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Das Deutsche Theater veranstaltete eine Produktion von BB Promotion, Jim Lowe und Pascal Jourdan:
 Legends of the Storm
2. bis 13. Januar 2008 im Deutschen Theater, München
Die Show
Ein phantastisches, farbenprächtiges und opulentes Bühnenspektakel aus dem georgischen Kaukasus bringt die Mythen, Geheimnisse und Legenden der
sagenumwobenen, unberührt wilden Bergregion endlich nach München.
Das mystische Georgien auf der Bühne des Deutschen Theaters
Nach gefeierten Aufführungen in den USA, in Peking, Paris und Moskau beschwören über 50 meisterhafte Tänzer, Musiker und Sänger die verborgenen
Schätze einer uralten Kultur – einer versunken geglaubten Welt – wieder herauf. In prachtvollen Tänzen und rasanten wie poetischen Liedern erzählen sie ihre
Geschichten von der übernatürlichen Schönheit ihrer Heimat, Liebe und Krieg sowie den einfachen Freuden des Alltags. In dem mitreißenden
Bühnengeschehen werden die Rituale, Geheimnisse und Gefahren einer goldenen Vergangenheit wieder lebendig. Anmut und Akrobatik, kaukasische Wildheit und Poesie geben einander die Hand.
Junge, grazile Tänzerinnen in langen, eng geschnürten Roben schweben wie Feen über das Parkett, während die Männer sich atemberaubende Säbelkämpfe liefern.
Georgischer Tanz und Gesang Der georgische Tanz spiegelt das Leben dieser geheimnisvollen und wilden Region wider. Einige Tänze zeugen von Mut und Tapferkeit dieses besonderen
Volkes, andere von dessen Leichtigkeit, Anmut und Eleganz; sie sind, zusammen mit dem vielstimmigen Gesang, ein kostbares Vermächtnis der georgischen
Vorfahren und ihrer Kultur. „Die modernste Volksmusik der Welt“, lobte Igor Strawinsky und 2001 schafften es Georgiens Gesänge auf Anhieb auf die erste
Unesco-Liste des mündlich überlieferten Weltkulturerbes. Die Georgier sangen anlässlich vieler Gelegenheiten – sei es, um ihre Arbeit zu feiern, ihrer
Geschichte zu gedenken, sich auf eine Schlacht vorzubereiten oder um wieder zu Kräften zu kommen. Die Gesänge in LEGENDS OF THE STORM verkörpern in
ihrem eigenwillig typischen Stil die reiche und turbulente Geschichte des georgischen Volkes und sind tief in Georgiens Kultur verwurzelt. Zusätzliche,
moderne Instrumente lassen neue Rhythmen und damit auch neue Bewegungen entstehen. LEGENDS OF THE STORM präsentiert die Kultur Georgiens in
frischem, modernen Glanz, jenseits verstaubter Folklore.
Regisseur Pascal Jourdan, der die Show im Jahr 2000 entwickelte, ist sich der großen Verantwortung bewusst, dass dieses wunderbare Abenteuer über 120
Familien ernährt. Für Pascal stellt diese Unternehmung daher auch eine große Verantwortung dar, die Georgier, die ihn sozusagen fest „adoptiert" haben,
schenken ihm größtes Vertrauen. Gemeinsam träumen sie von einer Tournee um die ganze Welt.
Das Geheimnis des Goldenen Zeitalters
Erst um die jüngste Jahrtausendwende war außerhalb ihrer angestammten Region eine niemals zuvor gehörte Musik, die von den Bergwipfeln Georgiens
herabwehte und sich wie ein Teppich aus Zauberklängen über die Täler legte, zu vernehmen.
Die einmaligen Schätze der georgischen Gesangskunst werden vom Nationalensemble für Tanz und Musik – Erisioni – gepflegt und gehütet. Ausschließlich die
Mitglieder dieses Ensembles sind befugt, das uralte Liedgut in die Welt zu tragen. Die berauschende Kombination aus ACappella-Gesängen und Walzerklängen
entspringt dem reichen Schmelztiegel der unterschiedlichsten Kulturen, die sich in der Region des Kaukasus niederließen.
LEGENDS OF THE STORM erweckt ein verloren geglaubtes Zeitalter zu neuem Leben, voll widerhallender Töne, die vor dem geistigen Auge eine
sagenumwobene Welt entstehen lassen. In prachtvollen Tänzen und rasanten wie poetischen Liedern erzählen die Tänzer und Sänger Geschichten von
übernatürlicher Schönheit, Liebe, Krieg und den einfachen Freuden des Lebens. Die Frauen tanzen den „Khalta Tsekva“, mit dem sie die zur Jagd oder zum
Kampf aufgebrochenen Männer sehnlichst zurückerwarten. Fröhlich und hell erschallt der Ruf der Salamuris, zu deren lockendem Flötenklang die
beeindruckenden Doli-Trommeln den Rhythmus schlagen. „Davluri“ hingegen trägt uns mit seinen farbenprächtigen Kostümen in die Welt des Adels und seiner
typischen opulent zelebrierten Hochzeitsfeiern. In „Zeimi Mtachi“ erlebt man Hirten bei lustvoller Traubenlese, derweil sich die Chöre in „Garmoni“ zu einem
herrlichen Wechselspiel vielstimmig aufschwingen. „Svanuri“, mit seinem Ursprung in der zerklüfteten Bergregion wird hier hauptsächlich getanzt, um im Winter
die bittere Kälte zu verdrängen. Ganz im Gegensatz zu dem anregend betörenden Duft nach Zitronen, Orangen und Mandarinen, der sich mit „Adjaruli“ über
den fruchtbaren Ebenen nahe der sonnigen Meeresküste verbreitet. Und was wäre das stolze Georgien ohne ein zünftiges Trinklied wie das freudige
„Tchakrulo“, das selbst die ärgsten Feinde vergessen lässt?
Das mitreißende Bühnengeschehen LEGENDS OF THE STORM lässt die Rituale, Geheimnisse und Gefahren der goldenen Vergangenheit Georgiens wieder
lebendig werden. Anmut und Akrobatik, kaukasische Wildheit und Poesie geben einander die Hand. Junge grazile Tänzerinnen in langen, eng geschnürten
Roben schweben wie Feen über das Parkett, während die Männer in atemberaubenden Duellen und mit stobenden Funken wie Pfeile in die Höhe schnellen und
die Säbel aufeinander treffen. Die Legenden Georgiens preschen heran, bäumen sich auf und ziehen hinweg wie ein tosender Sturm. In LEGENDS OF THE
STORM fasziniert das brillante Ensemble in vollkommen zeitgenössischem Glanz – ganz jenseits aller verstaubter Folklore. „Ihre Körperbeherrschung lässt den Atem stocken. Wie von einem Bogen geschnellte Pfeilspitzen schwirren sie über die Bühne, absolut synchron. Das was
sie zeigen, ist viel mehr als nur Folklore. Es ist Akrobatik in höchster Vollendung. Sie bilden dreistöckige Pyramiden, fliegen übereinander hinweg und
vollführen ihre Drehungen und Sprünge so irrsinnig schnell, dass sie jeden Breakdancer blass aussehen lassen.“ (General Anzeiger Bonn)
Kreativteam
Djemal Chkuaseli – Künstlerischer Leiter
Djemal Chkuaseli wurde 1935 in Ozurgeti geboren. Sein Vater Chermandi Chkuaseli, ein berühmter Sänger und Dirigent, hat ihm bereits im Alter von zweieinhalb
Jahren die schwierigen, vielstimmigen Lieder aus der Provinz Guria beigebracht, und seither hat er mit dem Singen nie wieder aufgehört. Während seiner
Studienzeit in Tiflis gründete er eine sehr erfolgreiche, junge Männer-Gesangsgruppe und arbeitete 1975 für ein staatliches georgisches Tanz- und
Gesangsensemble. 1980 gründete er ein neues Ensemble in Kutaissi, das in zahlreichen früheren Sowjetrepubliken große Berühmtheit erlangte. 1986 kehrte
Djemal nach Tiflis zurück, um als künstlerischer Leiter und Dirigent für Erisioni zu wirken. Schon immer galt seine ganze Leidenschaft dem Studium und der
Erkundung alter volkstümlicher und religiöser Lieder aus allen Teilen Georgiens und dem Wunsch, sie wieder lebendig zu machen. Weltweit waren Djemal und
sein Ensemble auf großen Tourneen – in Peru, den Vereinigten Staaten, Vietnam und Indien, um nur einige Beispiele an dieser Stelle aufzuzählen.
Revaz Chokhonelidze – Choreograf
Revaz Chokhonelidze wurde 1938 in Tiflis geboren. Seine Ausbildung bei Michel Bakhtadze, einem sehr bekannten georgischen Choreografen, begann er im
Alter von sieben Jahren. Er unternahm schon in seiner Jugend zahlreiche Tourneen durch viele frühere Sowjetrepubliken. 1958 wurde Revaz als Erster Solist
an eine von Bukhuti Darakhvelidze gegründete Tanz-Compagnie verpflichtet und nur ein Jahr später wurde er in Wien – und 1962 auch in Helsinki – für seine
Leistung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. In der Position des assistierenden Probenleiters wechselte er schließlich zu einer anderen Compagnie. 1965
wurde Revaz zum federführenden Choreografen des Ensembles Salkhino in Rustawi ernannt und wurde mit weiteren Ehrungen in Gold 1968 beim
Internationalen Jugend- und Studentenfestival in Sofia und 1970 beim Internationalen Folklorefestival in Frankreich ausgezeichnet. Das Ensemble fusionierte
einige Zeit später mit der Gesangsgruppe von Erkomaichvili, gemeinsam bestritten sie viele internationale Gastspiele.Seit 1985 ist er Erster Choreograf des
Staatlichen Georgischen Tanz- und Gesangsensembles. Inzwischen zollt man der Arbeit von Revaz Chokhonelidze und Djemal Chkuaseli mit diesem Ensemble
überall auf der Welt von Kritik und Publikum gleichermaßen einhellig großen Tribut. Deren authentische Kraft wird begeistert gefeiert.
Pascal Jourdan – Idee und Regie
Die Abenteuer seines Lebens begannen für Pascal, als er mit siebzehn Jahren sein Elternhaus verließ und sich der Herausforderung, sein Leben allein zu
meistern, stellen musste. Während der folgenden zehn Jahre arbeitete er als Ton- und Bühnentechniker auf verschiedenen Festivals, bei Konzerten und
anderen Events. Schließlich verwirklichte er mit der Übersiedelung nach Paris einen seiner Kindheitsträume, wo er sich im Bereich der Tontechnik einen Namen
machte. Als Sound- und Production Manager bestritt Pascal eine Vielzahl von Tourneen und Veranstaltungen wie „La Fête de l´Humanité“, einer jährlich von der
Zeitschrift „L´Humanité“ organisierten kulturellen Großveranstaltung, sowie das Jahreskonzert „Francofolies“. Nach seinen Begegnungen mit Künstlern wie Deep Forest oder Dan Ar Braz verlegte er sich vermehrt auf das Abmischen von Musiken aus unterschiedlichen Kulturen. Nach weiteren Monaten auf Tour
und im Studio beschloss er, nach Georgen zu reisen, um hier die Aufnahme eines Albums mit den letzten authentischen vielstimmigen Gesängen zu
verwirklichen. 1999 lernte er in Georgien den Amerikaner und Verehrer georgischer Musik, Jim Lowe, kennen, der sich zum Ziel gesetzt hatte, diese einmalige
Kultur der Welt zu entdecken. Beider Zusammentreffen mit dem Staatlichen Georgischen Tanz- und Gesangsensemble Erisioni bildete den Ausgangspunkt zum
aktuellen Projekt. Die Idee von Pascal, eine moderne, spektakuläre Bühnenshow zu kreieren, setzten die beiden Produzenten kraft ihrer Überzeugung dann Zug
um Zug um. Eine erste Produktion mit dem Titel „The Legend of Tamar“, bestehend aus 80 Sängern, Musikern und Tänzern, wurde im Jahr 2000 in den
Vereinigten Staaten erstmalig mit triumphalem Erfolg einem ausländischen Publikum vorgestellt. Zurück in Frankreich feierte die Show dann im Juni 2001 unter
dem neuen Titel Georgian Legends am Palais des Congrès in Paris ihre Europa-Premiere. In dem nun präsentierten Konzept besann sich Pascal weiter
vertiefend auf die georgischen Wurzeln, da er gegenüber einem einem französischen Publikum die Bedeutung des musikalischen Weltkulturerbes hier in noch
größerer Vielfalt zeigen konnte. Auch hier wurde das beeindruckende Spektakel begeistert von der Kritik und den Zuschauern aufgenommen und diese
fantastische Resonanz gibt Pascal das beglückende Gefühl, seinem langersehnten Traum ein Stück näher gekommen zu sein. Nach wie vor entwickelt er das
Szenarium wie auch das Bühnen- und Lichtkonzept weiter und vergisst dabei nicht, dass dieses wunderbare Abenteuer über 120 Familien ernährt – eine
Verquickung von Show Business und humanitärer Hilfe. Für Pascal stellt diese Unternehmung daher auch eine große Verantwortung dar, und die Georgier, die
ihn sozusagen fest „adoptiert„haben, schenken ihm größtes Vertrauen. Gemeinsam träumen sie von einer Tournee um die ganze Welt und in den Vereinigten
Staaten wartet man schon gespannt auf ihre Rückkehr.
Das Ensemble
Die Künstlerinnen und Künstler von LEGENDS OF THE STORM absolvierten allesamt ihre Ausbildung bei Erisioni, dem georgischen Nationalensemble für Tanz
und Gesang, unter der künstlerischen Leitung von Djemal Chkuaseli und dem Choreografen Revaz Chokhonelidze. Es ist ausschließlich Erisoni erlaubt, das
uralte Liedgut in die Welt zu tragen. Die renommierte georgische Tanzakademie feierte vor Kurzem ihren 115. Geburtstag.
Die Mitglieder des Ensembles proben das ganze Jahr über intensiv sechs Tage pro Woche und jeweils sechs Stunden am Tag, um sich auf die Vorstellungen
von LEGENDS OF THE STORM vorzubereiten. Auf der Bühne geben sie alles, nicht nur weil sie ihre Kunst lieben, sondern auch, weil sie stolz sind auf ihre
Funktion als kulturelle Botschafter ihres Landes, schließlich ist es nur ihnen erlaubt, das uralte Liedgut in die Welt zu tragen.
Die Lieder und Tänze
Während der letzten 15 Jahrhunderte erlebte Georgien insgesamt 22 Invasionen seiner Nachbarstaaten. Auf diese Weise entstand eine reiche multiethnische
Kultur mit außergewöhnlichen Trachten und Tänzen, in denen persische, russische, arabische, mongolische und jüdische Einflüsse zu finden sind.
Der georgische Tanz spiegelt das Leben der geheimnisvollen und wilden Region wider. So zeugen einige Tänze von Mut und Tapferkeit, andere von
Leichtigkeit, Anmut und Eleganz. Sie zollen den schneebedeckten Gipfeln des kaukasischen Hochgebirges ehrfürchtig Tribut, dann wieder erzählen sie von
Eroberungen oder von Männern, die ihre Geschicklichkeit im traditionellen Schwertkampf messen. Wie die berühmten vielstimmigen Gesänge sind die Tänze ein
kostbares Vermächtnis der georgischen Vorfahren: Dank der großartigen Talente an herausragenden Tänzern und Choreografen entwickelten sie sich im
Laufe der Jahrhunderte konstant weiter. Einer, der diesem außerordentlichen tänzerischen Phänomen ein bleibendes Denkmal von Weltruf setzte, ist der aus
Georgien stammende Choreograf George Balanchine. In der Darbietung ihrer vielstimmigen Harmonien führen die weltweit einzigartigen Vokalisten die über
zehn Jahrhunderte bestehende georgische Sangesgeschichte fort. Traditionell sangen die Georgier gerne, häufig und zu jeder Gelegenheit – sei es, um ihre
Arbeit zu feiern, ihrer Geschichte zu gedenken, sich auf eine Schlacht vorzubereiten oder um wieder zu Kräften zu kommen.
Die vielstimmigen Gesänge in LEGENDS OF THE STORM verkörpern in ihrem typischen Stil die reiche Geschichte des georgischen Volkes. 1977 sandte die US
-Raumfahrtsbehörde NASA den Forschungssatelliten Voyager mit den großartigsten künstlerischen Zeugnissen, die je von der Menschheit hervorgebracht
worden waren, ins All. Das georgische Lied „Tchakrulo“ (Vereinigung), auch in der Show zu sehen, war eines dieser bedeutenden Zeugnisse.
Tanz und Gesang in georgischen Mythen
Kalta Tsekva „Kalta Tsekva“ bedeutet übersetzt „Tanz der Frauen“ und entstand in den Bergen des Kaukasus während der oft langen Abwesenheit der Männer. Keiner der
im Dorf gebliebenen Alten oder noch jungen Knaben waren zu Treffen der Frauen zugelassen. Bei diesen Anlässen entwickelten sie ihre eigenen Tänze und
Gesänge, die immer von Sehnsucht, der Traurigkeit eines Abschieds aber auch von der Freude des Daseins berichten. Mit betonter Weiblichkeit baten sie ihre
Götter, ihre Männer und Kinder zu schützen. Ihre anmutigen, leicht melancholischen Bewegungen erinnern an das Gleiten über eine Eisfläche.
Davluri
Ein „Davluri“ ist ein Tanz, mit dem Mann und Frau ihre Zuneigung füreinander ausdrücken. Das Duett zwischen den beiden Geschlechtern im Tanz wird
„Liebesgedicht“ genannt. Getanzt wurde der „Davluri“ ausschließlich zu den Hochzeiten des Adels. Daraus schließt man, dass er in Msreta, der alten
Hauptstadt Georgiens, und später in Tiflis, dessen offizieller Name sich später in Tbilissi änderte, zelebriert wurde. Es ist unmöglich, den Tanz zu datieren,
doch er existierte bereits vor unserer Zeitrechnung. Damals wurde er als Spiel angesehen, am Königshof war es zudem üblich, professionelle Tänzer und
Musiker einzuladen. Die Troubadoure waren beim Adel hoch angesehen. Eine spezielle Hochzeitstracht gab es damals nicht, und so trug man in der Regel zu
einer solchen Gelegenheit die schönste Kleidung. Meist war diese sehr bunt, doch die Moral verbot bestimmte Farben.
Guruli Perkhuli
„Guruli Perkhuli“ – aus der Region Guria – ist ein Tanz von beeindruckender Dramaturgie, begleitet von Chorgesang, in welchem der Sieg eines glorreich
geführten Kampf gefeiert wird. Zurück in ihrem Dorf, erzählten die Krieger die Geschichten ihrer Abenteuer, wobei sie das Erlebte gerne nachahmten.
Hochherzigkeit und Edelmut werden dargestellt, jede Strophe variiert das Thema: „Einer für alle, alle für einen.“
„Perkhuli“ bedeutet „Tanz der Füße“. Die Schritte der Tänzer zu den rhythmischen Schlägen der Trommeln müssen dabei unbedingt synchron sein, dies ist das
Wichtigste bei diesem Tanz. Die Pyramide, die während des Tanzes errichtet wird, symbolisiert die Eroberung einer Festung. Die Frauen bezeugen ihre
Unterstützung und den Glauben an ihre Beschützer. In der georgischen Kultur ist es sehr selten, dass Frauen die gleichen Schritte wie Männer tanzen.
In Ghuruli Pherkhuli sind diese die Zeichen harter Arbeit, welche die Frauen während der Abwesenheit ihrer Männer zu verrichten hatten.
Khorumi
„Khorumi“ bedeutet „Einheit“ und ist ein kriegerischer Tanz, der aus den benachbarten Regionen Guria und Adscharien stammt. Islamische Einflüsse sind hier
unverkennbar. Erzählt wird hier vom Frieden im Land, von den Wachposten in Erwartung einer plötzlichen Invasion und deren Schrecken.
Kriegsvorbereitungen werden getroffen, es folgt der Aufbruch mit ungeteilter Kampfeslust. Die gewonnene Schlacht endet mit ruhmreicher Heimkehr. Hier
tragen die Tänzer Uniformen, die an den Beinkleidern weit geschnitten sind, um das Aufsitzen zu Pferd zu erleichtern.
Parikaoba
„Caucase“ ist der typisch georgische Säbeltanz, in allen Regionen des Landes übten sich die Männer im Umgang mit dem traditionellen Säbel. Das Training um
die perfekte Handhabung des Säbels war sehr beliebt. Sogar die Frauen wohnten ihm von Zeit zu Zeit bei, um die Männer anzuspornen, sie mit Mahlzeiten zu
bewirten oder auch, um die Schein-Kämpfenden daran zu erinnern, dass es sich um eine reine Übung handelte – denn dies geriet in der Hitze des Gefechts
häufig in Vergessenheit. Sobald sich ein Zweikampf entwickelte, ließen die Frauen zum Zeichen des Friedens ein weißes Taschentuch fallen, woraufhin die Hitzköpfe sich wieder trennten.
Zeimi Mtachi „Zeimi Mtachi“ stammt aus einer Region, „Mpchavi Mhtoucheti“ genannt. Dort wird hauptsächlich Weinbau betrieben. Die Mehrheit der Einwohner sind Hirten.
Das Stück setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, ursprünglich handelte es sich dabei um ein großes Fest im Herbst, das mehrere Tage dauerte. Mit ihren
Schafen kehrten die Hirten von den Weiden ins Dorf zurück und auch die Weinlese war getan. Nun galt es zu feiern! Man focht Wettkämpfe aus, in denen Mut
und Tapferkeit unter Beweis zu stellen waren. Im Zuge dieses Festes wählten die zu verheiratenden jungen Männer ihre zukünftigen Ehefrauen aus, die – das
versteht sich von selbst – jungfräulich sein mussten. Der Gesang greift das Werben eines Hirten um ein schönes Mädchen auf, und ermahnt sie, die Nähe
anderer Männer zu meiden, wenn sie die Seine werden wolle.
Ein weiterer Brauch aus der Region „Mpchavi Mhtoucheti“ wird in einem anderen Stück besungen: In diesem Teil Georgiens wurde einem Fremden, der in ein
Dorf kam, großzügig Gastfreundschaft in einer Familie gewährt und ihm das Bett einer zu verheiratenden Tochter angeboten. Zwischen dem Mädchen und
dem Fremden wurde ein Säbel gelegt. Am Morgen goss ihm das Mädchen, das neben ihm geschlafen hatte, Wasser über die Hände. Diese Geste war ein
Symbol der Reinheit und bedeutete, dass der Fremde sie nicht berührt hatte und so wurde er ein Teil der Familie. Weigerte sich das Mädchen jedoch, dem
nächtlichen Gast Wasser über die Hände zu gießen, wurde dieser als Todfeind betrachtet. Natürlich war dem Fremden die Sitte unbekannt und er wurde unwissentlich dieser Prüfung unterzogen.
Acharuli Dieses Lied stammt aus Adscharien, einem Landstrich mit Anteilen an Küste und Bergen, welches besonders schön und grün ist. Angebaut werden dort Tee
und Obstsorten wie Orangen, Clementinen und Zitronen. Im Zuge der wiederholten muslimischen Invasionen war in dieser Region der Islam zeitweise die
führende Religion, bis Adscharien schließlich zum christlichorthodoxen Glauben zurückkehrte. Diesen Gang der Geschichte veranschaulicht die Show durch
verschleierte Tänzerinnen, die am Ende des Tanzes den Schleier ablegen.
Mipatigeba
Dieser Tanz kommt ursprünglich aus Ossetien, einer kleinen autonomen Republik im Norden Georgiens, die heute allerdings zum Land dazugehört und in der
man in alter Zeit auf die Jagd ging und Schafe züchtete. Die Georgier holten diesen Tanz nach Tiflis und entwickelten ihn in der Hauptstadt weiter. Mit anderen
Worten, dieser Tanz war zunächst nicht georgisch, sondern wurde adaptiert. „Mipatigeba“ bedeutet „Aufforderung“ und erzählt in prachtvollen Bildern eine
Liebesgeschichte zwischen einem Mann und einer Frau. Der Mann tanzt auf seinen Fußspitzen stolz um die Frau, damit unterstreicht er die Reinheit seiner
Gefühle für sie. Mit seiner aufrechten Haltung erweist er ihr seinen Respekt. Die langen Ärmel der Kostüme symbolisieren Reinheit. Ein Mann und eine Frau
durften sich nicht berühren, es sei denn, beide trugen langärmelige Gewänder. Nur dann war es dem Mann gestattet, den Unterarm der Frau zu berühren.
Mkhedruli
Dieser Tanz ist in seinen Ursprüngen keiner Region eindeutig zuzuordnen, obwohl man in ihm gewisse westgeorgische Einflüsse feststellen kann. „Mkredruli“
kommt von „Mkradali“ und bedeutet „Reiter“. In diesem Stück ist in einer hinreißenden Darbietung deutlich das Glücksgefühl einer erfolgreichen Kriegerschar auf
dem darauf folgenden Fest zu erleben. In seinen Anfängen richtete man an einem solchen Tag einen Wettbewerb mit Ballons, Lanzen, Pfeil und Bogen aus. Für
die Durchführung dieser Spiele war kein spezieller Ort vorgeschrieben, Zuschauer fanden sich ein, so wurde „Mkhedruli“ zum Nationalsport.
Ursprüngliche Instrumente
Panduri Hierbei handelt es sich um ein kleines Saiten-Instrument etwa von der Größe einer Mandoline. Die drei Nylon-Saiten erzeugen einen perfekten Dreiklang: A – Cis
– E. Werden Panduris in einer Passage eingesetzt, übernehmen sie gleichzeitig eine rhythmische wie melodische Rolle, ähnlich dem Part der Gitarre im Flamenco.
Tchonguri
Dieses Instrument unterscheidet sich darin von der Panduri, dass es eine vierte, um einen Halbton erhöhte, Saite (Ais oder Eis) hat.
Basspanduri
Wie der Name schon sagt, verkörpert dieses Instrument den Bass innerhalb der Panduri-Familie. Klanglich ist es jedoch der Bratsche näher als dem Violoncello.
Salamuri
Dies ist eine kleine gerade gespielte Flöte. Besonders herausragende Künstler spielen zwei Salamuris zur selben Zeit.
Duduki
Dieses Instrument gehört zur Flötenfamilie. Es handelt sich um eine Urform der Klarinette mit 11 Löchern. Um dieses Instrument zu spielen, muss der Musiker die
Zirkularatmung lernen, das heißt, gleichzeitig zu atmen und zu blasen.
Garmoni
Ein Garmoni ist ein Akkordeon mit Klaviertasten. Es hat jedoch einen schärfer ausgebildeten Klang als das in den westlichen Ländern übliche Instrument.
Doli
Die mit Kalbshaut bespannte Trommel stellt das Hauptinstrument georgischer Tänzer dar, denn sie bestimmt den Grundrhythmus. Garmonis und Dolis werden
bei jeder Art von Auftritten in Georgien gespielt.
Giboni
Ein mit Fell bezogenes hornförmiges Blasinstrument, mit dem Dudelsack verwandt. Das Wort „Giboni“ steht im Georgischen Sprachduktus für „spannen“ oder „ziehen“.
Kultureller Hintergrund: Georgien – Die Perle des Kaukasus
Geografie
In der Landessprache wird Georgien „Sakartwelo“, das „Land wo die Kartwelier wohnen“ genannt. Seit Tausenden von Jahren siedelt der Mensch im
Kaukasus, das Jahr 800 vor Christus markiert in Etwa den Beginn der georgischen Kultur, wie wir sie heute kennen. Gelegen in Transkaukasien, an der
Nahtstelle zwischen Europa und Asien, grenzt das flächenmäßig mit Bayern vergleichbare Land an das Schwarze Meer, die Türkei, Armenien, Aserbaidschan
und Russland. Mehr als drei Viertel seiner Fläche machen Hügellandschaften und karge Hochgebirgszüge mit schneebedeckten Gipfeln von über 5000 Meter
Höhe aus. Ausgedehnte Wälder und Urwälder überziehen fast die Hälfte des Territoriums, während die sonnenüberstrahlte Schwarzmeerküste mit ihrem
saftigen Grün und dem Duft nach Orangen und Tausenden von Blumen schon die Alten Griechen zum Verweilen einlud.
Bevölkerung und Geschichte
Derzeit leben etwa 5,4 Millionen Einwohner in dem kleinen Staat, mehrheitlich Georgier, aber auch Aserbaidschaner, Armenier, Russen, Aramäer, Kurden und
andere Völker. Aufgrund der frühen griechischen und römischen Besiedlung, diversen Invasionen und Fremdherrschaften im Laufe der Jahrhunderte blickt
Georgien auf eine sehr bewegte Geschichte zurück, die unendlich viele Farbtupfer und Schattierungen auf dem ethnischen und kulturellen Gemälde des
Landes zeichnete. Im georgischen Bergland lagerten reiche Vorkommen von Gold, Silber, Kupfer und Eisen. Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. war Georgien
daher berühmt für seine Waffenschmiede, mit deren kunstvollen Schwertern die Griechen und Trojaner kämpften. Die Griechen, die im 6. Jahrhundert vor
Christus mehrere Kolonien an der fruchtbaren Küste gründeten, lobten begeistert die großen Städte, die gut ausgebauten Wege, die prächtigen Paläste und die
ziegelbedeckten Wohnhäuser. Inspiriert von den landschaftlichen Extremen, der strahlenden Schönheit und dem Reichtum dieser Landbrücke zwischen
Schwarzem und Kaspischem Meer bezogen sie Georgien gar in ihren mythischen Kosmos mit ein, ließen sie doch Prometheus von Zeus an einen Felsen des
Kaukasus schmieden und siedelten König Aietes aus der Argonautensage in Kolchis in Westgeorgien an. Dem „Goldenen Vlies“, nach dem Jason und die
Argonauten in der griechischen Mythologie suchen, liegen offenbar die immensen Goldfunde in dieser Region zu Grunde. Nach Invasionen der Assyrer und der
Mazedonier unter Alexander dem Großen sowie der langjährigen Abhängigkeit vom Byzantinischen Reich wurde Georgien am Ende des 10. Jahrhunderts im
Goldenen Zeitalter vereint. Unter König David dem Erbauer und Königin Tamara stieg das Land zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert zu einer der stärksten
politischen Mächte in Transkaukasien auf. Wirtschaft und Kultur erlebten eine nie da gewesene Blütezeit, bis ein mongolischer Überfall sowie der starke
persische Einfluss der Einheit dem Aufschwung ein Ende setzten und Georgien im Laufe der Jahrhunderte schließlich in mehrere Königreiche und Fürstentümer zerfiel.
Im 18. Jahrhundert setzte sich die schier endlose Reihe der Enteignungen fort, annektierte doch Russland weite Teile des Landes und brachte sie politisch
unter seine Kontrolle. Erst nach der Oktoberrevolution 1918 wurde Georgiens Unabhängigkeitstraum für nur kurze Zeit wieder Wirklichkeit, nach nur zwei
Jahren der Autonomie wurde es in den Staatenbund der Sowjetunion eingegliedert. 70 Jahre später ergriff Georgien im Zuge der Umwälzungsprozesse in
ehemaligen Ostblock seine Chance, sich als Staat neu zu gründen und einen langwierigen Demokratieprozess in Gang zu setzen.
Religion
Georgien bewahrt durch seine christliche Prägung gemeinsam mit Armenien eine Exotenrolle, da es ausschließlich von muslimischen Nachbarn umgeben ist.
Der Legende nach ließ sich die Syrerin Nino nach ihrer abenteuerlichen Flucht aus römischer Gefangenschaft in der damaligen Hauptstadt Georgiens Mzcheta
nieder. Sie war der Heilkunst mächtig, was schnell landesweit bekannt wurde und auch Königin Nana zu Ohren kam. Sie ließ Nino zu sich rufen und nahm, tief
beeindruckt ob ihrer wundersamen Heilung, das Christentum an. Doch damit nicht genug: Eines Tages verirrte sich ihr Gatte König Mirian im Wald. Nicht ein
einziges Gebet half, bis er schließlich in seiner Verzweiflung den Gott Ninos anrief und sein Gefolge ihn wiederfand. Voll Dankbarkeit und Demut verkündete er
im Jahre 337, dass Georgien künftig allein den christlichen Gott verehren solle. Von der anschließenden orthodoxen und byzantinischen Prägung Georgiens im
Mittelalter zeugen die zahlreichen ein- und dreischiffigen Basiliken, ausgemalt mit Ikonen in den strahlendsten Farben, die die alten Kultstätten ablösten und
direkt auf den Fundamenten antiker Tempel errichtet wurden. Nach der Erhebung des orthodoxen Christentums zur Staatsreligion wirkte die Religion in
Georgien stets auf Kultur und Macht ein. Angesichts der starken religiösen Einflüsse anderer Kulturkreise mag es verwundern, dass sich das Christentum in
dieser Gestalt behaupten konnte, denn lediglich im südwestlich gelegenen Adscharien finden sich dieser Tage bedeutende muslimische Gemeinschaften. Bis
heute bewahrte die georgische Orthodoxie ihre Ausnahmestellung: Der Patriarch ist noch heute am Unabhängigkeitstag anwesend, um das Parlament zu segnen.
Sprache und Literatur
Nach Jacques de Morgan ist die georgische (kharthwelische) Sprache, neben der baskischen, etruskischen und hethitischen, als eine der vier Ursprachen der
Welt zu verstehen. Georgisch ist eine der 14 Sprachen weltweit, deren Wurzeln völlig im Dunklen liegen. Zusätzlich zur offiziellen Landessprache
unterscheidet man die verschiedenen Dialekte der Regionen „Guria“, „Svanetien“ und „Samegrelo“. Die Existenz einer derartigen Menge an Sprachvarianten ist
sehr einfach zu erklären: Alle drei Regionen liegen im georgischen Hochland, der Kontakt untereinander und mit den größeren Städten blieben für die Mehrzahl
der Bewohner begrenzt. In dieser Isolation entwickelten die Bewohner ihre eigene, aus dem Georgischen entlehnte, Sprache. Fast vierzig Sprachen sind im
Kaukasus beheimatet und verteilen sich auf drei große Sprachfamilien, die kartwelische, die abchasisch-adygeische und die dagestanische. Das Georgische
gilt unter Linguisten noch immer als Mysterium, lässt es sich doch keiner Sprachgruppe zuordnen. Auf ähnliche Schwierigkeiten stoßen Forscher im Falle des
Baskischen, das in Vokabular und Grammatik keinerlei gemeinsame Wurzeln mit dem Indogermanischen besitzt. Beide Sprachen weisen einige gemeinsame
Züge auf, bis dato rätselt die Forschung jedoch immer noch über eine mögliche Verwandtschaft. 1500 Jahre alt ist das älteste Zeugnis georgischer Literatur,
eine Inschrift an der Kirche von Bolnissis Sioni, in georgischer Schrift mit ihren einzigartigen Zeichen, die sich bereits im 4. Jahrhundert vor Christus
entwickelten. Vieles deutet aber darauf hin, dass es bereits vor der Missionierung eine schriftlich fixierte Literatur gegeben hat, deren Anfänge weit vor
unsere Zeitrechnung zurückreichen. In der kulturellen Blütezeit vom 11. bis 13. Jahrhundert entstand auch das georgische Nationalepos „Der Recke im
Tigerfell“, verfasst von Schota Rustaweli als Hymne auf Ritterlichkeit und Edelmut, die sich heldenhaft über Religion und Nation erheben.
Gesang und Tanz
Georgier lieben seit jeher die Musik und den Gesang, so ergibt sich eine Musiktradition von äußerster Vielfalt und Komplexität, geht sie doch in ihrer besonderen
Gestalt als polyphone Musik der europäischer Entwicklung der Polyphonie um mehr als 300 Jahre voraus. Neuere musikwissenschaftliche Forschungen
belegen, dass sie ursprünglich neben einem eigenen Notensystem auf eigenständigen theoretischen Grundlagen mit eigenem Tonlagesystem aufbaute. In den
Texten der alten überlieferten Lieder vermuten Forscher Anklänge an altsumerische Sprachen, so dass sie für Sprachwissenschaftler einen unvorstellbaren
Schatz darstellen. Für ihre Einzigartigkeit wurde der georgische Chakrulo-Gesang 2001 von der UNESCO in die Liste des mündlichen und immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen.
Die Schönheit und Ausdruckskraft des georgischen Tanzes beruht auf der Darstellung unterschiedlichster Aspekte des Lebens wie Ritualen, der täglichen
Arbeit oder Festen. Georgischer Tanz erzählt vom Stolz und Mut der Männer, von der feenhaften Anmut der Frauen, er setzt Leid und Freude in Szene.
Nachhaltige Wirkung auf die Entwicklung des Tanzes hatten die Einführung des Christentums im 4. Jahrhundert und das gleichzeitige Überleben heidnischer
Gebräuche. Im Laufe der Zeit wurden georgische Tanztraditionen durchwoben von Vorstellungen und Ausdrucksformen völlig unterschiedlicher Natur und
Herkunft. Georgischer Tanz ist gleichsam eine organische Kunst, tief verwurzelt in den Menschen und ihren Schicksalen. Bis ins 20. und 21. Jahrhundert
dauern die Metamorphosen dieser künstlerischen Ausdrucksform an, wie auch Georgien selbst immer neue Wege beschreitet. Kurz nach dem II. Weltkrieg
gründeten Iliko Suchischwili und Nino Ramischwili das Georgische Choreografische Tanzensemble, das weltweit gastierte und mit seinem großen Erfolg
zahlreiche weitere Tanzcompagnien inspirierte. Unvergessen im Bereich des Tanzes ist auch Georgi Balantschiwadse alias George Balanchine, der sich
international als Choreograf einen Namen machte. [© Deutsches Theater / BB-Promotion]
Tickets und weitere Infos unter: www.deutsches-theater.de
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