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Theater: Being Lawinky

»Being Lawinky«

Das große Massakerspiel oder Triumph des Todes (Jeux de Massacre) von: Eugène Ionesco

Zur Inszenierung des schauspielfrankfurt

Premiere:
16. Februar 06

Regie:
Sebastian Hartmann
Dramaturgie: Peter Kroher
Raum: Michael Graessner
Produktionsleitung: Norgard Kröger
Kostüme: Kristin Hassel
Regieassistenz: Charlotte van Kerckhoven


Darsteller:

Anita Iselin
Thomas Lawinky (nur am 16. Februar 06)
Andreas Leupold
Nicole Stelten
Sebastian Hartmann (nur am 23. Februar 06)
Peter Kurth (nur 25. Februar 06)

Variationen über das Absurde. Plötzlich und unvorhergesehen werden Menschenleben dahingerafft. In der Stadt bricht Panik aus. Persönliche wie öffentliche Verhältnisse brechen auseinander. Jeder ist nur noch um sein eigenes Heil besorgt. Doch die Ursache des Sterbens bleibt unbekannt. Ist es eine Seuche? Ist es Konsequenz einer hybriden gesellschaftlichen Lebensweise? Oder ist es das endemische Auftreten einer Grundbedingung des Lebens – nämlich daß wir sterblich sind – das Verwirrung stiftet?
Das Stück greift Gedanken von Ionescos absurdem Drama “Das große Massakerspiel” auf, ein Spiel um die Endlichkeit und somit auch um die Eitelkeit der Menschen.

Besprechung der Premiere


Sebastian Hartmann
Regisseur
Geboren 1968, Studium an der Theaterhochschule "Hans Otto" in Leipzig. Anschließend ist Hartmann zunächst als Bühnen- u. Fernsehschauspieler tätig. Mitte der 90er verlegt er sich auf das Regiefach.

Erstes Aufsehen erregt Sebastian Hartmann mit der Inszenierung von Sarah Kanes "Zerbombt" ("Blasted") an der Schaubühne Lindenfels Leipzig, der vom Rowohlt Verlag die Rechte entzogen werden, weil "das Stück nicht im Sinne der Autorin inszeniert" sei.

Anschließend inszeniert er in der freien Szene, u. a. am Wehr-Theater Hartmann Berlin: 1997 "Der Himmel blutet"; 1998 "Kalter Plüsch" (1998 ausgewählt für "Impulse", seit 1990 präsentiert das Kultursekretariat NRW jährlich unter diesem Titel herausragende Inszenierungen der Off-Theater-Szene) und "Tränen Spotten" von Ferdinand Bruckner (1999 Einladung zu "Politik im Freien Theater" in Stuttgart); 1999 inszeniert Hartmann "Hinkemann" von Ernst Troller am Theaterhaus Jena und arbeitet in der Berliner Off-Szene wie im Theater unterm Dach am Prenzlauer Berg, bis er von Frank Castorf in der Spielzeit 1999/2000 an die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz als Hausregisseur geholt wird.
Dort gelingt ihm ein fulminanter Einstieg mit der Ibsen-Inszenierung "Gespenster" (1999). Es folgen "Traumspiel" von August Strindberg (2000), "Stalker" nach Andrej Tarkovskij (2000) (als Eröffnung der Volksbühnenstudios am Prater, Kastanienallee) und 2001 "Der geteilte Himmel" frei nach Christa Wolf.

Inszenierungen an anderen Bühnen: In der Spielzeit 2000/01 "Warten auf Godot" von Samuel Beckett und "Die Zofen" von Jean Genet im Jungen Theater Göttingen, "Der Drache" von Jewgeni Schwarz am Schauspielhaus Basel; 2001 "Einsame Menschen" von Gerhart Hauptmann an den Bühnen der Stadt Köln.

Seit dem Jahr 2000 ist er eng mit dem Schauspielhaus Hamburg verbunden und inszenierte dort "Die Räuber" von Friedrich Schiller; 2002 "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch und "Pincher Martin" nach William Golding; 2003 "Platonow" ("Die Vaterlosen") von Anton Tschechow, "Opfer" nach Andrej Tarkowskij und T. Williams "Glasmenagerie"; 2004 Peter Handkes "Publikumsbeschimpfung".

Im selben Jahr inszenierte er "Mysterium Buffo" von Wladimir Majakowski an der Berliner Volksbühne und "John Gabriel Borkmann" von Henrik Ibsen am Nationaltheater Oslo.

Am Burgtheater inszenierte Sebastian Hartmann 2003 "Vor Sonnenuntergang" von Gerhart Hauptmann, 2004 die Uraufführung von Hermann Hesses "Der Steppenwolf".


Peter Kroher
Dramaturgie
geb. in Bonn, studierte Philosophie, Neue deutsche Literatur und Komparatistik in München und Berlin, promovierte bei Dietmar Kamper mit einer Arbeit über Adorno und Deleuze, arbeitete als Schauspieler und Komponist (u.a. mit Hanna Schygulla, Sepp Bierbichler), als Musikkritiker, verfaßte Essays für verschiedene Zeitschriften und Kataloge, war später als Dramaturg in Berlin tätig. Von 1998 bis 2001 arbeitete er als Assistent der künstlerischen Leitung des Marstall in München.


Anita Iselin
Geboren am 11.01.1969 in Chur.

Ausbildung
1987 Vocal Studio, London
Privatunterricht Gesang
1988-1989 modern dance
Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz (inkl. Stimmbildung, musikalische Rollengestaltung, Standardtänze und modern dance)

Theater
Staatstheater Braunschweig:
Talisman, Johann Nestroy,  Regie: Stephan Viering, Rolle: Salome Pockerl
Dantons Tod, Georg Büchner,  Regie: Tatjana Rese, Rolle: Lucile
Romeo und Julia, William Shakespeare, Regie: Manuel Soubeyrand, Rolle: Julia
Der Kirschgarten, Anton Cechov, Regie: Guido Huonder, Rolle: Anja
Kabale und Liebe, Friedrich Schiller, Regie: Manuel Soubeyrand, Rolle: Luise
Dreigroschenoper, Bertolt Brecht, Regie: Tatjana Rese, Rolle: Polly

Ulmer Theater:
Was Ihr wollt, William Shakespeare, Regie: Jörn van Dyck, Rolle: Viola
Das Erbe, Bernard-Marie Koltès, Regie: Wolfgang Hagemann, Rolle: Thérèse
Der Kirschgarten, Anton Cechov, Regie: Ansgar Haag, Rolle: Dunjascha
Nora, Henrik Ibsen,   Regie: Barbara Baumgärtel, Rolle: Nora
Lisbeth ist total zu, Ljamas,  Regie: Isabel Osthues, Rolle: Winifred
Bluthochzeit, Lorca,  Regie: Manuel Soubeyrand, Rolle: Braut
Sturm, William Shakespeare,  Regie: Robert Giggenbach, Rolle: Ariel
Im weissen Rössl, Benatzky,  Regie: K. P. Nigey, Rolle: Klärchen

Bayerisches Staatsschauspiel, München:
Der Fremde, Albert Camus,  Regie: Simone Blattner, Rolle: Marie

Neumarkt Theater, Zürich:
Warum das Kind in der Polenta kocht, Aglaja Veteranyi, Regie: Kathka Schroth, Rolle: ich 

Seit der Spielzeit 2001/2002 festes Ensemblemitglied des schauspielfrankfurt.

Spielzeit 2001/2002:
Mit vollem Munde, Wanda Golonka, Regie: Wanda Golonka
Kollateralschäden, Feridun Zaimoglu und Günter Senkel
Fliegen auf der Zunge, Werner Fritsch
La vie de bohème, nach dem gleichnamigen Film von Aki Kaurismäki und dem Roman von Henri Murger, Regie: André Wilms, Rolle: Mimi
Woyzeck, Georg Büchner,  Regie: St. Braunschweig, Rolle: Käthe, Margreth
Die Zeit der Plancks, Sergi Belbel, Regie: Anselm Weber, Rolle: Rosa

Spielzeit 2002/2003:
Girlsnightout, Gesine Danckwart, Regie: Simone Blattner
Die Schneekönigin, Jewgeni Schwarz nach Hans Christian Andersen, Regie: Mark Zurmühle
Platonov, Anton Cechov, Regie: Dimiter Gotscheff, Rolle:Aleksandra Ivanova
Warum läuft Herr R. Amok, R. W. Fassbinder und M. Fengler, Rolle:Ingrid   Regie: Michael Thalheimer
Schwanengesang, Anton Cechov,  Regie: Fanny Brunner

Spielzeit 2003/2004:
Kabale und Liebe, Friedrich Schiller, Regie: Mark Zurmühle, Rolle: Frau Miller
Pinocchio, Carlo Collodi,  Regie: Martin Nimz, Rolle: Fuchs

Spielzeit 2004/2005:
Idioten, nach Lars von Trier, Regie: Andreas Kriegenburg
Leviathan, Dea Loher, Regie: Simone Blattner, Rolle: Christine

Spielzeit 2005/2006:
Floh im Ohr von Georges Feydeau, Regie: Simone Blattner, Rolle: Raymonde Chandebise
Besucher von Botho Strauß, Regie: Burkhard C. kosminski, Rolle: Die Blinde
Das große Massakerspiel oder Triumph des Todes, Eugène Ionesco, Beeing Lawinky, Regie: Sebastian Hartmann

Spielzeit 2006/2007:
Die Jungfrau von Orleans von Friedrich Schiller, Regie: Simone Blattner, Rolle: Agnes Sorel
Hexenjagd von Arthur Miller, Regie: Martin Nimz, Rolle: Tituba
Ödipus auf Kolonnos von Sophokles, in der musikalischen Bearbeitung von Felix Mendelssohn-bartholdy, Regie: Friederike Rinne-Wolf, Rolle: Ismene, Koproduktion schauspielfrankfurt mit dem Teatro Stabile di Torino

Spielzeit 2007/2008:
pool (no water) von Mark Ravenhill, Regie: Roger Vontobel, Rolle: C
Ein Volksfeind von Henrik Ibsen, Regie: Florian Fiedler, Rolle: Kathrin Stockmann
Die Sturheit von Rafael Spregelburd, Regie: Burkhard C. Kosminski, Rollen: Alfonsa, die kränkliche Tochter / Nuria, zweite Ehefrau von Jaume Planc

Spielzeit 2008/2009
Zum Teufel mit Goethe! Ein Liederabend für Johann Wolfgang von Dietmar Loeffler, Uraufführung, Regie: Diemar Loeffler, Rolle: Christina Fux


Thomas Lawinky
Geboren 1964 in Magdeburg

AusbildungHochschule für Film und Fernsehen KONRAD WOLF Potsdam-Babelsberg

Theater (Auswahl):
Drei von fünf Millionen, von Fritz Kater, Regie: Armin Petras, Deutsches Theater Berlin
Mysterium Buffo, von Vladimir Majakowskij, Regie: Sebastian Hartmann, Volksbühne Berlin
Die Gerechten, von Albert Camus, Regie: Armin Petras, Deutsches Theater Berlin
Publikumsbeschimpfung, von Peter Handke, Regie: Sebastian Hartmann, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Drei Schwestern, von Anton Cechov, Regie: Jan Bosse, Schauspielhaus Hamburg
Biedermann und die Brandstifter, von Friedrich Dürrenmatt, Regie: Sebastina Hartmann, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Platonov, von Anton Cechov, Regie: Sebastian Hartmann, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Das Opfer, von Andrej Tarkowskij, Regie: Sebastian Hartmann, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Die Räuber, von Friedrich Schiller, Regie: Sebastian Hartmann, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Einsame Menschen, von Gerhart Hauptmann, Regie: Sebastian Hartmann, Bühnen der Stadt Köln
Stalker, von Andrej Tarkowskij, Regie: Sebastian Hartmann, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Warten auf Godot, von Samuel Beckett, Regie: Sebastian Hartmann, Junges Theater Göttingen
Urgötz, von Johann Wolfgang Goethe, Regie:Armin Petras, Kammerspiele Magdeburg
Der Himmel blutet, von Sebastian Hartmann, Regie: Sebastian Hartmann, Theater unterm Dach, Berlin
Roberto Zucco, von Bernard-Marie Koltès, Regie: Ole Walburg, Theater Affekt
The Caretaker, von Harold Pinter, Regie: Peter Wohlfeil, Magdeburger Freie Kammerspiele
Der Menschenfeind, von Molière, Regie: Günther Jeschonnek, Hans-Otto Theater/Schloßtheater Potsdam

schauspielfrankfurt:
2006 Das große Massakerspiel oder Triumph des Todes, von Eugène Ionesco, Regie: Sebastian Hartmann


Nicole Stelten
Schauspielerin, geboren 1972.

Ausbildung
1991 Tanz: Hochschule der Künste, Berlin / Steps, New York

Theater (Auswahl)
Theaterakademie München
Silbersee von Georg Kaiser, Regie: Andrea Kilian, Rolle: Frau von Luber

Landesbühne Bruchsal
Romeo und Julia von William Shakespeare, Regie: Peter Dolder, Rolle: Julia

Prinzregentheater München
Die Entdeckung der Langsamkeit nach dem Roman von Sten Nadolny, Regie: Albert Lang, Rolle: Eleanor Gwendolyn

Theater Viel Lärm um Nichts, München
Grabesdramen von drei Damen von Jule Ronstedt Regie: Jule Ronstedt, Rolle: Olivia Marie Anna

Residenztheater München
Krankheit oder moderne Frauen von Elfriede Jelinek, Regie: Amelie Niermeyer, Rolle: debiles Kind
Das große Heft von Agotha Kristof, Regie: Simone Blattner, Rolle: Hasenscharte Magd

Theater am Neumarkt Zürich
Goodby Lucy, Hello Lucy von Oliver Bukowski, Regie: Simone Blattner, Rolle: Lucy
Die Frau vom Meer von Henrik Ibsen, Regie: Otto Kukla, Rolle: Hilde
Girlsnightoutvon Gesine Danckwart, Regie: Kathka Schroth, Rolle: Mäde

Junges Theater Zürich
Rose, Regen, Schwert und Wunde, Shakespeares Sommernachtstraum in Kurzfassung, Regie: M. Diaz, Rolle: Helena

Nationaltheater Mannheim
Klotz am Bein von Georges Feydeau, Regie: Jens-Daniel Herzog, Rolle: Nini
Auguste Bolte nach Kurt Schwitters von Niklaus Helbling, Regie: Niklaus Helbling, Rolle: Beatrice
Wie es euch gefällt von William Shakespeare, Regie: Simone Blattner, Rolle: Rosalind

Schauspielhaus Zürich
Angel Files ein Projekt von Ingo Bach und Andreas Karlaganis, Regie: Ingo Bach, Rolle: Engel

Schauspielfrankfurt

Spielzeit 2005/2006
Floh im Ohr von Georges Feydeau, Regie: Simone Blattner, Rolle: Olympe
Das große Massakerspiel oder Triumph des Todes von Eugene lonesco, Beeing Lawinky, Regie: Sebastian Hartmann


www.schauspielfrankfurt.de (externer Link)
 

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