kulturfreak

Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:

Samstag, 25.05. / 20.15 Uhr / Funky Town
Minneapolis & Saint Paul - Ein besonderes Städteporträt
Film von Jörg Sonntag
Mit Cynthia Johnson, Boombox, Desdamonah, Mint Condition, Irv Williams, Ben Sidran, Eric Leeds, Mario Dawson und Stokely Williams und Kevin Bowe
Erstausstrahlung

Der Bundesstaat Minnesota, in dem die Metropolen Minneapolis und Saint Paul liegen, hat als einziger Staat der USA in der Verfassung verankert, dass ein Teil der Steuern nur für Kunst und Kultur ausgeben werden soll. Das ermöglicht eine nahezu einzigartige Kunst- und Museums-Szene - in all ihrer Gegensätzlichkeit: Minneapolis ist eine amerikanische Boomtown. Viele der umsatzstärksten Unternehmen der Welt, sind dort ansässig. Die Stadt ist jung. Dagegen ist Saint Paul viktorianisch, mit ganz eigenem Charme und Stil. Dieser Kontrast macht die Region besonders reizvoll - und beide Städte profitieren davon. Sie verbindet eine große Star-Dichte und eine erstaunlich musikalische, künstlerische und kulturelle Vielfalt. Zu den angesagten Clubs der Gegend zählen "Bunker's", "Turf Club" und "First Avenue" - der Club, in dem Prince Sequenzen für sein Video zum Song "Purple Rain" drehte. Auch der Folk- und Rockmusiker Bob Dylan hat in den Twin Cities seine Karriere begonnen.
Das Städteporträt "Funky Town" stellt die Musikszene der Twin Cities Minneapolis und Saint Paul vor und wandelt auf den Spuren prominenter Musikstars aus Vergangenheit und Gegenwart. Cynthia Johnson, Gospel- und Soulsängerin unter anderem des Welthits "Funky Town" 1980, nimmt die Zuschauer mit auf ihre Erkundungstour. Sie trifft bekannte Musiker und Hollywood-Stars wie Sari Lennick, die mit ihrer Rolle im Film "A Serious Man" bekannt wurde und ihre aktuellen kulturellen und musikalischen Hotspots der Region zeigt. Mit unterwegs ist auch Grammy-Award-Gewinnerin Joanne Shenandoah vom Stamm der Mohawk-Indianer. Sie besuchen die junge weiße Rapperin Desdamonah, die Lokalmatadoren des Funk Mint Condition und weitere Newcomer und Stars von Morgen. Außerdem trifft "Funky Town" den früheren Bassisten Bob Dylans und erzählt die Geschichte des Highway 61 - "The Blues Highway". Da darf auch ein Auftritt der Saxofon-Legende Irv "Mr. Smooth" Williams nicht fehlen.

Samstag, 25.05. / 21.15 Uhr / Rockabilly Ruhrpott
Film von Christin Feldmann und Claudia Bach
(Erstsendung 5.5.2012)

Jenseits von Popkultur und Mainstream hält sich die Rock-'n'-Roll-Szene im größten Ballungsgebiet Deutschlands, im Ruhrgebiet, beständig. Vereint durch die Liebe zur Musik, den Look der 1950er Jahre und das verinnerlichte Rebellentum, leben und feiern die Rockabillys dort jenseits gängiger Normen.
Die Dokumentation "Rockabilly Ruhrpott" geht dem Lebensgefühl des Rock 'n' Roll auf den Grund und stellt Helden der Szene vor. Es ist das Porträt einer verschworenen Gemeinschaft, die ihre ganz eigenen Verhaltensmuster und Wertvorstellungen hat. Interviews, Konzertausschnitte und Aufnahmen vom Leben der Menschen zwischen Gelsenkirchen und Bottrop fügen sich zu einem informativen und unterhaltsamen Mosaik.

Samstag, 25.05. / 23.00 Uhr / Live zeitversetzt vom Wiener Rathausplatz: Life Ball 2013
Europas Charity-Event für die AIDS-Hilfe
Moderation: Arabella Kiesbauer, Miriam Weichselbraun, Alfons Haider, Ruth Brauer-Kvam und Cornelius Obonya

"Mit Fantasie Leben retten" lautet das diesjährige Motto des "Life Ball 2013". Opulent ausgeschmückt, entführt der "21. Life Ball" in eine Märchenwelt aus Tausendundeiner Nacht, versprach Organisator Gery Keszler. Um HIV-positiven und Aids-kranken Menschen zu helfen, wird sich das Wiener Rathaus am 25. Mai in einen orientalischen Palast verwandeln. Auch 2013 beginnt der "Life Ball" auf dem Wiener Rathausplatz mit dem farbenfrohen Einzug der ausgefallensten Kostüme sowie der prominenten Gäste, die Seite an Seite über den "Magenta Carpet" defilieren. Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten stellen sich in den vergangenen Jahren schon für die Eröffnungs-Show unentgeltlich in den Dienst der guten Sache, darunter Bill Clinton, Whoopi Goldberg, Antonio Banderas, Kylie Minogue, Liza Minnelli, Sir Elton John und Naomi Campbell. Im Rahmen des Höhepunkts der Eröffnungszeremonie, der Fashion-Show, präsentierten Designer wie Jean-Paul Gaultier, Roberto Cavalli, Donatella Versace, Vivienne Westwood und Missoni ihre Kreationen. In diesem Jahr richtet der italienische Stardesigner Roberto Cavalli die Modeschau des Balls aus. Schließlich wird der "Crystal of Hope" verliehen. Diese mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung geht seit 2005 an Organisationen, die in der HIV/AIDS-Forschung oder -Hilfe tätig sind.
3sat zeigt die Eröffnung des "Life Ball 2013" live zeitversetzt vom Wiener Rathausplatz. Die Moderatoren Arabella Kiesbauer, Miriam Weichselbraun, Alfons Haider, Ruth Brauer-Kvam und Cornelius Obonya präsentieren die Eröffnung, die Fashion-Show und die Verleihung des "Crystal of Hope".

Am Sonntag, 26. Mai, 4.55 Uhr, gewährt die Dokumentation "Das Leben feiern" einen Blick hinter die Kulissen des Wiener "Life Ball" und porträtiert Gastgeber Gery Keszler.

Sonntag, 26.05. / 04.55 Uhr / Das Leben feiern
Die Erfolgsgeschichte des Life Ball
Film von Gerhard J. Rekel und Klaus T. Steindl
(Erstsendung 17.5.2008)

Ein Jahr Arbeit für eine Nacht - der Wiener "Life Ball" hat sich von einer mutigen Charity-Gala zu einem der kultigsten Events Europas entwickelt. Stars, Models und Künstler sowie Größen der Modeszene finden sich alljährlich ohne Gage auf dem Rathausplatz ein, wenn Ballgründer Gery Keszler ruft. Mit einer nie nachlassenden, glühenden Leidenschaft für die Sache - nämlich möglichst viel Geld für Aids- und HIV-Hilfsprojekte aufzutreiben und gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen - stellen Keszler und sein Team seit 1993 Jahr für Jahr den Life Ball auf die Beine.
Die Dokumentation "Das Leben feiern" gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Wiener "Life Ball" und porträtiert mit Gery Keszler einen ganz besonderen Gastgeber.

Sonntag, 26.05. / 05.40 Uhr / Die Kunst des Paartanzes
Film von Werner Boote
(aus der ORF-Reihe "art.genossen")
(Erstsendung 31.3.2008)

Tanzen ist wieder groß in Mode, nicht zuletzt wegen der österreichischen Fernseh-Tanz-Show "Dancing Stars".
Die Dokumentation "Die Kunst des Paartanzes" zeigt den Alltag einiger Teilnehmer kurz vor dem großen Finale der Show: Etwa die Arbeit der Tanzlehrerin Nancy aus der Dominikanischen Republik oder von Markus, dem österreichischen Staatsmeister im Discotanz, der täglich mehrere Stunden trainiert und abends im Tanzlokal "Schatzi" als Taxi-Tänzer auftritt. Der Film stellt unterschiedlichste Tanzarten vor und transportiert dabei die typische Atmosphäre der jeweiligen Tanzkultur. Ein humorvolles, aber auch berührendes Porträt von Menschen, die sich der Musik und dem Tanz verschrieben haben.

Montag, 27.05. / 23.10 Uhr / Kulturzeit extra: Die Filmfestspiele Cannes 2013
Erstausstrahlung

Mächtig, wichtig, glamourös - so stellt sich das Filmfestival Cannes gern selbst dar. Denn nirgendwo lässt sich das Kino besser feiern als dort. Cannes, das ist der Olymp der internationalen Filmkunst, zwölf Tage großes Kino an der Cote d'Azur zwischen cineastischer Avantgarde und Star-Aufgebot mit einem Laufsteg unter Palmen. Am 15. Mai 2013 beginnen die 66. Filmfestspiele mit einer Weltpremiere: Zur Eröffnung wird die Verfilmung von Scott Fitzgeralds bekanntestem Roman "Der große Gatsby" mit Superstar Leonardo DiCaprio in der Titelrolle gezeigt. Regie führt der australische Regisseur Baz Luhrman. Der Film läuft außer Konkurrenz und wird zum Auftakt im "Grand Théátre Lumiére" in der 3D-Version aufgeführt. Mit 66 Jahren wird der US-Regisseur Steven Spielberg den Juryvorsitz des Festivals übernehmen. Der Oscar-Gewinner folgt damit auf die Jurypräsidenten Nanni Moretti im Vorjahr und Robert de Niro im Jahr 2011. "Meine Bewunderung für die unerschütterliche Art, wie das Festival das internationale Kino verteidigt, ist grenzenlos", erklärte Spielberg. Mit anderen Juroren wird er am Ende über die Vergabe der Palmen entscheiden.
Unterhaltsam und kritisch berichtet "Kulturzeit extra: Die Filmfestspiele Cannes 2013" über Höhepunkte und Preisträger, über große Filme, interessante Regisseure, über Stars und künstlerische Entdeckungen.

Montag, 27.05. / 02.15 Uhr / Most Expensive Music Videos
Videomusik -  Musikvideos
Gestaltung: Anita Dollmanits
Mit Backstreet Boys, Missy Elliott, George Michael, Duran Duran,
Britney Spears u. a.
(aus der ORF/3sat-Reihe "clip")
(Erstsendung 23.8.2010)

Sie dauern nur wenige Minuten und können so viel wie ein Kinofilm kosten: Musikvideos sind ein Multiplikator für den Erfolg einer Single, darum lohnen sich Aufwand und Investition zumeist. Michael Jacksons Duett mit seiner Schwester Janet "Scream" kostete aufgrund damals aufwendiger Spezialeffekte etwa sieben Millionen Dollar. Auf den nächsten Rängen folgen unter anderen Madonna, MC Hammer und Guns N' Roses.
"Most Expensive Music Videos" aus der Reihe "clip" zeigt die teuersten Musikvideos.

Montag, 27.05. / 03.55 Uhr / Internationale Hits der 80er
Videomusik - Musikvideos
Gestaltung: Anita Dollmanits
Mit U2, Tina Turner, Michael Jackson, Wham!, Whitney Houston,
Bobby McFerrin, Jennifer Warnes & Bill Medly, Billy Idol, Limahl, Madonna, Depeche Mode, Peter Gabriel, Eurythmics u. a.
(aus der ORF/3sat-Reihe "clip")
(Erstsendung 25.7.2010)

Die Musikszene der 1980er Jahre entdeckte den Synthesizer für ihre Songs. Bands wie Depeche Mode, Genesis, Eurythmics und Visage waren Pioniere auf dem Gebiet des Elektropop. Außerdem engagierten sich viele Popmusiker politisch, allen voran die Band U2 und Bob Geldorf. Es war "in" mit Benefizkonzerten die Welt zu retten.
"Internationale Hits der 80er" aus der Reihe "clip" zeigt die größten Hits des Jahrzehnts, unter anderem U2s "With or Without You", Tina Turners "What's Love Got to Do with it", Michael Jacksons "Thriller", Wham!s "Wake Me Up Before You Go-Go", Whitney Houstons "How Will I Know" und Bobby McFerrins "Don't Worry, Be Happy".

Montag, 27.05. / 05.40 Uhr / Rock-Heroes: Pink Floyd
Videomusik - Musikvideos
Gestaltung: Michael K. Constantin
(aus der ORF/3sat-Reihe "clip")
(Erstsendung 29.12.2001)

Der legendäre Londoner "Marquee Club" war 1966 Schauplatz des ersten Auftritts von Pink Floyd, die als Pioniere des Psychedelic-Rock gelten. Benannt nach den Georgia-Blues-Sängern Pink Anderson und Floyd Council platzierte sich bereits ihre Debüt-Single "Arnold Layne" 1967 in den Charts. David Gilmour, Richard Wright, Roger Waters und Nick Mason perfektionierten ihren Sound und schufen bombastische Klangteppiche, die bei Konzert-Tourneen mit gigantischem Aufwand inszeniert und vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.
"Rock-Heroes: Pink Floyd" aus der Reihe "clip" zeigt unter anderem eine Live-Version von "Wish You Were Here" sowie den Hit "Another Brick In The Wall".

Donnerstag, 30.05.: Ab ins Grüne - Ein Thementag in 3sat

Freitag, 31.05.: Fernweh auf Schienen - Ein Thementag in 3sat

Samstag, 01.06.: In 24 Stunden um die Welt - Ein Thementag in 3sat

Sonntag, 02.06.: Kaffeehaus G'schichten - Ein Thementag in 3sat

Montag, 03.06. / 01.25 Uhr / Jazz oder nie! - The Mannish Boys
Jazz Burghausen 2012
Mit Finis Tasby (Gesang), Sugaray Rayford (Gesang), Frank Goldwasser (Gesang, Gitarre), Kirk "Eli" Fletcher (Gitarre), Randy Chortkoff (Gesang, Mundharmonika), Big Pete (Gesang, Mundharmonika), Erkan Özdemir (E-Bass),
Jini Bott (Schlagzeug, Percussion) und Ana Popovic (E-Bass)
Regie: Hans-Klaus Petsch

In der Band "The Mannish Boys" sind die unterschiedlichsten amerikanischen Blues-Musiker vertreten. Angeführt von der starken Stimme Finis Tasbys spielen sie klassischen Blues vom Feinsten. Eine weitere große Stimme bei den "Mannish Boys" ist die von "Sugaray" Rayford, der die Songs mit viel Gefühl vorträgt. Der Gastauftritt der serbischen Blues-Gitarristin und -Sängerin Ana Popovic brachte die Stimmung bei ihrem Auftritt in Burghausen endgültig zum Kochen.
3sat zeigt in "Jazz oder nie!" ein Konzert von "The Mannish Boys" von der 43. Internationalen Jazzwoche Burghausen 2012.

Montag, 03.06. / 03.05 Uhr / Jazzdor 2011
Strasbourg - Berlin 2011
Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin, 3. und 4. Juni 2011

Nach fünf Jahren hat sich "Jazzdor Strasbourg - Berlin" zum wichtigsten Marktplatz für Jazz aus Frankreich und Deutschland entwickelt. Einmal im Jahr treffen sich in Berlin etablierte und aufstrebende Jazzmusiker aus beiden Ländern. 2011 durfte der Kontrabassist Pascal Niggenkemper eigens für "Jazzdor" ein französisch-deutsches Ensemble zusammenstellen und experimentiert unter dem Namen "Vision7". "Sidony Box" aus Nantes liefern den kraftvollen Beweis, dass Groove und neuer Jazz gut zusammenpassen. Der äthiopische Sänger Asnaqé Guèbrèyès und seine Band "Ukandanz" vereinen äthiopischen Soul der 1970er Jahre mit der ungestümen Energie des Jazz. Sébastien Texier liefert den Beweis, dass er zu Recht als einer der virtuosesten und gefühlvollsten Klarinettisten Europas gilt. Das Orchestre National de Jazz spielt Kompositionen des in Berlin lebenden New Yorkers John Hollenbeck.
3sat zeigt mit "Jazzdor 2011" eine Aufzeichnung aus dem Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin vom 3. und 4. Juni 2011.

Montag, 03.06. / 04.00 Uhr / Jazzdor 2010
Strasbourg - Berlin 2010
Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin, 2. bis 4. Juni 2010

Das Festival "Jazzdor Strasbourg - Berlin" hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem festen Bestandteil der deutsch-französischen Jazzszene entwickelt. 2010 treffen dort zwei der bedeutendsten europäischen Improvisatoren aufeinander. Die aus Japan stammende Pianistin Aki Takase lebt seit vielen Jahren in Berlin. Mit dem französischen Klarinettenvirtuosen Louis Sclavis stürzt sie sich in das Abenteuer "Duo": ein Balanceakt zwischen freier Improvisation und Kompositionen und ein aufregender Dialog zwischen einer virtuosen Rhythmikerin und einem unverbesserlichen Klangperfektionisten. "Das Kapital" ist ein deutsch-französisch-dänisches Trio um den Saxofonisten Daniel Erdmann. Ihren Auftritt bei "Jazzdor" widmen sie dem Komponisten der DDR-Nationalhymne und Schönberg-Schüler Hanns Eisler. Dessen bekanntesten Melodien verarbeitet das Trio zu einem fulminanten High-Energy-Jazz.
3sat zeigt mit "Jazzdor 2010" eine Aufzeichnung aus dem Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin vom 2. bis 4. Juni 2010.

Freitag, 07.06. / 04.25 Uhr / Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung (1/2): Volksmusik
(Erstsendung 10.12.2006)

Rainald Grebe macht jetzt "Volksmusik" mit seiner Kapelle der Versöhnung, bestehend aus Martin Brauer und Marcus Baumgart. Und er macht sie so, wie jeder es von ihm erwartet: wunderbar ironisch, komisch-melancholisch, provokativ-böse, mit einem genauen Gespür für die Tragik des Alltäglichen. Rainald Grebe hat sich mit seinen Hymnen über Brandenburg und Thüringen endgültig in die Herzen der Kabarettfreunde gesungen. Mit seinem Programm zeigt er, dass Volksmusik durchaus skurril und anarchistisch sein kann und stellt die Kritiker vor eine schier unlösbare Aufgabe: Rainald Grebe ist einfach unbeschreiblich, er ist "ein Fixstern", der "heimliche Star der Hauptstadt", ein "Ururenkel des Dadaismus", der "Rilke des Abends", er "macht Lyrik mit Heimtücke" und "er ist nicht ganz dicht".
In zwei Sendungen ist das komplette Programm des vielfach preisgekrönten Rainald Grebe und seiner Kapelle zu sehen. Erster Teil von "Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung".

3sat zeigt den zweiten Teil von "Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung" im Anschluss um 5.10 Uhr.

Freitag, 07.06. / 05.10 Uhr / Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung (2/2): Lagerfeuer des Grauens
(Erstsendung 7.1.2007)

Rainald Grebe macht jetzt "Volksmusik" mit seiner Kapelle der Versöhnung, bestehend aus Martin Brauer und Marcus Baumgart. Und er macht sie so, wie jeder es von ihm erwartet: wunderbar ironisch, komisch-melancholisch, provokativ-böse, mit einem genauen Gespür für die Tragik des Alltäglichen.
Zweiter Teil von "Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung".

Samstag, 08.06. / 10.20 Uhr / Die Kunst der Hausmusik
Film von Werner Boote
(Erstsendung 18.12.2011)

Dass Österreich ein Musikland ist, merkt man in vielen Haushalten. Denn das gemeinsame Musizieren daheim ist vor allem zu Festtagen ein lang gepflegter Brauch. Da kommt es nicht darauf an, dass die Darbietungen perfekt sind: Das holprig gespielte "Ave Maria", ein geleiertes "Für Elise" und eine bis zur Unkenntlichkeit verunstaltete "Mondscheinsonate" sind Fixpunkte bei vielen Familienfeiern.
Die Dokumentation "Die Kunst der Hausmusik" gewährt einen Einblick in die musikalischen Stuben Österreichs und spannt einen amüsanten Bogen von Brauchtumspflege bis zu Lady Gaga.

Samstag, 08.06. / 20.15 Uhr / Das Labyrinth - Der Zauberflöte zweyter Theil
Festspielsommer

Residenzhof Salzburg, Salzburger Festspiele 2012

Sarastro: Christof Fischesser
Königin der Nacht: Julia Novikova
Pamina: Malin Hartelius
Tamino: Michael Schade
Papageno: Thomas Tatzl
Papagena: Regula Mühlemann
Alter Papageno: Anton Scharinger
Alte Papagena: Ute Gfrerer

Libretto: Emmanuel Schikaneder
Orchester: Mozarteumorchester Salzburg
Musikalische Leitung: Ivor Bolton
Inszenierung: Alexandra Liedtke
Regie: Peter Schönhofer
Erstausstrahlung

Kein Blockbuster ohne Fortsetzung! Das wusste schon Emmanuel Schikaneder, als er seiner "Zauberflöte" einen zweiten Teil zur Seite stellte. Wer also glaubt, Tamina und Pamino, Papagena und Papageno hätten mit der "Zauberflöte" alle Prüfungen bestanden, kennt "Das Labyrinth" noch nicht. Im "Kampf mit den Elementen", so der Untertitel von Schikaneders Oper, geht es erst richtig zur Sache: Es gibt Verführungen, Entführungen, Zweikämpfe, und am Ende stellt sich gar die Frage, ob die Guten beim Kampf gegen die Bösen vielleicht selbst Schuld auf sich geladen haben. Mit der musikalischen Umsetzung seiner "großen heroischen Oper" betraute Schikaneder den seinerzeit sehr gefragten Komponisten Peter von Winter, der eine gefällige Musik im Geiste Mozarts schrieb. Nach der Uraufführung am 12. Juni 1798 in Wien wurde das Stück auch in Deutschland mit großem Erfolg gespielt.
Regisseurin Alexandra Liedke hat "Das Labyrinth" mit fantasievollen Kostümen und viel "Action" im besten Sinn volkstümlich in Szene gesetzt, ohne das Hintergründige des Werkes zu tilgen.

Im Rahmen des Festspielsommers in 3sat folgt am Samstag, 15. Juni, um 20.15 Uhr "Verbier Festival 2012: Weber, Tschaikowsky, Brahms".

Samstag, 08.06. / 22.55 Uhr / Giuseppe Superstar
Der steinige Weg zum Ruhm
Film von Marion Friedrich Honegger
(Erstsendung 2.5.2013)

Viele Menschen wünschen sich, einmal ein Star zu sein und auf der Bühne unter dem tosenden Applaus des Publikums im Rampenlicht zu stehen. Für Giuseppe Bausilio ist dieser Wunsch seit April 2010 Wirklichkeit: Der zwölfjährige Berner tanzt und spielt in Chicago die Hauptrolle im Erfolgsmusical "Billy Elliot", basierend auf dem gleichnamigen Film von Stephen Daldry.
Die Dokumentation "Giuseppe Superstar" begleitet Giuseppe Bausilio von Bern auf die Bretter der Chicagoer Broadway-Bühne. Er zeigt unter anderem, wie Giuseppe aufwuchs, wo er klassisches Ballett lernte und zur Schule ging und wie er vom Turnverein Belp in die Geheimnisse des Flickflacks eingeführt wurde, den er für seine Rolle im Musical können muss. Zur Premiere des Musicals in Chicago schreitet Giuseppe schließlich mit Weltstar Elton John über den roten Teppich. Zu Wort kommen neben Giuseppe und seiner Familie auch seine Schulkameraden in Bern, seine Lehrer in den USA und "Billy Elliot"-Regisseur Stephen Daldry.

Samstag, 08.06. / 23.45 Uhr / Zimmer frei mit Maite Kelly
Prominente suchen ein Zuhause
mit Christine Westermann und Götz Alsmann
Maite Kelly - zum zweiten Mal zu Gast
(Erstsendung 1.4.2012)

"Ihr habt schon früh mein Potenzial erkannt", lobt Maite Kelly, zweitjüngster Spross der Kelly Family, Christine Westermann und Götz Alsmann, bei denen sie bereits vor ihrer erfolgreichen Solokarriere zu Gast war. "Ich war sehr erstaunt, denn ich habe damals nie Anfragen für mich bekommen", erinnert sie sich an ihren ersten WG-Besuch im Jahr 2003 und lüftet ein Geheimnis: "Keiner von den anderen Kellys wollte sich das antun. Denn sie wussten, dass ihr ganz schön was hinter den Ohren habt." Ihren Durchbruch abseits der musikalischen Großfamilie feierte Maite Kelly 2009 mit ihrer Hauptrolle im Musical "Hairspray". An der Seite von Uwe Ochsenknecht spielte sie sich über Nacht in die Herzen der Zuschauer. Das Musical sei für sie eine Art "Lebensschule" gewesen: "Und ich habe gewusst: Das ist meine Chance." Eine Chance ganz für sie alleine.
Bei "Zimmer frei" ist Maite Kelly zum zweiten Mal zu Gast und wird von Christine Westermann und Götz Alsmann hinsichtlich ihrer "WG-Tauglichkeit" erneut auf die Probe gestellt.

Samstag, 08.06. / 03.45 Uhr / zdf@bauhaus
Live-Musik mit Laing
Moderation: Jo Schück
(Erstsendung 15.4.2013)

Das geschichtsträchtige Bauhaus in Dessau ist gleichzeitig Bühne und Produktionsort für die Konzertreihe "zdf@bauhaus". Internationale Künstler geben in einem intimen Rahmen exklusive Konzerte vor Live-Publikum. Präsentiert werden die Konzerte von Moderator Jo Schück.
Diesmal zeigt "zdf@bauhaus" Live-Musik mit Laing. Laing - drei Sängerinnen und eine Tänzerin aus Berlin - vertraten mit der Single "Morgens immer müde" das Bundesland Sachsen beim Bundesvision Song Contest 2012.

Sonntag, 09.06. / 10.05 Uhr / Literatur im Foyer - extra
"Lebensmitte - Einbruch, Umbruch, Aufbruch"
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Harald Martenstein,
Eva Menasse, Laura Karasek und Bodo Kirchhoff
(Erstsendung 28.3.2013)

Krisen, Katastrophen und kleinere Unglücke - wo wären sie eher zu Hause als in der Literatur? Kein Klassiker ohne Zusammenbrüche, Umbrüche, Aufbrüche. Madame Bovary langweilt sich und betrügt ihren Mann, Anna Karenina geht es nicht besser. Männer wie Odysseus treibt es in die Ferne, Don Quijote in die Fantasie, und Hamlet weiß vor lauter Krisen nicht mehr ein noch aus. Die Mutter aller Krisen ist die Midlife Crisis. Wenn die Mitte des Lebens droht, werden die Menschen nervös. War es das denn schon? Wappnet das Lesen von Weltliteratur gegen ein dauerndes Stimmungstief?
In "Literatur im Foyer - extra" spricht Felicitas von Lovenberg mit ihren Gästen über das Thema "Lebensmitte - Einbruch, Umbruch, Aufbruch". Harald Martenstein, einer der prominentesten Kolumnisten Deutschlands, empfiehlt eine Portion Krisengelassenheit. Mit Eva Menasse, Laura Karasek und Bodo Kirchhoff spricht Lovenberg über deren Romane - "Quasikristalle", "Verspielte Jahre", "Die Liebe in groben Zügen" - und über das Thema der Krise darin.

Sonntag, 09.06. / 11.05 Uhr / Knistern der Zeit
Christoph Schlingensief und sein Operndorf in Burkina Faso
Film von Sibylle Dahrendorf, Deutschland 2012
Mit Christoph Schlingensief, Diébédo Francis Kéré,
Aino Laberenz, B. Henri Kéré, Thierry Kobyagda,
Stanislas Meda, Thomas George, Celina Nicolay,
Familie Sidibé, Familie Diallo, dem VIA
INTOLLERANZA II-Ensemble und anderen Mitstreitern
Erstausstrahlung

Es ist ein scheinbar unmögliches Projekt, das Theatermacher Christoph Schlingensief (1960 - 2010), der Künstler aus Deutschland, und Diébédo Francis Kéré, der Architekt und Häuptlingssohn aus Burkina Faso, zusammen realisieren wollten: ein Operndorf in Afrika, ein Ort mit einer Schule, mit Film- und Musikklassen, mit einer Krankenstation und natürlich einer Oper oder einem Theater, einem Festsaal oder Bürgerhaus.
Die Dokumentation "Knistern der Zeit" begleitet das Projekt von der Suche nach dem richtigen Ort im Mai 2009 bis zur Schuleröffnung im Oktober 2011. Sie macht Schlingensiefs Vision und seinen Kampf für das Projekt erfahrbar. Im August 2010 starb Christoph Schlingensief, doch sein Traum lebt weiter.

Sonntag, 09.06. / 13.30 Uhr / Druckfrisch
Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung 26.5.2013)

Das Magazin mit Denis Scheck hilft bei der Orientierung im Bücherdschungel. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei nicht mit Lob und Kritik.

Montag, 10.06. / 01.55 Uhr / Silbermond: Nichts passiert - Live in Münster
Congress Centrum Halle Münsterland, Münster, Deutschland, 2009
Regie: Mathias Mirke

Mit "Symphonie" und "Das Beste" haben Silbermond aus Sachsen zwei Hymen komponiert, die bis heute ganz Deutschland verzaubern. Sie beginnen Ende der 1990er Jahre als Schülerband, nennen sich ab 2002 Silbermond, setzen von nun an ganz auf deutsche Texte und landen 2004 mit ihrem ersten Album "Verschwende deine Zeit" einen großen Erfolg. 2009 erscheint das dritte Album "Nichts passiert", das im Mittelpunkt des Konzerts steht, das Silbermond im selben Jahr in Münster gibt.
3sat präsentiert das Konzert aus Münster. Mit dabei sind Hits wie "Meer sein", "Zeit für Optimisten", "In Zeiten wie diesen", "Krieger des Lichts" und natürlich "Das Beste".

Montag, 10.06. / 02.55 Uhr / Tokio Hotel: Humanoid City
Mediolanum Forum, Mailand, Italien, 2010
Regie: Jim Gable

Tokio Hotel sind Deutschlands wichtigster musikalischer Export der letzten Jahre. Die Band aus Magdeburg um die eineiigen Zwillinge Bill und Tom Kaulitz schafft 2005 schon mit ihrer Debütsingle "Durch den Monsun" den Durchbruch. Anfang Oktober 2009 wird mit dem dritten Studio-Album "Humanoid" erstmals ein Album der Band zeitgleich in Deutsch und in Englisch weltweit veröffentlicht. Tokio Hotel gehen mit dem Album auf Welttournee und beeindrucken die Fans nicht nur mit ihren Songs, sondern auch mit einer gigantischen futuristischen Bühne, entworfen von Misty Buckley, dem Bühnenbildner des Kinoknüllers "Das fünfte Element". Bills Bühnenoutfits machen das Spektakel perfekt: Die Designer Dean & Dan Caten von Dsquared² geben ihr Bestes und machen Bill zum Mittelpunkt der Show, die fantasievolle hydraulische Konstruktionen, hereinschwebende Brücken, gewaltige Feuerbälle und eine imposante Lightshow bietet.
3sat präsentiert die Höhepunkte des Konzerts von Tokio Hotel aus dem Medioalanum Forum Mailand 2010.

Montag, 10.06. / 03.40 Uhr / Kasabian: Live at the O2
O2 Arena, London, Großbritannien, 2011
Regie: Charlie Lightening

Die britische Rockband Kasabian aus Leicester findet sich 1997 und nennt sich nach der Frau, die den Fluchtwagen des Massenmörders Charles Manson fuhr. Ihnen gefällt es auch, dass das persische Wort "Kasabian" "Schlachter" bedeutet. 2004 erscheint das selbstbetitelte Debüt mit dem Hit "Club Foot", und 2006 stehen Kasabian als Vorgruppe von den Rolling Stones in Zürich auf der Bühne. Ihre Musik erinnert an die Stones, die Doors, die Beatles und an Britpop, angereichert mit Hip-Hop-Elementen und einem druckvollen, bassbetonten Sound.
3sat präsentiert die Höhepunkte des Konzerts von Kasabian vom 15. Dezember 2011 in der Londoner O2 Arena mit allen Hits und der Hymne "Empire".

Montag, 10.06. / 04.40 Uhr / Iron Maiden: En Vivo
Estadio Nacional, Santiago, Chile, 2011
Regie: Andy Mathews

"Iron Maiden" bedeutet "Eiserne Jungfrau", und eisern ist die gleichnamige Band, die von 1975 bis heute ununterbrochen im Namen des britischen Heavy Metals unterwegs ist. Sie haben über 80 Millionen Tonträger verkauft und bleiben ihren Fans trotz mancher Umbesetzung und musikalischer Experimente treu: Am 10. April 2011 traten Iron Maiden im Rahmen ihrer "Final Frontier World" Tour im Estadio Nacional in Santiago de Chile vor 50.000 Fans auf und bewiesen, dass Heavy Metal immer Saison hat. Zusammen mit Monster-Maskottchen Eddie spielten sich die Musiker durch ein Best-of-Programm mit krachenden Schlagzeug-Grooves, verzerrten mehrstimmig spielenden Gitarren, dem typisch "galoppierenden" Bass und der markanten Stimme von Sänger Bruce Dickinson, dessen klarer hoher Falsettgesang ihm schon früh den Spitznamen "Air Raid Siren" - "Fliegeralarmsirene" - einbrachte.
3sat präsentiert die Höhepunkte des Konzerts von Iron Maiden aus dem Estadio Nacional in Santiago de Chile 2011.

Mittwoch, 12.06. / 20.15 Uhr / Der Preis der Freiheit ~ Pussy Riot
Ein russischer Skandal
Film von Olaf Bock
(Erstsendung 16.1.2013)

Pjotr Wersilow ist stolz auf seine Frau. Er ist der Ehemann von Nadja Tolokonnikowa, der Sängerin von Pussy Riot. Pussy Riot hört sich nun wirklich nicht gefährlich an: "Muschi-Aufstand", wer soll sich davor schon fürchten? Aber als die jungen Frauen der russischen Band im Frühjahr 2012 - kurz vor den Präsidentschaftswahlen - Wladimir Putin in ihre Liedtexte aufnehmen und in einer großen Moskauer Kirche singen: "Gottesmutter, erlöse uns von Putin", werden drei von ihnen verhaftet. Staat und Kirche sind wütend über die Aktion und fordern harte Strafen: Es beginnt geradezu eine "Hexenjagd". Im August 2012 werden die Mitglieder der Gruppe nach monatelanger Untersuchungshaft zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Auch das Berufungsgericht mildert das harte Urteil nicht: zwei Jahre Straflager. Überraschend kommt jedoch eine der drei Frauen auf Bewährung frei. Inzwischen sitzen die beiden anderen Frauen schon in weit entfernten russischen Straflagern ein. Die Lebensbedingungen dort sind berüchtigt. Die Mitstreiterinnen der Gruppe wollen weiter für ihre Befreiung kämpfen.
Die Dokumentation "Pussy Riot" beleuchtet den Skandal um die jungen Frauen der russischen Band.

In der Themenwoche "Der Preis der Freiheit" folgen um 21.00 und um 22.25 Uhr die Dokumentation "Mein Leben: Lech Walesa" sowie der Fernsehfilm "Strajk - Die Heldin von Danzig".

Samstag, 15.06. / 09.05 Uhr / Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen
Moderation: Eva Wannenmacher
(Erstsendung 12.6.2013)

Das Magazin berichtet sowohl über die wichtigen Kulturereignisse der Woche in der Schweiz, als auch über internationale Events. "Kulturplatz" analysiert Trends in den verschiedenen Kultursparten, behält die wichtigen Akteure der Schweizer Kulturszene im Auge und wirft einen Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs.

Samstag, 15.06. / 09.35 Uhr / Am Anfang war der Jugendstil (1/2)
Am Ende war ein Anfang - Jugendstil im Schatten des Doppeladlers
Ein filmischer Essay von Manfred Schlapp
(Erstsendung 5.1.1991)

Czernowitz, die Hauptstadt der Bukowina, das östlichste Land der ehemaligen k.-u.-k.-Monarchie Österreich-Ungarn, stand mehr als fünf Jahrzehnte unter sowjetischer Herrschaft. Dennoch stößt man noch heute überall auf altösterreichische Spuren, und viele Einwohner fühlen sich als Bürger von "Klein-Wien". Der Bahnhof ist im Jugendstil errichtet. Zahlreiche andere Beispiele der damaligen Jahrhundertwende-Architektur finden sich auch in Lemberg, der Hauptstadt Ostgaliziens, sowie in der polnischen Stadt Krakau. In den mährischen Städten Ostrau, Olmütz und Königgrätz sind auf vielen Straßen und Plätzen kunstvoll verzierte Jugendstil-Fassaden zu bewundern, ebenso in der Hauptstadt Prag und in Karlsbad, der einstigen Kurstadt von Weltruf.
Die zweiteilige Dokumentation "Am Anfang war der Jugendstil" geht auf eine Reise durch die Kronländer der ehemaligen k.-u.-k.-Monarchie Österreich-Ungarn und präsentiert architektonische Juwele aus dieser Zeit. Im ersten Teil führt der Streifzug bis nach Südtirol und in die Hafenstadt Triest.

3sat zeigt den zweiten Teil der Dokumentation "Am Anfang war der Jugendstil" am Samstag, 22. Juni, um 9.35 Uhr.

Samstag, 15.06. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Verbier Festival 2012: Peter Tschaikowski & Johannes Brahms
Renaud und Gautier Capucon
Orchester: Verbier Festival Orchester
Musikalische Leitung: Charles Dutoit
Erstausstrahlung

Die Brüder Renaud und Gautier Capucon sind zwei Ausnahmetalente. Die jungen Franzosen wurden beide bereits mit dem Echo-Preis als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet. Renaud spielt Violine und Gautier Cello. Jeder für sich zählt auf seinem Instrument zur Weltklasse. Gemeinsam auf der Bühne zeigen sie weit mehr als geschwisterliche Harmonie. Ihr Zusammenspiel ist ein Ausbruch an Virtuosität und zeugt von höchster musikalischer Sensibilität.
In Brahms Doppelkonzert beim "Verbier Festival 2012" brillieren die zwei Solisten in einer selten zu hörenden Komposition. Ihre gemeinsame Interpretation einer Händel-Adaption von Johan Halvorsen zeigt musikalische Spielfreude, Raffinesse und Leidenschaft, die ihresgleichen suchen. Tschaikowskis Symphonie Nr. 5 gilt zu Recht als Straßenfeger. Das Konzert des Verbier-Festival Orchesters unter der Leitung von Charles Dutoit lässt keine Fragen offen, warum.

Im Rahmen des Festspielsommers in 3sat folgt im Anschluss, um 21.45 Uhr, "Jukka-Pekka Saraste dirigiert Schönberg, Korngold und Beethoven". Am Samstag, 22. Juni, um 20.15 Uhr folgt live "Die Berliner Philharmoniker in der Waldbühne 2013".

Samstag, 15.06. / 21.45 Uhr / Festspielsommer: Jukka-Pekka Saraste dirigiert Schönberg, Korngold und Beethoven
Kölner Philharmonie, April 2013
Mit Vilde Frang (Violine)
Programm:
Arnold Schönberg: Kammersinfonie Nr. 2 es-moll op.38
Erich Wolfgang Korngold: Konzert D-Dur für Violine und Orchester op. 35
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 36
Orchester: WDR Sinfonieorchester Köln
Erstausstrahlung

Aus dem nationalsozialistisch besetzten Europa führte ihr Werk ins amerikanische Exil: Arnold Schönberg vollendete 1939 in Los Angeles seine zweite Kammersinfonie, 1946 komponierte Erich Wolfgang Korngold am gleichen Ort sein Violinkonzert. In beiden Werken wird die subtile Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition zum Ersatz für die verlorene Heimat.
3sat zeigt im Rahmen seines Festspielsommers "Jukka-Pekka Saraste dirigiert Schönberg, Korngold und Beethoven" aus der Kölner Philharmonie. Es spielt das WDR Sinfonieorchester Köln. Solistin ist die junge norwegische Geigerin Vilde Frang, die eine intensive Zusammenarbeit mit dem Orchester verbindet.

Sonntag, 16.06. / 10.15 Uhr / Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Hanns Zischler und Peter Schneider
(Erstsendung 6.6.2013)

Die Briefe sind in Sütterlin geschrieben, fast unleserlich. Aber diese Briefe haben die Zeit überdauert, bis der fast 70-jährige Sohn sich daran setzt und entziffert, wie seine Mutter lebte, als er geboren wurde. Die Briefe erzählen von einer Frau an der Seite eines jungen Dirigenten, von vier Kindern, vom Überleben im Weltkrieg und von Affären. Aus ihren Briefen und seinen Erinnerungen rekonstruiert Peter Schneider in "Die Lieben meiner Mutter" seine Kindheit. Braucht Berlin psychologische Betreuung? Nach dem Debakel um den Großflughafen glauben das viele Menschen. Als Schriftsteller und Flaneur sammelt Hanns Zischler die Neurosen seiner Heimathauptstadt. In seinem neuen Buch "Berlin ist zu groß für Berlin" schreibt er über das Verhältnis von Stadt und Neurose.
In "Literatur im Foyer" spricht Moderatorin Thea Dorn mit Hanns Zischler und Peter Schneider über deren neuste Bücher.

Sonntag, 16.06. / 11.30 Uhr / 61. Internationaler Musikwettbewerb der ARD
Preisträger 2012 stellen sich vor
Herkulessaal der Residenz, München
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Graeme Jenkins
(Erstsendung 30.9.2012)

Der internationale Musikwettbewerb der ARD unter der Obhut des Bayerischen Rundfunks in München zählt weltweit zu den bekanntesten und härtesten Prüfungen für talentierte Musikerinnen und Musiker. Seit 1952 gingen 810 Preisträger aus dem ARD-Musikwettbewerb hervor. Für viele Künstler ist München das Sprungbrett zur internationalen Karriere: Jessye Norman, Thomas Quasthoff, Robert Holl, Anne-Sofie von Otter, das Tokyo String Quartet, Christoph Eschenbach, Yuri Bashmet, Heinz Holliger, und das Quatuor Ebène gehören zu den bisherigen Preisträgern. Für 2012, dem 61. Wettbewerb, stellten sich Musikerinnen und Musiker dem Vergleich in den Fächern Gesang, Streichquartett, Klarinette.
3sat zeigt Ausschnitte aus dem Abschlusskonzert der Preisträger 2012 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Graeme Jenkins aus der Philharmonie in München. Dazu gibt es Filmporträts der Preisträger.

Sonntag, 16.06. / 13.30 Uhr / Das blaue Sofa
Literatur mit Wolfgang Herles
(Erstsendung 17.5.2013)

Wolfgang Herles stellt in seiner Sendung "Das blaue Sofa" wichtige belletristische Neuerscheinungen zur Diskussion.

Sonntag, 16.06. / 18.30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Lausanne und seine Museen
Film von Ute Hoffarth
(Erstsendung 23.9.2012)

Lausanne schmiegt sich an die Hügel am Genfer See mit Blick auf ein grandioses Alpenpanorama. Geschichte und Gegenwart gehen in der Schweizer Metropole eine spannende Symbiose ein: Einer der letzten historischen Türmer Europas verrichtet in der gotischen Kathedrale Notre-Dame allnächtlich seinen Wachdienst, während im futuristischen Trendviertel Flon das Leben tobt. Ganz besondere Museen bereichern die multikulturelle Studentenstadt: Die Fondation Claude Verdan ist ein Museum, das sich der menschlichen Hand widmet. Museumsgründer und Handchirurg Claude Verdan sammelte zeitlebens Kunst und Objekte rund um die Hand. Die Collection de l'Art Brut hat viele Exponate vom französischen Künstler Jean Dubuffet erhalten. Ihm ist es zu verdanken, dass die Arbeit von geistig kranken und behinderten Menschen als Kunst Anerkennung fand.
Für den "Museums-Check" besucht Markus Brock in Lausanne zudem das Fotografie-Museum Elysée Lausanne, das Museé Cantonal des Beaux-Arts und die Fondation de l'Hermitage.

Samstag, 22.06. / 09.05 Uhr / Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen
Moderation: Eva Wannenmacher
(Erstsendung 19.6.2013)

Das Magazin berichtet sowohl über die wichtigen Kulturereignisse der Woche in der Schweiz, als auch über internationale Events. "Kulturplatz" analysiert Trends in den verschiedenen Kultursparten, behält die wichtigen Akteure der Schweizer Kulturszene im Auge und wirft einen Blick hinter die Kulissen des Kulturbetrieb.

Samstag, 22.06. / 09.35 Uhr / Am Anfang war der Jugendstil (2/2)
Am Ende war ein Anfang - Jugendstil im Schatten des Doppeladlers
Ein filmischer Essay von Manfred Schlapp
(Erstsendung 12.1.1991)

Die von volkskulturellen Stilelementen geprägte, charakteristische Jugendstilarchitektur in Ungarn wird vor allem mit den Namen des Architekten Ödon Lechner (1845 - 1914) und des Keramikers Vilmos Zsolnay (1828 - 1900) in Verbindung gebracht. Zsolnay gilt als Erfinder der metallisierten Keramikglasur bunter Kacheln, die zahlreiche Jugendstilgebäude verzieren. Der Jugendstil manifestiert sich ebenso in der slowenischen Hauptstadt Laibach, in der kroatischen Hauptstadt Zagreb wie in der ungarischen Hauptstadt Budapest, wo Kunst und Kultur in der Endphase der Monarchie, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, das Neue erprobten. Aber auch in der slowakischen Hauptstadt Bratislava, in Subotica in der serbischen Provinz Vojvodina sowie in Temesvar im rumänischen Siebenbürgen: Überall, auch fernab der großen Zentren des einstigen Hauses Österreich-Ungarn, hat am Ende der Monarchie ein Neubeginn stattgefunden, wobei der Aufbruch in den Wirren des Ersten Weltkriegs vorübergehend zum Stillstand kam.
Zweiter Teil der zweiteiligen Dokumentation "Am Anfang war der Jugendstil", die sich mit der Jugendstilarchitektur in den Ländern der früheren k.-u.-k.-Doppelmonarchie befasst.

Samstag, 22.06. / 20.15 Uhr / Festspielsommer live: Die Berliner Philharmoniker in der Waldbühne 2013
Mit Camilla Tilling (Sopran), Nathalia Stutzmann (Alt), Joseph Kaiser (Tenor), Dimitry Ivashchenko (Bass) und Christian Tetzlaff (Violine)
Programm:
- Felix Mendelsohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
- Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125
mit dem Schlusschor über Schillers Ode "An die Freude"
Chor: Rundfunkchor Berlin
Musikalische Leitung: Sir Simon Rattle

Es ist jedes Jahr wieder ein Highlight in der deutschen Hauptstadt: Ihr letztes Konzert der Saison geben die Berliner Philharmoniker vor 20.000 Zuhörern unter freiem Himmel in der Berliner Waldbühne. Solist beim Konzert der Philharmoniker 2013 ist der aus Hamburg stammende, weltweit verehrte Ausnahmegeiger Christian Tetzlaff mit dem Violinkonzert von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Im zweiten Teil ist ein Werk zu hören, das in der Waldbühne noch nie erklungen ist: die 9. Symphonie von Beethoven. Den sängerischen Part im letzten Satz mit der berühmten Ode "An die Freude" übernehmen Camilla Tilling, Nathalie Stutzmann, Joseph Kaiser, Dimitry Ivashchenko und der Rundfunkchor Berlin. Dirigent des besonderen Abends ist Sir Simon Rattle.
3sat überträgt das Konzert der Berliner Philharmoniker live aus der Berliner Waldbühne.

Im Rahmen des diesjährigen Festspielsommers folgt am Samstag, 29. Juni, um 20.15 Uhr die "Sommernachtsgala Grafenegg 2013".

Sonntag, 23.06. / 10.15 Uhr / Literatur im Foyer
Thema: Richard Wagner
Thea Dorn im Gespräch mit Kammersänger René Kollo und Dieter Borchmeyer
(Erstsendung 20.6.2013)

Richard Wagner war Komponist, Librettist, Dirigent, Musiktheoretiker, Unternehmer, Schuldner, Pleitier, Schwadroneur, Festspielgründer. Er war Antisemit und mit Juden befreundet - wenn es ihm nutzte. Er war Revolutionär und Mythologe zugleich. Er war ein Pop-Idol, bevor es Pop gab, seine Motive sind längst in die Alltagskultur eingegangen. Was fasziniert noch 200 Jahre nach seiner Geburt so an ihm?
Über diese Frage spricht Thea Dorn in "Literatur im Foyer" mit sachkundigen Gästen: Dieter Borchmeyer ist Professor für Literatur an der Universität Heidelberg, Wagnerianer und einer der besten Kenner von Werk und Leben des deutschen Genies. Kammersänger René Kollo ist einer der großen Heldentenöre der Gegenwart und herausragender Interpret der schwierigsten Wagner-Rollen.

Sonntag, 23.06. / 10.45 Uhr / Der Bücherturm
100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek
Film von René Römer
(Erstsendung 2.10.2012)

Täglich gehen bei der Deutschen Nationalbibliothek 1.400 Bücher und Tonträger ein. Ständig muss erweitert, vergrößert, angebaut werden. Im Oktober 1912 wurde die Bibliothek als Deutsche Bücherei in Leipzig gegründet. Da hatte die Stadt an der Pleiße das konkurrierende Frankfurt am Main längst als Buchstadt abgehängt. Es war nur folgerichtig, in Leipzig alle Werke zu archivieren, die in deutscher Sprache gedruckt und verlegt wurden - oder sich im fremdsprachigen Ausland mit den Deutschen und der deutschen Kultur beschäftigten. Bis zur teilungsbedingten Gegengründung in Frankfurt am Main 1947 wohnte in Leipzig das "Gedächtnis der Deutschen". Seit 1990 wird es in beiden Städten gleichberechtigt und arbeitsteilig permanent aktualisiert.
In der Dokumentation "Der Bücherturm" geht es um die turbulente Geschichte, aber vor allem auch um die lebendige Gegenwart der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.

Sonntag, 23.06. / 11.45 Uhr / Ich bin's am Ende immer selbst: Klaus Maria Brandauer zum 70. Geburtstag
Film von Eva Maria Klinger
(Erstsendung 17.6.2013)

"Den Namen wird man sich merken müssen", lautet eine Dialogzeile aus István Szabós cineastischem Meisterwerk "Mephisto" - ein Satz, den Hauptdarsteller Klaus Maria Brandauer in ganz jungen Jahren wohl genauso hätte sagen können. Sendungsbewusstsein, das Streben nach künstlerischer Perfektion und ein hohes Maß an Selbstbewusstsein sind die Markenzeichen des am 22. Juni 1943 in der Steiermark geborenen Schauspielers. Mit "Mephisto" begann Brandauers Aufstieg zum Weltstar: In den 1980er Jahren war er fast omnipräsent, dominierte als "Jedermann" jahrelang den Salzburger Domplatz, faszinierte als James-Bond-Bösewicht ein Millionenpublikum und war lange Zeit Mitglied des Burgtheaters. In den letzten Jahren hat er in der Zusammenarbeit mit Regie-Altmeister Peter Stein eine fulminante Alterskarriere begonnen.
"Ich bin's am Ende immer selbst" zeichnet ein Porträt des österreichischen Schauspielers Klaus Maria Brandauer.

Mit "Ich bin's am Ende immer selbst" gratuliert 3sat Klaus Maria Brandauer zum 70. Geburtstag am 22. Juni. Aus demselben Anlass folgt am Dienstag, 25. Juni, um 20.15 Uhr der Fernsehfilm "Die Auslöschung" mit Klaus Maria Brandauer und Martina Gedeck.

Sonntag, 23.06. / 18.30 Uhr / Anne-Sophie Mutter - Mein Mozart
Film von Chris Weiß und Carl Plötzeneder
(Erstsendung 29.6.2008)

Die deutsche Stargeigerin Anne-Sophie Mutter beschäftigt sich seit dem Beginn ihrer Karriere intensiv mit dem Violinwerk Wolfgang Amadeus Mozarts. Bereits bei ihrem Debüt unter Herbert von Karajan spielte sie Mozarts Violinkonzerte. Anlässlich des Mozart-Jahres 2006 hat sich Anne-Sophie Mutter der Herausforderung gestellt, das gesamte relevante Violinwerk Mozarts neu zu erarbeiten.
Die Dokumentation "Anne-Sophie Mutter - Mein Mozart" begleitet die Violinistin bei der Erarbeitung von Mozarts Violinwerk. Neben der Künstlerin kommen einige ihrer musikalischen Mitstreiter zu Wort, darunter ihr Exmann, der Dirigent Sir André Previn, sowie der weltbekannte Viola-Virtuose Yuri Bashmet.

Sonntag, 23.06. / 01.25 Uhr / Christopher Street Day 2013
Bilder und Geschichten des Tages
(Erstsendung 22.6.2013)

Eine halbe Million Menschen werden erwartet, wenn in Berlin zum 35. Mal der wichtigste schwul-lesbische Feiertag begangen wird: der Christopher Street Day. Zur Parade bahnen sich die Wagen der Gay Pride wieder einen Weg durch die Straßen Berlins. Der Umzug findet 2013 unter dem Motto "Schluss mit Sonntagsreden! Demonstrieren! Wählen! Verändern!" statt.
3sat zeigt die Höhepunkte des Christopher Street Days 2013.

Montag, 24.06. / 20.15 Uhr / Das große Kleinkunstfestival 2012 (4/4): Ehrenpreis
Theater Die Wühlmäuse Berlin, Mai 2012
Mit den Gästen Badesalz, Abdelkarim, Fatih Çevikkollu, Rüdiger Hoffmann und Mathias Richling
Moderation: Dieter Nuhr
(Erstsendung 14.9.2012)

Zum großen Kleinkunstfestivals 2012 im Theater "Die Wühlmäuse" in Berlin kamen wieder viele prominente Kabarettisten und Comedians. Sie alle stellten sich der harten Konkurrenz und hofften auf einen der vielen Preise, die alljährlich vergeben werden.
Der letzte Teil der vierteiligen Aufzeichnung vom großen Kleinkunstfestival 2012 zeigt Badesalz, die sich beim virtuellen Gesellschaftsspiel "Mensch-ärger-dich-nicht" ziemlich aufregen, und Abdelkarim, der sich als nachdenklicher Deutsch-Rapper präsentiert. Fatih Cevikkollu musste als Kind beim Beten in die "Mekka-Ecke", und Rüdiger Hoffmann erzählt über sein nicht so aufregendes Tourleben. Dieter Nuhr moderiert den Abend und fragt sich, warum die Menschen in anderen Ländern bessere Laune haben als die Menschen in Deutschland. Zudem bewundert er Polizisten, die unerschrocken Damenhandtaschen-Kontrollen durchführen. Schirmherr Dieter Hallervorden prämiert Mathias Richling mit dem Ehrenpreis.

Samstag, 29.06. / 09.05 Uhr / Kulturplatz
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen
Moderation: Eva Wannenmacher
(Erstsendung 26.6.2013)

Das Magazin berichtet sowohl über die wichtigen Kulturereignisse der Woche in der Schweiz, als auch über internationale Events. "Kulturplatz" analysiert Trends in den verschiedenen Kultursparten, behält die wichtigen Akteure der Schweizer Kulturszene im Auge und wirft einen Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs.

Samstag, 29.06. / 09.35 Uhr / Sabine Haag - Ein Porträt
Film von Hermann Sternath
(Erstsendung 30.1.2010)

Die Kunsthistorikerin Sabine Haag ist seit 2009 Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums in Wien. Als sie von der zuständigen Ministerin als Überraschungskandidatin quasi aus dem Hut gezaubert wurde, war das Erstaunen allgemein groß. Eine Frau, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, und obendrein eine Elfenbeinspezialistin sollte ein so großes Haus lenken und leiten? Hausintern wurde ihre Bestellung mit Applaus bedacht. Diese Erfahrung, so erzählt sie, gehörte zu den berührendsten ihres Berufslebens. Ihre größte Aufgabe wurde die Wiedereröffnung der Kunstkammer Wien. Tausende der erlesenen Objekte, die diese Sammlung zu der weltweit besten ihrer Art machen, lagerten in Depots. Die Kunstkammersäle waren geschlossen, seit nahezu zehn Jahren wurden Millionen von Besucherinnen und Besuchern des Kunsthistorischen Museums diese Schätze vorenthalten.
Die Dokumentation "Sabine Haag - Ein Porträt" begleitet die Kunsthistorikerin durch ihren Arbeitstag.

Samstag, 29.06. / 10.20 Uhr / Goldene Klänge - Der Musikverein Wien
Film von Felix Breisach
(Erstsendung 6.1.2005)

Musikvereine gibt es viele. Die "Gesellschaft der Musikfreunde" gibt es jedoch nur einmal. Musikfreunde auf der ganzen Welt kennen ihr Konzertgebäude am Wiener Karlsplatz als Zentrum des internationalen Konzertlebens und vor allem durch das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, die den Musikverein als ihre Heimstätte betrachten.
Die Dokumentation "Goldene Klänge - Der Musikverein Wien" gibt einen Überblick über Geschichte und Entstehung des Musikvereins.

Samstag, 29.06. / 20.15 Uhr / Festspielsommer: Sommernachtsgala Grafenegg 2013
Aus dem "Wolkenturm" in Grafenegg, 21. Juni 2013
Mit Martin Grubinger, Karita Mattila und Luca Pisaroni
Orchester: Tonkünstler-Orchester, Niederösterreich
Musikalische Leitung: Andrés Orozco-Estrada
Moderation: Barbara Rett

Der majestätische Wolkenturm in Grafenegg ist alljährlich die Bühne für eine Vielzahl von Konzerten, die das Musikleben in Österreich und weit darüber hinaus bereichern. Die Abende am Wolkenturm werden mit der traditionellen "Sommernachtsgala" eröffnet, zu der sich einige der ganz großen Stars der internationalen Musikszene in Grafenegg einfinden. Den Auftakt geben 2013 die gefeierte Sopranistin Karita Mattila, der Bassbariton Luca Pisaroni und der österreichische Schlagwerkvirtuose Martin Grubinger gemeinsam mit demTonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der musikalischen Leitung von Andrés Orozco-Estrada.
3sat zeigt die "Sommernachtsgala in Grafenegg", die binnen weniger Jahre zum Inbegriff der festlichen Lebensfreude geworden ist, im Rahmen des Festspielsommers.

Als nächsten Beitrag zum diesjährigen "Festspielsommer" zeigt 3sat am Samstag, 6. Juli, 21.15 Uhr, das Eröffnungskonzert vom "Rheingau Musik Festival" aus der Basilika Kloster Eberbach.

Samstag, 29.06. / 21.45 Uhr / Mark Lewis - Nowhere Land
Dokumentarfilm von Reinhard Wulf, Deutschland 2011
Länge: 84 Minuten
Erstausstrahlung
(Zweikanalton deutsch/englisch)

Der kanadische Künstler Mark Lewis, Jahrgang 1958, der sein Land 2009 auf der Biennale in Venedig vertreten hat, dreht kurze, stumme Filme, die bei Ausstellungen als Loop gezeigt werden. Dabei interessieren ihn vor allem gewöhnliche Lebensräume des urbanen Alltags, für die er eine besondere filmische Form findet - eine Straßenkreuzung, ein Park für Hunde, das Niemandsland am Stadtrand, der Parkplatz einer Shopping Mall. Auf subtile Weise erforscht er in seinen Filmen grundlegende Ausdrucksmittel wie Kamerafahrt, Schwenk, Zoom oder Rückprojektion.
Der Dokumentarfilm "Mark Lewis - Nowhere Land" von Reinhard Wulf zeigt Mark Lewis bei der Arbeit an seinem Film "Corner of Yonge and Dundas" im Stadtzentrum von Toronto und führt an Stellen der Stadt und in die atemberaubende Landschaft des Algonquin Park, wo andere seiner Filme entstanden sind. Mark Lewis spricht über sein Interesse an der Architektur, seine Faszination für "Nicht-Orte" (besonders in Toronto), seine Arbeitsmethoden und seine Überzeugungen als Künstler.

Im Anschluss, um 23.10 Uhr, folgt "Backstory", ein Dokumentarfilm von Mark Lewis. Um 2.50 Uhr zeigt 3sat in "Kurzfilme von Mark Lewis" die in Toronto und im Algonquin Park entstandenen Werke des Künstlers.

Samstag, 29.06. / 23.50 Uhr / Zimmer frei mit Nina Hagen
Prominente suchen ein Zuhause
mit Christine Westermann und Götz Alsmann
Nina Hagen - zum zweiten Mal zu Gast
(Erstsendung 30.9.2012)

Einst galt sie als schriller Bürgerschreck und "Skandalnudel vom Dienst": Nina Hagen. Mal berichtete die "Godmother of Punk" begeistert über ihre Begegnungen mit Außerirdischen, dann schwärmte sie von ihrem indischen Guru oder beschrieb in einer Talkshow ihre Einstellung zur weiblichen Sexualität mit eindeutigen Gesten. Inzwischen sei "Gott ihr Arbeitgeber" und "Jesus ihr Manager" berichtet sie bei "Zimmer frei". Vor drei Jahren habe sie sich evangelisch taufen lassen. Einer weltlichen Freude entsage sie seitdem: "Ich habe viele Freunde, aber keine sexuellen Beziehungen. Ich wollte schon immer eine Nonne sein." So trat Nina Hagen vor Kurzem auch auf ihrer "Volksbeat"-Tournee mit christlich inspirierten Liedern auf. Eine Tournee, die wegen eines gefährlichen Katzenbisses aber erst einmal verschoben werden musste: "Ich habe über Satanismus aufgeklärt, und dann kam eine schwarze Katze!"
Davon berichtet sie unter anderem bei ihrem Besuch in "Zimmer frei". Auf weitere Spurensuche in Nina Hagens Leben geht Außenreporterin Sabine Heinrich. Sie besucht deren Tochter Cosma Shiva und Mutter Eva-Maria Hagen in Hamburg und trifft den Manager und Tourbegleiter Stefan Plank. Der schildert die Zusammenarbeit mit dem "Gesamtkunstwerk" Nina Hagen: "Sie macht Kunst und ist auch Kabarettistin. Sie lässt sich schon beraten, aber man kann ihr nicht sagen: Mach das jetzt!". Gemeinsam mit Götz Alsmann präsentiert Nina Hagen den Gospel-Song "Everybody Wants to Go to Heaven".

Sonntag, 30.06.: "Adel verpflichtet" - Ein Thementag in 3sat

Montag, 01.07. / 02.35 Uhr / Country Roads (1/7)
Mit Peter McWhirter ("Girls in the Summertime"), Cody McCarver ("I Just Might Live Forever"), Jana Kramer ("Why Ya Wanna"), Ronnie Dunn ("Cost of Livin'"), Blake Shelton ("God Gave Me You"), Miley Cyrus ("Who Owns My Heart"), LiveWire ("Tater Fed") und Gord Bamford ("Hank Williams Lonesome")
Erstausstrahlung

In "Country Roads" steht Countrymusic aus den USA im Mittelpunkt. Neben altbekannten Künstlern der Szene werden auch Newcomer vorgestellt.

Im Anschluss, ab 3.05 Uhr, sendet 3sat sechs weitere Folgen der Reihe "Country Roads".

Montag, 01.07. / 03.05 Uhr / Country Roads (2/7)
Mit Jasmine Rae ("Hunky Country Boys"), Bill Gentry ("This Letter"), Big + Rich ("Party Like Cowboyz"), Jim Pyle ("All Comes Down To Love"), Kristen Kelly ("Ex-Old Man"), The Band Perry ("You Lie"), Little Big Town ("Pontoon") und Sugarland ("Wide Open")
In "Country Roads" steht Countrymusic aus den USA im Mittelpunkt. Neben altbekannten Künstlern der Szene werden auch Newcomer vorgestellt.

Montag, 01.07. / 03.35 Uhr / Country Roads (3/7)
Mit Bridgit Mendler ("Ready Or Not"), Jerrod Niemann ("Shinin' On Me"), Miranda Lambert ("The House That Built Me"), Colton James ("Date with Dixie"), Blake Shelton ("Over"), Lady Antebellum ("Just A Kiss"), Big & Rich ("Cheat On You") und Brodie Stewart Band
("Fine Lookin' Country Girl")
Erstausstrahlung

In "Country Roads" steht Countrymusic aus den USA im Mittelpunkt. Neben altbekannten Künstlern der Szene werden auch Newcomer vorgestellt.

Montag, 01.07. / 04.05 Uhr / Country Roads (4/7)
Mit Lauren Alaina ("Georgia Peaches"), Big & Rich ("That's Why I Pray"), Lizzie Sider ("Butterfly"), Taylor Swift ("Begin Again"), Pistol Annie ("Takin' Pills"), Dierks Bentley ("Tip It On Back"), Mrs. Greenbird ("Shooting Stars & Fairy Tales") und Toby Keith ("I Like
Girls That Drink Beer")
Erstausstrahlung

In "Country Roads" steht Countrymusic aus den USA im Mittelpunkt. Neben altbekannten Künstlern der Szene werden auch Newcomer vorgestellt.

Montag, 01.07. / 04.35 Uhr / Country Roads (5/7)
Mit Chad Brownlee ("Carried Away"), Chris Young ("Neon"), Carrie Underwood ("Blown Away"), Blake Shelton ("Honey Bee"), Catherine Britt ("I Want You Back"), Miley Cyrus ("Party In The U.S.A."), Steve Richard ("Toothbrush") und McAlister Kemp ("Hell Yeah")
Erstausstrahlung

In "Country Roads" steht Countrymusic aus den USA im Mittelpunkt. Neben altbekannten Künstlern der Szene werden auch Newcomer vorgestellt.

Montag, 01.07. / 05.05 Uhr / Country Roads (6/7)
Mit Dierks Bentley ("5-1-5-0"), The Farm ("Home Sweet Home"), Martina McBride ("I´m Gonna Love You Through It"), Taylor Swift ("Ours"), Big & Rich feat. Gretchen Wilson ("Fake I.D."), Eric Church ("Creepin´") und Kenny Chesney ("Beer In Mexico")
Erstausstrahlung

In "Country Roads" steht Countrymusic aus den USA im Mittelpunkt. Neben altbekannten Künstlern der Szene werden auch Newcomer vorgestellt.

Montag, 01.07. / 05.35 Uhr / Country Roads (7/7)
Mit Payton Rae ("Dare To Live"), Brad Paisley ("Water"), Reba McEntire ("Somebody's Chelsea"), Martina McBride ("Teenage Daughters"), Easton Corbin ("Lovin' You Is Fun"), Miranda Lambert ("Fastest Girl in Town") und Dixie Chicks ("Cowboy Take Me Away")
Erstausstrahlung

In "Country Roads" steht Countrymusic aus den USA im Mittelpunkt. Neben altbekannten Künstlern der Szene werden auch Newcomer vorgestellt.

Donnerstag, 04.07. / 10.15 Uhr / Live aus Klagenfurt: 37. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg Bachmann-Preis 2013 - Lesungen und Diskussionen

Dazwischen gegen 13:00
Ich bin ein Mensch des Gleichgewichts
ORF
Peter Handke im Gespräch mit Katja Gasser
Erstsendung: 08.12.2012
Moderation: Christian Ankowitsch und Cécile Schortmann

Einer der meistdiskutierten literarischen Wettbewerbe, und einer, auf dem am heftigsten über die erstmals einem Publikum vorgestellten Prosastücke debattiert wird: Die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt - bekannt auch als "Bachmannpreis" - sind seit 37 Jahren ein Markstein für literarische Talente. Autorinnen und Autoren wie Sibylle Lewitscharoff und Michael Lenz begannen oder festigten hier ihre Karrieren.
Literaturfans können die vorgestellten Texte und die Diskussionen live in 3sat mitverfolgen. Ein Experiment, bei dem der Zuschauer am Bildschirm Zeuge eines einzigartigen literarischen Auswahlprozesses wird.

Am Freitag, 5. Juli, ab 10.15 Uhr, und am Samstag, 6. Juli, ab 9.35 Uhr, sendet 3sat weitere Lesungen und Diskussionen live von den "37. Tagen der deutschsprachigen Literatur". Sonntag, 7. Juli, um 11.00 Uhr, zeigt 3sat die Preisverleihung. Dann wird auch der mit 7.500 Euro dotierte 3sat-Preis an ein vielversprechendes Talent aus dem Kreise der eingeladenen Autorinnen und Autoren vergeben.

Freitag, 05.07. / 10.15 Uhr / Live aus Klagenfurt: 37. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg Bachmann-Preis 2013 -
Lesungen und Diskussionen
Dazwischen gegen 13.00
Berg und Geist: Laura de Weck
SRF
Mit der Theatermacherin auf dem Zürichberg
Film von Beat Kuert
Erstsendung: 11.03.2013
Moderation: Christian Ankowitsch und Cécile Schortmann

Einer der meistdiskutierten literarischen Wettbewerbe, und einer, auf dem am heftigsten über die erstmals einem Publikum vorgestellten Prosastücke debattiert wird: Die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt - bekannt auch als "Bachmannpreis" - sind seit 37 Jahren ein Markstein für literarische Talente. Autorinnen und Autoren wie Sibylle Lewitscharoff und Michael Lenz begannen oder festigten hier ihre Karrieren.
Literaturfans können die vorgestellten Texte und die Diskussionen live in 3sat mitverfolgen. Ein Experiment, bei dem der Zuschauer am Bildschirm Zeuge eines einzigartigen literarischen Auswahlprozesses wird.

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Alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten!
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