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Operette: Der Graf von Luxemburg

Der Graf von Luxemburg
Operette in drei Akten

Musik: Franz Lehar
Text: Alfred Maria Willner, Robert Bodanzky und Leo Stein (eigtl. Rosenstein) in der Bearbeitung von Wolf Völker, nach dem Libretto von Willner und Bernhard Ludwig Buchbinder zu der Operette «Die Göttin der Vernunft» (Wien 1897) von Johann Strauss

Uraufführung: 1. Fassung: 12. November 1909 (Wien, Theater an der Wien)
2. Fassung: 4. März 1937 (Berlin, Theater des Volkes)

Inhalt:
Für eine halbe Million Francs erklärt sich ein verarmter Graf bereit, eine ihm unbekannte Opernsängerin zu heiraten und sich nach einem Vierteljahr von ihr scheiden zu lassen. Die Dame soll dann, als Aristokratin, Braut des Großherzogs werden können. Bei der Hochzeit kann sich das Paar nicht sehen, aber später treffen und verlieben sie sich. Da sie aber schon verheiratet sind (zwar miteinander, aber das wissen sie nicht), scheint die Romanze ohne Hoffnung zu sein. Bis zum glücklichen Schluss jedenfalls… [© Musik & Bühne, Wiesbaden]

Zur Inszenierung der Staatsoperette Dresden:

Premiere:
17. Juni 11

Musikalische Leitung: Christian Garbosnik
Inszenierung: Matthias Oldag
Choreografie: Winfried Schneider
Ausstattung: Barbara Blaschke

Besetzung:

René Graf von Luxemburg:
Michael Heim/Richard Samek
Fürst Basil Basilowitsch: Jürgen Mutze
Angèle Didier: Jessica Glatte/Ingeborg Schöpf
Gräfin Kokozowa: Elke Kottmair/Birgit Schaller
Armand Brissard: Frank Ernst/Andreas Sauerzapf
Juliette Vermont: Olivia Delauré/Jeannette Oswald

Die Ehe mit einer Sängerin ist für einen Adeligen – und sei er noch so zwielichtig – Anfang des 20. Jahrhunderts bekanntlich nicht standesgemäß. Das weiß auch Fürst Basil Basilowitsch, den es aus seiner russischen Heimat der Geschäfte und der Frauen wegen nach Paris gezogen hat. Hier verfällt er der Sängerin Angèle Didier, dem Star des Pariser Cabarethimmels. Um die von ihm geliebte Frau trotz aller gesellschaftlicher Schranken heiraten zu können, will sich der Fürst einer einfachen List bedienen: Mit Hilfe einer halben Million Francs und etwas Druck überredet er kurzerhand den verarmten Grafen René von Luxemburg, der sich als Schwerenöter und Bohemien durchschlägt, Angèle zu heiraten. Auf diese Weise in den Adelsstand erhoben, soll sie sich von René nach einer angemessenen Frist von drei Monaten wieder scheiden lassen, um den Weg für Basil frei zu machen. So weit, so gut – doch wie so oft in der Operette kommt alles ganz anders, als man denkt...

Nach dem Erfolg der „Lustigen Witwe“ hatte sich Franz Lehár verpflichtet, ein weiteres Werk für das Theater an der Wien zu komponieren. Bei der Uraufführung im November 1909 wurde der „Graf von Luxemburg“ stürmisch bejubelt und machte Lehár endgültig zu dem populärsten Komponisten der Ära der sogenannten Silbernen Operette. Die Musik zum „Graf von Luxemburg“ zeigt ihn von seiner besten Seite: das Libretto von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky mit seinen rauschenden Festen, dem Karnevalsbild zu Beginn und den schwärmerischen Duetten Angèles und Renés kam der musikalischen Fabulierlust Lehárs besonders entgegen.

Ob Bohemiens, Adelige, Modelle oder Sängerinnen – im „Graf von Luxemburg“ gibt jede Figur vor, mehr zu sein als sie wirklich ist. Matthias Oldag, der nach seiner Regie von Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ von 2003 erneut an der Staatsoperette Dresden arbeitet, spitzt in seiner Inszenierung dieses Spannungsverhältnis zwischen Sein und Schein, in dem alle Figuren der Operette leben, weiter zu. Ein besonderer Höhepunkt der Aufführung dürfte das Debüt der Kabarettistin Birgit Schaller von der Dresdner „Herkuleskeule“ an der Staatsoperette Dresden werden. Als neureiche und heiratswütige russische Gräfin Kokozowa sorgt sie nicht nur für zusätzliche Verwicklungen in der Operette, sondern mit dem ihr eigenen Humor auch für die Lösung der Handlung. Für ihren Auftritt hat ihr der Intendant der „Herkuleskeule“
Wolfgang Schaller eigens eine neue Szene geschrieben, die die Handlung der Lehár-Operette auf amüsante Weise spiegelt und in Bezug zur Gegenwart setzt. Damit wird die Gräfin Kokozowa in der Dresdner Neuinszenierung zu einem echten Dritter-Akt-Komiker in der Tradition des Frosch aus der beliebten „Fledermaus“... [© Staatsoperette Dresden]

www.staatsoperette-dresden.de

Zur Inszenierung des Theater Trier:

Premiere:
13. November 10

Musikalische Leitung: Valtteri Rauhalammi
Inszenierung: Klaus-Dieter Köhler
Bühnenbild: Wolf Wanninger
Kostüme: Ruth Gross
Dramaturgie: Dr. Peter Larsen

Besetzung:

René, Graf von Luxemburg:
Svetislav Stojanovic
Großfürst Basil Basilowitsch: Pawel Czekala
Gräfin Stasa Kokozow: Claudia-Denise Beck
Armand Brissard, Maler: Peter Koppelmann
Angèle Didier, Sängerin der Opéra comique: Joana Caspar
Juliette Vermont: Evelyn Czesla
Sergei Mentschikow, Diener von Fürst Basilowitsch: Andrea Azzurrini
Graf Pawel von Pawlowitsch: Carsten Emmerich
Pélégrin, Standesbeamter: Tim Heisse
Monsieur de Coubertins, Nachtportier im Grand Hotel: Ferry Seidl
sowie mit:  Vera Ilieva, Silvia Lefringhausen, Cynthia Nay, Angela Pavonet, Magali Schmid; Fernando Gelaf, Evgeny Iakovlev, Sergej Snegirev, Wolfram Winter, Henrik Wisbar
Opernchor und Extrachor des Theaters Trier
Statisterie des Theaters Trier
Philharmonisches Orchester der Stadt Trier

Zwei, die nicht wissen, dass sie miteinander verheiratet sind, lernen sich erst Monate später kennen. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Die Hochzeit fand vor längerer Zeit anonym statt – und nur pro forma: Da ist auf der einen Seite die Opernsängerin Angèle, die dringend einen Adelstitel benötigt, um den russischen Fürsten Basil standesgemäß heiraten zu können und auf der anderen Seite der lebenslustige Graf von Luxemburg, der finanziell über seine Verhältnisse lebt und sich auf die fingierte Ehe einlässt, um ein stattliches Honorar zu kassieren. Dafür darf er sich seiner Angetrauten auf keinen Fall nähern, so lautet die Bedingung. Womit aber niemand rechnet, tritt auf einmal ein: Angèle und der Graf verlieben sich in einander...

Wie schon bei der vorausgegangenen Lehár-Operette DIE LUSTIGE WITWE spielt auch DER GRAF VON LUXEMBURG in den mondänen Pariser Salons und Grandhotels, in denen die oberen Zehntausend verkehren. Mit der 1909 am Theater an der Wien uraufgeführten (1937 überarbeiteten) Operette konnte Lehár nicht nur lückenlos an den Erfolg seiner „WITWE“ anknüpfen, sondern den musikalischen Faden durch neuartige Klangfarben weiterspinnen. Und wie zuvor zeigt sich auch hier Lehárs Gefühl für Raffinesse, Charme und subtile Erotik in der Vielzahl seiner Melodien. [© Theater Trier]

www.theater-trier.de

Zur Inszenierung des Opernhaus Zürich:

Premiere:
5. September 08 (im Theater Winterthur)

Dirigent: Ralf Weikert
Inszenierung: Helmuth Lohner
Ausstattung: William Orlandi
Lichtgestaltung: Hans-Rudolf Kunz
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Choreographie: Beate Vollack

Besetzung:
Angèle Didier:
Christiane Kohl
Juliette Vermont: Rebeca Olvera
Gräfin Stasa Kokozow: Liuba Chuchrova
René, Graf von Luxemburg: Johan Weigel
Fürst Basil Basilowitsch: Peter Straka
Armand Brissard: Andreas Winkler
Sergej Mentschikoff: Kresimir Strazanac
Pawel von Pawlowitsch: Miroslav Christoff
Pélégrin: Reinhard Mayr
Zusatzchor des Opernhauses Zürich

(Rollendebüt für alle Beteiligten)

www.opernhaus.ch

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