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Show: Varekai by Cirque du Soleil

Cirque du Soleil: VAREKAI

Deutschlandpremiere:
5. Juni 2008 (Berlin. Grand Chapiteau am Ostbahnhof an der O2 World)
Gastspiel in München: 1. April bis 2. Mai 10
Gastspiel in Köln: 13. Mai bis 6. Juni 10
Gastspiel Frankfurt: 17. Juni - 18. Juli 2010

Marketing-Direktor Shawn Kent: „Varekai ist die erste Show einer neuen kreativen Ära und eines neuen Kreativ-Teams des Cirque du Soleil. Varekai hat viele Facetten, angefangen von den theatralischen Traumdeutungen, angelehnt an die griechische Mytholgie, bis hin zu den fantastischen Kostümen des japanischen Designers und Oscar-Gewinners Eiko Ishioko. Das Berliner Publikum erwartet das Spektakulärste, was der Cirque du Soleil je kreiert hat und ich verspreche, dass Varekai unter dem Grand Chapiteau eine neue und noch nie da gewesene Show darbieten wird".

Cirque du Soleil: VAREKAI
Foto: Cirque du Soleil

Varekai
Tief im Innern eines Waldes, auf der Spitze eines Vulkans, befindet sich eine außergewöhnliche Welt. Eine Welt, in der alles möglich ist. Eine Welt mit dem Namen Varekai.

Das Wort Varekai bedeutet in der romanischen Sprache "Wo auch immer", es ist die Sprache der Zigeuner, der Wanderer der Welten. Regisseur und Autor Dominic Champagne zollt mit dieser Show der Nomadenseele Tribut. Es ist eine Hommage an den Geist und die Kunst der Zirkus-Tradition und an all diejenigen, deren leidenschaftliche Suche sie auf den Weg nach Varekai führt.

Varekai ist eine explosive Verschmelzung aus Drama und Akrobatik. Das Unmögliche wird möglich gemacht. Es ist eine überwältigende Darbietung aus Geschick und Leistung verbunden mit innovativer Musik und fantasievollem Bühnenbild – verwoben mit einer Choreographie, welche die universelle Sprache der Bewegung ausdrückt.

Seit dem Debüt im April 2002 in Montreal, gastierte Varekai in Kanada, in den Vereinigten Staaten und im Asien-Pazifik-Raum, bevor die Show am 25.Oktober 2007 sein Debüt in Europa feierte.


Cirque du Soleil:
Die Geschichte des Cirque du Soleil begann im Jahre 1984 mit nur 20 Künstlern und entwickelte sich bis heute zum Anbieter von qualitativ hochwertigster Unterhaltung, mit mehr als 3.800 Angestellten, einschließlich 1.000 Künstlern aus 40 verschiedenen Ländern.
Bis heute verzauberte der Cirque du Soleil über 70 Millionen Zuschauer in mehr als 100 Städten auf 4 Kontinenten. Im Jahr 2007 wird das Unternehmen 15 Shows zur gleichen Zeit, rund um die Welt, präsentieren. Der Cirque du Soleil hat bereits zahlreiche Auszeichnungen gewonnen, darunter den Emmy, Drama Desk, Bambi, ACE, Gemini, Félix und die Goldene Rose von Montreux.
Der internationale Hauptsitz des Cirque du Soleil ist Montreal, Kanada.


Das Kreativteam:

Founder and Chief Executive Officer:
Guy Laliberté
Writer and Director: Dominic Champagne
Director of Creation: Andrew Watson
Set Designer: Stéphane Roy
Costume Designer: Eiko Ishioka
Composer and Music Director: Violaine Corradi
Choreographer: Michael Montanaro
Choreographer: Bill Shannon
Rigging Designer: Jaque Paquin
Lighting Designer: Nol van Genuchten
Sound Designer: François Bergeron
Projections Designer: Francis Laporte
Clown Acts Designer (duos): Cahal McCrystal
Aerial Acts Designer: André Simard
Makeup Designer: Nathalie Gagn


Auf dem Gipfel eines Vulkans, tief in einem Wald voller Magie, beginnt eine außergewöhnliche Welt. Eine farbenprächtige Welt, in der alles möglich ist. Eine Welt namens Varekai.
Vom Himmel herab schwebt ein junger Mann. Sein Fallschirm lässt ihn sanft zu Boden gleiten. Er ist allein. Die Geschichte von Varekai beginnt. Ein Abenteuer mit magischen Momenten, unglaublichen Begegnungen und fantastischen Kreaturen. Ein Abenteuer am Rande der Zeit.
Der Ausdruck Varekai (ausgesprochen Va·re·’kei) bedeutet „wo auch immer“ auf Romani, der Sprache des ruhelosen Volkes der ewig Wandernden. Diese Produktion unter der Regie von Dominic Champagne zollt der Normadenseele, dem Geist und der Kunst der Zirkustradition und all derer Tribut, die mit unendlich großer Passion auf der Suche nach dem Weg sind, der nach Varekai führt.
Varekai ist eine explosive Mischung aus Drama und Akrobatik. Das atemberaubende Zusammenspiel von Kraft und Können kontrastiert mit innovativer Musik und einem übernatürlichen Bühnenbild. Verwoben mit der impulsiven Choreografie wird die universelle Sprache der Bewegung jedem verständlich. Varekai macht das Unmögliche möglich.
Das Pendel der Zeit schwingt zurück und zollt so antiken und seltenen Zirkustraditionen wie der Ikarischen Spiele, der Wassermeteoren und dem Georgischen Tanz Respekt.
Und Varekai katapultiert mit revolutionären Drehungen bei Nummern wie der Russischen Schaukel, den gleitenden Flächen oder dem Dreifach-Trapez in die Zukunft.

Die Artistiknummern:
(in alphabetischer Reihenfolge)

Aerial Hoop
Eine hoch über der Bühne schwebende oder auf ihrem Reifen durch die Luft wirbelnde junge Artistin fasziniert das Publikum mit einer Reihe akrobatischer Figuren, die ihre Gelenkigkeit und unglaubliche Körperbeherrschung zur Schau stellen.

Aerial Straps
Zwei Artisten winden sich mit Strapaten graziös nach oben zur Zirkuskuppel und begeistern mit originellen Akrobatikfiguren in perfekter Synchronarbeit. Mit Doppelstrapaten treffen sich die beiden Artisten in der Luft und setzen nun vereint als Duo ihre sensationelle Luftakrobatik fort.

Clown Acts
Kein Zirkus ohne Clowns! Die beiden Clowndarsteller unterhalten das Publikum mit skurrilen Nummern.

Flight of Icarus (The)
Ein junger Mann vollführt mit viel Gewandtheit, Geschick und Gefühl unzählige Drehungen und Verbiegungen in einem Netz, das ihn gefangen hält.

Georgian Dance
Diese Darbietung ist von der langen Widerstandstradition der georgischen Republik inspiriert, deren Einwohner sich über Jahrhunderte hinweg zahlreicher Eindringlinge erwehren mussten. Die Bewegungen der Tänzer erinnern an die Kämpfe der Georgier gegen alle Machthaber, die ihr Land erobern wollten. Ausdauer, Präzision und ein Hauch von Ekstase prägen diesen Tanz.

Handbalancing on Canes
Eine junge Artistin balanciert mit verblüffender Grazie und Gelenkigkeit auf einer Reihe strategisch angeordneter Stäbe. Mal auf ihren Füßen, mal auf ihren Händen präsentiert sie die Kunst der Kontorsion, ohne dabei je aus dem Gleichgewicht zu geraten.

Icarian Games
Die Ikarischen Spiele, eine traditionelle Zirkusdisziplin, die man heutzutage nur noch selten sieht, werden zu neuem Leben erweckt. Der menschliche Körper wird in einer ausgefeilten, fulminanten und bis ins Kleinste durchchoreografierten Darbietung von Kraft, Balance und Beweglichkeit zu Katapult und Fänger.

Juggling
Ein virtuoser Jongleur präsentiert eine einzigartige Jonglage mit Bowlingkugeln, Fußbällen, Hüten und Ping-Pong-Bällen, die er mit seinen Händen, Füßen und sogar mit seinem Mund wieder auffängt.

Lightbulb
Immer auf der Suche nach neuen, fantasievollen Möglichkeiten, das Leben der Waldbewohner durcheinander zu bringen, hilft der Himmelsbeobachter dem Weisen aus einer brenzligen Situation!

Russian Swings
Einfach atemberaubend! Auf zwei russischen Schaukeln lassen sich die Akrobaten hoch in die Lüfte katapultieren, wo sie von ihrem Partner aufgefangen werden oder auf einem Zelttuch landen. In Schwindel erregender Höhe setzen die Artisten zu waghalsigen Sprüngen an und wechseln von einer Schaukel zur anderen!

Slippery Surface
Auf einer speziellen Gleitfläche jagen Artisten einander blitzschnell hinterher, schleudern einander in die Luft und fangen einander wieder auf, wobei eine Illusion des Schlittschuhfahrens entsteht.

Solo on Crutches
Wie eine Marionette vollführt ein Stelzentänzer einen mitreißenden Tanz.

Triple Trapeze
Von ihrem Trapez hoch über der Manege aus bieten vier junge Akrobatinnen herausragende artistische Leistungen, die von Grazie, Anmut und perfektem Timing geprägt sind.

Water Meteors
Hoch über ihren Köpfen wirbeln drei junge Akrobaten Seile mit Metallmeteoren an jedem Ende durch die Luft. Während sie die Seile mit unglaublicher Geschicklichkeit hantieren, ziehen sie die Zuschauer gleichzeitig mit spektakulären Akrobatikfiguren in den Bann.

Icare (Icarus)
Ikarus, unschuldig und verletzlich, findet sich plötzlich verwundet in einer unbekannten Welt wieder. Sein Wunsch zu leben und seine Ängste zu überwinden, treibt ihn zu ungeahnten Höhen und ebnet den Weg zu einer möglichen Wiedergeburt.

La Promise (The Betrothed)
Eine exotische Kreatur betört Ikarus mit ihrer sinnlichen Schönheit. Sie wird sein führendes Licht und er der Auslöser für ihre Verwandlung.

Le Guide (The Guide)
Mit seiner von der Sonne vieler Jahrhunderte gegerbten Haut wirkt er wie ein freundlicher, zerbrechlicher Urgroßvater – ein weiser alter Mann, dessen Mission es ist, andere zu inspirieren und Änderungen herbeizuführen.

La Vigie (The Skywatcher)
Verrückter Wissenschaftler und genialer Erfinder, Sammler der Erinnerungen der Welt und Zeichendeuter: Dieser Mann erhält Zeichen, verwandelt Töne und warnt vor Kummer und Elend.


www.cirquedusoleil.com

Kostüme:
Die Designerin Eiko Ishioka hatte sich zuvor bereits in mehreren künstlerischen Disziplinen versucht und als Kostümdesignerin für Kino, Theater und Oper gearbeitet. Der Zirkus stellte für sie völliges Neuland dar. Für Varekai wurde sie vor eine zweifache Herausforderung gestellt: einerseits absolut originelle Kostüme zu entwerfen und andererseits den traditionellen Bodies aus Lycra neue Formen zu verleihen. Beim Entwurf von Kostümen für Akrobaten spielen Sicherheit, Komfort und Bewegungsfreiheit eine ausschlaggebende Rolle. Unter ständiger Berücksichtigung dieser Vorgaben dachte sich Eiko Ishioka aufwändig gestaltete Kostüme aus, die die bereits spektakulären akrobatischen Leistungen noch kühner erscheinen lassen. Die lebhaften, prächtigen Farben und ungewöhnlichen Formen der Kostüme von Eiko Ishioka betonen die Bewegungen der Künstler und heben deren Schönheit und Grazie hervor.

Kostüme für Varekai:
 Die Garderobe für Varekai besteht aus über 130 Kostümen.
 Beim Design der Kostüme für Varekai stand die Suche nach neuen technischen Lösungen zur Gewährleistung von Komfort und Sicherheit im Vordergrund. Die hoch qualifizierten Kostümschneider übertreffen sich selbst mit ihren originellen Kreationen - und all dies in nicht weniger als 33.000 Stunden harter Arbeit!
 Lycra ist aufgrund seiner Flexibilität, Elastizität und Pflegeleichtigkeit nach wie vor einer der beliebtesten Stoffe. Auch einige ungewöhnliche Materialien, wie zum Beispiel flexible Titanstäbe, Schwamm-Nylon und verschiedene Arten von feuerfesten Geweben, kamen bei den Kostümen zum Einsatz.
 Für die Show wurden über 600 Kostüme, Schuhe, Perücken, Hüte, Accessoires usw. angefertigt.
 250 Stunden pro Woche beträgt der Zeitaufwand, der nötig ist, um die Kostüme während der Tournee in makellosem Zustand zu halten.
 Ein Team von 6 Mitarbeitern reinigt, repariert, bügelt, putzt, retuschiert Hüte und vieles mehr.
 Das Make-up der Künstler, das von ihnen selbst aufgetragen wird, ist so aufwändig, dass das Schminken zwischen 45 Minuten und eineinhalb Stunden dauern kann.

Kostüme für den Cirque du Soleil:
 Alle Kostüme werden im internationalen Headquarter in Montreal, Kanada, von Hand gefertigt.
 Die Kostümwerkstatt ist einzigartig in Nord-Amerika. Es gibt 400 Vollzeitangestellte, unter ihnen Spezialisten wie Schuhmacher, Textildesigner, Spitzenklöppler, Perückenmacher, Zuschneider, Kostümdesigner und Hutmacher.
 2009 hat die Kostümwerkstatt mehr als 25.000 Teile produziert. Jedes Jahr verbrauchen die Kostümdesigner fast 130 Kilometer Tuch aus aller Welt, 80 Prozent der Stoffe werden von den Textildesignern im Haus bearbeitet und eingefärbt.
 Alle Schuhe werden von den Schuhmachern handgefertigt und für die Artisten maßgeschneidert. Das Leder wird vor Ort gefärbt, zugeschnitten und verarbeitet. Neue Sport- oder Tanzschuhe werden manchmal geändert, damit sie sich besser dem Kostüm anpassen. Im Durchschnitt werden jährlich fast 3.000 Paar Schuhe gefertigt.
 Hüte gehören zu jeder Show des Cirque du Soleil und sind ein wesentlicher Teil der Kostüme. Wie die Kostüme werden auch sie nach den jeweiligen Bedürfnissen entworfen und in der Werkstatt hergestellt. Die Hutmacher formen und gestalten die Hüte auf Gipsmodellen der Artistenköpfe. Neue Artisten des Cirque du Soleil müssen von den Requisiteuren einen Abdruck ihres Kopfes anfertigen lassen.

Musik:
Violaine Corradi
ließ sich bei der Komposition der Musik für Varekai von dem immensen Repertoire der Weltmusik inspirieren. Jedes Stück scheint ein Zusammen- oder Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen wachzurufen, die nicht immer erkennbar sind. Violaine Corradi kombinierte die Klänge hawaiianischer Ritualmusik, Lieder der südfranzösischen Troubadours aus dem 11. Jahrhundert, traditionelle armenische Melodien und Gospelmusik mit zeitgenössischen Arrangements und schuf damit ein einzigartiges musikalisches Universum.
Die siebenköpfige Band setzt sich aus einem Bandleader/ Keyboarder, einem weiteren Keyboarder, einem Schlagzeuger, Percussionisten, Bassisten, Violinisten und einem Bläser sowie einem Sänger (der Patriarch) und einer Sängerin (die Muse) zusammen. Bei nahezu allen Shows des Cirque du Soleil wird die Musik live gespielt. Und im Gegensatz zu Musicals muss sich die Musik dabei immer dem Bühnengeschehen anpassen und nicht umgekehrt. Um dies zu ermöglichen, stehen Bandleader, Musiker, Sänger und Tontechniker über Headsets und Mikrofone in ständigem Kontakt.

Bühnenbild:
Stéphane Roy
kreierte für Varekai ein dem Stück entsprechendes Bühnenbild, bei dem sich alle Elemente - Kostüme, Bühnenbild und Musik – harmonisch mit der Poesie und Sprache der Aufführung vereinen.

Zum Varekai Universum gehören:
Der Wald
Ein fabelhaftes und geheimnisvolles Versteck, das die Darsteller von Varekai zu ihrer Heimat gemacht haben. In dem aus über 300 “Bäumen” bestehenden Wald, die zwischen 4,5 und 10,5 Meter hoch sind, wurden auch an die zwanzig “Akrobatik-Bäume” aufgestellt, auf die die Waldbewohner klettern können, um das Geschehen von oben zu verfolgen.

Die Bühne
Als Erweiterung des goldenen Waldes ist sie das Podium, auf dem sich die Darsteller bewegen. Mit einem Radius von circa 13 Metern stellt sie eine in goldenes Licht getauchte Lichtung dar. Die Bühne, die speziell für die ästhetischen und akrobatischen Bedürfnisse der Show konzipiert wurde, besteht aus fünf Falltüren, zwei Drehscheiben und einer Hebebühne.

Der Laufsteg
Der Laufsteg, der an die Wirbelsäule eines riesigen Vogels erinnert, ist eine Erfindung der Waldbewohner. Er ermöglicht es ihnen, ins Freie zu treten, Gegenstände zu sammeln und in ihrem Bestreben, den Himmel zu berühren, hoch hinaus zu klettern. Diese 30 Meter lange Treppe, die die Artisten dazu benutzen, von einem Ende der Bühne zum anderen zu gelangen, ist für das Überleben der Waldbewohner unerlässlich.


Guy Laliberté
Gründer und Vorstandsvorsitzender
„Der Cirque du Soleil entstand als ein einfacher Traum. Eine Gruppe junger Künstler schließt sich zusammen, um das Publikum zu unterhalten, die Welt zu sehen und dabei Spaß zu haben.“

Guy Laliberté wurde 1959 in der Stadt Québec geboren. Als Akkordeonspieler, Stelzenläufer und Feuerschlucker gründete er mit einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten Québecs ersten weltweit bekannten Zirkus. Der kühne Visionär Guy Laliberté organisierte und kultivierte die Talente der Straßenkünstler des „Fête foraine de Baie-Saint- Paul“ und gründete damit 1984 den Cirque du Soleil.

Guy Laliberté hat es als Erster gewagt kreative, artistische und akrobatische Disziplinen miteinander zu kombinieren – das heutige Markenzeichen des kanadischen Zirkus´. Seit 1984 erarbeitet er zusammen mit dem Kreativteam die Gestaltungen jeder einzelnen Show und trägt dazu bei, dass die Zirkuskunst das Level der großartigen artistischen Disziplinen erreicht.
Cirque du Soleil ist zu einer internationalen Organisation geworden, sowohl in Hinblick auf sein Erscheinungsbild als auch im Bereich seiner Aktivitäten und seines Einflusses. Heute leitet Guy Laliberté eine Unternehmen, das auf fünf Kontinenten aktiv ist.
Im Oktober 2007 hat sich Guy Laliberté einer zweiten Lebensaufgabe gewidmet: Er hat die ONE DROP Foundation gegründet: Diese Stiftung bekämpft Armut in der ganzen Welt, in dem Menschen sauberes Trinkwasser zugänglich gemacht wird. Dieser neue Traum stammt aus der Erkenntnis, dass weltweit das Recht auf Wasser der Schlüssel zum Überleben jedes Menschen und jeder Gemeinschaft ist. Dieser Grundsatz trifft sich mit den Werten, die dem Cirque du Soleil seit der Gründung am Herzen liegen: Der Glaube, dass dir das Leben das zurückgibt, was du gibst und dass auch die kleinsten Gesten dabei einen Unterschied machen werden.

Preise und Ehrungen
Die Université Laval (Quebec) verlieh Guy Laliberté 2008 einen Ehrendoktortitel. Ein Jahr zuvor bekam Guy Laliberté den Ernst & Young Entrepreneur of the Year Award für alle drei Katagorien: Quebec, Kanada und international. 2004 verlieh ihm der kanadische Generalgouverneur den Order of Canada, die höchste Auszeichnung im Land. Im selben Jahr kührte ihn das Time Magazine als einen der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. 2003 wurde er von der Condé Nast Gruppe für seine Teilnahme am „Never Follow Program“ geehrt, die Kreativen und Erfindern Tribut zollt. Die Académie des Grands Montréalais nannte ihn einen „großen Montrealer“. 1997 erhielt Guy Laliberté den Ordre National du Québec, die höchste Auszeichnung der Regierung von Quebec.


Dominic Champagne ~ Autor und Regisseur
„Ich denke, dass Künstler die Pflicht haben, Fragen zu ihrer Umwelt zu stellen, und sich neue Welten auszumalen. Alle meine Aufführungen drehen sich um den Versuch, eigene Träume zu verwirklichen.“
Dominic Champagne, 1963 in Quebec geboren, ist ein äußerst vielseitiger Künstler mit vielen Talenten. Seit er die National Theatre School of Canada 1987 verlassen hat, ist er überall in der Kulturszene Quebecs präsent. Mit mehr als 100 Produktionen für Bühne und Fernsehen hat er sich zahlreiche Preise und Anerkennungen verdient. Für Dominic bedeutet der Zirkus eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Im Alter von 20 Jahren, mittellos und allein in Griechenland, schloss er sich dem Zirkus an und wurde ein…
Zirkusjunge! Was hat ihn diese Erfahrung gelehrt? „Der Zirkus ist ein Ort, der Kameradschaft ermöglicht und das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen zu einer besonderen Quelle der Kreativität macht. Die Vielvölkerumgebung im Cirque du Soleil ist inspirierend. Sie fördert mein kreatives Denken.“
Inspirationen erhält er auch von Persönlichkeiten wie Samuel Beckett, Charlie Chaplin, Gandhi und Martin Luther King. „Ich wurde im Jahr der ‘I have a dream’-Ansprache geboren. Ich gehöre zu der Generation, die das Ende der Hippie-Ära und des gescheiterten American Dreams miterlebt hat. Ich bin das Produkt von Träumen und Ernüchterungen. Als Künstler möchte ich die Schönheit im Elend zeigen, wenn jemand versucht, seiner Situation zu entfliehen.“ Als Enkel eines Richters und eines Schweißers bemüht sich Champagne darum, das Erbe beider Großväter in jedem seiner Projekte zum Ausdruck zu bringen. Im Jahr 1992 erregte Champagne mit seiner Show “Cabaret neiges noires“ in der Öffentlichkeit und bei seinen Künstlerkollegen großes Aufsehen. Die Show entstand in Zusammenarbeit mit seinen Kollegen des “Théâtre il va sans dire”. Inspiriert durch Martin Luther Kings berühmte Ansprache, handelte es sich um ein sowohl vom Inhalt als auch vom Medium her hoch innovatives Stück. Das Skript ist zynisch, poetisch, finster und lustig zugleich, während die festliche und hemmungslose Inszenierung Schauspiel, Lieder und Musik vereint. Dominic Champagnes Taktik ging auf: Es gelang ihm, einen kritischen Blick auf diese Ära zu werfen und damit neue Zuschauer für das Theater zu gewinnen. Die Show wurde seit ihrer Entstehung mehr als 100 mal aufgeführt. 1998 arbeitete Champagne an der Bühnenfassung und Regie von Cervantes Don Quixote, die Rekordzahlen von Zuschauern in Montreals “Théâtre du Nouveau Monde” lockte. Im Jahr 2000 wiederholte er dieses Kunststück mit der Inszenierung von Homers Odyssee. Die Aufführung erzielte neue Zuschauerrekorde und beeindruckte niemand anderen als Andrew Watson, den Kreativdirektor von Varekai: „Ich bin überzeugt, dass jeder Zuschauer, egal welche Sprache er spricht, die Reise von Odysseus verstehen konnte. Dominic braucht keine Wörter, um eine Geschichte zu erzählen.“
Champagnes Arbeit für Theater und Fernsehen brachte ihm im Jahr 2002 eine Einladung des Cirque du Soleil ein, das Skript für Varekai zu schreiben und dabei Regie zu führen. Champagnes nächster Einsatz für den Cirque war die Co-Regie von Zumanity (2003) zusammen mit René Richard Cyr. Sein neuestes Projekt beim Cirque ist das Manuskript und die Regie von LOVE (2006) im Mirage Hotel, in Las Vegas.

Andrew Watson ~ Kreativdirektor
„Das herausragende Merkmal dieses künstlerischen Unternehmens ist seine Bereitschaft, Risiken einzugehen. Jede Kreation ist eine Herausforderung und ein bewusstes Risiko.“
Nachdem er zehn Jahre als Akrobat auf der Bühne gestanden hatte, entschied sich Andrew Watson für einen Neuanfang hinter den Kulissen und wurde Kreativdirektor für die Cirque-du-Soleil-Produktionen Varekai und ZUMANITY. 1984, im Gründungsjahr des Cirque du Soleil, verpflichtete er sich als allgemeiner Artist beim Gerry Cottle Circus in London. Er war zu dieser Zeit 24 Jahre alt und – im Gegensatz zu den meisten anderen Artisten – nicht gymnastisch ausgebildet. Davon ließ er sich aber keineswegs abhalten: Er wurde Trapezkünstler. Angezogen durch ihre Mischung aus Theater und traditionellen Zirkuselementen ging er mit der deutschen Zirkusgruppe Roncalli auf Tour. Im Jahr 1987, schloss sich Andrew Watson, beeindruckt von ihrer Kreativität und ihrem Wagemut, der Truppe „We Reinvent the Circus“ (Wir erfinden den Zirkus neu) an. Mit dieser Show ging die Zirkustruppe aus Quebec zum ersten Mal auf Nordamerika-Tournee. 1990 verließ er die Manege und war in aufeinanderfolgender Reihenfolge als Besetzungschef, Leiter der Artistenausbildung, künstlerischer Koordinator und künstlerischer Leiter tätig.
Von 1994 bis 1999 war er hauptsächlich an den Shows Saltimbanco, Alegría und Quidam beteiligt. 1999 trat Andrew Watson der New Millennium Experience Company bei, wo er für die Konzeption der Trapezauftritte und die Ausbildung der Akrobaten für die New Millennium Dome Central Show, die anlässlich der Jahr-2000-Feiern in London präsentiert wurde, verantwortlich war.

Stéphane Roy ~ Bühnenbildner
„Im Zirkus geht es beim Bühnenbild im Wesentlichen um die Wahl des räumlichen Umfelds, in dem der Regisseur, die Künstler und die Artisten arbeiten. Ob abstrakt oder realistisch, es muss Stimmung erzeugen.“
Mit einem Architekten als Vater und einer in der Theaterwelt aktiven Mutter war es Stéphane Roy wohl vorbestimmt, eines Tages Bühnenbilder für den Cirque du Soleil zu entwerfen. Bereits in jüngster Kindheit erwarb und entwickelte Roy ein einzigartiges soziales und künstlerisches Gefühl für Raum, das alle seine Bühnenbilder prägt. Seit seinem Abschluss in Bühnenbildnerei an der National Theatre School of Canada im Jahr 1988 hat Roy sowohl als Bühnenbildner als auch als künstlerischer Leiter an über 100 Produktionen in aller Welt mitgearbeitet. Er hat bereits vier Produktionen des Cirque du Soleil seinen Stempel aufgedrückt: Dralion, Varekai, ZUMANITY und KOOZA.
Der Cirque du Soleil ist einer von Stéphane Roys liebsten kreativen Schauplätzen. „Im Theater verleiht das Bühnenbild den Texten des Autors und der Vision des Regisseurs konkrete Formen. Beim Cirque du Soleil habe ich das Phänomen der leeren Seite entdeckt. Es ist eine völlig andere Art, Bühnenbilder zu entwerfen - und für mich eine Gelegenheit, mit meinem künstlerischen Ansatz und dessen Wirkung auf die Zuschauer noch einen Schritt weiter zu gehen“, erklärt er.

Violaine Corradi ~ Komponistin
„Im Zirkus sind die Zuschauer von Musik umgeben. Die Musik lässt sie die Schwierigkeiten, die Gefahr, die Leichtigkeit und den Schwindel nachfühlen, und manchmal kann sie ihnen auch die Angst nehmen.“

D
urch ihre Mitarbeit bei Dralion war Violaine Corradi bereits mit dem Publikum des Cirque du Soleil vertraut. Ihre Arbeit spiegelt die Mannigfaltigkeit der verschiedenen Einflüsse in ihrem Leben wider. Ihre Stücke sind Schmelztiegel unterschiedlicher Musikrichtungen und holen sich Anregungen aus der Volksmusik aller Kontinente. Violaine ist in Italien geboren und kam im Alter von vier Jahren nach Montreal. Ihr Vater war Komponist und Dirigent, ihre Mutter Opernsängerin. Getreu der Familientradition erhielt sie eine klassische Ausbildung in Gesang, Klavier, Klarinette und Querflöte. Varekai war eine neue und aufregende Erfahrung auf Violaine Corradis künstlerischem Weg. „Der Zirkus verlangt von den Künstlern einen Sprung ins Leere, genau wie bei den Artisten. Andererseits bietet er uns eine kollektive Welt des Schaffens und das ist unser Netz“, erklärt sie. Im Herbst 2008 hat Violaine die Musik für ZAIA komponiert, die neue stationäre Show von Cirque du Soleil im Venetian in Macao, China.

Eiko Ishioka ~ Kostümbildnerin
„Eines meiner Ziele beim Cirque du Soleil ist der Entwurf von Kostümen, die den visuellen und emotionalen Effekt der von den Artisten eingegangenen Risiken unterstreichen und sogar verstärken, ihre Sicherheit dabei aber nicht in Gefahr bringen.“
Als bildende Künstlerin, deren Karriere sich über mehrere Bereiche erstreckt, hat Eiko Ishioka einige der bemerkenswertesten Kostüme unserer Zeit entworfen. Sie gehört zu den wenigen Künstlern, die in der westlichen Welt sowohl mit dem Academy Award, einem Preis der Filmfestspiele in Cannes, einem Grammy und einer Nominierung für den Tony Award geehrt wurde. 1999 entwarf sie die Kostüme für den Film The Cell mit Jennifer Lopez, während sie gleichzeitig ihr Buch “Eiko on Stage“ veröffentlichte. 1993 wurde die Welt erstmals auf Eiko Ishiokas Talent aufmerksam, als ihre Kostüme für die Verfilmung von Bram Stokers Drakula (Regie: Francis Ford Coppola) mit einem Oscar ausgezeichnet wurden. Es war übrigens Coppola, der Eiko Ishioka zu ihrer ersten Vorstellung des Cirque du Soleil einlud. Varekai ist ihr erster Ausflug in die Welt der Zirkuskunst. Eiko dazu: „Nach der Veröffentlichung meines Buches wollte ich mich gerne auf Neuland begeben. Der Vorschlag kam genau im richtigen Moment, und ich war sofort dabei, da ich bereits als Zuschauerin dem Zauber des Cirque du Soleil erlegen war.“ Und sie betont: „Beim Cirque du Soleil habe ich eine völlig neue kreative Welt entdeckt, in der ich mich vom ersten Moment an zu Hause fühlte. Zusammen verwirklichen wir einen Traum.“ Im Jahr 2001 hat sie Rennanzüge und Oberbekleidung für die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City, Utah, entworfen. Sie führte auch Regie beim Musikvideo der Single “Cocoon“ von Björks Album “Vespertine“. Bei den Olympischen Spielen 2008 im chinesischen Beijing entwarf Eiko die Kostüme für die Eröffnungsfeier.

Bill Shannon ~ Choreograf
„Mein Leben und Schaffen beruht auf einer Philosophie paradoxer Transformation. Wenn mich ein Problem belastet, versuche ich es anders zu benennen und Fehlschläge in neue Möglichkeiten und Hilflosigkeit in eine zweideutige Welt von Hilflosigkeit und Eleganz zu verwandeln.“
In einem Zeitraum von zehn Jahren gelang es Bill Shannon, sich dank seiner unglaublichen Leistungen einen Namen auf den renommiertesten Bühnen der USA und der ganzen Welt zu machen. Der in Brooklyn lebende Tänzer und Choreograf verwendet auch Videos, Texte, Zeichnungen und Kunstinstallationen als Ausdrucksform. Bill Shannon bezeichnet sich selbst als interdisziplinären Künstler; in der Club Dance Szene ist er jedoch als „der Krücken-Meister“ bekannt. Seine einzigartige Tanztechnik mit Krücken - die Shannon-Technik - entwickelte er dank seiner ausgiebigen Erfahrung mit Krücken. In der Tat war er bis Varekai der einzige Tänzer, der diese Technik beherrschte. „In meinen Choreografien versuche ich, die Shannon-Technik mit Freestyle- Straßentanz, Skateboarden und Stummfilm-Poesie zu verbinden“, erklärt er.

Michael Montanaro ~ Choreograf
„Die Arbeit mit Akrobaten erlaubt es mir völlig neue Dimensionen des Tanzens zu erforschen. Die Bühne ist nicht mehr nur das Podium. Die Bewegung umfasst den gesamten Raum und scheint die Gesetze der Schwerkraft zu missachten.“
Michael Montanaro sieht sich selbst als fächerübergreifenden Künstler, der auch Schauspielerei, Musik und Video als Ausdrucksformen verwendet. Montanaro wuchs im französischsprachigen Viertel einer Kleinstadt in New England auf, wo er seine erste Bühnenerfahrung als Mitglied der örtlichen Volksmusikgruppe erwarb. Nach seinem Tanzstudium am Hartford Conservatory und einem Engagement beim Boston Ballet ging er in Quebec auf die Suche nach neuen Abenteuern. Als er 1974 die Grenze überquerte, bestand seine ganze Habe aus sieben Koffern, einem Fernseher und jeder Menge Hoffnung, sich in der Tanzszene von Montreal einen Namen machen zu können.
Nach Engagements an zahlreichen Theatern und Bühnen in Kanada, Frankreich, England, den USA und Singapur erhielt er 2001 eine Einladung vom Cirque du Soleil, bei der neuen Show Varekai die Choreografie zu übernehmen. Die Einladung verdankte Montanaro der allgemeinen Anerkennung für seine Fähigkeit, neue Techniken in den zeitgenössischen Tanz zu integrieren. Seine Choreografien sind Lichtjahre von der Finsternis und Verworrenheit entfernt, mit der zeitgenössischer Tanz oftmals verbunden wird. „Der Zirkus ist eine fröhliche Kunst, ohne dabei banal zu sein. Wie ein Magnet zieht er uns für einen Augenblick von unseren täglichen Problemen weg, hin zu einem Universum, in dem alles möglich ist. Der Zirkus ist viel mehr als nur Unterhaltung“, meint Montanaro.

Nol van Genuchten ~ Beleuchtungstechniker
„Licht kann einer Szene auf der Bühne viele verschiedene Gesichter verleihen. Licht kann die Beziehung zwischen Publikum und Artisten verstärken, indem es entweder die Intensität der Vorführung steigert oder Kontraste zum dramatischen Inhalt der Show setzt.“
Varekai
ist Nol van Genuchtens Feuertaufe als Beleuchtungsdesigner beim Cirque du Soleil. Der ursprünglich als Beleuchtungstechniker für die europäische Tour von Saltimbanco angestellte Nol übernahm danach die Rolle des Beleuchtungskoordinators. 1996 wurde er Assistent des Beleuchtungsdesigners Luc Lafortune. Nol van Genuchten hat an der Produktion von „O“, La Nouba, Dralion und mitgearbeitet. Seine Beteiligung an Varekai sieht er als kostbares Geschenk. „Es ist eine faszinierende Herausforderung, weil die Designer aus einer Vielzahl von Bereichen wie Zirkus, Theater, bildende Künste und Musik stammen. Aber es machte mir manchmal auch Angst, weil ich den Designer in mir selbst und meinen eigenen Weg entdecken musste.“

François Bergeron ~ Tontechniker
„Im Zirkus sind Geräusche ein wichtiges Mittel, Gefühle mitzuteilen. Geräusche können Gefahr signalisieren, die Spannung erhöhen oder Lachen auslösen. Ihre Wirkung ist unübersehbar. Meine Aufgabe ist es, durch Einsatz der richtigen Werkzeuge eine Atmosphäre zu schaffen, die die künstlerischen Absichten des Regisseurs betont und dabei die Musik und die Darbietungen der Artisten unterstreicht.“
Seit mehr als 20 Jahren erforscht François Bergeron verschiedene Wege, um die Herzen seines weltweiten Publikums durch Töne zu berühren. Seine Arbeit für den Cirque du Soleil (Nouvelle Expérience, Saltimbanco, Quidam, „O“, La Nouba, Varekai und ZED) hat Zuschauer auf der ganzen Welt begeistert und hat ihm eine Unmenge von Auszeichnungen eingebracht.
Mit Varekai arbeitet François Bergeron bereits das sechste Mal an einer Show des Cirque du Soleil mit. Wie sieht er seine Rolle im Team? „Ich kann mit den anderen über meine Erfahrungen mit diesem seltsamen und faszinierenden Monster, das sie Zirkuszelt nennen, reden. Bei einer Zirkusshow ist ständige Wachsamkeit angesagt! Mit jeder Vorführung kann sich alles ändern, wie bei einem gigantischen Dominospiel. Jedes Glied der Kette muss schnell reagieren können“, betont er. Während der Nordamerika-Tournee von Nouvelle Expérience saß er nicht weniger als 560 Mal selbst hinter dem Bedienungspult und kreierte jedes Mal wieder eine einzigartige Show.

Francis Laporte ~ Designer für Videoprojektion
„Das gefühlsbewegende Potenzial von Videobildern ist enorm. In Varekai wollen wir, dass sie hundertprozentig mit dem dramatischen Gefüge der Show übereinstimmen. Mitunter sind sie sogar eng mit der Entwicklung eines Charakters verknüpft.“
Francis Laporte gehört zu der neuen Generation von Künstlern, die digitale Videoproduktion und Projektionstechniken in traditionellere Aufführungsformen integrieren. Seit seinem Studienabschluss im Jahr 1992 war er bei mehr als 15 Projekten für die Einbindung von Videobildern in die darstellende Kunst, vor allem für das Theater, verantwortlich. Ein Meilenstein seiner Arbeit war das Videodesign für die Bühnenversion von Homers Odyssee, bei der Dominic Champagne Regie führte.
Francis Laporte fühlt sich geehrt über seine Rolle bei der Produktion von Varekai. „Im Cirque du Soleil haben wir das große Glück, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem nicht alles in Form von Beschränkungen gesehen wird. Vielmehr ist jeder fest entschlossen herauszufinden, wie weit er oder sie gehen kann“, meint er.
In den Jahren 2003 und 2004 entwickelte er das visuelle Konzept für die Show von Eros Ramazzotti. Anschließend zeichnete er für das Bühnenbild und das visuelle Konzept der Symphonie fantastique de Berlioz in der Disney Concert Hall in Los Angeles verantwortlich. In den letzten Jahren war er Teil des Kreativteams der Liveproduktionen LOVE und CRISS ANGEL Believe, beide Shows werden in Las Vegas präsentiert.

Jaque Paquin ~ Bühnentechniker
„Ich bin mit meiner Arbeit zufrieden, wenn die Zuschauer nicht merken, dass bis zu neun Tonnen Ausrüstung am Dachbalken des Zirkuszeltes oder Theaters hängen. Um dies zu erreichen, muss ich dafür sorgen, dass sich alle technischen und akrobatischen Ausrüstungen perfekt in das Bühnenbild der Show einfügen.“
Bei Varekai trägt Jaque Paquin eine zweifache Verantwortung: Er hat die Aufgabe, alle akrobatischen Ausrüstungen für die Show zu entwerfen, wobei er gleichzeitig die Leitung des Designs und der Montage der Aufhängungsmechanismen für alle bühnentechnischen Ausrüstungen (Ton, Beleuchtung, Bühnenbild und akrobatische Ausrüstungen) hat. Jaque Paquin arbeitet seit 1990 für den Cirque du Soleil. Ursprünglich wurde er als Leiter der Werkstatt eingestellt, seither entwarf er die Bühnentechnik für Saltimbanco, „O“, Dralion, ZUMANITY und .
Er hat auch dazu beigetragen, die Tournee Show Nouvelle Expérience für die Aufführung im Mirage in Las Vegas anzupassen. Von 1991 bis 1996 war er technischer Produktionsleiter für die Nordamerika- Tour von Saltimbanco und nahm als technischer Leiter an deren Europa- und Japan-Tournee teil.
In den Jahren 1995 und 1996 war er für alle Anlagen des Festival International de Jazz de Montreal und der FrancoFolies von Montreal verantwortlich. Jaque Paquin begann seine Karriere hinter den Kulissen als Beleuchter. Damals war er 14 Jahre alt.
Im Jahr darauf eröffnete er eine Diskothek. Später arbeitete er als Bühnentechniker beim Theater, als Bühnenbildmaler beim Film, als Helfer bei Fernsehdreharbeiten und schließlich als Schreiner, Gruppenleiter und Projektleiter in einer Bühnenbild-Werkstatt für Theater- und Varietevorstellungen. Er studierte Kunstgeschichte (mit Schwerpunkt Filmgeschichte) und Elektronik. „Ich habe in fast allen Berufen gearbeitet, die von den Leuten, die meine Ausrüstungen montieren und bedienen, ausgeübt werden. Deswegen gebe ich mir besondere Mühe, sowohl den Technikern als auch den Artisten die Arbeit zu erleichtern“, meint er.

Nathalie Gagné ~ Maskenbildnerin
„Beim Cirque du Soleil bestimmt die Maske, zusammen mit den Kostümen, die Identität jeder Figur. Eines meiner Ziele ist es, die Artisten dazu zu bringen, das durch Make-up offenbarte Selbst mit Stolz vorzuführen.“
Seit 1995 hat Nathalie Gagné mehr als 250 verschiedene Masken für die Produktionen des Cirque du Soleil entworfen (Quidam, ‘O’, La Nouba, Varekai, ZUMANITY, , Corteo, die Tournee Arena Show Delirium, ZAIA und CRISS ANGEL Believe). Gagné versucht, die Artisten zunehmend am Entwurf ihrer Bühnenpersönlichkeit zu beteiligen. „Im Gegensatz zu Schauspielern sind Akrobaten nicht daran gewöhnt, ihre eigenen Gesichter zu studieren. Eines meiner Ziele ist es, sie genau dazu zu bewegen und ihnen dabei zu helfen, in sich selbst das zu entdecken, was ich ‘starke Adern’ nenne, und worauf ihre Figuren aufgebaut werden können.“
Nathalie Gagné ist auch für die korrekte Umsetzung aller von ihr entworfenen Masken verantwortlich. Da sich alle Darsteller selbst schminken, gehören Kurse in Maskenbildnerei mittlerweile zur Grundausbildung aller Artisten des Cirque du Soleil. Gagné zeigt ihnen zuerst, wie sie ihr eigenes Make-up auftragen sollen und schreibt anschließend eine detaillierte Anleitung für jede einzelne Maske. Bevor sie sich dem Cirque du Soleil anschloss, arbeitete Nathalie Gagné bei Theater, Film und Fernsehen. Zweimal wurde sie - für die beste Maske aller Kategorien - für den Gémeaux Award nominiert. Dieser Preis wird von der Academy of Canadian Cinema and Television verliehen. Nathalie Gagné war schon als Teenager von Make-up und seinem Einfluss auf die Arbeit von Schauspielern fasziniert. „Die Maske reflektiert die Seele einer Person“, meint sie und fügt hinzu: „Sie wirkt auch wie ein Zauberstab, der Hemmungen verschwinden lässt.“ Gagné hat am Cégep Saint-Hyacinthe, einem College in Quebec, Theaterproduktion studiert und verdiente sich anschließend als eine der Ersten ihren Abschluss an der Montrealer Zweigstelle der École Christian-Chauveau, der berühmten Pariser Schule für Maskenbildnerei.

Cahal McCrystal ~ Clownszenenbildner
„Ich freue mich besonders, wenn meine Clowns das Publikum so sehr zum Lachen bringen, dass es vergisst, welche dumme Idee sie überhaupt erst zum Lachen gebracht hat. Ich hoffe, dass die Leute, wenn auch nur für einen Moment, den Übermut und die Lebensphilosophie der Clowns teilen.“
Seit 1996 ist Cahal McCrystal einer der wenigen britischen Regisseure, der sich fast ausschließlich auf Clownkomödien spezialisiert hat. Nachdem er die Clownszenen für Varekai entworfen hatte, arbeitete Cal erneut beim Cirque du Soleil, um die humoristischen Nummern für ZUMANITY zu gestalten.
Obwohl Kritiker seine Figuren mit denen von Mel Brooks, Monty Python und den Marx Brothers vergleichen, definiert Cahal sein Ziel als die Erschaffung von Clowns mit ganz eigenen Persönlichkeiten. „Meine Arbeit ist es, den Clown im Schauspieler zum Leben zu erwecken und dazu muss ich deren ganz persönliche Schwächen hervorheben. Dieser Prozess verlangt den Schauspielern viel Bescheidenheit und Großmut ab, ist aber gleichzeitig sehr befriedigend. Wir bewundern andere für ihre Erfolge, aber wir lieben sie für ihre Schwächen. Deswegen mögen wir Clowns - sie wagen es, uns ihre allzu menschliche und alberne Seite zu zeigen!“

André Simard ~ Trapezakt-Designer
„Ich versuche, bei Trapezakten über die spektakulären Aspekte hinauszugehen und die Poesie der Bewegung zu integrieren. Ich möchte, dass sie für den Artisten ein Mittel zum Ausdruck seiner inneren Sprache werden.“
André Simard arbeitete seit 1987 beim Cirque du Soleil, als er einen Akt am freischwingenden Trapez für Nouvelle Expérience entwarf, der bei der Trapezkunst in großer Höhe eine wahre Revolution auslöste. Seitdem hat Simard die meisten Trapezakte der 13 Shows des Cirque du Soleil, die momentan weltweit gezeigt werden, entworfen. Seit über 30 Jahren gelingt es André Simard, seine drei Fachgebiete harmonisch zu vereinen: bildende Kunst, Hochleistungssport und Zirkus. In den frühen 70er Jahren war er Mitglied der kanadischen Gymnastik-Nationalmannschaft, während er gleichzeitig am Institut des Arts Graphiques in Montreal studierte. Außerdem trainierte er Clowns und andere Unterhaltungskünstler am Centre Immaculée-Conception in Montreal, einem Vorläufer der École Nationale de Cirque in Montreal, während er sich für seine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 1972 in München vorbereitete. Er sagt von sich, dass er ständig die Regeln der Biomechanik im Bereich des Sports mit der Ausdruckskraft der darstellenden Künste zu verschmelzen versucht. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in seiner Lehrtätigkeit an der École Nationale de Cirque wie auch am Centre National des Arts du Cirque in Châlons-sur-Marne und an der École Nationale de Cirque de Rosny-sous-Bois, beide in Frankreich, wider. 1995 gründete er das Studio de Création les Gens d’R in Montreal, ein künstlerisches Unternehmen, das ihm die Gelegenheit gab, an die Grenzen des gefühlsmäßigen Ausdrucks durch Trapezkunst vorzustoßen. Im Jahr 2001 stellte diese Truppe die Weltpremiere der Show „Échos“ in Wien vor. Die Vorführung wurde von den Organisatoren der berühmten Biennale in Wien in Auftrag gegeben.

Ein Dorf auf Rädern
Das transportable Dorf des Cirque du Soleil umfasst außer dem Grand Chapiteau (Zirkuszelt) ein großes Eingangszelt, das Künstlerzelt, Kasse, Küche, Schule, Büros, Lager und mehr. Die Anlage verfügt zwar über eine völlig unabhängige Stromversorgung, benötigt jedoch für ihre Infrastruktur einen Anschluss an die Wasserversorgung sowie Zugang zu Telekommunikationseinrichtungen.
Vier andere solche „Dörfer auf Rädern“, die an und für sich bereits eine Sehenswürdigkeit darstellen, sind derzeit auf Tournee: Quidam, Corteo, Kooza und OVO.

Die Anlage
 Der Aufbau der gesamten Anlage dauert 8 Tage, deren Abbau 3 Tage.
 Insgesamt werden zum Transport der 1.000 Tonnen Ausrüstung, die Varekai mit sich herumführt, 68 Lastanhänger benötigt. Während der Saison werden einige dieser Anhänger als Lager, Küchen und Werkstätten verwendet.
 Vier 500 kVA-Generatoren versorgen das Grand Chapiteau und die gesamte Anlage mit Strom.
 Das Grand Chapiteau und das Künstlerzelt sind vollständig klimatisiert.

Das Grand Chapiteau
 Das Grand Chapiteau bietet Sitzplätze für etwa 2.500 Zuschauer.
 Die von einem Team kanadischer Ingenieure entwickelte Zeltleinwand wurde von der französischen Firma Les Voileries du Sud-Ouest, die auf die Anfertigung von Segeln und Zirkuszelten spezialisiert ist, hergestellt.
 Die für das Zelt und seine 11 Tunnel benötigte Leinwand wiegt ungefähr 5.217 Kilogramm.
 Das Grand Chapiteau ist 17 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 50 Metern.
 Die vier Masten sind 24 Meter hoch.
 Die acht Drahtseile werden manuell mit Hilfe eines Greifzugs (Tirfor), was auf Französisch wie „zieh fest!” klingt, hochgezogen.
 Über 1.000 Pflöcke (1,5 m lange Nägel) werden zur Befestigung der verschiedenen Zelte der Anlage benötigt - davon über 500 allein für das Grand Chapiteau.

Das Eingangszelt
 Das große Eingangszelt bietet Platz für Verkaufs- und Erfrischungsstände.

Das Künstlerzelt
 Das Künstlerzelt umfasst den Garderobenbereich, die Umkleideräume, eine komplett ausgerüstete Trainingsanlage sowie einen Raum für Physio-Gymnastik.

Die Küche
 Die Küche ist das wahre Herz des Dorfes. Hier werden nicht nur 200 bis 250 Mahlzeiten pro Tag serviert, sondern an sechs Tagen in der Woche dient die Küche auch als Treffpunkt für Künstler und Personal.


Kurzüberblick:

Varekai:
 Die Premiere von Varekai fand 2002 in Montreal statt. Seitdem hat die Show 50 Städte in 12 unterschiedlichen Ländern in der ganzen Welt besucht.
 Varekai feierte seine 1000. Vorstellung im Jahr 2004 in Dallas, Texas. 2006 fand die 1500. Show in Seattle, Washington, statt, und seine 2000ste Show in Perth 2007. Im Februar 2009 wurde die 2500ste Vorstellung in Sevilla gefeiert.
 Auf der ganzen Welt haben bereits mehr als 5,6 Millionen Menschen Varekai gesehen.
 Varekai ist die fünfte Cirque du Soleil Show, die unter dem Grand Chapiteau Europa besucht. Zuvor wurden bereits Saltimbanco, Alegría, Quidam und Dralion in Europa aufgeführt.
 Für Varekai wurde ein komplett neues Team von Kreativdesignern engagiert, die zum ersten Mal miteinander arbeiten mussten, wobei einige noch keine Erfahrung mit dem Cirque du Soleil hatten, während andere schon zu den Veteranen zählten.
 Die TV-Dokumentarserien “Cirque du Soleil: Fire Within”, eine Co-Produktion von Galafilm und Créations Musca, einer Tochtergesellschaft der Cirque du Soleil Images, gewann in den Vereinigten Staaten 2003 den Emmy in der Kategorie “Herausragende Dokumentationssendung (Alternativ)”.
 Wie bei allen Produktionen des Cirque du Soleil treten auch in Varekai keine Tiere auf.

Darsteller und Mitarbeiter:
 Die internationalen Darsteller und Mitarbeiter repräsentieren 20 verschiedene Nationalitäten: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Georgien, Italien, Kanada, Kasachstan, Mexiko, Russland, Serbien, Spanien, Ukraine, Ungarn, Großbritannien, Vereinigte Staaten, Neuseeland und Weißrussland.
 Auch wenn vor Ort generell Französisch und Englisch gesprochen wird, sind daneben noch viele andere Sprachen zu hören: Chinesisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Georgisch, Ukrainisch und Russisch.
 An die 170 Personen gehen mit auf Tournee. 127 davon sind Mitarbeiter, der Rest sind offiziell mitreisende Angehörige (Ehegatten und Kinder). Von den 127 Angestellten sind 56 Artisten.
 In zwei Nummern der Show treten eineiige Zwillingspaare auf: Pedro und Ramon Santos zusammen mit ihrem älteren Bruder Javier bei den Ikarischen Spielen sowie Andrew und Kevin Atherton als Luftstrapaten.
 Zur Deckung der Grundbedürfnisse, wie z. B. Nahrungsmittel, Biodiesel, Trockeneis, Maschinen, Lebensmittel und Getränke für Gäste, ist die Tournee auf örtliche Lieferanten sowie auf Catering-Unternehmen für das Tapis Rouge-Zelt, Banken, Botendienste, Recycling- und Abfallunternehmen etc. angewiesen, was sich äußerst positiv auf die örtliche Wirtschaft auswirkt.
 Während eines Engagements in einer Stadt werden generell mehr als 150 lokale Arbeitskräfte, wie z.B. Kartenabreißer, Platzanweiser, Portier, Empfangspersonal usw., eingestellt.
 Die Küche beschäftigt einen Küchenchef und drei Köche, die täglich 200 bis 250 Mahlzeiten zubereiten.
 An der Schule am Veranstaltungsort kümmern sich vier Vollzeitlehrkräfte um 12 Schüler.
 Ausgebildetes Medizinpersonal (1 Physiotherapeut und 1 Therapeut) reist mit der Show.


Die Entstehung des Cirque du Soleil
Aus einer Gruppe von 20 Straßenkünstlern im Jahre 1984 hat sich der Cirque du Soleil zu einem weltweit agiernden Großunternehmen entwickelt, das hochwertige artistische Unterhaltung bietet. Das Unternehmen hat 5.000 Mitarbeiter aus fast 50 verschiedenen Ländern, darunter mehr als 1.200 Artisten.
Der Cirque du Soleil hat bis heute rund 100 Millionen Zuschauer in über 300 Städten auf fünf Kontinenten fasziniert. 2010 wird der Cirque du Soleil gleichzeitig 19 Shows auf der ganzen Welt präsentieren. Das Unternehmen wurde mit renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter der Emmy, Drama Desk, Bambi, ACE, Gémeaux, Félix und die Rose d´Or de Montreux. Unternehmenssitz des Cirque du Soleil ist Montreal, Kanada.
Weitere Informationen über den Cirque du Soleil gibt es im Internet unter cirquedusoleil.com.

Die Mission
Der Cirque du Soleil will die Fantasie anregen, die Sinne berühren und die Emotionen der Menschen auf der ganzen Welt ansprechen.

Die Entstehung des Cirque du Soleil
Die Idee, den Cirque du Soleil zu gründen, entstand 1984 in Baie-Saint-Paul, einer kanadischen Kleinstadt in der Nähe von Quebec. Eine bunte Truppe von Straßenkünstlern zog durch die Straßen, darunter Stelzenläufer, Tänzer, Musiker und Feuerschlucker. Sie nannten sich „Les Échassiers de Baie-Saint-Paul“ – die Stelzenläufer von Baie-Saint- Paul. Die Kleinkunstgruppe wurde von Gilles Ste-Croix gegründet. Schon damals waren die Einwohner beeindruckt und begeistert von den jungen Künstlern, darunter Guy Laliberté, der spätere Gründer des Cirque du Soleil. Die Gruppe gründete „Le Club des talons hauts“ – den Klub der hohen Absätze – und organisierte 1982 „La Fête foraine de Baie-Saint-Paul“ – ein internationales Artistentreffen, bei dem sich Straßenkünstler aus der ganzen Welt trafen, um Ideen auszutauschen und die Straßen der Stadt für ein paar Tage zu beleben. „La Fête foraine“ wurde 1982 und 1983 wiederholt. Auch „Le Club des talons hauts“ erregte Aufsehen und so begannen Guy Laliberté und Gilles Ste-Croix mit ihren Freunden einen kühnen Traum zu teilen: Die Gründung eines Zirkus in Quebec, der die ganze Welt bereisen sollte.
1984 feierte die Stadt Quebec den 450. Jahrestag der Entdeckung Kanadas durch Jacques Cartier. Dazu suchte die Stadt eine Show, die die Feierlichkeiten im ganzen Land bekannt machen sollte. Guy Laliberté überzeugte die Organisatoren mit einer Show, die „Cirque du Soleil“ (Zirkus der Sonne) heißen sollte. Seitdem ist der Cirque du Soleil nicht aufzuhalten.


Einige Zahlen
 1984 arbeiteten 73 Mitarbeiter für den Cirque du Soleil. Heute beschäftigt der Cirque du Soleil weltweit 5.000 Menschen, darunter mehr als 1.200 Artisten
 Am internationalen Hauptsitz in Montreal arbeiten rund 2.000 Mitarbeiter.
 Das Durchschnittsalter der Angestellten beträgt 37 Jahre.
 Die Mitarbeiter und Artisten von Cirque du Soleil repräsentieren fast 50 Nationen, die 25 verschiedene Sprachen sprechen.
 Seit 1984 haben die Cirque du Soleil-Shows in über 200 Städten auf der ganzen Welt gastiert.
 Fast 100 Millionen Zuschauer haben seit 1984 die Shows des Cirque du Soleil gesehen.
 Fast 15 Millionen Menschen werden 2010 eine Cirque du Soleil Show gesehen haben.
 Der Cirque du Soleil hat seit 1992 keine staatlichen oder privaten Fördermittel erhalten.

Permanente Shows
 Mystère (Treasure Island, Las Vegas, USA)
 „O“ (Bellagio, Las Vegas, USA)
 ZUMANITY – Die Sensible Seite von Cirque du Soleil (New York New York Hotel & Casino, Las Vegas, USA)
 La Nouba (Walt Disney World® Resort, Orlando, USA)
 (MGM Grand, Las Vegas, USA)
 LOVE (The Mirage Resort, Las Vegas, USA)
 ZAIA (The Venetian Macao-Resort-Hotel, Macau, China)
 CRISS ANGEL Believe (The Luxor, Las Vegas, USA)
 ZED (The Cirque du Soleil Theatre, Tokio, Japan)
 VIVA, ELVIS (Aria Resort & Casino at CityCenter, Las Vegas, USA)

Saisonabhängige Shows
 Wintuk (Madison Square Garden, New York, USA) jährlich von November bis Januar, bis Januar 2010

Weitere Cirque du Soleil Shows seit 1984
 Cirque du Soleil
 La Magie continue
 We Reinvent the Circus
 Nouvelle Expérience
 Fascination
 Pomp Duck and Circumstance
 DELIRIUM
 Dralion

Cirque du Soleil Shows
2010 wird der Cirque du Soleil 19 unterschiedliche Shows in der ganzen Welt präsentieren.

Tournee Shows
 Varekai (Europa)
 Quidam (Süd Amerika)
 Corteo (Japan)
 KOOZA (Nord Amerika)
 OVO (Nord Amerika)
 Cirque 2010 (Kanada / Europa)

Arena shows
 Saltimbanco (Europa)
 Alegría (Nord Amerika)

Theatre Shows
 Banana Shpeel (Beacon Theater, New York)

Wirkungsbereiche
Die Herausforderung für den Cirque du Soleil ist, weiter zu wachsen und dabei seinen Kreativen die Freiheit zu geben, ihre kühnsten Träume wahr werden zu lassen. Das Herzstück der Cirque du Soleil Aktivitäten besteht darin, Live-Shows zu kreieren und unter dem Grand Chapiteau oder in Theatern zu präsentieren. Seit 1984 haben rund 200 Kreative aus der ganzen Welt mit ihrem Talent dazu beigetragen.
In den letzten Jahren hat der Cirque du Soleil weitere Geschäftsinitiativen entwickelt, die auf den Shows basieren:
Die Multimedia-Abteilung mit den Namen Cirque du Soleil Images entwickelt originelle und innovative Inhalte für Fernsehen und DVD. Die Kreationen wurden mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet: Darunter „Cirque du Soleil präsentiert Corteo“ (Emmy und Gémeaux, 2007); „Midnight Sun“ (DVD Excellence Award 2006 und einen Gemini Award 2005); „Cirque du Soleil Fire Within“ (DVD Excellence Award 2005, einen Primetime Emmy Award und 2003 zwei Gemini Awards); und „Cirque du Soleil präsentiert Dralion“ (drei Primetime Emmy Awards im Jahr 2001). Der Cirque du Soleil hat ausgiebige Erfahrungen in der Organisation von unvergesslichen privaten Veranstaltungen.
In den letzten Jahren hat das Cirque du Soleil Event-Team mit der für die Shows bekannten Energie und Kreativität anspruchvollste Privat-Kunden überzeugt.
Die Cirque du Soleil Merchandise Abteilung möchte mit seinen Produkten den Fans die einzigartige Cirque du Soleil Welt vermitteln. Im Grand Chapiteau, den Boutiquen der permanenten Shows und im Internet steht eine große Auswahl an Produkten zur Verfügung. Der Cirque du Soleil sucht stetig nach geeigneten Partnern, um besondere Produkte zu entwickeln, vermarkten und vertreiben, die die „kunstvolle Art zu Leben“ in den Alltag der Cirque du Soleil Liebhaber bringen.
Der Cirque du Soleil entwickelt seine geschäftlichen Aktivitäten in einem weiteren Markt: Der Lizenzierung. Das Unternehmen möchte sein kreatives Talent auch auf andere Bereiche ausweiten. In Zusammenarbeit mit seinen Geschäftspartnern verwirklicht der Cirque du Soleil innovative Projekte, zum Beispiel im Bereich der Gastlichkeit (Restaurants, Bars, Spas etc.). Durch seinen einzigartigen Denkansatz, hat der Cirque du Soleil seine kreative Energie auf andere Initiativen ausgeweitet, mit dem Ziel neue Formen der Unterhaltung zu schaffen. (Die REVOLUTION LOUNGE im Mirage Hotel und die Gold Lounge im ARIA Resort & Casino des CityCenters in Las Vegas, sowie das Frauenfitness-Programm JUKARI).
Cirque du Soleil’s internationale Zentrale, das internationale Headquarter (IHQ) in Montreal, ist das kreative Zentrum aller Projekte und Produktionen des Unternehmens.

Internationales Hauptquartier des Cirque du Soleil:
Architekten: Dan S. Hanganu (Studio), Éric Gauthier (Ateliers und Le Mât)
Eröffnung: Februar 1997 (Studio), Januar 2001 (Ateliers) und Mai 2007 (Le Mât)
Gesamtfläche der Hauptgebäude: 36.600 Quadratmeter Geländefläche: 75.000 Quadratmeter
Gesamtkosten des Immobilienprojekts: 70 Millionen Kanadische Dollar
Adresse: 8400, um an das Jahr 1984, dem Jahr der Gründung von Cirque du Soleil, zu erinnern

Allgemeine Informationen
Das IHQ befindet sich im Montrealer Distrikt Saint-Michel gleich neben dem ehemaligen Steinbruch Miron Quarry und der Müllsortier- und Entsorgungsanlage von Montreal. Die Errichtung des IHQ erfolgte im Rahmen eines bedeutenden städtischen Entwicklungsprojekts, dem Saint-Michel Environmental Complex, zu dem Cirque du Soleil die kulturelle Komponente beisteuerte. Das Landschaftsbild um das IHQ ist mehr als ungewöhnlich, da um das Gebäude nicht nur die üblichen Sträucher, Apfelbäume und Rosenbüsche gepflanzt wurden, sondern auch ein Gemüsegarten mit Paprika, Kürbissen und Kräutern angelegt wurde. Natürlich bereichert die Ernte die Mahlzeiten in der Cafeteria und was übrig bleibt, kommt dem Personal zugute.

Das Studio
In diesem Teil des IHQ befinden sich neben den Büroräumen drei Trainingsräume für die Akrobaten, ein Tanzstudio, ein Theaterstudio und ein Fitnessraum. Alle vom Cirque du Soleil angeheuerten Artisten müssen an einem Vorbereitungstraining in Montreal teilnehmen, das einige Wochen bis mehrere Monate dauern kann.
Das Creation Studio Department in Montreal ist sowohl für das Training der Artisten als auch für die Entwicklung neuer Ausstattungen und neuer akrobatischer Disziplinen für sämtliche Projekte des Cirque verantwortlich. Ein erfahrenes Team, das sich in erster Linie aus Trainer und Taklern zusammensetzt, ist ständig mit neuen Forschungsprojekten befasst. Bei Bedarf werden auch Techniker und Experten aus anderen Bereichen hinzugezogen, um sie bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen.

Die Ateliers
Die erforderlichen Kostüme und Requisiten werden in den Produktionswerkstätten des IHQs hergestellt. Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen (wie Schuhmachermeister, Hutmacher, Textilexperten, Schneider, Spitzenklöppler oder Schreiner) fertigen hier in mühevoller Kleinarbeit alle für die Shows benötigten Materialien an.
Das zweite IHQ-Gebäude, Ateliers genannt, wurde Anfang 2001 eröffnet. Dort sind neben den Büroräumen die Produktionswerkstätten untergebracht: eine große Kostümwerkstatt mit Näh- und Anproberäumen, ein Bereich für die Schuhmacherei, die Hutmacherei und die Textildesigner, eine Werkstatt für Requisiten und Spezialeffekte sowie eine Werkstatt, in der die Prototypen der Bühnenbilder angefertigt werden.
In den Werkstätten sind über 300 Handwerker mit der Anfertigung der rund 20.000 Teile (Hüte, Schuhe, Kleidung, usw.) beschäftigt, ohne die die fünfzehn derzeit laufenden Shows des Cirque nicht aufgeführt werden könnten.

Le Mât
2007 wurde das internationale Hauptquartier um einen dritten Flügel erweitert, um mehr Platz für die Verwaltung zu schaffen. Dieser Flügel, auch Le Mât (der Mast) genannt, umfasst acht Stockwerke mit Büroräumen und Erholungsbereichen, deren einzigartige Gestaltung zu noch mehr Inspiration beitragen soll. Das Gebäude verfügt über ein Regenwassersammelsystem, das genügend Wasser auffängt, um einen Teil des Komplexes autark mit Wasser zu versorgen.

Wohnungen für die Artisten
Seit Sommer 2003 umfasst der International Headquarters Komplex des Cirque du Soleil auch eine Wohnanlage zur Unterbringung von Artisten, die sich zum akrobatischen und künstlerischen Training vorübergehend in Montreal aufhalten. Das Gebäude wurde im Rahmen des “Tohu”- Projekts errichtet, einem Großprojekt, an dem Cirque du Soleil wesentlich beteiligt ist.

Tohu
Tohu ist sowohl der Name der neu errichteten Künstlerstadt als auch der gemeinnützigen Organisation, die hinter diesem Projekt steht. Die Organisation wurde im November 1999 auf Initiative von En Piste, dem Dachverband der professionellen Artisten, Zirkusorganisationen und -einrichtungen in Quebec), der International Circus School von Montreal und Cirque du Soleil gegründet. Vorrangiges Ziel von Tohu ist es, Montreal zur Hauptstadt der internationalen Zirkuskunst zu machen. Acht Jahre nach der Gründung dieser Organisation nimmt am Rande des Stadtteils Saint-Michel eine wahre “Stadt der Zirkuskunst” erste konkrete Formen an. Tohu soll zu einem der führenden Zentren für die Produktion und Darbietung von Zirkuskunst sowie der Ausbildung von Zirkuskünstlern werden. Es steht außer Zweifel, dass dieses Projekt sowohl in puncto Infrastruktur als auch in puncto internationales Ansehen seine Spuren hinterlassen wird.
Wenn der Zirkus in eine Stadt kam, war es früher üblich, dass die Bürger der Stadt in Scharen antraten, um der Truppe beim Aufbau des großen Zelts zu helfen und dies als Fest betrachteten. Durch das Wesen ihrer Kunst haben Straßenkünstler seit jeher das tiefe Bedürfnis, Bande mit anderen Menschen zu knüpfen. Der Cirque du Soleil bleibt trotz seiner beispielhaften Modernität fest in dieser uralten Zirkustradition verwurzelt.
Lange bevor sie die Fantasie des Publikums in aller Welt beflügeln sollten, boten die ersten Artisten des Cirque du Soleil ihre Künste auf der Straße dar. Dass ihr Traum - der auf Mut, Risiko und Fantasie beruhte - eines Tages Wirklichkeit werden würde, war zum Teil älteren Menschen zu verdanken, die ungeachtet der Jugend, des Rufs und des Status der Straßenkünstler, an sie glaubten. Seitdem er die Mittel hat, seine Träume zu verwirklichen und weltweit Shows zu präsentieren, engagiert sich Cirque du Soleil in der Öffentlichkeit und ganz besonders für Jugendliche aus sozial schwachen Milieus. Der Cirque du Soleil ist in Zusammenarbeit mit seinen Partnern weltweit in etwa 80 Gemeinden in etwa 20 Ländern auf fünf Kontinenten sozial aktiv.
Jedes Jahr stellt der Cirque du Soleil ein Prozent seiner Einnahmen für soziale Programme zur Verfügung, die in Zusammenarbeit mit örtlichen und internationalen Organisationen, wie zum Beispiel “Jeunesse du Monde” und “Oxfam International”, durchgeführt werden. Jugendliche auf allen fünf Kontinenten - von Montreal bis Dakar und von Rio de Janeiro bis Australien - die sich in schwierigen Situationen befinden, werden im Rahmen sozialer Aktionsprogramme gefördert. Das Programm umfasst den Cirque du Monde (mit seinen Zirkus-Workshops für gefährdete Jugendliche), die Schulung von Ausbildern für das Zirkuswesen sowie Spendenaktionen.
Bis vor kurzem zog es Cirque du Soleil vor, nicht zu viel Aufhebens über seine Öffentlichkeitsarbeit zu machen und vielmehr die Leistungen seiner Partner ins Rampenlicht zu stellen. Doch in der Hoffnung, auch lokale Firmen und Privatpersonen für die Idee zu begeistern, hat Cirque beschlossen, sein soziales Engagement mehr publik zu machen.
Die Prinzipien und Werte, die hinter dem sozialen Engagement des Cirque unter der Leitung seines Gründers Guy Laliberté stehen, beruhen auf der alten Geschichte, in der sich Jugend, Risiko, Träume und Ausgrenzungen für eine bessere Welt vereinen. „Wir träumen nach wie vor davon, das Leben derer, die unseren Weg kreuzen, mit unseren Taten und unserer Kreativität zu bereichern. Mit seiner Vorstellung einer Welt von Morgen richtet Cirque du Soleil seine Aufmerksamkeit nun auch auf globalere Themen wie beispielsweise den Kampf gegen die Armut. Unser Ziel ist es, die Inspiration und Energie, die hinter unseren Shows steckt, in den Dienst unseres Traumes zu stellen: die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen auf dem gesamten Planeten.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, klicken Sie einfach auf “The Company” auf unserer Webseite www.cirquedusoleil.com.“

Die Entdeckung aussergewöhnlicher Talente
Talentsucher für Artisten und Akrobaten besuchen große Sport-Events, diverse internationale Zirkus-Festivals und multidisziplinäre Shows, um neue Talente zu entdecken.
 Auditions, die weltweit stattfinden, dienen dem Casting-Team nicht nur zur Beurteilung, sondern auch zur Entdeckung außergewöhnlicher Artisten.
 Während der Auditions wird nicht nur nach spezifischen athletischen oder künstlerischen Fähigkeiten Ausschau gehalten, sondern auch nach Personen, die bereit sind, ihre innere Kreativität zum Ausdruck zu bringen.
 Aufgabe des Casting-Teams ist es, jedes Jahr Hunderte neuer Talente zu finden, um den Anforderungen der laufenden Show sowie neuer Shows und Projekten gerecht zu werden.

Das Casting-Team, das sich im internationalen Headquarter des Cirque du Soleil in Montreal befindet, durchkämmt die ganze Welt auf der Suche nach talentierten Artisten und Akrobaten.
www.casting.cirquedusoleil.com/rarefind 

Quelle & ©: Cirque du Soleil
(Stand der Informationen: Frühjahr 2010)
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