kulturfreak

Programm-Tipps: Musik ~ Theater auf 3sat:

Samstag, 04.02. / 19.25 Uhr / zdf.kulturpalast
Performing Arts & More
Moderation: Pegah Ferydoni
(Erstsendung 2.2.2012)

Moderatorin Pegah Ferydoni lässt das Publikum einmal wöchentlich an dem teilhaben, was ihr in der vergangenen Woche an Kritiken, Internetschnipseln, Zeitungs- und Fernsehbeiträgen begegnet ist. Die Sendung wird zu einer subjektiven, amüsanten und vielschichtigen, manchmal auch bösen Erzählung aus der Welt der Performing Arts.

Ab Februar 2012 zeigt 3sat "zdf.kulturpalast" samstags um 19.25 Uhr auf neuem Sendeplatz.

Samstag, 04.02. / 20.15 Uhr / Alonzo King Lines Ballet
"Scheherazade"
"Triangle of the Squinches"
Fernsehregie: Andreas Morell
Erstausstrahlung

Das Alonzo King Lines Ballet tanzt "Scheherazade"
© ZDF und Quinn B. Wharton

Mit seinen Werken unterschiedlichster Prägung sorgt der amerikanische Choreograf Alonzo King weltweit für Furore. Immer wieder schafft er es Themen zu wählen, die den Zuschauer in den Bann ziehen. Seine Compagnie gehört international zu den bedeutendsten modernen Tanzensembles. Für die elf Tänzer, von denen King eine hoge Bereitschaft zur Eigeninitiative erwartet, scheint nichts unmöglich. Ihre artistischen und ausdrucksstarken Bewegungen reflektieren Alonzo Kings subtile Gedankenwelt, die dem Zuschauer genügend Raum für eigene Emotionen lässt. Charakteristisch für Alonzo Kings Arbeit ist die Vielfalt. Zahlreiche Musikrichtungen und -epochen finden sich in seinen Choreografien. Die Spannbreite reicht von barocken Madrigalgesängen über zeitgenössische Arrangements klassischer Musik bis hin zu Jazz. Sein neues Stück "Triangle of the Squinches" ist das Ergebnis von Kings intensiver Zusammenarbeit mit dem legendären Greatful-Dead-Drummer Mickey Hart und dem wegbereitenden Architekten Christopher Haas. Ein Beleg dafür, dass der Choreograf Inspiration und Energie aus einer globalen Perspektive zieht, die Partnerschaften mit anderen Künsten und Kulturen ermöglicht.
Aus Alonzo Kings Repertoire zeigt 3sat zwei Choreografien, die 2011 in San Francisco aufgezeichnet wurden: "Scheherazade" und "Triangle of the Squinches".

Samstag, 04.02. / 22.05 Uhr / Staub und Sterne ~ "Circus Helvetia"
Dokumentarfilm von Barbara Erni, Schweiz 2011
Länge: 67 Minuten
Erstausstrahlung

Seit jeher bringen Jongleure, Akrobaten, Zauberer, Dresseure und Clowns die Menschen zum Lachen, Staunen, Schaudern und Bangen. Glamour und Flitter, Scheinwerfer und durchtrainierte Artisten, Magie und Clownerie: Für all dies wird hinter den Kulissen harte Arbeit geleistet. Die Zuschauer heute sind verwöhnt, die Konkurrenz des Fernsehens und der Supershows ist hart, aber die Artisten versuchen allen Hindernissen zum Trotz ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Seit rund 30 Jahren betreibt die Familie Maillard ihren "Circus Helvetia", der zu den kleinsten der Schweiz gehört. Es braucht eine gehörige Portion Leidenschaft, Hartnäckigkeit und täglichen Einsatz, um die Zirkustradition weiterzuführen. Den ganzen Winter über bereitet die Familie Maillard das neue Programm vor: Mutter Brigitte übt Akrobatik, lehrt den Hund auf Befehl zu bellen und überwacht das Training ihrer Söhne. Vater Daniel kümmert sich um die Buchhaltung, engagiert Artisten und reserviert die Standorte. Sohn David lernt mit Feuer zu jonglieren und mit dem Einrad eine Treppe hochzusteigen, und sein Bruder Julien jongliert. Im März wird das Programm fertiggestellt. Eine Woche vor der Abfahrt treffen sich die etwa 20 Zirkusmitglieder im Winterquartier. Jeder muss genau wissen, was er zu tun hat. Unter der Anleitung eines Regisseurs werden die Übergänge zwischen den Nummern ausgefeilt. Dann geht es endlich los. Während der Tournee wechselt der Zirkus alle zwei bis drei Tage seinen Standort. Das heißt während acht Monaten immer wieder Aufbau und Abbau des Zelts, Plakate anbringen und Wohnwagen installieren. Alle Mitglieder der Truppe legen Hand an und übernehmen neben ihren artistischen Auftritten auch andere Aufgaben.
Der Dokumentarfilm "Staub und Sterne" von Barbara Erni beschreibt das Leben im kleinen Familienzirkus Helvetia von der Planung der Vorstellung bis zum Ende der jährlichen Tournee durch die Westschweiz. Es wird nicht nur die Show gezeigt, sondern auch - und vor allem - die Arbeit und der Einsatz, die dahinter stecken.

Samstag, 04.02. / 02.40 Uhr / on tape
Moderation: Rainer Maria Jilg
Erstausstrahlung

"on tape" ist ein junges Popmusikformat aus Berlin-Weißensee.
In einem Industrieraum treffen junge Menschen zur Party auf angesagte Popkünstler. Der Gast stellt sich den Fragen des Moderators und seinen Fans, die per Internet live zugeschaltet werden. Im Mittelpunkt steht die Live-Musik.

Sonntag, 05.02. / 13.30 Uhr / Druckfrisch
Neue Bücher mit Denis Scheck
(Erstsendung 29.1.2012)

Das Magazin mit Denis Scheck hilft bei der Orientierung im Bücherdschungel. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei nicht mit Lob und Kritik.

Montag, 06.02. / 20.15 Uhr / Neues aus der Anstalt
Politsatire mit Priol und Pelzig
Mit den Gästen Carmela de Feo, Piet Klocke und Arnulf Rating
(Erstsendung 31.1.2012)

Urban Priol und Erwin Pelzig begeben sich auf ihre satirische Monatsvisite: In ihrer Sendung "Neues aus der Anstalt" betrachten die beiden Kabarettisten die nationale und internationale Politik aus dem Foyer einer Psychiatrischen Tagesklinik. Dort wird in einem Zustand zwischen politischer und psychischer Verstörtheit über den Status quo des Landes und seiner Mächtigen gewettert, geklagt, gelacht, werden die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des Monats satirisch-bissig aufs Korn genommen.
Zu einem satirisch-therapeutischen Kurzaufenthalt sind in dieser Ausgabe von "Neues aus der Anstalt" Carmela de Feo, Piet Klocke und Arnulf Rating eingeladen.

Montag, 06.02. / 21.00 Uhr / Olaf TV (3/4): Von Schubert zu Mensch
Mit Bert Stephan, Jochen M. Barkas und René Marik
(Erstsendung 7.11.2011)

Olaf Schubert, der Weltverbesserer im Pullunder, kämpft wieder darum, die Geschicke der Menschheit zum Guten zu lenken. "Diesmal in 3D, also 3 Dioptrien." Für die Dreharbeiten stellt er seine Wohnung zur Verfügung, lädt Nachbarn, Freunde und Fernsehzuschauer ein, ihn bei seinem Anliegen zu unterstützen.
In jeder Folge von "Olaf TV" nimmt sich Olaf Schubert ein Thema vor, das ihm besonders am Herzen liegt. In dieser Folge geht es um das Thema "Gesundheit": Ein Sternekoch gibt Tipps für gesunde Menügestaltung, und Olaf zeigt einfache Fitnessübungen zum Mitmachen. Längst in Vergessenheit geratene Sportarten werden dabei wiederbelebt und die Zuschauer erfahren, worum es beim "Casting" wirklich geht. Auch das kritische Moment kommt in der Sendung nicht zu kurz: "Olaf investigativ" enthüllt einen der größten Sportskandale der letzten Jahre.

Montag, 06.02. / 02.20 Uhr / Jazz oder nie! - Sammy Figueroa and His Latin Jazz Explosion
Mit Sammy Figueroa (Percussion), Dana Paul (Gesang), Silvano Monasterios (Klavier), Gabriel Vivas (Bass), Nomar Negroni (Schlagzeug), John Michalak (Saxofon, Flöte), Cisco Dimas (Trompete), Troy Roberts (Saxofon), Ronnie Cuber (Bass-Saxofon) und Marshall Gilkes (Posaune)
(Erstsendung 5.9.2010)

Als Bandleader der bläserstarken "Latin Jazz Explosion" übersetzt Sammy Figueroa Einflüsse aus den verschiedensten Musikrichtungen in einen explodierenden, rhythmisch kochenden Latino-Jazzmix.
"Jazz oder nie! - Sammy Figueroa and His Latin Jazz Explosion" ist eine Aufzeichnung eines Konzertes vom Burghausen Jazz Festival 2010.

Montag, 06.02. / 03.55 Uhr / Jazz Open Stuttgart 2009 (1/2)
McCoy Tyner Trio & Special Guest Bill Frisell
Mit McCoy Tyner (Klavier), Gerald Cannon (Bass), Eric Kamau Gravatt (Schlagzeug) und Special Guest Bill Frisell (Gitarre)
(Erstsendung 21.8.2009)

Wer die Geschichte des Pianos im Jazz studieren will, kommt an McCoy Tyner nicht vorbei. Er war sechs Jahre lang ein so enger Weggefährte von John Coltrane, dass er weitere sechs Jahre benötigte, um dieses Erbe zu verarbeiten und - sublimiert zu einem eigenen Stil - der Jazzwelt zu präsentieren. McCoy Tyner ist einer der wohl wichtigste Vertreter der großen Jazz-Errungenschaften der 1960er Jahre.
Der zweifache "Grammy"-Gewinner begrüßt bei den "Jazz Open Stuttgart 2009" mit Gerald Cannon am Bass und Eric Kamau Gravatt am Schlagzeug einen Special Guest, mit dem er auf seinem aktuellen Album "Guitars" zusammengearbeitet hat: Bill Frisell, einer der derzeit innovativsten Gitarristen.

Im Anschluss, um 4.55 Uhr, zeigt 3sat Chris Potters Konzert von den "Jazz Open Stuttgart 2009".

Montag, 06.02. / 04.55 Uhr / Jazz Open Stuttgart 2009 (2/2)
Chris Potter's Underground
(Erstsendung 14.8.2009)

Der in Chicago geborene Chris Potter spielte sein erstes professionelles Jazzkonzert bereits mit 13 Jahren, später besuchte er die Manhattan School of Music. Er veröffentlichte bislang mehr als ein Dutzend Alben als Bandleader und machte Aufnahmen mit Jazzmusikern wie Jim Hall, James Moody, Dave Douglas, Joe Lovano, Steve Swallow und Steely Dan. Seit seinem Debütalbum "Presenting Chris Potter", das der Saxofonist schon mit 21 Jahren aufnahm, lieferte Potter mit jedem neuen Werk einen Beweis für seine rasante musikalische Entwicklung. 2006 veröffentlicht er mit "Underground" bereits sein elftes Soloalbum.
Auf den "Jazz Open Stuttgart 2009" präsentierte Chris Potter sein Album "Underground".

Dienstag, 07.02. / 13.15 Uhr / Giganten: Beethoven - Genie am Abgrund
Film von Gero von Boehm mit Uwe Ochsenknecht als Ludwig van Beethoven
(Erstsendung 6.4.2007)

Er war ein Genie und ständig im Kampf gegen sein Schicksal begriffen. Als Schöpfer einzigartiger Musik schrieb er Sonaten, Konzerte, Sinfonien und eine Oper: Ludwig van Beethoven (1770 - 1827). Seine Neunte Sinfonie mit der Hymne "Freude, schöner Götterfunke" ist das wohl bekannteste Musikstück aller Zeiten. Als mit 28 Jahren der schleichende Prozess des Taubwerdens einsetzt, denkt er an Selbstmord. Knapp 20 Jahre später ist er völlig taub. Neben seinem Ohrenleiden wird Beethovens Leben auch durch seine unerfüllte Liebe zu mehreren Frauen geprägt - seine "Briefe an die Unsterbliche Geliebte" zeugen davon. Noch heute ist es ein Rätsel, wem die Briefe galten. Gegen Ende seines Lebens isoliert sich Beethoven immer mehr.
Der Film aus der Reihe "Giganten" mit Uwe Ochsenknecht als Ludwig van Beethoven erzählt die Zeit des Komponisten in Wien. Außerdem stehen Maria Simon, Anna Clarin und Mirko Lang vor der Kamera, im dokumentarischen Teil kommen Isabella Rossellini, Anne-Sophie Mutter, Klaus Maria Brandauer und Kurt Masur zu Wort.

Weitere fünf Filme aus der Reihe "Giganten" zeigt 3sat im Anschluss, ab 14.15 Uhr.

Dienstag, 07.02. / 14.15 Uhr / Giganten: Humboldt - Ruf der grünen Hölle
Film von Gero von Boehmmit Matthias Habich als Alexander von Humboldt
(Erstsendung 8.4.2007)

1799 bricht Alexander von Humboldt (1769 - 1859), begleitet von dem Botaniker Aimé Bonpland, zu einer Reise durch Südamerika auf. Tausende von Kilometern legen sie zurück . Sie durchqueren Urwälder und Steppen, durchschwimmen Flüsse und besteigen den höchsten damals bekannten Gipfel der Welt, den Chimborazo. Immer wieder werden die Reisenden fast zum Aufgeben gezwungen. Sie begegnen Kannibalen, werden krank. Aber Humboldt will weiter. Am Ende seines Lebens unternimmt er noch einmal einen "Gipfelsturm": Er schreibt "Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung". Das fünfbändige Werk, eine Gesamtschau der wissenschaftlichen Welterforschung, machte ihn zum berühmtesten deutschen Gelehrten seiner Zeit.
Die Erforschung des Orinoco-Flusses in Venezuela und die Besteigung des Chimborazos stehen im Mittelpunkt des Films von Gero von Boehm, der die Abenteuer Humboldts an Originalschauplätzen dramatisch inszeniert. Neben Nachfahren Humboldts kommen der Bergsteiger Reinhold Messner und der Schriftsteller Mario Vargas Llosa zu Wort.

Dienstag, 07.02. / 15.15 Uhr / Giganten: Goethe - Magier der Leidenschaften
Film von Günther Klein mit Rolf Hoppe als Johann Wolfgang von Goethe
(Erstsendung 9.4.2007)

Sommer 1823: Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) weilt zum Kuraufenthalt im böhmischen Marienbad. Er ist 73, und es ist einsam geworden um ihn. Seine Frau Christiane ist seit zehn Jahren tot. Jetzt trifft er seine letzte große Liebe, die 19-jährige Ulrike von Levetzow, die mit ihrer Mutter und den beiden jüngeren Schwestern den Sommer in Marienbad verbringt. Mehr als 50 Jahre trennen den Dichter von dem Mädchen, das den prominenten Poeten eher als großväterlichen Freund denn als Mann wahrnimmt. Dennoch bittet Goethe um die Hand der Angebeteten. Ein Scheitern seines Anliegens kommt ihm nicht in den Sinn. Doch seine Anfrage wird ablehnend beschieden. Der verzweifelt Liebende verfasst nach dieser bitteren Erfahrung eines seiner größten Werke: die "Marienbader Elegie", die in unvergleichlichen Versen seinen ganzen Schmerz und sein ganzes Genie vereint.
Rolf Hoppe verkörpert Goethe in dem Film aus der Reihe "Giganten".

Dienstag, 07.02. / 16.15 Uhr / Giganten: Luther - Kampf mit dem Teufel
Film von Günther Klein mit Ben Becker als Martin Luther
(Erstsendung 27.6.2007)

Eben noch weigerte er sich, seine Thesen zu widerrufen - nun ist der Mönch Martin Luther (1483 - 1546) vogelfrei und wird aus der Kirche ausgeschlossen. In einer waghalsigen Entführungsaktion wird er am 4. Mai 1521 auf die thüringische Wartburg in Sicherheit gebracht. Hin- und hergerissen zwischen Angst und Euphorie, kämpft Luther dort den Kampf seines Lebens: den Kampf gegen das Böse, den Teufel. Die Therapie, die er gegen den drohenden Untergang entdeckt, heißt Schreiben. In nur wenigen Monaten vollendet er sein Hauptwerk - die Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche. Während dieser Arbeit entdeckt er, dass die Freiheit eines Christenmenschen darin besteht, Gott zu vertrauen und die eigene Schwäche anzunehmen. Diese Erkenntnis ermöglicht es Luther, die Wartburg zu verlassen. Der Siegeszug der Reformation beginnt mit dieser Selbstbefreiung.
Der Film aus der Reihe "Giganten" rekonstruiert Luthers Wartburgjahr. Ben Becker spielt den Reformator.

Dienstag, 07.02. / 17.00 Uhr / Giganten: Einstein - Superstar der Wissenschaft
Film von Gero von Boehm mit Maximilian Schell als Albert Einstein
(Erstsendung 10.7.2007)

Mit seiner Relativitätstheorie stößt Albert Einstein (1879 - 1955) das Tor zu einem neuen Zeitalter auf. Das naturwissenschaftliche Weltbild gerät ins Wanken. Im Berlin der 1920er Jahre ist Einstein eine gesellschaftliche Größe. Nach Hitlers Machtübernahme kehrt er von einer USA-Reise nicht mehr zurück. In seinem berühmten Brief an Präsident Roosevelt warnt er vor der Gefahr einer deutschen Atombombe und stößt damit die Entwicklung einer amerikanischen Bombe an. Dass er selbst am "Manhattan Projekt" teilnimmt , verhindert FBI-Chef John Edgar Hoover, der ihn wegen angeblicher kommunistischer Umtriebe bespitzeln lässt. Schwierig ist der private Einstein. "Nur aus Mitleid" habe er seine erste Frau Mileva geheiratet, denn "sie war hässlich, sie hinkte, und keiner wollte etwas mit ihr zu tun haben".
Der Film aus der Reihe "Giganten" zeigt Maximilian Schell als Albert Einstein in den Jahren des Zweiten Weltkriegs, als er eine Mitschuld am Abwurf der ersten Atombombe empfindet.

Dienstag, 07.02. / 17.40 Uhr / Giganten: Freud - Aufbruch in die Seele
Film von Günther Klein mit Dietmar Schönherr als Sigmund Freud
(Erstsendung 11.7.2007)

Sigmund Freud (1856 - 1939) muss vor den Nazis aus Wien fliehen. In London verbringt der 82-Jährige sein letztes Lebensjahr, schwer vom Krebs gezeichnet. Doch äußerlich folgt er einem geregelten Tagesablauf. Er empfängt Patienten und vergisst nie, die Uhr auf seinem Schreibtisch aufzuziehen. "Aber meine Welt ist eine kleine Insel des Schmerzes", bilanziert Freud seine Situation. In diese deprimierte Stimmung tritt die 16-jährige Enkelin Eva, die ihm die Augen für eine große Erkenntnis öffnet: "Jede Richtung des Lebens, welche die Liebe zum Mittelpunkt nimmt, alle Befriedigung aus dem Lieben und Geliebt werden nimmt, kommt dem Ziel der Glückserfüllung näher als jede andere Methode !" Am 22. August 1939 verlässt Eva den Großvater, am 1. September marschieren die Deutschen in Polen ein, und am 23. September stirbt Sigmund Freud, dessen Befürchtungen über die Selbstzerstörungskräfte des Menschen sich erfüllen.
In dem Film der Reihe "Giganten" verkörpert Dietmar Schönherr den Entdecker der Psychoanalyse.

Donnerstag, 09.02. / 19.20 Uhr / Berlinale 2012 - Die Eröffnung
Die Gala / Live aus dem Berlinale Palast
Moderation: Anke Engelke
Erstausstrahlung

Berlin wird erneut zum Mittelpunkt der Internationalen Filmbranche: Im Rahmen einer festlichen Gala wird die Berlinale 2012 eröffnet. Eine Internationale Jury wird über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären im Wettbewerb der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin entscheiden. Der britische Regisseur Mike Leigh ist dieses Jahr Präsident der Jury und eröffnet um 19.30 Uhr gemeinsam mit Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Klaus Wowereit, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, im Berlinale Palast das Festival. Die Berlinale ist eines der größten Kulturereignisse Berlins. Mehr als 19.000 Fachbesucher aus 128 Ländern, darunter etwa 4.000 Journalisten, akkreditieren sich jedes Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen. Mit über 300.000 verkauften Eintrittskarten ist die Berlinale nicht nur Branchentreff, sondern auch weltweit eines der größten Publikumsfestivals: Zwei Wochen Kunst, Glamour und Party begleiten die Filmvorführungen. Bevor die Berlinale eröffnet wird, verfolgt und kommentiert "Kulturzeit"-Moderatorin Tina Mendelsohn gemeinsam mit Gästen das Geschehen, und auf dem Roten Teppich empfängt "Kulturzeit"-Reporter Peter Twiehaus die internationale Prominenz am Mikrofon. Nach der Eröffnungsgala gibt 3sat Ausblicke auf die Höhepunkte des Festivalprogramms.
3sat ist auf dem Roten Teppich mit dabei und überträgt die Eröffnung der Berlinale live aus dem Berlinale Palast. Anke Engelke moderiert die Eröffnungsgala für 3sat.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, zeigt 3sat als Auftakt der Reihe "Traumfabrik Babelsberg", mit der 3sat anlässlich der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin (9. – 19.2.2012) das 100-jähige Jubiläum des weltweit ältesten Großatelier-Filmstudios begleitet, den Stummfilm "Metropolis".

Donnerstag, 09.02. / 21.00 Uhr / Metropolis
Stummfilm, Deutschland 1926/2010
Maria/Maschinenmensch: Brigitte Helm
Freder Fredersen: Gustav Fröhlich
Groth, Maschinenwärter: Heinrich George
Rotwang, Erfinder: Rudolf Klein-Rogge
Joseph: Theodor Loos
u. a.
Regie: Fritz Lang
Länge: 145 Minuten

Während die Arbeitermassen im Untergrund schuften, herrscht hoch über ihnen im "Neuen Turm Babel" Joh Fredersen über Metropolis, die Stadt der Zukunft. Johs Sohn Freder verliebt sich in die Arbeiterführerin Maria, taucht in die Welt der Arbeiter ein und beginnt mit ihnen zu sympathisieren. Gleichzeitig erschafft der Erfinder Rotwang einen stählernen Roboter, dem er auf Joh Fredersens Anweisung das Aussehen Marias gibt. Die falsche Maria wiegelt die Arbeiter auf, die ihre Maschinen verlassen und damit die Überflutung der Stadt auslösen. Erst durch den Einsatz von Freder und der "echten" Maria kann Metropolis gerettet werden.
Fritz Langs in den Babelsberger Filmstudios entstandener, monumentaler Science-Fiction-Film "Metropolis" ist ein Klassiker der Filmgeschichte, den bis 2010 nur wenige Menschen in voller Länge zu sehen bekamen. Nachdem die ursprüngliche Fassung nach ihrer Premiere im Januar 1927 vier Monate erfolglos gelaufen war, zog die Ufa den Film zurück und brachte im Sommer 1927 eine um 25 Minuten gekürzte und umgeschnittene Fassung ins Kino. Alle Kopien der Urfassung wurden vernichtet. Erst 2008 tauchte in Argentinien ein 16-Millimeter-Duplikatnegativ der kurz nach der Berliner Premiere im Januar 1927 für den argentinischen Markt erworbenen, ungekürzten Fassung auf, die über Jahrzehnte hinweg in einem Filmmuseum in Buenos Aires gelegen hatte. Die fehlenden Szenen wurden in mühevoller Arbeit aufbereitet und in das vorhandene Filmmaterial eingefügt. So konnte die rekonstruierte Fassung 2010 auf der Berlinale Premiere feiern. Sie stellt nicht nur Fritz Langs Monumentalwerk endlich wieder her, sondern verändert auch die Handlung des Films. So erklärt sie, dass Joh Fredersen dem Erfinder Rotwang einst die Frau ausspannte. Rotwangs Mensch-Maschine, die diesem eigentlich die verlorene Frau wiedergeben sollte, wird damit als aufrührerische Maria zum Racheakt eines verletzten Liebenden.

Im Anschluss, um 23.25 Uhr, setzt 3sat die Reihe "Traumfabrik Babelsberg" mit der Dokumentation "Die Reise nach Metropolis" fort.

Donnerstag, 09.02. / 23.25 Uhr / Die Reise nach Metropolis
Film von Artem Demenok
(Erstsendung 18.2.2010)

"Metropolis" ist wohl das wichtigste Werk der deutschen Filmgeschichte. Seit 80 Jahren galt die Originalversion des Klassikers als verschollen, bis im Sommer 2008 in Buenos Aires eine sensationelle Entdeckung gemacht wurde: Die Mitarbeiter des Museo del Cine fanden ein 16-Millimeter-Duplikatnegativ von "Metropolis", das einen großen Teil des verloren geglaubten Materials enthält. Alles an diesem Film ist gigantisch, allein die Produktionsdauer war rekordverdächtig: Fritz Lang drehte an 310 Tagen und 60 Nächten. Sein Film ist ein Blockbuster mit mythischen Zügen und kühnen Spezialeffekten, für den der Regisseur keinen Aufwand scheute: 36.000 Komparsen, 1.100 Glatzköpfe, 750 Kinder, 200.000 Kostüme, 3.500 Paar Schuhe, 75 Perücken, 50 fantastische Autos, 500 Wolkenkratzer mit je 70 Etagen und kilometerlanges Filmmaterial. "Der aufwendigste deutsche Film aller Zeiten", prahlte die Presseabteilung der Ufa. "Metropolis" ist ein Meisterwerk, das von seinen Widersprüchen lebt. 1927 in Berlin uraufgeführt, war der Film zunächst ein Kassenflop, er wurde kurzerhand abgesetzt und neu geschnitten. Von 40 Kopien der Premierefassung ist keine einzige überliefert. Das Original von "Metropolis" wiederherzustellen wurde zur ehrgeizigen Aufgabe eines jeden Filmarchivars. 2001 stellte die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung eine aufwendige, digitale Restaurierung auf der Berlinale vor, die das wiederentdeckte Originalnegativ der amerikanischen Fassung zur Grundlage hatte und alle damals bekannten Überlieferungen einbezog. Doch Lücken blieben immer noch, und keiner hätte sich träumen lassen, dass die fehlenden Szenen noch irgendwo auftauchen würden und das Restauratorenteam der Murnau-Stiftung in Wiesbaden das Original wiederherstellen könnte.
Die Dokumentation "Die Reise nach Metropolis" erzählt die spannende Geschichte der endgültigen Restaurierung des Films von Fritz Lang.

Als nächsten Beitrag der Reihe "Traumfabrik Babelsberg" sendet 3sat im Anschluss, um 0.10 Uhr, die erste von insgesamt sechs "Berlinale-Studio"-Ausgaben.

Freitag, 10.02. / 06.00 Uhr / Wiener Sträuße
Musikalisch - Kulinarisch
Film von Georg Madeja
(Erstsendung 6.1.2006)

Kaum jemand prägte das musikalische Leben einer Epoche so nachhaltig wie Vater und Sohn Johann Strauß. Vom Radetzkymarsch bis zum Donauwalzer präsentierten die "Walzerkönige" den Wienern ihre neuesten Kompositionen. Sohn Johann "Schani" Strauß galt - wie sämtliche anderen Mitglieder der Strauß-Dynastie - als Feinschmecker. Die gute Alt-Wiener Küche, eine Verschmelzung der verschiedenen kulinarischen Traditionen der Kronländer Österreich-Ungarns, hatte es ihm besonders angetan. Einfache Wirtshäuser wie die "Goldene Glocke" und das "Gasthaus Ubl" haben sich heute noch den Charme mancher Gaststätte aus der Zeit der "Sträuße" bewahrt. Zu den noblen Etablissements gehörte schon damals der Hofzuckerbäcker "Demel".
Die Dokumentation "Wiener Sträuße" widmet sich dem Wiener Walzer und der altösterreichischen Küche.

Freitag, 10.02. / 20.15 Uhr / Legenden: Hans Rosenthal
Film von Lothar Schröder
(Erstsendung 30.8.2010)

Ein Sprung in die Höhe mit ausgestrecktem Zeigefinger, dazu der Ruf: "Sie sind der Meinung, das war Spitze!" - mit diesem Markenzeichen aus seiner Sendung "Dalli Dalli" wurde Hans Rosenthal deutschlandweit bekannt. Sein einfühlsamer und unkomplizierter Umgang mit den Kandidaten machte ihn zu einem der beliebtesten Fernsehmoderatoren der 1970er und 1980er Jahre. Der talentierte Fußballer Hans Rosenthal verlebte eine friedliche Kindheit in Berlin, seine Jugend aber wird ein Kampf ums Überleben. Als Jude von den Nazis verfolgt, muss er Zwangsarbeit leisten. Als er zwölf Jahre alt ist, stirbt sein Vater. Fünf Jahre später die Mutter. 1943 wird sein kleiner Bruder nach Riga deportiert. Rosenthal ist nun völlig auf sich gestellt. Zwei Jahre wird er von zwei deutschen Frauen in einer Laubenkolonie vor den Nazis versteckt. Bestärkt durch die Erfahrung mit seinen Helferinnen, gelingt es ihm, ein neues Leben in Deutschland aufzubauen - ohne Ressentiments gegen das deutsche Volk. Er nennt es selbst sein zweites Leben: Er heiratet mit 22, will eine Familie gründen. Er wünscht sich einen Sohn, um ihn nach seinem verschollenen Bruder Gert zu benennen. Er arbeitet wie ein Getriebener, um sich Respekt und Anerkennung zu verschaffen. Rosenthal hasst Ungerechtigkeiten und stellt sich ihnen in den Weg. Wo er kann, bietet er seine Hilfe an. Die Angst, ihm könne ein zweites Mal alles genommen werden, lässt ihn zu einem Perfektionisten werden. Schnell arbeitet er sich zum Unterhaltungschef beim Rias Berlin hoch. Doch er will ständig mehr. Die verlorene Zeit, der Verlust seiner Jugend, treibt ihn dazu, sich immer mehr Arbeit aufzuladen. Nach über 30 Jahren kündigt er beim Rias und macht sich selbstständig, vermarktet den Namen Rosenthal. Im Alter von 61 Jahren treiben ihn starke Schluckbeschwerden zum Arzt. Die Diagnose lautet Magenkrebs. Der Arzt gibt ihm noch ein Vierteljahr Lebenszeit.
"Legenden: Hans Rosenthal" erzählt das Leben des prominenten Fernsehmanns.

Mit "Legenden: Hans Rosenthal" erinnert 3sat an den 25. Todestag des deutschen Entertainers, Moderators und Regisseurs am 10. Februar.

Samstag, 11.02. / 20.15 Uhr / Der blaue Engel
Spielfilm, Deutschland 1930
Professor Immanuel Rath: Emil Jannings
Lola Lola: Marlene Dietrich
Kiepert: Kurt Gerron
Guste Kiepert: Rosa Valetti
Mazeppa: Hans Albers
u. a.
Regie: Josef von Sternberg
Länge: 103 Minuten

Immanuel Rath ist Gymnasialprofessor in einer deutschen Kleinstadt. Seine Schüler nennen den respektablen, aber auch selbstgefälligen und pedantischen Mann "Professor Unrat". Eines Tages fällt ihm während des Unterrichts das Bild einer Tingel-Tangel-Sängerin in die Hände, die in dem Hafen-Varieté "Der blaue Engel" ein Gastspiel gibt. Rath will der Künstlerin ins Gewissen reden und sucht sie in ihrer Garderobe auf, wo sich Lola Lola, so der Künstlername der Sängerin, gerade für ihre nächste Nummer umzieht. Aber auch Rath erliegt dem Charme der lasziven, etwas ordinären Schönheit. Nach einem Abend im Blauen Engel und einer gemeinsam verbrachten Nacht, quittiert er den Dienst und heiratet die Sängerin. Nachdem sein kleines Vermögen aufgebraucht ist, verliert Lola das Interesse an ihm. Rath verkommt zusehends, bringt es aber nicht fertig, sich von seiner Frau zu trennen. Als die Truppe wieder einmal in seiner Heimatstadt gastiert und Rath, der mittlerweile in einer entwürdigenden Clownsnummer auftritt, beobachtet, wie Lola Lola mit dem Artisten Mazeppa anbändelt, kommt es zum Eklat.
Josef von Sternbergs ("Shanghai-Express") Verfilmung von Heinrich Manns Roman "Professor Unrat" erzählt die Geschichte vom Fall eines bigotten Kleinbürgers und gehört zu den größten Leistungen des deutschen Films - ein stilistisch brillanter, vom Expressionismus beeinflusster Klassiker. "Der blaue Engel" machte Marlene Dietrich berühmt und begründete zugleich ein Rollenprofil, das auch ihre späteren, amerikanischen Arbeiten mit Sternberg prägen sollte: das der Verführerin, die aber auch Opfer ihrer Sinnlichkeit ist. Emil Jannings, Stummfilmstar und Oscar-Preisträger der ersten Verleihung überhaupt (1929 für "Der Weg allen Fleisches", "Sein letzter Befehl"), konnte sich mit seinem denkwürdigen Auftritt als spießiger Gymnasiallehrer im neuen Medium etablieren. Der Komponist Friedrich Hollaender, der Lola Lolas Songs schrieb - "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" -, machte schließlich wie Sternberg und Dietrich in Hollywood Karriere.

Als nächster Film der Reihe "Traumfabrik Babelsberg", die 3sat anlässlich der 62. Berlinale zum 100. Geburtstag des Potsdamer Studio Babelsberg zeigt, folgt am Sonntag, 12. Februar, 16.40 Uhr, das fantastische Ufa-Märchen "Münchhausen" mit Hans Albers.

Samstag, 11.02. / 22.00 Uhr / Annettes DaschSalon: "Verbrechen"
Mit Anna Thalbach, Johannes Martin Kränzle, Lena Krüger (Kriminaloberkommissarin), der Band Yukazu und Annette Dasch
Erstausstrahlung

Annette Dasch mit Lena Krüger, Sängerin und Kriminaloberkommissarin
© ZDF und Sebastian Schobbert

Künstler haben sich schon immer fasziniert gezeigt von der dunklen Seite des Menschen. Schauspieler geben mit Hingabe den Bösewicht, Schriftsteller denken sich die abstrusesten Verbrechen aus, und auch Sänger und Komponisten haben Lust an der Interpretation unkontrollierbarer Leidenschaften. Grund genug für die Schauspielerin Anna Thalbach, eindrucksvoll mörderische Geschichten vorzutragen. Der von der Opernwelt gerade zum "Sänger des Jahres" ernannte Bariton Johannes Martin Kränzle zeigt seine ganze Virtuosität im Vortrag von schauerlichen Balladen. Für die nötige Sicherheit sorgt die singende Kriminaloberkommissarin Lena Krüger, die das Programm mit Ihrer Band Yukazu abrundet. Annette Dasch selbst nimmt den Revolver in die Hand.
Mord und Totschlag in "Annettes DaschSalon": In dieser Ausgabe der "Hausmusik-Show" wird die Bühne des Berliner Radialsystems zum Tatort.

Samstag, 11.02. / 04.15 Uhr / Qualtinger
Film von André Heller
(Erstsendung 25.9.2011)

Der 1928 in Wien als Sohn eines Gymnasiallehrers geborene Helmut Qualtinger war ein bedeutender Satiriker und Kabarettist in Österreich und ein wandlungsfähiger Schauspieler. Seine künstlerische Bandbreite reichte vom Theater, dem er zusammen mit Carl Merz das Einpersonenstück "Der Herr Karl" schenkte, über Improvisationen, legendäre Rezitationsabende, epochemachende Schallplattenaufnahmen und bis zu etwa 60 Rollen in Spielfilmen. Qualtinger, dessen Leben stets von seiner Alkoholkrankheit überschattet war, starb im September 1986 an einer Leberzirrhose.
"Qualtinger" dokumentiert das Leben des Ausnahmekünstlers Helmut Qualtinger - spannend, unterhaltsam und durchaus kritisch.

Sonntag, 12.02. / 10.15 Uhr / Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Judith Schalansky
und Jan Peter Bremer
(Erstsendung 26.1.2012)

Judith Schalansky erzählt in ihrem Buch "Der Hals der Giraffe" von Inge Lohmark, einer strengen Biologielehrerin im Osten Berlins, die während der Abwicklung ihrer Schule vergeblich versucht, die Stellung zu halten - ein schönes, sehr seltsames Buch mit kuriosen Zeichnungen. In "Der amerikanische Investor" von Jan Peter Bremer gibt es einen Schriftsteller, ein weißes Blatt, eine Schreibmaschine - eine kurze, hochgradig komische und fast philosophische Geschichte.
Felicitas von Lovenberg spricht in dieser Ausgabe von "Literatur im Foyer" mit den Autoren Judith Schalansky und Jan Peter Bremer.

Sonntag, 12.02. / 10.45 Uhr / Hier Himmel ~ Aglaja Veteranyi
Dokumentarfilm von Ludwig Metzger, Deutschland 2003
Länge: 75 Minuten

Als Tochter eines Clowns und einer Artistin wuchs Aglaja Veteranyi in Rumänien auf. Nach der Flucht in den Westen, der Trennung ihrer Eltern und dem Unfall ihrer Mutter trat sie mit 14 Jahren als Tänzerin in "Varietés" in Spanien auf. Mit 17 Jahren überwand sie ihre Scham als Analphabetin und brachte sich selbst das Lesen und Schreiben bei. Gleichzeitig absolvierte sie bei ihrem Mentor Hannes Becher eine Schauspielausbildung. Es begann ein jahrelanger Kampf, der sie aus dem bücher- und bildungsfeindlichen Zirkusmilieu in die Welt der Literatur und des Theaters führte. Bekannt wurde Aglaja Veteranyi 1999 durch ihren autobiographischen Roman "Warum das Kind in der Polenta kocht". Darin beschrieb sie mit einer ebenso scharfsichtigen wie naiv-komischen Logik das Trauma der eigenen Kindheit. Im Herbst 2001 stürzte Aglaja Veteranyi in eine schwere psychische Krise. Am 3. Februar 2002 ertränkte sie sich im Alter von 39 Jahren im Zürichsee.
Der Dokumentarfilm "Hier Himmel" von Ludwig Metzger schildert das Leben von Aglaja Veteranyi.

3sat sendet den Dokumentarfilm "Hier Himmel" anlässlich des 10. Todestages von Aglaja Veteranyi am 3. Februar.

Sonntag, 12.02. / 12.00 Uhr / Die Sopranistin Christine Schäfer
Film von Dieter Schneider und Felix Schmidt
(Erstsendung 14.9.2009)

Sie ist die geborene Anti-Diva, keine glutäugige Mediensphinx und kein Geschöpf des Marketing: Die Sopranistin Christine Schäfer weiß, was sie will. Und das ist meistens nicht das, was der Klassikmainstream erwartet. In Christine Schäfers Karriere gibt es weder ein längeres festes Engagement an einem Opernhaus noch laszive Fotos fürs Plattencover, stattdessen die Kündigung eines lukrativen Plattenvertrages und eine große Liebe zur zeitgenössischen Musik - alles eher Elemente für einen geplanten Karriere -Selbstmord. Trotzdem oder gerade deswegen ist sie eine der vielseitigsten und spannendsten Sängerinnen unserer Zeit mit Engagements von Berlin und Salzburg über Paris bis nach New York.
Die Dokumentation "Die Sopranistin Christine Schäfer" begleitet die ungewöhnliche Künstlerin bei Aufnahmen und bei der Bearbeitung ihrer CDs sowie bei einem Konzert in Frankfurt. Außerdem ist sie bei Proben mit Ingo Metzmacher in Salzburg und mit Christoph Marthaler zur "Traviata" in Paris zu erleben.

Sonntag, 12.02. / 19.10 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock ~ Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven
Mit dem Gast Roger Willemsen
(Erstsendung 3.4.2011)

Auswandern - ein Traum, der heute noch, wie schon seit Jahrhunderten, mit großen Hoffnungen und noch größeren Ängsten verbunden ist. Von Bremerhaven aus bestiegen zwischen 1830 und 1974 mehr als sieben Millionen Auswanderer ein Schiff nach Übersee - Nordamerika, Brasilien, Argentinien und Australien. Dort, wo sie Europa einst verließen, befindet sich heute das größte europäische Erlebnismuseum zum Thema "Auswanderung". Im Deutschen Auswandererhaus, direkt am Hafen gelegen, kann man Geschichte nicht nur betrachten, sondern hautnah miterleben. Mit seinem innovativen Ausstellungskonzept ist es mehr ein Ort für die Sinne als ein traditionelles Museum. Im August 2005 wurde das Deutsche Auswandererhaus eröffnet. Schon zwei Jahre später gewann es den Europäischen Museumspreis.
Markus Brock nimmt im "Museums-Check" das preisgekrönte Deutsche Auswandererhaus unter die Lupe und begrüßt als prominenten Gast den Schriftsteller und Kulturkritiker Roger Willemsen.

Sonntag, 12.02. / 20.15 Uhr / Der Pianist
(The Pianist)
Spielfilm, Frankreich/Polen/Deutschland/Großbritannien 2002
Wladyslaw Szpilman: Adrien Brody
Deutscher Offizier: Thomas Kretschmann
Vater: Frank Finlay
Mutter: Maureen Lipman
Henryk: Ed Stoppard
u. a.
Regie: Roman Polanski
Länge: 139 Minuten

Wladyslaw Szpilman zählt Ende der 1930er Jahre zu den bekanntesten polnischen Pianisten. Er arbeitet beim Rundfunk und lebt mit seiner Familie in Warschau. Wie viele polnische Juden kann sich Szpilman nicht vorstellen, was der Einmarsch der deutschen Truppen 1939 mit sich bringt. Beinahe scherzhaft streitet er mit seiner Familie noch darüber, ob man das Geld vor den Deutschen in der Violine oder lieber im Tischbein verstecken soll. Auch nach der Zwangsumsiedelung ins Getto, die in einer Mischung aus kühlem Verwaltungsakt und blankem Terror vonstatten geht, verliert der verträumte Pianist nicht die Hoffnung. Er arbeitet als Klavierspieler in einem schäbigen Café, um seine Familie, der Hab und Gut genommen wurde, notdürftig über Wasser zu halten. Tagtäglich wird er Zeuge unerträglicher Demütigungen und Brutalität. Im Haus gegenüber stürzen die Nazis einen alten Mann samt Rollstuhl vom Balkon, einem Kind, das sich durch ein Mauerloch zu retten versucht, wird von einem deutschen Soldaten das Rückgrat zertrümmert. 1942 beginnt der Abtransport aller Juden ins Konzentrationslager. Nur weil ein jüdischer Polizist ihn auf dem Bahnsteig aus der Masse der Todgeweihten zerrt, entgeht Szpilman der Deportation in die Gaskammer. Er versteckt sich in leerstehenden Wohnungen, erkrankt an Gelbsucht. Ausgerechnet ein deutscher Hauptmann, von der Sinnlosigkeit des Krieges zermürbt und vom zarten Spiel des Pianisten bezaubert, bewahrt Szpilman vor dem sicheren Hungertod.
"Der Pianist" basiert auf der Autobiografie des bekannten Komponisten und Pianisten Wladyslaw Szpilman. Der am 6. Juli 2000 in Warschau verstorbene Künstler überlebte das Warschauer Getto und schrieb seine Erlebnisse unmittelbar nach dem Krieg nieder. In seiner Leinwandadaption zeigt Regisseur Roman Polanski Bilder, die sich nachhaltig ins Gedächtnis einbrennen. Gedreht wurde in Jüterbog und auf dem Filmgelände in Babelsberg. Der Film wurde mit drei Oscars ausgezeichnet und gewann 2002 in Cannes die Goldene Palme.

"Der Pianist" ist der letzte Film der Reihe "Traumfabrik Babelsberg", die 3sat anlässlich der 62. Berlinale zum 100. Geburtstag des Potsdamer Studio Babelsberg zeigt.

Montag, 13.02. / 20.15 Uhr / Satire Gipfel
mit Dieter Nuhr
Mit den Gästen Andreas Rebers, Tobias Mann, Rolf Miller und Marc-Uwe Kling
(Erstsendung 6.2.2012)

Scharfzüngig und anspruchsvoll, bissig und hintergründig, unterhaltsam und witzig - Kabarett und Comedy treffen sich beim "Satire Gipfel". Dieter Nuhr und seine Gäste machen sich satirische Gedanken zum politischen Geschehen in Deutschland.

Montag, 13.02. / 21.00 Uhr / kabarett.com/duo luna-tic
Erstausstrahlung

Als Duo Luna-tic gehen die Musikkabarettistinnen Stéfanie Lang und Judith Bach, bewaffnet mit einem Handy, zwei schönen Stimmen und vier Händen am Klavier, auf Männersuche. Eine parliert Französich, die andere berlinert was das Zeug hält. Aber beide verbindet eine gründliche Ausbildung im Bereich Schauspiel und Musik.
3sat zeigt einen Auftritt von Stéfanie Lang und Judith Bach alias Duo Luna-tic aus der Reihe "kabarett.com".

Im Anschluss, um 21.30 Uhr, zeigt 3sat eine weitere Folge der Reihe "kabarett.com".

Montag, 13.02. / 21.30 Uhr / kabarett.com/anny hartmann
Erstausstrahlung

Die Kabarettistin Anny Hartmann setzt die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignisse in verblüffende Zusammenhänge. "Im Kabarett muss man konkret werden!", sagt sie, deshalb spricht sie am liebsten Klartext. Ihre Spezialität: Sie seziert Politstars. Dabei entlarvt sie auch deren Marotten, wie etwa Frau Merkels Dekolleté-Training oder Frau von der Leyens "warmes Mittagessen" gegen die soziale Kälte. Ganz lässig spickt Anny Hartmann ihr scharfzüngiges Kabarettprogramm mit einer "Bild"-Blattschelte und belohnt ihr Publikum mit Schokolade, obwohl es ihr sowieso längst aus der Hand frisst.
3sat zeigt einen Auftritt von Anny Hartmann aus der Reihe "kabarett.com".

Montag, 13.02. / 03.10 Uhr / The Rock and Roll Hall of Fame: 25th Anniversary
Madison Square Garden, New York, USA, 2009
Mit Crosby, Stills & Nash, Bonnie Raitt, James Taylor, Stevie Wonder, B.B.King, Sting, Simon & Garfunkel, U2, Patti Smith, Bruce Springsteen, Mick Jagger, Fergie, Jeff Beck, Buddy Guy, Metallica, Ozzy Osbourne, John Fogerty,
Billy Joel u.a.
Regie: Joel Gallen

Die Rock and Roll Hall of Fame ist ein Museum in Cleveland, Ohio, für die wichtigsten und einflussreichsten Musiker, Produzenten und Persönlichkeiten des Rock 'n' Roll. Am 29. und 30. Oktober 2009 schenkt sich die Rock and Roll Hall of Fame zum 25. Geburtstag ein Konzert mit ihren Superstars: Crosby, Stills & Nash, Bonnie Raitt, James Taylor, Stevie Wonder, B.B.King, Sting, Simon & Garfunkel, U2, Patti Smith, Bruce Springsteen, Mick Jagger, Fergie, Jeff Beck, Buddy Guy, Metallica, Ozzy Osbourne, John Fogerty, Billy Joel und andere spielen vor dem begeisterten Publikum im Madison Square Garden in New York.
3sat zeigt die Höhepunkte dieses unvergesslichen Konzerterlebnisses.

Montag, 13.02. / 05.25 Uhr / Phil Collins: Going Back
Roseland Ballroom, New York, USA, 2010
Regie: Paul Becher

Acht Jahre nach seinem letzten Studioalbum meldet sich Phil Collins 2010 mit dem Soul-Nostalgie-Album "Going Back" zurück. Aufgenommen in der Schweiz am Genfer See, wo er zusammen mit seinen beiden jüngsten Söhnen lebt, entstand sein neues Album mit den Klassikern seiner Jugend. Phil Collins, der mit Genesis 150 Millionen und solo über 80 Millionen Alben verkauft hat, stellte sich seine Lieblingssongs aus dem Katalog der legendären Plattenfirmen Motown und Stax zusammen und produzierte im alten Stil, um den Sound der Songs von Aretha Franklin, Otis Redding, Martha & The Vandellas, The Temptations und Smokey Robinson & The Miracles wiederzuerwecken.
3sat präsentiert eine Aufzeichnung von "Going Back", eines Konzerts im Roseland Ballroom, New York.

Mittwoch, 15.02. / 22.25 Uhr / Yella
Spielfilm, Deutschland 2007
Yella: Nina Hoss
Philipp: Devid Striesow
Ben: Hinnerk Schönemann
Dr. Gunthen: Burkhardt Klaußner
Sprenger: Wanja Mues
Barbara Gunthen: Barbara Auer
Yellas Vater: Christian Redl
u. a.
Regie: Christian Petzold
Länge: 85 Minuten

Yella wagt einen Neubeginn. Nachdem ihr Mann Ben Insolvenz angemeldet hat, hält sie es in Wittenberge in Ostdeutschland nicht mehr aus. Am Tag ihrer Abreise bringt Ben sie zum Bahnhof. Die Fahrt in den Westen endet jäh, als der Wagen ein Brückengeländer durchbricht und in die Elbe stürzt. Yella kann sich retten. Gerade noch erreicht sie ihren Zug nach Hannover. Sie lernt Philipp kennen, der für eine Private Equity-Firma unterwegs ist und entdeckt die Welt des Venture Capitals, der gläsernen, kabellos vernetzten Konferenzräume, der lautlos schnurrenden Leasing-Limousinen, der unentwegten Bewegung. Alles scheint leicht, ein Spiel, das keine Verlierer kennt. Yella bewährt sich. Bald schon arbeitet sie als Assistentin von Philipp. Aus der Zusammenarbeit wird mehr, doch Yella kann die Gespenster ihrer Vergangenheit nicht verdrängen.
Christian Petzolds bewegender Spielfilm "Yella" erzählt eine moderne Gruselgeschichte. Er platziert sie in die Welt des Risikokapitals, der anonymen Hotels und der gläsernen Hightech-Büros. Der Regisseur zeichnet Frauenfiguren jenseits aller Klischees mit großer Einfühlung und psychologischer Tiefe. Die Schauspielerin Nina Hoss erhielt für ihre Rolle als "Yella" den Deutschen Filmpreis 2008 und den Silbernen Bären auf der Berlinale 2007.

Christian Petzolds Film "Yella" ist der letzte Beitrag der Spielfilmreihe "Berliner Schule", die 3sat anlässlich der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigt.

Donnerstag, 16.02. / 20.15 Uhr / Wiener Opernball 2012

Große Abendgarderobe ist Pflicht in Wien, wenn die Debütanten des Jahres den alljährlichen Opernball eröffnen. Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur gibt sich ein Stelldichein: Der Wiener Opernball gilt als der Höhepunkt des Wiener Gesellschaftslebens - und als wichtiger Wirtschaftsfaktor der österreichischen Hauptstadt. Besucher zahlen bis zu 18.500 Euro für einen Logenplatz, um bei dem internationalen Ereignis dabei sein zu können. Nach der traditionellen Eröffnungspolonaise der Debütantenpaare vergnügt man sich eine ganze Nacht lang in den historischen Sälen der Wiener Staatsoper. Bis zu 12.000 Gäste tummeln sich im Opernhaus. Und jedes Jahr wieder sorgt Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner mit einem extra eingeflogenen Überraschungsgast für Aufsehen.
3sat berichtet live aus der Wiener Staatsoper. Für den Kommentar sorgen wie jedes Jahr der Journalist und "Gault Millau"-Herausgeber Karl Hohenlohe sowie Christoph Wagner -Trenkwitz, Generalsekretär der Volksoper und ehemaliger Chefdramaturg der Wiener Staatsoper.

Donnerstag, 16.02. / 21.00 Uhr / Wiener Opernball 2012: Red Carpet

Donnerstag, 16.02. / 21.45 Uhr / Wiener Opernball 2012: Die Eröffnung

Donnerstag, 16.02. / 23.10 Uhr / Wiener Opernball 2012: Das Fest
Aus dem schönsten Ballsaal der Welt

Freitag, 17.02. / 15.45 Uhr / Die Hazy Osterwald Story
Spielfilm, Schweiz 1961
Regie: Franz Josef Gottlieb
Länge: 105 Minuten

Der junge Musiker Ralph Osterwalder, 1922 in Bern geboren, hat das Arbeiten in der Bigband satt. Er träumt von einer kleinen, beweglichen Formation. In einem Hotelzimmer begründet er 1944 eine eigene Combo. 1949 kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen. Das neu gegründete Hazy Osterwald Sextett mit Sunny Lang, Dennis Armitage, Curti Prina, Johnny Ward und Werner Dies schreibt bald internationale Musikgeschichte. Temporeiche, eingängige Musik, versetzt mit witzigen Show-Einlagen, wird das unverkennbare Markenzeichen der Band.
Der Spielfilm "Die Hazy Osterwald Story", der auf der gleichnamigen Biografie von Walter Grieder basiert, entstand auf dem Karrierehöhepunkt des Hazy Osterwald Sextetts und zeichnet ein heiter beschwingtes Bild der Gruppe.

Samstag, 18.02. / 19.00 Uhr / Live aus dem Berlinale –Palast: Berlinale 2012 - Die Bärenverleihung
Moderation: Anke Engelke

Es ist der Abend der Sieger: Die Jury unter dem Vorsitz von Mike Leigh hat entschieden, wer den Goldenen und die Silbernen Bären der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin gewinnt.
3sat überträgt die Preisverleihung live aus dem Berlinale Palast. Die Abschlussgala wird von Anke Engelke präsentiert. Im Anschluss berichten Cécile Schortmann und Peter Twiehaus über die ausgezeichneten Filme, sprechen mit den Gewinnern der Silbernen und des Goldenen Bären und blicken zurück auf die schönsten Momente der diesjährigen Berlinale.

Mit "Kulturzeit extra: Berlinale 2012" endet am Sonntag, 19. Januar, um 19.10 Uhr das 3sat-Begleitprogramm zur diesjährigen Berlinale.

Samstag, 18.02. / 21.00 Uhr / Cinema in Concert 2011
Filmmusik-Konzert mit dem Münchner Rundfunkorchester
Circus Krone, München, Juni 2011
Mit Paul Potts (Tenor) und Chen Reiss (Sopran)
Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Fernsehregie: Michael Beyer
Moderation: Roger Willemsen

Große Gefühle und sinfonischer "Cinemascope-Sound": Das war "Cinema in Concert 2011". Unter dem Motto "Legenden der Leidenschaft" spielte das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Ulf Schirmer im Rahmen des Filmfests 2011. Es sangen der britische Tenor Paul Potts und die israelische Sopranistin Chen Reiss. Auf dem Programm im Münchner Circus Krone standen Kompositionen zu weltberühmten Filmen wie "Titanic", "Fluch der Karibik", "Jenseits von Afrika" und "Yentl". Star des Abends war der Filmmusik-Komponist Michel Legrand, der im Rahmen des Konzerts mit dem "Look & Listen", dem Telepool-BR-Music-Award, ausgezeichnet wurde.
"Cinema in Concert 2011" ist eine Aufzeichnung des Filmmusik-Konzerts aus dem Circus Krone in München vom Juni 2011. Es moderierte Roger Willemsen

Samstag, 18.02. / 22.35 Uhr / Max Raabe & Palast Orchester (1/2)
Heute Nacht oder nie
Admiralspalast Berlin, Januar 2009
Regie: Michael Ballhaus und Michael Beyer

Von Los Angeles bis Tokio wird der deutsche Exportschlager Max Raabe gefeiert. Mit makelloser Eleganz und höchster Perfektion, aber nie ohne ein ironisches Augenzwinkern interpretiert er die Klassiker der 1920er und 1930er Jahre: "Wenn die Elisabeth ...", "I'm Singing in the Rain" oder "Bei mir bist Du schön". Nicht nur in Deutschland sind seine Konzerte lange im Voraus ausverkauft. Das Programm von Max Raabe und seinem Palast Orchester "Heute Nacht oder nie" wurde m Oktober 2007 in Los Angeles welturaufgeführt und eröffnete anschließend in der New Yorker Carnegie Hall das Festival "Berlin in Lights". Zum Abschluss der Tournee kehrte das Orchester zurück nach Berlin, an den Ort, wo es vor über 20 Jahren gegründet wurde. Die Inspiration zu seiner Karriere fand der 1962 im westfälischen Lünen geborene Max Raabe, als er beim Stöbern im Plattenschrank seiner Eltern auf seine erste Schallplatte stieß. Es war ein alter Schlager mit dem Titel "Ich bin verrückt nach Hilde". Zwei Jahre später hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt bei einem Pfadfinderabend im örtlichen Gemeindehaus. Später ließ sich Max Raabe in Berlin nieder, wo er 1986 zusammen mit Musikstudenten das Palast Orchester gründete. Ihr Ensemble möchte den Klang der 1920er Jahre wieder aufleben lassen. Anfang der 1990er Jahre erfolgt mit dem Lied "Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich" der endgültige Durchbruch für Max Raabe und sein Orchester.
Erster Teil der zweiteiligen Konzertaufzeichnung von "Max Raabe & Palast Orchester" aus dem Admiralspalast in Berlin, unter der künstlerischen Leitung des preisgekrönten Kameramanns Michael Ballhaus.

Den zweiten Teil des Konzerts zeigt 3sat im Anschluss, um 23.20 Uhr.

Samstag, 18.02. / 23.20 Uhr / Max Raabe & Palast Orchester (2/2)
Heute Nacht oder nie
Admiralspalast Berlin, Januar 2009
Regie: Michael Ballhaus und Michael Beyer

Von Los Angeles bis Tokio wird der deutsche Exportschlager Max Raabe gefeiert. Mit makelloser Eleganz und höchster Perfektion, aber nie ohne ein ironisches Augenzwinkern interpretiert er die Klassiker der 1920er und 1930er Jahre: "Wenn die Elisabeth ...", "I'm Singing in the Rain" oder "Bei mir bist Du schön". Nicht nur in Deutschland sind seine Konzerte lange im Voraus ausverkauft. Das Programm von Max Raabe und seinem Palast Orchester "Heute Nacht oder nie" wurde im Oktober 2007 in Los Angeles welturaufgeführt und eröffnete anschließend in der New Yorker Carnegie Hall das Festival "Berlin in Lights". Zum Abschluss der Tournee kehrt das Orchester zurück nach Berlin, an den Ort, wo es vor über 20 Jahren gegründet wurde.
Zweiter und letzter Teil der Konzertaufzeichnung von "Max Raabe & Palast Orchester" aus dem Admiralspalast in Berlin unter der künstlerischen Leitung des preisgekrönten Kameramanns Michael Ballhaus.

Sonntag, 19.02. / 10.15 Uhr / Literatur im Foyer ~ Friedrich der Große - zum 300. Geburtstag
Thea Dorn im Gespräch mit Jens Bisky und Hans Pleschinski
(Erstsendung 2.2.2012)

Er war das Rätsel seines Jahrhunderts: Friedrich II. (1712 - 1786), auch Friedrich der Große genannt. Er gab den Philosophenfreund, lud den großen Denker Voltaire an seinen Hof, wechselte Briefe mit den geistigen Größen seiner Zeit und war doch auch ein Krieger, ein Risikospieler des "Alles oder Nichts". Wenn es um die Macht Preußens ging, kannte er keine Grenzen: Er überfiel Schlesien, das zum Reich der Habsburger gehörte, und am Ende des Krieges an Preußen fiel. Er marschierte im neutralen Sachsen ein und brach einen Krieg vom Zaun, der Preußen fast selbst ausgelöscht hätte.
Zu dieser Ausgabe von "Literatur im Foyer" hat Thea Dorn zwei Gäste eingeladen: Jens Bisky, Mitarbeiter der "Süddeutschen Zeitung", hat ein Lesebuch mit vielen schönen Funden veröffentlicht: "Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit." Der Schriftsteller Hans Pleschinski beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Friedrich. Seine Auswahl der Briefe von Voltaire und Friedrich dem Großen erzählen von einem ganz besonderen Gipfeltreffen zwischen Geist und Macht.

3sat zeigt diese Ausgabe von "Literatur im Foyer" zum Gedenken an den 300. Geburtstag von Friedrich II. am 24. Januar.

Sonntag, 19.02. / 10.45 Uhr / MetroMusik - Töne aus dem Untergrund
Film von Carmen Eckhardt
(Erstsendung 28.2.2009)

Die Pariser Metro ist nicht nur die bekannteste U-Bahn Europas, sie ist vor allem auch eine der größten Konzerthallen der Welt. Seit über 100 Jahren wird in den Stationen und Gängen musiziert. Doch nicht jeder darf dort loslegen: Im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres entscheidet ein Auswahlverfahren der Pariser Verkehrsbetriebe darüber, wer eine Spielerlaubnis bekommt. Aus 1.000 Bewerbern werden die 300 besten ausgewählt. Jeder Musiker bekommt die gleiche Chance: mindestens zwei Stücke und zehn Minuten Vorspielzeit. Die Jury besteht aus Mitarbeitern der Metro: Bahnfahrer, Schalterbeamte und Stationsleiter. So soll sichergestellt werden, dass die Auswahl der Musiker dem Geschmack des Metropublikums entspricht - immerhin fünf Millionen Menschen am Tag. Das Modell findet weltweit Nachahmung: Rotterdam, London und Tokio haben das Konzept übernommen.
"MetroMusik - Töne aus dem Untergrund" begleitet Musiker zu ihrem Arbeitsplatz unter der Stadt.

Sonntag, 19.02. / 19.10 Uhr / Kulturzeit extra: Berlinale 2012
Moderation: Tina Mendelsohn
Erstausstrahlung

Einmal im Jahr wird Berlin zur Welthauptstadt des Kinos: Die Internationalen Filmfestspiele gehören neben Cannes und Venedig zu den weltweit wichtigsten Filmfestivals. "Berlin ist kalt, aber cool" - so jedenfalls sieht es Festivalchef Dieter Kosslick.
Nach zehn Tagen Programm zieht "Kulturzeit extra" Bilanz und blickt zurück auf die Höhepunkte des Festivals: auf die Bärengewinner aus dem Wettbewerb ebenso wie auf die cineastische Avantgarde. Unterhaltsam und kritisch berichtet "Kulturzeit extra" über große Filme, künstlerische Entdeckungen und politisch brisantes Kino.

Mit "Kulturzeit extra: Berlinale 2012" endet das 3sat-Begleitprogramm zur diesjährigen Berlinale

Sonntag, 19.02. / 20.15 Uhr / Muriels Hochzeit
(Muriel's Wedding)
Spielfilm, Australien 1994
Muriel Heslop: Toni Collette
Bill Heslop: Bill Hunter
Rhonda: Rachel Griffiths
Betty Heslop: Jeanie Drynan
Deidre: Gennie Nevinson
Brice: Matt Day
Tania: Sophie Lee
u. a.
Regie: P. J. Hogan
(Zweikanalton: Originalfassung/Originalfassung mit akustischer Bildbeschreibung)
Länge: 99 Minuten

Bei einer Hochzeit fängt ausgerechnet die pummelige Muriel Heslop den Brautstrauß und erregt damit die Missgunst ihrer Clique. Deren Anführerin Tania versichert Muriel, dass niemand sie heiraten werde. Betrübt flüchtet Muriel in die Welt der Popsongs und gibt sich ihrem Traum hin, als Braut bewundert zu werden. Als ihr herrischer Vater Bill, ein ambitionierter Lokalpolitiker, sie auch noch vor allen Leuten als Versagerin abstempelt, macht sich Muriel mit seinem Geld auf und davon. Ihr Ziel: eine teure Ferieninsel, wo auch Tanias Clique Urlaub macht. Dort trifft Muriel ihre lebensfrohe Freundin Rhonda und zieht mit ihr nach Sydney. Die neugewonnene Freiheit lässt Muriel aufblühen. Als Rhonda Krebs bekommt, sorgt Muriel für ihre Freundin, doch aus Kummer versinkt sie umso tiefer in ihre Tagträume. Sie lässt sich in Brautläden in Hochzeitskleidern fotografieren. Aber dann erfüllt sich ihr Wunsch doch noch: Ein südafrikanischer Spitzenschwimmer will durch eine Scheinheirat einen australischen Pass bekommen.
Mit "Muriels Hochzeit", seinem Debüt als Regisseur und Autor, gelang dem Australier P. J. Hogan ein Film, in dem sich schrille, besinnliche und satirische Töne vermischen. Die quietschbunte, turbulente und tragikomische Emanzipationskomödie avancierte schnell zum Kultfilm. Sie wurde gleich für elf australische Filmpreise nominiert und gewann in den Kategorien "Bester Film", "Beste Hauptdarstellerin" und "Beste Nebendarstellerin".

Sonntag, 19.02. / 21.55 Uhr / Die ABBA-Story
Film von Suzannah Wander
(Erstsendung 25.12.2010)

Triumphe und Tragödien, Hochzeitsglocken und Scheidungspapiere, finanzielle Engpässe und Geldsegen - die Geschichte der schwedischen Band ABBA ist bewegt und bewegend. Und sie ist noch längst nicht zu Ende: Mit mehr als 375 Millionen verkauften Platten ist ABBA eine der erfolgreichsten Gruppen aller Zeiten. 143 Mal konnte sich die schwedische Band seit "Waterloo", ihrem Grand-Prix-Erfolg von 1974, weltweit auf Platz eins der Single-Charts platzieren - eine einmalige Leistung. Bis heute heizen Songs wie "Dancing Queen", "Mamma Mia" und "Money, Money, Money" auf den Tanzflächen ein. Doch nicht nur musikalisch, sondern auch durch ihre bunten Bühnenoutfits und mitreißenden Live-Auftritte, haben sich die Musiker unsterblich gemacht. Allerdings steht ABBA auch für persönliche Dramen und zwei Ehen, die am Erfolg zerbrachen.
Die Dokumentation "Die ABBA-Story" zeigt, dass sich die Musik von ABBA bis heute uneingeschränkter Beliebtheit erfreut: Die Hollywoodproduktion "Mamma Mia!" aus dem Jahr 2008 war ein Kassenschlager. Die Stars des Films, Meryl Streep und Pierce Brosnan, erzählen, was ihnen die Band und die Rolle in diesem Film bedeuten. Darüber hinaus begibt sich die Dokumentation auf biografische Spurensuche. Im Interview erinnern sich Benny und Björn an die schönsten und dramatischsten Momente der Band. Wolfgang "Bubi" Heilemann, Deutschlands größter ABBA-Experte und Exklusivfotograf, der ABBA über viele Jahre lang begleitete, gibt Einblicke in die Welt hinter der glitzernden Fassade und dem strahlenden Lächeln der Vorzeigemusiker. Live-Auftritte von ABBA, Interviewsequenzen sowie Filmausschnitte aus "Mamma Mia!" machen "Die ABBA-Story" zu einer gleichermaßen hinreißenden wie informativen Dokumentation.

Sonntag, 19.02. / 22.40 Uhr / Musikladen - The Best of Abba
Mit den Titeln "Waterloo", "Honey Honey", "Tropical Loveland", "S. O. S.", "Chiquita", "Rock Me", "Dancing Queen", "Mamma Mia", "I've Been Waiting For You", "Take a Chance On Me", "Fernando" und "So Long" (Erstsendung 12.4.2000)

Montag, 20.02. / 20.15 Uhr / Der Zigeunerbaron
Operette in 3 Akten von Johann Strauß, Sohn
Seefestspiele Mörbisch 2011
Conte Carnero : Harald Serafin
Arsena: Iva Mihanovic
Czipra: Monika Bohinec
Kálmán Zsupán: Wolfgang Bankl
Saffi: Evelin Novak
Graf Homonay: Daniel Serafin
Sándor Barinkay: Lucian Krasznec
Mirabella: Linda Plech
Ottokar: Gernot Heinrich
Pali: Zoltán Galamb
Istvan: Michael Stark
Literarische Vorlage: Maurus Jókai
Libretto: Ignaz Schnitzer
Choreographie: Giorgio Madia
Musikalische Leitung: Manfred Mayrhofer und Günter Fruhmann
Regie: Brigitte Fassbaender

Ein kleines Dorf in der Puszta: Ein junger Flüchtlingssohn wirbt bei seinem Nachbarn - einem Schweinezüchter - um die Hand von dessen Tochter und erfüllt sogar die Forderung nach einem Adelstitel, da die auf seinem Grundstück lebenden Zigeuner ihn zum Zigeunerbaron erhoben haben. Doch er verliebt sich in eine junge Zigeunerin.
"Der Zigeunerbaron" zählt zu den größten Bühnenwerken von Johann Strauß (Sohn). Er vereint die beschwingten Walzermelodien der goldenen Wiener Operettenära mit den feurigen Csárdás-Klängen der ungarischen Volksmusik. 3sat zeigt eine Aufzeichnung des "Zigeunerbarons" von den Seefestspielen Mörbisch 2011. Die Inszenierung übernahm zum ersten Mal die Intendantin des Tiroler Landestheaters Brigitte Fassbaender. Solisten sind der Tenor Lucian Krasznec als Zigeunerbaron sowie die Sopranistin Evelin Novak als Saffi. Intendant Harald Serafin verkörpert die Rolle des sittenstrengen königlichen Kommissärs Conte Carnero.

Montag, 20.02. / 00.10 Uhr / Alfred Dorfer: fremd
Von und mit Alfred Dorfer
Wiener Akademietheater, 2009
Mit Peter Herrman, Günther Paal und Lothar Scherpe (Musikgruppe)

Alfred Dorfer geht in seinem Stück "fremd" den Grundfragen der Menschheit nach: "Wohin führt uns unser höchstpersönliches Lebens-GPS? Was ist wichtiger: die Wirklichkeit oder deren Interpretation? Was bleibt von einem Menschen, wenn er nicht mehr ist?" Das stets ausverkaufte Erfolgsstück Alfred Dorfers ist eine Mischung aus Satire und gekonnter Blödelei, aus Philosophie und Musikkabarett. Die Grundfragen der Menschheit - wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen - wurden selten so unterhaltsam gestellt und so verblüffend beantwortet.
3sat zeigt eine Aufzeichnung von "Alfred Dorfer: fremd" vom April 2009 aus dem Wiener Akademietheater

Freitag, 24.02. / 22.25 Uhr / Robert Altman's Last Radio Show
(A Prairie Home Companion)
Spielfilm, USA 2006
Dusty: Woody Harrelson
Axeman/Der Vollstrecker: Tommy Lee Jones
GK: Garrison Keillor
Guy Noir: Kevin Kline
Lola Johnson: Lindsay Lohan
Yolanda Johnson: Meryl Streep
u. a.
Regie: Robert Altman
Länge: 99 Minuten

Die Feierlaune der altgedienten Radiomacher ist bei der 30. Jubiläumsausgabe ihrer Liveshow getrübt: Eine Gruppe texanischer Investoren hat den Radiosender gekauft und will nun das Theatergebäude abreißen lassen, um auf dem Grundstück ein gewinnbringendes Parkhaus zu errichten. Auf der Bühne und vor den Mikrofonen lassen die Akteure sich von den Problemen freilich nichts anmerken. Vom wortgewandten, stets zu Scherzen aufgelegten Moderator Garrison Keillor über die skurrilen Country-Schwestern Yolanda und Rhonda oder die derben Cowboys Lefty und Dusty, lassen die Künstler es noch einmal ordentlich krachen - ein witziges und wehmütiges Fest texanischen Lebens. Allein Yolandas blutjunge Tochter Lola, die an diesem Abend ihren ersten Auftritt meistern soll, scheint mit ihrer melancholischen Stimmung den Ernst der Lage zu treffen. Der Jubiläumsabend wird in mehrfacher Hinsicht zum Abschied, denn neben dem undurchsichtigen Vertreter der neuen Besitzer geistert auch eine geheimnisvolle blonde Frau durch das Theater - gekleidet in strahlendes Weiß, entpuppt sie sich als Gesandte des Todes.
"Robert Altman's Last Radio Show" basiert auf der legendären Country-Radiosendung "A Prairie Home Companion" und erzählt von einer fiktiven 30. Jubiläumsausgabe der Liveshow. Aus der Perspektive des lässigen Privatdetektivs Guy Noir, der als Security-Mann angestellt ist, erlebt man wundervolle Auftritte der exzentrischen Musiker und wird zugleich Zeuge der kleinen und großen Dramen, die sich hinter den Kulissen abspielen. Ebenso leicht wie inszenatorisch komplex schildert "Robert Altman's Last Radio Show" das Ende einer Ära. Mit altmeisterlicher Souveränität hält Regisseur Robert Altman die Balance aus Humor, Tragik, Nostalgie und Ironie. Und er versammelte für seinen Film ein außerordentlich hochkarätiges Darstellerensemble, darunter Lindsay Lohan, Meryl Streep, Woody Harrelson, Lily Tomlin, John C. Reilly, Kevin Kline und Tommy Lee Jones.

Samstag, 25.02. / 19.25 Uhr / zdf.kulturpalast
Performing Arts & More
Moderation: Pegah Ferydoni
(Erstsendung 23.2.2012)

Moderatorin Pegah Ferydoni lässt das Publikum einmal wöchentlich an dem teilhaben, was ihr in der vergangenen Woche an Kritiken, Internetschnipseln, Zeitungs- und Fernsehbeiträgen begegnet ist. Die Sendung wird zu einer subjektiven, amüsanten und vielschichtigen, manchmal auch bösen Erzählung aus der Welt der Performing Arts.

Samstag, 25.02. / 20.15 Uhr / Live zeitversetzt, Richard Strauss: Ariadne auf Naxos
Festspielhaus Baden-Baden

Haushofmeister: René Kollo
Ein Musiklehrer: Eike Wilm Schulte
Der Komponist: Sophie Koch
Ariadne/Primadonna: Renée Fleming
Bacchus/Der Tenor: Robert Dean Smith
Ein Perückenmacher: David Jerusalem
Ein Lakai: Roman Grübner
Zerbinetta: Jane Archibald
Harlekin: Nikolai Borchev
Scaramuccio: Ulrich Reß
Truffaldin: Steven Humes
Brighella: Kevin Conners
Najade: Christina Landshamer
Dryade: Rachel Frenkel
Echo: Lenneke Ruiten

Libretto: Hugo von Hofmannsthal
Orchester: Staatskapelle Dresden
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Philippe Arlaud
Fernsehregie: Brian Large
(In deutscher Sprache)

Ein reicher Wiener Bürger hat zum Festessen in sein Haus eingeladen und zur Unterhaltung der Gäste eine tragische Oper, das Erstlingswerk eines jungen Komponisten, sowie eine komisch-derbe Tanzmaskerade bestellt. Da der Hausherr auch ein Feuerwerk geplant hat und damit pünktlich beginnen möchte, sollen die beiden Stücke nicht nacheinander, sondern gleichzeitig aufgeführt werden. Nach anfänglicher Empörung fügen sich die Darsteller. So treffen tragische sowie komische Gestalten auf der Hausbühne zusammen, und beide Stoffe und Genres verschmelzen zu einem neuen Stück. Richard Strauss konnte mit "Ariadne auf Naxos" an seinen "Rosenkavalier"-Erfolg anknüpfen. "Ariadne auf Naxos" ist nach "Elektra" und dem "Rosenkavalier" das dritte Gemeinschaftswerk von Richard Strauss und Hugo von Hoffmannsthal, der das Libretto schrieb. Es handelt sich um exemplarisches Musiktheater, in dem sich Elemente von Schauspiel, Tanz und Oper raffiniert und wirkungsvoll überschneiden.
Nach der hochgelobten Aufführung des "Rosenkavalier" (2009) setzt das Baden-Badener Festspielhaus im Jahr 2012 ein weiteres Glanzlicht aus der Feder von Richard Strauss. Regisseur Philippe Arlaud hat für seine Inszenierung eine Starbesetzung gewinnen können: René Kollo, Renée Fleming, Sophie Koch, Jane Archibald und Robert Dean Smith in den Gesangsrollen sowie Christian Thielemann als musikalischer Leiter der Staatskapelle Dresden.

Samstag, 25.02. / 22.25 Uhr / La Voce in Bellezza
Im Zürcher Opernstudio finden junge Talente zu ihrer ganz persönlichen Stimme
Film von Sabine Gisiger
(Erstsendung 3.7.2011)

Im Zürcher Opernstudio werden die begabtesten jungen Sängerinnen und Sänger aus aller Welt ein Jahr lang auf die großen internationalen Bühnen vorbereitet. Zum höchsten Ausdruck der Stimme zu finden, verlangt den Einsatz der ganzen Person. Der Mexikaner Francisco Araiza - einst einer der bedeutendsten Tenöre der Opernwelt - hilft bei der Suche nach der eigenen Sängerpersönlichkeit. "Lass mich deine Stimme hören", sagt Araiza, "und ich sage dir, wer du bist." Wie man isst, wie man schläft - alles hat einen Einfluss auf das Arbeitsinstrument, den eigenen Körper. Das Gesangsorgan verändert sich, je nach äußeren Einflüssen, der Gesundheit und der Psyche.
Die Dokumentation "La Voce in Bellezza" begleitet ein Jahr lang drei junge Talente. Sie erzählt von Höhen und Tiefen beim Ringen um die Schönheit ihrer Stimme. Denn trotz großem Talent und vieler Entbehrungen wird nur ganz Wenigen der internationale Durchbruch gelingen.

Sonntag, 26.02. / 10.15 Uhr / Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit ...
(Erstsendung 23.2.2012)

Gespräche über neue, aktuelle und interessante Bücher und Themen. Abwechselnd diskutieren Thea Dorn und Felicitas von Lovenberg mit Autoren und Kritikern über Belletristik, Sachbücher, Lyrik.

Sonntag, 26.02. / 13.05 Uhr / Laute Malerei - Der Jodler in der Steiermark
Film von Helmut Gürtl
(aus der ORF-Reihe "Erlebnis Österreich")
(Erstsendung 6.11.2010)

Streng musikwissenschaftlich betrachtet steht der Begriff "Jodeln" für das lose Aneinanderreihen von gesungenen Silben, die keinen Sinn ergeben. Der Begriff leitet sich vom Wortstamm "Johlen" ab. Jodeln bedeutet das abwechselnde Singen mit Kopf und Bruststimme. Jodeln ist aber viel mehr, es ist Ausdruck der Freude, der Melancholie, der Partnersuche.
Die Dokumentation "Laute Malerei - Der Jodler in der Steiermark" erzählt die Geschichte vom sowie Geschichten rund ums Jodeln. Sie beleuchtet die Technik und Kunst des Jodelns und macht die verschiedenen Arten des Jodlers hör- und sehbar. Außerdem vergleicht sie den alpinen Jodler mit seinen internationalen Pendants - von den Inuit bis zu afrikanischen Pygmäen-Stämmen.

Sonntag, 26.02. / 13.30 Uhr / Das blaue Sofa
Literatur mit Wolfgang Herles
(Erstsendung 3.2.2012)

In "Das blaue Sofa" stellt Wolfgang Herles wichtige belletristische Neuerscheinungen zur Diskussion.

Sonntag, 26.02. / 14.00 Uhr / Sinatra - Star der Mafia (1/2)
Von Aufstieg und Abgrund
Film von Christopher Olgiati
(Erstsendung 14.8.2007)

Frank Sinatra, der smarte Frauenschwarm, der mit seiner Musik Millionen von Fans auf der ganzen Welt begeisterte, hatte auch eine dunkle Seite: seine Beziehung zur Mafia. Für die Mafia war der aufstrebende Sänger eine lukrative Einkommensquelle. Und Sinatra konnte durch sie das bekommen, was er am meisten wollte: Erfolg. Die Rechnung ging auf. Doch dabei geriet Sinatra immer tiefer in die Fänge des organisierten Verbrechens. Als Sinatra sich für die Harmonie zwischen Rassen und Religionen einsetzte, zog er den Unmut des erzkonservativen Zeitungstycoons William Randolph Hearst auf sich, dem auch die Verbindungen des Künstlers zur Mafia ein Dorn im Auge waren. Mit einer großen Kampagne brachte er Sinatras Karriere ins Wanken.
Die zweiteilige Dokumentation "Sinatra - Star der Mafia" wirft ein völlig neues Licht auf das Leben der Ikone des 20. Jahrhundert. Erster Teil des zweiteiligen Films über die dunkle Seite des strahlenden Stars.

Den zweiten Teil von "Sinatra - Star der Mafia" zeigt 3sat im Anschluss um 14.45

Sonntag, 26.02. / 14.45 Uhr / Sinatra - Star der Mafia (2/2)
Von Mythos und Macht
Film von Christopher Olgiati
(Erstsendung 21.8.2007)

In den 1950er Jahren avancierte Las Vegas zu einem Mekka für Spieler. Es war die Zeit des legendären "Rat Packs": Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr. und Peter Lawford waren die männlichen Idole ihrer Generation. Die vier drehten Hollywoodstreifen wie "Ocean's Eleven" (1960), die zu Dauerbrennern wurden, und feierten ihre legendären Erfolge im Hotelcasino "The Sands", an dem die Mafia und Frank Sinatra Teilhaber waren. Sinatra war wieder ganz oben. Anfang der 1960er Jahre versuchte auch die Politik, Sinatras Ruhm und Ansehen für ihre Zwecke einzusetzen. 1960 kam John F. Kennedy das erste Mal nach Las Vegas. Er wollte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden und suchte die Unterstützung der Stars.
Der zweite Teil von "Sinatra - Star der Mafia" beschreibt die zweite Hälfte von Sinatras Karriere, schwankend zwischen grandiosem Entertainment und Bühnenangst, einer großen Liebe und unzähligen Affären, seriöser Politik und organisiertem Verbrechen.

Montag, 27.02. / 20.15 Uhr / Jürgen Becker - Der dritte Bildungsweg
Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos
mit Jürgen Becker, Beate Bohr, Vince Ebert und Martin Stankowski
Mit den Gästen Christina Schenk und Denis Scheck
(Erstsendung 7.8.2011)

Jürgen Becker, der sich seinen Lebensunterhalt als Kabarettist verdient, ist Privatgelehrter aus Leidenschaft - und Rheinländer von Geburt. Was bedeutet, dass er zwar nicht alles weiß, dennoch sich und anderen alles erklären kann. Weil eben alles mit allem zu tun hat und sich Beweise stets vor der eigenen Haustür finden. Unterstützt wird Jürgen Becker vom echten Physiker Vince Ebert, von "Assistentin" Beate Bohr und vom "Doktoranden" Martin Stankowski, der sich in Dutzenden von Semestern zum profunden Kenner aller geschichtlich interessanten Orte in Nordrhein-Westfalen ausbilden konnte.
In dieser Ausgabe widmet sich Jürgen Becker dem Thema "Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos". Zu Gast sind zwei Hundefreunde: die Journalistin Christina Schenk und ihr Partner, der Literaturkritiker Denis Scheck.

Montag, 27.02. / 02.00 Uhr / Anna Netrebko - Westöstliche Diva
Film von Anna Mitrokhina
(Erstsendung 9.8.2010)

Es war wie ein Erweckungserlebnis, als im Sommer 2002 eine junge russische Sopranistin in Mozarts "Don Giovanni" als Donna Anna erstmals auf der Bühne des Salzburger Festspielhauses stand: Anna Netrebko, eine zierliche, mädchenhafte Gestalt mit einer betörenden Stimme. Das Auditorium hielt den Atem an, ein neuer Star war geboren. Unzählige Standing Ovations, Konzerte, Videodrehs und berückende CD-Aufnahmen später ist sie die weltweit unangefochtene Diva der Opernwelt. Dieses Genre hat sie mit ihrem Image als moderne, lebensnahe Frau gründlich verändert. Überall verblüfft "die Netrebko" durch ihre Offenheit und Natürlichkeit. Doch wer und wie ist Anna Netrebko wirklich?
Für ihren Film "Anna Netrebko - Westöstliche Diva" hat die russische Regisseurin Anna Mitrokhina die Sängerin Anna Netrebko fast ein Jahr lang zwischen Krasnodar, Wien, St. Petersburg, Moskau und New York mit der Kamera begleitet.

Im Anschluss, um 2.25 Uhr, sendet 3sat ein Gespräch mit Anna Netrebko und Rolando Villazon aus der Reihe "Opernwerkstatt".

Montag, 27.02. / 02.25 Uhr / Opernwerkstatt: Anna Netrebko und Rolando Villazon
(Erstsendung 18.10.2010)
(In englischer Sprache mit deutschen Untertiteln)

Sie sind das international gefeierte Traumpaar der Opernbühne: Anna Netrebko und Rolando Villazón. Im Rahmen einer Opernfreunde-Veranstaltung in der Wiener Staatsoper sprachen die beiden Stars über ihre Anfänge, ihre Herkunft und ihre Karrieren.
3sat zeigt eine Aufzeichnung des Gesprächs vom 18. Oktober 2010.

Montag, 27.02. / 03.10 Uhr / Made in Russia/Russland
Videomusik - Musikvideos
Gestaltung: Anita Dollmanits
(aus der ORF/3sat-Reihe "clip")
Mit Elton John, Nena, Scorpions, Sting, The Police, David Hasselhoff, Frankie goes to Hollywood, Pink Floyd, Billy Joel, The Beatles, Leningrad Cowboys, Culture Club, Queen, Peter Gabriel, Kate Bush, Dire Straits, U2, Marius Müller-Westernhagen, Chor der Roten Armee, t.A.T.u., Aquarium, Kino, DDT, Alla Borissowna Pugatschowa, Valeria, Tatjana Bulanova, MakSim, Alsou und Serebro
Erstausstrahlung

International thematisierten Musiker vor allem in den 1980er Jahren die Sowjetunion, den Eisernen Vorhang, den Kalten Krieg und schließlich den Mauerfall in ihren Songs: Elton John mit "Nikita", Nena mit "99 Luftbalons", die Scorpions mit "Wind of Change", Sting mit "Russians", Billy Joel mit "Leningrad", um nur einige zu nennen. In der russischen populären Musik wiederum gibt es viele Facetten und Strömungen: Von Estrada, der klassischen Unterhaltungsmusik mit dem Chor der Roten Armee und seinem berühmten "Kalinka" bis hin zu Popsa, dem Russischen Techno mit Bands wie t.A.T.u., und Perestroika-Rock von Bands wie Aquarium, Kino und DDT.
Der Film aus der Reihe "clip" präsentiert Popmusik "Made in Russia/Russland".

Freitag, 02.03 / 16.05 Uhr / Bühne frei für Marika
Spielfilm, BRD 1958
Marion Müller: Marika Rökk
Michael Norman: Johannes Heesters
Inge: Carla Hagen
Frank Fleming: Harald Juhnke
Brand: Rudolf Platte
u. a.
Regie: Georg Jacoby
Länge: 89 Minuten

Marion Müller hat die Nase voll. Sie will nicht mehr die brave Ehefrau des umschwärmten Starkomponisten Michael Norman sein. Sie lässt sich scheiden und versucht sich als Managerin einer Künstleragentur. Doch die Agentur steht bald vor dem Ruin. Da hat Klatschredakteur Frank Fleming eine Idee: Er will einen Star aus Marion machen. Gesagt, getan: Als ungarischer Revue-Superstar Marika Karoly taucht Marion fortan jeden Tag in Flemings Kolumne auf. Es dauert nicht lange, bis der Besitzer des Palast-Theaters, Herr Schühlein, sie engagieren will. Die ganze Stadt steht bereit, als Marika Karoly am Bahnhof ankommt. Exmann Michael, noch immer in Marion verliebt, gibt mit angeklebtem Schnurrbart den Gatten der ungarischen Diva. Aber schon bei der Empfangsgala braucht es einige Anstrengung, um die Maskerade aufrechtzuerhalten.
In der Musikkomödie "Bühne frei für Marika" glänzen Marika Rökk als Marion, Johannes Heesters in als ihr Ehemann Michael und Harald Juhnke als Klatschreporter Fleming.

Samstag, 03.03. / 09.05 Uhr / Kulturplatz
Das Kulturmagazin des Schweizer Fernsehens
Moderation: Eva Wannenmacher
(Erstsendung 29.2.2012)

Das Magazin berichtet sowohl über die wichtigen Kulturereignisse der Woche in der Schweiz, als auch über internationale Events. "Kulturplatz" analysiert Trends in den verschiedenen Kultursparten, behält die wichtigen Akteure der Schweizer Kulturszene im Auge und wirft einen Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs.

Samstag, 03.03. / 09.35 Uhr / Die Musik der Götter
"Revitalisierung" antiker griechischer Musik
Film von Gustav W. Trampitsch
(Erstsendung 23.12.2000)

Ein ehrgeiziges und einzigartiges Forschungs- und Museumsprojekt bringt die griechische Antike wieder zum Klingen: das Zentrum für antike und byzantinische Musikinstrumente in Thessaloniki. Gründer und Leiter ist der griechische Komponist und Musikwissenschaftler Christodoulos Halaris. In jahrelanger, fachübergreifender Arbeit ließ er unter seiner Anleitung die Musikinstrumente der Antike originalgetreu nachbauen. Sogar Hölzer, wie sie in der Literatur beschrieben sind, wurden unter Verwendung rekonstruierter Werkzeuge genutzt.
Die Dokumentation "Die Musik der Götter" spannt den Bogen von den Gesängen Homers bis zur griechischen Folklore von heute und besucht das Zentrum für antike und byzantinische Musikinstrumente in Thessaloniki.

Samstag, 03.03. / 19.25 Uhr / zdf.kulturpalast
Performing Arts & More
Moderation: Pegah Ferydoni
(Erstsendung 1.3.2012)

Moderatorin Pegah Ferydoni lässt das Publikum einmal wöchentlich an dem teilhaben, was ihr in der vergangenen Woche an Kritiken, Internetschnipseln, Zeitungs- und Fernsehbeiträgen begegnet ist. Die Sendung wird zu einer subjektiven, amüsanten und vielschichtigen, manchmal auch bösen Erzählung aus der Welt der Performing Arts.

Samstag, 03.03. / 20.45 Uhr / Kinder der Sonne
Theaterstück von Maxim Gorki
Aufzeichnung aus dem Deutschen Theater Berlin, 2010
Pawel Fjodorowitsch Protassow Ulrich Matthes
Lisa, seine Schwester Olivia Gräser
Jelena Nikolajewna, seine Frau Nina Hoss
Dimitrij Sergejewitsch Wagin Sven Lehmann
Boris Nikolajewitsch Tschepurnoj Alexander Khuon
Melanija, seine Schwester Katrin Wichmann
Jegor, Hausmeister Markus Graf
Inszenierung: Stephan Kimmig

Im Haus des Wissenschaftlers Pawel Protassow und seiner Ehefrau Jelena gehen verschiedene Menschen ein und aus: der Künstler Dimitrij, der in Jelena verliebt ist, die reiche Witwe Melanija, die ihrerseits Pawel liebt, sowie der Tierarzt Boris, der schon seit Langem Protassows Schwester Lisa zugetan ist. Schließlich noch der Hausmeister Jegor, der seinen Beruf versteht, aber trinkt und seine Frau schlägt. Alle sind auf der Suche nach einem erfüllten Leben. Doch sie verstehen einander nicht, sind sich fern und scheitern am Alltäglichen.
Maxim Gorkis Stück "Kinder der Sonne" aus dem Jahr 1905 zeichnet das düsterkomische Bild einer Gesellschaft, die, von sozialen wie kulturellen Konflikten zerrissen, unfähig ist, eine bessere Welt zu erschaffen. Stephan Kimmig inszeniert auf der kargen Bühne, die mit ihrem Wald aus weißen Stangen irgendwo zwischen Gewächshaus und Irrgarten anzusiedeln ist, beeindruckendes Schauspieler-Theater. Die Fernsehfassung verdichtet das intensive Spiel des Ensembles nochmals und zeigt das Gefangensein der einzelnen Figuren in sich selbst, ohne eine Möglichkeit, den Menschen in ihrer Umgebung wirklich nahe zu kommen. Manchmal verzweifelt, manchmal ausgelassen, scheitern die Kinder der Sonne daran, die Welt zu verbessern, geschweige denn ihr eigenes Leben. Es spielen unter anderen Ulrich Matthes, Olivia Gräser und Nina Hoss.

Im Rahmen der Themenwoche "Im Fokus: Russland" folgt im Anschluss, um 21.45 Uhr, die Dokumentation "Valery Gergiev - Im Dienst der Musik". Die Themenwoche endet um 22.35 Uhr mit dem Porträt "Anna Netrebko - Eine Frau, eine Stimme".

Samstag, 03.03. / 21.45 Uhr / Valery Gergiev - Im Dienst der Musik
Film von Allan Miller
(Erstsendung 29.5.2011)

Der 1953 im Kaukasus geborene Valery Gergiev ist einer der führenden Dirigenten seiner Zeit. Seine internationalen Konzertpläne und Verpflichtungen führen Gergiev rund um den Erdball, dazu leitet er mit dem Mariinsky Theater in Moskau eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt. Berühmte Künstler wie der Pianist Yefim Bronfman, die Sopranistin Renée Fleming, der Bariton Dmitri Hvorostovsky, der Violinist und Dirigent Leonidas Kavakos, die Ballerina Uljana Lopatkina und die Sopranistin Anna Netrebko gehören nicht nur zur Arbeitswelt des Dirigenten, manche von ihnen bereichern als Freunde auch das private Leben des ansonsten ganz der Kunst ergebenen russischen Maestros.
Dem preisgekrönten Regisseur Allan Miller gelang mit seiner Dokumentation "Valery Gergiev - Im Dienst der Musik" ein sehr persönlicher filmischer Einblick in das Leben des russischen Dirigenten. Ausgehend von den Bergen des Kaukasus, bewegt sich das Porträt über weitere Lebensstationen Gergievs entlang der Wolga und St. Petersburgs bis nach London und New York.

Samstag, 03.03. / 22.35 Uhr / Anna Netrebko - Eine Frau, eine Stimme
Porträt von Vincent Paterson
(Erstsendung 7.12.2003)

Die russische Sopranistin Anna Netrebko ist derzeit eine der populärsten klassischen Sängerinnen. 1995 gelang ihr in San Francisco in der Titelrolle von Michail Glinkas "Ruslan und Lyudmila" der internationale Durchbruch. Seither ist sie in Wien, Salzburg, New York und San Francisco Dauergast. Der sonst nicht gerade zu Pathos neigende Dirigent Nikolaus Harnoncourt sprach vom "Wunder Netrebko". 2005 sang die mehrfache Echo- und Klassik-Amadeus-Preisträgerin, die mit Ronaldo Villazón das neue Operntraumpaar bildet, bei den Salzburger Festspielen die Titelpartie in Giuseppe Verdis Oper "La Traviata".
Das Porträt "Anna Netrebko - Eine Frau, eine Stimme" stellt die Sängerin vor und zeigt sie an ihren Lieblingsplätzen in St. Petersburg, Salzburg und Kalifornien.

Montag, 05.03. / 20.15 Uhr / Neues aus der Anstalt
Politsatire mit Priol und Pelzig
Mit den Gästen Jochen Malmsheimer, Lars Reichow und Michael Mittermeier
Regie: Frank Hof
(Erstsendung 28.2.2012)

Urban Priol und Erwin Pelzig begeben sich auf ihre satirische Monatsvisite: In ihrer Sendung "Neues aus der Anstalt" betrachten die beiden Kabarettisten die nationale und internationale Politik aus dem Foyer einer psychiatrischen Tagesklinik. Dort wird in einem Zustand zwischen politischer und psychischer Verstörtheit über den Status quo des Landes und seiner Mächtigen gewettert, geklagt, gelacht, werden die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des Monats satirisch-bissig aufs Korn genommen.
Zu einem satirisch-therapeutischen Kurzaufenthalt sind in dieser Ausgabe von "Neues aus der Anstalt" Jochen Malmsheimer, Lars Reichow und Michael Mittermeier eingeladen.

Montag, 05.03. / 21.00 Uhr / Olaf TV (4/4)
Von Schubert zu Mensch
Mit Bert Stephan, Jochen M. Barkas und Klaus Weichelt
Erstausstrahlung

Olaf Schubert kämpft weiter, um die Geschicke unserer Welt zum Guten zu lenken. Die Medienmogule haben erkannt, wie wichtig sein Anliegen ist, und bieten ihm sogar Unterstützung, stellen Kameras und Ton. Im Gegenzug stellt er für die Dreharbeiten seine Wohnung zur Verfügung, lädt Nachbarn, Freunde und Fernsehzuschauer ein, sich bei ihm wohlzufühlen.
In jeder Folge von "Olaf TV" nimmt sich Olaf Schubert eines Themas an, das ihm besonders am Herzen liegt. In der letzen Folge steht der Glaube im Mittelpunkt. Woran wird geglaubt? Glauben wir zum Beispiel daran, dass wir nicht alle überwacht und abgehört werden? Auf alle Fälle täten wir gut daran, Olaf Schubert zu glauben, wenn er uns beweist, dass Werbung manipuliert. In der Rubrik "Olaf investigativ" packt ein kirchlicher Würdenträger aus, Olaf und sein Team sind ganz nah dran. Unterstützt wird der Weltverbesserer wie immer von seinen drei besten Freunden Bert Stephan, Jochen M. Barkas und Klaus Weichelt.

Montag, 05.03. / 21.30 Uhr / Bauerfeind
Moderation: Katrin Bauerfeind
(Erstsendung 4.3.2012)

Musik, Web, Politik, Unterhaltung - Popkultur ist überall, und Katrin Bauerfeind ist mittendrin. Auf ihrem Touchscreen präsentiert die gebürtige Schwäbin alle zwei Wochen Schönes, Fragwürdiges und Abseitiges aus der großen weiten Welt. Katrin Bauerfeind sorgt für Denkanstöße, Katrin Bauerfeind bezieht Position. Und sie interviewt nur Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben - und die vor ihrer Neugierde nicht zurückschrecken.

Montag, 05.03. / 02.05 Uhr / Jazz oder nie! - Nathan & The Zydeco Cha Chas
41. Internationale Jazzwoche Burghausen 2010
Mit Nathan J. Williams (Gesang, Akkordeon),
Herman "Rat" Brown (Schlagzeug), Mark "Chuck" Williams (Waschbrett),
Robert LeBlanc (Bass) und Dennis Paul Williams (Gitarre)
(Erstsendung 8.8.2010)

In der Szene gehören Nathan und seine Band The Zydeco Cha Chas zu den absoluten Topstars. Auf dem Akkordeon und dem Waschbrett spielen die Musiker schnell und wild Roots Music. Der elektronische Gitarrensound von Rockmusik, gemischt mit Blues- und R-'n'-B-Elementen - eine interessante Mischung.
"Jazz oder nie! - Nathan & The Zydeco Cha Chas" zeigt ein Konzert der Band von der Internationalen Jazzwoche Burghausen 2010.

Montag, 05.03. / 03.20 Uhr / Jazz oder nie! - Exultet
41. Internationale Jazzwoche Burghausen 2010
Mit Christophe Girard (Akkordeon), William Rollin (Gitarre)
und Stanislas Delannoy (Schlagzeug)
(Erstsendung 2.5.2010)

Das Trio Exultet aus Frankreich, das Stilelemente des französischen Chansons mit jazzig-rockigen E-Gitarren-Klängen mischt, gewann 2010 den Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis.
3sat zeigt eine Aufzeichnung des Konzerts aus der Wackerhalle Burghausen, mit dem das Trio beweisen konnte, dass es den Preis zurecht bekommen hat.

Montag, 05.03. / 04.10 Uhr / Jazz Open Stuttgart 2008 (1/2)
Salsafuerte
(Erstsendung 29.8.2008)

Die Mitglieder von Salsafuerte kamen im New Yorker Latin-Club "Nuorican", einer Schaltzentrale moderner Latin-Musik, erstmals zusammen: Neben Klaus Graf, dem umtriebigen Professor für Saxofon an der Musikhochschule Nürnberg/Augsburg, und Trompeter Claus Reichstaller, wie Graf ein Mitglied der SWR Big Band, sind das der in New York lebende Jazz-Pianist und -Violinist Gregor Hübner und sein Bruder, der Bassist Veit Hübner, sowie der Schlagzeuger Joachim Leyh und der Perkussionist Jerome Goldschmidt. Seit ihrer Gründung begeistern Salsafuerte zweimal im Jahr auf ausgedehnten Tourneen ein wachsendes Publikum in ganz Europa.
3sat präsentiert ein Konzert von Salsafuerte von den "Jazz Open Stuttgart 2008".

Ein weiteres Konzert von den "Jazz Open Stuttgart 2008" zeigt 3sat im Anschluss, um 5.10 Uhr.

Montag, 05.03. / 05.10 Uhr / Jazz Open Stuttgart 2008 (2/2)
Bê - Betina Ignacio
(Erstsendung 29.8.2008)

Betina Ignacio, besser bekannt als Sängerin Bê, wurde in São Paulo in Brasilien geboren. Nach einer erfolgreichen Karriere als Model lebt sie heute in Deutschland. Ihr 2007 erschienenes Debütalbum "Mistura Fina" entstand in Zusammenarbeit mit Luiz Brasil und Markus Schmidt, die beruflich schon lange Jahre Weggefährten sind, in Salvador da Bahia und Rio de Janeiro. Bês Musik ist ein Mix aus Bossa-Nova und Jazz mit Einflüssen von Lounge- und Pop-Sounds.
3sat präsentiert ein Konzert von Bê von den "Jazz Open Stuttgart 2008".

Dienstag, 06.03. / 02.35 Uhr (zu Mi) / Bühne frei für Marika
Spielfilm, BRD 1958
Marion Müller: Marika Rökk
Michael Norman: Johannes Heesters
Inge: Carla Hagen
Frank Fleming: Harald Juhnke
Brand: Rudolf Platte
Direktor Schühlein: Kurt Großkurth
u. a.
Regie: Georg Jacoby
Länge: 89 Minuten

Marion Müller hat die Nase voll: Sie will nicht mehr die brave Ehefrau des umschwärmten Starkomponisten Michael Norman sein. Sie lässt sich scheiden und versucht sich als Managerin einer Künstleragentur. Doch die Agentur steht bald vor dem Ruin. Da hat Klatschredakteur Frank Fleming eine Idee: Er will einen Star aus Marion machen. Gesagt, getan: Als ungarischer Revue-Superstar Marika Karoly taucht Marion fortan jeden Tag in Flemings Kolumne auf. Es dauert nicht lange, bis der Besitzer des Palast-Theaters, Herr Schühlein, sie engagieren will. Die ganze Stadt steht bereit, als Marika Karoly am Bahnhof ankommt. Exmann Michael, noch immer in Marion verliebt, gibt mit angeklebtem Schnurrbart den Gatten der ungarischen Diva. Aber schon bei der Empfangsgala braucht es einige Anstrengung, um die Maskerade aufrechtzuerhalten.
In der Musikkomödie "Bühne frei für Marika" glänzen Marika Rökk als Marion, Johannes Heesters in als ihre Ehemann Michael und Harald Juhnke als Klatschreporter Fleming.

Freitag, 09.03. / 02.15 Uhr / Ottis Schlachthof
Kabarett, Talk und Musik mit Ottfried Fischer
(Erstsendung 2.3.2012)

Bereits seit 1995 lädt das kabarettistische Schwergewicht Ottfried Fischer in das Münchner "Wirtshaus im Schlachthof" zur kritischen Bestandsaufnahme der aktuellen Lage in Politik, Kultur und Gesellschaft ein.

Freitag, 09.03. / 03.15 Uhr / Spätschicht - Die SWR Comedy Bühne
(Erstsendung 10.2.2012)

Das Leben ist voller Überraschungen. Nur eines ist vorhersehbar: Je später der Abend, desto spaßiger die Sendung. "Spätschicht - Die SWR Comedy Bühne" tritt dafür seit nunmehr einem Jahr den Beweis an. Kabarettist und Comedian Christoph Sieber lädt jeden Monat Kolleginnen und Kollegen nach Mainz ins Kulturzentrum ein. Gemeinsam spitzen sie die Absurditäten des Alltags und der Gesellschaft zur Kenntlichkeit zu. 45 Minuten lang wird die Zeit relativ.

Freitag, 09.03. / 04.00 Uhr / Das Stuttgarter Kabarett-Festival 2005 (1/3)
Marco Tschirpke: Lapsuslieder
(Erstsendung 23.7.2005)

Stücke von 20 Sekunden Länge sind im Repertoire des ungewöhnlichen und skurril anmutenden Kabarettisten Marco Tschirpke keine Seltenheit. Textliche Entgleisungen dargeboten mit einem Höchstmaß an musikalischer Virtuosität machen ihn gleichermaßen zum Komiker und Klangkünstler. "Lapsuslieder" nennt er seine Songminiaturen, die auch bei seinem Auftritt auf dem Stuttgarter Kabarett-Festival 2005 im Mittelpunkt standen. Ob es um die Kurzhaarfrisur von Rapunzel geht oder um die Schwierigkeit, in Würde zu altern - kein Zweiter drückt das Wesentliche so knapp und komisch aus.
Der Auftritt von Marco Tschirpke ist die erste von drei Aufzeichnungen vom Stuttgarter-Kabarett-Festival 2005.

Die beiden weiteren Teile von "Das Stuttgarter Kabarett-Festival 2005" sendet 3sat im Anschluss, ab 4.30 Uhr.

Freitag, 09.03. / 04.30Uhr / Das Stuttgarter Kabarett-Festival 2005 (2/3)
Knusper: "... als wären wir nie weggewesen"
(Erstsendung 13.1.2006)

Wenn "Knusper" die Bühne betritt, gibt es Parodien, Persiflagen, Slapstick, Musik-Comedy und Wortkabarett zu allem, was die moderne Welt zu bieten hat. Die drei Comedians Peter Kulla, Guido Schmidt und Patrik Walter zeichnet eine unbestechliche Beobachtungsgabe aus. Egal, ob die Shows von Jauch und Co., Politiker oder Boygroups - vor ihren Augen findet keiner Gnade.
Eine Aufzeichnung von "Knusper" beim Stuttgarter Kabarett-Festival 2005.

Freitag, 09.03. / 05.00 Uhr / Das Stuttgarter Kabarett-Festival 2005 (3/3)
Christiane Weber und Timm Beckmann: "Ausversehnsucht"
Mathias Tretter: "Die Brille zur Macht"
(Erstsendung 3.2.2006)

Christiane Weber und Timm Beckmann singen in ihrem Programm "Ausversehnsucht" Chansons, die von Goldfischen, Buchstabensuppe und Rasensprenkelanlagen handeln, und musizieren je nach Bedarf schön oder schräg.
Eine Aufzeichnung des Duos vom Stuttgarter-Kabarett-Festival 2005.

Samstag, 10. 03. / 09.00 Uhr / Kulturplatz
Das Kulturmagazin des Schweizer Fernsehens
Moderation: Eva Wannenmacher
(Erstsendung 7.3.2012)

Das Magazin berichtet sowohl über die wichtigen Kulturereignisse der Woche in der Schweiz, als auch über internationale Events. "kulturplatz" analysiert Trends in den verschiedenen Kultursparten, behält die wichtigen Akteure der Schweizer Kulturszene im Auge und wirft einen Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs.

Samstag, 10. 03. / 19.25 Uhr / zdf.kulturpalast
Performing Arts & More
Moderation: Pegah Ferydoni
(Erstsendung 8.3.2012)

Moderatorin Pegah Ferydoni lässt das Publikum einmal wöchentlich an dem teilhaben, was ihr in der vergangenen Woche an Kritiken, Internetschnipseln, Zeitungs- und Fernsehbeiträgen begegnet ist. Die Sendung wird zu einer subjektiven, amüsanten und vielschichtigen, manchmal auch bösen Erzählung aus der Welt der Performing Arts.

Samstag, 10. 03. / 20.15 Uhr / Jukka-Pekka Saraste dirigiert Wallin und Bruckner
Kölner Philharmonie, September 2011
Programm:
- Rolf Wallin: Konzert für Trompete und Orchester
- Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109
Mit dem Solisten Håkan Hardenberger (Trompete)
Orchester: WDR Sinfonieorchester Köln
Musikalische Leitung: Jukka-Pekka Saraste
Erstausstrahlung

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kölner Philharmonie 2011 präsentierte das WDR Sinfonieorchester ein eigens zu diesem Anlass komponiertes Auftragswerk des Norwegers Rolf Wallin. Den Solopart im neuen Trompetenkonzert, das in spieltechnischer und musikalischer Hinsicht eine Herausforderung darstellt, spielt der Schwede Håkan Hardenberger, "Solist der Saison" in der Spielzeit 2011/2012. Wallin gilt als Grenzgänger zwischen Neuer Musik, Jazz und Elektroakustischer Musik. Im Anschluss zeigt das WDR Sinfonieorchester die ganze Fülle seiner klanglichen Differenziertheit im monumentalen Fragment von Anton Bruckners Neunter Sinfonie. Bruckner hat sie "Dem lieben Gott" gewidmet - vollenden durfte er sie nicht mehr.
3sat zeigt die Aufzeichnung eines Konzertes vom September 2011 aus der Kölner Philharmonie mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Leitung des finnischen Dirigenten Jukka-Pekka Saraste.

Samstag, 10. 03. / 21.45 Uhr / Der Taktstock
Film von Michael Wende
Erstausstrahlung

Beim international renommierten Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker 2010 bewarben sich mehr als 280 Dirigenten. Zwölf Kandidatinnen und Kandidaten wurden zum zehntägigen Contest eingeladen. Ainars Rubikis aus Lettland hat ihn gewonnen. Warum wurde gerade er zum Sieger gekürt und was unterscheidet einen guten von einem sehr guten Dirigenten?
"Der Taktstock" ist eine humorvolle, experimentelle Dokumentation, die die komplexe Welt der großen Kunst des Dirigierens verständlich macht.

Samstag, 10. 03. / 22.40 Uhr / Ein Abend mit der Pianistin Gabriela Montero
vom Klavierfestival Ruhr, Essen
Konzertfilm von Maria Stodtmeier und Steffen Herrmann,
Deutschland 2009
Länge: 43 Minuten

Die Venezolanerin Gabriela Montero ist eine außergewöhnliche Konzertpianistin. Was sie neben ihrer Virtuosität auszeichnet, steht freilich in krassem Gegensatz zur landläufigen Vorstellung von klassischer Musik: die Kunst der Improvisation. Sie jongliert mit musikalischen Themen, als flüsterten Beethoven und Tschaikowsky ihr die Noten geradewegs ins Ohr. Zudem beherrscht sie die Kommunikation mit dem Publikum, was ihren Konzerten einen ausgelassenen, fast privaten Charakter verleiht. Bereits als junges Mädchen entdeckte Gabriela Montero ihre Gabe zu improvisieren. Sie hielt das zunächst für völlig unwichtig und entwickelte ihre Fähigkeit im Geheimen weiter: Für eine Schülerin der klassischen Musik gehörte es sich nicht, den Fingern freien Lauf zu lassen. Erst viele Jahre später änderte sich das. Die Grande Dame des klassischen Klaviers, Martha Argerich, erkannte Gabriela Monteros außergewöhnliches Talent und ermunterte sie, ihre Karriere zweigleisig anzugehen: mit der Musik von klassischen Komponisten einerseits und der Improvisation andererseits. Seitdem ist das Publikum dabei, wenn Gabriela Montero ihrer Fantasie folgt und Melodien von Verdi bis Star Wars in formvollendete Preziosen im Stile der großen klassischen Komponisten verwandelt. Und wenn das Publikum Melodien anstimmt, die Gabriela Montero dann für ihre Improvisationen aufgreift, entsteht eine zutiefst persönliche Beziehung zwischen der vielfach preisgekrönten Pianistin und ihren Zuhörern.
Neben Improvisationen spielt Gabriela Montero in diesem Konzert vom Klavierfestival Ruhr in Essen im Frühling 2009 auch kurze Stücke von Johannes Brahms sowie mit der "Sonate Nr.1" von Alberto Ginastera eines der schwierigsten Stücke für Klavier überhaupt.

Sonntag, 11. 03.: "Märchenhaft" - ein Thementag in 3sat

Sonntag, 11.03. / 06.35 Uhr / Der Eisbärkönig
(Polar Bear King)
Spielfilm, Norwegen/Schweden/Deutschland 1991
König Valemon; Tobias Hoesl
Prinzessin: Maria Bonnevie
Hexe: Anna-Lotta Larsson
König des Winterlandes: Jack Fjeldstad
Kaufmann: Rüdiger Kuhlbrodt
u. a.
Regie: Ola Solum
Länge: 83 Minuten

Nach dem Tod des alten Königs tritt sein Sohn Valemon die Herrschaft von Sommerland an, wo ewiger Frühling herrscht. Auf diesen Moment hat die böse schwarze Hexe aus dem Nachbarland nur gewartet. Sie will den jungen Monarchen heiraten, um auch die Macht über Sommerland an sich zu reißen. Doch Valemon weigert sich, und so verflucht ihn die Hexe: Sieben Jahre lang muss der junge König als Eisbär durch die Welt streifen. Nur in der Nacht verwandelt er sich in seine menschliche Gestalt zurück. Auf seiner einsamen Wanderschaft kommt Valemon irgendwann in die eisigen Gefilde von Winterland und verliebt sich in die jüngste Tochter des alten Königs. Die Prinzessin erkennt in dem stattlichen Eisbären den verwunschenen Prinzen, nach dem sie sich gesehnt hat. Gegen den Willen ihres Vaters folgt sie ihm nach Sommerland und wird seine Frau.
Der märchenhafte Abenteuerfilm "Der Eisbärkönig" beruht auf einem norwegischen Märchen und ist eine skandinavische Variante von "Die Schöne und das Biest".

Am Thementag "Märchenhaft" zeigt 3sat 24 Stunden lang die schönsten Verfilmungen von Märchenklassikern der Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersen, Wilhelm Hauff und anderen.

Sonntag, 11.03. / 07.55 Uhr / Die Geschichte von der Gänseprinzessin und ihrem
treuen Pferd Falada
Märchenfilm, DDR 1988
Aurinia: Dana Moravkova
Liesa: Michaela Kuklova
König Ewald: Eberhard Mellies
u. a.
Regie: Konrad Petzold
Länge: 80 Minuten

Prinzessin Aurinia, ihr Pferd Falada und ihre Magd Liesa reisen zum Schloss des Königs Ewald. Dort soll Aurinia Prinz Ivo heiraten. Auf dem Weg dorthin zwingt die ehrgeizige Magd die Prinzessin, die Kleider zu tauschen, denn Liesa will Königin werden. Am Ziel der Reise versucht das treue Pferd Falada, die falsche Braut zu entlarven. Liesa lässt Falada köpfen, den Kopf über einem Tor aufhängen und Aurinia muss fortan als Gänsemagd dienen. König Ewald und Prinz Ivo sind irritiert vom rüden und rücksichtslosen Verhalten der vermeintlichen Prinzessin. Aber erst der Hirtenjunge Kürdchen bringt ihnen die entscheidenden Hinweise auf den Betrug. Die böse Magd bekommt ihre gerechte Strafe und die echte Prinzessin Aurinia feiert Hochzeit mit Prinz Ivo.
"Die Geschichte von der Gänseprinzessin und ihrem treuen Pferd Falada" ist ein Märchenfilm nach "Die Gänsemagd" der Gebrüder Grimm.

Sonntag, 11.03. / 09.15 Uhr / Der falsche Prinz
(Labakan)
Märchenfilm, CSSR/BRD 1984
Labakan: Svetislav Goncic
Wesir: Pinkas Braun
Sultan: Hans Wyprächtiger
Tscherkessin: Jana Holenová
Wachtmeister: Ivan Drozdy
Glatzköpfiger Wächter: Roman Skamene
u. a.
Buch: Jaroslav Dietl
Regie: Dusan Rapos
Länge: 90 Minuten

Schneidergeselle Labakan hat seinem Meister ein kostbares Gewand gestohlen. Alle Welt hält ihn jetzt für einen Prinzen. Sogar der Sultan glaubt, in ihm seinen Sohn Omar zu erkennen, der lange Zeit in einem fremden Land lebte. Den wirklichen Omar, der kurz darauf im Palast eintrifft, wirft man als Hochstapler in den Kerker. Einzig die Sultanin ist misstrauisch. Sie stellt Labakan und Omar auf die Probe, um herauszufinden wer der richtige und wer der falsche Prinz ist: Sie sollen ihre Krönungsgewänder selbst nähen. Labakan liefert das schönste Gewand ab. Omar dagegen ist der Aufgabe nicht gewachsen. Bei der zweiten Probe müssen die beiden zwischen zwei Kästchen wählen, von denen das eine Glück und Reichtum, das andere Ruhm und Ehre verheißt. In dem Kästchen, das Labakan wählt, liegen Nadel und Schere, in Omars hingegen Zepter und Krone. Der Betrüger ist entlarvt. Dank des Großmutes von Omar entgeht Labakan aber einer Bestrafung und darf für den Rest seines Lebens ein freier Schneider bleiben.
"Der falsche Prinz" ist ein farbenfroher Spielfilm nach einem Märchen von Wilhelm Hauff.

Sonntag, 11.03. / 10.45 Uhr / Zwerg Nase
Märchenfilm, Deutschland 2008
Zwerg Nase Michael Markfort
Fee Kräuterweis: Mechthild Großmann
Jakob (als Kind): Justus Kammerer
Herzog Alois: Markus Majowski
Gräfin Wilhelmine: Inga Busch
u. a.
Regie: Felicitas Darschin
Länge: 89 Minuten

Der zehnjährige Jakob, ein hübscher und verträumter Junge, geht lieber seiner Mutter an ihrem Gemüsestand auf dem Markt zur Hand als dem Vater in der Schusterwerkstatt zu helfen. Eines Tages erscheint dort eine hässliche alte Frau. Es ist die Fee Kräuterweis, die den Knaben mit einer List von seinen Eltern weg- und in ihr Haus lockt. Dort beginnt für ihn eine siebenjährige harte Lehrzeit in der Hexenküche. Unter der strengen Anleitung der Fee entwickelt sich Jakob am Ende zu einem wahren Meister der Kochkunst. Als er endlich fliehen kann, sieht Jakob sich in einen missgestalteten Zwerg mit langer Nase verwandelt. Von seinen Eltern, die ihn nicht wiedererkennen, zurückgestoßen und von den Mitbürgern wegen seines Aussehens verspottet, gelangt der Unglückliche schließlich an den Hof des Herzogs Alois. Dieser zeigt sich von Jakobs Kochkünsten begeistert und nimmt ihn in seine Dienste auf. Fortan wird er Zwerg Nase genannt und erfährt zum ersten Mal seit seiner Verwandlung fachliche Anerkennung, als Mensch bleibt er jedoch ein einsamer Außenseiter. Erst als er Mimi, einem in eine Gans verwandelten jungen Mädchen begegnet, gibt es ein Wesen, mit dem er offen über sein Schicksal sprechen kann. Neues Unheil braut sich zusammen, nachdem die anspruchsvolle Gräfin Wilhelmine zu Besuch gekommen ist. Herzog Alois will seine Angebetete zur Heirat überreden, und Zwerg Nase soll sie mit seiner Kochkunst verführen. Als die Dame ausgerechnet eine Pastete verlangt, deren Rezept Jakob nicht kennt, gerät der Meisterkoch in Lebensgefahr. Doch Mimi weiß glücklicherweise Rat.
"Zwerg Nase" ist ein Märchenfilm nach der berühmten literarischen Vorlage von Wilhelm Hauff.

Sonntag, 11.03. / 12.15 Uhr / Die kluge Bauerntochter
Märchenfilm, Deutschland 2010
Die kluge Bauerntochter: Anna Maria Mühe
König: Maxim Mehmet
Königsmutter: Sunnyi Melles
Hofmeister von Müller: Rolf Kanies
Armer Bauer: Falk Rockstroh
u. a.
Regie: Wolfgang Eißler
Länge: 60 Minuten

"Komm zu mir, nicht gekleidet, nicht nackend, nicht geritten, nicht gelaufen, nicht gefahren, komm nicht bei Tag und nicht bei Nacht, komm mit Geschenk und ohne Geschenk". Nur wenn die kluge Bauerntochter dieses Rätsel löst, wird der König ihren gefangenen Vater freigeben - und sie obendrein zur Frau nehmen. Was schwierig klingt, ist für die Bauerntochter kein Problem. Aber selbst als sie schon am Königshof lebt und sich auf die Hochzeit vorbereitet, wird sie immer wieder vom König auf die Probe gestellt. Am Ende soll sie den Hof verlassen und darf nur mitnehmen was ihr "das Liebste" ist. Und was nimmt sie mit? Den König selbst!
"Die kluge Bauerntochter" ist eine unterhaltsame Verfilmung des Märchens der Gebrüder Grimm mit Anna Maria Mühe in der Hauptrolle.

Sonntag, 11.03. / 13.15 Uhr / Das tapfere Schneiderlein
Märchenfilm, Deutschland 2008
Schneider David: Kostja Ullmann
König Ernst: Axel Milberg
Prinzessin Paula: Karoline Schuch
Klaus: Dirk Marten
Mus-Bäuerin: Hannelore Hoger
u. a.
Regie: Christian Theede
Länge: 59 Minuten

An einem Sommermorgen saß ein Schneiderlein auf seinem Tisch am Fenster, war guter Dinge und nähte aus Leibeskräften. Da kam eine Bauersfrau die Straße entlang und rief: "Gut Mus feil! Gut Mus feil." So beginnt eine David- und Goliath-Geschichte von einem außergewöhnlichen jungen Mann, der seinen Träumen von einem besseren, aufregenderen Leben vertraut und in die Welt hinauszieht. In seiner Lehr- und Wanderzeit bekommt der arme, aber immer zuversichtliche Schneider David schwierige Aufgaben gestellt, die er schließlich alle mit Bravour meistert. Mit Witz und Klugheit bezwingt er seine Gegner und stellt die Welt auf den Kopf. Am Ende gewinnt er so auch das Herz der schönen Prinzessin.
Die Verfilmung des Märchens "Das tapfere Schneiderlein" ist ein Loblied auf Klugheit, Lebensfreude und Spontaneität.

Sonntag, 11.03. / 14.15 Uhr / König Drosselbart
Märchenfilm, Deutschland 2008
König Drosselbart: Ken Duken
Prinzessin Isabella: Jasmin Schwiers
Max: Felicitas Woll
König August: Hubert Mulzer
König Ottokar: Arthur Brauss
u. a.
Regie: Sibylle Tafel
Länge: 59 Minuten

Die stolze Prinzessin Isabella von Geranien ist schön aber hochmütig. Als ihr Vater sie verheiraten will, ist ihr kein Bewerber gut genug. Auch den edlen Richard von Begonien, dem sie eigentlich heimlich zugetan ist, lässt sie abblitzen und verspottet ihn als "König Drosselbart". Da reicht es ihrem Vater. Er schwört, die hochmütige Tochter dem erstbesten Bettler zur Frau zu geben, der sein Schloss betritt. Richard ergreift die Gelegenheit: Im Kostüm eines einfachen Bettlers geht er an den Hof, um seiner Auserwählten den Hochmut auszutreiben. Isabella muss in die bescheidene Hütte des Bettlers ziehen und fortan kochen, putzen und auf dem Markt billige Ware verkaufen, um zu überleben. So lernt die stolze Prinzessin, die einfachen Menschen und die gewöhnlichen Dinge zu achten und ihren Prinzen lieben.
Die romantische Neuverfilmung des grimmschen Märchens "König Drosselbart" erzählt von der verwöhnten Prinzessin Isabella und ihrem Prinzen, der trotz einiger Rückschläge fest an das Gute in ihr glaubt.

Sonntag, 11.03. / 15.15 Uhr / Frau Holle
Märchenfilm, Deutschland 2008
Frau Holle: Marianne Sägebrecht
Scherenschleifer Timo: Herbert Feuerstein
Marie: Lea Eisleb
Luise: Camille Dombrowsky
u. a.
Regie: Bodo Fürneisen
Länge: 59 Minuten

Es war einmal eine Mutter, die hatte zwei Töchter. Marie geht der Mutter bei der Arbeit im Haushalt fleißig zur Hand, während sich Luise auf die faule Haut legt. So kommt es, dass Marie allein am Brunnen sitzt und Wolle spinnt, bis ihre Finger wund werden und bluten. Beim Auswaschen der Spindel fällt Marie in den Brunnen. Sie wacht auf einer Blumenwiese auf, die sich in einer magischen Welt befindet: Brote rufen aus dem Ofen: "Zieh uns raus, sonst verbrennen wir!" Marie hilft ihnen. Ein Apfelbaum bittet um Hilfe: "Ach rüttle mich und schüttle mich, meine Äpfel sind allesamt reif!" Wieder ist Marie zur Stelle. Der Rabe Gustav weist ihr den Weg zu Frau Holle. Dort hält Marie das Haus in Ordnung und schüttelt im Winter kräftig die Betten, damit es auf der Erde schneit. Zum Dank lässt Frau Holle Marie durch einen Goldregen nach Hause gehen. Zurück im Dorf wird Marie bestaunt, aber niemand glaubt ihr die Geschichte. Außer Luise, die - neidisch auf das goldene Kleid - in den Brunnen springt. Auch sie wacht im Frau-Holle-Land auf, doch die rufenden Brote und der klagende Apfelbaum interessieren sie nicht. Beim Betten aufschütteln schläft Luise ein. Ihre mürrische Art veranlasst Frau Holle, Luise nach Hause zu schicken, und auch sie bekommt ihren Lohn.
In dieser Verfilmung des Märchens "Frau Holle" spielt die unvergleichliche Marianne Sägebrecht ("Out of Rosenheim") die Titelrolle.

Sonntag, 11.03. / 16.15 Uhr / Der Froschkönig
Märchenfilm, Deutschland 2008
Prinzessin: Sidonie von Krosigk
König: Friedrich von Thun
Heinrich: Richy Müller
Prinz Floris: Alexander Merbeth
Prinz Friedrich: Moritz Schulze
u. a.
Regie: Franziska Buch
Länge: 59 Minuten

Prinzessin Sophie wird 18 Jahre alt. Salutschüsse, jubelnde Prinzen und Prinzessinnen, ein strahlend schönes Geburtstagskind, Geschenke - ein Rokoko-Idyll. Doch ein Schatten liegt über diesem Tag: Prinzessin Sophie soll einen reichen Prinzen heiraten, um das marode Königreich ihres Vaters zu retten. Da bringt das Geschenk ihrer verstorbenen Mutter - eine goldene Kugel - Bewegung in die Lebenspläne, die der gestrenge König für seine jüngste Tochter gemacht hat. Die Kugel fällt in den Brunnen und wird vom Froschkönig gerettet, der sich daraufhin frech Zugang zu Tisch und Zimmer der schönen Prinzessin verschafft. Als der Frosch in ihr Himmelbett springt, erlöst Sophie den verzauberten Froschkönig und widersetzt sich ihrem Vater. Und aus der kindlichen Prinzessin wird eine selbstbewusste junge Frau, die ihren eigenen Weg finden will.
Die moderne Version des grimmschen Märchens "Der Froschkönig" ist mit Friedrich von Thun und Richy Müller hochkarätig besetzt. Sidonie von Krosigk spielt die bezaubernde Prinzessin.

Sonntag, 11.03. / 17.15 Uhr / Dornröschen
Märchenfilm, Deutschland 2009
Myrose Lotte Flack
Fynn François Goeske
Maruna: Hannelore Elsner
Königin: Anna Loos
König: Martin Feifel
u. a.
Regie: Oliver Dieckmann
Länge: 59 Minuten

Der junge Fynn kommt als Stallbursche an den Hof des Königs. Doch um seine Herkunft liegt ein Geheimnis. Sein Onkel August erzählt ihm die Geschichte der Prinzessin Myrose, die als Baby von der Schicksalsfee Maruna verflucht wurde und sich an ihrem 15. Geburtstag an einer Spindel stach. Aus dem 100-jährigen Schlaf, in den sie mit ihren Eltern und dem Hofstaat fiel, will Fynn die verwunschene Königstochter befreien. Auch wenn noch so viele Prinzen bereits an dieser Aufgabe gescheitert sind - Fynn ist so bezaubert von dem Bildnis der schönen Prinzessin, dass er heimlich den Schwertkampf lernt und sich von seinem Onkel, dem Stallmeister, zum Ritter ausbilden lässt. Der lehrt ihn, dass ein Ritter seinen Feind erst erkennen muss, bevor er ihn angreift, so schafft es Fynn, mit Geduld und List die tödliche Dornenhecke des Schlosses zu überwinden und die Prinzessin zu erlösen.
"Dornröschen" ist eine moderne Verfilmung des grimmschen Märchens.

Sonntag, 11.03. / 18.15 Uhr / Die Gänsemagd
Märchenfilm, Deutschland 2009
Prinzessin Elisabeth: Karoline Herfurth
Zofe Magdalena: Susanne Bormann
Prinz Leopold: Florian Lukas
König Gustav: Henry Hübchen
Königin Dorothea: Petra Kelling
u. a.
Regie: Sybille Tafel
Länge: 59 Minuten

Prinzessin Elisabeth ist schon seit vielen Jahren dem Prinzen Leopold versprochen. Zur Vermählung muss das Mädchen alleine reisen, denn ihre kranke Mutter kann sie nicht begleiten. Zu ihrem Schutz bekommt sie drei Dinge mit: das sprechende Pferd Falada, drei geheimnisvolle Blutstropfen und die Zofe Magdalena. Die hinterlistige Zofe zwingt die Prinzessin zum Rollentausch und tritt am Hofe Leopolds als Prinzessin und zukünftige Braut auf, während sie Elisabeth zum Gänsehüten schickt. Vor allem der Vater des Bräutigams, König Gustav, findet großen Gefallen an der resoluten jungen Dame. Doch so einfach lässt sich das Schicksal der echten Prinzessin nicht wenden: Prinz Leopold verliebt sich in die schöne Gänsemagd und auch sein bester Freund Kürdchen, der Gänsehirt, merkt, dass Elisabeth und Leopold zusammengehören. Er tut alles in seiner Macht stehende, um die Liebenden zusammenzubringen. Letztlich aber nimmt Elisabeth ihr Schicksal selbst in die Hand und findet auf ungewöhnlichen Wegen ihren Platz als Königin an Leopolds Seite.
"Die Gänsemagd" ist eine moderne Verfilmung des Märchens der Gebrüder Grimm, großartig besetzt mit Karoline Herfurth, Florian Lukas, Susanne Bormann und Henry Hübchen.

Sonntag, 11.03. / 19.15 Uhr / Des Kaisers neue Kleider
Märchenfilm, Deutschland 2010
Kaiser Friedhelm: Matthias Brandt
Jakob: Sergej Moya
Maja: Alissa Jung
Greta: Audrey von Scheele
Adele: Catherine Flemming
u. a.
Regie: Hannu Salonen
Länge: 59 Minuten

Kaiser Friedhelm der Fesche hat bald Geburtstag und nichts anzuziehen. Ihn langweilen seine prächtigen Roben. Ein neues, ausgefallenes Gewand zum Fest muss her, koste es, was es wolle. Es stört ihn dabei nicht, dass seine Untertanen hungern. Der Hofstaat schweigt. Niemand will den Kaiser verärgern und darüber womöglich Amt und Würden verlieren. Als der junge Jakob beim Kaiser vorspricht und behauptet, der beste Weber weit und breit zu sein, ist dieser entzückt. Jakob verspricht dem eitlen Regenten zum Geburtstag ganz besondere Kleider herzustellen. Nicht nur seien Farben und Muster ungewöhnlich schön, auch hätte der Stoff eine wunderbare Eigenschaft: Wer dumm oder seines Amtes nicht würdig sei, für den seien diese Gewänder unsichtbar. Als Jakob dem Kaiser endlich die sagenhaften Kleider präsentiert, fehlen Friedhelm, dem Feschen, die Worte.
Matthias Brandt spielt in dieser modernen und sehr vergnüglichen Verfilmung des Märchens "Des Kaisers neue Kleider" den kapriziösen Kaiser Friedhelm.

Sonntag, 11.03. / 20.15 Uhr / Schneewittchen
Märchenfilm, Deutschland 2009
Schneewittchen: Laura Berlin
Die Königin / Böse Stiefmutter: Sonja Kirchberger
Prinz: Nicolás Artajo-Kwasniewski
König: Jaecki Schwarz
Narr: Jörg Schüttauf
u. a.
Regie: Thomas Freundner
Länge: 60 Minuten

Eine Königin wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Und eines Tages geht ihr Wunsch in Erfüllung: Sie bekommt eine wunderschöne kleine Prinzessin, die sie Schneewittchen nennt. Doch die Königin stirbt und der König nimmt sich eine neue Frau. Auch diese ist wunderschön, aber stolz und grausam - und sehr neidisch auf Schneewittchens Schönheit. Die Eitelkeit der Regentin ist so groß, dass sie immer wieder ihren Zauberspiegel befragt: "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Als die Prinzessin heranwächst, antwortet der Spiegel, dass Schneewittchen 1.000 Mal schöner sei als die Königin. Das kann die eitle Königin nicht hinnehmen und beauftragt einen Jäger, Schneewittchen zu töten. Doch der lässt das Mädchen im Wald laufen. Schneewittchen gelangt zu den sieben Zwergen und findet bei ihnen freundliche Aufnahme. Als die Königin erfährt, dass die Prinzessin noch lebt, nimmt sie die Sache selbst in die Hand.
Moderne Version des grimmschen Märchens "Schneewittchen" mit Sonja Kirchberger als böse Königin.

Sonntag, 11.03. / 21.15 Uhr / Die Prinzessin auf der Erbse
Märchenfilm, Deutschland 2010
Prinzessin: Rike Kloster
Prinz: Robert Gwisdek
Schwester des Königs : Iris Berben
König: Michael Gwisdek
Hofjunker: David C. Bunners
u. a.
Regie: Bodo Fürneisen
Länge: 59 Minuten

Nur noch wenige Tage bis zum 70. Geburtstag des Königs. Dann, so ist es festgelegt, wird er die Krone abgeben. Darauf hat seine Schwester lange gewartet: Endlich will sie die Macht im Königreich übernehmen. Der Sohn des Königs könnte nur mit einer Prinzessin an seiner Seite Thronfolger werden. Die ganze Welt hat der junge Prinz schon bereist, um eine Braut zu finden - ohne Erfolg. Alle Hoffnung steckt der alte König jetzt in eine arrangierte Hochzeit. Doch als die Kutsche mit der angekündigten Prinzessin am Hof eintrifft, ist diese leer. Die Schwester des Königs glaubt sich am Ziel ihrer Träume. Der König schickt seinen Hofhauptmann, um die Prinzessin zu finden. Die Schwester des Königs befiehlt ihrem Hofjunker, um jeden Preis zu verhindern, dass die Prinzessin am Hof ankommt. Die Suche der beiden Kontrahenten bleibt erfolglos und der entscheidende 70. Geburtstag rückt immer näher. In einer Gewitternacht klopft es am Schlosstor und davor steht ein klatschnasses Mädchen, das behauptet, die gesuchte Prinzessin zu sein. Doch die Schwester des Königs stellt sie auf die Probe.
Das Märchen "Die Prinzessin auf der Erbse" von Hans-Christian Andersen zeigt sich in einer modernen Verfilmung mit Rike Kloster, Iris Berben, Michael Gwisdek und Robert Gwisdek.

Sonntag, 11.03. / 22.15 Uhr / Der gläserne Pantoffel
(The Glass Slipper)
Spielfilm, USA 1954
Ella: Leslie Caron
Prinz Charles: Michael Wilding
Kovin: Keenan Wynn
Mrs. Toquet: Estelle Winwood
Witwe Sonder: Elsa Lanchester
u. a.
Regie: Charles Walters
Länge: 91 Minuten

Das Waisenmädchen Ella lebt bei der Stiefmutter, der Witwe Sonder, die sich jedoch nur um ihre zwei eigenen eitlen Töchter Serafina und Birdena kümmert. Die beiden verachten Ella und lassen sie die Hausarbeit machen. Ella ist darüber zu einer sehr eigensinnigen jungen Frau geworden. Aus Stolz und Angst vor Zurückweisung zeigt sie ihre Gefühle nicht, doch in ihrer Einsamkeit träumt sie oft davon, dass sie irgendwann im Königspalast leben wird. Das wollen auch Birdena und Serafina. Ihre Mutter staffiert sie mit den feinsten Kleidern aus, damit sie auf dem großen Ball im Königspalast dem nach langer Zeit zurückgekehrten Prinzen Charles ins Auge fallen. Ella hingegen hat nur ein von der Arbeit schmutziges Kleid, weshalb man sie auch "Aschenbrödel" nennt. Um etwas Ruhe zu finden, zieht sie sich an einen einsamen Waldteich zurück, wo ihr ein charmanter junger Mann begegnet - angeblich Koch des Königspalasts. Ella spürt rasch eine Seelenverwandtschaft mit ihm. Er lehrt sie tanzen und gibt ihr eine Einladung zu dem großen Ball. Ella erzählt alles ihrer Freundin, der liebenswürdigen Mrs. Toquet. Die hilfsbereite Witwe entpuppt sich als gute Fee und überlässt Ella ein traumhaftes Kostüm und eine Kutsche. So bringt Ella als geheimnisvolle Schöne die Ball-Gesellschaft ins Rätselraten: Ist sie etwa eine ägyptische Prinzessin? Als Ella ihre Stiefmutter auf dem Ball sieht, flieht sie überstürzt und verliert dabei ihren gläsernen Pantoffel.
Dem früheren Tänzer und Musical-Choreografen Charles Walters gelang mit "Der gläserne Pantoffel" eine schwungvolle Variante des Aschenputtel-Märchens, in der die ehemalige Balletttänzerin Leslie Caron an der Seite des Ballet de Paris graziös die Hauptrolle spielt.

Sonntag, 11.03. / 23.45 Uhr / Der geheime Garten
(The Secret Garden)
Spielfilm, USA 1949
Mary Lennox: Margaret O'Brien
Archibald Craven: Herbert Marshall
Colin Craven: Dean Stockwell
Mrs. Medlock: Gladys Cooper
Martha: Elsa Lanchester
u. a.
Regie: Fred M. Wilcox
Länge: 89 Minuten

Mit zehn Jahren verliert Mary Lennox ihre Eltern bei einer Cholera-Epidemie in Indien. Die Waise kommt nach England in das düstere Herrenhaus ihres verwitweten Onkels Archibald Craven, der sie jedoch nicht zu sehen wünscht. Mary überspielt ihre Unsicherheit und Einsamkeit mit Trotz, doch ihre Zofe Martha lacht sie dafür nur liebevoll aus. Mary fühlt sich in dem Haus immer unwohler, zumal sie oft herzzerreißende Schreie aus einem Teil des Gebäudes hört, den sie nicht betreten darf. Beim Herumstöbern auf dem Gelände trifft sie Marthas Bruder Dickon. Der abenteuerlustige Junge bringt sie zu einem verwunschenen Garten, den seit zehn Jahren niemand mehr betreten hat. Mary lässt sich von Dickons Neugier anstecken und versucht herauszubekommen, woher die Schreie kommen. Dabei findet sie ihren bettlägerigen Cousin Colin. Der eigenbrötlerische Junge versucht, Mary durch einen heftigen Wutanfall zu vertreiben, doch Mary erweist sich als hartnäckig. Sie schafft es, auch seine Neugier an dem geheimen Garten zu wecken. Colin überwindet seine Angst und lässt sich von Dickon und Mary dorthin bringen. Die Freunde verbringen bei der Neugestaltung des geheimen Orts einen abenteuerlichen Sommer. Dabei stoßen sie auch auf das dunkle Geheimnis des Gartens.
Fred M. Wilcox gelang eine atmosphärisch dichte und liebevolle Verfilmung des 1911 veröffentlichten Kinderbuch-Klassikers "Der geheime Garten" der Engländerin Frances Hodgson Burnett. Wilcox montierte in den Schwarz-Weiß-Film Farbbilder des Gartens, um dessen märchenhaften Charakter hervorzuheben.

Montag, 12.03. / 20.15 Uhr / Satire Gipfel
mit Dieter Nuhr
Mit den Gästen Frank Lüdecke, Philip Simon, Horst Evers, Annamateur & Außenseiter
(Erstsendung 5.3.2012)

Scharfzüngig und anspruchsvoll, bissig und hintergründig, unterhaltsam und witzig - Kabarett und Comedy treffen sich beim "Satire Gipfel". Dieter Nuhr und seine Gäste machen sich satirische Gedanken zum politischen Geschehen in Deutschland.

Montag, 12.03. / 21.00 Uhr / kabarett.com/margie kinsky
Erstausstrahlung

Römisches Herz und kölsches Blut - auf der Bühne ist Margie Kinsky ein echtes Energiebündel. Überhebliche Lehrer, schlecht erzogene Kinder, überforderte Eltern, Supermodels und falsche Prinzen - alle kriegen sie ihr Fett ab! Apropos: "Abnehmen" ist auch ein Dauerthema von Margie Kinsky. Dabei kann die sechsfache Mutter aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Im fröhlichen Plauderton tratscht sie sich nicht nur in die Herzen der "Mädels" im Zuschauerraum und vor den Bildschirmen.
3sat zeigt eine Aufzeichnung des aktuellen Programms von Margie Kinsky.

Montag, 12.03. / 21.30 Uhr / Die GlasBlasSing Quintett Show (2/2)
Liedgut auf Leergut
Mit Nils Heinrich, Rebecca Carrington und Colin Brown
Special Guest: Michael Hatzius
(Erstsendung 14.10.2011)

Auf einem Hausboot, das vor der Skyline der Berliner Szenebezirke Kreuzberg und Friedrichshain vor Anker liegt, präsentiert das GlasBlasSing Quintett schon seit einigen Jahren seine eigene Show: Vor ausgewähltem Publikum zeigt das Ensemble, das ausschließlich auf Leergut musiziert, neue Nummern und stellt Gäste aus der Kabarett- und Comedyszene vor. Immer unter dem Motto: "Man muss nur tief genug in die Flasche schauen, dann ist da auch Musik drin."
In der zweiten Folge der "GlasBlasSing Quintett Show" sind dabei: Rebecca Carrington mit ihrem Cello namens Joe und ihrem Partner Colin Brown, die gemeinsam Musik-Comedy auf höchstem Niveau zeigen. Special Guest in beiden Folgen ist der Puppenspieler Michael Hatzius mit seiner 2.000 Jahre alten Echse, die bissig und schlagfertig ihre Kommentare zum Geschehen abgibt.

Montag, 12.03. / 02.10 Uhr / Tonträger 2011: Maria Mena
Moderation: Nina Sonnenberg
(Erstsendung 12.11.2011)

Ihre ersten Erfolge in Norwegen konnte Maria Mena bereits im Alter von 16 Jahren mit dem Lied "My Lullaby" feiern. Anfang Oktober 2011 kam das Album "Viktoria" in die Läden. In der Zwischenzeit spielte die 25-jährige Norwegerin ausverkaufte Tourneen, trat bei einigen der größten europäischen Festivals auf und platzierte ihre Singles und Alben in den Charts aller Kontinente. Doch trotz der gewaltigen Veränderungen in ihrem Leben ist die musikalische Formel ihres Songwritings nach wie vor die gleiche: Marias Kompositionen entstehen in aller Ruhe und Zurückgezogenheit in ihrem heimischen Schlafzimmer.
Aufzeichnung eines "Tonträger"-Konzerts von Maria Mena.

Montag, 12.03. / 03.10 Uhr / Tonträger 2011: Katzenjammer
Moderation: Nina Sonnenberg
(Erstsendung 12.11.2011)

Vier lebhafte Norwegerinnen gründeten 2005 die Band Katzenjammer: Turid Jørgensen, Solveig Heilo, Marianne Sveen und Anne Marit Bergheim. Alle beherrschen mehrere Instrumente, die sie während der peitschend schnellen Songs ständig wechseln. Mit Bass-Balalaika, Akkordeon, Mandoline, Klavier, Schlagzeug, Geige, Mundharmonika, Banjo, Trompete, Glockenspiel und auch improvisierten Instrumenten wie Blecheimern jagen die Katzenmädels von Balkan-Groove zu polternder Zirkus-Polka und singen dazu vierstimmig. Das aktuelle Album des Quartetts "A Kiss before You Go" erschien im September 2011 in Deutschland.
Aufzeichnung eines "Tonträger"-Konzerts von Katzenjammer.

Montag, 12.03. / 04.10 Uhr / Tonträger 2011: Jessie J
Moderation: Nina Sonnenberg
(Erstsendung 12.11.2011)

Jessie J ist eine junge, extravagante Sängerin, Rapperin und Songwriterin. Ihre Mixtur aus Pop, R'n'B und Rap brachte ihr den treffenden Vergleich ein, sie sei "das Beste aus Rihanna und Gwen Stefani, gekoppelt mit dem Charisma von Pink". In ihrer Heimat Großbritannien gilt sie als die Newcomerin des Jahres 2011 und wurde mit dem BRIT Award ausgezeichnet. Ihre Single "Price Tag" stürmte direkt auf Platz 1 der iTunes-Charts und an die Spitze der deutschen Airplaycharts. Seit Mai 2011 steht ihr Debütalbum "Who You Are" in den deutschen Plattenläden. In England hat das Album der 23-Jährigen bereits Platin-Status, in Irland und Australien erreichte es Gold. Sie trat in der berühmten US-TV-Show "Saturday Night Live" auf und eroberte mit ihrem Album auf Anhieb die US-Billboardcharts.
Aufzeichnung eines "Tonträger"-Konzerts von Jessie J.

Montag, 12.03. / 05.10 Uhr / Tonträger 2011: Caro Emerald
Moderation: Nina Sonnenberg
(Erstsendung 12.11.2011)

Ohne Zweifel gehört die niederländische Chart-Stürmerin Caro Emerald zu den großen Shootingstars 2011. In den Niederlanden war ihr Album 29 Wochen in Folge auf der Pole Position und brach damit den bisherigen Rekord von Michael Jacksons "Thriller". Caro Emerald beweist, dass populäre Musik zuweilen Stars jenseits von Moden und Mainstream hervorbringt. Ihr faszinierender Retrostil zwischen Jazz, Swing, Chansons und südamerikanischen Rhythmen, die mit modernen Beats und Bässen unterlegt sind, ist erfolgreich in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Singles wie "Back It Up" und "A Night Like This" haben Evergreen-Potenzial.
Aufzeichnung eines "Tonträger"-Konzerts von Caro Emerald.

Freitag, 16.03. / 13.15 Uhr / Das blaue Sofa

In "Das blaue Sofa" stellt Wolfgang Herles wichtige belletristische Neuerscheinungen von der Leipziger Buchmesse (15. bis 18. März) zur Diskussion.

Am Samstag, 17. März, um 13.15 Uhr, zeigt 3sat als nächsten Beitrag von der Buchmesse Leipzig eine weitere Ausgabe der Literatursendung "Das blaue Sofa".

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