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Oper Stückeinfos: S
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Die Sache Makropulos (Věc Makropulos) Oper in drei Akten
Von: Leoš Janáček
Nach der gleichnamigen Komödie von: Carel Čapek Uraufführung: 18. Dezember 1926 (Brünn, Nationaltheater)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 8. April 12
Musikalische Leitung:
Friedemann Layer Regie: Richard Jones Bühnenbild und Kostüme: Anthony McDonald Licht: Mimi Jordan Sherin Dramaturgie: Norbert Abels
Choreografie: Lucy Burge Chor: Michael Clark
Besetzung:
Emilia Marty: Susan Bullock Albert Gregor: Paul Groves Vítek:
Hans-Jürgen Lazar Kristina: Christiane Karg Jaroslav Prus: Johannes Martin Kränzle Janek: Aleš Briscein Dr. Kolenatý: Dietrich Volle
Maschinist: Vuyani Mlinde Hauk-Šendorf: Graham Clark Aufräumfrau / Ankleiderin: Anja Fidelia Ulrich
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Die Sache Makropulos (Věc Makropulos) ist die vorletzte Oper von Leoš Janáček (1854-1928). Als
literarische Vorlage diente dem tschechischen Komponisten, der hier als sein eigener Librettist fungierte, die gleichnamige Komödie seines Landsmanns Karel Čapek aus dem Jahre 1922. Das
dem Genre des Konversationsstücks angehörende Werk stellte Janáček vor die Aufgabe, einen entsprechenden musikdramatischen Stil zu finden. Lebten seine bisherigen Opern vorwiegend von
der Stilisierung der „Melodie des gesprochenen Wortes“, erweiterte er die Tonsprache von Makropulos um expressionistische Züge, die vor allem der Charakterisierung der schillernden weiblichen
Hauptpartie Emilia Marty zugute kamen. Die Uraufführung fand am 18. Dezember 1926 in Brünn statt. Bereits 1929 kam es zur Deutschen Erstaufführung in Frankfurt am Main in der Übersetzung von
Max Brod. Die jüngste Inszenierung des Werkes an der Oper Frankfurt feierte am 28. März 1982 in der Regie von Ruth Berghaus Premiere, die Musikalische Leitung lag damals bei Michael Gielen.
Die Oper behandelt die Frage nach dem Sinn ewigen Lebens und spielt vor dem Hintergrund eines über Jahrhunderte geführten Rechtsstreits um das Erbe des Baron Prus, in den sowohl seine
legitimen als auch seine unehelich geborenen Nachkommen verstrickt sind. Schlüsselfigur in dieser Auseinadersetzung ist die geheimnisvolle Operndiva Emilia Marty, die über entscheidende
Informationen zu diesem Fall verfügt. Mit ihrer Hilfe kann das verschollen geglaubte Testament des Barons sowie ein auf Griechisch verfasstes Dokument, welches für Emilia eine ungleich
wichtigere Bedeutung zu haben scheint, ausfindig gemacht werden. Was anfangs niemand ahnt: Emilia ist die Tochter des Leibarztes Rudolf II., der eine für den Kaiser erfundene Formel zur
Verlängerung des Lebens an seinem Kind ausprobiert hat. Seither wandert die inzwischen 330 Jahre alte Emilia Makropulos ruhelos durch die Jahrhunderte. Nun fühlt sie, dass sich ihr Leben dem
Ende zuneigt und macht sich daher auf die Suche nach der Formel des Elixiers. Doch Emilia ist ihres Daseins müde: als sie das Dokument endlich in Händen hält, reicht sie es an die junge
Sängerin Kristina weiter, die es vernichtet. Emilia sinkt tot zu Boden.
Die Musikalische Leitung hat Friedemann Layer, der regelmäßig an der Oper Frankfurt gastiert und bereits im
März 2012 für die Wiederaufnahme von Reimanns Lear hierher zurückkehrt. Richard Jones, in Frankfurt bekannt durch Produktionen wie Bergs Lulu und Brittens Billy Budd, besorgt die
Inszenierung. Susan Bullock, die Brünnhilde im neuen Frankfurter Ring, präsentiert mit der Emilia Marty eine weitere Facette ihres Repertoires. Paul Groves (Albert Gregor) ist regelmäßiger
Gast an den bedeutendsten Opernhäusern und gibt in dieser Produktion sein Frankfurt-Debüt, ebenso wie der tschechische Tenor Aleš Briscein, der als Janek bereits 2011 bei den Salzburger
Festspielen vertreten war. Angeführt vom „Sänger des Jahres 2011“ Johannes Martin Kränzle (Jaroslav Prus) sowie von Christiane Karg (Kristina) sind nahezu alle weiteren Partien aus dem
Ensemble der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz:
Premiere: 19. März 10
Musikalische Leitung: David Stahl Inszenierung: Ulrich Peters Bühne: Dieter Richter Kostüme: Talbot Runhof
Besetzung: Emilia Marty:
Rita Kapfhammer / Elaine Ortiz Arandes Albert Gregor: Tilmann Unger Vitek: John Pickering Christa, seine Tochter: Thérèse Wincent Jaroslav Prus:
Gary Martin Janek, sein Sohn: Robert Sellier Advokat Kolenaty: Stefan Sevenich Hauk-Schendorf: Fred Silla-Silhanek Maschinist: Martin Hausberg
Die Sache Makropulos Staatstheater am Gärtnerplatz, München © Maren Bornemann
Zur Handlung: Ein viele Jahrzehnte währender Erbschaftsstreit zwischen den Familien Prus und Gregor scheint für letztere Partei endgültig verloren. Da taucht unvermittelt die gefeierte
Operndiva Emilia Marty auf. Sie kennt Details aus der Vergangenheit, die eigentlich niemand wissen kann. Was wie ein realer, etwas skurriler Krimi beginnt, entwickelt sich zur
bitteren Liebestragödie und mündet schließlich in ein fantastisch-spukhaftes Menschheitsdrama, wenn Emilia Marty ihre Geschichte offenbart: Ihr Schicksal führt 300 Jahre
zurück in die Zeit Kaiser Rudolfs II. Als sie am Ende der Oper ein Rezept für Unsterblichkeit in Händen hält, fällt sie eine überraschende Entscheidung…
Die Vorlage zu Janáčeks Oper bildete Carel Čapeks gleichnamige utopische Komödie. Zwei Jahre lang arbeitete Janáček dichtend und komponierend an dieser fiktiven
Geschichte über den Menschheitstraum vom ewigen Leben und entwickelte daraus wagemutig eine realistisch anmutende, in Wirklichkeit jedoch extrem irreale Tragödie.
Weitere Aufführungen: 22. März; 1.*, 8., 28., 28. April; 2. Mai, 13.* Juni, 22.* Juli 2010 * = KiJu 8,- € Tickets 6,- bis 53,- € unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de Jugendermäßigungen 50% oder 8,- € auf allen Plätzen bei KiJu 8,-€
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Salome Von: Richard Strauss
Nach der gleichnamigen literarischen Vorlage von: Oscar Wilde Uraufführung: 9. Dezember 1905 (Dresden, Semperoper)
Zur Inszenierung des Festspielhaus Baden Baden:
Premiere: 10. Juni 11 Weitere Vorstellungen:
13. Juni (18 Uhr) und 16. Juni 11 (20 Uhr)
Musikalische Leitung: Stefan Soltesz Inszenierung: Nikolaus Lehnhoff Kostüme: Bettina Walter Bühnenbild:
Hans Martin Scholder Licht: Duane Schuler
Besetung: Salome: Angela Denoke Herodes: Kim Begley Herodias: Doris Soffel Jochanaan:
Alan Held Narraboth: Marcel Reijans Page: Jurgita Adamonyte 1. Jude: Jeffrey Francis 2. Jude: Benjamin Hulett 3. Jude: Timothy Robinson
4. Jude: Pascal Pittie 5. Jude: Reinhard Dorn 1. Nazarener: Stephen Humes 2. Nazarener/ Ein Kappadozier: Roman Grübner 1. Soldat:
David Jerusalem 2. Soldat: Artur Grywatzik Page: Iwona Sakowicz
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Eine Neuinszenierung von Richard Strauss’ Oper „Salome“
steht bei den Pfingstfestspielen 2011 des Festspielhaus Baden-Baden im Mittelpunkt. Bereits einmal konnte man dieses Musik-Drama in einem Aufzug nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung hier
sehen: Am 5. August 2001 mit dem Ensemble des Mariinsky-Theaters St. Petersburg unter Leitung von Valery Gergiev. Die Premiere am 10. Juni 2011 inszeniert nun Nikolaus Lehnhoff, der hier
bereits sehr erfolgreich die Wagner-Opern „Parsifal“ (2004), „Lohengrin“ (2006), „Tristan“ (2007) und „Tannhäuser“ (2008) sowie die „Tosca“ (2007) von Giacomo Puccini auf die Bühne brachte.
Nilolaus Lehnhoffs Grundkonzept ist das Prinzip ‚Enthüllung’, das heißt, er verpackt seine Figuren, um dann im Laufe der Oper immer weiter zu ihrem eigentlichen Kern vorzudringen. So wird
auch Salome bei dieser Inszenierung zunächst eingehüllt, bis sie sich dann beim Tanz der sieben Schleier zu entpuppen vermag. Auch beim Orchester setzt man auf einen Klangkörper, der sich
in Baden-Baden mehr als nur bewährt hat: Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, welches im Februar 2011 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde, spielt unter der Leitung von Stefan Soltesz.
Nikolaus Lehnhoff und das DSO Berlin stehen für ein Erfolgsrezept im Festspielhaus Baden-Baden, denn hoch gelobt wurde die bei dem Label Arthaus Musik live produzierte DVD mit Wagners
„Tannhäuser“. Die Opernwelt schrieb: „Lehnhoff gelingt ein subtiles, durchdachtes und genau auf die Musik abgestimmtes Theaterspiel.“ [© Festspielhaus Baden Baden]
www.festspielhaus.de
Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:
Premiere: 10. April 11
Musikalische Leitung:
Alexander Vedernikov Inszenierung: Thilo Reinhardt Bühnenbild: Paul Zoller Kostüme: Katharina Gault Dramaturgie:
Ingo Gerlach Licht: Rosalia Amato
Besetzung:
Herodes: Andreas Conrad Herodias: Christiane Oertel Salome:
Morenike Fadayomi Jochanaan: Egils Silins Narraboth: Joska Lehtinen Ein Page der Herodias: Karolina Gumos Erster Jude:
Christoph Schröter Zweiter Jude: Peter Renz Dritter Jude: Matthias Siddhartha Otto Vierter Jude: Thomas Ebenstein Fünfter Jude:
Marko Spehar Erster Nazarener: Jan Martinik Zweiter Nazarener: Christina Bütow Erster Soldat: Hans-Peter Scheidegger Zweiter Soldat:
Adam Cioffari Ein Kappadozier: Ipca Ramanovic
Richard Strauss’ 1905 uraufgeführtes Musikdrama nach dem Einakter von Oscar Wilde war nicht nur der
kaiserlichen Meinung Wilhelms II. nach ein Opernskandal – dennoch bedeutete es für den Komponisten den internationalen Durchbruch im Bereich der Oper. Und das »schamloseste und obszönste Werk
der Opernliteratur« (Marcel Reich-Ranicki) erfreut sich bis heute ungebrochener Beliebtheit. Thilo Reinhardt wird nach Hoffmanns Erzählungen und Pique Dame mit seiner Inszenierung von Salome zum
dritten Mal an der Komischen Oper Berlin arbeiten. Die überbordend- sinnliche und gleichzeitig psychologisch genaue Geschichte um die fatale Wechselwirkung verschiedener Obsessionen soll
dabei nicht in eine realistische Erzählweise überführt, sondern mit einer comichaft überzeichnenden Spielweise konfrontiert werden, die die grotesken Momente der Partitur in den Mittelpunkt
stellt. Thilo Reinhardt: »Salome ist für mich die Geschichte einer jungen Frau, die durch die Begegnung mit einem fundamentalistischen Widerstandskämpfer radikalisiert wird und sich
gleichzeitig in ihn verliebt. Sie versucht ihre Liebesutopie zu verwirklichen, indem sie die sexuellen Obsessionen ihres Stiefvaters instrumentalisiert und dadurch dem Revolutionär zum
Märtyrertod verhilft.« [© Komische Oper Berlin]
www.komische-oper-berlin.de
Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:
Premiere: 16.Oktober 10
Musikalische Leitung:
Alexander Kalajdzic Inszenierung: Helen Malkowsky Bühne: Harald B. Thor Kostüme: Tanja Hofmann Dramaturgie: Uwe Sommer
Besetzung:
Herodes: Albert Bonnema Herodias: Rebecca de Pont-Davies Salome: Sabine Paßow Jochannan: Hans-Christoph Begemann Narraboth: Mark Adler
Page: Mélanie Forgeron 1. Jude: Dirk Mestmacher 2. Jude: Wladimir Lortkipanidze 3. Jude: Krzysztof Gornowicz 4. Jude: Patrycy Hauke
5. Jude: Ramon Riemarzik 1. Nazarener: Jacek Janiszewski 2. Nazarener Paata: Tsivtsivadse 1. Soldat: Torben Jürgens 2. Soldat: Daniel Billings
Richard Strauss’ Salome gehört unbestritten zu den Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts. Kaum ein Werk hat die Opernlandschaft seiner Zeit mehr beschäftigt und verändert als dieser
Einakter mit dem Strauss 1905 weltbekannt wurde. Die Faszination der Salome gründet gleichermaßen auf der großen, für damalige Ohren »unerhörten« Expressivität der Musik und der Drastik des
Stoffes, die vielen Sittenwächtern zu weit ging: Wurde schon die Uraufführung von Oscar Wildes Drama 1892 in London verboten, so hatte auch die Oper zu kämpfen, besonders in den Metropolen:
In Wien etwa dauerte es 13 Jahre, bis die Widerstände des Klerus gebrochen waren und Salome an der Staatsoper gespielt werden durfte. In New York wurde das Werk 1907 nach nur einer
Vorstellung auf Drängen puritanischer Kreise abgesetzt, in Berlin durfte es zunächst nur mit einer die Handlung völlig entstellenden Schlusspointe aufgeführt werden. Solche Widerstände waren
jedoch bald Geschichte, und Salome gehört seit bald hundert Jahren zum Kernrepertoire eines jeden Opernhauses.
Die Handlung ereignet sich im Palästina zur Zeit Johannes des Täufers
und des Königs Herodes Antipas. Herodes hat den Propheten Jochanaan (= Johannes) aus politischen und persönlichen Gründen gefangen genommen, was diesen nicht davon abhält, fortwährend die
nahe Ankunft des Messias zu predigen und die unheiligen Machenschaften der Heiden zu verdammen, wobei er insbesondere Herodes’ Frau Herodias der Sittenlosigkeit anklagt. Als die Prinzessin
Salome, die Tochter der Herodias und Stieftochter des Herodes, Jochanaans Stimme hört, ist sie auf seltsame Art fasziniert. Sie lässt ihn zu sich kommen, was ihr Verlangen noch steigert.
Herodes, der vor den Prophezeiungen Jochanaans Angst hat und sich ablenken will, bittet Salome, für ihn zu tanzen. Sie willigt erst ein, als Herodes unter Eid verspricht, ihr als Lohn alles
zu geben, was sie sich wünscht. Nach dem Tanz verkündet sie: »Ich will den Kopf des Jochanaan!«. Herodes hat keine Wahl und lässt den Propheten enthaupten. In ekstatischer Selbstvergessenheit
küsst Salome den Mund des Toten. Angewidert und aus Angst vor der Strafe wegen der Ermordung des Propheten lässt Herodes Salome töten.
Der Salome- bzw. Johannes-Stoff hat in der
Literaturgeschichte viele Deutungen erfahren, was nicht zuletzt daran liegt, dass er in teilweisestark voneinander abweichenden historischen Quellen überliefert ist. Besonders en vogue war er
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als sich Künstler aller Disziplinen immer mehr mit dem »Geheimnis Frau« mit seinen erotischen und sexuellen Implikationen beschäftigten und die
Psychologie zunehmend an Einfluss gewann. Aus der Spannung zwischen religiösem Fanatismus und rücksichtslosem Begehren haben auch Wilde und Strauss Funken geschlagen. Die Oper zeigt Figuren,
deren Willen und Lust rücksichtslos bis aufs Blut ist – und die sich damit allesamt in die Einsamkeit manövriert haben. Zwischen dem eifernden Propheten Jochanaan, der manisch erotisierten
Prinzessin Salome, dem ängstlich-zaudernden Voyeur Herodes und der pragmatischen Machtfrau Herodias gibt es kein Verstehen. So verbirgt sich unter der üppig-schillernden, ungemein farbreichen
Oberfläche der Musik ein tiefschwarzes Drama, das der menschlichen Neigung, in Sachen Religion und Leidenschaft nicht nur das Maß, sondern vor allem den Blick für den anderen zu verlieren,
bitter auf den Zahn fühlt.
Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Alexander Kalajdzic, der damit seinen Einstand als neuer GMD feiert. Helen Malkowsky, seit dieser Spielzeit
als Operndirektorin am Theater Bielefeld, inszeniert.
Musikalische Leitung Alexander Kalajdzic, geboren in Zagreb,
Kroatien, begann seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte
anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und
Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Sinfoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks. Sein beruflicher Weg führte ihn nach
Krefeld-Mönchengladbach, wo er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster Dirigent des
Nationaltheaters Weimar und von 2008 – 2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexico,
Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in Tschechien. Alexander Kalajdzic ist sowohl in der Oper als auch im Konzertbereich gefragt. Sein Repertoire reicht vom frühen Barock bis
zur Moderne, wobei sein besonderes Interesse der französischen Musik gilt. So führte er fast das ganze Orchesterwerk von Ravel und Debussy mehrmals auf. Auch war er lange Zeit als
Liedbegleiter und Kammermusiker aktiv und hatte bis vor kurzem einen Lehrstuhl für Orchestererziehung in Zagreb inne.
Alexander Kalajdzic leitet als GMD seit Spielzeitbeginn 2010/11 die musikalischen Geschicke des Theater Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.
Inszenierung Helen Malkowsky ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Nach einem Musikstudium in ihrer Heimatstadt und ersten Regie-Erfahrungen in der
Opernklasse der Hochschule für Musik folgten Engagements als Regieassistentin und Abendspielleiterin an den Landesbühnen Sachsen Radebeul, dem Staatstheater Saarbrücken, dem Theater Basel und
bei den Bayreuther Festspielen, wo sie unter anderem Claus Guth und Herbert Wernicke assistierte. Schnell wurden Helen Malkowsky eigene Arbeiten als Regisseurin anvertraut. So entstanden
schon parallel zu ihrer Tätigkeit als Assistentin zahlreiche erfolgreiche Inszenierungen, die schließlich in eine freischaffende Tätigkeit mündeten, u. a. für die Theater in Saarbrücken (Die
lustigen Nibelungen), Detmold (Der Graf von Luxemburg),Chur/Schweiz (Zauberberg, UA), Aachen (Werther), Münster (Das Land des Lächelns), die Münchner Biennale (WIR, UA) und die Volkoper Wien
(Die Entführung aus dem Serail). Von 2004 bis 2008 war Helen Malkowsky Oberspielleiterin am Staatstheater Nürnberg und konnte dort mit unterschiedlichsten Produktionen – u. a. Der
Rosenkavalier (Richard Strauss), Melusine (Aribert Reimann), Der fliegende Holländer (Richard Wagner) und Eugen Onegin (Peter I. Tschaikowski) – ihre Regiehandschrift überzeugend
weiterentwickeln und Publikum wie Presse gleichermaßen durch ihre Arbeiten begeistern. Immer wieder widmet sich Helen Malkowsky auch der szenischen Ausbildung junger Sängerinnen und
Sänger. Sie war Leiterin des Internationalen Opernstudios des Staatstheater Nürnberg, erarbeitete 2009 an der Universität der Künste Berlin Benjamin Brittens Ein Sommernachtstraum mit
Studierenden und Absolventen und wird 2011 an der Hochschule für Musik Dresden gastieren. Seit Beginn der Saison 2010/ 11 ist Helen Malkowsky Operndirektorin am Theater Bielefeld, dem sie
bereits durch die Inszenierungen von Luisa Miller (Giuseppe Verdi), Capriccio (Richard Strauss) und Carmen (Georges Bizet) seit 2007 verbunden war und wird in dieser Spielzeit für die
Musiktheaterproduktionen Salome (Richard Strauss) und Alice in Wonderland (Unsuk Chin) verantwortlich zeichnen. Neben ihrer vorrangigen Tätigkeit am Theater geht Helen Malkowsky auch immer
wieder gern Einladungen als Moderatorin nach und begleitete u. a. den Nürnberger Opernball und Galas zu verschiedensten Anlässen.
Bühne Seine rund 150 szenografischen Arbeiten führten den Salzburger Bühnen- und Kostümbildner Harald B. Thor um die halbe Welt: von Schauspielhäusern im deutschsprachigen Raum wie Hamburg und Zürich über Opernhäuser in Dortmund, München, Wien, Basel und die Sommerfestspiele in Pompeji und Agrigento in Italien, bis hin zum Opernhaus im südkoreanischen Seoul. Mehrere Jahre lang war er außerdem als Ausstattungsleiter und Bühnenbildner an der Staatsoper in München sowie als Bühnenbildner und Dozent an der Bayerischen Theaterakademie »August Everding« München engagiert. Mit Helen Malkowsky arbeitete er bereits mehrmals zusammen, u.a. am Staatstheater Nürnberg bei Der Fliegende Holländer und Der Rosenkavalier sowie bei Luisa Miller, Capriccio und Carmen am Theater Bielefeld.
Er ist außerdem als Scenic Art Supervisor für Walt Disney Productions und als Architekt von Konzertsälen und Ausstellungen tätig (Neuer Konzertsaal im Prinzregententheater in München,
Theatermuseum in Wien und für die Firma Audi beim Autosalon in Genf).
Kostüme Seit 2003 arbeitet die Bühnen- und Kostümbildnerin Tanja Hofmann freiberuflich. Von ihr stammen bislang Ausstattungen für Theater in Wien, Bayreuth, Graz, Berlin, Saarbrücken, München, Leipzig, Bozen, Chur, Stuttgart, Ingolstadt, Landshut, Bamberg, Kaiserslautern und Regensburg. Mit Helen Malkowsky arbeitete sie bereits mehrfach zusammen, zuletzt am Staatstheater Nürnberg bei ihren Inszenierungen von Der Fliegende Holländer und Der Rosenkavalier sowie am Theater Bielefeld bei Luisa Miller, Capriccio und Carmen. Tanja Hofmann, geboren in Bamberg, machte ihre ersten Theater- Erfahrungen am ETA Hoffmann Theater ihrer Heimatstadt. 1993 begann sie das Studium zur Bühnen- und Kostümbildnerin an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz, bei Professor Wolfram Skalicki und Prof. Hans Schavernoch, das sie 1997 abschloss. Bereits während ihres Studiums assistierte sie mehrere Jahre bei den Bayreuther Festspielen sowohl in der Kostüm- als auch in der Ausstattungsabteilung. Es folgten Festanstellungen als Assistentin am Berliner Ensemble, am Staatstheater Saarbrücken sowie an der Staatsoper München.
[© Theater Bielefeld]
www.theater-bielefeld.de
Zur Inszenierung der Oper Zürich Im Rahmen der Zürcher Festspiele 2010
Premiere: 19. Juni 10
Dirigent: Christoph von Dohnányi Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf Bühnenbild: Rolf Glittenberg Kostüme:
Marianne Glittenberg Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann Orchester: Orchester der Oper Zürich
Besetzung: Salome: Gun-Brit Barkmin Herodias:
Cornelia Kallisch Page der Herodias: Anja Schlosser Sklave: Susanne Grobholz Jochanaan: Egils Silins Herodes: Rudolf Schasching
Narraboth: Christoph Strehl 1. Jude: Michael Laurenz Müller 2. Jude: Boguslaw Bidzinski 3. Jude: Andreas Winkler 4. Jude: Martin Zysset
5. Jude: Reinhard Mayr 1. Nazarener: Tomasz Slawinski 2. Nazarener: Kresimir Strazanac 1. Soldat: Valeriy Murga 2. Soldat: Morgan Moody
Ein Cappadozier: George Humphreys
www.opernhaus.ch www.zuercher-festspiele.ch
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 10. April 10
Weitere Vorstellungen: 15. April, 2., 4. und 16. Mai sowie 2. und 29. Juni 2010
Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Matthias Fontheim Bühne: Michael Rütz Kostüme: Marc Thurow Beleuchtung:
Stefan Bauer Dramaturgie: Barbara Gräb Regie-Assistenz: Holger Liebig Ausstattungs-Assistenz:
Kathrin Krause / Natalia Haagen Inspizienz: Eckhard Wagner Souffleur: Franz Pohl
Besetzung:
Herodes:
Alexander Spemann Herodias: Katherine Marriott Salome: Annette Seiltgen Jochanaan: Oliver Zwarg Narraboth: Sergio Blazquez Ein Page der Herodias:
Almeria Delic / Katja Ladentin 1. Jude: Alexander Kröner 2. Jude: Igor Loseev 3. Jude: Agustín Sánchez Arellano 4. Jude: Patrick Hörner
5. Jude: Ion Grigorescu 1. Nazarener: Hans-Otto Weiß 2. Nazarener: Soung-Teak Moon 1. Soldat: Milen Stradalski 2. Soldat: Stefan Schiffter
Ein Cappadocier: Seok-Gill Choi Ein Sklave: Elisabeth Stradalski
Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Besprechung auf kulturfreak.de
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Salome Staatstheater Mainz v.l.n.r.: 4. Jude (Patrick Hörner), Herodes (Alexander Spemann), Salome (Annette Seiltgen),
Herodias (Katherine Marriott), Sklave (Elisabeth Stradalski) Foto: Martina Pipprich
Auf engstem Raum sind die schärfsten Gegensätze versammelt. Oben feiert Herodes angestrengt ein Fest, unten, in der Zisterne, wird Jochanaan gefangen gehalten, der
vielleicht heilig, vielleicht auch ein Scharlatan ist. Da es keine Gewissheiten gibt, muss man sich vorsichtig verhalten. Zu allem Überfluss befindet sich auch die Ehe von Herodias
und Herodes in einer Krise, die keineswegs durch die Eskapaden einer exzentrischen (Stief-)Tochter gemildert wird: Salome, angewidert von den begehrlichen Blicken, die man
auf sie wirft, macht sich auf, einen anderen, unberührbaren Körper zu suchen und wird aufmerksam auf Jochanaan – einen Körper, eisig und unnahbar, wie sie vielleicht auch
gerne einen hätte. Er schenkt ihr kein Gehör. Zum Lohn für ihren „Tanz der sieben Schleier“ fordert sie seinen Kopf von Herodes – den Kopf eines, eventuell, heiligen Mannes.
Die Musik von Richard Strauss lässt Menschen entstehen, die mit allen Sinnen, nervös vor Unsicherheit, Angst und Begehren, der Welt verfallen sind und denen jedes Ding, jeder
Mensch, jedes Körperteil zum Fetisch werden kann. Salome, auf der Suche nach Liebe, macht einen Ausbruchsversuch und hält am Ende anstelle eines ganzen Menschen
dessen Kopf in ihren Armen. Jochanaan – ganz auf einen monumentalen Verkündigungston gestimmt – und Salome – ein Kind der Gesellschaft, die sie umgibt: Zwei um sich
selbst kreisende Menschen, die das Beil des Henkers „verbindet“. Nähe ist nur in Gedanken möglich.
Matthias Fontheim
studierte an der Schauspielakademie Zürich. Seit Anfang der 80er Jahre erarbeitete er zahlreiche Inszenierungen u. a. in Kassel, Darmstadt, Krefeld /
Mönchengladbach, Essen, Hamburg und Zürich. Festengagements führten ihn als Leitungsmitglied an die Staatsschauspiele Hannover und München. 2000/2001 übernahm er die
Intendanz des Schauspielhauses Graz. Seit 2006/2007 ist Matthias Fontheim Intendant des Staatstheaters Mainz, wo er im Musiktheater bisher „Der Rosenkavalier“, „Aufstieg
und Fall der Stadt Mahagonny“ sowie „Wozzeck“ in Szene setzte. [© Staatstheater-Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung des Theater Aachen:
Premiere: 19. Oktober 08
Musikalische Leitung: Marcus R. Bosch Inszenierung: Reinhild Hoffmann Bühne und Kostüme: Dieter Hacker Dramaturgie: Kai Weßler
Besetzung: Herodes: Hubert Delamboye Herodias: Sanja Anastasia Salome: Anne Lünenbürger/ Johanna Stojkovic Jochanaan: Bastiaan Everink
Narraboth: Sung-Jin Kim Ein Page: Melanie Forgeron Juden: Hans Schaapkens, Hee-Jong Roh, Munki Jeong,Woo-Sung Kang, Jörge Escobar Nazarener:
Martin Berner, May Bellefroid Soldaten: Johannes Piorek, Pawel Lawreszuk Ein Cappadocier: Remco Vink Ein Sklave: Claudia Scheiner
Sinfonieorchester Aachen
Reinhild Hoffmann, eine der führenden Choreographinnen Europas, inszeniert mit »Salome« erstmals in Aachen. Im Mittelpunkt ihrer Inszenierung steht das ungeheure Begehren
Salomes und ihre Sehnsucht nach dem unbekannten, fremden Mann Jochanaan. Der bildende Künstler Dieter Hacker, der u. a. für die Berliner Schaubühne und das
Schauspielhaus Bochum arbeitete, entwirft das Bühnenbild und die Kostüme für den Einakter nach dem Drama von Oscar Wilde. Mit Hubert De/amboye ist in der Rolle des
Hemdes ein Charaktertenor zu erleben, der regelmäßig an allen großen Theatern Europas gastiert. Musikalischer Leiter ist Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch, der mit dem
Sinfonieorchester Aachen regional und überregional für Furore sorgt. [© Theater Aachen]
www.theater-aachen.de
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Salvator Rosa Dramma lirico in vier Akten
Von: Antônio Carlos Gomes (1836 – 1896) Text:
Antonio Ghislanzoni
Uraufführung: 1874 (Genua) Deutsche Erstaufführung: 20. Januar 10 (Braunschweig, Staatstheater Braunschweig)
Zur Inszenierung des Staatstheater Braunschweig:
Premiere: 20. Januar 10 (Deutsche Erstaufführung)
Musikalische Leitung: Georg Menskes Inszenierung: Uwe Schwarz Bühne und Kostüme: Dorit Lievenbrück Chor: Georg Menskes
Choreografie: Katja Buhl Dramaturgie: Daniela Brendel
Il Duca d'Arcos: Dae-Bum Lee Isabella: Mária Porubčinová Salvator Rosa:
Ray M. Wade Masaniello: Malte Roesner Gennariello: Simone Lichtenstein Il Conte di Badajoz: Kenneth Bannon Fernandez: Tobias Haaks
Corcelli: Leszek Wos/Sebastian Matschoß Bianca: Hyo-Jin Shin Suor Ines: Sabine Brandt Fra Lorenzo: Tadeusz Nowakowski Chor, Herren Extra-Chor
Statisterie
www.staatstheater-braunschweig.de
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Das schlaue Füchslein (Príhody lisky bystrousky) Oper in drei Akten
Von: Leos Janácek Uraufführung:
6. November 1924 (Brünn, Tschechische Oper)
Zur Inszenierung der Oper Leipzig:
Premiere: 25. Februar 12
Musikalische Leitung: Matthias Foremny / William Lacey (29.6.) Inszenierung:
Lotte de Beer Bühne, Kostüme: Marouscha Levy Choreografische Mitarbeit: Heike Hennig Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo Einstudierung Kinderchor:
Sophie Bauer Dramaturgie: Christian Geltinger
Besetzung:
Der Förster: Jürgen Kurth / Tuomas Pursio Die Försterin / Eule: Karin Lovelius
Der Schulmeister / Dackel: Timothy Fallon Der Pfarrer / Dachs: MMatthew Anchel Háraschta, ein Landstreicher: Milcho Borovinov Der Gastwirt / Mücke:
Keith Boldt Sepp, Sohn des Försters / Grille: Olena Tokar Franzl, sein Freund / Heuschrecke: Teresa Smolnik Füchslein Schlaukopf / das junge Füchslein:
Viktorija Kaminskaite / Eun Yee You Fuchs: Jean Broekhuizen / Kathrin Göring Specht: Detlef Thamm Hahn: Jordi Molina Schopghenne:
Ji Youn Jung Hennen: Damenchor der Oper Leipzig Fuchskinder: Chor der Oper Leipzig, Kinderchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester
»Das müsst Ihr
spielen, wenn ich tot bin.« Mit diesen Worten kommentierte der Komponist Leoš Janáček die letzten Takte seiner Oper »Das schlaue Füchslein«. Das Stück beschreibt eine klare Zäsur in
seinem Leben. Nach der Verstaatlichung des von Janáček aufgebauten Brünner Konservatoriums wurde sein deutlich jüngerer Schüler mit der Leitung des Instituts betraut, Janáček in den
Ruhestand entlassen. Der Komponist, der erst im Alter von fünfzig Jahren mit seiner Oper »Jenůfa« einen späten Durchbruch erlangte, fühlte sich zum alten Eisen gehörig. Darüber hinaus
wurde er durch seine Beziehung zu der vierzig Jahre jüngeren Kamilla Stösslova mit dem Bewusstwerden des persönlichen Alterns konfrontiert. Mit seiner Oper »Das schlaue Füchslein« setzt
Janáček eben jener Melancholie des Alterns eine große Hymne an das Leben entgegen. Im »ewig jungen Rhythmus der ewig jungen Natur« spiegelt sich für den Komponisten der Kreislauf von
Leben und Tod, von Werden und Vergehen, der den Menschen überdauert. Erst in der Konfrontation mit dem Tod der Füchsin am Ende der Oper überwindet der Förster seine Midlifecrisis. Die Art und
Weise, wie Janáček in seiner Oper der Natur eine musikalische Seele gibt, gehört zu dem schönsten, was er je geschrieben hat. Die Oper ist ein großes Ensemblestück und wird
ausschließlich aus dem Leipziger Ensemble besetzt. In den Hauptrollen sind alternierend Eun Yee You / Viktorija Kaminskaite, Katrin Göring / Jean Broekhuizen und Tuomas Pursio / Jürgen Kurth
zu erleben. Am Pult des Gewandhausorchesters steht Matthias Foremny, Erster ständiger Gastdirigent. Die Inszenierung liegt in den Händen der jungen holländischen Regisseurin Lotte de Beer,
die mit Ihrer Inszenierung der »Arabischen Prinzessin« die Kinderherzen begeisterte. Jetzt erzählt sie mit dem »Schlauen Füchslein« ein Märchen für Erwachsene. Parallel arbeitet eine
Gruppe von Kindern, Jugendlichen und Senioren an einem Projekt zum Thema »Lebenszeit«, dessen Ergebnisse am Premierenabend gezeigt werden sollen. [© Oper Leipzig]
www.oper-leipzig.de
Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:
Premiere: 2. Oktober 11
Musikalische Leitung: Alexander Vedernikov Inszenierung: Andreas Homoki Bühnenbild und Kostüme: Christian Schmidt Dramaturgie: Werner Hintze
Chöre: André Kellinghaus Licht: Franck Evin
Besetzung: Füchsin Spitzohr: Brigitte Geller Der Förster: Jens Larsen Die Försterin / Die Eule:
Caren van Oijen Der Schulmeister / Der Hahn: Andreas Conrad Der Pfarrer / Der Dachs: Frank van Hove Harasta: Carsten Sabrowski Der Fuchs:
Karolina Gumos Der Dackel: Katarina Morfa Die Wirtin: Ariana Strahl
sowie die Chorsolisten und das Orchester der Komischen Oper Berlin
Mit Andreas Homokis Inzenierung vonLeoš Janáčeks Oper Das schlaue Füchslein, die 1924 ihre Uraufführung erlebte, eröffnet die Komische Oper Berlin die Spielzeit 2011/12 mit der
die »Ära« des Chefregisseurs und Intendanten Andreas Homoki zu Ende geht. Zur Spielzeit 2012/13 wechselt er als Intendant an die Oper Zürich. Mit dieser Neuproduktion kehrt Das schlaue
Füchslein nach fast 50 Jahren wieder an die Komische Oper Berlin zurück. Das schlaue Füchslein war einer der größten Erfolge von Walter Felsenstein, dem Gründer der Komischen Oper Berlin
[© Komische Oper Berlin]
www.komische-oper-berlin.de
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Der Schmied von Gent Große Zauberoper in 3 Akten
Von: Franz Schreker Nach der Erzählung:
„Smetse Smee“ von Charles De Coster Uraufführung: 29. Oktober 1929 (Berlin, Städtische Oper Berlin Charlottenburg)
Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:
Premiere: 30. Januar 10
Musikalische Leitung:
Frank Beermann Inszenierung: Ansgar Weigner Bühne: Siegfried E. Mayer Kostüme: Claudia Möbius
Besetzung: Smee: Oliver Zwarg
Smees Frau: Undine Dreißig Slimbroek: Edward Randall Flipke: André Riemer Herzog Alba / Erster Adliger: Martin Gäbler
Henker Jakob Hessels / Zweiter Adliger: Victor Sawaley Dritter Adliger: Thomas Mäthger Astarte / Sopran-Solo: Judith Kuhn Josef: Matthias Winter
Maria: Susanne Thielemann Petrus: Kouta Räsänen Ein Knappe: Christiane Barth Tenor-Solo: David Sitka
Inhalt: Gent zur Zeit des 80-jährigen Krieges (1568 - 1648). Smee betreibt gemeinsam mit seinen Gesellen eine gut gehende Schmiede, in der die spanischen
Besatzer gern Waffen kaufen, ohne zu wissen, dass der Schmied in seiner Jugend für die Unabhängigkeit der niederländischen Provinzen kämpfte. Als ein Konkurrent ihn denunziert, steht Smee vor
dem Ruin und will sich das Leben nehmen. Da bieten ihm geheimnisvolle Stimmen einen Handel an: Sieben Jahre Wohlstand, dann ist seine Seele verwirkt. Der Schmied unterschreibt den Teufelspakt
...
Ansgar Weigner (Regie) studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Germanistik an der Rheinischen
Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Während seines vierjährigen Engagements als Regieassistent (u. a. bei John Dew, Jakob Peters-Messer, Siegfried Schönbohm, Cesare Lievi und Dietrich
Hilsdorf) und Abendspielleiter am Hessischen Staatstheater Wiesbaden inszenierte er die Operetten „Im Weißen Rössl“ und „Der Vetter aus Dingsda“. Es folgte Donizettis „Viva la mamma“ in
Meiningen. Beim „Schmied von Gent“ handelt es sich um Weigners dritte Arbeit an der Oper Chemnitz, mit Puccinis „Manon Lescaut“ und Strauß’ „Die Fledermaus“ feierte der junge Regisseur
bereits große Erfolge.
Siegfried E. Mayer (Bühne) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Wien
(Meisterklasse für Bühnenbild) und an der Universität Wien (Philosophie, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft). Als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner arbeitet er für Oper, Ballett
und Schauspiel im gesamten deutschsprachigen Raum und in Frankreich, u. a. am Thalia Theater in Hamburg mit Jürgen Flimm und Daniel Karasek, am Theater Basel, Schauspielhaus Zürich, Theater
Neumarkt in Zürich, am Theater in der Josefstadt in Wien, am Volkstheater Wien, am Burgtheater, in Düsseldorf, Basel, Koblenz und Paris. Für die Expo 2002 arbeitete er als Szenograf. Er
stattete mehrere Filme aus und war an verschiedenen skulpturalen und Multimedia-Projekten beteiligt. Als Dozent war bzw. ist er an der Bundesakademie in Wolffenbüttel, bei der Sommerakademie
des Mozarteums in Salzburg und an der Universität Hildesheim tätig.
Claudia Möbius (Kostüme) studierte
Modedesign in Berlin und ist seither an zahlreichen Theatern in Deutschland tätig. Seit 2003 unterhält sie im Fashion-Hotspot Berlin im Prenzlauer Berg ein eigenes Kostüm- und Modeatelier.
Hier werden auch viele ihrer Kreationen nach dem Bauhausprinzip „Form folgt Funktion“ umgesetzt. Sie entwirft Kostüme für Schauspiel, Oper und Tanztheater und arbeitet mit Regisseuren aller
Generationen zusammen, u. a. mit Daniel Karasek am Staatstheater Wiesbaden, oder im deutschen Kino in dem Märchenfilm „Hans im Glück“ mit Rolf Hoppe und Karl Dall. Als Grenzgängerin zwischen
Mode und Kostüm entwirft sie auch Kostüme für Artistik und Eiskunstlauf und war u. a. an dem Cross Genre Spektakel „Marquis de Sade“ der Gregor Seyffert Compagnie beteiligt.
Oliver Zwarg (Smee) begann seine berufliche Laufbahn im Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper, gefolgt von einem
Engagement an der Staatsoper Hannover. Dort sang er u.a. den Bartolo, Figaro, Leporello, Papageno, Gianni Schicchi und Wozzeck. Gastauftritte führten ihn an die Komische Oper Berlin, das Gran
Teatre del Liceu Barcelona, das Teatre du Capitole Toulouse, die Staatstheater Saarbrücken und Mannheim, die Bayerische Staatsoper München, zum Edinburgh Festival, Luzern Festival, den
Ludwigsburger Schlossfestspielen und Wiener Festwochen. Seit 2006 ist er als freischaffender Pädagoge, Konzert- und Opernsänger tätig. 2007 nominierte ihn die Zeitschrift Opernwelt als
„Sänger der Jahres“ für seine Interpretation des Golaud an der Staatsoper Stuttgart. Jüngst feierte er als vierfacher Bösewicht in „Hoffmanns Erzählungen“ am Staatstheater Wiesbaden große
Erfolge und war als Samuel in Verdis „Un ballo in maschera“ an der Staatsoper unter den Linden Berlin zu hören.
Undine Dreißig (Smee’s Frau)
studierte Gesang in Weimar und wurde 1989 ans Theater Magdeburg engagiert. Dort interpretierte sie einige der bedeutendsten Rollen ihres Faches: Fricka, Ortrud,
Venus, Azucena, Amneris, Fenena, Herodias, Margarethe, Ulrica, Komponist und Gräfin Mariza. Aber auch weniger bekannten Partien widmete sich die Sängerin mit großem Erfolg, beispielsweise als
Gertrud in „Hamlet“ von Ambroise Thomas. Gastspiele führten Undine Dreißig, die auch als Konzert- und Liedsängerin sehr gefragt ist, nach Rio de Janeiro (Diana in Pina Bauschs Tanztheater
„Iphigenie auf Tauris“), Wuppertal und Weimar. Als CD-Einspielung des Norddeutschen Rundfunks liegt ihre Interpretation der Charlotte in Massenets „Werther“ vor. In Chemnitz begeisterte
Undine Dreißig bereits in der Doppelrolle Ježibaba / Fremde Fürstin in „Rusalka“ das Publikum.
[©Städtische Theater Chemnitz gGmbH]
www.theater-chemnitz.de
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Schneewitte (Sneewitte) Musiktheater für Kinder Nach dem Märchen Schneewittchen der Gebrüder Grimm
Musik: Jens Joneleit Libretto: Sophie Kassies Deutschsprachige Erstaufführung: 29. November 2008 (Mannheim, Nationaltheater - Studio Werkhaus)
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Siegfried (Der Ring des Nibelungen: 2. Tag)
Musik & Libretto: Richard Wagner Uraufführung:
16. August 1876 (Bayreuth, Festspielhaus)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 30. Oktober 11
Musikalische Leitung:
Sebastian Weigle Regie: Vera Nemirova Bühnenbild: Jens Kilian Kostüme: Ingeborg Bernerth Licht: Olaf Winter Dramaturgie: Malte Krasting
Video: Bibi Abel
Besetzung:
Siegfried: Lance Ryan Mime: Peter Marsh Der Wanderer: Terje Stensvold Alberich:
Jochen Schmeckenbecher Fafner: Magnús Baldvinsson Erda: Meredith Arwady Brünnhilde: Susan Bullock Stimme des Waldvogels:
Robin Johannsen / Kateryna Kasper Waldvogel: Alan Barnes
Besprechung auf kulturfreak.de
Nach dem vielversprechenden Auftakt mit dem Rheingold wurde auch die Walküre im Rahmen des neuen Frankfurter Ring von Publikum und Presse begeistert aufgenommen: „Die
bulgarische Regisseurin Vera Nemirova ist eine Meisterin der Reduktion und damit eine sagenhafte Konstrukteurin allegorischer Bilder. Fast ohne Requisiten inszeniert sie dieses Familiendrama
zwischen Brünnhilde und Wotan – wie ein Kammerspiel – in monumentalen Tableaus, mit denen sie Richard Wagners Symbolik kongenial übersetzt. (...) Diese Frankfurter Walküre ist ein
Meisterwerk!“ In allen Kritiken wurde zudem die „Frankfurter Scheibe“ von Bühnenbildner Jens Kilian als verbindend-stilistisches Element der beiden Abende gewürdigt. Aber auch die
musikalische Seite der Produktion erhielt höchstes Lob: „Dem umjubelten Auftakt im Mai folgen abermals Ovationen für ein groß aufspielendes Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter
Sebastian Weigle und für eine Solistengruppe, um die jede andere deutsche Bühne Frankfurt nur beneiden kann.“ Ein weiterer Rezensent bescheinigte Weigle und seinen Musikern gar
„Festspielniveau“. Man darf also gespannt sein, wie sich der Ring weiter zusammenfügen wird.
Siegfried, Sohn von Sieglinde und Siegmund, lebt ohne Wissen um seine wahre Herkunft im
Wald bei dem Schmied Mime, Alberichs Bruder, der sich als sein Vater ausgibt. Siegfried beschleichen Zweifel an dieser Behauptung. Mime, eingeschüchtert von Siegfrieds Kraft, bestätigt den
Verdacht, indem er ihn über seine wahren Eltern aufklärt und das zerbrochene Schwert des Vaters präsentiert. Der als Wanderer auftretende Wotan erklärt, dass nur wer frei von Furcht sei,
Nothung erneut zusammenfügen könne. Für Siegfried ist dies ein Leichtes. Mime treibt derweil seinen Plan voran: Sobald Siegfried den Ring zurück gewonnen hat, welcher von dem in einen Drachen
verwandelten Fafner bewacht wird, möchte er ihn mit einem Gifttrank umbringen. Im Beisein Alberichs und Wotans gelingt es Siegfried, den Lindwurm zu töten. Als dessen Blut an seine Zunge
gerät, versteht er plötzlich die Sprache der Vögel und erkennt Mimes hinterhältigen Plan. Siegfried nimmt Ring und Tarnhelm an sich und macht sich, nachdem er Mime erschlagen hat, auf den Weg
zum Walkürenfelsen. Dort trifft er erneut auf den Wanderer, der sich bei Erda Rat geholt hatte, wie das Ende der Götter aufzuhalten sei. Doch selbst die weise Urmutter weiß keinen Weg. Als
der Wanderer Siegfried den Weg zu Brünnhilde verwehren will, zerstört dieser mit einem Hieb seines Schwertes den Speer des Göttervaters und durchschreitet das Feuer. Nach anfänglich
ängstlicher Scheu fallen sich beide als Liebende in die Arme.
Neben den bereits aus Rheingold und Walküre bekannten Sängern Terje Stensvold (Wotan / Der Wanderer), Susan Bullock (Brünnhilde), Jochen Schmeckenbecher (Alberich), Meredith Arwady (Erda) und Magnús Baldvinsson (Fafner) verzeichnet die Besetzungsliste eine Reihe neuer Namen: Lance Ryan (Siegfried) gilt als einer der meistgefragten Heldentenöre weltweit und debütierte an der Oper Frankfurt 2009/10 als Apollo in Strauss’ Daphne. Die Partie des Siegfried wird er hier auch in der Götterdämmerung übernehmen, nachdem er sie bereits u.a. 2010 in beiden Opern bei den Bayreuther Festspielen unter Christian Thielemann verkörpert hat. Seit 1998 ist Peter Marsh (Mime) Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt, wo er sich ein breites Repertoire erarbeitet hat, das von Pedrillo in Mozarts Die Entführung aus dem Serail über die Titelpartie in Zemlinskys Der Zwerg bis hin zu Caliban in der Deutschen Erstaufführung von Adès’ The Tempest reicht. Als Waldvogel gibt die junge ukrainische Sopranistin Kateryna Kasper, Schülerin von Hedwig Fassbender an der Frankfurter Musikhochschule, ihr Debüt an der Oper Frankfurt. [© Oper Frankfurt]
Weitere Vorstellungen: 3., 6., 11., 19., 27. November, 2. Dezember 2011 Vorstellungen innerhalb der Zyklen: 10., 28. Juni 2012
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 17.00 Uhr Mit freundlicher Unterstützung der Landesbank Hessen-Thüringen
Der Ring des Nibelungen an der Oper Frankfurt: Götterdämmerung - Sonntag, 29. Januar 2012; Zyklus I - Samstag, 2. Juni, bis Sonntag, 17. Juni 2012; Zyklus II - Freitag, 22. Juni, bis Sonntag, 1. Juli 2012
www.oper-frankfurt.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:
Premiere: 2. Oktober 11
Musikalische Leitung:
Constantin Trinks Inszenierung: John Dew Bühne: Heinz Balthes Kostüme: José-Manuel Vázquez
Besetzung:
Siegfried:
Wolfgang Schwaninger | Christian Voigt Mime: Norbert Schmittberg Der Wanderer: Ralf Lukas Alberich: Olafur Sigurdarson Fafner: Thomas Mehnert
Erda: Elisabeth Hornung Brünnhilde: Katrin Gerstenberger Die Stimme des Waldvogels: Aki Hashimoto | Margaret Rose Koenn
www.staatstheater-darmstadt.de
Zur Inszenierung des Theater Freiburg:
Premiere: 14. Juni 09 Aufführungen in der Saison 2010/11:
24. September 10 / 6. Januar 11
Musikalische Leitung: Fabrice Bollon Regie: Frank Hilbrich Bühnenbild: Volker Thiele Kostüme: Gabriele Rupprecht
Beleuchtung: Michael Philipp Dramaturgie: Friedrich Sprondel / Dominica Volkert Studienleitung und musikal. Assistenz: Thomas Schmieger
Besetzung:
Siegfried: Gunnar Gudbjörnsson / Christian Voigt (Saison 2010/11) Mime: Roberto Gionfriddo Der Wanderer: Peteris Eglitis Alberich: Neal Schwantes
Fafner: Gary Jankowski Erda: Anja Jung Brünnhilde: Sabine Hogrefe Waldvogel: Lini Gong
Philharmonisches Orchester Freiburg
Statisterie des Theater Freiburg
Nachdem Regisseur Frank Hilbrich in der Spielzeit 2006/7 den Freiburger »Ring« mit dem »Rheingold« eingeläutet hatte und 2007/8 seine »Walküre« von der
Fachzeitschrift »Opernwelt« als »Inszenierung des Jahres« nominiert wurde, wendet er sich nun mit dem »Siegfried« dem Zweiten Tag des »Ring der Nibelungen« zu. In der Spielzeit 2009/10 wird
das Theater Freiburg mit der »Götterdämmerung« Wagners Tetralogie abschließen, womit im Herbst 2010 zum ersten Mal nach über 50 Jahren wieder ein kompletter »Ring«-Zyklus in Freiburg zu sehen
sein wird. Die musikalische Leitung des Philharmonischen Orchesters Freiburg hat Generalmusikdirektor Fabrice Bollon. Der »Siegfried« wird nach der Premiere am Sonntag, den 14. Juni 2009, um
17 Uhr im Großen Haus des Theater Freiburg nur noch an drei weiteren Abenden gezeigt. Danach wird er erst im Herbst 2010 als Teil des kompletten »Ring«-Zyklus’ wieder aufgeführt werden.
Über dreißig Jahre sind vergangen, seit Alberich das Gold den Rheintöchtern entrissen und den Ring geschmiedet hat. Seitdem herrscht der Kampf um dieses Symbol der Macht, den Wotan damals
unverrichteter Dinge aufgenommen hat. Macht: Ist das Festschreiben der uneingeschränkten Weltherrschaft Ziel dieser Begierde oder der Wunsch nach einer grundsätzlich neuen Ordnung der Welt?
Restauration oder Revolution? Stagnation oder Veränderung? Systembestätigung oder individuelle Handlungsfreiheit? Zwei Generationen lang schwelt nun schon dieser Konflikt, und seine
Verursacher sind wahrlich alt geworden. Alte Männer, die seit Jahren um die Ideale und Utopien ihrer Jugend ringen, die selbst nicht mehr fähig sind zu handeln – und trotzdem oder gerade
deswegen vom Warten nicht ablassen können. Jeglicher Gedanke an Veränderung scheint sich längst ad absurdum geführt zu haben. Was Not tut ist ein Neuer, Unverdorbener, Unverbrauchter:
Siegfried, Wälsungen-Abkömmling, Sohn aus der inzestuösen und ehebrecherischen Verbindung zwischen Sieglinde und Siegmund, Enkel Wotans – Hoffnungsträger par excellence für die hoch
fliegenden Pläne einer neuen Welt: Ist er nun wirklich der neue Mensch, der Retter, der Held? Unbelastet vom Wissen über alte Zusammenhänge, getrieben nur vom eigenen Willen – hier scheint
wirklich Neues entstehen zu können. Siebzehn Jahre hält ihn Mime fern von allem, was Zivilisation sein könnte. Alberich und Wotan lauern im Hintergrund. Doch Siegfried selbst wird zunehmend
vom Bedürfnis getrieben, mehr über sich, seine Herkunft und seine Geschichte zu erfahren. Eigentlich ist das nichts weiter, als das aufkeimende Bewusstsein eines Jugendlichen – und genau
hierin liegt die Dynamik, energievoll in die Zukunft schreiten zu wollen und gleichzeitig vor sich selbst zurückzuschrecken. Der Forschheit folgt die Furcht auf dem Fuße. Aller Taktik der
Alten zum Trotz geht Siegfried intuitiv seinen Weg. Er findet Brünnhilde und damit die Liebe. Unterliegt er nun auch dem Kampf der eigenen Begierden, dem Wotan sich seiner Zeit unterworfen
fühlte: »Als junger Liebe Lust mir verblich, verlangte nach Macht mein Mut – von der Liebe doch mocht’ ich nicht lassen«? Folgt der individuelle Weg doch nur ewig gleichen Gesetzen?
Seit 2006 begleitet uns das Monumentaldrama Richard Wagners, das uns immer wieder die zentrale Frage stellt, in welcher Zukunft es zu leben gilt. Besonders interessiert hat uns dabei stets,
wie sehr Wagner dem hochfliegenden utopischen Gedanken die Desillusion einschreibt, wie sehr jeglicher drängende Wunschtraum unerfüllt bleibt, da sich der Mensch im Gewirr seines Intellekts
und seiner Emotionen verliert. Taktik und Intuition, Egomanie und Verzagtheit, Machtgebaren und Angst: Was den Menschen letztendlich antreibt, scheint weniger sein zielgerichteter Plan,
sondern die Widersprüchlichkeit seines Denkens und Fühlen zu sein.
Am Sonntag, den 28. Juni 2009, veranstaltet das Theater Freiburg zusammen mit dem musikwissenschaftlichen Seminar der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg einen »Siegfried-Tag«. Um 15 Uhr beginnt unter dem Titel »Out of Nibelheim« im Winterer-Foyer eine Kaffeestunde mit Einblicken in die Rezeptionsgeschichte
von Wagners »Ring«. Hierzu ist der Eintritt frei. Um 17 Uhr kann dann die letzte »Siegfried«-Vorstellung besucht werden. [© Theater Freiburg]
www.theater.freiburg.de
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Simone Boccanegra Melodramma in einem Prolog und drei Akten
Von: Giuseppe Verdi Texto:
Francesco Maria Piave, nach dem Drama von Antonio Garcia y Gutiérrez Uraufführung: 12. März 1857 (Venedig, teatro La Fenice
Erstaufführung der überarbeiteten und von Arrigo Boito textlich revidierten Fassung: 24. März 1881 (Mailand, Teatro alla Scala)
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 28. Januar 12
Musikalische Leitung: Marc Piollet Inszenierung: Dietrich W. Hilsdorf Bühnenbild: Dieter Richter Kostüme: Renate Schmitzer Choreinstudierung:
Anton Tremmel Dramaturgie: Karin Dietrich
Besetzung:
Simon Boccanegra: Kiril Manolov Jacopo Fiesco: Luciano Batinić Paolo Albiani:
Thomas de Vries Amelia Grimaldi: Tatiana Plotnikova Gabriele Adorno: Felipe Rojas Velozo Pietro: Hye-Soo Sonn Eine Magd Amelias: Annett Arnold
Ein Hauptmann: Osvaldo Navarro-Turres
Der Korsar Simon Boccanegra, der im Dienst der Krone erfolgreich gegen die Piraten im Mittelmeer kämpft, liebt Maria, die Tochter des
Patriziers Jacobo Fiesco. Die beiden haben ein Kind. Doch Fiesco verweigert die Hochzeit und schließt Maria ein, um den Kontakt zu Simon zu unterbinden. Die gemeinsame Tochter kann Simon
Boccanegra jedoch retten und zu einer alten Frau in Pisa bringen, die sie aufzieht. Als Boccanegra wenige Jahre darauf im vom Bürgerkrieg zwischen Adel und Bürgertum zerrütteten Genua zum
Dogen gewählt werden soll, hofft er in erster Linie auf ein Wiedersehen mit Maria und eine Aussöhnung mit ihrem Vater Fiesco. Doch im selben Augenblick, in dem er zum Dogen ausgerufen wird,
erfährt er vom Tod der Geliebten, die in der Isolation gestorben ist. Eine Versöhnung mit Fiesco ist unmöglich, denn das Kind, das Fiesco von Boccanegra als Wiedergutmachung fordert, ist
ebenfalls spurlos verschwunden. 25 Jahre später holt die Vergangenheit sowohl den zermürbten Dogen Boccanegra als auch den alten Fiesco wieder ein, der aus dem selbstgewählten Exil
unerkannt in seine Heimat zurückgekehrt ist. Als die junge Amelia Grimaldi zu einer politischen Heirat mit Paolo, dem Günstling Boccanegras, gedrängt werden soll, erkennt der Doge in der
jungen Frau seine Tochter. Die wiederum hat für ihre Zukunft ganz andere Pläne: Sie liebt Gabriele Adorno, einen Revolutionär, der zusammen mit Fiesco den Aufstand gegen Boccanegra plant.
Verdis Simon Boccanegra ist das ergreifende Bild einer Vater-Tochter-Beziehung vor einem eminent politischen Hintergrund. Die Geschichte ist vielleicht einer der aufregendsten Opernstoffe
des Komponisten überhaupt. Die Titelfigur geht auf den ersten Dogen Genuas zurück, der aufgrund seiner leidenschaftlichen pazifistischen Bemühungen um eine Einigung Italiens im 14.
Jahrhundert auch in Zeiten des Risorgimento für Verdis Zeitgenossen eine Symbolfigur gewesen sein muss. Im Schaffen Verdis markiert diese Oper einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum
musikalischen Drama. Nirgends sonst hat Verdi so konsequent auf das versöhnlich Melodische verzichtet. Trotz des Misserfolgs der Uraufführung in der ersten Version von 1857 hielt Verdi Simon
Boccanegra für eines seiner besten Werke. Mit Arrigo Boito unterzog er die Oper 1881, also fast ein Vierteljahrhundert nach der Entstehung, nochmals einer gründlichen Überarbeitung, die sich
durch die scharfsinnige Zuspitzung der Charaktere in Text und Musik auszeichnet.
Der bulgarische Bariton Kiril Manolov, der das Wiesbadener Publikum bereits als Falstaff, Figaro und
Miller begeisterte, kehrt in der Rolle des Simon Boccanegra nach Wiesbaden zurück. Sein Gegenspieler Fiesco wird von dem kroatischen Bassisten Luciano Batinić gesungen, der vor allem an
der Oper Zagreb bereits in den großen Rollen seines Faches zu erleben war. Regie führt Dietrich W. Hilsdorf, der seit 1978 über 130 Inszenierungen in den Sparten Schauspiel, Oper, Operette
und Musical verantwortet hat. Mit Simon Boccanegra kehrt er ans Staatstheater Wiesbaden zurück, um seine Reihe erfolgreicher Verdi-Arbeiten fortzusetzen. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 20. Mai 07
1. Wiederaufnahme: 1. Dezember 07 2. Wiederaufnahme: 9. April 10 3. Wiederaufnahme: 28. Januar 11
Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Mark Shanahan / Friedemann Layer / Pier Giorgio Morandi Inszenierung: Christof Loy Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer / Ludivine Petit / Ute M. Engelhardt Bühnenbild:
Johannes Leiacker Kostüme: Bettina Walter Dramaturgie: Norbert Abels Licht: Olaf Winter Chor: Alessandro Zuppardo / Matthias Köhler
Simon Boccanegra: Željko Lučić / Željko Lučić / Željko Lučić / Franz Grundheber
Jacopo Fiesco: Bálint Szabó / Bálint Szabó / Thorsten Grümbel / Thorsten Grümbel Paolo Albiani: Johannes Martin Kränzle / Johannes Martin Kränzle / Simon Bailey (1., 30. Dezember 2007) / Kosma Ranuer / Johannes Martin Kränzle Amelia Grimaldi:
Annalisa Raspagliosi / Annalisa Raspagliosi / Barbara Haveman / Barbara Haveman Gabriele Adorno: Paul Charles Clarke / Aleksandrs Antonenko / Alfred Kim / Alfred Kim Pietro:
Pavel Smirnov / Dietrich Volle / Florian Plock / Florian Plock
Ein Hauptmann / Ein Diener Amelias: Viktor Tsevelev / Ricardo Iturra (22., 30. Juni, 6. Juli 2007) / Viktor Tsevelev / Ricardo Iturra / Ricardo Iturra / Viktor Tsevelev / Viktor Tsevelev / Ricardo Iturra
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester
grün = 1. Wiederaufnahme Saison 2007/08 rot = 2. Wiederaufnahme Saison 2009/10 lila = Wiederaufnahme Sainson 2010/11
Einer der Höhepunkte der Spielzeit 2006/07 war Simon Boccanegra von Giuseppe
Verdi (1813-1901). Die Inszenierung von Christof Loy feierte am 20. Mai 2007 Premiere an der Oper Frankfurt und war sowohl beim Publikum als auch im Spiegel der Presse äußerst erfolgreich. So
schwärmte einer der anwesenden Kritiker: „Als grandios darf man das Resultat von Verdis Simon Boccanegra in Frankfurt bezeichnen. Christof Loy gelingt in mutig-radikaler Reduktion
eindringlich, aus der verworrenen Geschichte die wesentlichen menschlichen Inhalte zu skelettieren (...), und eine phänomenale Sängerbesetzung mit einem Weltklasse-Dogen Željko
Lučić an der Spitze macht den Abend zum umjubelten Ereignis. Frankfurt ist – endlich wieder ohne Einschränkungen – ganz großes Musiktheater geglückt. Unbedingt erleben!!“
Zum Inhalt: Der Korsar Simon Boccanegra wird vom Volk gegen die Interessen des Adels zum Dogen von Genua gewählt. Im Moment dieses politischen Triumphes erfährt er vom Tod seiner
Geliebten, der Patriziertochter Maria. Ihr gemeinsames Kind gilt als verschollen. 20 Jahre später erkennt der Doge seine Tochter in der Geliebten des jungen Adeligen Gabriele Adorno wieder
und gibt den beiden seinen Segen. Boccanegras eifersüchtiger Gefolgsmann Paolo vergiftet daraufhin den Dogen, der im Angesicht des Todes seinen Feinden vergibt und Adorno als seinen
Nachfolger auf dem Dogenthron einsetzt.
Zur 3. Wiederaufnahme: Die Besetzung der dritten Wiederaufnahme dieser Verdi-Oper präsentiert mit dem renommierten Bariton Franz
Grundheber (anstelle des erkrankten Wolfgang Koch) einen neuen Sänger der Titelpartie. Aus dem Ensemble steigt Alfred Kim (Gabriele Adorno) neu in die Produktion ein. Angeführt von Barbara
Haveman (Maria Boccanegra / Amelia Grimaldi) als Gast haben alle übrigen Ensemblemitglieder ihre Partien im Laufe der Zeit schon einmal verkörpert. Am Pult des Frankfurter Opern- und
Museumsorchesters steht mit Pier Giorgio Morandi ein am Main wohlbekannter Dirigent, der diese Verdi-Oper kürzlich auch in Kopenhagen dirigiert hat.
Zur 2. Wiederaufnahme:
Die Besetzung der zweiten Wiederaufnahme dieser Verdi-Oper präsentiert wie in der Premieren- sowie der ersten Wiederaufnahme-Serie Željko Lučić in der Titelpartie. Der Bariton
war zehn Jahre lang Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und ist seit der Spielzeit 2008/09 freischaffend tätig. Seine Karriere führte ihn in den letzten Jahren u.a. an die großen Opernhäuser
in Hamburg, Berlin, München, Wien, Paris, London und New York. Als Maria bzw. Amelia ist erstmals in dieser Produktion die holländische Sopranistin Barbara Haveman zu erleben, die 2008/09 mit
ihrem Frankfurt-Debüt als Puccinis Tosca für Aufsehen sorgte. An der Wiener Staatsoper sang sie 2003 Salomé in Massenets Hérodiade und danach Puccinis Manon Lescaut. Geplante Projekte der
Künstlerin sind Strauss’ Ariadne an der Oper Köln sowie Verdis Aida und Dvořáks Rusalka am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Sein Hausdebüt gibt als Paolo Albani der schwedische
Bariton Kosma Ranuer, der bisher vor allem mit Auftritten an den Opernhäusern seiner Heimat von sich reden gemacht hat. Die übrigen Partien sind mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt
besetzt, darunter erstmals Thorsten Grümbel (Jacopo Fiesco), Alfred Kim (Gabriele Adorno) und Florian Plock (Pietro). Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Friedemann Layer, der an
der Oper Frankfurt bisher 2007/08 die Wiederaufnahme von Zemlinkys Eine florentinische Tragödie und Der Zwerg musikalisch leitete. Neben seinen zahlreichen internationalen Aufgaben war er von
1987 bis 1990 sowie von 2007 bis 2009 Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim. Damit ist Layer in der über 200-jährigen Geschichte des Orchesters der erste Dirigent, der diese
Position zwei Mal bekleidete.
Zur 1. Wiederaufnahme: Die Besetzung der ersten Wiederaufnahme dieser Verdi-Oper präsentiert vorwiegend Sängerinnen und Sänger, die bereits in
der Premierenserie zu erleben waren. Angeführt werden sie vom Frankfurter Ensemblemitglied und Publikumsliebling Željko Lučić in der Titelpartie. Gleichfalls aus dem Ensemble
ist wieder Bálint Szabó als Jacopo Fiesco zu erleben, und auch Annalisa Raspagliosi gastiert als Maria Boccanegra, bzw. Amelia Grimaldi erneut in Frankfurt. Als Paolo Albiani alterniert mit
dem premierenbewährten Johannes Martin Kränzle Ensemblemitglied Simon Bailey nun auch erstmals szenisch, nachdem er die Partie in der vergangenen Spielzeit bereits aus dem Orchestergraben
gesungen hatte, während der erkrankte Kränzle auf der Bühne agierte. Neu besetzt als Gabriele Adorno ist der lettische Tenor Aleksandrs Antonenko, der sich bereits an zahlreichen renommierten
Bühnen des In- und Auslands bis hin zur New Yorker Metropolitan Opera einen Namen gemacht hat. Dietrich Volle, der erstmals den Pietro übernimmt, ist ab dieser Saison vom Chor ins Ensemble
der Oper Frankfurt gewechselt. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat der Brite Mark Shanahan, der an der Oper Frankfurt bisher 2004/05 Puccinis Tosca und 2006/07 Brittens Death in
Venice dirigierte. [© Oper Frankfurt]
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gilt ein Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.
Zur Inszenierung der Hamburger Staatsoper
»Das Herz des Menschen ist ein Quell ewigen Leidens«
Simone Young dirigiert mit Giuseppe Verdis »Simon Boccanegra« ihre zweite Premiere an der Staatsoper Hamburg
Simon Boccanegra wird vom Volk zum Dogen von
Genua gewählt. Er hofft, nun Maria, die Tochter des Patriziers Fiesco, heiraten zu können, mit der er eine Tochter hat. Doch Maria ist tot, seine Tochter verschwunden. 25 Jahre später wartet
Amelia im Garten der Grimaldis auf ihren Geliebten Gabriele Adorno. Simon will Amelia mit seinem Kanzler Paolo verheiraten, erkennt dann aber, dass sie seine verlorene Tochter Maria ist...
Giuseppe Verdis selten gespielte Oper »Simon Boccanegra« ist politisches Drama und Familienstück in einem - Boccanegra muss erfahren, dass es unmöglich ist, Liebe und Macht zu vereinen und
trotzdem glücklich zu werden. Die Inszenierung der Hamburger Neuproduktion übernimmt Claus Guth. Der aus Frankfurt stammende Regisseur erregte 1997 in Hamburg mit seiner Deutung von Kulentys
Kammeroper »The Mother of Black Winged Dreams« in der »Opera stabile« Aufsehen. Mit »Simon Boccanegra« legt er nun seine erste Arbeit am großen Haus vor. Guth arbeitete unter anderem in
Frankfurt, München, Dresden, Zürich und bei den Salzburger Festspielen. Mit seiner Inszenierung von Wagners »Der fliegende Holländer« konnte er einen großen Erfolg bei den Bayreuther
Festspielen 2003 verbuchen. Die Ausstattung übernimmt Christian Schmidt, den eine enge und langjährige Zusammenarbeit mit Guth verbindet.
Die Musikalische Leitung hat Hamburgs
Opernintendantin Simone Young - die Australierin dirigiert damit nach Paul Hindemiths begeistert aufgenommenem Künstlerdrama »Mathis der Maler« ihre zweite Premiere an der Staatsoper. Franz
Grundheber singt die Titelpartie, der Bariton hat diese Rolle schon mehrfach überaus erfolgreich gestaltet. Als Boccanegras Gegenspieler Fiesco ist John Tomlinson zu erleben (im März: Roberte
Scandiuzzi), der englische Bass hat sich vor allem mit großen Wagner-Partien einen Namen gemacht. Jan Buchwald übernimmt die Partie des Aufrührers Paolo, die chilenische Sopranistin Angela
Marambio gibt als Amelia Grimaldi ihr Debüt an der Staatsoper. Als Pietro ist der russische Bass Alexander Tsymbalyuk, zu hören, Miroslav Dvorsky übernimmt die Partie des Gabriele Adorno. In
den weiteren Rollen: Ho-yoon Chung (Un Capitano dei Balestieri), Agnieszka Tomaszewska (Un'Ancella di Amelia). Chor: Florian Csizmadia.
Premiere A: 5. Februar 06
Premiere B: 12. Februar 06 Aufführungen: 16., 19., 22., 25.Februar, 1., 4. März 06
Wiederaufnahme in der Saison 2006/07, Aufführungen:
20., 27., & 31 Oktober, 4. & 23. November 06., 23. & 26. Januar 07
Musikalische Leitung: Simone Young Inszenierung: Claus Guth Bühnenbild und Kostüme: Christian Schmidt Licht: Wolfgang Göbbel Chor: Florian Czizmadia
Premieren-Besetzung:
Simon Boccanegra: Franz Grundheber Jacopo Fiesco: John Tomlinson/Roberto Scandiuzzi (März 06) Paolo Albiani: Jan Buchwald Pietro: Alexander Tsymbalyuk Amelia Grimaldi: Angela Marambio Gabriele Adorno: Miroslav Dvorsky Un Capitano dei Balestrieri: Ho-yoon Chung Un´Ancella di Amelia: Angieszka Tomaszewska
Karten sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.staatsoper-hamburq.de (externer Link) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Besprechung auf kulturfreak.de
Simone Young, Musikalische Leitung Simone Young studierte in ihrer Geburtsstadt Sydney Komposition und Klavier und debütierte 1985 am dortigen Opernhaus mit einem Einspringen binnen
weniger Stunden. Sie erhielt 1987 die Auszeichnung »Young Australian of the Year« und in der Folge ein Stipendium für Europa. Hier arbeitete sie als Assistentin zuerst mit James Conlon in
Köln und später mit Daniel Barenboim in Paris und Bayreuth. Sie war von 1991 bis 1993 Kapellmeisterin an der Kölner Oper und von 1993 bis 1995 an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.
Bereits in dieser Zeit begann ihre internationale Karriere, die sie in den folgenden Jahren an die bedeutendsten Opernhäuser der Welt führte: das Royal Opera House Covent Garden, die Wiener
Staatsoper, die Opera Bastille in Paris, die Staatsopern in Berlin, München und Hamburg sowie die Metropolitan Opera in New York, um nur die wichtigsten Stationen zu nennen. In der zweiten
Hälfte der 90er-Jahre begann sich auch ihre internationale Karriere auf dem Konzertpodium zu entwickeln, so dirigierte sie unter anderem die Staatskapelle Berlin, die Münchner Philharmoniker,
das NHK Symphony Orchestra Tokio, die New Yorker Philharmoniker, das RSO Wien, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das DSO Berlin, das Orchestre National de Lyon, die Staatskapelle
Dresden sowie die Dresdner Philharmoniker. Im November 2005 gab sie ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern, im Dezember 2005 leitete sie erstmals die Berliner Philharmoniker. Von 1999 bis
2002 war Simone Young Chefdirigentin des Bergen Philharmonie Orchestra. Von Januar 2001 bis Dezember 2003 war sie Künstlerische Leiterin und Chefdirigentin der Australian Opera in Sydney und
Melbourne. Simone Young debütierte 1996 an der Hamburgischen Staatsoper mit »Elektra« und dirigierte zuletzt die Neuproduktion »Mathis der Maler« sowie Verdis »La Traviata« und »Falstaff« und
Wagners »Tristan und Isolde« sowie »Der fliegende Holländer«. In den letzten Jahren gastierte sie regelmäßig bei Philharmonischen Konzerten in der Laeiszhalle Hamburg. Seit der Spielzeit
2005/06 ist Simone Young Intendantin der Staatsoper Hamburg sowie Generalmusikdirektorin der Philharmoniker Hamburg. In ihrer Heimat wurde Simone Young mit dem Ehrendoktorat der Universitäten
in Sydney und Melbourne sowie mit dem Orden »Member of the Order of Australia« ausgezeichnet, in Frankreich mit dem Orden »Chevalier des Arts et Lettres«. Am 22. März 2005 erhielt sie in
Weimar die Goethe-Medaille des Goethe-Instituts.
Claus Guth, Inszenierung Der Opernregisseur Claus Guth, geboren in Frankfurt, studierte an der
Ludwig-Maximilians-Universität in München Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften. Anschießend absolvierte er, ebenfalls in München, das Studium der Theater- und Opernregie an der
Hochschule für Musik. Wichtige Impulse empfing er durch seine Regie-Mitarbeit bei Axel Manthey in Hamburg und Stuttgart. Seine erste eigene Regiearbeit war »Dido und Aeneas« am Theater in der
Reithalle München. In Hamburg inszenierte er 1996 die viel beachtete Uraufführung von Hanna Kulentys Kammeroper »The Mother of Black-Winged Dreams« in der Opera stabile. Claus Guth hat sich -
neben Inszenierungen von Werken von Gluck, Verdi oder Wagner - vor allem mit Uraufführungen von Werken des zeitgenössischen Musiktheaters einen Namen gemacht: unter anderem für die Biennale
München, bei den Salzburger Festspielen, an der Semperoper Dresden und am Theater Basel. Bei den Bayreuther Festspielen wurde 2003 seine Neusicht auf Wagners »Holländer« gefeiert. Sein
langjähriger Partner für Bühnenbild und Kostüme ist Christian Schmidt, mit dem er auch an der Hamburgischen Staatsoper »Simon Boccanegra« in Szene setzt. Weitere Inszenierungen zwischen 1992
und 2004 waren: »La Traviata« in Mannheim, »Ariadne auf Naxos« in Bremen, »Le Nozze di Figaro« am Münchner Prinzregententheater, in Darmstadt Reinhard Febels »Morels Erfindung« (UA), Sandeep
Bhagwatis »Macht Masse Mensch« (UA) an der Bayerischen Staatsoper. Es folgten Berthold Goldschmidts »Der gewaltige Hahnrei« am Staatstheater Darmstadt, »The Rake's Progress« am Opernhaus
Nürnberg, »Iphigenie en Tauride« für die Salzburger Festspiele, »Der Wildschütz« als Fernsehproduktion für den Bayerischen Rundfunk und arte, »King Arthur«, die Uraufführung von Peter
Ruzickas »Celan« an der Semperoper in Dresden sowie »Idomeneo« am Staatstheater Darmstadt. Zu den Arbeiten der letzten Jahre gehörten »Blauwalddorf« (UA) von Helmut Oehring in Aachen, »Der
Revisor« (Werner Egk) am Staatstheater am Gärtnerplatz und Richard Wagners »Liebesverbot« am Münchener Prinzregententheater. Es folgte »Schwarzerde« (UA) von Klaus Huber am Theater in Basel
und »Das Beben« (UA) von Awet Terterjan am Staatstheater am Gärtnerplatz. Im letzten Jahr erarbeitete er unter anderem für das Opernhaus Zürich »Radamisto« und »II Barbiere di Siviglia«. Mit
dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt inszenierte er im Jahr 2005 »Lucio Silla« bei den Bayreuther Festspielen. Diese erfolgreiche erstmalige Zusammenarbeit wird im Mozart-Jahr 2006 mit der
Inszenierung von »Le Nozze di Figaro« fortgesetzt.
Christian Schmidt, Bühnenbild und Kostüme Seit Jahren bildet Christian Schmidt mit Claus
Guth ein festes künstlerisches Team. Dass die Zusammenarbeit fruchtbar ist, zeigte sich unter anderem bei den Bayreuther Festspielen: Für sein Bühnenbild zu Richard Wagners »Der fliegende
Holländer« erhielt Christian Schmidt 2003 die Auszeichnung »Bühnenbildner des Jahres«. Christian Schmidt wurde in Coburg geboren und studierte in Wien bei Erich Wonder. Bei der Münchener
Biennale 1992, arbeitete er zum ersten Mal mit dem Regisseur Claus Guth. Zahlreiche Inszenierungen Claus Guths hat Christian Schmidt mittlerweile als Bühnen- und Kostümbildner begleitet,
darunter das Tanztheater »Der bedrohte Mörder« an der Münchener Staatsoper, »La Traviata« in Mannheim, Hanna Kulentys »The Mother of Black-Winged Dreams« (UA) an der Hamburgischen Staatsoper
in der Opera stabile sowie Chaya Czernowins »Pnima... ins Innere« (UA) bei der Münchener Biennale. Christian Schmidt arbeitete auch mit Hans Neuenfels zusammen: 1997 an der Wiener Volksoper,
wo der Regisseur Alexander Zemlinskys »König Kandaules« inszenierte und 1998 am Staatstheater Stuttgart, wo er Wolfgang A. Mozarts »Die Entführung aus dem Serail« in Szene setzte. Bei den
Salzburger Festspielen 1999 schuf Christian Schmidt die Ausstattung für Claus Guths Inszenierung von Luciano Berios »Cronaca del Luogo« (DA) und im Jahr 2000 für »Iphigenie en Tauride«
(Christoph W. Gluck). An der Semperoper Dresden arbeitete er mit Peter Ruzicka an der Inszenierung von »Celan« (DA). Zu den Arbeiten der letzten Jahre gehören unter anderem »Blauwalddorf«
(DA) von Helmut Oehring in Aachen, »Tannhäuser« und »Der Freischütz« in Basel, »Fierrabras«, »Radamisto« und »Ariane et Barbe-Bleue« in Zürich sowie »Der fliegende Holländer« bei den
Bayreuther Festspielen 2003. Bei den Wiener Festwochen 2005 deutete er mit Claus Guth »Lucio Silla« und arbeitete erstmals mit dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt. Eine Zusammenarbeit, die im
Mozart-Jahr 2006 mit einem neuen Figaro bei den Salzburger Festspielen ihre Fortsetzung findet.
Franz Grundheber, Simon Boccanegra Franz
Grundheber ist einer der ganz großen Sänger seines Fachs: Es findet sich kein bedeutendes Opernhaus oder Festival der Welt, an dem er in den fünfunddreißig Jahren seiner Laufbahn nicht
gesungen, kaum ein renommierter Dirigent, mit dem er nicht gearbeitet und fast keine Partie seines Fachs, die er nicht interpretiert hat. Er war der erste Deutsche, der an der New Yorker
Metropolitan Opera den Rigoletto verkörpert hat - eine Partie, die er auch an der Hamburgischen Staatsoper immer wieder mit großem Erfolg singt. Von 1966 bis 1988 war der Bariton
Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper und wurde 1986 vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg zum Kammersänger ernannt. Seitdem ist der in Trier geborene Sänger freischaffend
tätig, steht aber weiterhin an zahlreichen Abenden auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper. Er interpretierte hier Partien wie Wozzeck, Jago, Macbeth, Scarpia, Rigoletto, Amfortas, und
Holländer. Zahlreiche Gastengagements führen ihn an Opernbühnen der ganzen Welt, etwa in Berlin, München, Wien, London, Mailand, Paris, Madrid, New York, Los Angeles, Chicago und Tokio. Mit
der Verkörperung der Titelpartie in »Simon Boccanegra« setzt Franz Grundheber die Zusammenarbeit mit Simone Young fort, die bereits bei der Premiere von »Le Villi« an der Wiener Staatsoper im
Oktober 2005 zu großem Erfolg geführt hat.
John Tomlinson, Jacopo Fiesco Der in Lancashire geborene Bass erhielt seine Gesangsausbildung am Royal
Manchester College of Music. Seit 1974 tritt er regelmäßig an der English National Opera und an der Royal Opera Covent Garden auf. Schwerpunkte in seinem Repertoire bilden die großen
Wagner-Partien wie Wotan/Wanderer (»Der Ring des Nibelungen«), König Marke (»Tristan und Isolde«), Gurnemanz (»Parsifal«) und die Titelpartie in »Der fliegende Holländer«. Mit diesen Partien
ist er unter anderem Stammgast bei den Bayreuther Festspielen. Zu seinem Repertoire gehören aber auch Baron Ochs in »Der Rosenkavalier«, Orest in »Elektra«, Moses in »Moses und Aron« und
Sarastro in »Die Zauberflöte«. Engagements führen John Tomlinson regelmäßig an alle bedeutenden Opernhäuser der Welt, unter anderem nach Berlin, Dresden, München, Wien, Amsterdam, Paris,
Genua, Lissabon, New York, Chicago und San Francisco sowie zu den Salzburger Festspielen, dem Maggio Musicale Festival in Florenz und dem Aix-en-Provence Festival. Neben seinen
Opernauftritten hat er zahlreiche CDs eingespielt und verfügt über ein großes Konzertrepertoire. Er konzertierte mit allen bedeutenden britischen Orchestern und sang in Deutschland, Italien,
Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Dänemark und den USA. 2005 wurde er von der englischen Königin zum Ritter geschlagen. Mit der Partie des Jacopo Fiesco gibt John Tomlinson sein
Hamburg-Debüt.
Jan Buchwald, Paolo Albiani Der in Solingen geborene Jan Buchwald studierte in Hannover und Köln und war Meisterschüler unter anderem
bei Dietrich Fischer-Dieskau. Sein Operndebüt gab der Bariton in Brittens »Billy Budd« am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Vom Herbst 2000 bis zum Sommer 2002 gehörte er dem
Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper an, seit der Spielzeit 2002/03 gehört er zum Ensemble der Bühne an der Dammtorstraße. Hier interpretierte er seitdem zahlreiche
Partien, darunter die Titelpartie in Reinhard Keisers »Der lächerliche Prinz Jodelet« (die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper verlieh ihm für seine herausragende Leistung den
Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preis) sowie den Grafen Almaviva in Mozarts »Le Nozze di Figaro« und Zar Peter l. in Lortzings »Zar und Zimmermann«. Bei den Münchener Opernfestspielen sang Jan
Buchwald den Fritz Kothner in »Die Meistersinger von Nürnberg« und bei den Festspielen in Bregenz war er in einer Inszenierung der Operette »Der lustige Krieg« zu erleben. Im Bereich Konzert
und Lied ist der Künstler mit Gastspielen in Berlin, Hannover, Köln, Frankfurt an der Oder, Stettin (Polen) und Freiburg im Breisgau aufgetreten. Zu seinem Konzertrepertoire gehören unter
allen anderen großen klassischen Werken das »Deutsche Requiem« von Johannes Brahms, Orffs »Carmina Burana« und der »Elias« von Mendelssohn Bartholdy. Ebenso hat der Sänger in den vergangenen
fünf Jahren bei Rundfunk, Fernseh- und CD-Aufnahmen für den NDR, Deutschland Radio und ZDF mitgewirkt. Jan Buchwald gab bei einem Festkonzert zu Ehren Dietrich Fischer-Dieskaus mit dem
Mozarteum-Orchester unter der Leitung von Ivor Bolton sein Debüt bei den diesjährigen Salzburger Festspielen.
Alexander Tsymbalyuk, Pietro
Alexander Tsymbalyuk wurde in Odessa/Ukraine geboren. Mit dem fünften Lebensjahr begann seine vielseitige musikalische Ausbildung, die ihn vom Klavier über das Schlagzeug bis zum Gesang
führte. Ab 1995 studierte er bei Vasilij Navrotsky am Konservatorium in Odessa. Ein Jahr später gewann er den Wettbewerb »New names of Ukraine« in Kiew und erhielt im Anschluss daran ein
Stipendium der ukrainischen Regierung. Außerdem gewann der junge Bass zahlreiche nationale und internationale Preise wie beispielsweise den Dvorzhak-Preis in Karlovy Vary, den Alchevsky-Preis
in Kharkov sowie den Internationalen »Music-Academy-Prize« in Holland. Im Jahr 2000 war Alexander Tsymbalyuk als Solist am Opernhaus Odessa engagiert. In den Spielzeiten 2001/2002 und
2002/2003 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper. Während dieser Zeit stand er unter anderem in »Eugen Onegin«, »Rigoletto«, »La Traviata«, »Un Ballo in
Maschera« und »Madame Butterfly« auf der Bühne. Seit der Spielzeit 2003/2004 ist Alexander Tsymbalyuk Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper. Er interpretierte hier unter anderem
Masetto (»Don Giovanni«), Ssurin (»Pique Dame«), Angelotti (»Tosca«), Ferrando (»II Trovatore«), Zuniga (»Carmen«), Sparafucile (»Rigoletto«), Lodovico (»Otello«), Titurel (»Parsifal«) sowie
Riccardo (»Beatrice di Tenda«).
Angela Marambio, Amelia Grimaldi Die chilenische Sopranistin studierte am Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt
Vina del Mär Klavier und Gesang. In Chile gewann sie mehrere Gesangspreise und machte sich als Konzertsolistin einen Namen. Sie interpretierte unter anderem die Sopranpartien in Brahms'
»Deutsches Requiem«, Mahlers »Sinfonie Nr. 2«, Faures »Requiem«, Beethovens »Neunte Sinfonie« und Haydns »Nelson Messe«. 1999 gab Angela Marambio als Micaela in »Carmen« ihr Operndebüt am
Teatro Municipal in Santiago. Internationale Aufmerksamkeit erregte die Sängerin, als sie 2002 den ersten Preis im angesehenen Francisco Vinas Gesangswettbewerb in Barcelona gewann. Daraufhin
debütierte sie in der Londoner Royal Albert Hall mit einem Konzert von Granados »Goyescas«. Es folgten eine ganze Reihe von Debüts an bedeutenden Opernhäusern: An der New York City Opera und
der Bayerischen Staatsoper sang sie Mimi in »La Boheme«, am Teatro Comunale in Florenz unter Zubin Mehta die Contessa in »Le Nozze di Figaro«, am Teatro Carlo Felice in Genua Medora in »II
Corsaro«, am Gran Teatro del Liceu und an der Berliner Staatsoper Fiordiligi in »Cosi fan tutte« sowie am Teatro alla Scala in Mailand und der Los Angeles Opera die Micaela. Geplant sind
Engagements an der Opera Bastille in Paris und am Teatro Regio in Turin. In der Spielzeit 2005/2006 ist Angela Marambio mit der Partie Amelia Grimaldi erstmals zu Gast an der Hamburgischen
Staatsoper. Danach wird sie dieselbe Partie auch noch an der Amsterdamer Oper singen.
Miroslav Dvorsky, Gabriele Adorno Der slowakische Tenor
Miroslav Dvorsky absolvierte sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Bratislava bei Ida Cernecka. Im Zuge eines Stipendiums eignete er sich am Teatro alla Scala Milano bei Luciano
Silvestri die italienische Gesangstradition an. Zurück in der Slowakei war Miroslav Dvorsky einige Jahre lang Mitglied des Nationaltheaters Bratislava, bevor ihn erste Auslandsengagements
unter anderem nach München, Stuttgart, Leipzig, Zürich, Genua, Luzern und Basel führten. Darüber hinaus war der Tenor beim Orchestra Sinfonica di Milano in Verdis »Messa da Requiem« unter
Riccardo Chailly und beim Orchestre de Paris in Dvoraks »Requiem« unter Vladimir Fedoseyev zu hören. Miroslav Dvorsky debütierte unter Donald Runnicles als Cavaradossi in »Tosca« an der San
Francisco Opera und als Manrico in »II Trovatore« unter Carlo Rizzi am Teatro Comunale Bologna. Zudem wirkte er in zahlreichen Neuproduktionen unter anderem an der Deutschen Staatsoper Berlin
(»La Boheme«), der Sächsischen Staatsoper Dresden (»Madame Butterfly«, »Die Fledermaus«), der Wiener Staatsoper (»Nabucco«, »Simon Boccanegra«), am New National Theatre Tokio (»Lady
Macbeth«), an derCanadian Opera Toronto (»La Traviata«, »Jenufa«) und am Nationaltheater Prag (»Rusalka«) mit. In der Spielzeit 2005/2006 ist der Tenor als Prinz für die Wiederaufnahme von
»Rusalka« an der Opera National de Paris engagiert. Darüber hinaus gastiert er an der Wiener Staatsoper (»La Traviata«) und an der Sächsischen Staatsoper Dresden, wo er in »Madame Butterfly«
und »Carmen« singt und als Pollione in »Norma« debütiert. Neben seinen Opernengagements konzertiert Miroslav Dvorsky auch regelmäßig mit bedeutenden Orchestern wie zum Beispiel den Wiener
Symphonikern und arbeitet dabei mit bekannten Dirigenten wie Riccardo Chailly und Charles Dutoit. An der Dammtorstraße gastierte der Tenor als Alfrede in »La Traviata« (1996/1997), als Stewa
in »Jenufa« (1999/2000) und als Herzog in »Rigoletto« (2000/2001). Nachdem er bereits an der Wiener Staatsoper unter Daniele Gatti für seine Partie des Gabriele Adorno in der damaligen
Saisoneröffnungspremiere von »Simon Boccanegra« gefeiert wurde, hat ihn die Staatsoper Hamburg in der Spielzeit 2005/2006 für die Neuproduktion unter der Leitung von Simone Young verpflichtet.
Ho-yoon Chung, Un Capitano dei Balestrieri Ho-yoon Chung wurde in Seoul geboren. Nach dem Besuch der High School studierte der Koreaner Gesang an
der Seoul National University. Seit 1996 ist er Solist beim Yoido Füll Gospel Church Choir, seit 2002 studiert der Wahl-Berliner Gesang und Musiktheater an der University of Arts bei Harald
Stamm. Ho-yoon Chung gastierte bei zahlreichen Veranstaltungen, so mehrfach in der Seoul Arts Center Concert Hall (unter anderem mit dem Korean und dem Seoul Symphony Orchestra) und 2002 in
der Canada Vancouver City Concert Hall, wo er eine Arie aus Handels »Messias« interpretierte. Der Sänger ist unter anderem Preisträger des Concours International De Chant De Ven/iers
(Belgien, 2001) und der Ist Korea National Opera Competition (2001). Seit der Spielzeit 2003/04 ist Ho-yoon Chung Mitglied des Internationalen Opernstudios an der Hamburgischen Staatsoper und
wirkte seither in vielen Produktionen mit, darunter als Alfredo (»La Traviata«), Herzog (»Rigoletto«), Fenton (»Falstaff«), 1. Edler (»Lohengrin«), Chevalier (»Dialogues des Carmelites«) und
Ismaele (»Nabucco«).
Agnieszka Tomaszewska, Un'Ancella di Amelia Agnieszka Tomaszewska wurde in Danzig geboren und studierte an der
Musikakademie Danzig Gesang. Nach ihrem Diplom im Jahre 2004 nahm die junge Sopranistin ein postgraduales Studium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien auf. Sie belegte
Meisterkurse bei Helena Lazarska, Barbara Bonney, Renata Scotto und Katia Ricciarelli. Als Auszeichnung für bedeutendes Kulturschaffen in Polen erhielt Agnieszka Tomaszewska unter anderem den
»Preis der Stadt Danzig für besondere Erfolge im Bereich Musik«. 2004 war die Sängerin Preisträgerin im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Mozarteum und Stipendiatin des Polnischen
Kultusministeriums. Im Jahre 2005 gewann sie den ersten Preis beim internationalen »Ada Sari -Wettbewerb der Vokal Kunst« in Polen. Agnieszka Tomaszewska sang zahlreiche Konzerte mit dem
Philharmonischen Orchester und dem Baltischen Opernorchester in Polen, Deutschland, Schweden, Spanien, Frankreich, Litauen, Österreich, der Türkei und auf den karibischen Inseln. Dort war sie
unter anderem in Mozarts »Krönungsmesse« sowie in Bachs »Magnificat« zu hören. Weitere Engagements hatte sie in Bachs »Matthäus-Passion« mit der Kammersinfonie Bremen sowie in Boccherinis
»Stabat Mater« im Paul Rockek Quintett im Rahmen der Salzburger Festspiele. Auf der Opernbühne sang die Sopranistin zwischen 2003 und 2005 Partien wie Serpina (»La serva Padrona«), Cleopatra
(»Giulio Cesare«), Adina (»L'Elisir d'Amore«), Arminda (»La finta giardiniera«). Mit Beginn der Spielzeit 2005/06 ist Agnieszka Tomaszewska Mitglied im Internationalen Opernstudio der
Hamburgischen Staatsoper.
[Texte: Staatsoper Hamburg]
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Simplicius Simplicissimus Drei Szenen aus seiner Jugend
Von: Karl Amadeus Hartmann (1905 - 1963) Text:
Hermann Scherchen, Wolfgang Petzet und Karl Amadeus Hartmann nach dem Roman Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch (1669) von Jakob Christoffel von Grimmelshausen
Konzertante Uraufführung der Erstfassung von 1934/1935: 2. April 1948 (München, Radio München) Szenische Uraufführung:
20. Oktober 1949 (Köln, Kammerspiele der Bühnen der Stadt Köln) Erste Aufführung der Neufassung: 8. Mai 2004 (Stuttgart, Württembergisches Staatstheater)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 6. September 09
Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Inszenierung: Christof Nel
Mitwirkende: Simplicius Simplicissimus: Claudia Mahnke Einsiedel: Frank van Aken Gouverneur: Hans-Jürgen Lazar
Landsknecht: Dietrich Volle Hauptmann: Florian Plock Bauer: Magnus Baldvinsson Dame: Marcia Haydée
u.a.
Der Komponist Karl Amadeus
Hartmann (1905-1963) ist einer der wenigen authentischen Vertreter der „inneren Emigration“ und entwickelte als Reaktion auf Rassismus, Unterdrückung und Krieg während des Hitlerregimes eine
eigene musikalische Sprache. Seine Oper Simplicius Simplicissimus nach dem Roman von Jakob Christoffel von Grimmelshausen, welcher aus dem hessischen Gelnhausen stammt, ist wohl das
nachdrücklichste Zeugnis dieses Widerstandes. In dem 1669 erschienenen Text verarbeitet Grimmelshausen das deutsche Trauma des Dreißigjährigen Krieges. Die grausamen Ereignisse dieser Zeit
werden aus der Perspektive eines naiven Kindes geschildert. Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges und in Vorahnung der kommenden Ereignisse entdeckte Hartmann 1934/35 die Aktualität des
Stoffes für eine künstlerische Stellungnahme. Erst nach dem Krieg fand die Uraufführung statt, 1948 konzertant in München und 1949 szenisch in Köln. In Frankfurt wurde die Oper zuletzt 1970
in einer Produktion von Wilfried Bauernfeind unter der musikalischen Leitung von Gerhard Geist gespielt. Fast vierzig Jahre danach wird das Werk nun wieder in Frankfurt gezeigt. Zum Inhalt:
Inmitten des Dreißigjährigen Krieges gewährt ein gläubiger Einsiedler einem jungen Schafhirten Zuflucht vor den marodierenden Truppen der Landsknechte. Von dem Alten erhält das Kind auch
seinen Namen Simplicius Simplicissimus sowie eine an den menschlichen Grundwerten orientierte Erziehung. Nach dem Tod des Einsiedlers wird der Junge aufgegriffen und dem Gouverneur als „Rest
vom Heiligen Römischen Reich“ vorgeführt. Da er – wie der Einsiedler es ihm beigebracht hat – immer die Wahrheit sagt, gibt man ihn als unterhaltsamen Hofnarren der Lächerlichkeit preis. Als
die unterdrückten Bauern den Saal stürmen, überlebt einzig Simplicius. Die Produktion, welche 2004 an der Staatsoper Stuttgart entstanden ist – ein Rezensent sprach von einer „der
beachtlichsten Inszenierungen der vergangenen Jahre“ – wird nun an die Oper Frankfurt übernommen und stammt von Christof Nel. Der Regisseur, der am Main mit Inszenierungen von Wagners
Meistersinger (1993), Tristan und Isolde (2003) und Parsifal (2006) sowie Strauss’ Frau ohne Schatten (2003) erfolgreich war, legte kürzlich seine Sicht auf Verdis Aida an der Bayerischen
Staatsoper in München vor. Die musikalische Leitung liegt bei Kapellmeister Erik Nielsen, zu dessen jüngsten Frankfurter Erfolgen Peter Eötvös’ Angels in America im Bockenheimer Depot zählt.
Die Besetzung stammt überwiegend aus dem Ensemble der Oper Frankfurt, angeführt von Claudia Mahnke in der Titelpartie und Frank van Aken als Einsiedel. Beide Künstler waren auch bereits in
Stuttgart besetzt. Marcia Haydée, eine der bedeutendsten Tänzerinnen unserer Zeit, ist zudem in einer Sprechrolle zu erleben. [© Oper Frankfurt]
Weitere Vorstellungen: 10., 13., 17., 25., 27. September 2009 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 12 bis 130 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Oper Frankfurt) www.oper-frankfurt.de
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OPERation X - Vox humana - The Singing Machine Eine Powerpointperformance für Stimmkünstler und Instrumentalisten
Von: Leo Dick / Tassilo Tesche / Marcel Saegesser Text : Leo Dick und Tassilo Tesche
Uraufführung:
4. Juni 09 (Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater in der Exerzierhalle)
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters Aufführung im Rahmen von Stadt der Wissenschaft und klangpol
Premiere: 4. Juni 09 (Uraufführung)
Inszenierung und Komposition: Leo Dick
Musikalische Leitung: Wilhelm Hofmann Bühne, Kostüme, Video: Tassilo Tesche Eletroakustik und konzeptionelle Mitarbeit: Marcel Saegesser Dramaturgie:
Katharina Ortmann
Mit: Tiina-Maria Enckelmann, Anne Eversbusch, Sarah Papadopoulou, Silja Schindler, Nathalie Senf, Sönke Klegin, Philipp Arndt , Alexej Kosarev, René Schack,
Volkmar Stickan, Andrey Valiguras
Das Oldenburgische Staatstheater versteht sich als Ort des klassischen ebenso wie des zeitgenössischen Musiktheaters. Aber wie sieht die Zukunft der Oper aus? Da besteht
Forschungsbedarf!
In Kooperation mit dem Haus des Hörens einem der herausragenden Forschungsinstitute im Bereich Akustik, begibt sich das Team um den Schweizer Komponisten und
Regisseur Leo Dick für ihr musikalisches Theater Vox humana auf eine Forschungsreise. Gegenstand dieser „theatralen Versuchsanordnung“ ist der von Menschen erzeugte Klang – in seiner elementarsten Form, der Stimme. Wie funktioniert die menschliche Stimme? Was ist Gesang – und warum bringt uns Carusos Tenor noch heute zum Weinen? Dabei trifft ein Stimmforscher auf Sänger, Schauspieler und Musiker. Powerpoint-Präsentationen werden zum theatralen Ereignis. Der wissenschaftliche Vortrag wird zur multimedialen Performance!
Vox humana eröffnet die Reihe OPERation X des Oldenburgischen Staatstheaters, die ab dieser Spielzeit in der Exerzierhalle stattfindet. Denn neue Spielorte ermöglichen neue Theaterformen – jenseits der klassischen Opernbühne. Eine Einladung auf eine szenisch-musikalische Forschungsreise in die Welt der Oper von morgen! [© Oldenburgisches Staatstheater)
www.staatstheater.de
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Solo Fanny Psychogramm einer Beziehung Der Monolog der Fanny Cäcilie Hensel geborene Mendelssohn zur Freitagnacht des 13. zum 14. November
1846 in der Leipziger Straße 3 in Berlin für singende Darstellerin und Flügel des Gesanges
Von: Robert Mieth
Uraufführung:
14. September 2009 (Leipzig, Kellertheater der Oper Leipzig)
Sängerin/Fanny Hensel: Christine Wolff Am Flügel des Gesanges: Anastasia Mozina-Braun Stimmen:
Friedhelm Eberle
Zur Inszenierung der Oper Leipzig:
Ehrliche Worte statt hübscher Anekdoten: In Robert Mieths „Solo Fanny“ meldet sich die fast vergessene Schwester zu Wort
Mit der Uraufführung von Robert Mieths „Solo Fanny“ an der Oper Leipzig anlässlich des 200. Geburtstags von Felix Mendelssohn Bartholdy gedenkt die Oper Leipzig nicht nur des
Geburtstagskindes, sondern lässt auch einer zu Unrecht vergessenen Pianistin, Komponistin und Künstlerpersönlichkeit angemessene Würdigung widerfahren. Denn zu Wort kommt hier eine enge
Verbündete Mendelssohns: Fanny Cäcilie Hensel, die gleichermaßen begabte, aber weitgehend in den Hintergrund gedrängte Schwester des gefeierten Komponisten. „Solo Fanny“ wird am 14.09.2009 im
Kellertheater der Oper Leipzig uraufgeführt, mit der international renommierten Sopranistin Christine Wolff in der Rolle der Fanny sowie Anastasia Mozina-Braun am Piano.
In Form eines
„Monologs für komödienspielenden Sopran” zeichnet Autor Robert Mieth das Psychogramm der ambivalenten Beziehung zwischen den Geschwistern Mendelssohn. Er lässt Fanny aus dem Schatten des
jüngeren Bruders treten und in schonungsloser Rechenschaft vor sich selbst das streng gehütete Verschwiegenheitssiegel der Familienchronik aufbrechen. So erfährt das Publikum aus dem Munde
jener Person, die Felix am nächsten stand, spannende Geschehnisse aus dem Leben der Geschwister und vertrauliche Einzelheiten aus dem Kreise Mendelssohn, die weit über gefällige Anekdoten
hinausreichen.
Mit seinen Sprachkunstwerken „Er. Mein Sohn” und „Wegen wesentlicher Theilnahme”, dichte und wortwitzreiche Text-Musik-Collagen, begeisterte Robert Mieth sein Publikum
im Kellertheater der Oper Leipzig bereits in den vergangenen Spielzeiten. Mit „Solo Fanny” schuf er nun ein weiteres Werk, das an seine Darstellerin nicht nur stimmlich, sondern auch
darstellerisch höchste Anforderungen stellt: Ein großes Solo für eine universelle Künstlerin. Was Renate Krößner im Film „Solo Sunny” war, wird Christine Wolff, in Personalunion Sängerin und
Schauspielerin, im Bühnenmonolog „Solo Fanny“ sein: eine seelisch tief verletzte Frau in fast auswegsloser Situation. In ihren Monolog eingebunden sind Kompositionen der Geschwister Fanny
Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy sowie von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven.
Mit Christine Wolff fand Robert Mieth seine „erträumte Fanny”.
Sie studierte in Leipzig bei Kammersängerin Sigrid Kehl, gastiert in zahlreichen Opern-, Operetten- und Musical-Partien auf den großen Bühnen Deutschlands, feiert im Konzertbereich
deutschlandweite und internationale Erfolge und tritt regelmäßig bei zahlreichen renommierten Festivals auf. Im Rahmen des Mendelssohn-Special-Day war sie im Februar dieses Jahres mit dem
Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Georg Christoph Biller in einer Live-Aufzeichnung des MDR-Hörfunks europaweit zu hören. In diesem Jahr erschien anlässlich des
Mendelssohn-Gedenkjahres ihre neue CD mit dem Thomanerchor Leipzig und dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Georg Christoph Biller mit Psalmen und Motetten. An der Oper Leipzig sang
Wolff 2000 die Rolle der Axinja in der UA von Luca Lombardis „Dimitri oder Der Künstler und die Macht“ (Regie Uwe Wand). Zudem war sie an der Musikalischen Komödie als Maria („West Side
Story“) zu erleben, eine Rolle, mit der sie an insgesamt zehn deutschen Theatern Erfolge feierte. [© Oper Leipzig]
www.oper-leipzig.de
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Die spanische Stunde (L’heure espagnole)
Comédie musicale in einem Akt von: Maurice Ravel Text:
Franc Nohain (Pseudonym für Maurice-Etienne Legrand) nach seiner Comédie-bouffe (1904) Uraufführung: 19. Mai 1911 (Paris, Opéra Paris)
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden: “Die spanische Stunde” wird zusammen mit “Gianni Schicchi” aufgeführt.
Premiere: März 10
Musikalische Leitung: Marc Piollet Inszenierung: Carlos Wagner Bühnenbild:
Conor Murphy Kostüme: Christof Cremer Dramaturgie: Bodo Busse/Serge Honegger
Besetzung: Conception: Ute Döring/Merit Ostermann Gonzalvo:
Jonas Gudmundsson/Felipe Rojas Velozo Torquemada: Erik Biegel/Christopher Busietta Ramiro: Brett Carter/Thomas de Vries Don Inigo Gomez: Hye-Soo Sonn
Der Doppelabend unter der musikalischen Leitung von Marc Piollet mit den beiden von umwerfender Komik und sprühender Musikalität geprägten Werken von Ravel und Puccini kommt in einer
temporeichen Inszenierung von Carlos Wagner zur Aufführung. In den beiden Meisterwerken der musikalischen Komödie stehen zwei Schlitzohren im Mittelpunkt: Die ebenso schöne wie schlaue
Conception nutzt die ‚spanische Stunde’ für ein Stelldichein mit ihrem Liebhaber, während ihr Mann die Uhren in der Stadt aufzieht. Der bauernschlaue Gianni Schicchi fälscht zugunsten seiner Tochter und für sich selber das Testament des soeben verstorbenen Florentiners Buoso Donato. Er schlüpft dafür in das Nachthemd des Verblichenen, denn noch weiß in ganz Florenz keiner von dem Todesfall.
Im Zentrum der „spanischen Stunde“ steht Conception, die Frau des Uhrmachers Torquemada. Dieser muss jeden Donnerstag zu festgelegter Stunde die Uhren der Stadt Toledo aufziehen.
Seine Frau nutzt die Pause von ihrem Ehemann zu einem Schäferstündchen mit ihrem Liebhaber Gonzalve. Dabei kommt es zu absurden und grotesken Situationen, in denen Conception ihren Liebhaber
und andere Verehrer aneinander vorbei organisieren muss. Der temporeiche Männerbesuch endet für Conception glücklich, sie findet den „wahren“ Liebhaber in Ramiros starken Armen und kann sich
auf viele weitere, erfüllte „spanische Stunden“ freuen.
Carlos Wagner
hat am Hessischen Staatstheater Wiesbaden mit großem Erfolg in der vergangenen Spielzeit Mozarts ‚Don Giovanni’ inszeniert. Der international
gefragte Regisseur hat u.a. in Bordeaux, Nancy, Montpellier, am ‚Gran Teatre del Liceu’ in Barcelona, an der Oper Leipzig sowie am ‚Royal Opera House Covent Garden’ Regie
geführt. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 22. Februar 09
Musikalische Leitung:
Johannes Debus Inszenierung: David Hermann Bühnenbild: Christof Hetzer Kostüme: Irina Bartels Dramaturgie: Zsolt Horpácsy Licht:
Olaf Winter Chor: Matthias Köhler Choreografie: Nir De Volff
Besetzung: Concepción: Claudia Mahnke Torquemada: Hans-Jürgen Lazar
Ramiro: Aris Argiris Gonzalvo: Daniel Behle Don Inigo Gomez: Simon Bailey
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Oper Frankfurt zeigt „Die spanische Stunde“ gemeinsam mit „Das kurze Leben“:
Die spanische Stunde Oper Frankfurt v.l.n.r.: Gonzalvo (Daniel Behle), Torquemada (Hans-Jürgen Lazar),
Concepción (Claudia Mahnke), Ramiro (Aris Argiris) und Don Inigo Gomez (Simon Bailey) Foto: Barbara Aumüller
L’heure espagnole, die musikalische Komödie in einem Akt von Maurice Ravel (1875-1937), wurde als Gegenentwurf zum symbolistisch-impressionistischen Stil Debussys
konzipiert und erlebte im Anschluss an ihre Uraufführung am 19. Mai 1911 an der Opéra-Comique in Paris vorerst nur wenige Vorstellungen. Dies mochte an der praktischen
Schwierigkeit gelegen haben, Ravels Einakter mit einem geeigneten zweiten Bühnenwerk zu einem abendfüllenden Opernabend zu kombinieren. An der Oper Frankfurt wird
Ravels Uhren-Lustspiel nun in Verbindung mit der Liebestragödie La vida breve von Manuel de Falla (1876-1946) zu erleben sein, die hier bisher noch niemals gezeigt wurde.
L´heure espagnole hingegen war in Frankfurt zuletzt 1964 in der Regie von Wolfgang Müllner und unter der musikalischen Leitung von Hans Löwlein zusammen mit Ravels Ballett
Daphnis et Chloë zu sehen. Zwar konnte de Falla mit seiner ersten vollendeten Oper La vida breve 1905 den ersten Preis eines Wettbewerbs der Academia de Bellas Artes in
Madrid erlangen, jedoch wurde das prämierte Werk – komponiert als spanischer Beitrag zum internationalen Opernrepertoire – erst am 1. April 1913 im Théâtre du Casino
Municipal in Nizza mit großem Erfolg uraufgeführt.
Beide Kurzopern beleuchten die Thematik der Untreue aus unterschiedlichen Perspektiven: In L´heure espagnole nutzt Concepción, die Ehefrau eines Uhrmachers, die beruflich
bedingte Abwesenheit ihres Mannes für zärtliche Stunden mit ihrem Liebhaber. Als zwei weitere Verehrer erscheinen, kommt es zu einem schweißtreibenden Versteckspiel in
den Standuhren des Geschäfts. Als in La vida breve das leidenschaftlich liebende, einfache Mädchen Salud von der Hochzeit ihres Geliebten Paco mit der wohlhabenden
Carmela erfährt, eilt sie auf das ausgelassene Hochzeitsfest, um Pacos Betrug aufzudecken. Doch dieser leugnet die Liebschaft, und Salud bricht tot zusammen.
Angeführt von Claudia Mahnke (Concepción) und Aris Argiris (Ramiro) sowie Barbara Zechmeister (Salud) sind fast alle Partien aus dem Ensemble und dem Opernstudio der
Oper Frankfurt besetzt. Einzige Gäste sind der argentinische Tenor Gustavo Porta (Paco), der sich bereits 2007/08 dem Frankfurter Opernpublikum als Cavaradossi in Puccinis
Tosca vorstellte, und die Mezzosopranistin Elisabeth Hornung, seit 1984 Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt. Die musikalische Leitung liegt bei Johannes Debus, dem
früheren Kapellmeister der Oper Frankfurt, der ab der Spielzeit 2009/10 den Posten des Generalmusikdirektors der Canadian Opera Company in Toronto bekleiden wird. David
Hermann, Regisseur u.a. des Monteverdi-Zyklus’ im Bockenheimer Depot während der vergangenen Spielzeiten, zeichnet für die Inszenierung verantwortlich.
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4
Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.
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Stadt der Hunde Eine Hundeoper
Musik: Sinem Altan Text: von Tina Müller Uraufführung:
7. November 2009 (Utrecht, „YO! Young Opera Festival Utrecht“) Deutsche Erstaufführung: 12. November 2009 (Berlin, Neuköllner Oper)
Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:
Premiere: 12. November 09 (Deutsche Erstaufführung)
Inszenierung: Mario Portmann Musikalische Leitung: Alexander Klein Bühne u. Kostüm: Grit Wendicke Choreographie: Julieta Figueroa
Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Ensemble:
Mops: Nina Arens Schäferhund:.Christian Bayer Dobermann: Fabian Martino
Klavier:
Alexander Klein
Ein Schäferhund, ein Dobermann und ein kleiner Mops treffen sich in einer kalten Winternacht. Statt sich aber in dieser Notsituation gegenseitig beizustehen, bekläffen
sie sich mit den übelsten Klischees. Nero spielt sich zähnefletschend als muskelbepackte Kiez-Größe auf, vor dem alle Respekt haben sollen. Schäfer gibt den rechtschaffenen Polizeihund, der
die Stadt von Ärger und vor allem von Störenfrieden wie Nero säubern will. Die Mopsdame Dilara, die niemand auf Grund ihrer Größe ernst nimmt, überspielt ihre Unsicherheit mit lautem
Gekläffe. Alle drei Hunde haben etwas gemeinsam: Sie kriegen keine Anerkennung. Sie leben neben ihren Herrchen her und kriegen von ihnen nicht (mehr) die Zuneigung, die sie brauchen. Die
Herrchen vernachlässigen ihre Hunde, weil es ihnen selbst an Anerkennung fehlt. Weil ihm so viel fehlt, entscheidet sich Nero abzuhauen. Dilara wurde ausgesetzt. Und der Schäferhund
vertrieben. Alle träumen von einem besseren Leben. Aber sie suchen es woanders. Mopsi glaubt an ein buntes Miteinander, an einen wilden Mix, wo jeder so sein kann, wie er ist. Der Schäferhund
möchte aus Neukölln ein ruhiges Charlottenburg machen. Und Nero will hier nur noch Hochleistungshunde sehen, Hunde, die ganz genau wissen, was sie wollen und das auch erreichen. Langsam
kommen sich die Hunde näher und ziehen gemeinsam durch die Neuköllner Nacht, jeder zeigt dem anderen „sein Neukölln“. Sie entwerfen die Utopie eines Stadthunderudels. Als der Schäferhund und
der Dobermann sich aber beide in Dilara verlieben und diese nicht zimperlich mit den beiden spielt, brechen mehr und mehr egoistische Bedürfnisse durch und zerstören das gemeinsame Glück. Und
doch geht am Ende alles ganz anders aus....
Autoren und künstlerisches Leitungsteam
Sinem Altan – Musik wurde
1985 in Ankara geboren. Sie erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren und fing mit sieben Jahren an zu komponieren. Nach einer speziellen Ausbildung an der
Bilkent-Universität Ankara, in der sie mit dem Komponisten Arif Melikov als Privatschülerin gearbeitet hat, bekam sie von dieser Universität ein 11jähriges Auslandsstipendium. Im Alter von
elf Jahren bestand sie in Berlin die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ im Fachbereich Komposition/Klavier und besuchte parallel dazu das Musikgymnasium Carl-Philipp-
Emmanuel-Bach. 2002 setzte sie ihr Kompositionsstudium bei Friedrich Goldmann an der UdK Berlin fort, studierte zur gleichen Zeit Musiktheorie an der HfM „Hanns Eisler“ und bekam
Klavierunterricht bei Thomas Just. Später studierte sie 2 Jahre Komposition bei Cornelius Schwehr an der Hochschule für Musik Freiburg. Sinem Altan nahm an verschiedenen Wettbewerben
teil, in den Jahren 1994-2001 gewann sie u.a. mehrere 1.Preise bei „Jugend musiziert“ und „Jugend komponiert“ in der Türkei und in Deutschland. Später gründete sie ein eigenes Ensemble, mit
dem sie ihre Werke zur Aufführung brachte. Außerdem wirkt sie seit 1999 regelmäßig bei der „Klangwerkstatt Berlin“ Festival für Neue Musik als Interpretin und Komponistin mit, u.a wurden ihre
kammermusikalischen Werke wie Keyif für Klaviertrio und Fühlung und Harmonie für Oboe, Englischhorn, Viola aufgeführt, welche große Beachtung fanden. Zu ihren größeren Werken gehört ihre
Kurzoper namens Mesir-Pastillen, die als Kompositionsauftrag der Musikschule Neukölln im Rahmen des Festivals „Klangwerkstatt-Neues Musik Theater 2005“ ihre erfolgreiche Premiere feierte, und
das Konzert für Saxophon, Orchester und die türkischen Instrumente Baglama und Mey, das durch die Bielefelder Philharmoniker mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Zur Zeit wirkt sie in und
leitet verschiedene Projekte, in denen das Zusammentreffen der deutschen und türkischen Kultur den Mittelpunkt ihrer schöpferischen Arbeit darstellt. Durch gemeinsame Arbeit mit der Sängerin
Begüm Tüzemen und Baglama-Spieler Özgür Ersoy entstand die vor einem Jahr begonnene Konzertreihe mit dem Namen „Yenilige Dogru“ (Der Weg ins Neue), die bis heute durch ein fest bestehendes
Ensemble weiterhin ihre Erfolge feiert. Neben ihrer freischaffenden musikalischen Tätigkeit ist sie als Lehrkraft für Musiktheorie und Klavier in den Musikschulen Neukölln und Kreuzberg tätig
und unterrichtet ebenfalls am Kunst- und Kulturinstitut des Türkisch- Deutschen Zentrums . Sinem Altan zeichnete verantwortlich für die Einrichtung des neuen Mozart-Singspiels Türkisch für
Liebhaber und debütierte damit an der Neuköllner Oper (2008). Gleichzeitig schrieb sie die Musik für das ebenfalls an der Neuköllner Oper uraufgeführte Familienstück Die getauschte Schule von
Bernhard Glocksin. Seither ist sie „Composer in Residence“ an der Neuköllner Oper.
Tina Müller – Text Tina
Müller wurde 1980 in Zürich geboren und ist dort aufgewachsen. Von 2001 bis 2004 studierte sie Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim; ab 2004 Szenisches Schreiben an der
Universität der Künste, Berlin. 2003 war sie bei dem Nachwuchsdramatikerfestival „World Interplay“ (Australien) eingeladen. 2005 schrieb sie Stückaufträge für die Oberthurgauer Festspiele und
für die Theaterfabrik Gera (in Zusammenarbeit mit Anne Habermehl und Juliane Kann). Ihr Jugendstück Bikini wurde mit dem 3. Preis des niederländisch-deutschen Kinder- und
Jugendtheaterfestivals Kaas & Kappes 2005, dem 2. Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis 2006 und dem Deutschen Jugendtheaterpreis 2008 ausgezeichnet.
In der Saison 2007/08 war sie Stipendiatin des Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus. Tina Müller lebt in Berlin.
Mario Portmann – Inszenierung studierte Theaterregie an der Schauspiel Akademie Zürich. 1992 arbeitete er in Quebec, Kanada am Théâtre Repère an einer
Shakespeare Trilogie unter der Regie von Robert Lepage mit. Seit 1992 arbeitet er als freischaffender Schauspielregisseur. 1992/93 wirkte er in der Leitung des Theaterhauses Jena mit und
übernahm einen Lehrauftrag für Theaterpädagogik an der Universität Jena. Von 1997 bis 2000 war er am Theater Altenburg-Gera als Theaterpädagoge und Schauspielregisseur engagiert und
stellvertretender Direktor des integrierten Kinder- und Jugendtheaters im Zentrum. Mario Portmann war an der Gründung verschiedenster Theaterprojekte, wie z. B. dem „imaginata Theater“ (1999)
oder der „theaterpädagogischen Fabrik“ (2000) beteiligt. Seit 2001 ist er als freischaffender Schauspielregisseur und Dramaturg (Mitarbeit/Hospitanzen bei Armin Petras und Peter Stein 2001)
unter anderem in Eisenach, Zürich, Frankfurt, Leipzig und Berlin tätig.
Alexander Klein – Musikalische Leitung Schulmusikstudium
mit Hauptfach Klavier an der UdK Berlin. Mitwirkung in zahlreichen Chanson-, Musical- und Operettenproduktionen u.a. in der UFA-fabrik, Senftöpfchen in Köln, Renitenztheater Stuttgart. Mit
dem Frauentrio „Musenwunder“ wurde er 2000 für die „Sankt Ingberter Pfanne“ nominiert – darüber hinaus Kompositionen und Arrangements, u.a. für Tim Fischer, Roswitha Stadlmann, Alexander
Morandini. Mitglied des Improvisationstheaters „Paternoster“, seit 2007 „Schall und Hauch“. Musikalische Leitung u.a. an der Neuköllner Oper und am GRIPS Theater (Zuletzt Piraten 2009,
Weintraubs Jazz Odyssee, 2007; außerdem Das Wunder von Neukölln, 1998; Fromme Lügen, 1999), am Schlossplatztheater (Ritter Blaubart, 2003) und an der Vagantenbühne (Die Bibel in 90 Minuten,
1999). Seit 2001 Dozent und Korrepetitor an der Schauspielschule Charlottenburg.
Julieta Figueroa – Choreographie geboren
in Santiago de Chile, studierte Schauspiel an der Universidad de Chile und hat Theater, TV- und Filmproduktionen gespielt; parallel dazu arbeitete sie als Tänzerin in der Tanzkompanie
Elizabeth Rodriguez. Seit 2002 lebt sie in Berlin und arbeitet als Trainingsassistentin für Schauspieler für den Regisseur Alexander Stillmark in Zusammenarbeit mit ITI-Deutschland sowie auch
als Tänzerin in Berlin und London. 2009 schloss sie ihr Choreographie - Studium an der HfM „Ernst Busch“ Berlin ab.
Grit Wendicke – Ausstattung studierte Bühnen-und Kostümbild in London am Central Saint Martins College und an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden. Ein
Studium der Szenografie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg folgte. Seit 1998 ist sie als freischaffende Bühnen-und Kostümbildnerin für Theater-und Tanzproduktionen
tätig gewesen und hat weiterhin als Szenenbildnerin diverse Kurzfilme und den Langspielfilm „Jagdhunde“ ausgestattet. Theaterarbeiten u. a. für: Staatstheater Braunschweig, Tiroler
Landestheater Innsbruck, Theater Tübingen, Theater Erlangen, Theater Junge Generation Dresden. Ihre neuesten Arbeiten umfassen u.a.: Ausstellungsgestaltung für das Filmmuseum Potsdam,
Großfigurenprojekt mit Jugendlichen aus Berlin-Lichtenberg etc.
Bernhard Glocksin – Dramaturgie Studium der
Musikwissenschaft, Germanistik und Politik an den Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater, zunächst an den Niedersächsischen
Staatstheatern Hannover, dem Theater am Neumarkt Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönl. Referent des Intendanten am Staatstheater Mainz, 1999 – 2002
Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten in künstlerischen Fragen am Deutschen Theater in Göttingen. Künstlerische Leitung / Programmgestaltung an der NEUKÖLLNER OPER Berlin seit
2004. Fassungen u.a. von BizetLounge:Perlenfischer ; Die gelbe Prinzessin; Create your life!; Aleko. Eine Zigeunerhochzeit. sowie Text und Inszenierung des Familienstücks Die getauschte
Schule. Freischaffend Projekte (wie Berlinale Talk 2004; Koproduktion Haus der Kulturen der Welt/schauspielfrankfurt 2004) sowie Libretti für Tanz (Salzburg 1995) und Musiktheater (u.a. Julie
& Jean, Musik Gerhard Schedl, Uraufführung Wien 2003; HesseIndia, Musik Raffael Reina, Uraufführung Amsterdam/Stuttgart/Wien 2007).
Ensemble Nina Arens – Dilara Geboren in Koblenz startete Nina Arens eine Karriere im Leistungssport, die sie 1994 in das Finale der Fecht- Weltmeisterschaft
im Damendegen nach Mexico-City führte. Nach Beendigung ihrer Sportlerlaufbahn und parallel zu ihrer Schulausbildung machte sie erste Bühnenerfahrungen in diversen Produktionen des Koblenzer
Jugendtheaters sowie als Sängerin in verschiedenen Bandformationen. Nach ihrem Abitur erhielt sie Tanz- und Bewegungsunterricht u. a. bei Barbara Pietjou sowie in Workshops bei Nat Horn in
New York und Gesangsunterricht u. a. bei Norbert Gottschalk. Sie absolvierte ihr Schauspielstudium an der Schauspielschule Mainz und gastierte daraufhin am Staatstheater Mainz, bevor sie in
ein Festengagement an das Schlosstheater Celle sowie anschließend an das E.T.A. Hoffmann-Theater in Bamberg ging. An der Neuköllner Oper war sie erstmals in Türkisch für Liebhaber zu sehen.
Nina Arens erhielt für die Rolle der Franziska in Minna von Barnhelm am Ernst-Deutsch Theater den Rolf-Maves-Preis 2009 der Hamburger Theater für außergewöhnliche darstellerische Leistung.
Christian Bayer – Schäfer geboren am 24. August 1977 in Gotha (Thüringen). Dort besuchte er die Realschule
Oststadtschule Gotha, wo er auch seinen Abschluss in Mittlerer Reife ablegte. Danach machte er eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Von 2001 – 2004 machte er seine Schauspielausbildung in der
Schauspielschule Charlottenburg. Ab 2004 an, war er Ensemblemitglied des Thalia Theaters in Halle. Seit 2007 ist er nun Freischaffender Schauspieler. Nicht nur im Theater hat er schon in
einigen Stücken gespielt, sondern auch im Film, wie z.B. im Film „Spur der Ahnen“, der 2009 im MDR Fernsehen lief.
Fabian Martino – Nero
Fabian Martino wurde als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters 1974 in Berlin geboren. Er studierte von 1999 bis 2004 an der Universität der
Künste Berlin. Seit Ende 2004 wird Fabian Martino vom Kammersänger Reiner Goldberg unterrichtet. Im Winter 2000 war er am Hans Otto Theater in Potsdam engagiert. In der Berliner Sommeroper
sang er im Sommer 2000 mit großem Erfolg den Iro in Monteverdis Il ritorno d'Ulisse in patria. Während dieser Zeit konzertierte er bei zahlreichen Konzerten und Operngalas im In- und Ausland.
In den Spielzeiten 2003 und 2004 war er in einer Produktion der Berliner Staatsoper Unter den Linden in der männlichen Hauptrolle als Prinz Lilo Taro in Paul Abrahams Die Blume von Hawaii zu
sehen.
[ © Neuköllner Oper]
www.neukoellneroper.de
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Swanhunter
Musik: Jonathan Dove Libretto: Alasdair Middleton
Uraufführung:
13. November 2009 (Leed, Grand Theatre/Opera North) Deutsche Erstaufführung: 3. Dezember 2011 (Chemnitz, Oper Chemnitz)
Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:
Premiere: 3. Dezember 11 (Deutsche Erstaufführung)
Musikalische Leitung: Domonkos Héja Inszenierung, Ausstattung und Choreografie: Jürgen R. Weber Video Artist: Devon Elise Atkins Akrobatik und Pyroeffekte:
Felix Häckell
Besetzung:
Lemminkainen: Michael Heim Mutter: Tiina Penttinen Schwan / Chorus: Guibee Yang Louhi / Chorus:
Monica Brett-Crowther 1. Hund / Feuchtmütze / Tods Sohn / Chorus: André Riemer 2. Hund / Tod / Schmied / Chorus: Martin Gäbler
Die Geschichte „Warum in die Oper gehen, wenn man einen gemütlichen Abend bei einem World of Warcraft- oder Counterstrike-Spielchen verbringen kann? Die
Antwort ist einfach: Weil man bei ‚Swanhunter‘ in eine Welt eintauchen kann, die krasser ist als alles, was man in Computer- oder Onlinespielen erleben kann. Der Gegner wird nicht
einfach besiegt, sondern getötet, zerhackt, das Fleisch wird vom Knochen geschält und in den Todesfluss geworfen. Vorher gibt es Level für Level immer stärkere Gegner wie den Teufelselch oder
das Feuerpferd, die mehr an Kriegsmaschinen aus einer Steampunkwelt erinnern als an nette Tiere aus der finnischen Mythologie. Der Held Lemminkainen ist aus härterem Holz geschnitzt als
andere Heldentenöre wie Siegfried und Tamino. Er bewegt sich jenseits von Gut und Böse, und selbst Tod und totale Vernichtung kann er – mit etwas Hilfe seiner Mutter
– überwinden.“ Jürgen R. Weber
Die Vorlage „Swanhunter“ wurde von dem großen finnischen „Kalevala“-Epos
inspiriert. Das „Kalevala“ wurde im 19. Jahrhundert von Elias Lönnrot auf der Grundlage von mündlich überlieferter finnischer Mythologie niedergeschrieben. Es ist eines der wichtigsten und
einflussreichsten Bücher in der finnischen Geschichte und wurde oft als Grundlage für Kunst, Musik, Tanz und Theater benutzt. Die Magie des „Kalevala“ beruht auf den speziellen altnordischen
Gesängen.
Der Textdichter Alasdair Middleton britischer Schriftsteller und Librettist, hat sich vor allem als Textautor
für Opern einen Namen gemacht. Aus seiner Feder stammen Libretti für „The Opera Group“ London. Mehrere Opern entstanden in Zusammenarbeit mit Jonathan Dove, darunter die erfolgreiche
Familienoper „Pinocchios Abenteuer“. Ein weiterer wichtiger Arbeitspartner für Alasdair Middleton ist der Komponist Matthew King, mit dem er u. a. die mit dem Royal Philharmonic Society
Award ausgezeichnete Oper „On London Fields“ schrieb. Darüber hinaus unterrichtet Middleton an der School of Music and Drama in London.
Der Komponist Jonathan Dove
wurde 1959 als Sohn eines Architektenehepaars in London geboren. Seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er an Klavier, Orgel und Bratsche. Er war
Kompositionsschüler von Robin Holloway in Cambridge und begann nach dem Diplom eine Karriere als Liedbegleiter, Repetitor, Animateur und Arrangeur. 1987 assistierte er bei einem Opernprojekt
in Glyndebourne. Dort erhielt er erstmals die Gelegenheit, durch einen Kompositionsauftrag sein professionelles Können unter Beweis zu stellen. Mit der Flughafenkomödie „Flight“, einem
Auftragswerk der Glyndebourne Touring Opera, schaffte er 1998 den internationalen Durchbruch. Inzwischen umfasst sein Werkkatalog mehr als zwanzig erfolgreiche Opern. Darunter ist auch die
2007 durch die Opera North in Leeds uraufgeführte Familienoper „Pinocchios Abenteuer“, die in Chemnitz 2008 ihre Deutsche Erstaufführung erlebte und zum faszinierenden Spektakel für Groß und
Klein wurde. Dieses Werk wurde 2009 mit dem British Composer Award für Bühnenstücke ausgezeichnet. Eine ganze Reihe von Chor- und Orchesterwerken sowie mehrer Instrumentalkonzerte
komplettieren das umfangreiche Oeuvre des Komponisten. Trotz seiner Vorliebe für musikalische Breitenwirkung hat Dove mehrere kammermusikalische Werke von großer Intimität und musikalischer
Dichte geschaffen. Darüber hinaus widmet er sich auch der Schauspielmusik. 2008 erhielt Jonathan Dove den Ivor Novello Preis für klassische Musik.
Die Musik
Ausgehend von den magischen Geschichten des „Kalevala“, die „gesungen werden wollen“, so der Librettist Alasdair Middleton, hat Jonathan Dove ein Stück für sechs
Sänger und sechs Musiker geschrieben, indem die Magie des Gesanges eine große Rolle spielt. Verschiedene Arten des Singens, von den tiefsten Tönen des Todes bis zu den höchsten des Schwanes,
sind zu hören. Unterstützt werden die Sänger von den facettenreichen Klangfarben der Instrumente, die den heroischen Wikinger-Hornruf Lemminkainens genauso gut darstellen können wie die
trappelnden Hufe bei der wilden Jagd, das poetische Portrait von Lemminkainens Traummädchen und die düsteren Klänge des Todesflusses.
Der „Swanhunter“-Blog
Kostüme aus Wellpappe haben die Sänger „eher stranguliert als umkleidet“ und müssen durch neue Entwürfe versetzt werden. Teufelspferd und Teufelselch, mit denen der
junge Held Lemminkainen zu kämpfen hat, sind in den Chemnitzer Theaterwerkstätten fertig geworden und zum Probeneinsatz bereit. Eine Schulklasse war zu Besuch; die Kinder saßen mit großen
Augen da und waren fasziniert. – Das sind nur drei Impressionen aus dem Probentagebuch des Regisseurs Jürgen R. Weber, mit denen er seinen „Swanhunter“-Blog füttert, zu finden unter
http://swanhunter.wordpress.com.
Das Regieteam
Domonkos Héja (Musikalische Leitung) stammt aus einer
Musikerfamilie und studierte in den Fächern Klavier, Schlagwerk und Dirigieren in Budapest. Gastdirigate führten ihn zu Orchestern in Mazedonien, Italien, Japan, Deutschland und der Slowakei.
Sein Operndebüt gab er 1999 mit „La Bohème“ an der Ungarischen Staatsoper Budapest. Seitdem ist er regelmäßig zu Gast an diesem Haus und leitete u. a. 2002 Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ und
2010 Erkels „Bánk Bán“. Seit 2005 ist er in Chemnitz als 1. Kapellmeister engagiert und dirigierte hier Opern, Operetten und Ballettabende sowie Konzerte mit der Robert-Schumann-Philharmonie.
Im September 2011 ist er zum Generalmusikdirektor der Ungarischen Staatsoper in Budapest ernannt worden.
Jürgen R. Weber (Inszenierung, Ausstattung und Choreografie)
wurde in Hamburg geboren und wollte schon in jungen Jahren Heldentenor werden. Da er aber Bariton und zudem sängerisch unbegabt war, studierte er bei Götz
Friedrich Musiktheater-Regie. Nachdem er das Studium mit einer aufsehenerregenden Inszenierung der „Lustigen Witwe“ abgeschlossen hatte, komponierte er Musik für Werbefilme. Für eine freie
Gruppe schrieb und inszenierte er die Biopera „Die Rose des Himmels“ über das Leben von Claudio Monteverdi. Dann wandte er sich dem Fernsehen zu, um dort Seifenopern wie „GZSZ“ und „Sturm der
Liebe“ zu spielleitern. Verschiedenen Arztserien diente er als Regisseur und Autor, und auch das Serienentwickeln konnte er nicht lassen. Daneben frönte er auch dem pädagogischen Eros und war
u. a. Dozent für Regie an der Universität der Künste Berlin. Nach verschiedenen Kinderserien („Die Graslöwen“, „Siebenstein“, „Löwenzahn reloaded“) zog es ihn schließlich wieder zum
Musiktheater, und er inszenierte in Erfurt „Die Leiche im Sack“ und „Robin Hood“, in Leipzig „Der Graf von Luxemburg“ und in Chemnitz „Die Rose vom Liebesgarten“.
Die Solisten
Michael Heim (Lemminkainen) wurde im österreichischen Bludenz geboren und ist in der Walgaugemeinde Thüringen aufgewachsen. Nach
seinem Pädagogikstudium (Musik) war er einige Jahre als Redakteur und Kulturjournalist tätig. Parallel dazu absolvierte er ein privates Gesangstudium bei Prof. Habib Samadzadeh, KS Nicolai
Gedda und KS Franzisco Araiza. Sein erstes Bühnenengagement führte ihn 1998 an das Stadttheater St. Gallen. Seit 1999 ist er freischaffend tätig, u. a. am Opernhaus Zürich, bei den
Salzburger Festspiele, an der Oper Leipzig, der Wiener Kammeroper, am Landestheater Salzburg, Seebühne Bregenz, am Brucknerhaus Linz, an der Beethovenhalle Bonn, der Philharmonie Essen. Sein
Repertoire umfasst bereits 45 großer Fachpartien, darunter Tamino, Almaviva, Alfredo, Lyonel, Fenton, Paganini, Tassilo, Eisenstein, Adam, Symon und Edwin.
Tiina Penttinen (Mutter) stammt aus Finnland und debütierte 2004 als Annina an der Finnischen Nationaloper Helsinki. Als Konzertsolistin ist sie mit
mehreren großen finnischen Orchestern aufgetreten und hat auch zahlreiche sakrale Werke gesungen. Seit 2006 ist sie in Chemnitz engagiert und sang hier bereits Partien wie Ruggiero,
Cherubino, Dorabella, Zweite Dame, Rebecca („Il Templario“), Gräfin („Wildschütz“), Carmen, Mary, Rotelse („Rose vom Liebesgarten“), Hänsel, Dominga („Love and Other Demons“) und Orlofsky.
Regelmäßig tritt sie mit der Big Band der Robert-Schumann-Philharmonie auf.
Guibee Yang (Schwan u. a.) geboren in
Südkorea, studierte in Seoul und München Gesang. Bereits während des Studiums war sie am Münchner Prinzregententheater zu hören. 2009 sang sie in Mozarts „Il re pastore“ die Aminta am Theater
Augsburg. In ihrer Heimat sang Guibee Yang zuvor u. a. Susanna („Le Nozze di Figaro“) und Rosina („Il barbiere di Siviglia“). Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler
Wettbewerbe. Seit Beginn der Spielzeit 2010/2011 gehört sie zum Solistenensemble der Oper Chemnitz und debütierte hier als Morgana in Händels „Alcina“, als Violet in der Uraufführung von
Rezniceks Oper „Benzin“, als Gilda in „Rigoletto“ und als Pamina in der „Zauberflöte“.
Monica Brett-Crowther (Louhi u. a.) studierte an der Royal Scottish Academy of Music and Drama, an der University of Toronto und war Studiomitglied an der Opéra National du Rhin Strasbourg. Zu ihrem
Repertoire gehören Hänsel, Cherubino, Idamante, L’enfant, Eva, Polina, Blumenmädchen, Stubenmädchen („Reigen“ / Philippe Boesmans), Charlotte und Sevda („Differences in Demolition“ / Nigel
Osborne). Sie sang dabei u. a. am Covent Garden Opera House, an der Opéra National du Rhin, der Scottish Opera, Opéra de Lille, Opéra de Lausanne, Iford Opera, am European Opera Centre sowie
beim „Tête à Tête”-Opera Festival. Außerdem ist sie eine gefragte Konzertsängerin und sang in der Londoner Royal Albert Hall, im Barbican Centre, Southbank Centre und in der Queens Hall
Edinburgh mit Orchestern wie BBC SSO, English Festival Orchestra, Hanover Band, Paragon Ensemble und dem London Festival Orchestra.
André Riemer (1. Hund / Tods Sohn u. a.)
wurde in Leipzig geboren und studierte an der dortigen Musikhochschule Gesang. Anschließend erhielt er ein Engagement in Annaberg. Gastverträge führten ihn u. a. an
die Opéra National du Rhin Strasbourg und die Deutsche Oper Berlin. Seit 2000 ist er in Chemnitz engagiert und sang hier u. a. Pedrillo, Ferrando, Tamino, Almaviva, Chateauneuf, Baron
(„Wildschütz“), Steuermann, Moormann („Rose vom Liebesgarten“), Flipke („Schmied von Gent“), Arlecchino und Lampwick („Pinocchios Abenteuer“) und Abrenuncio („Love and Other Demons“).
Martin Gäbler (2. Hund / Tod / Schmied u. a.) stammt aus Dresden und absolvierte eine Ausbildung zum Tischler, bevor er an der Hochschule
für Musik in Dresden Gesang studierte. Zunächst als Gast an der Oper Chemnitz engagiert, gehört er seit 2007 zum festen Solistenensemble und sang Partien wie Melisso („Alcina“), Sprecher
(„Zauberflöte“), Bartolo („Barbier von Sevilla“), Admiral Lefort („Zar und Zimmermann“), Wagner („Faust“), Dr. Grenvil („La Traviata“), Herzog Alba („Schmied von Gent“), Frank („Fledermaus“)
und Pertschik („Anatevka“).
[© Die Theater Chemnitz]
www.theater-chemnitz.de
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