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Oper Stückeinfos: W
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Der Waffenschmied
Oper von: Albert Lortzing (23.10.1801 - 21.01.1851
nch Friedrich Wilhelm Zieglers Lustspiel “Liebhaber und Nebenbuhler in einer Person” ) Uraufführung: 30. Mai 1846, Theater an der Wien, Wien
Zur Inszenierung am Staatstheater am Gärtnerplatz, München:
Premiere: 20. Februar 05
Wiederaufnahme in der Saison 2005/06: 18. September 05
Musikalische Leitung: David Stahl Inszenierung: Katharina Wagner
Bühne und Kostüme: Alexander Dodge Licht: Georg Boeshenz Dramaturgie: Robert Sollich
Doppelbesetzung in alphabetischer Reihenfolge:
Hans Stadinger: Holger Ohlmann, Jörg Simon Marie (seine Tochter): Olivia Pop, Thérèse Wincent Graf von Liebenau (Ritter): Torsten Frisch, Gary L. Martin
Georg (sein Knappe): Michael Gann, Florian Mock Adelhof aus Schwaben (Ritter): Martin Hausberg, Pawel Czekala Irmentraut (Mariens Erzieherin):
Snejinka Avramova, Martina Koppelstetter Brenner (Gastwirt, Stadingers Schwager): Markus Heissig, Florian Wolf Ein Schmiedegeselle: Dirk Driesang, Markus Wandl
Inhalt:
Graf von Liebenau hat sich in die Bürgertochter Marie verliebt. Aus zwei Gründen nähert er sich ihr jedoch inkognito. Erstens möchte er testen, ob sie ihn
tatsächlich um seiner selbst willen liebt oder nur aufgrund seiner adligen Herkunft und seines materiellen Hintergrundes. Zum anderen weiß er, daß Maries Vater, der Waffenschmied und Tierarzt
Stadinger, gegen hohe, adlige Herrschaften eine tiefe Abscheu hegt. So läßt er sich als Geselle Konrad getarnt gemeinsam mit seinem in die Maskerade eingeweihten Knappen Georg in Stadingers
Schmiede anwerben und löst dort eine Fülle von Verwechslungen aus, der sowohl Marie, als auch Stadinger aufsitzen. Marie besteht den Test, gibt dem Grafen Liebenau einen Korb, weil sie sich
für Konrad entschieden hat. Stadinger hat derweil durch alte Widersacher Liebenaus Wind davon bekommen, daß ein Adliger um seine Tochter buhlt und deswegen den Entschluß gefaßt, sie
schleunigst »standesgemäß« zu verheiraten, um dem werbenden Grafen zuvorzukommen. Anders als erhofft, hat er jedoch statt Konrad den sich sträubenden Georg dazu auserkoren und läßt sich weder
von dessen Widerwillen, noch von einer inszenierten Entführung Maries von seinem Plan abbringen. Erst als ein fingiertes behördliches Schreiben ihn unter Druck setzt, willigt er in Maries
Verbindung mit Konrad ein und kann auch nicht mehr zurück, als dieser sich als Graf Liebenau zu erkennen gibt.
Text: Staatstheater am Gärtnerplatz, München
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Die Walküre (Der Ring des Nibelungen, 1. Tag)
Musik & Libretto: Richard Wagner Uraufführung:
26. Juli 1870 (München, Königliches Hof- und Nationaltheater)
Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:
Premiere: 26. Juni 11
Musikalische Leitung:
Constantin Trinks Inszenierung: John Dew Bühne: Heinz Balthes Kostüme: José-Manuel Vázquez
Besetzung:
Siegmund:
Carl-Christof Gebhardt Hunding: John In Eichen Wotan: Ralf Lukas Sieglinde: Susanne Serfling Brünnhilde: Katrin Gerstenberger Fricka:
Gundula Hintz Helmwige: Carola Glaser Gerhilde: Bernadette Flaitz Orlinde: Maria Victoria Jorge Hernándiz Waltraute: Erica Brookhyser
Siegrune: Anja Vincken Roßweiße: Gundula Schulte Grimgerde: Hye Young Choi Schwertleite: Elisabeth Hornung
www.staatstheater-darmstadt.de
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters:
Premiere: 26. Februar 11 (Halle 10 auf dem Fliegerhorst)
Musikalische Leitung: Thomas Dorsch Inszenierung: K.D. Schmidt Bühne: Henrik Ahr Bühne/Video: Oliver Helf Kostüme: Falko Herold
Dramaturgie: Sebastian Hanusa
Besetzung:
Siegmund: Christian Voigt Hunding: Andrey Valiguras Wotan: Peter Felix Bauer / Derrick Ballard
Sieglinde: Valérie SutyBrünnhilde: Rachael Tovey Fricka: Zdravka Ambric Helmwige: Inga-Britt Andersson Gerhilde: Irina Wischnizkaja Ortlinde:
Ks. Marcia Parks Waltraute: Linda Sommerhage Siegrune: N.N. Roßweiße: Annekatrin Kupke Grimgerde: Alicja Wegorzewska-Whiskerd Schwertleite:
Zdravka Ambric
Richard Wagner hat in Das Rheingold seinen Zyklus Der Ring des Nibelungen als Weltendrama in der Sphäre der Götter, Riesen und Zwerge begonnen. Die Walküre zeigt nun, wie das Schicksal zweier Menschen tragisch mit den im Mythos ausgedrückten, fundamentalen Menschheitsfragen verwoben wird.
Es inszeniert der leitende Schauspielregisseur K.D. Schmidt, der nach Lady Macbeth von Mzensk zum zweiten Mal als Opernregisseur in Oldenburg arbeiten wird. Mit dem Bühnenbildner
Henrik Ahr steht ihm ein renommierter Ausstatter zur Seite, der unter anderem für das Thalia Theater, die Bayerische Staatsoper und die Oper Basel gearbeitet hat und seit 2010 Professor für
Bühnengestaltung am Salzburger Mozarteum ist. [© Oldenburgisches Staatstheater]
www.staatstheater.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 31. Oktober 10
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle Regie: Vera Nemirova Bühnenbild: Jens Kilian Kostüme: Ingeborg Bernerth Dramaturgie: Malte Krasting
Licht: Olaf Winter Video: Bibi Abel
Besetzung:
Siegmund: Frank van Aken Hunding: Ain Anger Wotan: Terje Stensvold
Sieglinde: Eva-Maria Westbroek Brünnhilde: Susan Bullock Fricka: Martina Dike Gerhilde: Anja Fidelia Ulrich Ortlinde: Mona Somm
Waltraute: Eve-Maud Hubeaux Schwertleite: Bernadett Fodor Helmwige: Christiane Kohl Siegrune: Lisa Wedekind Grimgerde: Tanja Ariane Baumgartner
Roßweiße: Monika Bohinec
Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Besprechung auf kulturfreak.de
„Wenn die Oper Frankfurt auf diesem
interpretatorischen, orchestralen und sängerischen Niveau am Ring weiter arbeiten kann, dann steht ihrem Publikum etwas wirklich Bemerkenswertes bevor.“ So oder ähnlich begeistert äußerten
sich die Kritiker nach der Premiere des Rheingold am 2. Mai 2010, und auch das Publikum zeigte sich in sieben ausverkauften Vorstellungen angetan von der Leistung des Frankfurter
Generalmusikdirektors Sebastian Weigle sowie der Sicht der jungen Regisseurin Vera Nemirova auf das Werk. Man darf also gespannt sein, wie der Ring von Richard Wagner (1813-1883) in Frankfurt
weitergeht.
Göttervater Wotan bereut den Raub des Rheingoldes und das Schmieden des Rings. Daher zeugt er die Geschwister Siegmund und Sieglinde sowie die Walküre Brünnhilde, die mit
ihren Halbschwestern eine Armee gefallener Helden aufbauen soll. Siegmund und Sieglinde begegnen sich nach langer Zeit im Hause von Sieglindes Ehemann Hunding, ohne sich zu erkennen. Zwischen
beiden entflammt eine starke Liebe, und sie fliehen mit Hilfe des Schwerts Nothung, das Siegmund als einziger aus der Esche ziehen kann. Als es zum Kampf zwischen Hunding und Siegmund kommt,
verlangt Wotan von Brünnhilde, diesen zu Gunsten Hundings ausgehen zu lassen. Sie missachtet jedoch den Willen ihres Vaters, der daraufhin selbst Siegmunds Tod verursacht. Brünnhilde verhilft
der Schwester zur Flucht. Auch erzählt sie Sieglinde, dass diese einen Sohn erwarte, den sie Siegfried nennen wird. Für den Treuebruch gegenüber Wotan soll Brünnhilde demjenigen Helden
folgen, der furchtlos den Feuerkreis durchbricht, den Wotan um seine Lieblingstochter errichtet.
Neben den bereits aus dem Rheingold bekannten Sängern Terje Stensvold (Wotan) und
Martina Dike (Fricka) verzeichnet die Besetzungsliste eine Reihe neuer Protagonisten und ihrer Darsteller: Für die in Liebe zueinander entbrennenden Geschwister Siegmund und Sieglinde bietet
die Oper Frankfurt ein reales (Ehe-) Paar auch jenseits der Opernbühne auf – die Niederländer Frank van Aken und Eva-Maria Westbroek. Der Tenor ist seit 2006 Ensemblemitglied der Oper
Frankfurt, wo er u.a. bereits als Parsifal und Tannhäuser zu erleben war. Die zuletzt genannte Partie verkörperte er auch bei den Bayreuther Festspielen sowie kürzlich an der Wiener
Staatsoper, während er Siegmund bereits in Meiningen sowie an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf-Duisburg gab. Eva-Maria Westbroek gehört international zu den führenden
jugendlich-dramatischen Sopranistinnen. Zu Hause an den großen Opernzentren weltweit führte sie beispielsweise die Sieglinde u.a. an die Bühnen von Salzburg, London und Bayreuth. Geplant sind
weitere Auftritte in dieser Partie u.a. an der New Yorker Met. Susan Bullock in Frankfurt vorzustellen, hieße Eulen nach Athen zu tragen – ist die Engländerin doch spätestens seit ihrer
fulminanten Elektra 2004 ein häufiger Gast am Haus am Willy-Brandt-Platz. Erst kürzlich führte sie Strauss’ Atridentochter auch an die New Yorker Met. Neben dieser Partie ist Wagners
Brünnhilde eine ihrer Visitenkarten, die sie bereits an zahlreichen großen Opernhäusern abgegeben hat, darunter London und Wien. Der Este Ain Anger ist eine feste Größe an der Wiener
Staatsoper, wo er neben zahlreichen Partien auch als Hunding zu erleben war, mit dem er nun in Frankfurt debütiert. Die Walküren sind sowohl aus dem Ensemble der Oper Frankfurt als auch mit
Gästen besetzt.
Weitere Vorstellungen: 4., 7. (15.30 Uhr; mit kostenloser Kinderbetreuung), 10., 18., 21., 28. (15.30 Uhr; mit kostenloser Kinderbetreuung) November 2010
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 17.00 Uhr.
Preise: € 12 bis 130 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) Karten sind bei den
bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem
Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.
Der Ring des Nibelungen an der Oper Frankfurt: Siegfried - Sonntag, 30. Oktober 2011; Götterdämmerung - Sonntag, 29. Januar 2012; Zwei Ring-Zyklen - Juni 2012
www.oper-frankfurt.de
Zur Inszenierung des Theater Freiburg:
Premiere: 8. Juni 08
Aufführungen in der Saison 2010/11: 22. September 10 / 4. Januar 11
Musikalische Leitung. Gerhard Markson / Fabrice Bollon (Saison 2010/11) Regie: Frank Hilbrich
Bühne: Volker Thiele Kostüme: Gabriele Rupprecht Licht: Michael Philipp Dramaturgie: Friedirch Sprondel / Dominica Volkert
Studienleitung / mus. Assistenz: Thomas Schmieger
Siegmund: Germán Villar / Vincent Wolfsteiner Sieglinde: Sigrun Schell Hunding:
Peter Klaveness / Gary Jankowski (Saison 2010/11) Wotan: Frode Olsen / Peteris Eglitis (Saison 2010/11) Brünnhilde: Sabine Hogrefe Fricka: Anja Jung
Helmwige: Julia Thornton Gerhilde: Kyoung-Eun Lee Ortlinde: Angela Bic / Jana Havranova (Saison 2010/11) Waltraute:
Yaroslava Vikhrova / Nina Amon (Saison 2010/11) Sigrune: Karen Job Roßweiße: Sang Hee Kim Grimgerde: Jelena Milovic´ Schwertleite: Anja Jung
Philharmonisches Orchester Freiburg Statisterie Theater Freiburg
Wotan plant weit in die Zukunft. Um seine Herrscherposition halten zu können, braucht er Helden. Sein Drang, Kinder
in diese Welt zu setzen, ist somit legitimiert – er zeugt die Wälsungen und neun Walküren: Zwillinge und neunfach gleiche Schwestern. Welch große Hoffnung auf eine Vervielfachung seiner
selbst! Der eigentliche Held ist aber immer noch nicht geboren – kann es das Kind aus der ehebrecherischen und inzestuösen Verbindung der Wälsungen Siegmund und Sieglinde sein? Fricka,
kinderlose Hüterin der Ehe und Familie, ist strikt dagegen; Brünnhilde, die leidenschaftliche Vatertochter, will es ermöglichen und gerät gefährlich zwischen die Fronten der immer gleichen
Frage, ob sich der Weltenlauf verändern lässt oder im status quo bewahrt werden muss. Eine ganze Generation schickt Wotan ins Rennen – eine Generation der verlorenen Kinder.
Zivilisationen – zumal die westlich-abendländischen – und ihre Menschen können sich nicht oder nur schwerlich von ihrer Geschichte und ihren Geschichten lösen, weil gerade diese einen
wichtigen Teil ihrer Zivilisiertheit auszumachen scheinen. Das hoch gehaltene Bewusstsein der Vergangenheit droht zunehmend zur Bürde zu werden, die einen unvoreingenommenen Umgang mit der
Zukunft kaum mehr zulässt: Alles muss sich aus dem Vorangegangenen bedingen, muss sich als Teil einer teleologischen Entwicklung verstehen. Die Zivilisation des Menschen – eine heillose
Geschichte. Ist Richard Wagners “Ring des Nibelungen” als Ausdruck dessen zu verstehen?
Dies ist eine der zentralen Überlegungen, mit denen sich Frank Hilbrich nach dem „Rheingold“ –
dem Vorabend – nun auf den Weg macht, die weiteren Tage der Tetralogie folgen zu lassen. Nach dem Aufbruch voller Pioniergeist im „Rheingold“, dem deutlich formulierten Wunsch nach dem
Erlangen der Weltherrschaft befinden wir uns – nach einem Zeitsprung von mindestens 20 Jahren – in der „Walküre“ in einer seltsam stagnierenden Zwischenphase. Wo ist der Ring geblieben, wo
sind die eigentlichen Rivalen und Widersacher Wotans im Kampf um die Macht? Wir begegnen einen eigenartig handlungsunfähigen, seltsam abwartenden Göttervater, der von seinem großen Plan nicht
ablassen kann, die Hoffnung nach Ausführung aber auf andere setzt: auf kleine Abbilder seiner selbst – auf seine Kinder.
BIOGRAPHIEN
Gerhard Markson (Musikalische Leitung)
geboren in Bensheim an der Bergstraße - Studium bei Karl-Maria Zwissler, Igor Markevitch, Franco Ferrara - Engagements in Augsburg, Oldenburg und Freiburg - von 1991 - 98
Generalmusikdirektor am Theater Hagen - Gastdirigate bei über 100 Orchestern weltweit - seit 2001 Chefdirigent des National Symphony Orchestra of Ireland in Dublin -
zahlreiche CD-Einspielungen u. a. auf dem Naxos-Label - lebt in Freiburg
Frank Hilbrich (Regie) geboren 1968 in Bremen - 1996 erste Inszenierung am Stadttheater
Pforzheim - von 1999 bis 2002 Chefregisseur und stellvertretender Operndirektor am Staatstheater Schwerin, gleichzeitig regelmäßiger Gast am luzernertheater - seit 2002 freiberuflich tätig,
u.a. Tagebuch eines Verschollenen/Die menschliche Stimme (Janácek/Poulenc) bei den Bregenzer Festspielen, La Traviata für das Theater Basel, Der Freischütz und Parsifal am Opernhaus Kiel, Il
barbiere di Siviglia am Staatstheater Mainz (nominiert von der "Deutschen Bühne" zur besten Inszenierung des Jahres 2004). Am Theater Freiburg führte Frank Hilbrich bei Wagners
Rheingold (Eröffnung 2006/7) Regie.
Germán Villar (Siegmund)
geboren in Valencia (Spanien) – Gesangsstudium in Madrid und Valencia – Stipendiat am Young Artist Program der New York Metropolitan Opera (u.a. bei Renata Scotto) – 2002 Preisträger des Francisco-Vinas-Wettbewerbs – Festengagement am Stadttheater Gießen, dann freischaffend tätig mit internationalen Gastengagements für das italienische und französische Fach, u.a. Alfredo (La Traviata), Cavaradossi (Tosca), Don José (Carmen), Pinkerton (Madame Butterfly) – Debüt im deutschen Fach als Froh (Das Rheingold) unter Zubin Mehta in Valencia und beim Maggio Musicale Fiorentino.
Sigrun Schell (Sieglinde) geboren in Ulm – Studium Gesang und Flöte an der Musikhochschule Stuttgart und der Opernschule Stuttgart – als Mezzosopran Engagements in Hof, Trier
und Mannheim – seit 1998 Ensemblemitglied am Theater Freiburg, u.a. als Ariodante, Fedra (Arianna), Helena (Die schöne Helena), Dorabella (Così fan tutte), Fremde Fürstin (Rusalka), Marie
(Wozzeck), Cherubino (Die Hochzeit des Figaro), Brangäne in der konzertanten Aufführung von Tristan und Isolde – 2006/7 Fricka (Das Rheingold), nach Fachwechsel zum Sopran Chrysothemis
(Elektra).
Peter Klaveness (Hunding)
geboren in Washington D.C. – aufgewachsen in Norwegen – Preisträger des Sullivan Foundation Gesangswettbewerbes – erste Engagements an regionalen Opernhäusern in den USA – Gastengagements: New York City Opera, Baltimore Opera – Ensemblemitglied am Theater Augsburg, Staatstheater Darmstadt und an der Deutschen Oper Berlin – Gastspiele u.a. in Göteborg, Deutsche Staatsoper Berlin – 2003 und 2004 Hagen in Götterdämmerung, Bayreuther Festspiele – seit 2004/05 Ensemblemitglied am Theater Freiburg, u.a. Wassermann in Rusalka, Ramphis in Aida, Raimondo Bidebent in Lucia di Lammermoor, Crespel in Hoffmanns Erzählungen, Boris Ismailow in Lady Macbeth von Mzensk, Dr. Bartolo in Le Nozze di Figaro, Fafnar in Das Rheingold und Philipp II in Don Carlo.
Frode Olsen (Wotan) geboren in Oslo – Gesangsstudium an der Opernhochschule Oslo – erstes Festengagement an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, dann sechs Jahre am
Staatstheater Karlsruhe – freischaffend gastiert Frode Olsen mit allen wichtigen Fachpartien an den großen Bühnen in Deutschland und Europa und hat mittlerweile den Fachwechsel vom Bass zum
Heldenbariton unternommen – wiederholte Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado, Christoph von Dohnániy, Sylvain Cambreling, Kent Nagano, Ingo Metzmacher, Esa-Pekka Salonen
und Andrew Davis sowie mit den Regisseuren Graham Vick, Willy Decker, Luc Bondy, Peter Sellars, Peter Mussbach u.a.
Sabine Hogrefe (Brünnhilde)
geboren in Lübeck – Studium an der Musikhochschule in Detmold – Engagements am Aalto-Theater in Essen, am Staatstheater am Gärtnerpatz in München, an der Staatsoper Stuttgart sowie dem Nationaltheater Mannheim – von 1997 bis 2003 Ensemblemitglied am Theater Freiburg (u.a. Desdemona, Margarethe in Faust, Tosca, Senta, Tatjana in Eugen Onegin, Lady Macbeth) – wiederholte Gastengagements bei den Festspielen in Weikersheim und Rheinsberg – 2000 Opernpreis für Aida bei den Bad Hersfelder Festspielen –2005 bis 2007 Ensemblemitglied am Theater Bremen – Gastengagements am Stadttheater Detmold mit Sieglinde und Brünnhilde – in der Spielzeit 2007/8 Gastengagement am Theater Freiburg als Jeanne (Die Teufel von Loudun).
DER FREIBURGER RING In welcher Zukunft wollen wir leben? Diese Frage stand am Anfang der Spielzeit 2006/7, die mit dem „Rheingold“ ihren Auftakt genommen hat. Walhall ist
nun in der Welt, Wotans zukunftsträchtiges Wagnis hat begonnen. Wie wird es weiter gehen? Ist der Mensch überhaupt noch zukunftsfähig? Dieser Frage stellen wir uns auch in den nächsten
Spielzeiten, wenn wir Wotans Weltenplan, sein Ringen um den Ring weiter verfolgen:
Das Rheingold, Premiere: 6.10.06 Die Walküre, Premiere: 8.6.08, Wiederaufnahme: Januar 09
Siegfried, Premiere: Juni 09 Götterdämmerung, Premiere: Oktober 2009
Der Ring des Nibelungen im Zyklus in der Spielzeit 2009/10
Musikalische Leitung Gerhard Markson (07/08), Fabrice Bollon (ab 08/09) Regie Frank Hilbrich Bühne Volker Thiele Kostüme Gabriele Rupprecht
Dramaturgie Dominica Volkert
DER FREIBURGER RING wird gefördert durch die TheaterFreunde.de und den Richard-Wagner-Verband Freiburg
[© Theater Freiburg] www.theater.freiburg.de
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La Wally Dramma lirico in vier Akten
Von: Alfredo Catalani (19.06.1845 - 07.08.1893)
Text: Luigi Illica nach dem Roman Die Geierwally von Wilhelmine von Hillern
Uraufführung: 20. Januar 1892 (Mailand, Teatro alla Scala)
Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Alten Oper Frankfurt:
Premiere: 6. Februar 11 (Alte Oper)
Musikalische Leitung: Carlo Franci Chor: Matthias Köhler
Wally: Morenike Fadayomi Stromminger:
Enrico Iori Afra: Tanja Ariane Baumgartner Walter: Anna Ryberg Giuseppe Hagenbach: Frank van Aken Vincenzo Gellner: Piero Terranova
Chor der Oper Frankfurt Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Besprechung auf kulturfreak.de
Auch 2010/11 setzt die Oper Frankfurt ihre Reihe mit konzertanten Aufführungen in Koproduktion mit der Alten Oper fort.
La Wally von Alfredo Catalani (1854-1893) wurde bei ihrer Uraufführung 1892 an der Mailänder Scala positiv aufgenommen, konnte sich aber im Repertoire nicht wirklich behaupten. Beeinflusst wurde das letzte Bühnenwerk des italienischen Komponisten maßgeblich von der deutschen Romantik, was sich in der Beziehung der Titelfigur zur Natur als Flucht- und Rückzugsort niederschlägt. Die Oper basiert auf dem seinerzeit äußerst populären Roman Die Geierwally (1873) von Wilhelmine von Hillern, dessen erfolgreiche Verfilmungen 1940 und 1956 die Popularität des Stoffes noch zu steigern vermochten. Und es war der französische Kultkrimi Diva, der 1981 Wallys Abschiedsarie aus dem ersten Akt „Ebben? ... Ne andró lontana“ – eine der wenigen geschlossenen Nummern des Werkes – einem breiteren (Kino-) Publikum bekannt machte.
Zum Inhalt: Die stolze Wally, Tochter des reichen Bauern Stromminger, widersetzt sich dem Befehl ihres Vaters, dessen Gutsverwalter Gellner zum Mann zu nehmen; vielmehr liebt sie den
prahlerisch auftretenden Jäger Hagenbach. Vom Vater vor die Wahl gestellt, zieht sie lieber in eine einsame Berghütte als zu gehorchen. Nach dem Tod des Vaters kehrt Wally ins Tal zurück und
merkt, dass ihre Liebe zu Hagenbach nicht erloschen ist. Als dieser sie jedoch vor versammelter Dorfgemeinschaft bloßstellt, indem er ihr einen Kuss abringt, beauftragt sie Gellner, seinen
Widersacher umzubringen. Doch Hagenbach überlebt den Anschlag, und Wally, die ihren Entschluss furchtbar bereut, zieht zur Sühne erneut in die Berge. Wieder genesen macht sich Hagenbach auf
die Suche nach der Geliebten. Zusammen wollen beide während eines Schneesturms ins Dorf zurückkehren, doch Hagenbach wird von einer Lawine mitgerissen. Verzweifelt stürzt sich Wally in die
Tiefe.
Für die erkrankte Catherine Foster übernimmt nun Morenike Fadayomi die Titelpartie. Die Sopranistin ist seit 1997/98 Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein in
Düsseldorf-Duisburg, wo sie im Juni 2011 gleichfalls als Wally zu erleben sein wird. Gastengagements führten sie u.a. nach Basel, Amsterdam und Bologna sowie zu den Festspielen von
Aix-en-Provence und Bregenz. Als Gäste geben der italienische Bassist Enrico Iori (Stromminger) und der armenische Bariton Mikael Babajanyan (Vincenzo Gellner) ihr Debüt in einer Produktion
der Oper Frankfurt. Nach seiner fulminanten Darstellung des Siegmund in Wagners Die Walküre führt Frank van Aken (Giuseppe Hagenbach) die Riege der aus dem Ensemble besetzten Sänger an,
darunter u.a. Tanja Ariane Baumgartner (Afra) und Anna Ryberg (Walter). Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht „Altmeister“ Carlo Franci, der erst kürzlich mit Verdis Don
Carlo im Haus am Willy-Brandt-Platz erneut erfolgreich war. Vorstellungen: Sonntag, 6. Februar 2011, und Mittwoch, 9. Februar 2011, jeweils um 19.00 Uhr in der Alten Oper Frankfurt
Einführungsvortrag im Großen Saal, 18.15 Uhr Preise am 6. Februar 2011: € 12 bis 93 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Preise am 9. Februar 2011: € 29 bis 85 (inkl. aller Gebühren)
Karten sind bei dnseren bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 212 49 49 4 (Oper Frankfurt) sowie 069 – 13 40 400 (Alte Oper Frankfurt) oder online unter www.oper-frankfurt.de oder www.frankfurt-ticket.de erhältlich. [© Oper Frankfurt]
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Wasser Musiktheater in 13 Szenen
Von: Arnulf Herrmann (* 1968) Uraufführung:
16. Mai 12 (München, Muffathalle; im Rahmen der Münchner Biennale)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt: Eine Koproduktion von Ensemble Modern, Oper Frankfurt und Münchener Biennale, in Zusammenarbeit mit dem Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin
Ein Kompositionsauftrag des Ensemble Modern, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Das Ensemble Modern dankt der Aventis Foundation für die maßgebliche Unterstützung im Rahmen dieser Produktion Produziert im Frankfurt LAB
Premiere:
16. Juni 12 (Frankfurt LAB; Schmidtstrasse 12)
Musikalische Leitung: Hartmut Keil Inszenierung: Florentine Klepper
Mitwirkende:
Katja:
Sarah Maria Sun Robert: Boris Grappe Tenor: Sebastian Hübner Kinderstimme: Arthur Würzebesser
Vokalensemble Schola Heidelberg (Einstudierung: Walter Nußbaum), Ensemble Modern
Wasser lautet der Titel des ersten Musiktheaterwerks des Heidelberger Komponisten Arnulf Herrmann (*
1968), welches das Ensemble Modern am 16. Mai 2012 im Rahmen der Münchener Biennale gemeinsam mit der Schola Heidelberg unter der Musikalischen Leitung von Hartmut Keil, Kapellmeister der
Oper Frankfurt, uraufführen wird. Für die Inszenierung zeichnet Florentine Klepper verantwortlich, die seit der Spielzeit 2011/12 als Hausregisseurin am Schauspiel des Theater Basel
verpflichtet ist. Ab 16. Juni 2012 wird die Inszenierung dann im Frankfurt LAB (Schmidtstraße 12) zu erleben sein. Zu den Solisten in München wie in Frankfurt gehören die Sopranistin
Sarah Maria Sorg (Katja), die sich als Spezialistin für Zeitgenössische Musik einen Namen gemacht hat. Der französische Bariton Boris Grappe (Robert) kehrt nach seiner Verkörperung des
Barabbas in Aulis Sallinens Barabbas-Dialogen in der Spielzeit 2010/11 nach Frankfurt zurück. Sebastian Hübner (Tenor) ist Mitglied des ebenfalls mitwirkenden Vokalensembles Schola
Heidelberg, während der Knabensopran Arthur Würzebesser (Kinderstimme) bereits als Kronprinz Rudolf im Musical Elisabeth zu erleben war.
Erzählt wird eine Geschichte, die fließend
zwischen Erleben und Traum hin und her läuft: Ein Mann erwacht desorientiert in einem Hotelzimmer. Im Foyer des Hauses gerät er in eine Abendveranstaltung. Er glaubt, die Personen zu kennen,
doch seine Erinnerung versagt. Alles ist merkwürdig verschoben und verrückt, selbst die Musik. Sie kommt von einer Schallplatte, die sich nicht um ihren Mittelpunkt dreht und deshalb
„schwankende“ Melodien liefert. Die Frau, die er zum Tanz bittet, glaubt er auch schon einmal gesehen zu haben, erkennt sie jedoch nicht. Ist es seine verstorbene Geliebte? Die beiden
begegnen sich mehrmals, doch die entstehende Nähe wandelt sich in Distanz, die am Ende nicht mehr zu überbrücken ist. Alles was greifbar erscheint, zerfließt, das ganze Szenario versinkt.
Arnulf Herrmann vertonte kein fertiges Libretto, seine Musik und Nico Bleutges Dichtung – die Parallelen zum Mythos von Orpheus und Euridyke aufzeigt – entstanden in einem Prozess
gegenseitiger Anregung. Jeder Szene gab der Komponist einen eigenen Klang, ein eigenes Text-Musik-Verhältnis, eigene Struktur und Form. Drei Szenen erscheinen mehrmals, doch nicht als
Wiederholung, sondern in verschobener, dezentrierter Ähnlichkeit, gleichsam im Schwebezustand zwischen Identität und Differenz. Einige Szenen folgen musikalisch dem Prinzip des Rotierens, wie
sie Gedankenbewegungen auf der Suche nach dem Erinnern auszeichnet. Andere entwickeln sich in eine bestimmte Richtung. Am Ende lösen sich Zusammenhang und Identität auf. Dafür steht die
Metapher des Wassers, das vieles birgt, manches ahnen lässt, aber nichts preisgibt. [Oper Frankfurt]
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
www.oper-frankfurt.de
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Werther Lyrisches Drama in vier Akten und fünf Bildern von Jules Massenet
Uraufführung: 16. Februar 1892 (Wien, Hofoper)
Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 4. Oktober 08
Musikalische Leitung:
Wolfgang Ott Inszenierung und Kostüme: Konstanze Lauterbach Bühnenbild: Andreas Jander Dramaturgie: Bodo Busse Choreinstudierung des Jugendchores:
Dagmar Howe
Besetzung: Werther: Martin Homrich Albert: Reinhold Schreyer/ Thomas de Vries Le Bailli: Axel Wagner Schmidt:
Erik Biegel/ Angus Wood Johann: Brett Carter Sophie: Simone Brähler/ Anita Kyle Brühlmann: Sebastian Ennen Käthchen: Alice-Katharina Schmidt
Bewegungschor, Statisterie, Jugendchor und Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Nach Gounods „Faust“ und Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“ steht erneut die deutsche
klassisch-romantische Literatur in der musikdramatischen Perspektive der Französischen Romantik auf dem Opernspielplan des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden: Jules Massenets „Drame lyrique“
entstand 1885-97 nach Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ und fokussiert aus der literarischen Vorlage in einem psychologischen Kammerspiel das Dreieckesverhältnis von
Werther, Charlotte und Albert. Mehr als der Konflikt mit der gesellschaftlichen Welt, gegen die Werther im Roman kämpft, da ihn sein überspanntes, auch von der Kunst angeregtes
Individualitätsstreben mit der Bürgerlichkeit des Amtmanns, Charlottes und Alberts zusammenstoßen lässt, zeigt die Oper die zwischen Gefühlsemphase und Verzweiflung zerrissene Innenwelt der
Figuren. Ist Werther bei Goethe von einem schwärmerisch-todestrunkene Existentialismus geprägt, der die gesellschaftliche Revolte noch ganz als Gefühlsüberschwang der Sturm-und-Drang-Jugend
begreift, so reiben sich Werther und Charlotte bei Massenet an der Anarchie der Gefühle auf, schonungslos gegen sich und die anderen das Unmögliche bis zum inneren Exzess erlebend. Der
Umschlag vom übersteigerten Glücksgefühl ins nihilistische Chaos des völligen Selbstverlustes ist die zwischenmenschliche Tragik der letztlich unerfüllbaren Liebe zwischen Werther und
Charlotte. Nur weil Werther das von stellvertretendem mütterlichen Pflichtgefühl und vernünftigem Treueversprechen bestimmte Lebensgesetz Charlottes nicht respektiert, und in seinen ebenso
künstlerischen wie emotionalen Allmachtsphantasien die gefährliche Utopie eines unendlichen gemeinsamen Glücks jenseits familiärer und moralischer Konventionen entwirft (sogar der Nebenbuhler
Albert könnte darin seinen Platz finden), durchbricht er die Grenzen der Natur. In Werthers schwärmerischer Naturpoesie - seine berühmte Arie „pourquoi me reveiller“ ist den fiktiven,
naturverherrlichenden Ossian-Gesängen aus Goethes Dichtung nachempfunden – steckt der tödliche Keim einer existentiellen Verletzung. Nur in wenigen Momenten poetischer Unmittelbarkeit
erfahren Charlotte und Werther ein reines, ungebrochenes Glück, so etwa in dem berückenden, wie entrückt wirkenden Duett „Il faut nous séparer“, obwohl über dem Einklang der Liebenden
musikalisch wie von ferne, ahnungsvoll die Trennung anklingt. Mit Werthers Liebe geht ein Riss durch die Natur, worin der Tod lauert. Die Natur verstummt und trauert. Genau diesen Abgrund
beschreibt Massenets nuancenreiche musikalische Sprache. Inspiriert vom „tönenden Schweigen“ des Musikdramas Richard Wagners verweist sie schon auf die atmosphärische Sinnlichkeit des
Impressionismus, verleugnet aber im blühenden Melos der Gesangspartien freilich auch nicht die Tradition des französischen Belcanto. Massenet verlagert das bei Goethe bereits aus einem
unmittelbaren Subjektivismus heraus entwickelte Geschehen durch die mal lyrisch empfindsame, mal dramatisch aufwühlende Musik ins Innenleben der Figuren und erreicht dabei eine emotionale
Konzentration und psychologische Genauigkeit, wie zuvor vielleicht Wagner in „Tristan und Isolde“. Auch Massenets „Werther“ sind „ersichtlich gewordene Taten der Musik“ im Geiste des
jungen Goethe – nicht zuletzt auch, weil Massenet nach einer Deutschlandreise im Jahr 1885 mit Besuch der Bayreuther Festspiele und der Goethe-Stadt Wetzlar, wo 100 Jahre zuvor die „Leiden
des jungen Werthers“ niedergeschrieben wurden, den Plan zur Vertonung des Briefromans gefasst hat.
Diese durch die Musik offen gelegte Schutzlosigkeit der Figuren in ihrer Befangenheit
zwischen Glückseuphorie und Todesverzweiflung, individuellem Wunschdenken und öffentlicher Lebensrolle interessiert Regisseurin Konstanze Lauterbach, die nach ihren Wiesbadener
Schauspielinszenierungen „Mädchen in Uniform“, „Die Geierwally“, „Bernarda Albas Haus“ und „Die Jüdin von Toledo“ hier nun auch für das Musiktheater arbeitet. Nach Operninszenierungen u.a. am
Bremer Theater und der Semperoper Dresden gehört sie mit ihren stilistisch vom Tanztheater und dem Denken Heiner Müllers beeinflussten Inszenierungen zu den interessantesten Regisseurinnen
mit einer unverwechselbaren ästhetischen Handschrift. Es geht ihr nicht um die sentimentale Außenseite der Figuren sondern um deren existentiellen Kern. Der wahre Schauplatz des Musiktheaters
ist der leidenschaftliche Austrag emotionaler Konflikte, aufgerieben durch die mal beseligende, mal quälende Wahrheit der Musik. [© Staatstheater Wiesbaden]
Zu Gast in „Werther“ Martin Homrich (Werther) war Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, bevor
er 2001 an die Sächsische Staatsoper Dresden (Semperoper) wechselte. Dort singt er neben den großen Mozartpartien wie Tamino, Tito, Don Ottavio, Belmonte und Ferrando auch Flamand in
R.Strauss' "Capriccio", Tom Rakewell in Strawinskys "The Rakes Progress", Macduff in Verdis "Macbeth", Hans in Smetanas "Die Verkaufte Braut" und Max
in Webers "Freischütz". Gastspiele führten ihn an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die Hamburgische Staatsoper, die Bayerische Staatsoper, die Opera Bastille, Paris, die
Königliche Oper Kopenhagen, die Niederländische Oper, Amsterdam, die Opera Berlioz in Montepellier und an die Staatstheater in Wiesbaden und Stuttgart. Mit bedeutenden Orchestern wie dem
Concerto Köln, dem Balthasar-Neumann-Ensemble, den Sinfonieorchestern des Bayerischen, Norddeutschen und Mitteldeutschen Rundfunks oder dem Orchestre National de France gastierte Martin
Homrich u.a. bei den Schwetzinger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival und den Ludwigsburger Schloßfestspielen. Dabei arbeitete er mit den Dirigenten Daniel Barenboim, Kent
Nagano, Fabio Luisi, Marek Janowski, Stefan Soltesz, Semyon Bychkov, Armin Jordan, Peter Schreier und Thomas Hengelbrock.
In Wiesbaden gastierte Martin Homrich zuletzt als Max in der Neuproduktion von Webers „Der Freischütz“ und als Narraboth in „Salome“.
Opernforum zu „Werther“: 28. September 2008, 11 Uhr, Foyer Worin unterscheiden sich Goethes Briefroman und Massenets „Drame lyrique“? Wie gestalten Musik und
Inszenierung das „Kraftwerk der Gefühle“ zwischen den Figuren? Weshalb trauert und schweigt die Natur? Diese und andere Fragen werden vom Produktionsteam erörtert. Mitgliedes des Ensembles
präsentieren musikalische Ausschnitte. Moderation: Bodo Busse Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde des Hessischen Staatstheaters e.V.
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 29. März 08
Weitere Vorstellungen in der Saison 2007/08: 8., 13., 20. und 30. April sowie 22. und 27. Mai, jeweils 19.30 Uhr
Musikalische Leitung: Thomas Dorsch Inszenierung:
Tatjana Gürbaca Bühne und Kostüme: Marc Weeger, Silke Willrett Licht: Ernst Schießl Dramaturgie: Barbara Gräb
Besetzung: Werther:
Sergio Blazquez Albert: Richard Morrison Le Bailli, der Amtmann: Dietrich Greve Schmidt, Freund des Bailli: Martin Erhard Johann Freund des Bailli:
Patrick Pobeschin Brühlmann, ein junger Mann: Hans-Helge Gerlik Charlotte, Tochter des Bailli: Patricia Roach Sophie, ihre Schwester: Tatjana Charalgina
Käthchen, eine junge Frau: Miriam Lenz Charlottes und Sophies kleine Geschwister:
Ina Dürig / Noreen Jung / Dominika Reddig / Regina Schumacher, Muriel Korz / Mareike Präve, Laura Lang / Helen Müller; Julian Becker / Konrad König, Alexander Bihn / Adrian De Lon, Sebastian Hartmann / David Levy, Carlo Löhr / Martin Pfeiffer
Charlotte und Werhter im Alter: Anita Haunstetter / Ursula Jagtiani / Eva Luft; alois Dehos / Wolfgang Levin
Statisterie des Staatstheaters Mainz (Keitung Dieter Rößler)
Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Besprechung auf kulturfreak.de
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Werther Staatstheater Mainz Le Bailli (Dietrich Greve)und seine kleinen Kinder
(Mitgliedern des Mainzer Domchores und des Mädchenchores am Dom und St. Quintin) Foto: Martina Pipprich
„Jeder Jüngling sehnt sich, so zu lieben. / Jedes Mädchen, so geliebt zu sein; / Ach, der heiligste von unsern Trieben, / Warum quillt aus ihm die grimme Pein?", so die Zeilen, die
Goethe seinem Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers" voranstellte. Sein Erstling aus dem Jahre 1774, der schnell zu einem Bestseller wurde, erfuhr seine prominenteste
Vertonung 1892 durch Jules Massenet. Der französische Komponist wurde angeblich während eines Besuch des Hauses in Wetzlar, wo Goethe seinen „Werther" verfasste,
auf den Stoff aufmerksam und begann kurze Zeit später, den Roman für die Opernbühne zu bearbeiten. Dabei gab er Charlotte neben der Titelfigur Werther eine tragende Rolle.
Anders als im Roman bringt nun Charlotte Werther die gleichen Gefühle entgegen, wie er ihr: Als sich die beiden das erste Mal treffen, verliebt sich Werther auf den ersten Blick
in Charlotte. Auch wenn sie seine Gefühle erwidert, heiratet sie dennoch ihren Verlobten Albert, wie sie es einst ihrer Mutter am Sterbebett schwor. Bei einem Fest muss
Werther den vertrauten Umgang von Charlotte und Albert beobachten und sehnt sich danach zu sterben. Er versucht, um Charlotte zu werben. Doch sie bittet ihn zu gehen und
erst an Weihnachten wieder zu kommen. Darauf besucht Werther Charlotte am Heiligen Abend und bedrängt sie erneut, sodass sie ihn für immer fortschickt. In einem Brief
fordert Werther von Albert Pistolen. Charlotte bemerkt zu spät, dass Werther seinen Selbstmord plant und kann ihre Liebe nur noch dem Sterbenden gestehen.
Massenet gelang mit seiner Tonsprache eine kongeniale Umsetzung der von Goethe gestalteten Gefühlsbeschreibungen: Die Partitur berührt vor allem durch die einfühlsame, die
Situationen und Seelenqualen der Liebenden nachzeichnende Musik. Bis heute hat „Werther" nichts von seiner Aktualität verloren.
Die Regie übernimmt die in der Zeitschrift „Opernwelt" mehrfach für ihre Inszenierungen nominierte junge Regisseurin Tatjana Gürbaca. Sie beeindruckte das Mainzer Publikum -
neben Produktionen u. a. an der Staatsoper Berlin, der Volksoper Wien und dem Festspielhaus Baden-Baden - bereits in der vergangenen Spielzeit mit ihrer Inszenierung von
Donizettis „Lucia di Lammermoor". [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 11. Dezember 05
Wiederaufnahme in der Saison 2008/09: 19. Juni 09 Weitere Vorstellungen: 22., 27. Juni, 3. Juli 09
Wiederaufnahme in der Saison 2006/07: 16. November 06
Musikalische Leitung: Carlo Franci / Johannes Debus / Constantinos Carydis
Inszenierung: Willy Decker / Johannes Erath Szenische Leitung der Wiederaufnahme 2009: Ludivine Petit Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann Licht: J
oachim Klein Kinderchor: Michael Clark
Mitwirkende:
Charlotte: Kristine Jepson / Claudia Mahnke / Alice Coote Sophie: Britta Stallmeister / Anna Ryberg / Britta Stallmeister
Werther: Piotr Beczala / Stefano Secco Albert: Nathaniel Webster / Michael Nagy Johann: Simon Bailey / Forian Plock / Dong-Jun Wang (Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt) La Bailli: Franz Mayer / Franz Mayer Schmidt:
Michael McCown / Peter Marsh Brühlmann: Chad Graham
Kätchen: Jasmin Etezadzadeh Kinderchor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester
„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (...) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in
Szene gesetzt. (...) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch
sehr en vogue sind.“ So urteilte die Presse nach der Premiere der Oper von Jules Massenet (1842-1912) in der Inszenierung von Willy Decker am 11. Dezember 2005, einer
Originalproduktion der Nederlandse Opera Amsterdam.
Zum Inhalt: Werther liebt Charlotte, doch diese ist mit Albert verlobt und weist den schwärmerischen jungen Mann zurück: Am Sterbebett hat sie ihrer Mutter versprochen, Albert
zum Mann zu nehmen. Nach der Hochzeit treffen sich Charlotte und Werther erneut, und sie muss feststellen, dass er ihr nicht gleichgültig ist. Auch Werthers Zuneigung zu ihr
ist nicht geringer geworden. Von der Ausweglosigkeit der Situation überzeugt, bittet Werther Albert um dessen Pistolen, er will sich auf eine längere Reise begeben. Der
inzwischen misstrauisch gewordene Ehemann zwingt seine entsetzte Frau, die Waffen herauszugeben. Voller dunkler Vorahnungen eilt Charlotte dem Unglücklichen nach,
doch sie kommt zu spät – tödlich verwundet stirbt er in ihren Armen.
Die musikalische Leitung dieser zweiten Wiederaufnahme der Produktion hat der junge Grieche Constantinos Carydis. Nach Positionen als Kapellmeister am Staatstheater am
Gärtnerplatz in München und der Staatsoper Stuttgart ist er nun freiberuflich tätig. Zu den letzten Stationen seiner Karriere gehören die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die
Wiener Staatsoper und das Royal Opera House Covent Garden in London. An der Oper Frankfurt debütierte er 2006/07 äußerst erfolgreich mit Mozarts Die Zauberflöte. In der
Titelpartie gibt der junge italienische Tenor Stefano Secco sein Hausdebüt. Der international gefragte Künstler ist gerade auch anstatt des erkrankten Rolando Villazón als
Werther im Festspielhaus Baden-Baden zu erleben. Alice Coote kehrt in der Partie der Charlotte an die Oper Frankfurt zurück, wo sie 2006 als Sesto in Mozarts Titus sowie 2008
mit einem Liederabend große Erfolge feierte. Zu ihren jüngsten Aufgaben gehören Humperdincks Hänsel an der Metropolitan Opera in New York und Orsini in Donizettis Lucrezia
Borgia an der Bayerischen Staatsoper in München. Aus dem Ensemble steigen Michael Nagy (Albert) und Peter Marsh (Schmidt) sowie aus dem Opernstudio Dong-Jun Wang
(Johann) neu in die Produktion ein, während Britta Stallmeister (Sophie) und Franz Mayer (Le Bailli) bereits zur Premierenbesetzung gehörten. [© Oper Frankfurt]
Besprechung auf kulturfreak.de Bericht von der Einführungsveranstaltung Oper Extra zu “Werther”
www.oper-frankfurt.de
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Der Wildschütz Komische Oper in drei Akten
Von: Albert Lortzing Text:
vom Komponisten nach August von Kotzebue Uraufführung: 31. Dezember 1842 (Leipzig, Stadttheater)
Zur Inszenierung des THEATER BONN: (Koproduktion mit dem Theater Chemnitz)
Premiere: 8. Mai 11
Musikalische Leitung:
Robin Engelen Inszenierung: Dietrich W. Hilsdorf Bühne: Dieter Richter Kostüme: Renate Schmitzer Licht: Thomas Roscher Choreinstudierung:
Sibylle Wagner Einstudierung des Kinderchores: Ekaterina Klewitz Szenische Leitung der Bonner Einstudierung: Ralf Budde
Besetzung:
Graf von Eberbach: Giorgos Kanarie Die Gräfin, seine Gemahlin: Anjara I. Bartz Baron Kronthal, Bruder der Gräfin: Mirko Roschkowski
Baronin Freimann, eine junge Witwe: Julia Kamenik Nanette, ihr Kammermädchen: Kathrin Leidig Baculus, Schulmeister: Renatus Mészár Gretchen, seine Braut:
Emiliya Ivanova Pankratius, Haushofmeister auf dem gräflichen Schloss: Carlos Krause
Chor und Kinderchor des THEATER BONN Statisterie des THEATER BONN
Beethoven Orchester Bonn
www.theater-bonn.de
Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:
Premiere: 22. Mai 10
Musikalische Leitung:
Leo Siberski Inszenierung: Wolf-Dietrich Sprenger Bühne und Kostüme: Achim Römer Choreinstudierung: Hagen Enke, Olga Kisseleva Dramaturgie:
Jón Philipp von Linden
Besetzung:
Graf von Eberbach: Meik Schwalm Die Gräfin (Eleonore): Sünne Peters Baron Kronthal: Eric Laporte
Baronin Freimann: Melanie Kreuter Nanette: Aukse Urbanaviciene Baculus: Jacek Janiszewski Gretchen: Cornelie Isenbürger Pankratius: Lutz Laible
Ein Gast: Yun Geun Choi
Die Mär vom armen Dorfschulmeisterlein, das aus sozialem Druck heraus einen (vermeintlichen) Bock schießt und sich damit aus der Gehaltsliste des dorf-,
wald- und wildbesitzenden Grafen Eberbach herauskatapultiert, ist Gegenstand einer fast in Vergessenheit geratenen Spieloper von Albert Lortzing, jener Gattung, die im
Musiktheater-Koordinatensystem irgendwo zwischen Opéra-bouffe, Rossini, Zauberflöte und Operette zu suchen ist und ob ihres biedermeierlichen Hintergrunds gern als »harmlos« unterschätzt
wird. Was den Wildschütz betrifft: weit gefehlt! Jener Schuss, der bereits die Ouvertüre in zwei Stücke zerreißt, löst eine Handlung aus, die auf der »bürgerlichen« Seite von den
Schrecken drohender Arbeitslosigkeit berichtet und dem Kapitalismus einen Startschuss gibt, auf der adeligen dagegen zwei hemmungslose Schürzenjäger entlarvt und das Walten »nach
Gutsherrenart« aushebelt. Wie das? Des Dorflehrers Verlobte Gretchen will seine Reputation beim Grafen wiederherstellen, doch aus Angst, sie zu verlieren, beauftragt er einen des Wegs
kommenden Studenten, sich als Gretchen dieser Aufgabe anzunehmen. Der Student ist in Wahrheit die Baronin Freimann, die nun eine ideale Tarnung hat, um heimlich einen ihr vom Grafen
vorgeschlagenen Bräutigam zu testen. Schon ist die schönste Verwechslungskomödie im Gange, durchblutet von Lortzings ensembleverliebter, frischer Musiksprache, die das parlierende Duett
genauso kennt wie schmetternde Chöre und idyllische Arien. In Bielefeld lange nicht gespielt, gehörte Der Wildschütz seit seiner Uraufführung 1842 jahrzehntelang zu den Hits des
Opernrepertoires – zu Recht, wie sich bei der »Neubefeuerung« zeigt, die Wolf-Dietrich Sprenger und sein Bühnen- und Kostümbilder Achim Römer unternehmen; zudem ein Paradestück für das
spielfreudige Bielefelder Opernensemble, den Opernchor, die Chorinis und nicht zuletzt die Philharmoniker unter Leo Siberski.
Musikalische Leitung: Leo Siberski ist seit Beginn der Spielzeit 2007/08 1. Kapellmeister am Theater Bielefeld. Sein Debüt gab er mit seinem Dirigat bei der Aufführung von
Der Sturm. Seitdem dirigierte er u.a. auch Lakmé, Roberto Galvans Tanzabend Requiem, die Aufführungen von Mike Svobodas Oper Erwin, das Naturtalent, Puccinis La Bohème, den Tanzabend Erste
Symphonie von Johannes Brahms und Glinkas Ruslan und Ludmila. Dem Werdegang Leo Siberskis als Dirigent ging eine erfolgreiche Laufbahn als Instrumentalist voraus. Bereits im Alter von 22
Jahren war er Solo-Trompeter der Staatskapelle Berlin, Primarius des Deutschen Blechbläserquintetts und Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters. Fünf Jahre später, kurz nach seiner
Aufnahme an die renommierte Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin bei Professor Rolf Reuter, gab er sein Dirigier-Debüt an der Staatsoper Unter den Linden mit der
Kinderopernproduktion Cinderella von P.M. Davies. In den darauf folgenden Jahren wurde er zum Künstlerischen Leiter der Kammerphilharmonie Berlin ernannt. Weitere Konzerte gab er mit dem
Berliner Sinfonieorchester, den Bremer Philharmonikern, den Berliner Sinfonikern, dem Staatsorchester Hannover und dem Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau. Seit 2003 leitet er mehrmals
im Jahr das Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg. 2003 engagierte Daniel Barenboim Leo Siberski als Assistenten an die Staatsoper Berlin. Seitdem ist auch die Zahl seiner Operndirigate
angewachsen, so mit dem London Philharmonic Orchestra bei der Glyndebourne Festival Opera 2003 (Fledermaus) und an verschiedenen deutschen Theatern wie der Sächsischen Staatsoper in Dresden
und der Kammeroper Rheinsberg. Leo Siberski war wiederholt zu Gast bei den Bremer Philharmonikern, dem RSO Saarbrücken, der Deutschen Kammerakademie Neuss und an der Komischen Oper Berlin.
Engagements erhielt er vom Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Sinfonieorchester des MDR in Leipzig.
Inszenierung:
Seit 1997 arbeitet der Regisseur, Schauspieler und Autor Wolf-Dietrich Sprenger freiberuflich an verschiedenen Theatern, u.a. in Hamburg, Zürich, Stuttgart, Düsseldorf, Bremen, Hannover, St. Gallen und Wien. Zu seinen Inszenierungen zählen u.a. Über allen Gipfeln ist Ruh, Die Glasmenagerie, Der Revisor, Enigma und Clavigo. Am Theater Bielefeld hat er in der Spielzeit 07/08 bereits die Komödie Ein seltsames Paar und in der Spielzeit 08/09 Mozarts Titus (La Clemenza di Tito) in Szene gesetzt.
Wolf-Dietrich Sprenger, geboren 1942 in Zeitz, begann nach dem Abitur ein Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in Westberlin, wechselte dann ins praktische Fach. 1966
debütierte er am Forum- Theater Berlin. Nach ersten Engagements in Flensburg und Krefeld wurde er 1972 ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg verpflichtet, wo er als Schauspieler, Regisseur und
Bühnenautor hervortrat und u.a. mit Jürgen Flimm, Peter Zadek und Luc Bondy zusammenarbeitete. Ab 1979 wirkte Sprenger am Schauspiel Köln, bis er 1985 gemeinsam mit Jürgen Flimm ans Thalia
Theater in Hamburg kam. Neben seiner Arbeit auf der Bühne hat Wolf-Dietrich Sprenger auch diverse Film- und Fernsehrollen übernommen. Beim Film arbeitete er u.a. mit Jan Schütte, Ilse
Hofmann, Hajo Gies, Heinrich Breloer und Horst Königstein zusammen.
Bühne und Kostüme: Achim Römer,
geboren 1953 in Ludwigsburg, arbeitete nach seinem Studium an der Fachakademie für Farbe und Gestaltung in Stuttgart zunächst als Theatermaler am Staatstheater Stuttgart. Von 1978-80 war er
als Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Bochum. Anschließend ging er als Bühnenbildner und Ausstattungsleiter erst ans Staatstheater Nürnberg, dann ans Schauspiel Köln. Seit 1991 ist Achim
Römer freiberuflich an zahlreichen Theatern in Städten wie Hamburg, Berlin, Köln, München, Düsseldorf, Zürich, Wien, Rotterdam und Bremen tätig. Bereits seit 14 Jahren arbeitet er
kontinuierlich mit dem Regisseur Wolf-Dietrich Sprenger zusammen. Aber auch für Inszenierungen von Regisseuren wie Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Manfred Karge oder Christian Schlüter hat er
Ausstattungen kreiert. [© Theater Bielefeld]
www.theater-bielefeld.de
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