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Operette: Die lustige Witwe
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Die lustige Witwe
Musik: Franz Lehár Libretto: Victor Léon & Leo Stein Uraufführung:
30. Dezember 1905 (Wien, Theater an der Wien)
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Inhalt: Auf einem rauschenden Fest in der Pariser Vertretung des Balkankleinstaats Pontevedro erwartet der Hausherr Baron Mirko Zeta die
millionenschwere lustige Witwe Hanna Glawari. Um den drohenden Bankrott des geliebten Vaterlandes abzuwenden, hat er beschlossen, den ebenso lustigen Gesandtschaftssekretär Graf Danilo mit
der Witwe zu verheiraten. Leichter gedacht als getan, denn erstens muss der Graf nach mehreren durchfeierten Nächten wieder auf die Beine gebracht werden, und zweitens denkt er gar nicht
daran, Hanna zu heiraten. Denn er hat seinerzeit schon einmal auf sie verzichten müssen, als sie noch ein einfaches Mädchen aus dem Volk war und Danilos Familie sich einer Verbindung
widersetzte. Daraufhin hat Hanna eben den pontevedrinischen Hofbankier geheiratet, dessen Ersparnisse sie jetzt im Witwenstand in Paris verjubelt.
Mit hintergründigen Andeutungen und
durchaus eindeutigen Zweideutigkeiten schwebt das balzende Paar durch die amouröse Handlung. Ist sie willens, ist er bockig, geht er auf sie zu, stößt sie ihn zurück. Erst im dritten Akt
greift Danilo zu, nachdem er erfahren hat, dass die Witwe im Falle einer Wiederverheiratung ihr ganzes Geld verliert. So kann er sie heiraten, ohne als Mitgiftjäger zu gelten. Im übrigen
fällt das gute Geld laut Testamentsbeschluss in die Hände des neuen Gatten. Ob es in dessen Händen zur Sanierung der pontevedrinischen Staatsfinanzen einen Beitrag leistet? [© Felix
Bloch Erben, Berlin]
Franz Lehár : Franz Lehár wurde am 30. April 1870 in Komorn (Ungarn) geboren. Sein Vater war Militärkapellmeister, seine Mutter deutschen Ursprungs.
Die musikalische Begabung trat früh hervor und mit sechs Jahren begann Lehár zu komponieren. 1882 kam er auf das Prager Konservatorium, wo er mit Dvorák bekannt wurde, der ihn durch seine
Anerkennung förderte. Auch Johannes Brahms äußerte sich wohlwollend über Lehárs erste Arbeiten. 1888 wurde er Kapellmeister am Stadttheater Elberfeld-Barmen, trat aber dann in die Fußstapfen
seines Vaters und wurde Militärkapellmeister. Mit kleineren Kompositionen weckte er schon früh das Interesse der Fachwelt.
1896 wurde in Leipzig seine Oper "Kukuschka"
erfolgreich aufgeführt. In Wien begann er die zuerst mühsame Suche nach einem guten Operettenbuch, die schließlich mit dem Auftrag zur Vertonung von zwei Libretti gekrönt wurde, nämlich
"Der Rastelbinder" und "Wiener Frauen" (UA im November 1902 im Theater an der Wien). 1905 kam nach anfänglich schlechten Prognosen Die lustige Witwe im Theater an der Wien
heraus und wurde ein Welterfolg. Mit großem Schaffenseifer ließ Lehár anschließend Werk auf Werk folgen: Das Fürstenkind (1909) und "Der Graf von Luxemburg" (1909) wurden wieder
Welterfolge. Dann schuf er "Eva" (1911), "Die ideale Gattin" (1912), eine Neufassung des "Göttergatten, endlich allein" (1914), "Der Sterngucker"
(1916), "Wo die Lerche singt" (1918), "Die blaue Mazur".
Mit dem Jahre 1925 leitete Lehár eine neue Schaffensperiode ein. Der damals uraufgeführte
"Paganini" war wieder ein Spitzenwerk, ebenso die Operette "Der Zarewitsch", die 1927 in Berlin uraufgeführt wurde, wohin sich nun für einige Zeit das Wirken Lehárs
hauptsächlich verlegte. Einen Erfolg, der Lustigen Witwe nahekommend, errang das zarte Singspiel "Friederike" 1928 mit einer schlichten, volkstümlichen Musik im Geiste Schuberts.
Lehárs Neigung, Werke mit geringer Wirkung umzuarbeiten, veranlasste ihn zu einer Neufassung der "Gelben Jacke". So entstand 1929 "Das Land des Lächelns". 1922 wurde
"Frasquita" uraufgeführt, 1934 die Premiere von GIUDITTA weltweit im Rundfunk übertragen. 1946 übersiedelte Lehár nach Zürich und beschäftigte sich mit einem großen historischen
Stoff, einer Operette um den ungarischen Freiheitshelden Kossuth Lajos. Er konnte sie nicht mehr vollenden, denn kurz nach seiner Rückkehr nach Bad Ischl, wo er seit Jahrzehnten seinen
Sommersitz hatte, starb Franz Lehár, von der ganzen Welt betrauert, am 24. Oktober 1948. [© Felix Bloch Erben, Berlin]
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Zur Inszenierung der Staatsoper Hamburg:
Premiere: 18. Januar 09
Musikalische Leitung: Karen Kamensek
Inszenierung: Harry Kupfer Bühnenbild: Hans Schavernoch Kostüme: Yan Tax Licht: Hans Toelstede Chor: Christian Günther
Baron Mirko Zeta:
Günter Neumann Valencienne: Gabriele Rossmanith Graf Danilo Danilowitsch: Nikolai Schukoff Hanna Glawari: Camilla Nylund Camille de Rosillon:
Jun-Sang Han Vicomte Cascada: Dominik Köninger Raoul de St. Brioche: Peter Galliard Sylviane: Trine W. Lund Bogdanowitsch: Kyung-Il Ko Olga:
Ann-Beth Solvang Kromow: Sven Olaf Gerdes Praskowia: Renate Spingler Pritschitsch: Günter Hartmann Njegus: Frieder Stricker
www.staatsoper-hamburg.de
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Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz:
Premiere: 10. November 07
Weitere Termine: 10., 17., 21., 27. 30. November; 7., 17., 27. Dezember 2007, 10., 19., 25. Januar; 6., 21. Februar; 9., 16. März; 3., 16. April; 18. Mai 2008 Auftakt:
Einführung am Sonntag, 4.11.2007, 11.00 Uhr, Foyer
Musikalische Leitung: Henrik Nánási Inszenierung: Jan-Richard Kehl Bühne: Paul Zoller Kostüme:
Annette Braun Choreografie: Silvia Zygouris
Besetzung (in alphabetischer Reihenfolge) Hanna Glawari: Heike Susanne Daum, Stefanie Smits
Graf Danilo Danilowitsch: Daniel Fiolka, Tilman Unger Valencienne: Stefanie Kunschke, Talia Or Camille de Rossillon: Harrie van der Plas, Peter Sonn
Baron Mirko Zeta: Dirk Lohr Vicomte Cascada: Daniel Fiolka, Martin Hausberg Raoul de St. Brioche: Mario Podrecnik, Florian Simson Bodganowitsch: Thomas Hohenberger
Njegus: Gunter Sonneson Sylviane: Rotraut Arnold, Thérèse Wincent Kromow: Christian Hübner Olga: Frances Lucey, Susanne Drexl Prischitsch:
Florian Wolf Praskowia: Susanne Heyng
Franz Léhars Klassiker ist die erste Operetten-Neuinszenierung am Gärtnerplatz unter der neuen Intendanz. Als wesentliches
Element leichter und dennoch ernst genommener Unterhaltung hat die Operette einen festen Platz im Spielplan des Gärtnerplatztheaters. Dies gilt auch und mit Nachdruck für das Profil des
Hauses unter der neu etablierten Intendanz von Dr. Ulrich Peters. Mit Franz Lehárs Klassiker „Die Lustige Witwe“ steht nun am 10. Oktober die erste Operettenpremiere bevor. Der Regisseur
und Operndirektor des am Schleswig-Holsteinischen Landestheaters Jan-Richard Kehl, erstmals am Gärtnerplatz tätig, nimmt sich der Aufgabe an, dem hintergründigen Werk mit zeitgemäßem Humor zu
begegnen und gleichzeitig seine gefühlvollen Momente voll zur Geltung kommen zu lassen. Dem politisch brisanten Gehalt der Operette in ihrer Entstehungszeit verleiht der Regisseur mit einem
Augenzwinkern aktuelle Bezüge. Gemeinsam mit seinem Team, Paul Zoller (Bühne), Anette Braun (Kostüme) und Silvia Zygouris (Choreographie) lotet er die vielschichtigen Raffinessen aus, die das
wunderbare Spiel um Schein und Sein, um Koketterie und wahre Liebe ausmacht. Für den unverwechselbaren Walzerschmelz sorgt am Dirigentenpult erstmals Henrik Nánási, neuer 1. Kapellmeister
am Haus, der als gebürtiger Ungar mit langer Station in Österreich über viel Operettenerfahrung und die nötige Liebe zum Genre verfügt.
In den Hauptpartien hört das Münchner Publikum
junge Stimmen aus dem neuen Ensemble. Heike Susanne Daum, die aus Dortmund zum Ensemble stößt, verkörpert mit großer Energie die junge Witwe Hanna Glawari, die durch ihren geerbten Reichtum
zum Sehnsuchtsobjekt der pontevedrinischen Diplomatengesellschaft in Paris wird. Alternierend singt als Gast Stefanie Smits. Den als einziger Hanna in wahrer Liebe zugetanen, und gerade
deshalb bis zum Schluss zögerlichen Graf Danilo Danilowitsch geben Daniel Fiolka, der zuletzt sechs Jahre am Theater Vorpommern sang und Tilmann Unger, zuletzt am Theater Augsburg, der im
November den Bayerischen Kunstförderpreis verliehen bekommt. Beide treten damit in große Fußstapfen, ist doch die Partie des Danilo am Gärtnerplatztheater seit vielen Jahrzehnten untrennbar
mit dem Namen Johannes Heesters - heute Ehrenmitglied des Gärtnerplatztheaters - verbunden. Als Valencienne sind Stefanie Kunschke und Talia Or zu erleben, den Camille de Rosillon singen
Harrie van der Plas und Ensembleneuzugang Peter Sonn. Mit 18 Vorstellungsterminen gehört „Die Lustige Witwe“ gemeinsam mit der Kinderoper „Der Mann im Mond“ und „La Cage aux folles“ zu den
meist gespielten Inszenierungen dieser Spielzeit.
www.gaertnerplatztheater.de
Zur Inszenierung der Berliner Staatsoper unter den Linden in der Saison 2005/06:
Premiere: 17. Juni 06
Musikalische Leitung:
Max Renne Inszenierung: Peter Mussbach Bühne: Erich Wonder Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer Choreographie: Thomas Stache Licht:
Alexander Koppelmann Chöre: Eberhard Friedrich Dramaturgie: Axel Bott, Francis Hüsers
Besetzung:
Baron Mirko Zeta, pontevedrinischer Gesandter in Paris:
Bernd Zettisch Valencienne, Zetas Frau: Sylvia Schwartz Graf Danilo Danilowitsch: Siegfried Jerusalem Hanna Glawari: Nadja Michael
Camille de Rosillon: Stephan Rügamer Vicomte Cascada: Edwin Crossley-Mercer Raoul de St. Brioche: Florian Hoffmann
Kromow, pontevedrinischer Gesandtschaftsrat: Peter-Jürgen Schmidt Olga, seine Frau: Uta Priew Bogdanowitsch, pontevedrinischer Konsul: Reiner Goldberg
Sylviane, seine Frau: Andrea Chudak Pritschitsch: Peter Menzel Praskowia, seine Frau: Borjana Mateewa
Njegus, Kanzlist bei der pontevedrinischen Gesandtschaft: Franz Mazura
www.staatsoper-berlin.de
In der Saison 2004/05 hatte “Die lustige Witwe” u.a. im Opernhaus Halle Premiere:
Premiere: 18. März 05
Musikalische Leitung: Pavel Baleff Inszenierung: Robert Herzl Bühnenbild: Pantelis Dessyllas Kostüme: Götz Lanzelot Fischer
Choreinstudierung: Ulrike Stein Choreographie: Ralf Rossa
Besetzung:
Baron Mirko Zeta, pontevedrinischer Gesandter in Paris: Jürgen Trekel
Valencienne, seine Frau: Anke Berndt Graf Danilo Danilowitsch, Gesandtschaftssekretär: Thomas Sigwald Hanna Glawari: Romelia Lichtenstein Camille de Rosillon:
Nils Giesecke Vicomte Cascada: Gerd Vogel Raoul de St. Brioche: Björn Christian Kuhn Bogdanowitsch, pontevedrinischer Konsul: Hans-Jürgen Wachsmuth
Sylviane, seine Frau: Mona Deibele Kromow, pontevedrinischer Gesandtschaftsrat: Olaf Schöder Olga, seine Frau: Gabriele Bernsdorf
Pritschitsch, pontevedr. Oberst i. R.: Timothy Alois Cruickshank
www.opernhaus-halle.de
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