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Oper Stückeinfos: V
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Die verkaufte Braut Komische Oper in drei Akten
Von: Bedřich Smetana (02.03.1824-12.05.1884) Text von:
Karel Boromejský Jan Sabina Uraufführung 1. Fassung, mit Dialog: 30. Mai 1866 (Prag, Interimstheater) Uraufführung 2. Fassung, mit Rezitativen:
2. April 1871 (St. Petersburg) Deutschsprachige Erstaufführung: 2. April 1893 (Wien, Theater an der Wien)
Zur Inszenierung des Münchner Gärtnerplatztheaters:
Premiere: 8. Oktober 11
In der Regiefassung für das Staatstheater am Gärtnerplatz von Peter Baumgardt
Musikalische Leitung: Lukas Beikircher Inszenierung: Peter Baumgardt
Bühne und Kostüme: Stephan Rinke
Besetzung:
Kruschina, ein Bauer: Gregor Dalal / Gary Martin Ludmilla, seine Frau: Rita Kapfhammer / Ann-Katrin Naidu
Marie, beider Tochter: Heike Susanne Daum / Stefanie Kunschke Micha, Grundbesitzer: Martin Hausberg Háta, seine Frau: Snejinka Avramova / Susanne Heyng
Wenzel, beider Sohn: Hans Kittelmann / Mario Podrecnik Hans, Michas Sohn aus erster Ehe: Tilmann Unger / Harrie van der Plas Kecal, Heiratsvermittler:
Derrick Ballard / Holger Ohlmann Springer, Direktor d. Wandertruppe: Dirk Lohr Esmeralda, Tänzerin: Christina Gerstberger / Ella Tyran
DIE VERKAUFTE BRAUT – Eröffnungspremiere am Münchner Gärtnerplatztheater Peter Baumgardt inszeniert die Eröffnungspremiere der Spielzeit 2011/12 am Gärtnerplatz und bringt
nach 15 Jahren Smetanas “Die verkaufte Braut” wieder auf die Bühne. Zur Eröffnung der Spielzeit 2011/12 bringt das Staatstheater am Gärtnerplatz mit Friedrich
Smetanas “Die verkaufte Braut” ein für den Gärtnerplatz-Spielplan originäres Werk zurück ins Programm. Nach Inszenierungen der ehemaligen Intendanten Kurt Pscherer (1965) und Hellmuth
Matiasek (1986) übernimmt jetzt Peter Baumgardt die Regie für die Premiere am 8. Oktober. Der international erfahrene Regisseur, Intendant, Kulturmanager und designierte Leiter der Festspiele
Europäische Wochen Passau war selbst lange Jahre als Regieassistent, später erster Spielleiter und persönlicher Mitarbeiter Matiaseks, am Gärtnerplatztheater tätig. Lukas Beikircher,
stellvertretender Chefdirigent, dirigiert das gleichermaßen volkstümliche wie anspruchsvolle Werk, das als die tschechische Nationaloper schlechthin gilt. Mitreißende rhytmische aber auch
lyrische Melodien prägen es ebenso wie die später hinzugefügten berühmten Tänze Polka, Furiant und Springtanz.
Das Thema der Verkauften Braut aber, der Konflikt zwischen Alt und Jung, zwischen rational denkenden Eltern und lebenshungrigen Jungen, ist ein allgemeingültiges: Marie liebt Hans und
Hans liebt Marie. Deren Eltern wollen sie aber mit Wenzel, dem Sohn des reichen Micha, verheiraten. Marie gelingt es, Wenzel inkognito davon zu überzeugen, dass seine versprochene Braut
nichts Gutes im Schilde führt. Hans narrt derweil den Heiratsvermittler Kecal. Der möchte Hans den Verzicht auf Marie für eine hübsche Summe abringen. Hans geht zum Schein auf diesen Handel
ein und verkauft seine Braut unter der Bedingung, dass wirklich nur ein Sohn des reichen Micha Marie ehelichen dürfe. Wie praktisch, dass sich herausstellt. dass er selbst der erstgeborene
Sohn Michas ist. So fügt sich – schließlich handelt es sich um eine komische Oper – alles zum Guten: Wenzel findet sein Glück bei der Tänzerin Esmeralda und Marie und Hans werden Braut und
Bräutigam. Peter Baumgardt begreift das Stück bei aller Komik nicht nur als pralle Volksoper mit vielen Chor- und Tanzszenen, sondern auch als Kammerspiel und behandelt die Nöte und
Konflikte der Figuren mit großer Ernsthaftigkeit. Ausstatter Stephan Rinke schafft dazu in Bühne und Kostümen einen delikaten Rahmen samt Milchbar im Fliegenpilz-Pavillon aus den 50er Jahren.
So fordert das Inszenierungsteam erneut das spielfreudige Gärtnerplatz-Ensemble heraus. Im Mittelpunkt stehen Heike Susanne Daum und Stefanie Kunschke, die in der Partie der Marie
alternieren. An ihrer Seite als Hans: Tilmann Unger und Harrie van der Plas. Der verschmähte Wenzel wird alternierend von Hans Kittelmann und Mario Podrecnik verkörpert. Außerdem darf sich
das Publikum auf Derrick Ballard und Holger Ohlmann in der Rolle des verschlagenen Heiratsvermittlers Kecal freuen. [© Gärtnerplatztheater]
www.gaertnerplatztheater.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 19. Juni 10
Musikalische Leitung:
Andreas Hotz Inszenierung: Tatjana Gürbaca Bühnenbild: Marc Weeger Kostüme: Silke Willrett Choreinstudierung:
Sebastian Hernandez-Laverny Beleuchtung: Stefan Bauer Dramaturgie: Carsten Jenß Regie-Assistenz: Karolina Walkowicz Bühnenbild-Assistenz: Kathrin Krause
Kostüm-Assistenz: Mareike Uhlig Inspizienz: Christiane Knopf Souffleuse: Iris Conrad
Besetzung:
Kruschina: Milen Stradalski
Kathinka: Patricia Roach Marie: Susanne Geb Micha: Ion Grigorescu Agnes: Katherine Marriott Wenzel: Alexander Kröner
Carmen, ein Zigeunermädchen: Tara Venditti Hans: Alexander Spemann Kezal: Hans-Otto Weiß Direktor: Ks. Jürgen Rust Esmeralda:
Inga-Britt Andersson/Tatjana Charalgina Muff: Hans-Helge Gerlik
Besprechung auf kulturfreak.de
Die verkaufte Braut Staatstheater Mainz Marie (Susanne Geb) und Hans (Alexander Spemann) Foto: Martina Pipprich
Tatjana Gürbaca, mehrfach in der Zeitschrift Opernwelt für ihre Produktionen nominiert, studierte Regie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" in Berlin und besuchte
Meisterkurse u. a. bei Ruth Berghaus und Peter Konwitschny. Es folgten Engagements an zahlreichen Theatern, u. a. an der Staatsoper Unter den Linden und der Deutschen
Oper Berlin, der Wiener Volksoper, der Oper Leipzig, am Festspielhaus Baden-Baden sowie in Nowosibirsk. Am Staatstheater Mainz inszenierte sie bereits Donizettis „Lucia di
Lammermoor" sowie die beiden Massenet-Opern „Werther" und „Manon". An der Vlaamse Opera begann sie 2009 mit „Mazeppa" eine Tschaikowskij-Trilogie, es folgen in diesem
Jahr „Carmen" an der Oper Leipzig und „Salome." an der Deutschen Oper am Rhein.
Andreas Hotz wurde 2008 als bis dato einziger deutscher Dirigent Preisträger des renommierten Dirigierwettbewerbs Sir Georg Solti und gastiert seitdem regelmäßig als
vielversprechendes Talent der jungen Dirigentengeneration bei vielen Orchestern im In-und Ausland. Er wurde vielfach mit Stipendien ausgezeichnet. Seit 2006 befindet er sich
im Stipendiatenprogramm des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates und wurde in die Künstlerliste der „Maestros von Morgen" aufgenommen. Nach ersten Engagements
an der Oper Frankfurt und dem Staatstheater Darmstadt, wo er u. a. „Die Entführung aus dem Serail" und „II barbiere di Siviglia" dirigierte, wechselte er 2006 als 1. Koordinierter
Kapellmeister ans Pfalztheater Kaiserslautern. Hier leitete Andreas Hotz zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen, u. a. „Norma", „Tiefland", „Elektra", „Otello", „Don
Pasquale", „Die Fledermaus", „Zar und Zimmermann", „Jonny spielt auf", „Mefistofele", „Hoffmanns Erzählungen", „II trovatore" und „Der fliegende Holländer". Als Operndirigent
gastierte er darüber hinaus am Staatstheater Wiesbaden mit „King Arthur" und „La Traviata". Andreas Hotz wird ab nächster Spielzeit 1. Kapellmeister am Staatstheater Mainz.
[© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung des Theater Freiburg:
Premiere: 19. Mai 07
(in deutscher Übersetzung von Kurt Honolka)
Musikalische Leitung: Johannes Knapp Regie: Christian Sedelmayer Bühne: Christian Sedelmayer Kostüme:
Moritz Junge Choreographie: Susie Wimmer Licht: Michael Phillipp Dramaturgie: Andri Hardmeier Chor: Bernhard Moncado
Marie: Jana Havranová
Kruschina: Matthias Flohr Ludmila: Yaroslava Vikhrova Háta: Anja Jung Micha: Radu Cojocariu Wenzel: Roberto Gionfriddo Hans:
Alexey Kosarev Kecal: Peter Klaveness Zirkusdirektor: Peter Hans Parsch Esmeralda: Lini Gong
Opernchor des Theater Freiburg
Philharmonisches Orchester Freiburg
Stellen Sie sich vor, Sie würden von Ihrem Verlobten für dreihundert Gulden an einen anderen verkauft. So ergeht es Marie in Smetanas Singspiel. Ihr Hans lässt sich auf einen
eigentlichen Kuhhandel ein, der ihm aber nicht nur finanzielle Vorteile verschafft, sondern auch das Vertrauen seiner Braut aufs Spiel setzt. Selbst wenn sich schließlich alles
doch zum Guten zu wenden scheint und sich der neue Bräutigam als der einstige Verlobte erweist, hinterlässt diese Erfahrung einen bitteren Nachgeschmack. Muss Heirat
rentabel sein – rechnet sich Liebe? Der urwüchsige Humor und der böhmisch-volkstümliche Einschlag von Smetanas kraftvoller Musik macht diese tschechische »Nationaloper«
zu einer tiefgründigen, doppelschichtigen Betrachtung gesellschaftlicher Verhältnisse. [© Theater Freiburg]
„Die Geschichte ist in erster Linie ein Transportmittel, um das bizarre Verhalten der Menschen sichtbar zu machen. Es geht in dem Stück um gegenseitige wirtschaftliche
Ausbeutung und um eine Gesellschaft, die einem beibringt, sich ausbeuterisch zu verhalten. Der unerwartete Widerstand eines einzelnen bringt dieses System ins Kippen und
eröffnet urplötzlich einen Einblick in die Emotionen der Personen.“ Christian Sedelmayer
www.theater.freiburg.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: Sonntag, 21. Mai 06
Wiederaufnahme in der Saison 2006/07: 7. September 06
Musikalische Leitung: Roland Böer (Wiederaufnahme auch Kartmut Keil) Inszenierung: Stein Winge
Bühnenbild: Benoît Dugardyn Kostüme: Jorge Jara Dramaturgie: Zsolt Horpácsy Licht: Frank Keller Chor: Alessandro Zuppardo
Besetzung:
Kruschina, Bauer: Franz Mayer Kathinka, seine Frau: Sonja Mühleck Marie, beider Tochter:
Maria Fontosh (Wiederaufnahme: Danielle Halbwachs / Barbara Zechmeister) Micha, Grundbesitzer: Dietrich Volle Háta, seine Frau: Margit Neubauer Wenzel, beider Sohn:
Carsten Süß (Wiederaufnahme: Jussi Myllys / Peter Marsh) Hans, Michas Sohn aus erster Ehe: Jonas Kaufmann (Wiederaufnahme: Frank van Aken) Kecal, Heiratsvermittler:
Gregory Frank (Wiederaufnahme auch Bálint Szabó) Zirkusdirektor: Carlos Krause (Wiederaufnahme: Michael McCown) Esmeralda, Tänzerin:
Tamara Weimerich (Wiederaufnahme: Elin Carlsson) Muff: Gérard Lavalle Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester
Bedřich Smetana
(1824-1884) komponierte mit der Verkauften Braut die tschechische Nationaloper par excellence. In seiner Heimat als Wagnerianer verschrien, wollte er
beweisen, daß er auch den volkstümlichen Stil beherrscht. Gleichwohl war die Uraufführung 1866 ein Mißerfolg. Erst nach einer Überarbeitung konnte die Oper 1892 in Wien
ihren weltweiten Siegeszug antreten.
Zum Inhalt:
Marie liebt Hans, soll aber nach dem Willen ihrer Eltern den Tölpel Wenzel heiraten, den Sohn des reichen Micha. Durch eine List gelingt es Hans, trotz aller Widrigkeiten die
Hand der Geliebten zu gewinnen: Niemand weiß, dass er in Wirklichkeit der verschollen geglaubte Halbbruder Wenzels ist. So verkauft er seine Braut an den Heiratsvermittler
Kecal unter der Bedingung, daß diese nur Michas Sohn und keinen anderen heiraten dürfe. Marie sieht sich verraten, kann aber nach Aufdeckung der wahren Verhältnisse
den Geliebten in die Arme schließen.
Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion liegt bei Kapellmeister Roland Böer, der erst kürzlich große Erfolge mit Mozarts Titus an der English National Opera in London
und Puccinis Manon Lescaut in Stockholm feiern konnte. Der Norweger Stein Winge gehört seit den 90er Jahren zu den renommiertesten Regisseuren der internationalen
Opernszene. Zu seinen Arbeiten in dieser Saison gehören u.a. Beethovens Fidelio in Leipzig und Wagners Fliegender Holländer in Mannheim. Von 2002 bis 2004 war Maria
Fontosh Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Die Partie der Marie sang sie bereits in Stockholm, 2005 war sie an der Opéra Bastille in Paris als Musette in La Bohème zu erleben. Der Tenor Carsten Süß (Wenzel) wirkte bereits in zahlreichen Frankfurter Produktionen mit und kehrte 2005/06 als Belfiore in der Wiederaufnahme von Viaggio a
Reims hierher zurück. Jonas Kaufmann (Hans), Mitglied des Opernhauses Zürich, stellte sich dem Publikum der Oper Frankfurt im Oktober 2005 anläßlich eines stark
akklamierten Liederabends vor, zudem gastiert er an den Opernhäusern von Wien, Paris und New York. Aus dem Opernensemble ist u.a. Gregory Frank (Kecal) zu erleben.
Ein Wiedersehen gibt es auch mit Kammersänger Carlos Krause in der Partie des Zirkusdirektor; der Bassbariton feierte kürzlich seinen 70. Geburtstag und sein 50jähriges
Bühnenjubiläum. [Text: Oper Frankfurt)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis
4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10%.
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Il viaggio a Reims, ossia L'albergo del giglio d'oro (Die Reise nach Reims oder Das Hotel zur goldenen Lilie)
Dramma giocoso
Von: Gioacchino Rossini (1792 - 1868) Text: Giuseppe Luigi Balloco Uraufführung: 19. Juni 1825 (Paris, Italienische Oper)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 5. Dezember 04 2. Wiederaufnahmepremiere:
9. Mai 08 Weitere Vorstellungen: 12., 22., 24. Mai, 7., 14. (Oper für alle, 18.00 Uhr) Juni 08 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr.
Musikalische Leitung: Johannes Debus Inszenierung: Dale Duesing Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer Bühnenbild: Boris Kudlička
Kostüme: Nicky Shaw Dramaturgie: Norbert Abels Licht: Olaf Winter Chor: Alessandro Zuppardo
Besetzung:
Corinna: Elin Rombo
La Marchesa Melibea: Stella Grigorian La Contessa Folleville: Victoria Joyce Madama Cortese: Simona Šaturová Il Cavalier Belfiore: Emanuele D’Aguanno
Il Conte di Libenskof: John Tessier Lord Sidney: Soon-Won Kang Don Profondo: Simon Bailey Il Barone di Trombonok: Franz Mayer Don Alvaro: Michael Nagy / Nathaniel Webster (22., 24. Mai 2008)
Don Prudenzio: Dietrich Volle Maddalena: Paula Murrihy Luigino: Hans-Jürgern Lazar u.a.
Mit Il viaggio a Reims von Gioacchino Rossini (1792-1868)
legte der renommierte amerikanische Bariton Dale Duesing, als Sänger ein oft und gern gesehener Gast an der Oper Frankfurt, in der Spielzeit 2004/05 sein bei Publikum und Presse gleichermaßen
erfolgreiches Regiedebüt vor, dem im März 2008 im Bockenheimer Depot seine Sicht auf Benjamin Brittens The Rape of Lucretia folgte. Nach der Premiere von Il viaggio a Reims am 5. Dezember
2004 im Opernhaus schloss ein Rezensent seine Kritik mit der Bemerkung: „Rossini lächelt. Stehende Ovationen ohne Ende.“
Nun wird die Produktion zum zweiten und letzten Mal
wiederaufgenommen, und die Besetzungsliste weist einige neue Namen auf: Die musikalische Leitung hat jetzt Kapellmeister Johannes Debus, der erst kürzlich einen großen Erfolg mit Strauss’
Elektra an der Bayerischen Staatsoper in München feiern konnte. Die Engländerin Victoria Joyce (Folleville) musste ihr Hausdebüt an der Oper Frankfurt als Königin der Nacht in Mozarts Die
Zauberflöte krankheitshalber verschieben und holt es nun in dieser Produktion nach. Aus Bratislava stammt Simona Šaturová (Cortese), die in der Spielzeit 2006/07 am Main bereits als Pamina in
der Zauberflöte zu erleben war. Der junge Römer Emanuele D’Aguanno (Belfiore) machte durch seine erfolgreiche Teilnahme bei verschiedenen italienischen Wettbewerben auf sich aufmerksam. Vor
seinem Frankfurt-Debüt gastierte er u.a. an den Opernhäusern von Siena, Pisa und Lucca. John Tessier (Libenskof) stammt aus Kanada, und auch er stellt sich in dieser Produktion erstmals dem
Frankfurter Opernpublikum vor. Zudem gastiert er in dieser Saison als Don Ottavio (Don Giovanni), Lindoro (L’Italiana in Algeri), Fenton (Falstaff) und Tebaldo (I Capuleti e i Montecchi) an
verschiedenen Opernbühnen seines Heimatlandes und Nordamerikas. Nach Auftritten in Frankfurter Produktionen von Die Zauberflöte und La Traviata ist die Irin Paula Murrihy (Maddalena) nun auch
in dieser Produktion vertreten. Aus dem Ensemble singen erstmals Elin Rombo (Corinna), Stella Grigorian (Melibea) und Michael Nagy (Alvaro) in dieser Inszenierung. Simon Bailey verkörperte in
der Premierenserie noch die Partie des Lord Sidney und ist nun als Don Profondo zu erleben. Alle weiteren besetzten Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt haben in der Produktion im Laufe der
Zeit schon einmal gesungen. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Le Villi Opera-ballo in zwei Akten
Von: Giacomo Puccini Text:
Ferdinando Fontana nach der Erzählung Les Willis (1835) von Alphonse Karr Uraufführung 1. Fassung: 31. Mai 1884 (Mailand, Teatro dal Verme)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 4. Oktober 09 Weitere Vorstellungen:
8., 11., 17., 29., 31. Oktober, 5., 8., 13. November 2009, 3., 8., 17. April 2010
Musikalische Leitung: Stefan Solyom / Hartmut Keil Regie: Sandra Leupold
Bühnenbild und Kostüme: Heike Scheele Dramaturgie: Malte Krasting Licht: Joachim Klein Chor: Matthias Köhler
Besetzung:
Guglielmo Wulf:
Peter Sidhom / Bastiaan Everink Anna, seine Tochter: Annalisa Raspagliosi / Barbara Zechmeister Roberto: Carlo Ventre / Yonghoon Lee
Die Oper wird gemeinsam mit Franco Leonis “L´Oracolo” gegeben.
Besprechung auf kulturfreak.de
Sowohl Franco Leoni (1864-1949) als auch
Giacomo Puccini (1858-1924) waren Schüler von Amilcare Ponchielli am Mailänder Konservatorium. Beide konzipierten ihre im Rahmen dieser Frankfurter Neuinszenierung miteinander kombinierten
Opern als Einakter, wobei Puccini seinen Erstling später in eine zweiaktige Fassung umarbeiten sollte. Während sich in Leonis am 28. Juni 1905 in London uraufgeführter Kurzoper die grellen
Stilelemente des Verismo – des Naturalismus auf der Opernbühne – bereits etabliert zu haben scheinen, ist der stilistische Eindruck von Puccinis Werk, das der Komponist erfolglos bei einem
der Wettbewerbe des Verlegers Sozogno eingereicht hatte, weniger eindeutig. So vermittelte sich nach der Uraufführung am 31. Mai 1884 in Mailand der Eindruck, dass hier zwar ein äußerst
talentierter Komponist auf der Suche nach einem neuen, zeitgemäßen Stil sei, er den richtigen Weg jedoch noch nicht gefunden habe. Das Werk Leonis wurde vor allem von Antonio Scotti, dem
Cim-Fen der Uraufführung, propagiert und oft auch an der New Yorker Met aufgeführt, nach seinem Tode aber geriet es schnell in Vergessenheit.
In L’oracolo versucht Cim-Fen, Inhaber
einer Opiumhöhle in San Franciscos Chinatown, seinen gesellschaftlichen Aufstieg durch eine kriminelle Intrige zu beschleunigen. Doch wird er von dem gelehrten Arzt Uin-Scî durchschaut,
dessen Prophezeiung von Cim-Fens Untergang sich am Ende der Handlung bewahrheitet. In Le Villi stirbt Anna aus Gram über die Untreue ihres Geliebten Roberto und rächt sich mit Hilfe der
Willis, der Geister verlassener junger Bräute.
Die musikalische Leitung der Produktion liegt bei Stefan Solyom, der zuletzt 2007/08 anlässlich der Wiederaufnahme von Gounods Faust in
Frankfurt gastierte und seit 1. September 2009 die Position des Generalmusikdirektors am Deutschen Nationaltheater Weimar bekleidet. Nach Dukas’ Ariane et Barbe-Bleue 2007/08 kehrt mit Sandra
Leupold eine der interessantesten jungen Regisseurinnen an den Main zurück. Für beide Opern sind mit Annalisa Raspagliosi, Carlo Ventre und Peter Sidhom internationale Gastsänger engagiert,
die sich dem Frankfurter Opernpublikum während der vergangenen Spielzeiten bereits in den unterschiedlichsten Partien präsentiert haben. Auch mit Ashley Holland als Uin-Scî kehrt in L’oracolo
kein Unbekannter zurück nach Frankfurt. Komplettiert wird die Besetzung durch bewährte Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt. Während des zweiten Teils der Aufführungsserie im April 2010
kommen zahlreiche Alternativbesetzungen zum Einsatz, die musikalische Leitung hat dann Kapellmeister Hartmut Keil. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Viva la Mamma! (Le convenienze ed inconvenienze teatrali)
Von: Gaetano Donizetti Uraufführung:
20. September 1831 (Mailand, Teatro Canobbian)
Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:
Premiere: 11. Juni 11
Musikalische Leitung:
Anja Bihlmaier Inszenierung: Michael Heinicke Bühne und Kostüme: Peter Sykora
Besetzung:
Mamma Ágata Toro: Martin Gäbler Der Direktor:
Matthias Winter Brünnhilde W.: Judith Kuhn Heribert W.: Andreas Kindschuh Luigia: Susanne Thielemann Fjodórowitsch Antoilstoinolónoff:
André Riemer Dora Heide-Lerche: Tiina Penttinen Giuseppe Thon: Kouta Räsänen Paolo Wortmann: Thomas Mäthger
Die Geschichte:
Ein Opernensemble probt für die Opera seria „Barbara und Barbarossa“. Ernst und heroisch sollte es eigentlich dabei zugehen, doch die illustre Ansammlung von Diven
und Helden verzettelt sich eher im Kleinkrieg um den günstigsten Platz im Rampenlicht. Auch der Komponist und der Textdichter haben andere Vorstellungen davon, wie ihr Werk auf der Bühne am
besten herausgebracht werden könnte. Eigentlich wollte Mamma Agata (gesungen von einer tiefen Männerstimme) nur ihrer Tochter zu einer besseren Rolle verhelfen, doch plötzlich wird sie zur
Hauptperson. Nicht nur, dass sie kurzerhand für eine beleidigte Sängerin einspringt, rettet sie schließlich auch noch das ganze Unternehmen vor dem finanziellen Ruin, indem sie ihren Schmuck
versetzt. Deshalb kann es am Ende nur heißen: „Viva la Mamma!“
Das Regieteam
Anja Bihlmaier (Musikalische Leitung) wurde in Schwäbisch Gmünd geboren, studierte Dirigieren bei Scott Sandmeier an der Musikhochschule Freiburg und war Stipendiatin in der Dirigierklasse von Jorge Rotter und Dennis
Russell Davies am Mozarteum in Salzburg. Nach Engagements an den Theatern Görlitz und Coburg war sie seit Ende 2008 bis zum Sommer 2010 am Theater für Niedersachsen Hildesheim engagiert. Als
Gast dirigierte sie zuletzt die Philharmonie Hagen, das Ensemble Resonanz Hamburg, die Philharmonie Südwestfalen und das Thessaloniki State Symphony Orchestra. Seit Beginn der Spielzeit
2010/2011 ist Anja Bihlmaier als 2. Kapellmeisterin und Assistentin des GMD am Theater Chemnitz engagiert.
Michael Heinicke (Inszenierung) ging 1977 als Oberspielleiter des Musiktheaters ans Stadttheater Freiberg, 1980 in gleicher Funktion zum Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen. 1990 kam er als Operndirektor und
Chefregisseur nach Chemnitz. Seitdem hat er hier sowohl Opern, Operetten als auch Musicals inszeniert, genannt seien die sogenannten zehn Bayreuther Wagner-Opern, mehrere Opern von Richard
Strauss, Weills „Weg der Verheißung“, „The Rake’s Progress“, „Die wundersame Schustersfrau“, „Das Mädchen aus dem goldenen Westen“ sowie die Musicals „Fame“, „Les Misérables“, „Jekyll &
Hyde“ und „Anatevka“. Als Gastregisseur war er an Theatern des In- und Auslandes tätig, u. a. in Bonn, Berlin, Köln, Ottawa, Washington und bei den Salzburger Festspielen.
Peter Sykora (Bühne und Kostüme) studierte an der Dresdner Hochschule für Bildende Kunst. Erste Engagements führten ihn als Bühnenbildner nach Zittau und
ans Berliner Maxim-Gorki-Theater. Gemeinsam mit Harry Kupfer arbeitete er an der Sächsischen Staatsoper Dresden, an der Deutschen Staatsoper Berlin („Parsifal“, 1977) und bei den Bayreuther
Festspielen („Der fliegende Holländer“, 1978). Zu einem neuen Arbeitsschwerpunkt wurde seit 1983 die Deutsche Oper Berlin. Er ist gefragter Gast an den Bühnen des In- und Auslandes, darunter
London, Los Angeles, Zürich, Hamburg, Hongkong, Stuttgart, Köln, Taipeh, Tokio und Kopenhagen und darüber hinaus Professor für Szenographie an der Technischen Fachhochschule Berlin.
Die Titelpartie
Martin Gäbler (Mamma Ágata Toro) wurde in Dresden geboren und absolvierte eine Ausbildung zum Tischler, bevor er an
der Hochschule für Musik in Dresden Gesang studierte. Zunächst als Gast an der Oper Chemnitz engagiert, gehört er seit 2007 zum festen Solistenensemble und sang Partien wie Melisso
(„Alcina“), Bartolo („Barbier von Sevilla“), Admiral Lefort („Zar und Zimmermann“), Wagner („Faust“), Dr. Grenvil („La Traviata“), Herzog Alba / 1. Adliger („Schmied von Gent“), Frank
(„Fledermaus“), Utterson („Jekyll & Hyde“) und Pertschik („Anatevka“). [© Oper Cheminitz]
www.theater-chemnitz.de
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La Voix Humaine (Die geliebte Stimme) Tragédie lyrique
Von: Fancis Poulenc Uraufführung: 1959 (Paris, Opéra-Comique)
Zur Inszenierung des Theater Aachen: In Verbindung mit “Il Combattimento di Tancredi e Clorinda” (Der Kampf von Tancredi und Clorinda) von Claudio Monteverdi
Premiere: 6. November 11
Musikalische Leitung: Péter Halász Inszenierung: Alexander von Pfeil Ausstattung: Piero Vinciguerra
Dramaturgie: Michael Dühn Besetzung:
Junge Frau: Irina Popova
Clorinda: Katrin Stösel Tancredi: Georgios Iatrou
Testo: Patricio Arroyo
Sinfonieorchester Aachen
Mehr als 300 Jahre trennen Monteverdis »Il combattimento di Tancredi e Clorinda« (1624) und Poulencs »La voix
humaine« (1959), beide Werke jedoch handeln von Liebe im Kriegszustand. Bei Poulenc wird das Publikum Zeuge des letzten Telefonats einer jungen Frau mit dem Mann, den sie bis zur
Selbstaufgabe liebt, der sie aber verlassen hat. Es wird ein langer Abschied, währenddessen die Frau alle denkbaren Zustände zwischen Hoffnung und Verzweiflung durchmisst. Das Telefon wird
zur tödlichen Waffe in einem verbalen Zweikampf und die Stimme des Anderen ist der Draht, an dem das Leben zu hängen scheint. Tancredi und Clorinda stehen sich dagegen ganz real im Kampf
gegenüber, und zwar als Angehörige feindlicher Lager in einem Krieg, der keine Gewinner kennt. Tragischerweise erkennen sie einander nicht und Tancredi tötet die von ihm geliebte Clorinda.
Dieser nächtliche Albtraum gewinnt dabei eine musikalische Eindringlichkeit, die emotional ebenso fesselt wie Poulencs hochgespannte Expressivität. [© Theater Aachen]
www.theateraachen.de
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Volo di notte (Nachtflug) Oper in einem Akt
Von: Luigi Dallapiccola Uraufführung:
18. Mai 1940 (Florenz, Teatro della Pergola)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt: Die Oper wird zusammen mit Il prigioniero (Der Gefangene) von Luigi Dallapiccola gezeigt.
Premiere: 6. Juni 04 Wiederaufnahme: 27. April 12
Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek
Inszenierung: Keith Warner Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici Bühnenbild: Kaspar Glarner Kostüme: Nicky Shaw Licht:
Olaf Winter Dramaturgie: Hendrikje Mautner Chor: Michael Clark
Besetzung der Wiederaufnahme Saison 2011/12:
La Madre: Marion Ammann
Il prigioniero: Robert Hayward Il Carceriere / Il Grande Inquisitore: Jeffrey Francis Due Sacerdoti: Michael McCown, Dietrich Volle
Weitere Vorstellungen: 6., 12., 17. Mai 2012
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Luigi Dallapiccola (1904-1975) zählt zu den
wichtigsten Vertretern der Zwölfton-Musik in Italien. Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen in seinem Heimatland hin zum Faschismus in den späten dreißiger Jahren des vergangenen
Jahrhunderts wandte er sich einer engagierten Musik zu und konzentrierte sich in verschiedenen Werken auf Themen, die um die Motive Unterdrückung und Freiheit kreisen. Während Volo di notte
(1940) als kritische Auseinandersetzung mit der Welt der Technik gesehen werden kann, entstand Il prigioniero (1949) unter dem Eindruck der existenzbedrohenden Erfahrungen des Zweiten
Weltkriegs. Der Doppelabend war in der Spielzeit 2003/04 das Frankfurt-Debüt von Keith Warner, einem der wichtigsten britischen Regisseure unserer Zeit. Im Anschluss daran entstanden in
Frankfurt seine Inszenierungen von Rossinis La Cenerentola, Blochs Macbeth, Brittens Death in Venice, Reimanns Lear, Adés The Tempest (DE) und Pizzettis Murder in the Cathedral. Seit Sommer
2011 ist Warner Direktor des Königlichen Opernhauses Kopenhagen. Sein Frankfurter Dallapiccola-Doppelabend war ein großer Erfolg bei Publikum und Presse gleichermaßen: „Das Publikum
reagierte mit großem Enthusiasmus auf eine Produktion, die zu den besten der sich zu Ende neigenden Saison zählt“, urteilte die Presse nach der Premiere am 6. Juni 2004. Die zweite
Wiederaufnahme der Produktion weist Neubesetzungen fast aller Hauptpartien auf. Lediglich Gastbariton Robert Hayward als Gefangener und Ensemblemitglied Michael McCown als Beamter waren
bereits in der ersten Wiederaufnahme bzw. in der Premiere besetzt; nun übernimmt der zuletzt Genannte im Nachtflug erstmals auch die Partie des Pellerin. Neu in dieser Inszenierung ist der
belgische Bariton Lionel Lhote (Rivère), zu dessen Wirkungsstätten u.a das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel gehört. Der amerikanische Tenor Jeffrey Francis singt in der zweiten Kurzoper
erstmals den Kerkermeister und den Großinquisitor. Jüngst war er u.a. am Theater an der Wien sowie an der dortigen Volksoper zu erleben. Weitere Aufgaben führten ihn u.a. an die Komische Oper
Berlin. In beiden Einaktern ist – neben zahlreichen neu besetzten Ensemblemitgliedern – die Schweizer Sopranistin Marion Ammann als Signora Fabien bzw. La Madre vertreten. Jüngst debütierte
sie an der Oper Frankfurt als Prothoe in Schoecks Penthesilea. Mit Lothar Zagrosek kehrt der ehemalige Stuttgarter Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin an
das Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters zurück, wo er in der Vergangenheit Katja Kabanová, Elektra und Pique Dame dirigierte [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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The Voyage Oper in drei Akten mit einem Prolog und Epilog
Von: Philip Glass Libretto von:
David Henry Hwang nach einer Geschichte von Philip Glass Uraufführung: 12. Oktober 1992 (New York, Metropolitan Opera) Deutsche Erstaufführung:
30. April 11 (Trier, Theater Trier)
Zur Inszenierung des Theater Trier:
Premiere: 30. April 11 (Deutsche Erstaufführung)
Musikalische Leitung: Valtteri Rauhalammi Inszenierung und Choreographie: Birgit Scherzer Bühnenbild: Knut Hetzer Kostüme: Alexandra Bentele
Dramaturgie: Dr. Peter Larsen
The Scientist / First Mate: Svetislav Stojanovic Commander: Joana Caspar Ship’s Doctor/Space Twin 1: Evelyn Czesla
Second Mate/Space Twin 2: Carlos Aguirre Isabella: Claudia-Denise Beck Columbus: Alexander Trauth Earth Twin 1: Vera Ilieva Earth Twin 2:
Pawel Czekala
Opernchor und Extrachor des Theaters Trier Tanztheater Trier Statisterie des Theaters Trier Philharmonisches Orchester der Stadt Trier
Drei Zeiten, drei
Entdeckungen: Vor 15.000 Jahren stürzt ein Raumschiff von einem anderen Planeten auf die Erde. Die unversehrt gebliebene Besatzung teilt die Navigationskristalle des Schiffes unter sich auf
und begibt sich auf die Suche nach unbekanntem Leben. Dabei kommt es zu einer Begegnung mit den Erdbewohnern der Eiszeit. – Im Jahr 1492 erlebt Kolumbus auf dem von ihm gesuchten Seeweg nach
Indien seine Hoffnungen und Ängste in Erinnerungen und Visionen. Seine Zweifel zerstreuen sich, als auf einmal Land gesichtet wird. In der Zukunft, 2092, findet man die Kristalle aus dem
außerirdischen Raumschiff wieder; ein starkes Funksignal eines anderen Planeten wird empfangen. Mit höchsten Vollmachten ausgestattet, macht sich ein Raumschiff auf den Weg von der Erde zu
der fremden Zivilisation. Die Oper THE VOYAGE von Philip Glass entstand 1992 als Auftragswerk der Metropolitan Opera New York zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas. Glass
interessierte dabei, „dem Konzept Entdeckung nachzugehen“ und die „Bereitschaft von Leuten, die ihnen bekannte Welt auf der Suche nach einer ihnen völlig unbekannten Welt zu verlassen“,
nachzuspüren. Entstanden ist ein großes Welttheater, das Elemente des Science Fiction mit historischen Begebenheiten ebenso verknüpft, wie philosophische und theologische Auseinandersetzungen
mit unserer Existenz und den schwankenden Emotionen von Individuen, die sich weit hinausgewagt haben bei der „welt.eroberung“. Nach der Europäischen Erstaufführung am Landestheater
Linz/Österreich 2002 gelang es, für das Theater Trier die Deutsche Erstaufführung zu sichern. Die Regisseurin und Choreographin Birgit Scherzer – durch ihre Tanztheaterproduktionen REQUIEM!
und ALLES WEISS ICH ALLES: RINGMOTIVE sowie durch ihre Opernregiearbeit HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN – in Trier bestens bekannt, setzt mit Glass’ THE VOYAGE einmal mehr künstlerisch wegweisende
Akzente. [© Theater Trier]
www.theater-trier.de
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VWS Der Findling Musiktheater-Performance nach Heinrich von Kleist in der Berliner Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffbau Eine Produktion von OPER DYNAMO WEST und ehrliche arbeit - Freies Kulturbüro
Premiere: 19. August 2010, 20 Uhr
Konzept/Regie: Janina Janke Konzept/Audiovisuelle Komposition/Musikalische Leitung: Maurice de Martin Konzept/Text/Dramaturgie: Kristin Schulz Bühnenbild:
Judith Philipp Kostüme: Pieter Bax Klanginstallation: Stephen Lumenta Gestaltung: Frederike Wagner Fotografie: Benjamin Krieg Produktion/PR:
ehrliche arbeit - Freies Kulturbüro
Mit: Joanna Dudley (Performance/Flöte/ Vocal), Agnieszka Dziubak (Performance/Cello/Vocal), Mariel Jana Supka (Performance/ Tuba/ Vocal)
und Cyrill Lim (Performance/Posaune/Vocal)
VWS Der Findling Eine Produktion von OPER DYNAMO WEST und ehrliche arbeit - Freies Kulturbüro
© Foto Benjamin Krieg / Gestaltung: Pieter Bax
Die Oper Dynamo West zeigt am 19. August 2010 die Uraufführung des neuen Stückes "VWS - Der Findling". Vier der zehn Mitglieder der Oper Dynamo West sind UdK
-Absolventen: Janina Janke, Benjamin Krieg, Lee Soo-eun und Julie Rüter. Janina Janke und Lee Soo-eun waren 2008/09 Stipendiatinnen der Pilotphase der Graduiertenschule
für die Künste und die Wissenschaften der UdK Berlin, Benjamin Krieg war 2009/10 Stipendiat im Rahmen der künstlerischen Nachwuchsförderung des Landes Berlin.
"VWS - Der Findling" setzt die Reihe der musikalischen Rauminterventionen von Oper Dynamo West im Berliner Westen fort. Ausgehend von Heinrich von Kleists „Der Findling“
(1811) und „Der Findling - Wolokolamsker Chaussee V“ (1987) von Heiner Müller wird eine Neuinterpretation des Motivs vom Findling als Musiktheater in der „Versuchsanstalt für
Wasser- und Schiffbau“(VWS) auf der Schleuseninsel entwickelt.
Die VWS mit ihrer markanten Rosa Röhre galt lange Zeit als eines der führenden Wasserbau-Forschungsinstitute in Europa. Heute ist sie stillgelegt und ihre Zukunft ungewiss.
Die Anstalt, durchzogen von unzähligen Röhren, Wasserrinnen, physikalischen Apparaturen und dem weltgrößtem Kavitationstank, wird bei VWS Der Findling zur
Klanginstallation und zum Bühnenbild. Mit Musikern und Performern, einem audiovisuellen Komponisten und einer Autorin bringt OPER DYNAMO WEST hier Musik, Text und Szene
im gleichberechtigten Dialog zusammen. Das Experiment versucht, in den Schichtungen von Literatur- und Wissenschaftsgeschichte die Grenzen zwischen Performance und Klangerzeugung aufzulösen.
Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten und den Fonds Darstellende Künste - aus Mitteln des Bundes.
Unterstützt durch die Technische Universität Berlin und die Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften an der Universität der Künste Berlin. In Kooperation mit der
Hochschule der Künste Bern, dem Masterstudiengang Sound Studies - Akustische Kommunikation der Universität der Künste Berlin und der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft. Teil
des Programms von Berlin - Hauptstadt für die Wissenschaft 2010.
Weitere Vorstellungen: 20., 21., 25. und 27. August 2010, 20 Uhr
In der Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffbau (Rosa Röhre), Schleuseninsel / Müller-Breslau-Straße, Berlin-Tiergarten Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro,
Karten: tickets@operdynamowest.org oder Tel: 030-40 98 31 95 Reservierung dringend empfohlen!
www.operdynamowest.org
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