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Operetten-Infos: A - Z
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Ba-ta-clan (Klim-Bim, alternativer Titel: Tschin-Tschin ) Chinoiserie musicale in 1 Akt
Von:
Jacques Offenbach Libretto: Ludovic Halévy Uraufführung: 29. Dezember 1855 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens)
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Blume von Hawaii
Von: Paul Abraham Libretto: Emmerich Földes, Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda
Uraufführung: 24. Juli 1931 (Leipzig)
Zur Inszenierung der Volksoper Wien:
Premiere: 7. Februar 10 Weitere Vorstellungen:
9., 12., 15., 18., 21. Februar, 3., 13., 21., 24., 29. März; 10., 12. April
Dirigent: Joseph R. Olefirowicz Regie: Helmut Baumann Bühnenbild:
Mathias Fischer-Dieskau Kostüme: Ingrid Erb Choreographie: Kim Duddy Dramaturgie: Helene Sommer und Christoph Wagner-Trenkwitz
Besetzung:
Prinzessin Laya: Siphiwe McKenzie Edelmann/Miriam Sharoni Prinz Lilo-Taro: Christian Baumgärtel
Kanako Hilo: Ronald Kuste Kapitän Stone: Thomas Sigwald Gouverneur Lloyd Harrison: Josef Luftensteiner John Buffy: Marko Kathol/Wolfgang Gratschmaier
Bessie Worthington:: Eva Maria Marold/Martina Dorak Raka: Martina Dorak/Johanna Arrouas Jim-Boy: Gaines Hall Kaluna: Yasushi Hirano u. a.
Wie wäre es, wenn zwei Zuseher einmal den Gang einer Liebes- und Abenteuergeschichte mitbestimmen könnten? Und auch gleich in zwei Hauptrollen auf die Szene treten würden? Das Ehepaar
Kratochwil ist höchst unzufrieden mit dem „depperten“ Film, den sie da im Kino sehen. Sie möchte mehr fürs Herz, er will mehr Action. Da tritt John Buffy aus der Leinwand und führt die beiden
hinein in die Traumwelt der „Blume von Hawaii“: Aus Lisbeth Kratochwil wird Bessie Worthington, Harald Kratochwil wird zu Kapitän Harald Stone. Diese witzige Rahmenhandlung haben sich
Regisseur Helmut Baumann und sein Textbearbeiter Peter Lund für Paul Abrahams Revue-Operette einfallen lassen, die im Februar 2010 erstmals an der Volksoper erklingt.
Gouverneur Lloyd
Harrison möchte die amerikanische Herrschaft auf Hawaii festigen, indem er seine Nichte Bessie mit dem hawaiianischen Prinzen Lilo-Taro verheiratet. Doch Lilo-Taro sympathisiert mit der
hawaiianischen Unabhängigkeitsbewegung. Prinzessin Laya, Verlobte Lilo-Taros aus Kindertagen, kehrt aus dem Exil nach Hawaii zurück. Ihre Krönung zur Blumenkönigin und Heirat mit Lilo-Taro
soll den Umsturz herbeiführen. Auf der Reise hat sich Laya jedoch in den amerikanischen Kapitän Stone verliebt.
Paul Abrahams Revue-Operette lässt in eine zauberhaft kitschige Südsee-Welt eintauchen, in der Hawaiigitarren, Vibraphon und Celesta für den exotischen Ton sorgen
und jazzige Klänge und schmissige Tanzrhythmen im Sound der 1930er Jahre gute Laune machen. Rufen wir uns einige Schlager der 1931 uraufgeführten „Blume“ in Erinnerung - „Ein Paradies am
Meeresstrand“, „Will dir die Welt zu Füßen legen“, „Kann nicht küssen ohne Liebe”, „Ich hab ein Diwanpüppchen“ und natürlich das Titellied „Blume von Hawaii“ - dann erkennen wir: Im 50.
Todesjahr Paul Abrahams ist es höchste Zeit für die Neuentdeckung dieses Klassikers, liebevoll musiziert unter der Leitung von Joseph R. Olefirowicz, der sich mit den Musicals „Anatevka“ und
„Guys and Dolls“ an der Wiener Volksoper bestens eingeführt hat, mit einem Augenzwinkern in Szene gesetzt von Helmut Baumann. Als exotische Prinzessin Laya wird Siphiwe McKenzie Edelmann
erstmals an der Volksoper zu erleben sein. Christian Baumgärtel, in bester Erinnerung als Pluto in Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“, gibt den schmachtenden Prinzen Lilo-Taro,
Ensemblemitglied Thomas Sigwald wird als Kapitän Stone alias Harald Kratochwil zu sehen sein. Allround-Star Eva Maria Marold kehrt als Bessie Worthington auf die Bühne der Volksoper zurück.
Als Jim-Boy debütiert Musicalstar Gaines Hall am Haus. [© Volksoper Wien]
www.volksoper.at
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Boccaccio Operette von: Franz von Suppé
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Eva Operette in drei Akten
Musik: Franz Lehar: Libretto: A.M. Willner und Robert Bodanzky Uraufführung:
24. November 1911 (WIen, Theater an der Wien)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 10. November 1
Musikalische Leitung:
Sebastian Hernandez-Laverny Inszenierung: Cordula Däuper Bühne: Jochen Schmitt Kostüme: Justina Klimczyk Choreinstudierung:
Sebastian Hernandez-Laverny Dramaturgie: Carsten Jenß
Besetzung:
Octave Flaubert: Alexander Spemann Dagobert Millefleur: Thorsten Büttner
Pepita Désirée Paquerette, Pipsi: Tatjana Charalgina Bernard Larousse: Ks. Jürgen Rust Eva: Vida Mikneviciute Prunelles, zweiter Buchhalter: Joachim Mäder
www.staatstheater-mainz.de
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Die Insel Tulipan (L’ île de Tulipatan) Opéra-bouffe in einem Akt
Von: Jacques Offenbach Libretto:
Henri Ch. Chivot & Alfred Duru Uraufführung: 30. September 1868 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens )
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Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux enfers) Operette in zwei Akten
Von: Jacques Offenbach Text: Hector Crémieux und Ludovic Halévy Uraufführung:
21. Oktober 1858 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens)
Zur Inszenierung des Theater Freiburg:
Premiere: 28. Mai 11
Musikalische Leitung:
Jimmy Chiang Regie: Tom Ryser Bühne & Kostüme: Stefan Rieckhoff Beleuchtung: Bernhard Oesterle Dramaturgie: Heike Müller-Merten, Dominica Volkert
Besetzung:
Orpheus: Roberto Gionfriddo Eurydike: Lini Gong Pluto/Aristeus: Christoph Waltle Jupiter: Christian Voigt Juno:
Marie Bonnet Diana: Anna Baxter Cupido: Sally Wilson Venus: Sang Hee Kim Mars: Alejandro Lárraga Schleske Merkur: Victor Calero
John Styx: Ullo von Peinen Öffentliche Meinung: Moritz Knapp/ Alma Rießler
Philharmonisches Orchester Freiburg Opernchor des Theater Freiburg
Statisterie des Theater Freiburg
Ist die Hölle Fluch oder Segen? Ist der Tod ein schreckliches Ende oder lustvolle Befreiung? In scharfzüngig ironischer Weise stellt Jacques Offenbach
1858 Furcht und Sehnsucht, Leben und Tod, Liebe und Hass auf den Kopf und wirbelt die antike Mythologie und ihre Operntradition von Monteverdi bis Gluck kräftig durcheinander: Orpheus ist
froh, Eurydike loszuwerden, die herzlich gerne Pluto in die Unterwelt folgt, um nach den langweiligen Ehejahren endlich rasante Erlebnisse zu haben. Auch die olympischen Götter tummeln sich
lieber in den höllischen Gefilden, denn dort unten scheint der Vergnügungssucht keine Grenzen gesetzt zu sein. Nach gut 150 Jahren lassen auch wir uns liebend gerne dazu verführen, alle
Probleme unter den Teppich kehren, auf dem wir dann walzerselig und cancan-verliebt tanzen. [© Theater Freiburg]
Mit Unterstützung der TheaterFreunde.de
www.theater.freiburg.de
Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz: Deutsche Bearbeitung nach Ludwig Kalisch
Premiere: 12. Februar 10 Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz Inszenierung: Johanna Schall Bühne: Horst Vogelgesang Kostüme: Jenny Schall
Choreografie: Romy Hochbaum
Besetzung:
Orpheus: Cornel Frey Eurydike: Sibylla Duffe Jupiter: Dirk Lohr Pluto: Mario Podrecnik
Die Öffentliche Meinung: Marianne Larsen Juno: Ann-Katrin Naidu Diana: Katja Stuber Merkur: Christoph Kayser Cupido: Yvonne Steiner a.G.
Venus : Frances Lucey Minerva : Marta Kosztolányi John Styx: Gunter Sonneson Mars: Florian Wolf Ceres: Shirli Polena
Pan: Ute Walther Apoll: Stefan Thomas Poseidon: Marcus Wandl
Von oben und unten Johanna Schall inszeniert ORPHEUS IN DER UNTERWELT am Münchner Gärtnerplatztheater
Brecht-Enkelin Johanna Schall bringt das meisterliche Muster aller Operetten auf die Gärtnerplatzbühne. Die klassischste aller Operetten hat am
Gärtnerplatz passend zum Fasching (Freitag, 12. Februar) Premiere und stellt in der Götterwelt termingerecht alles auf dem Kopf: In Jacques Offenbachs ORPHEUS IN DER UNTERWELT ist der
Titelheld nicht gerade enttäuscht als seine Frau Eurydike entführt wird. Götteroberhaupt Jupiter hat alle Mühe seine Unschuld zu bezeugen und der Herrscher der Unterwelt Pluto erweist sich
als nicht gerade zuvorkommender Liebhaber. Einzig die Öffentliche Meinung scheint hier noch die Moral im Auge zu haben.
Was heute so selbstverständlich erscheint, markierte im Jahr
1858 den beispiellosen Durchbruch für eine neue Form des Musiktheaters: Die Orpheus-Premiere geriet zur Geburtsstunde der Operette. Mitreißende, tänzerisch wirbelnde Melodien – darunter der
unsterbliche Cancan – und ein feines Gespür für das Burlesk-Komische, für pikante Situationen und zeitgenössische Satire bildeten die Grundlage des Erfolgs. Offenbachs Urzelle des
Operettengenres kam am Gärtnerplatz bereits ein Jahr nach der Eröffnung des Hauses, im März 1866 zum ersten Mal auf die Bühne. Zum letzten Mal wurde das Werk 1967 neu inszeniert (danach nur
noch eine konzertante Aufführung 2001).
Für die Neuinszenierung kommt nun erstmals Brecht-Enkelin Johanna Schall als Regisseurin ans Haus. Die gefragte Schauspielerin, Filmemacherin
und Theaterregisseurin nimmt sich hier der Aufgabe an, das allzu Menschliche in den Göttergestalten hervor zu kehren. Ihre Inszenierung wird im Hades wie auch im Olymp gleichermaßen absurden
Machtstrukturen, zwielichtigen Machenschaften und unverbindlichem Liebesgeplänkel nachspüren. Sie inszeniert im Gespann mit ihrer Schwester Jenny Schall (Kostüme) und Horst Vogelgesang
(Bühne). Mit großer Besetzung, Chor, Extraballett und dem Orchester erarbeiten sie einen großen Operettenabend und sehen gleichzeitig genau hin, wenn es um die Durchdringung von Texten und
Hintergründen geht. Eine wunderbare Gelegenheit, für die Darsteller, ihre Qualitäten an Spielfreude und Szenenwitz voll auszuleben. Das Publikum darf sich u.a. auf Sibylla Duffe als
Eurydike, Cornel Frey als Orpheus und Marianne Larsen als Öffentliche Meinung freuen. Dirk Lohr und Ann-Kathrin Naidu als Jupiter und Juno sowie Mario Podrecnik als Pluto lassen auf
viele gut gesetzte Pointen hoffen. Gunter Sonneson hat mit der Rolle des Styx, ehemals Prinz von Arkadien, alle Möglichkeiten, sein komödiantisches Talent zu zeigen.
Andreas Kowalewitz macht als Spezialist für das Operettenfach am Pult die Begeisterung für dieses lebendige Werk hör- und spürbar.
Zur Handlung: Orpheus ist geradezu erleichtert, als seine Frau Eurydike von Pluto in den Hades entführt wird. Die Öffentliche Meinung triezt Orpheus
allerdings so lange, bis er verspricht, sich bei Jupiter um die Herausgabe der Gattin zu bemühen. Götteroberhaupt Jupiter hat derweilen einige Mühe, seine Unschuld in der
Entführungsangelegenheit vor seinen Göttern - und vor allem vor seiner Frau Juno - zu bezeugen. Er bricht schließlich mit den Seinen in den Hades auf, um von Pluto die Rückgabe Eurydikes an
Orpheus voran zu treiben. Doch als er Eurydike sieht, macht er sich ein genaueres Bild von ihrer Untreue… Nach einigem Hin und Her erklärt sich Pluto bereit, Eurydike freizugeben – unter der
allseits bekannten Bedingung, dass Orpheus sich auf dem Weg nach oben nicht nach ihr umdrehen darf. [© Staatstheater am Gärtnerplatz]
Auftakt: So., 7.2.2010, 11.00 Uhr im Foyer mit Regisseurin, Regieteam, Dramaturgin und Mitwirkenden der Produktion
Termine: 14.*/20./23. Februar, 3./12./30. März, 18.*/22. April, 16. Mai 2010 *= KiJu 8,- € Tickets unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de
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La Périchole („Die Straßensängerin“) Opéra-bouffe in drei Akten
Von: Jacques Offenbach
Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy Uraufführung: 6. Oktober 1868 (Paris, Théâtre des Variétés) Deutsche Textfassung: Bernd Wilms
Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:
Premiere: 6. Juni 10
Musikalische Leitung:
Markus Poschner Inszenierung: Nicolas Stemann Bühnenbild: Katrin Nottrodt Kostüme: Marysol del Castillo Dramaturgie: Bettina Auer Chöre:
Robert Heimann Licht: Franck Evin Video: Claudia Lehmann
Besetzung:
Périchole, Straßensängerin: Karolina Gumos Piquillo, Straßensänger:
Johannes Chum Don Andrès, Vizekönig von Peru: Roger Smeets Graf Miguel de Panatellas: Peter Renz Don Pedro de Hinoyosa: Günter Papendell
Guadalena / Hofdame: Anna Borchers Berginella / Hofdame: Mirka Wagner Mastrilla / Hofdame: Olivia Vermeulen Der alte Gefangene: Andreas Döhler
Chorsolisten und das Orchester der Komischen Oper Berlin
»Jacques Offenbach ist vielleicht einer der besten Jazz-Musiker, die es je gab: frech, reaktionsschnell, endloser
Ideenreichtum, virtuos, sensibel und sehr tief.« (Markus Poschner)
»Operette hat immer auch etwas Neurotisches. Im Spaßbad der Operette wird die Wirklichkeit handhabbar gemacht.« (Nicolas Stemann)
www.komische-oper-berlin.de
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PIRATEN. Die BeBerlinette Ein neues Werk von Andreas Bisowski (Text), Arthur Sullivan (Musik) und Andreas Unsicker (Arrangements) nach den Piraten von Penzance von W. S. Gilbert und A. Sullivan.
Musik: Arthur Sullivan Musikalische Arrangements: Andreas Unsicker Text: Andreas Bisowski Uraufführung: 9. Oktober 2008 (Berlin, Neuköllner Oper)
Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:
Premiere: 9. Oktober 08 (Uraufführung)
Wiederaufnahme: 2. Juli 2009
Inszenierung: Andreas Gergen Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg Bühne, Kostüm: Andrea Nolte Choreographie:
Nini Stadlmann Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Ensemble: Frederik: Aris Sas / Dennis Jankowiak (Wiederaufnahme) Ruth:
April Hailer / Yvonne Ritz-Andersen Rainer: Christoph Reiche Mischa: Gerald Michel Gurke: Stephan Wolf-Schönburg Mabel: Anne Görner Edith:
Dorothea Breil Kate: Nini Stadlmann Igor: Ulrich Lenk
Band Klavier: Hans-Peter Kirchberg / Alexander Klein Keyboards:
Markus Mittermeyer / Tobias Bartholmeß E-Geige: Sibylle Strobel / Christin Dross E-Gitarre: Hubertus Hildenbrand / Jo Gehlmann Bass und E-Bass:
Ralph Gräßler / Max Nauta Schlagzeug: Olaf Taube / Michael Rowalska
PIRATEN. Die BeBerlinette Neuköllner Oper, Berlin Foto: Matthias Heyde
Eine Stadt liftet ihr Antlitz. Rosafarbene Einkaufscenter, nierenförmige Hochbauten, Medien- und Bürotürme malerisch an den Ufern an der Spree gelegen... Berlin soll endlich fit
werden für die Reichen der Welt. Alles könnte so schön und edel werden, wären da nicht die Reste jener Urbevölkerung, die so schnell nicht zu entsorgen sind. Die noch immer
in hässlichen Abbruchhäusern und schmuddeligen Wagenburgen hausen und verdienstvollen Bauunternehmern wie Igor Zitsche das Leben schwer machen. Wie Piraten, die
seinerzeit bestes Bauland geentert haben und jetzt dort fest sitzen und es nicht wieder her geben. So stehen die Zeichen in der weltoffenen und jungdynamischen Stadt ganz
auf Klassenkampf: BeBerlin! Wäre da nicht Frederik, wohlbehütetes Ziehkind der letzen aufrechten linken Kommune, der an seinem 18. Geburtstag beschließt, endlich bürgerlich
zu werden. Als mit Mabel und ihren Schwestern die Töchter des stadtbekannten Baugiganten auftauchen, gerät nicht nur die schöne autonome Wagenburg ins Wanken. In
einem unerwarteten und unvermeidlichen Showdown kommen sich die Protagonisten der Berliner Gesellschaft auf ungeahnte Weise nahe...
Mit den Piraten bringt die Neuköllner Oper einen sensationellen musikgeschichtlichen Fund ans Licht der Öffentlichkeit: die bisher verschollen geglaubte Berliner Fassung der
Piraten von Penzance von Bisowski & Sullivan. Und damit den zweiten Teil der Trilogie aus gebotenem Anlass: BeBerlin - eine Stadt sucht ihre Leute.
Arthur Sullivan – Musik entstammte der Ehe eines irischen Klarinettisten und einer Italienerin, wurde mit zwölf Jahren als Chorknabe in die Royal Chapel aufgenommen, besuchte dann die Königliche
Musikakademie in London und ging zur weiteren Ausbildung für drei Jahre, 1858-1861, an das Leipziger Konservatorium. 1866 berief man ihn als Professor für
Kompositionslehre an die Royal Academy in London. Von 1876 bis 1881 war er Direktor der National Training School for Music. 1876 verlieh man ihm in Cambridge, 1879 in
Oxford den Doktortitel ehrenhalber. 1883 wurde der vor allem durch seine geistlichen Chorwerke berühmt gewordene Komponist in den Adelsstand erhoben. Wesentlichen
Anteil am Erfolg seiner Operetten hatte der Schriftsteller William Schwenck Gilbert (1836-1911). Mit ihm zusammen kreierte Sullivan den Typus der regelmäßig herauskommenden
«Gilbert and Sullivan Comedy Operas», die nach dem Londoner Uraufführungstheater auch «Savoy-Operas» hiessen. Davon wurden u. a. The Pirates of Penzance (1880),
Patience (1881), The Yeomen of the Guard (1888), The Gondoliers (1889), The Chieftain (1894) und The Grand Duke (1896) auch in den deutschsprachigen Ländern bekannt.
Andreas Unsicker – Musikalische Arrangements wurde 1969 in Kiel geboren und erhielt bereits mit vier Jahren Klavierunterricht. Er studierte Theaterregie und Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie bei August
Everding. 1988 - 1990 begleitete er Lore Lorentz am Ko(m)mödchen in Düsseldorf. Heute arbeitet er als freier Musiker vorrangig für das Theater und leitete in den letzten Jahren
Musical- und Schauspielproduktionen an verschiedenen deutschen Theatern. Seit 2003 verbindet ihn eine intensive Zusammenarbeit mit H.R. Kunze und H. Lürig, bei deren
Neufassungen von Shakespeares Sommernachtstraum und Was ihr wollt er als Arrangeur und Pianist tätig ist. Für die Neuköllner Oper arrangierte er erstmals 2007 im Rahmen
der Uraufführung von Weintraubs Jazz Odyssee. Eigene Kompositionen umfassen Bühnenmusiken und Songs und Chansons nach Texten von Kurt Tucholsky, Erich Kästner, W. H. Auden und E. A. Poe.
Andreas Bisowski – Text Andreas Bisowski wurde 1973 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er Schauspiel an der HdK (jetzt UdK). Er spielte am Staatstheater Braunschweig, am Staatstheater
Dresden und war Ensemblemitglied des Maxim Gorki Theaters sowie des Deutschen Theaters in Berlin. Als Bühnenschauspieler sah man ihn zuletzt auf den
Nibelungenfestspielen in Worms. Ferner spielte er in über 30 Film- und Fernsehproduktionen und inszeniert die Bühnenshows von Desiree Nick.
Werkauswahl: Bearbeitung des Librettos von Bolten-Baeckers Frau Luna (Opernhaus Halle 2007); Saure Nierchen (Tribüne Berlin 2007); Neufassung des Librettos von Künneke
Die glückliche Reise (Maxim-Gorki-Theater 2005); Libretti für die Neuköllner Oper: Wischen – no vision (2005); Putzfrauen (2004); Friendly Fire (2004); Es fliegt was in die Luft
(2003); Herz über Bord (2002).
Andreas Gergen – Inszenierung Der gebürtige Saarländer sammelte erste Theatererfahrungen am Staatstheater in Saarbrücken. Nach seinem Studium an der UdK Berlin arbeitete er zunächst als Schauspieler z
.B. in der Neuköllner Oper (SommerNachtTraum) und im Theater am Potsdamer Platz (Disney´s Der Glöckner von Notre Dame). Für die Rolle des Sohnes Stefan in der ARD
-Kultserie „Familie Heinz Becker“ wurde ihm 2004 der Deutsche Comedy Preis verliehen. Mit seinen Kollegen Christian Struppeck und Gerald Michel gründete er 2000 eine eigene
Produktionsfirma, mit der er u.a. die Musicals Du bist in Ordnung, Charlie Brown – Das Peanuts-Musical (Kleines Theater am Südwestkorso, Berlin), Der kleine Horrorladen
(Metropoltheater, Wien) und Non(n)sens (Tribüne, Berlin) auf die Bühne brachte. 2004-2006 leitete er als Geschäftsführer das Schlossparktheater und inszenierte dort die
Europäische Erstaufführung des Broadwayhits Pinkelstadt - Das Musical, die Kollo-Operette Wie einst im Mai, die Bühnenfassung von Die Drei von der Tankstelle, sowie Eine
Woche voller Samstage und das Schauspiel Nachtmusik. Daraufhin holte ihn die Stage Entertainment als Artistic Projekt Manager nach Hamburg, wo er zusammen mit Christian
Struppeck neue Theaterstoffe entwickelte, darunter eine Musicalfassung von Bully Herbigs erfolgreicher Westernparodie Der Schuh des Manitu. Weitere Inszenierungen sind
Piaf (Tribüne, Berlin), Arsen und Spitzenhäubchen (Basel), Mozarts Die Zauberflöte (Saarländisches Staatstheater Saarbrücken) und Dracula (Graz). Zuletzt inszenierte
Andreas Gergen an der Tribüne Irma la Douce.
Hans-Peter Kirchberg – Musikalische Leitung Ist seit 2002 Musikalischer Direktor der Neuköllner Oper, hat dort aber bereits seit 1992 über 50 Werke musikalisch aus der Taufe gehoben, u.a. die Uraufführungen von Krabat,
Wunder von Neukölln, Alice, Hundeherz, Love Bite, Cinderella passt was nicht, Angela – eine Nationaloper, Elternabend, Friendly Fire., Erwin Kannes-Trost der Frauen, Wischen
-No Vision, Hautkopf, Held Müller und Kauf dir ein Kind. Außerdem leitete er die Bearbeitungen und Wiederentdeckungen von Messeschlager Gisela, Blume von Hawaii,
Assassins, Macbeth. Er dirigiert im In- und Ausland, war Chef-Dirigent des sinfonischen Studio-Orchesters Leipzig und „Conductor in Residence“ der Deutsch-Sowjetischen
Jungen Philharmonie. Seit 1994 ist Hans-Peter Kirchberg Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und unterrichtet auch an der UdK Berlin.
Alexander Klein – Musikalische Assistenz u. Leitung Schulmusikstudium mit Hauptfach Klavier an der UdK Berlin. Mitwirkung in zahlreichen Chanson-, Musical- und Operettenproduktionen u.a. in der UFA-fabrik, Senftöpfchen in
Köln, Renitenztheater Stuttgart. Mit dem Frauentrio „Musenwunder“ wurde er 2000 für die „Sankt Ingberter Pfanne“ nominiert – darüber hinaus Kompositionen und Arrangements,
u.a. für Tim Fischer, Roswitha Stadlmann, Alexander Morandini. Mitglied des Improvisationstheaters „Paternoster“, seit 2007 „Schall und Hauch“. Musikalische Leitung u.a. an der
Neuköllner Oper und am GRIPS Theater (Zuletzt Wintraubs Jazz Odyssee, 2007; außerdem Das Wunder von Neukölln, 1998; Fromme Lügen, 1999), am Schlossplatztheater
(Ritter Blaubart, 2003) und an der Vagantenbühne (Die Bibel in 90 Minuten, 1999).Seit 2001 Dozent und Korrepetitor an der Schauspielschule Charlottenburg.
Andrea Nolte – Bühne/Kostüm Studium: Architektur, Bühnenbild, Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und North Carolina State University, USA; 1995 Rudolf-Müller-Preis für Architektur; 1996
-2002 Architektin in Büros in Berlin und Rotterdam, sowie eigene Realisierungen; 2002-2004 Masterstudiengang Bühnenbild und Kostüm, TU Berlin; Bühnenbild-Assistenzen am
Deutschen Theater Berlin und Staatsoper Hamburg; 2004 Ausstattung Banküberfall, sat.1; 2005 Ausstattung Rossini Gelegenheit macht Diebe, Saalbau Neukölln; 2007
Ausstattung Major Dux, Neuköllner Oper; 2006 Kostüme für Goldjunge, Kinofilm;2006/2007 Bühnenbild-Mitarbeit bei Es Devlin: Gran Teatre del Liceu, Barcelona und Oper Leipzig.
Nini Stadlmann – Choreographie Die gebürtige Wienerin wurde an den „Performing Arts Studios Vienna” in Tanz, Gesang und Schauspiel ausgebildet. 1999 holte sie das Theater des Westens nach Berlin, wo
sie in den Musicals Chicago sowie der Welturaufführung Falco Meets Amadeus mitwirkte. Es folgten Cats in Stuttgart und Berlin, die Rolle der Lisa Neumann in Blue Jeans, die
Grace in Fame (Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen). Am Landestheater Linz und am Nationaltheater Mannheim spielte sie die Polly Baker in dem Gershwin-Musical Crazy for
you, am Theater Basel die Rolle der Ivy Smith in Bernsteins On the Town. Ferner gab sie die Sally Bowles in Cabaret (Theater Brandenburg). Am Schlossparktheater Berlin war
sie in Pinkelstadt (Freya, Grundschlechtes Gretchen), Wie einst im Mai (Juliette) und Die drei von der Tankstelle (Lilian Cossmann) zu sehen, das Publikum der Neuköllner Oper
kennt sie aus dem Zaufke/Lund - Musical Held Müller. Als Choreographin arbeitete sie u.a. für die Berliner Staatspoperette und die Volksoper Wien, dort zeichnete sie zuletzt für
die Choreographie der Baumann-Inszenierung von Orpheus in der Unterwelt verantwortlich.
Bernhard Glocksin – Dramaturgie Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Politik an den Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater,
zunächst an den Niedersächsischen Staatstheatern Hannover, dem Theater am Neumarkt Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönl. Referent
des Intendanten am Staatstheater Mainz, 1999 – 2002 Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten in künstlerischen Fragen am Deutschen Theater in Göttingen.
Künstlerische Leitung / Bereich Programmgestaltung und Chefdramaturg an der neuköllner oper Berlin seit Januar 2004. Stückentwicklung und Fassungen u.a. von
BizetLounge:Perlenfischer, Die gelbe Prinzessin, Create your life!. Aleko. Eine Zigeunerhochzeit. Daneben freischaffend Projekte (Berlinale Talk 2004; Mach die Augen zu und
flieg..., Koproduktion Armin Petras /Haus der Kulturen der Welt/schauspielfrankfurt 2004) sowie Libretti für Tanz (Salzburg 1995) und Musiktheater (u.a. Julie & Jean, Musik
Gerhard Schedl, Uraufführung Wien 2003; HesseIndia, Musik Raffael Reina, Uraufführung Amsterdam/Stuttgart/Wien 2007).
Dorothea Breil – Edith Seit ihrer Ausbildung zur Sängerin /Schauspielerin an der UdKBerlin im Fachbereich Musical/Show etablierte sich Dorothea Breil als gefragte Künstlerpersönlichkeit auf
verschiedenen Bühnen Europas.
Sie spielte bereits in mehreren Musicals und Theaterstücken diverse Haupt- und Nebenrollen, wie beispielsweise die Rolle der Sally Bowles, Cabaret oder die Helena aus der
Shakespearekomödie Ein Sommernachtstraum u.v.m.. Das Publikum der Neuköllner Oper kennt Dorothea Breil aus der Musical-Uraufführung Love Bite (2001) sowie ihrer
Mitwirkung in der Konsumette Es fliegt was in die Luft (2003). Zuletzt war Dorothea Breil in dem Kindermusical Prinzessin Lillifee auf Deutschlandtournee als Keyboarderin und in
der Rolle des Einhorns zu sehen.
2007 produzierte sie ihr selbst komponiertes Debüt-Album mit deutschen, englischen und italienischen Songs, die im Pop/Soul angesiedelt sind. Regelmäßige Auftritte mit ihren
Bands auf Konzerten und anlässlich diverser Firmenevents in Deutschland und im europäischen Ausland.
Anne Görner – Mabel stammt aus Kiel. Mit 9 Jahren gewann sie den Wettbewerb „Jugend musiziert“ am Klavier. Während ihres Studienjahres in den USA erhielt sie beim Gesangswettbewerb
„University Interscholastic League“ in Texas den 1. Preis.
Mit 19 Jahren sang sie am Kieler Opernhaus und begleitete eine CD-Produktion mit dem philharmonischen Orchester der Landesbühnen Kiel. Sie studierte Gesang an der „Robert
-Schumann-Hochschule“ in Düsseldorf und diplomierte an der HfM „Hanns Eisler“ in Berlin. Meisterkurse absolvierte sie bei Ruth Ziesak, Vera Rosza und Prof. Wolfram Rieger.
Anne Görner wirkte in zahlreichen Produktionen mit; so gab sie in einer Co-Produktion mit dem SFB die Arianna in der Berli-ner Erstaufführung Ali Pascha von Janina von Lortzing
. Engagements im Musical führten sie nach Stuttgart und Füssen, wo sie die Christine in A.L.Webber’s Phantom der Oper und Prinzessin Sophie in Hummels Ludwig II spielte.
2004 wirkte sie als Amore in Glucks Oper Orfeo ed Euridice in Theatern von Argos und Oiniades (Griechenland) mit. Richard Sigmund lud sie 2005 nach Italien ein, um in der
Uraufführung der wieder entdeckten Oper von Flotow Der Müller von Meran an der Seite von Volker Bengel die Hauptpartie der Veronika zu singen. Dort gab sie auch in Mozarts
Zauberflöte ihr Debüt als Königin der Nacht.
Bekannt wurde sie mit der Rolle der Christine im Phantom der Oper von A.L.Webber, in der sie zuletzt am Colosseum Theater in Essen bezauberte und in diversen
Fernsehauftritten zu sehen war. Regelmäßig ist sie in Konzerten und Liederabenden zu hören, wie zum Beispiel im Messias von Händel, in Pergolesis Stabat Mater oder mit
Exsultate Jubilate von Mozart.
April Hailer – Ruth studierte am Mozarteum Salzburg Schauspiel und Regie. Heute ist sie in vielen Genres zu Hause: Hauptrollen in Drama, Komödie und Musical an großen deutschen Bühnen, wie
dem Staatstheater Stuttgart, dem Staatstheater am Gärtnerplatz, der Freien Volksbühne Berlin und dem FriedrichstadtPalast Berlin, illustrieren ihre Vielseitigkeit und große Musikalität.
Auch im Fernsehen ist sie immer wieder in prägnanten Hauptrollen zu erleben, wie z.B. als Fronttheatersängerin Irene in Oliver Storz’s preisgekröntem TV-Film „Drei Tage im
April“ oder als fragile Partnerin von Dieter Pfaff in der Liebesgeschichte „Zart und schuldig“ oder als verletzte Ehefrau an der Seite von Ottfried Fischer in der TV-Komödie „Die
Dickköpfe“. Sie balanciert virtuos zwischen Komik und Tragik und verleiht ihren Figuren „Seele“ – „Die ernsthafteste der deutschen Komödiantinnen“.
Deutschlandweit bekannt wurde April Hailer mit der RTL-Show „Wie bitte“. Für ihre darstellerische Leistung zeichnete man sie hierfür mit dem Bayerischen Fernsehpreis aus.
Von 1997 bis 2000 hatte sie im ZDF ihre eigene Show – die „April Hailer Show“, mit der sie sich endgültig in die Herzen des Publikums spielte. Wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit
sind aber auch Musikrevuen und ihre One-Woman-Show „April, April – Funny Woman in Concert“.
Ulrich Lenk – Igor Der gebürtige Dresdner absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule „Ernst Busch“ Rostock. Danach war er unter anderem am Theater Basel, Gessnerallee
Zürich, am Deutschen Theater Göttingen und am Altonaer Theater Hamburg engagiert. Außerdem war er in verschiedenen Film- und TV-Produktionen zu sehen („Tandem“,
„Tears of Kali“, „Der letzte Zeuge“, „Ein starkes Team“, „Küstenwache“ u.v.m). Daneben arbeitet er als Gastdozent, Regisseur/Produzent eigener Projekte und als Sprecher für
Funk und Hörspiele. Seit 2002 ist er bei den Bad Hersfelder Festspielen zu sehen, zuletzt als Wirt in Minna von Barnhelm. Nach verschiedenen Musicalproduktionen u.a. als Brad
in Rocky Horror Show und Klaus in No Sex von Peter Lund in Bremerhaven und Halberstadt, sang und spielte er 2006 in der modernen Operette Frauen für Napoleon die
Hauptrolle des Bürgermeister Sievenich am Theater Neuss. An der Neuköllner Oper war Ulrich Lenk zuletzt 2003 als Henker in der Oper Bracke (Regie Tom Quass/Winfried Radeke) zu sehen.
Gerald Michel – Mischa Nach dem Musical-Studium an der UdK Berlin und drei Produktionen am Theater des Westens trat Gerald Michel einen festen Solistenvertrag am Theater Dortmund an und spielte
dort u.a. in Hello, Dolly, Anatevka, Rocky Horror Show, Hair, in Meisterklasse, sowie in Operette und Oper. In Der Glöckner von Notredame in Berlin war Gerald Michel dann als
Phöbus und Clopin zu sehen. In The beautiful Game an der Staatsoperette Dresden spielte er die männliche Hauptrolle John und als festes Ensemblemitglied der Oper Leipzig
spielte er u.a. Riff in West Side Story und Jesus in Jesus Christ Superstar. Im Fernsehen spielte er Episoden-Hauptrollen u.a. in den Serien „First Love“, „In aller Freundschaft“,
„Alphateam“ und „Die Rettungsflieger“. Als Co-Regisseur inszenierte Gerald Michel u.a. Du bist in Ordnung, Charlie Brown, Non(n)sense, und Piaf in Berlin sowie Der kleine
Horrorladen in Basel. 2004/5 leitete er zusammen mit Andreas Gergen das Schlossplatztheater in Berlin-Steglitz und produzierte dort Pinkelstadt, Eine Woche voller Samstage
und Wie einst im Mai. Neben seiner Arbeit als Darsteller beschäftigt Gerald Michel sich mit dem Thema Sound Design, Klangkunst und Hörspiel. Dazu studierte er nochmals an der
UdK den Masterstudiengang Sound Studies – Akustische Kommunikation. Er arbeitete in diesem Bereich an der Schaubühne am Lehniner Platz, in der Hörspielabteilung des
Deutschlandradios und in der Soundabteilung der Agentur MetaDesign in Berlin.
An der Neuköllner Oper spielte er bereits in Herz über Bord und in Held Müller. Zuletzt konnte man ihn in der Neuproduktion von My fair Lady am Admiralspalast sehen und hören.
Christoph Reiche – Rainer studierte Gesang mit Spezialisierung auf Musical / Chanson an der HfM „Hanns Eisler“ in Berlin und führte parallel ein Zusatzstudium an der Staatlichen Ballettschule Berlin durch.
Erstmals stand Christoph Reiche bereits 1987 am Theater Vorpommern Stralsund auf der Bühne. Es folgten Engagements an Bühnen wie dem Metropoltheater Berlin von 1989
bis zur Schließung 1997 (u.a. Riff in West Side Story, Hello Dolly, Eddy Ryan in Funny Girl, Gerald Bolingbroke in Me and my Girl) und dem Mecklenburgischen Landestheater
Neustrelitz als Sänger und Schauspieler (u.a. High Society, I do, I do, Die lustigen Weiber von Windsor, Der gute Mensch von Sezuan, Die Zauberflöte). Er gastierte u.a. am
Staatstheater Cottbus, Opernhaus Halle, dem Pfalztheater Kaiserslautern und der Musikalischen Komödie Leipzig. Eigene Choreographien stellte Christoph Reiche u.a. am
Schleswig-Holsteinischen LT Flensburg (Der Mikado), am Schlossplatztheater Köpenick (Perlen vor die Säue) und in Produktionen der HfM „Hanns Eisler“ vor. Das Publikum der
Neuköllner Oper hat ihn erstmals als Stütze der Gesellschaft in Hautkopf gesehen. Christoph Reiche ist außerdem vielfach im gesamten deutschsprachigen Raum mit
wechselnden Programmen der Formation PaddelDaddel zu sehen und zu hören.
Aris Sas – Frederik steht seit seinem 6. Lebensjahr auf der Bühne, als er als Solist der Wiener Sängerknaben zahlreiche Tourneen um den Globus absolvierte und viele Knabensopranpartien an der
Wiener Staats- und der Volksoper sang. 1988 war er der Gavroche der deutschsprachigen Uraufführung von Les Misérables am Wiener Raimundtheater, bevor er mit 12 Jahren
ans Wiener Volkstheater kam, wo er seine Lehrjahre im Schauspielbereich verbrachte und u. a. in Produktionen wie Glaube und Heimat (Spatz), Die Dreigroschenoper (Ede), Der
Ritter vom Mirakel (Camillo), Der Verschwender (Hans) zu sehen war.
Obwohl er auch öfters Ausflüge in Oper und Operette unternahm (z.B.: Pedrillo in Die Entführung aus dem Serail, Miles in The Turn of the Screw, Hohenfels in Casanova, Piccolo
in Die Zirkusprinzessin) war er doch hauptsächlich in ca. 80 Theater- und Musicalproduktionen in vielen Ländern zu sehen.
Zu seinen schönsten Rollen im Musicalbereich zählen u.a. Kronprinz Rudolf in Elisabeth, D´Artagnan in Die Drei Musketiere, Biest in der deutschen Version von Die Schöne und
das Biest, Seymour in Der kleine Horrorladen, Prinz Skalian in Deep, Che in Evita, Lancelot in Camelot, Merkur in Nicht von dieser Welt, Kater in Honk, Enjolras in Les Misérables
sowie 1997 der Alfred bei der Uraufführung von Tanz der Vampire in Wien unter der Regie von Roman Polanski.
Aris Sas ist auf zahlreichen Musicalaufnahmen zu hören und arbeitet außerdem als Sprecher für Werbung, Film und Fernsehen. In Berlin sah man ihn zuletzt als Johnny Stark in
der deutschsprachigen Uraufführung des Broadway Hits Urinetown - Pinkelstadt im Schlossparktheater.
Nini Stadlmann – Kate (s. Choreographie!)
Stephan Wolf-Schönburg – Gurke hat nach Abschluss seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ebendort u.a. an Taboris Theater „Der Kreis“ sowie am Volkstheater gearbeitet. Anfang der Neunziger
kam er nach Berlin um an der Schaubühne zu arbeiten und begann auch im Film- und Fernsehbereich tätig zu werden.
Seine Theaterarbeit führte ihn u.a. auch zu den Salzburger Festspielen, dem Zürcher Schauspielhaus oder auch dem Braunschweiger Staatstheater und dem Maxim Gorki
Theater und zur Zusammenarbeit mit Tatjana Rese, Luca Ronconi, Karin Koller und Andrzej Wajda.
Bei Film und Fernsehen arbeitete er mit Regisseuren wie Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, Armin Mueller-Stahl, H-C Blumenberg, Vivian Naefe, Paul Greengrass und Bille Eltringham.
Mit Andreas Gergen hat er bereits am Schlossparktheater Nachtmusik von Rolf Hochhuth zur Aufführung gebracht.
[© neuköllner oper]
Spielort: neuköllner oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin
Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 – Neukölln, Bus 104 Karten: 9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen
www.neukoellneroper.de
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Die Piraten von Penzance Komische Oper in zwei Akten Von: Arthur Sullivan Libretto:
William Schwenk Gilbert Uraufführung: 30. Dezember 1879 (Paignton, Royal Bijou Theatre)
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters:
Premiere: 4. Juni 10
(Broadway-Fassung des New York Shakespeare-Festival von 1981) Musikalische Leitung: Jason Weaver Inszenierung: Andrea Schwalbach Choreografie:
Cedric Lee Bradley Ausstattung: Anne Neuser Dramaturgie: Katharina Ortmann
Mit: Friederike Hansmeier / Ks. Marcia Parks, Annekatrin
Kupke/Gitta Pamin-Jensen, Sarah Papadopoulou, Sharon Starkmann/Daniela Köhler; Derrick Ballard, Paul Brady, Henry Kiichli, Andreas Lütje, Michael Pegher
Piratenlehrling Frederick wünscht sich nichts sehnlicher als an Land ein bürgerliches Leben zu führen. An seinem 21. Geburtstag darf er endlich das Piratenschiff verlassen. Denn
Frederick wollte nie Pirat sein. Aus Versehen hatte Fredericks Amme Ruth ihren Schützling in eine „Piraten-Lehre“ gegeben - leicht schwerhörig verstand sie den letzten Willen
seines Vaters nach einer „privaten Lehre“ als Lotse falsch. Kaum an Land, läuft Frederick auch die passende Frau fürs traute Glück in die Arme: die junge und schöne Mabel, Tochter
des Generalmajors Stanley. Doch Ruth und der Piratenkönig haben andere Pläne mit ihm: Ruth hat ihn längst als potentiellen für sich selbst Ehemann ins Visier genommen und der Piratenkönig
verzichtet ungern auf begabten Nachwuchs. Aber der tugendhafte Frederick will, unterstützt von Polizei und Generalmajor, die Piraten ausrotten...
Der Komponist
Arthur Sullivan und sein Librettist W, S. Gilbert widmen sich in ihrer „funny opera“ Die Piraten mit satirischer Treffsicherheit Figuren, die zwischen dem, was sie sein
wollen, und dem, was sie wirklich sind, ins Stolpern geraten: Gutherzige Piraten treffen auf hasenherzige Polizisten und beim Liebespaar Mabel und Frederick hadert ganz große Romantik
mit bürgerlichem Pflichtbewusstsein. Gilbert & Sullivans schmissiges Werk aus dem Jahr 1879 wird in der musikalischen Fassung gespielt, die für die legendäre Broadway-Version von 1981
entstand. Die Regisseurin Andrea Schwalbach inszenierte am Oldenburgischen Staatstheater zuletzt Drei Schwestern von Peter Eötvös. [© Oldenburgisches Staatstheater]
www.staatstheater.de
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Prinz Methusalem Komische Operette in drei Akten
Musik: Johann Strauss Buch:
von Victor Wilder und Alfred Delacour Bearbeitet von: Carl Treumann Neue Textfassung von: Peter Ensikat
Zur Inszenierung der Staatsoperette Dresden:
Premiere: 23. April 2010 | 24. April 2010
Musikalische Leitung: Ernst Theis Regie: Adriana Altaras Ausstattung: Yashi Tabassomi Choreographie: Winfried Schneider Dramaturgie: André Meyer
König Sigismund von Trocadero: Bernd Könnes Pulcinella, seine Tochter: Jessica Glatte / Isabell Schmitt König Cyprian von Rikarak: Gerd Wiemer
Sophistica, seine Gattin: Inka Lange / Lilia Milek Prinz Methusalem, deren Sohn: Jana Frey / Christian Grygas Carbonazzi: Herbert G. Adami / Hilmar Meier
Vulcanio, Haushofmeister bei Sigismund: Elmar Andree Trombonius, Hofkomponist: Frank Ernst Dirigatius, ein Kapellmeister: Manfred Equiluz / Christoph Simon
Mandelbaum, ein Agent: Marcus Günzel / Dietrich Seydlitz Feuerstein, ein Agent: Hans-Jürgen Wiese / Johannes Wollrab Chor und Orchester der Staatsoperette Dresden
Prinz Methusalem – Erneute Johann-Strauss-Entdeckung an der Staatsoperette Dresden Mit dem „Prinz Methusalem“ steht bereits zum dritten Mal nach „Der Carneval in Rom“ (2004)
und „Das Spitzentuch der Königin“ (2007) die Ausgrabung einer unbekannten Operette von Johann Strauss auf dem Spielplan der Staatsoperette Dresden. Der Dresdner Johann-Strauss-Zyklus bietet
damit erneut eine szenische Wiederaufführung, die es weltweit nur in Dresden zu erleben gibt.
Eine Operette für Paris Johann Strauss konzipierte seinen „Prinz Methusalem“
bewusst für die Pariser Bühne. Nachdem 1875 die zweite Fassung seiner Operette „Indigo und die vierzig Räuber“ in Paris mit großem Erfolg aufgeführt wurde und eine französische Fassung der
„Fledermaus“ bereits in Vorbereitung war, erhoffte er sich erstmals eine Uraufführung in der französischen Metropole. Es kam allerdings kein Vertrag zu stande, so dass diese Operette
schließlich anders als geplant am 3. Januar 1877 im Wiener Carl-Theater ihre Uraufführung hatte. Und so bemerkt schon die Neue Freie Presse sieben Tage nach der Uraufführung, dass Strauss’
neuste Operette „überall bedeutenden Erfolg erringen“ dürfte, „am meisten vielleicht in Paris, denn offenbar hat Strauss bei dieser Arbeit den französischen Geschmack im Auge gehabt ...
Einige der hübschesten Musikstücke ... nähern sich mit Glück dem Style der französischen Opéra comique ...“. Bewusst nimmt sich Johann Strauss für den „Prinz Methusalem“ den Aufbau der
Werke Jacques Offenbachs zum Vorbild. So sind dramaturgische und textliche Parallelen zwischen diesem Werk und der zehn Jahre zuvor uraufgeführten „Großherzogin von Gerolstein“ nicht zu
übersehen. Um dem Geschmack des französischen Publikums auch textlich zu entsprechen, sollte eine französische Komödie von Jérôme Albert Victor van Wilder, der auch schon für die französische
Bearbeitung von „Indigo“ verantwortlich zeichnete, und Delacour als Libretto zum „Prinz Methusalem“ dienen. Die Uraufführung in Paris vor Augen, begann Strauss zunächst damit, den
französischen Originaltext zu vertonen. Als sich die Pläne einer Uraufführung in der Seine-Metropole allerdings nicht konkretisierten, ließ er sich das Textbuch von Matthias Karl Ludwig
Treumann für Wien in deutscher Sprache einrichten. Treumann war ein ausgesprochener Kenner der Pariser Theaterszene und maßgeblich daran beteiligt, Jacques Offenbach von der Seine auch an
die Donau zu holen. So ist er in seiner langen Karriere nicht nur als Schauspieler und Theaterdirektor hervorgetreten, sondern auch als Übersetzer und Bearbeiter zahlreicher
Offenbach-Operetten, die er dem Wiener Lokalkolorit anglich und so wesentlich zu ihrem Erfolg in der Donaumetropole beitrug.
Kein Wunder also, dass er den satirisch-ironischen Stil,
der in Paris an den so erfolgreichen Offenbachiaden bewundert wurde, auch in seinem Libretto zum „Methusalem“ genau traf. Dies wurde von der zeitgenössischen Kritik gerade im Zusammenhang mit
den „trefflich von ihm erdachten“ Texten zu einzelnen Couplets durchaus erkannt. Besonderen Erfolg konnte das Couplet des Königs Sigismund „Das Tipferl auf dem I“ und Methusalems
„Generalslied“ aus dem dritten Akt der Operette für sich verbuchen, so dass das Publikum nach einem Bericht der Neuen Freien Presse vom 4. Januar 1877 noch während der Vorstellung „stürmisch
nach Treumann“ rief. Das gesamte Textbuch jedoch stieß aufgrund seines französischen Ursprungs in einer Zeit zunehmender Vorurteile gegen den Nachbarn nach dem Deutsch-Französischen Krieg von
1870/71 auf nur wenig Gegenliebe bei den Kritikern. Für Treumann, der noch im Jahr der Uraufführung verstarb, sollte das Libretto zum „Prinz Methusalem“ die letzte Theaterarbeit werden.
Obwohl von der Presse verrissen, ist die Grundsituation des Librettos eine bis heute gültige Staats- und Revolutionssatire, so wie wir sie etwa auch aus den frühen Shakespeare-Komödien oder
Georg Büchners „Leonce und Lena“ kennen, deren Atmosphäre sich unverkennbar in Treumanns Textbuch widerspiegelt: Eigentlich ist für die Herrscher der beiden Phantasiestaaten Rikarak und
Trocadero alles ganz einfach: Prinz Methusalem von Rikarak soll Pulcinella, Tochter des Königs von Trocadero, heiraten; die Länder werden vereinigt und die Zukunft ist gesichert. Doch als
ganz so einfach erweist sich die Realität nicht: Methusalem und Pulcinella verlieben sich nicht nur ineinander, sondern sie beginnen auch noch, ihre eigenen Wünsche durchzusetzen. Und die
sehen völlig anders aus als die Pläne der Väter. Als dann auch noch eine Revolution ausbricht, kommen die beiden Herrscher in eine missliche Lage …
Strauss, der Rattenfänger von Wien Die Uraufführung dieser Offenbachiade galt vor allem als ein großer Erfolg für Johann Strauss, den Eduard Hanslick anlässlich der ersten Aufführung
als „unwiderstehlichen ‚Rattenfänger’ von Wien“ bezeichnete und dessen „graziöse, lebensvolle Musik“ er in der Neuen Freien Presse lobte. Die satirische Zeitschrift „Die Bombe“ bemerkte
wenige Tage nach der Uraufführung zu Strauss’ Musik: „‚Prinz Methusalem’ weist in der That an sogenannten musikalischen Witzen eine reiche Fülle auf ... Übrigens ist der Schlusswalzer von
einer so hinreißenden Wirkung, dass ihn selbst die schärfsten Kritiker durch die gerümpfte Nase mitbrummen.“ Nach der Uraufführung erlebte „Prinz Methusalem“ bis September 1881 im
Carl-Theater 89 Vorstellungen. Darüber hinaus verbreitete sich das Werk rasch über die Bühnen der Welt: So war das Werk bereits 1878 in Berlin, dann 1880 in New York und schließlich 1883 in
London und Melbourne erfolgreich zu sehen. Zumeist wurde das Buch für diese Produktionen neu bearbeitet. Die Legitimation für diese Eingriffe stammte vom Komponisten selbst: Schon nach der
Uraufführung ermunterte Johann Strauss – angesichts des kritisch aufgenommenen Buches – seine Darsteller „das Stück neu zu gestalten“. Dieser Aufforderung zur Improvisation kamen die Wiener
Sänger nur allzu gerne nach, wie ein Pressebericht anlässlich der 25. Aufführung belegt. Und auch Strauss hat intensiv an seinem „Methusalem“ weiterarbeiten wollen: Nur wenige Tage nach
der Uraufführung in Wien ist er nach Paris aufgebrochen. Hierhin hatte er sich die Partitur seiner neusten Operette nachschicken lassen, um sich von Wilder und Delacour zu seiner Musik ein
neues Buch schreiben zu lassen. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte.
Die Dresdner Wiederaufführung Ermutigt von diesem Ringen um ein endgültiges Buch für die erfolgreich
aufgenommene Musik des „Prinz Methusalem“ hat sich die Staatsoperette Dresden auf Grundlage der Kritischen Ausgabe, die in der Wiener Neuen Johann Strauss Edition eigens für die Dresdner
Wiederaufführungen herausgegeben wurde, entschlossen, das Originalbuch durch den Berliner Kabarettisten und Autoren Peter Ensikat behutsam bearbeiten und aktualisieren zu lassen. Schon 1932
gab es eine Bearbeitung des Stückes an der Sächsischen Staatsoper Dresden, die musikalische Leitung hatte damals Fritz Busch inne. Die Dresdner Wiederaufführung dieser Operette weist darüber
hinaus noch eine weitere Besonderheit auf: Sie greift beide Besetzungstraditionen der Titelpartie auf. Wurde der Methusalem in der Uraufführung noch von einem Mezzosopran als Hosenrolle
gestaltet, setzte sich schon wenig später auch die Variante einer Besetzung mit einem Tenor oder Bariton durch. An der Staatsoperette wird die Titelpartie alternierend von Jana Frey und
Christian Grygas gesungen. Mit der Inszenierung dieser Operette wird die Regisseurin Adriana Altaras, die unter anderem sehr erfolgreich die „Fledermaus“ in Potsdam und erst vor kurzem
einen gefeierten „Zar und Zimmermann“ in Augsburg herausgebracht hat, ihr Debüt an der Staatsoperette Dresden geben. Ihr zur Seite steht die Ausstatterin Yashi Tabassomi. Die musikalische
Leitung liegt, wie schon bei den vorhergehenden Werken des Strauss-Zyklus, in den Händen des Chefdirigenten der Staatsoperette Dresden, Ernst Theis. © André Meyer und Uwe Schneider
Weitere Vorstellungen in der Spielzeit 2009/10: 25. April 2010, 15 Uhr / 1. Mai 2010 / 2. Mai 2010 / 26. Mai 2010 / 27. Mai 2010 / 10. Juni 2010
Karten unter (0351) 207 99 99 oder online unter www.staatsoperette-dresden.de
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Der Stern (L’ Étoile) Opéra-bouffe in drei Akten
Von: Emmanuel Chabrier Uraufführung:
28. November 1877 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 2. Oktober 11
Musikalische Leitung: Henrik Nánási / Karsten Januschke (9., 12. November 2011)
Inszenierung: David Alden Bühnenbild und Kostüme: Gideon Davey Licht: Olaf Winter Dramaturgie: Zsolt Horpácsy Choreografie:
Beate Vollack Chor: Michael Clark
Besetzung:
König Ouf I: Christophe Mortagne Lazuli: Paula Murrihy Prinzessin Laoula:
Juanita Lascarro Siroco: Simon Bailey Fürst Hérisson de Porc-Epic: Michael McCown Aloès: Sharon Carty Tapioca: Julian Prégardien Patacha:
Hans-Jürgen Lazar Zalzal: Sebastian Geyer u.a.
Besprechung auf kulturfreak.de
Als Intendant Bernd Loebe vor vier Jahren die Frankfurter Erstaufführung der Opéra-bouffe L’Étoile (Der Stern) von Emmanuel Chabrier (1841-1894) plante, konnte er nicht
ahnen, dass auch das Grand-Théâtre de Genève (2009) und die Berliner Staatsoper (2010) Neuproduktionen dieses weitgehend unbekannten Werks des französischen Komponisten präsentieren würden.
Tatsächlich lohnt der Blick auf Chabrier, der von der Musikwissenschaft als in der Tradition von Rossini und Offenbach stehender Tonsetzer gehandelt wird. Jedoch zeichnen seine Melodien weder
die Routine des Vielschreibers noch der satirische Zugriff des Gesellschaftskritikers aus. Vielmehr besitzt die Operette, welche innerhalb von nur 28 Tagen entstanden sein soll und lange Zeit
als das Meisterwerk des musikalischen Humors galt, eine unverwechselbare Handschrift. Die anspruchsvolle, meisterhaft instrumentierte Partitur vereinigt gefühlvolle Arien und Ensembles, ohne
ins Sentimentale abzugleiten.
Dies wird auch durch jene exotische Verfremdung verhindert, welche sich in der skurrilen Handlung widerspiegelt: Wie jedes Jahr möchte König Ouf I. seine
Untertanen durch eine Hinrichtung ergötzen – nur: bisher hat sich noch kein Opfer gefunden. Dieses stellt sich in der Person des Straßenhändlers Lazuli ein, welcher aus einem Missverständnis
heraus den inkognito unter seinem Volk wandelnden Monarchen ohrfeigt. Da empfiehlt sein Astrologe Siroco dem König, von seinem Plan Abstand zu nehmen, denn in den Sternen stehe geschrieben,
dass dieser einen Tag nach dem Hinscheiden Lazulis gleichfalls sterben müsse. Zudem hat Ouf testamentarisch festgelegt, dass in diesem Falle auch sein Astrologe daran glauben müsse. Gute
Gründe, um Lazuli in den Palast zu bringen und aufs heftigste zu verwöhnen. Inzwischen hat sich der Straßenhändler in Prinzessin Laoula verliebt, die allerdings dem König versprochen ist.
Lazuli will sich umbringen, sollte er nicht die Hand der Geliebten erhalten. So bleibt Ouf nichts anderes übrig, der Verbindung seinen Segen zu geben und Lazuli zu seinem Nachfolger zu
ernennen.
Der Amerikaner David Alden arbeitet an führenden Opernhäusern in den USA und Europa. In Frankfurt inszenierte er 2002/03 Schrekers Der Schatzgräber. Am Pult des Frankfurter
Opern- und Museumsorchesters steht Henrik Nánási, der ab 1. August 2012 an der Komischen Oper Berlin die Position des Generalmusikdirektors bekleiden wird. Zu den aktuellen Aufgaben des
französischen Charaktertenors Christophe Mortagne gehören Auftritte an den Opernhäusern von Mailand, New York, London und Paris sowie beim Festival von Orange. Aus dem Ensemble übernimmt
Juanita Lascarro die Prinzessin Laoula, als die sie auch in einer Produktion von Dale Duesing an der Berliner Staatsoper gastiert. Ihr zur Seite stehen Paula Murrihy (Lazuli), Simon Bailey
(Siroco) und Michael McCown (Fürst Hérisson de Porc-Epic) sowie weitere Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Der Vogelhändler
Von:Carl Zeller Libretto:
Moritz West und Ludwig Held nach dem Vaudeville „Ce que deviennent les roses“ von Victor Varin und Edmond de Biéville Uraufführung: 10. Januar 1891 (Wien, Theater an der Wien)
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 8. Oktober 11
Musikalische Leitung: Wolfgang Wengenroth Inszenierung: Ansgar Weigner Bühne: Robert Schrag Kostüme: Renate Schmitzer Choreinstudierung:
Anton Tremmel Dramaturgie: Karin Dietrich
Besetzung:
Kurfürstin Marie: Annette Luig Adelaide: Kerstin Witt Baron Weps:
Joachim Goltz/Axel Wagner Graf Stanislaus: Jud Perry Süffle: Klaus Krückemeyer Würmchen: Wolfgang Vater Adam: Andreas Scheidegger/Carsten Süß
Christel: Simone Brähler/Sharon Kempton Schneck: Erik Biegel/Reinhold Schreyer-Morlock
Orchester, Chor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Es
herrscht Aufruhr im kurfürstlichen Jagdrevier in der Rheinpfalz: Der Kurfürst hat sich zur Saujagd angesagt, aber bei deren Vorbereitung stellt der Waldmeister Baron Weps fest, dass die
Dorfbewohner das ganze Wild ausgeräubert haben. Der Bürgermeister Schneck verspricht darauf, als Ersatz eine zahme Sau zu stellen und Weps aus der Gemeindekasse ein stattliches Schweigegeld
zu zahlen. Das ist diesem nur Recht, denn er muss wieder einmal die Schulden seines verschwenderischen Neffen Stanislaus bezahlen. Als der Kurfürst im letzten Augenblick jedoch die Jagd
absagen lässt, fürchtet Weps um sein Schweigegeld und fasst gemeinsam mit Stanislaus den Plan, die Jagd doch abzuhalten. Mit Stanislaus in der Rolle des Kurfürsten! Dass die Kurfürstin in
Verkleidung auch im Dorf ist, um ihrem Gatten, den sie bei einem Seitensprung vermutet, nachzuspüren, kann dieser allerdings nicht wissen.
Auch die Postbotin Christel ist erpicht darauf, den Kurfürsten baldmöglichst zu sehen, denn sie will ihn bitten, ihrem Verlobten Adam einen Posten als
Menageriedirektor zu verschaffen, damit die beiden endlich heiraten können. Doch bis Christel ihren Adam endlich in die Arme schließen kann, vergeht eine herrliche Operetten-Ewigkeit mit
einem Gewirr aus Wilddieberei und Korruption, Techtelmechteln und Eifersüchteleien und einer Musik, die einen Ohrwurm nach dem anderen bereit hält. Titel wie „Grüaß enk Gott, alle
miteinander“, „Ich bin die Christel von der Post“ und „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ gingen seit der Uraufführung der Operette 1891 in Wien um die ganze Welt. Von Adams Lied „Wie mein
Ahn‘l zwanzig Jahr” waren binnen weniger Monate 200.000 Exemplare verkauft.
Carl Zeller, für den „Der Vogelhändler“ zum größten Erfolg wurde, schrieb seine Musik auf ein Libretto von
Moritz West und Ludwig Held. Und wenn die Wiener in ihrem Carl Zeller, neben Franz von Suppé, Johann Strauß Sohn und Karl Millöcker, den vierten Operettenklassiker der „Goldenen Ära“ sehen,
so hat wohl bis auf den heutigen Tag vor allem seine Meisteroperette „Der Vogelhändler“ den entscheidenden Anteil an dieser Wertschätzung. „Der Vogelhändler“ gehört zu dem halben Dutzend
Operetten, die sich aufgrund ihres Esprits und ihrer urwüchsigen, melodischen Kraft seit der Uraufführung ununterbrochen im Repertoire deutschsprachiger Bühnen behaupten. Und das zu Recht!
Auch der Film hatte das Werk früh für sich entdeckt. „Der Vogelhändler“ wurde zwischen 1935 und 1962 mehrfach verfilmt mit Schauspielern wie Johannes Heesters, Hans Moser, Theo
Lingen, Leo Slezak, Ilse Werner, Cornelia Froboess, Peter Weck, Maria Sebaldt und Rudolf Platte.
Die Neuproduktion inszeniert der junge Regisseur Ansgar Weigner, der sich in Wiesbaden
bereits mit „Im Weißen Rössl“ und „Der Vetter aus Dingsda“ vorgestellt hat und dessen Arbeiten zuletzt an den Theatern in Chemnitz, St. Gallen, Krefeld, Mönchengladbach und Gera zu sehen
waren.
Robert Schrag, der die Bühne gestaltet, arbeitet zum ersten Mal am Staatstheater Wiesbaden. Seit 1995 ist er als freier Bühnen- und Kostümbildner für alle Sparten tätig.
Wichtige Stationen seiner Karriere sind u.a. das Landestheater Salzburg, das Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Nürnberg, das Theater Augsburg, die Theater in Leipzig, Rostock,
Coburg, die Prager Staatsoper, das Nationaltheater Brünn und die Theater in Pilsen, Paris, Marseille und Luxemburg. Mit Ansgar Weigner verbinden ihn bereits zwei Projekte: Prokofjews „Die
Liebe zu den drei Orangen“ am Theater Krefeld-Mönchengladbach sowie „Urfaust“ am Landestheater Coburg.
Die Kostüme für „Der Vogelhändler“ entwirft Renate Schmitzer, die nach festen
Engagements an den Theatern von Dortmund und Ulm seit vielen Jahren freiberuflich arbeitet, und zwar sowohl im Bereich der Oper als auch für Ballett und Schauspiel. Für Wiesbaden hat sie
bereits zahlreiche Kostümbilder konzipiert, allein in dieser Spielzeit stattet sie neben dem „Vogelhändler“ auch „Simon Boccanegra“ in der Oper und „Othello“ im Schauspiel aus.
Die
musikalische Leitung hat Wolfgang Wengenroth, der seit der Spielzeit 2009/2010 als 2. Kapellmeister am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert ist. Hier dirigierte er die Premieren von
„Kiss me Kate“ und „Sweet Charity“ sowie unter anderem die Wiederaufnahmen von „Don Giovanni“, „Cosi fan tutte“ und „Hänsel und Gretel“. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
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Zigeunerliebe Romantische Operette in drei Akten
Musik: Franz Lehár Text:
Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky Uraufführung: 8. Januar 1910 (Wien, Carl-Theater)
Zur Inszenierung der Oper Leipzig: (Halbszenische Aufführung)
Premiere:
1. April 11 (Musikalischen Komödie)
Musikalische Leitung: Stefan Diederich Szenische Einrichtung: Volker Vogel Choreinstudierung: Mathias Drechsler
Choreografie: Mirko Mahr Bühne: Frank Schmutzler
Besetzung:
lona v. Körösháza, Gutsbesitzerin: Ruth Ingeborg Ohlmann
Zorika, Dragotins Tochter: Regine Sturm a. G. / Diana Tomsche a. G. Józsi, der Spielmann, Zigeuner: Radoslaw Rydlewski Jonel Bolescu:
Sebastian Fuchsberger / Norman Reinhardt Jolán, Dragotins Nichte: Mirjam Neururer Kajetán Dimetreanu, Sohn des Bürgermeisters: Andreas Rainer Mihály, Wirt:
Milko Milev Peter Dragotin: Folker Herterich Julcsa, Zorikas Amme: Anne-Kathrin Fischer
Chor und Ballett der Musikalischen Komödie
Orchester der Musikalischen Komödie
Mit Lehárs „Zigeunerliebe“ startet die Musikalische Komödie ihre neue Reihe mit halbszenischen Aufführungen selten gespielter Werke, deren
musikalische Substanz so wertvoll ist, dass man sie dem Publikum nicht vorenthalten sollte. „Kaum eine zweite Partitur des Komponisten ist melodisch so erfinderisch, harmonisch so verwegen
und klanglich so farbenreich wie die der ‚Zigeunerliebe’“, bescheinigt der Operettenexperte Volker Klotz dem Stück. Franz Lehár fügte mit der „Zigeunerliebe 1910 seinen Operetten „Die lustige
Witwe“ (1905) und „Der Graf von Luxemburg“ (1909) einen weiteren strahlenden Erfolg hinzu, der vor allem durch die reiche und effektvolle musikalische Substanz bestimmt war. Große Szenen und
opernhaft ausladende Finali stehen neben munteren Spielduetten, symphonische Naturgemälde neben zündenden, wundervoll pittoresk instrumentierten Zigeunerweisen. Eine der mitreißendsten
Musiknummern ist der faszinierende Csárdás „Hör’ ich Cymbalklänge“. Was liegt näher, als ein solches musikalisches Wunderwerk mit einem in Operette und heiterer Oper versierten Orchester
wie dem der Musikalischen Komödie aufzuführen, Solisten und Chor des Hauses ganz auf die musikalische Qualität des Stückes einzuschwören? Diese halbszenische Version stellt die Musik in den
Mittelpunkt, macht die Handlung in der Szenischen Einrichtung von Oberspielleiter Volker Vogel nachvollziehbar und gibt der Fantasie des Zuschauers viel Raum. Da die Sängerbesetzung für
diese Operette ungewöhnlich groß ist, leiht sich die MuKo den Tenor Norman Reinhardt aus dem Opernensemble aus und verpflichtet die Sopranistinnen Regine Sturm und Diana Tomsche alternierend
als Gäste. Die musikalische Leitung der Produktion hat der Musikalische Oberleiter des Hauses, Stefan Diederich, zur Chefsache erklärt. Die Handlung dieser „Romantischen Operette“, die in
Rumänien zu Beginn des 19. Jahrhunderts spielt, wechselt zwischen Traum und Wirklichkeit. Im Mittelpunkt steht Zorika, die sich kurz vor ihrer Verlobung mit dem Bojaren Jonel zwischen zwei
Männern entscheiden muss, denn der Zigeunergeiger Józsi übt eine große Faszination auf sie aus und weckt ihre Sehnsucht nach dem freien Leben der Zigeuner. Ratlos, was sie tun soll, erinnert
sich Zorika an ein altes Orakelritual. Im Traum erlebt sie Bilder einer Zukunft mit Józsi – als sie erwacht, fällt ihr die Entscheidung leichter. [© Oper Leipzig]
Weitere Aufführungen: 2. April / 7., 8. Mai / 21. Juni / 1. Juli 11
www.oper-leipzig.de
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Die Zirkusprinzessin Operette in drei Akten
Von: Emmerich Kálmán Text von:
Julius Brammer und Alfred Grünwald Uraufführung: 26. März 1926 (Wien, Theater an der Wien) Deutsche Erstaufführung: 25. Dezember 1926 (Berlin)
Zur Inszenierung der Oper Leipzig:
Premiere: 12. März 11 (Musikalische Komödie)
Musikalische Leitung: Roland Seiffarth Inszenierung: Beate Vollack / Natascha Ursuliak Bühne: Thomas Gabriel Kostüme: Dieter Eisenmann Choreografie:
Beate Vollack Choreinstudierung: Mathias Drechsler
Besetzung:
Fürstin Fedora Palinski: Ruth Ingeborg Ohlmann Miss Mable Gibson:
Iva Mihanovic Carla Schlumberger: Anne-Kathrin Fischer/ Margarete Junghans Mister X: Radoslaw Rydlewski Toni: Sebastian Fuchsberger / Andreas Rainer Prinz Sergius Wladimir: Folker Herterich Graf Saskusin:
Alexander Voigt Pelikan: Karl Zugowski Zirkusdirektor: Ullrich Graichen
Chor und Ballett der Musikalischen Komödie Orchester der Musikalischen Komödie
Fedora Palinski, reiche Witwe und Erbin eines millionenschweren Imperiums, soll wieder heiraten. Sie kann sich vor Verehrern kaum retten, allen voran der einflussreiche Sergius Wladimir, den
sie bei jeder Gelegenheit eiskalt abblitzen lässt. Eines Tages lernt sie den ebenso legendären wie mysteriösen Zirkusreiter Mister X kennen. Keiner kennt seine wahre Identität, da er stets
mit einer Maske auftritt. Bei ihrem ersten Treffen verhält sich Fedora dem Zirkusreiter gegenüber ziemlich herablassend. Schließlich kann sich eine Palinski nicht mit einem einfachen Mann vom
Zirkus abgeben. Um den Stolz Fedoras zu brechen, führt Sergius den Zirkusreiter als Prinz Korossow in die vornehme Gesellschaft ein und verkuppelt die beiden. Schon wenige Minuten nach der
rauschenden Hochzeit lässt er den Schwindel auffliegen. Gedemütigt wirft sich die „Zirkusprinzessin“ alias Fedora Sergius in die Arme. Doch dieser freut sich zu früh …
Die Operette der
sogenannten silbernen Ära wurde internationaler, spielte mit dem mondänen Flair von Paris, St. Petersburg und Monte Carlo und setzte das beschauliche, nostalgisch-rückwärtsgewandte Wien
augenzwinkernd dazu in Beziehung. Der Glamourfaktor wird auch in der Regie von Beate Vollack und Natascha Ursuliak nicht zu kurz kommen. Sie betten die ganze Geschichte in die Filmwelt der
20er Jahre, in der Revue und Tanz ganz groß geschrieben werden. Große Gefühle, revueartige Tanzarrangements und echt Wiener Schmäh machen die Zirkusprinzessin zu einem Juwel des klassischen
Operettenrepertoires, das den Vergleich mit Kálmáns Csárdásfürstin nicht zu scheuen braucht. Am Pult steht mit Roland Seiffahrt ein absoluter Kenner dieses Genres. [© Oper Leipzig]
www.oper-leipzig.de
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Zwei Herzen im Dreivierteltakt Operette in drei Akten nach dem Film „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ von Walter Reisch und Franz Schulz
Von: Robert Stolz Buch: Paul Knepler und Ignanz Michael Welleminsky Uraufführung: 30. September 1933 (Zürich, Stadttheater)
Zur Inszenierung der Oper Leipzig/Musikalische Komödie:
Premiere: 10. April 10
Musikalische Leitung: Roland Seiffarth Inszenierung: Volker Vogel Bühne, Kostüme: Dietrich von Grebmer Choreographie: Susanne Kirnbauer
Choreinstudierung: Mathias Drechsler
Besetzung:
Anton Hofer: Radoslaw Rydlewski Anny Lohmayer: Ruth Ingeborg Ohlmann Mizzi Reitmayer:
Angela Mehling Nicki Mahler: Alexander Voigt Vicki Mahler: Andreas Rainer Hedi, Sängerin: Iva Mihanovic / Mirjam Neururer Der Theaterdirektor:
Karl Zugowski Blaustingl: Ullrich Graichen Weigl: Folker Herterich Franz Gschwendtner: Milko Milev Brigitte: Margarete Junghans / Sabine Töpfer
Anna: Martina Wugk-Kratz
Robert Stolz gilt als Meister der späten Wiener Operette. Außerdem komponierte er zahlreiche Schlager und Wiener Lieder, die noch heute bekannt und
beliebt sind und schrieb 1930 die Musik für den ersten musikalischen Tonfilm Europas „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“. Drei Jahre später erlebte auch die Bühnenfassung ihre Uraufführung.
Die Handlung bringt Theateratmosphäre auf die Bühne. Sie beschreibt mit Witz und Ironie die Schwierigkeiten „hinter den Kulissen“ mit denen Librettisten und Komponisten fertig werden
müssen. Die „ungleichen“ Autorenbrüder Nicki und Vicki Mahler beschließen, ihrem Komponisten Tony Hofer mit einer neuen Muse zu einer zündenden Walzermelodie zu verhelfen. Doch wer hätte
gedacht, dass ausgerechnet deren kleine Schwester Hedi sich als verführerische Fee entpuppt und märchenhaft Tony den Kopf verdreht? Als dieser tatsächlich von seiner neuen Muse inspiriert
einen schwungvollen Walzer komponiert und ihn kurz darauf Nicki und Vicki präsentieren möchte, muss er leider feststellen, dass er sich an nichts erinnern kann. Und die Premiere rückt
erbarmungslos näher. Es gibt nur eine Person, die die Aufführung retten kann…
Neben dem berühmten Walzer, dem die Operette ihren Titel verdankt, sorgen Slowfox und Foxtrottrhythmen für
einen unterhaltsamen Abend und komplettieren die musikalische wie tänzerische Bandbreite. Die musikalische Leitung hat als ausgemachter Stolz-Spezialist der Ehrendirigent der Musikalischen
Komödie, Roland Seiffarth. Regie führt Volker Vogel, der erstmals in Leipzig inszeniert, aber an der Oper Leipzig erst vor kurzem zu erleben war – allerdings nicht als Regisseur, sondern
als Sänger: In der Rolle der Hexe in Hänsel und Gretel sorgte er für Spaß und Spannung auf der Opernbühne. Als Tenor gastiert Volker Vogel in Partien wie Aegisth (Elektra), Monostatos
(Zauberflöte) oder Mime (Rheingold, Siegfried) an großen Opernhäusern in Europa, den USA und Japan. Als Regisseur ist er seit 2002 tätig und inszeniert vor allem Operetten. [© Oper
Leipzig]
Weitere Aufführungen: 11.04.10, 15:00 Uhr; 13.04.10, 19:30 Uhr; 24.04.10, 19:00 Uhr; 25.04.10, 15:00 Uhr;
01.05.10, 19:00 Uhr; 02.05.10, 15:00 Uhr; 15.05.10, 19:00 Uhr; 16.05.10, 15:00 Uhr;29.05.10, 19:00 Uhr; 30.05.10, 15:00 Uhr; 12.06.10, 19:00 Uhr; 13.06.10, 15:00 Uhr
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