kulturfreak

Operetten-Infos: A - Z

Ba-ta-clan (Klim-Bim, alternativer Titel: Tschin-Tschin )
Chinoiserie musicale in 1 Akt

Von: Jacques Offenbach
Libretto: Ludovic Halévy
Uraufführung:
 29. Dezember 1855 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens)

Die Banditen (Les Brigands)

Von:
Jacques Offenbach
Libretto: Henri Meilhac , Ludovic Halévy

Uraufführung: 10. Dezember 1869 (Paris, Théâtre des Variétés )

Zur Inszenierung des Theater Bremen:

Premiere:
21. Oktober 12

Musikalische Leitung: Titus Engel
Inszenierung und Bühne: Herbert Fritsch
Kostüme: Victoria Behr
Musik: Tobias Schwencke
Chor: Daniel Mayr
Licht: Christian Kemmetmüller
Dramaturgie: Sabrina Zwach, Ingo Gerlach

Besetzung:

Falsacappa, ein Räuberhauptmann:
Hubert Wild
Fiorella: Steffi Lehmann
Fragoletto, ein junger Bauer: Nadine Lehner
Pietro: Bastian Reiber
Pipetta: Alexandra Scherrmann
Cincinella: Alexandra Scherrmann
Die Prinzessin von Granata: Alexandra Scherrmann
Die Marquise von Malaga: Alexandra Scherrmann
Der Herzog von Mantua: Hyojong Kim
Pipo: Hyojong Kim
Pipa: Annemaaike Bakker
Zerlina: Annemaaike Bakker
Adolf von Valladolid: Annemaaike Bakker
Baronesse: Annemaaike Bakker
Domino: Florian Anderer
Der Kapitän der Carabinieri: Florian Anderer
Graf Gloria Cassis: Florian Anderer
Antonio: Florian Anderer
Carmagnola: Gabriele Möller-Lukasz

Es singt der Chor des Theater Bremen.
Es spielen die  Bremer Philharmoniker

Nach der Kinderoper „Wo die wilden Kerle wohnen“ und der spektakulären Theater-Bespielung mit „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ steht mit Jacques Offenbachs Opéra bouffe die nächste Musiktheater-Premiere kurz bevor. Die von Herbert Fritsch inszenierte Offenbachiade – eine Verwechslungskomödie mit gesellschaftssatirischem Einschlag – ist am Sonntag, 21. Oktober, um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz erstmals zu erleben. Herbert Fritsch, gerade erst zum „Bühnenbildner des Jahres“ gewählt, inszeniert Offenbachs Werk mit Mitgliedern des Opern- und des Schauspielensembles als radikales spartenübergreifendes Darstellertheater – mit der Grundhaltung der Groteske.
Offenbachs Banditen kämpfen sich, einem genialen Plan ihres Chefs Falsacappa folgend, durch diverse Kostümierungen, um die Mitgift der spanischen Prinzessin als Beute mit nach Hause zu führen, die als Schuldentilgung mit dem Herzog von Matua vermählt wird. Dabei stellen sie sich allerdings so geschickt an, dass sie unversehens in den Staatsdienst übernommen werden –niemand bewacht Falsacappa so gut wie er sich selbst….
Offenbachs „Banditen" verbindet Oper und Schauspiel, ist politisch, ohne ideologisch zu sein, schnell, wahnsinnig witzig und großartig musikalisch. Tobias Schwenckes Neufassung für das Theater Bremen wird die anarchische Grundhaltung und den radikalen Spielwitz der Operette auf den Gipfel treiben. [© Theater Bremen]

www.theaterbremen.de

Blume von Hawaii

Von:
Paul Abraham
Libretto: Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda nach Emmerich Földes
Uraufführung: 24. Juli 1931 (Leipzig)

Inhalt:
Die Inselgruppe Hawaii ist am Ende des 19. Jahrhunderts von den Nordamerikanem besetzt. Um das Volk von Hawaii zu besänftigen, soll die hawaiianische Prinzessin Laya als Königin eingesetzt werden. Ihr Jugendfreund Prinz Lilo-Taro, der sie verehrt, soll ihr beratend zur Seite stehen. Aber Kapitän Stone, der Laya ebenfalls liebt, ist gegen dieses schwere Amt. Hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu Kapitän Stone und ihrer Pflicht als Königin verzichtet Laya auf den Thron. Sie verlässt Hawaii und wendet sie sich im dritten Akt, der in Monte Carlo spielt, dem Prinzen Lilo-Taro zu. Stone tröstet sich mit der Sängerin Suzanne.
Mit Melodie wie "Mein golden' Baby", "Du traumschöne Perle der Südsee", „Ich hab ein Diwanpüppchen“ und „Wir singen zur Jazzband“ entpuppt sich „Die Blume von Hawaii“ als wahre Schlagerparade. [© Musik und Bühne, Wiesbaden]

Zur Inszenierung der Eutiner Festspiele:

Premiere:
2. August 12

Musikalische Leitung: Urs-Michael Theus
Inszenierung und Choreographie: Hardy Rudolz
Bühne: Ursula Wandaress
Kostüme: Martina Feldmann
Lichtdesign: Klaus Emil Zimmermann
Chorleitung: Gabriele Pott
Dramaturgie: Verena Harzer
Regieassistenz: Ameli Klein
Musikalische Assistenz: Wolfram Tetzner
Inspizienz: Jutta Kuchar-Tetzner
 
Besetzung:

Prinzessin Laya:
Peggy Steiner
Prinz Lilo-Taro: Bernardo Kim
Raka: Lisa Jackson
Capitain Stone: Norbert W. Conrads
John Buffy: Thomas Burger
Jim Boy: Luis Lay
Gouverneur Harrison: Claus J. Frankl
Kanako Hilo: Yong Ho Choi
Bessie Worthington: Thérèse Wincent
Leutnant Sunny Hill: Olaf Reinecke
Kadett Bobbie Flipps: Tom Schimon
Gattin des Gouverneur Harrison: Tina Benz
Tänzer: Francisco Pimentel

Choristen der Music School of Kansas, Lawrence, USA
Statisterie der Eutiner Festspiele

www.eutiner-festspiele.de

Zur Inszenierung der Volksoper Wien:

Premiere:
7. Februar 10
Weitere Vorstellungen: 9., 12., 15., 18., 21. Februar, 3., 13., 21., 24., 29. März; 10., 12. April

Dirigent: Joseph R. Olefirowicz
Regie: Helmut Baumann
Bühnenbild: Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme: Ingrid Erb
Choreographie: Kim Duddy
Dramaturgie: Helene Sommer und Christoph Wagner-Trenkwitz

Besetzung:

Prinzessin Laya:
Siphiwe McKenzie Edelmann/Miriam Sharoni
Prinz Lilo-Taro: Christian Baumgärtel
Kanako Hilo: Ronald Kuste
Kapitän Stone: Thomas Sigwald
Gouverneur Lloyd Harrison: Josef Luftensteiner
John Buffy: Marko Kathol/Wolfgang Gratschmaier
Bessie Worthington:: Eva Maria Marold/Martina Dorak
Raka: Martina Dorak/Johanna Arrouas
Jim-Boy: Gaines Hall
Kaluna: Yasushi Hirano
u. a.

www.volksoper.at

Boccaccio
Operette von: Franz von Suppé

 

Eva
Operette in drei Akten

Musik: Franz Lehar:
Libretto: A.M. Willner und Robert Bodanzky
Uraufführung: 24. November 1911 (WIen, Theater an der Wien)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
10. November 11

Musikalische Leitung: Sebastian Hernandez-Laverny
Inszenierung: Cordula Däuper
Bühne: Jochen Schmitt
Kostüme: Justina Klimczyk
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

Octave Flaubert:
Alexander Spemann
Dagobert Millefleur: Thorsten Büttner
Pepita Désirée Paquerette, Pipsi: Tatjana Charalgina
Bernard Larousse: Ks. Jürgen Rust
Eva: Vida Mikneviciute
Prunelles, zweiter Buchhalter: Joachim Mäder

www.staatstheater-mainz.de

Fatinitza
Operette in drei Akten

Musik: Franz von Suppé
Text: Friedrich Zell und Richard Genée

Uraufführung: 5. Januar 1876 (Wien)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
2. November 12

Musikalische Leitung: Florian Csizmadia
Inszenierung: Lydia Steier
Bühne: Katharina Schlipf
Kostüme: Ursula Kudrna
Studienleitung: Michael Millard
Musikalische Assistenz: Mino Marani
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

Graf Kantschukoff, russischer General:
Ks. Hans-Otto Weiß
Fürstin Iwanowna Lydia Uschakoff: Vida Mikneviciute
Izzet Pascha: Alexander Spemann
Osipp/Wasil: Reiner Weimerich
Wache/Iwan: Patrick Hörner
Fedor/Dmitri: Agustín Sánchez Arellano
Steipann, Sergeant: Ks. Jürgen Rust
Wladimir Samoiloff (Fatinitza): Patricia Roach
Julian von Golz: Thorsten Büttner
Hassan: Ion Dimieru
Nursidah: Danaila Dimitrova
Zuleika: Katja Ladentin
Diona: Ewa Wargin
Besika: Aviva Piniane
Wuika: Hans-Helge Gerlik
Mustapha: Statisterie

Chor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de

Fatinitza
Staatstheater Mainz
Besika (Aviva Piniane), Lydia (Vida Mikneviciute), Nursidah (Danaila Dimitrova),
Izzet Pascha (Alexander Spemann), Mustapha (Florian Gierlichs), Diona (Ewa Wargin)
©
Martina Pipprich

Fehlinformation und Täuschung: „Fatinitza“

Wer oder was is t Fatinitza? Eine russische Wodka-Marke? Ein neuer soziologischer Begriff für die Schicksalshaftigkeit der Liebe? Oder ein türkischer Frauenname? – Das Staatstheater Mainz hat die Antwort darauf gefunden in Franz von Suppés Operette.

Dem österreichischen Komponisten gelang mit „Fatinitza“ nichts weniger als ein Geniestreich, der bis weit ins 20. Jahrhundert hinein die Operettenspielpläne beherrschte. Das Staatstheater Mainz haucht nun seinem Werk neues, opulentes Leben ein und setzt damit die Reihe unbekannterer oder selten gespielter Werke der sogenannten „Leichten Muse“ fort.

Die Erfolgslibrettisten Friedrich Zell und Richard Genée, berühmt u.a. für die zwei Jahre zuvor entstandene „Fledermaus“, schrieben für Suppé eine exotische Handlung: Fatinitza ist nichts als ein erotisches Phantom zwischen den Fronten, für das sich der russische Leutnant Wladimir eines Tages ausgegeben hat. Gerade hat der Leutnant sich wieder einmal als Fatinitza verkleidet, da taucht der General Kantschukoff auf und ist an der Front entsetzt über die mangelnde Disziplin, aber verliebt in Fatinitza. Wladimir bleibt nun vorerst in seine Rolle gebannt, was dazu führt, dass Izzet Pascha – von gegnerischer osmanischer Seite – ihn und Lydia, die von Wladimir geliebte Nichte des Generals, seinem Harem zuschlägt. Ihm müssen Wladimir und Lydia entkommen und dazu noch den General außer Gefecht setzen. Lustvoll deponiert „Fatinitza“ somit eine gewaltige Sprengladung anarchischen Humors in der Festung geheiligter Werte und nationaler Identitäten.

Falschinformation und Täuschung sind das Thema dieser äußerst schwungvollen und mitreißenden Operette: Franz von Suppé besetzt nicht nur die Figur des Wladimir mit einem Mezzosopran, der einen Mann spielt, der vorgibt eine Frau zu sein, sondern erweitert das Thema noch zusätzlich um die Ebene der Medien mit der Rolle des Reporters Julian.

Zum ersten Mal am Staatstheater Mainz führt Lydia Steier bei dieser Neuinszenierung Regie. Die gebürtige Amerikanerin lebt seit 2002 in Berlin und wurde bereits in Weimar („I Pagliacci“ und Busonis „Turandot“), Oldenburg, Bremen, Stuttgart und Los Angeles („Lohengrin“) für ihre erzählstarken Inszenierungen gefeiert. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Die Insel Tulipan (L’ île de Tulipatan)
Opéra-bouffe in einem Akt

Von: Jacques Offenbach
Libretto: Henri Ch. Chivot & Alfred Duru
Uraufführung: 30. September 1868 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens )

Madame Pompadour
Operette in drei Akten

Von:
Leo Fall
Libretto: Rudolf Schanzer und Ernst Welisch (nach einer Pseudo-Biographie der Maitresse Ludwigs XV.)
Uraufführung: 9. September 1922 (Berlin, Berliner Theater)

Auf einem Kostümball gibt der Dichter Calicot eines seiner beliebten Spottlieder zum Besten, das die Geliebte des Königs, Madame Pompadour, trifft. Dabei wäre heute besondere Vorsicht geraten, da sich der Polizeiminister Maurepas incognito unter den Gästen befindet, um die Pompadour bei einem Liebesabenteuer zu überraschen und damit ihre Stellung beim König zu erschüttern. Diese trifft in der Tat in Begleitung ihrer Kammerfrau Belotte ein und findet Gefallen an Calicots Freund René, der in Paris zur "Erholung" von seiner Ehe ein Abenteuer erleben will, während Calicot Belotte umwirbt. Rechtzeitig entdeckt die Pompadour den Polizeiminister, gibt vor, zur Beobachtung von Aufrührern hier zu sein, und rät ihm, diese zu verhaften. Bei dieser Aktion gibt sie sich zu erkennen und bestimmt die Strafen: Calicot soll ein Festspiel schreiben, René muss in ihrem Leibregiment dienen.

Inzwischen ist Madeleine, Renés besorgte Frau, nach Paris gekommen und erlangt mit Hilfe eines Schreibens ihres Vaters Zugang bei der Pompadour, die dem Brief entnimmt, dass Madeleine ihre Stiefschwester ist. Dass René ihr Gatte ist, ahnt sie noch nicht. Maurepas hat es immer noch nicht aufgegeben, die Pompadour bei einem Stelldichein bloßzustellen, hält aber irrtümlich Calicot für den Liebhaber. Der ängstliche Hofpoet bittet die Pompadour, auf seine Liebesdienste zu verzichten. Diese freut sich über das Missverständnis und bittet René in ihr Schlafzimmer. Auf dem Weg dorthin begegnet ihr Madeleine, zeigt ihr ein Bild ihres Gatten und verhindert damit die Beziehung.

Überraschend erscheint der König, findet René im Schlafzimmer seiner Geliebten und lässt ihn verhaften. Die Pompadour übergibt ihm aus Trotz die lästigen Staatsgeschäfte und schickt eine Truhe voller Akten ins königliche Arbeitszimmer. Leider befindet sich darin Calicot, der sich aus Angst vor dem herannahenden König in der Truhe versteckt hat. Der König bereitet das Todesurteil gegen Calicot vor, der nach Angaben des Polizeiministers der Liebhaber der Pompadour ist. Aus der Truhe gezogen, kann der Dichter beide jedoch von seiner Unschuld überzeugen.

Da die Pompadour den zweiten Verdächtigen als Mann ihrer Schwester vorstellt, sind alle Zweifel wieder einmal beseitigt. Der versöhnte König lässt seine Favoritin von einem jungen Leutnant in ihr Schloss begleiten. Wie unvorsichtig... [© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Inszenierung der Volksoper Wien:

Premiere:
8. Juni 12

Regie und Ausstattung: Hinrich Horstkotte
Choreinstudierung: Thomas Böttcher
Dirigent: Andreas Schüller

Besetzung:

Die Marquise von Pompadour:
Annette Dasch
Der König: Heinz Zednik
René: Mirko Roschkowski
Madeleine: Elvira Soukop
Belotte, Kammerfrau der Marquise: Beate Ritter
Joseph Calicot: Boris Pfeifer
Maurepas, Polizeiminister: Gerhard Ernst
Poulard, Spitzel: Wolfgang Gratschmaier
Prunier/Collin: Georg Wacks
Boucher: Marian Olszewski
Tourelle: Mamuka Nikolaishvili
Der österreichische Gesandte: Joachim Moser
Caroline: Karin Gisser
Amelie: Lidia Peski
Valentie: Heike Dörfler
Leonie: Christiane Costisella

Madame Pompadour
Volksoper Wien
Madame Pompadour (Anette Dasch)
© Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Leo Falls 1922 in Berlin uraufgeführte Operette rankt sich um die historische Marquise Pompadour, Mätresse des französischen Königs Ludwig XV. Dank der frechen, satirischen Elemente des Stücks und einiger hitverdächtiger Nummern wie "Heut könnt' einer sein Glück bei mir machen", "Mein Prinzesschen du, ich weiß ein verschwiegenes Gässchen" oder "Joseph, ach Joseph, was bist du so keusch" wurde "Madame Pompadour" zu einem Riesenerfolg. Opernstar Annette Dasch wird in der Titelrolle zu erleben sein. [© Volksoper Wien]

www.volksoper.at

Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux enfers)
Operette in zwei Akten

Von: Jacques Offenbach
Text: Hector Crémieux und Ludovic Halévy
Uraufführung: 21. Oktober 1858 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens)

Zur Inszenierung des Theater Freiburg:

Premiere:
28. Mai 11

Musikalische Leitung: Jimmy Chiang
Regie: Tom Ryser
Bühne & Kostüme: Stefan Rieckhoff
Beleuchtung: Bernhard Oesterle
Dramaturgie: Heike Müller-Merten, Dominica Volkert

Besetzung:

Orpheus:
Roberto Gionfriddo
Eurydike: Lini Gong
Pluto/Aristeus: Christoph Waltle
Jupiter: Christian Voigt
Juno: Marie Bonnet
Diana: Anna Baxter
Cupido: Sally Wilson
Venus: Sang Hee Kim
Mars: Alejandro Lárraga Schleske
Merkur: Victor Calero
John Styx: Ullo von Peinen
Öffentliche Meinung: Moritz Knapp/ Alma Rießler

Philharmonisches Orchester Freiburg
Opernchor des Theater Freiburg
Statisterie des Theater Freiburg

Ist die Hölle Fluch oder Segen? Ist der Tod ein schreckliches Ende oder lustvolle Befreiung? In scharfzüngig ironischer Weise stellt Jacques Offenbach 1858 Furcht und Sehnsucht, Leben und Tod, Liebe und Hass auf den Kopf und wirbelt die antike Mythologie und ihre Operntradition von Monteverdi bis Gluck kräftig durcheinander: Orpheus ist froh, Eurydike loszuwerden, die herzlich gerne Pluto in die Unterwelt folgt, um nach den langweiligen Ehejahren endlich rasante Erlebnisse zu haben. Auch die olympischen Götter tummeln sich lieber in den höllischen Gefilden, denn dort unten scheint der Vergnügungssucht keine Grenzen gesetzt zu sein. Nach gut 150 Jahren lassen auch wir uns liebend gerne dazu verführen, alle Probleme unter den Teppich kehren, auf dem wir dann walzerselig und cancan-verliebt tanzen. [© Theater Freiburg]

Mit Unterstützung der TheaterFreunde.de

www.theater.freiburg.de

La Périchole („Die Straßensängerin“)
Opéra-bouffe in drei Akten

Von: Jacques Offenbach
Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Uraufführung: 6. Oktober 1868 (Paris, Théâtre des Variétés)
Deutsche Textfassung: Bernd Wilms

PIRATEN. Die BeBerlinette
Ein neues Werk von Andreas Bisowski (Text), Arthur Sullivan (Musik) und Andreas Unsicker (Arrangements) nach den Piraten von Penzance von W. S. Gilbert und A. Sullivan.

Musik: Arthur Sullivan
Musikalische Arrangements: Andreas Unsicker
Text: Andreas Bisowski
Uraufführung:
9. Oktober 2008 (Berlin, Neuköllner Oper)

Die Piraten von Penzance
Komische Oper in zwei Akten
Von: Arthur Sullivan
Libretto: William Schwenk Gilbert
Uraufführung: 30. Dezember 1879 (Paignton, Royal Bijou Theatre)

Prinz Methusalem
Komische Operette in drei Akten

Musik: Johann Strauss
Buch: von Victor Wilder und Alfred Delacour
Bearbeitet von: Carl Treumann
Neue Textfassung von: Peter Ensikat

Der Stern (L’ Étoile)
Opéra-bouffe in drei Akten

Von: Emmanuel Chabrier
Uraufführung: 28. November 1877 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
2. Oktober 11
Wiederaufnahme in der Saison 2012/13: 9. November 12

Musikalische Leitung: Henrik Nánási / Karsten Januschke /
Sebastian Zierer (9., 17. November 2012) / Karsten Januschke (24., 29. November 2012) / Hartmut Keil (März 2013)
Inszenierung: David Alden
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Caterina Panti Liberovici / Corinna Tetzel (März 2013)
Bühnenbild und Kostüme: Gideon Davey
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Choreografie: Beate Vollack
Chor: Michael Clark /
Felix Lemke

Besetzung:

König Ouf I:
Christophe Mortagne /
Christophe Mortagne
Lazuli: Paula Murrihy / Jenny Carlstedt / Paula Murrihy (März 2013)
Prinzessin Laoula: Juanita Lascarro / Anna Ryberg
Siroco: Simon Bailey / Simon Bailey
Fürst Hérisson de Porc-Epic: Michael McCown / Michael McCown
Aloès: Sharon Carty / Sharon Carty / Nina Tarandek (März 2013)
Tapioca: Julian Prégardien / Julian Prégardien
Patacha: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Zalzal: Sebastian Geyer / Sungkon Kim
u.a.

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


grün = Wiederaufnahme Saison 2012/13

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester


Besprechung auf kulturfreak.de

Inhalt:
Wie jedes Jahr möchte König Ouf I. seine Untertanen durch eine Hinrichtung ergötzen – nur: bisher hat sich noch kein Opfer gefunden. Dieses stellt sich in der Person des Straßenhändlers Lazuli ein, welcher aus einem Missverständnis heraus den inkognito unter seinem Volk wandelnden Monarchen ohrfeigt. Da empfiehlt sein Astrologe Siroco dem König, von seinem Plan Abstand zu nehmen, denn in den Sternen stehe geschrieben, dass dieser einen Tag nach dem Hinscheiden Lazulis gleichfalls sterben müsse. Zudem hat Ouf testamentarisch festgelegt, dass in diesem Falle auch sein Astrologe daran glauben müsse. Gute Gründe, um Lazuli in den Palast zu bringen und aufs heftigste zu verwöhnen. Inzwischen hat sich der Straßenhändler in Prinzessin Laoula verliebt, die allerdings dem König versprochen ist. Lazuli will sich umbringen, sollte er nicht die Hand der Geliebten erhalten. So bleibt Ouf nichts anderes übrig, der Verbindung seinen Segen zu geben und Lazuli zu seinem Nachfolger zu ernennen.

Zur Wiederaufnahme:
Am 2. Oktober 2011 feierte die Opéra-bouffe L’Étoile (Der Stern) des von der Musikwissenschaft in der Tradition von Rossini und Offenbach gehandelten französischen Komponisten Emmanuel Chabrier (1841-1894) ihre erfolgreiche Frankfurter Erstaufführung. Das Publikum war begeistert von der revuehaften Regie des Amerikaners David Alden und der anspruchsvollen, meisterhaft instrumentierten Partitur, die schmissige Can-Cans sowie gefühlvolle Arien und Ensembles vereinigt, ohne ins Sentimentale abzugleiten. Und auch die Presse goutierte die Bemühungen der Oper Frankfurt um eine weitestgehend unbekannte Operette, die innerhalb von nur 28 Tagen entstanden sein soll und lange Zeit als das Meisterwerk des musikalischen Humors galt: „Ein kurzweiliger, grandioser Abend.“ – „Selbst wenn die sängerischen Leistungen nicht so fantastisch wären, wie sie sind – allein David Aldens ungeheuer komische, aufs Exakteste überkandidelte Regie würde den Abend lohnen.“ – „Ob schwarz bedrohlich, ob glänzend in seiner Strahlkraft, dieser Stern verschönt den Frankfurter Opernhimmel.“

Auch in der ersten Wiederaufahme dieser aus der Spielzeit 2011/12 stammenden Produktion ist der französische Charaktertenor Christophe Mortagne als König Ouf I. mit von der Partie. Erst kürzlich debütierte er an der Seite von Anna Netrebko in Massenets Manon als Guillot-Morfontaine an der New Yorker Met. Ihm zur Seite steht Ensemblemitglied Simon Bailey als trinkfreudiger Astrologe Siroco in einem wahrhaft atemberaubenden Kostüm. Neu besetzt sind aus dem Ensemble Jenny Carlstedt (Lazuli), Anna Ryberg (Prinzessin Laoula) und Sungkon Kim (Zalzal) sowie Nina Tarandek als Alternativbesetzung der Aloès. Alle weiteren Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt sind mit ihren Partien bereits seit der Premiere vertraut. Am Pult des Opern- und Museumsorchesters steht erstmals bei dieser Produktion Solorepetitor Sebastian Zierer, mit dem sein Kollege Karsten Januschke (der bereits 2011/12 Repertoirevorstellungen des Werkes dirigierte) und Kapellmeister Hartmut Keil alternieren. [© Oper Frankfurt]

Zur Premiere:
Als Intendant Bernd Loebe vor vier Jahren die Frankfurter Erstaufführung der Opéra-bouffe L’Étoile (Der Stern) von Emmanuel Chabrier (1841-1894) plante, konnte er nicht ahnen, dass auch das Grand-Théâtre de Genève (2009) und die Berliner Staatsoper (2010) Neuproduktionen dieses weitgehend unbekannten Werks des französischen Komponisten präsentieren würden. Tatsächlich lohnt der Blick auf Chabrier, der von der Musikwissenschaft als in der Tradition von Rossini und Offenbach stehender Tonsetzer gehandelt wird. Jedoch zeichnen seine Melodien weder die Routine des Vielschreibers noch der satirische Zugriff des Gesellschaftskritikers aus. Vielmehr besitzt die Operette, welche innerhalb von nur 28 Tagen entstanden sein soll und lange Zeit als das Meisterwerk des musikalischen Humors galt, eine unverwechselbare Handschrift. Die anspruchsvolle, meisterhaft instrumentierte Partitur vereinigt gefühlvolle Arien und Ensembles, ohne ins Sentimentale abzugleiten. Dies wird auch durch jene exotische Verfremdung verhindert, welche sich in der skurrilen Handlung widerspiegelt.

Der Amerikaner David Alden arbeitet an führenden Opernhäusern in den USA und Europa. In Frankfurt inszenierte er 2002/03 Schrekers Der Schatzgräber. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht Henrik Nánási, der ab 1. August 2012 an der Komischen Oper Berlin die Position des Generalmusikdirektors bekleiden wird. Zu den aktuellen Aufgaben des französischen Charaktertenors Christophe Mortagne gehören Auftritte an den Opernhäusern von Mailand, New York, London und Paris sowie beim Festival von Orange. Aus dem Ensemble übernimmt Juanita Lascarro die Prinzessin Laoula, als die sie auch in einer Produktion von Dale Duesing an der Berliner Staatsoper gastiert. Ihr zur Seite stehen Paula Murrihy (Lazuli), Simon Bailey (Siroco) und Michael McCown (Fürst Hérisson de Porc-Epic) sowie weitere Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Der Vogelhändler

Von:
Carl Zeller
Libretto: Moritz West und Ludwig Held nach dem Vaudeville „Ce que deviennent les roses“ von Victor Varin und Edmond de Biéville
Uraufführung: 10. Januar 1891 (Wien, Theater an der Wien)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
8. Oktober 11

Musikalische Leitung: Wolfgang Wengenroth
Inszenierung: Ansgar Weigner
Bühne: Robert Schrag
Kostüme: Renate Schmitzer
Choreinstudierung: Anton Tremmel
Dramaturgie: Karin Dietrich

Besetzung:

Kurfürstin Marie:
Annette Luig
Adelaide: Kerstin Witt
Baron Weps: Joachim Goltz/Axel Wagner
Graf Stanislaus: Jud Perry
Süffle: Klaus Krückemeyer
Würmchen: Wolfgang Vater
Adam: Andreas Scheidegger/Carsten Süß
Christel: Simone Brähler/Sharon Kempton
Schneck: Erik Biegel/Reinhold Schreyer-Morlock

Orchester, Chor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Es herrscht Aufruhr im kurfürstlichen Jagdrevier in der Rheinpfalz: Der Kurfürst hat sich zur Saujagd angesagt, aber bei deren Vorbereitung stellt der Waldmeister Baron Weps fest, dass die Dorfbewohner das ganze Wild ausgeräubert haben. Der Bürgermeister Schneck verspricht darauf, als Ersatz eine zahme Sau zu stellen und Weps aus der Gemeindekasse ein stattliches Schweigegeld zu zahlen. Das ist diesem nur Recht, denn er muss wieder einmal die Schulden seines verschwenderischen Neffen Stanislaus bezahlen. Als der Kurfürst im letzten Augenblick jedoch die Jagd absagen lässt, fürchtet Weps um sein Schweigegeld und fasst gemeinsam mit Stanislaus den Plan, die Jagd doch abzuhalten. Mit Stanislaus in der Rolle des Kurfürsten! Dass die Kurfürstin in Verkleidung auch im Dorf ist, um ihrem Gatten, den sie bei einem Seitensprung vermutet, nachzuspüren, kann dieser allerdings nicht wissen.

Auch die Postbotin Christel ist erpicht darauf, den Kurfürsten baldmöglichst zu sehen, denn sie will ihn bitten, ihrem Verlobten Adam einen Posten als Menageriedirektor zu verschaffen, damit die beiden endlich heiraten können. Doch bis Christel ihren Adam endlich in die Arme schließen kann, vergeht eine herrliche Operetten-Ewigkeit mit einem Gewirr aus Wilddieberei und Korruption, Techtelmechteln und Eifersüchteleien und einer Musik, die einen Ohrwurm nach dem anderen bereit hält. Titel wie „Grüaß enk Gott, alle miteinander“, „Ich bin die Christel von der Post“ und „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ gingen seit der Uraufführung der Operette 1891 in Wien um die ganze Welt. Von Adams Lied „Wie mein Ahn‘l zwanzig Jahr” waren binnen weniger Monate 200.000 Exemplare verkauft.

Carl Zeller, für den „Der Vogelhändler“ zum größten Erfolg wurde, schrieb seine Musik auf ein Libretto von Moritz West und Ludwig Held. Und wenn die Wiener in ihrem Carl Zeller, neben Franz von Suppé, Johann Strauß Sohn und Karl Millöcker, den vierten Operettenklassiker der „Goldenen Ära“ sehen, so hat wohl bis auf den heutigen Tag vor allem seine Meisteroperette „Der Vogelhändler“ den entscheidenden Anteil an dieser Wertschätzung. „Der Vogelhändler“ gehört zu dem halben Dutzend Operetten, die sich aufgrund ihres Esprits und ihrer urwüchsigen, melodischen Kraft seit der Uraufführung ununterbrochen im Repertoire deutschsprachiger Bühnen behaupten. Und das zu Recht!

Auch der Film hatte das Werk früh für sich entdeckt. „Der Vogelhändler“ wurde zwischen 1935 und 1962 mehrfach verfilmt mit Schauspielern wie Johannes Heesters, Hans Moser, Theo Lingen, Leo Slezak, Ilse Werner, Cornelia Froboess, Peter Weck, Maria Sebaldt und Rudolf Platte.

Die Neuproduktion inszeniert der junge Regisseur Ansgar Weigner, der sich in Wiesbaden bereits mit „Im Weißen Rössl“ und „Der Vetter aus Dingsda“ vorgestellt hat und dessen Arbeiten zuletzt an den Theatern in Chemnitz, St. Gallen, Krefeld, Mönchengladbach und Gera zu sehen waren.

Robert Schrag, der die Bühne gestaltet, arbeitet zum ersten Mal am Staatstheater Wiesbaden. Seit 1995 ist er als freier Bühnen- und Kostümbildner für alle Sparten tätig. Wichtige Stationen seiner Karriere sind u.a. das Landestheater Salzburg, das Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Nürnberg, das Theater Augsburg, die Theater in Leipzig, Rostock, Coburg, die Prager Staatsoper, das Nationaltheater Brünn und die Theater in Pilsen, Paris, Marseille und Luxemburg. Mit Ansgar Weigner verbinden ihn bereits zwei Projekte: Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ am Theater Krefeld-Mönchengladbach sowie „Urfaust“ am Landestheater Coburg.

Die Kostüme für „Der Vogelhändler“ entwirft Renate Schmitzer, die nach festen Engagements an den Theatern von Dortmund und Ulm seit vielen Jahren freiberuflich arbeitet, und zwar sowohl im Bereich der Oper als auch für Ballett und Schauspiel. Für Wiesbaden hat sie bereits zahlreiche Kostümbilder konzipiert, allein in dieser Spielzeit stattet sie neben dem „Vogelhändler“ auch „Simon Boccanegra“ in der Oper und „Othello“ im Schauspiel aus.

Die musikalische Leitung hat Wolfgang Wengenroth, der seit der Spielzeit 2009/2010 als 2. Kapellmeister am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert ist. Hier dirigierte er die Premieren von „Kiss me Kate“ und „Sweet Charity“ sowie unter anderem die Wiederaufnahmen von „Don Giovanni“, „Cosi fan tutte“ und „Hänsel und Gretel“. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Der Zarewitsch

Von:
Franz Léhar
Texte: Bela Jenbach / Heinz Reichert
Uraufführung: 21. Februar 1927 (Berlin, Deutsches Künstlertheater)

Zur Inszenierung der Musikalischen Komödie Leipzig:

Premiere:
24. März 12

Musikalische Leitung: Roland Seiffarth
Inszenierung: Volker Vogel
Bühne, Kostüme: Dietrich von Grebmer
Choreinstudierung: Mathias Drechsler
Choreografie: Mirko Mahr
Dramaturgie: Bettina Bartz

Besetzung:

Sonja:
Ruth Ingeborg Ohlmann
Zarewitsch: Radoslaw Rydlewski
Großfürst: Karl Zugowski
Iwan: Sebastian Fuchsberger / Andreas Rainer
Mascha: Verena Barth-Jurca
Ministerpräsident: Folker Herterich
Gräfin: Angela Mehling
Bordolo: Ullrich Graichen
Kammerdiener: Mathias Paarsch
Oberhofmeister: Roland Otto
Lina: Antonia Schneider

Ballett, Chor und Orchester der Musikalischen Komödie

Der Zarewitsch
Musikalische Komödie Leipzig
v.l.Ruth Ingeborg Ohlmann, Radoslaw Rydlewski, Karl Zugowski
© Andreas Birkigt / Oper Leipzig

Diese Operette hat alles, was gutes Musiktheater braucht: eingängige Melodien zwischen russischem Lokalkolorit und neapolitanischer Lebensfreude, eine fesselnde Geschichte um Liebe und Staatsräson sowie eine satte Portion Komik. Nach 20 Jahren ist „Der Zarewitsch“ von Franz Lehár endlich wieder auf der Bühne der Musikalischen Komödie zu sehen.
Der junge Zarewitsch weigert sich Frauen kennen zu lernen. Grund genug für eine Staatsintrige: Eine Tänzerin soll, als Mann verkleidet, dem Thronfolger näher kommen und ihn auf den Geschmack am Leiblichen bringen. Dumm nur, dass sich zwischen beiden eine tiefe Zuneigung entwickelt. Als die blaublütige Braut anrückt, ist die Liebe zwischen Sonja und dem Zarewitsch in Gefahr. Beide fliehen kurzerhand an die italienische Rivera. Doch die russische Staatsmacht ist ihnen auf den Fersen und holt sie schließlich ein. Der junge Zar gehorcht der Pflicht und entscheidet sich für sein Vaterland, er verlässt Sonja um seinem Volk zu dienen.
Für die musikalische Einstudierung zeichnet sich Roland Seiffarth, Ehrendirigent der MuKo, mit dem Orchester der Musikalischen Komödie verantwortlich. Am 31. März wird die Vorstellung von Leslie Suganandarajah dirigiert. Er hat den diesjährigen Publikumspreis der LVZ des 10. Operettenworkshops junger Dirigenten gewonnen.
Volker Vogel, selbst Sänger und ausgewiesener Experte für Operetten, zeigt Menschen auf der Suche nach sich selbst, im Zwiespalt mit den eigenen Wünschen und den Anforderungen aus Gesellschaft und Politik. Mit dem spielfreudigen Ensemble der MuKo ist diese anspruchsvolle Operette bestens besetzt. „Der Zarewitsch“ in Leipzig, ein Muss für jeden Operettenfan. [© Oper Leipzig)

www.oper-leipzig.de

Zigeunerliebe
Romantische Operette in drei Akten

Musik: Franz Lehár
Text: Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky
Uraufführung: 8. Januar 1910 (Wien, Carl-Theater)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:
(Halbszenische Aufführung)

Premiere:
1. April 11 (Musikalischen Komödie)

Musikalische Leitung: Stefan Diederich
Szenische Einrichtung: Volker Vogel
Choreinstudierung: Mathias Drechsler
Choreografie: Mirko Mahr
Bühne: Frank Schmutzler

Besetzung:

lona v. Körösháza, Gutsbesitzerin:
Ruth Ingeborg Ohlmann
Zorika, Dragotins Tochter: Regine Sturm a. G. / Diana Tomsche a. G.
Józsi, der Spielmann, Zigeuner: Radoslaw Rydlewski
Jonel Bolescu: Sebastian Fuchsberger / Norman Reinhardt
Jolán, Dragotins Nichte: Mirjam Neururer
Kajetán Dimetreanu, Sohn des Bürgermeisters: Andreas Rainer
Mihály, Wirt: Milko Milev
Peter Dragotin:  Folker Herterich
Julcsa, Zorikas Amme: Anne-Kathrin Fischer

Chor und Ballett der Musikalischen Komödie
Orchester der Musikalischen Komödie

Mit Lehárs „Zigeunerliebe“ startet die Musikalische Komödie ihre neue Reihe mit halbszenischen Aufführungen selten gespielter Werke, deren musikalische Substanz so wertvoll ist, dass man sie dem Publikum nicht vorenthalten sollte. „Kaum eine zweite Partitur des Komponisten ist melodisch so erfinderisch, harmonisch so verwegen und klanglich so farbenreich wie die der ‚Zigeunerliebe’“, bescheinigt der Operettenexperte Volker Klotz dem Stück. Franz Lehár fügte mit der „Zigeunerliebe 1910 seinen Operetten „Die lustige Witwe“ (1905) und „Der Graf von Luxemburg“ (1909) einen weiteren strahlenden Erfolg hinzu, der vor allem durch die reiche und effektvolle musikalische Substanz bestimmt war. Große Szenen und opernhaft ausladende Finali stehen neben munteren Spielduetten, symphonische Naturgemälde neben zündenden, wundervoll pittoresk instrumentierten Zigeunerweisen. Eine der mitreißendsten Musiknummern ist der faszinierende Csárdás „Hör’ ich Cymbalklänge“.
Was liegt näher, als ein solches musikalisches Wunderwerk mit einem in Operette und heiterer Oper versierten Orchester wie dem der Musikalischen Komödie aufzuführen, Solisten und Chor des Hauses ganz auf die musikalische Qualität des Stückes einzuschwören? Diese halbszenische Version stellt die Musik in den Mittelpunkt, macht die Handlung in der Szenischen Einrichtung von Oberspielleiter Volker Vogel nachvollziehbar und gibt der Fantasie des Zuschauers viel Raum.
Da die Sängerbesetzung für diese Operette ungewöhnlich groß ist, leiht sich die MuKo den Tenor Norman Reinhardt aus dem Opernensemble aus und verpflichtet die Sopranistinnen Regine Sturm und Diana Tomsche alternierend als Gäste. Die musikalische Leitung der Produktion hat der Musikalische Oberleiter des Hauses, Stefan Diederich, zur Chefsache erklärt.
Die Handlung dieser „Romantischen Operette“, die in Rumänien zu Beginn des 19. Jahrhunderts spielt, wechselt zwischen Traum und Wirklichkeit. Im Mittelpunkt steht Zorika, die sich kurz vor ihrer Verlobung mit dem Bojaren Jonel zwischen zwei Männern entscheiden muss, denn der Zigeunergeiger Józsi übt eine große Faszination auf sie aus und weckt ihre Sehnsucht nach dem freien Leben der Zigeuner. Ratlos, was sie tun soll, erinnert sich Zorika an ein altes Orakelritual. Im Traum erlebt sie Bilder einer Zukunft mit Józsi – als sie erwacht, fällt ihr die Entscheidung leichter. [© Oper Leipzig]

Weitere Aufführungen: 2. April / 7., 8. Mai / 21. Juni / 1. Juli 11

www.oper-leipzig.de

Die Zirkusprinzessin
Operette in drei Akten

Von: Emmerich Kálmán
Text von: Julius Brammer und Alfred Grünwald
Uraufführung: 26. März 1926 (Wien, Theater an der Wien)
Deutsche Erstaufführung: 25. Dezember 1926 (Berlin)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
12. März 11 (Musikalische Komödie)

Musikalische Leitung: Roland Seiffarth
Inszenierung: Beate Vollack / Natascha Ursuliak
Bühne: Thomas Gabriel
Kostüme: Dieter Eisenmann
Choreografie: Beate Vollack
Choreinstudierung: Mathias Drechsler

Besetzung:

Fürstin Fedora Palinski:
Ruth Ingeborg Ohlmann
Miss Mable Gibson: Iva Mihanovic
Carla Schlumberger: Anne-Kathrin Fischer/
Margarete Junghans
Mister X: Radoslaw Rydlewski
Toni: Sebastian Fuchsberger / Andreas Rainer
Prinz Sergius Wladimir: Folker Herterich
Graf Saskusin: Alexander Voigt
Pelikan: Karl Zugowski
Zirkusdirektor: Ullrich Graichen

Chor und Ballett der Musikalischen Komödie
Orchester der Musikalischen Komödie

Fedora Palinski, reiche Witwe und Erbin eines millionenschweren Imperiums, soll wieder heiraten. Sie kann sich vor Verehrern kaum retten, allen voran der einflussreiche Sergius Wladimir, den sie bei jeder Gelegenheit eiskalt abblitzen lässt. Eines Tages lernt sie den ebenso legendären wie mysteriösen Zirkusreiter Mister X kennen. Keiner kennt seine wahre Identität, da er stets mit einer Maske auftritt. Bei ihrem ersten Treffen verhält sich Fedora dem Zirkusreiter gegenüber ziemlich herablassend. Schließlich kann sich eine Palinski nicht mit einem einfachen Mann vom Zirkus abgeben. Um den Stolz Fedoras zu brechen, führt Sergius den Zirkusreiter als Prinz Korossow in die vornehme Gesellschaft ein und verkuppelt die beiden. Schon wenige Minuten nach der rauschenden Hochzeit lässt er den Schwindel auffliegen. Gedemütigt wirft sich die „Zirkusprinzessin“ alias Fedora Sergius in die Arme. Doch dieser freut sich zu früh …

Die Operette der sogenannten silbernen Ära wurde internationaler, spielte mit dem mondänen Flair von Paris, St. Petersburg und Monte Carlo und setzte das beschauliche, nostalgisch-rückwärtsgewandte Wien augenzwinkernd dazu in Beziehung. Der Glamourfaktor wird auch in der Regie von Beate Vollack und Natascha Ursuliak nicht zu kurz kommen. Sie betten die ganze Geschichte in die Filmwelt der 20er Jahre, in der Revue und Tanz ganz groß geschrieben werden. Große Gefühle, revueartige Tanzarrangements und echt Wiener Schmäh machen die Zirkusprinzessin zu einem Juwel des klassischen Operettenrepertoires, das den Vergleich mit Kálmáns Csárdásfürstin nicht zu scheuen braucht. Am Pult steht mit Roland Seiffahrt ein absoluter Kenner dieses Genres. [© Oper Leipzig]

www.oper-leipzig.de

Zwei Herzen im Dreivierteltakt
Operette in drei Akten nach dem Film „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ von Walter Reisch und Franz Schulz

Von: Robert Stolz
Buch: Paul Knepler und Ignanz Michael Welleminsky
Uraufführung:  30. September 1933 (Zürich, Stadttheater)

nach oben