Theater: Amphitryon
 

Amphitryon
Lustspiel nach Molière in 3 Akten

Von: Heinrich von Kleist
Entstanden: 1806/07
Uraufführung: 8. April 1899 (Berlin, Neues Theater)

Zur Inszenierung am schauspielfrankfurt:

Premiere:
19. September 08
Regie:
Florian Fiedler
Bühne: Maria-Alice Bahra
Kostüme: Irene Ip
Musik: Martin Engelbach, Frank Wulff
Licht: Jan Walther
Dramaturgie: Sibylle Baschung
Regieassistenz: Mina Salehpour
Bühnenbildassistenz: Anna Dischkow
Kostümassistenz: Katharina Tasch
Inspizienz: Joachim Möller
Souffleuse: Christine Schneider
Technische Produktionsleitung: Josef Dreker
Technische Einrichtung: Hubertus Schneider
Ton: Philipp Batereau, Joachim Steffenhagen
Maske: Lutz Paschke, Verena Martin
Requisite: Jens Schönherr, Corinna Lang
Regiehospitanz: Carlos Döring
Bühnenbildhospitanz: Denisa Dyrsmidova
Kostümhospitanz: Elena Rosenau
Dramaturgiehospitanz: Lisa Danulat, Tobias Langenbach

Besetzung:
Jupiter/Amphitryon:
Aljoscha Stadelmann
Merkur:
Christian Kuchenbuch
Sosias:
Sebastian Schindegger
Alkmene:
Sabine Waibel
Charis:
Julia Penner
Musiker: Martin Engelbach, Frank Wulff

Besprechug auf kulturfreak.de

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Amphitryon
schauspielfrankfurt
Merkur (Christian Kuchenbuch) und Sosias (Sebastian Schindegger)
Foto:
Alexander Paul Englert

Alkmene erwartet die Kriegsheimkehr ihres siegreichen Gatten Amphitryon. Dieser hat Sosias voraus geschickt, um Alkmene auf seine ruhmreiche Ankunft vorzubereiten. Im nächtliche n Dunkel begegnet Sosias sich selbst, das heißt: dem Gott Merkur, der Sosias Gestalt angenommen hat und der ihn nun mit roher Gewalt davon überzeugt, nicht er selbst zu sein. Jupiter, der seinerseits in Amphitryons Gestalt geschlüpft ist, um mit Alkmene eine Liebesnacht zu verbringen, hat Merkur damit beauftragt, für ihre Ungestörtheit Sorge zu tragen. Der Plan scheint aufzugehen: Alkmene gibt sich der verführerischen Täuschung hin und verbringt ihre leidenschaftlichsten Stunden in Jupiters Armen. Als der heimgekehrte Amphitryon am nächsten Morgen bestreitet, die Nacht mit Alkmene verbracht zu haben, sieht er sich, betrogen von sich selbst, sich selbst gegenüber und ringt um Selbstgewissheit. Auch Alkmene gerät über den tragischen Zweifel, ob sie mit dem richtigen Mann geschlafen hat, in existentielle Nöte. Hin- und hergerissen zwischen Verund Misstrauen fällt Alkmene ins Bodenlose. [© schauspielfrankfurt]

www.schauspielfrankfurt.de

Amphitryon. Eine Inquisition.
Inszenierung des Thetaer Willy Praml, Frankfurt:

Premiere:
22. November 07
Wiederaufnahme: 29. März 08

Der zweite Teil des Projektzyklusses „Der zerbrochene Kleist“.
Ein Teil in Dunkelheit und Kälte, eine Inquisition (lat. > Untersuchung) an sich selbst.

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Amphitryon
Theater Willy Praml
Foto: Seweryn

Der Versuch Kleists, im „Amphitryon“ über alle Verzweiflung hinaus komisch zu sein, führt seine Hauptpersonen in die Nähe von Woody Allens, die,
mit Schwermut beladen,
mit ein paar Schneeflocken im zerzausten Haar,
durch die Häuserschluchten der Großstadt
stolpern
und mit dem lieben Gott oder
mit dem eigenen seltsamen Gesicht in den hellerleuchteten Schaufensterscheiben
hadern.
Bin ich, ich?
Ach!
Gott erscheint der Alkmene in der Nacht.
Hat aber die Gestalt des Ehegatten, der schon seit Monaten, durch Krieg gebunden, sehnsüchtig erwartet wird.
Wenn er am morgen die Frau verlässt, erscheint der andere, der genauso aussieht und der behauptet, er sei er.
Chaos der Beziehungen/Verwirrung der Gefühle.
Gott/Mensch?
Liebe/Verhör!
Amphitryon! Das fasst kein Sterblicher.

www.theater-willypraml.de

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