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Oper Stückeinfos: S
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Die Sache Makropulos (Věc Makropulos) Oper in drei Akten
Von: Leoš Janáček
Nach der gleichnamigen Komödie von: Carel Čapek Uraufführung: 18. Dezember 1926 (Brünn, Nationaltheater)
Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz:
Premiere: 19. März 10
Musikalische Leitung: David Stahl Inszenierung: Ulrich Peters Bühne: Dieter Richter Kostüme: Talbot Runhof
Besetzung: Emilia Marty:
Rita Kapfhammer / Elaine Ortiz Arandes Albert Gregor: Tilmann Unger Vitek: John Pickering Christa, seine Tochter: Thérèse Wincent Jaroslav Prus:
Gary Martin Janek, sein Sohn: Robert Sellier Advokat Kolenaty: Stefan Sevenich Hauk-Schendorf: Fred Silla-Silhanek Maschinist: Martin Hausberg
Die Sache Makropulos Staatstheater am Gärtnerplatz, München © Maren Bornemann
Zur Handlung: Ein viele Jahrzehnte währender Erbschaftsstreit zwischen den Familien Prus und Gregor scheint für letztere Partei endgültig verloren. Da taucht unvermittelt die gefeierte
Operndiva Emilia Marty auf. Sie kennt Details aus der Vergangenheit, die eigentlich niemand wissen kann. Was wie ein realer, etwas skurriler Krimi beginnt, entwickelt sich zur
bitteren Liebestragödie und mündet schließlich in ein fantastisch-spukhaftes Menschheitsdrama, wenn Emilia Marty ihre Geschichte offenbart: Ihr Schicksal führt 300 Jahre
zurück in die Zeit Kaiser Rudolfs II. Als sie am Ende der Oper ein Rezept für Unsterblichkeit in Händen hält, fällt sie eine überraschende Entscheidung…
Die Vorlage zu Janáčeks Oper bildete Carel Čapeks gleichnamige utopische Komödie. Zwei Jahre lang arbeitete Janáček dichtend und komponierend an dieser fiktiven
Geschichte über den Menschheitstraum vom ewigen Leben und entwickelte daraus wagemutig eine realistisch anmutende, in Wirklichkeit jedoch extrem irreale Tragödie.
Weitere Aufführungen: 22. März; 1.*, 8., 28., 28. April; 2. Mai, 13.* Juni, 22.* Juli 2010 * = KiJu 8,- € Tickets 6,- bis 53,- € unter 089.21 85 19 60 oder www.gaertnerplatztheater.de Jugendermäßigungen 50% oder 8,- € auf allen Plätzen bei KiJu 8,-€
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Salome Von: Richard Strauss
Nach der gleichnamigen literarischen Vorlage von: Oscar Wilde Uraufführung: 9. Dezember 1905 (Dresden, Semperoper)
Zur Inszenierung der Oper Zürich Im Rahmen der Zürcher Festspiele 2010
Premiere: 19. Juni 10
Dirigent: Christoph von Dohnányi Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf Bühnenbild: Rolf Glittenberg Kostüme:
Marianne Glittenberg Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann Orchester: Orchester der Oper Zürich
Besetzung: Salome: Gun-Brit Barkmin Herodias:
Cornelia Kallisch Page der Herodias: Anja Schlosser Sklave: Susanne Grobholz Jochanaan: Egils Silins Herodes: Rudolf Schasching
Narraboth: Christoph Strehl 1. Jude: Michael Laurenz Müller 2. Jude: Boguslaw Bidzinski 3. Jude: Andreas Winkler 4. Jude: Martin Zysset
5. Jude: Reinhard Mayr 1. Nazarener: Tomasz Slawinski 2. Nazarener: Kresimir Strazanac 1. Soldat: Valeriy Murga 2. Soldat: Morgan Moody
Ein Cappadozier: George Humphreys
www.opernhaus.ch www.zuercher-festspiele.ch
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 10. April 10
Weitere Vorstellungen: 15. April, 2., 4. und 16. Mai sowie 2. und 29. Juni 2010
Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Matthias Fontheim Bühne: Michael Rütz Kostüme: Marc Thurow Beleuchtung:
Stefan Bauer Dramaturgie: Barbara Gräb Regie-Assistenz: Holger Liebig Ausstattungs-Assistenz:
Kathrin Krause / Natalia Haagen Inspizienz: Eckhard Wagner Souffleur: Franz Pohl
Besetzung:
Herodes:
Alexander Spemann Herodias: Katherine Marriott Salome: Annette Seiltgen Jochanaan: Oliver Zwarg Narraboth: Sergio Blazquez Ein Page der Herodias:
Almeria Delic / Katja Ladentin 1. Jude: Alexander Kröner 2. Jude: Igor Loseev 3. Jude: Agustín Sánchez Arellano 4. Jude: Patrick Hörner
5. Jude: Ion Grigorescu 1. Nazarener: Hans-Otto Weiß 2. Nazarener: Soung-Teak Moon 1. Soldat: Milen Stradalski 2. Soldat: Stefan Schiffter
Ein Cappadocier: Seok-Gill Choi Ein Sklave: Elisabeth Stradalski
Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Besprechung auf kulturfreak.de
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Salome Staatstheater Mainz v.l.n.r.: 4. Jude (Patrick Hörner), Herodes (Alexander Spemann), Salome (Annette Seiltgen),
Herodias (Katherine Marriott), Sklave (Elisabeth Stradalski) Foto: Martina Pipprich
Auf engstem Raum sind die schärfsten Gegensätze versammelt. Oben feiert Herodes angestrengt ein Fest, unten, in der Zisterne, wird Jochanaan gefangen gehalten, der
vielleicht heilig, vielleicht auch ein Scharlatan ist. Da es keine Gewissheiten gibt, muss man sich vorsichtig verhalten. Zu allem Überfluss befindet sich auch die Ehe von
Herodias und Herodes in einer Krise, die keineswegs durch die Eskapaden einer exzentrischen (Stief-)Tochter gemildert wird: Salome, angewidert von den begehrlichen
Blicken, die man auf sie wirft, macht sich auf, einen anderen, unberührbaren Körper zu suchen und wird aufmerksam auf Jochanaan – einen Körper, eisig und unnahbar, wie
sie vielleicht auch gerne einen hätte. Er schenkt ihr kein Gehör. Zum Lohn für ihren „Tanz der sieben Schleier“ fordert sie seinen Kopf von Herodes – den Kopf eines, eventuell
, heiligen Mannes.
Die Musik von Richard Strauss lässt Menschen entstehen, die mit allen Sinnen, nervös vor Unsicherheit, Angst und Begehren, der Welt verfallen sind und denen jedes Ding,
jeder Mensch, jedes Körperteil zum Fetisch werden kann. Salome, auf der Suche nach Liebe, macht einen Ausbruchsversuch und hält am Ende anstelle eines ganzen
Menschen dessen Kopf in ihren Armen. Jochanaan – ganz auf einen monumentalen Verkündigungston gestimmt – und Salome – ein Kind der Gesellschaft, die sie umgibt: Zwei
um sich selbst kreisende Menschen, die das Beil des Henkers „verbindet“. Nähe ist nur in Gedanken möglich.
Matthias Fontheim studierte an der Schauspielakademie Zürich. Seit Anfang der 80er Jahre erarbeitete er zahlreiche Inszenierungen u. a. in Kassel, Darmstadt, Krefeld /
Mönchengladbach, Essen, Hamburg und Zürich. Festengagements führten ihn als Leitungsmitglied an die Staatsschauspiele Hannover und München. 2000/2001 übernahm er
die Intendanz des Schauspielhauses Graz. Seit 2006/2007 ist Matthias Fontheim Intendant des Staatstheaters Mainz, wo er im Musiktheater bisher „Der Rosenkavalier“,
„Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ sowie „Wozzeck“ in Szene setzte. [© Staatstheater-Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung des Theater Aachen:
Premiere: 19. Oktober 08
Musikalische Leitung: Marcus R. Bosch Inszenierung: Reinhild Hoffmann Bühne und Kostüme: Dieter Hacker Dramaturgie: Kai Weßler
Besetzung: Herodes: Hubert Delamboye Herodias: Sanja Anastasia Salome: Anne Lünenbürger/ Johanna Stojkovic Jochanaan: Bastiaan Everink
Narraboth: Sung-Jin Kim Ein Page: Melanie Forgeron Juden: Hans Schaapkens, Hee-Jong Roh, Munki Jeong,Woo-Sung Kang, Jörge Escobar Nazarener:
Martin Berner, May Bellefroid Soldaten: Johannes Piorek, Pawel Lawreszuk Ein Cappadocier: Remco Vink Ein Sklave: Claudia Scheiner
Sinfonieorchester Aachen
Reinhild Hoffmann, eine der führenden Choreographinnen Europas, inszeniert mit »Salome« erstmals in Aachen. Im Mittelpunkt ihrer Inszenierung steht das ungeheure
Begehren Salomes und ihre Sehnsucht nach dem unbekannten, fremden Mann Jochanaan. Der bildende Künstler Dieter Hacker, der u. a. für die Berliner Schaubühne und das
Schauspielhaus Bochum arbeitete, entwirft das Bühnenbild und die Kostüme für den Einakter nach dem Drama von Oscar Wilde. Mit Hubert De/amboye ist in der Rolle des
Hemdes ein Charaktertenor zu erleben, der regelmäßig an allen großen Theatern Europas gastiert. Musikalischer Leiter ist Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch, der mit dem
Sinfonieorchester Aachen regional und überregional für Furore sorgt. [© Theater Aachen]
www.theater-aachen.de
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Salvator Rosa Dramma lirico in vier Akten
Von: Antônio Carlos Gomes (1836 – 1896) Text:
Antonio Ghislanzoni
Uraufführung: 1874 (Genua) Deutsche Erstaufführung: 20. Januar 10 (Braunschweig, Staatstheater Braunschweig)
Zur Inszenierung des Staatstheater Braunschweig:
Premiere: 20. Januar 10 (Deutsche Erstaufführung)
Musikalische Leitung: Georg Menskes Inszenierung: Uwe Schwarz Bühne und Kostüme: Dorit Lievenbrück Chor: Georg Menskes
Choreografie: Katja Buhl Dramaturgie: Daniela Brendel
Il Duca d'Arcos: Dae-Bum Lee Isabella: Mária Porubčinová Salvator Rosa:
Ray M. Wade Masaniello: Malte Roesner Gennariello: Simone Lichtenstein Il Conte di Badajoz: Kenneth Bannon Fernandez: Tobias Haaks
Corcelli: Leszek Wos/Sebastian Matschoß Bianca: Hyo-Jin Shin Suor Ines: Sabine Brandt Fra Lorenzo: Tadeusz Nowakowski Chor, Herren Extra-Chor
Statisterie
www.staatstheater-braunschweig.de
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Der Schmied von Gent Große Zauberoper in 3 Akten
Von: Franz Schreker Nach der Erzählung:
„Smetse Smee“ von Charles De Coster Uraufführung: 29. Oktober 1929 (Berlin, Städtische Oper Berlin Charlottenburg)
Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:
Premiere: 30. Januar 10
Musikalische Leitung:
Frank Beermann Inszenierung: Ansgar Weigner Bühne: Siegfried E. Mayer Kostüme: Claudia Möbius
Besetzung: Smee: Oliver Zwarg
Smees Frau: Undine Dreißig Slimbroek: Edward Randall Flipke: André Riemer Herzog Alba / Erster Adliger: Martin Gäbler
Henker Jakob Hessels / Zweiter Adliger: Victor Sawaley Dritter Adliger: Thomas Mäthger Astarte / Sopran-Solo: Judith Kuhn Josef: Matthias Winter
Maria: Susanne Thielemann Petrus: Kouta Räsänen Ein Knappe: Christiane Barth Tenor-Solo: David Sitka
Inhalt: Gent zur Zeit des 80-jährigen Krieges (1568 - 1648). Smee betreibt gemeinsam mit seinen Gesellen eine gut gehende Schmiede, in der die spanischen
Besatzer gern Waffen kaufen, ohne zu wissen, dass der Schmied in seiner Jugend für die Unabhängigkeit der niederländischen Provinzen kämpfte. Als ein Konkurrent ihn denunziert, steht Smee vor
dem Ruin und will sich das Leben nehmen. Da bieten ihm geheimnisvolle Stimmen einen Handel an: Sieben Jahre Wohlstand, dann ist seine Seele verwirkt. Der Schmied unterschreibt den Teufelspakt
...
Ansgar Weigner (Regie) studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Germanistik an der Rheinischen
Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Während seines vierjährigen Engagements als Regieassistent (u. a. bei John Dew, Jakob Peters-Messer, Siegfried Schönbohm, Cesare Lievi und Dietrich
Hilsdorf) und Abendspielleiter am Hessischen Staatstheater Wiesbaden inszenierte er die Operetten „Im Weißen Rössl“ und „Der Vetter aus Dingsda“. Es folgte Donizettis „Viva la mamma“ in
Meiningen. Beim „Schmied von Gent“ handelt es sich um Weigners dritte Arbeit an der Oper Chemnitz, mit Puccinis „Manon Lescaut“ und Strauß’ „Die Fledermaus“ feierte der junge Regisseur
bereits große Erfolge.
Siegfried E. Mayer (Bühne) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Wien
(Meisterklasse für Bühnenbild) und an der Universität Wien (Philosophie, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft). Als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner arbeitet er für Oper, Ballett
und Schauspiel im gesamten deutschsprachigen Raum und in Frankreich, u. a. am Thalia Theater in Hamburg mit Jürgen Flimm und Daniel Karasek, am Theater Basel, Schauspielhaus Zürich, Theater
Neumarkt in Zürich, am Theater in der Josefstadt in Wien, am Volkstheater Wien, am Burgtheater, in Düsseldorf, Basel, Koblenz und Paris. Für die Expo 2002 arbeitete er als Szenograf. Er
stattete mehrere Filme aus und war an verschiedenen skulpturalen und Multimedia-Projekten beteiligt. Als Dozent war bzw. ist er an der Bundesakademie in Wolffenbüttel, bei der Sommerakademie
des Mozarteums in Salzburg und an der Universität Hildesheim tätig.
Claudia Möbius (Kostüme) studierte
Modedesign in Berlin und ist seither an zahlreichen Theatern in Deutschland tätig. Seit 2003 unterhält sie im Fashion-Hotspot Berlin im Prenzlauer Berg ein eigenes Kostüm- und Modeatelier.
Hier werden auch viele ihrer Kreationen nach dem Bauhausprinzip „Form folgt Funktion“ umgesetzt. Sie entwirft Kostüme für Schauspiel, Oper und Tanztheater und arbeitet mit Regisseuren aller
Generationen zusammen, u. a. mit Daniel Karasek am Staatstheater Wiesbaden, oder im deutschen Kino in dem Märchenfilm „Hans im Glück“ mit Rolf Hoppe und Karl Dall. Als Grenzgängerin zwischen
Mode und Kostüm entwirft sie auch Kostüme für Artistik und Eiskunstlauf und war u. a. an dem Cross Genre Spektakel „Marquis de Sade“ der Gregor Seyffert Compagnie beteiligt.
Oliver Zwarg (Smee) begann seine berufliche Laufbahn im Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper, gefolgt von einem
Engagement an der Staatsoper Hannover. Dort sang er u.a. den Bartolo, Figaro, Leporello, Papageno, Gianni Schicchi und Wozzeck. Gastauftritte führten ihn an die Komische Oper Berlin, das Gran
Teatre del Liceu Barcelona, das Teatre du Capitole Toulouse, die Staatstheater Saarbrücken und Mannheim, die Bayerische Staatsoper München, zum Edinburgh Festival, Luzern Festival, den
Ludwigsburger Schlossfestspielen und Wiener Festwochen. Seit 2006 ist er als freischaffender Pädagoge, Konzert- und Opernsänger tätig. 2007 nominierte ihn die Zeitschrift Opernwelt als
„Sänger der Jahres“ für seine Interpretation des Golaud an der Staatsoper Stuttgart. Jüngst feierte er als vierfacher Bösewicht in „Hoffmanns Erzählungen“ am Staatstheater Wiesbaden große
Erfolge und war als Samuel in Verdis „Un ballo in maschera“ an der Staatsoper unter den Linden Berlin zu hören.
Undine Dreißig (Smee’s Frau)
studierte Gesang in Weimar und wurde 1989 ans Theater Magdeburg engagiert. Dort interpretierte sie einige der bedeutendsten Rollen ihres Faches: Fricka, Ortrud,
Venus, Azucena, Amneris, Fenena, Herodias, Margarethe, Ulrica, Komponist und Gräfin Mariza. Aber auch weniger bekannten Partien widmete sich die Sängerin mit großem Erfolg, beispielsweise als
Gertrud in „Hamlet“ von Ambroise Thomas. Gastspiele führten Undine Dreißig, die auch als Konzert- und Liedsängerin sehr gefragt ist, nach Rio de Janeiro (Diana in Pina Bauschs Tanztheater
„Iphigenie auf Tauris“), Wuppertal und Weimar. Als CD-Einspielung des Norddeutschen Rundfunks liegt ihre Interpretation der Charlotte in Massenets „Werther“ vor. In Chemnitz begeisterte
Undine Dreißig bereits in der Doppelrolle Ježibaba / Fremde Fürstin in „Rusalka“ das Publikum.
[©Städtische Theater Chemnitz gGmbH]
www.theater-chemnitz.de
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Schneewitte (Sneewitte) Musiktheater für Kinder Nach dem Märchen Schneewittchen der Gebrüder Grimm
Musik: Jens Joneleit Libretto: Sophie Kassies Deutschsprachige Erstaufführung: 29. November 2008 (Mannheim, Nationaltheater - Studio Werkhaus)
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters: In Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim und dem jeugdtheater sonnevanck Enschede
Premiere: 27. September 09
Inszenierung: Flora Verbrugge Musikalische Leitung: Jason Weaver Bühne: Christian Thurm Kostüme:
Bärbel John Dramaturgie: Johanna Wall
Mit: Friederike Hansmeier, Eleni Stamellou; Sascha Grub, Markus Kunze, Jens Piezunka, Axel Schoppen, Jason Weaver
Endlich
bekommen der König und die Königin ein Kind: Schneewitte. Als die Königin jedoch kurz darauf stirbt, steht Schneewittes Vater plötzlich allein da mit dem schreienden Säugling im Arm. Da
erscheint eine junge, schöne Frau und tröstet das Kind. Der König macht sie zu seiner Königin. Schneewitte wächst heran, ihre Mutter und sie sind ein Herz und eine Seele. Sie liebt es
zuzuschauen, wie die Königin sich vor dem Spiegel schön macht. Mit der Zeit zeigt sich, dass Schneewitte ihre Mutter an Schönheit sogar noch übertrifft. Und weil sie zudem ein ziemlich
selbstbewusster Teenager ist, zieht sie die Aufmerksamkeit aller auf sich. Das fällt auch ihrer Mutter auf, denn auf einmal ist sich der Spiegel nicht mehr sicher, ob sie die Schönste im
ganzen Land ist. Und Schneewitte beansprucht plötzlich wie selbstverständlich den Thron ihrer Frau Mama. Ärger ist da vorprogrammiert, denn eines weiß die verdrossene Königin ganz sicher:
»Ich lasse mich nicht ausradieren. Ich lasse mich nicht zur Seite drücken von so einer Trotteltrine«. Aber zum Glück sind da ja noch die Sieben Zwerge, und die suchen gerade eine Putzfrau...
Das Kindermusiktheaterstück von Sophie Kassies und Jens Joneleit zeigt, wie lebendig und zeitgemäß dieser Märchenklassiker heute noch ist. Schneewitte ist eine Geschichte über Mütter
und Töchter und darüber, wie schwierig das Erwachsenwerden für beide Seiten ist. Erzählt wird das Märchen von zwei Sängerinnen, zwei Schauspielern und vier Musikern, die in viele
unterschiedliche Rollen schlüpfen. [© Oldenburgisches Staatstheater]
www.staatstheater.de
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Simone Boccanegra Melodramma in einem Prolog und drei Akten
Von: Giuseppe Verdi Texto:
Francesco Maria Piave, nach dem Drama von Antonio Garcia y Gutiérrez Uraufführung: 12. März 1857 (Venedig, teatro La Fenice
Erstaufführung der überarbeiteten und von Arrigo Boito textlich revidierten Fassung: 24. März 1881 (Mailand, Teatro alla Scala)
Zur Inszenierung des Theater Freiburg:
Premiere: 15. März 09
Musikalische Leitung: Fabrice Bollon
Regie: Marcus Lobbes Bühnenbild: Dirk Becker Kostüme: Victoria Behr Dramaturgie: Dominica Volkert Video: Michael Deeg Chor:
Bernhard Moncado
Besetzung:
Simon Boccanegra: Juan Orozco Jacopo Fiesco: Gary Jankowski Paolo Albiani: Matthias Flohr Pietro:
Pascal Hufschmid Amelia Grimaldi: Jana Havranova Gabriele Adorno: Dong Won Kim Hauptmann: Jörg Golombek Magd: Orietta Battaglione
Philharmonisches Orchester Freiburg Opernchor und Extrachor des Theater Freiburg
Wer ist wer? Kaum eine Oper stellt die Identität der handelnden Personen so komplex in Frage wie
Giuseppe Verdis »Simon Boccanegra«, die Geschichte vom Freibeuter und ersten Dogen Genuas, der 1339 erstmals vom Volk gewählt wurde. Angelehnt an die historischen Vorgaben erzählt der
italienische Komponist die Geschichte von der Machtübernahme und den politischen Verwicklungen über ein Vierteljahrhundert hinweg. Was auf politischer Ebene den Konflikt durch Intrigen
zuspitzt, kulminiert im privaten Bereich zur wahren Tragik: Vater und Tochter, über viele Jahre zwangsweise getrennt, erkennen sich erst im Augenblick des Todes wieder. Machterhalt scheint
also bedingungslos an die Aufgabe der eigenen Individualität gebunden zu sein.
Der historische Simon Boccanegra wurde 1339 vom Volk zum ersten Dogen von Genua gewählt. Er erweiterte
das Staatsgebiet der Republik an der Riviera entlang und schickte Galeeren nach Spanien, um Alfons XI. in seinem Kampf gegen die Sarazenen beizustehen. Zahlreiche Attentate wurden auf ihn
verübt, der erste Verschwörer schon im ersten Jahr seiner Regierung hingerichtet. Boccanegra war stets von einer 103 Mann starken berittenen Leibgarde umgeben, da er ständig um sein Leben
fürchten musste. Am 23. Dezember 1345 wurde er auf einer von ihm selbst einberufenen Volksversammlung gezwungen, die Regierungsgeschäfte aufzugeben. Giovanni Valente fungierte danach elf
Jahre lang als oberster Magistrat, bis Boccanegra 1356 wieder an die Macht gelangte. Er wurde 1363 tödlich vergiftet. Doch was macht Verdi nun aus diesen historischen Fakten? Vorlage ist
ihm – wie schon beim »Troubadour« – ein Theaterstück von Antonio García Gutierrez, der die Ebene der politischen Macht bühnenwirksam mit dem privaten Leid einer unglückseligen Liebe zwischen
Boccanegra und der Tochter seines Erzfeindes kombiniert.
Trotzdem ist Verdi diese mittelalterliche Machtperson weit mehr als nur die Inspiration für ein großes
Mantel-und-Degen-Spektakel. Er präsentiert uns eine Handlung, die sich aus den Bestandteilen der Historie assoziativ bedient und zu einer höchst eigenwilligen Operndramaturgie neu
zusammenfügt. Über fünfundzwanzig Jahre erstreckt sich der erzählte Zeitraum, wobei sich plötzliche Zeitsprünge mit extrem gedehnten, zeitlupenhaften Passagen abwechseln. Sein
Lieblingsdiktum »die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser« macht Verdi hier zu einem zentralen Bestandteil des gesamten Stückes, das dem
Handlungsverlauf eine eigene, verstörende Dynamik verleiht. Eine Wahrheit, die objektiv nicht hinterfragbar ist – und trotzdem eine große nachfühlbare Dimension hat. Was ruft Boccanegra am
Ende des Prologs verzweifelt aus, als er nach seiner Wahl zum Dogen eigentlich auf dem Höhepunkt seiner Machtentfaltung ist? »Vai i fantasmi... È sogno, sì spaventoso, atroce sogno il
mio. – Fort mit den Schreckgespenstern... Es ist ein Traum, ja, mein furchtbarer, schrecklicher Traum.« Das Geschehen, wie mit einem Brennglas auf die Titelfigur fokussiert, scheint ihr
also zum Alptraum zu werden – angestoßen von einer Realität, die zunehmend unsicher, verängstigend, bedrängend wird und Bewusstseinsebenen verschiebt – bis am Ende der Tod die Erlösung
bringt. Verdi präsentiert uns hier – zumal in seiner späten, noch einmal intensiv überarbeiteten Fassung von 1881 – einen Blick in eine menschliche Psyche, deren faktische Biographie im
14. Jahrhundert verortet sein mag, deren künstlerische Formulierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stattgefunden, deren Emotionalität aber auch im 21. Jahrhundert nichts an ihrer
Intensität verloren hat.
Regisseur von »Simon Boccanegra« ist Marcus Lobbes, der in der letzten Spielzeit Pendereckis »Die Teufel von Loudun« und Felicia Zellers »Kaspar. Häuser. Meer«
am Theater Freiburg inszenierte. Letzteres wurde zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen und dort mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. In der Fachzeitschrift »Theater heute« wurde Marcus
Lobbes als Nachwuchsregisseur des Jahres 2008 nominiert. [© Theater Freiburg]
www.theater.freiburg.de
Zur Inszenierung der Oper Zürich:
Premiere: 11. Januar 09
Dirigent: Carlo Rizzi Inszenierung: Giancarlo del Monaco Bühnenbild: Carlo Centolavigna Kostüme: Maria Filippi Lichtgestaltung: Hans-Rudolf Kunz
Choreinstudierung: Jürg Hämmerli Orchester: Orchester der Oper Zürich Chor: Chor der Oper Zürich
Besetzung: Maria Boccanegra/ Amelia Grimaldi:
Isabel Rey Amelias Magd: Julie Bartholomew Simon Boccanegra: Leo Nucci Jacobo Fiesco: Roberto Scandiuzzi Gabriele Adorno: Fabio Sartori
Paolo Albiani: Massimo Cavalletti Pietro: Giuseppe Scorsin Hauptmann: Michael Müller
Carlo Rizzi (Musikalische Leitung) Carlo Rizzi, geboren und ausgebildet in Mailand, debütierte 1982 als Dirigent und begann seine internationale Karriere drei Jahre später als Gewinner des
ersten Toscanini-Wettbewerbs. Seitdem hat er mit vielen bedeutenden Orchestern der Alten und Neuen Welt ein umfangreiches Repertoire musiziert, das von Gluck bis zu Luciano Berio reicht. U.a.
stand er am Pult des Chicago Symphony, des Los Angeles Philharmonic, des Philadelphia Orchestra und der drei grossen Londoner Orchester, des NDR-Sinfonieorchesters, des Orchesters der
Mailänder Scala und des Israel Philharmonic Orchestra. Von 1992 bis 2001 wirkte er als Musikalischer Leiter der Welsh National Opera, und 2005 wurde er erneut für dieses Amt verpflichtet. Zu
den Produktionen, die er dort dirigierte, zählen «Fidelio», «Tristan und Isolde», «Salome», «Der Rosenkavalier», «Boris Godunow», «Katja Kabanowa», «Peter Grimes» und «The Turn of the Screw».
Darüber hinaus hat er als Gastdirigent an fast allen grossen Opernhäusern Werke von Mozart, Rossini, Verdi und Puccini aufgeführt, so z.B. an der Mailänder Scala, am Londoner Covent Garden,
an der Opéra Bastille, der Bayerischen Staatsoper, der Oper Zürich («I Vespri Siciliani») und der Metropolitan Opera in New York. Seit 1996 ist Carlo Rizzi zudem regelmässiger Gast beim
Edinburgh Festival. Eine Reihe von Einspielungen mit symphonischer Musik sowie Operngesamtaufnahmen zeugen von seinen vielfältigen künstlerischen Aktivitäten. Bei den Salzburger Festspielen
2005 dirigierte er «La Traviata», die auf CD und DVD veröffentlicht wurde. In Zürich war er in der Saison 2006/07 mit «Don Carlo» zu erleben, 2007/08 mit «La Bohème » sowie mit Halévys «La
Juive».
Giancarlo del Monaco (Inszenierung) Der Sohn des legendären italienischen Tenors Mario del Monaco zählt
zu den renommiertesten Regisseuren des Musiktheaters. Sein Regiedebüt gab Giancarlo del Monaco schon 1965 mit «Samson et Dalila» im Griechischen Theater von Siracusa (mit seinem Vater in der
Titelpartie). Er wirkte als Assistent von Wieland Wagner, Günther Rennert und Walter Felsenstein, bevor er 1973 als Oberspielleiter an das Theater Ulm verpflichtet wurde. Seit dieser Zeit
entwickelte er sich zu einem der international gefragtesten Regisseure, der an allen grossen Bühnen der Welt zu Hause ist, u.a. in Barcelona, Berlin, Bologna, bei den Bregenzer Festspielen,
in Buenos Aires, Catania, Hamburg, Helsinki, Los Angeles, Madrid, an der Bayerischen Staatsoper München, an der Mailänder Scala, in Montpellier, Neapel, beim Festival d'Orange, in Oslo, Rom,
Savonlinna, Stuttgart, Tel Aviv, Venedig, Washington, Wien und Zürich. Seit 1991 inszenierte er an der Metropolitan Opera New York «La Fanciulla del West», «Stiffelio», «Madama Butterfly»,
«Simon Boccanegra» und «La Forza del Destino», die alle auch auf Video veröffentlicht wurden. Er wurde u.a. mit den Titeln des «Cavaliere Ufficiale della Repubblica» und des «Chevalier des
Arts et des Lettres» ausgezeichnet. Von 1979 bis 1982 war Giancarlo del Monaco Generalintendant des Staatstheaters Kassel, 1986 bis 1988 Intendant der Opernfestspiele in Macerata, 1992 bis
1997 Generalintendant der Oper Bonn und zwischen 1997 und 2002 Generalintendant des Opernhauses in Nizza. Projekte der jüngeren Zeit waren u.a. «Francesca da Rimini» und «Il Trovatore» in
Zürich sowie «Mefistofele» in Palermo. Es folgen «Manon Lescaut» mit Riccardo Chailly an der Oper Leipzig, «Turandot» an der Hamburgischen Staatsoper und «Andrea Chénier» in Cagliari.
Carlo Centolavigna (Bühnenbild) Carlo Centolavigna stammt aus Rom. Er war Bühnenbildassistent von Franco Zeffirelli und wirkte an
den Inszenierungen von «La Traviata» beim Maggio Musicale Fiorentino, «Don Giovanni» und «La Traviata» an der Metropolitan Opera New York, «Don Carlo» an der Mailänder Scala sowie «La Bohème»
und «Aida» an der Opera di Roma mit. Ab 1997 war er Bühnenbildmitarbeiter Zeffirellis bei «Aida» am New National Theatre in Tokio, «Carmen», «Il Trovatore», «Aida» und «Madama Butterfly» in
der Arena di Verona, «I Pagliacci» in Los Angeles und «Aida» an der Mailänder Scala. Weitere Bühnenbilder schuf Carlo Centolavigna für «La Traviata» und «L’elisir d’amore» in Ascoli Piceno,
«Iphigénie en Aulide», «Carmen», «La forza del destino» und «Il Barbiere di Siviglia » in Piacenza und Mantova, «Orfeo ed Euridice» am Teatro Massimo in Palermo. Mit Giancarlo del Monaco
arbeitete er erstmals 2005 bei «Andrea Chénier» am Teatro Comunale di Bologna zusammen. Für das Opernhaus Zürich entwarf er das Bühnenbild für Zandonais «Francesca da Rimini».
Maria Filippi (Kostüme) Maria Filippi wurde in Rom geboren. Schon früh begeisterte sie sich für das Theater und arbeitete
mit Kostümbildnern wie Raimonda Gaetani, Santuzza Calì und Carlo Savi zusammen. Sie arbeitete u.a. im Atelier Farani von Luigi Piccolo, am Teatro Massimo di Palermo und 1996/97 als
Kostümdirektorin der Arena di Verona. Ihr Operndebüt gab sie mit «Luisa Miller» am Teatro Verdi in Busseto. Für die Compagnia Fracci-Menegatti entstanden die Kostüme für «Il lutto s’addice ad
Elettra» in Jesi, «Omaggio a Nijinskij » in Verona, «Memoria del Cantico des Cantici» in Parma und «Per Elisabeth» in Triest. Für Franco Zeffirelli schuf sie die Kostüme für «Carmen», «Il
Trovatore» und «Aida» in der Arena di Verona. Weitere Arbeiten waren die Kostüme für «Girotondo romano» am Teatro dell’Opera, die Austattungen für «Turandot, principessa chinese» und
«Operazione Faune am Teatro Nazionale, «Andrea Chénier» am Teatro Comunale di Bologna, «Otello» am Theater St. Gallen, «Aleksandr Blok e Marina Cvetaeva» am Teatro dell’Opera, «Der
Schauspieldirektor» und «La canterina» in Lausanne und am Teatro Lirico di Cagliari, «Francesca di Rimini» in Zürich und «Otello» beim Rossini Opera Festival in
Pesaro. [© Oper Zürich]
www.opernhaus.ch
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 20. Mai 07
1. Wiederaufnahme: 1. Dezember 07 2. Wiederaufnahme: 9. April 10 Weitere Vorstellungen: 11. (15.30 Uhr; mit kostenloser Kinderbetreuung), 16., 22., 24. April 2010
Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Mark Shanahan / Friedemann Layer Inszenierung: Christof Loy Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer / Ludivine Petit Bühnenbild: Johannes Leiacker Kostüme: Bettina Walter Dramaturgie:
Norbert Abels Licht: Olaf Winter Chor: Alessandro Zuppardo
Simon Boccanegra: Željko Lučić / Željko Lučić / Željko Lučić Jacopo Fiesco: Bálint Szabó / Bálint Szabó / Thorsten Grümbel Paolo Albiani: Johannes Martin Kränzle / Johannes Martin Kränzle / Simon Bailey (1., 30. Dezember 2007) / Kosma Ranuer Amelia Grimaldi: Annalisa Raspagliosi / Annalisa Raspagliosi / Barbara Haveman Gabriele Adorno: Paul Charles Clarke / Aleksandrs Antonenko 7 Alfred Kim Pietro: Pavel Smirnov / Dietrich Volle / Florian Plock Ein Hauptmann / Ein Diener Amelias: Viktor Tsevelev / Ricardo Iturra (22., 30. Juni, 6. Juli 2007) / Viktor Tsevelev / Ricardo Iturra / Ricardo Iturra / Viktor Tsevelev (11., 22. April 2010)
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester
grün = 1. Wiederaufnahme, Saison 2007/08 rot = 2. Wiederaufnahme, Saison 2009/10
Einer der Höhepunkte der Spielzeit 2006/07 war Simon Boccanegra von Giuseppe
Verdi (1813-1901). Die Inszenierung von Christof Loy feierte am 20. Mai 2007 Premiere an der Oper Frankfurt und war sowohl beim Publikum als auch im Spiegel der Presse äußerst erfolgreich. So
schwärmte einer der anwesenden Kritiker: „Als grandios darf man das Resultat von Verdis Simon Boccanegra in Frankfurt bezeichnen. Christof Loy gelingt in mutig-radikaler Reduktion
eindringlich, aus der verworrenen Geschichte die wesentlichen menschlichen Inhalte zu skelettieren (...), und eine phänomenale Sängerbesetzung mit einem Weltklasse-Dogen Željko
Lučić an der Spitze macht den Abend zum umjubelten Ereignis. Frankfurt ist – endlich wieder ohne Einschränkungen – ganz großes Musiktheater geglückt. Unbedingt erleben!!“
Zum Inhalt: Der Korsar Simon Boccanegra wird vom Volk gegen die Interessen des Adels zum Dogen von Genua gewählt. Im Moment dieses politischen Triumphes erfährt er vom Tod seiner
Geliebten, der Patriziertochter Maria. Ihr gemeinsames Kind gilt als verschollen. 20 Jahre später erkennt der Doge seine Tochter in der Geliebten des jungen Adeligen Gabriele Adorno wieder
und gibt den beiden seinen Segen. Boccanegras eifersüchtiger Gefolgsmann Paolo vergiftet daraufhin den Dogen, der im Angesicht des Todes seinen Feinden vergibt und Adorno als seinen
Nachfolger auf dem Dogenthron einsetzt.
Zur 2. Wiederaufnahme: Die Besetzung der zweiten Wiederaufnahme dieser Verdi-Oper präsentiert wie in der Premieren- sowie der ersten
Wiederaufnahme-Serie Željko Lučić in der Titelpartie. Der Bariton war zehn Jahre lang Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und ist seit der Spielzeit 2008/09 freischaffend
tätig. Seine Karriere führte ihn in den letzten Jahren u.a. an die großen Opernhäuser in Hamburg, Berlin, München, Wien, Paris, London und New York. Als Maria bzw. Amelia ist erstmals in
dieser Produktion die holländische Sopranistin Barbara Haveman zu erleben, die 2008/09 mit ihrem Frankfurt-Debüt als Puccinis Tosca für Aufsehen sorgte. An der Wiener Staatsoper sang sie 2003
Salomé in Massenets Hérodiade und danach Puccinis Manon Lescaut. Geplante Projekte der Künstlerin sind Strauss’ Ariadne an der Oper Köln sowie Verdis Aida und Dvořáks Rusalka am Gran
Teatre del Liceu in Barcelona. Sein Hausdebüt gibt als Paolo Albani der schwedische Bariton Kosma Ranuer, der bisher vor allem mit Auftritten an den Opernhäusern seiner Heimat von sich reden
gemacht hat. Die übrigen Partien sind mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt, darunter erstmals Thorsten Grümbel (Jacopo Fiesco), Alfred Kim (Gabriele Adorno) und Florian Plock
(Pietro). Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Friedemann Layer, der an der Oper Frankfurt bisher 2007/08 die Wiederaufnahme von Zemlinkys Eine florentinische Tragödie und Der
Zwerg musikalisch leitete. Neben seinen zahlreichen internationalen Aufgaben war er von 1987 bis 1990 sowie von 2007 bis 2009 Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim. Damit ist Layer
in der über 200-jährigen Geschichte des Orchesters der erste Dirigent, der diese Position zwei Mal bekleidete.
Zur 1. Wiederaufnahme: Die Besetzung der ersten Wiederaufnahme
dieser Verdi-Oper präsentiert vorwiegend Sängerinnen und Sänger, die bereits in der Premierenserie zu erleben waren. Angeführt werden sie vom Frankfurter Ensemblemitglied und
Publikumsliebling Željko Lučić in der Titelpartie. Gleichfalls aus dem Ensemble ist wieder Bálint Szabó als Jacopo Fiesco zu erleben, und auch Annalisa Raspagliosi gastiert als
Maria Boccanegra, bzw. Amelia Grimaldi erneut in Frankfurt. Als Paolo Albiani alterniert mit dem premierenbewährten Johannes Martin Kränzle Ensemblemitglied Simon Bailey nun auch erstmals
szenisch, nachdem er die Partie in der vergangenen Spielzeit bereits aus dem Orchestergraben gesungen hatte, während der erkrankte Kränzle auf der Bühne agierte. Neu besetzt als Gabriele
Adorno ist der lettische Tenor Aleksandrs Antonenko, der sich bereits an zahlreichen renommierten Bühnen des In- und Auslands bis hin zur New Yorker Metropolitan Opera einen Namen gemacht
hat. Dietrich Volle, der erstmals den Pietro übernimmt, ist ab dieser Saison vom Chor ins Ensemble der Oper Frankfurt gewechselt. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat der Brite
Mark Shanahan, der an der Oper Frankfurt bisher 2004/05 Puccinis Tosca und 2006/07 Brittens Death in Venice dirigierte. [© Oper Frankfurt]
Preise: € 12 bis 77 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gilt ein Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.
Zur Inszenierung der Deutschen Oper Berlin
Premiere: 26. November 2006 Weitere Vorstellungen: 29. Nov., 02., 08., 14. Dez.06, 04., 08., 18. März 2007
Musikalische Leitung: Yves Abel Inszenierung: Lorenzo Fioroni
Bühne: Cordelia Matthes Kostüme: Katharina Gault Dramaturgie: Katharina John Chöre: Ulrich Paetzholdt
Simon Boccanegra: Roberto Frontali
Jacopo Fiesco: Roberto Scandiuzzi Paolo Albiani: Ralf Lukas Pietro: Ante Jerkunica Maria: Tamar Iveri Gabriele Adorno: Franco Farina
Hauptmann: Yosep Kang Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin
Schon in der 1857 uraufgeführten Fassung bricht Giuseppe Verdi mit der traditionellen Dramaturgie einer linear
erzählten Geschichte. 1881 wird SIMON BOCCANEGRA dann in einer vom Komponisten und seinem Librettisten Arrigo Boito umgearbeiteten Fassung erneut zur Diskussion gestellt. Im November 2006
nimmt sich nun die Deutsche Oper Berlin dieses Werkes an, um es in der Interpretation des Regisseurs Lorenzo Fioroni aus heutiger Sicht neu zu beleuchten. Aus Liebe zur Patrizierin Maria
lässt sich der Plebejer Simon Boccanegra zum Dogen wählen. Doch Marias Vater, Jacopo Fiesco, hat die unstandesgemäß Liebenden für immer getrennt, seine Tochter ist unter ungeklärten Umständen
gestorben, das Kind der beiden verschwunden. Als Doge einsam an der Spitze Genuas, versucht Boccanegra nun in Zeiten innen- und außenpolitischer Konflikte seine Utopie von humaner und
gerechter Herrschaft umzusetzen.
Der Franco-Kanadier Yves Abel
[Dirigent], einer der bedeutendsten Dirigenten der jüngeren Generation, hat bereits an der Metropolitan Opera New York, an der Bastille in Paris, Monte Carlo, Kopenhagen, San Francisco, Chicago, Amsterdam gearbeitet sowie bei den Festivals in Glyndebourne, Gstaad und Spoleto. Als Leiter der »Opéra Français de New York« hat er sich um die Wiederaufführung von Raritäten des französischen Repertoires verdient gemacht und mit Renée Fleming, Thomas Hampson und Giuseppe Sabbatini Massenets THAIS eingespielt. An der Deutschen Oper Berlin hat er bereits die Premiere von DON PASQUALE einstudiert und 2004 LES DIALOGUES DES CARMELITES geleitet. Als Erster Ständiger Gastdirigent seit 2005|2006 hat er sich eng an die Deutsche Oper Berlin gebunden und wird hier in 2006|2007 neben SIMON BOCCANEGRA auch LA TRAVIATA [09.11., 15.11., 18.11.] und LE NOZZE DI FIGARO [08.11., 09.12., 21.12., 27.12., 31.12.] dirigieren.
Roberto Frontali [Simon Boccanegra] ist seit seinem Debüt am Teatro dell’Opera in Rom in Spontinis AGNESE DI HOHENSTAUFEN Gast an allen bedeutenden Opernhäusern. Zu seinem
Repertoire zählen in erster Linie Partien in Werken von Bellini, Donizetti, Rossini und Verdi. Er ist gern gesehener Gast an der Metropolitan Opera New York, dem Teatro alla Scala in Mailand,
am Royal Opera House Covent Garden, beim Maggio Musicale in Florenz, am Teatro Comunale in Bologna, in Frankfurt, am Zürcher Opernhaus, an der Arena di Verona, der Sächsischen Staatsoper in
Dresden, in Chicago, Los Angeles, Palermo, Nizza und Tokio. An der Deutschen Oper Berlin debütierte Roberto Frontali als Enrico in LUCIA DI LAMMERMOOR am 1. April 1995. In dieser Spielzeit
singt er außer der Titelpartie in SIMON BOCCANEGRA noch Giorgio Germont in LA TRAVIATA [09.11.].
Der Bass Roberto Scandiuzzi [Jacopo Fiesco] debütierte 1982 am Teatro alla Scala
di Milano unter Riccardo Muti in LE NOZZE DI FIGARO. Seither trat er in allen bedeutenden Theatern und Konzertsälen der Welt mit Dirigenten wie Abbado, Chung, Gatti, Gergiev, Giulini,
Sinopoli, Solti und Viotti auf. Er verkörpert Basspartien des italienischen Fachs und der Grand Opéra, aber auch der russischen Oper. Wichtige Produktionen in jüngerer Zeit waren
CHOWANSCHTSCHINA an der Metropolitan Opera New York, SIMON BOCCANEGRA und ANNA BOLENA in München sowie DON CARLO in Barcelona, München und Madrid. Er debütierte 1998 an der Deutschen Oper
Berlin bei der 5. Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung.
Die georgische Sopranistin Tamar Iveri [Maria] studierte Gesang am Konservatorium in Tiflis und begann ihre Karriere
dort als Desdemona im Mai 1998 neben Renato Bruson und Kristjan Johannsson. 1998 gewann sie den Zweiten Preis beim „Voci Verdiane”-Gesangswettbewerb in Busseto, 1999 den Ersten Preis beim
Mozart-Wettbewerb in Salzburg. Am Opernhaus von Graz war sie zwei Jahre lang im Festengagement und erarbeitet sich auch weiterhin dort ihr Repertoire: Adriana Lecouvreur, Desdemona, Mimì,
Liù, Tatjana, Suor Angelica, Elisabetta/DON CARLO. Es folgten in rascher Folge internationale Engagements: DON CARLO in Bonn, LA BOHEME an der Wiener Staatsoper, OTELLO in Venedig und Orange
sowie mit José Cura unter der Leitung von Riccardo Muti bei der Tournee der Mailänder Scala in Japan. Im Juli 2002 debütierte sie als Amelia/SIMON BOCCANEGRA am Royal Opera House Covent
Garden, wohin sie als Donna Anna/DON GIOVANNI zurück kehrte. Diese Partie verkörperte sie auch an der Semperoper und bei ihrem Debüt an der Met. 2004 gab sie ihr Debüt bei den Salzburger
Festspielen als Fiordiligi in einer Neuproduktion von COSI FAN TUTTE unter Philippe Jordan. An der Deutschen Oper Berlin stellte sie sich dem Publikum am 28. April 2005 als Mimì vor.
Franco Farina [Gabriele Adorno] gab sein Debüt beim Spoleto-Festival in Charleston und machte sich bald einen Namen in den USA. An der Metropolitan Opera in New York trat er 1990 zum
erstenmal an der Seite von Mirella Freni in LA BOHEME auf und ist seitdem immer wieder dort zu Gast. Das Publikum feierte ihn als Lenskij und Pinkerton. Er trat an der Lyric Opera in Chicago
u.a. mit Richard Strauss’ SALOME auf, es folgten TOSCA in Dallas, Puccinis LA RONDINE in Houston sowie viele weitere Auftritte in Seattle, Philadelphia, Pittsburgh, New Orleans, Vancouver,
Edmonton und Cincinnati. Im Herbst 1995 eröffnete er als Gabriele Adorno in einer Neuinszenierung von SIMON BOCCANEGRA die Pariser Opernsaison an der Opéra Bastille. An der Wiener Staatsoper
ist er seit seinem Auftritt in MADAMA BUTTERFLY 1992 regelmäßig zu Gast, er gab im Brüsseler Theatre Royale de la Monnaie sein Rollendebüt als Riccardo (Gustaf) in Verdis MASKENBALL, eine
Partie, die er auch an der Deutschen Oper Berlin gesungen hat, ebenso wie Cavaradossi, Pinkerton und Don Alvaro. [© Deutsche Oper Berlin]
www.deutscheoperberlin.de
Zur Inszenierung der Hamburger Staatsoper
»Das Herz des Menschen ist ein Quell ewigen Leidens«
Simone Young dirigiert mit Giuseppe Verdis »Simon Boccanegra« ihre zweite Premiere an der Staatsoper Hamburg
Simon Boccanegra wird vom Volk zum Dogen von
Genua gewählt. Er hofft, nun Maria, die Tochter des Patriziers Fiesco, heiraten zu können, mit der er eine Tochter hat. Doch Maria ist tot, seine Tochter verschwunden. 25 Jahre später wartet
Amelia im Garten der Grimaldis auf ihren Geliebten Gabriele Adorno. Simon will Amelia mit seinem Kanzler Paolo verheiraten, erkennt dann aber, dass sie seine verlorene Tochter Maria ist...
Giuseppe Verdis selten gespielte Oper »Simon Boccanegra« ist politisches Drama und Familienstück in einem - Boccanegra muss erfahren, dass es unmöglich ist, Liebe und Macht zu vereinen und
trotzdem glücklich zu werden. Die Inszenierung der Hamburger Neuproduktion übernimmt Claus Guth. Der aus Frankfurt stammende Regisseur erregte 1997 in Hamburg mit seiner Deutung von Kulentys
Kammeroper »The Mother of Black Winged Dreams« in der »Opera stabile« Aufsehen. Mit »Simon Boccanegra« legt er nun seine erste Arbeit am großen Haus vor. Guth arbeitete unter anderem in
Frankfurt, München, Dresden, Zürich und bei den Salzburger Festspielen. Mit seiner Inszenierung von Wagners »Der fliegende Holländer« konnte er einen großen Erfolg bei den Bayreuther
Festspielen 2003 verbuchen. Die Ausstattung übernimmt Christian Schmidt, den eine enge und langjährige Zusammenarbeit mit Guth verbindet.
Die Musikalische Leitung hat Hamburgs
Opernintendantin Simone Young - die Australierin dirigiert damit nach Paul Hindemiths begeistert aufgenommenem Künstlerdrama »Mathis der Maler« ihre zweite Premiere an der Staatsoper. Franz
Grundheber singt die Titelpartie, der Bariton hat diese Rolle schon mehrfach überaus erfolgreich gestaltet. Als Boccanegras Gegenspieler Fiesco ist John Tomlinson zu erleben (im März: Roberte
Scandiuzzi), der englische Bass hat sich vor allem mit großen Wagner-Partien einen Namen gemacht. Jan Buchwald übernimmt die Partie des Aufrührers Paolo, die chilenische Sopranistin Angela
Marambio gibt als Amelia Grimaldi ihr Debüt an der Staatsoper. Als Pietro ist der russische Bass Alexander Tsymbalyuk, zu hören, Miroslav Dvorsky übernimmt die Partie des Gabriele Adorno. In
den weiteren Rollen: Ho-yoon Chung (Un Capitano dei Balestieri), Agnieszka Tomaszewska (Un'Ancella di Amelia). Chor: Florian Csizmadia.
Premiere A: 5. Februar 06
Premiere B: 12. Februar 06 Aufführungen: 16., 19., 22., 25.Februar, 1., 4. März 06
Wiederaufnahme in der Saison 2006/07, Aufführungen:
20., 27., & 31 Oktober, 4. & 23. November 06., 23. & 26. Januar 07
Musikalische Leitung: Simone Young Inszenierung: Claus Guth Bühnenbild und Kostüme:
Christian Schmidt Licht: Wolfgang Göbbel Chor: Florian Czizmadia
Premieren-Besetzung:
Simon Boccanegra: Franz Grundheber Jacopo Fiesco: John Tomlinson/Roberto Scandiuzzi (März 06) Paolo Albiani: Jan Buchwald Pietro: Alexander Tsymbalyuk Amelia Grimaldi: Angela Marambio Gabriele Adorno: Miroslav Dvorsky Un Capitano dei Balestrieri: Ho-yoon Chung Un´Ancella di Amelia: Angieszka Tomaszewska
Karten sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.staatsoper-hamburq.de (externer Link) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Besprechung auf kulturfreak.de
Simone Young, Musikalische Leitung Simone Young studierte in ihrer Geburtsstadt Sydney Komposition und Klavier und debütierte 1985 am dortigen
Opernhaus mit einem Einspringen binnen weniger Stunden. Sie erhielt 1987 die Auszeichnung »Young Australian of the Year« und in der Folge ein Stipendium für Europa. Hier arbeitete sie als
Assistentin zuerst mit James Conlon in Köln und später mit Daniel Barenboim in Paris und Bayreuth. Sie war von 1991 bis 1993 Kapellmeisterin an der Kölner Oper und von 1993 bis 1995 an der
Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Bereits in dieser Zeit begann ihre internationale Karriere, die sie in den folgenden Jahren an die bedeutendsten Opernhäuser der Welt führte: das Royal
Opera House Covent Garden, die Wiener Staatsoper, die Opera Bastille in Paris, die Staatsopern in Berlin, München und Hamburg sowie die Metropolitan Opera in New York, um nur die wichtigsten
Stationen zu nennen. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre begann sich auch ihre internationale Karriere auf dem Konzertpodium zu entwickeln, so dirigierte sie unter anderem die Staatskapelle
Berlin, die Münchner Philharmoniker, das NHK Symphony Orchestra Tokio, die New Yorker Philharmoniker, das RSO Wien, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das DSO Berlin, das Orchestre
National de Lyon, die Staatskapelle Dresden sowie die Dresdner Philharmoniker. Im November 2005 gab sie ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern, im Dezember 2005 leitete sie erstmals die
Berliner Philharmoniker. Von 1999 bis 2002 war Simone Young Chefdirigentin des Bergen Philharmonie Orchestra. Von Januar 2001 bis Dezember 2003 war sie Künstlerische Leiterin und
Chefdirigentin der Australian Opera in Sydney und Melbourne. Simone Young debütierte 1996 an der Hamburgischen Staatsoper mit »Elektra« und dirigierte zuletzt die Neuproduktion »Mathis der
Maler« sowie Verdis »La Traviata« und »Falstaff« und Wagners »Tristan und Isolde« sowie »Der fliegende Holländer«. In den letzten Jahren gastierte sie regelmäßig bei Philharmonischen
Konzerten in der Laeiszhalle Hamburg. Seit der Spielzeit 2005/06 ist Simone Young Intendantin der Staatsoper Hamburg sowie Generalmusikdirektorin der Philharmoniker Hamburg. In ihrer Heimat
wurde Simone Young mit dem Ehrendoktorat der Universitäten in Sydney und Melbourne sowie mit dem Orden »Member of the Order of Australia« ausgezeichnet, in Frankreich mit dem Orden »Chevalier
des Arts et Lettres«. Am 22. März 2005 erhielt sie in Weimar die Goethe-Medaille des Goethe-Instituts.
Claus Guth, Inszenierung Der Opernregisseur
Claus Guth, geboren in Frankfurt, studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften. Anschießend absolvierte er, ebenfalls in
München, das Studium der Theater- und Opernregie an der Hochschule für Musik. Wichtige Impulse empfing er durch seine Regie-Mitarbeit bei Axel Manthey in Hamburg und Stuttgart. Seine erste
eigene Regiearbeit war »Dido und Aeneas« am Theater in der Reithalle München. In Hamburg inszenierte er 1996 die viel beachtete Uraufführung von Hanna Kulentys Kammeroper »The Mother of
Black-Winged Dreams« in der Opera stabile. Claus Guth hat sich - neben Inszenierungen von Werken von Gluck, Verdi oder Wagner - vor allem mit Uraufführungen von Werken des zeitgenössischen
Musiktheaters einen Namen gemacht: unter anderem für die Biennale München, bei den Salzburger Festspielen, an der Semperoper Dresden und am Theater Basel. Bei den Bayreuther Festspielen wurde
2003 seine Neusicht auf Wagners »Holländer« gefeiert. Sein langjähriger Partner für Bühnenbild und Kostüme ist Christian Schmidt, mit dem er auch an der Hamburgischen Staatsoper »Simon
Boccanegra« in Szene setzt. Weitere Inszenierungen zwischen 1992 und 2004 waren: »La Traviata« in Mannheim, »Ariadne auf Naxos« in Bremen, »Le Nozze di Figaro« am Münchner
Prinzregententheater, in Darmstadt Reinhard Febels »Morels Erfindung« (UA), Sandeep Bhagwatis »Macht Masse Mensch« (UA) an der Bayerischen Staatsoper. Es folgten Berthold Goldschmidts »Der
gewaltige Hahnrei« am Staatstheater Darmstadt, »The Rake's Progress« am Opernhaus Nürnberg, »Iphigenie en Tauride« für die Salzburger Festspiele, »Der Wildschütz« als Fernsehproduktion für
den Bayerischen Rundfunk und arte, »King Arthur«, die Uraufführung von Peter Ruzickas »Celan« an der Semperoper in Dresden sowie »Idomeneo« am Staatstheater Darmstadt. Zu den Arbeiten der
letzten Jahre gehörten »Blauwalddorf« (UA) von Helmut Oehring in Aachen, »Der Revisor« (Werner Egk) am Staatstheater am Gärtnerplatz und Richard Wagners »Liebesverbot« am Münchener
Prinzregententheater. Es folgte »Schwarzerde« (UA) von Klaus Huber am Theater in Basel und »Das Beben« (UA) von Awet Terterjan am Staatstheater am Gärtnerplatz. Im letzten Jahr erarbeitete er
unter anderem für das Opernhaus Zürich »Radamisto« und »II Barbiere di Siviglia«. Mit dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt inszenierte er im Jahr 2005 »Lucio Silla« bei den Bayreuther
Festspielen. Diese erfolgreiche erstmalige Zusammenarbeit wird im Mozart-Jahr 2006 mit der Inszenierung von »Le Nozze di Figaro« fortgesetzt.
Christian Schmidt, Bühnenbild und Kostüme Seit Jahren bildet Christian Schmidt mit Claus Guth ein festes künstlerisches Team. Dass die Zusammenarbeit fruchtbar ist, zeigte sich unter
anderem bei den Bayreuther Festspielen: Für sein Bühnenbild zu Richard Wagners »Der fliegende Holländer« erhielt Christian Schmidt 2003 die Auszeichnung »Bühnenbildner des Jahres«. Christian
Schmidt wurde in Coburg geboren und studierte in Wien bei Erich Wonder. Bei der Münchener Biennale 1992, arbeitete er zum ersten Mal mit dem Regisseur Claus Guth. Zahlreiche Inszenierungen
Claus Guths hat Christian Schmidt mittlerweile als Bühnen- und Kostümbildner begleitet, darunter das Tanztheater »Der bedrohte Mörder« an der Münchener Staatsoper, »La Traviata« in Mannheim,
Hanna Kulentys »The Mother of Black-Winged Dreams« (UA) an der Hamburgischen Staatsoper in der Opera stabile sowie Chaya Czernowins »Pnima... ins Innere« (UA) bei der Münchener Biennale.
Christian Schmidt arbeitete auch mit Hans Neuenfels zusammen: 1997 an der Wiener Volksoper, wo der Regisseur Alexander Zemlinskys »König Kandaules« inszenierte und 1998 am Staatstheater
Stuttgart, wo er Wolfgang A. Mozarts »Die Entführung aus dem Serail« in Szene setzte. Bei den Salzburger Festspielen 1999 schuf Christian Schmidt die Ausstattung für Claus Guths Inszenierung
von Luciano Berios »Cronaca del Luogo« (DA) und im Jahr 2000 für »Iphigenie en Tauride« (Christoph W. Gluck). An der Semperoper Dresden arbeitete er mit Peter Ruzicka an der Inszenierung von
»Celan« (DA). Zu den Arbeiten der letzten Jahre gehören unter anderem »Blauwalddorf« (DA) von Helmut Oehring in Aachen, »Tannhäuser« und »Der Freischütz« in Basel, »Fierrabras«, »Radamisto«
und »Ariane et Barbe-Bleue« in Zürich sowie »Der fliegende Holländer« bei den Bayreuther Festspielen 2003. Bei den Wiener Festwochen 2005 deutete er mit Claus Guth »Lucio Silla« und arbeitete
erstmals mit dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt. Eine Zusammenarbeit, die im Mozart-Jahr 2006 mit einem neuen Figaro bei den Salzburger Festspielen ihre Fortsetzung findet.
Franz Grundheber, Simon Boccanegra Franz Grundheber ist einer der ganz großen Sänger seines Fachs: Es findet sich kein bedeutendes Opernhaus oder
Festival der Welt, an dem er in den fünfunddreißig Jahren seiner Laufbahn nicht gesungen, kaum ein renommierter Dirigent, mit dem er nicht gearbeitet und fast keine Partie seines Fachs, die
er nicht interpretiert hat. Er war der erste Deutsche, der an der New Yorker Metropolitan Opera den Rigoletto verkörpert hat - eine Partie, die er auch an der Hamburgischen Staatsoper immer
wieder mit großem Erfolg singt. Von 1966 bis 1988 war der Bariton Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper und wurde 1986 vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg zum Kammersänger
ernannt. Seitdem ist der in Trier geborene Sänger freischaffend tätig, steht aber weiterhin an zahlreichen Abenden auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper. Er interpretierte hier Partien
wie Wozzeck, Jago, Macbeth, Scarpia, Rigoletto, Amfortas, und Holländer. Zahlreiche Gastengagements führen ihn an Opernbühnen der ganzen Welt, etwa in Berlin, München, Wien, London, Mailand,
Paris, Madrid, New York, Los Angeles, Chicago und Tokio. Mit der Verkörperung der Titelpartie in »Simon Boccanegra« setzt Franz Grundheber die Zusammenarbeit mit Simone Young fort, die
bereits bei der Premiere von »Le Villi« an der Wiener Staatsoper im Oktober 2005 zu großem Erfolg geführt hat.
John Tomlinson, Jacopo Fiesco Der
in Lancashire geborene Bass erhielt seine Gesangsausbildung am Royal Manchester College of Music. Seit 1974 tritt er regelmäßig an der English National Opera und an der Royal Opera Covent
Garden auf. Schwerpunkte in seinem Repertoire bilden die großen Wagner-Partien wie Wotan/Wanderer (»Der Ring des Nibelungen«), König Marke (»Tristan und Isolde«), Gurnemanz (»Parsifal«) und
die Titelpartie in »Der fliegende Holländer«. Mit diesen Partien ist er unter anderem Stammgast bei den Bayreuther Festspielen. Zu seinem Repertoire gehören aber auch Baron Ochs in »Der
Rosenkavalier«, Orest in »Elektra«, Moses in »Moses und Aron« und Sarastro in »Die Zauberflöte«. Engagements führen John Tomlinson regelmäßig an alle bedeutenden Opernhäuser der Welt, unter
anderem nach Berlin, Dresden, München, Wien, Amsterdam, Paris, Genua, Lissabon, New York, Chicago und San Francisco sowie zu den Salzburger Festspielen, dem Maggio Musicale Festival in
Florenz und dem Aix-en-Provence Festival. Neben seinen Opernauftritten hat er zahlreiche CDs eingespielt und verfügt über ein großes Konzertrepertoire. Er konzertierte mit allen bedeutenden
britischen Orchestern und sang in Deutschland, Italien, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Dänemark und den USA. 2005 wurde er von der englischen Königin zum Ritter geschlagen. Mit der
Partie des Jacopo Fiesco gibt John Tomlinson sein Hamburg-Debüt.
Jan Buchwald, Paolo Albiani Der in Solingen geborene Jan Buchwald studierte in
Hannover und Köln und war Meisterschüler unter anderem bei Dietrich Fischer-Dieskau. Sein Operndebüt gab der Bariton in Brittens »Billy Budd« am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Vom
Herbst 2000 bis zum Sommer 2002 gehörte er dem Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper an, seit der Spielzeit 2002/03 gehört er zum Ensemble der Bühne an der Dammtorstraße.
Hier interpretierte er seitdem zahlreiche Partien, darunter die Titelpartie in Reinhard Keisers »Der lächerliche Prinz Jodelet« (die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper
verlieh ihm für seine herausragende Leistung den Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preis) sowie den Grafen Almaviva in Mozarts »Le Nozze di Figaro« und Zar Peter l. in Lortzings »Zar und Zimmermann«.
Bei den Münchener Opernfestspielen sang Jan Buchwald den Fritz Kothner in »Die Meistersinger von Nürnberg« und bei den Festspielen in Bregenz war er in einer Inszenierung der Operette »Der
lustige Krieg« zu erleben. Im Bereich Konzert und Lied ist der Künstler mit Gastspielen in Berlin, Hannover, Köln, Frankfurt an der Oder, Stettin (Polen) und Freiburg im Breisgau aufgetreten.
Zu seinem Konzertrepertoire gehören unter allen anderen großen klassischen Werken das »Deutsche Requiem« von Johannes Brahms, Orffs »Carmina Burana« und der »Elias« von Mendelssohn Bartholdy.
Ebenso hat der Sänger in den vergangenen fünf Jahren bei Rundfunk, Fernseh- und CD-Aufnahmen für den NDR, Deutschland Radio und ZDF mitgewirkt. Jan Buchwald gab bei einem Festkonzert zu Ehren
Dietrich Fischer-Dieskaus mit dem Mozarteum-Orchester unter der Leitung von Ivor Bolton sein Debüt bei den diesjährigen Salzburger Festspielen.
Alexander Tsymbalyuk, Pietro Alexander Tsymbalyuk wurde in Odessa/Ukraine geboren. Mit dem fünften Lebensjahr begann seine vielseitige musikalische Ausbildung, die ihn vom Klavier über
das Schlagzeug bis zum Gesang führte. Ab 1995 studierte er bei Vasilij Navrotsky am Konservatorium in Odessa. Ein Jahr später gewann er den Wettbewerb »New names of Ukraine« in Kiew und
erhielt im Anschluss daran ein Stipendium der ukrainischen Regierung. Außerdem gewann der junge Bass zahlreiche nationale und internationale Preise wie beispielsweise den Dvorzhak-Preis in
Karlovy Vary, den Alchevsky-Preis in Kharkov sowie den Internationalen »Music-Academy-Prize« in Holland. Im Jahr 2000 war Alexander Tsymbalyuk als Solist am Opernhaus Odessa engagiert. In den
Spielzeiten 2001/2002 und 2002/2003 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper. Während dieser Zeit stand er unter anderem in »Eugen Onegin«, »Rigoletto«,
»La Traviata«, »Un Ballo in Maschera« und »Madame Butterfly« auf der Bühne. Seit der Spielzeit 2003/2004 ist Alexander Tsymbalyuk Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper. Er
interpretierte hier unter anderem Masetto (»Don Giovanni«), Ssurin (»Pique Dame«), Angelotti (»Tosca«), Ferrando (»II Trovatore«), Zuniga (»Carmen«), Sparafucile (»Rigoletto«), Lodovico
(»Otello«), Titurel (»Parsifal«) sowie Riccardo (»Beatrice di Tenda«).
Angela Marambio, Amelia Grimaldi Die chilenische Sopranistin studierte am
Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt Vina del Mär Klavier und Gesang. In Chile gewann sie mehrere Gesangspreise und machte sich als Konzertsolistin einen Namen. Sie interpretierte unter
anderem die Sopranpartien in Brahms' »Deutsches Requiem«, Mahlers »Sinfonie Nr. 2«, Faures »Requiem«, Beethovens »Neunte Sinfonie« und Haydns »Nelson Messe«. 1999 gab Angela Marambio als
Micaela in »Carmen« ihr Operndebüt am Teatro Municipal in Santiago. Internationale Aufmerksamkeit erregte die Sängerin, als sie 2002 den ersten Preis im angesehenen Francisco Vinas
Gesangswettbewerb in Barcelona gewann. Daraufhin debütierte sie in der Londoner Royal Albert Hall mit einem Konzert von Granados »Goyescas«. Es folgten eine ganze Reihe von Debüts an
bedeutenden Opernhäusern: An der New York City Opera und der Bayerischen Staatsoper sang sie Mimi in »La Boheme«, am Teatro Comunale in Florenz unter Zubin Mehta die Contessa in »Le Nozze di
Figaro«, am Teatro Carlo Felice in Genua Medora in »II Corsaro«, am Gran Teatro del Liceu und an der Berliner Staatsoper Fiordiligi in »Cosi fan tutte« sowie am Teatro alla Scala in Mailand
und der Los Angeles Opera die Micaela. Geplant sind Engagements an der Opera Bastille in Paris und am Teatro Regio in Turin. In der Spielzeit 2005/2006 ist Angela Marambio mit der Partie
Amelia Grimaldi erstmals zu Gast an der Hamburgischen Staatsoper. Danach wird sie dieselbe Partie auch noch an der Amsterdamer Oper singen.
Miroslav Dvorsky, Gabriele Adorno Der slowakische Tenor Miroslav Dvorsky absolvierte sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Bratislava bei Ida Cernecka. Im Zuge eines
Stipendiums eignete er sich am Teatro alla Scala Milano bei Luciano Silvestri die italienische Gesangstradition an. Zurück in der Slowakei war Miroslav Dvorsky einige Jahre lang Mitglied des
Nationaltheaters Bratislava, bevor ihn erste Auslandsengagements unter anderem nach München, Stuttgart, Leipzig, Zürich, Genua, Luzern und Basel führten. Darüber hinaus war der Tenor beim
Orchestra Sinfonica di Milano in Verdis »Messa da Requiem« unter Riccardo Chailly und beim Orchestre de Paris in Dvoraks »Requiem« unter Vladimir Fedoseyev zu hören. Miroslav Dvorsky
debütierte unter Donald Runnicles als Cavaradossi in »Tosca« an der San Francisco Opera und als Manrico in »II Trovatore« unter Carlo Rizzi am Teatro Comunale Bologna. Zudem wirkte er in
zahlreichen Neuproduktionen unter anderem an der Deutschen Staatsoper Berlin (»La Boheme«), der Sächsischen Staatsoper Dresden (»Madame Butterfly«, »Die Fledermaus«), der Wiener Staatsoper
(»Nabucco«, »Simon Boccanegra«), am New National Theatre Tokio (»Lady Macbeth«), an derCanadian Opera Toronto (»La Traviata«, »Jenufa«) und am Nationaltheater Prag (»Rusalka«) mit. In der
Spielzeit 2005/2006 ist der Tenor als Prinz für die Wiederaufnahme von »Rusalka« an der Opera National de Paris engagiert. Darüber hinaus gastiert er an der Wiener Staatsoper (»La Traviata«)
und an der Sächsischen Staatsoper Dresden, wo er in »Madame Butterfly« und »Carmen« singt und als Pollione in »Norma« debütiert. Neben seinen Opernengagements konzertiert Miroslav Dvorsky
auch regelmäßig mit bedeutenden Orchestern wie zum Beispiel den Wiener Symphonikern und arbeitet dabei mit bekannten Dirigenten wie Riccardo Chailly und Charles Dutoit. An der Dammtorstraße
gastierte der Tenor als Alfrede in »La Traviata« (1996/1997), als Stewa in »Jenufa« (1999/2000) und als Herzog in »Rigoletto« (2000/2001). Nachdem er bereits an der Wiener Staatsoper unter
Daniele Gatti für seine Partie des Gabriele Adorno in der damaligen Saisoneröffnungspremiere von »Simon Boccanegra« gefeiert wurde, hat ihn die Staatsoper Hamburg in der Spielzeit 2005/2006
für die Neuproduktion unter der Leitung von Simone Young verpflichtet.
Ho-yoon Chung, Un Capitano dei Balestrieri Ho-yoon Chung wurde in Seoul
geboren. Nach dem Besuch der High School studierte der Koreaner Gesang an der Seoul National University. Seit 1996 ist er Solist beim Yoido Füll Gospel Church Choir, seit 2002 studiert der
Wahl-Berliner Gesang und Musiktheater an der University of Arts bei Harald Stamm. Ho-yoon Chung gastierte bei zahlreichen Veranstaltungen, so mehrfach in der Seoul Arts Center Concert Hall
(unter anderem mit dem Korean und dem Seoul Symphony Orchestra) und 2002 in der Canada Vancouver City Concert Hall, wo er eine Arie aus Handels »Messias« interpretierte. Der Sänger ist unter
anderem Preisträger des Concours International De Chant De Ven/iers (Belgien, 2001) und der Ist Korea National Opera Competition (2001). Seit der Spielzeit 2003/04 ist Ho-yoon Chung Mitglied
des Internationalen Opernstudios an der Hamburgischen Staatsoper und wirkte seither in vielen Produktionen mit, darunter als Alfredo (»La Traviata«), Herzog (»Rigoletto«), Fenton
(»Falstaff«), 1. Edler (»Lohengrin«), Chevalier (»Dialogues des Carmelites«) und Ismaele (»Nabucco«).
Agnieszka Tomaszewska, Un'Ancella di Amelia
Agnieszka Tomaszewska wurde in Danzig geboren und studierte an der Musikakademie Danzig Gesang. Nach ihrem Diplom im Jahre 2004 nahm die junge Sopranistin ein postgraduales Studium an
der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien auf. Sie belegte Meisterkurse bei Helena Lazarska, Barbara Bonney, Renata Scotto und Katia Ricciarelli. Als Auszeichnung für bedeutendes
Kulturschaffen in Polen erhielt Agnieszka Tomaszewska unter anderem den »Preis der Stadt Danzig für besondere Erfolge im Bereich Musik«. 2004 war die Sängerin Preisträgerin im Rahmen der
Internationalen Sommerakademie Mozarteum und Stipendiatin des Polnischen Kultusministeriums. Im Jahre 2005 gewann sie den ersten Preis beim internationalen »Ada Sari -Wettbewerb der Vokal
Kunst« in Polen. Agnieszka Tomaszewska sang zahlreiche Konzerte mit dem Philharmonischen Orchester und dem Baltischen Opernorchester in Polen, Deutschland, Schweden, Spanien, Frankreich,
Litauen, Österreich, der Türkei und auf den karibischen Inseln. Dort war sie unter anderem in Mozarts »Krönungsmesse« sowie in Bachs »Magnificat« zu hören. Weitere Engagements hatte sie in
Bachs »Matthäus-Passion« mit der Kammersinfonie Bremen sowie in Boccherinis »Stabat Mater« im Paul Rockek Quintett im Rahmen der Salzburger Festspiele. Auf der Opernbühne sang die Sopranistin
zwischen 2003 und 2005 Partien wie Serpina (»La serva Padrona«), Cleopatra (»Giulio Cesare«), Adina (»L'Elisir d'Amore«), Arminda (»La finta giardiniera«). Mit Beginn der Spielzeit 2005/06
ist Agnieszka Tomaszewska Mitglied im Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper.
[Texte: Staatsoper Hamburg]
Zur Wiederaufnahme am Opernhaus Zürich:
Dirigent: Stefano Ranzani Inszenierung: Marc-Arturo Marelli Bühnenbild:
Marc-Arturo Marelli Kostüme: Dagmar Niefind-Marelli Lichtgestaltung: Robertus Cremer Choreinstudierung: Jürg Hämmerli
Besetzung der Wiederaufnahme in der Saison 2006/07:
Amelia Grimaldi: Barbara Frittoli Magd: Emilia Petrova Simon Boccanegra: Thomas Hampson Jacopo Fiesco: Carlo Colombara Gabriele Adorno:
Neil Shicoff Paolo Albiani: Cheyne Davidson Pietro: Morgan Moody Hauptmann: IOS (Internationales Opernstudio)
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Simplicius Simplicissimus Drei Szenen aus seiner Jugend
Von: Karl Amadeus Hartmann (1905 - 1963) Text:
Hermann Scherchen, Wolfgang Petzet und Karl Amadeus Hartmann nach dem Roman Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch (1669) von Jakob Christoffel von Grimmelshausen
Konzertante Uraufführung der Erstfassung von 1934/1935: 2. April 1948 (München, Radio München) Szenische Uraufführung:
20. Oktober 1949 (Köln, Kammerspiele der Bühnen der Stadt Köln) Erste Aufführung der Neufassung: 8. Mai 2004 (Stuttgart, Württembergisches Staatstheater)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 6. September 09
Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Inszenierung: Christof Nel
Mitwirkende: Simplicius Simplicissimus: Claudia Mahnke Einsiedel: Frank van Aken Gouverneur: Hans-Jürgen Lazar
Landsknecht: Dietrich Volle Hauptmann: Florian Plock Bauer: Magnus Baldvinsson Dame: Marcia Haydée
u.a.
Der Komponist Karl Amadeus
Hartmann (1905-1963) ist einer der wenigen authentischen Vertreter der „inneren Emigration“ und entwickelte als Reaktion auf Rassismus, Unterdrückung und Krieg während des Hitlerregimes eine
eigene musikalische Sprache. Seine Oper Simplicius Simplicissimus nach dem Roman von Jakob Christoffel von Grimmelshausen, welcher aus dem hessischen Gelnhausen stammt, ist wohl das
nachdrücklichste Zeugnis dieses Widerstandes. In dem 1669 erschienenen Text verarbeitet Grimmelshausen das deutsche Trauma des Dreißigjährigen Krieges. Die grausamen Ereignisse dieser Zeit
werden aus der Perspektive eines naiven Kindes geschildert. Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges und in Vorahnung der kommenden Ereignisse entdeckte Hartmann 1934/35 die Aktualität des
Stoffes für eine künstlerische Stellungnahme. Erst nach dem Krieg fand die Uraufführung statt, 1948 konzertant in München und 1949 szenisch in Köln. In Frankfurt wurde die Oper zuletzt 1970
in einer Produktion von Wilfried Bauernfeind unter der musikalischen Leitung von Gerhard Geist gespielt. Fast vierzig Jahre danach wird das Werk nun wieder in Frankfurt gezeigt. Zum Inhalt:
Inmitten des Dreißigjährigen Krieges gewährt ein gläubiger Einsiedler einem jungen Schafhirten Zuflucht vor den marodierenden Truppen der Landsknechte. Von dem Alten erhält das Kind auch
seinen Namen Simplicius Simplicissimus sowie eine an den menschlichen Grundwerten orientierte Erziehung. Nach dem Tod des Einsiedlers wird der Junge aufgegriffen und dem Gouverneur als „Rest
vom Heiligen Römischen Reich“ vorgeführt. Da er – wie der Einsiedler es ihm beigebracht hat – immer die Wahrheit sagt, gibt man ihn als unterhaltsamen Hofnarren der Lächerlichkeit preis. Als
die unterdrückten Bauern den Saal stürmen, überlebt einzig Simplicius. Die Produktion, welche 2004 an der Staatsoper Stuttgart entstanden ist – ein Rezensent sprach von einer „der
beachtlichsten Inszenierungen der vergangenen Jahre“ – wird nun an die Oper Frankfurt übernommen und stammt von Christof Nel. Der Regisseur, der am Main mit Inszenierungen von Wagners
Meistersinger (1993), Tristan und Isolde (2003) und Parsifal (2006) sowie Strauss’ Frau ohne Schatten (2003) erfolgreich war, legte kürzlich seine Sicht auf Verdis Aida an der Bayerischen
Staatsoper in München vor. Die musikalische Leitung liegt bei Kapellmeister Erik Nielsen, zu dessen jüngsten Frankfurter Erfolgen Peter Eötvös’ Angels in America im Bockenheimer Depot zählt.
Die Besetzung stammt überwiegend aus dem Ensemble der Oper Frankfurt, angeführt von Claudia Mahnke in der Titelpartie und Frank van Aken als Einsiedel. Beide Künstler waren auch bereits in
Stuttgart besetzt. Marcia Haydée, eine der bedeutendsten Tänzerinnen unserer Zeit, ist zudem in einer Sprechrolle zu erleben. [© Oper Frankfurt]
Weitere Vorstellungen: 10., 13., 17., 25., 27. September 2009 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 12 bis 130 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Oper Frankfurt) www.oper-frankfurt.de
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OPERation X - Vox humana - The Singing Machine Eine Powerpointperformance für Stimmkünstler und Instrumentalisten
Von: Leo Dick / Tassilo Tesche / Marcel Saegesser Text : Leo Dick und Tassilo Tesche
Uraufführung:
4. Juni 09 (Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater in der Exerzierhalle)
Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters Aufführung im Rahmen von Stadt der Wissenschaft und klangpol
Premiere: 4. Juni 09 (Uraufführung)
Inszenierung und Komposition: Leo Dick
Musikalische Leitung: Wilhelm Hofmann Bühne, Kostüme, Video: Tassilo Tesche Eletroakustik und konzeptionelle Mitarbeit: Marcel Saegesser Dramaturgie:
Katharina Ortmann
Mit: Tiina-Maria Enckelmann, Anne Eversbusch, Sarah Papadopoulou, Silja Schindler, Nathalie Senf, Sönke Klegin, Philipp Arndt , Alexej Kosarev, René Schack,
Volkmar Stickan, Andrey Valiguras
Das Oldenburgische Staatstheater versteht sich als Ort des klassischen ebenso wie des zeitgenössischen Musiktheaters. Aber wie sieht die Zukunft der Oper aus? Da besteht
Forschungsbedarf!
In Kooperation mit dem Haus des Hörens einem der herausragenden Forschungsinstitute im Bereich Akustik, begibt sich das Team um den Schweizer Komponisten und
Regisseur Leo Dick für ihr musikalisches Theater Vox humana auf eine Forschungsreise. Gegenstand dieser „theatralen Versuchsanordnung“ ist der von Menschen erzeugte Klang – in seiner elementarsten Form, der Stimme. Wie funktioniert die menschliche Stimme? Was ist Gesang – und warum bringt uns Carusos Tenor noch heute zum Weinen? Dabei trifft ein Stimmforscher auf Sänger, Schauspieler und Musiker. Powerpoint-Präsentationen werden zum theatralen Ereignis. Der wissenschaftliche Vortrag wird zur multimedialen Performance!
Vox humana eröffnet die Reihe OPERation X des Oldenburgischen Staatstheaters, die ab dieser Spielzeit in der Exerzierhalle stattfindet. Denn neue Spielorte ermöglichen neue Theaterformen – jenseits der klassischen Opernbühne. Eine Einladung auf eine szenisch-musikalische Forschungsreise in die Welt der Oper von morgen! [© Oldenburgisches Staatstheater)
www.staatstheater.de
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Solo Fanny Psychogramm einer Beziehung Der Monolog der Fanny Cäcilie Hensel geborene Mendelssohn zur Freitagnacht des 13. zum 14. November
1846 in der Leipziger Straße 3 in Berlin für singende Darstellerin und Flügel des Gesanges
Von: Robert Mieth
Uraufführung:
14. September 2009 (Leipzig, Kellertheater der Oper Leipzig)
Sängerin/Fanny Hensel: Christine Wolff Am Flügel des Gesanges: Anastasia Mozina-Braun Stimmen:
Friedhelm Eberle
Zur Inszenierung der Oper Leipzig:
Ehrliche Worte statt hübscher Anekdoten: In Robert Mieths „Solo Fanny“ meldet sich die fast vergessene Schwester zu Wort
Mit der Uraufführung von Robert Mieths „Solo Fanny“ an der Oper Leipzig anlässlich des 200. Geburtstags von Felix Mendelssohn Bartholdy gedenkt die Oper Leipzig nicht nur des
Geburtstagskindes, sondern lässt auch einer zu Unrecht vergessenen Pianistin, Komponistin und Künstlerpersönlichkeit angemessene Würdigung widerfahren. Denn zu Wort kommt hier eine enge
Verbündete Mendelssohns: Fanny Cäcilie Hensel, die gleichermaßen begabte, aber weitgehend in den Hintergrund gedrängte Schwester des gefeierten Komponisten. „Solo Fanny“ wird am 14.09.2009 im
Kellertheater der Oper Leipzig uraufgeführt, mit der international renommierten Sopranistin Christine Wolff in der Rolle der Fanny sowie Anastasia Mozina-Braun am Piano.
In Form eines
„Monologs für komödienspielenden Sopran” zeichnet Autor Robert Mieth das Psychogramm der ambivalenten Beziehung zwischen den Geschwistern Mendelssohn. Er lässt Fanny aus dem Schatten des
jüngeren Bruders treten und in schonungsloser Rechenschaft vor sich selbst das streng gehütete Verschwiegenheitssiegel der Familienchronik aufbrechen. So erfährt das Publikum aus dem Munde
jener Person, die Felix am nächsten stand, spannende Geschehnisse aus dem Leben der Geschwister und vertrauliche Einzelheiten aus dem Kreise Mendelssohn, die weit über gefällige Anekdoten
hinausreichen.
Mit seinen Sprachkunstwerken „Er. Mein Sohn” und „Wegen wesentlicher Theilnahme”, dichte und wortwitzreiche Text-Musik-Collagen, begeisterte Robert Mieth sein Publikum
im Kellertheater der Oper Leipzig bereits in den vergangenen Spielzeiten. Mit „Solo Fanny” schuf er nun ein weiteres Werk, das an seine Darstellerin nicht nur stimmlich, sondern auch
darstellerisch höchste Anforderungen stellt: Ein großes Solo für eine universelle Künstlerin. Was Renate Krößner im Film „Solo Sunny” war, wird Christine Wolff, in Personalunion Sängerin und
Schauspielerin, im Bühnenmonolog „Solo Fanny“ sein: eine seelisch tief verletzte Frau in fast auswegsloser Situation. In ihren Monolog eingebunden sind Kompositionen der Geschwister Fanny
Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy sowie von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven.
Mit Christine Wolff fand Robert Mieth seine „erträumte Fanny”.
Sie studierte in Leipzig bei Kammersängerin Sigrid Kehl, gastiert in zahlreichen Opern-, Operetten- und Musical-Partien auf den großen Bühnen Deutschlands, feiert im Konzertbereich
deutschlandweite und internationale Erfolge und tritt regelmäßig bei zahlreichen renommierten Festivals auf. Im Rahmen des Mendelssohn-Special-Day war sie im Februar dieses Jahres mit dem
Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Georg Christoph Biller in einer Live-Aufzeichnung des MDR-Hörfunks europaweit zu hören. In diesem Jahr erschien anlässlich des
Mendelssohn-Gedenkjahres ihre neue CD mit dem Thomanerchor Leipzig und dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Georg Christoph Biller mit Psalmen und Motetten. An der Oper Leipzig sang
Wolff 2000 die Rolle der Axinja in der UA von Luca Lombardis „Dimitri oder Der Künstler und die Macht“ (Regie Uwe Wand). Zudem war sie an der Musikalischen Komödie als Maria („West Side
Story“) zu erleben, eine Rolle, mit der sie an insgesamt zehn deutschen Theatern Erfolge feierte. [© Oper Leipzig]
www.oper-leipzig.de
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Die spanische Stunde (L’heure espagnole)
Comédie musicale in einem Akt von: Maurice Ravel Text:
Franc Nohain (Pseudonym für Maurice-Etienne Legrand) nach seiner Comédie-bouffe (1904) Uraufführung: 19. Mai 1911 (Paris, Opéra Paris)
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden: “Die spanische Stunde” wird zusammen mit “Gianni Schicchi” aufgeführt.
Premiere: März 10
Musikalische Leitung: Marc Piollet Inszenierung: Carlos Wagner Bühnenbild:
Conor Murphy Kostüme: Christof Cremer Dramaturgie: Bodo Busse/Serge Honegger
Besetzung: Conception: Ute Döring/Merit Ostermann Gonzalvo:
Jonas Gudmundsson/Felipe Rojas Velozo Torquemada: Erik Biegel/Christopher Busietta Ramiro: Brett Carter/Thomas de Vries Don Inigo Gomez: Hye-Soo Sonn
Der Doppelabend unter der musikalischen Leitung von Marc Piollet mit den beiden von umwerfender Komik und sprühender Musikalität geprägten Werken von Ravel und Puccini kommt in einer
temporeichen Inszenierung von Carlos Wagner zur Aufführung. In den beiden Meisterwerken der musikalischen Komödie stehen zwei Schlitzohren im Mittelpunkt: Die ebenso schöne wie schlaue
Conception nutzt die ‚spanische Stunde’ für ein Stelldichein mit ihrem Liebhaber, während ihr Mann die Uhren in der Stadt aufzieht. Der bauernschlaue Gianni Schicchi fälscht zugunsten seiner Tochter und für sich selber das Testament des soeben verstorbenen Florentiners Buoso Donato. Er schlüpft dafür in das Nachthemd des Verblichenen, denn noch weiß in ganz Florenz keiner von dem Todesfall.
Im Zentrum der „spanischen Stunde“ steht Conception, die Frau des Uhrmachers Torquemada. Dieser muss jeden Donnerstag zu festgelegter Stunde die Uhren der Stadt Toledo aufziehen.
Seine Frau nutzt die Pause von ihrem Ehemann zu einem Schäferstündchen mit ihrem Liebhaber Gonzalve. Dabei kommt es zu absurden und grotesken Situationen, in denen Conception ihren Liebhaber
und andere Verehrer aneinander vorbei organisieren muss. Der temporeiche Männerbesuch endet für Conception glücklich, sie findet den „wahren“ Liebhaber in Ramiros starken Armen und kann sich
auf viele weitere, erfüllte „spanische Stunden“ freuen.
Carlos Wagner
hat am Hessischen Staatstheater Wiesbaden mit großem Erfolg in der vergangenen Spielzeit Mozarts ‚Don Giovanni’ inszeniert. Der international gefragte Regisseur hat u.a. in Bordeaux, Nancy, Montpellier, am ‚Gran Teatre
del Liceu’ in Barcelona, an der Oper Leipzig sowie am ‚Royal Opera House Covent Garden’ Regie geführt. [© Staatstheater Wiesbaden]
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 22. Februar 09
Musikalische Leitung:
Johannes Debus Inszenierung: David Hermann Bühnenbild: Christof Hetzer Kostüme: Irina Bartels Dramaturgie: Zsolt Horpácsy Licht:
Olaf Winter Chor: Matthias Köhler Choreografie: Nir De Volff
Besetzung: Concepción: Claudia Mahnke Torquemada: Hans-Jürgen Lazar
Ramiro: Aris Argiris Gonzalvo: Daniel Behle Don Inigo Gomez: Simon Bailey
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Oper Frankfurt zeigt „Die spanische Stunde“ gemeinsam mit „
Das kurze Leben“:
Die spanische Stunde Oper Frankfurt v.l.n.r.: Gonzalvo (Daniel Behle), Torquemada (Hans-Jürgen Lazar),
Concepción (Claudia Mahnke), Ramiro (Aris Argiris) und Don Inigo Gomez (Simon Bailey) Foto: Barbara Aumüller
L’heure espagnole, die musikalische Komödie in einem Akt von Maurice Ravel (1875-1937), wurde als Gegenentwurf zum symbolistisch-impressionistischen Stil Debussys
konzipiert und erlebte im Anschluss an ihre Uraufführung am 19. Mai 1911 an der Opéra-Comique in Paris vorerst nur wenige Vorstellungen. Dies mochte an der praktischen
Schwierigkeit gelegen haben, Ravels Einakter mit einem geeigneten zweiten Bühnenwerk zu einem abendfüllenden Opernabend zu kombinieren. An der Oper Frankfurt wird
Ravels Uhren-Lustspiel nun in Verbindung mit der Liebestragödie La vida breve von Manuel de Falla (1876-1946) zu erleben sein, die hier bisher noch niemals gezeigt wurde.
L´heure espagnole hingegen war in Frankfurt zuletzt 1964 in der Regie von Wolfgang Müllner und unter der musikalischen Leitung von Hans Löwlein zusammen mit Ravels
Ballett Daphnis et Chloë zu sehen. Zwar konnte de Falla mit seiner ersten vollendeten Oper La vida breve 1905 den ersten Preis eines Wettbewerbs der Academia de Bellas
Artes in Madrid erlangen, jedoch wurde das prämierte Werk – komponiert als spanischer Beitrag zum internationalen Opernrepertoire – erst am 1. April 1913 im Théâtre du
Casino Municipal in Nizza mit großem Erfolg uraufgeführt.
Beide Kurzopern beleuchten die Thematik der Untreue aus unterschiedlichen Perspektiven: In L´heure espagnole nutzt Concepción, die Ehefrau eines Uhrmachers, die
beruflich bedingte Abwesenheit ihres Mannes für zärtliche Stunden mit ihrem Liebhaber. Als zwei weitere Verehrer erscheinen, kommt es zu einem schweißtreibenden
Versteckspiel in den Standuhren des Geschäfts. Als in La vida breve das leidenschaftlich liebende, einfache Mädchen Salud von der Hochzeit ihres Geliebten Paco mit der
wohlhabenden Carmela erfährt, eilt sie auf das ausgelassene Hochzeitsfest, um Pacos Betrug aufzudecken. Doch dieser leugnet die Liebschaft, und Salud bricht tot zusammen.
Angeführt von Claudia Mahnke (Concepción) und Aris Argiris (Ramiro) sowie Barbara Zechmeister (Salud) sind fast alle Partien aus dem Ensemble und dem Opernstudio der
Oper Frankfurt besetzt. Einzige Gäste sind der argentinische Tenor Gustavo Porta (Paco), der sich bereits 2007/08 dem Frankfurter Opernpublikum als Cavaradossi in Puccinis
Tosca vorstellte, und die Mezzosopranistin Elisabeth Hornung, seit 1984 Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt. Die musikalische Leitung liegt bei Johannes Debus, dem
früheren Kapellmeister der Oper Frankfurt, der ab der Spielzeit 2009/10 den Posten des Generalmusikdirektors der Canadian Opera Company in Toronto bekleiden wird. David
Hermann, Regisseur u.a. des Monteverdi-Zyklus’ im Bockenheimer Depot während der vergangenen Spielzeiten, zeichnet für die Inszenierung verantwortlich.
Preise: € 12 bis 130 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen
bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.
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Der Spinnfaden Junge Oper
Von: Mayako Kubo (frei nach R. Akutagawa) Libretto: Harald Stucke
Uraufführung: 19. März 2010 (Berlin, Heimathafen Neukölln)
Aufführungstermine: Freitag, 19. März > 20:00 Uhr Samstag, 20. März > 20:00 Uhr
Sonntag, 21. März > 20:00 Uhr
Ein Projekt der Werkstatt Neues Musiktheater Berlin in Zusammenarbeit mit dem Ernst Abbe Gymnasium und dem Ensemble Experimente Berlin
Musikalische Leitung: Gerhard Scherer Inszenierung: Marieke Rügert Bühne/ Kostüme: Angela Zohlen Choreinstudierung: Christoph Demmler, Arno Eberhardt
Produktionsleitung: Johanna Schneider
Mitwirkende: Kandata: Denis Combe-Chastel (Bariton) Yoko: Friederike Harmsen(Sopran) Shakkah:
Motoki Kinoshita (Tenor) Richter: Tye Maurice Thomas (Bass), Chor,Schauspieler und Tänzer des Ernst Abbe Gymnasiums Berlin-Neukölln Ensemble Experimente Berlin
Das
Textbuch basiert auf der Kurzgeschichte „Der Faden der Spinne“, welches 1918 für Kinder und Jugendliche geschrieben wurde und gleich sehr erfolgreich war. Noch heute zählt es zu den
meistgelesenen Jugendbüchern Japans. Der Stoff wurde für die Oper von Harald Stucke um aktuelle, in Neuköllns Jugendmilieu spielende Handlungen erweitert.
Aus der kurzen Erzählung ist
ein Stück über die Kraft der Liebe und über die Achtung vor der Kreatur entstanden. Auf heitere, tragikomische Weise werden die Stärken und Schwächen des Menschen vorgeführt. Während Shakkah,
der schlichte Hüter des Paradieses, vergeblich versucht, junge Seelen vor den Gefahren der Hölle zu bewahren, ist das Verbrecherpaar Kandata und Yoko in einem verhängnisvollen
Liebesverhältnis gefangen. Alle Figuren scheitern in dem Versuch, eine Balance zu finden zwischen dem Bedürfnis nach gesicherter Ordnung und der Verwirklichung ihrer Lebensträume.
Es geht um nichts Geringeres als Himmel und Hölle, um Gut und Böse- und die zerbrechliche Brücke dazwischen: einen Spinnfaden.
Wo ist das Paradies?
Wer ist im reinsten Sinne menschlich, der Bewohner des Paradieses oder derjenige, der sich in der Gesellschaft abrackert? Wo verbleiben wir? In der Hölle? Was treibt uns weiterzumachen? Wo
ist ein Faden für uns? Die Junge Oper „Der Faden der Spinne“ vermittelt dem jungen Zuhörer nicht nur den Genuss von Musik und Literatur, sondern regt auch mit Songs und witzigen Dialogen an,
sich diesen entscheidenden Fragen zu stellen.
Zur Uraufführung singen die Schüler des Ernst Abbe Gymnasiums Berlin-Neukölln mit. Einige Rollen, wie z. B. Polizisten und Bankangestellte
werden ebenfalls von ihnen übernommen. Diese Zusammenarbeit mit den Schülern war sehr maßgeblich beim Schreiben der Oper. Einige Texte und Songs wurden für sie buchstäblich maßgeschneidert.
Für die Komponistin, die Autorin der Oper “Rashomon” Mayako Kubo, die selbst in Neukölln lebt, bedeutete diese Arbeit eine große Herausforderung. Sie möchte den Schülerinnen und
Schülern das Gefühl geben, dass sie die Oper selbst gestalten, und dass sie mittels Oper das Geheimnis der Musik verstehen lernen.
Unterstützt durch: Musikschule Paul Hindemith Neukölln, Kulturamt Neukölln, Heimathafen Neukölln, Jochen Widmann, Eric Jan Ouwerkerk
Gefördert vom Berliner Projektfonds kulturelle Bildung
Karten für € 15.-/12.- unter
karten@heimathafen-neukoelln.de Tel: 030-56821333
Weitere Info:
www.mayakokubo.de / www.heimathafen-neukoelln.de
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Stadt der Hunde Eine Hundeoper
Musik: Sinem Altan Text: von Tina Müller Uraufführung:
7. November 2009 (Utrecht, „YO! Young Opera Festival Utrecht“) Deutsche Erstaufführung: 12. November 2009 (Berlin, Neuköllner Oper)
Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:
Premiere: 12. November 09 (Deutsche Erstaufführung)
Inszenierung: Mario Portmann Musikalische Leitung: Alexander Klein Bühne u. Kostüm: Grit Wendicke Choreographie: Julieta Figueroa
Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Ensemble:
Mops: Nina Arens Schäferhund:.Christian Bayer Dobermann: Fabian Martino
Klavier:
Alexander Klein
Ein Schäferhund, ein Dobermann und ein kleiner Mops treffen sich in einer kalten Winternacht. Statt sich aber in dieser Notsituation gegenseitig beizustehen, bekläffen
sie sich mit den übelsten Klischees. Nero spielt sich zähnefletschend als muskelbepackte Kiez-Größe auf, vor dem alle Respekt haben sollen. Schäfer gibt den rechtschaffenen Polizeihund, der
die Stadt von Ärger und vor allem von Störenfrieden wie Nero säubern will. Die Mopsdame Dilara, die niemand auf Grund ihrer Größe ernst nimmt, überspielt ihre Unsicherheit mit lautem
Gekläffe. Alle drei Hunde haben etwas gemeinsam: Sie kriegen keine Anerkennung. Sie leben neben ihren Herrchen her und kriegen von ihnen nicht (mehr) die Zuneigung, die sie brauchen. Die
Herrchen vernachlässigen ihre Hunde, weil es ihnen selbst an Anerkennung fehlt. Weil ihm so viel fehlt, entscheidet sich Nero abzuhauen. Dilara wurde ausgesetzt. Und der Schäferhund
vertrieben. Alle träumen von einem besseren Leben. Aber sie suchen es woanders. Mopsi glaubt an ein buntes Miteinander, an einen wilden Mix, wo jeder so sein kann, wie er ist. Der Schäferhund
möchte aus Neukölln ein ruhiges Charlottenburg machen. Und Nero will hier nur noch Hochleistungshunde sehen, Hunde, die ganz genau wissen, was sie wollen und das auch erreichen. Langsam
kommen sich die Hunde näher und ziehen gemeinsam durch die Neuköllner Nacht, jeder zeigt dem anderen „sein Neukölln“. Sie entwerfen die Utopie eines Stadthunderudels. Als der Schäferhund und
der Dobermann sich aber beide in Dilara verlieben und diese nicht zimperlich mit den beiden spielt, brechen mehr und mehr egoistische Bedürfnisse durch und zerstören das gemeinsame Glück. Und
doch geht am Ende alles ganz anders aus....
Autoren und künstlerisches Leitungsteam
Sinem Altan – Musik wurde
1985 in Ankara geboren. Sie erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren und fing mit sieben Jahren an zu komponieren. Nach einer speziellen Ausbildung an der
Bilkent-Universität Ankara, in der sie mit dem Komponisten Arif Melikov als Privatschülerin gearbeitet hat, bekam sie von dieser Universität ein 11jähriges Auslandsstipendium. Im Alter von
elf Jahren bestand sie in Berlin die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ im Fachbereich Komposition/Klavier und besuchte parallel dazu das Musikgymnasium Carl-Philipp-
Emmanuel-Bach. 2002 setzte sie ihr Kompositionsstudium bei Friedrich Goldmann an der UdK Berlin fort, studierte zur gleichen Zeit Musiktheorie an der HfM „Hanns Eisler“ und bekam
Klavierunterricht bei Thomas Just. Später studierte sie 2 Jahre Komposition bei Cornelius Schwehr an der Hochschule für Musik Freiburg. Sinem Altan nahm an verschiedenen Wettbewerben
teil, in den Jahren 1994-2001 gewann sie u.a. mehrere 1.Preise bei „Jugend musiziert“ und „Jugend komponiert“ in der Türkei und in Deutschland. Später gründete sie ein eigenes Ensemble, mit
dem sie ihre Werke zur Aufführung brachte. Außerdem wirkt sie seit 1999 regelmäßig bei der „Klangwerkstatt Berlin“ Festival für Neue Musik als Interpretin und Komponistin mit, u.a wurden ihre
kammermusikalischen Werke wie Keyif für Klaviertrio und Fühlung und Harmonie für Oboe, Englischhorn, Viola aufgeführt, welche große Beachtung fanden. Zu ihren größeren Werken gehört ihre
Kurzoper namens Mesir-Pastillen, die als Kompositionsauftrag der Musikschule Neukölln im Rahmen des Festivals „Klangwerkstatt-Neues Musik Theater 2005“ ihre erfolgreiche Premiere feierte, und
das Konzert für Saxophon, Orchester und die türkischen Instrumente Baglama und Mey, das durch die Bielefelder Philharmoniker mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Zur Zeit wirkt sie in und
leitet verschiedene Projekte, in denen das Zusammentreffen der deutschen und türkischen Kultur den Mittelpunkt ihrer schöpferischen Arbeit darstellt. Durch gemeinsame Arbeit mit der Sängerin
Begüm Tüzemen und Baglama-Spieler Özgür Ersoy entstand die vor einem Jahr begonnene Konzertreihe mit dem Namen „Yenilige Dogru“ (Der Weg ins Neue), die bis heute durch ein fest bestehendes
Ensemble weiterhin ihre Erfolge feiert. Neben ihrer freischaffenden musikalischen Tätigkeit ist sie als Lehrkraft für Musiktheorie und Klavier in den Musikschulen Neukölln und Kreuzberg tätig
und unterrichtet ebenfalls am Kunst- und Kulturinstitut des Türkisch- Deutschen Zentrums . Sinem Altan zeichnete verantwortlich für die Einrichtung des neuen Mozart-Singspiels Türkisch für
Liebhaber und debütierte damit an der Neuköllner Oper (2008). Gleichzeitig schrieb sie die Musik für das ebenfalls an der Neuköllner Oper uraufgeführte Familienstück Die getauschte Schule von
Bernhard Glocksin. Seither ist sie „Composer in Residence“ an der Neuköllner Oper.
Tina Müller – Text Tina
Müller wurde 1980 in Zürich geboren und ist dort aufgewachsen. Von 2001 bis 2004 studierte sie Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim; ab 2004 Szenisches Schreiben an der
Universität der Künste, Berlin. 2003 war sie bei dem Nachwuchsdramatikerfestival „World Interplay“ (Australien) eingeladen. 2005 schrieb sie Stückaufträge für die Oberthurgauer Festspiele und
für die Theaterfabrik Gera (in Zusammenarbeit mit Anne Habermehl und Juliane Kann). Ihr Jugendstück Bikini wurde mit dem 3. Preis des niederländisch-deutschen Kinder- und
Jugendtheaterfestivals Kaas & Kappes 2005, dem 2. Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis 2006 und dem Deutschen Jugendtheaterpreis 2008 ausgezeichnet.
In der Saison 2007/08 war sie Stipendiatin des Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus. Tina Müller lebt in Berlin.
Mario Portmann – Inszenierung studierte Theaterregie an der Schauspiel Akademie Zürich. 1992 arbeitete er in Quebec, Kanada am Théâtre Repère an einer
Shakespeare Trilogie unter der Regie von Robert Lepage mit. Seit 1992 arbeitet er als freischaffender Schauspielregisseur. 1992/93 wirkte er in der Leitung des Theaterhauses Jena mit und
übernahm einen Lehrauftrag für Theaterpädagogik an der Universität Jena. Von 1997 bis 2000 war er am Theater Altenburg-Gera als Theaterpädagoge und Schauspielregisseur engagiert und
stellvertretender Direktor des integrierten Kinder- und Jugendtheaters im Zentrum. Mario Portmann war an der Gründung verschiedenster Theaterprojekte, wie z. B. dem „imaginata Theater“ (1999)
oder der „theaterpädagogischen Fabrik“ (2000) beteiligt. Seit 2001 ist er als freischaffender Schauspielregisseur und Dramaturg (Mitarbeit/Hospitanzen bei Armin Petras und Peter Stein 2001)
unter anderem in Eisenach, Zürich, Frankfurt, Leipzig und Berlin tätig.
Alexander Klein – Musikalische Leitung Schulmusikstudium
mit Hauptfach Klavier an der UdK Berlin. Mitwirkung in zahlreichen Chanson-, Musical- und Operettenproduktionen u.a. in der UFA-fabrik, Senftöpfchen in Köln, Renitenztheater Stuttgart. Mit
dem Frauentrio „Musenwunder“ wurde er 2000 für die „Sankt Ingberter Pfanne“ nominiert – darüber hinaus Kompositionen und Arrangements, u.a. für Tim Fischer, Roswitha Stadlmann, Alexander
Morandini. Mitglied des Improvisationstheaters „Paternoster“, seit 2007 „Schall und Hauch“. Musikalische Leitung u.a. an der Neuköllner Oper und am GRIPS Theater (Zuletzt Piraten 2009,
Weintraubs Jazz Odyssee, 2007; außerdem Das Wunder von Neukölln, 1998; Fromme Lügen, 1999), am Schlossplatztheater (Ritter Blaubart, 2003) und an der Vagantenbühne (Die Bibel in 90 Minuten,
1999). Seit 2001 Dozent und Korrepetitor an der Schauspielschule Charlottenburg.
Julieta Figueroa – Choreographie geboren
in Santiago de Chile, studierte Schauspiel an der Universidad de Chile und hat Theater, TV- und Filmproduktionen gespielt; parallel dazu arbeitete sie als Tänzerin in der Tanzkompanie
Elizabeth Rodriguez. Seit 2002 lebt sie in Berlin und arbeitet als Trainingsassistentin für Schauspieler für den Regisseur Alexander Stillmark in Zusammenarbeit mit ITI-Deutschland sowie auch
als Tänzerin in Berlin und London. 2009 schloss sie ihr Choreographie - Studium an der HfM „Ernst Busch“ Berlin ab.
Grit Wendicke – Ausstattung studierte Bühnen-und Kostümbild in London am Central Saint Martins College und an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden. Ein
Studium der Szenografie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg folgte. Seit 1998 ist sie als freischaffende Bühnen-und Kostümbildnerin für Theater-und Tanzproduktionen
tätig gewesen und hat weiterhin als Szenenbildnerin diverse Kurzfilme und den Langspielfilm „Jagdhunde“ ausgestattet. Theaterarbeiten u. a. für: Staatstheater Braunschweig, Tiroler
Landestheater Innsbruck, Theater Tübingen, Theater Erlangen, Theater Junge Generation Dresden. Ihre neuesten Arbeiten umfassen u.a.: Ausstellungsgestaltung für das Filmmuseum Potsdam,
Großfigurenprojekt mit Jugendlichen aus Berlin-Lichtenberg etc.
Bernhard Glocksin – Dramaturgie Studium der
Musikwissenschaft, Germanistik und Politik an den Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater, zunächst an den Niedersächsischen
Staatstheatern Hannover, dem Theater am Neumarkt Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönl. Referent des Intendanten am Staatstheater Mainz, 1999 – 2002
Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten in künstlerischen Fragen am Deutschen Theater in Göttingen. Künstlerische Leitung / Programmgestaltung an der NEUKÖLLNER OPER Berlin seit
2004. Fassungen u.a. von BizetLounge:Perlenfischer ; Die gelbe Prinzessin; Create your life!; Aleko. Eine Zigeunerhochzeit. sowie Text und Inszenierung des Familienstücks Die getauschte
Schule. Freischaffend Projekte (wie Berlinale Talk 2004; Koproduktion Haus der Kulturen der Welt/schauspielfrankfurt 2004) sowie Libretti für Tanz (Salzburg 1995) und Musiktheater (u.a. Julie
& Jean, Musik Gerhard Schedl, Uraufführung Wien 2003; HesseIndia, Musik Raffael Reina, Uraufführung Amsterdam/Stuttgart/Wien 2007).
Ensemble Nina Arens – Dilara Geboren in Koblenz startete Nina Arens eine Karriere im Leistungssport, die sie 1994 in das Finale der Fecht- Weltmeisterschaft
im Damendegen nach Mexico-City führte. Nach Beendigung ihrer Sportlerlaufbahn und parallel zu ihrer Schulausbildung machte sie erste Bühnenerfahrungen in diversen Produktionen des Koblenzer
Jugendtheaters sowie als Sängerin in verschiedenen Bandformationen. Nach ihrem Abitur erhielt sie Tanz- und Bewegungsunterricht u. a. bei Barbara Pietjou sowie in Workshops bei Nat Horn in
New York und Gesangsunterricht u. a. bei Norbert Gottschalk. Sie absolvierte ihr Schauspielstudium an der Schauspielschule Mainz und gastierte daraufhin am Staatstheater Mainz, bevor sie in
ein Festengagement an das Schlosstheater Celle sowie anschließend an das E.T.A. Hoffmann-Theater in Bamberg ging. An der Neuköllner Oper war sie erstmals in Türkisch für Liebhaber zu sehen.
Nina Arens erhielt für die Rolle der Franziska in Minna von Barnhelm am Ernst-Deutsch Theater den Rolf-Maves-Preis 2009 der Hamburger Theater für außergewöhnliche darstellerische Leistung.
Christian Bayer – Schäfer geboren am 24. August 1977 in Gotha (Thüringen). Dort besuchte er die Realschule
Oststadtschule Gotha, wo er auch seinen Abschluss in Mittlerer Reife ablegte. Danach machte er eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Von 2001 – 2004 machte er seine Schauspielausbildung in der
Schauspielschule Charlottenburg. Ab 2004 an, war er Ensemblemitglied des Thalia Theaters in Halle. Seit 2007 ist er nun Freischaffender Schauspieler. Nicht nur im Theater hat er schon in
einigen Stücken gespielt, sondern auch im Film, wie z.B. im Film „Spur der Ahnen“, der 2009 im MDR Fernsehen lief.
Fabian Martino – Nero
Fabian Martino wurde als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters 1974 in Berlin geboren. Er studierte von 1999 bis 2004 an der Universität der
Künste Berlin. Seit Ende 2004 wird Fabian Martino vom Kammersänger Reiner Goldberg unterrichtet. Im Winter 2000 war er am Hans Otto Theater in Potsdam engagiert. In der Berliner Sommeroper
sang er im Sommer 2000 mit großem Erfolg den Iro in Monteverdis Il ritorno d'Ulisse in patria. Während dieser Zeit konzertierte er bei zahlreichen Konzerten und Operngalas im In- und Ausland.
In den Spielzeiten 2003 und 2004 war er in einer Produktion der Berliner Staatsoper Unter den Linden in der männlichen Hauptrolle als Prinz Lilo Taro in Paul Abrahams Die Blume von Hawaii zu
sehen.
[ © Neuköllner Oper]
www.neukoellneroper.de
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