Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:
 

Mittwoch, 23.06. / 02.20 Uhr / Gabin Dabiré, Lokua Kanza & Dominic Miller Project
JazzBaltica-Festival, 2003
Mit Gabin Dabiré (Gesang, Gitarre, Marimba), Lokua Kanza (Gesang, Gitarre), Omar Hakim (Schlagzeug), Dominic Miller (Gitarre), Pino Palladino (Bass), Luca Proietti (Keyboard) und Pibo Marquez (Percussion)


Spätestens seit seinem Album "Tieru" (2002) ist der Sänger und Multi-Instrumentalist Gabin Dabiré aus Burkina Faso kein unbeschriebenes Blatt mehr. Sowohl afrikanische als auch europäische Einflüsse kommen in seiner Musik zum Ausdruck und verbinden sich zu einer ungewöhnlichen und abwechslungsreichen Mischung aus Pop-, Jazz-, Lounge- und Soul-Elementen.
Zu seinen Musikerkollegen zählten beim JazzBaltica-Festival 2003 unter anderem der Gitarrist Dominic Miller, der schon für Sting, Peter Gabriel und John McLaughlin in die Saiten griff, die Basslegende Pino Palladino, auf dessen Fertigkeiten sich bereits Künstler wie B. B. King, Eric Clapton sowie Tina Turner verließen, und Schlagzeuger Omar Hakim, der für Madonna, David Bowie und Bruce Springsteen spielte. Der zweite Kopf des Projekts ist der Sänger, Komponist und Arrangeur Lokua Kanza. Seine zahlreichen Talente halfen ihm dabei, den Afro-Pop und -Jazz auf neue Wege zu führen.

Freitag, 25.06. / 10.00 Uhr / 34. Tage der deutschsprachigen Literatur (LIVE)
Ingeborg Bachmann-Preis 2010
Lesungen und Diskussionen
Mit den Juroren: Burkhard Spinnen, Paul Jandl, Karin Fleischanderl, Hildegard Elisabeth Keller, Alain Claude Sulzer, Hubert Winkels und Meike Feßmann
Moderation: Clarissa Stadler, Andreas Isenschmid


Es gibt viele literarische Veranstaltungen nach ähnlichem Muster, aber das Original bleibt unerreicht und einzigartig. Das jährliche Wettlesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis im Rahmen der Klagenfurter "Tage der deutschsprachigen Literatur" dokumentiert zum 34. Mal eine Leistungsschau der deutschen, österreichischen und schweizerischen Literatur und Literaturkritik. Seit 1989 überträgt 3sat den gesamten Wettbewerb live und in voller Länge. Unter dem Vorsitz des Jurysprechers und Schriftstellers Burkhard Spinnen werden Meike Feßmann, Hubert Winkels, Karin Fleischanderl, Paul Jandl, Hildegard Elisabeth Keller und Alain Claude Sulzer über die 14 eingereichten Texte debattieren. Zwei Kandidatinnen oder Kandidaten durfte jedes Jury-Mitglied vorschlagen. Und wie jedes Jahr wird es spannend sein, wie die Kritik auf die Vorschläge reagiert, wie die Vorlieben der Kollegen goutiert oder abgelehnt, wie die eigenen Präferenzen verteidigt werden und wie mit den Einwänden umgegangen wird. Das ist der Charme und Sinn dieser Veranstaltung: Literatur und Kritik live vorzuführen, einen Blick in die Werkstatt der jüngeren deutschsprachigen Literatur zu werfen.
Clarissa Stadler und Literaturkritiker Andreas Isenschmid kommentieren den Wettbewerb, den 3sat in voller Länge und live überträgt. 3sat vergibt in Klagenfurt den mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preis, der an ein vielversprechendes Talent aus dem Kreis der Eingeladenen geht.

Freitag, 25.06. / 00.35 Uhr / Michael Jackson - King of Pop
Videomusik - Musikvideos
(aus der ORF/3sat-Reihe "clip")
Gestaltung: Anita Dollmanits

Nach dem überraschenden Tod von Michael Jackson am 25. Juni 2009 wurde der Song "This Is It" im Oktober 2009 posthum veröffentlicht, gefolgt von einem Doppelalbum, das in über 15 Ländern die Spitze der Album-Charts erklommen hat. Zeitgleich erschien der Musik-Dokumentarfilm "Michael Jackson's This Is It" weltweit in den Kinos. Nach nur fünf Tagen hatte er über 100 Millionen US-Dollar eingespielt und wurde damit zum bisher erfolgreichsten Konzertfilm. Nach dem Tod Jacksons stiegen auch die Verkäufe seiner älteren Platten enorm an. In einem halben Jahr wurden 29 Millionen Alben verkauft. Bis 2017 sollen weitere zehn Alben mit unveröffentlichten Liedern und Neuauflagen der alten Songs erscheinen.
Der Film aus der Reihe "clip" würdigt den "King of Pop", der im August 2009 51 Jahre alt geworden wäre, und vielfachen Grammy-Preisträger mit seinen erfolgreichsten Videos und zeigt unter anderem "Thriller", "Billie Jean", "Black Or White" und "This Is It".

Mit "Michael Jackson - King of Pop" erinnert 3sat an den Sänger, der am 25. Juni 2009 gestorben ist.

Samstag, 26.06. / 10.00 Uhr / Live aus Klagenfurt : 34. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg Bachmann-Preis 2010
Lesungen und Diskussionen
Mit den Juroren: Burkhard Spinnen, Paul Jandl, Karin Fleischanderl, Hildegard Elisabeth Keller, Alain Claude Sulzer, Hubert Winkels und Meike Feßmann
Moderation: Clarissa Stadler und Andreas Isenschmid


Es gibt viele literarische Veranstaltungen nach ähnlichem Muster, aber das Original bleibt unerreicht und einzigartig. Das jährliche Wettlesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis im Rahmen der Klagenfurter "Tage der deutschsprachigen Literatur" dokumentiert zum 34. Mal eine Leistungsschau der deutschen, österreichischen und schweizerischen Literatur und Literaturkritik. Seit 1989 überträgt 3sat den gesamten Wettbewerb live und in voller Länge. Unter dem Vorsitz des Jurysprechers und Schriftstellers Burkhard Spinnen werden in diesem Jahr Meike Feßmann, Hubert Winkels, Karin Fleischanderl, Paul Jandl, Hildegard Elisabeth Keller und Alain Claude Sulzer über die 14 eingereichten Texte debattieren. Zwei Kandidatinnen oder Kandidaten durfte jedes Jury-Mitglied vorschlagen. Wie jedes Jahr wird es spannend sein, wie die Kritik auf die Vorschläge reagiert, wie die Vorlieben der Kollegen goutiert oder abgelehnt, wie die eigenen Präferenzen verteidigt werden und wie mit den Einwänden umgegangen wird. Das ist der Charme und Sinn dieser Veranstaltung: Literatur und Kritik live vorzuführen und einen Blick in die Werkstatt der jüngeren deutschsprachigen Literatur zu werfen.
3sat überträgt die Lesungen und Diskussionen in voller Länge live und vergibt in Klagenfurt den mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preis, der an ein vielversprechendes Talent aus dem Kreis der Eingeladenen geht. Moderatorin Clarissa Stadler und Literaturkritiker Andreas Isenschmid kommentieren den Wettbewerb.

Samstag, 26.06. / 20.15 Uhr / Sommernachtsgala Grafenegg 2010
Wolkenturm in Grafenegg, Juni 2010
Mit Alison Balsom (Trompete), Anne Sofie von Otter (Mezzo-Sopran) und Rudolf Buchbinder (Klavier)
Orchester: Tonkünstler-Orchester
Musikalische Leitung: Andrés Orozco-Estrada

GrafeneggSommernachtsgala©ZDF und Milenko Badzic
"Festspielsommer Sommernachtsgala Grafenegg 2010"
Mit Alison Balsom (Trompete), Anne Sofie von Otter (Mezzo-Sopran) und Rudolf Buchbinder (Klavier)
© ZDF und Milenko Badzic

Zur Eröffnung des Konzertreigens beim Musikfest Grafenegg treten auch in diesem Jahr internationale Starsolisten mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich auf. Unter Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada ist die mit Preisen überhäufte Trompeterin Alison Balsom zu sehen und zu hören. Daneben singt die schwedische Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter eine Auswahl aus ihrem reichen Repertoire. Rudolf Buchbinder, Künstlerischer Leiter von Grafenegg, begrüßt sein Publikum zur Sommernachtsgala vom Wolkenturm, einer Open Air-Bühne, die sich wie ein großer Gartenpavillon in den Landschaftspark des Schlosses einfügt.
Aufzeichnung der "Sommernachtsgala Grafenegg 2010" im 3sat-Festspielsommer.

Am Sonntag, 27. Juni, 20.15 Uhr, zeigt 3sat im Rahmen des Festspielsommers das Konzert der "Berliner Philharmoniker in der Waldbühne 2010".

Samstag, 26.06. / 21.45 Uhr / Die Schule des Hörens
Mit Nikolaus Harnoncourt und dem Simon Bolivar Youth Orchestra of Venezuela
Film von Chris Kurt Weisz
Die letzte Woche der Salzburger Festspiele 2008 gehörte ganz dem venezolanischen Simon Bolivar Jugendorchester unter Gustavo Dudamel, das als "Orchestra In Residence" sein internationales Publikum im Sturm eroberte. In zwei öffentlichen Proben luden Dirigent Nikolaus Harnoncourt und sein junger Kollege Dudamel zu einer "Schule des Hörens". Für die Orchestermusiker und das zahlreich in der Großen Universitätsaula anwesende Publikum wurden die Anweisungen des Altmeisters Harnoncourt zu Beethovens 5. Symphonie zum Erlebnis. Auch für Nikolaus Harnoncourt selbst gerieten diese Proben zu einer außergewöhnlichen Erfahrung, denn die Jugendlichen hatten ihre Ausbildung mithilfe des mittlerweile berühmten venezolanischen Musikerziehungssystems "El Sistema" erhalten. Er bewunderte das perfekte Zusammenspiel der jungen Musiker und ihre Akkuratesse in der technischen Ausführung. Der beisitzende Chefdirigent des Orchesters, Gustavo Dudamel, sorgte nicht nur für die nötige Übersetzung in spanischer Sprache, sondern beeindruckte auch durch sein Wissen und seinen umwerfenden jugendlichen Charme.

Sonntag, 27.06. / 11.10 Uhr / Live aus Klagenfurt: 34. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg Bachmann-Preis 2010
Preisverleihung
Moderation: Clarissa Stadler und Andreas Isenschmid

Es gibt viele literarische Veranstaltungen nach ähnlichem Muster, aber das Original bleibt unerreicht und einzigartig. Das jährliche Wettlesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis im Rahmen der Klagenfurter "Tage der deutschsprachigen Literatur" dokumentiert zum 34. Mal eine Leistungsschau der deutschen, österreichischen und schweizerischen Literatur und Literaturkritik. Seit 1989 überträgt 3sat den gesamten Wettbewerb live und in voller Länge. Unter dem Vorsitz des Jurysprechers und Schriftstellers Burkhard Spinnen werden in diesem Jahr Meike Feßmann, Hubert Winkels, Karin Fleischanderl, Paul Jandl, Hildegard Elisabeth Keller und Alain Claude Sulzer über die 14 eingereichten Texte debattieren. Zwei Kandidatinnen oder Kandidaten durfte jedes Jury-Mitglied vorschlagen. Wie jedes Jahr wird es spannend sein, wie die Kritik auf die Vorschläge reagiert, wie die Vorlieben der Kollegen goutiert oder abgelehnt, wie die eigenen Präferenzen verteidigt werden und wie mit den Einwänden umgegangen wird. Das ist der Charme und Sinn dieser Veranstaltung: Literatur und Kritik live vorzuführen und einen Blick in die Werkstatt der jüngeren deutschsprachigen Literatur zu werfen.
3sat überträgt die Lesungen und Diskussionen in voller Länge live und vergibt in Klagenfurt den mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preis, der an ein vielversprechendes Talent aus dem Kreis der Eingeladenen geht. Moderatorin Clarissa Stadler und Literaturkritiker Andreas Isenschmid kommentieren den Wettbewerb.

Sonntag, 27.06. / 12.00 Uhr / Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier Nr. 23, A-Dur KV 488
Mit Maurizio Pollini (Klavier)
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Karl Böhm

Sonntag, 27.06. / 20.15 Uhr / Festspielsommer live: Die Berliner Philharmoniker in der Waldbühne 2010 „Nacht der Liebe“
Kompositionen von Modest Mussorgsky, Antonin Dvorak, Bedrich Smetana, Aram Khachaturian, Richard Strauss, Richard Wagner, Erich Wolfgang Korngold, Edward Elgar, Giacomo Puccini, Ruggero Leoncavallo und Peter Tschaikowsky
Mit Renée Fleming (Sopran)
Musikalische Leitung: Ion Marin
Erstausstrahlung

Es ist jedes Jahr wieder ein Highlight der Klassikszene: Ihr letztes Konzert der Saison geben die Berliner Philharmoniker im Grünen unter freiem Himmel vor 20.000 Zuhörern in der Berliner Waldbühne. Diesmal lautet das Motto "Nacht der Liebe", die von der amerikanischen Sopranistin Renée Fleming mit den schönsten Arien der Opernliteratur besungen wird. Die Berliner Philharmoniker begleiten die Sängerin und spielen außerdem stimmungsvolle Instrumentalstücke, in deren Mittelpunkt die Liebe steht. Dirigent ist Ion Marin, österreichischer Staatsbürger rumänischer Herkunft und weltweit ein begehrter Gast in den renommiertesten Opernhäusern und Konzertsälen.
Liveübertragung des Konzerts aus der Berliner Waldbühne im 3sat-Festspielsommer.

Am Samstag, 3. Juli, 20.15 Uhr, zeigt 3sat im Rahmen des Festspielsommers das "Eröffnungskonzert Rheingau Musik Festival 2010".

Montag, 28.06. / 10.15 Uhr / III nach neun - classics „Klassische Momente“
Mit den Gästen: Rolando Villazón, David Garett, Anne-Sophie Mutter, Jonas Kaufmann und Albrecht Mayer
Moderation: Amelie Fried und Giovanni di Lorenzo

Der Auftritt des Tenors Rolando Villazón gehört zu den absoluten Highlights in der Talkshow "III nach neun". Aber auch der Besuch des charmanten Geigers David Garrett oder der Auftritt der Violinistin Anne-Sophie Mutter zählen zu den unvergesslichen Höhepunkten der Talksendung. Beeindruckend war auch der Besuch des Tenors Jonas Kaufmann sowie des Oboisten Albrecht Mayer. Als Moderatoren sind Amelie Fried und Giovanni di Lorenzo im Einsatz.
Unter dem Motto "Klassische Momente" zeigt "III nach neun - classics" die besten Ausschnitte mit Musikgästen aus den Jahren 2008 und 2009.

Montag, 28.06. / 11.45 Uhr / Der König der Herzen: Adolf Kiertscher und seine Kapelle Oberland
Film von René Römer
Schlechtes Publikum gibt es für Adolf Kiertscher nicht. Der "kleine Trompeter" spielt, wo man ihn und seine Kapelle Oberland spielen lässt: in Autohäusern und Bierzelten, auf Marktplätzen und großen Open-Air-Bühnen. Rund 700 Titel hat der gebürtige Siebenbürger-Sachse im Repertoire - von "Fernando" über "Der Junge mit der Mundharmonika" bis hin zu "The Show Must Go On". Tanzpausen kennt die Kapelle Oberland nicht. Wenn die Stimmung im Saal es zulässt, dann spielen Kiertscher und seine Kapelle durch bis in den Morgen, um nach ein paar Mützen Schlaf beim nächsten Fischerfest oder einer Dorfkirmes erneut für Stimmung zu sorgen. Seit 1965 tourt der Lausitzer mit seiner "handgemachten Livemusik" übers Land, hat es ohne nennenswerte Fernsehauftritte zu einem legendären Ruf gebracht. .
Der Film "Der König der Herzen" begleitet Adolf Kiertscher und die Musiker der Kapelle Oberland.

Montag, 28.06. / 23.25 Uhr / filmtonart - ein Tag der Filmmusik
Film von Antje Harries
Nach 2009 findet am 24. Juni 2010 zum zweiten Mal "filmtonart", der Tag der Filmmusik, im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks statt: Ein Forum, in dem sich Filmmusik -Interessierte austauschen, Netzwerke knüpfen und Filmmusik erleben, an dem Komponisten, Filmemacher und Cineasten miteinander diskutieren können. Dabei geht es unter anderem darum, ob 3D-Filme andere Musik brauchen und ob deutsche Komponisten vom Aufwind des heimischen Films profitieren können. Auch Rechtefragen sind ein Thema. Der diesjährige "Keynote Speakers" Dr. Christoph E. Palmer, Geschäftsführer der "Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen", spricht in seinem Vortrag über das Thema "Der Ton macht die Musik. Anmerkungen zum Verhältnis von Sendern und Produktionen in angespannter Zeit". Außerdem wird 2010 zum ersten Mal der Filmmusik-Preis des Bayerischen Rundfunks verliehen, mit dem international herausragende Komponisten geehrt werden. Für die Premiere wurde der "Herr der Ringe"-Komponist und dreimalige Oscar-Gewinner Howard Shore gewählt. Die Preisverleihung findet im feierlichen Rahmen von "Cinema in Concert", dem Auftaktkonzert zum diesjährigen Filmfest, im Münchner Circus Krone statt. Die musikalische Gestaltung übernimmt das Münchner Rundfunkorchester unter seinem Künstlerischen Leiter Ulf Schirmer.
In "filmtonart - ein Tag der Filmmusik" berichtet Antje Harries von dem Treffen. Sie ist dabei, wenn in unterschiedlichen Panels diskutiert wird, und beobachtet die Verleihung des Filmmusik-Preis des Bayerischen Rundfunks.

Dienstag, 29.06. / 22.25 Uhr / FOYER - Das Theatermagazin
mit Tita von Hardenberg

Esther Schweins und Tita von Hardenberg präsentieren im Wechsel "FOYER - Das Theatermagazin" mit aktuellen Porträts, Premierenberichten, Terminhinweisen und Gesprächen rund um Schauspiel, Oper, Tanz und andere Bühnen-Performances.

Mittwoch, 30.06. / 11.30 Uhr / Basel Tattoo 2009
Militärmusikfestival
Vor der alten Kaserne mitten in Basel wird jedes Jahr eine imposante Arena aufgebaut. Insgesamt 1.000 Mitwirkende treten mit 21 Formationen vor 8.000 Zuschauerinnen und Zuschauern auf. Für das Militärmusikfestival kommen Musik- und Showgruppen aus der ganzen Welt in die Schweiz. Das typische Schottland-Feeling legt sich gleich zu Beginn über die Arena: mit dem Einmarsch von Hunderten von Dudelsackpfeifern. 2009 zum allerersten Mal bei einem "Tattoo" dabei war die Rekrutenschule der Schweizer Armee. Die zweite Schweizer Formation war die Polizeimusik Basel. Ein Höhepunkt der Show war die dritte Schweizer Gruppe, das Top Secret Drums Corps, eine Trommel-Akrobatik-Gruppe . Zu den Eliteformationen, die ein zweites Mal in Basel dabei waren, gehört die "Band of HM Coldstream Guards" aus England, bekannt durch ihre roten Uniformen und die hohen Bärenfellmützen. Oberstleutnant Christoph Scheibling aus Deutschland dirigierte das Luftwaffenkorps 2. Den aufwendigsten Auftritt hatten die Mitglieder der Band of the Blues and Royals, die berittene Musik der königlichen Garde aus London. Sie war mit 24 Pferden nach Basel angereist.
Eine Aufzeichnung des Militärmusikfestivals "Basel Tattoo 2009".

Freitag, 02.07. / 00.45 Uhr / Ina Müller und Band: "Liebe macht taub"
3sat-Zelt in Mainz, 8.9.2009
Fernsehregie: Volker Weicker
Ina Müller ist Moderatorin, Sängerin, Kabarettistin und meistens alles auf einmal. In ihrem zweiten Erfolgsprogramm "Liebe macht taub" erzählt und singt von Liebe, Sex und Leidenschaft, allerdings auf ihre ganz typische "Müllerin"-Art. Sie gehört mittlerweile zu den bekanntesten Künstlerinnen in Deutschland und hat 2008 für ihre TV-Show "Inas Nacht" den begehrten Deutschen Fernsehpreis erhalten.
Aufzeichnung vom 3satfestival 2009.

Samstag, 03.07. / 20.15 Uhr / Box Office extra: Angelina Jolie
Inside the Actor's Studio

Die Schauspielerin Angelina Jolie ist eine der schönsten Frauen der Welt. Die sechsfache Mutter von Kindern aus drei Kontinenten, Oscar-Preisträgerin und Partnerin von Frauenschwarm Brad Pitt spricht über ihre Karriere, ihre Familie und über sich selbst. Selten hat man sie so offenherzig reden gehört.
"Box Office extra" sendet im Rahmen des Sommerprogramms acht Folgen der exklusiven Talkshow "Inside the Actor's Studio". Darin werden einige der bekanntesten Hollywood-Schauspielerinnen und -Schauspieler in ausführlichen Interviews vorgestellt.

Die weiteren Folgen von "Box Office extra. Inside the Actor's Studio" sendet 3sat an den kommenden Samstagen, jeweils um 19.20 Uhr.

Samstag, 03.07. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Eröffnungskonzert Rheingau Musik Festival 2010
Kloster Eberbach, Juni 2010
Solisten: Camilla Tilling (Sopran) und Lilli Paasikivi (Mezzosopran)
Programm: Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 c-Moll
Chor: Chor des Bayerischen Rundfunks und NDR Chor
Orchester: hr-Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Paavo Järvi

"Ich denke, der Wirkung wird sich niemand entziehen können", meinte Gustav Mahler nach der Uraufführung seiner 2. Sinfonie - durchaus im Bewusstsein, etwas Großes vollbracht zu haben. Bis heute bildet das Werk für viele den Kern des Schaffens Mahlers, und bis heute ist es für Interpreten eine Herausforderung geblieben. Dass das hr-Sinfonieorchester und Paavo Järvi einen ganz besonderen Zugang zu Mahlers Sinfonienwelt gefunden haben, konnten sie in den vergangenen Jahren immer wieder eindrucksvoll demonstrieren. Auch auf dem Eröffnungskonzert des Rheingau Musik Festivals 2010 steht Mahlers 2. Sinfonie auf dem Programm. Solisten sind die schwedische Sopranistin Camilla Tilling und die finnische Mezzosopranistin Lilli Paasikivi.
3sat zeigt die Aufführung des Eröffnungskonzerts im Kloster Eberbach.

Im Rahmen des Festspielsommers überträgt 3sat am Sonntag, 11. Juli, um 20.15 Uhr das Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2010.

Samstag, 03.07. / 21.50 Uhr / Bern - Havanna ~ Die Leidenschaft für den Tanz
Film von Nadine Hostettler und Gieri Venzin
Zwei Frauen, zwei Länder, eine Leidenschaft: der Tanz. Beatrix Berger ist Schweizerin und leitet die Tanzgruppe "Proyecto Azul" in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Liudmila Rodriguez ist Kubanerin und lehrt Schweizer und Schweizerinnen Salsa und afrokubanische Tänze in Bern. Der Tanzmarkt ist hier wie dort gesättigt, doch die beiden Frauen kämpfen für ihre Ziele und glauben an sich, selbst wenn sie Rückschläge erleiden.
Der Film "Bern - Havanna" zeigt, wie Beatrix Berger und Liudmila Rodriguez ihre Erfüllung im Tanz suchen.

Samstag, 03.07. / 22.40 Uhr / Maria Bethânia
Die Stimme aus Brasilien
Film von Georges Gachot
Die brasilianische Chansonsängerin Maria Bethânia, Jahrgang 1946, gehört zu den großen Stimmen ihrer Zeit. Ihre Karriere begann 1964 in Rio de Janeiro. Mit 24 Millionen verkauften Alben war sie im Jahr 2005 die zweiterfolgreichste Künstlerin Brasiliens. Zusammen mit ihrem Bruder Caetano Veloso, mit Gilberto Gil und Gal Costa and Tom Zé gehörte sie in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren zu den Erneuerern der populären brasilianischen Musik und war Teil der Tropicalismo-Bewegung, einer politischen Bewegung, die sich mit der Suche nach einem neuen musikalischen Ausdruck jenseits der gängigen Klischees und Bilder von Brasilien verband und unterschiedliche Musikstile vermischte. Auch Maria Bethânia hat sich nie auf nur einen Stil festgelegt. Sie begann ihre Karriere als Bossa-Nova-Sängerin, dann sang sie Sambas, interpretierte afrobrasilianische Musik, Música Sertaneja, bis hin zu Forrós, Pop und Balladen.
Das Porträt Maria Bethânias gibt Einblick in die künstlerische Arbeit der Sängerin und taucht gleichzeitig ein in die Geschichte der brasilianischen Musik. Maria Bethânia schildert ihren musikalischen Werdegang vor dem Hintergrund der Entwicklung der brasilianischen Gesellschaft und ihrer Musik. Der Film zeigt auch die Zusammenarbeit Bethânias mit einer Reihe der wichtigsten brasilianischen Künstler der Gegenwart: Nana Caymmi, Miucha, Chico Buarque, Gilberto Gil und Caetano Veloso.

Sonntag, 04.07. / 10.15 Uhr / Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Klaus Wagenbach, Michael Krüger, Martin Mosebach und Hanns Zischler

Seit über 40 Jahren gibt es den Verlag Klaus Wagenbach. Er lieferte Basistexte für linke Debatten von Ulrike Meinhof und Rudi Dutschke, Bestseller-fähige Lyrik von Erich Fried, kunsthistorische Detektivgeschichten von Carlo Ginzburg und immer wieder internationale Autoren, die bis dahin niemand kannte, so Giorgio Manganelli aus der zweiten Wagenbach-Heimat Italien oder zuletzt den Bestseller-Autor Alan Bennett. Außerdem hat Klaus Wagenbach, der sich selbst als die "dienstälteste Kafka-Witwe" bezeichnet, das Bild Franz Kafkas wesentlich verändert: Er hat Luft in den "düster-metaphorischen Kafka-Keller" gelassen, an die ungeheure Lebensnähe von Kafkas Texten erinnert und an eine besondere Eigenschaft Kafkas - den Humor. Am 11. Juli wird Klaus Wagenbach, längst einer der bedeutendsten Verleger Deutschlands, 80 Jahre alt.
In "Literatur im Foyer" begrüßt Thea Dorn das Geburtstagskind und weitere Gäste: Michael Krüger, der zusammen mit Klaus Wagenbach das literarische Jahrbuch "Tintenfisch" herausgegeben hat, den Büchnerpreisträger 2007 Martin Mosebach, der mit Klaus Wagenbach das Sehnsuchtsland Italien teilt, sowie Hanns Zischler, der nicht nur Schauspieler ist, sondern auch Franz Kafkas Filmleidenschaft beschrieben hat: "Kafka geht ins Kino" heißt sein Essay, in dem er eine bislang wenig beachtete Seite von Kafka ans Licht bringt.

Am Montag, 12. Juli, 0.20 Uhr, zeigt 3sat anlässlich des 80. Geburtstags von Klaus Wagenbach das Verlegerporträt "Das Herz sitzt links".

Sonntag, 04.07. / 11.15 Uhr / Operngala der Stars von morgen
Konzert für den Emmerich Smola Förderpreis 2010
Jugendstil-Festhalle, Landau, 16.1.2010
Solisten: Anita Watson (Sopranistin), Inga Lisa Lehr (Sopranistin), Judita Nagyová (Mezzosopranistin), David Ho-Chul Lee (Tenor), Kap-Sung Ahn (Bariton) und Richard Sveda (Bass)
Mit Werken von George Bizet, Emmerich Kálmán, W. A. Mozart, Gioacchino Rossini, Giacomo Puccini, Peter Tschaikowsky u. a.
Orchester: Deutsche Radio Philharmonie, Saarbrücken Kaiserslautern
Musikalische Leitung: Enrico Delamboye

Sechs junge Sängerinnen und Sänger wetteifern in einem Konzert um einen der höchstdotierten Musikförderpreise: den Emmerich Smola Förderpreis 2010. Die jungen Opernsänger kommen aus aller Welt, sind bereits im Engagement an großen Opernhäusern und bei internationalen Gesangswettbewerben als Finalisten oder Preisträger hervorgetreten. Zu den Auserwählten, die zum Emmerich Smola Förderpreis 2010 angetreten sind, zählen die Sopranistin Anita Watson aus Australien, die deutsche Sopranistin Inga Lisa Lehr, die Mezzosopranistin Judita Nagyová aus der Slowakei, die Koreaner David Ho-Chul Lee, Tenor, und Kap-Sung Ahn, Bariton, sowie der slowakische Bass Richard Sveda. Das ausschlaggebende Kriterium für eine Einladung zu diesem Konzert war neben gereifter Gesangstechnik, dass die Sänger eine Ausstrahlung haben, mit der sie das Publikum in ihren Bann ziehen können. Denn wer den Emmerich Smola Förderpreis 2010 bekommt, wird mittels Abstimmung durch das Konzertpublikum entschieden.
3sat zeigt die Aufzeichnung des Konzerts aus der Jugendstil-Festhalle Landau vom 16. Januar 2010.

Im Anschluss, um 12.15 Uhr, wirft die Reportage "Jede Stimme zählt!" einen Blick hinter den Kulissen der diesjährigen Preisvergabe.

Sonntag, 04.07. / 12.15 Uhr / Jede Stimme zählt!
Eine Musikreportage über den Emmerich Smola Förderpreis 2010
Film von Torben Schmidt

Sechs junge Sängerinnen und Sänger wetteifern um einen der höchstdotierten Musikförderpreise: den Emmerich Smola Förderpreis 2010. Die Kandidaten kommen aus Deutschland, Korea, Australien und der Slowakei. Sie sind bereits im Engagement an großen Opernhäusern und bei internationalen Gesangswettbewerben als Finalisten oder Preisträger hervorgetreten. Die Auserwählten, die zum Emmerich Smola Förderpreis 2010 antreten, sind: die Sopranistin Anita Watson aus Australien, die deutsche Sopranistin Inga Lisa Lehr, die Mezzosopranistin Judita Nagyová aus der Slowakei, die Koreaner David Ho-Chul Lee, Tenor, und Kap-Sung Ahn, Bariton, sowie der slowakische Bass Richard Sveda. Das ausschlaggebende Kriterium für eine Einladung der Gesangssolisten war neben gereifter Gesangstechnik, dass dass die Sänger eine Ausstrahlung haben, mit der sie das Publikum in ihren Bann ziehen können. Denn wer den Emmerich Smola Förderpreis 2010 bekommt, wird mittels Abstimmung durch das Konzertpublikum entschieden.
Die Reportage "Jede Stimme zählt!" verfolgt das Musikereignis von der Anreise der Solisten bis zu den Proben mit Dirigent Enrico Delamboye und der Deutschen Radio Philharmonie. Sie beobachtet die Publikumsabstimmung, die Preisverleihung und den Morgen danach, wenn es weitergeht zum nächsten Auftritt.

Montag, 05.07. / 22.25 Uhr / Gero von Boehm begegnet: Eva Mattes
3sat-Gesprächsreihe

Als "Tatort"-Kommissarin Klara Blum ermittelt sie seit 2002 am Bodensee. Fernsehzuschauer wie Kritiker sind begeistert von der Figur, die Eva Mattes zwei bis dreimal im Jahr überzeugend verkörpert. Ein Mitspracherecht bei dieser Rolle war ihr wichtig, bevor sie zusagte. Sie legt Wert darauf, dass ein Regisseur nicht zu viel eingreift, damit sie mit Fantasie und Intuition die jeweilige Rolle selbst entwickeln kann. Eva Mattes wurde 1954 in Tegernsee geboren. Ihre Eltern, die Budapester UFA-Schauspielerin und Sängerin Margit Symo und der Wiener Filmkomponist Willy Mattes, ließen sich scheiden, und Eva wuchs ab dem dritten Lebensjahr bei ihrer Mutter auf. Den Wunsch, Schauspielerin zu werden, hatte sie früh. Schon mit zwölf Jahren spielte sie ihre erste Filmrolle. 250 Folgen lang war sie danach die deutsche Stimme des kleinen Timmy in der Kinderserie "Lassie". Seitdem spielte Eva Mattes in rund 200 Kinofilmen, Fernsehfilmen und Theaterinszenierungen. 1970 drehte sie mit Michael Verhoeven den umstrittenen Anti-Vietnamkriegsfilm "o.k.". Der Film war Anlass dafür, dass im selben Jahr die Berlinale-Jury zurücktrat und das Festival abgebrochen wurde. Nach dem Skandal wurde Eva Mattes von Regisseuren wie Peter Zadek, Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog wahrgenommen. Sie spielte in Hamburg Stücke von William Shakespeare und Henrik Ibsen und drehte gleichzeitig Filme wie "Wildwechsel" (1973) und "Woyzeck" (1979). Immer wieder erregte sie Aufmerksamkeit durch ihre große Darstellungskraft und enorme Wandlungsfähigkeit. Ihre Arbeit wurde wiederholt geehrt. Für ihre Rolle in "Celeste" (1981), ein Film von Percy Adlon, bekam Eva Mattes den Bayerischen Filmpreis. 20 Jahre später ist sie wieder in einem seiner Filme zu sehen: "Mahler auf der Couch" startet im Juli in den deutschen Kinos. Eva Mattes spielt darin Anna Moll, die Mutter von Alma Mahler.
Gero von Boehm trifft die Schauspielerin Eva Mattes in ihrer Wahlheimat Berlin.

Mittwoch, 07.07. /02.20 Uhr / Katja Riemann Oktett: "Favourites"
3sat-Zelt vom 7. September 2005
Mit Katja Riemann (Gesang), Anja-Susann Hammer (Cello), Michael Merkelbach (Trompeter), Christian Ö Kögel (Gitarre), Andreas Schmidt (Pianist), Nkechinyere Mbakwe (Chor), Christian Thomé (Schlagzeug) und Andreas Henze (Bassist)
Fernsehregie: Volker Weicker

Katja Riemann kennt man vor allem als Schauspielerin. Doch schon im Kinofilm "Bandits" zeigte sie sich auch als hervorragende Sängerin mit Kompositionstalent. Sie liebt Jazz und Liedermacher wie Hermann van Veen, Hannes Wader und Konstantin Wecker. Die Musiker um Katja Riemann gründeten ihre Formation, um Stücke aus eigener Feder und liebgewonnene Songs anderer Künstler live präsentieren zu können. Zu Riemanns Oktett gehören einige der besten Jazzmusiker Berlins. So entstanden mit dem Pianisten Andreas Schmidt die ersten Studio-Aufnahmen, zu denen die Mitglieder des Oktetts nach und nach hinzustießen. Die Sängerin sieht sich nicht als Chefin, sondern eher als Initiatorin des Ensembles.
3sat zeigt eine Konzertaufzeichnung aus dem 3sat-Zelt vom 7. September 2005

Samstag, 10.07. / 09.35 Uhr / Schubert auf Reisen
Film von Fritz Jurmann
Als Programmschwerpunkt wurde bei der Schubertiade Feldkirch 1994 jene Musik geboten, die Franz Schubert (1797 - 1828) auf seinen wenigen Reisen komponiert oder aufgeführt hat, darunter so populäre Werke wie das "Forellenquintett" und das Lied "Erlkönig". Dabei stellte sich bei den nachempfundenen "Landpartien" an reizvollen Plätzen in der Region jene besondere "schubertische Atmosphäre" ein, wie sie damals geherrscht haben mag, als der Komponist in Schloss Zseliz in Böhmen den Töchtern der Grafen Esterhazy das Klavierspielen beibrachte oder als er auf Schloss Atzenbrugg für seine Freunde zum Tanz aufspielte.
Der Film "Schubert auf Reisen" lässt die Reisen Franz Schuberts musikalisch wiederauferstehen.

Samstag, 10.07. / 10.15 Uhr / Franz Schubert - Ein unvollendetes Leben
Spielfilm, Österreich 1935
Franz Schubert: Heinrich Schweiger
Therese Grob: Aglaja Schmid
Moritz v. Schwind: Luis Soldan
Vater Schubert: Hans Thimig
u.a.
Regie: H. W. Kolm-Veltee
Länge: 101 Minuten

Franz Schubert (1797 - 1828), Sohn eines armen Dorfschullehrers, findet trotz Begabung mit seinen Kompositionen keine Anerkennung. Nachdem er seine Anstellung als Lehrer verliert, begleitet er den Sänger Vogl auf einer Konzertreise. Auch die Hoffnung, Vizekapellmeister zu werden, wird ihm durch eine Intrige genommen. Erst kurz vor seinem Tod erlebt er ein Konzert, das ihm Erfolg beschert.
Der Film "Franz Schubert - Ein unvollendetes Leben" verfolgt die musikalische Karriere des Komponisten.

Samstag, 10.07. / 19.20 Uhr / Box Office Extra: Robert Downey Jr.
Inside the Actors Studio
"Box Office extra" sendet im Rahmen des Sommerprogramms acht Folgen der exklusiven Talkshow "Inside the Actor's Studio". Darin werden einige der bekanntesten Hollywood-Schauspielerinnen und Schauspieler, unter anderem Angelina Jolie, Tom Cruise, Robert Downey Jr. und Charlize Theron, in ausführlichen Interviews vorgestellt.

Samstag, 10.07. / 20.15 Uhr / Zum 25. Todestag von Heinrich Böll: Heinrich Böll - ein "anderer Deutscher"
Film von Wilhelm von Sternburg

Heinrich Böll (1917 - 1985) gehört zu den Nachkriegsintellektuellen, die die Entwicklung der alten Bundesrepublik entscheidend mitgeprägt haben. Sein literarisches Werk, 1976 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, löste in Westdeutschland immer wieder ein kontroverses Echo aus. Bölls herausragendes gesellschaftliches Engagement, das sich nicht nur in seinen Romanen und Erzählungen, sondern auch in zahlreichen Essays, Reden und Interviews niederschlug, machte ihn unverwechselbar. Es ließ ihn am Ende seines Lebens durch die persönlichen und politischen Diffamierungen in der Springer-Presse und im konservativen Parteilager aber auch zum Außenseiter werden. Bölls Pazifismus und seine unbedingte moralische Position als Bürger, einer von ihm immer wieder radikal verteidigten Republik, machten ihn zu einem "anderen Deutschen" und zu einem der wichtigen Zeugen der Adenauer- und der Brandt-Ära. Doch was ist geblieben von seinem Werk und von seinem Handeln?
Der Film "Heinrich Böll - ein 'anderer Deutscher'" von Wilhelm von Sternburg zeichnet das engagierte Leben des deutschen Schriftstellers und Intellektuellen nach. Er führt den Menschen Böll lebendig vor Augen und ruft gleichzeitig das Bild eines Landes und einer Gesellschaft in Erinnerung, in denen neben wirtschaftlichem Aufstieg und Demokratisierung immer auch politische Hysterie und Verunglimpfung von "Außenseitern" standen.

Der Film "Heinrich Böll - ein 'anderer Deutscher'" ist die erste von fünf Sendungen, die 3sat anlässlich des 25. Todestags des Schriftstellers am 16. Juli zeigt. Im Anschluß folgen um 21.00 Uhr "Ansichten eines Clowns", um 22.15 Uhr "Die Provinz ist die Geburtsstätte der Literatur". Aus demselben Anlass zeigt 3sat am Sonntag, 11. Juli, um 11.15 Uhr "Heinrich Böll unter dem Sowjet-Stern" und um 12.00 Uhr "Kölner Erinnerungen. Heinrich Böll und Wolfgang Niedecken im Gespräch".

Samstag, 10.07. / 21.00 Uhr / Zum 25. Todestag von Heinrich Böll: Ansichten eines Clowns
Fernsehfilm, BRD 1989
Hans Schnier Hans Jürgen Ballmann
Nach dem Roman von Heinrich Böll
Regie: Zbigniew Stok
"Ansichten eines Clowns" nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll wurde von Erica Haenssler und Zbigniew Stok für die Bühne bearbeitet. Bölls literarische Vorlage aus dem Jahr 1963 - ein zu seiner Zeit vieldiskutierter Bestseller - spiegelt die gesellschaftliche Verfassung der Nachkriegszeit und setzt sich kritisch mit den restaurativen Tendenzen der Adenauer-Ära auseinander. Die Filmfassung konzentriert sich unter der Regie von Zbigniew Stok auf die Hauptfigur des Romans. Der Schauspieler Hans Jürgen Ballmann brilliert in der Rolle des rheinischen Fabrikantensohns Hans Schnier, der - angewidert vom katholischen Konformismus und politischem Opportunismus seines Elternhauses - eine bürgerliche Karriere ablehnt, um als Künstler und Clown der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten.
"Ansichten eines Clowns" ist eine Literaturverfilmung mit Hans Jürgen Ballmann.

Samstag, 10.07. / 22.15 Uhr / Zum 25. Todestag von Heinrich Böll: "Die Provinz ist die Geburtsstätte der Literatur"
Ein Gespräch mit Günter Grass zum 20. Todestag von Heinrich Böll
Film von Wilhelm von Sternburg

Heinrich Böll und Günter Grass haben den internationalen Wiederaufstieg der deutschen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich bestimmt. Ihr umfangreiches Romanwerk wurde mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. Beide Autoren gerieten aber auch mit ihrem demokratischen Engagement immer wieder in die Schlagzeilen. Sie mischten sich ein, ergriffen Partei und setzten sich für zahlreiche Autoren ein, die in rechten und linken Diktaturen verfolgt und bedrängt wurden.
Für seinen Film "Die Provinz ist die Geburtsstätte der Literatur" hat Wilhelm von Sternburg mit Günter Grass in dessen Haus in Behlendorf bei Lübeck ein Gespräch über Heinrich Böll geführt. Dabei geht es um das Werk des Nobelpreisträgers von 1972 und den Menschen Böll. Es ist ein Plädoyer für einen Autor, dessen Romane die Bonner Republik intellektuell mitgeformt haben.

Samstag, 10.07. / 01.10 Uhr / Showfieber - Wie das Musical Wien eroberte
Film von Otto Schwarz
Die Operettenstadt Wien war zunächst kein guter Platz für das Musical. Es dauerte Jahrzehnte, bis sich Wien neben New York und London als dritte Musicalstadt einreihen konnte. Es ist noch nicht lange her, da rühmten sich eingefleischte Musicalfans, ein und dieselbe Inszenierung bis zu 200 Mal gesehen zu haben. Musicals wie "Elisabeth", "Phantom der Oper" und "Cats" waren mehr als reines Musiktheater - sie waren Massenphänomene.
Der Film "Showfieber - Wie das Musical Wien eroberte" blickt zurück auf ein halbes Jahrhundert Musical in Wien: von frühen Erfolgen wie "Annie Get Your Gun" und "Porgy and Bess" über Sternstunden am Theater an der Wien unter Rolf Kutschera mit Musicals wie "Der Mann von La Mancha", "Anatevka", "Gigi" und "Evita" und die Ära Peter Weck mit "Cats" und "Phantom der Oper" bis zum Udo-Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York", das im März 2010 Premiere feierte. In Interviews erinnern sich unter anderen Peter Weck, Rolf Kutschera, Dagmar Koller, Gerhard Bronner und Karl Löbl an die Geschichte des Musicals in Wien.

Sonntag, 11.07. / 10.15 Uhr / MetroMusik - Töne aus dem Untergrund
Film von Carmen Eckhardt
Die Pariser Metro ist nicht nur die bekannteste U-Bahn Europas, sie ist vor allem auch eine der größten Konzerthallen der Welt. Seit über 100 Jahren wird in den Stationen und Gängen musiziert. Doch nicht jeder darf dort sein Instrument auspacken und loslegen: Im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres entscheidet ein strenges Auswahlverfahren der Pariser Verkehrsbetriebe darüber, wer eine Spielerlaubnis bekommt. Im Keller eines Büros im 11. Arrondissement werden dann aus 1.000 Bewerbern die 300 besten ausgewählt. Jeder Musiker bekommt die gleiche Chance: mindestens zwei Stücke und zehn Minuten Vorspielzeit. Die Jury besteht aus Mitarbeitern der Metro: Bahnfahrer, Schalterbeamte und Stationsleiter. So soll sichergestellt werden, dass die Auswahl der Musiker dem Geschmack des bunt zusammengesetzten Metropublikums entspricht. Immerhin sind dies fünf Millionen Menschen am Tag. Den Zuschlag erhält man nicht nur durch Können und Virtuosität, der Jury ist auch ein besonderer Unterhaltungswert wichtig. Die Pariser Metro als Konzertpodium ist ein Modell, das mittlerweile weltweit Nachahmung findet: Rotterdam, London und Tokio haben das ungewöhnliche Konzept für ihre Untergrundbahnen übernommen.
Der Film "MetroMusik - Töne aus dem Untergrund" begleitet Musiker zu ihrem Arbeitsplatz unter der Stadt.

Sonntag, 11.07. / 11.15 Uhr / Zum 25. Todestag von Heinrich Böll: Heinrich Böll unter dem Sowjet-Stern
Der Schriftsteller als Ikone und Klassenfeind
Film von Mario Damolin und Bernhard Kilian
Zwischen 1962 und 1979 ist der Schriftsteller Heinrich Böll sieben Mal in die Sowjetunion gereist. Dabei wurde er von Anfang an vom Geheimdienst KGB beschattet. Dolmetscher und Reisebegleiter verfassten sogar geheime Reiseprotokolle für das Zentralkomitee der Partei über Böll, seine Familie und seine Kontakte in der UdSSR. Immer wieder wurde auch versucht, Böll im "Kalten Krieg" öffentlich für die Politik des Sowjetregimes einzuspannen. Grund für das Interesse der Kommunisten an Böll: Der deutsche Schriftsteller galt als "links", als Anti-Militarist und als Gegner der Konservativen in Deutschland. Mehr als drei Millionen seiner Bücher wurden in der Sowjetunion verkauft. Er war somit der meistgelesene ausländische Autor in der UdSSR. Schließlich erhielt Böll 1972 den Nobelpreis für Literatur und genoss weltweit Ansehen. Doch er entzog sich geschickt den Umarmungsversuchen des Regimes, unterstützte stattdessen verfolgte Schriftsteller und Oppositionelle wie Andrei Alexejewitsch Amalrik, Alexander Solchenizyn und Andrei Dmitrijewitsch Sacharow und sprach sich öffentlich gegen die Gewaltpolitik der Sowjets in Osteuropa aus.
Der Film "Heinrich Böll unter dem Sowjet-Stern" beschreibt die Situation in der Sowjetunion bei Bölls Besuchen, erzählt anhand von Augenzeugenberichten vom Psychoterror des KGB und gewährt Einblick in bisher geheim gehaltene Akten der kommunistischen Partei. Außerdem berichtet er von der skandalösen Falschübersetzung seines Meisterwerks "Gruppenbild mit Dame" und stellt jenen Dissidenten vor, der die Fälschung 1975 entlarvt hat und ein Jahr später ermordet wurde: Konstantin Bogatyrjow.

Sonntag, 11.07. / 12.00 Uhr / Zum 25. Todestag von Heinrich Böll: Kölner Erinnerungen
Heinrich Böll und Wolfgang Niedecken im Gespräch
Film von Viktor Böll und Herbert Hoven
Der Schriftsteller Heinrich Böll und Wolfgang Niedecken, Leadsänger der erfolgreichen Kölner Rockgruppe BAP, stammen beide aus demselben Viertel der Kölner Südstadt, dem Vringsveedel. Böll erlebte in seiner Jugend, wie dort die Nazis aufmarschierten, und Niedecken entdeckte später in den Kölner Kriegsruinen die schönsten Abenteuerspielplätze. Zum 40. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 1945 trafen sich Heinrich Böll und Wolfgang Niedecken, um sich über die politische Entwicklung im Nachkriegsdeutschland und über ihre Heimatstadt Köln zu unterhalten.
Der Film "Kölner Erinnerungen" zeigt Heinrich Böll und Wolfgang Niedecken im Gespräch.

Sonntag, 11.07. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Schleswig-Holstein Musik Festival 2010 - Eröffnungskonzert
Musik- und Kongresshalle in Lübeck
Mit der Solistin: Christiane Oelze (Sopran)
- Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op.97 ("Rheinische")
- Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur
Orchester: NDR Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Christoph Eschenbach
Moderation: Ann-Katrin Schröder

Das Schleswig-Holstein Musik Festival feiert 2010 sein 25-jähriges Bestehen. Beim traditionellen Eröffnungskonzert spielt das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Christoph Eschenbach die Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 von Robert Schumann und die Sinfonie Nr. 4 G-Dur von Gustav Mahler. Es singt die Sopranistin Christiane Oelze.
3sat zeigt das Konzert im Rahmen des 3sat-Festspielsommers.

Sonntag, 11.07. / 03.00 Uhr / Wolfgang Amadeus Mozart: Missa C-Dur KV 317, "Krönungsmesse"
Petersdom Rom, 1985 - Karajan-Nachlass
Mit Kathleen Battle (Sopran), Trudelise Schmidt (Mezzosopran), Gösta Winbergh (Tenor) und Ferruccio Furlanetto (Bass)
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Herbert von Karajan
Sonntag, 11.07. / 03.55 Uhr / Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento Nr. 17 D-Dur, KV 334
Berliner Philharmonie, 1987 - Karajan-Nachlass
Orchester: Berliner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Herbert von Karajan

Sonntag, 11.07. / 04.40 Uhr / Wolfgang Amadeus Mozart: Eine kleine Nachtmusik, KV 525
Großer Musikvereinssaal Wien, 1973
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Karl Böhm

Montag, 12.07. / 19.30 Uhr / "Lohengrin" - Die Dokumentation
Film von Matthias Schmidt
Ein verwobenes Drama um Macht, Intrige und Liebe: Richard Wagners "Lohengrin" ist eine musikalische Ritterdichtung auf höchstem künstlerischem Niveau. Was trieb ihn zur Wahl eines mittelalterlichen Versepos als Opernstoff?
Die Dokumentation zeigt, was das Werk so wegweisend macht.

Dienstag, 13.07. / 19.30 Uhr / "Der Rosenkavalier" - Die Dokumentation
Film von Matthias Schmidt
Ein heiter-frivoles Sittengemälde: Eine verheiratete Dame der Gesellschaft, die sich mit einem deutlich jüngeren Geliebten vergnügt. Auch heutzutage ein delikates Thema.
Seit 100 Jahren ist "Der Rosenkavalier" die erfolgreichste Musikkomödie der Welt.

Dienstag, 13.07. / 22.25 Uhr / FOYER - Das Theatermagazin
mit Esther Schweins
Esther Schweins und Tita von Hardenberg präsentieren im Wechsel "FOYER - Das Theatermagazin" mit aktuellen Porträts, Premierenberichten, Terminhinweisen und Gesprächen rund um Schauspiel, Oper, Tanz und andere Bühnen-Performances.

Mittwoch, 14.07. / 19.30 Uhr / "Fidelio" - Die Dokumentation
Film von Jürgen Schindler
Sie ist seine einzige Oper: In "Fidelio" erzählt Ludwig van Beethoven eine wahre Geschichte und setzt seine Ideale von Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit in Noten um: Wer frei sein will, muss Opfer bringen! Die Partitur verlangt allen Musikern ihr ganzes Können ab.
Die Dokumentation zeigt, was das Werk so einzigartig macht.

Donnerstag, 15.07. / 19.30 Uhr / "Tosca" - Die Dokumentation
Film von Andreas Dutschke
Sie brach mit allen Konventionen des Theaters: Liebe, Intrige, Folter, Mord und Selbstmord - "Tosca" entstand in Zeiten des "Verismo", der realistischen Darstellung der Wirklichkeit auf der Bühne.
Die Dokumentation "Tosca" verbindet den historischen Hintergrund mit Puccinis ausschweifenden Leben.

Freitag, 16.07. / 19.30 Uhr / "Aida" - Die Dokumentation
Film von Dag Freyer
Die "Verbotene Liebe" am Nil: "Aida" gilt immer noch als die große Ägyptensoap der Operngeschichte mit dem Anspruch auf Authentizität und Modernität. Unter der dicken Schicht altägyptischer Schminke verbergen sich zeitlose Schicksale und Verdis Weltanschauung.

Samstag, 17.07. / 19.20 Uhr / Box Office extra, Inside the Actor's Studio: Tom Cruise
"Box Office extra" sendet im Rahmen des Sommerprogramms acht Folgen der exklusiven Talkshow "Inside the Actor's Studio". Darin werden einige der bekanntesten Hollywood-Schauspielerinnen und Schauspieler, unter anderem Angelina Jolie, Tom Cruise, Robert Downey jr. und Charlize Theron, in ausführlichen Interviews vorgestellt.

Festspielsommer
Samstag, 17.07. / 20.15 Uhr /
MDR Musiksommer 2010: Eröffnungskonzert, Zwickauer Marktplatz, 12. Juni 2010
Mit der Solistin Mihaela Ursuleasa (Klavier)
Programm:
- Robert Schumann (Ausschnitte aus der 2. und 3. Sinfonie)
- Robert Schumann (Ouvertüre "Hermann und Dorothea")
- Robert Schumann (Chorlieder: "Schön Rohtraut" und "Heidenröslein"
- Robert Schumann (Klavierkonzert a-Moll op. 54)
Chor: MDR Rundfunkchor
Orchester: MDR Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Jun Märkl
Moderation: Cheryl Shepard, als Clara Schumann-Wieck

Der MDR Musiksommer startet 2010 in Zwickau, der Geburtsstadt des großen musikalischen Romantikers Robert Schumann. Anlässlich seines 200. Geburtstages geben sich Weltstars dort die Klinke in die Hand. Beim Eröffnungskonzert wird die rumänische Ausnahmepianistin Mihaela Ursuleasa Schumanns berühmtes Klavierkonzert spielen. Das MDR Sinfonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Jun Märkl werden sie begleiten und mit dem MDR Rundfunkchor noch weitere Werke von Robert Schumann spielen. Durch das Konzert führt Schauspielerin Cheryl Shepard als Clara Schumann-Wieck.
3sat zeigt die Aufzeichnung des Eröffnungskonzerts vom Zwickauer Marktplatz am 12. Juni 2010.

Am Samstag, 7. August, 20.15 Uhr, setzt 3sat sein Programm zum Festspielsommer mit "Lulu" fort.

Samstag, 17.07. / 22.00 Uhr / Die ganze Stadt ist Bühne: Die Salzburger Festspiele seit 1920
Film von Monika Wittmann
Max Reinhardt wollte mit den Salzburger Festspielen ein Theaterfestival schaffen, das den Menschen nach dem Ersten Weltkrieg "wieder Freude gibt". Seit der Uraufführung von Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" am 22. August 1920 auf dem Domplatz ist Salzburg einmal im Jahr Treffpunkt angesehener Regisseure, Sänger und Schauspieler. Die barocke Residenzstadt schien für die Gründungsväter Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss, Franz Schalk und Alfred Roller der geeignete Ort für das Fest zu sein. Bei den Festspielen 1921 wurden neben der Wiederaufnahme des "Jedermann" auch Kammer- und Orchesterkonzerte angeboten, 1922 standen zusätzlich erstmals vier Opern von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm. Die Zeit des Nationalsozialismus ging auch an Salzburg nicht spurlos vorbei: Max Reinhardt ging ins Exil, Arturo Toscanini lehnte eine weitere Teilnahme an den Festspielen ab. Der "Jedermann" wurde vom Spielplan verbannt, bevor 1944 die gesamten Festspiele verboten wurden. Drei Monate nach Kriegsende wurden die Salzburger Festspiele mit einem eingeschränkten Programm wieder eröffnet, darunter auch Hofmannstahls "Jedermann". 1960 läutete Herbert von Karajan mit dem "Rosenkavalier" von Richard Strauss eine neue Ära ein: Das neu erbaute Große Festspielhaus bot mehr als 2.200 Gästen Platz. Das Repertoire wurde über die Jahre breiter und moderner, das Publikum jünger. Jürgen Flimm, seit 2007 Festspielintendant, und Schauspielchef Thomas Oberender gelang es, neue Publikumsschichten zu gewinnen und auch mit weniger bekannten Werken Erfolge zu erzielen.
Der Film "Die ganze Stadt ist Bühne" zeichnet die bewegte Geschichte des Festivals von seiner Gründung bis zur Gegenwart nach.

Samstag, 17.07. / 22.45 Uhr / Live zeitversetzt aus dem Wiener Rathaus: Life Ball 2010
Europas Charity-Event für die AIDS-Hilfe

Beim 18. Life Ball im Wiener Rathaus rücken der Kampf gegen Aids und die Hilfe für HIV-positive Menschen wieder ins Zentrum eines glamourösen Abends, der in diesem Jahr einen besonderen Rahmen bekommt: Anlässlich der 18. Internationalen Aids-Konferenz, die einen Tag nach dem großen Fest in Wien startet, stehen erstmals auch das Burgtheater und das Parlament ganz im Zeichen der Roten Schleife. Thematisch setzt der Ball seinen Kreislauf der Elemente dieses Jahr mit dem Thema "Erde" fort. Das Motto lautet: "Sow the Seeds of Solidarity".
3sat überträgt den "Life Ball 2010" aus dem Wiener Rathaus live zeitversetzt in seinem Programm.

Sonntag, 18.07. / 12.00 Uhr / Alfons Mucha (1/2): Der Meister des Jugendstils
Film von Susanna Boehm
Der vielseitige, mährisch-französische Maler, Grafiker und Designer Alfons Mucha war in Paris um 1900 ein Star des Jugendstils. Sein Entwurf eines Plakats für die Schauspielerin Sarah Bernhardt war sein Durchbruch. Mucha zeichnete auf seinen Plakaten Mädchen als engelsgleiche Wesen, als Vorlage für seine düsteren Bildwerke fotografierte er hingegen die Ekstase eines hypnotisierten Modells. Mucha kleidete sich in slawische Volkstracht und war in Paris als exotischer Salonlöwe allseits beliebt. Er war aus tiefster Überzeugung Humanist, rastlos auf der Sinnsuche im dynamischen Treiben der Moderne. Dabei besann sich Mucha auf die ursprünglichen Anliegen des Jugendstils: die heilende Wirkung durch wahre Schönheit, die Erhaltung der Bräuche und die Verschmelzung der verschiedenen Kunsthandwerke. Mucha war fasziniert von der modernen Technik und suchte zugleich Antworten bei den Freimaurern, im Okkultismus und in der mystischen Symbolwelt seiner slawischen Heimat. Diese Bereiche entwickelten sich zunehmend zur Hauptquelle seiner grafischen und malerischen Werke. Zurück in der tschechischen Heimat widmete er seine Kunst der Unabhängigkeit der Slawen.
Die erste Folge der zweiteiligen Dokumentation über die Werke von Alfons Mucha beleuchtet seine Schaffenszeit in Paris. In die Bild- und Gefühlswelt des Künstlers führt seine 87-jährige Schwiegertochter, die Komponistin Geraldine Mucha.

Den zweiten Teil von "Alfons Mucha" zeigt 3sat im Anschluss, um 12.25 Uhr.

Sonntag, 18.07. / 12.25 Uhr / Alfons Mucha (2/2): Das slawische Epos
Film von Susanna Boehm
Der vielseitige, mährisch-französische Maler, Grafiker und Designer Alfons Mucha war in Paris um 1900 ein Star des Jugendstils. Zurück in der tschechischen Heimat widmete er seine Kunst der Unabhängigkeit der Slawen. Sein monumentaler Bilderzyklus "Das Slawische Epos" hängt heute im verfallenden Renaissance-Schloss des mährischen Städtchens Moravsky Krumlov - fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit. Die Bilder des "Slawischen Epos" beeindrucken durch ihre farbliche Komposition, die zeichnerische Perfektion und die meditative Ruhe der Darstellung. Insgesamt 18 Jahre malte Mucha an den 20 gigantischen Bildern von sechs mal acht Meter Größe. "Das Slawische Epos" wurde zum Höhepunkt in Muchas künstlerischem Schaffen. Für sein Projekt konnte er den amerikanischen Industriellen und Slawophilen Charles R. Crane begeistern, der es ab 1910 finanzierte.
Die letzte Folge der zweiteiligen Dokumentation über die Werke von Alfons Mucha rekonstruiert die Entstehung von Muchas monumentalem Bilderzyklus in der tschechischen Provinz. In die Bild- und Gefühlswelt des Künstlers führt seine 87-jährige Schwiegertochter, die Komponistin Geraldine Mucha.

Sonntag, 18.07. / 18.30 Uhr / Heimspiel für Harnoncourt: 25 Jahre styriarte
Film von Günter Schilhan
Das Grazer Musikfestival "styriarte" wurde vor 25 Jahren ins Leben gerufen, um den renommierten Dirigenten Nikolaus Harnoncourt fester an seine Heimatstadt zu binden. Bis heute ist der Weltstar, der mit seinen Produktionen internationales Aufsehen erregt, der Mittelpunkt des Festivals. Im Laufe der Jahre hat er ganze Zyklen von Robert Schumann, Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Schubert eingespielt. Dieses Jahr steht das Musikfestival, das seit 1991 unter der Leitung von Mathis Huber steht, unter dem Motto "Heimat, bist du". Harnoncourt widmet sich diesem Thema mit Bedrich Smetanas sinfonischen Zyklus "Mein Vaterland", "Die Schöpfung" von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozarts "Große Messe". Doch nicht nur Klassik-Fans kommen bei der "styriate" auf ihre Kosten: Die Grenzen zu Jazz, traditioneller Volksmusik, Balkan-Musik, zeitgenössischer Musik und Literatur sind im Laufe der Jahre durchlässiger geworden.
Der Film "Heimspiel für Harnoncourt" zeigt Chronologie und Höhepunkte der vergangenen 25 Jahre und gewährt Einblicke in die spannenden und unterhaltsamen Proben von Nikolaus Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe.

Montag, 19.07. / 19.30 Uhr / "Don Giovanni" - Die Dokumentation
Film von Nicole Kraack

Er ist der Archetyp aller Playboys: Der Frauenverführer Don Juan schreckt auch vor Betrug, Vergewaltigung und Mord nicht zurück, um seine sexuelle Gier zu befriedigen.
Die Oper dient als Leitfaden, um den Mythos "Don Giovanni" vor dem Hintergrund von Mozarts Lebensstil zu betrachten.

Dienstag, 20.07. / 19.30 Uhr / "La Bohème" - Die Dokumentation
Film von Andreas Dutschke
Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" ist die Geschichte der tragischen Liebe des mittellosen Dichters Rodolfo zu der armen und kranken Näherin Mimi - sie rührte Generationen von Opernliebhabern zu Tränen. Die Stoffvorlage aus dem Pariser Künstlermilieu zeigt Parallelen zu Giacomo Puccinis eigener Studienzeit als "Bohèmien" am Mailänder Konservatorium. Die oft arg pittoresk inszenierte Mischung aus Armut, künstlerischer Freiheit, unbeschwertem Müßiggang und amourösen Eskapaden ist Puccini nur zu gut bekannt. Selbst als wohlhabender Künstler wird Puccini von diesem Lebensstil nicht lassen. Vor allem Frauen ist er zeitlebens zugetan, hat zahlreiche Affären und Liebschaften.
Dokumentation zur Oper "La Bohème"

Mittwoch, 21.07. / 19.30 Uhr / "Die Zauberflöte" - Die Dokumentation
Film von Nicole Kraak
Für viele ist Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" bis heute vor allem eines: rätselhaft. Text und Partitur beschäftigen ganze Wissenschaftlergenerationen, die versuchen, das Geheimnis der Oper zu lüften. Betrachtet man sie über ihren "Märchentellerrand" hinaus, entdeckt man verborgene Rätsel für Eingeweihte: Denn Mozart und auch sein Textdichter Emanuel Schikaneder waren Freimaurer. Und ihr gemeinsames Meisterwerk, "Die Zauberflöte", ist gespickt von den Idealen, den Ideen und Riten der geheimen Bruderschaft. Die Oper entstand 1791 - im Zeitalter der Aufklärung und zwei Jahre nach Ausbruch der Französischen Revolution. Ranken heute zahlreiche Verschwörungstheorien um die Geheimbünde, so sind sie zu jener Zeit eine Art "geistige Elite". Sie trugen wesentlich dazu bei, der Aufklärung zum Durchbruch zu verhelfen. Vor diesem Hintergrund wirft der Inhalt der "Zauberflöte" zahlreiche Fragen auf: Hat das Reich des Sarastros etwas mit der Freimaurerei zu tun? Warum kommen in der "Zauberflöte" Tempel und Priester vor? Welchen Sinn haben die Prüfungen, die Tamino und Pamina und auch Papageno zu bestehen haben?
Die Dokumentation begibt sich auf die spannende Spurensuche nach den Geheimnissen hinter der "Zauberflöte".

Donnerstag, 22.07. / 19.30 Uhr / "Carmen" - Die Dokumentation
Film von Jürgen Schindler
"Auf in den Kampf", das "Lied des Torero" oder die verführerische "Habanera": Man kennt sie, die "Hits" aus Georges Bizets Oper "Carmen". Neben den berühmten Arien ist es aber vor allem die Titelfigur der Carmen selbst, die den Männern - ebenso wie dem Publikum - seit der Uraufführung der Oper 1875 die Köpfe verdreht. Sinnlich ist sie, wild und unergründlich. Die Projektionsfläche all unserer Fantasien und Sehnsüchte. Selbstbestimmt und getrieben vom Wunsch nach Freiheit. Bizets Meisterwerk berauscht in der exotischen Kulisse Spaniens und einem einzigartigen musikalischen Feuerwerk voll verzehrender Leidenschaft.
Die Dokumentation erzählt die Geschichte von Liebe, Eifersucht und Tod in "Carmen".

Donnerstag, 22.07. / 20.15 Uhr / Der Schatz der Nibelungen (1/2): Auf den Spuren Siegfrieds
Film von Andre Meier und Jürgen Stumpfhaus
Hagen von Tronje ermordet heimtückisch den Helden und Drachentöter Siegfried. Aus Angst, Siegfrieds Ehefrau Kriemhild könne das Erbe für einen Rachefeldzug gegen ihn zur Kriegskasse machen, versenkt er den riesigen Schatz der Nibelungen im Rhein. Das ist die Legende, die in verschiedenen europäischen Quellen und schließlich im hochmittelalterlichen Nibelungenlied überliefert ist. Eine der kostbarsten Ausgaben liegt in der Stiftbibliothek des Benediktinerklosters St. Gallen, der Codex 857. Aber was davon ist Wahrheit und was Mythos? Was ist der historische Kern dieser unglaublichen Geschichte, die zum Nationalepos der Deutschen wurde? Und hat die Figur historische Vorbilder? Das zweiteilige Dokudrama "Der Schatz der Nibelungen" macht sich auf die Suche nach den historischen Vorbildern und den wahren Begebenheiten, die in der Legende des Nibelungenliedes literarisch verarbeitet werden. Wer waren die Burgunder wirklich? Wer war Siegfried? Wo ist der Schatz?
Der erste Teil besucht Originalschauplätze des Nibelungenlieds und führt nach Island, Frankreich, Dänemark, in die Schweiz und nach Österreich.

Den zweiten Teil von "Der Schatz der Nibelungen" zeigt 3sat am Freitag, 23. Juli, um 20.15 Uhr.

Freitag, 23.07. / 19.30 Uhr / "La Traviata" - Die Dokumentation
Film von Dag Freyer

Skandalös und berührend: Eine Kurtisane des Pariser 19. Jahrhunderts stand Pate für den Stoff von "La Traviata". Ein Stück Autobiografie ist auch dabei, denn Giuseppe Verdi lebte selbst in wilder Ehe.
Die Dokumentation entdeckt in der Oper "La Traviata" ein gesellschaftskritisches und sehr persönliches Werk des Komponisten.

Freitag, 23.07. / 20.15 Uhr / Der Schatz der Nibelungen (2/2): Auf den Spuren des Goldes
Film von Andre Meier und Jürgen Stumpfhaus

Hagen von Tronje ermordet heimtückisch den Helden und Drachentöter Siegfried. Aus Angst, Siegfrieds Ehefrau Kriemhild könne das Erbe für einen Rachefeldzug gegen ihn zur Kriegskasse machen, versenkt er den riesigen Schatz der Nibelungen im Rhein. Das ist die Legende, die in verschiedenen europäischen Quellen und schließlich im hochmittelalterlichen Nibelungenlied überliefert ist. Eine der kostbarsten Ausgaben liegt in der Stiftbibliothek des Benediktinerklosters St. Gallen, der Codex 857. Aber was davon ist Wahrheit und was Mythos? Was ist der historische Kern dieser unglaublichen Geschichte, die zum Nationalepos der Deutschen wurde? Und hat die Figur historische Vorbilder? Das zweiteilige Dokudrama "Der Schatz der Nibelungen" macht sich auf die Suche nach den historischen Vorbildern und den wahren Begebenheiten, die in der Legende des Nibelungenliedes literarisch verarbeitet werden. Wer waren die Burgunder wirklich? Wer war Siegfried? Wo ist der Schatz?
Der letzte Teil erzählt von dem Höhepunkt der Schatzsuche: In den 1930er Jahren ließ Hermann Göring einen riesigen Schwimmbagger bauen, um den Rhein nach dem Nibelungengold abzusuchen. Die Ausbeute war klein - 300 Gramm Rheingold wurden gefördert. Selbst heute trifft man dort noch Abenteurer, die an dem Strom ihr Glück versuchen.

Freitag, 23.07. / 03.15 Uhr / "Funky ABBA" - Nils Landgren Funk Unit
JazzBaltica-Festival 2004
Mit Viktoria Tolstoy (Gesang), Roy Hargrove (Trompete), Terri Lyne Carrington (Schlagzeug), Peter Weniger (Saxofon), Nils Landgren (Posaune), Sharon Dyall (Gesang), Magnum Coltrane Price (Gesang, Keyboard), Annika Granlund
(Gesang, Trompete), Jessica Pilnäs (Gesang), Karl-Martin Almqvist (Saxofon), Henrik Janson (Gitarre), Lars Danielsson (Bass), Robert Östlund (Keyboard)
und Wolfgang Haffner (Schlagzeug)

Bei fast allen bisherigen JazzBaltica-Festivals war der Posaunist Nils Landgren mit von der Partie. Mit seiner groovenden Funk Unit sorgt der Mann mit der metallic-roten Posaune seit Jahren für erfolgreiche CDs und euphorisch bejubelte Konzerte von Stockholm bis Peking.
Nils Landgren hat 2004 in Salzau eine Reihe von Gastmusikern eingeladen: den amerikanischen Trompeter Roy Hargrove, die Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington und die schwedische Sängerin Viktoria Tolstoy, deren Album "Shining on you" von Nils Landgren produziert wurde. Sie revanchierte sich als Gast beim Projekt der Funk Unit, das beide gemeinsam beim JazzBaltica-Festival 2004 vorstellten: "Funky ABBA".

Freitag, 23.07. / 04.30 Uhr / ZDF JazzClub: Nancy Wilson
Mit Nancy Wilson (Gesang), Ed Thickman (Schlagzeug), Eddie Gomez (Bass) und Hank Jones (Piano)
Schon im Alter von vier Jahren wollte Nancy Wilson Sängerin werden. Sie verließ das College, um in Rusty Bryants "Carolyn Club Band" zu spielen, später sang sie bei Julian "Cannonball" Adderley. Ihren Ruf als große Entertainerin erwarb sich Nancy Wilson in den 1960er und 1970er Jahren durch zahlreiche Fernseh- und Rundfunkauftritte. Wilson selbst sieht ihren Gesangsstil am ehesten von Künstlern wie Nat "King" Cole, Dinah Washington und Ruth Brown beeinflusst. Sie spielte über 60 Alben ein und gewann neben vielen anderen Preisen einen "Grammy".
1987 präsentierte sich die Sängerin neben Ed Thickman, Eddie Gomez und Hank Jones im "ZDF JazzClub".

 Samstag, 24.07./ 19.20 Uhr / Box Office extra: Charlize Theron
Inside the Actors Studio
”Box Office extra" sendet im Rahmen des Sommerprogramms acht Folgen der exklusiven Talkshow "Inside the Actors Studio". Darin werden einige der bekanntesten Hollywood-Schauspielerinnen und Schauspieler, unter anderem Angelina Jolie, Tom Cruise, Robert Downey jr. und Charlize Theron, in ausführlichen Interviews vorgestellt.

Samstag, 24.07./ 20.15 Uhr / Semyon Bychkov dirigiert Brahms und Walton
Kölner Philharmonie, 16. - 17.10.2009
Solist: Yefim Bronfman (Klavier)
Programm: Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2, B-Dur, op. 83, William Walton: Sinfonie Nr. 1 b-Moll
Orchester: WDR Sinfonieorchester Köln
Musikalische Leitung: Semyon Bychkov
 Bei der Uraufführung von Johannes Brahms' 2. Klavierkonzert im November 1881 in Budapest, saß der Komponist selbst am Flügel. Das Konzert steht in der Tradition der groß dimensionierten Konzerte Beethovens. Die erste Sinfonie des britischen Komponisten Sir William Walton ist ein komplexes Werk mit einer ausgeprägten harmonischen und kontrapunktischen Struktur. Seine Uraufführung 1935 wurde sehnsüchtig erwartet und von der britischen Öffentlichkeit als "historischer Abend für die britische Musik" gefeiert. Die Sinfonie wurde zu einem der meistaufgeführten Werke der englischen Musik. Das WDR Sinfonieorchester unter Semyon Bychkov führte beide Werke im Oktober 2009 in der Kölner Philharmonie auf. Am Klavier saß Yefim Bronfman.
3sat zeigt die Aufzeichnung des Konzerts.

Samstag, 24.07./ 21.45 Uhr / Liesl Karlstadt und Karl Valentin
Fernsehfilm, Deutschland 2008
Karl Valentin Johannes Herrschmann
Liesl Karlstadt (bis 40 Jahre): Hannah Herzsprung
Liesl Karlstadt (ab 40 Jahre): Bettina Redlich
Gisela Royes: Gisela Schneeberger
Josef Kolb: Alexander Held
Erich Kolb: Axel Prahl
u.a.
Buch: Ruth Thoma
Regie: Jo Baier
Liesl Karlstadt, Verkäuferin in einem Warenhaus, ist noch keine 20, als sie für einen ihrer ersten Auftritte im Münchner "Frankfurter Hof" gefeiert wird. Doch in der Garderobe muss sie sich von einem mageren, hässlichen Kerl anhören, dass sie das lieber lassen solle mit dem Singen. Sie sei zu mager, zu brav und hätte nicht genug Busen für eine Soubrette. Aber sie sei ganz komisch. Wäre es nach ihr gegangen, wäre diese erste Begegnung mit Karl Valentin auch die letzte gewesen. Aber dann kann sie doch nicht widerstehen, das komische Couplet, das er ihr geschrieben hat, vorzutragen. Die beiden beschließen, auf der Bühne ein Paar zu werden, doch die Küsse, die sie zum Abschied tauschen, versprechen mehr als das. Liesl sehnt die nächste Probe herbei, wird aber von Valentins knapper Bemerkung, morgen könne er nicht, denn da heirate er, rüde auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Valentin heiratet seine Gisela, mit der er schon zwei Töchter hat. Liesl nimmt sich vor, dass sie und Valentin dann eben nur auf der Bühne ein Paar sein werden, aber sie hat sich schon längst in diesen seltsamen Querdenker verliebt. Er eröffnet ihr eine neue Welt. Liesl wird berühmt mit Karl Valentin, aber sie zahlt einen hohen Preis dafür. Sie muss die Lebenstüchtige sein, ihn jeden Abend zum Auftritt überreden, ihn von seinem Asthma und seinem hysterischen Lampenfieber ablenken, ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten, ihn für ein Gastspiel aus München heraus zu locken.
"Liesl Karlstadt und Karl Valentin" zeichnet die Geschichte des berühmten Komikerpaares nach.

3sat zeigt den Film „Liesl Karlstadt und Karl Valentin“ anlässlich des 50. Todestags von Liesl Karlstadt am 27. Juli. Im Anschluss, um 23.05 Uhr, folgt mit "Ein Stück von ihm" ein Porträt der Künstlerin.

Samstag, 24.07./ 23.05 Uhr / Ein Stück von ihm: Liesl Karlstadt
Film von Marie Bardischewski
Elisabeth Wellano wurde unter dem "bodenständigeren" Künstlernamen Liesl Karlstadt vor allem als Partnerin des Komikers Karl Valentin bekannt. An der Dominanz Valentins zerbrach sie fast.
Der Film "Ein Stück von ihm" zeichnet anhand von Spielszenen, Ausschnitten aus Interviews mit Liesl Karlstadt, aus Sketchen und Kurzfilmen mit Valentin und anhand der Aussagen von ihrer Schwester und Zeitzeugen, ihr privates und künstlerisches Leben nach.

Samstag, 24.07./ 05.05 Uhr / Hits der 80er - in Deutschland und Österreich
Videomusik - Musikvideos
Gestaltung: Anita Dollmanits
(aus der ORF/3sat-Reihe "clip")

Im deutschen Sprachraum kam in den 1980er Jahren niemand an der Neuen Deutschen Welle vorbei. Ihren Ursprung hatte diese Musikrichtung im Untergrund, wurde jedoch bald ein kommerzieller Erfolg. Königin der Neuen Deutschen Welle war die Sängerin Nena mit "99 Luftballons". Der Song wurde international einer der erfolgreichsten Popsongs in deutscher Sprache. Ein weiterer Gigant der Neuen Deutschen Welle war Peter Schilling mit "Major Tom". Wie schon in David Bowies "Space Oddity" (1969) verliert der losgelöste Astronaut Major Tom die Verbindung zur Bodenstation und ist mit seinen Gefühlen alleine im Weltall. Nach dem Durchbruch in Europa schaffte es der Song in die amerikanischen Top 10 der Billboard-Charts. Insgesamt verkaufte sich die Single mehr als sechs Millionen Mal. Geier Sturzflugs "Bruttosozialprodukt" war eine Coverversion aus dem Jahr 1977 von dem Duo Dicke Lippe. In der Version von Geier Sturzflug schaffte er es in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Platz 1. Auf der Neuen Deutschen Welle schwammen kommerziell auch Künstler mit, die stilistisch weiter entfernt waren wie Die Toten Hosen und Herbert Grönemeyer. Modern Talking landeten mit "You're My Heart, You're My Soul" einen internationalen Überraschungs-Hit. Insgesamt verkaufte Modern Talking in den 1980er Jahren 60 Millionen Tonträger. Zur selben Zeit entwickelte sich in Österreich der Austropop. Berühmtestes Beispiel ist Falco, der zu Beginn der 1980er Jahre als erster deutschsprachiger Rapper mit "Der Kommissar" internationale Erfolge erzielte. Bis heute ist er der international bedeutendste österreichische Popmusiker. Sein Hit "Rock Me Amadeus" ist bislang das einzige deutschsprachige Lied, das es an die Spitze der US-Singelcharts, in Großbritannien und einigen asiatischen Ländern, geschafft hat.
Der Film "Hits der 80er - in Deutschland und Österreich" aus der Reihe "Clip" präsentiert die größten deutschsprachigen Hits der 1980er.

Sonntag, 25.07. / 06.05 Uhr / Die 80er von A bis Z
Ein Rückblick auf 10 Jahre Popmusik mit Interviews und Videoclips
Film von Hannes Rossacher und Rudolf Dolezal
(aus der ORF-Reihe "X-large spezial")

Die 1980er Jahre standen für soziales Engagement in der Popmusik: Erstmals seit der "Love & Peace"-Generation der 1960er besannen sich Popmusiker in den 1980er Jahren auf ihre Stellung in der Gesellschaft. Bob Geldof organisierte für die Hungernden in Afrika das größte Satelliten-Konzert, das es jemals gab. Sting versuchte mit seinen Aktionen, die Rodung des brasilianischen Regenwalds zu verhindern, schwarze Künstler setzten sich für die Freilassung des südafrikanischen Freiheitskämpfer Nelson Mandela ein, Popstars aller Stilrichtungen engagierten sich für Amnesty International oder Greenpeace. In diesem Zusammenhang brachen Ethnopop-Künstler erstmals in die anglo-amerikanische Musikszene. Die 1980er waren aber auch das Jahrzehnt der schwarzen Superstars, wie zum Beispiel Michael Jackson, Prince, und schwarzen radikalen Rhythmus-Bands wie "Run DMC" oder "Public Enemy". Immer wichtiger wurde auch der Techno-Sound, der neue Computer-Technologien nutzte, und Musikvideos eroberten die Fernsehkanäle.
Ende Dezember 1989 zogen Rudolf Dolezal und Hannes Rossacher in der Sendung "Die 80er von A bis Z" Bilanz über zehn Jahre Popmusik. Für ihre unterhaltsame Musikdokumentation interviewte das dynamische Duo viele internationale Superstars. Die extravagante Sängerin Grace Jones führt als Gast-Moderatorin durch das Programm.

Sonntag, 25.07. / 09.05 Uhr / Bibi Blocksberg
Spielfilm, Deutschland 2002
Bibi Blocksberg: Sidonie von Krosigk
Florian: Maximilian Befort
Barbara Blocksberg: Katja Riemann
Rabia: Corinna Harfouch
Walpurgia: Monica Bleibtreu
Bernhard Blocksberg: Ulrich Noethen
u.a.
Regie: Hermine Huntgeburth
(Zweikanalton: Originalfassung / Originalfassung mit akustischer Bildbeschreibung)
 
In Neustadt wird gefeiert, denn Bibi Blocksberg, das pfiffige kleine Hexenmädchen, hat mit einer herbeigehexten Regenwolke ein brennendes Haus löschen können und so zwei Kindern das Leben gerettet. Mutter Barbara, selbst eine waschechte gute Hexe, ist mächtig stolz auf ihre Tochter. Der beruflich gestresste Papa Bernhard hält wenig von den übersinnlichen Eskapaden seiner Tochter. Schließlich ist er selbst ein ganz normaler Mensch, und eine Hexe im Haus ist mehr als genug. Da erhält Bibi von der Oberhexe Walpurgia eine tolle Nachricht: Aufgrund besonderer Verdienste soll ihr vorzeitig die "Kristallkugel" verliehen werden, die man normalerweise erst im Alter von 15 Jahren bekommt. Erst diese Kugel, mit der man in Vergangenheit und Zukunft blicken kann, macht ihre Besitzerin zur richtigen Hexe. Die Feier dazu soll auf dem Blocksberg stattfinden. Voller Vorfreude schwingt sich Bibi auf ihren Besen namens Kartoffelbrei, um in Begleitung ihrer Mutter dorthin zu fliegen. Bei der feierlichen Zeremonie auf dem Versammlungsplatz kommt es allerdings zum Eklat: Rabia von Katzenstein, eifersüchtig und abgrundtief böse, gönnt der Junghexe die hohe Auszeichnung nicht. Sie lässt Bibis kostbare Kugel scheinbar unabsichtlich auf den steinigen Boden fallen. Die Kugel zerspringt.
"Bibi Blocksberg" hat 2002 mehr als 2,2 Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt. Der Film nach der erfolgreichen Hörspielreihe, die 1980 startete, wurde unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis 2003 und dem Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet.

Sonntag, 25.07. / 20.15 Uhr / Michael Jackson
Film von Michael Wech
(aus der ARD-Reihe "Legenden")
Ein Notruf alarmiert am 25. Juni 2009 die Rettungsleitstelle in Los Angeles. Michael Jackson ist ohne Atmung in seinem Haus aufgefunden worden. Er stirbt noch am selben Tag. Todesursache ist eine Vergiftung durch das Narkosemittel Propofol. So endet vor etwa einem Jahr das turbulente Leben des Superstars Michael Jackson, ein Leben, das nach außen hin faszinierend, bunt und kitschig inszeniert wurde, in Wirklichkeit aber von der verzweifelten Suche nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Liebe geprägt war.
Der Film "Michael Jackson" von Michael Wech blickt hinter die Kunstfigur Michael Jackson und erzählt mithilfe von Menschen, die dem Popstar besonders nahe standen, wie aus dem kleinen schwarzen Kinderstar der "King of Pop" und schließlich der kranke, medikamentenabhängige Künstler werden konnte, der an seinen eigenen Ansprüchen zerbrach. Interviewpartner, die zum Teil noch nie vor der Kamera standen, kommen zu Wort, darunter Michael Jacksons erste Freundin, Theresa Gonsalves, Dieter Wiesner und Stuart Backerman, die ihn als Manager betreuten, der Rabbiner Shmuley Boteach, dem er in langen Gesprächen seine Ängste, Hoffnungen und Probleme anvertraute, und seine Schwester La Toya Jackson. Die Dokumentation zeigt, dass die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs und finanzielle Nöte der eigentliche Grund für die geplante "This is it"-Tour waren. Mit ihr wollte sich Michael Jackson noch einmal in die Herzen seiner Fans singen.

Sonntag, 25.07. / 21.00 Uhr / Queen: Rock Montreal
Forum de Montreal, Montreal, Kanada 1981
Regie: Saul Swimmer

Queen, das waren von 1971 bis 1991 20 Jahre Pop- und Rockgeschichte. Mit über 150 Millionen verkauften Tonträgern sind Queen bis heute eine der kommerziell erfolgreichsten Bands weltweit. Nach der Single "The Seven Seas of Rhye" (1974) erscheint mit "Killer Queen" der zweite Top-10-Hit in einem Jahr. Der Durchbruch gelingt der Band 1975 mit der Mini-Rockoper "Bohemian Rhapsody". Das dazugehörige Video legte den Grundstein für das Musikclip-Zeitalter. Queens bekannteste Stücke, "We are the Champions" und "We Will Rock You", werden 1977 veröffentlicht. 1979 schafft Queen mit der Single "Crazy Little Thing Called Love" den Sprung an die Spitze der US-Single-Charts. 1980 folgt der Imagewechsel: Bis auf Gitarrist Brian May schneiden sich alle Bandmitglieder die Haare und tragen Lederklamotten. Mit "Another One Bites the Dust" präsentieren Queen ihren ersten Funk-Rock-Song, der die US-Hitparaden stürmt, 1984 folgt "Radio Ga Ga". Der Höhepunkt der Karriere von Queen ist für viele Fans der Auftritt im Juli 1985 bei dem von Bob Geldof initiierten Live-Aid-Konzert. Im Sommer darauf gehen Queen auf "Magic Tour". Es wird die letzte Tour mit Freddy Mercury. Nach der Veröffentlichung des Studioalbums "Innuendo" verkündet der Sänger im November 1991, dass er an Aids leide. Bereits am folgenden Tag stirbt er an den Folgen der Krankheit. Die letzte Single "The Show Must Go On" wird zu Freddys Vermächtnis. Ihm zu Ehren wird 1992 das "Freddie Mercury Tribute Concert" im Wembley Stadion veranstaltet. Das Konzert wird live im Fernsehen übertragen, über 600 Millionen Menschen in der ganzen Welt sehen zu.
3sat präsentiert eine Aufzeichnung des legendären Konzerts mit Queen in der Originalbesetzung, die im November 1981 im Montreal Forum vor 18.000 Zuschauern gedreht wurde. Erschienen ist die Aufzeichnung auch als Konzertfilm "We Will Rock You".

Sonntag, 25.07. / 00.55 Uhr / Falco Live am Rathausplatz
Von den Wiener Festwochen 1985

Johann "Hans" Hölzel, besser bekannt als Falco, ist bis heute der einzige Österreicher, der den Sprung an die Spitze der US-Charts geschafft hat. Der Sänger der Gruppe "Drahdiwaberl" landete mit seiner Solo-Nummer "Ganz Wien" einen Kulthit. Ab 1980 begann Falcos Höhenflug mit Aufnahmen wie "Der Kommissar", "Junge Römer" und schließlich "Rock Me Amadeus", der bis heute der einzige deutschsprachige Song ist, der es an die Spitze der US-Hitparade geschafft hat. Im Mai 1985 eröffnete der Wiener Popstar auf dem Rathausplatz die Wiener Festwochen vor 50.000 begeisterten Fans. Zu hören sind seine großen Hits.
"Falco Live am Rathausplatz" ist eine Aufzeichnung von Falcos Konzert in Wien.

Sonntag, 25.07. / 01.45 Uhr / George Michael: Live in London - 25 Live Tour
Earls Court Exhibition Centre, London, Großbritannien 2008
Regie: Andy Morahan

Nach einer mehrjährigen Karriere mit Wham! und dem Riesenerfolg des Weihnachts-Pop-Songs "Last Christmas", kümmert sich Georgios Kyriacos Panayiotou alias George Michael um seine Solokarriere. Sie beginnt mit einem Paukenschlag: Bis zum Jahr 2000 verkauft sich sein erstes Album "Faith", 1987 erschienen, allein in den USA über zehn Millionen Mal. Im September 1990 erscheint sein Album "Listen Without Prejudice", das von den Kritikern gelobt wird, aber nicht mehr die Verkaufszahlen des Vorgängers erreicht. Zusammen mit Brian May, John Deacon und Roger Taylor von Queen sowie mit Lisa Stansfield veröffentlicht George Michael drei Jahre später das Album "Five Live", dessen Erlös einer Aids-Hilfsorganisation zugute kommt. 1994 ist ein Schicksalsjahr für den Sänger: Seine Mutter und sein Lebensgefährte sterben, er gerät in einen Rechtsstreit mit Sony Music, und die Medien verfolgen den Superstar auf Schritt und Tritt. Im Frühjahr 2004 bekommen die Fans endlich wieder ein musikalisches Lebenszeichen von George Michael: "Patience" heißt das Album, das er als sein letztes bezeichnet. Anfang November 2006 erscheint unter dem Titel "Twenty Five" eine Zusammenstellung der größten Erfolge seiner Karriere.
3sat präsentiert George Michael in einem Konzert aus dem Jahr 2008 im Rahmen seiner triumphalen "25 Live Tour" im Londoner Earls Court Exhibition Centre mit seinen großen Hits.

Sonntag, 25.07. / 04.15 Uhr / Hits der 80er - International
Videomusik - Musikvideos
Gestaltung: Anita Dollmanits
(aus der ORF/3sat-Reihe "clip")
Erstausstrahlung

Die Musikszene der 1980er Jahre entdeckte den Synthesizer für ihre Songs. Bands wie Depeche Mode, Genesis, Eurythmics und Visage waren Pioniere auf dem Gebiet des Elektropop. Aber auch etablierte Musiker wie Queen, Genesis und David Bowie benutzten den "Synthie". Pop-Ikone Madonna gelang der internationale Durchbruch 1984 mit "Like A Virgin". Michael Jacksons Video zu "Thriller" 1983 war ein Meilenstein der Musikvideogeschichte. In den 1980er Jahren engagierten sich viele Popmusiker politisch: Im britischen Raum setzten U2, Bob Geldorf, The Police, Sinead O'Connor, Pink Floyd und Peter Gabriel neue Standards. Bruce Springsteens Hit "Born in the U.S.A." war als Kritik an der Rolle Amerikas im Vietnam-Krieg intendiert und wurde dennoch von Reagan-Fans zu einer amerikanischen Hymne hochstilisiert. Suzanne Vega machte in ihrem Song "Luca" Kindesmisshandlung und deren gesellschaftliche Verdrängung zum Thema. Im Rahmen des politischen Engagements der Künstler waren die legendären Benefizkonzerte der 1980er Jahre ein logischer Schritt, darunter Bob Geldofs "Life Aid"-Konzert und das Charity-Projekt "USA for Africa" gegen die Hungersnot in Äthiopien. Der Song "We Are The World" wurde von Michael Jackson und Lionel Richie geschrieben. Bei dem Anti-Apartheit-Konzert "A Tribute To Nelson Mandela" wurde die Ballade "Brothers in Arms" von den Dire Straits zum Symbol politischen Widerstands.
"Internationale Hits der 80er" zeigt die größten Hits des Jahrzehnts, unter anderem U2s "With or Without You", Tina Turners "What's love got to do with it", Michael Jacksons "Thriller", Wham!s "Wake Me Up Before You Go-Go ", Whitney Houstons "How Will I Know" und Bobby McFerrins "Don't worry, be happy".

Montag, 26.07. / 10.15 Uhr / Die ganze Stadt ist Bühne: Die Salzburger Festspiele seit 1920
Film von Monika Wittmann
Max Reinhardt wollte mit den Salzburger Festspielen ein Theaterfestival schaffen, das den Menschen nach dem Ersten Weltkrieg "wieder Freude gibt". Seit der Uraufführung von Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" am 22. August 1920 auf dem Domplatz ist Salzburg einmal im Jahr Treffpunkt angesehener Regisseure, Sänger und Schauspieler. Die barocke Residenzstadt schien für die Gründungsväter Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss, Franz Schalk und Alfred Roller der geeignete Ort für das Fest zu sein. Bei den Festspielen 1921 wurden neben der Wiederaufnahme des "Jedermann" auch Kammer- und Orchesterkonzerte angeboten, 1922 standen zusätzlich erstmals vier Opern von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm. Die Zeit des Nationalsozialismus ging auch an Salzburg nicht spurlos vorbei: Max Reinhardt ging ins Exil, Arturo Toscanini lehnte eine weitere Teilnahme an den Festspielen ab. Der "Jedermann" wurde vom Spielplan verbannt, bevor 1944 die gesamten Festspiele verboten wurden. Drei Monate nach Kriegsende wurden die Salzburger Festspiele mit einem eingeschränkten Programm wieder eröffnet, darunter auch Hofmannsthals "Jedermann". 1960 läutete Herbert von Karajan mit dem "Rosenkavalier" von Richard Strauss eine neue Ära ein: Das neu erbaute Große Festspielhaus bot mehr als 2.200 Gästen Platz. Das Repertoire wurde über die Jahre breiter und moderner, das Publikum jünger. Jürgen Flimm, seit 2007 Festspielintendant, und Schauspielchef Thomas Oberender gelang es, neue Publikumsschichten zu gewinnen und auch mit weniger bekannten Werken Erfolge zu erzielen.
Der Film "Die ganze Stadt ist Bühne" zeichnet die bewegte Geschichte des Festivals von seiner Gründung bis zur Gegenwart nach.

Montag, 26.07. / 11.00 Uhr / Salzburger Festspiele 2010 (LIVE)
Aus dem Großen Festspielhaus Salzburg
Mit Elisabeth Kulman und Mojca Erdmann
Orchester: Mozarteum Orchester Salzburg
Musikalische Leitung: Ivor Bolton

Der Festakt zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2010 steht ganz im Zeichen zweier Jubiläen: 90 Jahre Salzburger Festspiele und 50 Jahre Großes Festspielhaus. Der Festakt findet auf den Tag genau ein halbes Jahrhundert nach dem 26. Juli 1960 statt, als Herbert von Karajan das nach Plänen von Clemens Holzmeister erbaute neue Große Haus mit einer Neuinszenierung des "Rosenkavalier" eröffnete. Die Festrede wird der Dirigent Daniel Barenboim halten, Intendant Jürgen Flimm wird in seinem letzten Jahr Texte von Max Reinhardt lesen, mit dessen "Jedermann"-Aufführung am 22. August 1920 auf dem Domplatz die Festspielgeschichte begann. Offiziell eröffnet wird das Festival auch dieses Jahr durch Bundespräsident Heinz Fischer. Der musikalische Bogen des Festakts spannt sich von Wolfgang Rihm bis zu Richard Strauss, aus dessen "Rosenkavalier" Elisabeth Kulman und Mojca Erdmann das Duett "Mir ist die Ehre widerfahren" singen werden. Es spielt das Mozarteum Orchester Salzburger unter der Leitung von Ivor Bolton.
Live-Sendung des Festakts ur Eröffnung der "Salzburger Festspiele 2010".

Montag, 26.07. / 19.20 Uhr / Kulturzeit extra: Mythen und Macht - "Jedermanns" Spiele
Moderation: Ernst A. Grandits

Was wären Salzburg und Bayreuth ohne ihre Festspiele? Während die Mozartstadt das 90-jährige Bestehen ihrer Festspiele feiert, erwartet der Grüne Hügel die erste Premiere nach dem Tod von Wolfgang Wagner.
Aus Salzburg beobachtet Ernst Grandits das Premierenwochenende des Festspielsommers in einer "Kulturzeit extra: Mythen und Macht - Jedermanns' Spiele". Der Kulturzeit-Moderator blickt auf das Neue in Bayreuth und spricht mit prominenten Gästen über Geschichte, Auftrag und Perspektiven der Salzburger Festspiele. Traditionell eröffnet mit "Jedermann", sind in diesem Jahr Mythen das große Thema in Salzburg. Erster Höhepunkt am Abend der Sendung Peter Steins Inszenierung des "Ödipus von Kolonos" - Kulturzeit ist bei den Proben dabei. Nach neun Jahrzehnten sind die Salzburger Festspiele selbst zu einem Mythos geworden. Eine schwere Hypothek oder ein starker Auftrag für Gegenwart und Zukunft? Die Gründerväter planten die Festspiele einst als Projekt gegen den Werteverlust und die Identitätskrise des einzelnen Menschen, aber auch ganzer Völker. Kann dieser zeitlos gültige Gründungsauftrag heute noch erfüllt werden - jetzt, wo ein Korruptionsskandal die Salzburger Idylle stört? Ernst Grandits fragt Schauspieler und Macher nach dem Spannungsfeld zwischen Hochkultur und Festspielglamour.

Am Freitag, 13. August, 19.20 Uhr, berichtet Kulturzeit ein weiteres Mal aus Salzburg: "Kulturzeit extra: Salzburger Spaziergänge".

Dienstag, 27.07. / 21.00 Uhr / Live zeitversetzt: Konzert der Wiener Philharmoniker - 50 Jahre Großes Festspielhaus
Salzburger Festspiele 2010
Programm:
- Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
- Pierre Boulez: Notations
- Anton Bruckner: Te Deum für Soli, Chor und Orchester
Mit Dorothea Röschmann (Sopran), Elina Garanca (Mezzosopran),
Klaus-Florian Vogt (Tenor) und René Pape (Bass)
Chor: KV Wiener Staatsopernchor
Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Daniel Barenboim

Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 26. Juli 1960, wurde das Große Festspielhaus im Herzen der Salzburger Altstadt feierlich eröffnet. Mit dem "Rosenkavalier" unter der Leitung von Herbert von Karajan nahm eine der wichtigsten Kulturstätten Europas ihren Musikbetrieb auf. Heute kann das Große Festspielhaus, die größte Bühne der Salzburger Festspiele, auf eine 50-jährige Tradition hochkarätiger Konzert- und Opernproduktionen zurückblicken. Mit dem Jubiläumskonzert der Wiener Philharmoniker werden gleich mehrere Ereignisse des Jahres 2010 gefeiert: im 90. Jahr der Salzburger Festspiele kann Maestro Daniel Barenboim sein 60-jähriges Bühnenjubiläum feiern und mit den "Notations" ehrt das Festival Pierre Boulez, der am 26. März seinen 85. Geburtstag feierte. Die Wiener Philharmoniker, seit 1922 fester Bestandteil der Salzburger Festspiele, legen für dieses mehrfache Jubiläumskonzert ein vielschichtiges Programm auf: Beethovens viertes Klavierkonzert, Pierre Boulez' "Notations" und Anton Bruckners feierliches "Te Deum", das durch die Solisten Dorothea Röschmann, Elina Garanca, Klaus-Florian Vogt und René Pape hochkarätig vervollständigt wird. Die musikalische Leitung hat Daniel Barenboim.
3sat sendet das "Konzert der Wiener Philharmoniker - 50 Jahre Großes Festspielhaus" live zeitversetzt.

Dienstag, 27.07. / 23.00 Uhr / FOYER - Das Theatermagazin
Mit Tita von Hardenberg
Esther Schweins und Tita von Hardenberg präsentieren im Wechsel "FOYER - Das Theatermagazin" mit aktuellen Porträts, Premierenberichten, Terminhinweisen und Gesprächen rund um Schauspiel, Oper, Tanz und andere Bühnen-Performances.

Freitag, 30.07. / 12.30 Uhr / Der fromme Rebell
Christian Stückl und die Passionsspiele in Oberammergau
Film von Andrea Kammhuber und Petra Wiegers

Ab Mitte Mai dreht sich für jeden zweiten Oberammergauer alles nur noch um die Passion, um das Spiel vom Leiden, Sterben und von der Auferstehung von Jesus Christus. Eine halbe Million Gäste aus aller Welt werden zu den Passionsspielen erwartet. Spielleiter Christian Stückl will die Passion zu einem eindringlichen Erlebnis werden lassen. Er feuert die 2.500 Laiendarsteller, darunter 600 Kinder, zu Höchstleistungen an. Schon als kleiner Junge hatte Christian Stückl nur einen Berufswunsch: Leiter der Passionsspiele in Oberammergau zu werden. Mit 29 Jahren ist sein Traum in Erfüllung gegangen. 2010 inszeniert er die Passionsspiele zum dritten Mal. Er arbeitete die Textvorlage des "ehrwürdigen Passionsspiels" um: Judenfeindliche Passagen wurden eliminiert, Jesus wurde zum "Revoluzzer". Christian Stückl legt Wert darauf, dass Jesus nicht nur als der Leidende dargestellt wird, sondern als einer, der konsequent handelt und andere zum Umdenken auffordert. Die kreativen "umstürzlerischen" Ideen des temperamentvollen Spielleiters führten in Oberammergau immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen. Doch trotz aller Widerstände und Diskussionen ist seine Spielfreude ungebändigt. Er inszeniert leidenschaftlich, aufrüttelnd, modern.
Der Film "Der fromme Rebell" zeigt den Passionsspielleiter Christian Stückl bei der Arbeit.

Freitag, 30.07. / 19.30 Uhr / Meisterwerke der Menschheit (4/6)
Kunqu - Das Erbe der Ming-Dynastie
Film von Wolfgang Groh-Bourgett

Eine der ältesten und einflussreichsten Formen des chinesischen Theaters ist die Kunqu-Oper, aufgeführt von der "Beifang Kunqu Opera Troupe" in Peking. Kunqu ist eine beeindruckende, farbenkräftige Bühnenwelt, ein faszinierendes Zusammenspiel von tänzerischen Bewegungen und Gesang. Seit ihrer Entstehung vor 600 Jahren hat diese alte Form der Oper eine wechselhafte Geschichte durchlebt. Gerade deshalb gilt sie als die aussagekräftigste der traditionellen, chinesischen Opern. Tiefes Gefühl und anmutige Posen bestimmen das Spiel, betont durch aufwendige Kostüme und Masken. Viele der Stücke glänzen durch schwungvolle Kampfszenen und Martial-Arts-Akrobatik.
Der vierte Film aus der sechsteiligen Reihe "Meisterwerke der Menschheit" zeichnet ein eindrucksvolles Bild der anmutigen Kunqu-Oper, die im raschen Kulturwandel Chinas zu verschwinden droht.

Freitag, 30.07. / 01.10 Uhr / The Ten Tenors: "Nostalgica"
3sat-Zelt in Mainz, 4.9.2008
Fernsehregie: Peter Schönhofer

The Ten Tenors aus Australien begeistern mit ihrem Programm "Nostalgica" ihr Publikum überall auf der Welt. Im Rahmen ihrer Deutschland-Tournee haben die erfolgreichen Tenöre auch im 3sat-Zelt Station gemacht und ihre einzigartige Mischung aus Gesang, Entertainment und Varieté präsentiert.
3sat zeigt eine Aufzeichnung vom 4. September 2008 aus dem 3sat-Zelt.

Samstag, 31. 07. / 20.15. Uhr / Rigoletto
Oper von Giuseppe Verdi
Pfingstfestspiele 2004, Festspielhaus Baden-Baden
Der Herzog von Mantua: Raúl Hernández
Rigoletto, dessen Hofnarr: Paolo Gavanelli
Gilda, seine Tochter: Iride Martinez
Sparafucile, ein Bandit: Guido Jentjens
Maddalena, seine Schwester: Mariselle Martinez
Der Graf von Monterone: Martin Snell
Literarische Vorlage: Victor Hugo
Libretto: Francesco Maria Piave
Kostüme: Anton Wiesinger und Esther Geremus
Chor: Festspielchor Baden-Baden
Orchester: Balthasar-Neumann-Ensemble
Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Inszenierung: Philippe Arlaud
Fernsehregie: Peter Schönhofer
(In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln)

Thomas Hengelbrock und Philippe Arlaud verbindet eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Eines ihrer gemeinsamen Projekte war 2004 die Inszenierung von Giuseppe Verdis Oper "Rigoletto" im Festspielhaus Baden-Baden. Ihre Interpretation auf historischem Instrumentarium war eine musikgeschichtliche Sensation. Um dem Originalklang des Uraufführungsjahres 1851 möglichst nahe zu kommen, wurden Instrumente des 19. Jahrhunderts gesucht und umfangreiche musikwissenschaftliche Recherchen zur historischen Aufführungspraxis unternommen. Die neue Bewertung der Tempi und der Klangfarbe lassen Verdis Vision von einer einheitlichen musikalischen Grundfarbe - der "tinta musicale" - im 21. Jahrhundert Wirklichkeit werden. Regisseur Philippe Arlaud rückt seine Inszenierung in die Zeit um 1905, in eine Epoche voller Utopien vor dem Chaos des Ersten Weltkriegs. Bekannt und gefeiert als Mann der Farbe, begibt sich Arlaud mit dem "Rigoletto" auf eine radikal puristische Ebene und lässt sich von Fritz Lang, Alfred Hitchcock und anderen Meistern des Schwarz-Weiß-Films inspirieren.
3sat zeigt eine Aufführung der "Rigoletto"-Inszenierung von Thomas Hengelbrock und Philippe Arlaud aus dem Festspielhaus Baden-Baden.

Sonntag, 01.08. / 08.05 Uhr / Romeo und Julia auf dem Dorfe
Spielfilm, Schweiz 1941
Nach der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller
Vreneli Marti: Margrit Winter
Sali Manz: Erwin Kohlund
Bauer Manz: Johannes Steiner
Bauer Marti: Emil Gyr
Der Schwarze Geiger Emil Gerber
u.a.
Regie: Hans Trommer und Valérien Schmidely
Länge: 74 Minuten


Vreneli Marti und Sali Manz wachsen im Zürichbiet auf. Die beiden Bauernkinder spielen zusammen, ihre Väter aber, einst ebenfalls Freunde, geraten in Streit wegen eines kleinen Stückes Ackerland, das sich Manz unredlich aneignet. Jahrelang prozessieren die beiden Streithähne miteinander und verlieren dabei buchstäblich Hab und Gut. Vreneli und Sali finden als junge Erwachsene wieder zusammen und verlieben sich. Doch nicht umsonst hat der geheimnisvolle schwarze Geiger, der rechtmäßige Erbe des umstrittenen Ackerfleckens, die beiden Familien verflucht. Die Kinder wissen, dass sie nicht zusammenkommen dürfen. Sie wissen aber auch, dass sie zusammengehören. Da gehen sie den einzigen Weg, der ihnen bleibt.
Hans Trommer und Valérien Schmidely haben Gottfried Kellers Novelle "Romeo und Julia auf dem Dorfe" 1941 verfilmt. Margrit Winter wurde in der Rolle des Vreneli über Nacht berühmt.

Donnerstag, 05.08. / 15.00 Uhr / Sinatra - Star der Mafia (1/2)
Von Aufstieg und Abgrund
Film von Christopher Olgiati

Frank Sinatra, der smarte Frauenschwarm, der mit seiner Musik Millionen von Fans auf der ganzen Welt begeisterte, hatte auch eine dunkle Seite: seine Beziehung zur Mafia. Sinatras Mutter Dolly stellte für ihren Sohn Frank den Kontakt zur Unterwelt und dem Mafiaboss Lucky Luciano her, der die Vergnügungslokale von Manhattan kontrollierte. Wenn Frank Sinatra in die Clubs wollte, musste er mit der Mafia zusammenarbeiten. Für die Mafia war der aufstrebende Sänger eine lukrative Einkommensquelle. Und Sinatra konnte durch sie das bekommen, was er am meisten wollte: Erfolg. Die Rechnung ging auf. Doch dabei geriet Sinatra immer tiefer in die Fänge des organisierten Verbrechens. 1947 flog er in Begleitung der berühmt-berüchtigten Fischetti-Brüder, den Cousins von Al Capone, nach Havanna. In seinem Aktenkoffer soll er mehrere Millionen Dollar gehabt haben, die er für Lucky Luciano nach Kuba schmuggeln sollte. Der Mafiaboss hatte sich dorthin abgesetzt, nachdem die Vereinigten Staaten ihn abgeschoben hatten. Doch der Pakt mit dem Bösen hatte seinen Preis: Als Sinatra sich für die Harmonie zwischen Rassen und Religionen einsetzte, zog er den Unmut des erzkonservativen Zeitungstycoons William Randolph Hearst auf sich, dem auch die Verbindungen des Künstlers zur Mafia ein Dorn im Auge waren. Mit einer großen Kampagne brachte er Sinatras Karriere ins Wanken. Als Sinatra pleite war, erinnerte er sich seiner "alten Bekannten". Mithilfe der Mafia gelang ihm der Sprung zurück ins Rampenlicht. Sinatra spielte den schüchternen Soldaten Maggio in "Verdammt in alle Ewigkeit", einem Filmepos über den Zweiten Weltkrieg. 1953 erhielt er dafür den Oscar als bester Nebendarsteller.
Dank intensiver Recherchen in den USA und in Italien, zahlreicher Hintergrundgespräche und Interviews mit bis dahin ungehörten Zeitzeugen wirft der Film "Sinatra - Star der Mafia" ein Licht auf das Leben der Ikone des 20. Jahrhundert. Erster Teil des zweiteiligen Films über die dunkle Seite des strahlenden Stars.

Den zweiten Teil von "Sinatra - Star der Mafia" zeigt 3sat im Anschluss, um 15.45 Uhr.

Donnerstag, 05.08. / 15.45 Uhr /Sinatra - Star der Mafia (2/2)
Von Mythos und Macht
Film von Christopher Olgiati
(Erstsendung 21.8.2007)

Als die Mafiageschäfte in Kuba nach Fidel Castros Machtübernahme immer schlechter liefen, avancierte Las Vegas in den 1950er Jahren zu einem neuen Havanna, einem Mekka für Spieler. Frank Sinatra war der Star. Es war die Zeit des legendären "Rat Packs". Das "Rattenpack" - Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr. und Peter Lawford - waren die männlichen Idole ihrer Generation. Die vier drehten Hollywoodstreifen wie "Ocean's Eleven", die zu Dauerbrennern wurden und feierten ihre legendären Erfolge im Hotelcasino "The Sands", an dem die Mafia und Sinatra Teilhaber waren. Sinatra war wieder ganz oben. Anfang der 1960er Jahre versuchte auch die Politik, Sinatras Ruhm und Ansehen für ihre Zwecke einzusetzen. 1960 kam John F. Kennedy das erste Mal nach Las Vegas. Er wollte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden und suchte die Unterstützung der Stars. Kennedy wollte Sinatras Ruhm nutzen - und über ihn Verbindung zur Mafia aufnehmen. Denn mit ihrer Hilfe, so glaubte der Präsidentschaftskandidat, konnte er sich den Wahlkreis Chicago für seinen Erfolg sichern. Die Mafia erhoffte sich von dem Deal einen guten Kontakt zum neuen Präsidenten. Doch für sie ging die Rechnung nicht auf: Kennedy machte seinen Bruder Robert zum Generalstaatsanwalt, der dem organisierten Verbrechen den Kampf ansagte. Nach der gewonnenen Wahl ließ Kennedy Sinatra fallen. Für seine ehemaligen Freunde aus der Unterwelt war er nutzlos geworden. In Las Vegas übernahmen die Großindustriellen die Macht, die Zeit der großen Mafiabosse ging zu Ende. Und zwischen Rock 'n' Roll und Vietnamkriegs-Generation schien niemand mehr Sinatras Musik hören zu wollen. Seine vierte und letzte Ehefrau Barbara brachte ihn schließlich wieder in die Konzertsäle. Zwischen 1977 und 1990 gab er fast 1.000 Konzerte.
Dank intensiver Recherchen in den USA und in Italien, zahlreicher Hintergrundgespräche und Interviews mit bis dahin ungehörten Zeitzeugen wirft der Film "Sinatra - Star der Mafia" ein Licht auf das Leben der Ikone des 20. Jahrhundert. Zweiter Teil des zweiteiligen Films über die dunkle Seite des strahlenden Stars.

Freitag, 06,08. / 22.25 Uhr / U2 - Rattle and Hum
Dokumentarfilm von Phil Joanou, USA 1988
Die irische Rockband U2 wurde 1976 in Dublin gegründet. Ihr 1987 erschienenes Album "The Joshua Tree" gilt unter Musikkritikern als das beste Album der Band und als Meilenstein der Musikgeschichte. In Deutschland ist es unter den Top 50 der meistverkauften Alben aller Zeiten. Die zum Album veranstaltete Joshua-Tree-Tour war weltweit ausverkauft.
Im Oktober 1988 kam der Dokumentarfilm "Rattle and Hum" in die amerikanischen, im November in die deutschen Kinos. Er begleitet die Bandmitglieder auf der "Joshua-Tree-Tour" und enthält Interviews und zahlreiche Live-Aufnahmen, die während der Tour entstanden sind. Das Album "Rattle and Hum" mit Live-Material der Tour erschien parallel zum Kinofilm.

Freitag, 06,08. / 03.20 Uhr / Superstars: U2
Videomusik - Musikvideos
(aus der ORF/3sat-Reihe "clip")
Gestaltung: Anita Dollmanits
Die irische Rock-Band U2 wurde 1976 in Dublin gegründet und erhielt zwei Jahre später dank einer Talentshow den ersten Plattenvertrag. Ihr Erfolgsgeheimnis scheinen ihre Aufgeschlossenheit gegenüber neuen musikalischen Einflüssen, darunter Gospel, Industrial, Blues und Dance, sowie ihre Experimentierfreudigkeit bei Bühnenshows zu sein. Leadsänger Bono transportiert in seinen Songs religiöse und politische Texte. Immer wieder erheben U2 ihre Stimmen gegen Hungersnöte, Krieg, Aids und Armut in der Dritten Welt. Sowohl ihre Musik als auch das soziale Engagement der Band wurden mehrfach ausgezeichnet.
Der Film aus der Reihe "clip" präsentiert unter anderen die U2-Songs "Pride (In the Name of Love)", "With or Without You" und "I Still Haven't Found What I'm Looking For", "Beautiful Day", "One", "Vertigo" und "Get on Your Boots".

© : 3sat
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