso wie in
Uraufführungen von Peter Weiss, Gerlind Reinshagen, Elfriede Jelinek und Franz Xaver Kroetz.
Weitere Beachtung verdiente sich der Mime als Rezitator mit Lesungen der Lyrik des großen walisischen Dichters Dylan Thomas.
schauspielfrankfurt, Spielzeit 2005 / 2006: Besucher, von Botho Strauß (Regie: Burkhard C. Kosminski, Rolle: Karl Joseph )
Leslie Malton
Theater:
Renaissancetheater, Berlin: Die Kindsmörderin, von Heinrich Leopold Wagner, Regie: Heribert Sasse, Rolle: Evchen Humbrecht
Burgtheater, Wien:
Hamlet, von William Shakespeare, Regie: Hans Hollmann, Rolle: Ophelia Mein Kampf, von George Tabori, Regie: George Tabori, Rolle: Gretchen
Weismann und Rotgesicht, von George Tabori, Regie: George Tabori, Rolle: Ruthie
Akademie Theater, Wien:
Die Glasmenagerie, von Tennessee Williams, Regie: Gerhard Klingenberg, Rolle: Laura
Theater Der Kreis, Wien:
Zum zweiten Mal, von Jean-Claude Carriere, Regie: George Tabori, Rolle: Tochter Verliebte und Verrückte, von George Tabori, Regie: George Tabori, Rolle: Gertrud
Residenztheater, München: Nathans Tod, von George Tabori, Regie: George Tabori, Rollen: Sittah, Recha
Der Großinquisitor, von Fjodor Dostojewski, Regie: George Tabori, Rolle: Gruschenka
Thalia Theater, Hamburg: Oleanna, von David Mamet, Regie: Daniel Herzog, Rolle: Carol
Schauspielhaus Zürich: Die Dame von Maxime, Regie: Achim Benning, Rolle: Die Crevette Oleanna, von David Mamet, Regie: Jürgen Flimm, Rolle: Carol
Die falsche Zofe, von Pierre Carlet de Marivaux, Regie: D. Mouchtar-Samurai, Rolle: Die Hosenrolle Der Freigeist, von Eric-Emmanuel Schmitt, Regie: Felix Benesch, Rolle: Mme. Therbouche
Hamburger Kammerspiele: Hautnah, von Patrick Marber, Regie: Gerd Böckmann, Rolle: Anna Drei mal Leben, von Jasmina Reza, Regie: Ulrich Waller, Rolle: Ines
schauspielfrankfurt: Elektra, von Sophokles, Regie: Simone Blattner, Rolle: Chrysothemis
Maxim Gorki Theater:
Platonov, von Anton Chechov, Regie: Uwe Eric Laufenberg, Rolle: Anna Petrowna, "die Generalin"
Seit der Spielzeit 2004/2005 festes Ensemblemitglied des schauspielfrankfurt:
Spielzeit 2004/2005: Fräulein Julie, von August Strindberg, Regie: Fanny Brunner, Rolle: Fräulein Julie
Stiller, von Jens Groß und Burkhard Kosminski nach Max Frisch,, Regie: Burkhard Kosminski, Rolle: Julika Stiller-Tschudy
Die Wildente, von Henrik Ibsen, Regie: Anselm Weber, Rolle: Gina Ekdal
Spielzeit 2005/2006: Besucher, von Botho Strauß, Regie: Burkhard C. Kosminski, Rolle: Lena
Spielzeit 2005/2006: Liebesruh, von Jan Neumann, Regie: Jan Neumann, Rolle: Regine
Spielzeit 2007/2008 Die Wahlverwandtschaften, nach J.W. Goethe, Regie: Martin Nimz, Rolle: Baronesse
Spielzeit 2008/09 Das Kätchen von Heilbronn von Jens Groß nach Heinrich von Kleist, Regie: Christiane J. Schneider, Rolle: Kunigunde Der Kirschgarten von Anton Tschechow, Regie: Urs Troller, Rolle: Charlotta Iwanowa
Preise: 1981 Peabody Award 1985 Charlie Chaplin Schuh, Deutscher Darstellerpreis (Nachwuchs) 1990 tz - Rose und AZ Stern, Die Goldene Kamera
1993 Bayerischer Fernsehpreis, Telestar
Felix von Manteuffel
Theater:
Stadttheater Ulm Kammerspiele München Schauspielhaus Zürich Schauspiel Köln Thalia Theater, Hamburg Deutsches Schauspielhaus, Hamburg Schauspielhaus Düsseldorf
Theater Basel Burgtheater Wien Bayerisches Staatsschauspiel, München
schauspielfrankfurt: Elektra, von Hugo von Hofmannsthal, Regie: Susanne Blattner, Rolle: Orest
Denotation Babel / CosmicMemos, von HCD, Regie: HCD, Rollen: Die Babelveteranen / Der Schriftsteller Rameaus Neffe, von Denis Diderot, Regie: , Rolle: Ich
Endstation Sehnsucht, von Tennessee Williams, Regie: Burkhard Kosminski, Rolle: Mitch
Seit der Spielzeit 2004/2005 festes Ensemblemitglied am schauspielfrankfurt.
Spielzeit 2004/2005: Stiller, von Jens Groß und Burkhard Kosminski nach Max Frisch, Regie: Burkhard Kosminski, Rolle: Staatsanwalt
Die Wildente, von Henrik Ibsen, Regie: Anselm Weber, Rolle: Relling
Spielzeit 2005/2006: Floh im Ohr, von Georges Feydeau, Regie: Simone Blattner, Rolle: Dr. Finache
Besucher, von Botho Strauß, Regie: Burkhard C. Kosminski, Rolle: Maximilian Steinberg
Spielzei 2006/2007: Liebesruh, von Jan Neumann, Regie: Jan Neumann, Rolle: Karl Hinkemann von Ernst Toller, Regie: Christof Nel, Rollen: Max Knatsch u.a.
Spielzeit 2007/2008: Medea von Euripides, Regie: Urs Troller
Spielzeit 2008/09 Das Kätchen von Heilbronn von Jens Groß nach Heinrich von Kleist, Regie: Christiane J. Schneider, Rolle: Cherubim
Der Kirschgarten von Anton Tschechow, Regie: Urs Troller, Rolle: Leonid Andrejewitsch Gajew
Preise: 1976 Grimme-Preis
Ilse Ritter
Sie verkörpert ein Stück deutscher Theatergeschichte. Sie hat mit Regisseuren gearbeitet, die für wesentliche Stilrichtungen der letzten vierzig Jahre stehen: Hans
Neuenfels, Claus Peymann, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy, Peter Stein, Peter Zadek, Robert Wilson, Wilfried Minks, Jossi Wieler, Christoph Marthaler, Matthias Hartmann.
Der Dramatiker Tankred Dorst über die Schauspielerin: "Ilse Ritter war für mich immer ein zauberisches, poetisches Wesen, und wie schön, wie eigenartig, wie wunderbar
wird sie erst sein, wenn sie alt ist!"
Entdeckt wurde sie mit achtzehn auf der Theaterhochschule in Hannover von Hans Bauer, der sie sofort engagierte. Mit dessen Inszenierung von Eise Lasker-Schülers
"Arthur Aronymus und seine Väter" (Deutsche Erstaufführung, Wuppertal, 1968; eingeladen zum Berliner Theatertreffen 1969) kam der große Erfolg für die 23jährige Ilse
Ritter: "Sie spielt die Kindrolle mit solch kunstvoller Natürlichkeit, daß die Traumßgur des Arthur Aronymus sich wie selbstverständlich materialisiert." (Heinrich Vormweg)
An der Schaubühne Berlin war sie von 1973 bis 1977 engagiert, wo sie u.a. in Peter Steins legendärer (auch verfilmter) Produktion der "Sommergäste" von Maxim Gorki die
Rolle der Kalerija spielte. Danach begann eine langjährige fruchtbare Zusammenarbeit mit Peter Zadek, zunächst in Bochum: hier war sie die Ophelia, in Ulrich Wildgrubers
"Hamlet"- auch das eine legendäre Inszenierung. In Luc Bondys "Macbeth" spielte die zarte Ritter die mörderische Lady. 1985 wurde sie Schauspielerin des Jahres.
Thomas Bernhardt erwies ihr seine Reverenz mit einer für sie geschriebenen, nach ihr benannten Rolle in dem Stück "Ritter, Dene, Voss", uraufgeführt durch Claus
Peymann bei den Salzburger Festspielen. Zum Berliner Theatertreffen 1994 kam sie als eine von sechs Kriegerwitwen in Jossi Wielers erfolgreicher Inszenierung von
Elfriede Jelineks "Wolken. Heim". Die erste Zusammenarbeit mit Harald Clemen waren seine "Drei Schwestern" (Rolle: Olga) von Tschechow am Hamburger Schauspielhaus 1995.
"Die fragilen Kunstfiguren der Ilse Ritter überraschen immer wieder durch ihre innerliche Kraft. Diese Energie, eingegeben durch ihre Imagination, macht, daß für sie letztlich
das Repertoire unendlich ist." (Luc Bondy) Sie selbst formulierte einmal über eine ihrer Rollen eine Art künstlerisches Credo: Nur wenn sie die Maske aufhat, kann sich ihre
Seele so äußern, wie sie es möchte.
schauspielfrankfurt: Spielzeit 205/2006: Besucher, von Botho Strauß, Regie: Burkhard C. Kosminski, Rolle: Edna Gruber
[Texte: schauspielfrankfurt]
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