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Operette: Wiener Blut

Operette in drei Akten

Von:
Victor Léon und Leo Stein
Musik von: Johann Strauß (1825-1899)
Uraufführung:
26. Oktober 1899 (Wien, Carltheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
30. Dezember 08

Musikalische Leitung: Joachim Enders
Inszenierung: Renate Ackermann
Choreografie: Katja Wachter
Bühne: Heinz Balthes
Kostüme: José-Manuel Vázquez

Mit: Anne Gerbert, Margaret Rose Koenn, Allison Oakes, Susanne Serfling, Marie Smolka | Mark Adler, Andreas Daum, Markus Durst/Jeffrey Treganza, Heinz Kloss

Wien 1815. Der Kongress tagt. Und tanzt. Auch Balduin Graf Zedlau, der Gesandte eines deutschen Kleinstaates, versucht sich nicht allein auf diplomatischem, sondern auch auf erotischem Parkett. Seine junge Gattin, der das Leben an der Seite ihres biederen Ehemannes zu langweilig wurde, hat sich ins Elternhaus zurückgezogen. In die eheliche Villa hat Balduin daraufhin seine Freundin, die Tänzerin Franziska, einquartiert. Doch nun ist er auf eine neue Eroberung aus, nämlich die Probiermamsell Pepi, die sich ausgerechnet als Braut seines Kammerdieners Josef herausstellt. Auch ohne den ungelenken Versuch von Balduins oberstem Dienstherrn, Premierminister Ypsheim-Gindelbach, in diese Situation glättend einzugreifen, wäre die Lage schon reichlich kompliziert.

Wiener Blut gelangt in einer Fassung für sechs Konzertflügel zur Aufführung, die Herbert Wernicke und Curt Gold für das Theater Basel erarbeitet haben und in der der Witz der Strauß´schen Musik besonders pointiert zur Geltung kommt.                 [© Staatstheater Darmstadt]

www.staatstheater-Darmstadt.de          Besprechung auf egotrip.de

Das Schlosstheater Schönbrunn präsentierte im Rahmen der neuen Sommerreihe „Musik Theater Schönbrunn“, die von Dr. Martin C. Turba begründet wurde, die Johann Strauß Operette Wiener Blut (2005).

Musikalische Leitung:
Herbert Mogg
Musikalische Assistenz: Florian Rosensteiner
Inszenierung: Volker Vogel
Bühnenbild: Harald Stieger
Kostüme: Katrin Köhler
Choreographie: Susanne Kirnbauer

Balduin Graf Zedlau: Michael Heim / Martin Mühle
Gabriele, seine Frau: Elisabeth Flechl / Eva Zettl
Josef, Kammerdiener: Andreas Rainer / Andreas Sauerzapf
Pepi Pleininger: Iva Mihanovic / Katrin Fuchs
Fürst Ypsheim-Gindelbach: Volker Vogel / Horst Lamnek
Franziska Cagliari: Cornelia Zink / Sabina Martin
Kagler, ihr Vater: Götz Kauffmann
Graf Bitowski: Norbert Entfellner

Orchester und Ballett des Musik Theater Schönbrunn

Premiere: 15. Juli 2005 / 20.00 Uhr.
Vorstellungen (Dienstag bis Sonntag): bis 28. August 2005.
Vorstellungsdaten: 16., 17., 19., 20., 21., 22., 23., 24., 26., 27., 28., 29., 30., 31. Juli 2005
02., 03., 04., 05., 06., 07., 09., 10., 11., 12., 13., 14., 16., 17., 18., 19., 20., 21*., 23., 24., 25., 26., 27., 28*. August 2005.
Beginn: jeweils 20.00 Uhr (Außer 21. & 28. August: Beginn 18.00 Uhr)
Karten: Schlosstheater Schönbrunn, täglich 10-20 Uhr (Montag bis 18 Uhr)
Tel. +43- 664 1111 600 und
www.musik-theater-schoenbrunn.at
 

Inhalt:

1. Akt
In der Villa des Grafen Zedlau. Dieser hat seinen Sommersitz in dem Wiener Villenvorort Döbling der Tänzerin Franziska Cagliari überlassen, die seit einiger Zeit seine Geliebte ist. Die Künstlerin heißt eigentlich gutbürgerlich wienerisch Franzi Kagler und ihr Vater ist ein wienerisch origineller Karussellbesitzer und Klarinettist.
Graf Zedlau ist zwar jungverheiratet, doch seine Gattin Gabriele, eine lebenslustige Wienerin, fand ihren anfangs provinziell-langweiligen Gemahl recht uninteressant und kehrte zu ihren Eltern zurück. Zedlau aber ist in der Wiener Luft richtig aufgelebt und hat sich – trotz seiner Franzi – in die bildhübsche Probiermamsell Pepi verliebt. Gemeinsam mit seinem Kammerdiener Josef diktiert er einen Liebesbrief an die neue Flamme mit der Bitte um ein Stelldichein. Der von den amourösen Anwandlungen begeisterte Kammerdiener Josef hat dabei keine Ahnung, dass es sich bei dieser jungen Dame um seine Braut Pepi handelt.
Bald darauf bringt Pepi ein neues Kostüm für die Tänzerin und verabredet dann mit ihrem Josef ein Treffen in Hietzing, wo stets große Tanzunterhaltungen stattfinden. Überraschend erscheint Fürst Ypsheim, der Vorgesetzte des Grafen Zedlau, und trifft zugleich mit dem alten Kagler zusammen, der seine Tochter Franzi besuchen will. Dieser vermeint, der Graf Zedlau werde seine Tochter heiraten und spielt dem Fürsten gegenüber den Schwiegervater in drolligem Wienerisch. Als Franzi erscheint, hält der Fürst sie für die Gräfin Zedlau und macht deutliche Anspielungen auf das ihm bekannt gewordene Verhältnis seines Untergebenen mit der Tänzerin. Franzi verlässt entrüstet das Zimmer, worauf die überraschend nach Wien zurückgekehrte echte Gräfin Zedlau eintrifft und von Fürst Ypsheim für die Geliebte des Grafen gehalten und dementsprechend mit Vorwürfen überhäuft wird. Um die Verwirrung komplett zu machen, kommt Graf Zedlau zurück. Er bittet zur Rettung seiner Situation den Fürsten, Franzi als dessen eigene Gattin vorzustellen. Worauf der alte Herr die fälschlich für die Geliebte gehaltene Gräfin als seine Gattin ausgibt.

2
. Akt
Im Palais des Grafen Bitowski findet ein Ball statt, zu dem auch das Ehepaar Zedlau geladen ist. Auch Franzi ist anwesend und beide Frauen beginnen sichtlich um den Mann zu kämpfen, der seinerseits nur an sein Rendezvous mit Pepi denkt, die an diesem Abend im Ballett mitwirkt.
Sie zerkriegt sich mit Josef und folgt aus Trotz der Einladung des Grafen nach Hietzing. Der etwas senile Fürst Ypsheim hält die Gräfin nach wie vor für Zedlaus Geliebte und veranlasst den alten Kagler als vermeintlichen Schwiegervater, der Gräfin als vermeintlicher Geliebten arge Vorwürfe zu machen. Erst Pepi klärt die Gräfin auf, dass Mademoiselle Cagliari einfach die Franzi Kagler ist, und die ganze Gesellschaft erfährt, wer von den Damen die echte Gräfin ist.

3. Akt
Im Garten des Tanzcasinos in Hietzing führt Graf Zedlau Pepi zu seinem Tete-à-tete. Aber sowohl die Gattin als auch die sich betrogen fühlende Geliebte Franzi sind ihm auf der Spur. Der Kammerdiener Josef will seinen Herrn warnen, entdeckt dabei seine Braut in einem Versteck und es folgt die entsprechende Eifersuchtsszene. Auch Zedlau wird plötzlich eifersüchtig, da er das Erscheinen seiner Gattin sich nur durch ein beabsichtigtes Rendezvous mit einem anderen Mann erklären kann. Die Ehegatten versöhnen sich, auch Pepi weiß ihren Josef wieder von ihrer unwandelbaren Treue zu überzeugen und Franzi hat anscheinend ihren Trost gefunden, als ihr der alte Fürst – der zwar neben ihr eingeschlafen ist – beim Wiedererwachen die Hand küßt.

©: Musik Theater Schönbrunn 

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