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Oper, Stückeinfos T
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Das Tagebuch der Anne Frank Mono-Oper in zwei Akten
Von: Grigori Frid Deutsch von:Ulrike Patow
Uraufführung konzertant mit Klavier: 18. Mai 1972 (Moskau, im Haus von Grigori Frid Uraufführung konzertant mit Orchester: 7. Mai 1977 (Kislowodsk Philharmonie)
Uraufführung szenisch mit Orchester: 8. Mai 1977 (Swertlowsk (Jekatherinburg), Operntheater Margarita Wladimirowa Uraufführung szenisch / reduzierte Orchesterfassung:
12. November 1999 (Braunschweig, Staatstheater Braunschweig) Deutsche Erstaufführung mit Orchester: 28. März 1993 (Nürnberg, Tafelhalle)
Zur Inszenierung des Theater Bremen:
Premiere: 10. Februar 12 (Moks)
Regie:
Patric Seibert Bühne und Kostüme: Nele Wangorsch
Besetzung: Anne:
Marysol Schalit Anne II: Hannah Ehrlichmann Anne III: Kristina Ruge
Die Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ feiert am Freitag, den 10. Februar um 18 Uhr im
Moks Premiere. Der Regisseur Patric Seibert hat bereits in der letzten Spielzeit erfolgreich die Kinderoper „Drei alte Männer wollten nicht sterben“ auf die Bühne des Neuen
Schauspielhauses gebracht. Patric Seibert erweitert Frids Mono-Oper durch gelesene Auszüge aus Anne Franks Tagebuch sowie durch die Rolle einer Schauspielerin. Gemeinsam mit der
Sopranistin Marysol Schalit, der Pianistin Kristina Ruge sowie der Schauspielerin Hannah Erhlichmann erarbeitet Seibert in dieser Inszenierung verschiedene Facetten der Anne Frank.
Der Komponist Grigori Frid hat für die Inszenierung am Theater Bremen einige Passagen umgestellt und neu komponiert. Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank, die 1929 in Frankfurt
geboren wurde und 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, wurde zu einem literarischen Welterfolg. In seiner Mono-Oper von 1969 schildert der russische Komponist Grigori Frid auf der
Grundlage von Annes Tagebuch in knappen Bildern das Schicksal des 13-jährigen Mädchens, das davon träumte, Schriftstellerin zu werden.[© Theater Bremen]
www.theaterbremen.de
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Tamerlano Dramma per musica in drei Akten
Von: Georg Friedrich Händel Text:
Nicola Francesco Haym, nach Vorlagen von Agostino Piovene und Ippolito Zanelli (basierend auf Jacques Pradons Tragödie “Tamerlan ou La mort de Bajazet”) Uraufführung:
31. Oktober 1724 (London, King´s Theatre, Haymarket)
Zur Inszenierung der Oper Bonn:
Premiere: 27. Februar 11
Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky
Inszenierung: Philipp Himmelmann Bühne: Johannes Leiacker Kostüme: Katherina Kopp Licht: Thomas Roscher
Besetzung:
Tamerlano: Mariselle Martinez Bajazet: Mirko Roschkowski Asteria:
Judith Gauthier / Emiliya Ivanova (27.2.) Andronico: Antonio Giovannini Irene: Susanne Blattert
Ein Bass: Sven Bakin
Beethoven Orchester Bonn
Continuo: Orgel und Cembalo: Christopher Sprenger Violoncello: Grigory Alumyan Laute: Stanislaw Gojny Kontrabass: Ingo Klatt
Besprechung auf kulturfreak.de
Tamerlano Oper Bonn Bajazet (Mirko Roschkowski), Andronico (Antonio Giovannin), Asteria (Emiliya Ivanova),
Tamerlano (Mariselle Martinez, Irene (Susanne Blattert) © Thilo Beu
Mit TAMERLANO von Georg Friedrich Händel setzt die Bonner Oper ihre Pflege der Barockoper fort. Regisseur Philipp Himmelmann gelang bereits mit DIE LIEBE ZU DEN DREI
ORANGEN in der letzten Saison ein spektakulärer Erfolg. Am Pult des Beethoven Orchester Bonn steht der argentinische Barock-Spezialist Rubén Dubrovsky, der nach seinem
eindrucksvollen Operndebut 2008 in Bonn in Valencia, Madrid, Wien und bei den Händelfestspielen Karlsruhe dirigiert hat. Zu den Gästen dieser Produktion zählen die fulminante
Mezzosopranistin Mariselle Martinez und der Countertenor-Shootingstar Antonio Giovannini, der bereits unter Riccardo Muti in Salzburg und Ravenna sowie in Bologna, Paris,
Wien und Madrid gesungen hat. [© Oper Bonn]
www.theater-bonn.de
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Tango Türk Eine Geschichte zwischen Berlin und Istanbul
Musik: Sinem Altan Text: Kerem Can
Uraufführung: 21. Januar 2010 (Berlin, Neuköllner Oper)
Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:
Premiere: 21. Januar 10 (Uraufführung)
Inszenierung: Lotte de Beer Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg / Sinem Altan Bühne u. Kostüm: Marouscha Lévy Choreographie: Julieta Figueiroa
Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Ensemble: Cihan / Zeki: Kerem Can Sedat: Vedat Erincin Vera: Nina Arens Nur: Sesede Terziyan
Nilüfer: Beren Tuna Bayan Fahriye / Caféhaus-Sängerin: Begüm Tüzemen
Orchester Violine: Christin Mittermeyer / Philippe Perotto Violoncello:
Anja Susann Hammer Kontrabass: Martin Genschow Baglama / Mey: Özgür Ersoy Bandoneon: Guillermo Destaillats Yagli Tambur / E-Gitarre: Mustafa Sarisin
Drums / Percussion: Olaf Taube / Martin Lonak Klavier: Hans-Peter Kirchberg / Sinem Altan
Tango Türk – aşkın, müziğin, devrimin insanları birleştirdiği ve de ayırdığı bir hayat yolu hikâyesi.
Gelecek mi yoksa geçmiş mi daha önemli, bütün sorun bu.
Der plötzliche Tod seiner Mutter bringt Cihan in eine unerwartete Situation. Der junge
Mann ist gerade dabei, sich mit Kollegen eine Karriere in einem internationalen Netzwerk aufzubauen – nun muss er zurück zu seiner Familie. Die Wiederbegegnung konfrontiert ihn mit seiner
Vergangenheit und einer Musik, die er bisher nicht kannte, mit dem türkischen Tango. Den hatte schon seine Großmutter unter Atatürk getanzt. Tango hatten auch seine Eltern getanzt –
allerdings in den 80ern, in einer anderen Zeit unter den schwierigen Bedingungen nach dem Staatsstreich. Doch Cihan will das alles nicht wissen, was geht ihn die Türkei von damals (und heute)
an, der Putsch 1980, die Repressionen und der Widerstand, das Leben als „Gastarbeiter“ in Deutschland… Er will so rasch als möglich weg, fort von den Familiengeschichten, den großen
Emotionen, Gesten und der Nostalgie des Tangos. Mit dem Auftauchen von Vera nimmt jedoch alles eine neue Wendung.
Tango Türk ist eine Geschichte über Lebenserfahrungen und – erwartungen jenseits aller Grenzen.
Das vierte Projekt eines deutsch-türkischen Musiktheaters an der neuköllner oper entsteht wieder für ein breites Publikum aller Nationalitäten.
Die Produktion wird gefördert durch den Hautstadtkulturfonds und unterstützt durch die Botschaft des Königreichs der Niederlande.
Sinem Altan – Musik und Musikalische Einstudierung/Leitung wurde 1985 in Ankara geboren. Siebenjährig begann sie zu komponieren, sie erhielt eine spezielle
Ausbildung an der Bilkent-Universität Ankara als Privatschülerin des Komponisten Arif Melikov. Ein 11jähriges Auslandsstipendium dieser Universität und die Aufnahme an der HfM „Hanns Eisler“
Berlin in den Fachbereich Komposition/Klavier mit elf Jahren, parallel dazu der Besuch des Musikgymnasiums Carl-Philipp-Emmanuel-Bach und seit 2002 die Fortsetzung des Kompositionsstudium bei
Friedrich Goldmann an der UdK Berlin, zur gleichen Zeit das Studium der Musiktheorie an der HfM „Hanns Eisler“, waren die Stationen ihrer Ausbildung. Zusätzlich erhielt sie Klavierunterricht
bei Thomas Just und später 2 Jahre Kompositionsunterricht bei Cornelius Schwehr an der Hochschule für Musik Freiburg. Sinem Altan nahm an verschiedenen Wettbewerben teil und gewann mehrere
Preise. U.a. wurden ihre kammermusikalischen Werke sowie eine Kurzoper im Rahmen der zeitgenössischen Festivals in Berlin aufgeführt. Zur Zeit wirkt sie in und leitet verschiedene Projekte,
in denen das Zusammentreffen der deutschen und türkischen Kultur den Mittelpunkt ihrer schöpferischen Arbeit darstellt. Durch gemeinsame Arbeit mit der Sängerin Begüm Tüzemen und
Baglama-Spieler Özgür Ersoy entstand die vor einem Jahr begonnene Konzertreihe mit dem Namen „Yenilige Dogru“ (Der Weg ins Neue), die bis heute durch ein fest bestehendes Ensemble weiterhin
ihre Erfolge feiert. Neben ihrer freischaffenden musikalischen Tätigkeit ist sie als Lehrkraft für Musiktheorie und Klavier in der Musikschule Neukölln tätig und ist Mitgründer des Kunst- und
Kulturinstitut am Türkisch-Deutschen Zentrum .Er zeichnete verantwortlich für die Einrichtung des neuen Mozart-Singspiels Türkisch für Liebhaber und debütierte damit an der Neuköllner Oper
(2008). Gleichzeitig schrieb sie die Musik für das ebenfalls an der Neuköllner Oper uraufgeführte Familienstück Die getauschte Schule von Bernhard Glocksin. Zuletzt entstand für die
Neuköllner Oper Stadt der Hunde. Sinem Altan ist „Composer in Residence“ an der Neuköllner Oper seit Sommer 2008.
Kerem Can – Text, Cihan / Zeki ist Berliner und studierte Schauspiel und Gesang in London und Paris. Er spielte u.a. in der Kinoproduktion „Leroy“ von Armin
Völckers („Bester Deutscher Jugendfilm“ 2007), in der Fernsehproduktion „Im Angesicht des Verbrechens“ (Regie: Dominik Graf) und in Neco Celik’s Inszenierung von Romeo und Julia am Theater
Hebbel am Ufer. Sein Debüt an der Neuköllner Oper gab er mit der Hauptrolle des neuen Mozart-Singspiels Türkisch für Liebhaber (UA 2008), das im April 2009 auch auf dem internationalen
KamerOpera Festival in Zwolle gezeigt wurde. Zuletzt war er an der Neuköllner Oper in der investigativen Oper Der Fall Rigoletto (Regie: Bernhard Glocksin, Musik: Giuseppe Verdi und Etta
Scollo), zu sehen. Kerem Can besitzt außerdem einen Abschluss in internationalem Management der European School of Management und ist Mitglied der Schauspieler-Agentur ten4you in
Berlin.
Lotte de Beer – Inszenierung graduierte im Juni 2009 im Regiefach der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Für die Abschlussproduktion Häuptling
Abendwind von Jacques Offenbach wurde sie mit dem Ton Lutz Award für die viel versprechendste Regie ausgezeichnet. In einer jahrelangen Zusammenarbeit mit der Dutch Opera spezialisierte sie
sich auf Opernregie. Dort assistierte sie Pierre Audi, Johan Simons und Peter Konwitschny. Mit Konwitschny arbeitete sie anschließend in Karlstad, Lissabon und Graz für die Produktionen La
Bohème, King Lear und Salomé. Bereits während ihres Studiums führte sie Regie am Korzo Theater in Den Haag: Clara S. und Are you our Daughter?, beide komponiert von Nicoleta
Chatzapoulou. Letztere Produktion wurde auf die Operadagen Rotterdam sowie das Kameroperafestival Zwolle eingeladen. Anschließend lud sie die Oper Leipzig zur Wiederaufnahme ihrer Produktion Clara S. ein, die an einem Doppelabend mit Peter Konwitschnys szenischer Erarbeitung der Bachkantate Ich habe genug gezeigt wurde. Ihre letzte Regiearbeit Penthesilea,
eine Uraufführung des Komponisten Benedict Weisser am Kameroperahuis Zwolle, wurde mit großem Publikumserfolg von der Presse gefeiert.
Hans-Peter Kirchberg – Musikalische Einstudierung und Leitung Thomasschule Leipzig. Dirigierstudium Dresden (Gülke), zusätzlich Unterricht bei Jochum, Kempe und
Masur, Meisterkurse bei Markevitch und Masur. 1988-90 Assistent bei Bernstein, Eschenbach und Rostropovitch, Engagements in Chemnitz, Zwickau, u.a.. Seit 1990 Konzerte und Aufführungen mit
Berliner Orchestern, am theater 89 und der Berliner Kammeroper, mit dem Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg und am Schlosstheater Rheinsberg. Seit 1992 über 60 Werke an der Neuköllner
Oper aus der Taufe gehoben (die Uraufführungen Krabat, Wunder von Neukölln, Angela - Eine Nationaloper, Love Bite, Friendly Fire, Elternabend, Held Müller u. a., zuletzt: Der Fall Rigoletto);
sowie die Bearbeitungen von Messeschlager Gisela, Blume von Hawaii, Assassins, Macbeth, Biene Maja, Piraten, Türkisch für Liebhaber u.a. Lehraufträge an beiden Berliner Musikhochschulen, seit 2002 Musikalischer Direktor der Neuköllner Oper, 2005 die europäische Erstaufführung der "Shomyo Symphony II" des Japaners Maki Ishii dirigiert. Zuletzt dirigierte er die Gala zum 80. Geburtstag von Gerd Natschinski und betreute musikalisch die Open-Air - Inszenierung Heißer Sommer in Berlin. Hans-Peter Kirchberg erhielt im Oktober 2009 den Ehrenpreis „Silbernes Blatt“ der Dramatiker-Union für die Förderung und Pflege des zeitgenössischen musikdramatischen Schaffens.
Julieta Figueroa – Choreographie geboren in Santiago de Chile, studierte Schauspiel an der Universidad de Chile
und hat Theater, TV- und Filmproduktionen gespielt; parallel dazu arbeitete sie als Tänzerin in der Tanzkompanie Elizabeth Rodriguez. Seit 2002 lebt sie in Berlin und arbeitet als
Trainingsassistentin für Schauspieler für den Regisseur Alexander Stillmark in Zusammenarbeit mit ITI-Deutschland sowie auch als Tänzerin in Berlin und London. 2009 schloss sie ihr
Choreographie - Studium an der HfS „Ernst Busch“ Berlin ab. Ihre erste Choreographie für die Neuköllner Oper entstand mit der Produktion Stadt der Hunde (UA November 2009).
Marouscha Levy - Ausstattung
Bernhard Glocksin – Dramaturgie Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Politik an den
Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater, zunächst an den Niedersächsischen Staatstheatern Hannover, dem Theater am Neumarkt
Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönl. Referent des Intendanten am Staatstheater Mainz, 1999 – 2002 Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten in
künstlerischen Fragen am Deutschen Theater in Göttingen. Künstlerische Leitung / Programmgestaltung an der neuköllner oper Berlin seit 2004. Fassungen u.a. von BizetLounge:Perlenfischer;
Die gelbe Prinzessin; Create your life!; Aleko. Eine Zigeunerhochzeit. sowie Text und Inszenierung des Familienstücks Die getauschte Schule sowie zuletzt für Der Fall Rigoletto. Freischaffend
Projekte (wie Berlinale Talk 2004; Koproduktion Haus der Kulturen der Welt/schauspielfrankfurt 2004) sowie Libretti für Tanz (Salzburg 1995) und Musiktheater (u.a. Julie & Jean, Musik
Gerhard Schedl, Uraufführung Wien 2003; HesseIndia, Musik Raffael Reina, Uraufführung Amsterdam/Stuttgart/Wien 2007).
Ensemble
Nina Arens – Vera geboren in Koblenz startete Nina Arens eine Karriere im Leistungssport, die sie 1994 in das Finale der Fecht-Weltmeisterschaft im Damendegen
nach Mexico-City führte. Nach Beendigung ihrer Sportlerlaufbahn und parallel zu ihrer Schulausbildung machte sie erste Bühnenerfahrungen in diversen Produktionen des Koblenzer Jugendtheaters
sowie als Sängerin in verschiedenen Bandformationen. Nach ihrem Abitur erhielt sie Tanz- und Bewegungsunterricht u. a. bei Barbara Pietjou sowie in Workshops bei Nat Horn in New York und
Gesangsunterricht u. a. bei Norbert Gottschalk. Nach einer zweijährigen Ausbildung zur Fotografin absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der Schauspielschule Mainz und gastierte daraufhin
am Staatstheater Mainz, bevor sie in ein Festengagement an das Schlosstheater Celle sowie anschließend an das E.T.A. Hoffmann-Theater in Bamberg ging. Seit 2008 arbeitet sie frei u.a. bei den
Kreuzgangspielen Feuchtwangen. An der Neuköllner Oper war sie bereits in Türkisch für Liebhaber und zuletzt in Stadt der Hunde zu sehen. Nina Arens erhielt für die Rolle der Franziska in Minna
von Barnhelm am Ernst-Deutsch Theater den Rolf-Mares-Preis 2009 der Hamburger Theater für außergewöhnliche darstellerische Leistung.
Vedat Erincin – Sedat wurde 1957 in Istanbul geboren. Seit 1978 lebt er in Deutschland als Schauspieler, Regisseur und Autor. Er schreibt Kabaretttexte, deutsche
und türkische Hörspiele und Kinderstücke. Er hat am Stadttheater Oberhausen, den Wuppertaler Bühnen, und dem Schauspielhaus Bonn gespielt. Vedat Erincin ist Gründer des Wupper Theaters
und war Leiter des Arkadas Theater in Köln. An beiden Bühnen hat er gespielt und inszeniert sowie eigene Stücke herausgebracht, mit denen die Ensembles zahlreiche Gastspiele im In- und
Ausland absolvierten. Derzeit stehen die Produktionen Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Wegen der Ehre, Hochzeit alla turca und Jihad, mon amour auf dem Tourneeplan von Vedat
Erincin. Aus seiner darstellerischen Tätigkeit für Film und Fernsehen seien die jüngsten Kinofilme genannt: „JANJAN“ (Türkei 2007, Regie: Aydin Sayman) und „Evet, ich will“ (Deutschland 2008,
Regie: Sinan Akkus). 2008 debütierte Vedat Erincin an der Neuköllner Oper in Türkisch für Liebhaber, dem neuen Mozart-Singspiel von Sinem Altan (Musik) und Dilek Güngör (Text).
Sesede Terziyan – Nur Wenige Monate vor dem Militärputsch in der Türkei verließen 1980 Sesede Terziyans Eltern das Land als
politische Flüchtlinge. So kam Sesede Terziyan 1981 in Nordenham zur Welt. Die ersten sieben Jahre lebte sie an der Nordsee, dann zog die Familie nach Baden Württemberg, wo sie bis zu ihrem
Schulabschluss lebte. Danach folgte 2001 ihr Studium im Fach Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Ihre ersten Rollen waren am Deutschen Theater Berlin in
Tod eines Handlungsreisenden und Die Vögel. Am Maxim Gorki Theater war sie in Ein Schiff fährt über die Donau und in Die Übergangsgesellschaft zu sehen und u.a. in Fernsehfilmen wie „In
letzter Sekunde“ und im Tatort „Schatten der Angst“. Sie ist Mitbegründerin des Theaters „Eigenreich“ in Berlin. 2005 bis 2007 folgte ein Engagement am Deutschen Theater Göttingen. Sesede
Terziyan arbeitet und lebt in ihrer Wahlheimat Berlin.
Begüm Tüzemen – Bayan Fahriye / Café-Sängerin wurde in
Istanbul geboren und studierte russische Philologie und Literatur an der Universität Istanbul sowie am Staatlichen Konservatorium der Universität im Fachbereich Musical. Seit 2005
Gesangsunterricht bei Cagnur Gürsan, später Volkmar Bussewitz sowie Schauspielunterricht bei Sebnem Sönmez und später bei Cetin Ipekkaya. Auftritte als Ensemblemitglied von ArtIstanbul
sowie als Konzertsolistin, u.a. in Aspendos, darüber hinaus im Ensemble sowie solistisch mit dem Musical-Ensemble „Ladies and Gentlemen“. Kennzeichnend für die Arbeit und das musikalische
Verständnis Begüm Tüzemens ist die weit gespannte Vielfalt ihres Repertoires, das klassische Arien und Jazzstandards ebenso beinhaltet wie moderne türkische Volksliederbearbeitungen und
Kompositionen. So ist sie u.a. gegenwärtig in der Konzertreihe Yenilige Dogru (Der Weg ins Neue) und in dieser Spielzeit am Atze-Musiktheater zu erleben. Außerdem ist sie als Lehrerin für
Gesang und Musiktheater im Kunst- und Kulturinstitut des Türkisch-Deutschen Zentrums und als Chorleiterin im Tiyatrom tätig.
Ihr Debüt für die Neuköllner Oper gab sie in dem neuen Mozart-Singspiel von Sinem Altan (Musik) und Dilek Güngör (Text) Türkisch für Liebhaber (UA 2008).
Beren Tuna – Nilüfer wurde 1980 in Esslingen geboren. Noch im selben Jahr zog sie nach Izmir in der Türkei, wo sie bis zu ihrem 11. Lebensjahr
blieb. 2000 machte sie in Deutschland Abitur und absolvierte 2002 bis 2006 an der Hochschule für Musik und Theater ihre Ausbildung. Seither war sie als freie Schauspielerin auf verschiedenen
schweizer und deutschen Bühnen zu sehen, u.a. Rote Fabrik Zürich, Staatstheater Braunschweig, Theater Basel. 2009 gründete sie mit Mirjam Neidhart die Produktionsplattform 1visible, mit der
sie Meggiy geht zurück in den Kongo und das dramatische Konzert „Inanna- Euphrates Survival Song“ zur Aufführung brachte. Sie ist zudem Mitglied des Ensemble Umi, mit dem sie regelmäßig
musikalische Programme realisiert, und seit kurzem leitet sie die Theatergruppe des Alevitischen Kulturvereins Zürich. (www.berentuna.com)
www.neukoellneroper.de
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Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Große romantische Oper in drei Akten
Von: Richard Wagner Uraufführung:
19. März 1845 (Dresden, Köiglich Sächsisches Hoftheater)
Zur Inszenierung der Oper Bremen:
Premiere: 18. September 11
Musikalische Leitung:
Markus Poschner Regie: Tobias Kratzer Ausstattung: Rainer Sellmaier Chor: Daniel Mayr Dramaturgie: Hans-Georg Wegner
Besetzung:
Hermann, Landgraf von Tübingen: Michael Dries Tannhäuser: Roman Sadnik Wolfram von Eschenbach: Martin Kronthaler
Walther von der Vogelweide: Luis Olivares Sandoval Biterolf: Loren Lang Heinrich der Schreiber: Christian-Andreas Engelhardt
Reinmar von Zweter: Christoph Heinrich Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Patricia Andress Venus: Julia Rutigliano Ein junger Hirt:
Alexandra Scherrmann Edelknabe: Lusine Ghazaryan / Julia Huntgeburth /Astrid Kunert / Irina Ostrovskaia
www.theater-bremen.de
Zur Inszenierung der Bayreuther Festspiele, Neuinszenierung 2011:
Premiere: 25. Juli 11
Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock Regie: Sebastian Baumgarten Bühnenbild: Joep van Lieshout Kostüme: Nina von Mechow Dramaturgie:
Carl Hegemann Licht: Franck Evin Video: Christopher Kondek Chorleitung: Eberhard Friedrich
Besetzung
Landgraf Herrmann:
Günther Groissböck Tannhäuser: Lars Cleveman Wolfram von Eschenbach: Michael Nagy Walther von der Vogelweide: Lothar Odinius Biterolf:
Diógenes Randes Heinrich der Schreiber: Arnold Bezuyen Reinmar von Zweter: Martin Snell Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Camilla Nylund Venus:
Stephanie Friede Ein junger Hirt: Katja Stuber
ww.bayreuther-festspiele.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 17. September 10
Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt Inszenierung: Sandra Leupold Bühne: Tom Musch Kostüme: Julia Burde Choreinstudierung:
Sebastian Hernandez-Laverny Dramaturgie: Carsten Jenß Regie-Assistenz: Holger Liebig/Anja Kühnhold Inspizienz:
Eckhard Wagner Souffleur: Franz Pohl
Besetzung:
Hermann, Landgraf von Thüringen: Hans-Otto Weiß Tannhäuser: Alexander Spemann
Wolfram von Eschenbach: Patrick Pobeschin Walther von der Vogelweide: Alexander Kröner Biterolf: Heikki Kilpeläinen Heinrich der Schreiber: Lucas Vanzelli
Reinmar von Zweter: Martin Js.Ohu Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Bettine Kampp Venus: Patricia Roach Ein junger Hirt: Marianne Steinmetz
Vier Edelknaben: Cornelia Langhals, Claudia Sasse, Elisabeth Stradalski, Anke Trittin
Besprechung auf kulturfreak.de
Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Staatstheater Mainz
Tannhäuser (Alexander Spemann), Venus (Patricia Roach), Damenchor, Statisterie Foto: Martina Pipprich
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:
Premiere: 28. November 09
Musikalische Leitung: Frank Beermann Inszenierung: Michael Heinicke Bühnenbild und Kostüme: Peter Sykora Chöre: Mary Adelyn Kauffman
Besetzung:
Landgraf Hermann: Kouta Räsänen Tannhäuser: Jon Ketilsson ( Wolfram von Eschenbach: Heiko Trinsinger Walther von der Vogelweide:
Edward Randall / Johan Weigel Biterolf: Matthias Winter Heinrich der Schreiber: André Riemer Reinmar von Zweter: Martin Gäbler Venus / Elisabeth:
Astrid Weber Ein junger Hirt: Jana Büchner
In der Spielzeit des 100-jährigen Jubiläums der Oper Chemnitz darf eine Wagner-Neuinszenierung natürlich nicht fehlen. Schließlich wurde mit der Sächsischen Erstaufführung
des „Parsifal“ 1914 eine Tradition begründet, die Chemnitz den ehrenvollen Beinamen „Sächsisches Bayreuth“ einbrachte.
Die Chemnitzer Inszenierung des „Tannhäuser“ übernimmt
Michael Heinicke, der in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gerade mit seinen Wagner-Inszenierungen, aber
auch mit Produktionen wie der Erstaufführung von Weills Oper „Der Weg der Verheißung“, mehreren Opern von Richard Strauss, Strawinskys „The Rake’s Progress“, Udo
Zimmermanns „Die wundersame Schustersfrau“, Puccinis „Mädchen aus dem goldenen Westen“ und einer ganzen Reihe von Musicals überregional auf sich aufmerksam gemacht hat.
Die Titelpartie singt der isländische Tenor Jon Ketilsson. Nach seinem Debüt als Alfredo an der Staatsoper Prag war er am Theater Dortmund engagiert und gehörte dann bis
2000 zum Ensemble der Kölner Oper. Seitdem ist er freischaffend tätig und war u. a. Gast in Frankfurt/Main, Essen, Karlsruhe, Dresden, Münster, Göteborg, Kopenhagen, Genf,
Marseille, an der Opéra du Rhin, der Opéra de Lausanne, am Opernhaus San Carlo in Neapel, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an der Opéra National de Paris sowie
bei den Salzburger Festspielen. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören Hoffmann, Macduff, Radames, Don Carlo, Rodolfo, Énée („Les Troyens“), Bacchus, Der Kaiser,
Sergej, Tamino, Tristan, Erik, Max, Don José, Pinkerton und Cavaradossi.
Astrid Weber
wird in der Chemnitzer Produktion als Venus und als Elisabeth auf der Bühne stehen. In Chemnitz ab 2002 als Gast sowie von 2003 bis 2005 fest engagiert,
begeisterte sie das Publikum als Chrysothemis, Marschallin, Agathe, Senta, Arabella, Sieglinde und Gutrune. Seither ist sie der Oper Chemnitz als Gast verbunden und debütierte
hier 2006 als Elsa, 2007 als Manon („Manon Lescaut“) und 2008 als Minneleide in Pfitzners Oper „Die Rose vom Liebesgarten“. Darüber hinaus gastierte sie u. a. in Essen,
Kassel, Wiesbaden und St. Gallen, Madrid, Sevilla sowie bei der Ruhr-Triennale mit Partien wie Senta, Agathe, Martha („Tiefland“), Sieglinde, Grete („Der ferne Klang“), Infantin
(„Der Zwerg“) und Brangäne („Le Vin Herbé“). Im September 2009 debütierte die an der Oper Köln als Eva in Wagners „Meistersingern“.
Heiko Trinsinger
(Wolfram von Eschenbach) stammt aus Dresden und war Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Nach Engagements am Opernstudio der Bayerischen
Staatsoper und am Mainfrankentheater Würzburg gehört er seit 1999 zum Ensemble des Aalto-Theaters Essen. Dort gestaltete er zahlreiche Partien seines Fachs, u. a. Graf
(„Hochzeit des Figaro“), Papageno, Don Giovanni, Riccardo („I Puritani“), Marcello, Tonio, Valentin, Escamillo, Kurwenal und Jochanaan. In der Spielzeit 2009/2010 folgen u. a. Dr.
Schön („Lulu“), Amonasro („Aida“) und Zurga („Die Perlenfischer“). Gastspiele führten ihn u. a. an die Staatsopern in Hamburg und München, nach Graz, an die Vlaamse Opera,
nach Kassel, Köln, Bonn, Weimar, Wiesbaden, Nürnberg, Antwerpen, Graz und Saarbrücken. In Chemnitz sang er bereits den Lescaut in Puccinis Oper „Manon Lescaut“.
Kouta Räsänen
(Landgraf Hermann) stammt aus Finnland. Er sang an der Finnischen Nationaloper in Helsinki sowie an anderen finnischen Opernhäusern, bevor er 2006 sein
Engagement an der Oper Chemnitz antrat. Sein Repertoire umfasst Partien wie Basilio, Leporello, Sarastro, Alidoro, Dulcamara, Don Pasquale, Cedrico il Sassone („Il Templario“),
Mephistopheles („Faust“/Gounod), Wassermann („Rusalka“), Geronte („Manon Lescaut“), Colline, König Heinrich, Fasolt, Tschelio („Die Liebe zu den drei Orangen“),
Waffenmeister und Nacht-Wunderer („Die Rose vom Liebesgarten“) und viele andere. Konzerte und Liederabende mit Werken von Bach, Händel, Haydn, Mozart und Frank Martin
führten ihn u. a. nach Finnland, Stockholm, Paris, Amiens, Teheran und Toronto sowie nach Bessemer/USA.
[© Oper Chemnitz]
www.theater-chemnitz.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:
Premiere: 17. Oktober 09
Musikalische Leitung: Christof Prick Inszenierung: Rosamund Gilmore Bühne: Carl Friedrich Oberle Kostüme: Nichola Reichert Choreinstudierung:
Edgar Hykel Dramaturgie: Johann Casimir Eule
Besetzung:
Hermann, Landgraf von Thüringen: Guido Jentjens Tannhäuser: Richard Decker
Wolfram von Eschenbach: Jochen Kupfer Walther von der Vogelweide: Martin Nyvall Biterolf: Rainer Zaun Heinrich der Schreiber: Christopher Lincoln
Reinmar von Zweter: Vladislav Solodyagin Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Mardi Byers Venus: Alexandra Petersamer Ein junger Hirt: Leah Godon
Vier Edelknaben: Franziska Kern, Joanna Limanska, Yuko Oba, Angelika Straube
Besprechung auf kulturfreak.de
Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Staatstheater Nürnberg Jochen Kupfer, Richard Decker, Chor und Extrachor
© Karen Stuke - www.theaterfoto.com
www.staatstheater-nuernberg.de
Zur Inszenierung des Theater Bonn:
Premiere: 18. September 09
Musikalische Leitung: Stefan Blunier Inszenierung: Klaus Weise Bühne: Martin Kukulies Kostüme: Fred Fenner Licht: Thomas Roscher
Choreographie: Nick Hobbs Choreinstudierung: Sibylle Wagner Video: Svenja Kübler Dramaturgie: Ulrike Schumann
Besetzung:
Hermann:
Ramaz Chikviladze Tannhäuser: Scott MacAllister Wolfram von Eschenbach: Lee Poulis Walther von der Vogelweide: Mirko Roschkowski Biterolf: Mark Morouse
Elisabeth: Ingeborg Greiner Venus: Daniela Denschlag Ein junger Hirt: Anna Virovlansky Vier Edelknabe:
Laura Penning, Stella Kohen, Kerstin Kopp, Sara Engels * Tänzerinnen:
Claudia Braubach, Yi Cheng, Patrizia Ciná, Bibiana Jiminez, Elisabeth Karner, Yuko Sato, Romy Schwarzer, Anna Schwentner, Robina Steyer, Yasha Wang
Chor und Extrachor des Theater Bonn * Jugendchor des Theater Bonn Statisterie des Theater Bonn
Beethoven Orchester Bonn
Eine Koproduktion mit dem Beethovenfest Bonn
Besprechung auf kulturfreak.de
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Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Oper Bonn Ensemble © Thilo Beu
Generalintendant Klaus Weise und Generalmusikdirektor Stefan Blunier brachten die Bonner Neuinszenierung von Wagners romantischer Oper in einer „Mischfassung“ aus der
skandalumwitterten Pariser (1875 ) und der Dresdner Fassung (1852) zur Aufführung.
Als Minnesänger weiß Heinrich von Ofterdingen, genannt Tannhäuser, poetisch die Liebe zu schildern. Als Liebender scheitert er an dem Versuch, sich dauerhaft zwischen der
freien lustvollen Göttin Venus und der aufrichtigen, reinen Elisabeth zu entscheiden. Während eines Sängerwettstreites auf der Wartburg provoziert Tannhäuser mit einem
ekstatischen Gesang auf Venus und wird dafür mit dem Tod bedroht. Elisabeth erfleht Gnade für Tannhäuser; seine lästerlichen Gesänge soll er auf einem Pilgergang nach Rom
büßen. Einen ganzen Sommer und Herbst wartet Elisabeth vergeblich auf Tannhäuser, schließlich bietet sie der Jungfrau Maria ihr Leben zur Tilgung seiner Schuld an.
Tannhäuser, dem in Rom jede Hoffnung auf Absolution genommen wurde und der nach seiner Rückkehr nur noch eine Existenz bei Venus zu finden glaubt, bricht beim Anblick
der toten Elisabeth sterbend zusammen. Doch dann bringen junge Pilger einen frisch ausgetriebenen Priesterstab, der die göttliche Erlösung anzeigt. Elisabeths Flehen wurde
erhört: Tannhäusers Seele ist begnadigt. [© Theater Bonn]
www.theater-bonn.de
Zur Produktion der Sommerfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden: (Koproduktion zwischen dem Festspielhaus Baden-Baden und der Nederlandse Opera Amsterdam)
Aufführungen: 25., 27. und 29. Juli 08
Musikalische Leitung: Philippe Jordan Inszenierung: Nikolaus Lehnhoff Bühnenbild: Raimund Bauer
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer Licht: Duane Schuler Choreographie: Amir Hosseinpour, Jonathan Lunn Dramaturgie: Klaus Bertisch
Besetzung:
Elisabeth (25./27. Juli): Camilla Nylund Elisabeth (29. Juli): Solveig Kringelborn Venus: Waltraud Meier Tannhäuser (25./27. Juli):
Robert Gambill Tannhäuser (29. Juli): Robert van Aken Landgraf: Stephen Milling Wolfram von Eschenbach: Roman Trekel Walther von der Vogelweide:
Marcel Reijans Biterolf: Tom Fox Heinrich der Schreiber: Florian Hoffmann Reimar van Zweeter: Andreas Hörl Ein junger Hirt: Katherina Müller
Vier Edelknaben: Claudia Chmelar, Anna-Katina Tilch, Manuela Leonhartsberger, Martina König Geist des Tannhäuser: Reinier van der Eng
Festspielhaus-Chor Baden-Baden
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Sommerfestspiele 2008 bilden den glanzvollen Abschluss der Saison im Festspielhaus Baden-Baden. Im Mittelpunkt steht dabei erneut eine Wagner-Oper. In der selten
gespielten „Wiener Fassung“, die erst 2003 komplett als Partitur in der neuen Wagner-Gesamtausgabe veröffentlicht wurde, ist Wagners „Tannhäuser“ im Festspielhaus zu
erleben. Am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin steht der gebürtige Züricher Philippe Jordan, Sohn des bekannten Dirigenten Armin Jordan, auf dessen Dirigat man
sehr gespannt sein darf. Mit der Inszenierung setzt das Festspielhaus seine Nikolaus-Lehnhoff-Reihe fort. Nach „Parsifal“, „Lohengrin“ sowie „Tristan und Isolde“ folgt nun die
vierte Wagner-Oper. Neben der Koproduktion mit der Nederlandse Opera Amsterdam adeln Baiba und Lauma Skride sowie Alfred Brendel mit ihren Konzerten die vierten Sommerfestspiele.
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Tannhäuser Festspielhaus Baden-Baden Elisabeth (Solveig Kringelborn), Tannhäuser (Robert van Aken) und Festspielhaus-Chor Baden-Baden
Foto: Andrea Kremper
Noch in seinem Todesjahr 1883 bemerkte Richard Wagner gegenüber seiner Frau Cosima, dass er „der Welt noch den Tannhäuser schuldig“ sei. Jedoch gelang es ihm nicht
mehr, eine endgültige Fasung auszuarbeiten. Die Dresdner Uraufführung am 19. Oktober 1845 war nach Wagners eigener Einschätzung „missglückt“ und die Publikumsreaktion
geteilt war; nach nur acht Vorstellungen wurde das Stück abgesetzt. 1847 änderte der Komponist den Schluss und fügte, um das Geschehen verständlicher zu machen,
Elisabeths Trauerzug und den Auftritt mit ihrer Totenbahre ein. Denn ursprünglich deutete ausschließlich das Läuten einer Totenglocke Elisabeths Selbstopfer an. Diese
sogenannte „Dresdner Fassung“ ist eine der beiden heute gebräuchlichen Versionen der Oper; in dieser Form hatte das Stück bei seiner Weimarer Erstaufführung am 16.
Februar 1849 unter Franz Liszt einen durchschlagenden Erfolg und wurde an mehreren großen Theatern gespielt. Zwölf Jahre später, am 13. März 1861, fand, nach der
enormen Anzahl von 164 Proben, die wohl berühmteste aller „Tannhäuser“-Aufführungen an der Grand Opéra in französischer Sprache statt. Für diese Aufführung hatte
Wagner die Venusberg-Szene im ersten Akt zum großen „Bacchanal“ erweitert, um die an dem Haus übliche Balletteinlage zu ermöglichen. Was auf den ersten Blick wie eine
Konzession an den Pariser Geschmack erscheint, war in Wirklichkeit Ausdruck von Wagners eigener bühnendramatischen Einsicht, dass der Sinnenwelt der Venus – als
gefährliche Gegenwelt zu der Elisabeths – ein größeres Gewicht zukommen musste. Der Skandal war gewaltig, und nach der dritten Aufführung zog Wagner sein Stück zurück.
Dessen ungeachtet begann jedoch anschließend die Zeit des französischen Wagnérisme.
Da beide Fassungen den Komponisten nicht befriedigten – die erste wegen der zu knappen Ausführung der Gegenwelt des Venusbergs, die zweite der stilistischen
Uneinheitlichkeit wegen – änderte der Komponist das Werk immer wieder. So entstand anlässlich einer Aufführung am 22. November 1875 in Wien die „Wiener Fassung“, bei der
der von Wagner selbst aus dem Französischen ins Deutsche rückübersetzte Text der Pariser Version gesungen wurde. Auch wurde erst in dieser Fassung der Sprung von
Takt 286 der Ouvertüre direkt ins „Bacchanal“ und damit die nahtlose Verbindung von Vorspiel und „Venusbergmusik“ verbindlich. Zu dem Hauptorchester treten außerdem zwei
räumlich verschieden positionierte „Venusberg“-Orchester, was zu effektvollen Raumklang-Passagen führt; und Wagner verlangte zusätzliches Schlagzeug und Glocken,
schrieb vierfache Harfen vor, zwölf Hörner für die Jagdgesellschaft sowie sechs Trompeten für die Gäste auf der Wartburg.
In dieser selten gespielten „Wiener Fassung“, die erst 2003 komplett als Partitur in der neuen Wagner-Gesamtausgabe veröffentlicht wurde, ist Wagners „Tannhäuser“ im
Rahmen der Sommerfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden zu erleben. Die Inszenierung stammt von Nikolaus Lehnhoff; die Sängerbesetzung (Robert Gambill/ John Keyes
als Tannhäuser, Camilla Nylund/ Solveig Kringelborn als Elisabeth und Waltraud Meier als Venus) ist absolut hochkarätig. Am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
steht der gebürtige Züricher Philippe Jordan, dessen Interpretationen nie eine gewisse sinnliche Körperlichkeit vermissen lassen. Philippe Jordan ging es schon immer um ein
„Neuhören des Vertrauten“. Dafür vergräbt sich der Wahl-Berliner in die tiefsten Winkel der Partituren und spürt in scheinbar belanglosen Begleitstimmen mikrokosmische
Strukturen auf, um aus ihnen das große Ganze neu zu definieren. Dirigieren ist für ihn eine Frage von „suchen, finden und hören lassen.“ Dass ein solcher Ansatz auch
problematisch sein kann, weiß Jordan nur allzu gut: „Mir ist die Gefahr bewusst, dass die Stücke so schnell auseinander fallen können“, sagt er. Aber Musik bedeute für ihn
eben immer Neuentdeckung: „Herbert von Karajan hat den perfekten Klang geschaffen, und ich bewundere ihn dafür. Aber es würde doch altmodisch klingen, wenn heute
jemand dirigierte wie er.“ Dessen ungeachtet versteht sich der junge Dirigent durchaus als handfester Kapellmeister. „Das Handwerkszeug ist wichtig, bevor man schweben
kann. Karajan beherrschte beides.“ Das Schweben lernte Jordan spätestens, als Daniel Barenboim ihn 1998 an die Staatsoper nach Berlin holte. Barenboim machte den
Nachwuchskollegen mit der Musik-Philosophie Furtwänglers vertraut, erklärte ihm, dass der Klang beim Spiel entsteht – jeden Abend aufs Neue. Weitere wesentliche Impulse
erhielt Jordan von Jeffrey Tate und Simon Rattle. Bei ihm lernte Jordan die Suche nach der Offenheit in der Musik. „Es geht doch darum, was ich glaube, was der Komponist
gemeint haben könnte“, sagt er. Musizieren als ein Angebot an die Ohren.
[© Festspielhaus Baden-Baden]
www.festspielhaus.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt: (Dresdner Fassung)
Premiere:
28. Januar 07 Wiederaufnahmepremiere: 9. September 07
Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Johannes Debus /
Johannes Debus Regie: Vera Nemirova Bühnenbild und Kostüme: Johannes Leiacker Dramaturgie: Malte Krasting Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo
Hermann: Magnus Baldvinsson / Andreas Hörl / Magnus Baldvinsson
Wolfram: Christian Gerhaher / Michael Nagy / Johannes Martin Kränzle Tannhäuser:
Ian Storey / Frank van Aken / Frank van Aken (So. 23.09.07: Scott MacAllister ) Walther: Peter Marsh / Daniel Behle Heinrich der Schreiber: Michael McCown / Hans-Jürgen Lazar Reinmar: Jacques Does / Franz Mayer / Franz Mayer Biterolf: Gregory Frank / Gregory Frank Elisabeth: Danielle Halbwachs / Sonja Mühleck / Sonja Mühleck Venus: Elena Zhidkova / Brigitte Pinter / Louise Winter Hirt:
Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw u.a. Wiederaufnahme 2007/2008
Keine andere Frankfurter Produktion der letzten Jahre wurde wohl von Presse und Publikum dermaßen kontrovers diskutiert wie die Sicht der jungen bulgarischen
Regisseurin und Konwitschny-Schülerin Vera Nemirova auf den Tannhäuser von Richard Wagner (1813-1883). Die Neuinszenierung aus der vergangenen Spielzeit, die
ihre Premiere am 28. Januar 2007 feierte, interpretierte das Werk vor dem Hintergrund eines Jugendkirchentages und schien nicht zuletzt dadurch einen Teil des
Publikums regelrecht auf die Barrikaden zu treiben, den anderen Teil jedoch vollauf zu begeistern: „Ein Tannhäuserfür Leute von heute", so war eine der Kritiken übertitelt
. Viele Zuschauer folgten dieser Feststellung, erreichten doch alle bisherigen Vorstellungen eine fast hundertprozentige Auslastung. Wagners fünfte Oper gilt als
wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Komponisten, da hier die noch im Fliegenden Holländer beibehaltene Nummerneinteilung zugunsten einer eher
durchkomponierten, stark mit der Dichtung verschmolzenen Szenenform aufgegeben wurde. Als literarische Vorlage dienten Wagner unterschiedliche Texte der
Sagenwelt und der Romantik rund um die Gestalt des Tannhäuser, aus denen er den Widerstreit zwischen sinnlicher und spiritueller Liebe sowie den daraus
hervorgehenden Konflikt gerade für den Künstler herausfilterte - ein Aspekt, der ihn persönlich besonders stark interessierte. Die Uraufführung des Werkes erfolgte am
19. Oktober 1845 an der Hofoper Dresden, wobei sich der Erfolg beim Publikum erst nach weiteren Vorstellungen einstellte. Unter mehreren Umarbeitungen des Werkes
ist besonders jene für Paris 1861 hervorzuheben, für die Wagner traditionsbedingt vor allem eine umfangreiche Ballettmusik komponierte. Im Sinne eines einheitlichen Stils
entscheiden sich Opernhäuser heutzutage jedoch eher für die Dresdner Urfassung, die auch der sechsten Frankfurter Neuproduktion der Spielzeit 2006/07 zu Grunde
liegt. Zum Inhalt: Der Minnesänger Tannhäuser hat mit der Göttin Venus die sinnliche Seite der Liebe erlebt. Dem gegenüber steht die spirituelle Reinheit, die Elisabeth - die
Nichte des Landgrafen Hermann - für ihn verkörpert. Als Tannhäuser bei einem Sängerwettstreit seinen Beitrag dem körperlichen Sinnengenuss widmet, bringt er seine
Künstlerfreunde gegen sich auf. Durch eine Pilgerfahrt nach Rom soll er seinen Frevel büßen, aber der Papst vergibt ihm nicht. Gebrochen kehrt Tannhäuser zurück,
doch bevor er sich erneut Venus zuwenden will, erfährt er vom Tod Elisabeths, die sich für ihn geopfert hat. Im Sterben wird Tannhäuser schließlich die erhoffte
Vergebung zuteil. Die musikalische Leitung dieser ersten Wiederaufnahme liegt bei Frankfurts Kapellmeister Johannes Debus, der bereits in der vergangenen Saison
einige Vorstellungen von Generalmusikdirektor Paolo Carignani übernommen hatte. Neu besetzt ist Johannes Martin Kränzle,. der mit der Partie des Wolfram sein
Rollendebüt vorlegt, nachdem er sich erst kürzlich mit Beckmesser in den Meistersingern eine weitere Wagner-Partie erarbeitet hat. Neu im Ensemble ab der Spielzeit
2007/08 ist der junge Tenor Daniel Behle, der von der Wiener Volksoper an den Main wechselt und sich nun erstmals dem Frankfurter Opernpublikum als Walther von der
Vogelweide präsentiert. Gleichfalls aus dem Ensemble ist Heinrich der Schreiber mit Hans-Jürgen Lazar neu besetzt. Sonja Mühleck als Elisabeth musste die Übernahme
dieser Partie in der Spielzeit 2006/07 krankheitsbedingt verschieben, so dass sie erst jetzt neu in die Produktion einsteigen kann. Alle weiteren Sängerinnen und Sänger
haben ihre Partien entweder als. Premieren- oder als deren Alternativbesetzung bereits verkörpert.
Text zur Premiere:
Tannhäuser, die fünfte Oper von Richard Wagner (1813-1883), gilt als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Komponisten, da hier die noch im Fliegenden
Holländer beibehaltene Nummerneinteilung zugunsten einer eher durchkomponierten, stark mit der Dichtung verschmolzenen Szenenform aufgegeben wurde. Als
literarische Vorlage dienten Wagner unterschiedliche Texte der Sagenwelt und der Romantik rund um die Gestalt des Tannhäuser, aus denen er den Widerstreit
zwischen sinnlicher und spiritueller Liebe sowie den daraus hervorgehenden Konflikt gerade für den Künstler herausfilterte - ein Aspekt, der ihn persönlich besonders
stark interessierte. Die Uraufführung des Werkes erfolgte am 19. Oktober 1845 an der Hofoper Dresden, wobei sich der Erfolg beim Publikum erst nach weiteren
Vorstellungen einstellte. Unter mehreren Umarbeitungen des Werkes ist besonders jene für Paris 1861 hervorzuheben, für die Wagner traditionsbedingt vor allem eine
umfangreiche Ballettmusik komponierte. Im Sinne eines einheitlichen Stils entscheiden sich Opernhäuser heutzutage jedoch eher für die Dresdner Urfassung, die auch
der sechsten Frankfurter Neuproduktion der Spielzeit 2006/07 zu Grunde liegt.
Zum Inhalt:
Der Minnesänger Tannhäuser hat mit der Göttin Venus die sinnliche Seite der Liebe erlebt. Dem gegenüber steht die spirituelle Reinheit, die Elisabeth - die
Tochter des Landgrafen Hermann - für ihn verkörpert. Als Tannhäuser bei einem Sängerwettstreit seinen Beitrag dem körperlichen Sinnengenuss widmet, bringt er seine
Künstlerfreunde gegen sich auf. Durch eine Pilgerfahrt nach Rom soll er seinen Frevel büßen, aber der Papst vergibt ihm nicht. Gebrochen kehrt Tannhäuser zurück,
doch bevor er sich erneut Venus zuwenden will, erfährt er vom Tod Elisabeths, die sich für ihn geopfert hat. Im Sterben wird Tannhäuser schließlich die erhoffte Vergebung zuteil.
Die musikalische Leitung dieser Neuinszenierung hat Frankfurts Generalmusikdirektor Paolo Carignani. Für die Regie zeichnet Vera Nemirova, Schülerin von Ruth
Berghaus und Peter Konwitschny, verantwortlich. Sie gilt als eine der führenden Regisseurinnen der jüngeren Generation. Zu ihren letzten Arbeiten gehören Webers
Euryanthe und Verdis Otello in Dresden. In der Titelpartie stellt sich der englische Tenor lan Storey erstmals dem Frankfurter Opernpublikum vor. Zu seinen aktuellen
Verpflichtungen gehören Engagements an den Opernhäusern von Cardiff, Edinburgh, Neapel und Washington sowie an der English National Opera und der Mailänder
Scala. Christian Gerhaher (Wolfram) gehört zu den renommiertesten Liedsängern seiner Generation, was er mit einem reinen Schubert-Programm im Juni diesen Jahres
auch in Frankfurt unter Beweis stellen konnte. Doch auch auf der Opernbühne gelang es dem Sänger zu überzeugen, u.a. als Monteverdis Orfeo im Frankfurter
Bockenheimer Depot und als Papageno in der Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen 2006. Ihr Wagner-Repertoire führte die Russin Elena Zhidkova (Venus) u.a. an
die Opernhäuser von München, Stuttgart, Frankfurt, Berlin und Amsterdam sowie 2001 bis 2003 zu den Bayreuther Festspielen. 2007 verkörpert sie zudem Octavian in
Strauss' Rosenkavalier in Tokio. Alle weiteren Partien sind aus dem Ensemble der Oper Frankfurt besetzt. Angeführt von „Neuzugang" Danielle Halbwachs (Elisabeth)
singen Magnus Baldvinsson (Hermann), Peter Marsh (Walther), Michael McCown (Heinrich der Schreiber), Franz Mayer (Reinmar) und Gregory Frank (Biterolf). Für die
Vorstellungen im Sommer 2007 sind Umbesetzungen der Hauptpartien vor allem mit Ensemblemitgliedern geplant. Das Dirigat übernimmt dann Kapellmeister Johannes Debus.
Vera Nemirova - Regisseurin Vera Nemirova wurde als Tochter eines Opernregisseurs und einer Opernsängerin in Sofia/Bulgarien geboren und lebt heute in Berlin. Dort studierte sie von 1991 bis 1996 Musiktheaterregie an der Hochschule Hanns Eisler und schloss ihr Studium 1997 mit Diplom ab. Von 1998 bis 1999 absolvierte sie in Berlin ein ergänzendes Studium der Regie des Musiktheaters in den Medien Film und Fernsehen und besuchte Meisterkurse bei Ruth Berghaus sowie Peter Konwitschny, an dessen Inszenierungen in
Hamburg, Barcelona, Graz und Wien sie als Meisterschülerin mitarbeitete. 1999 nahm sie ihre Lehrtätigkeit bei internationalen Meisterkursen sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler auf. Vera Nemirova war Finalistin beim II. Internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnenbild in Graz (2000) sowie Stipendiatin der Akademie der Künste in Berlin (2001/02) und der Akademie Musiktheater heute der Kulturstiftung der Deutschen Bank (2001 bis 2003). Zudem erhielt sie 2002 den Förderpreis der Akademie Musiktheater heute für Neue Musik für ihre Inszenierung von Olga Neuwirths Bählamms Fest (nach Elfriede Jelinek) an der Hamburgischen Staatsoper. 2006
wurde ihr der Kunstpreis Berlin als Förderpreis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste zuerkannt. Die Jury setzte sich aus den Regisseuren Jürgen Flimm, Peter Konwitschny und Thomas Langhoff zusammen. Seit 1998 ist Vera Nemirova als freischaffende Regisseurin international tätig. 2002 realisierte sie Kaimans Gräfin Mariza an der Wiener Volksoper. 2003 folgte Bizets Carmen am Theater Freiburg, Henzes Der junge Lord an den Landesbühnen Sachsen und Verdis Macbeth an der Oper Bonn. 2004 inszenierte sie Puccinis La fanciulla del west an der Deutschen Oper Berlin, Verdis La forza de/ destino am Oldenburgischen Staatstheater und
Beethovens Fidelig am Opernhaus Graz. 2005 erarbeitete sie Verdis Rigoletto am Luzerner Theater sowie Mozarts Die Zauberflöte am Theater Eisenach und
Tschaikowskis Eugen Onegin am Theater Magdeburg. Zu ihren letzten Arbeiten zählen Webers Euryanthe an der Semperoper in Dresden. Zudem sind für 2006 Mozarts Le nozze di Figaro an der Lettischen Nationaloper in Riga, Verdis Otello an der Dresdner Semperoper sowie Brecht/Weills Die Dreigroschenoper am Luzerner Theater geplant. [© Texte: Oper Frankfurt]
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The Tempest (Der Sturm) Oper in drei Akten
Von: Thomas Adès (* 1. März 1971) Text:
Meredith Oakes (nach dem gleichnamigen Schauspiel (1610 / 1611) von William Shakespeare) Uraufführung: 10. Februar 2004 (London, Royal Opera House Covent Garden)
Deutschsprachige Erstaufführung: 10. Januar 2010 (Frankfurt, Oper Frankfurt)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 10. Januar 10 (Deutsche Erstaufführung)
Musikalische Leitung: Johannes Debus Regie: Keith Warner Bühnenbild: Boris Kudlička Kostüme: Jorge Jara Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Davy Cunningham Chor: Michael Clark Video: Bibi Abel
Besetzung: Miranda, Prosperos Tochter: Claudia Mahnke Prospero, Herzog von Mailand:
Adrian Eröd Ariel, ein Geist: Cynthia Sieden Caliban, ein Wilder: Peter Marsh Ferdinand, Sohn König Alonsos: Carsten Süß Stefano, betrunkener Diener:
Magnus Baldvinsson Trinculo, Narr: Christopher Robson Antonio, Prosperos Bruder: Michael McCown Sebastian, Bruder König Alonsos: Sungkon Kim
Gonzalo, ehrlicher Ratsherr: Simon Bailey Alonso, König von Neapel: Richard Cox
Chor der Oper Frankfurt Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Thomas Adès zählt zu den wichtigsten Komponisten der Gegenwart und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Royal Philharmonic Society Prize für seine zweite Oper The Tempest
2005. Das Werk basiert auf Shakespeares gleichnamigem Drama. Adès beschäftigte sich 1999 erstmals mit dem Stoff. Im Gegensatz zu allen früheren musikalischen Bearbeitungen des Dramas wollte
Adès die komplette Handlung vertonen. Am 10. Februar 2004 wurde die Komposition mit großem Erfolg am Royal Opera House Covent Garden in London uraufgeführt. Bei der Neuproduktion der Oper
Frankfurt handelt es sich um die deutsche Erstaufführung.
Zum Inhalt:
Prospero, rechtmäßiger Herzog von Mailand, zerstört durch einen magisch heraufbeschworenen Sturm das neapolitanische Schiff, auf dem sich auch sein Bruder Antonio befindet. Dieser erschlich sich mit Hilfe von König Alonso Prosperos Erbe. Seitdem muss Prospero zusammen mit seiner Tochter Miranda auf einer einsamen Insel leben. Caliban, der Sohn einer Hexe, ist der eigentliche Herrscher dieser Insel. Doch Prosperos Macht ermöglichte es Caliban nicht, sein Erbe anzutreten. Nach dem Schiffbruch wird die Besatzung ans Festland gebracht, nur Prinz Ferdinand, der Sohn König Alonsos, strandet auf der Insel. Dort trifft er auf Miranda und verliebt sich in sie, gegen den Willen Prosperos. Alonso beklagt den vermeintlichen Verlust seines Sohnes. Aber Prospero sinnt weiter auf Rache und so gerät die königliche Gesandtschaft durch Eingreifen des Geistes Ariel in Streit. Das Auftreten Calibans verschärft den Konflikt, verrät der Mannschaft aber gleichzeitig den Aufenthaltsort des Prinzen. Also machen sich alle auf den Weg, um Ferdinand zu befreien. Prospero erkennt, dass seine Magie nur von Schaden war und stellt seinem Bruder das junge Paar vor. Er selbst tritt dem König gegenüber und schließt Frieden mit Alonso und Antonio. Caliban bleibt allein zurück.
Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion liegt bei Johannes Debus. Der ehemalige Kapellmeister der Oper Frankfurt wirkt seit 2009/10 als Musikdirektor an der Canadian Opera
Company Toronto. Die Inszenierung besorgt Keith Warner, der hier neben zahlreichen Frankfurter Arbeiten bereits 2004/05 mit Blochs Macbeth und 2008/09 mit Reimanns Lear zwei
Shakespeare-Vertonungen mit großem Erfolg in Szene setzte. Als Gäste sind – erstmals in Frankfurt – Adrian Eröd (Prospero) von der Wiener Staatsoper sowie Cyndia Sieden (Ariel) besetzt; die
international erfolgreiche Amerikanerin übernahm diese Partie bereits in der Londoner Uraufführung. Zudem kehren mit Carsten Süß (Ferdinand) und Christopher Robson (Trinculo) zwei in
Frankfurt bestens bekannte Künstler an das Haus am Willy-Brandt-Platz zurück. Angeführt von Claudia Mahnke (Miranda) sind die übrigen Partien mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt
besetzt.
[© Oper Frankfurt]
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Tiefland Musikdrama in einem Vorspiel und zwei Akten
Von: Eugen D Álbert (1864-1932) Text: Rudolph Lothar, nach Guimerá
Uraufführung: 15. November 1903 (Prag, Deutsches Theater) Gekürzte Endfassung: 6. Januar 1905 (Magdeburg, Stadttheater)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 26. März 11
Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt Insenzierung: Katharina Wagner Bühne: Monika Gora Kostüme: Thomas Kaiser
Besetzung:
Sebastiano:
Heikki Kilpeläinen * / Thomas deVries Marta: Sonja Mühleck Pedro: Alexander Kröner Tommaso: Ks. Hans-Otto Weiß * / Kai Uwe Schöler Pepa: Susanne Geb
Antonia: Patricia Roach Rosalia: Katherine Marriott Nuri: Tatjana Charalgina Moruccio: Patrick Pobeschin Nando: Alexander Spemann
Marta als Kind: Svenja Kroll
Philharmonisches Staatsorchester Mainz Chor und Statisterie des Staatstheaters Mainz
* Premierenbesetzung
Besprechung auf kulturfreak.de
Tiefland Staatstheater Mainz Pedro (Alexander Spemann), Chor Foto: Martina Pipprich
„Tiefland“, 1903 uraufgeführt, folgt einem um 1900 und weit darüber hinaus folgenreichen Kontrastmodell: eine dekadente Zivilisation auf der einen Seite, eine unbefleckte Natur
auf der anderen Seite. In dieser Wildnis wachsen – ganz in der Nachfolge von Richard Wagners Siegfried – freie, nur der Natur verpflichtete Menschen auf, die einer müden,
morbiden Zivilisation zu neuem Leben oder zum Untergang verhelfen können.
Katharina Wagner, die Urenkelin Richard Wagners, hat gemeinsam mit ihrer Halbschwester Eva Wagner—Pasquier die künstlerische Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele
inne. Am Staatstheater Mainz inszenierte sie bereits 2009 / 2010 ,,Madame Butterfly“. Zu ihren Inszenierungen zählen ferner u. a. ,,Der fliegende Holländer" in Würzburg, ,
,Lohengrin" in Budapest, ,,Der Waffenschmied" am Staatstheater am Gärtnerplatz München, ,,ll Trittico" an der Deutschen Oper Berlin, ,,Die Meistersinger von Nürnberg" bei den
Bayreuther Festspielen, ,,Rienzi" am Theater Bremen und ,,Tannhauser" am Teatro Perez Galdos in Las Palmas de Gran Canaria. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 10. Dezember 06
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle Regie: Anselm Weber Bühnenbild: Hermann Feuchter Kostüme:
Bettina Walter Dramaturgie: Agnes Eggers Licht: Olaf Winter Chor: Alessandro Zupardo
Besetzung:
Marta: Michaela Schuster
Pedro: John Treleaven Sebastiano: Luciio Gallo Tammaso: Magnus Bladvinsson Nuri: Britta Stallmeister Moruccio: Gérard Lavalle Nando:
Peter Marsh Antonia: Claudia Mahnke Pepa: Sonja Mühleck Rosalia: Elzbieta Ardam
Koproduktion mit der Volksoper Wien
In Tiefland mischte Eugen d’Albert (1864-1932) Elemente des in Italien beheimateten Verismo mit der Musiksprache Richard Wagners und der ihr eigenen Leitmotiv-Technik. Das
Libretto geht zurück auf das Schauspiel Terra baixa (1806) des Spaniers Angel Guimerà (1849-1924), nach welchem Rudolf Lothar das deutsche Libretto schrieb. Die
Umarbeitung der am 15. November 1903 in Prag uraufgeführten Fassung wurde erstmals 1905 in Magdeburg gezeigt (diese Fassung liegt auch der Frankfurter Produktion
zugrunde) und avancierte danach langsam zu einer der meistgespielten Bühnenkompositionen ihrer Zeit.
Zum Inhalt: Der Großgrundbesitzer Sebastiano will seine Geliebte Marta dem jungen, naiven Knecht Pedro zur Frau geben, der von dem Verhältnis der beiden nichts ahnt.
Sebastiano möchte reich heiraten, aber Marta in seiner Nähe wissen, damit diese ihm weiterhin gefügig sein kann. Marta schämt sich vor dem aufrichtigen Pedro, für den sie
inzwischen Mitleid und Liebe empfindet. Als dieser die wahren Verhältnisse erkennt, tötet er seinen Widersacher im Zweikampf.
Die Mezzosopranistin Michaela Schuster (Marta) sang in Frankfurt u.a. Florinda (Fierrabras) und Kundry (Parsifal). Mit der zuletzt genannten Partie gastierte sie auch in Berlin
und Amsterdam. In dieser Saison kehrte sie als Caesonia in der Uraufführung von Detlev Glanerts Caligula an den Main zurück. John Treleaven (Pedro), der in den letzten
Jahren vor allem im deutschen jugendlichen Heldentenor-Fach weltweit gefragt ist, stellte sich in Frankfurt bereits als Canio (I Pagliacci) sowie als Brittens Peter Grimes und
Wagners Tristan vor. Der Italiener Lucio Gallo (Sebastiano) sang hier u.a. die Titelpartien von Dallapiccolas Il prigioniero und Wagners Holländer sowie Amonasro in Verdis
Aida (konzertant). Zudem gastiert der Bariton an fast allen internationalen Opernhäusern von Wien bis New York. Weitere Partien übernehmen Ensemblemitglieder der Oper
Frankfurt. Die musikalische Leitung hat Sebastian Weigle, der 2008 als Generalmusikdirektors nach Frankfurt kommen wird. In gleicher Position wirkt er seit 2004 am Gran
Teatre del Liceu in Barcelona. Für die Inszenierung zeichnet Anselm Weber verantwortlich, der seit 2004 als Intendant am Schauspiel Essen arbeitet. In Frankfurt inszenierte
er im gleichen Jahr Katja Kabanová. [Text: Oper Frankfurt]
Sebastian Weigle Der gebürtige Berliner Sebastian Weigle wird ab der Spielzeit 2008/09 den Posten des Generalmusikdirektors an der Oper Frankfurt bekleiden. Weigle ist seit 2004
Generalmusikdirektor am Gran Teatre del üceu in Barcelona, wo er bisher u.a. Neuproduktionen von Mussorgskis Boris Godunow und Wagners Parsifal sowie verschiedene
Konzerte dirigiert hat. 2005 wurde er dort von den Opernkritikern Barcelonas zum besten Dirigenten der Spielzeit 2004/05 gewählt. 2000 und 2001 folgte er mit Mozarts
Zauberflöte einer Einladung an die Metropolitan Opera New York. 2007 wird er sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen mit einer Neuproduktion der Meistersinger von
Nürnberg geben. Seine Ausbildung erhielt Weigle an der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler, wo er gleichzeitig die Fächer Hörn, Klavier und Dirigieren studierte. Von
1997 bis 2002 erarbeitete er sich als Erster Staatskapellmeister an der Berliner Staatsoper vor allem mit Werken von Mozart, Beethoven, Wagner und Strauss ein
weitgefächertes Repertoire. Engagements erfolgten darüber hinaus u.a. an das Nationaltheater Mannheim, die Staatsoper Dresden, die Deutsche Oper Berlin, die Volksoper
Wien und die Opernhäuser von Cincinnati und Sydney. Zudem führten ihn Verpflichtungen zum Festival Internacional de Musica y Danza de Granada sowie nach Japan. An
der Oper Frankfurt dirigierte er erstmals in der Spielzeit 2002/03 die Wiederaufnahme von Strauss' Salome, gefolgt von einer Neuinszenierung der Frau ohne Schatten. Für die
zuletzt genannte Produktion wurde er 2003 von den Kritikern des Fachmagazins Opernwelt zum „Dirigenten des Jahres" gekürt und kehrte für die Wiederaufnahme des
Werkes im Januar 2005 nach Frankfurt zurück. Danach übernahm er hier in der Spielzeit 2005/06 die musikalische Leitung von Tschaikowskis Pique Dame. 2005 führte ihn
zudem Strauss' Der Rosenkavalier an die Berliner Staatsoper sowie Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny an die Dresdner Semperoper. Zukünftige Pläne beinhalten
neben seinen umfangreichen Verpflichtungen in Barcelona (Wozzeck, Idomeneo, Die tote Stadt, Lohengrin, La clemenza di Tito) Arbeiten in Dresden (Die Zauberflöte),
Hamburg und Wien sowie Konzerte in Berlin und Leipzig. Zudem erhält Sebastian Weigle regelmäßig Einladungen von renommierten Orchestern, darunter das Radio
-Sinfonieorchester Stuttgart, das Münchner Rundfunkorchester, die Bamberger Symphoniker, die Staatskapelle Berlin, des Berliner Sinfonie-Orchester, das Deutsche
Symphonie-Orchester Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Bertin und die Hamburger Symphoniker. Im Ausland musizierte er mit dem Radio Symphonieorchester Wien, dem
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Aalborg Symphony Orchestra, dem Bergen Philharmonie Orchestra, dem Helsingborg Symphony Orchestra, dem Swedish
Chamber Orchestra, dem Trondheim Symphony Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Chicago Grand Park Festival Orchestra, dem Melbourne Symphony
Orchestra sowie dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und dem Tokyo Philharmonie Orchestra. Sebastian Weigle gründete 1987 den Kammerchor Berlin und war
künstlerischer Leiter des Neuen Berliner Kammerorchesters. 1993 wurde er Chefdirigent des Landes-Jugendsinfonieorchesters Brandenburg. Im gleichen Jahr übernahm er
eine Professur an der Hochschule der Künste Berlin, die er aber zugunsten seiner internationalen Tätigkeit wieder aufgab. Heute steht er der Hochschule für Musik Hanns
Eisler in beratender Tätigkeit zur Seite. Zahlreiche CD-Einspielungen (u.a. Hans Rotts Sinfonie Nr. 1) des Künstlers liegen vor. 2006/07 wird er in Frankfurt die Neuproduktion
von d'Alberts Tiefland musikalisch leiten.
Anselm Weber Seit der Spielzeit 2004/05 ist Anselm Weber Intendant am Schauspiel Essen, wo er im April das Solostück Klamms Krieg zur Aufführung brachte. Im Mai 06 folgte dort die Premiere von Ibsens Die Wildente. Anselm Weber begann seine Laufbahn von 1986 bis 1989 als Regieassistent Dieter Dorns und Hans Lietzaus an den Münchner Kammerspielen. Danach war er als Hausregisseur am Schauspiel Bonn, am Schauspiel Frankfurt und am Schauspielhaus Hamburg tätig und gastierte als freier Regisseur in Berlin, München und Wien. 2003 inszenierte er Martin McDonaghs “Der Kissenmann” am Wiener Burgtheater(Akademie). Ab 2001 realisierte er als Regisseur und
Oberspielleiter am Schauspielfrankfurt die deutschsprachige Erstaufführung von Sergej Belbels “Die Zeit der Plancks” sowie Schillers “Wallenstein”, Shakespeares “Hamlet”
und Matthias Beltz' “Die Frankfurter Verlobung”. Sein Debüt als Opernregisseur gab Anselm Weber 1999 mit Verdis “Rigoletto” am Aalto-Theater in Essen. 2000 folgte dort Wagners “Lohengrin”, 2003 “Die Meistersinger von
Nürnberg” und 2004 Strauss' “Der Rosenkavalier”. An der Oper Frankfurt erarbeitete er in der Spielzeit 2003/04 Janáčcek´s “Katja Kabanová”. Diese Produktion wurde 2005/06 wiederaufgenommen. In der Saison 2006/07 kehrt Anselm Weber für Eugen d'Alberts Tiefland nach Frankfurt zurück.
[Texte: Oper Frankfurt]
Zur Inszenierung des Opernhaus Zürich im Rahmen der Zürcher Festspiele 2006:
Premiere: Juni 06
Dirigent: Franz Welser-Möst GMD Inszenierung: Matthias Hartmann Bühnenbild: Volker Hintermeier Kostüme: Su Bühler
Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Besetzung:
Marta: Petra Maria Schnitzer Pepa: Christiane Kohl
Antonia: Liuba Chuchrova Rosalia: Kismara Pessatti Nuri: Eva Liebau Pedro: Peter Seiffert Sebastiano: Matthias Goerne Tommaso:
Laszlo Polgár Nando: Rudolf Schasching Moruccio: Valeriy Murga
Besprechung auf kulturfreak.de
FRANZ WELSER-MÖST Generalmusikdirektor
Seit 10 Jahren prägt Franz Weiser-Most wesentlich das musikalische Erscheinungsbild des Zürcher Opernhauses und hat in dieser Zeit über 40 Produktionen geleitet, davon 37
Neuinszenierungen. Mit der Premiere von «Don Giovanni» stand er zum 450. Male am Pult des Opernhausorchesters, das er nicht nur im Graben, sondern auch in zahlreichen
Philharmonischen Konzerten immer wieder zu umjubelten Höchstleistungen geführt hat.
Unter seiner Leitung zunächst als Chefdirigent, dann als Principal Conductor und seit Beginn der Saison 2005/06 als Generalmusikdirektor des Hauses hat sich das Orchester zu
einem Klangkörper der Spitzenklasse entwickelt, was sich nicht nur in der Nominierung zum «Orchester des Jahres 2002» in der Kritikerumfrage der «Opernwelt» niederschlug,
sondern in immer zahlreicher werdenden Einladungen zu Gastspielen in Musikzentren wie Wien, London, Paris und künftig auch in Japan und China. Auch die Tatsache, dass
das Zürcher Opernhaus heute weltweit führend als Produzent von Opern-DVDs ist, verdankt sich nicht zuletzt seinen aufsehenerregenden Interpretationen.
Der aus Linz gebürtige Dirigent erregte 1986 bei einem Konzert mit dem London Philharmonie Orchestra internationale Aufmerksamkeit und wurde zum Musikdirektor dieses
Orchesters berufen, das er von 1990 bis 1996 leitete. Im Herbst 1995 übernahm er den Posten des Chefdirigenten am Opernhaus Zürich und brachte dort in den folgenden
sieben Jahre regelmässig bis zu fünf Premieren pro Spielzeit heraus. Neben wichtigen Repertoirewerken von Mozart, Verdi u.a. erarbeitete er die grossen Opern Wagners vom
«Tannhäuser» bis zum «Ring des Nibelungen», widmete sich aber auch Raritäten wie Johann Strauss' «Simplicius», Schuberts «Fierrabras» oder Korngolds «Die tote Stadt».
Darüber hinaus gastierte Franz Weiser-Most an der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin und beim Glyndebourne Festival und arbeitete regelmässig mit den Wiener
und Berliner Philharmonikern sowie den Orchestern von Cleveland, Philadelphia, Los Angeles, New York und Boston zusammen. Im September 2002 folgte er seiner Berufung
als Musikdirektor des Cleveland Orchestra, wobei er dem Zürcher Opernhaus weiterhin als Principal Conductor verbunden blieb. Für seine zahlreichen CD-Einspielungen erhielt
Franz Weiser-Most u.a. den Gramophone Award, den Japanese Record Academy Award sowie zwei Grammy-Nominierungen. Weitere Auszeichnungen waren der Mozart
-Preis (1999), die Ehrendoktorwürde der Western Case Reserve University, Cleveland (2003), und von «Musical America» wurde er zum «Conductor of the Year 2003» gewählt
. Am 1. September 2005 übernahm Franz Weiser-Most die neu geschaffene Position des Generalmusikdirektors am Opernhaus Zürich. Der Vertrag läuft bis zum 31. Juli 2011.
[©: Opernhaus Zürich]
Weitere Informationen unter: www.zuercher-festspiele.ch
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Tosca
Von: Giacomo Puccini Text:
Giuseppe Giacosa und Luigi Illica, nach dem Schauspiel La Tosca von Victorien Sardou
Uraufführung: 14. Januar 1900 (Rom, Teatro Constanzi)
Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:
Premiere: 4. Februar 12
Musikalische Leitung:
Frank Beermann Inszenierung: Jakob Peters-Messer Bühne: Markus Meyer Kostüme: Sven Bindseil Chöre: Simon Zimmermann
Besetzung:
Tosca:
Claudia Sorokina Cavaradossi: César Augusto Gutiérrez Scarpia: Oliver Zwarg Angelotti: André Eckert Der Mesner: Martin Gäbler Spoletta:
André Riemer ( Sciarrone: Andreas Kindschuh Ein Schließer: Roland Glass Ein Hirt: Elzbeta Laabs
Das Regieteam
Frank Beermann (Musikalische Leitung) feierte in den letzten Jahren große Erfolge im Opern- und Konzertrepertoire. Sein ständig waches Interesse an
unbekannten und neuen Werken hat zu spannenden CD-Veröffentlichungen geführt. Dafür wurde er u. a. mit dem ECHO Klassik 2009 und dem Excellentia Award von Pizzicato ausgezeichnet sowie für
die International Classical Music Awards ICMA 2011 nominiert. Gastdirigate führten ihn in jüngster Zeit mit Mozarts „Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“ an die Staatsoper Unter den Linden
Berlin sowie mit „Arabella“ an die Semperoper Dresden. Seit 2007 ist er Generalmusikdirektor der Theater Chemnitz und Chefdirigent der Robert-Schumann-Philharmonie. Unter seiner Leitung
fanden überregional vielbeachtete Opernaufführungen statt, u. a. die deutsche Erstaufführung der Oper „Love and Other Demons“ von Peter Eötvös, die Wiederentdeckungen der Opern „Il Templario“
und „Die Heimkehr des Verbannten“ von Otto Nicolai, „Die Rose vom Liebesgarten“ von Hans Pfitzner und „Der Schmied von Gent“ von Franz Schreker, deren Einspielungen auf CD bereits
veröffentlicht sind bzw. in naher Zukunft erscheinen werden.
Jakob Peters-Messer (Inszenierung) wurde nach dem Studium
der Musiktheaterregie in Hamburg von Götz Friedrich an die Deutsche Oper Berlin verpflichtet. Später führte ihn die Arbeit vor allem mit Nikolaus Lehnhoff in das europäische Ausland und die
USA. Seit 1994 arbeitet er als freischaffender Regisseur. Der Schwerpunkt seiner Inszenierungen lag zunächst auf dem Feld der Neuen Musik und im vorklassischen Repertoire. Inzwischen hat er
sich auch das Repertoire der Klassik (Mozart), der Romantik (Verdi, Wagner) und der klassischen Moderne (Schostakowitsch) erschlossen und wendet sich jetzt verstärkt der italienischen Oper
zu. Er inszenierte u. a. in Berlin, Dortmund, Wiesbaden, Montpellier, Bordeaux, Luxemburg, St. Gallen und Bern. In Chemnitz brachte er 2007 Mascagnis Oper „Iris“ und 2009 Gounods Oper „Faust“
auf die Bühne.
Markus Meyer (Bühne) absolvierte von 1991 - 1997 ein Bühnenbild- und Kostümstudium an der Hochschule der
Künste Berlin. Seit 1998 ist er freischaffend tätig und arbeitet u. a. mit den Regisseuren Jakob Peters-Messer, Anthony Pilavachi und Robert Lehmeier an den Theatern Bern, Weimar, Wiesbaden
und Hamburg sowie am Festspielhaus Baden-Baden, der Nationalen Reisopera / Niederlande, dem Teatro Nacional de Sao Carlos Lissabon, der Opéra National de Bordeaux, der Opera Ireland in Dublin
und der Nationaloper in Tirana. Weitere Gastspiele führten ihn an das Gran Teatre del Liceu Barcelona, das Théâtre des Champs-Elysées Paris, die Stadsschouwbourg Amsterdam, zum Spoleto
Festival und zu den Wiener Festwochen. An der Oper Chemnitz war er bereits Bühnen- und Kostümbildner für Mascagnis „Iris“ und Gounods „Faust“.
Sven Bindseil (Kostüme)
studierte an der Akademie der Bildenden Künste und der Universität Stuttgart Bühnenbild und Literaturwissenschaft. 1995 begann seine Laufbahn als freiberuflicher
Bühnen- und Kostümbildner – hauptsächlich im Bereich Musiktheater. Seine Arbeit führte ihn an Theater und Opernhäuser im In- und Ausland, so beispielsweise an die Staatstheater in Wiesbaden,
Stuttgart, Braunschweig und Nürnberg, an die Oper Leipzig, das Nationaltheater Lissabon, die New Israeli Opera Tel Aviv, das Grand Théâtre de Bordeaux, die Opéra de Montpellier, das Teatro
Massimo Bellini Catania. Als Kostümbildner betreute er in den letzten Jahren zunehmend auch Film- und Fernsehproduktionen, so entwarf er z. B. die historischen Kostümbilder der 16-teiligen
ARD-Doku-Soaps „Abenteuer 1900 - Leben im Gutshaus“ und „Abenteuer 1927 - Sommerfrische“. In Chemnitz war er 2008 Kostümbildner für Pfitzners Oper „Die Rose vom Liebesgarten“.
Die Hauptpartien
Claudia Sorokina (Tosca) wurde in Taschkent geboren und studierte Klavier, Chorleitung und Gesang. Ihre
Opern-Karriere begann sie 2002 an der Helikon-Oper in Moskau, wo sie u. a. als Tatjana in „Eugen Onegin“, Lisa in „Pique Dame“ und Micaela in „Carmen“ debütierte. Seit 2003 lebt sie in
Frankreich. Gastengagements führten sie u. a. an die Opéra National de Montpellier, an die Opéra de Nice, ans Théâtre Toursky in Marseille, zum Puccini-Festival nach Torre del Lago sowie
zum Festival de musique sacrée nach Marseille. Aktuell singt sie die Partie der Isabelle in Meyerbeers „Robert le Diable“ am Theater Erfurt. Zu ihrem Konzertrepertoire gehören u. a.
Verdis „Messa da Requiem“, Strauss‘ „Vier letzte Lieder“, Goreckis Sinfonie für Sopran und Orchester sowie Vivaldis Motetten.
César Augusto Gutiérrez (Cavaradossi)
stammt aus Kolumbien und begann seine Karriere in seinem Heimatland. Seit 1991 ist er auch in Europa, Russland, Japan sowie in Nord- und Südamerika aufgetreten. Zu
den wichtigsten Engagements der vergangenen Jahre gehören der Macduff („Macbeth“) in Bergen, der Ernesto („Don Pasquale“) in Luzern sowie die Mitwirkung in der Zarzuela „Doña Francisquita“ an
der Wiener Kammeroper. Am Teatro Carlo Felice di Genova trat er als Almaviva („Barbiere di Siviglia“), an der Norske Opera Oslo als Lindoro („L'italiana in Algeri“) auf. Bei den Bregenzer
Festspielen debütierte er erfolgreich als Nikolio in der Oper „Die griechische Passion“ von Martinů und wurde daraufhin auch für die Tango-Operita „Maria de Buenos Aires“ von
Piazzolla verpflichtet. Darüber hinaus ist er auch ein vielbeschäftigter Konzert- und Oratoriensänger.
Oliver Zwarg (Scarpia) begann seine berufliche Laufbahn im Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper und an der Staatsoper Hannover. In dieser Zeit sang er Partien wie Bartolo, Figaro, Leporello,
Papageno, Gianni Schicchi und Wozzeck und gastierte u. a. an der Komischen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper München, in Barcelona, Saarbrücken, Mannheim sowie beim Edinburgh Festival.
Seit 2006 ist er freischaffend als Pädagoge, Konzert- und Opernsänger tätig. 2007 nominierte ihn die Zeitschrift Opernwelt als „Sänger der Jahres“ für seine Interpretation des Golaud an der
Staatsoper Stuttgart. In letzter Zeit debütierte er als Alberich in Köln, als Pfleger des Orest bei den Salzburger Festspielen sowie als Musiklehrer („Ariadne auf Naxos“) in Bordeaux. Das
Chemnitzer Opernpublikum begeisterte er bereits 2010 als Schmied in Schrekers Oper „Der Schmied von Gent“, die demnächst auch bei cpo als CD veröffentlicht wird, sowie 2011 in der
Titelpartie von „Herzog Blaubarts Burg“.
Das Opernfrühstück Das Opernfrühstück zu „Tosca“ gewährt bereits am 22. Januar, 10.30 Uhr einen Einblick in die Produktion. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. [© Oper Chemnitz]
www.theater-chemnitz.de
Zur Inszenierung der Oper Leipzig:
Premiere: 15. Oktober 11
Musikalische Leitung:
Anthony Bramall Inszenierung, Bühne: Michiel Dijkema Kostüme: Claudia Damm Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo Einstudierung Kinderchor:
Sophie Bauer Dramaturgie: Christian Geltinger
Besetzung:
Floria Tosca:
Viktoria Yastrebova (15.10., 29.10., 23.12., 17.2., 23.6.) / Annalisa Raspagliosi (20.10., 9.12., 25.3., 21.4.) Mario Cavaradossi:
Bruno Ribeiro/Gaston Rivero (15.10.), weiterhin Bruno Ribeiro (20.10., 29.10., 23.6.) / Gaston Rivero (9.12., 23.12., 17.2., 25.3., 21.4.) Baron Scarpia:
Sebastian Catana (15.10., 29.10., 23.12., 17.2.) / Tuomas Pursio (20.10., 9.12., 21.4., 23.6.) / Nicola De Michele (25.3.) Cesare Angelotti: Milcho Borovinov Der Mesner:
Jürgen Kurth Spoletta: Dan Karlström / Timothy Fallon Sciarrone: Matthew Anchel Ein Kerkermeister: Klaus Bernewitz / Frank Wernstedt
Stimme des Hirtenmädchens: Olena Tokar
Chor und Kinderchor der Oper Leipzig Gewandhausorchester
Kaum eine Oper ist so im zeitlichen Kontinuum der Geschichte verankert
wie Giacomo Puccinis „Tosca”. Die Handlung spielt im Rom des ausgehenden 18. Jahrhunderts. In dieser Stadt begegnen sich geistliche und weltliche Macht, Kirchenstaat und Polizeistaat auf eine
frappierende Art und Weise. Architektonischer Ausdruck dieser Verbindung sind Bauwerke wie die Kirche St. Andrea della Valle, der Palazzo Farnese oder die Engelsburg, die bis heute das
Gesicht der Ewigen Stadt prägen. Sie sind zugleich die Schauplätze für Puccinis Oper. Je mehr sich Puccini auf der Oberfläche um detailgetreuen Realismus bemüht, umso starker sind seine
Protagonisten getrieben von heftigen Leidenschaften und großem Pathos. Perfekt spielt Puccini in seiner Oper auf der Klaviatur der Gefühle, lässt die Zuschauer mitfühlen mit der Operndiva
Tosca, deren Liebe zu Cavaradossi auf Grund der politischen Umstände zum Scheitern verurteilt ist. Ein Stoff, wie geschaffen für die große Bühne, der bei Regisseur Michiel Dijkema sicher in
den richtigen Händen liegt. Am Pult präsentiert sich erstmals Anthony Bramall, Erster Kapellmeister an der Oper Leipzig seit 2011/12, in einer musikalischen Neueinstudierung. [© Oper
Leipzig]
Weitere Aufführungen:
20. Okt. 2011 (19:30 Uhr) / 29. Okt. 2011 (19:00 Uhr) / 09. Dez. 2011 (19:30 Uhr) / 23. Dez. 2011 (19:30 Uhr) / 17. Feb. 2012 (19:30 Uhr) / 25. Mär. 2012 (18:00 Uhr) / 21. Apr. 2012 (19:00 Uhr) / 23. Jun. 2012 (19:00 Uhr)
Oper Leipzig Werkstatt: 06. Okt. 2011, 18:00
www.oper-leipzig.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 16. Januar 11 1. Wiederaufnahme: 9. Dezember 11
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko / Julian Kovatchev (ab 17. Februar 11) / Hartmut Keil Regie: Andreas Kriegenburg Bühnenbild: Harald Thor Kostüme: Tanja Hofmann Dramaturgie: Malte Krasting
Licht: Frank Keller Chor: Matthias Köhler
Besetzung:
Floria Tosca: Erika Sunnegårdh /
Takesha Meshé Kizart (27. Februar, 5. März, 20. Mai, 2. Juni 2011) / Oksana Dyka / Hui He (Januar 2012) Scarpia:
Jason Howard / Željko Lučić / Giorgio Surian (Januar 2012) Mario Cavaradossi:
Aleksandrs Antonenko / Alfred Kim (ab 27. Februar 11) / Alfred Kim / Kamen Chanev (27. Januar 2012)
Cesare Angelotti: Vuyani Mlinde / Sungkon Kim / Vuyani Mlinde (Januar 2012) Der Mesner: Franz Mayer
/ Franz Mayer Spoletta: Michael McCown / Michael McCown Sciarrone: Dietrich Volle / Dietrich Volle Ein Hirte: Solist der Aurelius Sängerknaben Calw
/ William Roberts / Valentin Brunner (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw) Ein Schließer:
Walter Jäkel / Zoltan Winkler / Walter Jäkel / Zoltan Winkler (23., 25. Dezember 2011, 15. Januar 2012)
Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Besprechung auf kulturfreak.de
grün = 1. Wiederaufnahme in der Saison 2011/12
Zur 1. Wiederaufnahme: Nach sieben Wiederaufnahmen und
insgesamt 77 Vorstellungen wurde Alfred Kirchners Tosca-Inszenierung 2008/09 vom Spielplan genommen und 2010/11 durch die Neuproduktion von Andreas Kriegenburg ersetzt. Die Spannung war groß,
wie diese Sicht auf das Meisterwerk von Giacomo Puccini (1858-1924) ausfallen würde, einem der beliebtesten Titel des Repertoires. Weder das Publikum noch die Presse zeigte sich enttäuscht,
und so konnte man nach der Premiere am 16. Januar 2011 lesen: „‚Oper darf nicht nur Traditionspflege sein’, hat Andreas Kriegenburg einmal sinngemäß gesagt, denn Oper werde ja von heutigen
Menschen gemacht. Dass Kriegenburg Puccinis Figuren trotzdem nicht brutal ins Heute zerrt, sondern sie in ihren eigentlich zeitlosen Gefühlswelten belässt, ist sein Verdienst – zumal diese
bis ins Heute wirken.“ In einer weiteren Rezension stand: „Rundum fulminant ging es zu. Große Stimmen, ein prachtvoll disponiertes Orchester, klare Bilder, eine perfekte Inszenierung.“ Nun
wird die Produktion zum ersten Mal wiederaufgenommen. Tosca spielt eine zentrale Rolle im Repertoire der ukrainischen Sopranistin Oksana Dyka. Sie sang die Partie bereits an den
Opernhäusern von Rom und Mailand sowie in der Arena di Verona. Weitere Auftritte in London und Paris sind geplant. Ihr Deutschlanddebüt gab die junge Sängerin übrigens 2008/09 in Frankfurt
als Giorgetta in Il tabarro innerhalb Puccinis Il trittico. Mit Oksana Dyka alterniert die Chinesin Hui He, ein Gast an den größten Opernbühnen der Welt. Puccinis Dauerbrenner führte sie
bereits gleichfalls nach Mailand und Verona. Aber auch als Puccinis Madama Butterfly ist sie in Paris, Wien, Mailand und Hongkong begehrt. Željko Lučić gilt am Main seit seiner
zehnjährigen Zugehörigkeit zum Frankfurter Ensemble als absoluter Publikumsliebling. Seit 2008 ist er freiberuflich tätig, kehrt aber immer wieder gerne auf die Bühne seines einstigen
Stammhauses zurück, zuletzt als Verdis Nabucco, Germont (La Traviata) und Simon Boccanegra. Als Scarpia debütierte er im Februar 2011 an der Mailänder Scala. Mit Željko Lučić
alterniert in dieser Aufführungsserie der italienische Bariton Giorgio Surian, der sich in Frankfurt 2010/11 mit den vier Bösewichtern in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen vorstellte. Seine
Darstellung des Scarpia beim Puccini Festival Torre del Lago wurde auf DVD aufgezeichnet. Erst kürzlich war der koreanische Bariton Sungkon Kim als Frank in der Wiederaufnahme von Korngolds
Die tote Stadt zu erleben, nun alterniert das Frankurter Ensemblemitglied als Angelotti mit dem premierenbewährten Vuyani Mlinde. Angeführt vom Frankfurter „Urgestein“ Franz Mayer (Mesner)
haben alle übrigen Ensemblemitglieder ihre Partien bereits in der Premierenserie verkörpert. Zum ersten Mal bei dieser Produktion steht hingegen Kapellmeister Hartmut Keil am Pult des
Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, nachdem er in diesem Jahr erneut Sebastian Weigle anlässlich der Meistersinger in Bayreuth assistierte. Dort war er auch für die Musikalische Leitung
einer in der Reihe Wagner für Kinder gezeigten Ring-Bearbeitung zuständig. In Frankfurt nahm er zu Beginn der aktuellen Spielzeit erfolgreich Mozarts Così fan tutte wieder auf.
Zur Premiere: Nach sieben Wiederaufnahmen und insgesamt 77 Vorstellungen wurde die Tosca-Inszenierung von Alfred Kirchner, welche am 8. September 2001 an der Oper Frankfurt Premiere feierte, 2008/09 vom Spielplan genommen. Nun ist die
Spannung groß, wie die Neuproduktion des Meisterwerks von Giacomo Puccini (1858-1924) ausfallen wird, einem der beliebtesten Titel des Repertoires.
Die musikalische Leitung dieser
Neuproduktion liegt bei Kirill Petrenko, der ab der Spielzeit 2013/14 den Posten des Generalmusikdirektors an der Bayerischen Staatsoper in München bekleiden wird. Zudem steht der Dirigent
2013 für den neuen Bayreuther Ring am Pult. In Frankfurt leitete Petrenko, der 2007 in der Opernwelt-Umfrage zum „Dirigenten des Jahres“ gekürt wurde, bereits Mussorgskis Chowanschtschina (2005) sowie Pfitzners Palestrina (2009 und 2010). Mit Andreas Kriegenburg gibt einer der bedeutendsten
Schauspielregisseure unserer Zeit sein Debüt an der Oper Frankfurt. Zu seinen Arbeiten für die Oper gehören u.a. Verdis Otello an der Deutschen Oper in Berlin 2010. Nach ihrem
aufsehenerregenden Einspringen als Leonore in Beethovens Fidelio für Karita Mattila 2006 an der New Yorker Metropolitan Opera konnte Erika Sunnegårdh (Tosca) diese Partie 2008 auch in
Frankfurt musikalisch beeindruckend gestalten. Zu ihren aktuellen Projekten gehört u.a. die Chrysothemis in Strauss’ Elektra am Grand Théâtre de Genève 2010. Seinen Beruf als
Feuerwehrmann hängte der englische Bariton Jason Howard (Scarpia) endgültig an den Nagel, als seine Gesangskarriere Fahrt aufnahm. Seither war er bereits zu Gast an den internationalen
Opernhäusern von London, Paris und Buenos Aires, bevor ihn nun sein Deutschland-Debüt an die Oper Frankfurt führt. Aleksandrs Antonenko (Cavaradossi) debütierte 2007/08 am Main als
Gabriele Adorno in Verdis Simon Boccanegra und verkörperte bei den Salzburger Festspielen 2008 Verdis Otello unter dem Dirigat von Riccardo Muti. Seither gilt der Lette als große Hoffnung im
Spinto-Tenorfach und hat Auftritte an zahlreichen internationalen Opernbühnen absolviert, darunter Dresden, Wien und New York. Alle weiteren Partien werden von Ensemblemitgliedern und
Chorsolisten der Oper Frankfurt verkörpert, wobei später mit Takesha Meshé Kizart (Tosca) und Alfred Kim (Cavaradossi) zwei Hauptpartien alternativ besetzt sein werden. Am Pult alterniert
dann mit Kirill Petrenko Julian Kovatchev. [© Oper Frankfurt]
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10%.
Zur Inszenierung des Oldenburgsichen Staatstheaters:
Premiere: 9. Oktober 10 (Halle 10/Fliegerhorst)
Musikalische Leitung: Thomas Dorsch Inszenierung: Gustav Rueb Bühne: Florian Barth Kostüme: Larissa Hartmann Chor: Thomas Bönisch Dramaturgie:
Sebastian Hanusa
Floria Tosca: Kerrie Sheppard / Irina Wischnizkaja Mario Cavaradossi: Alexej Kosarev / Daniel Ohlmann Baron Scarpia:
Nico Wouterse / Peter Felix Bauer Cesare Angelotti: Andrey Valiguras Der Mesner: Henry Kiichli Spoletta: Michael Pegher Sciarrone:
Leonard Katarzynski / Philip Zehnoff Ein Schließer: Andreas Lütje / Michael Jörg van Hagen
www.staatstheater.de
Zur Inszenierung der Bayrischen Staatsoper: Münchner Opernfestspiele 2010, in Zusammenarbeit mit der Metropolitan Opera New York und dem Teatro alla Scala di Milano
Premiere: 28. Juni 10
Musikalische Leitung Fabio Luisi (28. Juni, 2./7./10. Juli 10), Marco Armiliato (15./19. Juli 10), Kirill Petrenko (5./8./12. Mai 2011)
Inszenierung Luc Bondy Bühne Richard Peduzzi Kostüme: Milena Canonero Licht: Michael Bauer Chöre: Andrés Máspero
Floria Tosca:
Karita Mattila (28. Juni, 2./7./10./15./19. Juli 10), Tatiana Serjan (5./8./12. Mai 2011) Mario Cavaradossi:
Jonas Kaufmann (28. Juni, 2./7./10./15./19. Juli 10), Marcello Giordani (5./8./12. Mai 11) Baron Scarpia: Juha Uusitalo Cesare Angelotti: Christian Van Horn
Der Mesner: Enrico Fissore (28. Juni, 2./7./10./15./19. Juli 10), Christoph Stephinger (5./8./12. Mai 11) Spoletta: Kevin Conners Sciarrone: Rüdiger Trebes
Ein Gefängniswärter: Christian Rieger Stimme eines Hirten: Tölzer Knabenchor gGmbH
Bayerisches Staatsorchester Chor der Bayerischen Staatsoper
www.staatsoper.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 8. September 01
Wiederaufnahme Saison 08/09: 31. August 08
Musikalische Leitung der Wiederaufnahme: Xian Zhang / Erik Nielsen Inszenierung: Alfred Kirchner
Bühnenbild: Karl Kneidl Kostüme: Margit Koppendorfer Dramaturgie: Vera Sturm, Jutta Georg Licht: Olaf Winter Chor: Alessandro Zuppardo
Zur Wiederaufnahme in der Saison 2008/09:
Tosca: Barbara Haveman / Annalisa Raspagliosi Cavaradoss
i: Carlo Ventre / N.N. Scarpia: Peter Sidhom / Carlos Almaguer Angelotti: Florian Plock / Simon Bailey Mesner: Franz Mayer
Spoletta: Michael McCow Sciarrone: Dietrich Volle / Sungkon Kim Solist der Aurelius Sängerknaben Calw / Solist des Kinderchors der Oper Frankfurt (Hirt) u.a.
Die Inszenierung der Tosca von Giacomo Puccini (1858-1924) durch Alfred Kirchner feierte am 8. September 2001 Premiere an der Oper Frankfurt. Nun wird die beim Publikum sehr beliebte
Produktion am 31. August 2008 mit der 67. Vorstellung zum siebten Mal wiederaufgenommen.
In der Titelpartie dieser Wiederaufnahme einer Produktion aus der Spielzeit 2001/02
alternieren erstmals zwei junge Sängerinnen, die zu den vielversprechendsten Soprantalenten der Gegenwart zählen: Zu den Karrierestationen der Holländerin Barbara Haveman zählen u.a. Violetta
in Verdis La Traviata in Parma, Ferrara und Ravenna, Amelia in Verdis Simon Boccanegra an der Opéra de Nancy, Mimì in Puccinis La Bohème an der Opera North in Leeds sowie Giulietta in
Offenbachs Les contes d'Hoffmann, die Titelpartie in Jánáčeks Katja Kabanová, Fiordiligi in Mozarts Così fan tutte und Salomé in Massenets Hérodiade an der Opéra Royal de Wallonie in
Liège. Jánáčeks Jenufa sang sie am Théâtre du Capitole in Toulouse und Gräfin Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro an der Opéra National du Rhin in Straßburg. Dort verkörperte sie in
der europäischen Erstaufführung von André Previns A streetcar named desire die Partie der Blanche. Als Salomé in Hérodiade stellte sich Barbara Haveman 2003/04 dem Publikum der Wiener
Staatsoper vor. In der folgenden Saison sang sie dort Puccinis Manon Lescaut und kehrt dafür regelmäßig nach Wien zurück. Letzte Engagements beinhalten u.a. Elisabeth in Wagners Tannhäuser an
der Hamburgischen Staatsoper und am Aalto-Musiktheater Essen. Als Tosca in Frankfurt alterniert mit ihr die Italienerin Annalisa Raspagliosi, die an der Oper Frankfurt zuletzt als
Elisabeth von Valois in der Erfolgsproduktion von Verdis Don Carlo und als Maria / Amelia in Christof Loys Inszenierung von Verdis Simon Boccanegra zu erleben war. Außerdem übernahm sie die
Partie der Desdemona in konzertanten Vorstellungen von Verdis Otello. Weitere Partien an der Oper Frankfurt waren Valentine in Les Huguenots (konzertant), Nedda in I Pagliacci und Margherita
in Boitos Mefistofele. Als Interpretin der großen Partien in den Werken Verdis und Puccinis ist sie zudem international gefragt. So sang sie kürzlich Verdis Aida an der Deutschen Oper in
Berlin.
Im zweiten Teil der Aufführungsserie kehrt der Mexikaner Carlos Almaguer als Scarpia an den Main zurück, wo er 1999 als Alfio in Mascagnis Cavalleria rusticana debütierte.
Zudem steigen auch „Neuzugang“ Sungkon Kim (alternierend als Sciarrone) sowie ein Solist des Kinderchors der Oper Frankfurt (Hirt) erstmals in diese Produktion ein. Alle weiteren Sängerinnen
und Sänger sind in dieser Inszenierung der Oper Frankfurt im Laufe der Zeit schon einmal aufgetreten. Die junge chinesische Dirigentin Xian Zhang gibt in dieser Produktion ihr Frankfurter
Hausdebüt. Im Februar 2007 erhielt sie den erstmals vergebenen Titel Arturo Toscanini Associate Conductor des New York Philharmonic Orchestra, was den vorläufigen Höhepunkt ihrer äußerst
erfolgreichen Zusammenarbeit mit diesem Klangkörper seit 2004 darstellt. Als Operndirigentin machte Xian Zhang im Frühjahr 2007 an der English National Opera mit Puccinis La Bohème erstmals
international auf sich aufmerksam. Mit ihr alterniert anlässlich dieser Wiederaufnahme Erik Nielsen, der ab 2008/09 an der Oper Frankfurt als Kapellmeister engagiert ist. [© Oper
Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Die Tragödie des Teufels Komisch-utopische Oper in zwölf Bildern
Musik: Peter Eötvös Text:
Albert Ostermaier Uraufführung: 22. Februar 2010 (München, Bayerische Staatsoper)
Zur Inszenierung der Bayerischen Staatsoper:
Premiere: 22. Februar 10 (Uraufführung)
Musikalische Leitung Peter Eötvös 22./25./28. Feb., 12. Juli 2010 / Christopher Ward / Christian Schumann 6./9. März 2010 Inszenierung
Balázs Kovalik Installation Ilya und Emilia Kabakov Kostüme Amélie Haas Licht Michael Bauer
Produktionsdramaturgie Olaf A. Schmitt
Eva Cora Burggraaf Lucy Ursula Hesse von den Steinen Adam
Topi Lehtipuu 22./25./28. Feb., 9. März, 12. Juli 2010 / Jussi Myllys 6. März 2010 Lucifer Georg Nigl Die Jeriko Julie Kaufmann
Die Rumata Elena Tsallagova / Heike Grötzinger / Annamária Kovács Der Skelton Kevin Conners Der Strugatzi Christoph Pohl
Der L Nikolay Borchev Der Arkanar Christian Rieger Der Boris Wolfgang Bankl
Bayerisches Staatsorchester
Die Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn live aus dem Foyer des Nationaltheaters: Foyer, die Sendung zur Neuproduktion
mit Gesprächen und Reportagen.
Deutschlandradio Kultur überträgt am 27. Januar 2010 ab 19.05 Uhr eine Aufzeichnung der Uraufführung.
www.staatsoper.de
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Through Roses Musikdrama für einen Schauspieler und acht Solo-Instrumente
Von: Marc Neikrug Text: Marc Neikrug
Uraufführung: August 1980 (London, Queen Elizabeth Hall)
Zur Inszenierung an der Oper Frankfurt:
Premiere: 15. Januar 06 (Bockenheimer Depot)
Musikalische Leitung: Hartmut Keil Regie: Guillaume Bernardi Bühnenbild: Moritz Nitsche Kostüme: Peter deFreitas Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Mann: Christoph Quest Frau: Heidi Strauss
Mitglieder des Frankfurter Museumsorchesters
Der Amerikaner Marc Neikrug (* 1946) gilt als eine der vielseitigsten
Musiker-Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte. Seine Studien in den Fächern Klavier, Dirigieren und Komposition schloss er in Deutschland an der Musikhochschule Detmold ab. Seither ist er
vor allem als Komponist, aber auch als Pianist, Dirigent und Festival-Leiter hervorgetreten. Nach seinem erfolgreichen Debüt als Pianist 1966 stand die Kammermusik im Zentrum seines Schaffen.
1980 schließlich wurde sein erstes großes Orchesterwerk, Eternity’s Sunrise, erstmals zur Aufführung gebracht; die Uraufführung von Through Roses folgte einige Monate später in London. Dabei handelt es sich um den Monolog eines Geigers, der das Konzentrationslager überlebt hat. Das Stück folgt keiner linearen Erzählung, vielmehr verbindet es zunächst scheinbar zusammenhanglose, sich allmählich verdichtende Erinnerungsmomente. Der Text wird gesprochen, ist aber durchgängig von einem kammermusikalischen Satz unterlegt, wobei sich die musikalische und die textliche Ebene konkret ineinander verschränken: In der Erinnerung des alten Mannes erklingt all jene Musik, die er in bestimmten Situationen gespielt hat und die sich in musikalischen Zitaten von Bach bis Berg manifestiert. So ist Through Roses als ein Monodrama über die Funktion von Musik zu verstehen: Die Musik bedeutet für den Geiger das Zentrum seiner Existenz und stellt für ihn das einzige Mittel dar, seine traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.
Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion übernimmt Hartmut Keil, der seit 2002 als Solorepetitor und Dirigent (u.a. Mozarts Zauberflöte) an der Oper Frankfurt tätig
ist. Im letzten Jahr arbeitete er u.a. als Assistent von Pierre Boulez am neuen Bayreuther Parsifal mit. Als Regisseur kehrt der Kanadier Guillaume Bernardi
nach Frankfurt zurück, der 2002/03 mit seiner Sicht auf Haydns L’isola disabitata im Bockenheimer Depot einen großen Erfolg verbuchen konnte. Die Rolle des Geigers übernimmt der renommierte Schauspieler
Christoph Quest, der dem Frankfurter Publikum als Bassa Selim in Christof Loys Inszenierung der Entführung aus dem Serail in bester Erinnerung sein dürfte. In der Rolle der Frau ist die kanadische Tänzerin und Choreografin
Heidi Strauss zu erleben.
www.oper-frankfurt.de
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Die tote Stadt Oper in drei Akten
Von: Erich Wolfgang Korngold (1897 – 1957) Text:
Paul Schott (frei nach Georges Rodenbachs Roman Bruges la morte (1892)) Uraufführung: 4. Dezember 1920 (Hamburg, Stadttheater und Köln, Opernhaus)
Zur Inszenierung des Musiktheaters im Revier, Gelsenkirchen:
Premiere: 27. Februar 10
Musikalische Leitung: Heiko Mathias Förster Nachdirigat: Rasmus Baumann Inszenierung: Thilo Reinhardt Bühne: Wilfried Buchholz Kostüme: Gisa Kuhn
Choreinstudierung: Christian Jeub Kinderchoreinstudierung: Alfred Sculze-Aulenkamp Dramaturgie: Juliane Schunke
Besetzung:
Paul:
Burkard Fritz / Norbert Schmittberg Marietta / Erscheinung ;ariens: Majken Bjerno / Richetta Manager Frank: Bjørn WaaG Brigitta, Haushälterin Pauls:
Anna Aagathonos Juliette: Alfia Kamalova Lucienne: Almuth Herbst Victorin, Regisseur: Lars Rühl / William Saetre Fritz, der Pierrot: Bjørn Waag
Graf Albert: E. Mark Murphy
www.musiktheater-im-revier.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 22. November 09 Wiederaufnahme:
10. September 11 (weitere Vorstellungen: 16., 25., 30. September, 9. Oktober 2011 )
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Erik Nielsen
Regie: Anselm Weber Bühnenbild: Katja Haß Kostüme: Bettina Walter Dramaturgie: Norbert Abels Video: Bibi Abel
Licht: Frank Keller Choreografie: Alan Barnes Chor: Matthias Köhler Kinderchor: Michael Clark
Besetzung:
Paul:
Klaus Florian Vogt / Burkhard Fritz Marietta, auch Erscheinung Maries, Pauls verstorbener Gattin: Tatiana Pavlovskaya / Nicola Beller-Carbone Frank, Pauls Freund: Michael Nagy / Sungkon Kim Brigitta, Pauls Haushälterin: Hedwig Fassbender / Nadine Weissmann Juliette, Tänzerin: Anna Ryberg / Anna Ryberg Lucienne, Tänzerin: Jenny Carlstedt / Jenny Carlstedt
Gaston; musikalisch : Michael McCown / Simon Bode Victorin, Regisseur : Julian Prégardien / Simon Bode Fritz, der Pierrot: Michael Nagy / Graf Albert: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Gaston; szenisch: Alan Barnes / Alan Barnes u.a.
Chor, Kinderchor und Statisterie der Oper Frankfurt Frankfurter Opern- und Museumsorchester
grün = Wiederaufnahme Saison 2011/12
Besprechung auf kulturfreak.de
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Die tote Stadt Oper Frankfurt v.l.n.r.: Juliette (Anna Ryberg), Gaston (Alan Barnes), Marietta / Marie (sitzend: Tatiana Pavlovskaya),
Graf Albert (Hans-Jürgen Lazar), Fritz (Michael Nagy) und Statisterie der Oper Frankfurt (in den Türen im Hintergrund) Foto: Barbara Aumüller
Zur Wiederaufnahme in der Saison 2011/12: - Als vierte Neuinszenierung der Spielzeit 2010/11 kam an der Oper Frankfurt Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) heraus und sorgte für einen überragenden
Erfolg bei Publikum und Presse gleichermaßen. In fast allen nach der Premiere am 22. November 2009 erschienenen Kritiken wurde die Tatsache hervorgehoben, dass sich im
Spielplan von Intendant Bernd Loebe auch stets die selten gespielten Werke des Repertoires in exemplarischen Inszenierungen wiederfinden. Vor diesem Hintergrund konnte
man in einer der zahlreichen Rezensionen lesen: „Der Abend war die erneute Bekräftigung der Vitalität einer Oper, die aus der Zeit gefallen zu sein schien, und zugleich
Leistungsbeweis eines höchst erfolgreichen Opernhauses.“ Ein weiterer Kritiker konstatierte: „Jetzt sorgten in Frankfurt Anselm Webers psychologisch einfühlsame
Inszenierung, (...) Katja Haß' eindringliches Bühnenbild, Bettina Walters fantasievolle Kostüme sowie Bibi Abels und Frank Kellers raffinierte Video- und Lichtregie für einen
großen Wurf und ein faszinierendes Zusammenwirken von Klang, Bild, Szene, Bewegung, Farbe und Licht.“
Anlässlich dieser ersten Wiederaufnahme sind alle Hauptpartien des Werkes neu besetzt: Burkhard Fritz (Paul) ist seit 2004/05 Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper. Zu
seinen aktuellen Gastverpflichtungen gehören Bacchus in Strauss’ Ariadne auf Naxos an den Staatsopern von München und Wien. Im Sommer 2011 folgt sein Debüt bei den
Bayreuther Festspielen als Stolzing in den Meistersingern. Erst kürzlich konnte er anlässlich der konzertanten Aufführungen von Wagners Frühwerk Die Feen in der Alten Oper
trotz einer schwerwiegenden Indisposition zeigen, zu welch beeindruckenden heldentenoralen Leistungen er fähig ist. Ihr Debüt an der Oper Frankfurt gibt die deutsche
Sopranistin Nicola Beller-Carbone (Marie / Marietta). Erstmals sang sie in der Toten Stadt 2009 am Teatro Massimo in Palermo, gefolgt von Puccinis Tosca an der Opéra de
Montréal, Rosalinde in Strauß’ Die Fledermaus am Theater an der Wien sowie Strauss’ Salome an den Opernhäusern von Monte-Carlo und Montréal. Zu ihren Plänen gehören
Salome am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel sowie die Infantin in Zemlinskys Der Zwerg an der Opéra National de Paris. Jüngste Aufgaben führten die deutsche
Mezzosopranistin Nadine Weissmann (Brigitta) nach Barcelona (Wagners Parsifal), Bilbao (Tschaikowskys Eugen Onegin) und Weimar (Wagners Ring) sowie an die Opéra de la
Bastille Paris (Hindemiths Mathis der Maler). Aus dem Ensemble der Oper Frankfurt stammt Sungkon Kim (Frank / Fritz), zu dessen letzten Erfolgen Papageno in Mozarts Die
Zauberflöte gehört. Simon Bode (Victorin / Gaston) ist Mitglied des Frankfurter Opernstudios. Alle weiteren Ensemble-Sängerinnen und -Sänger haben ihre Partien bereits in der
Premierenserie übernommen. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht erstmals bei dieser Produktion Kapellmeister Erik Nielsen, der kürzlich an der New
Yorker Metropolitan Opera Mozarts Zauberflöte dirigierte.
Zur Premiere: Nach zwei 1916 in München uraufgeführten Einaktern – Der Ring des Polykrates und Violanta – legte Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) mit Die tote Stadt sein erstes
abendfüllendes Werk für die Opernbühne vor. Als literarische Vorlage diente die Dramatisierung des symbolistischen Romans Bruges-la-mort, den der belgische Dichter Georges
Rodenbach 1892 veröffentlicht hatte. Unter dem Pseudonym Paul Schott verfasste der Vater des Komponisten, Julius Leopold Korngold, zusammen mit seinem Sohn das Libretto
. Die Uraufführung fand am 4. Dezember 1920 zeitgleich in Hamburg und Köln statt und war ein großer Erfolg – nicht zuletzt deshalb, da es sich bei den beiden Hauptpartien
zwar um höchst anspruchsvolle, aber auch sehr dankbare Rollen handelte. In der Folgezeit wurde die Oper an zahlreichen großen Bühnen nachgespielt und erreichte bereits im
Jahr nach der Uraufführung auch Frankfurt am Main. Allerdings erlosch schon bald darauf das Interesse am Werk des inzwischen vor den Nazis nach Hollywood geflohenen
Musikers, der dort als bedeutender Komponist von Filmmusik tätig war. Erst ab Ende der 1960er Jahre kehrte die Oper allmählich wieder auf die internationalen Bühnen zurück. In
Frankfurt ist nach dem Zweiten Weltkrieg keine Inszenierung der Toten Stadt verzeichnet.
Die Handlung
hebt in raffinierter Art und Weise die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit auf: In der „toten Stadt“ Brügge lebt der Witwer Paul völlig zurückgezogen,
versunken in die Erinnerung an seine verstorbene Frau Marie. Als er der jungen Tänzerin Marietta begegnet, hypnotisiert ihn deren frappierende Ähnlichkeit mit der Toten.
Trotzdem oder gerade deshalb werden die beiden ein Paar. In Pauls Vorstellung erweckt Mariettas leichtfertiger Lebenswandel bald schon seine Eifersucht. Als er erfährt, dass
sie zudem ein Verhältnis mit seinem besten Freund Frank eingegangen ist, eskaliert die Situation. Ein Verbrechen bahnt sich an – Traum und Wirklichkeit sind nicht mehr auseinanderzuhalten...
Regisseur Anselm Weber, seit 2004/05 Intendant am Schauspiel Essen, wechselt 2010/11 in gleicher Position nach Bochum. In Frankfurt inszenierte er Janáčeks Katja Kabanová (2003/04) und d’Alberts Tiefland (2006/07). Die musikalische Leitung liegt bei Frankfurts Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, der u.a. in diesem Sommer mit Wagners Die
Meistersinger von Nürnberg erneut in Bayreuth gastierte, wo Klaus Florian Vogt als Stolzing besetzt war. In der Frankfurter Toten Stadt übernimmt der Tenor die Partie des Paul
neben der russischen Sopranistin Tatiana Pavlovskaya vom Mariinsky Theater in St. Petersburg als Marietta bzw. Marie. Neben Hedwig Fassbender (Brigitta) als Gast, die seit
1999 als Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main wirkt, sind in den übrigen Partien Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt zu
erleben. [© Oper Frankfurt]
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. Bei Buchung von
Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise. Davon ausgenommen sind Premieren.
www.oper-frankfurt.de
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La Traviata Oper in drei Akten
Musik: Giuseppe Verdi Texte: Francesco Maria Piave Uraufführung:
6. März 1853 (Venedig, Teatro La Fenice)
Zur Inszenierung des Theater Nordhausen:
Premiere: 23. September 11 (Premiere Theater Rudolstadt:
31. März 12)
Musikal. Leitung: Markus L. Frank Inszienierung: Enke Eisenberg Bühne: Wolfgang Rauschning Kostüme: Elisabeth Stolze-Bley
Choreinstudierung: Elena Pierini Dramaturgie: Anja Eisner Choreographische Mitarbeit: Jutta Ebnother
Besetzung:
Vialetta Valéery:
Cristina-Antoaneta Pasaroiu Flora Bervoix: Anja Daniela Wagner Annina: Brigitte Roth Alfredo Germont: Eduardo Aladrén Giorgio Germont: Gavin Taylor
Gastone: Marvin Scott Barone Douphol: Thomas Kohl Marchese d`Obigny: Jens Bauer Dottore Grenvil: Michael Schober Giuseppe: Dimitar Radev
Domestino: Jung Uk Oh Commissario: Lukasz Ziolkiewicz
Loh-Orchester Sondershausen
Giuseppe Verdis „La Traviata“ war seit 15 Jahren nicht mehr auf der Bühne des
Theaters Nordhausen zu sehen. Die Neuinszenierung von Enke Eisenberg erzählt die tragische Liebesgeschichte der Kurtisane Violetta Valéry und ihres Geliebten Alfredo in starken, ergreifenden
Bildern. Verdis Musik tut ihr übriges, und das starke Ensemble – allen voran Cristina-Antoaneta Pasaroiu in der Titelpartie und Eduardo Aladrén als Alfredo – garantiert Operngenuss der
Spitzenklasse. Das neue Opern-Traumpaar kann bereits beachtliche internationale Erfolge vorweisen. Die Rumänin Cristina-Antoaneta Pasaroiu feierte am Teatro Comunale di Bologna erste
Triumphe als vorzügliche Puccini-Interpretin in „La Bohème“ und „La Rondine“. 2010 folgte ihr Debüt als Micaela in „Carmen“. Zukünftige Engagements führen sie an die Opera de Nancy in
Frankreich und nach Sao Paulo in Brasilien. Eduardo Aladrén glänzte unter anderem als Pinkerton in „Madama Butterfly“ und als Don Alvaro in „La forza del destino“ in Schwerin sowie als
Cavaradossi in „Tosca“ in Bremerhaven. [© Theater Nordhausen]
www.theater-nordhausen.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 11. Oktober 1991
Wiederaufnahme Saison 2011/12: 12. Oktober 11
Musikalische Leitung: Yuval Zorn
Inszenierung: Axel Corti † Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Bühnenbild: Bert Kistner Kostüme: Gaby Frey Dramaturgie: Urs Leicht Licht:
Olaf Winter Chor: Matthias Köhler Choreographie: David Kern
Violetta Valéry: Brenda Rae / Dinara Alieva (16. Oktober 2011 [15.00 Uhr])
Flora Bervoix: Sharon Carty Alfredo Germont: Alfred Kim / Stefan Pop (16. Oktober 2011 [15.00 Uhr])
Giorgio Germont: George Petean / Artur Ruczinski (28. Oktober, 13. November 2011)
Gastone: Michael McCown / Martin Mitterrutzner (16. [15.00 und 20.00 Uhr], 22., 28. Oktober 2001) Barone Douphol: Franz Mayer Marquis d’Obigny: Dietrich Volle Dottore Grenvil:
Vuyani Mlinde / Florian Plock (28. Oktober, 13. November 2011) Annina: Elizabeth Reiter
u.a.
Für den Regisseur Axel Corti (1933-1993), der sich in seinen Filmen immer wieder mit dem Faschismus auseinander setzte und wiederholt das Schicksal von
Emigranten thematisierte, stand La Traviata von Giuseppe Verdi (1813-1901) von Anfang an nicht im luftleeren Raum einer modernen Vergnügungsgesellschaft. Cortis Inszenierung aus der
Spielzeit 1991/92, die nun zum zwölften Mal wiederaufgenommen wird, transportiert Francesco Maria Piaves Melodramma um „die vom Weg Abgekommene“ in das von der Hitler-Armee besetzte Paris der
frühen vierziger Jahre. Die Wiederaufnahme-Besetzung der Oper, welche die unmögliche Liebe der leichtlebigen Violetta zu Alfredo – einem Sohn aus gutem Hause – zum Inhalt hat, weist fast
vollständig neue Namen auf, die sich in der 100. Vorstellung dieser Frankfurter Erfolgsproduktion präsentieren: In der Titelpartie ist erstmals Ensemblemitglied Brenda Rae zu erleben, die
neben ihren internationalen Gastverpflichtungen kürzlich in der Alten Oper Frankfurt als Lora in den konzertanten Aufführungen von Wagners Frühwerk Die Feen sowie im Opernhaus als Servilia in
Mozarts La clemenza di Tito erfolgreich war. Der Rumäne Georges Petean (Giorgio Germont) ist seit 2002 Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, von wo aus er an vielen bedeutenden
Häusern gastiert. In Frankfurt war er zuletzt als Enrico in Donizettis Lucia di Lammermoor zu erleben. Aus dem Frankfurter Opernstudio stammt die Irin Sharon Carty (Flora Bervoix), während
Vuyani Mlinde (Doktor Grenvil) seit 2010 das Ensemble verstärkt. Im Frankfurter Festengagement befindet sich auch Alfred Kim (Alfredo), der allerdings mit der Produktion bereits vertraut ist.
Neue Namen auch bei den Alternativbesetzungen: Ihr Hausdebüt in Frankfurt geben die aus Baku in Aserbaidschan stammende Sopranistin Dinara Alieva (Violetta) sowie der polnische Bariton Artur
Ruciński (Giorgio Germont). Aus dem Ensemble sind in dieser Produktion erstmals Neuzugang Martin Mitterrutzner (Gastone) und Florian Plock (Doktor Grenvil) zu erleben. Alle weiteren
Sänger haben ihre Partien im Laufe der Jahre schon einmal verkörpert. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht erstmals anlässlich dieser Inszenierung Kapellmeister Yuval
Zorn. [© Oper Frankfurt]
Weitere Vorstellungen: 16. (Oper für Familien, 15.00 Uhr; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18
Jahre gratis; mit kostenloser Kinderbetreuung), 16. (20.00 Uhr), 22., 28. Oktober, 13. November 2011 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr.
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise. Davon ausgenommen sind die Premieren und alle Vorstellungen von Wagners Siegfried.
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Tristan und Isolde
Handlung in drei Aufzügen
Von: Richard Wagner Text:
vom Komponisten, nach dem Versroman Tristan (um 1210) von Gottfried von Straßburg Uraufführung: 10. Juni 1865 (München, Königliches Hof- und Nationaltheater)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 17. September 11
Musikalische Leitung:
Hermann Bäumer Inszenierung: Tilman Knabe Bühne: Beatrix von Pilgrim Kostüme: Kathi Maurer Dramaturgie: Carsten Jenß
Besetzung:
Tristan: Alexander Spemann König Marke: Ks. Hans-Otto Weiss Isolde: Ruth Staffa Kurwenal: Heikki Kilpeläinen Melot: Ks. Jürgen Rust
Brangäne: Patricia Roach Ein Hirte: Thorsten Büttner Ein Steuermann: Richard Logiewa Stimme eines jungen Seemanns: Alexander Kröner
Herrenchor und Statisterie des Staatstheaters Mainz Philharmonisches Orchester Mainz
Besprechung auf kulturfreak.de
Tristan und Isolde Staatstheater Mainz Ensemble © Martina Pipprich
Erniedrigt und verraten sieht sich Isolde, als Tristan sie seinem König als Braut zuführt: Tristan, der einst Morold, ihren Verlobten, ermordet hat, und den sie gleichwohl pflegte,
als er verwundet zu ihr kam. Damals, in einem Augenblick der Schwäche, entbrannte Liebe. Isolde will nun Rache und den Tod für Tristan und sich selbst - doch der Todestrank
entpuppt sich als Liebestrank. Lebendigen Leibes versuchen sie Abschied zu nehmen von den Helden, die sie waren. Der Tag soll sich in Nacht, das Leben in Tod verwandeln.
Tristan soll Isolde sein und Isolde Tristan. Doch Tristan entkommt seinem kriegerischen Heldentum nicht, die großen Verwandlungen scheitern. Isolde sieht am Ende, ganz allein,
wie Tristan aufersteht.
„Tristan und Isolde" ist ein Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters. Mit diesem Werk beginnt die musikalische Moderne: Nie zuvor waren Handlung und Figuren so eng
mit einem komplexen Orchestersatz verzahnt. Nie zuvor wurden die Gesetze der Tonalität so phantasievoll ausgelegt, um der Neuformulierung eines alten Gefühls Raum zu
geben. So unersättlich und todesnah klang Liebe nie. [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung der Ruhrtriennale 2011:
Premiere: 27. August 11 (Jahrhunderthalle Bochum)
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko Regie: Willy Decker Bühne: Wolfgang Gussmann Kostüme: Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza Video: fettFilm
Licht: Andreas Grüter Sounddesign: Holger Schwark, Stefan Holtz Regiemitarbeit: Tatjana Heiniger Dramaturgie: Stefan Poprawka
Besetzung:
Tristan: Christian Franz König Marke: Stephen Milling Isolde: Anja Kampe Brangäne: Claudia Mahnke Kurwenal: Alejandro Marco-Buhrmester
Melot: Boris Grappe Ein junger Seemann / Ein Hirt: Thomas Ebenstein Ein Steuermann: Martin Gerke
Chor: ChorWerk Ruhr Orchester:
Duisburger Philharmoniker
www.ruhrtriennale.de
Zur Inszenierung der Deutschen Oper Berlin:
Premiere: 13. März 11
Musikalische Leitung:
Donald Runnicles Inszenierung: Graham Vick Bühne, Kostüme: Paul Brown Licht: Wolfgang Göbbel Dramaturgie: Angelika Maidowski Chöre:
William Spaulding Künstlerische Produktionsleitung: Christian Baier
Besetzung:
Tristan: Peter Seiffert König Marke: Kristinn Sigmundsson
Isolde: Petra Maria Schnitzer Kurwenal: Eike Wilm Schulte Melot: Jörg Schörner Brangäne: Jane Irwin Ein Hirt: Peter Maus Seemann:
Paul Kaufmann Steuermann: John Paul Huckle
Chor der Deutschen Oper Berlin Orchester der Deutschen Oper Berlin
www.deutscheoperberlin.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 21. März 09
Musikalische Leitung:
Marc Piollet Inszenierung: Dietrich Hilsdorf Bühne: Dieter Richter Licht: Thomas Roscher Kostüme: Renate Schmitzer Choreinstudierung:
Christof Hilmer Dramaturgie: Janka Voigt
Besetzung: Tristan: Alfons Eberz Isolde: Turid Karlsen Brangäne: Silvia Hablowetz
Kurwenal: Thomas de Vries König Marke: Bernd Hofmann Melot: Angus Wood Junger Seemann/Hirte: Jud Perry Steuermann: Reinhold Schreyer-Morlock
Chor und Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Vor ziemlich genau 20 Jahren begann Dietrich Hilsdorf auch Opernregie zu führen. Es gibt kaum ein Repertoire-Stück, das er seitdem noch nicht inszeniert hat. Doch um den
größten Musikdramatiker hat er bislang ganz bewusst einen weiten Bogen gemacht. Es war Marc Piollet, der ihn schließlich überzeugte, seine Abwehr aufzugeben.
„Tristan und Isolde“ ist für Dietrich Hilsdorf eine Liebe in Zeiten des Krieges – ähnlich den großen Tragödien Kleists, auf die er bei der Probenarbeit immer wieder zu sprechen
kommt: Der Vasall Tristan hat die irische Herrscherin Isolde tödlich beleidigt, indem er erst ihren Verlobten erschlug und dann ihre Liebe floh. Doch damit nicht genug, will er sie
nun auch noch zwingen, den betagten englischen König Marke zu heiraten. Ist es Vasallentreue, die ihn sich seine Liebe nicht eingestehen lässt oder fürchtet er sie aus tiefer
liegenden Gründen? Aller weltlichen Macht beraubt, zwischen ohnmächtigem Hass und ihren geheimen Gefühlen schwankend greift Isolde schließlich auf ihre weiblichen
Zauberkräfte zurück, um sich und Tristan zu töten. Doch was als tödlicher Sühnetrank zu den Lippen geführt wird, entfaltet seine ersehnte Wirkung nicht unmittelbar. Was auch
immer der Becher enthielt, sein Inhalt bewirkt, dass Tristan und Isolde sich ihre Liebe gestehen; eine Liebe, die in der kriegerischen Tagwelt keine Erfüllung finden kann. Doch ist
die ersehnte ewige Nacht des Todes wirklich eine Verheißung?
Der Grenzüberschreitung seiner Protagonisten entspricht Richard Wagners musikalische: Die avancierte Harmonik, die übersteigerte chromatische Sinnlichkeit, das kunstvolle
polyphone Gewebe der Motive und die kongeniale Verschmelzung von Wort und Ton setzten Maßstäbe für das Musikdrama der folgenden Epoche und machten „Tristan und
Isolde“ zu einem Höhepunkt in Wagners Schaffen.
Dietrich Hilsdorf gehört mit „Macbeth“, „Johannes-Passion“, „Don Carlos“ und „Der Freischütz“ zu den prägenden Musiktheaterregisseuren in Wiesbaden. Der Träger des FAUST
-Theaterpreises 2007 „steht für ein präzises, an historischen Hintergründen orientiertes Musiktheater, das für Experten anregend und die normalen Besucher spannend und
unterhaltend ist. Hilsdorf ist ausgebildeter Schauspieler, 1978 wechselte er zur Regie und assistierte bei Hans Neuenfels. Mit Einar Schleef und Michael Gruner zählte er zu den
Hausregisseuren des legendären Frankfurter Schauspieles in den achtziger Jahren. Seine Wurzeln blieben bis heute sichtbar. Denn die Sänger sind bei ihm schauspielerisch so
präsent wie im guten Sprechtheater. Jede Rolle ist psychologisch durchdacht, in historischen Kostümen stecken heutige Gefühle. Viele seiner Inszenierungen enden verloren.
Jubelchöre sind böse Ironie, Paare singen von der Liebe und stehen weit voneinander getrennt. Weil sie nicht mehr zueinander finden können, trotz aller Kehlenbekenntnisse.“
(Die Welt, Jan 2006)
Zu Gast in „Tristan und Isolde“:
Turid Karlsen
ist eine charismatische Sänger-Darstellerin, gesegnet mit einer großen Stimme. Das Repertoire der dramatischen Sopranistin aus Norwegen umfasst die Wagner
-Partien Elsa, Eva, Elisabeth und Venus, Gutrune und Isolde, sowie die Strauss-Rollen Marschallin, Arabella, Ariadne und Salome. Aber auch lyrisch-dramatische Partien wie die
Gräfin, Rosalinde, Leonore, Aida, Jenufa und Agathe liegen ihrer wandlungsfähigen Stimme. In Deutschland trat sie in den Opernhäusern und Festivals in Kassel, Freiburg,
Augsburg, Kiel, Bonn, Karlsruhe, Hannover, Stuttgart, Mannheim, Düsseldorf, Köln und Berlin auf. Im Mai 2008 feierte die Presse Turid Karlsen bei ihrem Rollendebüt als Isolde in
Bielefeld als „unangefochtenen Star der Inszenierung“ (Westfalen-Blatt). „Ihr wohlig runder Sopran zeichnet sich durch strahlende Höhen und vorbildliche Textartikulation aus;
sie singt aus lyrischer Grundierung scheint’s mühelos und ohne die geringste Ermüdung bis zum innig beseelten ‚Liebestod’.“ (Neue Westfälische)
Alfons Eberz
ist ein erstklassiger Wagner-Tenor. Er hatte das heute seltene Glück, langsam in das schwere Fach hineinwachsen zu können, als ihn Manfred Beilharz 1997
nach Bonn holte. Zu seinen Rollen gehören die großen Wagnerpartien Loge, Siegmund, Siegfried, Erik, Stolzing, Lohengrin, Parsifal und Tristan, aber auch Florestan, Bacchus,
Pedro, Max und Tambourmajor. Sein internationaler Durchbruch gelang Eberz 2004 in Dresden als Siegfried in der „Ring“-Inszenierung von Willy Decker. Im gleichen Jahr
debütierte er in Bayreuth als Erik. 2005, 2006 und 2007 sang er dort den Parsifal. In Wiesbaden war er u.a. als Siegmund und Siegfried im „Ring des Nibelungen“ und als Pedro in
„Tiefland“ zu hören. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 25. Mai 03
Wiederaufnahme Saison 2004/05: 26. Juni 05 Wiederaufnahme Saison 2010/11: 3. April 11
Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Paolo Carignani / Sebastian Weigle Inszenierung: Christof Nel Szenische Analyse: Martina Jochem
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer / Orest Tichonov Bühnenbild: Jens Kilian Kostüme: Margit Koppendorfer Licht: Olaf Winter Dramaturgie: Zsolt Horpácsy Chor: Alessandro Zuppardo / Matthias Köhler
Besetzung:
Tristan: John Treleaven / John Treleaven / Richard Decker / Frank van Aken
König Marke: Gregory Frank / Gregory Frank / Magnus Baldvinsson / Alfred Reiter
Isolde: Frances Ginzer / Susan Bullock / Frances Ginzer / Catherine Foster Kurwenal: Gerd Grochowski / Ned Barth / Anton Keremidtchiev / Simon Neal Melot:
Nathaniel Webster / Hans-Jürgen Lazar / Nathaniel Webster / Dietrich Volle Brangäne: Louise Winter / Martina Dike / Elena Zhidkova / Claudia Mahnke Ein Hirt: Michael McCown / Michael McCown / Michael McCown Ein Steuermann: Gérard Lavalle / Gérard Lavalle / Toby Girling Ein junger Seemann: Peter Marsh / Christian Dietz / Peter Marsh / Julian Prégardien
grün = Wiederaufnahme Saison 2004/2005 lila = Wiederaufnahme Saison 2010/2011
Zur Wiederaufnahme in der Saison 2010/2011: Tristan und Isolde von Richard Wagner (1813-1883) feierte am 25. Mai 2003 in der Inszenierung von Christof Nel Premiere an der Oper Frankfurt. Die Produktion aus der
Spielzeit 2002/03 — der ersten Saison des Intendanten Bernd Loebe — wurde von Publikum und Presse durchweg positiv aufgenommen, und so konnte man seinerzeit in der
Financial Times lesen: ,,Frankfurts Oper ist wieder klar im Aufstieg begriffen. Tristan und Isolde, fast unmöglich zu inszenieren, ist eine gute Messlatte für die Möglichkeiten
eines Opernhauses. Frankfurts Tristan kam am gleichen Tag heraus wie jener in Wien, kostete aber unzweifelhaft eine Menge weniger und war der Wiener Produktion in fast
jeder Hinsicht haushoch überlegen. (...) Während in der Wiener Produktion gerade einmal fünf interessante Minuten die ansonsten vorherrschende Langeweile erleuchteten,
hat Christoph Nel aus Wagners Monolith ein ergreifendes Drama gemacht." Nun wird die Produktion zum zweiten Mal wiederaufgenommen.
Die musikalische Leitung liegt bei Frankfurts Bayreuth erfahrenem Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, der damit Wagners Meisterwerk zum ersten Mal im Haus am Willy
-Brandt-Platz dirigiert. Auch auf der Sängerseite sind alle Partien neu besetzt, lediglich Ensemblemitglied Michael McCown als Hirt war bereits in der Premierenserie sowie in
der ersten Wiederaufnahme vertreten. Nach einem Tristan anlässlich der konzertant dargebotenen chinesischen Erstaufführung des Werkes 2007 in Peking singt
Ensemblemitglied Frank van Aken die Partie nun szenisch an seinem Stammhaus. Hier war er zuvor als Wagners Tannhauser, Parsifal und Siegmund (Die Walküre) erfolgreich.
Die zuerst genannte Rolle führte ihn zudem u.a. zu den Bayreuther Festspielen; als Siegmund hingegen sprang er kürzlich unter Daniel Barenboim an der Mailander Scala ein.
Als Gast übernimmt die weibliche Titelpartie Catherine Foster vom Deutschen Nationaltheater Weimar, wo sie als Brünhilde in Wagners Ring große Erfolge feiern konnte. Zuvor
musste ihr Frankfurt-Debüt (Catalanis Wally) im Februar 2011 krankheitsbedingt verschoben werden. Weitere Aufgaben führten die Sopranistin an die Opernhäuser von Köln,
Hamburg, Berlin (Deutsche Oper), Helsinki und Amsterdam. Am Theater Dortmund ist der englische Bariton Simon Neal (Kurwenal) engagiert. In Frankfurt verkörperte er bereits
Mandryka in Strauss’ Arabella und die vier Bösewichter in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen. Angeführt von Alfred Reiter (König Marke) und Claudia Mahnke (Rollendebüt
als Brangäne) sind in den übrigen Partien
Zur Wiederaufnahme in der Saison 2004/2005: Tristan und Isolde von Richard Wagner (1813-1883) feierte in Christof Nels Inszenierung am 25. Mai 2003 in Frankfurt Premiere. Die Neuproduktion aus der Spielzeit 2002/03,
der ersten Saison der Intendanz von Bernd Loebe, wurde von Publikum und Presse gleichermaßen mit Begeisterung aufgenommen. Nun wird sie zum ersten Mal wiederaufgenommen.
Die musikalische Leitung hat, wie in der Premierenserie, Generalmusikdirektor Paolo Carignani. Die englische Sopranistin Susan Bullock sang Isolde bereits 2002/03, wenngleich
nicht in der Premiere, sondern in einigen der folgenden Repertoirevorstellungen. Zu Anfang dieser Saison konnte sie in Frankfurt einen überragenden Erfolg als Strauss’ Elektra
feiern. Neubesetzt zum Wiederaufnahme-Termin sind folgende Sänger: Den amerikanischen Bariton Ned Barth (Kurwenal) führte sein umfangreiches Repertoire von über 40
Partien bisher an zahlreiche großen Bühnen Europas und Amerikas. Ensemblemitglied Hans-Jürgen Lazar übernimmt die Partie des Melot. Mezzosopranistin Martina Dike ist
nach ihrem Debüt als Gräfin Geschwitz in Bergs Lulu in der letzten Saison nun als Brangäne in Frankfurt zu hören. Die Schwedin sang diese Partie bereits in Stockholm.
Christian Dietz (Ein junger Seemann) studiert an der Frankfurter Musikhochschule und sang an der Oper Frankfurt in einer der Offenbachiaden sowie in Monteverdis Poppea.
Mehrere Inszenierungs-Debütanten finden sich auch in den Alternativbesetzungen: Der Amerikaner Richard Decker sang Tristan bereits im Herbst 2004 in Stockholm;
Ensemblemitglied Magnus Baldvinsson gab 2003 sein Rollendebüt als Marke in Göteborg; der bulgarische Bariton Anton Keremidtchiev verkörperte Kurwenal während seines
Engagements in Darmstadt. Zu den Plänen der russischen Mezzosopranistin Elena Zhidkova gehört Wagners Ring in Amsterdam sowie Vorstellungen in Köln, Bilbao und Tokio.
Alle weiteren Sänger waren bereits in der Premierenserie besetzt, so u.a. auch Frances Ginzer, die nun für einige Repertoirevorstellungen als Isolde nach Frankfurt zurückkehrt.
Zum Inhalt: Tristan hat den Verlobten der irischen Prinzessin Isolde im Kampf getötet. Auch er selbst wurde verletzt, jedoch von Isolde ohne Wissen um seine wahre Identität
gesund gepflegt. Nun begleitet er sie als Brautwerber für König Marke nach Cornwall. Die Gedemütigte will Rache an Tristan nehmen, doch ihre Dienerin Brangäne vertauscht
den Gift- mit einem Liebestrank; Tristan und Isolde verfallen einander in leidenschaftlicher Liebe, die jedoch für beide tödlich endet. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Il Trittico (Das Triptychon) = die drei einaktigen Kurzopern: - Il Tabarro (Der Mantel) - Sour Angelica
(Schwester Angelica) - Gianni Schicchi
Von: Giacomo Puccini
Librettos: - Il Tabarro: Giuseppe Adami - Sour Angelica: Giovacchino Forzano
- Gianni Schicchi: Giovacchino Forzano
Uraufführung: 14. Dezember 1918 (New York, Metropolitan Opera)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 13. Januar 08 Wiederaufnahme:
4. April 09
Musikalische Leitung: Nicola Luisotti / Yuval Zorn (14., 22. Februar 2008) Inszenierung: Claus Guth Bühnenbild: Christian Schmidt
Kostüme: Anna Sofie Tuma Dramaturgie: Norbert Abels Licht: Olaf Winter Chor: Alessandro Zuppardo Kinderchor: Apostolos Kallos
Il tabarro Michele: Željko Lučić / Anooshah Golesorkhi Luigi: Carlo Ventre / Frank van Aken (14., 22. Februar 2007) / Frank van Aken Tinca:
Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar Talpa: Carlos Krause / Carlos Krause Giorgetta: Elza van den Heeve / Oksana Dyka Frugola: Julia Juon / Julia Juon Liederverkäufer: Daniel Behle / Daniel Behle
Suor Angelica
Suor Angelica: Angelina Ruzzafante / Danielle Halbwachs / Juanita Lascarro
La zia principessa, Fürstin: Julia Juon / Julia Juon La badessa, Äbtissin: June Card / Margit Neubauer La suora zelatrice: Claudia Manke / Jenny Carlstedt
Suor Genovieffa: Sylvia Hamvasi / Angelina Ruzzafante / Brenda Rae
Gianni Schicchi: Gianni Schicchi: Željko Lučić / Donato di Stefano
Lauretta: Juanita Lascarro / Britta Stallmeister Zita: Julia Juon / Julia Juon
Rinuccio: Massimilian Pisapia / Daniel Behle / Jussi Myllys (18., 26. April, 2., 6. Mai 2009) Gherardo: Daniel Behle / Chad Graham Nella: Angelina Ruzzafante / Brenda Rae Gherardino: Jimmy Mosebach / Jemmy Mosebach Betto di Signa:
Franz Mayer / Franz Mayer Simone: Carlos Krause / Carlos Krause Marco: Nathaniel Webster / Sungkon Kim Ciesca: Claudia Manke / Jenny Carlstedt
Notaio: Dietrich Volle / Dietrich Volle
grün = Wiederaufnahme April 09
Besprechung auf kulturfreak.de Besprechung der Wiederaufnahme auf kulturfreak.de
Die Inszenierung der unter dem Titel Il trittico zusammengefassten drei Einakter von Giacomo Puccini (1858-1924) aus der Spielzeit 2007/08 stammt von Claus Guth und war einer der
großen Publikumserfolge dieser Saison. Die Presse rühmte nach der Premiere am 13. Januar 2007 die „hinreißende Theatralität“ der Produktion und sprach wieder einmal vom „Frankfurter
Musiktheater-Glück“.
Zum Inhalt: Il tabarro (Der Mantel) erzählt die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Giorgetta, deren älterem Ehemann Michele – dem Kapitän eines
Schleppkahns – und dessen Nebenbuhler Luigi, welche für diesen tödlich endet. Suor Angelica (Schwester Angelica) ist in einem Kloster angesiedelt. Die Heldin nahm einst auf Druck ihrer
adeligen Familie nach der Geburt ihres unehelichen Kindes den Schleier und muss nun durch ihre hartherzige Tante erfahren, dass ihr Sohn bereits vor Jahren verstorben ist. Daraufhin begeht
die verzweifelte Angelica Selbstmord. Heiter verläuft die Geschichte des florentinischen Schlitzohres Gianni Schicchi, der von der raffgierigen Familie Donati angeheuert wird, um das Erbe des
kürzlich verstorbenen Buoso zu sichern. Durch einen Trick gelingt es ihm, sowohl das Vermögen des Alten an sich zu bringen als auch das Liebesglück seiner Tochter Lauretta zu sichern.
Im Zuge der ersten Wiederaufnahme dieser Produktion sind zahlreiche Umbesetzungen zu vermelden: Anooshah Golesorkhi, international gefragter Amerikaner mit persischen Wurzeln, legt als
Michele in Il tabarro sein Hausdebüt vor. An seiner Seite ist – gleichfalls erstmals in Frankfurt – die junge ukrainische Sopranistin Oksana Dyka als Giorgetta zu erleben. Aus dem
Ensemble gibt Juanita Lascarro ihr Rollendebüt als Suor Angelica, und in Gianni Schicchi präsentieren sich erstmals Britta Stallmeister (Lauretta) und Daniel Behle (Rinuccio), der
zuletzt Genannte alternierend mit Jussi Myllys. In der Titelpartie dieses dritten Teils des Triptychons gastiert der Italiener Donato di Stefano nach Auftritten als Bartolo in Rossinis Il barbiere di Siviglia 2003
erneut an der Oper Frankfurt. Abgesehen von der Neubesetzung einiger mittlerer und kleinerer Partien führt Julia Juon – als Frugola, La zia principessa und Zita in allen drei Teilen vertreten
– die Riege der mit der Produktion bereits vertrauten Sängerinnen und Sänger an. Am Pult steht mit Yuval Zorn einer der drei Frankfurter Kapellmeister, der bereits Repertoirevorstellungen der
Inszenierung dirigiert hat.
Preise: € 11 bis 77 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 18. September 05 Musikalische Leitung:
Catherine Rückwardt Inszenierung: Anouk Nicklisch Bühnenbild: Roland Aeschlimann Kostüme: Anouk Nicklisch Choreinstudierung:
Sebastian Hernandez-Laverny Dramaturgie: Jón Philipp von Linden Licht: Ernst Schießl
IL TABARRO
Michele: GKarsten Mewes Luigi:
Alexander Spemann Tinca: Ks. Jürgen Rust Talpa: Tobias Schabel Giorgetta: Elizabeth Hagedorn Frugola: Patricia Roach Ein Liedverkäufer:
John Carlo Pierce Ein Liebespaar/Zwei Stimmen: AJanice Creswell / John Carlo Pierce
SUOR ANGELICA
Suor Angelica: Kerrie Sheppard La Zia Principessa:
Edith Fuhr La Badessa, La Maestra delle Novizie: Patricia Roach La Suora Zelatrice: Elizabeth Hagedorn Suor Genovieffa: Janice Creswell
Suor Osmina, La Suora infermiera: Sarah Kuffner / Susanne Thomas Suor Dolcina: Danaila Dimitrowa / Irina Sokolovskij La prima Cercatrice, La prima Conversa, Novizia:
TJasmin Etezadzadeh / Mareen Knoth La seconda Cercatrice, La seconda Conversa: SKatja Bördner / Jung-Yi Oh Sour Lucilla: Elisabeth Stradalski
GIANNI SCHICCHI
Gianni Schicchi: Karsten Mewes Lauretta: Janice Creswell Zita: Edith Fuhr Rinuccio: John Carlo Pierce Gherardo: Ks. Jürgen Rust Nella:
Kerrie Sheppard Gherardino: SKonrad König / Sebastian Hartmann / Carlo Löhr Betto di Signa: Hans-Otto Weiß Simon: Tobias Schabel Marco:
Richard Morrison Ciesca: Patricia Roach Maestro Spinelloccio: Patrick Hörner Amantio di Nicolao: Jens Pokora Pinellino: Ion Grigorescu Guccio:
Miljan Milovic Seele des Buoso Donati: Peter Knieser Höllenvogel: Karolina Walkowicz
(Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge)
Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Mainz Chor des Staatstheaters Mainz
Statisterie des Staatstheaters Mainz (Ltg. Dieter Rößler) www.staatstheater-mainz.de (externer Link)
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Il trovatore (Der Troubadour) Oper in vier Akten
Von: Giuseppe Verdi Libretto:
Salvatore Cammarano nach dem gleichnamigen Schauspiel von Antonio García Gutiérrez Uraufführung: 19. Januar 1853 (Rom, Teatro Apollo
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters:
Premiere: 23. Januar 10
Musikalische Leitung: Karen Kamensek Inszenierung: Sven Holm Bühne und Kostüme: Elisa Limberg Dramaturgie: Sebastian Hanusa
Mit:
Anna Agathonos / Zdravka Ambríc, Barbara Schmidt-Gaden, Irina Wischnizkaja; Peter Felix Bauer / James Bobby, Thomas Burger, Alexej Kosarev, Andrey Valiguras
Ganz und gar wie ein
Märchen mutet die Geschichte an, die Giuseppe Verdis großer Erfolgsoper Der Troubadour zugrunde liegt – allerdings ein Märchen für Erwachsene. Die Handlung spielt vor vielen hundert Jahren im
rauen Norden Spaniens. Die Familiengeschichte des Adelsgeschlechts Luna hat dunkle Flecken. Einst stand eine Zigeunerin an der Wiege des jüngsten Sohnes der Familie und prophezeite ihm eine
schreckliche Zukunft, woraufhin sie als Hexe verbrannt wurde. Ihre Tochter Azucena will sich rächen, indem sie den Grafensohn entführt und ins Feuer wirft. Doch sie tötet versehentlich das
eigene Kind. Sie gibt daraufhin den adeligen Knaben als ihr Kind aus und nennt ihn Manrico. Manrico wird Rebell und kämpft später, ohne es zu wissen, gegen seinen eigenen Bruder, der
inzwischen selbst Oberhaupt der Lunas ist. Die beiden streiten nicht nur um Gerechtigkeit, sondern auch um die schöne Leonora. Deren Herz gehört zwar dem wilden Manrico, doch letztlich behält
der mächtige Luna die Oberhand – auch wenn er dabei über Leichen geht. Erst als alles zu spät ist, erfährt er, dass er seinen eigenen Bruder ermordet hat.
Kein Werk Giuseppe Verdis
kann mit so vielen Melodien und einer so großen Bandbreite an musikalischen Ideen aufwarten wie Der Troubadour. Seit ihrer Uraufführung im Jahre 1853 gilt sie als eine der beliebtesten Opern
überhaupt und zählt heute zu den zehn meist gespielten Opern weltweit.
Mit Der Troubadour stellt sich Sven Holm erstmals
dem Oldenburger Publikum als Regisseur vor. Er studierte Opernregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit Ende der 90er Jahre arbeitet er als freier Regisseur und gründete
2002 die Berliner Operncompagnie NOVOFLOT. Es folgten Zusammenarbeiten unter anderem mit der Hamburgischen Staatsoper, dem UltraSchall-Festival Berlin, dem Théatre National du Luxembourg und
dem Warschauer Herbst.
Die musikalische Leitung übernimmt die amerikanische Dirigentin Karen Kamensek. Sie
studierte an der Indiana University und arbeitete bereits während des Studiums an der Houston Grand Opera und der New York City Opera. Weitere Stationen waren Festengagements als erste
Kapellmeisterin der Wiener Volksoper, als Generalmusikdirektorin des Theaters Freiburg und interimistisch als Chefdirigentin des Slovenischen Nationaltheaters in Maribor. Seit der Spielzeit
2008.2009 ist sie stellvertretende Generalmusikdirektorin der Hamburgischen Staatsoper.
Ausstatterin Elisa Limberg ist seit dem Abschluss ihres Studiums an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart freiberuflich tätig. Sie entwarf Kostüme und Bühnenbilder für Produktionen von Sven Holm, Douglas Lee, Christian Brey, Harald Schmidt, René Pollesch und Johann Kresnik u. a. in Stuttgart, an den Münchner Kammerspielen und den Sophiensälen Berlin und zuletzt für die Deutsche Oper am Rhein als Bühnenbildnerin der Produktion Die lustige Witwe.
[© Oldenburgisches Staatstheater]
www.staatstheater.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 12. September 09
Musikalische Leitung:
Wolfgang Ott Inszenierung: Cesare Lievi Bühne: Csába Antal Kostüme: Marina Luxardo Licht: Luigi Saccomandi Choreinstudierung: Christof Hilmer
Dramaturgie: Bodo Busse
Besetzung:
Manrico: Luis Chapa Graf Luna: Kee-Kuan Lee/Tito You Ferrando: Bernd Hofmann/Hye-Soo Sonn
Ruiz: Erik Biegel/Christopher Busietta Ein alter Zigeuner: Christian Balzer/Aldomir Mollov Ein Bote: Marc-Wolfgang Frey Leonora: Tatiana Plotnikova
Inez: Betsy Horne Azucena: Jeniece Golbourne
Der italienische Regisseur, Autor und international renommierte Theatermacher Cesare Lievi, der in Wiesbaden einen
Mozart-Zyklus inszeniert hat, führt Regie bei der Eröffnungsproduktion der Spielzeit 2009/2010. Cesare Lievi hat zuletzt an der Mailänder Scala, am Opernhaus Zürich und bei den Salzburger
Festspielen inszeniert.
Verdis Meisterwerk „Il trovatore“ („Der Troubadour“) bildet das Herzstück der „trilogia popolare“ zwischen „Rigoletto“ und „La traviata“. Die Musik des
„trovatore“ schildert im flackernden „brio“ eines expressiven Belcanto flammende Leidenschaften wie Liebe, Eifersucht, Rachelust und Hass. Im Streit verfeindet stehen sich der Dichter Manrico
und Graf Luna gegenüber, erst zu spät erkennend, dass sie durch Blutsbande Brüder sind. Als Anführer entweder der Clique der Reichen oder der Rebellen repräsentieren sie zugleich
unterschiedliche soziale Gruppen. Gemeinsam ist ihnen nur die Liebe zu Leonora, so dass sich der gesellschaftliche Konflikt in der Rivalität der Liebe wiederholt. Und immer wieder – vor allem
in den Visionen der Zigeunerin Azucena - taucht die alte Geschichte von der Zigeunerin auf, die einen Sohn des alten Grafen Luna verhext haben soll und deshalb auf dem Scheiterhaufen
verbrannt wurde. Die Tochter der Zigeunerin habe dann Rache genommen. Auf tragische Weise hat diese alte Geschichte das Leben Manricos, seiner Ziehmutter Azucena, des Grafen Luna und sogar
Leonores bestimmt. Nun setzt Manrico alles daran, seine geliebte Leonore vor dem Zugriff Lunas zu bewahren. Doch Luna setzt Azucena fest. Auch Leonore und Manrico geraten in Lunas
Gefangenschaft. Der Preis unbedingter Liebe und der Wahrheit ist der Tod. Unter den drei Opern der „trilogia popolare“ ist „Il trovatore“ pure italienische Romantik im unbedingten
Liebesanspruch Leonores und in Manricos Künstlertum. Die Oper bietet alles auf, was ein echtes „Melodramma“ ausmacht: seelische Exaltation, szenische Durchschlagkraft, ein fatales
Dreiecksverhältnis, Nachtszenen, Wahnvorstellungen und den tragischen Untergang des Liebespaares. Ein ungeheurer, letztlich fataler Elan durchpulst die Oper und überhöht die bizarre Handlung
ins unmittelbar Expressive.
Zu Gast im Troubadour
Luis Chapa Der Mexikaner Luis Chapa macht als Manrico
sein Debüt am hessischen Staatstheater Wiesbaden. Nach seinem Studium folgten Auftritte als Don José, Rodolfo, Pinkerton Manrico, Turiddu in „Cavalleria rusticana“, Cellini in „Benvenuto
Cellini“ und Don Carlos in den Niederlanden und in England. Mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra gestaltete er eine Verdi-Gala. Beim international beachteten Gesangswettbewerb „Cardiff
Singer Of the World“ kam der mexikanische Tenor als Repräsentant seines Heimatlandes mit der Arie „Mamma, il vino...“ aus „Cavalleria rusticana“ ins Halbfinale. Am Theater Erfurt stellte sich
Luis Chapa zunächst als Turiddu und Nanni („La Lupa“) vor. Später brillierte er dort als Radames in „Aida“, in der Rolle des Laca in „Jenufa“ und als Maurizi in „Adriana Lecouvreur“. Bei den
DOMSTUFEN-FESTSPIELEN 2004 sang er den Canio in Leoncavallos „Pagliacci“. Gastspiele führten ihn u.a. an die Oper Bonn, nach Dortmund, Saarbrücken, Braunschweig und an die Welsh National
Opera.
Jeniece Golbourne Die Mezzosopranistin Jeniece Golbourne (Azucena) wurde in Rochester/New York als
Tochter Jamaicanischer Einwanderer geboren. Sie studierte u.a. an der Manhatten School of Music. Die Rolle der Azucena sang sie bereits an der Virginia Opera und an der Eugene Opera sowie an
zahlreichen anderen Häusern in den USA. In Mississippi sang sie Santuzza in „Cavalleria rusticana“ und La Zia Principessa in „Suor Angelica“. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden gibt sie
als Azucena ihr Europa-Debüt.
Tito You Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden hat Tito You schon als Rigoletto,
Marquis Posa und Scarpia für Furore gesorgt. Nun singt er in der Neuproduktion von „Il trovatore“ die Rolle des Grafen Luna. An der Staatsoper Stuttgart sang er Herzog Blaubart in der
Neuproduktion „Herzog Blaubarts Burg/ Quartett/Erwartung“ sowie Graf Luna in der Wiederaufnahme von „Il trovatore“. 1972 in Seoul geboren, studierte er an der National University in
Seoul und debütierte 1994 als Papageno an der dortigen Nationaloper. 1999 wurde Tito You Mitglied des Jungen Ensembles der Bayerischen Staatsoper, wo er u.a. unter Zubin Mehta und James
Levine arbeiten durfte. 2000 wechselte er als Ensemblemitglied an das Staatstheater Kassel und 2005/2006 an das Staatstheater Darmstadt sang dort u.a. Guglielmo in „Così fan tutte“, Albert in
„Werther“, Escamillo in „Carmen“, Jago in „Otello“ und Marcello in „La Bohème“, Ford in „Falstaff“, Almaviva in „Le nozze di Figaro“, Wolfram in „Tannhäuser“ sowie die Titelpartien in „Il
barbiere di Siviglia“, „Rigoletto“ und „Eugen Onegin“. In Stuttgart sang er 2006/07 bereits Jack Rance in Puccinis „La fanciulla del West“.’’
Sonntag, 6. September 2009, 11.00 Uhr, Foyer: Opernforum zu „Der Troubadour“ Was hat Verdis bizarre Dramaturgie mit Shakespeare und Victor Hugo zu tun? Wie
realisiert Verdi das „szenische Wort“? Was macht das unverwechselbare „con brio“ der Musik zu „Der Troubadour“ aus? Das Produktionsteam gibt einen Einblick in das Werk und die Inszenierung.
Mitglieder des Ensembles präsentieren musikalische Ausschnitte. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden e.V.
[ © Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
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Der Türke in Italien (Il turco in Italia) Dramma buffo per musica in zwei Akten
Von: Gioacchino Rossigni
Text:Felice Romani Uraufführung: 4. August 1814 (Mailand, Teatro alla Scala)
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Turandot: Lyrisches Drama in drei Akten
Von: Giacomo Puccini Text:
Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Lucio Graf Gozzi
Uraufführung: 25. / 27. April 1926 (Mailand, Teatro alla Scala)
Zur Inszenierung der Bayerischen Staatsoper:
Premiere: 3. Dezember 11
Musikalische Leitung
Zubin Mehta Inszenierung Carlus Padrissa – La Fura dels Baus Bühne Roland Olbeter Kostüme Chu Uroz Video Franc Aleu Licht Urs Schönebaum
Chöre Sören Eckhoff
1. Prinzessin: N.N. 2. Prinzessin: N.N. La principessa Turandot: Jennifer Wilson L'imperatore Altoum: Ulrich Reß
Timur, Re tartaro spodestato: Alexander Tsymbalyuk Il principe ignoto (Calaf): Marco Berti Liu: Ekaterina Scherbachenko Ping: Fabio Previati Pang:
Kevin Conners Pong: Emanuele D'Aguanno Un mandarino: Levente Molnár Il principe di Persia: Francesco Petrozzi
Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper
Die Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn live aus dem Foyer des Nationaltheaters: Foyer, die Sendung zur
Neuproduktion mit Gesprächen und Reportagen.
www.staatsoper.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 26. November 11
Musikalische Leitung: Wolfgang Ott Inszenierung: Cesare Lievi Bühnenbild: Guia Buzzi Kostüme: Marina Luxardo Choreinstudierung:
Anton Tremmel Einstudierung Jugendchor: Dagmar Howe Dramaturgie: Karin Dietrich
Besetzung:
Turandot, eine chinesische Prinzessin:
Caroline Whisnant Altoum, Kaiser von China: Axel Wagner Timur, entthronter König der Tataren: Bernd Hofmann der unbekannte Prinz, Kalaf: Rubens Pelizzari
Liù, eine junge Sklavin: Tatiana Plotnikova Ping, Kanzler: Brett Carter / Joachim Goltz Pang, Marschall: Erik Biegel Pong, Küchenmeister: Jonas Gudmundsson
Ein Mandarin: Reinhold Schreyer-Morlock
Orchester, Chor, Extra-Chor, Jugendchor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
In Giacomo Puccinis letzter
Oper steht eine ungewöhnliche und geheimnisvolle Frau im Zentrum des Geschehens: Turandot, die grausame chinesische Prinzessin, die jeden Freier köpfen lässt, der ihre Rätsel nicht lösen
kann. Doch Kalaf lässt sich nicht abschrecken und löst die drei Rätsel, zur großen Verblüffung aller. Die stolze Turandot ist verzweifelt. Aber Kalaf möchte, dass Turandot ihn freiwillig und
ohne Zwang liebt und gibt ihr nun seinerseits ein Rätsel auf: Wenn sie bis zum Morgengrauen seinen Namen in Erfahrung bringt, ist er bereit zu sterben.
Puccini war lange auf der Suche
nach einem neuen Stoff für eine abendfüllende Oper und fand ihn in Turandot, einer Geschichte, die ursprünglich aus der persischen Erzählsammlung Tausendundein Tag stammt. Für die beiden
Librettisten Adami und Simoni, die Puccini für den Stoff begeistern konnte, wurde allerdings Carlo Gozzis vieraktiges Märchenspiel Turandotte (1762), das ganz den Stegreifmethoden der
commedia dell’arte entsprach, zur Hauptquelle. 1802 wiederum erschien Schillers Turandot-Version, die Puccini selbst in einer Inszenierung Max Reinhardts gesehen hat. Mit Schiller gemeinsam
ist der Ansatz Puccinis, der Figur der Turandot das „eiskalte Herz“ schmelzen zu lassen und Verständnis zu wecken für ihr unmenschliches Verhalten.
Giacomo Puccini arbeitete von 1921
bis 1924 an dem Stoff für seine letzte Oper. Bis März 1924 hatte er die Oper bis zum Tod der Sklavin Liù fertig komponiert, es fehlte nur noch das Schlussduett, für das er „eine markante,
schöne, ungewöhnliche Melodie“ komponieren wollte. Doch diese Melodie kam nie zustande. Puccini starb am 29. November 1924, ohne die Oper vollenden zu können. Nach seinem Tod wurde die
Partitur von Franco Alfano nach den Skizzen und Aufzeichnungen des Komponisten vollendet. Die spektakuläre Uraufführung fand am 25. April 1926 an der Mailänder Scala unter der Leitung von
Arturo Toscanini statt, der nach dem Tod der Liù den Taktstock niederlegte und sprach: „Hier endet das Werk des Meisters. Danach starb er.“
Die Regie bei der Wiesbadener Neuproduktion
führt Cesare Lievi, der mit seinen Inszenierungen internationale Erfolge unter anderem bei der Biennale Venedig, in Frankfurt, Bonn, Berlin, Hamburg, Wien, Zürich, Catania und New York
feierte. Seit 1996 ist der italienische Regisseur, der in Wiesbaden unter anderem „Die Zauberflöte“, „Così fan tutte“, „Figaros Hochzeit“, „Der Troubadour“ und im Schauspiel „Fremde im Haus“
inszenierte, auch Künstlerischer Direktor des Centro Teatrale Bresciano – Teatro Stabile di Brescia.
Das Bühnenbild gestaltet die italienische Künstlerin Guia Buzzi, die sich
mit dieser Arbeit in Wiesbaden erstmals vorstellt. Ihre Ausstattungen waren bereits an der Mailänder Scala, in Florenz, Turin, Zürich, Paris, Tokio, Helsinki, bei den Salzburger Festspielen,
beim Rossini Opera Festival in Pesaro und bei der Expo Shanghai zu sehen. Außerdem ist sie regelmäßig als Ausstellungsgestalterin tätig. Marina Luxardo, die mehrfach mit Cesare Lievi
gearbeitet hat, entwirft die Kostüme. Für Wiesbaden hat sie bereits die Kostüme von „Idomeneo“, „Le Nozze di Figaro“, „Così fan tutte“ und „Il Trovatore“ entworfen.
Als Gast für die
Titelpartie konnte die Amerikanerin Caroline Whisnant gewonnen werden, die 2004 bis 2010 fest dem Mannheimer Nationaltheater verbunden war, wo sie unter anderem als Elektra, Ariadne auf
Naxos, Leonore (Fidelio), Ortrud, Senta, Turandot, Elisabeth, Agathe, Färberin, Brünnhilde aber auch als Anna Bolena, Tosca und Medée aufgetreten ist. Sie gastierte unter anderem am Badischen
Staatstheater Karlsruhe, an der Oper Frankfurt, La Fenice Venedig, den Opern Stockholm, Oslo und Essen. In Wiesbaden war sie bereits als Elektra zu erleben.
Der italienische Tenor
Rubens Pelizzari, der in Wiesbaden derzeit Mario Cavaradossi in „Tosca“ singt, übernimmt die Rolle des Prinzen Kalaf. Er zählt zur neuen Generation der aufstrebenden Künstler. Er gewann
zahlreiche internationale Wettbewerbe, darunter 2001 den internationalen Gesangswettbewerb von San Remo, wo er zusätzlich mit dem Publikumspreis und dem Förderpreis für Verdi-Gesang
ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2000 debütierte Pelizzari als Ismaele (Nabucco) in Padova. Seither hat Pelizzari zahlreiche Partien in Opern von Puccini, Verdi, Bizet und anderen an vielen
renommierten italienischen Opernhäusern gesungen und gastierte überdies in Tel Aviv, Athen, Tokio, Lausanne, St. Gallen und bei den Bregenzer Festspielen. Zu den Glanzrollen des
Ausnahmetalents zählen Radames, Alfredo Germont, Alvaro, Ernani, Mancrico, Macduff und Ismaele, den er zuletzt 2011 in der Arena von Verona gesungen hat. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung der Oper Bonn:
Premiere: 26. September 10
Musikalische Leitung:
Stefan Blunier Inszenierung: Silviu Purcarete Bühne und Kostüme: Helmut Stürmer Licht: Max Karbe Choreinstudierung: Sibylle Wagner Dramaturgie:
Sabine Radermacher
Besetzung:
Prinzessin Turandot: Rachel Tovey Timur: Ramaz Chikviladze Calaf: George Oniani Liù:
Julia Kamenik/Irina Oknina Ping: Giorgos Kanaris/Lee Poulis Pang: Tansel Akzeybek Pong: Mark Rosenthal Chor und Extrachor des THEATER BONN
Beethoven Orchester Bonn
www.theater-bonn.de
Zur Inszenierung des Anhaltischen Theater Dessau:
Premiere: 25. September 10
Musikalische Leitung:
GMD Antony Hermus Inszenierung: Andrea Moses Bühne und Kostüme: Christian Wiehle Dramaturgie: Michael Dißmeier / Heribert Germeshausen Chöre:
Helmut Sonne
Besetzung:
Turandot: KS Iordanka Derilova Liù: Angelina Ruzzafante Calaf: Sergey Drobryshevskiy / Andrew Sritheran Timur:
Pavel Shmulevich Ping: Wiard Witholt Pang: Angus Wood Pong: David Ameln u.a.
www.anhaltisches-theater.de
Zur Inszenierung des Landestheater Coburg:
Premiere: 16. Januar 10
Musikalische Leitung:
Alois Seidlmeier Inszenierung: Detlef Altenbeck Dramaturgie: Kathrin Liebhäuser Bühnenbild: Lars Peter Kostüme: Diemut Remy
Choreinstudierung: Stefan Meier
Besetzung: Turandot: Anja Eichhorn / Sorina Munteanu Altoum: Wolfgang Mühlenbeck Kalaf: Ernesto Grisales
Timur: Michael Lion Liu: Sofia Kallio Ping: Marek Reichert Pang: Karsten Münster Pong: Milen Bozhkov Ein Mandarin:
Jason-Nandor Tomory
Chor des Landestheaters Coburg Extrachor des Landestheaters Coburg Statisterie des Landestheaters Coburg
www.landestheater-coburg.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:
Premiere: 14. Juni 09
Musikalische Leitung: Martin Lukas Meister Inszenierung: John Dew Choreografie: Anthoula Papadakis Bühnenbild: Heinz Balthes Kostüme:
José-Manuel Vázquez Choreinstudierung: André Weiss
Besetzung:
Turandot: Katrin Gerstenberger Altoum: Markus Durst Timur:
Thomas Mehnert Calaf: Zurab Zurabishvili Liù: Susanne Serfling Ping: David Pichmaier Pong: Lucian Krasznec Pang: Sven Ehrke
Ein Mandarin: Oleksandr Prytolyuk 1. Mädchen: Aki Hashimoto 2. Mädchen: Niina Keitel
Chor, Extrachor und Kinderchor Besprechung auf kulturfreak.de
Turandot Staatstheater Darmstadt Pang (Sven Ehrke), Ping (David Pichmaier), Liù (Susanne Serfling) und Turandot (Katrin Gerstenberger)
Foto: Barbara Aumüller
„Wer auf diesen Gong schlägt, der sieht sie erscheinen, heller als Jade, kalt wie dies Schwert, die schöne Turandot!“ rufen die Henkersknechte. Und die Menge schreit: „Ihr
Freier, ihr schönen, avanti! Avanti!“ Dann aber: „Drei Rätsel sind es, doch eins ist der Tod! Was zögert der Mond, das bleiche Gesicht? Zeig dich am Himmel! Komm schnell
herbei! Spute dich, kahler, abgeschnittener Schädel! Erschein und scheine! Zeig dich am Himmel, dürrer Freier der Toten du! Blutleer, lautlos und kahl!“
John Dew inszeniert Giacomo Puccinis letzte Oper, die schauderhaft und grandios das uralte Märchen von der Rätselprinzessin erzählt, wie sie zuletzt vom klügsten der Freier
überwunden wird. Puccini konnte die Komposition nicht völlig zu Ende führen; Franco Alfano, selbst Opernkomponist, hat sie für die Uraufführung 1926 komplettiert. Ein
opulentes Theatererlebnis. [© Staatstheater Darmstadt]
www.staatstheater-darmstadt.de
Zur Inszenierung des Opernhaus Zürich: (mit dem von Alfano vervollständigten 3. Akt, zweite Fassung)
Co-Produktion mit der Shanghai Grand Theatre Arts Group und dem Shanghai Opera House
Premiere: 10. April 06
Musikalische Leitung: Alan Gilbert
Inszenierung: Giancarlo del Monaco Ausstattung: Peter Sykora Lichtgestaltung: Hans-Rudolf Kunz Choreinstudierung: Jürg Hämmerli
Turandot:
Paoletta Marrocu* Liu: Elena Mosuc* Calaf: Jose Cura Timur: Pavel Daniluk* Ping: Gabriel Bermüdez* Pang: Andreas Winkler* Pong:
Bogusiaw Bidzihski* Altoum: Miroslav Christoff* Mandarin: Valeriy Murga* Pu-tin-Pao: Roberto Angeletti* Zweiter Henker: Sacha Wacker*
Chor des Opernhauses Zürich Zusatzchor und Jugendchor Opernhaus Zürich Statistenverein am Opernhaus Zürich Orchester der Oper Zürich
Besprechung auf kulturfreak.de www.opernhaus.ch (externer Link)
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The Turn of the Screw Oper in einem Prolog und zwei Akten
Von: Benjamin Britten Text von:
Mynfanwy Piper (nach der gleichnamigen Novelle von Henry James)
Uraufführung: 14. September 1954 (Venedig, Teatro La Fenice)
Zur Inszenierung des Theater Bremen:
Premiere: 28. Oktober 11
Musikalische Leitung:
Daniel Montané Regie: Frank Hilbrich Bühne: Volker Thiele Kostüme: Gabriele Rupprecht Dramaturgie: Hans-Georg Wegner
Besetzung:
Die Gouvernante: Nadine Lehne Mrs. Grose: Tamara Klivandenko Miss Jessel: Marysol Schalit Prolog: Christian-Andreas Engelhardt
Quint: Randall Bills
Am 28. Oktober um 19.30 Uhr feiert die Oper „The Turn of the Screw“ von Benjamin Britten in der Regie von Frank Hilbrich im Theater am Goetheplatz
Premiere. Nach „Tannhäuser“ ist dies die zweite Opernpremiere in dieser Spielzeit. Der Titel dieser außergewöhnlichen Oper entstammt einer Novelle von Henry James, die 1898 erschien. Der
Komponist Benjamin Britten schuf mit „The Turn of the Screw“ den ersten Psychothriller in der Geschichte des Musiktheaters. „The Turn of the Screw“ erzählt die ewig neue Geschichte vom
Kampf der vermeintlich Guten gegen das Böse, der menschlichen Vernunft gegen übernatürliche Kräfte, von tödlicher Besessenheit in der Gestalt der Unschuld. Die zwei „engelsgleichen“ Kinder
Miles und Flora teilen ein Geheimnis, das sich um die spukhaft erscheinenden Geister ihrer verstorbenen Erzieher Miss Jessel und Peter Quint rankt. Eine junge Gouvernante, die gerade ihren
Dienst bei den verwaisten Kindern antritt, versucht dieses Geheimnis gemeinsam mit der bodenständigen Miss Grose aufzuklären und stößt dabei an die Grenzen des Natürlichen und des
Vorstellbaren. Frank Hilbrich ist den Zuschauern bereits durch die Inszenierung der Operette „Der Vetter aus Dingsda“ aus der letzten Spielzeit bekannt. Verantwortlich für die Bühne ist
Volker Thiele. Publikumsliebling Nadine Lehner, die bereits seit 2004 am Haus ist, spielt die die Gouvernante. Die zwei anspruchsvollen Hauptrollen von Flora und Miles sind mit Bremer
Kindern besetzt (Miles: Jakob von Borries / Fritjof Klingenberg; Flora: Tiziana Ratcheva / Carolina Gätjen). [© Theater Bremen]
Es spielen die Bremer Philharmoniker unter der Leitung von Daniel Montané.
www.theaterbremen.de
Zur Inszenierung des Theater Magdeburg:
Premiere: 2. Oktober 10
Musikalische Leitung:
Adrian Prabava Regie: Christian von Götz Bühne / Kostüme: Lukas Noll Dramaturgie: Ulrike Schröder
Mit:
Noa Danon, Lucia Cervoni, Manfred Wulfert, Undine Dreißig, Julie Martin du Theil, Henning Stangl / Jörg von Tümpling www.theater-magdeburg.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 3. November 02
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 9. Oktober 10
Wiederaufnahme Saison 2008/09: 1. November 08 Wiederaufnahme Saison 2004/05: 27. Mai 05
Musikalische Leitung: Karen Kamensek / Yuval Zorn / Yuval Zorn Inszenierung: Christian Pade Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer / Hans Walter Richter / Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild und Kostüme: Alexander Lintl Dramaturgie: Norbert Abels Licht: Olaf Winter
Der Prolog: Lars Erik Jonsson / Richard Cox / Hans Schöpflin Die Gouvernante:
Joan Rodgers / Brenda Rae / Anne-Catherine Gillet Miles: Jens Albrecht / Thilo Braun (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw) / Ludwig Haide / Constantin Callies (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw) / Solist
der Aurelius Sängerknaben Calw Flora: Heike Heilmann / Christiane Kar / Eun-Hye Shin Mrs. Grose: Sonja Mühleck / Sonja Mühleck /Sonja Mühleck Quint: Lars Erik Jonsson / Richard Cox / Miss Jessel:
Monika Krause / Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister
Statisterie: Alexander Bevc / Jim Kallenberg /
violett = wiederaufnahme 2010/11 grün = Wiederaufnahme 2004/05
blau = Wiederaufnahme 2008/09
Besprechung auf kulturfreak.de Besprechung auf kulturfreak.de
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 9. Oktober 10,
Musikalische Leitung: Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici
Der Prolog, Quint: Hans Schöpflin
Die Gouvernante: Anne-Catherine Gillet Miles: Solist der Aurelius Sängerknaben Calw Flora: Eun-Hye Shin Mrs. Grose: Sonja Mühleck Miss Jessel: Barbara Zechmeister
Zur Wiederaufnahme in der Saison 2010/11: Am 3. November 2002 feierte The Turn of the Screw
von Benjamin Britten (1913-1976) in der Neuinszenierung von Christian Pade Premiere an der Oper Frankfurt. Die Neuproduktion dieser Kammeroper gehörte zu den größten Erfolgen der Spielzeit
2002/03, der ersten Saison von Intendant Bernd Loebe. Zudem war sie seinerzeit maßgeblich ausschlaggebend für die Wahl zum „Opernhaus des Jahres“ durch die Autoren des Fachmagazins Opernwelt.
In einer der vielen begeisterten Rezensionen nach der Premiere war zu lesen: „Die Ovationen hätten nach einem fetten Puccini kaum stärker sein können und galten einer in allen Aspekten
überzeugenden Interpretation des Regisseurs Christian Pade (...)“. Nun wird das Werk zum vierten Mal wiederaufgenommen. Angesiedelt im viktorianischen England erzählt die Oper die
Geschichte einer jungen Gouvernante und deren Versuch, die beiden ihr anvertrauten Waisenkinder Flora und Miles dem dämonischen Einfluss der Erscheinungen des Verwalters Quint und der
früheren Gouvernante Miss Jessel zu entziehen, die – obwohl verstorben – unheilsam mit den Kindern verbunden zu sein scheinen. Die Gouvernante verliert den Kampf: Am Ende der Oper stirbt
Miles in ihren Armen. Kapellmeister Yuval Zorn leitete bereits die vorhergehende Wiederaufnahme, in der auch Barbara Zechmeister (Miss Jessel) und Sonja Mühleck (Mrs. Grose) besetzt
waren. Während die zuerst genannte Künstlerin seit 1996 dem Opernensemble angehört, singt Sonja Mühleck nach ihrem Schritt in die freiberufliche Tätigkeit nun erstmals als Gast an der Oper
Frankfurt. Alle übrigen Partien sind neu besetzt: Nach seinem erfolgreichen Frankfurt-Debüt als Sir Philipp in Brittens Owen Wingrave 2009/10 im Bockenheimer Depot kehrt der Tenor Hans
Schöpflin (Der Prolog, Quint) nun zurück an den Main – diesmal ins Opernhaus. 2008 sang er unter der musikalischen Leitung von GMD Sebastian Weigle den Aschenbach in Brittens Death in Venice
am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Als eine der interessantesten jungen Sopranistinnen hat sich mittlerweile die Belgierin Anne-Catherine Gillet (Die Gouvernante) auf den großen Bühnen
Europas etabliert. Zu ihren Projekten 2009/10 gehören u.a. Vincenette in Gounods Mireille und Sophie in Massenets Werther an der Opéra de Paris. Als Miles wird wieder ein Solist der Aurelius
Sängerknaben Calw zu erleben sein, während Eun-Hye Shin aus dem Frankfurter Opernstudio die Partie der Flora übernimmt. [© Oper Frankfurt]
Weitere Vorstellungen: 15., 24., 30. Oktober 2010 Preise: € 11 bis 77 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.
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