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Oper, Stückeinfos T

Das Tagebuch der Anne Frank
Mono-Oper in zwei Akten

Von: Grigori Frid
Deutsch von:Ulrike Patow
Uraufführung konzertant mit Klavier: 18. Mai 1972 (Moskau, im Haus von Grigori Frid
Uraufführung konzertant mit Orchester: 7. Mai 1977 (Kislowodsk Philharmonie)
Uraufführung szenisch mit Orchester: 8. Mai 1977 (Swertlowsk (Jekatherinburg), Operntheater Margarita Wladimirowa
Uraufführung szenisch / reduzierte Orchesterfassung: 12. November 1999 (Braunschweig, Staatstheater Braunschweig)
Deutsche Erstaufführung mit Orchester: 28. März 1993 (Nürnberg, Tafelhalle)

Zur Inszenierung des Theater Bremen:

Premiere:
10. Februar 12 (Moks)

Regie: Patric Seibert
Bühne und Kostüme: Nele Wangorsch

Besetzung:                 
Anne:
Marysol Schalit
Anne II: Hannah Ehrlichmann
Anne III: Kristina Ruge

Die Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ feiert am Freitag, den 10. Februar um 18 Uhr im Moks Premiere. Der Regisseur Patric Seibert hat bereits  in der letzten Spielzeit erfolgreich die Kinderoper „Drei alte Männer wollten nicht sterben“ auf die Bühne des Neuen Schauspielhauses gebracht.
Patric Seibert erweitert Frids Mono-Oper durch gelesene Auszüge aus Anne Franks Tagebuch sowie durch die Rolle einer Schauspielerin. Gemeinsam mit der Sopranistin Marysol Schalit, der Pianistin Kristina Ruge sowie der Schauspielerin Hannah Erhlichmann erarbeitet Seibert in dieser Inszenierung verschiedene Facetten der Anne Frank.
Der Komponist Grigori Frid hat für die Inszenierung am Theater Bremen einige Passagen umgestellt und neu komponiert.
Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank, die 1929 in Frankfurt geboren wurde und 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, wurde zu einem literarischen Welterfolg. In seiner Mono-Oper von 1969 schildert der russische Komponist Grigori Frid auf der Grundlage von Annes Tagebuch in knappen Bildern das Schicksal des 13-jährigen Mädchens, das davon träumte, Schriftstellerin zu werden.[© Theater Bremen]

www.theaterbremen.de

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Tamerlano
Dramma per musica in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Text: Nicola Francesco Haym, nach Vorlagen von Agostino Piovene und Ippolito Zanelli (basierend auf Jacques Pradons Tragödie “Tamerlan ou La mort de Bajazet”)
Uraufführung: 31. Oktober 1724 (London, King´s Theatre, Haymarket)

Zur Inszenierung der Oper Bonn:

Premiere:
27. Februar 11

Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky
Inszenierung: Philipp Himmelmann
Bühne: Johannes Leiacker
Kostüme: Katherina Kopp
Licht: Thomas Roscher

Besetzung:

Tamerlano:
Mariselle Martinez
Bajazet: Mirko Roschkowski
Asteria: Judith Gauthier / Emiliya Ivanova (27.2.)
Andronico: Antonio Giovannini
Irene: Susanne Blattert

Ein Bass: Sven Bakin

Beethoven Orchester Bonn

Continuo:
Orgel und Cembalo:
Christopher Sprenger
Violoncello: Grigory Alumyan
Laute: Stanislaw Gojny
Kontrabass: Ingo Klatt


Besprechung auf kulturfreak.de

Tamerlano
Oper Bonn
Bajazet (Mirko Roschkowski), Andronico (Antonio Giovannin), Asteria (Emiliya Ivanova),
Tamerlano (Mariselle Martinez, Irene (Susanne Blattert)
© Thilo Beu

Mit TAMERLANO von Georg Friedrich Händel setzt die Bonner Oper ihre Pflege der Barockoper fort. Regisseur Philipp Himmelmann gelang bereits mit DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN in der letzten Saison ein spektakulärer Erfolg. Am Pult des Beethoven Orchester Bonn steht der argentinische Barock-Spezialist Rubén Dubrovsky, der nach seinem eindrucksvollen Operndebut 2008 in Bonn in Valencia, Madrid, Wien und bei den Händelfestspielen Karlsruhe dirigiert hat. Zu den Gästen dieser Produktion zählen die fulminante Mezzosopranistin Mariselle Martinez und der Countertenor-Shootingstar Antonio Giovannini, der bereits unter Riccardo Muti in Salzburg und Ravenna sowie in Bologna, Paris, Wien und Madrid gesungen hat. [© Oper Bonn]

www.theater-bonn.de

Tango Türk
Eine Geschichte zwischen Berlin und Istanbul

Musik: Sinem Altan
Text: Kerem Can
Uraufführung: 21. Januar 2010 (Berlin, Neuköllner Oper)

Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:

Premiere:
21. Januar 10 (Uraufführung)

Inszenierung: Lotte de Beer
Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg / Sinem Altan
Bühne u. Kostüm: Marouscha Lévy
Choreographie: Julieta Figueiroa
Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Ensemble:
Cihan / Zeki:
Kerem Can
Sedat: Vedat Erincin
Vera: Nina Arens
Nur: Sesede Terziyan
Nilüfer: Beren Tuna
Bayan Fahriye / Caféhaus-Sängerin: Begüm Tüzemen

Orchester
Violine:
Christin Mittermeyer / Philippe Perotto
Violoncello: Anja Susann Hammer
Kontrabass: Martin Genschow
Baglama / Mey: Özgür Ersoy
Bandoneon: Guillermo Destaillats
Yagli Tambur / E-Gitarre: Mustafa Sarisin
Drums / Percussion: Olaf Taube / Martin Lonak
Klavier: Hans-Peter Kirchberg / Sinem Altan

Tango Türk – aşkın, müziğin, devrimin insanları birleştirdiği ve de ayırdığı bir hayat yolu hikâyesi.
Gelecek mi yoksa geçmiş mi daha önemli, bütün sorun bu.

Der plötzliche Tod seiner Mutter bringt Cihan in eine unerwartete Situation. Der junge Mann ist gerade dabei, sich mit Kollegen eine Karriere in einem internationalen Netzwerk aufzubauen – nun muss er zurück zu seiner Familie. Die Wiederbegegnung konfrontiert ihn mit seiner Vergangenheit und einer Musik, die er bisher nicht kannte, mit dem türkischen Tango. Den hatte schon seine Großmutter unter Atatürk getanzt. Tango hatten auch seine Eltern getanzt – allerdings in den 80ern, in einer anderen Zeit unter den schwierigen Bedingungen nach dem Staatsstreich. Doch Cihan will das alles nicht wissen, was geht ihn die Türkei von damals (und heute) an, der Putsch 1980, die Repressionen und der Widerstand, das Leben als „Gastarbeiter“ in Deutschland… Er will so rasch als möglich weg, fort von den Familiengeschichten, den großen Emotionen, Gesten und der Nostalgie des Tangos. Mit dem Auftauchen von Vera nimmt jedoch alles eine neue Wendung.

Tango Türk ist eine Geschichte über Lebenserfahrungen und – erwartungen jenseits aller Grenzen.
Das vierte Projekt eines deutsch-türkischen Musiktheaters an der neuköllner oper entsteht wieder für ein breites Publikum aller Nationalitäten.
Die Produktion wird gefördert durch den Hautstadtkulturfonds und unterstützt durch die Botschaft des Königreichs der Niederlande.


Sinem Altan – Musik und Musikalische Einstudierung/Leitung
wurde 1985 in Ankara geboren. Siebenjährig begann sie zu komponieren, sie erhielt eine spezielle Ausbildung an der Bilkent-Universität Ankara als Privatschülerin des Komponisten Arif Melikov. Ein 11jähriges Auslandsstipendium dieser Universität und die Aufnahme an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin in den Fachbereich Komposition/Klavier mit elf Jahren, parallel dazu der Besuch des Musikgymnasiums Carl-Philipp-Emmanuel-Bach und seit 2002 die Fortsetzung des Kompositionsstudium bei Friedrich Goldmann an der UdK Berlin, zur gleichen Zeit das Studium der Musiktheorie an der HfM „Hanns Eisler“, waren die Stationen ihrer Ausbildung. Zusätzlich erhielt sie Klavierunterricht bei Thomas Just und später 2 Jahre Kompositionsunterricht bei Cornelius Schwehr an der Hochschule für Musik Freiburg.
Sinem Altan nahm an verschiedenen Wettbewerben teil und gewann mehrere Preise. U.a. wurden ihre kammermusikalischen Werke sowie eine Kurzoper im Rahmen der zeitgenössischen Festivals in Berlin aufgeführt. Zur Zeit wirkt sie in und leitet verschiedene Projekte, in denen das Zusammentreffen der deutschen und türkischen Kultur den Mittelpunkt ihrer schöpferischen Arbeit darstellt. Durch gemeinsame Arbeit mit der Sängerin Begüm Tüzemen und Baglama-Spieler Özgür Ersoy entstand die vor einem Jahr begonnene Konzertreihe mit dem Namen „Yenilige Dogru“ (Der Weg ins Neue), die bis heute durch ein fest bestehendes Ensemble weiterhin ihre Erfolge feiert. Neben ihrer freischaffenden musikalischen Tätigkeit ist sie als Lehrkraft für Musiktheorie und Klavier in der Musikschule Neukölln tätig und ist Mitgründer des Kunst- und Kulturinstitut am Türkisch-Deutschen Zentrum .Er zeichnete verantwortlich für die Einrichtung des neuen Mozart-Singspiels Türkisch für Liebhaber und debütierte damit an der Neuköllner Oper (2008). Gleichzeitig schrieb sie die Musik für das ebenfalls an der Neuköllner Oper uraufgeführte Familienstück Die getauschte Schule von Bernhard Glocksin. Zuletzt entstand für die Neuköllner Oper Stadt der Hunde. Sinem Altan ist „Composer in Residence“ an der Neuköllner Oper seit Sommer 2008.

Kerem Can – Text, Cihan / Zeki
ist Berliner und studierte Schauspiel und Gesang in London und Paris. Er spielte u.a. in der Kinoproduktion „Leroy“ von Armin Völckers („Bester Deutscher Jugendfilm“ 2007), in der Fernsehproduktion „Im Angesicht des Verbrechens“ (Regie: Dominik Graf) und in Neco Celik’s Inszenierung von Romeo und Julia am Theater Hebbel am Ufer. Sein Debüt an der Neuköllner Oper gab er mit der Hauptrolle des neuen Mozart-Singspiels Türkisch für Liebhaber (UA 2008), das im April 2009 auch auf dem internationalen KamerOpera Festival in Zwolle gezeigt wurde. Zuletzt war er an der Neuköllner Oper in der investigativen Oper Der Fall Rigoletto (Regie: Bernhard Glocksin, Musik: Giuseppe Verdi und Etta Scollo), zu sehen. Kerem Can besitzt außerdem einen Abschluss in internationalem Management der European School of Management und ist Mitglied der Schauspieler-Agentur ten4you in Berlin.

Lotte de Beer – Inszenierung
graduierte im Juni 2009 im Regiefach der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Für die Abschlussproduktion Häuptling Abendwind von Jacques Offenbach wurde sie mit dem Ton Lutz Award für die viel versprechendste Regie ausgezeichnet. In einer jahrelangen Zusammenarbeit mit der Dutch Opera spezialisierte sie sich auf Opernregie. Dort assistierte sie Pierre Audi, Johan Simons und Peter Konwitschny. Mit Konwitschny arbeitete sie anschließend in Karlstad, Lissabon und Graz für die Produktionen La Bohème, King Lear und Salomé. Bereits während ihres Studiums führte sie Regie am Korzo Theater in Den Haag: Clara S. und Are you our Daughter?, beide komponiert von Nicoleta Chatzapoulou. Letztere Produktion wurde auf die Operadagen Rotterdam sowie das Kameroperafestival Zwolle eingeladen. Anschließend lud sie die Oper Leipzig zur Wiederaufnahme ihrer Produktion Clara S. ein, die an einem Doppelabend mit Peter Konwitschnys szenischer Erarbeitung der Bachkantate Ich habe genug gezeigt wurde. Ihre letzte Regiearbeit Penthesilea, eine Uraufführung des Komponisten Benedict Weisser am Kameroperahuis Zwolle, wurde mit großem Publikumserfolg von der Presse gefeiert.

Hans-Peter Kirchberg – Musikalische Einstudierung und Leitung
Thomasschule Leipzig. Dirigierstudium Dresden (Gülke), zusätzlich Unterricht bei Jochum, Kempe und Masur, Meisterkurse bei Markevitch und Masur. 1988-90 Assistent bei Bernstein, Eschenbach und Rostropovitch, Engagements in Chemnitz, Zwickau, u.a.. Seit 1990 Konzerte und Aufführungen mit Berliner Orchestern, am theater 89 und der Berliner Kammeroper, mit dem Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg und am Schlosstheater Rheinsberg. Seit 1992 über 60 Werke an der Neuköllner Oper aus der Taufe gehoben (die Uraufführungen Krabat, Wunder von Neukölln, Angela - Eine Nationaloper, Love Bite, Friendly Fire, Elternabend, Held Müller u. a., zuletzt: Der Fall Rigoletto); sowie die Bearbeitungen von Messeschlager Gisela, Blume von Hawaii, Assassins, Macbeth, Biene Maja, Piraten, Türkisch für Liebhaber u.a. Lehraufträge an beiden Berliner Musikhochschulen, seit 2002 Musikalischer Direktor der Neuköllner Oper, 2005 die europäische Erstaufführung der "Shomyo Symphony II" des Japaners Maki Ishii dirigiert. Zuletzt dirigierte er die Gala zum 80. Geburtstag von Gerd Natschinski und betreute musikalisch die Open-Air - Inszenierung Heißer Sommer in Berlin. Hans-Peter Kirchberg erhielt im Oktober 2009 den Ehrenpreis „Silbernes Blatt“ der Dramatiker-Union für die Förderung und Pflege des zeitgenössischen musikdramatischen Schaffens.

Julieta Figueroa – Choreographie
geboren in Santiago de Chile, studierte Schauspiel an der Universidad de Chile und hat Theater, TV- und Filmproduktionen gespielt; parallel dazu arbeitete sie als Tänzerin in der Tanzkompanie Elizabeth Rodriguez. Seit 2002 lebt sie in Berlin und arbeitet als Trainingsassistentin für Schauspieler für den Regisseur Alexander Stillmark in Zusammenarbeit mit ITI-Deutschland sowie auch als Tänzerin in Berlin und London. 2009 schloss sie ihr Choreographie - Studium an der HfS „Ernst Busch“ Berlin ab. Ihre erste Choreographie für die Neuköllner Oper entstand mit der Produktion Stadt der Hunde (UA November 2009).

Marouscha Levy - Ausstattung

Bernhard Glocksin – Dramaturgie
Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Politik an den Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater, zunächst an den Niedersächsischen Staatstheatern Hannover, dem Theater am Neumarkt Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönl. Referent des Intendanten am Staatstheater Mainz, 1999 – 2002 Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten in künstlerischen Fragen am Deutschen Theater in Göttingen. Künstlerische Leitung / Programmgestaltung an der neuköllner oper Berlin seit 2004. Fassungen u.a. von BizetLounge:Perlenfischer; Die gelbe Prinzessin; Create your life!; Aleko. Eine Zigeunerhochzeit. sowie Text und Inszenierung des Familienstücks Die getauschte Schule sowie zuletzt für Der Fall Rigoletto. Freischaffend Projekte (wie Berlinale Talk 2004; Koproduktion Haus der Kulturen der Welt/schauspielfrankfurt 2004) sowie Libretti für Tanz (Salzburg 1995) und Musiktheater (u.a. Julie & Jean, Musik Gerhard Schedl, Uraufführung Wien 2003; HesseIndia, Musik Raffael Reina, Uraufführung Amsterdam/Stuttgart/Wien 2007).

Ensemble

Nina Arens – Vera
geboren in Koblenz startete Nina Arens eine Karriere im Leistungssport, die sie 1994 in das Finale der Fecht-Weltmeisterschaft im Damendegen nach Mexico-City führte. Nach Beendigung ihrer Sportlerlaufbahn und parallel zu ihrer Schulausbildung machte sie erste Bühnenerfahrungen in diversen Produktionen des Koblenzer Jugendtheaters sowie als Sängerin in verschiedenen Bandformationen. Nach ihrem Abitur erhielt sie Tanz- und Bewegungsunterricht u. a. bei Barbara Pietjou sowie in Workshops bei Nat Horn in New York und Gesangsunterricht u. a. bei Norbert Gottschalk. Nach einer zweijährigen Ausbildung zur Fotografin absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der Schauspielschule Mainz und gastierte daraufhin am Staatstheater Mainz, bevor sie in ein Festengagement an das Schlosstheater Celle sowie anschließend an das E.T.A. Hoffmann-Theater in Bamberg ging. Seit 2008 arbeitet sie frei u.a. bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen. An der Neuköllner Oper war sie bereits in Türkisch für Liebhaber und zuletzt in Stadt der Hunde zu sehen. Nina Arens erhielt für die Rolle der Franziska in Minna von Barnhelm am Ernst-Deutsch Theater den Rolf-Mares-Preis 2009 der Hamburger Theater für außergewöhnliche darstellerische Leistung.

Vedat Erincin – Sedat
wurde 1957 in Istanbul geboren. Seit 1978 lebt er in Deutschland als Schauspieler, Regisseur und Autor. Er schreibt Kabaretttexte, deutsche und türkische Hörspiele und Kinderstücke. Er hat am Stadttheater Oberhausen, den Wuppertaler Bühnen, und dem Schauspielhaus Bonn gespielt.
Vedat Erincin ist Gründer des Wupper Theaters und war Leiter des Arkadas Theater in Köln. An beiden Bühnen hat er gespielt und inszeniert sowie eigene Stücke herausgebracht, mit denen die Ensembles zahlreiche Gastspiele im In- und Ausland absolvierten. Derzeit stehen die Produktionen Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Wegen der Ehre, Hochzeit alla turca und Jihad, mon amour auf dem Tourneeplan von Vedat Erincin. Aus seiner darstellerischen Tätigkeit für Film und Fernsehen seien die jüngsten Kinofilme genannt: „JANJAN“ (Türkei 2007, Regie: Aydin Sayman) und „Evet, ich will“ (Deutschland 2008, Regie: Sinan Akkus). 2008 debütierte Vedat Erincin an der Neuköllner Oper in Türkisch für Liebhaber, dem neuen Mozart-Singspiel von Sinem Altan (Musik) und Dilek Güngör (Text).

Sesede Terziyan – Nur
Wenige Monate vor dem Militärputsch in der Türkei verließen 1980 Sesede Terziyans Eltern das Land als politische Flüchtlinge. So kam Sesede Terziyan 1981 in Nordenham zur Welt. Die ersten sieben Jahre lebte sie an der Nordsee, dann zog die Familie nach Baden Württemberg, wo sie bis zu ihrem Schulabschluss lebte. Danach folgte 2001 ihr Studium im Fach Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Ihre ersten Rollen waren am Deutschen Theater Berlin in Tod eines Handlungsreisenden und Die Vögel. Am Maxim Gorki Theater war sie in Ein Schiff fährt über die Donau und in Die Übergangsgesellschaft zu sehen und u.a. in Fernsehfilmen wie „In letzter Sekunde“ und im Tatort „Schatten der Angst“. Sie ist Mitbegründerin des Theaters „Eigenreich“ in Berlin. 2005 bis 2007 folgte ein Engagement am Deutschen Theater Göttingen. Sesede Terziyan arbeitet und lebt in ihrer Wahlheimat Berlin.

Begüm Tüzemen – Bayan Fahriye / Café-Sängerin
wurde in Istanbul geboren und studierte russische Philologie und Literatur an der Universität Istanbul sowie am Staatlichen Konservatorium der Universität im Fachbereich Musical. Seit 2005 Gesangsunterricht bei Cagnur Gürsan, später Volkmar Bussewitz sowie Schauspielunterricht bei Sebnem Sönmez und später bei Cetin Ipekkaya.
Auftritte als Ensemblemitglied von ArtIstanbul sowie als Konzertsolistin, u.a. in Aspendos, darüber hinaus im Ensemble sowie solistisch mit dem Musical-Ensemble „Ladies and Gentlemen“.
Kennzeichnend für die Arbeit und das musikalische Verständnis Begüm Tüzemens ist die weit gespannte Vielfalt ihres Repertoires, das klassische Arien und Jazzstandards ebenso beinhaltet wie moderne türkische Volksliederbearbeitungen und Kompositionen. So ist sie u.a. gegenwärtig in der Konzertreihe Yenilige Dogru (Der Weg ins Neue) und in dieser Spielzeit am Atze-Musiktheater zu erleben. Außerdem ist sie als Lehrerin für Gesang und Musiktheater im Kunst- und Kulturinstitut des Türkisch-Deutschen Zentrums und als Chorleiterin im Tiyatrom tätig.
Ihr Debüt für die Neuköllner Oper gab sie in dem neuen Mozart-Singspiel von Sinem Altan (Musik) und Dilek Güngör (Text) Türkisch für Liebhaber (UA 2008).

Beren Tuna – Nilüfer
wurde 1980 in Esslingen geboren. Noch im selben Jahr zog sie nach Izmir in der Türkei, wo sie bis zu ihrem 11. Lebensjahr blieb. 2000 machte sie in Deutschland Abitur und absolvierte 2002 bis 2006 an der Hochschule für Musik und Theater ihre Ausbildung. Seither war sie als freie Schauspielerin auf verschiedenen schweizer und deutschen Bühnen zu sehen, u.a. Rote Fabrik Zürich, Staatstheater Braunschweig, Theater Basel. 2009 gründete sie mit Mirjam Neidhart die Produktionsplattform 1visible, mit der sie Meggiy geht zurück in den Kongo und das dramatische Konzert „Inanna- Euphrates Survival Song“ zur Aufführung brachte. Sie ist zudem Mitglied des Ensemble Umi, mit dem sie regelmäßig musikalische Programme realisiert, und seit kurzem leitet sie die Theatergruppe des Alevitischen Kulturvereins Zürich. (www.berentuna.com)

www.neukoellneroper.de

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Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Große romantische Oper in drei Akten

Von: Richard Wagner
Uraufführung: 19. März 1845 (Dresden, Köiglich Sächsisches Hoftheater)

Zur Inszenierung der Oper Bremen:

Premiere:
18. September 11

Musikalische Leitung: Markus Poschner 
Regie: Tobias Kratzer 
Ausstattung: Rainer Sellmaier 
Chor: Daniel Mayr 
Dramaturgie: Hans-Georg Wegner 

Besetzung:

Hermann, Landgraf von Tübingen:
Michael Dries
Tannhäuser: Roman Sadnik
Wolfram von Eschenbach: Martin Kronthaler 
Walther von der Vogelweide: Luis Olivares Sandoval 
Biterolf: Loren Lang 
Heinrich der Schreiber: Christian-Andreas Engelhardt 
Reinmar von Zweter: Christoph Heinrich 
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Patricia Andress 
Venus: Julia Rutigliano
Ein junger Hirt: Alexandra Scherrmann 
Edelknabe: Lusine Ghazaryan / Julia Huntgeburth /Astrid Kunert / Irina Ostrovskaia

www.theater-bremen.de

Zur Inszenierung der Bayreuther Festspiele, Neuinszenierung 2011:

Premiere:
25. Juli 11

Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Regie: Sebastian Baumgarten
Bühnenbild: Joep van Lieshout
Kostüme: Nina von Mechow
Dramaturgie: Carl Hegemann
Licht: Franck Evin
Video: Christopher Kondek
Chorleitung: Eberhard Friedrich

Besetzung

Landgraf Herrmann:
Günther Groissböck
Tannhäuser: Lars Cleveman
Wolfram von Eschenbach: Michael Nagy
Walther von der Vogelweide: Lothar Odinius
Biterolf: Diógenes Randes
Heinrich der Schreiber: Arnold Bezuyen
Reinmar von Zweter: Martin Snell
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Camilla Nylund
Venus: Stephanie Friede
Ein junger Hirt: Katja Stuber

ww.bayreuther-festspiele.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
17. September 10

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Sandra Leupold
Bühne: Tom Musch
Kostüme: Julia Burde
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenß
Regie-Assistenz: Holger Liebig/Anja Kühnhold          
Inspizienz: Eckhard Wagner
Souffleur: Franz Pohl

Besetzung:

Hermann, Landgraf von Thüringen:
Hans-Otto Weiß
Tannhäuser: Alexander Spemann
Wolfram von Eschenbach: Patrick Pobeschin
Walther von der Vogelweide: Alexander Kröner
Biterolf: Heikki Kilpeläinen
Heinrich der Schreiber: Lucas Vanzelli
Reinmar von Zweter: Martin Js.Ohu
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Bettine Kampp
Venus: Patricia Roach
Ein junger Hirt: Marianne Steinmetz
Vier Edelknaben: Cornelia Langhals, Claudia Sasse, Elisabeth Stradalski, Anke Trittin

Besprechung auf kulturfreak.de

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Staatstheater Mainz
Tannhäuser (Alexander Spemann), Venus (Patricia Roach), Damenchor, Statisterie
Foto:
Martina Pipprich

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere:
28. November 09

Musikalische Leitung: Frank Beermann
Inszenierung: Michael Heinicke
Bühnenbild und Kostüme: Peter Sykora
Chöre: Mary Adelyn Kauffman

Besetzung:
Landgraf Hermann:
Kouta Räsänen
Tannhäuser: Jon Ketilsson (
Wolfram von Eschenbach: Heiko Trinsinger
Walther von der Vogelweide: Edward Randall / Johan Weigel
Biterolf: Matthias Winter
Heinrich der Schreiber: André Riemer
Reinmar von Zweter: Martin Gäbler
Venus / Elisabeth: Astrid Weber
Ein junger Hirt: Jana Büchner

In der Spielzeit des 100-jährigen Jubiläums der Oper Chemnitz darf eine Wagner-Neuinszenierung natürlich nicht fehlen. Schließlich wurde mit der Sächsischen Erstaufführung des „Parsifal“ 1914 eine Tradition begründet, die Chemnitz den ehrenvollen Beinamen „Sächsisches Bayreuth“ einbrachte.


Die Chemnitzer Inszenierung des „Tannhäuser“ übernimmt Michael Heinicke, der in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gerade mit seinen Wagner-Inszenierungen, aber auch mit Produktionen wie der Erstaufführung von Weills Oper „Der Weg der Verheißung“, mehreren Opern von Richard Strauss, Strawinskys „The Rake’s Progress“, Udo Zimmermanns „Die wundersame Schustersfrau“, Puccinis „Mädchen aus dem goldenen Westen“ und einer ganzen Reihe von Musicals überregional auf sich aufmerksam gemacht hat.

Die Titelpartie singt der isländische Tenor Jon Ketilsson. Nach seinem Debüt als Alfredo an der Staatsoper Prag war er am Theater Dortmund engagiert und gehörte dann bis 2000 zum Ensemble der Kölner Oper. Seitdem ist er freischaffend tätig und war u. a. Gast in Frankfurt/Main, Essen, Karlsruhe, Dresden, Münster, Göteborg, Kopenhagen, Genf, Marseille, an der Opéra du Rhin, der Opéra de Lausanne, am Opernhaus San Carlo in Neapel, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an der Opéra National de Paris sowie bei den Salzburger Festspielen. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören Hoffmann, Macduff, Radames, Don Carlo, Rodolfo, Énée („Les Troyens“), Bacchus, Der Kaiser, Sergej, Tamino, Tristan, Erik, Max, Don José, Pinkerton und Cavaradossi.

Astrid Weber wird in der Chemnitzer Produktion als Venus und als Elisabeth auf der Bühne stehen. In Chemnitz ab 2002 als Gast sowie von 2003 bis 2005 fest engagiert, begeisterte sie das Publikum als Chrysothemis, Marschallin, Agathe, Senta, Arabella, Sieglinde und Gutrune. Seither ist sie der Oper Chemnitz als Gast verbunden und debütierte hier 2006 als Elsa, 2007 als Manon („Manon Lescaut“) und 2008 als Minneleide in Pfitzners Oper „Die Rose vom Liebesgarten“. Darüber hinaus gastierte sie u. a. in Essen, Kassel, Wiesbaden und St. Gallen, Madrid, Sevilla sowie bei der Ruhr-Triennale mit Partien wie Senta, Agathe, Martha („Tiefland“), Sieglinde, Grete („Der ferne Klang“), Infantin („Der Zwerg“) und Brangäne („Le Vin Herbé“). Im September 2009 debütierte die an der Oper Köln als Eva in Wagners „Meistersingern“.

Heiko Trinsinger (Wolfram von Eschenbach) stammt aus Dresden und war Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Nach Engagements am Opernstudio der Bayerischen Staatsoper und am Mainfrankentheater Würzburg gehört er seit 1999 zum Ensemble des Aalto-Theaters Essen. Dort gestaltete er zahlreiche Partien seines Fachs, u. a. Graf („Hochzeit des Figaro“), Papageno, Don Giovanni, Riccardo („I Puritani“), Marcello, Tonio, Valentin, Escamillo, Kurwenal und Jochanaan. In der Spielzeit 2009/2010 folgen u. a. Dr. Schön („Lulu“), Amonasro („Aida“) und Zurga („Die Perlenfischer“). Gastspiele führten ihn u. a. an die Staatsopern in Hamburg und München, nach Graz, an die Vlaamse Opera, nach Kassel, Köln, Bonn, Weimar, Wiesbaden, Nürnberg, Antwerpen, Graz und Saarbrücken. In Chemnitz sang er bereits den Lescaut in Puccinis Oper „Manon Lescaut“.

Kouta Räsänen (Landgraf Hermann) stammt aus Finnland. Er sang an der Finnischen Nationaloper in Helsinki sowie an anderen finnischen Opernhäusern, bevor er 2006 sein Engagement an der Oper Chemnitz antrat. Sein Repertoire umfasst Partien wie Basilio, Leporello, Sarastro, Alidoro, Dulcamara, Don Pasquale, Cedrico il Sassone („Il Templario“), Mephistopheles („Faust“/Gounod), Wassermann („Rusalka“), Geronte („Manon Lescaut“), Colline, König Heinrich, Fasolt, Tschelio („Die Liebe zu den drei Orangen“), Waffenmeister und Nacht-Wunderer („Die Rose vom Liebesgarten“) und viele andere. Konzerte und Liederabende mit Werken von Bach, Händel, Haydn, Mozart und Frank Martin führten ihn u. a. nach Finnland, Stockholm, Paris, Amiens, Teheran und Toronto sowie nach Bessemer/USA.

[© Oper Chemnitz]

www.theater-chemnitz.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere:
17. Oktober 09

Musikalische Leitung: Christof Prick
Inszenierung: Rosamund Gilmore
Bühne: Carl Friedrich Oberle
Kostüme: Nichola Reichert
Choreinstudierung: Edgar Hykel
Dramaturgie: Johann Casimir Eule

Besetzung:

Hermann, Landgraf von Thüringen: Guido Jentjens
Tannhäuser: Richard Decker
Wolfram von Eschenbach: Jochen Kupfer
Walther von der Vogelweide: Martin Nyvall
Biterolf: Rainer Zaun
Heinrich der Schreiber: Christopher Lincoln
Reinmar von Zweter: Vladislav Solodyagin
Elisabeth, Nichte des Landgrafen: Mardi Byers
Venus: Alexandra Petersamer
Ein junger Hirt: Leah Godon
Vier Edelknaben: Franziska Kern, Joanna Limanska, Yuko Oba, Angelika Straube

Besprechung auf kulturfreak.de

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Staatstheater Nürnberg
Jochen Kupfer, Richard Decker, Chor und Extrachor
© Karen Stuke -
www.theaterfoto.com

www.staatstheater-nuernberg.de

Zur Inszenierung des Theater Bonn:

Premiere:
18. September 09

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung: Klaus Weise
Bühne: Martin Kukulies
Kostüme: Fred Fenner
Licht: Thomas Roscher
Choreographie: Nick Hobbs
Choreinstudierung: Sibylle Wagner
Video: Svenja Kübler
Dramaturgie: Ulrike Schumann

Besetzung:

Hermann:
Ramaz Chikviladze
Tannhäuser: Scott MacAllister
Wolfram von Eschenbach: Lee Poulis
Walther von der Vogelweide: Mirko Roschkowski
Biterolf: Mark Morouse
Elisabeth: Ingeborg Greiner
Venus: Daniela Denschlag
Ein junger Hirt: Anna Virovlansky
Vier Edelknabe: Laura Penning, Stella Kohen, Kerstin Kopp, Sara Engels *
Tänzerinnen: Claudia Braubach, Yi Cheng, Patrizia Ciná, Bibiana Jiminez, Elisabeth Karner, Yuko Sato, Romy Schwarzer, Anna Schwentner, Robina Steyer, Yasha Wang

Chor und Extrachor des Theater Bonn
* Jugendchor des Theater Bonn
Statisterie des Theater Bonn

Beethoven Orchester Bonn

Eine Koproduktion mit dem Beethovenfest Bonn


Besprechung auf kulturfreak.de

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Oper Bonn
Ensemble
© Thilo Beu

Generalintendant Klaus Weise und Generalmusikdirektor Stefan Blunier brachten die Bonner Neuinszenierung von Wagners romantischer Oper in einer „Mischfassung“ aus der skandalumwitterten Pariser (1875 ) und der Dresdner Fassung (1852) zur Aufführung.

Als Minnesänger weiß Heinrich von Ofterdingen, genannt Tannhäuser, poetisch die Liebe zu schildern. Als Liebender scheitert er an dem Versuch, sich dauerhaft zwischen der freien lustvollen Göttin Venus und der aufrichtigen, reinen Elisabeth zu entscheiden. Während eines Sängerwettstreites auf der Wartburg provoziert Tannhäuser mit einem ekstatischen Gesang auf Venus und wird dafür mit dem Tod bedroht. Elisabeth erfleht Gnade für Tannhäuser; seine lästerlichen Gesänge soll er auf einem Pilgergang nach Rom büßen. Einen ganzen Sommer und Herbst wartet Elisabeth vergeblich auf Tannhäuser, schließlich bietet sie der Jungfrau Maria ihr Leben zur Tilgung seiner Schuld an. Tannhäuser, dem in Rom jede Hoffnung auf Absolution genommen wurde und der nach seiner Rückkehr nur noch eine Existenz bei Venus zu finden glaubt, bricht beim Anblick der toten Elisabeth sterbend zusammen. Doch dann bringen junge Pilger einen frisch ausgetriebenen Priesterstab, der die göttliche Erlösung anzeigt. Elisabeths Flehen wurde erhört: Tannhäusers Seele ist begnadigt. [© Theater Bonn]

www.theater-bonn.de

Zur Produktion der Sommerfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden:
(Koproduktion zwischen dem Festspielhaus Baden-Baden und der Nederlandse Opera Amsterdam)

Aufführungen: 25., 27. und 29. Juli 08

Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Nikolaus Lehnhoff
Bühnenbild: Raimund Bauer
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Licht: Duane Schuler
Choreographie: Amir Hosseinpour, Jonathan Lunn
Dramaturgie: Klaus Bertisch

Besetzung:

Elisabeth (25./27. Juli):
Camilla Nylund
Elisabeth (29. Juli): Solveig Kringelborn
Venus: Waltraud Meier
Tannhäuser (25./27. Juli): Robert Gambill
Tannhäuser (29. Juli): Robert van Aken
Landgraf: Stephen Milling
Wolfram von Eschenbach: Roman Trekel
Walther von der Vogelweide: Marcel Reijans
Biterolf: Tom Fox
Heinrich der Schreiber: Florian Hoffmann
Reimar van Zweeter: Andreas Hörl
Ein junger Hirt: Katherina Müller
Vier Edelknaben: Claudia Chmelar, Anna-Katina Tilch, Manuela Leonhartsberger, Martina König
Geist des Tannhäuser: Reinier van der Eng

Festspielhaus-Chor Baden-Baden
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Besprechung auf kulturfreak.de

Die Sommerfestspiele 2008 bilden den glanzvollen Abschluss der Saison im Festspielhaus Baden-Baden. Im Mittelpunkt steht dabei erneut eine Wagner-Oper. In der selten gespielten „Wiener Fassung“, die erst 2003 komplett als Partitur in der neuen Wagner-Gesamtausgabe veröffentlicht wurde, ist Wagners „Tannhäuser“ im Festspielhaus zu erleben. Am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin steht der gebürtige Züricher Philippe Jordan, Sohn des bekannten Dirigenten Armin Jordan, auf dessen Dirigat man sehr gespannt sein darf. Mit der Inszenierung setzt das Festspielhaus seine Nikolaus-Lehnhoff-Reihe fort. Nach „Parsifal“, „Lohengrin“ sowie „Tristan und Isolde“ folgt nun die vierte Wagner-Oper. Neben der Koproduktion mit der Nederlandse Opera Amsterdam adeln Baiba und Lauma Skride sowie Alfred Brendel mit ihren Konzerten die vierten Sommerfestspiele.

Tannhäuser
Festspielhaus Baden-Baden
Elisabeth (Solveig Kringelborn), Tannhäuser (Robert van Aken) und Festspielhaus-Chor Baden-Baden
Foto: Andrea Kremper

Noch in seinem Todesjahr 1883 bemerkte Richard Wagner gegenüber seiner Frau Cosima, dass er „der Welt noch den Tannhäuser schuldig“ sei. Jedoch gelang es ihm nicht mehr, eine endgültige Fasung auszuarbeiten.  Die Dresdner Uraufführung am 19. Oktober 1845 war nach Wagners eigener Einschätzung „missglückt“ und die Publikumsreaktion geteilt war; nach nur acht Vorstellungen wurde das Stück abgesetzt.  1847 änderte der Komponist den Schluss und fügte, um das Geschehen verständlicher zu machen, Elisabeths Trauerzug und den Auftritt mit ihrer Totenbahre ein. Denn  ursprünglich deutete ausschließlich das Läuten einer Totenglocke Elisabeths Selbstopfer an. Diese sogenannte „Dresdner Fassung“ ist eine der beiden heute gebräuchlichen Versionen der Oper; in dieser Form hatte das Stück bei seiner Weimarer Erstaufführung am 16. Februar 1849 unter Franz Liszt einen durchschlagenden Erfolg und wurde an mehreren großen Theatern gespielt. Zwölf Jahre später, am 13. März 1861, fand, nach der enormen Anzahl von 164 Proben, die wohl berühmteste aller „Tannhäuser“-Aufführungen an der Grand Opéra in französischer Sprache statt. Für diese Aufführung hatte Wagner die Venusberg-Szene im ersten Akt zum großen „Bacchanal“ erweitert, um die an dem Haus übliche Balletteinlage zu ermöglichen. Was auf den ersten Blick wie eine Konzession an den Pariser Geschmack erscheint, war in Wirklichkeit Ausdruck von Wagners eigener bühnendramatischen Einsicht, dass der Sinnenwelt der Venus – als gefährliche Gegenwelt zu der Elisabeths – ein größeres Gewicht zukommen musste. Der Skandal war gewaltig, und nach der dritten Aufführung zog Wagner sein Stück zurück. Dessen ungeachtet begann jedoch anschließend die Zeit des französischen Wagnérisme.

Da beide Fassungen den Komponisten nicht befriedigten – die erste wegen der zu knappen Ausführung der Gegenwelt des Venusbergs, die zweite der stilistischen Uneinheitlichkeit wegen – änderte der Komponist das Werk immer wieder. So entstand anlässlich einer Aufführung am 22. November 1875 in Wien die „Wiener Fassung“, bei der der von Wagner selbst aus dem Französischen ins Deutsche rückübersetzte Text der Pariser Version gesungen wurde.  Auch wurde erst in dieser Fassung der Sprung von Takt 286 der Ouvertüre direkt ins „Bacchanal“ und damit die nahtlose Verbindung von Vorspiel und „Venusbergmusik“ verbindlich. Zu dem Hauptorchester treten außerdem zwei räumlich verschieden positionierte „Venusberg“-Orchester, was zu effektvollen Raumklang-Passagen führt; und  Wagner verlangte zusätzliches Schlagzeug und Glocken, schrieb vierfache Harfen vor, zwölf Hörner für die Jagdgesellschaft sowie sechs Trompeten für die Gäste auf der Wartburg.

In dieser selten gespielten „Wiener Fassung“, die erst 2003 komplett als Partitur in der neuen Wagner-Gesamtausgabe veröffentlicht wurde, ist Wagners „Tannhäuser“ im Rahmen der Sommerfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden zu erleben. Die Inszenierung stammt von Nikolaus Lehnhoff;  die Sängerbesetzung (Robert Gambill/ John Keyes als Tannhäuser, Camilla Nylund/ Solveig Kringelborn als Elisabeth und Waltraud Meier als Venus) ist absolut hochkarätig. Am Pult des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin steht der gebürtige Züricher Philippe Jordan, dessen Interpretationen nie eine gewisse sinnliche Körperlichkeit vermissen lassen. Philippe Jordan ging es schon immer um ein „Neuhören des Vertrauten“. Dafür vergräbt sich der Wahl-Berliner in die tiefsten Winkel der Partituren und spürt in scheinbar belanglosen Begleitstimmen mikrokosmische Strukturen auf, um aus ihnen das große Ganze neu zu definieren. Dirigieren ist für ihn eine Frage von „suchen, finden und hören lassen.“ Dass ein solcher Ansatz auch problematisch sein kann, weiß Jordan nur allzu gut: „Mir ist die Gefahr bewusst, dass die Stücke so schnell auseinander fallen können“, sagt er. Aber Musik bedeute für ihn eben immer Neuentdeckung: „Herbert von Karajan hat den perfekten Klang geschaffen, und ich bewundere ihn dafür. Aber es würde doch altmodisch klingen, wenn heute jemand dirigierte wie er.“ Dessen ungeachtet versteht sich der junge Dirigent durchaus als handfester Kapellmeister. „Das Handwerkszeug ist wichtig, bevor man schweben kann. Karajan beherrschte beides.“ Das Schweben lernte Jordan spätestens, als Daniel Barenboim ihn 1998 an die Staatsoper nach Berlin holte. Barenboim machte den Nachwuchskollegen mit der Musik-Philosophie Furtwänglers vertraut, erklärte ihm, dass der Klang beim Spiel entsteht – jeden Abend aufs Neue. Weitere wesentliche Impulse erhielt Jordan von Jeffrey Tate und Simon Rattle. Bei ihm lernte Jordan die Suche nach der Offenheit in der Musik. „Es geht doch darum, was ich glaube, was der Komponist gemeint haben könnte“, sagt er. Musizieren als ein Angebot an die Ohren.

 [© Festspielhaus Baden-Baden]

www.festspielhaus.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(Dresdner Fassung)

Premiere: 28. Januar 07
Wiederaufnahmepremiere: 9. September 07


Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Johannes Debus /
Johannes Debus
Regie: Vera Nemirova
Bühnenbild und Kostüme: Johannes Leiacker
Dramaturgie: Malte Krasting
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo

Hermann: Magnus Baldvinsson / Andreas Hörl /
Magnus Baldvinsson
Wolfram: Christian Gerhaher / Michael Nagy / Johannes Martin Kränzle
Tannhäuser: Ian Storey / Frank van Aken / Frank van Aken (So. 23.09.07: Scott MacAllister )
Walther: Peter Marsh / Daniel Behle
Heinrich der Schreiber: Michael McCown / Hans-Jürgen Lazar
Reinmar: Jacques Does / Franz Mayer / Franz Mayer
Biterolf: Gregory Frank / Gregory Frank
Elisabeth: Danielle Halbwachs / Sonja Mühleck / Sonja Mühleck
Venus: Elena Zhidkova / Brigitte Pinter / Louise Winter
Hirt: Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw
u.a.
Wiederaufnahme 2007/2008

Keine andere Frankfurter Produktion der letzten Jahre wurde wohl von Presse und Publikum dermaßen kontrovers diskutiert wie die Sicht der jungen bulgarischen Regisseurin und Konwitschny-Schülerin Vera Nemirova auf den Tannhäuser von Richard Wagner (1813-1883). Die Neuinszenierung aus der vergangenen Spielzeit, die ihre Premiere am 28. Januar 2007 feierte, interpretierte das Werk vor dem Hintergrund eines Jugendkirchentages und schien nicht zuletzt dadurch einen Teil des Publikums regelrecht auf die Barrikaden zu treiben, den anderen Teil jedoch vollauf zu begeistern: „Ein Tannhäuserfür Leute von heute", so war eine der Kritiken übertitelt . Viele Zuschauer folgten dieser Feststellung, erreichten doch alle bisherigen Vorstellungen eine fast hundertprozentige Auslastung. Wagners fünfte Oper gilt als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Komponisten, da hier die noch im Fliegenden Holländer beibehaltene Nummerneinteilung zugunsten einer eher durchkomponierten, stark mit der Dichtung verschmolzenen Szenenform aufgegeben wurde. Als literarische Vorlage dienten Wagner unterschiedliche Texte der Sagenwelt und der Romantik rund um die Gestalt des Tannhäuser, aus denen er den Widerstreit zwischen sinnlicher und spiritueller Liebe sowie den daraus hervorgehenden Konflikt gerade für den Künstler herausfilterte - ein Aspekt, der ihn persönlich besonders stark interessierte. Die Uraufführung des Werkes erfolgte am 19. Oktober 1845 an der Hofoper Dresden, wobei sich der Erfolg beim Publikum erst nach weiteren Vorstellungen einstellte. Unter mehreren Umarbeitungen des Werkes ist besonders jene für Paris 1861 hervorzuheben, für die Wagner traditionsbedingt vor allem eine umfangreiche Ballettmusik komponierte. Im Sinne eines einheitlichen Stils entscheiden sich Opernhäuser heutzutage jedoch eher für die Dresdner Urfassung, die auch der sechsten Frankfurter Neuproduktion der Spielzeit 2006/07 zu Grunde liegt. Zum Inhalt: Der Minnesänger Tannhäuser hat mit der Göttin Venus die sinnliche Seite der Liebe erlebt. Dem gegenüber steht die spirituelle Reinheit, die Elisabeth - die Nichte des Landgrafen Hermann - für ihn verkörpert. Als Tannhäuser bei einem Sängerwettstreit seinen Beitrag dem körperlichen Sinnengenuss widmet, bringt er seine Künstlerfreunde gegen sich auf. Durch eine Pilgerfahrt nach Rom soll er seinen Frevel büßen, aber der Papst vergibt ihm nicht. Gebrochen kehrt Tannhäuser zurück, doch bevor er sich erneut Venus zuwenden will, erfährt er vom Tod Elisabeths, die sich für ihn geopfert hat. Im Sterben wird Tannhäuser schließlich die erhoffte Vergebung zuteil. Die musikalische Leitung dieser ersten Wiederaufnahme liegt bei Frankfurts Kapellmeister Johannes Debus, der bereits in der vergangenen Saison einige Vorstellungen von Generalmusikdirektor Paolo Carignani übernommen hatte. Neu besetzt ist Johannes Martin Kränzle,. der mit der Partie des Wolfram sein Rollendebüt vorlegt, nachdem er sich erst kürzlich mit Beckmesser in den Meistersingern eine weitere Wagner-Partie erarbeitet hat. Neu im Ensemble ab der Spielzeit 2007/08 ist der junge Tenor Daniel Behle, der von der Wiener Volksoper an den Main wechselt und sich nun erstmals dem Frankfurter Opernpublikum als Walther von der Vogelweide präsentiert. Gleichfalls aus dem Ensemble ist Heinrich der Schreiber mit Hans-Jürgen Lazar neu besetzt. Sonja Mühleck als Elisabeth musste die Übernahme dieser Partie in der Spielzeit 2006/07 krankheitsbedingt verschieben, so dass sie erst jetzt neu in die Produktion einsteigen kann. Alle weiteren Sängerinnen und Sänger haben ihre Partien entweder als. Premieren- oder als deren Alternativbesetzung bereits verkörpert.

Text zur Premiere:
Tannhäuser, die fünfte Oper von Richard Wagner (1813-1883), gilt als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Komponisten, da hier die noch im Fliegenden Holländer beibehaltene Nummerneinteilung zugunsten einer eher durchkomponierten, stark mit der Dichtung verschmolzenen Szenenform aufgegeben wurde. Als literarische Vorlage dienten Wagner unterschiedliche Texte der Sagenwelt und der Romantik rund um die Gestalt des Tannhäuser, aus denen er den Widerstreit zwischen sinnlicher und spiritueller Liebe sowie den daraus hervorgehenden Konflikt gerade für den Künstler herausfilterte - ein Aspekt, der ihn persönlich besonders stark interessierte. Die Uraufführung des Werkes erfolgte am 19. Oktober 1845 an der Hofoper Dresden, wobei sich der Erfolg beim Publikum erst nach weiteren Vorstellungen einstellte. Unter mehreren Umarbeitungen des Werkes ist besonders jene für Paris 1861 hervorzuheben, für die Wagner traditionsbedingt vor allem eine umfangreiche Ballettmusik komponierte. Im Sinne eines einheitlichen Stils entscheiden sich Opernhäuser heutzutage jedoch eher für die Dresdner Urfassung, die auch der sechsten Frankfurter Neuproduktion der Spielzeit 2006/07 zu Grunde liegt.

Zum Inhalt: Der Minnesänger Tannhäuser hat mit der Göttin Venus die sinnliche Seite der Liebe erlebt. Dem gegenüber steht die spirituelle Reinheit, die Elisabeth - die Tochter des Landgrafen Hermann - für ihn verkörpert. Als Tannhäuser bei einem Sängerwettstreit seinen Beitrag dem körperlichen Sinnengenuss widmet, bringt er seine Künstlerfreunde gegen sich auf. Durch eine Pilgerfahrt nach Rom soll er seinen Frevel büßen, aber der Papst vergibt ihm nicht. Gebrochen kehrt Tannhäuser zurück, doch bevor er sich erneut Venus zuwenden will, erfährt er vom Tod Elisabeths, die sich für ihn geopfert hat. Im Sterben wird Tannhäuser schließlich die erhoffte Vergebung zuteil.

Die musikalische Leitung dieser Neuinszenierung hat Frankfurts Generalmusikdirektor Paolo Carignani. Für die Regie zeichnet Vera Nemirova, Schülerin von Ruth Berghaus und Peter Konwitschny, verantwortlich. Sie gilt als eine der führenden Regisseurinnen der jüngeren Generation. Zu ihren letzten Arbeiten gehören Webers Euryanthe und Verdis Otello in Dresden. In der Titelpartie stellt sich der englische Tenor lan Storey erstmals dem Frankfurter Opernpublikum vor. Zu seinen aktuellen Verpflichtungen gehören Engagements an den Opernhäusern von Cardiff, Edinburgh, Neapel und Washington sowie an der English National Opera und der Mailänder Scala. Christian Gerhaher (Wolfram) gehört zu den renommiertesten Liedsängern seiner Generation, was er mit einem reinen Schubert-Programm im Juni diesen Jahres auch in Frankfurt unter Beweis stellen konnte. Doch auch auf der Opernbühne gelang es dem Sänger zu überzeugen, u.a. als Monteverdis Orfeo im Frankfurter Bockenheimer Depot und als Papageno in der Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen 2006. Ihr Wagner-Repertoire führte die Russin Elena Zhidkova (Venus) u.a. an die Opernhäuser von München, Stuttgart, Frankfurt, Berlin und Amsterdam sowie 2001 bis 2003 zu den Bayreuther Festspielen. 2007 verkörpert sie zudem Octavian in Strauss' Rosenkavalier in Tokio. Alle weiteren Partien sind aus dem Ensemble der Oper Frankfurt besetzt. Angeführt von „Neuzugang" Danielle Halbwachs (Elisabeth) singen Magnus Baldvinsson (Hermann), Peter Marsh (Walther), Michael McCown (Heinrich der Schreiber), Franz Mayer (Reinmar) und Gregory Frank (Biterolf). Für die Vorstellungen im Sommer 2007 sind Umbesetzungen der Hauptpartien vor allem mit Ensemblemitgliedern geplant. Das Dirigat übernimmt dann Kapellmeister Johannes Debus.


Vera Nemirova - Regisseurin
Vera Nemirova wurde als Tochter eines Opernregisseurs und einer Operns
ängerin in Sofia/Bulgarien geboren und lebt heute in Berlin. Dort studierte sie von 1991 bis 1996 Musiktheaterregie an der Hochschule Hanns Eisler und schloss ihr Studium 1997 mit Diplom ab. Von 1998 bis 1999 absolvierte sie in Berlin ein ergänzendes Studium der Regie des Musiktheaters in den Medien Film und Fernsehen und besuchte Meisterkurse bei Ruth Berghaus sowie Peter Konwitschny, an dessen Inszenierungen in Hamburg, Barcelona, Graz und Wien sie als Meisterschülerin mitarbeitete. 1999 nahm sie ihre Lehrtätigkeit bei internationalen Meisterkursen sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler auf. Vera Nemirova war Finalistin beim II. Internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnenbild in Graz (2000) sowie Stipendiatin der Akademie der Künste in Berlin (2001/02) und der Akademie Musiktheater heute der Kulturstiftung der Deutschen Bank (2001 bis 2003). Zudem erhielt sie 2002 den Förderpreis der Akademie Musiktheater heute für Neue Musik für ihre Inszenierung von Olga Neuwirths Bählamms Fest (nach Elfriede Jelinek) an der Hamburgischen Staatsoper. 2006 wurde ihr der Kunstpreis Berlin als Förderpreis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste zuerkannt. Die Jury setzte sich aus den Regisseuren Jürgen Flimm, Peter Konwitschny und Thomas Langhoff zusammen. Seit 1998 ist Vera Nemirova als freischaffende Regisseurin international tätig. 2002 realisierte sie Kaimans Gräfin Mariza an der Wiener Volksoper. 2003 folgte Bizets Carmen am Theater Freiburg, Henzes Der junge Lord an den Landesbühnen Sachsen und Verdis Macbeth an der Oper Bonn. 2004 inszenierte sie Puccinis La fanciulla del west an der Deutschen Oper Berlin, Verdis La forza de/ destino am Oldenburgischen Staatstheater und Beethovens Fidelig am Opernhaus Graz. 2005 erarbeitete sie Verdis Rigoletto am Luzerner Theater sowie Mozarts Die Zauberflöte am Theater Eisenach und Tschaikowskis Eugen Onegin am Theater Magdeburg. Zu ihren letzten Arbeiten zählen Webers Euryanthe an der Semperoper in Dresden. Zudem sind für 2006 Mozarts Le nozze di Figaro an der Lettischen Nationaloper in Riga, Verdis Otello an der Dresdner Semperoper sowie Brecht/Weills Die Dreigroschenoper am Luzerner Theater geplant.             [© Texte: Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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The Tempest (Der Sturm)
Oper in drei Akten

Von: Thomas Adès (* 1. März 1971)
Text: Meredith Oakes (nach dem gleichnamigen Schauspiel (1610 / 1611) von William Shakespeare)
Uraufführung: 10. Februar 2004 (London, Royal Opera House Covent Garden)
Deutschsprachige Erstaufführung: 10. Januar 2010 (Frankfurt, Oper Frankfurt)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
10. Januar 10 (Deutsche Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Johannes Debus
Regie: Keith Warner
Bühnenbild: Boris Kudlička
Kostüme: Jorge Jara
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Davy Cunningham
Chor: Michael Clark
Video: Bibi Abel

Besetzung:
Miranda, Prosperos Tochter:
Claudia Mahnke
Prospero, Herzog von Mailand: Adrian Eröd
Ariel, ein Geist: Cynthia Sieden
Caliban, ein Wilder: Peter Marsh
Ferdinand, Sohn König Alonsos: Carsten Süß
Stefano, betrunkener Diener: Magnus Baldvinsson
Trinculo, Narr: Christopher Robson
Antonio, Prosperos Bruder: Michael McCown
Sebastian, Bruder König Alonsos: Sungkon Kim
Gonzalo, ehrlicher Ratsherr: Simon Bailey
Alonso, König von Neapel: Richard Cox

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester  

Thomas Adès zählt zu den wichtigsten Komponisten der Gegenwart und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Royal Philharmonic Society Prize für seine zweite Oper The Tempest 2005. Das Werk basiert auf Shakespeares gleichnamigem Drama. Adès beschäftigte sich 1999 erstmals mit dem Stoff. Im Gegensatz zu allen früheren musikalischen Bearbeitungen des Dramas wollte Adès die komplette Handlung vertonen. Am 10. Februar 2004 wurde die Komposition mit großem Erfolg am Royal Opera House Covent Garden in London uraufgeführt. Bei der Neuproduktion der Oper Frankfurt handelt es sich um die deutsche Erstaufführung.

Zum Inhalt: Prospero, rechtmäßiger Herzog von Mailand, zerstört durch einen magisch heraufbeschworenen Sturm das neapolitanische Schiff, auf dem sich auch sein Bruder Antonio befindet. Dieser erschlich sich mit Hilfe von König Alonso Prosperos Erbe. Seitdem muss Prospero zusammen mit seiner Tochter Miranda auf einer einsamen Insel leben. Caliban, der Sohn einer Hexe, ist der eigentliche Herrscher dieser Insel. Doch Prosperos Macht ermöglichte es Caliban nicht, sein Erbe anzutreten. Nach dem Schiffbruch wird die Besatzung ans Festland gebracht, nur Prinz Ferdinand, der Sohn König Alonsos, strandet auf der Insel. Dort trifft er auf Miranda und verliebt sich in sie, gegen den Willen Prosperos. Alonso beklagt den vermeintlichen Verlust seines Sohnes. Aber Prospero sinnt weiter auf Rache und so gerät die königliche Gesandtschaft durch Eingreifen des Geistes Ariel in Streit. Das Auftreten Calibans verschärft den Konflikt, verrät der Mannschaft aber gleichzeitig den Aufenthaltsort des Prinzen. Also machen sich alle auf den Weg, um Ferdinand zu befreien. Prospero erkennt, dass seine Magie nur von Schaden war und stellt seinem Bruder das junge Paar vor. Er selbst tritt dem König gegenüber und schließt Frieden mit Alonso und Antonio. Caliban bleibt allein zurück.

Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion liegt bei Johannes Debus. Der ehemalige Kapellmeister der Oper Frankfurt wirkt seit 2009/10 als Musikdirektor an der Canadian Opera Company Toronto. Die Inszenierung besorgt Keith Warner, der hier neben zahlreichen Frankfurter Arbeiten bereits 2004/05 mit Blochs Macbeth und 2008/09 mit Reimanns Lear zwei Shakespeare-Vertonungen mit großem Erfolg in Szene setzte. Als Gäste sind – erstmals in Frankfurt – Adrian Eröd (Prospero) von der Wiener Staatsoper sowie Cyndia Sieden (Ariel) besetzt; die international erfolgreiche Amerikanerin übernahm diese Partie bereits in der Londoner Uraufführung. Zudem kehren mit Carsten Süß (Ferdinand) und Christopher Robson (Trinculo) zwei in Frankfurt bestens bekannte Künstler an das Haus am Willy-Brandt-Platz zurück. Angeführt von Claudia Mahnke (Miranda) sind die übrigen Partien mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt.

[© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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Tiefland
Musikdrama in einem Vorspiel und zwei Akten

Von: Eugen D Álbert (1864-1932)
Text: Rudolph Lothar, nach Guimerá
Uraufführung: 15. November 1903 (Prag, Deutsches Theater)
Gekürzte Endfassung: 6. Januar 1905 (Magdeburg, Stadttheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
26. März 11

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Insenzierung: Katharina Wagner
Bühne: Monika Gora
Kostüme: Thomas Kaiser

Besetzung:

Sebastiano:
Heikki Kilpeläinen * / Thomas deVries
Marta: Sonja Mühleck
Pedro: Alexander Kröner
Tommaso: Ks. Hans-Otto Weiß * / Kai Uwe Schöler
Pepa: Susanne Geb
Antonia: Patricia Roach
Rosalia: Katherine Marriott
Nuri: Tatjana Charalgina
Moruccio: Patrick Pobeschin
Nando: Alexander Spemann
Marta als Kind: Svenja Kroll

Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Chor und Statisterie des Staatstheaters Mainz


* Premierenbesetzung

Besprechung auf kulturfreak.de

Tiefland
Staatstheater Mainz
Pedro (Alexander Spemann), Chor
Foto:
Martina Pipprich

„Tiefland“, 1903 uraufgeführt, folgt einem um 1900 und weit darüber hinaus folgenreichen Kontrastmodell: eine dekadente Zivilisation auf der einen Seite, eine unbefleckte Natur auf der anderen Seite. In dieser Wildnis wachsen – ganz in der Nachfolge von Richard Wagners Siegfried – freie, nur der Natur verpflichtete Menschen auf, die einer müden, morbiden Zivilisation zu neuem Leben oder zum Untergang verhelfen können.

Katharina Wagner, die Urenkelin Richard Wagners, hat gemeinsam mit ihrer Halbschwester Eva Wagner—Pasquier die künstlerische Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele inne. Am Staatstheater Mainz inszenierte sie bereits 2009 / 2010 ,,
Madame Butterfly“. Zu ihren Inszenierungen zählen ferner u. a. ,,Der fliegende Holländer" in Würzburg, , ,Lohengrin" in Budapest, ,,Der Waffenschmied" am Staatstheater am Gärtnerplatz München, ,,ll Trittico" an der Deutschen Oper Berlin, ,,Die Meistersinger von Nürnberg" bei den Bayreuther Festspielen, ,,Rienzi" am Theater Bremen und ,,Tannhauser" am Teatro Perez Galdos in Las Palmas de Gran Canaria. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
10. Dezember 06

Musikalische Leitung:
Sebastian Weigle
Regie:
Anselm Weber
Bühnenbild: Hermann Feuchter
Kostüme: Bettina Walter
Dramaturgie: Agnes Eggers
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zupardo

Besetzung:

Marta:
Michaela Schuster
Pedro: John Treleaven
Sebastiano: Luciio Gallo
Tammaso: Magnus Bladvinsson
Nuri: Britta Stallmeister
Moruccio: Gérard Lavalle
Nando: Peter Marsh
Antonia: Claudia Mahnke
Pepa: Sonja Mühleck
Rosalia: Elzbieta Ardam

Koproduktion mit der Volksoper Wien

In Tiefland mischte Eugen d’Albert (1864-1932) Elemente des in Italien beheimateten Verismo mit der Musiksprache Richard Wagners und der ihr eigenen Leitmotiv-Technik. Das Libretto geht zurück auf das Schauspiel Terra baixa (1806) des Spaniers Angel Guimerà (1849-1924), nach welchem Rudolf Lothar das deutsche Libretto schrieb. Die Umarbeitung der am 15. November 1903 in Prag uraufgeführten Fassung wurde erstmals 1905 in Magdeburg gezeigt (diese Fassung liegt auch der Frankfurter Produktion zugrunde) und avancierte danach langsam zu einer der meistgespielten Bühnenkompositionen ihrer Zeit.
Zum Inhalt: Der Großgrundbesitzer Sebastiano will seine Geliebte Marta dem jungen, naiven Knecht Pedro zur Frau geben, der von dem Verhältnis der beiden nichts ahnt. Sebastiano möchte reich heiraten, aber Marta in seiner Nähe wissen, damit diese ihm weiterhin gefügig sein kann. Marta schämt sich vor dem aufrichtigen Pedro, für den sie inzwischen Mitleid und Liebe empfindet. Als dieser die wahren Verhältnisse erkennt, tötet er seinen Widersacher im Zweikampf.
Die Mezzosopranistin Michaela Schuster (Marta) sang in Frankfurt u.a. Florinda (Fierrabras) und Kundry (Parsifal). Mit der zuletzt genannten Partie gastierte sie auch in Berlin und Amsterdam. In dieser Saison kehrte sie als Caesonia in der Uraufführung von Detlev Glanerts Caligula an den Main zurück. John Treleaven (Pedro), der in den letzten Jahren vor allem im deutschen jugendlichen Heldentenor-Fach weltweit gefragt ist, stellte sich in Frankfurt bereits als Canio (I Pagliacci) sowie als Brittens Peter Grimes und Wagners Tristan vor. Der Italiener Lucio Gallo (Sebastiano) sang hier u.a. die Titelpartien von Dallapiccolas Il prigioniero und Wagners Holländer sowie Amonasro in Verdis Aida (konzertant). Zudem gastiert der Bariton an fast allen internationalen Opernhäusern von Wien bis New York. Weitere Partien übernehmen Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt. Die musikalische Leitung hat Sebastian Weigle, der 2008 als Generalmusikdirektors nach Frankfurt kommen wird. In gleicher Position wirkt er seit 2004 am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Für die Inszenierung zeichnet Anselm Weber verantwortlich, der seit 2004 als Intendant am Schauspiel Essen arbeitet. In Frankfurt inszenierte er im gleichen Jahr Katja Kabanová. [Text: Oper Frankfurt]


Sebastian Weigle
Der gebürtige Berliner Sebastian Weigle wird ab der Spielzeit 2008/09 den Posten des Generalmusikdirektors an der Oper Frankfurt bekleiden. Weigle ist seit 2004 Generalmusikdirektor am Gran Teatre del üceu in Barcelona, wo er bisher u.a. Neuproduktionen von Mussorgskis Boris Godunow und Wagners Parsifal sowie verschiedene Konzerte dirigiert hat. 2005 wurde er dort von den Opernkritikern Barcelonas zum besten Dirigenten der Spielzeit 2004/05 gewählt. 2000 und 2001 folgte er mit Mozarts Zauberflöte einer Einladung an die Metropolitan Opera New York. 2007 wird er sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen mit einer Neuproduktion der Meistersinger von Nürnberg geben. Seine Ausbildung erhielt Weigle an der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler, wo er gleichzeitig die Fächer Hörn, Klavier und Dirigieren studierte. Von 1997 bis 2002 erarbeitete er sich als Erster Staatskapellmeister an der Berliner Staatsoper vor allem mit Werken von Mozart, Beethoven, Wagner und Strauss ein weitgefächertes Repertoire. Engagements erfolgten darüber hinaus u.a. an das Nationaltheater Mannheim, die Staatsoper Dresden, die Deutsche Oper Berlin, die Volksoper Wien und die Opernhäuser von Cincinnati und Sydney. Zudem führten ihn Verpflichtungen zum Festival Internacional de Musica y Danza de Granada sowie nach Japan. An der Oper Frankfurt dirigierte er erstmals in der Spielzeit 2002/03 die Wiederaufnahme von Strauss' Salome, gefolgt von einer Neuinszenierung der Frau ohne Schatten. Für die zuletzt genannte Produktion wurde er 2003 von den Kritikern des Fachmagazins Opernwelt zum „Dirigenten des Jahres" gekürt und kehrte für die Wiederaufnahme des Werkes im Januar 2005 nach Frankfurt zurück. Danach übernahm er hier in der Spielzeit 2005/06 die musikalische Leitung von Tschaikowskis Pique Dame. 2005 führte ihn zudem Strauss' Der Rosenkavalier an die Berliner Staatsoper sowie Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny an die Dresdner Semperoper. Zukünftige Pläne beinhalten neben seinen umfangreichen Verpflichtungen in Barcelona (Wozzeck, Idomeneo, Die tote Stadt, Lohengrin, La clemenza di Tito) Arbeiten in Dresden (Die Zauberflöte), Hamburg und Wien sowie Konzerte in Berlin und Leipzig. Zudem erhält Sebastian Weigle regelmäßig Einladungen von renommierten Orchestern, darunter das Radio -Sinfonieorchester Stuttgart, das Münchner Rundfunkorchester, die Bamberger Symphoniker, die Staatskapelle Berlin, des Berliner Sinfonie-Orchester, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Bertin und die Hamburger Symphoniker. Im Ausland musizierte er mit dem Radio Symphonieorchester Wien, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Aalborg Symphony Orchestra, dem Bergen Philharmonie Orchestra, dem Helsingborg Symphony Orchestra, dem Swedish Chamber Orchestra, dem Trondheim Symphony Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Chicago Grand Park Festival Orchestra, dem Melbourne Symphony Orchestra sowie dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und dem Tokyo Philharmonie Orchestra. Sebastian Weigle gründete 1987 den Kammerchor Berlin und war künstlerischer Leiter des Neuen Berliner Kammerorchesters. 1993 wurde er Chefdirigent des Landes-Jugendsinfonieorchesters Brandenburg. Im gleichen Jahr übernahm er eine Professur an der Hochschule der Künste Berlin, die er aber zugunsten seiner internationalen Tätigkeit wieder aufgab. Heute steht er der Hochschule für Musik Hanns Eisler in beratender Tätigkeit zur Seite. Zahlreiche CD-Einspielungen (u.a. Hans Rotts Sinfonie Nr. 1) des Künstlers liegen vor. 2006/07 wird er in Frankfurt die Neuproduktion von d'Alberts Tiefland musikalisch leiten.

Anselm Weber
Seit der Spielzeit 2004/05 ist Anselm Weber Intendant am Schauspiel Essen, wo er im April das Solostück Klamms Krieg zur Aufführung brachte. Im Mai 06 folgte dort die Premiere von Ibsens Die Wildente. Anselm Weber begann seine Laufbahn von 1986 bis 1989 als Regieassistent Dieter Dorns und Hans Lietzaus an den Münchner Kammerspielen. Danach war er als Hausregisseur am Schauspiel Bonn, am Schauspiel Frankfurt und am Schauspielhaus Hamburg tätig und gastierte als freier Regisseur in Berlin, München und Wien. 2003 inszenierte er Martin McDonaghs “Der Kissenmann” am Wiener Burgtheater(Akademie). Ab 2001 realisierte er als Regisseur und Oberspielleiter am Schauspielfrankfurt die deutschsprachige Erstaufführung von Sergej Belbels “Die Zeit der Plancks” sowie Schillers “Wallenstein”, Shakespeares “Hamlet” und Matthias Beltz' “Die Frankfurter Verlobung”.
Sein Deb
üt als Opernregisseur gab Anselm Weber 1999 mit Verdis “Rigoletto” am Aalto-Theater in Essen. 2000 folgte dort Wagners “Lohengrin”, 2003 “Die Meistersinger von Nürnberg” und 2004 Strauss' “Der Rosenkavalier”. An der Oper Frankfurt erarbeitete er in der Spielzeit 2003/04 Janáčcek´sKatja Kabanová”. Diese Produktion wurde 2005/06 wiederaufgenommen. In der Saison 2006/07 kehrt Anselm Weber für Eugen d'Alberts Tiefland nach Frankfurt zurück.

[Texte:
Oper Frankfurt]

Zur Inszenierung des Opernhaus Zürich im Rahmen der Zürcher Festspiele 2006:

Premiere:
Juni 06

Dirigent: Franz Welser-Möst GMD
Inszenierung: Matthias Hartmann
Bühnenbild: Volker Hintermeier
Kostüme: Su Bühler
Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger


Besetzung:

Marta:
Petra Maria Schnitzer
Pepa: Christiane Kohl
Antonia: Liuba Chuchrova
Rosalia: Kismara Pessatti
Nuri: Eva Liebau
Pedro: Peter Seiffert
Sebastiano: Matthias Goerne
Tommaso: Laszlo Polgár
Nando: Rudolf Schasching
Moruccio: Valeriy Murga

Besprechung auf kulturfreak.de

FRANZ WELSER-MÖST Generalmusikdirektor
Seit 10 Jahren prägt Franz Weiser-Most wesentlich das musikalische Erscheinungsbild des Zürcher Opernhauses und hat in dieser Zeit über 40 Produktionen geleitet, davon 37 Neuinszenierungen. Mit der Premiere von «Don Giovanni» stand er zum 450. Male am Pult des Opernhausorchesters, das er nicht nur im Graben, sondern auch in zahlreichen Philharmonischen Konzerten immer wieder zu umjubelten Höchstleistungen geführt hat.
Unter seiner Leitung zunächst als Chefdirigent, dann als Principal Conductor und seit Beginn der Saison 2005/06 als Generalmusikdirektor des Hauses hat sich das Orchester zu einem Klangkörper der Spitzenklasse entwickelt, was sich nicht nur in der Nominierung zum «Orchester des Jahres 2002» in der Kritikerumfrage der «Opernwelt» niederschlug, sondern in immer zahlreicher werdenden Einladungen zu Gastspielen in Musikzentren wie Wien, London, Paris und künftig auch in Japan und China. Auch die Tatsache, dass das Zürcher Opernhaus heute weltweit führend als Produzent von Opern-DVDs ist, verdankt sich nicht zuletzt seinen aufsehenerregenden Interpretationen.
Der aus Linz gebürtige Dirigent erregte 1986 bei einem Konzert mit dem London Philharmonie Orchestra internationale Aufmerksamkeit und wurde zum Musikdirektor dieses Orchesters berufen, das er von 1990 bis 1996 leitete. Im Herbst 1995 übernahm er den Posten des Chefdirigenten am Opernhaus Zürich und brachte dort in den folgenden sieben Jahre regelmässig bis zu fünf Premieren pro Spielzeit heraus. Neben wichtigen Repertoirewerken von Mozart, Verdi u.a. erarbeitete er die grossen Opern Wagners vom «Tannhäuser» bis zum «Ring des Nibelungen», widmete sich aber auch Raritäten wie Johann Strauss' «Simplicius», Schuberts «Fierrabras» oder Korngolds «Die tote Stadt». Darüber hinaus gastierte Franz Weiser-Most an der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin und beim Glyndebourne Festival und arbeitete regelmässig mit den Wiener und Berliner Philharmonikern sowie den Orchestern von Cleveland, Philadelphia, Los Angeles, New York und Boston zusammen. Im September 2002 folgte er seiner Berufung als Musikdirektor des Cleveland Orchestra, wobei er dem Zürcher Opernhaus weiterhin als Principal Conductor verbunden blieb. Für seine zahlreichen CD-Einspielungen erhielt Franz Weiser-Most u.a. den Gramophone Award, den Japanese Record Academy Award sowie zwei Grammy-Nominierungen. Weitere Auszeichnungen waren der Mozart -Preis (1999), die Ehrendoktorwürde der Western Case Reserve University, Cleveland (2003), und von «Musical America» wurde er zum «Conductor of the Year 2003» gewählt . Am 1. September 2005 übernahm Franz Weiser-Most die neu geschaffene Position des Generalmusikdirektors am Opernhaus Zürich. Der Vertrag läuft bis zum 31. Juli 2011.
[©: Opernhaus Zürich]

Weitere Informationen unter:
www.zuercher-festspiele.ch

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Tosca

Von:
Giacomo Puccini
Text: Giuseppe Giacosa und Luigi Illica, nach dem Schauspiel La Tosca von Victorien Sardou

Uraufführung: 14. Januar 1900 (Rom, Teatro Constanzi)

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere:
4. Februar 12

Musikalische Leitung: Frank Beermann
Inszenierung: Jakob Peters-Messer
Bühne: Markus Meyer
Kostüme: Sven Bindseil
Chöre: Simon Zimmermann

Besetzung:

Tosca:
Claudia Sorokina
Cavaradossi: César Augusto Gutiérrez
Scarpia: Oliver Zwarg
Angelotti: André Eckert
Der Mesner: Martin Gäbler
Spoletta: André Riemer (
Sciarrone: Andreas Kindschuh
Ein Schließer: Roland Glass
Ein Hirt: Elzbeta Laabs

Das Regieteam

Frank Beermann (Musikalische Leitung)
feierte in den letzten Jahren große Erfolge im Opern- und Konzertrepertoire. Sein ständig waches Interesse an unbekannten und neuen Werken hat zu spannenden CD-Veröffentlichungen geführt. Dafür wurde er u. a. mit dem ECHO Klassik 2009 und dem Excellentia Award von Pizzicato ausgezeichnet sowie für die International Classical Music Awards ICMA 2011 nominiert. Gastdirigate führten ihn in jüngster Zeit mit Mozarts „Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“ an die Staatsoper Unter den Linden Berlin sowie mit „Arabella“ an die Semperoper Dresden. Seit 2007 ist er Generalmusikdirektor der Theater Chemnitz und Chefdirigent der Robert-Schumann-Philharmonie. Unter seiner Leitung fanden überregional vielbeachtete Opernaufführungen statt, u. a. die deutsche Erstaufführung der Oper „Love and Other Demons“ von Peter Eötvös, die Wiederentdeckungen der Opern „Il Templario“ und „Die Heimkehr des Verbannten“ von Otto Nicolai, „Die Rose vom Liebesgarten“ von Hans Pfitzner und „Der Schmied von Gent“ von Franz Schreker, deren Einspielungen auf CD bereits veröffentlicht sind bzw. in naher Zukunft erscheinen werden.

Jakob Peters-Messer (Inszenierung)
wurde nach dem Studium der Musiktheaterregie in Hamburg von Götz Friedrich an die Deutsche Oper Berlin verpflichtet. Später führte ihn die Arbeit vor allem mit Nikolaus Lehnhoff in das europäische Ausland und die USA. Seit 1994 arbeitet er als freischaffender Regisseur. Der Schwerpunkt seiner Inszenierungen lag zunächst auf dem Feld der Neuen Musik und im vorklassischen Repertoire. Inzwischen hat er sich auch das Repertoire der Klassik (Mozart), der Romantik (Verdi, Wagner) und der klassischen Moderne (Schostakowitsch) erschlossen und wendet sich jetzt verstärkt der italienischen Oper zu. Er inszenierte u. a. in Berlin, Dortmund, Wiesbaden, Montpellier, Bordeaux, Luxemburg, St. Gallen und Bern. In Chemnitz brachte er 2007 Mascagnis Oper „Iris“ und 2009 Gounods Oper „Faust“ auf die Bühne.

Markus Meyer (Bühne)
absolvierte von 1991 - 1997 ein Bühnenbild- und Kostümstudium an der Hochschule der Künste Berlin. Seit 1998 ist er freischaffend tätig und arbeitet u. a. mit den Regisseuren Jakob Peters-Messer, Anthony Pilavachi und Robert Lehmeier an den Theatern Bern, Weimar, Wiesbaden und Hamburg sowie am Festspielhaus Baden-Baden, der Nationalen Reisopera / Niederlande, dem Teatro Nacional de Sao Carlos Lissabon, der Opéra National de Bordeaux, der Opera Ireland in Dublin und der Nationaloper in Tirana. Weitere Gastspiele führten ihn an das Gran Teatre del Liceu Barcelona, das Théâtre des Champs-Elysées Paris, die Stadsschouwbourg Amsterdam, zum Spoleto Festival und zu den Wiener Festwochen. An der Oper Chemnitz war er bereits Bühnen- und Kostümbildner für Mascagnis „Iris“ und Gounods „Faust“.

Sven Bindseil (Kostüme)
studierte an der Akademie der Bildenden Künste und der Universität Stuttgart Bühnenbild und Literaturwissenschaft. 1995 begann seine Laufbahn als freiberuflicher Bühnen- und Kostümbildner – hauptsächlich im Bereich Musiktheater. Seine Arbeit führte ihn an Theater und Opernhäuser im In- und Ausland, so beispielsweise an die Staatstheater in Wiesbaden, Stuttgart, Braunschweig und Nürnberg, an die Oper Leipzig, das Nationaltheater Lissabon, die New Israeli Opera Tel Aviv, das Grand Théâtre de Bordeaux, die Opéra de Montpellier, das Teatro Massimo Bellini Catania. Als Kostümbildner betreute er in den letzten Jahren zunehmend auch Film- und Fernsehproduktionen, so entwarf er z. B. die historischen Kostümbilder der 16-teiligen ARD-Doku-Soaps „Abenteuer 1900 - Leben im Gutshaus“ und „Abenteuer 1927 - Sommerfrische“. In Chemnitz war er 2008 Kostümbildner für Pfitzners Oper „Die Rose vom Liebesgarten“.


Die Hauptpartien

Claudia Sorokina (Tosca)
wurde in Taschkent geboren und studierte Klavier, Chorleitung und Gesang. Ihre Opern-Karriere begann sie 2002 an der Helikon-Oper in Moskau, wo sie u. a. als Tatjana in „Eugen Onegin“, Lisa in „Pique Dame“ und Micaela in „Carmen“ debütierte. Seit 2003 lebt sie in Frankreich. Gastengagements führten sie u. a. an die Opéra National de Montpellier, an die Opéra de Nice, ans Théâtre Toursky in Marseille, zum Puccini-Festival nach Torre del Lago sowie zum Festival de musique sacrée nach Marseille. Aktuell singt sie die Partie der Isabelle in Meyerbeers „Robert le Diable“ am Theater Erfurt. Zu ihrem Konzertrepertoire gehören u. a. Verdis „Messa da Requiem“, Strauss‘ „Vier letzte Lieder“, Goreckis Sinfonie für Sopran und Orchester sowie Vivaldis Motetten.

César Augusto Gutiérrez (Cavaradossi)
stammt aus Kolumbien und begann seine Karriere in seinem Heimatland. Seit 1991 ist er auch in Europa, Russland, Japan sowie in Nord- und Südamerika aufgetreten. Zu den wichtigsten Engagements der vergangenen Jahre gehören der Macduff („Macbeth“) in Bergen, der Ernesto („Don Pasquale“) in Luzern sowie die Mitwirkung in der Zarzuela „Doña Francisquita“ an der Wiener Kammeroper. Am Teatro Carlo Felice di Genova trat er als Almaviva („Barbiere di Siviglia“), an der Norske Opera Oslo als Lindoro („L'italiana in Algeri“) auf. Bei den Bregenzer Festspielen debütierte er erfolgreich als Nikolio in der Oper „Die griechische Passion“ von Martinů und wurde daraufhin auch für die Tango-Operita „Maria de Buenos Aires“ von Piazzolla verpflichtet. Darüber hinaus ist er auch ein vielbeschäftigter Konzert- und Oratoriensänger.

Oliver Zwarg (Scarpia)
begann seine berufliche Laufbahn im Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper und an der Staatsoper Hannover. In dieser Zeit sang er Partien wie Bartolo, Figaro, Leporello, Papageno, Gianni Schicchi und Wozzeck und gastierte u. a. an der Komischen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper München, in Barcelona, Saarbrücken, Mannheim sowie beim Edinburgh Festival. Seit 2006 ist er freischaffend als Pädagoge, Konzert- und Opernsänger tätig. 2007 nominierte ihn die Zeitschrift Opernwelt als „Sänger der Jahres“ für seine Interpretation des Golaud an der Staatsoper Stuttgart. In letzter Zeit debütierte er als Alberich in Köln, als Pfleger des Orest bei den Salzburger Festspielen sowie als Musiklehrer („Ariadne auf Naxos“) in Bordeaux. Das Chemnitzer Opernpublikum begeisterte er bereits 2010 als Schmied in Schrekers Oper „Der Schmied von Gent“, die demnächst auch bei cpo als CD veröffentlicht wird, sowie 2011 in der Titelpartie von „Herzog Blaubarts Burg“.

Das Opernfrühstück
Das Opernfrühstück zu „Tosca“ gewährt bereits am 22. Januar, 10.30 Uhr einen Einblick in die Produktion. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.  [© Oper Chemnitz]


www.theater-chemnitz.de

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
15. Oktober 11

Musikalische Leitung: Anthony Bramall
Inszenierung, Bühne: Michiel Dijkema
Kostüme: Claudia Damm
Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer
Dramaturgie: Christian Geltinger

Besetzung:

Floria Tosca:
Viktoria Yastrebova (15.10., 29.10., 23.12., 17.2., 23.6.) / Annalisa Raspagliosi (20.10., 9.12., 25.3., 21.4.)
Mario Cavaradossi: Bruno Ribeiro/Gaston Rivero (15.10.), weiterhin Bruno Ribeiro (20.10., 29.10., 23.6.) / Gaston Rivero (9.12., 23.12., 17.2., 25.3., 21.4.)
Baron Scarpia: Sebastian Catana (15.10., 29.10., 23.12., 17.2.) / Tuomas Pursio (20.10., 9.12., 21.4., 23.6.) / Nicola De Michele (25.3.)
Cesare Angelotti: Milcho Borovinov
Der Mesner: Jürgen Kurth
Spoletta: Dan Karlström / Timothy Fallon
Sciarrone: Matthew Anchel
Ein Kerkermeister: Klaus Bernewitz / Frank Wernstedt
Stimme des Hirtenmädchens: Olena Tokar

Chor und Kinderchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

Kaum eine Oper ist so im zeitlichen Kontinuum der Geschichte verankert wie Giacomo Puccinis „Tosca”. Die Handlung spielt im Rom des ausgehenden 18. Jahrhunderts. In dieser Stadt begegnen sich geistliche und weltliche Macht, Kirchenstaat und Polizeistaat auf eine frappierende Art und Weise. Architektonischer Ausdruck dieser Verbindung sind Bauwerke wie die Kirche St. Andrea della Valle, der Palazzo Farnese oder die Engelsburg, die bis heute das Gesicht der Ewigen Stadt prägen. Sie sind zugleich die Schauplätze für Puccinis Oper.
Je mehr sich Puccini auf der Oberfläche um detailgetreuen Realismus bemüht, umso starker sind seine Protagonisten getrieben von heftigen Leidenschaften und großem Pathos. Perfekt spielt Puccini in seiner Oper auf der Klaviatur der Gefühle, lässt die Zuschauer mitfühlen mit der Operndiva Tosca, deren Liebe zu Cavaradossi auf Grund der politischen Umstände zum Scheitern verurteilt ist. Ein Stoff, wie geschaffen für die große Bühne, der bei Regisseur Michiel Dijkema sicher in den richtigen Händen liegt. Am Pult präsentiert sich erstmals Anthony Bramall, Erster Kapellmeister an der Oper Leipzig seit 2011/12, in einer musikalischen Neueinstudierung. [© Oper Leipzig]

Weitere Aufführungen: 20. Okt. 2011 (19:30 Uhr) / 29. Okt. 2011 (19:00 Uhr) / 09. Dez. 2011 (19:30 Uhr) / 23. Dez. 2011 (19:30 Uhr) / 17. Feb. 2012 (19:30 Uhr) / 25. Mär. 2012 (18:00 Uhr) / 21. Apr. 2012 (19:00 Uhr) / 23. Jun. 2012 (19:00 Uhr)
Oper Leipzig Werkstatt: 06. Okt. 2011, 18:00

www.oper-leipzig.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
16. Januar 11
1. Wiederaufnahme: 9. Dezember 11

Musikalische Leitung: Kirill Petrenko / Julian Kovatchev (ab 17. Februar 11) /
Hartmut Keil
Regie: Andreas Kriegenburg
Bühnenbild:
Harald Thor
Kostüme:
Tanja Hofmann
Dramaturgie:
Malte Krasting
Licht:
Frank Keller
Chor:
Matthias Köhler

Besetzung:

Floria Tosca:
Erika Sunnegårdh / Takesha Meshé Kizart (27. Februar, 5. März, 20. Mai, 2. Juni 2011) /
Oksana Dyka / Hui He (Januar 2012)
Scarpia: Jason Howard / Željko Lučić / Giorgio Surian (Januar 2012)
Mario Cavaradossi: Aleksandrs Antonenko / Alfred Kim (ab 27. Februar 11) / Alfred Kim / Kamen Chanev (27. Januar 2012)
Cesare Angelotti: Vuyani Mlinde / Sungkon Kim / Vuyani Mlinde (Januar 2012)
Der Mesner: Franz Mayer / Franz Mayer
Spoletta: Michael McCown / Michael McCown
Sciarrone: Dietrich Volle / Dietrich Volle
Ein Hirte: Solist der Aurelius Sängerknaben Calw / William Roberts / Valentin Brunner (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw)
Ein Schließer: Walter Jäkel / Zoltan Winkler / Walter Jäkel / Zoltan Winkler (23., 25. Dezember 2011, 15. Januar 2012)

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

grün = 1. Wiederaufnahme in der Saison 2011/12

Zur 1. Wiederaufnahme:
Nach sieben Wiederaufnahmen und insgesamt 77 Vorstellungen wurde Alfred Kirchners Tosca-Inszenierung 2008/09 vom Spielplan genommen und 2010/11 durch die Neuproduktion von Andreas Kriegenburg ersetzt. Die Spannung war groß, wie diese Sicht auf das Meisterwerk von Giacomo Puccini (1858-1924) ausfallen würde, einem der beliebtesten Titel des Repertoires. Weder das Publikum noch die Presse zeigte sich enttäuscht, und so konnte man nach der Premiere am 16. Januar 2011 lesen: „‚Oper darf nicht nur Traditionspflege sein’, hat Andreas Kriegenburg einmal sinngemäß gesagt, denn Oper werde ja von heutigen Menschen gemacht. Dass Kriegenburg Puccinis Figuren trotzdem nicht brutal ins Heute zerrt, sondern sie in ihren eigentlich zeitlosen Gefühlswelten belässt, ist sein Verdienst – zumal diese bis ins Heute wirken.“ In einer weiteren Rezension stand: „Rundum fulminant ging es zu. Große Stimmen, ein prachtvoll disponiertes Orchester, klare Bilder, eine perfekte Inszenierung.“ Nun wird die Produktion zum ersten Mal wiederaufgenommen.
Tosca spielt eine zentrale Rolle im Repertoire der ukrainischen Sopranistin Oksana Dyka. Sie sang die Partie bereits an den Opernhäusern von Rom und Mailand sowie in der Arena di Verona. Weitere Auftritte in London und Paris sind geplant. Ihr Deutschlanddebüt gab die junge Sängerin übrigens 2008/09 in Frankfurt als Giorgetta in Il tabarro innerhalb Puccinis Il trittico. Mit Oksana Dyka alterniert die Chinesin Hui He, ein Gast an den größten Opernbühnen der Welt. Puccinis Dauerbrenner führte sie bereits gleichfalls nach Mailand und Verona. Aber auch als Puccinis Madama Butterfly ist sie in Paris, Wien, Mailand und Hongkong begehrt. Željko Lučić gilt am Main seit seiner zehnjährigen Zugehörigkeit zum Frankfurter Ensemble als absoluter Publikumsliebling. Seit 2008 ist er freiberuflich tätig, kehrt aber immer wieder gerne auf die Bühne seines einstigen Stammhauses zurück, zuletzt als Verdis Nabucco, Germont (La Traviata) und Simon Boccanegra. Als Scarpia debütierte er im Februar 2011 an der Mailänder Scala. Mit Željko Lučić alterniert in dieser Aufführungsserie der italienische Bariton Giorgio Surian, der sich in Frankfurt 2010/11 mit den vier Bösewichtern in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen vorstellte. Seine Darstellung des Scarpia beim Puccini Festival Torre del Lago wurde auf DVD aufgezeichnet. Erst kürzlich war der koreanische Bariton Sungkon Kim als Frank in der Wiederaufnahme von Korngolds Die tote Stadt zu erleben, nun alterniert das Frankurter Ensemblemitglied als Angelotti mit dem premierenbewährten Vuyani Mlinde. Angeführt vom Frankfurter „Urgestein“ Franz Mayer (Mesner) haben alle übrigen Ensemblemitglieder ihre Partien bereits in der Premierenserie verkörpert. Zum ersten Mal bei dieser Produktion steht hingegen Kapellmeister Hartmut Keil am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, nachdem er in diesem Jahr erneut Sebastian Weigle anlässlich der Meistersinger in Bayreuth assistierte. Dort war er auch für die Musikalische Leitung einer in der Reihe Wagner für Kinder gezeigten Ring-Bearbeitung zuständig. In Frankfurt nahm er zu Beginn der aktuellen Spielzeit erfolgreich Mozarts Così fan tutte wieder auf.

Zur Premiere:
Nach sieben Wiederaufnahmen und insgesamt 77 Vorstellungen wurde die Tosca-Inszenierung von Alfred Kirchner, welche am 8. September 2001 an der Oper Frankfurt Premiere feierte, 2008/09 vom Spielplan genommen. Nun ist die Spannung groß, wie die Neuproduktion des Meisterwerks von Giacomo Puccini (1858-1924) ausfallen wird, einem der beliebtesten Titel des Repertoires.

Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion liegt bei Kirill Petrenko, der ab der Spielzeit 2013/14 den Posten des Generalmusikdirektors an der Bayerischen Staatsoper in München bekleiden wird. Zudem steht der Dirigent 2013 für den neuen Bayreuther Ring am Pult. In Frankfurt leitete Petrenko, der 2007 in der Opernwelt-Umfrage zum „Dirigenten des Jahres“ gekürt wurde, bereits Mussorgskis
Chowanschtschina (2005) sowie Pfitzners Palestrina (2009 und 2010).
Mit Andreas Kriegenburg gibt einer der bedeutendsten Schauspielregisseure unserer Zeit sein Debüt an der Oper Frankfurt. Zu seinen Arbeiten für die Oper gehören u.a. Verdis Otello an der Deutschen Oper in Berlin 2010.
Nach ihrem aufsehenerregenden Einspringen als Leonore in Beethovens Fidelio für Karita Mattila 2006 an der New Yorker Metropolitan Opera konnte Erika Sunnegårdh (Tosca) diese Partie 2008 auch in Frankfurt musikalisch beeindruckend gestalten. Zu ihren aktuellen Projekten gehört u.a. die Chrysothemis in Strauss’ Elektra am Grand Théâtre de Genève 2010.
Seinen Beruf als Feuerwehrmann hängte der englische Bariton Jason Howard (Scarpia) endgültig an den Nagel, als seine Gesangskarriere Fahrt aufnahm. Seither war er bereits zu Gast an den internationalen Opernhäusern von London, Paris und Buenos Aires, bevor ihn nun sein Deutschland-Debüt an die Oper Frankfurt führt.
Aleksandrs Antonenko (Cavaradossi) debütierte 2007/08 am Main als Gabriele Adorno in Verdis Simon Boccanegra und verkörperte bei den Salzburger Festspielen 2008 Verdis Otello unter dem Dirigat von Riccardo Muti. Seither gilt der Lette als große Hoffnung im Spinto-Tenorfach und hat Auftritte an zahlreichen internationalen Opernbühnen absolviert, darunter Dresden, Wien und New York.
Alle weiteren Partien werden von Ensemblemitgliedern und Chorsolisten der Oper Frankfurt verkörpert, wobei später mit Takesha Meshé Kizart (Tosca) und Alfred Kim (Cavaradossi) zwei Hauptpartien alternativ besetzt sein werden. Am Pult alterniert dann mit Kirill Petrenko Julian Kovatchev. [© Oper Frankfurt]

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10%.

Zur Inszenierung des Oldenburgsichen Staatstheaters:

Premiere:
9. Oktober 10 (Halle 10/Fliegerhorst)

Musikalische Leitung: Thomas Dorsch
Inszenierung: Gustav Rueb
Bühne: Florian Barth
Kostüme: Larissa Hartmann
Chor: Thomas Bönisch
Dramaturgie: Sebastian Hanusa

Floria Tosca: Kerrie Sheppard / Irina Wischnizkaja
Mario Cavaradossi: Alexej Kosarev / Daniel Ohlmann
Baron Scarpia: Nico Wouterse / Peter Felix Bauer
Cesare Angelotti: Andrey Valiguras
Der Mesner: Henry Kiichli
Spoletta: Michael Pegher
Sciarrone: Leonard Katarzynski / Philip Zehnoff
Ein Schließer: Andreas Lütje / Michael Jörg van Hagen

www.staatstheater.de

Zur Inszenierung der Bayrischen Staatsoper:
Münchner Opernfestspiele 2010, in Zusammenarbeit mit der Metropolitan Opera New York und dem Teatro alla Scala di Milano

Premiere: 28. Juni 10

Musikalische Leitung Fabio Luisi (28. Juni, 2./7./10. Juli 10), Marco Armiliato (15./19. Juli 10), Kirill Petrenko (5./8./12. Mai 2011)
Inszenierung Luc Bondy
Bühne Richard Peduzzi
Kostüme: Milena Canonero
Licht: Michael Bauer
Chöre: Andrés Máspero

Floria Tosca: Karita Mattila (28. Juni, 2./7./10./15./19. Juli 10), Tatiana Serjan (5./8./12. Mai 2011)
Mario Cavaradossi: Jonas Kaufmann (28. Juni, 2./7./10./15./19. Juli 10), Marcello Giordani (5./8./12. Mai 11)
Baron Scarpia: Juha Uusitalo
Cesare Angelotti: Christian Van Horn
Der Mesner: Enrico Fissore (28. Juni, 2./7./10./15./19. Juli 10), Christoph Stephinger (5./8./12. Mai 11)
Spoletta: Kevin Conners
Sciarrone: Rüdiger Trebes
Ein Gefängniswärter: Christian Rieger
Stimme eines Hirten: Tölzer Knabenchor gGmbH

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

www.staatsoper.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
8. September 01

Wiederaufnahme Saison 08/09: 31. August 08

Musikalische Leitung der Wiederaufnahme: Xian Zhang / Erik Nielsen
Inszenierung: Alfred Kirchner
Bühnenbild: Karl Kneidl
Kostüme: Margit Koppendorfer
Dramaturgie: Vera Sturm, Jutta Georg
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo

Zur Wiederaufnahme in der Saison 2008/09:

Tosca: Barbara Haveman / Annalisa Raspagliosi
Cavaradoss i: Carlo Ventre / N.N.
Scarpia: Peter Sidhom / Carlos Almaguer
Angelotti: Florian Plock / Simon Bailey
Mesner: Franz Mayer
Spoletta: Michael McCow
Sciarrone: Dietrich Volle / Sungkon Kim
Solist der Aurelius Sängerknaben Calw / Solist des Kinderchors der Oper Frankfurt (Hirt) u.a.

Die Inszenierung der Tosca von Giacomo Puccini (1858-1924) durch Alfred Kirchner feierte am 8. September 2001 Premiere an der Oper Frankfurt. Nun wird die beim Publikum sehr beliebte Produktion am 31. August 2008 mit der 67. Vorstellung zum siebten Mal wiederaufgenommen.

In der Titelpartie dieser Wiederaufnahme einer Produktion aus der Spielzeit 2001/02 alternieren erstmals zwei junge Sängerinnen, die zu den vielversprechendsten Soprantalenten der Gegenwart zählen: Zu den Karrierestationen der Holländerin Barbara Haveman zählen u.a. Violetta in Verdis La Traviata in Parma, Ferrara und Ravenna, Amelia in Verdis Simon Boccanegra an der Opéra de Nancy, Mimì in Puccinis La Bohème an der Opera North in Leeds sowie Giulietta in Offenbachs Les contes d'Hoffmann, die Titelpartie in Jánáčeks Katja Kabanová, Fiordiligi in Mozarts Così fan tutte und Salomé in Massenets Hérodiade an der Opéra Royal de Wallonie in Liège. Jánáčeks Jenufa sang sie am Théâtre du Capitole in Toulouse und Gräfin Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro an der Opéra National du Rhin in Straßburg. Dort verkörperte sie in der europäischen Erstaufführung von André Previns A streetcar named desire die Partie der Blanche. Als Salomé in Hérodiade stellte sich Barbara Haveman 2003/04 dem Publikum der Wiener Staatsoper vor. In der folgenden Saison sang sie dort Puccinis Manon Lescaut und kehrt dafür regelmäßig nach Wien zurück. Letzte Engagements beinhalten u.a. Elisabeth in Wagners Tannhäuser an der Hamburgischen Staatsoper und am Aalto-Musiktheater Essen.
Als Tosca in Frankfurt alterniert mit ihr die Italienerin Annalisa Raspagliosi, die an der Oper Frankfurt zuletzt als Elisabeth von Valois in der Erfolgsproduktion von Verdis Don Carlo und als Maria / Amelia in Christof Loys Inszenierung von Verdis Simon Boccanegra zu erleben war. Außerdem übernahm sie die Partie der Desdemona in konzertanten Vorstellungen von Verdis Otello. Weitere Partien an der Oper Frankfurt waren Valentine in Les Huguenots (konzertant), Nedda in I Pagliacci und Margherita in Boitos Mefistofele. Als Interpretin der großen Partien in den Werken Verdis und Puccinis ist sie zudem international gefragt. So sang sie kürzlich Verdis Aida an der Deutschen Oper in Berlin.

Im zweiten Teil der Aufführungsserie kehrt der Mexikaner Carlos Almaguer als Scarpia an den Main zurück, wo er 1999 als Alfio in Mascagnis Cavalleria rusticana debütierte. Zudem steigen auch „Neuzugang“ Sungkon Kim (alternierend als Sciarrone) sowie ein Solist des Kinderchors der Oper Frankfurt (Hirt) erstmals in diese Produktion ein. Alle weiteren Sängerinnen und Sänger sind in dieser Inszenierung der Oper Frankfurt im Laufe der Zeit schon einmal aufgetreten.
Die junge chinesische Dirigentin Xian Zhang gibt in dieser Produktion ihr Frankfurter Hausdebüt. Im Februar 2007 erhielt sie den erstmals vergebenen Titel Arturo Toscanini Associate Conductor des New York Philharmonic Orchestra, was den vorläufigen Höhepunkt ihrer äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit mit diesem Klangkörper seit 2004 darstellt. Als Operndirigentin machte Xian Zhang im Frühjahr 2007 an der English National Opera mit Puccinis La Bohème erstmals international auf sich aufmerksam. Mit ihr alterniert anlässlich dieser Wiederaufnahme Erik Nielsen, der ab 2008/09 an der Oper Frankfurt als Kapellmeister engagiert ist. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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Die Tragödie des Teufels
Komisch-utopische Oper in zwölf Bildern

Musik: Peter Eötvös
Text: Albert Ostermaier
Uraufführung: 22. Februar 2010 (München, Bayerische Staatsoper)

Zur Inszenierung der Bayerischen Staatsoper:

Premiere:
22. Februar 10 (Uraufführung)

Musikalische Leitung Peter Eötvös 22./25./28. Feb., 12. Juli 2010  / Christopher Ward / Christian Schumann 6./9. März 2010  
Inszenierung Balázs Kovalik   
Installation Ilya und Emilia Kabakov   
Kostüme Amélie Haas   
Licht Michael Bauer   
Produktionsdramaturgie Olaf A. Schmitt   

Eva Cora Burggraaf   
Lucy Ursula Hesse von den Steinen   
Adam Topi Lehtipuu 22./25./28. Feb., 9. März, 12. Juli 2010  / Jussi Myllys 6. März 2010  
Lucifer Georg Nigl   
Die Jeriko Julie Kaufmann   
Die Rumata Elena Tsallagova / Heike Grötzinger / Annamária Kovács 
Der Skelton Kevin Conners   
Der Strugatzi Christoph Pohl   
Der L Nikolay Borchev   
Der Arkanar Christian Rieger   
Der Boris Wolfgang Bankl   

Bayerisches Staatsorchester

Die Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn live aus dem Foyer des Nationaltheaters: Foyer, die Sendung zur Neuproduktion mit Gesprächen und Reportagen.

Deutschlandradio Kultur überträgt am 27. Januar 2010 ab 19.05 Uhr eine Aufzeichnung der Uraufführung.

www.staatsoper.de

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Through Roses
Musikdrama für einen Schauspieler und acht Solo-Instrumente

Von: Marc Neikrug
Text: Marc Neikrug

Uraufführung: August 1980 (London, Queen Elizabeth Hall)

Zur Inszenierung an der Oper Frankfurt:

Premiere:
15. Januar 06 (Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Hartmut Keil
Regie: Guillaume Bernardi
Bühnenbild: Moritz Nitsche
Kostüme: Peter deFreitas
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Mann: Christoph Quest
Frau: Heidi Strauss

Mitglieder des Frankfurter Museumsorchesters

Der Amerikaner Marc Neikrug (* 1946) gilt als eine der vielseitigsten Musiker-Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte. Seine Studien in den Fächern Klavier, Dirigieren und Komposition schloss er in Deutschland an der Musikhochschule Detmold ab. Seither ist er vor allem als Komponist, aber auch als Pianist, Dirigent und Festival-Leiter hervorgetreten. Nach seinem erfolgreichen Debüt als Pianist 1966 stand die Kammermusik im Zentrum seines Schaffen. 1980 schließlich wurde sein erstes großes Orchesterwerk, Eternity’s Sunrise, erstmals zur Aufführung gebracht; die Uraufführung von Through Roses folgte einige Monate später in London. Dabei handelt es sich um den Monolog eines Geigers, der das Konzentrationslager überlebt hat. Das Stück folgt keiner linearen Erzählung, vielmehr verbindet es zunächst scheinbar zusammenhanglose, sich allmählich verdichtende Erinnerungsmomente. Der Text wird gesprochen, ist aber durchgängig von einem kammermusikalischen Satz unterlegt, wobei sich die musikalische und die textliche Ebene konkret ineinander verschränken: In der Erinnerung des alten Mannes erklingt all jene Musik, die er in bestimmten Situationen gespielt hat und die sich in musikalischen Zitaten von Bach bis Berg manifestiert. So ist Through Roses als ein Monodrama über die Funktion von Musik zu verstehen: Die Musik bedeutet für den Geiger das Zentrum seiner Existenz und stellt für ihn das einzige Mittel dar, seine traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion übernimmt Hartmut Keil, der seit 2002 als Solorepetitor und Dirigent (u.a. Mozarts Zauberflöte) an der Oper Frankfurt tätig ist. Im letzten Jahr arbeitete er u.a. als Assistent von Pierre Boulez am neuen Bayreuther Parsifal mit. Als Regisseur kehrt der Kanadier Guillaume Bernardi nach Frankfurt zurück, der 2002/03 mit seiner Sicht auf Haydns L’isola disabitata im Bockenheimer Depot einen großen Erfolg verbuchen konnte. Die Rolle des Geigers übernimmt der renommierte Schauspieler Christoph Quest, der dem Frankfurter Publikum als Bassa Selim in Christof Loys Inszenierung der Entführung aus dem Serail in bester Erinnerung sein dürfte. In der Rolle der Frau ist die kanadische Tänzerin und Choreografin Heidi Strauss zu erleben.

www.oper-frankfurt.de

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Die tote Stadt
Oper in drei Akten

Von: Erich Wolfgang Korngold (1897 – 1957)
Text: Paul Schott (frei nach Georges Rodenbachs Roman Bruges la morte (1892))
Uraufführung: 4. Dezember 1920 (Hamburg, Stadttheater und Köln, Opernhaus)

Zur Inszenierung des Musiktheaters im Revier, Gelsenkirchen:

Premiere:
27. Februar 10

Musikalische Leitung: Heiko Mathias Förster
Nachdirigat: Rasmus Baumann
Inszenierung: Thilo Reinhardt
Bühne: Wilfried Buchholz
Kostüme: Gisa Kuhn
Choreinstudierung: Christian Jeub
Kinderchoreinstudierung: Alfred Sculze-Aulenkamp
Dramaturgie: Juliane Schunke

Besetzung:

Paul:
Burkard Fritz / Norbert Schmittberg
Marietta / Erscheinung ;ariens: Majken Bjerno / Richetta Manager
Frank: Bjørn WaaG
Brigitta, Haushälterin Pauls: Anna Aagathonos
Juliette: Alfia Kamalova
Lucienne: Almuth Herbst
Victorin, Regisseur: Lars Rühl / William Saetre
Fritz, der Pierrot: Bjørn Waag
Graf Albert: E. Mark Murphy

www.musiktheater-im-revier.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
22. November 09
Wiederaufnahme: 10. September 11 (weitere Vorstellungen: 16., 25., 30. September, 9. Oktober 2011 )

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle /
Erik Nielsen
Regie: Anselm Weber
Bühnenbild: Katja Haß
Kostüme: Bettina Walter
Dramaturgie: Norbert Abels
Video: Bibi Abel
Licht: Frank Keller
Choreografie: Alan Barnes
Chor: Matthias Köhler
Kinderchor: Michael Clark

Besetzung:

Paul:
Klaus Florian Vogt /
Burkhard Fritz
Marietta, auch Erscheinung Maries, Pauls verstorbener Gattin: Tatiana Pavlovskaya / Nicola Beller-Carbone
Frank, Pauls Freund: Michael Nagy / Sungkon Kim
Brigitta, Pauls Haushälterin: Hedwig Fassbender / Nadine Weissmann
Juliette, Tänzerin: Anna Ryberg / Anna Ryberg
Lucienne, Tänzerin: Jenny Carlstedt / Jenny Carlstedt
Gaston; musikalisch : Michael McCown / Simon Bode
Victorin, Regisseur : Julian Prégardien / Simon Bode
Fritz, der Pierrot: Michael Nagy /
Graf Albert: Hans-Jürgen Lazar /
Hans-Jürgen Lazar
Gaston; szenisch: Alan Barnes / Alan Barnes
u.a.

Chor, Kinderchor und Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester  

grün = Wiederaufnahme Saison 2011/12

Besprechung auf kulturfreak.de

Die tote Stadt, Oper Frankfurt © Barbara Aumüller
Die tote Stadt
Oper Frankfurt
v.l.n.r.: Juliette (Anna Ryberg), Gaston (Alan Barnes), Marietta / Marie (sitzend: Tatiana Pavlovskaya),
Graf Albert (Hans-Jürgen Lazar), Fritz (Michael Nagy) und Statisterie der Oper Frankfurt (in den Türen im Hintergrund)
Foto:
Barbara Aumüller

Zur Wiederaufnahme in der Saison 2011/12: -
Als vierte Neuinszenierung der Spielzeit 2010/11 kam an der Oper Frankfurt Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) heraus und sorgte für einen überragenden Erfolg bei Publikum und Presse gleichermaßen. In fast allen nach der Premiere am 22. November 2009 erschienenen Kritiken wurde die Tatsache hervorgehoben, dass sich im Spielplan von Intendant Bernd Loebe auch stets die selten gespielten Werke des Repertoires in exemplarischen Inszenierungen wiederfinden. Vor diesem Hintergrund konnte man in einer der zahlreichen Rezensionen lesen: „Der Abend war die erneute Bekräftigung der Vitalität einer Oper, die aus der Zeit gefallen zu sein schien, und zugleich Leistungsbeweis eines höchst erfolgreichen Opernhauses.“ Ein weiterer Kritiker konstatierte: „Jetzt sorgten in Frankfurt Anselm Webers psychologisch einfühlsame Inszenierung, (...) Katja Haß' eindringliches Bühnenbild, Bettina Walters fantasievolle Kostüme sowie Bibi Abels und Frank Kellers raffinierte Video- und Lichtregie für einen großen Wurf und ein faszinierendes Zusammenwirken von Klang, Bild, Szene, Bewegung, Farbe und Licht.“

Anlässlich dieser ersten Wiederaufnahme sind alle Hauptpartien des Werkes neu besetzt: Burkhard Fritz (Paul) ist seit 2004/05 Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper. Zu seinen aktuellen Gastverpflichtungen gehören Bacchus in Strauss’ Ariadne auf Naxos an den Staatsopern von München und Wien. Im Sommer 2011 folgt sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Stolzing in den Meistersingern. Erst kürzlich konnte er anlässlich der konzertanten Aufführungen von Wagners Frühwerk Die Feen in der Alten Oper trotz einer schwerwiegenden Indisposition zeigen, zu welch beeindruckenden heldentenoralen Leistungen er fähig ist. Ihr Debüt an der Oper Frankfurt gibt die deutsche Sopranistin Nicola Beller-Carbone (Marie / Marietta). Erstmals sang sie in der Toten Stadt 2009 am Teatro Massimo in Palermo, gefolgt von Puccinis Tosca an der Opéra de Montréal, Rosalinde in Strauß’ Die Fledermaus am Theater an der Wien sowie Strauss’ Salome an den Opernhäusern von Monte-Carlo und Montréal. Zu ihren Plänen gehören Salome am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel sowie die Infantin in Zemlinskys Der Zwerg an der Opéra National de Paris. Jüngste Aufgaben führten die deutsche Mezzosopranistin Nadine Weissmann (Brigitta) nach Barcelona (Wagners Parsifal), Bilbao (Tschaikowskys Eugen Onegin) und Weimar (Wagners Ring) sowie an die Opéra de la Bastille Paris (Hindemiths Mathis der Maler). Aus dem Ensemble der Oper Frankfurt stammt Sungkon Kim (Frank / Fritz), zu dessen letzten Erfolgen Papageno in Mozarts Die Zauberflöte gehört. Simon Bode (Victorin / Gaston) ist Mitglied des Frankfurter Opernstudios. Alle weiteren Ensemble-Sängerinnen und -Sänger haben ihre Partien bereits in der Premierenserie übernommen. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht erstmals bei dieser Produktion Kapellmeister Erik Nielsen, der kürzlich an der New Yorker Metropolitan Opera Mozarts Zauberflöte dirigierte.

Zur Premiere:
Nach zwei 1916 in München uraufgeführten Einaktern – Der Ring des Polykrates und Violanta – legte Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) mit Die tote Stadt sein erstes abendfüllendes Werk für die Opernbühne vor. Als literarische Vorlage diente die Dramatisierung des symbolistischen Romans Bruges-la-mort, den der belgische Dichter Georges Rodenbach 1892 veröffentlicht hatte. Unter dem Pseudonym Paul Schott verfasste der Vater des Komponisten, Julius Leopold Korngold, zusammen mit seinem Sohn das Libretto . Die Uraufführung fand am 4. Dezember 1920 zeitgleich in Hamburg und Köln statt und war ein großer Erfolg – nicht zuletzt deshalb, da es sich bei den beiden Hauptpartien zwar um höchst anspruchsvolle, aber auch sehr dankbare Rollen handelte. In der Folgezeit wurde die Oper an zahlreichen großen Bühnen nachgespielt und erreichte bereits im Jahr nach der Uraufführung auch Frankfurt am Main. Allerdings erlosch schon bald darauf das Interesse am Werk des inzwischen vor den Nazis nach Hollywood geflohenen Musikers, der dort als bedeutender Komponist von Filmmusik tätig war. Erst ab Ende der 1960er Jahre kehrte die Oper allmählich wieder auf die internationalen Bühnen zurück. In Frankfurt ist nach dem Zweiten Weltkrieg keine Inszenierung der Toten Stadt verzeichnet.

Die Handlung hebt in raffinierter Art und Weise die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit auf: In der „toten Stadt“ Brügge lebt der Witwer Paul völlig zurückgezogen, versunken in die Erinnerung an seine verstorbene Frau Marie. Als er der jungen Tänzerin Marietta begegnet, hypnotisiert ihn deren frappierende Ähnlichkeit mit der Toten. Trotzdem oder gerade deshalb werden die beiden ein Paar. In Pauls Vorstellung erweckt Mariettas leichtfertiger Lebenswandel bald schon seine Eifersucht. Als er erfährt, dass sie zudem ein Verhältnis mit seinem besten Freund Frank eingegangen ist, eskaliert die Situation. Ein Verbrechen bahnt sich an – Traum und Wirklichkeit sind nicht mehr auseinanderzuhalten...

Regisseur Anselm Weber, seit 2004/05 Intendant am Schauspiel Essen, wechselt 2010/11 in gleicher Position nach Bochum. In Frankfurt inszenierte er Janáčeks
Katja Kabanová (2003/04) und d’Alberts Tiefland (2006/07). Die musikalische Leitung liegt bei Frankfurts Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, der u.a. in diesem Sommer mit Wagners Die Meistersinger von Nürnberg erneut in Bayreuth gastierte, wo Klaus Florian Vogt als Stolzing besetzt war. In der Frankfurter Toten Stadt übernimmt der Tenor die Partie des Paul neben der russischen Sopranistin Tatiana Pavlovskaya vom Mariinsky Theater in St. Petersburg als Marietta bzw. Marie. Neben Hedwig Fassbender (Brigitta) als Gast, die seit 1999 als Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main wirkt, sind in den übrigen Partien Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt zu erleben. [© Oper Frankfurt]

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise. Davon ausgenommen sind Premieren.

www.oper-frankfurt.de

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La Traviata
Oper in drei Akten

Musik: Giuseppe Verdi
Texte: Francesco Maria Piave
Uraufführung: 6. März 1853 (Venedig, Teatro La Fenice)

Zur Inszenierung des Theater Nordhausen:

Premiere:
23. September 11 (Premiere Theater Rudolstadt: 31. März 12)

Musikal. Leitung: Markus L. Frank
Inszienierung: Enke Eisenberg
Bühne: Wolfgang Rauschning
Kostüme: Elisabeth Stolze-Bley
Choreinstudierung: Elena Pierini
Dramaturgie: Anja Eisner
Choreographische Mitarbeit: Jutta Ebnother

Besetzung:

Vialetta Valéery:
Cristina-Antoaneta Pasaroiu
Flora Bervoix: Anja Daniela Wagner
Annina: Brigitte Roth
Alfredo Germont: Eduardo Aladrén
Giorgio Germont: Gavin Taylor
Gastone: Marvin Scott
Barone Douphol: Thomas Kohl
Marchese d`Obigny: Jens Bauer
Dottore Grenvil: Michael Schober
Giuseppe: Dimitar Radev
Domestino: Jung Uk Oh
Commissario: Lukasz Ziolkiewicz

Loh-Orchester Sondershausen

Giuseppe Verdis „La Traviata“ war seit 15 Jahren nicht mehr auf der Bühne des Theaters Nordhausen zu sehen. Die Neuinszenierung von Enke Eisenberg erzählt die tragische Liebesgeschichte der Kurtisane Violetta Valéry und ihres Geliebten Alfredo in starken, ergreifenden Bildern. Verdis Musik tut ihr übriges, und das starke Ensemble – allen voran Cristina-Antoaneta Pasaroiu in der Titelpartie und Eduardo Aladrén als Alfredo – garantiert Operngenuss der Spitzenklasse.
Das neue Opern-Traumpaar kann bereits beachtliche internationale Erfolge vorweisen. Die Rumänin Cristina-Antoaneta Pasaroiu feierte am Teatro Comunale di Bologna erste Triumphe als vorzügliche Puccini-Interpretin in „La Bohème“ und „La Rondine“. 2010 folgte ihr Debüt als Micaela in „Carmen“. Zukünftige Engagements führen sie an die Opera de Nancy in Frankreich und nach Sao Paulo in Brasilien. Eduardo Aladrén glänzte unter anderem als Pinkerton in „Madama Butterfly“ und als Don Alvaro in „La forza del destino“ in Schwerin sowie als Cavaradossi in „Tosca“ in Bremerhaven. [© Theater Nordhausen]

www.theater-nordhausen.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
11. Oktober 1991
Wiederaufnahme Saison 2011/12: 12. Oktober 11

Musikalische Leitung: Yuval Zorn
Inszenierung: Axel Corti †
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Bühnenbild: Bert Kistner
Kostüme: Gaby Frey
Dramaturgie: Urs Leicht
Licht: Olaf Winter
Chor: Matthias Köhler
Choreographie: David Kern

Violetta Valéry:
Brenda Rae / Dinara Alieva (16. Oktober 2011 [15.00 Uhr])
Flora Bervoix: Sharon Carty
Alfredo Germont: Alfred Kim / Stefan Pop (16. Oktober 2011 [15.00 Uhr])
Giorgio Germont: George Petean / Artur Ruczinski (28. Oktober, 13. November 2011)
Gastone: Michael McCown / Martin Mitterrutzner (16. [15.00 und 20.00 Uhr], 22., 28. Oktober 2001)
Barone Douphol: Franz Mayer
Marquis d’Obigny: Dietrich Volle
Dottore Grenvil: Vuyani Mlinde / Florian Plock (28. Oktober, 13. November 2011)
Annina: Elizabeth Reiter
u.a.

Für den Regisseur Axel Corti (1933-1993), der sich in seinen Filmen immer wieder mit dem Faschismus auseinander setzte und wiederholt das Schicksal von Emigranten thematisierte, stand La Traviata von Giuseppe Verdi (1813-1901) von Anfang an nicht im luftleeren Raum einer modernen Vergnügungsgesellschaft.
Cortis Inszenierung aus der Spielzeit 1991/92, die nun zum zwölften Mal wiederaufgenommen wird, transportiert Francesco Maria Piaves Melodramma um „die vom Weg Abgekommene“ in das von der Hitler-Armee besetzte Paris der frühen vierziger Jahre.
Die Wiederaufnahme-Besetzung der Oper, welche die unmögliche Liebe der leichtlebigen Violetta zu Alfredo – einem Sohn aus gutem Hause – zum Inhalt hat, weist fast vollständig neue Namen auf, die sich in der 100. Vorstellung dieser Frankfurter Erfolgsproduktion präsentieren: In der Titelpartie ist erstmals Ensemblemitglied Brenda Rae zu erleben, die neben ihren internationalen Gastverpflichtungen kürzlich in der Alten Oper Frankfurt als Lora in den konzertanten Aufführungen von Wagners Frühwerk Die Feen sowie im Opernhaus als Servilia in Mozarts La clemenza di Tito erfolgreich war. Der Rumäne Georges Petean (Giorgio Germont) ist seit 2002 Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, von wo aus er an vielen bedeutenden Häusern gastiert. In Frankfurt war er zuletzt als Enrico in Donizettis Lucia di Lammermoor zu erleben. Aus dem Frankfurter Opernstudio stammt die Irin Sharon Carty (Flora Bervoix), während Vuyani Mlinde (Doktor Grenvil) seit 2010 das Ensemble verstärkt. Im Frankfurter Festengagement befindet sich auch Alfred Kim (Alfredo), der allerdings mit der Produktion bereits vertraut ist. Neue Namen auch bei den Alternativbesetzungen: Ihr Hausdebüt in Frankfurt geben die aus Baku in Aserbaidschan stammende Sopranistin Dinara Alieva (Violetta) sowie der polnische Bariton Artur Ruciński (Giorgio Germont). Aus dem Ensemble sind in dieser Produktion erstmals Neuzugang Martin Mitterrutzner (Gastone) und Florian Plock (Doktor Grenvil) zu erleben. Alle weiteren Sänger haben ihre Partien im Laufe der Jahre schon einmal verkörpert. Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht erstmals anlässlich dieser Inszenierung Kapellmeister Yuval Zorn. [© Oper Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 16. (Oper für Familien, 15.00 Uhr; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis; mit kostenloser Kinderbetreuung), 16. (20.00 Uhr), 22., 28. Oktober, 13. November 2011
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr.

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise. Davon ausgenommen sind die Premieren und alle Vorstellungen von Wagners Siegfried.

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Tristan und Isolde

Handlung in drei Aufzügen

Von:
Richard Wagner
Text: vom Komponisten, nach dem Versroman Tristan (um 1210) von Gottfried von Straßburg
Uraufführung: 10. Juni 1865 (München, Königliches Hof- und Nationaltheater)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
17. September 11

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Inszenierung: Tilman Knabe
Bühne: Beatrix von Pilgrim
Kostüme: Kathi Maurer
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

Tristan:
Alexander Spemann
König Marke: Ks. Hans-Otto Weiss
Isolde: Ruth Staffa
Kurwenal: Heikki Kilpeläinen
Melot: Ks. Jürgen Rust
Brangäne: Patricia Roach
Ein Hirte: Thorsten Büttner
Ein Steuermann: Richard Logiewa
Stimme eines jungen Seemanns: Alexander Kröner

Herrenchor und Statisterie des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Orchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de

Tristan und Isolde
Staatstheater Mainz
Ensemble
©
Martina Pipprich

Erniedrigt und verraten sieht sich Isolde, als Tristan sie seinem König als Braut zuführt: Tristan, der einst Morold, ihren Verlobten, ermordet hat, und den sie gleichwohl pflegte, als er verwundet zu ihr kam. Damals, in einem Augenblick der Schwäche, entbrannte Liebe. Isolde will nun Rache und den Tod für Tristan und sich selbst - doch der Todestrank entpuppt sich als Liebestrank. Lebendigen Leibes versuchen sie Abschied zu nehmen von den Helden, die sie waren. Der Tag soll sich in Nacht, das Leben in Tod verwandeln. Tristan soll Isolde sein und Isolde Tristan. Doch Tristan entkommt seinem kriegerischen Heldentum nicht, die großen Verwandlungen scheitern. Isolde sieht am Ende, ganz allein, wie Tristan aufersteht.
„Tristan und Isolde" ist ein Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters. Mit diesem Werk beginnt die musikalische Moderne: Nie zuvor waren Handlung und Figuren so eng mit einem komplexen Orchestersatz verzahnt. Nie zuvor wurden die Gesetze der Tonalität so phantasievoll ausgelegt, um der Neuformulierung eines alten Gefühls Raum zu geben. So unersättlich und todesnah klang Liebe nie. [© Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Ruhrtriennale 2011:

Premiere:
27. August 11 (Jahrhunderthalle Bochum)

Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Regie: Willy Decker
Bühne: Wolfgang Gussmann
Kostüme: Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza
Video: fettFilm
Licht: Andreas Grüter
Sounddesign: Holger Schwark, Stefan Holtz
Regiemitarbeit: Tatjana Heiniger
Dramaturgie: Stefan Poprawka

Besetzung:

Tristan:
Christian Franz
König Marke: Stephen Milling
Isolde: Anja Kampe
Brangäne: Claudia Mahnke
Kurwenal: Alejandro Marco-Buhrmester
Melot: Boris Grappe
Ein junger Seemann / Ein Hirt: Thomas Ebenstein
Ein Steuermann: Martin Gerke

Chor: ChorWerk Ruhr
Orchester: Duisburger Philharmoniker

www.ruhrtriennale.de

Zur Inszenierung der Deutschen Oper Berlin:

Premiere:
13. März 11

Musikalische Leitung: Donald Runnicles
Inszenierung: Graham Vick
Bühne, Kostüme: Paul Brown
Licht: Wolfgang Göbbel
Dramaturgie: Angelika Maidowski
Chöre: William Spaulding
Künstlerische Produktionsleitung: Christian Baier


Besetzung:

Tristan:
Peter Seiffert
König Marke: Kristinn Sigmundsson
Isolde: Petra Maria Schnitzer
Kurwenal: Eike Wilm Schulte
Melot: Jörg Schörner
Brangäne: Jane Irwin
Ein Hirt: Peter Maus
Seemann: Paul Kaufmann
Steuermann: John Paul Huckle

Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

www.deutscheoperberlin.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
21. März 09

Musikalische Leitung: Marc Piollet
Inszenierung: Dietrich Hilsdorf
Bühne: Dieter Richter
Licht: Thomas Roscher
Kostüme: Renate Schmitzer
Choreinstudierung: Christof Hilmer
Dramaturgie: Janka Voigt

Besetzung:
Tristan:
Alfons Eberz
Isolde: Turid Karlsen
Brangäne: Silvia Hablowetz
Kurwenal: Thomas de Vries
König Marke: Bernd Hofmann
Melot: Angus Wood
Junger Seemann/Hirte: Jud Perry
Steuermann: Reinhold Schreyer-Morlock
Chor und Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Vor ziemlich genau 20 Jahren begann Dietrich Hilsdorf auch Opernregie zu führen. Es gibt kaum ein Repertoire-Stück, das er seitdem noch nicht inszeniert hat. Doch um den größten Musikdramatiker hat er bislang ganz bewusst einen weiten Bogen gemacht. Es war Marc Piollet, der ihn schließlich überzeugte, seine Abwehr aufzugeben.

„Tristan und Isolde“ ist für Dietrich Hilsdorf eine Liebe in Zeiten des Krieges – ähnlich den großen Tragödien Kleists, auf die er bei der Probenarbeit immer wieder zu sprechen kommt: Der Vasall Tristan hat die irische Herrscherin Isolde tödlich beleidigt, indem er erst ihren Verlobten erschlug und dann ihre Liebe floh. Doch damit nicht genug, will er sie nun auch noch zwingen, den betagten englischen König Marke zu heiraten. Ist es Vasallentreue, die ihn sich seine Liebe nicht eingestehen lässt oder fürchtet er sie aus tiefer liegenden Gründen? Aller weltlichen Macht beraubt, zwischen ohnmächtigem Hass und ihren geheimen Gefühlen schwankend greift Isolde schließlich auf ihre weiblichen Zauberkräfte zurück, um sich und Tristan zu töten. Doch was als tödlicher Sühnetrank zu den Lippen geführt wird, entfaltet seine ersehnte Wirkung nicht unmittelbar. Was auch immer der Becher enthielt, sein Inhalt bewirkt, dass Tristan und Isolde sich ihre Liebe gestehen; eine Liebe, die in der kriegerischen Tagwelt keine Erfüllung finden kann. Doch ist die ersehnte ewige Nacht des Todes wirklich eine Verheißung?

Der Grenzüberschreitung seiner Protagonisten entspricht Richard Wagners musikalische: Die avancierte Harmonik, die übersteigerte chromatische Sinnlichkeit, das kunstvolle polyphone Gewebe der Motive und die kongeniale Verschmelzung von Wort und Ton setzten Maßstäbe für das Musikdrama der folgenden Epoche und machten „Tristan und Isolde“ zu einem Höhepunkt in Wagners Schaffen.

Dietrich Hilsdorf gehört mit „Macbeth“, „Johannes-Passion“, „Don Carlos“ und „Der Freischütz“ zu den prägenden Musiktheaterregisseuren in Wiesbaden. Der Träger des FAUST -Theaterpreises 2007 „steht für ein präzises, an historischen Hintergründen orientiertes Musiktheater, das für Experten anregend und die normalen Besucher spannend und unterhaltend ist. Hilsdorf ist ausgebildeter Schauspieler, 1978 wechselte er zur Regie und assistierte bei Hans Neuenfels. Mit Einar Schleef und Michael Gruner zählte er zu den Hausregisseuren des legendären Frankfurter Schauspieles in den achtziger Jahren. Seine Wurzeln blieben bis heute sichtbar. Denn die Sänger sind bei ihm schauspielerisch so präsent wie im guten Sprechtheater. Jede Rolle ist psychologisch durchdacht, in historischen Kostümen stecken heutige Gefühle. Viele seiner Inszenierungen enden verloren. Jubelchöre sind böse Ironie, Paare singen von der Liebe und stehen weit voneinander getrennt. Weil sie nicht mehr zueinander finden können, trotz aller Kehlenbekenntnisse.“ (Die Welt, Jan 2006)

Zu Gast in „Tristan und Isolde“:

Turid Karlsen
ist eine charismatische Sänger-Darstellerin, gesegnet mit einer großen Stimme. Das Repertoire der dramatischen Sopranistin aus Norwegen umfasst die Wagner -Partien Elsa, Eva, Elisabeth und Venus, Gutrune und Isolde, sowie die Strauss-Rollen Marschallin, Arabella, Ariadne und Salome. Aber auch lyrisch-dramatische Partien wie die Gräfin, Rosalinde, Leonore, Aida, Jenufa und Agathe liegen ihrer wandlungsfähigen Stimme. In Deutschland trat sie in den Opernhäusern und Festivals in Kassel, Freiburg, Augsburg, Kiel, Bonn, Karlsruhe, Hannover, Stuttgart, Mannheim, Düsseldorf, Köln und Berlin auf. Im Mai 2008 feierte die Presse Turid Karlsen bei ihrem Rollendebüt als Isolde in Bielefeld als „unangefochtenen Star der Inszenierung“ (Westfalen-Blatt). „Ihr wohlig runder Sopran zeichnet sich durch strahlende Höhen und vorbildliche Textartikulation aus; sie singt aus lyrischer Grundierung scheint’s mühelos und ohne die geringste Ermüdung bis zum innig beseelten ‚Liebestod’.“ (Neue Westfälische)

Alfons Eberz ist ein erstklassiger Wagner-Tenor. Er hatte das heute seltene Glück, langsam in das schwere Fach hineinwachsen zu können, als ihn Manfred Beilharz 1997 nach Bonn holte. Zu seinen Rollen gehören die großen Wagnerpartien Loge, Siegmund, Siegfried, Erik, Stolzing, Lohengrin, Parsifal und Tristan, aber auch Florestan, Bacchus, Pedro, Max und Tambourmajor. Sein internationaler Durchbruch gelang Eberz 2004 in Dresden als Siegfried in der „Ring“-Inszenierung von Willy Decker. Im gleichen Jahr debütierte er in Bayreuth als Erik. 2005, 2006 und 2007 sang er dort den Parsifal. In Wiesbaden war er u.a. als Siegmund und Siegfried im „Ring des Nibelungen“ und als Pedro in „Tiefland“ zu hören. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
25. Mai 03
Wiederaufnahme Saison 2004/05: 26. Juni 05
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 3. April 11

Musikalische Leitung: Paolo Carignani /
Paolo Carignani / Sebastian Weigle
Inszenierung: Christof Nel
Szenische Analyse:
Martina Jochem
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Axel Weidauer / Orest Tichonov
Bühnenbild: Jens Kilian
Kostüme: Margit Koppendorfer
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Chor: Alessandro Zuppardo /
Matthias Köhler

Besetzung:

Tristan: 
John Treleaven /
John Treleaven / Richard Decker / Frank van Aken
König Marke: Gregory Frank / Gregory Frank / Magnus Baldvinsson / Alfred Reiter
Isolde: Frances Ginzer / Susan Bullock / Frances Ginzer / Catherine Foster
Kurwenal: Gerd Grochowski / Ned Barth / Anton Keremidtchiev / Simon Neal
Melot: Nathaniel Webster / Hans-Jürgen Lazar / Nathaniel Webster / Dietrich Volle
Brangäne: Louise Winter / Martina Dike / Elena Zhidkova / Claudia Mahnke
Ein Hirt: Michael McCown / Michael McCown / Michael McCown
Ein Steuermann: Gérard Lavalle / Gérard Lavalle / Toby Girling
Ein junger Seemann: Peter Marsh / Christian Dietz / Peter Marsh / Julian Prégardien


grün = Wiederaufnahme Saison 2004/2005
lila = Wiederaufnahme Saison 2010/2011

Zur Wiederaufnahme in der Saison 2010/2011:
Tristan und Isolde von Richard Wagner (1813-1883) feierte am 25. Mai 2003 in der Inszenierung von Christof Nel Premiere an der Oper Frankfurt. Die Produktion aus der Spielzeit 2002/03 — der ersten Saison des Intendanten Bernd Loebe — wurde von Publikum und Presse durchweg positiv aufgenommen, und so konnte man seinerzeit in der Financial Times lesen: ,,Frankfurts Oper ist wieder klar im Aufstieg begriffen. Tristan und Isolde, fast unmöglich zu inszenieren, ist eine gute Messlatte für die Möglichkeiten eines Opernhauses. Frankfurts Tristan kam am gleichen Tag heraus wie jener in Wien, kostete aber unzweifelhaft eine Menge weniger und war der Wiener Produktion in fast jeder Hinsicht haushoch überlegen. (...) Während in der Wiener Produktion gerade einmal fünf interessante Minuten die ansonsten vorherrschende Langeweile erleuchteten, hat Christoph Nel aus Wagners Monolith ein ergreifendes Drama gemacht." Nun wird die Produktion zum zweiten Mal wiederaufgenommen.

Die musikalische Leitung liegt bei Frankfurts Bayreuth erfahrenem Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, der damit Wagners Meisterwerk zum ersten Mal im Haus am Willy -Brandt-Platz dirigiert. Auch auf der Sängerseite sind alle Partien neu besetzt, lediglich Ensemblemitglied Michael McCown als Hirt war bereits in der Premierenserie sowie in der ersten Wiederaufnahme vertreten. Nach einem Tristan anlässlich der konzertant dargebotenen chinesischen Erstaufführung des Werkes 2007 in Peking singt Ensemblemitglied Frank van Aken die Partie nun szenisch an seinem Stammhaus. Hier war er zuvor als Wagners Tannhauser, Parsifal und Siegmund (Die Walküre) erfolgreich. Die zuerst genannte Rolle führte ihn zudem u.a. zu den Bayreuther Festspielen; als Siegmund hingegen sprang er kürzlich unter Daniel Barenboim an der Mailander Scala ein. Als Gast übernimmt die weibliche Titelpartie Catherine Foster vom Deutschen Nationaltheater Weimar, wo sie als Brünhilde in Wagners Ring große Erfolge feiern konnte. Zuvor musste ihr Frankfurt-Debüt (Catalanis Wally) im Februar 2011 krankheitsbedingt verschoben werden. Weitere Aufgaben führten die Sopranistin an die Opernhäuser von Köln, Hamburg, Berlin (Deutsche Oper), Helsinki und Amsterdam. Am Theater Dortmund ist der englische Bariton Simon Neal (Kurwenal) engagiert. In Frankfurt verkörperte er bereits Mandryka in Strauss’ Arabella und die vier Bösewichter in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen. Angeführt von Alfred Reiter (König Marke) und Claudia Mahnke (Rollendebüt als Brangäne) sind in den übrigen Partien

Zur Wiederaufnahme in der Saison 2004/2005:
Tristan und Isolde von Richard Wagner (1813-1883) feierte in Christof Nels Inszenierung am 25. Mai 2003 in Frankfurt Premiere. Die Neuproduktion aus der Spielzeit 2002/03, der ersten Saison der Intendanz von Bernd Loebe, wurde von Publikum und Presse gleichermaßen mit Begeisterung aufgenommen. Nun wird sie zum ersten Mal wiederaufgenommen.
Die musikalische Leitung hat, wie in der Premierenserie, Generalmusikdirektor Paolo Carignani. Die englische Sopranistin Susan Bullock sang Isolde bereits 2002/03, wenngleich nicht in der Premiere, sondern in einigen der folgenden Repertoirevorstellungen. Zu Anfang dieser Saison konnte sie in Frankfurt einen überragenden Erfolg als Strauss’ Elektra feiern. Neubesetzt zum Wiederaufnahme-Termin sind folgende Sänger: Den amerikanischen Bariton Ned Barth (Kurwenal) führte sein umfangreiches Repertoire von über 40 Partien bisher an zahlreiche großen Bühnen Europas und Amerikas. Ensemblemitglied Hans-Jürgen Lazar übernimmt die Partie des Melot. Mezzosopranistin Martina Dike ist nach ihrem Debüt als Gräfin Geschwitz in Bergs Lulu in der letzten Saison nun als Brangäne in Frankfurt zu hören. Die Schwedin sang diese Partie bereits in Stockholm. Christian Dietz (Ein junger Seemann) studiert an der Frankfurter Musikhochschule und sang an der Oper Frankfurt in einer der Offenbachiaden sowie in Monteverdis Poppea.
Mehrere Inszenierungs-Debütanten finden sich auch in den Alternativbesetzungen: Der Amerikaner Richard Decker sang Tristan bereits im Herbst 2004 in Stockholm; Ensemblemitglied Magnus Baldvinsson gab 2003 sein Rollendebüt als Marke in Göteborg; der bulgarische Bariton Anton Keremidtchiev verkörperte Kurwenal während seines Engagements in Darmstadt. Zu den Plänen der russischen Mezzosopranistin Elena Zhidkova gehört Wagners Ring in Amsterdam sowie Vorstellungen in Köln, Bilbao und Tokio. Alle weiteren Sänger waren bereits in der Premierenserie besetzt, so u.a. auch Frances Ginzer, die nun für einige Repertoirevorstellungen als Isolde nach Frankfurt zurückkehrt.

Zum Inhalt: Tristan hat den Verlobten der irischen Prinzessin Isolde im Kampf getötet. Auch er selbst wurde verletzt, jedoch von Isolde ohne Wissen um seine wahre Identität gesund gepflegt. Nun begleitet er sie als Brautwerber für König Marke nach Cornwall. Die Gedemütigte will Rache an Tristan nehmen, doch ihre Dienerin Brangäne vertauscht den Gift- mit einem Liebestrank; Tristan und Isolde verfallen einander in leidenschaftlicher Liebe, die jedoch für beide tödlich endet. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

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Il Trittico (Das Triptychon) = die drei einaktigen Kurzopern:
- Il Tabarro
(Der Mantel)
- Sour Angelica (Schwester Angelica)
- Gianni Schicchi

Von:
Giacomo Puccini

Librettos:
- Il Tabarro: Giuseppe Adami
- Sour Angelica: Giovacchino Forzano
- Gianni Schicchi: Giovacchino Forzano

Uraufführung: 14. Dezember 1918 (New York, Metropolitan Opera)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
13. Januar 08
Wiederaufnahme: 4. April 09

Musikalische Leitung: Nicola Luisotti / Yuval Zorn (14., 22. Februar 2008)
Inszenierung: Claus Guth
Bühnenbild: Christian Schmidt
Kostüme: Anna Sofie Tuma
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo
Kinderchor: Apostolos Kallos

Il tabarro
Michele: Željko Lučić / Anooshah Golesorkhi
Luigi: Carlo Ventre / Frank van Aken (14., 22. Februar 2007) / Frank van Aken
Tinca: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Talpa: Carlos Krause / Carlos Krause
Giorgetta: Elza van den Heeve / Oksana Dyka
Frugola: Julia Juon / Julia Juon
Liederverkäufer: Daniel Behle / Daniel Behle

Suor Angelica 
Suor Angelica: Angelina Ruzzafante / Danielle Halbwachs  / Juanita Lascarro
La zia principessa, Fürstin: Julia Juon /
Julia Juon
La badessa, Äbtissin: June Card / Margit Neubauer
La suora zelatrice: Claudia Manke / Jenny Carlstedt
Suor Genovieffa: Sylvia Hamvasi / Angelina Ruzzafante / Brenda Rae

Gianni Schicchi:
Gianni Schicchi: Željko Lučić / Donato di Stefano
Lauretta: Juanita Lascarro / Britta Stallmeister
Zita: Julia Juon / Julia Juon
Rinuccio: Massimilian Pisapia / Daniel Behle / Jussi Myllys (18., 26. April, 2., 6. Mai 2009)
Gherardo: Daniel Behle /
Chad Graham
Nella: Angelina Ruzzafante / Brenda Rae
Gherardino: Jimmy Mosebach / Jemmy Mosebach
Betto di Signa: Franz Mayer / Franz Mayer
Simone: Carlos Krause / Carlos Krause
Marco: Nathaniel Webster / Sungkon Kim
Ciesca: Claudia Manke / Jenny Carlstedt
Notaio: Dietrich Volle / Dietrich Volle

grün = Wiederaufnahme April 09


Besprechung auf kulturfreak.de
Besprechung der Wiederaufnahme auf kulturfreak.de

Die Inszenierung der unter dem Titel Il trittico zusammengefassten drei Einakter von Giacomo Puccini (1858-1924) aus der Spielzeit 2007/08 stammt von Claus Guth und war einer der großen Publikumserfolge dieser Saison. Die Presse rühmte nach der Premiere am 13. Januar 2007 die „hinreißende Theatralität“ der Produktion und sprach wieder einmal vom „Frankfurter Musiktheater-Glück“.

Zum Inhalt: Il tabarro (Der Mantel) erzählt die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Giorgetta, deren älterem Ehemann Michele – dem Kapitän eines Schleppkahns – und dessen Nebenbuhler Luigi, welche für diesen tödlich endet. Suor Angelica (Schwester Angelica) ist in einem Kloster angesiedelt. Die Heldin nahm einst auf Druck ihrer adeligen Familie nach der Geburt ihres unehelichen Kindes den Schleier und muss nun durch ihre hartherzige Tante erfahren, dass ihr Sohn bereits vor Jahren verstorben ist. Daraufhin begeht die verzweifelte Angelica Selbstmord. Heiter verläuft die Geschichte des florentinischen Schlitzohres Gianni Schicchi, der von der raffgierigen Familie Donati angeheuert wird, um das Erbe des kürzlich verstorbenen Buoso zu sichern. Durch einen Trick gelingt es ihm, sowohl das Vermögen des Alten an sich zu bringen als auch das Liebesglück seiner Tochter Lauretta zu sichern.

Im Zuge der ersten Wiederaufnahme dieser Produktion sind zahlreiche Umbesetzungen zu vermelden: Anooshah Golesorkhi, international gefragter Amerikaner mit persischen Wurzeln, legt als Michele in Il tabarro sein Hausdebüt vor. An seiner Seite ist – gleichfalls erstmals in Frankfurt – die junge ukrainische Sopranistin Oksana Dyka als Giorgetta zu erleben. Aus dem Ensemble gibt Juanita Lascarro ihr Rollendebüt als Suor Angelica, und in Gianni Schicchi präsentieren sich erstmals Britta Stallmeister (Lauretta) und Daniel Behle (Rinuccio), der zuletzt Genannte alternierend mit Jussi Myllys. In der Titelpartie dieses dritten Teils des Triptychons gastiert der Italiener Donato di Stefano nach Auftritten als Bartolo in Rossinis Il barbiere di Siviglia 2003 erneut an der Oper Frankfurt. Abgesehen von der Neubesetzung einiger mittlerer und kleinerer Partien führt Julia Juon – als Frugola, La zia principessa und Zita in allen drei Teilen vertreten – die Riege der mit der Produktion bereits vertrauten Sängerinnen und Sänger an. Am Pult steht mit Yuval Zorn einer der drei Frankfurter Kapellmeister, der bereits Repertoirevorstellungen der Inszenierung dirigiert hat.

Preise: € 11 bis 77 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
18. September 05
Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Anouk Nicklisch
Bühnenbild: Roland Aeschlimann
Kostüme: Anouk Nicklisch
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Jón Philipp von Linden
Licht: Ernst Schießl

IL TABARRO

Michele: 
GKarsten Mewes
Luigi: Alexander Spemann
Tinca: Ks. Jürgen Rust
Talpa: Tobias Schabel
Giorgetta: Elizabeth Hagedorn
Frugola: Patricia Roach
Ein Liedverkäufer: John Carlo Pierce
Ein Liebespaar/Zwei Stimmen: AJanice Creswell / John Carlo Pierce

SUOR ANGELICA

Suor Angelica:
Kerrie Sheppard
La Zia Principessa: Edith Fuhr
La Badessa, La Maestra delle Novizie: Patricia Roach
La Suora Zelatrice: Elizabeth Hagedorn
Suor Genovieffa: Janice Creswell
Suor Osmina, La Suora infermiera: Sarah Kuffner / Susanne Thomas
Suor Dolcina: Danaila Dimitrowa / Irina Sokolovskij
La prima Cercatrice, La prima Conversa, Novizia: TJasmin Etezadzadeh / Mareen Knoth
La seconda Cercatrice, La seconda Conversa: SKatja Bördner / Jung-Yi Oh
Sour Lucilla: Elisabeth Stradalski

GIANNI SCHICCHI

Gianni Schicchi:
Karsten Mewes
Lauretta: Janice Creswell
Zita:
Edith Fuhr
Rinuccio: John Carlo Pierce
Gherardo: Ks. Jürgen Rust
Nella: Kerrie Sheppard
Gherardino: SKonrad König / Sebastian Hartmann / Carlo Löhr
Betto di Signa: Hans-Otto Weiß
Simon: Tobias Schabel
Marco: Richard Morrison
Ciesca: Patricia Roach
Maestro Spinelloccio: Patrick Hörner
Amantio di Nicolao: Jens Pokora
Pinellino: Ion Grigorescu
Guccio: Miljan Milovic
Seele des Buoso Donati: Peter Knieser
Höllenvogel: Karolina Walkowicz

(Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge)

Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Mainz
Chor des Staatstheaters Mainz
Statisterie des Staatstheaters Mainz (Ltg. Dieter Rößler)                    
www.staatstheater-mainz.de (externer Link)

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Il trovatore (Der Troubadour)
Oper in vier Akten

Von: Giuseppe Verdi
Libretto: Salvatore Cammarano nach dem gleichnamigen Schauspiel von Antonio García Gutiérrez
Uraufführung: 19. Januar 1853 (Rom, Teatro Apollo

Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters:

Premiere:
23. Januar 10

Musikalische Leitung: Karen Kamensek
Inszenierung: Sven Holm
Bühne und Kostüme: Elisa Limberg
Dramaturgie: Sebastian Hanusa

Mit: Anna Agathonos / Zdravka Ambríc, Barbara Schmidt-Gaden, Irina Wischnizkaja; Peter Felix Bauer / James Bobby, Thomas Burger, Alexej Kosarev, Andrey Valiguras

Ganz und gar wie ein Märchen mutet die Geschichte an, die Giuseppe Verdis großer Erfolgsoper Der Troubadour zugrunde liegt – allerdings ein Märchen für Erwachsene. Die Handlung spielt vor vielen hundert Jahren im rauen Norden Spaniens. Die Familiengeschichte des Adelsgeschlechts Luna hat dunkle Flecken. Einst stand eine Zigeunerin an der Wiege des jüngsten Sohnes der Familie und prophezeite ihm eine schreckliche Zukunft, woraufhin sie als Hexe verbrannt wurde. Ihre Tochter Azucena will sich rächen, indem sie den Grafensohn entführt und ins Feuer wirft. Doch sie tötet versehentlich das eigene Kind. Sie gibt daraufhin den adeligen Knaben als ihr Kind aus und nennt ihn Manrico. Manrico wird Rebell und kämpft später, ohne es zu wissen, gegen seinen eigenen Bruder, der inzwischen selbst Oberhaupt der Lunas ist. Die beiden streiten nicht nur um Gerechtigkeit, sondern auch um die schöne Leonora. Deren Herz gehört zwar dem wilden Manrico, doch letztlich behält der mächtige Luna die Oberhand – auch wenn er dabei über Leichen geht. Erst als alles zu spät ist, erfährt er, dass er seinen eigenen Bruder ermordet hat.

Kein Werk Giuseppe Verdis kann mit so vielen Melodien und einer so großen Bandbreite an musikalischen Ideen aufwarten wie Der Troubadour. Seit ihrer Uraufführung im Jahre 1853 gilt sie als eine der beliebtesten Opern überhaupt und zählt heute zu den zehn meist gespielten Opern weltweit.

Mit Der Troubadour stellt sich
Sven Holm erstmals dem Oldenburger Publikum als Regisseur vor. Er studierte Opernregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit Ende der 90er Jahre arbeitet er als freier Regisseur und gründete 2002 die Berliner Operncompagnie NOVOFLOT. Es folgten Zusammenarbeiten unter anderem mit der Hamburgischen Staatsoper, dem UltraSchall-Festival Berlin, dem Théatre National du Luxembourg und dem Warschauer Herbst.

Die musikalische Leitung übernimmt die amerikanische Dirigentin
Karen Kamensek. Sie studierte an der Indiana University und arbeitete bereits während des Studiums an der Houston Grand Opera und der New York City Opera. Weitere Stationen waren Festengagements als erste Kapellmeisterin der Wiener Volksoper, als Generalmusikdirektorin des Theaters Freiburg und interimistisch als Chefdirigentin des Slovenischen Nationaltheaters in Maribor. Seit der Spielzeit 2008.2009 ist sie stellvertretende Generalmusikdirektorin der Hamburgischen Staatsoper.

Ausstatterin
Elisa Limberg ist seit dem Abschluss ihres Studiums an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart freiberuflich tätig. Sie entwarf Kostüme und Bühnenbilder für Produktionen von Sven Holm, Douglas Lee, Christian Brey, Harald Schmidt, René Pollesch und Johann Kresnik u. a. in  Stuttgart, an den Münchner Kammerspielen und den Sophiensälen Berlin und zuletzt für die Deutsche Oper am Rhein als Bühnenbildnerin der Produktion Die lustige Witwe.

[© Oldenburgisches Staatstheater]

www.staatstheater.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
12. September 09

Musikalische Leitung: Wolfgang Ott
Inszenierung: Cesare Lievi
Bühne: Csába Antal
Kostüme: Marina Luxardo
Licht: Luigi Saccomandi
Choreinstudierung: Christof Hilmer
Dramaturgie: Bodo Busse

Besetzung:

Manrico:
Luis Chapa
Graf Luna: Kee-Kuan Lee/Tito You
Ferrando: Bernd Hofmann/Hye-Soo Sonn
Ruiz: Erik Biegel/Christopher Busietta
Ein alter Zigeuner: Christian Balzer/Aldomir Mollov
Ein Bote: Marc-Wolfgang Frey
Leonora: Tatiana Plotnikova
Inez: Betsy Horne
Azucena: Jeniece Golbourne

Der italienische Regisseur, Autor und international renommierte Theatermacher Cesare  Lievi, der in Wiesbaden einen Mozart-Zyklus inszeniert hat, führt Regie bei der Eröffnungsproduktion der Spielzeit 2009/2010. Cesare Lievi hat zuletzt an der Mailänder Scala, am Opernhaus Zürich und bei den Salzburger Festspielen inszeniert.

Verdis Meisterwerk „Il trovatore“ („Der Troubadour“) bildet das Herzstück der „trilogia popolare“ zwischen „Rigoletto“ und „La traviata“. Die Musik des „trovatore“ schildert im flackernden „brio“ eines expressiven Belcanto flammende Leidenschaften wie Liebe, Eifersucht, Rachelust und Hass. Im Streit verfeindet stehen sich der Dichter Manrico und Graf Luna gegenüber, erst zu spät erkennend, dass sie durch Blutsbande Brüder sind. Als Anführer entweder der Clique der Reichen oder der Rebellen repräsentieren sie zugleich unterschiedliche soziale Gruppen. Gemeinsam ist ihnen nur die Liebe zu Leonora, so dass sich der gesellschaftliche Konflikt in der Rivalität der Liebe wiederholt. Und immer wieder – vor allem in den Visionen der Zigeunerin Azucena - taucht die alte Geschichte von der Zigeunerin auf, die einen Sohn des alten Grafen Luna verhext haben soll und deshalb auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Die Tochter der Zigeunerin habe dann Rache genommen. Auf tragische Weise hat diese alte Geschichte das Leben Manricos, seiner Ziehmutter Azucena, des Grafen Luna und sogar Leonores bestimmt. Nun setzt Manrico alles daran, seine geliebte Leonore vor dem Zugriff Lunas zu bewahren. Doch Luna setzt Azucena fest. Auch Leonore und Manrico geraten in Lunas Gefangenschaft. Der Preis unbedingter Liebe und der Wahrheit ist der Tod. Unter den drei Opern der „trilogia popolare“ ist „Il trovatore“ pure italienische Romantik im unbedingten Liebesanspruch Leonores und in Manricos Künstlertum. Die Oper bietet alles auf, was ein echtes „Melodramma“ ausmacht: seelische Exaltation, szenische Durchschlagkraft, ein fatales Dreiecksverhältnis, Nachtszenen, Wahnvorstellungen und den tragischen Untergang des Liebespaares. Ein ungeheurer, letztlich fataler Elan durchpulst die Oper und überhöht die bizarre Handlung ins unmittelbar Expressive.

Zu Gast im Troubadour

Luis Chapa
Der Mexikaner Luis Chapa macht als Manrico sein Debüt am hessischen Staatstheater Wiesbaden. Nach seinem Studium folgten Auftritte als Don José, Rodolfo, Pinkerton Manrico, Turiddu in „Cavalleria rusticana“, Cellini in „Benvenuto Cellini“ und Don Carlos in den Niederlanden und in England. Mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra gestaltete er eine Verdi-Gala. Beim international beachteten Gesangswettbewerb „Cardiff Singer Of the World“ kam der mexikanische Tenor als Repräsentant seines Heimatlandes mit der Arie „Mamma, il vino...“ aus „Cavalleria rusticana“ ins Halbfinale. Am Theater Erfurt stellte sich Luis Chapa zunächst als Turiddu und Nanni („La Lupa“) vor. Später brillierte er dort als Radames in „Aida“, in der Rolle des Laca in „Jenufa“ und als Maurizi in „Adriana Lecouvreur“. Bei den DOMSTUFEN-FESTSPIELEN 2004 sang er den Canio in Leoncavallos „Pagliacci“. Gastspiele führten ihn u.a. an die Oper Bonn, nach Dortmund, Saarbrücken, Braunschweig und an die Welsh National Opera.

Jeniece Golbourne
Die Mezzosopranistin Jeniece Golbourne (Azucena) wurde in Rochester/New York als Tochter Jamaicanischer Einwanderer geboren. Sie studierte u.a. an der Manhatten School of Music. Die Rolle der Azucena sang sie bereits an der Virginia Opera und an der Eugene Opera sowie an zahlreichen anderen Häusern in den USA. In Mississippi sang sie Santuzza in „Cavalleria rusticana“ und La Zia Principessa in „Suor Angelica“. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden gibt sie als Azucena ihr Europa-Debüt.

Tito You
Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden hat Tito You schon als Rigoletto, Marquis Posa und Scarpia für Furore gesorgt. Nun singt er in der Neuproduktion von „Il trovatore“ die Rolle des Grafen Luna. An der Staatsoper Stuttgart sang er Herzog Blaubart in der Neuproduktion „Herzog Blaubarts Burg/ Quartett/Erwartung“ sowie Graf Luna in der Wiederaufnahme von „Il trovatore“. 1972 in Seoul geboren, studierte er an der National University in Seoul und debütierte 1994 als Papageno an der dortigen Nationaloper. 1999 wurde Tito You Mitglied des Jungen Ensembles der Bayerischen Staatsoper, wo er u.a. unter Zubin Mehta und James Levine arbeiten durfte. 2000 wechselte er als Ensemblemitglied an das Staatstheater Kassel und 2005/2006 an das Staatstheater Darmstadt sang dort u.a. Guglielmo in „Così fan tutte“, Albert in „Werther“, Escamillo in „Carmen“, Jago in „Otello“ und Marcello in „La Bohème“, Ford in „Falstaff“, Almaviva in „Le nozze di Figaro“, Wolfram in „Tannhäuser“ sowie die Titelpartien in „Il barbiere di Siviglia“, „Rigoletto“ und „Eugen Onegin“. In Stuttgart sang er 2006/07 bereits Jack Rance in Puccinis „La fanciulla del West“.’’

Sonntag, 6. September 2009, 11.00 Uhr, Foyer: Opernforum zu „Der Troubadour“
Was hat Verdis bizarre Dramaturgie mit Shakespeare und Victor Hugo zu tun? Wie realisiert Verdi das „szenische Wort“? Was macht das unverwechselbare „con brio“ der Musik zu „Der Troubadour“ aus? Das Produktionsteam gibt einen Einblick in das Werk und die Inszenierung. Mitglieder des Ensembles präsentieren musikalische Ausschnitte.
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden e.V.

[ © Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

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Der Türke in Italien (Il turco in Italia)
Dramma buffo per musica in zwei Akten

Von: Gioacchino Rossigni
Text:Felice Romani
Uraufführung: 4. August 1814 (Mailand, Teatro alla Scala)

Turandot:
Lyrisches Drama in drei Akten

Von: Giacomo Puccini
Text: Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Lucio Graf Gozzi

Uraufführung: 25. / 27. April 1926 (Mailand, Teatro alla Scala)

Zur Inszenierung der Bayerischen Staatsoper:

Premiere:
3. Dezember 11

Musikalische Leitung Zubin Mehta
Inszenierung Carlus Padrissa – La Fura dels Baus
Bühne Roland Olbeter
Kostüme Chu Uroz
Video Franc Aleu
Licht Urs Schönebaum
Chöre Sören Eckhoff

1. Prinzessin: N.N.
2. Prinzessin: N.N.
La principessa Turandot: Jennifer Wilson
L'imperatore Altoum: Ulrich Reß
Timur, Re tartaro spodestato: Alexander Tsymbalyuk
Il principe ignoto (Calaf): Marco Berti
Liu: Ekaterina Scherbachenko
Ping: Fabio Previati
Pang: Kevin Conners
Pong: Emanuele D'Aguanno
Un mandarino: Levente Molnár
Il principe di Persia: Francesco Petrozzi

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

Die Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen.
30 Minuten vor Vorstellungsbeginn live aus dem Foyer des Nationaltheaters: Foyer, die Sendung zur Neuproduktion mit Gesprächen und Reportagen.

www.staatsoper.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
26. November 11

Musikalische Leitung: Wolfgang Ott
Inszenierung: Cesare Lievi
Bühnenbild: Guia Buzzi
Kostüme: Marina Luxardo
Choreinstudierung: Anton Tremmel
Einstudierung Jugendchor: Dagmar Howe
Dramaturgie: Karin Dietrich

Besetzung:

Turandot, eine chinesische Prinzessin:
Caroline Whisnant
Altoum, Kaiser von China: Axel Wagner
Timur, entthronter König der Tataren: Bernd Hofmann
der unbekannte Prinz, Kalaf: Rubens Pelizzari
Liù, eine junge Sklavin: Tatiana Plotnikova
Ping, Kanzler: Brett Carter / Joachim Goltz
Pang, Marschall: Erik Biegel
Pong, Küchenmeister: Jonas Gudmundsson
Ein Mandarin: Reinhold Schreyer-Morlock

Orchester, Chor, Extra-Chor, Jugendchor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

In Giacomo Puccinis letzter Oper steht eine ungewöhnliche und geheimnisvolle Frau im Zentrum des Geschehens: Turandot, die grausame chinesische Prinzessin, die jeden Freier köpfen lässt, der ihre Rätsel nicht lösen kann. Doch Kalaf lässt sich nicht abschrecken und löst die drei Rätsel, zur großen Verblüffung aller. Die stolze Turandot ist verzweifelt. Aber Kalaf möchte, dass Turandot ihn freiwillig und ohne Zwang liebt und gibt ihr nun seinerseits ein Rätsel auf: Wenn sie bis zum Morgengrauen seinen Namen in Erfahrung bringt, ist er bereit zu sterben.

Puccini war lange auf der Suche nach einem neuen Stoff für eine abendfüllende Oper und fand ihn in Turandot, einer Geschichte, die ursprünglich aus der persischen Erzählsammlung Tausendundein Tag stammt. Für die beiden Librettisten Adami und Simoni, die Puccini für den Stoff begeistern konnte, wurde allerdings Carlo Gozzis vieraktiges Märchenspiel Turandotte (1762), das ganz den Stegreifmethoden der commedia dell’arte entsprach, zur Hauptquelle. 1802 wiederum erschien Schillers Turandot-Version, die Puccini selbst in einer Inszenierung Max Reinhardts gesehen hat. Mit Schiller gemeinsam ist der Ansatz Puccinis, der Figur der Turandot das „eiskalte Herz“ schmelzen zu lassen und Verständnis zu wecken für ihr unmenschliches Verhalten.

Giacomo Puccini arbeitete von 1921 bis 1924 an dem Stoff für seine letzte Oper. Bis März 1924 hatte er die Oper bis zum Tod der Sklavin Liù fertig komponiert, es fehlte nur noch das Schlussduett, für das er „eine markante, schöne, ungewöhnliche Melodie“ komponieren wollte. Doch diese Melodie kam nie zustande. Puccini starb am 29. November 1924, ohne die Oper vollenden zu können. Nach seinem Tod wurde die Partitur von Franco Alfano nach den Skizzen und Aufzeichnungen des Komponisten vollendet. Die spektakuläre Uraufführung fand am 25. April 1926 an der Mailänder Scala unter der Leitung von Arturo Toscanini statt, der nach dem Tod der Liù den Taktstock niederlegte und sprach: „Hier endet das Werk des Meisters. Danach starb er.“

Die Regie bei der Wiesbadener Neuproduktion führt Cesare Lievi, der mit seinen Inszenierungen internationale Erfolge unter anderem bei der Biennale Venedig, in Frankfurt, Bonn, Berlin, Hamburg, Wien, Zürich, Catania und New York feierte. Seit 1996 ist der italienische Regisseur, der in Wiesbaden unter anderem „Die Zauberflöte“, „Così fan tutte“, „Figaros Hochzeit“, „Der Troubadour“ und im Schauspiel „Fremde im Haus“ inszenierte, auch Künstlerischer Direktor des Centro Teatrale Bresciano – Teatro Stabile di Brescia.

Das Bühnenbild gestaltet die italienische Künstlerin Guia Buzzi, die sich mit dieser Arbeit in Wiesbaden erstmals vorstellt. Ihre Ausstattungen waren bereits an der Mailänder Scala, in Florenz, Turin, Zürich, Paris, Tokio, Helsinki, bei den Salzburger Festspielen, beim Rossini Opera Festival in Pesaro und bei der Expo Shanghai zu sehen. Außerdem ist sie regelmäßig als Ausstellungsgestalterin tätig.
Marina Luxardo, die mehrfach mit Cesare Lievi gearbeitet hat, entwirft die Kostüme. Für Wiesbaden hat sie bereits die Kostüme von „Idomeneo“, „Le Nozze di Figaro“, „Così fan tutte“ und „Il Trovatore“ entworfen.

Als Gast für die Titelpartie konnte die Amerikanerin Caroline Whisnant gewonnen werden, die 2004 bis 2010 fest dem Mannheimer Nationaltheater verbunden war, wo sie unter anderem als Elektra, Ariadne auf Naxos, Leonore (Fidelio), Ortrud, Senta, Turandot, Elisabeth, Agathe, Färberin, Brünnhilde aber auch als Anna Bolena, Tosca und Medée aufgetreten ist. Sie gastierte unter anderem am Badischen Staatstheater Karlsruhe, an der Oper Frankfurt, La Fenice Venedig, den Opern Stockholm, Oslo und Essen. In Wiesbaden war sie bereits als Elektra zu erleben.

Der italienische Tenor Rubens Pelizzari, der in Wiesbaden derzeit Mario Cavaradossi in „Tosca“ singt, übernimmt die Rolle des Prinzen Kalaf. Er zählt zur neuen Generation der aufstrebenden Künstler. Er gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe, darunter 2001 den internationalen Gesangswettbewerb von San Remo, wo er zusätzlich mit dem Publikumspreis und dem Förderpreis für Verdi-Gesang ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2000 debütierte Pelizzari als Ismaele (Nabucco) in Padova. Seither hat Pelizzari zahlreiche Partien in Opern von Puccini, Verdi, Bizet und anderen an vielen renommierten italienischen Opernhäusern gesungen und gastierte überdies in Tel Aviv, Athen, Tokio, Lausanne, St. Gallen und bei den Bregenzer Festspielen. Zu den Glanzrollen des Ausnahmetalents zählen Radames, Alfredo Germont, Alvaro, Ernani, Mancrico, Macduff und Ismaele, den er zuletzt 2011 in der Arena von Verona gesungen hat. [© Staatstheater Wiesbaden]

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung der Oper Bonn:

Premiere:
26. September 10

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung: Silviu Purcarete
Bühne und Kostüme: Helmut Stürmer
Licht: Max Karbe
Choreinstudierung: Sibylle Wagner
Dramaturgie: Sabine Radermacher

Besetzung:

Prinzessin Turandot:
Rachel Tovey
Timur: Ramaz Chikviladze
Calaf: George Oniani
Liù: Julia Kamenik/Irina Oknina
Ping: Giorgos Kanaris/Lee Poulis
Pang: Tansel Akzeybek
Pong: Mark Rosenthal
 
Chor und Extrachor des THEATER BONN
Beethoven Orchester Bonn

www.theater-bonn.de

Zur Inszenierung des Anhaltischen Theater Dessau:

Premiere:
25. September 10

Musikalische Leitung: GMD Antony Hermus
Inszenierung: Andrea Moses
Bühne und Kostüme: Christian Wiehle
Dramaturgie: Michael Dißmeier / Heribert Germeshausen
Chöre: Helmut Sonne

Besetzung:

Turandot:
KS Iordanka Derilova
Liù: Angelina Ruzzafante
Calaf: Sergey Drobryshevskiy / Andrew Sritheran
Timur: Pavel Shmulevich
Ping: Wiard Witholt
Pang: Angus Wood
Pong: David Ameln
u.a.

www.anhaltisches-theater.de

Zur Inszenierung des Landestheater Coburg:

Premiere:
16. Januar 10

Musikalische Leitung: Alois Seidlmeier
Inszenierung: Detlef Altenbeck
Dramaturgie: Kathrin Liebhäuser
Bühnenbild: Lars Peter
Kostüme: Diemut Remy
Choreinstudierung: Stefan Meier

Besetzung:
Turandot:
Anja Eichhorn / Sorina Munteanu
Altoum: Wolfgang Mühlenbeck
Kalaf: Ernesto Grisales
Timur: Michael Lion
Liu: Sofia Kallio
Ping: Marek Reichert
Pang: Karsten Münster
Pong: Milen Bozhkov
Ein Mandarin: Jason-Nandor Tomory

Chor des Landestheaters Coburg
Extrachor des Landestheaters Coburg
Statisterie des Landestheaters Coburg

www.landestheater-coburg.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
14. Juni 09

Musikalische Leitung: Martin Lukas Meister
Inszenierung: John Dew
Choreografie: Anthoula Papadakis
Bühnenbild: Heinz Balthes
Kostüme: José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung: André Weiss


Besetzung:

Turandot:
Katrin Gerstenberger
Altoum: Markus Durst
Timur: Thomas Mehnert
Calaf: Zurab Zurabishvili
Liù: Susanne Serfling
Ping: David Pichmaier
Pong: Lucian Krasznec
Pang: Sven Ehrke
Ein Mandarin: Oleksandr Prytolyuk
1. Mädchen: Aki Hashimoto
2. Mädchen: Niina Keitel

Chor, Extrachor und Kinderchor
Besprechung auf kulturfreak.de

Turandot_Darmstadt_14m©BAumüller
Turandot
Staatstheater Darmstadt
Pang (Sven Ehrke), Ping (David Pichmaier), Liù (Susanne Serfling) und Turandot (Katrin Gerstenberger)
Foto:
Barbara Aumüller

„Wer auf diesen Gong schlägt, der sieht sie erscheinen, heller als Jade, kalt wie dies Schwert, die schöne Turandot!“ rufen die Henkersknechte. Und die Menge schreit: „Ihr Freier, ihr schönen, avanti! Avanti!“ Dann aber: „Drei Rätsel sind es, doch eins ist der Tod! Was zögert der Mond, das bleiche Gesicht? Zeig dich am Himmel! Komm schnell herbei! Spute dich, kahler, abgeschnittener Schädel! Erschein und scheine! Zeig dich am Himmel, dürrer Freier der Toten du! Blutleer, lautlos und kahl!“

John Dew inszeniert Giacomo Puccinis letzte Oper, die schauderhaft und grandios das uralte Märchen von der Rätselprinzessin erzählt, wie sie zuletzt vom klügsten der Freier überwunden wird. Puccini konnte die Komposition nicht völlig zu Ende führen; Franco Alfano, selbst Opernkomponist, hat sie für die Uraufführung 1926 komplettiert. Ein opulentes Theatererlebnis. [© Staatstheater Darmstadt]

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des Opernhaus Zürich:
(mit dem von Alfano vervollständigten 3. Akt, zweite Fassung)
Co-Produktion mit der Shanghai Grand Theatre Arts Group und dem Shanghai Opera House


Premiere: 10. April 06

Musikalische Leitung: Alan Gilbert
Inszenierung: Giancarlo del Monaco
Ausstattung: Peter Sykora
Lichtgestaltung: Hans-Rudolf Kunz
Choreinstudierung: Jürg Hämmerli

Turandot: Paoletta Marrocu*
Liu: Elena Mosuc*
Calaf: Jose Cura
Timur: Pavel Daniluk*
Ping: Gabriel Bermüdez*
Pang: Andreas Winkler*
Pong: Bogusiaw Bidzihski*
Altoum: Miroslav Christoff*
Mandarin: Valeriy Murga*
Pu-tin-Pao: Roberto Angeletti*
Zweiter Henker: Sacha Wacker*

Chor des Opernhauses Zürich
Zusatzchor und Jugendchor Opernhaus Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Orchester der Oper Zürich

Besprechung auf kulturfreak.de
www.opernhaus.ch (externer Link)

The Turn of the Screw
Oper in einem Prolog und zwei Akten

Von:
Benjamin Britten
Text von: Mynfanwy Piper (nach der gleichnamigen Novelle von Henry James)

Uraufführung: 14. September 1954 (Venedig, Teatro La Fenice)

Zur Inszenierung des Theater Bremen:

Premiere:
28. Oktober 11

Musikalische Leitung:  Daniel Montané
Regie: Frank Hilbrich
Bühne: Volker Thiele
Kostüme: Gabriele Rupprecht
Dramaturgie: Hans-Georg Wegner

Besetzung:

Die Gouvernante:
Nadine Lehne
Mrs. Grose: Tamara Klivandenko
Miss Jessel: Marysol Schalit
Prolog: Christian-Andreas Engelhardt
Quint: Randall Bills

Am 28. Oktober um 19.30 Uhr feiert die Oper „The Turn of the Screw“ von Benjamin Britten in der Regie von Frank Hilbrich im Theater am Goetheplatz Premiere. Nach „Tannhäuser“ ist dies die zweite Opernpremiere in dieser Spielzeit.
Der Titel dieser außergewöhnlichen Oper entstammt einer Novelle von Henry James, die 1898 erschien. Der Komponist Benjamin Britten schuf mit „The Turn of the Screw“ den ersten Psychothriller in der Geschichte des Musiktheaters.
„The Turn of the Screw“ erzählt die ewig neue Geschichte vom Kampf der vermeintlich Guten gegen das Böse, der menschlichen Vernunft gegen übernatürliche Kräfte, von tödlicher Besessenheit in der Gestalt der Unschuld. Die zwei „engelsgleichen“ Kinder Miles und Flora teilen ein Geheimnis, das sich um die spukhaft erscheinenden Geister ihrer verstorbenen Erzieher Miss Jessel und Peter Quint rankt. Eine junge Gouvernante, die gerade ihren Dienst bei den verwaisten Kindern antritt, versucht dieses Geheimnis gemeinsam mit der bodenständigen Miss Grose aufzuklären und stößt dabei an die Grenzen des Natürlichen und des Vorstellbaren.
Frank Hilbrich ist den Zuschauern bereits durch die Inszenierung der Operette „Der Vetter aus Dingsda“ aus der letzten Spielzeit bekannt. Verantwortlich für die Bühne ist Volker Thiele. Publikumsliebling Nadine Lehner, die bereits seit 2004 am Haus ist, spielt die die Gouvernante.
Die zwei anspruchsvollen Hauptrollen von Flora und Miles sind mit Bremer Kindern besetzt (Miles: Jakob von Borries / Fritjof Klingenberg; Flora: Tiziana Ratcheva / Carolina Gätjen). [© Theater Bremen]
Es spielen die Bremer Philharmoniker unter der Leitung von Daniel Montané.

www.theaterbremen.de

Zur Inszenierung des Theater Magdeburg:

Premiere:
2. Oktober 10

Musikalische Leitung: Adrian Prabava
Regie: Christian von Götz
Bühne / Kostüme: Lukas Noll
Dramaturgie: Ulrike Schröder

Mit: Noa Danon, Lucia Cervoni, Manfred Wulfert, Undine Dreißig, Julie Martin du Theil, Henning Stangl / Jörg von Tümpling
 
www.theater-magdeburg.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
3. November 02

Wiederaufnahme Saison 2010/11: 9. Oktober 10
Wiederaufnahme Saison 2008/09: 1. November 08
Wiederaufnahme Saison 2004/05: 27. Mai 05

Musikalische Leitung: Karen Kamensek / Yuval Zorn / Yuval Zorn
Inszenierung: Christian Pade
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Axel Weidauer / Hans Walter Richter / Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild und Kostüme: Alexander Lintl
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter

Der Prolog:
Lars Erik Jonsson / Richard Cox / Hans Schöpflin
Die Gouvernante: Joan Rodgers / Brenda Rae / Anne-Catherine Gillet
Miles: Jens Albrecht / Thilo Braun (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw) / Ludwig Haide / Constantin Callies (Solisten der Aurelius Sängerknaben Calw) / Solist der Aurelius Sängerknaben Calw
Flora: Heike Heilmann / Christiane Kar / Eun-Hye Shin
Mrs. Grose: Sonja Mühleck / Sonja Mühleck /Sonja Mühleck
Quint: Lars Erik Jonsson / Richard Cox /
Miss Jessel:
Monika Krause / Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister
Statisterie: Alexander Bevc / Jim Kallenberg /

violett = wiederaufnahme 2010/11
grün = Wiederaufnahme 2004/05
blau = Wiederaufnahme 2008/09

Besprechung auf kulturfreak.de
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Wiederaufnahme Saison 2010/11: 9. Oktober 10,

Musikalische Leitung:
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici

Der Prolog, Quint: Hans Schöpflin
Die Gouvernante: Anne-Catherine Gillet
Miles: Solist der Aurelius Sängerknaben Calw
Flora: Eun-Hye Shin
Mrs. Grose: Sonja Mühleck
Miss Jessel: Barbara Zechmeister

Zur Wiederaufnahme in der Saison 2010/11:
Am 3. November 2002 feierte The Turn of the Screw von Benjamin Britten (1913-1976) in der Neuinszenierung von Christian Pade Premiere an der Oper Frankfurt. Die Neuproduktion dieser Kammeroper gehörte zu den größten Erfolgen der Spielzeit 2002/03, der ersten Saison von Intendant Bernd Loebe. Zudem war sie seinerzeit maßgeblich ausschlaggebend für die Wahl zum „Opernhaus des Jahres“ durch die Autoren des Fachmagazins Opernwelt. In einer der vielen begeisterten Rezensionen nach der Premiere war zu lesen: „Die Ovationen hätten nach einem fetten Puccini kaum stärker sein können und galten einer in allen Aspekten überzeugenden Interpretation des Regisseurs Christian Pade (...)“. Nun wird das Werk zum vierten Mal wiederaufgenommen.
Angesiedelt im viktorianischen England erzählt die Oper die Geschichte einer jungen Gouvernante und deren Versuch, die beiden ihr anvertrauten Waisenkinder Flora und Miles dem dämonischen Einfluss der Erscheinungen des Verwalters Quint und der früheren Gouvernante Miss Jessel zu entziehen, die – obwohl verstorben – unheilsam mit den Kindern verbunden zu sein scheinen. Die Gouvernante verliert den Kampf: Am Ende der Oper stirbt Miles in ihren Armen.
Kapellmeister Yuval Zorn leitete bereits die vorhergehende Wiederaufnahme, in der auch Barbara Zechmeister (Miss Jessel) und Sonja Mühleck (Mrs. Grose) besetzt waren. Während die zuerst genannte Künstlerin seit 1996 dem Opernensemble angehört, singt Sonja Mühleck nach ihrem Schritt in die freiberufliche Tätigkeit nun erstmals als Gast an der Oper Frankfurt. Alle übrigen Partien sind neu besetzt: Nach seinem erfolgreichen Frankfurt-Debüt als Sir Philipp in Brittens Owen Wingrave 2009/10 im Bockenheimer Depot kehrt der Tenor Hans Schöpflin (Der Prolog, Quint) nun zurück an den Main – diesmal ins Opernhaus. 2008 sang er unter der musikalischen Leitung von GMD Sebastian Weigle den Aschenbach in Brittens Death in Venice am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Als eine der interessantesten jungen Sopranistinnen hat sich mittlerweile die Belgierin Anne-Catherine Gillet (Die Gouvernante) auf den großen Bühnen Europas etabliert. Zu ihren Projekten 2009/10 gehören u.a. Vincenette in Gounods Mireille und Sophie in Massenets Werther an der Opéra de Paris. Als Miles wird wieder ein Solist der Aurelius Sängerknaben Calw zu erleben sein, während Eun-Hye Shin aus dem Frankfurter Opernstudio die Partie der Flora übernimmt. [© Oper Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 15., 24., 30. Oktober 2010
Preise: € 11 bis 77 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.

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