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Operetten-Infos: A - Z
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Ba-ta-clan (Klim-Bim, alternativer Titel: Tschin-Tschin ) Chinoiserie musicale in 1 Akt
Von:
Jacques Offenbach Libretto: Ludovic Halévy Uraufführung: 29. Dezember 1855 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens)
Zur Inszenierung der Wiener Kammeroper:
Premiere: 1. Oktober 09
Musikalische Leitung:
Daniel Hoyem-Cavazza Inszenierung: Waut Koeken Choreographie: Ferdinando Chefalo Ausstattung: Duncan Hayler Lichtdesign: Glen D’haenens
Narrateur: Benjamin Prins
Fe-Ni-Han: Dan Chamandy Ke-Ki-Ka-Ko: Jeroen de Vaal Ko-Ko-Ri-Ko: Andreas Jankowitsch Fe-An-Nich-Ton: Milena Gurova
Chor: Solmaaz Adeli, Rumen Dobrev, Christian Normann Larsen, Henrik Simunkovic, Magdalena Singer Orchester der Wiener Kammeroper
www.wienerkammeroper.at
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Blume von Hawaii
Von: Paul Abraham Libretto: Emmerich Földes, Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda
Uraufführung: 24. Juli 1931 (Leipzig)
Zur Inszenierung der Volksoper Wien:
Premiere: 7. Februar 10 Weitere Vorstellungen:
9., 12., 15., 18., 21. Februar, 3., 13., 21., 24., 29. März; 10., 12. April
Dirigent: Joseph R. Olefirowicz Regie: Helmut Baumann Bühnenbild:
Mathias Fischer-Dieskau Kostüme: Ingrid Erb Choreographie: Kim Duddy Dramaturgie: Helene Sommer und Christoph Wagner-Trenkwitz
Besetzung:
Prinzessin Laya: Siphiwe McKenzie Edelmann/Miriam Sharoni Prinz Lilo-Taro: Christian Baumgärtel
Kanako Hilo: Ronald Kuste Kapitän Stone: Thomas Sigwald Gouverneur Lloyd Harrison: Josef Luftensteiner John Buffy: Marko Kathol/Wolfgang Gratschmaier
Bessie Worthington:: Eva Maria Marold/Martina Dorak Raka: Martina Dorak/Johanna Arrouas Jim-Boy: Gaines Hall Kaluna: Yasushi Hirano u. a.
Wie wäre es, wenn zwei Zuseher einmal den Gang einer Liebes- und Abenteuergeschichte mitbestimmen könnten? Und auch gleich in zwei Hauptrollen auf die Szene treten würden? Das Ehepaar
Kratochwil ist höchst unzufrieden mit dem „depperten“ Film, den sie da im Kino sehen. Sie möchte mehr fürs Herz, er will mehr Action. Da tritt John Buffy aus der Leinwand und führt die beiden
hinein in die Traumwelt der „Blume von Hawaii“: Aus Lisbeth Kratochwil wird Bessie Worthington, Harald Kratochwil wird zu Kapitän Harald Stone. Diese witzige Rahmenhandlung haben sich
Regisseur Helmut Baumann und sein Textbearbeiter Peter Lund für Paul Abrahams Revue-Operette einfallen lassen, die im Februar 2010 erstmals an der Volksoper erklingt.
Gouverneur Lloyd
Harrison möchte die amerikanische Herrschaft auf Hawaii festigen, indem er seine Nichte Bessie mit dem hawaiianischen Prinzen Lilo-Taro verheiratet. Doch Lilo-Taro sympathisiert mit der
hawaiianischen Unabhängigkeitsbewegung. Prinzessin Laya, Verlobte Lilo-Taros aus Kindertagen, kehrt aus dem Exil nach Hawaii zurück. Ihre Krönung zur Blumenkönigin und Heirat mit Lilo-Taro
soll den Umsturz herbeiführen. Auf der Reise hat sich Laya jedoch in den amerikanischen Kapitän Stone verliebt.
Paul Abrahams Revue-Operette lässt in eine zauberhaft kitschige Südsee-Welt eintauchen, in der Hawaiigitarren, Vibraphon und Celesta für den exotischen Ton sorgen
und jazzige Klänge und schmissige Tanzrhythmen im Sound der 1930er Jahre gute Laune machen. Rufen wir uns einige Schlager der 1931 uraufgeführten „Blume“ in Erinnerung - „Ein Paradies am
Meeresstrand“, „Will dir die Welt zu Füßen legen“, „Kann nicht küssen ohne Liebe”, „Ich hab ein Diwanpüppchen“ und natürlich das Titellied „Blume von Hawaii“ - dann erkennen wir: Im 50.
Todesjahr Paul Abrahams ist es höchste Zeit für die Neuentdeckung dieses Klassikers, liebevoll musiziert unter der Leitung von Joseph R. Olefirowicz, der sich mit den Musicals „Anatevka“ und
„Guys and Dolls“ an der Wiener Volksoper bestens eingeführt hat, mit einem Augenzwinkern in Szene gesetzt von Helmut Baumann. Als exotische Prinzessin Laya wird Siphiwe McKenzie Edelmann
erstmals an der Volksoper zu erleben sein. Christian Baumgärtel, in bester Erinnerung als Pluto in Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“, gibt den schmachtenden Prinzen Lilo-Taro,
Ensemblemitglied Thomas Sigwald wird als Kapitän Stone alias Harald Kratochwil zu sehen sein. Allround-Star Eva Maria Marold kehrt als Bessie Worthington auf die Bühne der Volksoper zurück.
Als Jim-Boy debütiert Musicalstar Gaines Hall am Haus. [© Volksoper Wien]
www.volksoper.at
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Boccaccio Operette von: Franz von Suppé
Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz:
Premiere: 8. November 08
Weitere Aufführungstermine: 12./15./24. November ; 2./19./31. Dezember 2008 11./18./21./30. Januar; 5./12. Februar; 19. März 2009 14. April 2009 (Gastspiel in Köln)
Musikalische Leitung: Henrik Nánási Regie: Ulrich Peters Bühne: Christian Floeren Kostüme: Götz Lanzelot Fischer
Premierenbesetzung:
Giovanni Boccaccia: Ann-Katrin Naidu Pietro, Prinz von Palermo: Mario Podrecnik Majordomus des Herzogs von Toskana: Holger Ohlmann Scalza, Barbier:
Gregor Dalal Beatrice, sein Weib: Elaine Ortiz Arandes Lotteringhi, Fassbinder: Florian Simson Isabella, sein Weib: Heike Susanne Daum
Lambertuccio, Gewürzkrämer: Gunter Sonneson Peronella, sein Weib: Rita Kapfhammer Fiametta, beider Ziehtochter: Christina Gerstberger Leonetto, Student:
Daniel Fiolka Ein Kolporteur: Martin Hausberg Checco, Bettler: Christian Hübner Orchester, Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Auftakt am So., 2.
November 2008, 11.00 Uhr im Foyer Mit Ulrich Peters, Henrik Nánási, Ann-Katrin Naidu, Christina Gerstberger, Daniel Fiolka, Mario Podrecnik und Dramaturgin Sonja Westerbeck
Franz von Suppés Boccaccio in der Inszenierung des Intendanten Ulrich Peters. Aufwändig und farbenfroh ausgestattet wird die Geschichte um den berühmten Dichter Giovanni Boccaccio erzählt, der mit seinen Novellen große Aufregung auf der italienischen Piazza verursacht und dabei selbst ins Kreuzfeuer hitziger Liebeswirren gerät.
Mit leichter Hand entführt die Inszenierung ins „Land, wo die Zitronen blühen“. Von romantischen Italiensehnsüchten inspiriert, blickt der Besucher ins Florenz des späten Mittelalters, in
dem kleine Liebeleien und große Gefühle das Leben bestimmen. Am Pult des Orchesters des Staatstheaters am Gärtnerplatz steht Henrik Nánási. In der Hosenrolle des Boccaccio ist in der
Premiere Ann-Kathrin Naidu zu erleben. Die Partie der Fiametta übernimmt Christina Gerstberger.
Zur Handlung: Die Hauptfigur der Operette ist der namensgebende Dichter
Giovanni Boccaccio (1313–1375), der Verfasser der berühmten Novellensammlung »Il Decamerone«. Die Handlung spielt mit einigen der 100 darin enthaltenen Erzählungen, die raffiniert ausgewählt,
den Dichter selbst als verliebten Titelhelden eine Geschichte erleben lassen: Boccaccios neue Novellen werden zum Kauf angeboten – und schon gibt es Streit an der Geschlechterfront: Die
Männer fühlen sich vom Dichter verhöhnt, da die Treue ihrer Frauen darin deutlich in Zweifel gezogen wird. Doch kleinbürgerliches Gehabe kann die Begeisterung der Frauen an den erotischen
Geschichten nicht trüben. Während noch hitzige Diskussionen im Gange sind, droht der Barbier Scalza Opfer einer Affäre zwischen seiner Frau Beatrice und Boccaccio zu werden. Ernsthaft
verliebt ist Boccaccio jedoch nur in Fiametta. Neu in Florenz fordert Prinz Pietro Boccaccio auf, ihn noch vor seiner geplanten Heirat inkognito in das reizvolle Abenteuerleben
einzuführen, das die Novellen versprechen. So werden denn alle Register der Liebeskunst gezogen: Briefchen zugesteckt, nächtliche Verabredungen getroffen und raffinierte Täuschungsmanöver
vollführt. Geschickt kann Boccaccio dabei Fiametta erobern. Als die dreisten Nachtschwärmer jedoch ertappt werden, beginnt eine rasante Verfolgungsjagd …
Eine erste Version der
Inszenierung wurde bereits in der Spielzeit 2006/07 am Badischen Staatstheater Karlsruhe gezeigt, die in einer groß angelegten Koproduktion mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz entstand. Nun
kommt die Operette mit dem Ensemble des Gärtnerplatztheaters neu erarbeitet in der Originalausstattung von Christian Floeren und Götz Lanzelot Fischer auf die Bühne.
[Staatstheater am Gärtnerplatz, München]
www.gaertnerplatztheater.de
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Die Insel Tulipan (L’ île de Tulipatan) Opéra-bouffe in einem Akt
Von: Jacques Offenbach Libretto:
Henri Ch. Chivot & Alfred Duru Uraufführung: 30. September 1868 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens )
Zur Inszenierung der Wiener Kammeroper:
„Die Insel Tulipan” und „Ba-ta-clan“ Wiener Kammeroper Duncan Hayler (Ausstattung) & Waut Koeken (Inszenierung)
Foto: Wiener Kammeroper
Premiere: 1. Oktober 09
Musikalische Leitung: Daniel Hoyem-Cavazza Inszenierung: Waut Koeken Choreographie:
Ferdinando Chefalo Ausstattung: Duncan Hayler Lichtdesign: Glen D’haenens
Narrateur: Benjamin Prins
Cactois: Andreas Jankowitsch
Romboidal: Dan Chamandy Alexis: Milena Gurova Thedorine: Lisa-Maria Jank Hermosa: Jeroen de Vaal
Chor
: Solmaaz Adeli, Rumen Dobrev, Christian Normann Larsen, Henrik Simunkovic, Magdalena Singer Orchester der Wiener Kammeroper
www.wienerkammeroper.at
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Maja & Co.
Zur Inszenierung der Neuköllner Oper, Berlin: Koproduktion mit dem Studiengang Musical / Show der UdK
Premiere: 30. November 06
Spieltermine: 20 Uhr: 30. November, 2./3., 7.-9., 14.-16., 20.-23. und 28.-30. Dezember 06, sowie 4. bis 7. Januar 2007
17 Uhr: 10., 17. und 26. Dezember 06
Künstlerisches Leitungsteam:
Inszenierung: Peter Lund Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg / Tobias Bartholmeß
Choreographie: Andrea Heil Bühnenbild/ Kostüme: Ulrike Reinhard
Ensemble: Biene Maja: Nadine Eisenhardt Grashüpfer Flip:
Michael van Stark Fliege Puck, Drohne Stanislaus, Glühwurm Günter: Bernard Niemeyer Spinne Thekla, Marienkäfer Müller, Mistkäfer Kurt, Dr. Motte: Martin Kiuntke
Mücke Mücki, Grille Iffi, Raupe, Hornisse Hedwig: Isabell Horn Kassandra, Hornisse Helga, Kellerassel Wanda, Regenwurm: Patricia Röder
Libelle Schnuck, Königin Helene, Hornisse Hanna, Regenwurm: Juliane Maria Wolff
Orchester: Flöte: Max Teich/Katja Reinbold Klarinette, Sax, BassKl:
Christian Vogel/Karola Elßner Trompete: Rainer Brennecke/Kiichi Yotsumoto Kontrabass: Oliver Krüger/Volker Suhre Percussion: Olaf Taube/Norbert Granoll
Klavier: Hans-Peter Kirchberg/Tobias Bartholmeß
Der glückliche Fund: L´Abeille Maya von 1858 Grosse Augen machte Arnold Hunke, Stadtarchivar der Stadt Dillenburg an der Lahn,
als er am 3. Juni 2003 aus einer Aluminiumkiste ein Konvolut Noten zog, die sich schließlich als ein bisher unbekanntes Werk des großen Jacques Offenbach herausstellten: L´Abeille Maya,
signiert mit dem Zeitvermerk vom 13. Mai 1858. Der Titel selbst war der Offenbachforschung längst bekannt, taucht er doch im Programm der Sommersaison 1858 der Bouffes Parisiens in Bad Ems
auf. Er steht dort in guter Gesellschaft mit bekannten Stücken wie Die Verlobung bei der Laterne, Die beiden Blinden, Pépito, Une Demoiselle en Loterie, La Rose de Saint-Fleur und einigen
weniger bekannten Einaktern. Der Titel war somit bekannt, allein das Werk zum Titel verschollen. Nun war es wieder aufgetaucht, zumindest die Musik des Einakters. Von den 12 Musiknummern
tauchen 5 in späteren Werken wieder auf: in Martin der Geiger (Le Violoneux) von 1859, in Fortunios Lied (Le Chanson de Fortunio) von 1861, und schließlich in der großen Opera Comique Die
Banditen (Les Brigands) von 1865. Eine Handlung lässt sich aus den Musiknummern grob skizzieren: Die abenteuerliche Reise einer jungen Biene durch die gefährliche Welt der Wiese. Es
treten dort musikalisch eine Libelle, ein Grashüpfer, ein Chor von Glühwürmchen, eine Spinne, eine Eintagsfliege und die Bienenkönigin auf. Ferner einige choristische Insekten: die Mücken,
die Hornissen und als Nichtinsekten ein singendes Ballett der Regenwürmer (entzückend). Es stellt sich natürlich die Frage, warum sich aus dieser Saison 1858 in Bad Ems keinerlei Zeugnis
über die Aufführung der L´Abeille Maya erhalten hat. Kein Zeitungsbericht, keine Abrechung, keine Erwähnung in den sonst sehr präzisen Akten der Kurverwaltung des Badeortes. Es scheint auch
keine Erwähnung in privaten Briefen, Korrespondenzen usw. stattgefunden zu haben. Die einfachste Lösung hieße: L´Abeille Maya wurde gar nicht erst aufgeführt! (Um so verständlicher die
Wiederverwendung von Musiknummern in späteren Werken durch Offenbach!). Eine zweite, weitaus pikantere Frage lautet: Gibt es eine Verbindung zwischen Offenbachs L´Abeille Maya und der
weltberühmten Biene Maja des Waldemar Bonsels von 1912? Könnte der Autor der Biene Maja Anstoß und Anregung aus der Aufführung des Offenbachschen Werkes erhalten haben? Bonsels lebte
seit 1904 in Oberschleißheim bei München. 1908 wird im „Münchner Brettl für Witz und Kultur“ in der Märzausgabe von einer Offenbachschen Aufführung eines Werks namens Himmelsvolk berichtet,
einer offenbar recht krachledernen Farce mit Offenbachscher Musik, die allerdings – man will es kaum glauben – auf der Wiese im Reich der Insekten spielt. Es mag sich um eine dem
Fasching nahe stehende Masquerade gehandelt haben – oder um eine vielleicht auch freizügigere Veranstaltung im Kostümierungswesen – wie dem auch sei: Neben der Biene Maja bringt Bonsels im
Jahr 1912 Himmelsvolk heraus, ein Roman, der im geflügelten Bereich des Naturlebens spielt und von Tieren, Menschen und Gott erzählt.
Dieser Roman ist so etwas wie der unbekannte Zwilling seiner weit erfolgreicheren Bienenschwester. Die Wege der Natur sind vielfältig, die der schöpferischen Erfindung auch.
Für uns war dieser sensationelle Notenfund Offenbachscher Musik und diese frappierende Analogie in Bonsels Welterfolg Biene Maja Anlass genug, dieses Material zu kreuzen. [Text:
Wolfgang Böhmer]
Peter Lund – Text
geboren in Flensburg 1985 - 1992 Studium der Architektur an der TU Berlin, Diplom
1996 – 2004 Künstlerische Leitung der Neuköllner Oper seit 2003 Professur an der UdK/Studiengang Musical/Show.
seit 1987 als Regisseur u.a. Fledermaus (DOB, Studio, 1987), Die
Gans von Kairo (NO, 1991), Cosi fan tutte (Staatstheater Braunschweig 1996), Messesschlager Gisela (NO 1998), Die Wanze (Maxim-Gorki-Theater 1999), Orpheus in der Unterwelt ( Theater Bremen
2000), Die Dollarprinzessin (Erfurt 2004). Jumping Jack (Text und Regie, Wien 2003); Dreigroschenoper (Dresden 2004); Herz-Los! (Text und Regie, Wien 2005); Der gestiefelte Straßenkater (Text
und Regie, Wien 2006). Mit dem jeweils 3. Jahrgang des Studienganges Musical/Show der UdK in der Neuköllner Oper: Lady be Good (Gershwin) 1997, Boys von Syracus (Rodgers) 1998, How to
Succeed in Business (Loesser) 1999, Love Bite (UA/Böhmer) 01, Assassins (Sondheim) 02, PanikSoundClub (UA/Ramdohr) 03, Letterland/Erwin Kannes - Trost der Frauen (UA) 05.
Als Autor: Hexe Hillary geht in die Oper UA Neuköllner Oper (1997) mit Niclas Ramdohr: No Sex (1991), Verraten und Verkauft (1996), Die Krötzkes (2001)
mit Wolfgang Böhmer: Das Wunder von Neukölln (1998), Der Glückliche Prinz (2000), SommerNachtTraum (2000), Jumping Jack (2003), Herzlos(2005)
mit Thomas Zaufke: Babytalk (2000), Cinderella passt was nicht (2001), Elternabend (2003), Der gestiefelte Straßenkater, Held Müller – ein deutsches Musical (2006).
Wolfgang Böhmer - Arrangement und Neukompositionen
Opern: Alarm / Licht / Die Legende vom Fall ohne Ende weitere Musiken für Musical/Musiktheater:
Irma la Douce (Neufassung des Musicals), Ludwigshafen/Esslingen Die Banditen (Neufassung der Opéra Bouffe von Offenbach), Esslingen Biene Maja (Regie: Peter Lund), Theater Basel
zahlreiche Bühnenmusiken, u. a. für : Was gibt's Neues vom Krieg? (Berliner Ensemble) Kasimir und Karoline und Der Bürger als Edelmann, Landestheater Neustrelitz
Die Nächte der Schwestern Brontë (Heidelberg) Effi Briest (nach Fontane), Wildente und Die Wanze (Regie: Peter Lund) alle Maxim-Gorki-Theater Berlin
Projekte in der neuköllner oper:
Frau Parker kann nicht schlafen (Regie: Adriana Altaras) Liebestrank (Regie: Adriana Altaras) Das Wunder von Neukölln (Regie: Bernd Mottl) Fromme Lügen (Regie: Bernd Mottl)
La sorella amante (Textfassung. Regie: Adriana Altaras) Der glückliche Prinz (Regie: Peter Lund) Love Bite (Text und Regie: Peter Lund) SommerNachtTraum (Text und Regie: Peter Lund)
Licht (nach dem Schauspieltext von Dea Loher. Regie: Boris von Poser).
Andrea Heil Choreographie beendete ihre Karriere als Tänzerin mit der Musicalproduktion
Chicago am Theater des Westens. Sie ist Absolventin des Diplom-Studiengangs Choreographie bei Prof. Dietmar Seyffert an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Als
Choreographin arbeitete sie u. a. für Der Entertainer (Schauspiel von John Osborne am Meininger Theater), Die 7 verflixten Ehen für das Theater des Westens, Final Call Back und group – zwei
Absolventenprojekte des Studiengangs Musical/Show der Universität der Künste, Berlin –, Eduard Künnekes Wahlkampf-Operette Herz über Bord, für Kofi Yakpos und Rainer Killius’ RAPsodie
Schichtwechsel an der Neuköllner Oper. Gemeinsam mit Regisseurin Heidi Mottl erarbeitete sie die Inszenierungen von Die Flut von Boris Blacher und unter der musikalischen Leitung von Jing
Wang die szenische Erstaufführung der Funkoper Malpopita von Walter Goehrs. Des weiteren schuf sie Choreographien für die Musicals Das Geheimnis der Mona Lisa und Cabaret. Andrea Heil
unterrichtet seit 1994 an der Universität der Künste in Berlin im Studiengang Musical/Show. Im letzten Sommer schuf Andrea Heil die Choreographie für die Ostseefestspiel-Produktion West Side
Story auf der Seebühne Stralsund und wird im nächsten Jahr für den FriedrichstadtPalast Berlin choreographieren.
Ulrike Reinhard Bühnenbild Studium der Bühnen- und
Kostümgestaltung am Salzburger Mozarteum; seit 1990 als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin im In- und Ausland tätig, u.a. in folgenden Produktionen: Die Gans von Kairo / Der
Spielverderber / Die Blume von Hawaii / Die Geisterinsel / SommerNachtTraum / Panik Sound Club ( alle an der Neuköllner Oper); Der Drache, Volkstheater Rostock; Otello darf nicht platzen,
Theater am Kurfürstendamm; Alcina, Goethe-Theater Bad Lauchstädt; Rigoletto / Die Zauberflöte / Die lustigen Weiber von Windsor / Der Barbier von Sevilla (alle am Stadttheater Brandenburg);
Krach in Chiozza, Seebühne im Schlosspark Charlottenburg; La Tosca, Hans-Otto-Theater Potsdam; Hans im Glück / Hommage an P. Hindemith / Peter und der Wolf /Ich mach Dich gesund sagt der Bär
/ Sturm und sein Wurm / Burning Love / Heute Nacht und morgen früh (alle am Theater im Zentrum Stuttgart); Tosca, La Bohème, Sommerfestival Landschaftspark, Duisburg; Mordslust / Sugar
Dollies, Wolfgang-Borchert-Theater, Münster; Cosi fan tutte, Theater Baden-Baden; Die Biene Maja / Das Biest des Mr. Racine, Theater Basel; Mr. Bach, Mr. Bach / Die Möwe, Westfälisches
Landestheater; Der kleine Wassermann / Frederick /Wir Kinder von Bullerbü (alle am Jungen Theater Heilbronn, Kammerspiele); Tortuga, Württ. Landesbühne Esslingen; Stella, Theater der Altstadt
Stuttgart; Der Revisor / Das Kaffeehaus, Staatstheater Darmstadt; Fun / Plötzlich und unerwartet, Mütter, Warte bis es dunkel ist Westfälisches Landestheater; Herzlos, Der gestiefelte
Straßenkater Theater der Jugend Wien; Abgebrannt, Junges Theater Heilbronn; Diener zweier Herren, Volkstheater Rostock; Dreigroschenoper, Staatsschauspiel Dresden.
Das Ensemble:
Nadine Eisenhardt - Biene Maja wurde 1983 in Bad Säckingen geboren. Sie war Sängerin und Gitarristin der Rock
& Blues – Band „Blue Station“ und betrat auch als Darstellerin der „Spielleute“-Theatergruppe diverse Bühnen, bevor sie 2003 ihr Studium an der UdK Berlin, Studiengang Musical/Show,
aufnahm. In diesem Rahmen führten sie unterschiedliche szenische Arbeiten u.a. mit Ulrich Wiggers und André Eisermann zusammen, in einer Galaveranstaltung im TIPI – das Zelt sang und tanzte
sie Background für Anna Maria Kaufmann. Das Brandenburger Theater engagierte sie in diesem Jahr als Kit-Kat – Girl für seine Produktion des Musicals Cabaret, als Sandy Deutschmann debütierte
Nadine Eisenhardt in Erwin Kannes – Trost der Frauen an der Neuköllner Oper. Im Dezember wird sie zum ersten Mal im Opernpalais in der Gala-Show Bella Italia zu sehen sein.
Isabell Horn - Mücke Mücki, Grille Iffi, Raupe, Hornisse Hedwig wurde in Bethel bei Bielefeld geboren und studierte Musical nach ihrem Fachabitur zunächst an der Universität für Musik
und darstellende Kunst in Wien, bevor sie 2003 an die UdK Berlin zum Studiengang Musical/Show wechselte. Sie wurde als Tänzerin bei diversen Projekten engagiert, spielte in Musikvideos mit
und war 2005 bei den Ostseefestspielen Stralsund als Consuela in West Side Story zu sehen. 2005 belegte sie den ersten Platz auf Landesebene im Bundeswettbewerb Musical-Chanson-Gesang und
arbeitet seit 2005 als VJ bei MTV.
Martin Kiuntke - Spinne Thekla, Marienkäfer Müller, Mistkäfer Kurt, Dr. Motte wurde in Reutlingen als Einer von Zwillingen geboren. Über 10
Jahre war er Sänger im Knabenchor „capella vocalis Reutlingen“ und nahm an Konzerten und Tourneen im In- und Ausland teil, die bis nach Japan führten. Im Jahr 2003 wurde der Musiker und
Hobbyschlagzeuger in den Studiengang Musical/ Show der Universität der Künste Berlin aufgenommen. Nach Cabaret in Brandenburg a. d. Havel im Jahr 2006 war er in der Rolle des Tom Flut in
Erwin Kannes – Trost der Frauen erstmalig an der Neuköllner Oper zu sehen.
Bernard Niemeyer - Fliege Puck, Drohne Stanislaus, Glühwurm Günter
wurde in Vechta geboren. Er studiert seit Oktober 2003 Studium Musical/Show an der UdK Berlin. Er ist zur Zeit auch als Lupe in Hier kommt Lupe und als Stulle in Nippes und Stulle spielen
'Froschkönig’ (Atze Theater- und Konzerthaus für Kinder, Berlin) zu sehen. Als Kit Kat Boy wirkte er in der Inszenierung von Cabaret am Brandenburger Theater (2006) mit.
Patricia Röder – Kassandra, Hornisse Helga, Kellerassel Wanda, Regenwurm wurde 1983 in Berlin-Kreuzberg geboren und verbrachte ihre Schulzeit in Ilsfeld bei Stuttgart. Ersten
Instrumentalunterricht (Klarinette und Saxophon) erhielt sie bereits mit elf Jahren. Als Sechzehnjährige begann sie mit ihrer Gesangsausbildung (Mark Garcia). Erste Bühnenerfahrungen sammelte
sie durch ihre Schultheater-Aufführungen, Ballett- und Jazzdanceunterricht kamen hinzu. Seit 2003 studiert sie Schauspiel, Gesang und Tanz im Studiengang Musical/Show an der UdK Berlin, wo
sie sich im Rahmen der Studiumsproduktion TAKT – die Collage 2005 erstmals der Berliner Öffentlichkeit auf der Bühne präsentierte. Patricia Röder belegte 2005 den 3. Platz im Landeswettbewerb
Gesang Nordrhein Westfalen. In der Neuköllner Oper war sie zuletzt als Oliver Konopke in Erwin Kannes – Trost der Frauen zu sehen sowie bei verschiedenen Galaauftritten.
Michael van Stark - Grashüpfer Flip Der gebürtige Wiener erhielt von 2002 - 2003 Schauspielunterricht an der Etage (Berlin) und studiert seit Oktober 2003 Musical/Show an der UdK
Berlin. Bei den Schlossfestspielen Ettlingen 2005 war er in Sugar - Manche mögen's heiß als Gamaschen-Colombo zu sehen, spielte im Kurzfilm Genauer Hingucken (2004) mit sowie die Rolle des
Pepel 2003 im Nachtasyl (Etage Berlin). Im Jahr 2000 wirkte er im Fernsehfilm Wolkenlos mit.
Juliane Maria Wolff - Libelle Schnuck, Königin Helene, Hornisse Hanna, Regenwurm
Wurde 1983 in Frankfurt/Oder geboren. Sie begann im Alter von 5 Jahren mit Ballettunterricht und mit 13 Jahren ihre Gesangsausbildung. Mit 14 spielte sie ihre erste Hauptrolle in einem
Musical u. a. im Theater Karlshorst. Nach ihrem Abitur an der Staatlichen Ballettschule Berlin studiert sie seit Oktober 2003 Musical/Show an der UdK Berlin. 2005 war sie als Rosalia in
der West Side Story" bei den Ostseefestspielen Stralsund zu sehen. 2005 war Juliane Maria Wolff Finalistin beim Bundeswettbewerb Gesang.
Spielort:
neuköllner oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin –Großer Saal Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 – Neukölln, Bus 104
Karten:
9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de
sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
www.neukoellneroper.de
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Orpheus in der Unterwelt (Orphée aux enfers) Operette in zwei Akten
Von: Jacques Offenbach Text: Hector Crémieux und Ludovic Halévy Uraufführung:
21. Oktober 1858 (Paris, Théâtre des Bouffes-Parisiens)
Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz: Deutsche Bearbeitung nach Ludwig Kalisch
Premiere: 12. Februar 10 Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz Inszenierung: Johanna Schall Bühne: Horst Vogelgesang Kostüme: Jenny Schall
Choreografie: Romy Hochbaum
Besetzung:
Orpheus: Cornel Frey Eurydike: Sibylla Duffe Jupiter: Dirk Lohr Pluto: Mario Podrecnik
Die Öffentliche Meinung: Marianne Larsen Juno: Ann-Katrin Naidu Diana: Katja Stuber Merkur: Christoph Kayser Cupido: Yvonne Steiner a.G.
Venus : Frances Lucey Minerva : Marta Kosztolányi John Styx: Gunter Sonneson Mars: Florian Wolf Ceres: Shirli Polena
Pan: Ute Walther Apoll: Stefan Thomas Poseidon: Marcus Wandl
Von oben und unten Johanna Schall inszeniert ORPHEUS IN DER UNTERWELT am Münchner Gärtnerplatztheater
Brecht-Enkelin Johanna Schall bringt das meisterliche Muster aller Operetten auf die Gärtnerplatzbühne. Die klassischste aller Operetten hat am
Gärtnerplatz passend zum Fasching (Freitag, 12. Februar) Premiere und stellt in der Götterwelt termingerecht alles auf dem Kopf: In Jacques Offenbachs ORPHEUS IN DER UNTERWELT ist der
Titelheld nicht gerade enttäuscht als seine Frau Eurydike entführt wird. Götteroberhaupt Jupiter hat alle Mühe seine Unschuld zu bezeugen und der Herrscher der Unterwelt Pluto erweist sich
als nicht gerade zuvorkommender Liebhaber. Einzig die Öffentliche Meinung scheint hier noch die Moral im Auge zu haben.
Was heute so selbstverständlich erscheint, markierte im Jahr
1858 den beispiellosen Durchbruch für eine neue Form des Musiktheaters: Die Orpheus-Premiere geriet zur Geburtsstunde der Operette. Mitreißende, tänzerisch wirbelnde Melodien – darunter der
unsterbliche Cancan – und ein feines Gespür für das Burlesk-Komische, für pikante Situationen und zeitgenössische Satire bildeten die Grundlage des Erfolgs. Offenbachs Urzelle des
Operettengenres kam am Gärtnerplatz bereits ein Jahr nach der Eröffnung des Hauses, im März 1866 zum ersten Mal auf die Bühne. Zum letzten Mal wurde das Werk 1967 neu inszeniert (danach nur
noch eine konzertante Aufführung 2001).
Für die Neuinszenierung kommt nun erstmals Brecht-Enkelin Johanna Schall als Regisseurin ans Haus. Die gefragte Schauspielerin, Filmemacherin
und Theaterregisseurin nimmt sich hier der Aufgabe an, das allzu Menschliche in den Göttergestalten hervor zu kehren. Ihre Inszenierung wird im Hades wie auch im Olymp gleichermaßen absurden
Machtstrukturen, zwielichtigen Machenschaften und unverbindlichem Liebesgeplänkel nachspüren. Sie inszeniert im Gespann mit ihrer Schwester Jenny Schall (Kostüme) und Horst Vogelgesang
(Bühne). Mit großer Besetzung, Chor, Extraballett und dem Orchester erarbeiten sie einen großen Operettenabend und sehen gleichzeitig genau hin, wenn es um die Durchdringung von Texten und
Hintergründen geht. Eine wunderbare Gelegenheit, für die Darsteller, ihre Qualitäten an Spielfreude und Szenenwitz voll auszuleben. Das Publikum darf sich u.a. auf Sibylla Duffe als
Eurydike, Cornel Frey als Orpheus und Marianne Larsen als Öffentliche Meinung freuen. Dirk Lohr und Ann-Kathrin Naidu als Jupiter und Juno sowie Mario Podrecnik als Pluto lassen auf
viele gut gesetzte Pointen hoffen. Gunter Sonneson hat mit der Rolle des Styx, ehemals Prinz von Arkadien, alle Möglichkeiten, sein komödiantisches Talent zu zeigen.
Andreas Kowalewitz macht als Spezialist für das Operettenfach am Pult die Begeisterung für dieses lebendige Werk hör- und spürbar.
Zur Handlung: Orpheus ist geradezu erleichtert, als seine Frau Eurydike von Pluto in den Hades entführt wird. Die Öffentliche Meinung triezt Orpheus
allerdings so lange, bis er verspricht, sich bei Jupiter um die Herausgabe der Gattin zu bemühen. Götteroberhaupt Jupiter hat derweilen einige Mühe, seine Unschuld in der
Entführungsangelegenheit vor seinen Göttern - und vor allem vor seiner Frau Juno - zu bezeugen. Er bricht schließlich mit den Seinen in den Hades auf, um von Pluto die Rückgabe Eurydikes an
Orpheus voran zu treiben. Doch als er Eurydike sieht, macht er sich ein genaueres Bild von ihrer Untreue… Nach einigem Hin und Her erklärt sich Pluto bereit, Eurydike freizugeben – unter der
allseits bekannten Bedingung, dass Orpheus sich auf dem Weg nach oben nicht nach ihr umdrehen darf. [© Staatstheater am Gärtnerplatz]
Auftakt: So., 7.2.2010, 11.00 Uhr im Foyer mit Regisseurin, Regieteam, Dramaturgin und Mitwirkenden der Produktion
Termine: 14.*/20./23. Februar, 3./12./30. März, 18.*/22. April, 16. Mai 2010 *= KiJu 8,- € Tickets unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de
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La Périchole („Die Straßensängerin“) Opéra-bouffe in drei Akten
Von: Jacques Offenbach
Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy Uraufführung: 6. Oktober 1868 (Paris, Théâtre des Variétés) Deutsche Textfassung: Bernd Wilms
Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:
Premiere: 6. Juni 10
Musikalische Leitung:
Markus Poschner Inszenierung: Nicolas Stemann Bühnenbild: Katrin Nottrodt Kostüme: Marysol del Castillo Dramaturgie: Bettina Auer Chöre:
Robert Heimann Licht: Franck Evin Video: Claudia Lehmann
Besetzung:
Périchole, Straßensängerin: Karolina Gumos Piquillo, Straßensänger:
Johannes Chum Don Andrès, Vizekönig von Peru: Roger Smeets Graf Miguel de Panatellas: Peter Renz Don Pedro de Hinoyosa: Günter Papendell
Guadalena / Hofdame: Anna Borchers Berginella / Hofdame: Mirka Wagner Mastrilla / Hofdame: Olivia Vermeulen Der alte Gefangene: Andreas Döhler
Chorsolisten und das Orchester der Komischen Oper Berlin
»Jacques Offenbach ist vielleicht einer der besten Jazz-Musiker, die es je gab: frech, reaktionsschnell, endloser Ideenreichtum, virtuos, sensibel und sehr tief.« (Markus Poschner)
»Operette hat immer auch etwas Neurotisches. Im Spaßbad der Operette wird die Wirklichkeit handhabbar gemacht.« (Nicolas Stemann)
www.komische-oper-berlin.de
Zur Inszenierung der Staatsoperette Dresden:
Premiere: 24. Oktober 08
Musikalische Leitung:
Ernst Theis Inszenierung /Bühnenbild: Michiel Dijkema Kostüme: Claudia Damme Choreinstudierung: Thomas Runge
La Périchole:
Sabine Brohm / Gritt Gnauck Piquillo: Marc Horus / Ralf Simon Don Andres: Herbert G. Adami / Gerd Wiemer Le Comte Panatellas: Bernd Könnes / Frank Oberüber
Don Pedro: Alfred Berg / Marcus Günzel Chor und Orchester der Staatsoperette Dresden
Operette auf der Straße
Jacques Offenbachs „La Périchole“ in einer witzig-hintergründigen Inszenierung und neuer Übersetzung
Die Werke Jacques Offenbachs, des Erfinders der Operette, stehen schon seit
einigen Jahren neben den Werken Johann Strauss´ im Zentrum des Spielplans der Staatsoperette Dresden. Dabei richtet das Ensemble in der Umsetzung sein besonderes Augenmerk auf die satirische
Hintergründigkeit der Operetten des sogenannten „Mozart der Champs-Elysées“, die nach wie vor aktuell sind. Nach Neuinszenierungen der „Schönen Helena“ und dem „Ritter Blaubart“ in den
vergangenen Spielzeiten folgt nun mit der Opéra-bouffe „La Périchole“ ein weiteres Meisterwerk des Komponisten.
Don Pedro, seines Zeichens Vizekönig, genießt es regelmäßig, sich
unerkannt im Jubel seines Volkes zu sonnen. Bei einer seiner Exkursionen durch die Straßen der Hauptstadt trifft er auf die arme Straßensängerin Périchole und verliebt sich in sie. Seinem
Ansinnen, die Straßensängerin als seine Mätresse in seinem Palast wohnen zu lassen, widerspricht eigentlich nur der Umstand, dass im Palast keine unverheirateten Frauen leben dürfen. Also
muss kurzerhand ein Bräutigam her. Der scheint sich in Péricholes Verlobtem Piquillo schnell gefunden zu haben. Doch dieser weigert sich, in dem perfiden Plan des Vizekönigs die ihm
zugedachte Rolle des gehörnten Ehemanns zu spielen...
Das Libretto zu dieser satirischen, herrliche Kapriolen schlagenden Opéra-bouffe schrieben keine geringeren als Henri Meilhac und
Ludovic Halévy. Die beiden haben nicht nur regelmäßig mit Offenbach zusammengearbeitet, sondern sie schufen auch den Text für Georges Bizets „Carmen“. Wie bei Bizets Meisterwerk griffen sie
auch hier ähnlich erfolgreich auf ein Werk von Prosper Merimée zurück.
Und Offenbach? – Den regte die Geschichte um die Straßensängerin Périchole, die in die Finger der Politik gerät,
zu einer seiner einfallsreichsten Partituren an: neben witzigen Couplets finden auch die Gefühle wahrer Liebe Péricholes und Piquillos in Offenbachs Musik ebenso ihren beredten Ausdruck.
Damit bekommt das Werk beinahe opernhafte Züge, die es in die Nähe der in Frankreich populären Form der Opéra comique rücken, die in Bizets „Carmen“ ihren Höhepunkt fand.
Die
Inszenierung des jungen Regisseurs Michiel Dijkema, der in jüngster Zeit durch seine Arbeiten unter anderem in Erfurt, Riga und Amsterdam auf sich aufmerksam gemacht hat, nimmt die Handlung
der satirischen Operette Offenbachs wörtlich und präsentiert die Geschichte der schönen Straßensängerin Périchole und ihres geliebten Piquillo als hintergründiges Straßentheater mit doppeltem
Boden. Dabei weist er in dem Geflecht von Kunst und Kulturpolitik der Staatsoperette Dresden ihre ganz besondere Rolle zu.
Das Werk kommt an der Staatsoperette in der von Offenbach
bearbeiteten Wiener Fassung von 1874 zur Aufführung. Für ihre Inszenierung hat die Staatsoperette bei dem bekannten Kabarettisten und Autoren Peter Ensikat eine Neuübersetzung des Werkes in
Auftrag gegeben. Ihm kam die Aufgabe zu, die satirischen und zu Offenbachs Zeit aktuellen Hintergründigkeiten des Librettos in die Gegenwart zu übertragen und für manche aktuelle
kulturpolitische Pointe zu sorgen, ohne dabei den Charme des Originals zu verlieren. [© Staatsoperette Dresden]
www.staatsoperette-dresden.de
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PIRATEN. Die BeBerlinette Ein neues Werk von Andreas Bisowski (Text), Arthur Sullivan (Musik) und Andreas Unsicker (Arrangements) nach den Piraten von Penzance von W. S. Gilbert und A. Sullivan.
Musik: Arthur Sullivan Musikalische Arrangements: Andreas Unsicker Text: Andreas Bisowski Uraufführung: 9. Oktober 2008 (Berlin, Neuköllner Oper)
Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:
Premiere: 9. Oktober 08 (Uraufführung)
Wiederaufnahme: 2. Juli 2009
Inszenierung: Andreas Gergen Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg Bühne, Kostüm: Andrea Nolte Choreographie:
Nini Stadlmann Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Ensemble: Frederik: Aris Sas / Dennis Jankowiak (Wiederaufnahme) Ruth:
April Hailer / Yvonne Ritz-Andersen Rainer: Christoph Reiche Mischa: Gerald Michel Gurke: Stephan Wolf-Schönburg Mabel: Anne Görner Edith:
Dorothea Breil Kate: Nini Stadlmann Igor: Ulrich Lenk
Band Klavier: Hans-Peter Kirchberg / Alexander Klein Keyboards:
Markus Mittermeyer / Tobias Bartholmeß E-Geige: Sibylle Strobel / Christin Dross E-Gitarre: Hubertus Hildenbrand / Jo Gehlmann Bass und E-Bass:
Ralph Gräßler / Max Nauta Schlagzeug: Olaf Taube / Michael Rowalska
PIRATEN. Die BeBerlinette Neuköllner Oper, Berlin Foto: Matthias Heyde
Eine Stadt liftet ihr Antlitz. Rosafarbene Einkaufscenter, nierenförmige Hochbauten, Medien- und Bürotürme malerisch an den Ufern an der Spree gelegen... Berlin soll endlich fit werden für die
Reichen der Welt. Alles könnte so schön und edel werden, wären da nicht die Reste jener Urbevölkerung, die so schnell nicht zu entsorgen sind. Die noch immer in hässlichen Abbruchhäusern
und schmuddeligen Wagenburgen hausen und verdienstvollen Bauunternehmern wie Igor Zitsche das Leben schwer machen. Wie Piraten, die seinerzeit bestes Bauland geentert haben und
jetzt dort fest sitzen und es nicht wieder her geben. So stehen die Zeichen in der weltoffenen und jungdynamischen Stadt ganz auf Klassenkampf: BeBerlin! Wäre da nicht Frederik,
wohlbehütetes Ziehkind der letzen aufrechten linken Kommune, der an seinem 18. Geburtstag beschließt, endlich bürgerlich zu werden. Als mit Mabel und ihren Schwestern die Töchter des
stadtbekannten Baugiganten auftauchen, gerät nicht nur die schöne autonome Wagenburg ins Wanken. In einem unerwarteten und unvermeidlichen Showdown kommen sich die Protagonisten
der Berliner Gesellschaft auf ungeahnte Weise nahe...
Mit den Piraten bringt die Neuköllner Oper einen sensationellen musikgeschichtlichen Fund ans Licht der Öffentlichkeit: die bisher verschollen geglaubte Berliner Fassung der Piraten von
Penzance von Bisowski & Sullivan. Und damit den zweiten Teil der Trilogie aus gebotenem Anlass: BeBerlin - eine Stadt sucht ihre Leute.
Arthur Sullivan – Musik entstammte der Ehe eines irischen Klarinettisten und einer Italienerin, wurde mit zwölf Jahren als Chorknabe in die Royal Chapel aufgenommen, besuchte dann die Königliche Musikakademie in
London und ging zur weiteren Ausbildung für drei Jahre, 1858-1861, an das Leipziger Konservatorium. 1866 berief man ihn als Professor für Kompositionslehre an die Royal Academy in London
. Von 1876 bis 1881 war er Direktor der National Training School for Music. 1876 verlieh man ihm in Cambridge, 1879 in Oxford den Doktortitel ehrenhalber. 1883 wurde der vor allem durch seine
geistlichen Chorwerke berühmt gewordene Komponist in den Adelsstand erhoben. Wesentlichen Anteil am Erfolg seiner Operetten hatte der Schriftsteller William Schwenck Gilbert (1836-1911).
Mit ihm zusammen kreierte Sullivan den Typus der regelmäßig herauskommenden «Gilbert and Sullivan Comedy Operas», die nach dem Londoner Uraufführungstheater auch «Savoy-Operas»
hiessen. Davon wurden u. a. The Pirates of Penzance (1880), Patience (1881), The Yeomen of the Guard (1888), The Gondoliers (1889), The Chieftain (1894) und The Grand Duke (1896) auch
in den deutschsprachigen Ländern bekannt.
Andreas Unsicker – Musikalische Arrangements wurde 1969 in Kiel geboren und erhielt bereits mit vier Jahren Klavierunterricht. Er studierte Theaterregie und Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie bei August Everding. 1988 - 1990
begleitete er Lore Lorentz am Ko(m)mödchen in Düsseldorf. Heute arbeitet er als freier Musiker vorrangig für das Theater und leitete in den letzten Jahren Musical- und Schauspielproduktionen
an verschiedenen deutschen Theatern. Seit 2003 verbindet ihn eine intensive Zusammenarbeit mit H.R. Kunze und H. Lürig, bei deren Neufassungen von Shakespeares Sommernachtstraum und
Was ihr wollt er als Arrangeur und Pianist tätig ist. Für die Neuköllner Oper arrangierte er erstmals 2007 im Rahmen der Uraufführung von Weintraubs Jazz Odyssee.
Eigene Kompositionen umfassen Bühnenmusiken und Songs und Chansons nach Texten von Kurt Tucholsky, Erich Kästner, W. H. Auden und E. A. Poe.
Andreas Bisowski – Text Andreas Bisowski wurde 1973 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er Schauspiel an der HdK (jetzt UdK). Er spielte am Staatstheater Braunschweig, am Staatstheater Dresden und war
Ensemblemitglied des Maxim Gorki Theaters sowie des Deutschen Theaters in Berlin. Als Bühnenschauspieler sah man ihn zuletzt auf den Nibelungenfestspielen in Worms. Ferner spielte er in
über 30 Film- und Fernsehproduktionen und inszeniert die Bühnenshows von Desiree Nick.
Werkauswahl: Bearbeitung des Librettos von Bolten-Baeckers Frau Luna (Opernhaus Halle 2007); Saure Nierchen (Tribüne Berlin 2007); Neufassung des Librettos von Künneke Die glückliche
Reise (Maxim-Gorki-Theater 2005); Libretti für die Neuköllner Oper: Wischen – no vision (2005); Putzfrauen (2004); Friendly Fire (2004); Es fliegt was in die Luft (2003); Herz über Bord (2002).
Andreas Gergen – Inszenierung Der gebürtige Saarländer sammelte erste Theatererfahrungen am Staatstheater in Saarbrücken. Nach seinem Studium an der UdK Berlin arbeitete er zunächst als Schauspieler z.B. in der
Neuköllner Oper (SommerNachtTraum) und im Theater am Potsdamer Platz (Disney´s Der Glöckner von Notre Dame). Für die Rolle des Sohnes Stefan in der ARD-Kultserie „Familie Heinz Becker“
wurde ihm 2004 der Deutsche Comedy Preis verliehen. Mit seinen Kollegen Christian Struppeck und Gerald Michel gründete er 2000 eine eigene Produktionsfirma, mit der er u.a. die Musicals Du
bist in Ordnung, Charlie Brown – Das Peanuts-Musical (Kleines Theater am Südwestkorso, Berlin), Der kleine Horrorladen (Metropoltheater, Wien) und Non(n)sens (Tribüne, Berlin) auf die Bühne
brachte. 2004-2006 leitete er als Geschäftsführer das Schlossparktheater und inszenierte dort die Europäische Erstaufführung des Broadwayhits Pinkelstadt - Das Musical, die Kollo-Operette
Wie einst im Mai, die Bühnenfassung von Die Drei von der Tankstelle, sowie Eine Woche voller Samstage und das Schauspiel Nachtmusik. Daraufhin holte ihn die Stage Entertainment als Artistic
Projekt Manager nach Hamburg, wo er zusammen mit Christian Struppeck neue Theaterstoffe entwickelte, darunter eine Musicalfassung von Bully Herbigs erfolgreicher Westernparodie Der
Schuh des Manitu. Weitere Inszenierungen sind Piaf (Tribüne, Berlin), Arsen und Spitzenhäubchen (Basel), Mozarts Die Zauberflöte (Saarländisches Staatstheater Saarbrücken) und Dracula
(Graz). Zuletzt inszenierte Andreas Gergen an der Tribüne Irma la Douce.
Hans-Peter Kirchberg – Musikalische Leitung Ist seit 2002 Musikalischer Direktor der Neuköllner Oper, hat dort aber bereits seit 1992 über 50 Werke musikalisch aus der Taufe gehoben, u.a. die Uraufführungen von Krabat, Wunder von
Neukölln, Alice, Hundeherz, Love Bite, Cinderella passt was nicht, Angela – eine Nationaloper, Elternabend, Friendly Fire., Erwin Kannes-Trost der Frauen, Wischen-No Vision, Hautkopf, Held
Müller und Kauf dir ein Kind. Außerdem leitete er die Bearbeitungen und Wiederentdeckungen von Messeschlager Gisela, Blume von Hawaii, Assassins, Macbeth. Er dirigiert im In- und Ausland,
war Chef-Dirigent des sinfonischen Studio-Orchesters Leipzig und „Conductor in Residence“ der Deutsch-Sowjetischen Jungen Philharmonie. Seit 1994 ist Hans-Peter Kirchberg
Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und unterrichtet auch an der UdK Berlin.
Alexander Klein – Musikalische Assistenz u. Leitung Schulmusikstudium mit Hauptfach Klavier an der UdK Berlin. Mitwirkung in zahlreichen Chanson-, Musical- und Operettenproduktionen u.a. in der UFA-fabrik, Senftöpfchen in Köln,
Renitenztheater Stuttgart. Mit dem Frauentrio „Musenwunder“ wurde er 2000 für die „Sankt Ingberter Pfanne“ nominiert – darüber hinaus Kompositionen und Arrangements, u.a. für Tim Fischer,
Roswitha Stadlmann, Alexander Morandini. Mitglied des Improvisationstheaters „Paternoster“, seit 2007 „Schall und Hauch“. Musikalische Leitung u.a. an der Neuköllner Oper und am GRIPS
Theater (Zuletzt Wintraubs Jazz Odyssee, 2007; außerdem Das Wunder von Neukölln, 1998; Fromme Lügen, 1999), am Schlossplatztheater (Ritter Blaubart, 2003) und an der Vagantenbühne
(Die Bibel in 90 Minuten, 1999).Seit 2001 Dozent und Korrepetitor an der Schauspielschule Charlottenburg.
Andrea Nolte – Bühne/Kostüm Studium: Architektur, Bühnenbild, Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und North Carolina State University, USA; 1995 Rudolf-Müller-Preis für Architektur; 1996-2002 Architektin in
Büros in Berlin und Rotterdam, sowie eigene Realisierungen; 2002-2004 Masterstudiengang Bühnenbild und Kostüm, TU Berlin; Bühnenbild-Assistenzen am Deutschen Theater Berlin und
Staatsoper Hamburg; 2004 Ausstattung Banküberfall, sat.1; 2005 Ausstattung Rossini Gelegenheit macht Diebe, Saalbau Neukölln; 2007 Ausstattung Major Dux, Neuköllner Oper; 2006 Kostüme
für Goldjunge, Kinofilm;2006/2007 Bühnenbild-Mitarbeit bei Es Devlin: Gran Teatre del Liceu, Barcelona und Oper Leipzig.
Nini Stadlmann – Choreographie Die gebürtige Wienerin wurde an den „Performing Arts Studios Vienna” in Tanz, Gesang und Schauspiel ausgebildet. 1999 holte sie das Theater des Westens nach Berlin, wo sie in den
Musicals Chicago sowie der Welturaufführung Falco Meets Amadeus mitwirkte. Es folgten Cats in Stuttgart und Berlin, die Rolle der Lisa Neumann in Blue Jeans, die Grace in Fame (Musiktheater
im Revier, Gelsenkirchen). Am Landestheater Linz und am Nationaltheater Mannheim spielte sie die Polly Baker in dem Gershwin-Musical Crazy for you, am Theater Basel die Rolle der Ivy Smith
in Bernsteins On the Town. Ferner gab sie die Sally Bowles in Cabaret (Theater Brandenburg). Am Schlossparktheater Berlin war sie in Pinkelstadt (Freya, Grundschlechtes Gretchen), Wie
einst im Mai (Juliette) und Die drei von der Tankstelle (Lilian Cossmann) zu sehen, das Publikum der Neuköllner Oper kennt sie aus dem Zaufke/Lund - Musical Held Müller. Als Choreographin
arbeitete sie u.a. für die Berliner Staatspoperette und die Volksoper Wien, dort zeichnete sie zuletzt für die Choreographie der Baumann-Inszenierung von Orpheus in der Unterwelt
verantwortlich.
Bernhard Glocksin – Dramaturgie Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Politik an den Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater, zunächst an den
Niedersächsischen Staatstheatern Hannover, dem Theater am Neumarkt Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönl. Referent des Intendanten am Staatstheater
Mainz, 1999 – 2002 Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten in künstlerischen Fragen am Deutschen Theater in Göttingen. Künstlerische Leitung / Bereich Programmgestaltung und
Chefdramaturg an der neuköllner oper Berlin seit Januar 2004. Stückentwicklung und Fassungen u.a. von BizetLounge:Perlenfischer, Die gelbe Prinzessin, Create your life!. Aleko. Eine
Zigeunerhochzeit. Daneben freischaffend Projekte (Berlinale Talk 2004; Mach die Augen zu und flieg..., Koproduktion Armin Petras /Haus der Kulturen der Welt/schauspielfrankfurt 2004) sowie
Libretti für Tanz (Salzburg 1995) und Musiktheater (u.a. Julie & Jean, Musik Gerhard Schedl, Uraufführung Wien 2003; HesseIndia, Musik Raffael Reina, Uraufführung Amsterdam/Stuttgart/Wien
2007).
Dorothea Breil – Edith Seit ihrer Ausbildung zur Sängerin /Schauspielerin an der UdKBerlin im Fachbereich Musical/Show etablierte sich Dorothea Breil als gefragte Künstlerpersönlichkeit auf verschiedenen Bühnen
Europas. Sie spielte bereits in mehreren Musicals und Theaterstücken diverse Haupt- und Nebenrollen, wie beispielsweise die Rolle der Sally Bowles, Cabaret oder die Helena aus der
Shakespearekomödie Ein Sommernachtstraum u.v.m.. Das Publikum der Neuköllner Oper kennt Dorothea Breil aus der Musical-Uraufführung Love Bite (2001) sowie ihrer Mitwirkung in der
Konsumette Es fliegt was in die Luft (2003). Zuletzt war Dorothea Breil in dem Kindermusical Prinzessin Lillifee auf Deutschlandtournee als Keyboarderin und in der Rolle des Einhorns zu sehen.
2007 produzierte sie ihr selbst komponiertes Debüt-Album mit deutschen, englischen und italienischen Songs, die im Pop/Soul angesiedelt sind. Regelmäßige Auftritte mit ihren Bands auf
Konzerten und anlässlich diverser Firmenevents in Deutschland und im europäischen Ausland.
Anne Görner – Mabel stammt aus Kiel. Mit 9 Jahren gewann sie den Wettbewerb „Jugend musiziert“ am Klavier. Während ihres Studienjahres in den USA erhielt sie beim Gesangswettbewerb „University
Interscholastic League“ in Texas den 1. Preis.
Mit 19 Jahren sang sie am Kieler Opernhaus und begleitete eine CD-Produktion mit dem philharmonischen Orchester der Landesbühnen Kiel. Sie studierte Gesang an der „Robert-Schumann
-Hochschule“ in Düsseldorf und diplomierte an der HfM „Hanns Eisler“ in Berlin. Meisterkurse absolvierte sie bei Ruth Ziesak, Vera Rosza und Prof. Wolfram Rieger.
Anne Görner wirkte in zahlreichen Produktionen mit; so gab sie in einer Co-Produktion mit dem SFB die Arianna in der Berli-ner Erstaufführung Ali Pascha von Janina von Lortzing. Engagements
im Musical führten sie nach Stuttgart und Füssen, wo sie die Christine in A.L.Webber’s Phantom der Oper und Prinzessin Sophie in Hummels Ludwig II spielte. 2004 wirkte sie als Amore in Glucks
Oper Orfeo ed Euridice in Theatern von Argos und Oiniades (Griechenland) mit. Richard Sigmund lud sie 2005 nach Italien ein, um in der Uraufführung der wieder entdeckten Oper von Flotow
Der Müller von Meran an der Seite von Volker Bengel die Hauptpartie der Veronika zu singen. Dort gab sie auch in Mozarts Zauberflöte ihr Debüt als Königin der Nacht.
Bekannt wurde sie mit der Rolle der Christine im Phantom der Oper von A.L.Webber, in der sie zuletzt am Colosseum Theater in Essen bezauberte und in diversen Fernsehauftritten zu sehen
war. Regelmäßig ist sie in Konzerten und Liederabenden zu hören, wie zum Beispiel im Messias von Händel, in Pergolesis Stabat Mater oder mit Exsultate Jubilate von Mozart.
April Hailer – Ruth studierte am Mozarteum Salzburg Schauspiel und Regie. Heute ist sie in vielen Genres zu Hause: Hauptrollen in Drama, Komödie und Musical an großen deutschen Bühnen, wie dem
Staatstheater Stuttgart, dem Staatstheater am Gärtnerplatz, der Freien Volksbühne Berlin und dem FriedrichstadtPalast Berlin, illustrieren ihre Vielseitigkeit und große Musikalität.
Auch im Fernsehen ist sie immer wieder in prägnanten Hauptrollen zu erleben, wie z.B. als Fronttheatersängerin Irene in Oliver Storz’s preisgekröntem TV-Film „Drei Tage im April“ oder als fragile
Partnerin von Dieter Pfaff in der Liebesgeschichte „Zart und schuldig“ oder als verletzte Ehefrau an der Seite von Ottfried Fischer in der TV-Komödie „Die Dickköpfe“. Sie balanciert virtuos
zwischen Komik und Tragik und verleiht ihren Figuren „Seele“ – „Die ernsthafteste der deutschen Komödiantinnen“.
Deutschlandweit bekannt wurde April Hailer mit der RTL-Show „Wie bitte“. Für ihre darstellerische Leistung zeichnete man sie hierfür mit dem Bayerischen Fernsehpreis aus.
Von 1997 bis 2000 hatte sie im ZDF ihre eigene Show – die „April Hailer Show“, mit der sie sich endgültig in die Herzen des Publikums spielte. Wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit sind aber auch
Musikrevuen und ihre One-Woman-Show „April, April – Funny Woman in Concert“.
Ulrich Lenk – Igor Der gebürtige Dresdner absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule „Ernst Busch“ Rostock. Danach war er unter anderem am Theater Basel, Gessnerallee Zürich, am Deutschen
Theater Göttingen und am Altonaer Theater Hamburg engagiert. Außerdem war er in verschiedenen Film- und TV-Produktionen zu sehen („Tandem“, „Tears of Kali“, „Der letzte Zeuge“, „Ein
starkes Team“, „Küstenwache“ u.v.m). Daneben arbeitet er als Gastdozent, Regisseur/Produzent eigener Projekte und als Sprecher für Funk und Hörspiele. Seit 2002 ist er bei den Bad
Hersfelder Festspielen zu sehen, zuletzt als Wirt in Minna von Barnhelm. Nach verschiedenen Musicalproduktionen u.a. als Brad in Rocky Horror Show und Klaus in No Sex von Peter Lund in
Bremerhaven und Halberstadt, sang und spielte er 2006 in der modernen Operette Frauen für Napoleon die Hauptrolle des Bürgermeister Sievenich am Theater Neuss.
An der Neuköllner Oper war Ulrich Lenk zuletzt 2003 als Henker in der Oper Bracke (Regie Tom Quass/Winfried Radeke) zu sehen.
Gerald Michel – Mischa Nach dem Musical-Studium an der UdK Berlin und drei Produktionen am Theater des Westens trat Gerald Michel einen festen Solistenvertrag am Theater Dortmund an und spielte dort u.a. in Hello,
Dolly, Anatevka, Rocky Horror Show, Hair, in Meisterklasse, sowie in Operette und Oper. In Der Glöckner von Notredame in Berlin war Gerald Michel dann als Phöbus und Clopin zu sehen. In The
beautiful Game an der Staatsoperette Dresden spielte er die männliche Hauptrolle John und als festes Ensemblemitglied der Oper Leipzig spielte er u.a. Riff in West Side Story und Jesus in Jesus
Christ Superstar. Im Fernsehen spielte er Episoden-Hauptrollen u.a. in den Serien „First Love“, „In aller Freundschaft“, „Alphateam“ und „Die Rettungsflieger“. Als Co-Regisseur inszenierte Gerald
Michel u.a. Du bist in Ordnung, Charlie Brown, Non(n)sense, und Piaf in Berlin sowie Der kleine Horrorladen in Basel. 2004/5 leitete er zusammen mit Andreas Gergen das Schlossplatztheater in
Berlin-Steglitz und produzierte dort Pinkelstadt, Eine Woche voller Samstage und Wie einst im Mai. Neben seiner Arbeit als Darsteller beschäftigt Gerald Michel sich mit dem Thema Sound Design,
Klangkunst und Hörspiel. Dazu studierte er nochmals an der UdK den Masterstudiengang Sound Studies – Akustische Kommunikation. Er arbeitete in diesem Bereich an der Schaubühne am
Lehniner Platz, in der Hörspielabteilung des Deutschlandradios und in der Soundabteilung der Agentur MetaDesign in Berlin.
An der Neuköllner Oper spielte er bereits in Herz über Bord und in Held Müller. Zuletzt konnte man ihn in der Neuproduktion von My fair Lady am Admiralspalast sehen und hören.
Christoph Reiche – Rainer studierte Gesang mit Spezialisierung auf Musical / Chanson an der HfM „Hanns Eisler“ in Berlin und führte parallel ein Zusatzstudium an der Staatlichen Ballettschule Berlin durch. Erstmals stand
Christoph Reiche bereits 1987 am Theater Vorpommern Stralsund auf der Bühne. Es folgten Engagements an Bühnen wie dem Metropoltheater Berlin von 1989 bis zur Schließung 1997 (u.a. Riff
in West Side Story, Hello Dolly, Eddy Ryan in Funny Girl, Gerald Bolingbroke in Me and my Girl) und dem Mecklenburgischen Landestheater Neustrelitz als Sänger und Schauspieler (u.a. High
Society, I do, I do, Die lustigen Weiber von Windsor, Der gute Mensch von Sezuan, Die Zauberflöte). Er gastierte u.a. am Staatstheater Cottbus, Opernhaus Halle, dem Pfalztheater Kaiserslautern
und der Musikalischen Komödie Leipzig. Eigene Choreographien stellte Christoph Reiche u.a. am Schleswig-Holsteinischen LT Flensburg (Der Mikado), am Schlossplatztheater Köpenick (Perlen
vor die Säue) und in Produktionen der HfM „Hanns Eisler“ vor. Das Publikum der Neuköllner Oper hat ihn erstmals als Stütze der Gesellschaft in Hautkopf gesehen. Christoph Reiche ist außerdem
vielfach im gesamten deutschsprachigen Raum mit wechselnden Programmen der Formation PaddelDaddel zu sehen und zu hören.
Aris Sas – Frederik
steht seit seinem 6. Lebensjahr auf der Bühne, als er als Solist der Wiener Sängerknaben zahlreiche Tourneen um den Globus absolvierte und viele Knabensopranpartien an der Wiener Staats-
und der Volksoper sang. 1988 war er der Gavroche der deutschsprachigen Uraufführung von Les Misérables am Wiener Raimundtheater, bevor er mit 12 Jahren ans Wiener Volkstheater kam,
wo er seine Lehrjahre im Schauspielbereich verbrachte und u. a. in Produktionen wie Glaube und Heimat (Spatz), Die Dreigroschenoper (Ede), Der Ritter vom Mirakel (Camillo), Der
Verschwender (Hans) zu sehen war.
Obwohl er auch öfters Ausflüge in Oper und Operette unternahm (z.B.: Pedrillo in Die Entführung aus dem Serail, Miles in The Turn of the Screw, Hohenfels in Casanova, Piccolo in Die
Zirkusprinzessin) war er doch hauptsächlich in ca. 80 Theater- und Musicalproduktionen in vielen Ländern zu sehen.
Zu seinen schönsten Rollen im Musicalbereich zählen u.a. Kronprinz Rudolf in Elisabeth, D´Artagnan in Die Drei Musketiere, Biest in der deutschen Version von Die Schöne und das Biest,
Seymour in Der kleine Horrorladen, Prinz Skalian in Deep, Che in Evita, Lancelot in Camelot, Merkur in Nicht von dieser Welt, Kater in Honk, Enjolras in Les Misérables sowie 1997 der Alfred bei
der Uraufführung von Tanz der Vampire in Wien unter der Regie von Roman Polanski.
Aris Sas ist auf zahlreichen Musicalaufnahmen zu hören und arbeitet außerdem als Sprecher für Werbung, Film und Fernsehen. In Berlin sah man ihn zuletzt als Johnny Stark in der
deutschsprachigen Uraufführung des Broadway Hits Urinetown - Pinkelstadt im Schlossparktheater.
Nini Stadlmann – Kate (s. Choreographie!)
Stephan Wolf-Schönburg – Gurke hat nach Abschluss seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ebendort u.a. an Taboris Theater „Der Kreis“ sowie am Volkstheater gearbeitet. Anfang der Neunziger kam er nach
Berlin um an der Schaubühne zu arbeiten und begann auch im Film- und Fernsehbereich tätig zu werden.
Seine Theaterarbeit führte ihn u.a. auch zu den Salzburger Festspielen, dem Zürcher Schauspielhaus oder auch dem Braunschweiger Staatstheater und dem Maxim Gorki Theater und zur
Zusammenarbeit mit Tatjana Rese, Luca Ronconi, Karin Koller und Andrzej Wajda.
Bei Film und Fernsehen arbeitete er mit Regisseuren wie Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, Armin Mueller-Stahl, H-C Blumenberg, Vivian Naefe, Paul Greengrass und Bille Eltringham.
Mit Andreas Gergen hat er bereits am Schlossparktheater Nachtmusik von Rolf Hochhuth zur Aufführung gebracht.
[© neuköllner oper]
Spielort: neuköllner oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin
Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 – Neukölln, Bus 104 Karten: 9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen
www.neukoellneroper.de
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Die Piraten von Penzance Komische Oper in zwei Akten Von: Arthur Sullivan Libretto:
William Schwenk Gilbert Uraufführung: 30. Dezember 1879 (Paignton, Royal Bijou Theatre)
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters:
Premiere: 4. Juni 10
(Broadway-Fassung des New York Shakespeare-Festival von 1981) Musikalische Leitung: Jason Weaver Inszenierung: Andrea Schwalbach Choreografie:
Cedric Lee Bradley Ausstattung: Anne Neuser Dramaturgie: Katharina Ortmann
Mit: Friederike Hansmeier / Ks. Marcia Parks, Annekatrin
Kupke/Gitta Pamin-Jensen, Sarah Papadopoulou, Sharon Starkmann/Daniela Köhler; Derrick Ballard, Paul Brady, Henry Kiichli, Andreas Lütje, Michael Pegher
Piratenlehrling Frederick wünscht sich nichts sehnlicher als an Land ein bürgerliches Leben zu führen. An seinem 21. Geburtstag darf er endlich das Piratenschiff verlassen. Denn
Frederick wollte nie Pirat sein. Aus Versehen hatte Fredericks Amme Ruth ihren Schützling in eine „Piraten-Lehre“ gegeben - leicht schwerhörig verstand sie den letzten Willen
seines Vaters nach einer „privaten Lehre“ als Lotse falsch. Kaum an Land, läuft Frederick auch die passende Frau fürs traute Glück in die Arme: die junge und schöne Mabel, Tochter
des Generalmajors Stanley. Doch Ruth und der Piratenkönig haben andere Pläne mit ihm: Ruth hat ihn längst als potentiellen für sich selbst Ehemann ins Visier genommen und der Piratenkönig
verzichtet ungern auf begabten Nachwuchs. Aber der tugendhafte Frederick will, unterstützt von Polizei und Generalmajor, die Piraten ausrotten...
Der Komponist
Arthur Sullivan und sein Librettist W, S. Gilbert widmen sich in ihrer „funny opera“ Die Piraten mit satirischer Treffsicherheit Figuren, die zwischen dem, was sie sein
wollen, und dem, was sie wirklich sind, ins Stolpern geraten: Gutherzige Piraten treffen auf hasenherzige Polizisten und beim Liebespaar Mabel und Frederick hadert ganz große Romantik
mit bürgerlichem Pflichtbewusstsein. Gilbert & Sullivans schmissiges Werk aus dem Jahr 1879 wird in der musikalischen Fassung gespielt, die für die legendäre Broadway-Version von 1981
entstand. Die Regisseurin Andrea Schwalbach inszenierte am Oldenburgischen Staatstheater zuletzt Drei Schwestern von Peter Eötvös. [© Oldenburgisches Staatstheater]
www.staatstheater.de
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Prinz Methusalem Komische Operette in drei Akten
Musik: Johann Strauss Buch:
von Victor Wilder und Alfred Delacour Bearbeitet von: Carl Treumann Neue Textfassung von: Peter Ensikat
Zur Inszenierung der Staatsoperette Dresden:
Premiere: 23. April 2010 | 24. April 2010
Musikalische Leitung: Ernst Theis Regie: Adriana Altaras Ausstattung: Yashi Tabassomi Choreographie: Winfried Schneider Dramaturgie: André Meyer
König Sigismund von Trocadero: Bernd Könnes Pulcinella, seine Tochter: Jessica Glatte / Isabell Schmitt König Cyprian von Rikarak: Gerd Wiemer
Sophistica, seine Gattin: Inka Lange / Lilia Milek Prinz Methusalem, deren Sohn: Jana Frey / Christian Grygas Carbonazzi: Herbert G. Adami / Hilmar Meier
Vulcanio, Haushofmeister bei Sigismund: Elmar Andree Trombonius, Hofkomponist: Frank Ernst Dirigatius, ein Kapellmeister: Manfred Equiluz / Christoph Simon
Mandelbaum, ein Agent: Marcus Günzel / Dietrich Seydlitz Feuerstein, ein Agent: Hans-Jürgen Wiese / Johannes Wollrab Chor und Orchester der Staatsoperette Dresden
Prinz Methusalem – Erneute Johann-Strauss-Entdeckung an der Staatsoperette Dresden Mit dem „Prinz Methusalem“ steht bereits zum dritten Mal nach „Der Carneval in Rom“ (2004)
und „Das Spitzentuch der Königin“ (2007) die Ausgrabung einer unbekannten Operette von Johann Strauss auf dem Spielplan der Staatsoperette Dresden. Der Dresdner Johann-Strauss-Zyklus bietet
damit erneut eine szenische Wiederaufführung, die es weltweit nur in Dresden zu erleben gibt.
Eine Operette für Paris Johann Strauss konzipierte seinen „Prinz Methusalem“
bewusst für die Pariser Bühne. Nachdem 1875 die zweite Fassung seiner Operette „Indigo und die vierzig Räuber“ in Paris mit großem Erfolg aufgeführt wurde und eine französische Fassung der
„Fledermaus“ bereits in Vorbereitung war, erhoffte er sich erstmals eine Uraufführung in der französischen Metropole. Es kam allerdings kein Vertrag zu stande, so dass diese Operette
schließlich anders als geplant am 3. Januar 1877 im Wiener Carl-Theater ihre Uraufführung hatte. Und so bemerkt schon die Neue Freie Presse sieben Tage nach der Uraufführung, dass Strauss’
neuste Operette „überall bedeutenden Erfolg erringen“ dürfte, „am meisten vielleicht in Paris, denn offenbar hat Strauss bei dieser Arbeit den französischen Geschmack im Auge gehabt ...
Einige der hübschesten Musikstücke ... nähern sich mit Glück dem Style der französischen Opéra comique ...“. Bewusst nimmt sich Johann Strauss für den „Prinz Methusalem“ den Aufbau der
Werke Jacques Offenbachs zum Vorbild. So sind dramaturgische und textliche Parallelen zwischen diesem Werk und der zehn Jahre zuvor uraufgeführten „Großherzogin von Gerolstein“ nicht zu
übersehen. Um dem Geschmack des französischen Publikums auch textlich zu entsprechen, sollte eine französische Komödie von Jérôme Albert Victor van Wilder, der auch schon für die französische
Bearbeitung von „Indigo“ verantwortlich zeichnete, und Delacour als Libretto zum „Prinz Methusalem“ dienen. Die Uraufführung in Paris vor Augen, begann Strauss zunächst damit, den
französischen Originaltext zu vertonen. Als sich die Pläne einer Uraufführung in der Seine-Metropole allerdings nicht konkretisierten, ließ er sich das Textbuch von Matthias Karl Ludwig
Treumann für Wien in deutscher Sprache einrichten. Treumann war ein ausgesprochener Kenner der Pariser Theaterszene und maßgeblich daran beteiligt, Jacques Offenbach von der Seine auch an
die Donau zu holen. So ist er in seiner langen Karriere nicht nur als Schauspieler und Theaterdirektor hervorgetreten, sondern auch als Übersetzer und Bearbeiter zahlreicher
Offenbach-Operetten, die er dem Wiener Lokalkolorit anglich und so wesentlich zu ihrem Erfolg in der Donaumetropole beitrug.
Kein Wunder also, dass er den satirisch-ironischen Stil,
der in Paris an den so erfolgreichen Offenbachiaden bewundert wurde, auch in seinem Libretto zum „Methusalem“ genau traf. Dies wurde von der zeitgenössischen Kritik gerade im Zusammenhang mit
den „trefflich von ihm erdachten“ Texten zu einzelnen Couplets durchaus erkannt. Besonderen Erfolg konnte das Couplet des Königs Sigismund „Das Tipferl auf dem I“ und Methusalems
„Generalslied“ aus dem dritten Akt der Operette für sich verbuchen, so dass das Publikum nach einem Bericht der Neuen Freien Presse vom 4. Januar 1877 noch während der Vorstellung „stürmisch
nach Treumann“ rief. Das gesamte Textbuch jedoch stieß aufgrund seines französischen Ursprungs in einer Zeit zunehmender Vorurteile gegen den Nachbarn nach dem Deutsch-Französischen Krieg von
1870/71 auf nur wenig Gegenliebe bei den Kritikern. Für Treumann, der noch im Jahr der Uraufführung verstarb, sollte das Libretto zum „Prinz Methusalem“ die letzte Theaterarbeit werden.
Obwohl von der Presse verrissen, ist die Grundsituation des Librettos eine bis heute gültige Staats- und Revolutionssatire, so wie wir sie etwa auch aus den frühen Shakespeare-Komödien oder
Georg Büchners „Leonce und Lena“ kennen, deren Atmosphäre sich unverkennbar in Treumanns Textbuch widerspiegelt: Eigentlich ist für die Herrscher der beiden Phantasiestaaten Rikarak und
Trocadero alles ganz einfach: Prinz Methusalem von Rikarak soll Pulcinella, Tochter des Königs von Trocadero, heiraten; die Länder werden vereinigt und die Zukunft ist gesichert. Doch als
ganz so einfach erweist sich die Realität nicht: Methusalem und Pulcinella verlieben sich nicht nur ineinander, sondern sie beginnen auch noch, ihre eigenen Wünsche durchzusetzen. Und die
sehen völlig anders aus als die Pläne der Väter. Als dann auch noch eine Revolution ausbricht, kommen die beiden Herrscher in eine missliche Lage …
Strauss, der Rattenfänger von Wien Die Uraufführung dieser Offenbachiade galt vor allem als ein großer Erfolg für Johann Strauss, den Eduard Hanslick anlässlich der ersten Aufführung
als „unwiderstehlichen ‚Rattenfänger’ von Wien“ bezeichnete und dessen „graziöse, lebensvolle Musik“ er in der Neuen Freien Presse lobte. Die satirische Zeitschrift „Die Bombe“ bemerkte
wenige Tage nach der Uraufführung zu Strauss’ Musik: „‚Prinz Methusalem’ weist in der That an sogenannten musikalischen Witzen eine reiche Fülle auf ... Übrigens ist der Schlusswalzer von
einer so hinreißenden Wirkung, dass ihn selbst die schärfsten Kritiker durch die gerümpfte Nase mitbrummen.“ Nach der Uraufführung erlebte „Prinz Methusalem“ bis September 1881 im
Carl-Theater 89 Vorstellungen. Darüber hinaus verbreitete sich das Werk rasch über die Bühnen der Welt: So war das Werk bereits 1878 in Berlin, dann 1880 in New York und schließlich 1883 in
London und Melbourne erfolgreich zu sehen. Zumeist wurde das Buch für diese Produktionen neu bearbeitet. Die Legitimation für diese Eingriffe stammte vom Komponisten selbst: Schon nach der
Uraufführung ermunterte Johann Strauss – angesichts des kritisch aufgenommenen Buches – seine Darsteller „das Stück neu zu gestalten“. Dieser Aufforderung zur Improvisation kamen die Wiener
Sänger nur allzu gerne nach, wie ein Pressebericht anlässlich der 25. Aufführung belegt. Und auch Strauss hat intensiv an seinem „Methusalem“ weiterarbeiten wollen: Nur wenige Tage nach
der Uraufführung in Wien ist er nach Paris aufgebrochen. Hierhin hatte er sich die Partitur seiner neusten Operette nachschicken lassen, um sich von Wilder und Delacour zu seiner Musik ein
neues Buch schreiben zu lassen. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte.
Die Dresdner Wiederaufführung Ermutigt von diesem Ringen um ein endgültiges Buch für die erfolgreich
aufgenommene Musik des „Prinz Methusalem“ hat sich die Staatsoperette Dresden auf Grundlage der Kritischen Ausgabe, die in der Wiener Neuen Johann Strauss Edition eigens für die Dresdner
Wiederaufführungen herausgegeben wurde, entschlossen, das Originalbuch durch den Berliner Kabarettisten und Autoren Peter Ensikat behutsam bearbeiten und aktualisieren zu lassen. Schon 1932
gab es eine Bearbeitung des Stückes an der Sächsischen Staatsoper Dresden, die musikalische Leitung hatte damals Fritz Busch inne. Die Dresdner Wiederaufführung dieser Operette weist darüber
hinaus noch eine weitere Besonderheit auf: Sie greift beide Besetzungstraditionen der Titelpartie auf. Wurde der Methusalem in der Uraufführung noch von einem Mezzosopran als Hosenrolle
gestaltet, setzte sich schon wenig später auch die Variante einer Besetzung mit einem Tenor oder Bariton durch. An der Staatsoperette wird die Titelpartie alternierend von Jana Frey und
Christian Grygas gesungen. Mit der Inszenierung dieser Operette wird die Regisseurin Adriana Altaras, die unter anderem sehr erfolgreich die „Fledermaus“ in Potsdam und erst vor kurzem
einen gefeierten „Zar und Zimmermann“ in Augsburg herausgebracht hat, ihr Debüt an der Staatsoperette Dresden geben. Ihr zur Seite steht die Ausstatterin Yashi Tabassomi. Die musikalische
Leitung liegt, wie schon bei den vorhergehenden Werken des Strauss-Zyklus, in den Händen des Chefdirigenten der Staatsoperette Dresden, Ernst Theis. © André Meyer und Uwe Schneider
Weitere Vorstellungen in der Spielzeit 2009/10: 25. April 2010, 15 Uhr / 1. Mai 2010 / 2. Mai 2010 / 26. Mai 2010 / 27. Mai 2010 / 10. Juni 2010
Karten unter (0351) 207 99 99 oder online unter www.staatsoperette-dresden.de
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Zwei Herzen im Dreivierteltakt Operette in drei Akten nach dem Film „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ von Walter Reisch und Franz Schulz
Von: Robert Stolz Buch: Paul Knepler und Ignanz Michael Welleminsky Uraufführung: 30. September 1933 (Zürich, Stadttheater)
Zur Inszenierung der Oper Leipzig/Musikalische Komödie:
Premiere: 10. April 10
Musikalische Leitung: Roland Seiffarth Inszenierung: Volker Vogel Bühne, Kostüme: Dietrich von Grebmer Choreographie: Susanne Kirnbauer
Choreinstudierung: Mathias Drechsler
Besetzung:
Anton Hofer: Radoslaw Rydlewski Anny Lohmayer: Ruth Ingeborg Ohlmann Mizzi Reitmayer:
Angela Mehling Nicki Mahler: Alexander Voigt Vicki Mahler: Andreas Rainer Hedi, Sängerin: Iva Mihanovic / Mirjam Neururer Der Theaterdirektor:
Karl Zugowski Blaustingl: Ullrich Graichen Weigl: Folker Herterich Franz Gschwendtner: Milko Milev Brigitte: Margarete Junghans / Sabine Töpfer
Anna: Martina Wugk-Kratz
Robert Stolz gilt als Meister der späten Wiener Operette. Außerdem komponierte er zahlreiche Schlager und Wiener Lieder, die noch heute bekannt und
beliebt sind und schrieb 1930 die Musik für den ersten musikalischen Tonfilm Europas „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“. Drei Jahre später erlebte auch die Bühnenfassung ihre Uraufführung.
Die Handlung bringt Theateratmosphäre auf die Bühne. Sie beschreibt mit Witz und Ironie die Schwierigkeiten „hinter den Kulissen“ mit denen Librettisten und Komponisten fertig werden
müssen. Die „ungleichen“ Autorenbrüder Nicki und Vicki Mahler beschließen, ihrem Komponisten Tony Hofer mit einer neuen Muse zu einer zündenden Walzermelodie zu verhelfen. Doch wer hätte
gedacht, dass ausgerechnet deren kleine Schwester Hedi sich als verführerische Fee entpuppt und märchenhaft Tony den Kopf verdreht? Als dieser tatsächlich von seiner neuen Muse inspiriert
einen schwungvollen Walzer komponiert und ihn kurz darauf Nicki und Vicki präsentieren möchte, muss er leider feststellen, dass er sich an nichts erinnern kann. Und die Premiere rückt
erbarmungslos näher. Es gibt nur eine Person, die die Aufführung retten kann…
Neben dem berühmten Walzer, dem die Operette ihren Titel verdankt, sorgen Slowfox und Foxtrottrhythmen für
einen unterhaltsamen Abend und komplettieren die musikalische wie tänzerische Bandbreite. Die musikalische Leitung hat als ausgemachter Stolz-Spezialist der Ehrendirigent der Musikalischen
Komödie, Roland Seiffarth. Regie führt Volker Vogel, der erstmals in Leipzig inszeniert, aber an der Oper Leipzig erst vor kurzem zu erleben war – allerdings nicht als Regisseur, sondern
als Sänger: In der Rolle der Hexe in Hänsel und Gretel sorgte er für Spaß und Spannung auf der Opernbühne. Als Tenor gastiert Volker Vogel in Partien wie Aegisth (Elektra), Monostatos
(Zauberflöte) oder Mime (Rheingold, Siegfried) an großen Opernhäusern in Europa, den USA und Japan. Als Regisseur ist er seit 2002 tätig und inszeniert vor allem Operetten. [© Oper
Leipzig]
Weitere Aufführungen: 11.04.10, 15:00 Uhr; 13.04.10, 19:30 Uhr; 24.04.10, 19:00 Uhr; 25.04.10, 15:00 Uhr;
01.05.10, 19:00 Uhr; 02.05.10, 15:00 Uhr; 15.05.10, 19:00 Uhr; 16.05.10, 15:00 Uhr;29.05.10, 19:00 Uhr; 30.05.10, 15:00 Uhr; 12.06.10, 19:00 Uhr; 13.06.10, 15:00 Uhr
www.oper-leipzig.de
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