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Oper, Stückeinfo: R

Die Räuber (l Masnadieri)
Melodramma in vier Akten

Von: Giuseppe Verdi
Uraufführung: 22. Juli 1847 (London, Her Majesty’s Theatre)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
30. November 08 (Frankfurter Erstaufführung)
Wiederaufnahme Saison 2010/11: 11. Juni 11

Musikalische Leitung: Zsolt Hamar / Yuval Zorn / Henrik Nánási
Regie: Benedikt von Peter
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Annette Kurz
Kostüme:
Ursula Renzenbrink
Dramaturgie: Benjamin von Blomberg, Malte Krasting
Licht: Olaf Winter
Chor: Matthias Köhler

Mitwirkende:
Amalia, Waise, Nichte des Grafen:
Olga Mykytenko /
Olga Mykytenko
Massimiliano, Graf von Moor, Regent: Magnus Baldvinsson / Magnus Baldvinsson
Carlo, sein ältester Sohn: Alfred Kim / Alfred Kim
Francesco, sein jüngerer Sohn: Ashley Holland / Aris Argiris / Aris Argiris / Mikael Babajanyan
Arminio, Kammerherr: Michael McCown / Peter Marsh / Michael McCown
Moser: Magnus Baldvinsson / Magnus Baldvinsson
Rolla: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
u.a.

grün = Wiederaufnahme Saison 200/11

Besprechung auf kulturfreak.de

Zur Wiederaufnahme im Juni 2011:
Die Räuber (I Masnadieri) von Giuseppe Verdi (1813-1901), vertont 1847 nach Friedrich Schillers Schauspiel, feierten ihre Frankfurter Erstaufführung am 30. November 2008. Die fünfte Premiere der Spielzeit 2008/09 stand seinerzeit unter den unglücklichen Vorzeichen eines Orchesterstreiks und konnte nur durch den beherzten, stark akklamierten Einsatz zweier Korrepetitoren am Flügel gerettet werden. Dies tat dem Erfolg der unkonventionellen Produktion jedoch keinen Abbruch, glaubt man dem begeisterten Rezensenten eines internationalen Opernmagazins: „An die Ästhetik des Hässlichen des ‚compositore rozzo’, des bewusst ungehobelten frühen Verdi, knüpft der junge Regisseur Benedikt von Peter in seiner großartigen Frankfurter Inszenierung an. (...) Die gleichermaßen genaue wie präzis stilisierte Personenregie schiebt die Protagonisten wie auf einem Schachbrett hin und her. (...) Das Vertrauen der Frankfurter Opernintendanz in Verdis Masnadieri wie in Benedikt von Peter jedenfalls wurde reichlich belohnt. Großer, selbst für die Regie fast unwidersprochener Beifall.“ Nun wird die Produktion zum ersten Mal wiederaufgenommen.

Lediglich eine Neubesetzung weist die Wiederaufnahme auf: Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht diesmal Henrik Nánási, der bis 2010 Erster Kapellmeister und stellvertretender Chefdirigent am Gärtnerplatztheater in München war. Ab 1. August 2012 wird er an der Komischen Oper Berlin die Position des Generalmusikdirektors bekleiden. 2008/09 debütierte er in Frankfurt mit Puccinis La Bohème. Angeführt von Olga Mykytenko (Amalia), Magnús Baldvinsson (Massimiliano / Moser), Alfred Kim (Carlo) und Aris Argiris (Francesco) haben alle weiteren Sänger ihre Partien bereits 2008/09 in der ersten Vorstellungsserie verkörpert. Aris Argiris alternierte seinerzeit mit dem erstbesetzten Ashley Holland. In dieser Saison hingegen singt am 23. Juni 2011 erstmals der armenische Bariton Mikael Babajanyan vom Aalto-Musiktheater Essen anstatt Aris Argiris die Partie des Francesco. [© Oper Frankfurt]

Zur Neuinszenierung vom November 2008:
Die Räuber (l Masnadieri) von Giuseppe Verdi (1813-1901) ist neben Giovanna d'Arco (nach Die Jungfrau von Orleans) von 1845 dessen zweite Vertonung eines Dramenstoffes von Friedrich Schiller (1759-1805), der später noch Luisa Miller (nach Kabale und Liebe) und Don Carlo folgten. Die Komposition der Räuber in der zweiten Hälfte der 1840er Jahre fällt mit dem Ende von Verdis „Galeerenjahren" zusammen. Damit entstand das Werk in einer Phase künstlerischer Neuorientierung - ein ästhetischer Umbruch, bei dem er anstrebte, seine eigene kompositorische Stimme genauer zu fokussieren, wie er es besonders im gleichzeitig entstandenen Macbeth tat. Zwar verwendet Verdi in den Räubern über weite Strecken noch konventioneile Formmodelle, aber zumindest in den Finali findet er schon zu einer individuelleren musikalischen Gestaltung, die in die Zukunft weist. Das Libretto schrieb der Schiller-Kenner und -Übersetzer Andrea Maffei, der dabei die politischen Aspekte der Vortage zugunsten der Schilderung der privaten Familien- und Liebesgeschichte eliminierte. Die Oper wurde 1847 an Her Majesty's Theatre in London unter der musikalischen Leitung des Komponisten uraufgeführt. Vom Publikum bejubelt, fiel das Werk allerdings bei der Presse durch. Erfolgreicher hingegen waren die sich anschließenden Aufführungen in Italien. In Deutschland wurde die Oper nie wirklich heimisch - tatsächlich handelt es sich bei dieser Produktion um die Frankfurter Erstaufführung!

Zum Inhalt: Der alte Graf von Moor hat zwei Söhne, den älteren Carlo und den jüngeren Francesco. Dieser versucht mittels einer Intrige, den Bruder um sein Liebesglück mit Amalia zu bringen und dem Vater zu entfremden, um selbst an die Macht zu gelangen. Carlo, der inzwischen verstoßen und Anführer einer Räuberbande geworden ist, durchschaut die Verhältnisse, kann sie aber nicht aufklären, ohne sich selbst zu diskreditieren. Verzweifelt tötet er die Geliebte und übergibt sich selbst dem Gesetz.

Zsolt Hamar ist seit 2000 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Pannon Philharmonie Orchestra im südungarischen Pecs. Im Rahmen seiner internationalen Gastiertätigkeit ist er vor allem dem Opernhaus Zürich verbunden. Mit ihm alterniert Kapellmeister Yuval Zorn. Der junge Regisseur Benedikt von Peter war Assistent und Mitarbeiter bei Luca Ronconi, Peter Mussbach und Christof Loy und eröffnete u.a. 2006 die Spielzeit am Theater Heidelberg mit Zenders Chief Joseph, wofür er den Götz-Friedrich-Preis für Opemregie erhielt. 2007/08 inszenierte er Handels Theseus an der Komischen Oper Berlin sowie Tschaikowskis Eugen Onegin in Heidelberg. Die ukrainische Sopranistin Olga Mykytenko (Amalia) gastierte 2007 als Lauretta in Puccinis Gianni Schicchi an der Metropolitan Opera in New York. Weitere Aufgaben führten sie nach München, Berlin, Hamburg, Stockholm und Rom. Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater ist der südkoreanische Tenor Alfred Kim (Carlo). Der englische Bassbariton Ashley Holland (Francesco) war und ist in Frankfurt mit der Titelpartie von Glanerts Caligula sowie kürzlich in Pintschers L'espace demierzu erleben. In weiteren Partien sind Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt besetzt. (© Oper Frankfurt)

www.oper-frankfurt.de

Der Räuber Hotzenplotz
Kinderoper für alle ab 5 Jahren

Von: Andreas N. Tarkmann
Nach dem Kinderbuch von: Otfried Preußler

Uraufführung: 3. April 2009 (Aachen, Theater Aachen)

Zur Inszenierung des Theater Aachen:

Premiere:
3. April 09 (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Volker Hiemeyer
Inszenierung: Martin Philipp
Bühne: Detlev Beaujean
Kostüme: Renate Schwietert
Dramaturgie: Sibille Hüholt

Besetzung:

Räuber Hotzenplotz:
Martin Berner
Kasperl: Pawel Lawreszuk
Seppel: Guy van Horne
Zauberer Petrosilius Zwackelmann: Andreas Joost
Kasperls Großmutter: Irina Popova
Fee Amaryllis: Foteini-Niki Grammenou
Wachtmeister Dimpfelmoser: Hans Schaapkens
und das sinfonieorchester Aachen


Andreas N. Tarkmann komponierte seinen »Räuber Hotzenplotz« nach dem berühmten Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler eigens für das Ensemble des Theater Aachen und nach dem großen Erfolg von »Das Traumfresserchen« in der letzten Spielzeit bringt Regisseur Martin Philipp nun erneut eine Oper für Kinder auf die Bühne.

Wer hat der Großmutter die Kaffeemühle geklaut? Kasper und Seppel werden schnell fündig: Es kann nur der Räuber Hotzenplotz gewesen sein! Der ist Räuber aus Leidenschaft: Nimmt sich, was er haben will, und schert sich nicht um Gesetze, die andere aufgestellt haben. Und schlau ist er auch. So brauchen Kasper und Seppel gute Ideen und viel Mut, um ihre Abenteuer mit dem Räuber Hotzenplotz, dem Zauberer Petrosilius Zwackelmann und der Fee Amaryllis zu bestehen...[© Theater Aachen]

www.theateraachen.de

The Rake’s Progress
Oper in drei Akten

Von: Igor Strawinsky (1882-1971)
Libretto: Wystan Hugh Auden und Chester Simon Kallman
Uraufführung: 11. September 1951, Teatro La Fenice, Venedig

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
20. Mai 12

Musikalische Leitung: Constantinos Carydis
Regie:
Axel Weidauer
Bühnenbild:
Moritz Nitsche
Kostüme:
Berit Mohr
Licht:
Joachim Klein
Dramaturgie:
Agnes Eggers
Chor:
Matthias Köhler

Trulove:
Alfred Reiter
Ann Trulove:
Brenda Rae
Tom Rakewell:
Paul Appleby
Nick Shadow:
Simon Bailey
Mother Goose:
Barbara Zechmeister
Baba the Turk:
Paula Murrihy
Sellem:
Peter Marsh
Keeper of the madhouse:
Vuyani Mlinde


Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

www.oper-frankfurt.de

Das Rheingold
Der Ring des Nibelungen / Vorabend: Das Rheingold
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend

Musik & Libretto: Richard Wagner
Uraufführung: 22. September 1869 (München, Königliches Hof- und Nationaltheater)

Ort: In der Tiefe des Rheines - Freie Gegend auf Bergeshöhen, am Rhein gelegen - Die unterirdischen Klüfte Nibelheims
Zeit: Mythische Vorzeit

Das Rheingold bildet zusammen mit „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ die Tetralogie „
Der Ring des Nibelungen“.

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
4. Juni 11

Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: John Dew
Bühne: Heinz Balthes
Kostüme: José-Manuel Vázquez

Besetzung:

Wotan:
Ralf Lukas
Donner: Oleksandr Prytolyuk
Froh: Sven Ehrke
Loge: Eberhard Francesco Lorenz
Alberich: Olafur Sigurdarson
Mime: Lasse Penttinen
Fasolt: John In Eichen
Fafner: Thomas Mehnert
Fricka: Gundula Hintz
Freia: Anja Vincken
Erda: Elisabeth Hornung
Woglinde: Margaret Rose Koenn
Wellgunde: Erica Brookhyser
Floßhilde: Gae-Hwa Yang

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des Theater Freiburg:

Musikalische Leitung:
Fabrice Bollon
Regie: Frank Hilbrich
Bühne: Volker Thiele
Kostüme: Gabriele Rupprecht
Dramaturgie: Friedrich Sprondel, Dominica Volkert
Licht: Michael Philipp

Aufführungen in der Saison 2010/11: 21. September 10 / 3. Januar 11

Wotan: Peteris Eglitis
Donner: Matthias Flohr
Froh: Sung-Keun Park
Loge: Roberto Gionfriddo
Alberich: Neal Schwantes
Mime: Christoph Waltle
Fasolt: Jin Seok Lee
Fafner: Gary Jankowski
Fricka: Sigrun Schell
Freia: Jana Havranova
Erda: Anja Jung
Woglinde: Lini Gong
Wellgunde: Sang Hee Kim
Floßhilde: Sally Wilson

Philharmonisches Orchester Freiburg
Statisterie des Theater Freiburg

www.theater.freiburg.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
2. Mai 10

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie:
Vera Nemirova
Bühnenbild:
Jens Kilian
Kostüme:
Ingeborg Bernerth
Dramaturgie:
Malte Krasting
Licht:
Olaf Winter

Wotan:
Terje Stensvold
Donner:
Dietrich Volle
Froh:
Richard Cox
Loge:
Kurt Streit
Alberich:
Jochen Schmeckenbecher
Mime:
Hans-Jürgen Lazar
Fasolt:
Alfred Reiter
Fafner:
Magnus Baldvinsson
Fricka:
Martina Dike
Freia:
Barbara Zechmeister
Erda:
Meredith Arwardy
Woglinde:
Britta Stallmeister
Wellgunde:
Jenny Carlstedt
Floßhilde:
Katharina Magiera

Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

Als Richard Wagner (1813-1883) im März 1852 den Prosaentwurf des Rheingolds verfasste, hatte er sein Heldenepos bereits in den innerhalb des Ring des Nibelungen nachfolgenden Werken – Die Walküre, Siegfried und Götterdämmerung – verarbeitet. Dabei beschäftigte er sich seit 1846 zunächst mit Siegfrieds Tod, erkannte im Laufe dieser Schaffensphase jedoch, dass sich seine in der Götterdämmerung endende Tragödie nur mit deren Vorgeschichte erzählen ließ. Somit entstand Das Rheingold als Vorabend zu den drei Tagen. Obwohl bereits zwei Jahre später die fertige Partitur existierte, dauerte es weitere 20 Jahre, bis Wagner sein Gesamtwerk vollendete, welches 1876 seine erste zyklische Gesamtaufführung bei den speziell dafür gegründeten Bayreuther Festspielen erlebte. Die Uraufführung des Rheingold hingegen erfolgte bereits am 22. September 1869 in München – gegen den Willen Wagners und auf Wunsch seines Gönners König Ludwig II. von Bayern.

Zum Inhalt: Am Beginn ruht das Rheingold, bewacht durch die drei Rheintöchter, auf dem Grund des Flusses. Der Zwerg Alberich muss der Liebe entsagen, um den Schatz rauben zu können. Aus dem Gold schmiedet er sich einen Ring, der ihm die Macht verleiht, die Welt zu beherrschen. Derweil entdeckt Göttervater Wotan den Raub des Goldes. Er hatte seinerzeit den Riesen Fasolt und Fafner für den Bau der Burg Walhall die Jugendgöttin Freia als Lohn versprochen, ohne diesen wirklich zahlen zu wollen. Der Feuergott Loge versucht, den beiden eine andere Belohnung anzubieten und macht sie auf den Schatz aufmerksam. Sie willigen in den Tausch ein und wollen Freia ziehen lassen, sobald sie das Gold erhalten haben. Wotan und Loge steigen nach Nibelheim hinab und überlisten dort Alberich, indem sie ihn dazu verleiten, sich mit Hilfe des von seinem Bruder Mime geschmiedeten Tarnhelms in eine Kröte zu verwandeln. Daraufhin wird Alberich von den Göttern gefangengenommen und nur unter Herausgabe des Schatzes wieder freigelassen. Von dem Ring möchte sich der Zwerg jedoch trotzdem nicht trennen. Als Alberich aber seine aussichtslose Lage erkennt, verflucht er den Reif. Die Macht der Verwünschung wird sogleich ersichtlich: Die Riesen geraten über die Teilung des Schatzes in Streit und Fafner erschlägt seinen Bruder. Zuletzt warnt Erdenmutter Erda Wotan vor der Götterdämmerung.

Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Sebastian Weigle singen in der Regie von Vera Nemirova, die 2006/07 mit Wagners Tannhäuser an der Oper Frankfurt debütierte, Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt und Gäste, darunter in Frankfurt hochgeschätzte Künstler wie Terje Stensvold (Wotan) und Kurt Streit (Loge) sowie „Neu-Frankfurter“ wie Jochen Schmeckenbecher (Alberich).  [© Oper Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 7., 15., 22. Mai, 3. (15.30 Uhr; mit kostenloser Kinderbetreuung), 6., 12. Juni 2010
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 12 bis 130 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Oper Frankfurt)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.

Die geplanten Premierentermine für die weiteren Teile des Rings:

Die Walküre:
Sonntag, 31. Oktober 2010
Siegfried: Sonntag, 30. Oktober 2011
Götterdämmerung: Sonntag, 29. Januar 2012

Im Juni 2012 sind zwei
RING-Zyklen geplant.

www.oper-frankfurt.de

Zur konzertanten Aufführung der Oper Leipzig:

Premiere
(konzertant): 24. April 10
Weitere Aufführung: 2. Mai 10

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer 

Wotan: Thomas J. Mayer
Donner: Tuomas Pursio
Froh: Norman Reinhardt
Loge: Thomas Mohr
Fasolt: Andreas Hörl
Fafner: James Moellenhoff
Alberich: Eike Wilm Schulte
Mime: Dan Karlström
Fricka: Susan Maclean
Freia: Elisabet Strid
Erda: Maria Radner
Woglinde: Eun Yee You
Wellgunde: Kathrin Göring
Floßhilde: Claudia Huckle

Gewandhausorchester Leipzig

Die Rheintöchter Woglinde, Wellgunde und Floßhilde hüten das Rheingold. Der Nibelung Alberich naht sich lüstern den Mädchen, die ihn wegen seiner Hässlichkeit verschmähen und verhöhnen. Als er das Gold entdeckt, berichten die Mädchen von dessen Zauber: Derjenige, der der Liebe entsagt, könne aus dem Gold einen Ring schmieden und sich mit seiner Hilfe die alleinige Weltherrschaft aneignen. Daraufhin verflucht Alberich die Liebe und raubt das Gold. Das Unheil beginnt...

Wagners „Ring des Nibelungen“ ist spannend wie ein Krimi. Jetzt ist das „Rheingold“ als Auftakt eines konzertanten „Rings“ mit GMD Ulf Schirmer und dem Gewandhausorchester an der Oper Leipzig zu erleben. Ulf Schirmer ist ein weltweit gefragter Wagner-Dirigent. In Leipzig gab er nach seiner viel beachteten Einstudierung des „Parsifal“ im Jahr 2006 mit Wagners „Lohengrin“ im vergangenen Dezember seinen umjubelten Einstieg als GMD. Das Gewandhausorchester als eines der weltweit besten Spitzenorchester ist für seine exzeptionellen Wagner-Interpretationen berühmt. Für Ulf Schirmer ist es deshalb oberstes Ziel, gemeinsam mit dem Gewandhausorchester ein bestimmtes Klangideal für Wagners „Ring“ zu entwickeln, das bei einer konzertanten Aufführung auf dem Podium anders ist als im Orchestergraben. Das Leipziger „Rheingold“ ist besetzt mit international gefragten Solisten wie Thomas J. Mayer, Eike Wilm Schulte oder Thomas Mohr sowie den bewährten Wagner-Sängern aus dem eigenen Ensemble wie Susan Maclean, James Moellenhoff, Dan Karlström oder Tuomas Pursio. Dazu kommt ein optisch wie stimmlich betörendes Rheintöchter-Trio. [© Oper Leipzig]

www.oper-leipzig.de

Zur Inszenierung des Nationaltheater Weimar:

Premiere:
15. Juli 06

Musikalische Leitung:
Carl St. Clair
Inszenierung:
Michael Schulz
Dramaturgie:
Wolfgang Willaschek
Bühne:
Dirk Becker
Kostüme:
Renée Listerdal


Besetzung:

GÖTTER:
Wotan (Bariton):
Mario Hoff
Donner (Bariton): Alexander Günther/ Jens Söndergaard
Froh (Tenor): Jean-Noel Briend
Loge (Tenor): Erin Caves, Axel Mendrok

GÖTTINNEN:
Fricka (Mezzosopran):
Christine Hansmann
Freia (Sopran): Catherine Foster/ Marietta Zumbült
Erda (Alt): Alexandra Kloose / Nadine Weissmann

NIBELUNGEN:
Alberich (Bariton):
Tomas Möwes
Mime (Tenor): Frieder Aurich/ Günter Moderegger

RIESEN:
Fasolt (Bass):
Renatus Mészár
Fafner (Bass): Hidekazu Tsumaya

DIE RHEINTÖCHTER:
Woglinde (Sopran):
Silona Michel
Wellgunde (Mezzosopran): Susann Günther / Marietta Zumbült
Flosshilde (Alt): Christiane Bassek

Staatskapelle Weimar

www.nationaltheater-weimar.de

Rheingold Feuerland
Ein Wagner Wiedergänger von Bernhard Glocksin und Simon Stockhausen

Uraufführung: 18. August 11 (Berlin, Neuköllner Oper)

Text und Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Musik: Simon Stockhausen

Zur Inszenierung der Neuköllner Oper (Berlin):

Premiere:
18. August 11 (Uraufführung)

Inszenierung: Lilli-Hannah Hoepner
Musikalische Leitung: Lam Tran Dinh / Tobias Bartholmeß
Ausstattung:.Markus Meyer

Besetzung:

Dr. Anashnapura:
Božidar Kocevski
Christo: Janko Danailow
George Warren: Thorsten Loeb
Mercedes: Andrea Sanchez del Solar
Erda: Dennenesch Zoudé.

New York. Die junge bolivianische Journalistin Mercedes interviewt George Warren, einen legendären Spekulanten und Gründer humanitärer Stiftungen. Ihr Thema: Kapitalismus und Gier. Auf einer brennenden Müllhalde bei Neapel raubt der 14-jährige Christo einer schwarzen Immigrantin den Schmuck. In Bombay schminkt sich Agni Devi, eine singende Tempelhure.
Fünf Menschen, fünf Lebenswege, die sich kreuzen und unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsam ist ihnen die Abhängigkeit von einer globalen Finanzwirtschaft und ihren legalen und illegalen Geschäften. Gemeinsam sind ihnen aber auch Gefühle wie Geschäftssinn, Ehrgeiz und Gier - Archetypen, die seinerzeit auch Wagner beschäftigten und die im Ring des Nibelungen so eindrücklich gestaltet sind. Ihren Nachhall zitiert Simon Stockhausen in seiner Musik zwischen Rückblick und Neukomposition. Ein Schatten, ein Licht, das auf allen Figuren liegt in ihren Verstrickungen, Visionen und Träumen, in denen zuletzt auch die Meere brennen.

Künstlerisches Leitungsteam
Simon Stockhausen – Musik
Seine musikalische Ausbildung begann Simon Stockhausen (*1967) mit fünf Jahren. Ersten Konzertauftritten in Stücken seines Vaters Karlheinz (†) mit 12 folgten nach 1986 Konzerte mit dem Stockhausen-Ensemble in aller Welt. Seit 1991 komponiert Simon Stockhausen für zahlreiche Ensembles (u.a. Ensemble Modern, WDR-Big Band), für Festivals wie die Biennale in Venedig, Bühnenmusiken für viele deutsche Theater sowie Musiken für Kino- und Dokumentarfilme. Als Keyboarder/Live-Elektroniker und Saxophonist spielte er u.a. mit den Berliner Philharmonikern und Stars der internationalen Jazz- und Improvisations-Szene. Mit seinem Bruder, dem Trompeter Markus Stockhausen, verbindet ihn eine produktive Zusammenarbeit in verschiedenen Ensembles (KAIROS / APARIS / POSSIBLE WORLDS); sie brachte zahlreiche CDVeröffentlichungen, Theater- und Filmmusiken sowie Auftragskompositionen für die Kölner Philharmonie hervor. Darüber hinaus ist er auch als Sounddesigner, Klangregisseur und Hörspielkomponist tätig.

Bernhard Glocksin - Text und Dramaturgie
Künstlerische Leitung / Programmgestaltung an der Neuköllner Oper seit 2004. Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Politik an den Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater, zunächst an den Niedersächsischen Staatstheatern Hannover, dem Theater am Neumarkt Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönlicher Referent des Intendanten am Staatstheater Mainz, 1999 – 2002 Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten am Deutschen Theater in Göttingen. An der Neuköllner Oper diverse Adaptionen, Stoffentwicklungen sowie Stück und Inszenierung von Die getauschte Schule und Der Fall Rigoletto. Entwicklung und Leitung des Autoren-Workshops Schreiben über Differenz mit Feridun Zaimoglu (2010, 2012); gemeinsame Festivalleitung des „Europäischen Festivals für alternatives Musiktheaters OpenOP".
Nebenher freischaffend tätig als Juror, Projektmacher (Berlinale; Haus der Kulturen der Welt / schauspielfrankfurt) sowie als Autor für Musiktheater (mit Uraufführungen in Salzburg, Wien, Stuttgart und Amsterdam).

Lilli-Hannah Hoepner – Inszenierung
Geboren 1980 in Berlin, studierte sie 2001 bis 2005 Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München und schloss das Studium mit ihrer Diplom-Inszenierung, ihrer eigenen Bearbeitung der Antigone, ab. Im Anschluss arbeitete sie als Regieassistentin zunächst an den Münchner Kammerspielen, dann von 2006 bis 2008 am schauspielfrankfurt. Dort inszenierte sie 2007 Hundeherz nach Michail Bulgakow und 2008 Herr Ich und andere Absurditäten, eine Collage von Kammerstücken von Jean Tardieu. Lilli-Hannah Hoepner arbeitet zudem regelmäßig in Brasilien, u. a. am Teatro SESC Copacabana in Rio de Janeiro (2004: Beijo no asfalto; 2006: Otelo - o alemão do Brasil ). 2009 inszenierte sie die Uraufführung des Musiktheaterstückes Der Wilhelmine-Code im Markgrafentheater Erlangen und die elfte Reise der Sterntagebücher von Stanislaw Lem am Theater Konstanz. Ihre Uraufführungsinszenierung von Himmelangst von Daniela Dröscher am Schauspielhaus Bochum wurde zum letztjährigen "Radikal Jung - Das Festival junger Regisseure" ans Münchner Volkstheater eingeladen. Am Theater Augsburg inszenierte Lilli-Hannah Hoepner in der Spielzeit 2009/10 Einsame Menschen von Gerhart Hauptmann, in der Spielzeit 2010/11 Die kleine Hexe dort im Großen Haus.

Lam Tran Dinh - Musikalische Leitung
1982 in Kaiserslautern geboren, studierte Lam Tran Dinh Dirigeren bei Mark Stringer und Uros Lajovic an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. In Meisterkursen u.a. bei Jorma Panula, Daniel Harding, Kenneth Kiesler, Iván Fischer und Reinhard Goebel, sowie 2009 bei der 7. Dirigenten-Werkstatt „Interaktion“ der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin vertiefte er seine dirigentische Ausbildung. 2011 war er Assistant Conductor für Iván Fischer beim Budapest Festival Orchestra. Dazu sammelte er dirigentische Praxis am Pult von Orchestern wie dem Radiosymphonieorchester Wien, der Lutosławski-Philharmonie Breslau, den Bamberger Symphonikern, dem Schleswig-Holstein Festival Orchester oder dem Orchestre de la Francophonie Canadienne. 2009 leitete er eine Vorstellung von Humperdincks Hänsel & Gretel im Schloßtheater Schönbrunn in Wien und wurde 2010 von Pinchas Zukerman als Fellow Conductor zum National Arts Center nach Kanada eingeladen. An der Neuköllner Oper debütierte er mit der musikalischen Leitung der uraufgeführten Oper Der Freischuss von Jan Müller-Wieland. Tran Dinh ist Stipendiat der Richard Wagner Stiftung Bayreuth, Preisträger des Schleswig Holstein Festivals und wurde beim 2. Operettenpreis für Junge Dirigenten in Leipzig mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Tobias Bartholmeß - Musikalische Leitung
studierte an der UdK und schloss seine Ausbildung 2007 als Diplom Tonmeister ab. Neben seiner Arbeit als Korrepetitor im Studiengang Musical/Show der UdK sowie an der Schauspielschule Charlottenburg betreut er zahlreiche Produktionen als musikalischer Leiter bzw. Assistent. An der Neuköllner Oper war er in den Musicals Elefantenmensch, Elternabend, Letterland, Held Müller, Kauf dir ein Kind und Mein Avatar und ich zu sehen, wie auch in der Oper Friendly Fire, der Operette Maja & Co., sowie der elektronischen Oper Peer lügt! (Februar 2010). Zuletzt studierte er hier den Klangwandler ein (Uraufführung im November 2010). Des Weiteren spielte er im Schlossparktheater (Nonnsens) sowie bei Pomp Duck & Circumstance (La famiglia) und begleitet Programme im Historischen Hafen Berlin (Zille Revue), im Berliner Kriminaltheater und im Kabarett Kneifzange.

Markus Meyer – Ausstattung
Markus Meyer absolvierte von 1991 bis 1997 ein Bühnenbild- und Kostümstudium an der Hochschule der Künste Berlin. Assistenzen führten ihn an die Deutsche Oper und das Deutsche Theater Berlin, die Staatsopern in Wien und Hamburg, sowie die Semperoper Dresden.
Seit 1998 ist er freischaffend tätig und arbeitet u.a. mit den Regisseuren Jakob Peters-Messer, Anthony Pilavachi und Robert Lehmeier an den Theatern Nürnberg, Bern, Weimar, Wiesbaden und Hamburg (Deutsches Schauspielhaus), den Opern in Wuppertal, Chemnitz, Erfurt und Dublin, dem Festspielhaus Baden-Baden, bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, der Nationalen Reisopera (Niederlande), dem Teatro Nacional de Sao Carlos, Lissabon und der Opéra National de Bordeaux. Gastspiele führten ihn u. a. an das Gran Teatre del Liceu, Barcelona, das Theatre des Champs-Elysées, Paris, die Stadsschouwbourg Amsterdam, zum Spoleto Festival und zu den Wiener Festwochen. Schwerpunkte seiner Arbeiten liegen zum einen bei Werken des 18. Jahrhundert wie z.B. Orpheus von G. P. Telemann, La fida Ninfa von A. Vivaldi und Cleopatra e Cesare von C. H. Graun, zum anderen bei Opern des 20. Jahrhunderts wie z. B. Die Nase von D. Schostakowitsch, The Rake's Progress von I. Stravinsky und Lulu von A. Berg, sowie Uraufführungen: z.B. The Orphan von Jeffrey Ching. (markus-meyer.net)

Ensemble

Božidar Kocevski - Dr. Anashnapuram
Geboren 1989 in Štip / Mazedonien besuchte Božidar Kocevski seit 1995 die allgemeinbildende Schule in Heidelberg bis zum Abitur 2008, wo er seit 2003 regelmäßig in den Aufführungen der Theater-AG mitwirkte. Im Rahmen seines im Jahr 2009 aufgenommenen Schauspielstudiums an der Universität der Künste erarbeitete er unter der Regie von Harald Clemen die Rolle des Moritz Stiefel (Frühlingserwachen), unter Gerd Wameling die Rolle des M1 in Jens Roselts Dreier sowie die Rolle des Tellheim (Minna von Barnhelm) unter der Regie von Aureliusz Smigiel. Daneben war Božidar Kocevski in der Inszenierung von Nuran David Calis' Romeo und Julia am Maxim Gorki Theater (2010) sowie in den Produktionen Weißbrotmusik (UA. BAT-Studiotheater "Ernst Busch" 2010) und Alter Ford Escort Dunkelblau (BATStudiotheater "Ernst Busch" 2011) zu sehen.

Janko Danailow – Christo
wurde 1981 in Halle an der Saale geboren. Am Georg-Friedrich-Händel-Konservatorium erhielt er ab 1987 Klavier-, ab 1997 zusätzlich Gesangsunterricht. Von 2000 bis 2004 studierte er an der UdK Berlin, Studiengang Musical/Show und schloss das Studium mit dem Diplom ab. Seitdem spielte er in über 25 Theaterproduktionen, u. a. den Kaspar in Der Räuber Hotzenplotz (2002, Kriminaltheater Berlin), Münchhausen Junior in der gleichnamigen Revue (Friedrichstadtpalast Berlin, 2004), Peter und Joe in Fifty-Fifty (Tipi - das Zelt, 2004), Heini und Fritz von Berg in Swinging St. Pauli (Tournee, 2005/07, St. Pauli Theater Hamburg 2007) sowie in zwei Produktionen bei den Gebrüder Grimm Märchenfestspielen Hanau (2005). An der Neuköllner Oper stand er 2002 als Lee Harvey Oswald in dem Sondheim-Musical Assassins-Attentäter, 2003 als Benny in der Musical-Uraufführung Panik Sound Club (Koproduktion mit der UdK Berlin) sowie 2004 als Pechvogel in der Kinderoper Pechvogel und Glückskind auf der Bühne. Janko Danailow gewann 2003 den Preis der Franz Grothe Stiftung beim Bundeswettbewerb Gesang. Außerdem sah man ihn noch als Jean Michel in La Cage aux folles (Stadttheater Koblenz 2007), als Timmy in Vom Geist der Weihnacht (Musicalpalast Frankfurt/M. 2007), als Krca in Cengiz und Locke (Grips Theater Berlin), als Solist in Dekollete (Wintergarten Berlin 2008), als Kay in Die Schneekönigin (Friedrichstadtpalast Berlin 2009/10), als A- Rab in Westside Story (Oper Magdeburg 2010), als Alfredo in Die Schwarzen Brüder (Walenstadt CH 2010) und als Chino in Westside Story ( Volkstheater Rostock 2011). Außerdem bereitet Janko als Sänger und Songwriter derzeit die Veröffentlichung seines ersten Albums vor. (www.jankodanailow.com)

Thorsten Loeb - George Warren
studierte 1992-1996 an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz, anschließend am Théatre du Soleil in Paris (1997). Desweiteren erhielt er eine klassische Gesangsausbildung und besuchte Wrkshops bei Giles Foreman und Wolfgang Wimmer. Als Darsteller für Theater war er u. a. am Staatsschauspiel Dresden (Trainspotting 1998), im Faust Ensemble Berlin (Faust I und II, 1999-2000, Regie: Peter Stein; Pancomedia, 2000, Regie: Peter Stein; Demetrius, 2000, Regie: Andrea Moses) sowie am Berliner Ensemble (Michael Kramer, 2002-2003, Regie: Thomas Langhoff, Wallenstein, 2008, Regie: Peter Stein) engagiert. Das Debüt an der Neuköllner Oper gab er in der Oper Der Freischuss (2011). Thorsten Loeb arbeitet vielfältig für Film und Fernsehen, zuletzt für den Kinofilm „Johnny Kühlkissen“ (2010) in der Regie von Andi Rodenhagen. Als bester Hauptdarsteller erhielt er 1995 den Max-Reinhardt-Preis für seine Darstellung in Glanz der Bohème sowie 2005 die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller im Kurzfilm „Sacha“ beim Galao Shots Filmfestival Berlin.

Andrea Sanchez del Solar – Mercedes
Geboren in Lima (Peru), studierte sie Darstellende Kunst an der Universität von Peru. Sie belegte den 1. Platz beim Gesangswettbewerb "Superstar" und "Desafío y Fama" im peruanischen TV, arbeitete drei Jahre als Background Sängerin für die kreolische Afro- Musikerin Fabiola de la Cuba und als Tänzerin für Eva Ayllón. Seit 2008 studiert sie Musical Show an der UdK, und so wird sie in der 12. Koproduktion des Studiengangs mit der Neuköllner Oper ab 20. Oktober in der bevor stehenden Uraufführung des neuen Musicals von Wolfgang Böhmer und Peter Lund Frau Zucker will die Weltherrschaft erneut auf der hiesigen Bühne zu sehen sein.

Dennenesch Zoudé – Erda
Dennenesch Zoudé, in Addis Abeba, Äthiopien geboren, lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr mit ihren Eltern in Deutschland. Die beliebte und erfolgreiche Schauspielerin schlüpft immer wieder in ganz unterschiedliche Rollen. So hat sie sogar für das ZDF die Amtseinführung von Barak Obama moderiert. Bekannt geworden ist sie neben zahlreichen Fernsehfilmen vor allem durch die TV-Serie „Gegen den Wind“ und als Deutschlands erste dunkelhäutige TV-Kommissarin Carol Reeding im „Polizeiruf 110“. Besondere Beachtung fanden 2007 der ARD-Film „Meine Mutter, tanzend“ sowie die Johannes Mario Simmel Verfilmung „Und Jimmy ging zum Regenbogen“(ZDF). 2010 drehte Dennenesch Zoudé in Deutschland und Kenia das ZDF-Drama „Familiengeheimnisse“ und schloss zudem die Dreharbeiten für die deutsch-amerikanische Produktion „Vergiss nie, dass ich dich liebe“ ab, welche 2011 auf dem Emdener Filmfest uraufgeführt wurde und für den Bernhard Wicki Preis nominiert war.
Ihr Hörbuchdebüt gab sie 2003 mit „Sklavin“ von Mende Nazer. Seitdem sprach sie außerdem die Titel „Schwarze Frau, weißes Land“ von Waris Dirie sowie „Nur die“ von Heike Melba Fendel. [© Neuköllner Oper]

Spieltermine 18., 20./21. und 25.-28. August sowie 1.-3., 8.-10., 15.-18. und 22.-25. September, 20 Uhr
4. und 11. September, 16.30 Uhr
Spielort NEUKÖLLNER OPER, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin
www.neukoellneroper.de

Rienzi, der Letzte der Tribunen
Große tragische Oper in fünf Akten

Von: Richard Wagner
Text: vom Komponisten (nach dem gleichnamigen Roman von Edward Bulwer-Lytton)
Uraufführung: 30. Oktober 1842 (Dresden, Königlich Sächsisches Hoftheater)

Zur Inszenierung der Deutschen Oper Berlin:

Premiere:
24. Januar 10

Musikalische Leitung: Sebastian Lang-Lessing
Inszenierung: Philipp Stölzl
Co-Regie: Mara Kurotschka
Bühne: Ulrike Siegrist / Philipp Stölzl
Kostüme: Kathi Maurer / Ursula Kudrna
Video: Fettfilm
Chöre: William Spaulding
Dramaturgie: Katharina John
Künstlerische Produktionsleitung: Christian Baier

Besetzung:

Rienzi: Torsten Kerl
Irene: Camilla Nylund
Steffano Colonna: Ante Jerkunica
Adriano: Kate Aldrich
Paolo Orsini: Krzysztof Szumanski
Kardinal Orvieto: Lenus Carlson
Baroncelli: Clemens Bieber
Cecco del Vecchio: Stephen Bronk

Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

www.deutscheoperberlin.de

Rigoletto
Melodramma in drei Akten

Musik: Giuseppe Verdi
Text: Francesco Maria Piave, nach Victor Hugos Schauspiel “le roi s´amuse”
Uraufführung: 11. März 1851 (Venedig, Teatro La Fenice)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
5. März 11

Musikalische Leitung: Reinhard Petersen
Inszenierung: Michael Heinicke
Bühne und Kostüme: Peter Sykora

Besetzung:

Herzog von Mantua:
Alexandru Badea
Rigoletto: Heiko Trinsinger
Gilda: Guibee Yang
Graf von Monterone / Sparafucile: Kouta Räsänen
Maddalena: Tiina Penttinen
Graf von Ceprano: Andreas Kindschuh
Marullo: Martin Gäbler
Borsa: André Riemer
Giovanna: Monika Straube

Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Chemnitz
Herren des Opernchores
Robert-Schumann-Philharmonie

Es scheint so eindeutig zu sein: Rigoletto ist der verkrüppelte Hofnarr, dem der Herzog – hinreichend bekannt als Schürzenjäger – die einzige Tochter Gilda abspenstig macht; die engelsreine Tochter opfert ihr Leben für den Herzog, an dem sich Rigoletto rächen will. Rigoletto erkennt zu spät, dass seine Rache die Tochter getroffen hat. „Armer alter Vater“ möchte man denken. Doch Regisseur Michael Heinicke zeichnet die Figuren vielseitiger. Hat nicht Rigoletto selbst das Schicksal herausgefordert? Und ist Gilda wirklich nicht mehr als eine der vielen Eroberungen des Herzogs?
Heiko Trinsinger, den Chemnitzern aus dem „Tannhäuser“ bekannt als „Wolfram“, und Guibee Yang singen Vater und Tochter. Zum ersten Mal in Chemnitz zu hören sein wird Alexandru Badea als „Herzog“.

Regieteam

Reinhard Petersen (Musikalische Leitung)
wurde 1943 in Hamburg geboren und absolvierte Schulausbildung und Studium in seiner Heimatstadt. Sein erstes Engagement erhielt er 1965 am damaligen Landestheater Hannover (heute Staatsoper Hannover) als Repetitor und 2. Kapellmeister. Danach war er 1. Kapellmeister in Wuppertal und an der Hamburgischen Staatsoper, bevor er 1976 als Generalmusikdirektor ans Landestheater Coburg ging. 1981 wurde er als 1. Kapellmeister am Opernhaus Nürnberg engagiert, 1986 ging er als Generalmusikdirektor ans Theater Trier, wo er ab 1991 auch Intendant war. Von 1995 - 2008 war er Generalmusikdirektor am Staatstheater Cottbus. Gastspiele führten ihn an diverse Bühnen im In- und Ausland.

Michael Heinicke (Inszenierung)
Jahrgang 1950, studierte zunächst Gesang an der Dresdner Musikhochschule und anschließend Opernregie an der Musikhochschule Berlin. Entscheidende Anregungen für seine Regiearbeit erhielt er als Assistent bei Harry Kupfer. Nach Stationen als Oberspielleiter des Musiktheaters in Freiberg und Bautzen kam er 1990 als Operndirektor und Chefregisseur an die Städtischen Theater Chemnitz. Zu den wichtigsten Inszenierungen an der Chemnitzer Oper zählen „Parsifal“, „Salome“, „The Rake’s Progress“ , „Tannhäuser“, „Fidelio“, „Der Ring des Nibelungen“, „Der Weg der Verheißung“, „Turandot“, „Les Misérables“, „Der fliegende Holländer“, „Elektra“, „Der Rosenkavalier“, „Tristan und Isolde“, „Arabella“, „Das Mädchen aus dem goldenen Westen“, „Jekyll & Hyde“, „Aida“ und viele andere. In der vergangenen Spielzeit inszenierte er in Chemnitz „Der Barbier von Sevilla“ und „Tannhäuser“. Als Gastregisseur arbeitete er an verschiedenen Theatern im In- und Ausland, u. a. an der Oper Bonn, der Deutschen Staatsoper Berlin, bei den Dresdner Musikfestspielen, den Salzburger Festspielen, in Ottawa und Washington.

Peter Sykora (Bühne und Kostüme)
studierte an der Dresdner Hochschule für Bildende Kunst. Erste Engagements führten ihn als Bühnenbildner nach Zittau und ans Berliner Maxim-Gorki-Theater. Gemeinsam mit Harry Kupfer arbeitete er an der Sächsischen Staatsoper Dresden, an der Deutschen Staatsoper Berlin („Parsifal“) und bei den Bayreuther Festspielen („Der fliegende Holländer“).
Zu einem neuen Arbeitsschwerpunkt wurde seit 1983 die Deutsche Oper Berlin, wo er mit Götz Friedrich u. a. Wagners „Ring des Nibelungen“ und „Lohengrin“ sowie Schönbergs „Moses und Aron“ erarbeitete; für Maurice Béjart übernahm er hier die Ausstattung des Balletts „Ring um den Ring“. Er ist gefragter Gast an den Bühnen des In- und Auslandes, darunter London, Los Angeles, Zürich, Hamburg, Hongkong, Stuttgart, Köln, Taipeh, Tokio und Kopenhagen und darüber hinaus Professor für Szenographie an der Technischen Fachhochschule Berlin. In Chemnitz hat er Bühnenbild und Kostüme für „Jekyll & Hyde“, „Aida“ und „Anatevka“ und „Tannhäuser“ entworfen.

In den Hauptpartien

Alexandru Badea (Herzog)
wurde in Transsilvanien geboren. Festengagements führten ihn an das Staatstheater Wiesbaden sowie an die Theater in Dortmund und Augsburg. Es folgten internationale Gastspiele, u. a. als Faust an der Deutschen Oper Berlin, an der Wiener Volksoper, am Nationaltheater Mannheim sowie bei den Festspielen in Aix en Provence sowie an zahlreichen weiteren Häusern weltweit. Triumphe feierte Alexandru Badea als Arturo in „I Puritani“ an der Grand Opera in Washington. Eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit verband ihn mit Herbert Wernicke bei dessen Offenbach-Zyklus bei den Salzburger Festspielen. Zuletzt sang er mit großem Erfolg seinen ersten Kalaf in Tokyo. Darüber hinaus ist Alexandru Badea gern gesehener Gast auf internationalen Konzertpodien. Mehrere CD- und DVD-Einspielungen runden das künstlerische Bild des rumänischen Tenors ab.

Heiko Trinsinger (Rigoletto)
erhielt seine erste sängerische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor. Sein Gesangsstudium absolvierte er an der Dresdner Hochschule für Musik. Sein erstes Theaterengagement führte ihn 1994 an das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Ab Herbst 1997 ging er für zwei Spielzeiten ans Mainfrankentheater Würzburg. Seit der Saison 1999/2000 ist er am Aalto-Theater Essen engagiert. Dort war und ist er u. a. in folgenden Partien zu hören: Graf („Hochzeit des Figaro“), Don Giovanni, Enrico („Lucia di Lammermoor“), Riccardo („I Puritani“), Marcello („La Bohème“), Kurwenal („Tristan und Isolde“), Jochanaan („Salome“), Demetrius („A Midsummer Night's Dream“), Dr. Schön („Lulu“) und Zurga („Die Perlenfischer“). Außerdem gibt er zahlreiche Konzerte und Liederabende im In- und Ausland. In Chemnitz sang er bereits den Lescaut in Puccinis Oper „Manon Lescaut“, die bei ARTHAUS auf DVD erschienen ist, sowie den Wolfram in „Tannhäuser“.

Guibee Yang (Gilda)
Die südkoreanische Sopranistin beendete im Juni 2010 ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München. Sie war mehrfach am Münchner Prinzregententheater zu hören, unter anderem als Rose („Dornröschen“ von Engelbert Humperdinck), als Fairy Queen (Henry Purcell) und als Rezia („Die Pilger von Mekka“ von Chr. W. Gluck). In ihrer südkoreanischen Heimat trat sie zuvor bereits u. a. als Susanna („Le Nozze di Figaro“) und Rosina („Il barbiere di Siviglia“) auf. Guibee Yang arbeitete u. a. mit Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester und dem Münchner Kammerorchester. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Seit der Spielzeit 2010/2011 gehört sie fest zum Ensemble der Oper Chemnitz und war als Morgana in Händels Oper „Alcina“ und als Violet in „Benzin“ zu hören. [© Oper Chemnitz]

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Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
4. Mai 08

Musikalische Leitung: Martin Lukas Meister
Inszenierung: Philipp Kochheim
Bühne: Thomas Gruber
Kostüme: Bernhard Hülfenhaus
Choreinstudierung: André Weiss

Besetzung:

Herzog von Manta:
Harrie van der Plas
Rigoletto: Tito You
Gilda: Margaret Rose Koenn / Eleonore Marguerre
Sparafucile: Thomas Mehnert
Maddalena: Stefanie Schaefer
Giovanna: Elisabeth Hornung
Graf von Monterone: Andreas Daum
Ma rullo: Werner Volker Meyer
Matteo Borsa: Jeffrey Treganza
Graf von Ceprano: Wiktor Czerniawski
Gräfin von Ceprano: Allison Oakes
Gerichtsdiener: Hans-Joachim Porcher
Page der Herzogin: Hildegard Schnitzer

„La donna è mobile …” – Italianità pur!
Rigoletto, der Hofnarr des Herzogs von Mantua, liebt seine Tochter Gilda über alles. Deshalb versucht er, sie vor der Welt zu beschützen, und schließt sie zu Hause ein. Nur zum Gang in die Kirche darf sie das Haus verlassen. Genau bei dieser Gelegenheit begegnet sie dem Herzog …

Rigoletto bildet zusammen mit Il trovatore und La traviata die berühmte „trilogia popolare“, jene Trias von Werken, mit denen sich Verdi endgültig als bedeutendster italienischer Musikdramatiker des 19. Jahrhunderts etablierte. Zu den Melodien dieser Oper gehört mit dem unverwüstlichen „La donna è mobile“ ein Schlager, der geradezu zum Inbegriff für italienischen Operngesang, ja zum Sinnbild für italienische Lebensart überhaupt geworden ist. [© Staatstheater Darmstadt}

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La Rondine (Die Schwalbe)
Commedia lirica in drei Akten

Von: Giacomo Puccini
Text: Giuseppe Adami (nach einem Librettoentwurf von: Alfred Maria Willner und Heinz Reichert)
Uraufführung: 27. März 1917 (Monte Carlo, Opernhaus)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt in Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt:

Musikalische Leitung:
Marc Soustrot
Chor: Matthias Köhler

Magda de Civry: Elaine Alvarez
Lisette: Britta Stallmeister
Ruggero: Joseph Calleja
Prunier: Marius Brenciu 
Rambaldo: Aris Argiris
Yvette / Georgette / Una voce interna: Christiane Karg
Bianca / Gabriella: Sun Hyung Cho
Suzy / Lolette: Nina Tarandek
Périchaud / Rabonnier / Maggiordomo: Sungkon Kim
Gobin: Michael McCown
Crébillon: Franz Mayer

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


Auch in der Spielzeit 2009/10 präsentiert die Oper Frankfurt in Koproduktion mit der Alten Oper konzertante Aufführungen. Nach Donizettis Belcanto-Juwel Anna Bolena steht nun die lyrische Komödie La Rondine (Die Schwalbe) von Giacomo Puccini (1858-1924) auf dem Programm.

Puccini gilt nach Verdi als wichtigster Vertreter der italienischen Oper und zählt zu den meistgespielten Komponisten des internationalen Musiktheaters. Der musikalische Durchbruch gelang ihm 1893 mit Manon Lescaut, und auch alle nachfolgenden dramatischen Werke erhielten weltweit Anerkennung. Die am 27. März 1917 in Monte Carlo uraufgeführte Oper La Rondine war ursprünglich als Operette geplant, da Puccini von den Werken etwa Franz Lehárs beeindruckt war. Auch wenn La Rondine letztendlich nur noch wenige Merkmale dieses Genres aufweist, erzielte sie einen beachtlichen Erfolg.

Zum Inhalt: Im Hause von Magda de Civry, der Geliebten des Bankiers Rambaldo, trifft sich die vornehme Pariser Gesellschaft. Unter den Gästen befindet sich auch der Dichter Prunier, der Magda prophezeit, dass sie – gleich einer Schwalbe – der Liebe wegen in ein fremdes Land ziehen wird. Auf der Suche nach einer Unterkunft wird dem ebenfalls anwesenden Ruggero das Tanzcafé Bullier empfohlen. Kaum ist die Gesellschaft aufgebrochen, tauscht Magda – um unerkannt zu bleiben – die Kleider mit dem Kammermädchen Lisette und verlässt das Haus. Im Café Bullier trifft sie auf Ruggero, dem sie sich als Paulette vorstellt. Beide empfinden sofort tiefe Zuneigung füreinander. Rambaldo, der unerwartet hinzukommt, muss erkennen, dass Magda sich in Ruggero verliebt hat. Das Paar verbringt glückliche Monate. Als Ruggero um Magdas Hand anhält, gesteht sie dem Geliebten verzweifelt ihre nicht standesgemäße Vergangenheit, die sie hindert, seine Frau zu werden. Alle Bemühungen Ruggeros schlagen fehl, die Schwalbe muss aus dem fernen Land in ihren goldenen Käfig zurückkehren.

Die musikalische Leitung dieser konzertanten Aufführungen hat Marc Soustrot, der neben seinen internationalen Aufgaben zuletzt von 1996 bis 2006 dem Brabants Orkest Eindhoven vorstand. Im Oktober 2009 gab die kubanisch-amerikanische Sopranistin Elaine Alvarez als Mimì in Puccinis La Bohème ihr Frankfurt-Debüt. Nun kehrt sie zurück für die Titelpartie von La Rondine, welche sie im März 2009 bereits mit großem Erfolg an der Oper Leipzig verkörperte. In Frankfurt steht ihr als Ruggero mit Joseph Calleja einer der erfolgreichsten Tenöre unserer Zeit zur Seite. Im Dezember 2009 feierte er Triumphe in der Titelpartie von Offenbachs Les contes d’Hoffmann an der Metropolitan Opera in New York. Alle übrigen Partien sind mit einem Gast sowie Ensemblemitgliedern und Mitgliedern des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]

Vorstellungen: Samstag, 6. März 2010, und Dienstag, 9. März 2010, jeweils um 19.00 Uhr in der Alten Oper Frankfurt
Einführungsvortrag im Großen Saal, 18.15 Uhr
Preise am 6. März 2010: € 12 bis 93 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufskasse der Oper Frankfurt sowie der Abendkasse der Alten Oper)
Preise am 9. März 2010: € 23,20 bis 85 inkl. aller Gebühren
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de oder www.frankfurt-ticket.de erhältlich.

Die Rose vom Liebesgarten
Oper von Hans Pfitzner

Zur Inszenierung der Theater Chemnitz:

Premiere:
29. November 08

Musikalische Leitung: Frank Beermann
Inszenierung und Bühne: Jürgen R. Weber
Kostüme: Sven Bindseil
Chöre: Mary Adelyn Kauffman
Choreografie: Lode Devos

Siegnot: Erin Caves
Waffenmeister / Nachtwundere: Kouta Räsänen
Sangesmeister: Andreas Kindschuh
Minneleide: Astrid Weber
Schwarzhilde: Jana Büchner
Rotelse: Tiina Penttinen
Moormann: André Riemer
sowie den Tänzern Alisha Coon und Bert Uyttenhove (Imperatrix), Felipe Rocha (Siegnots Schatten) und Ramona Capraro (Minneleides Schatten)

Chor, Kinderchor und Komparserie der Oper Chemnitz, Ballett Chemnitz
Robert-Schumann-Philharmonie


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Der Rosenkavalier
Komödie für Musik in drei Aufzügen

Von: Richard Strauss
Text von: Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung: 29. Januar 1911 (Dresden, Hofoper)

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere: 19. März 11

Musikalische Leitung: Marc Piollet
Inszenierung: Renate Ackermann
Bühne: Marcel Keller
Kostüme: Michael Sieberock-Serafimowitsch
Choreinstudierung: Anton Tremmel
Einstudierung des Jugendchores: Dagmar Howe
Dramaturgie: Klaus Fehling

Besetzung:

Die Feldmarschallin Fürstin von Werdenberg:
Lydia Easley
Der Baron Ochs auf Lerchenau: Albert Pesendorfer
Octavian: Ute Döring, Merit Ostermann
Herr von Faninal: Thomas de Vries
Sophie: Emma Pearson
Jungfer Marianne Leitmetzerin: Annette Luig
Valzacchi: Erik Biegel
Annina: Diane Pilcher
Ein Polizeikommissar: Axel Wagner
Notar: Hye-Soo Sonn
Haushofmeister der Feldmarschallin / Wirt / Der Haushofmeister bei Faninal: Patrick Hurley, Koan-Sup Kim
Ein Sänger: Jonas Gudmundsson, Felipe Rojas Velozo
Modistin: Simone Br¦hler
Drei adelige Waisen: Annett Arnold, Elisabeth Bert, Elke End-Beck, Ulrike Geisen, Petra Heike, Barbara Schramm
Ein Tierhändler: Kyoung-Soon Kim, Osvaldo Daniel Navarro Turres
Vier Lakaien der Feldmarschallin / Vier Kellner: Jochen Elbert, Vladimir Emelin, Jos Hendrix, John D. Holyoke, André Korporaal, Keun Suk Lee, Oliver Steinmetz, Slawomir Wielgus
Hausknecht: Leonid Firstov, Marek Markisz
Leopold: Thomas Braun
Ein Flötist / Ein Gelehrter / Ein Friseur / Dessen Gehilfe / Eine adelige Witwe: Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden 

Doppelbesetzung in alphabetischer Reihenfolge

Orchester, Chor, Jugendchor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Diese „Komödie für Musik“ um eine Adelsgesellschaft an einem historischen Wendepunkt ist nach allen Regeln der Kunst aus sorgsam ausgewählten Zutaten zusammengefügt – einer Kunst, die die Autoren des „Rosenkavaliers perfekt beherrschten. Das sehr genaue Regiebuch der Uraufführung, die Dekoration und die Rokoko-Kostüme von Alfred Roller – all das kann als ein raffiniertes Kochrezept verstanden werden, mit dessen Hilfe ein geschickter Regisseur, über 100 Jahre nach der Uraufführung in der Dresdner Semperoper, ein wohlschmeckendes Gericht zubereiten kann – wenn er sich nur genau an die Anweisungen hält. Wichtig ist, dass die Zutaten zueinander passen – das prächtige Rokoko zur Etikette ebenso wie der Walzer zum Wienerischen. Dass es sich bei diesem Rokoko um ein Erfundenes handelt und das folkloristische Wienerisch ebenso wenig historisch verbürgt ist wie das zum Sinnbild gewordene Zeremoniell mit der silbernen Rose, spielt keine Rolle. Schließlich wurde der Walzer auch erst Jahrzehnte nach der Zeit erfunden, in der die Schöpfer des „Rosenkavaliers“ die Handlung der Oper ganz bewusst angesiedelt haben. Der Wunsch der Autoren war, die „absolute Übereinstimmung der Gebärde und des Schritts mit der Musik“ in einem genauen Regiebuch zu fixieren, „an dessen Hand der trottelhafteste Provinzopernregisseur eigentlich kaum eine Stellung oder Nuance verfehlen kann“ (Hofmannsthal in einem Brief an Strauss am 12. Oktober 1910). Wer auch nur eine Zutat des Rezeptes weglässt, hinzufügt oder das Mengenverhältnis ändert, muss damit rechnen, dass das Ergebnis ungenießbar wird. Und so schauen wir noch heute, hundert Jahre später, fasziniert auf den „Rosenkavalier“ wie in eine Schneekugel, die man nach wie vor nur zu schütteln braucht, um sich daran zu erfreuen. Doch unter der hochpolierten Glashaube und unter dem Zuckerguss aus Fantasierokoko findet sich etwas, was uns auch heute noch berührt. Wir sehen eine Gesellschaft, die – wie die Oper selbst – auf einem Regelwerk basiert, das für alle Zeiten gültig zu sein scheint. Der Adel ist sich seiner Privilegien sicher. Ein Betrug ist ein Betrug, und ein Geschäft ist ein Geschäft. Alles ist durch die Etikette geregelt. Aber mindestens eine der Figuren ahnt, dass es nicht bleiben kann, wie es ist. Marie Theres, die kinderlos gebliebene Ehefrau des dauernd abwesenden Feldmarschalls, ist erfahren genug, und hat in den über dreißig Jahren ihres Lebens gelernt, dass das Gestern Einfluss auf das Morgen hat, und dass auch ihr Techtelmechtel mit dem jungen Grafen Rofrano irgendwann ein schales Ende finden wird. Sie hat nicht nur die Gegenwart, sondern immer auch die Vergangenheit und die Zukunft im Blick. Diese Janusköpfigkeit teilt sie mit der von Hofmannsthal offen verehrten österreichischen Herrscherin Maria Theresia, deren Regierungszeit zum Zeitpunkt des Rosenkavaliergeschehens gerade begonnen hatte und die kurz darauf weitreichende Reformen auf den Weg bringen sollte, die unter anderem die Privilegien des Adels einschränken und über kurz oder lang zur Überwindung des barocken Staates durch die Aufklärung führen würden. Doch von all dem ahnt die Gesellschaft in unserer Komödie nichts. Im Inneren der Kugel verfolgt ein jeder noch immer seine eigenen Interessen in den Schlafzimmern und Séparées, verteidigt seinen Stand, bemüht sich nach Kräften um den gesellschaftlichen Aufstieg und spinnt die dazu notwendigen Intrigen. Die deutlicher werdenden Zeichen der neuen Zeit erreichen höchstens das Vorzimmer. Doch auch in diesem letzten Reservat wird die Zeit nicht ohne Auswirkungen bleiben, und die ersten Landvermesser haben sich bereits Zugang zum Lustgarten verschafft.

Renate Ackermann (Inszenierung)
wurde zunächst als Cellistin und Sängerin ausgebildet. Als Opern- und als Konzertsängerin trat sie in vielen Städten Deutschlands und Frankreichs auf. Ihr Interesse an der Neuen Musik führte zu einer langjährigen Zusammenarbeit mit Olivier Messiaen und Yvonne Loriod. In Hamburg studierte sie Musiktheater-Regie. Anschließend wurde sie an die Staatsopern Hamburg und München, die Städtischen Bühnen Frankfurt und die Staatsoper Stuttgart verpflichtet und assistierte den Regisseuren August Everding, Jürgen Flimm, Achim Freyer, Götz Friedrich, Jean-Pierre Ponnelle und Herbert Wernicke. Seit 1978 arbeitet Renate Ackermann als freischaffende Regisseurin. Sie inszenierte die großen Werke der Opernliteratur vom Barock bis zur Moderne an vielen Opernhäusern im In- und Ausland u.a. in Amsterdam, Basel, Frankfurt/Main, Mannheim, Mexico City, München, Nürnberg, Stuttgart, Straßburg, Riga und São Paulo. Dabei arbeitete sie mit vielen namhaften Dirigenten wie Peter Eötvös, Michael Gielen, René Jacobs und Stefan Soltesz zusammen. Ihre pädagogische Arbeit mit Sängern und Regisseuren führte sie an die Musikhochschulen Karlsruhe, Maastricht, München, Stuttgart, an das Teatro Studio Bologna, die Jerusalem Rubin Academy of Music and Dance und das Institut für Musiktheater- Regie der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. 1986 wurde Renate Ackermann an die Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe berufen. Seit 2006 ist sie Szenische Leiterin des Studiengangs Gesang/Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. [© Staatstheater Wiesbaden]

Opernforum zu „Der Rosenkavalier“
Sonntag, 13. März, 11.00 Uhr, Foyer
Sinnieren Sie zusammen mit dem Produktions-Team des „Rosenkavalier“ über die Jugend, die Liebe und die Zeit schlechthin, dieses „sonderbar‘ Ding“. Erfahren Sie mehr über die Entstehung der Oper und deren musikalischen Grundidee des Walzers, die Strauss ungewöhnlich virtuos umsetzte. Musikalisch umrahmt von Mitgliedern des Opernensembles geben Ihnen die Regisseurin Renate Ackermann und ihr Produktionsteam Einblicke in das Stück und die Inszenierung. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
13. März 10

Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Peter Lund
Bühne und Kostüme: Claudia Doderer
Choreinstudierung: André Weiss

Besetzung:

Feldmarschallin Fürstin Werdenberg
: Yamina Maamar
Baron Ochs auf Lerchenau
: Albert Pesendorfer
Octavian
: Carine Séchaye
Herr von Faninal: Werner Volker Meyer
Sophie
: Aki Hashimoto / Margaret Rose Koenn
Jungfer Marianne Leitmetzerin
: Susanne Serfling
Valzacchi
: Jeffrey Treganza
Annina
: Elisabeth Hornung
Polizeikommissar, Notar
: John In Eichen
Haushofmeister bei Faninal, Wirt
: Markus Durst
Haushofmeister bei der Feldmarschallin
: Sven Ehrke
Sänger
: Lucian Krasznec
 u.a. 

Dies ist ein heiteres und zugleich schwermütiges Stück Abschied: Abschied vorausahnend von einer ganzen Epoche – der nachfolgende 1. Weltkrieg zerstörte sie; Abschied von Wien, wie es der Dichter Hofmannsthal erfunden und zugleich beglaubigt hat, und worüber er Strauss schrieb: „Hier ist das theresianische Wien – eine wirkliche, darum glaubhafte ganze Stadtwelt mit hundert lebendigen Bezügen in sich: vom Faninal zum Ochs, vom Polizeikommissar und Wirt hinauf zur großen Dame, vom Palast durch die Lakaienwelt zum Bauernhof usw.“; Abschied der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg von ihrem Geliebten Octavian, dem Grafen Rofrano; Abschied auch des jungen Grafen vom sorglosen Müßiggang. Dazwischen poltert der Vetter vom Land, Ochs von Lerchenau, girrt die Intrigantin Annina, improvisieren die Komödianten im Wirtshaus ihre satirischen Pointen, trippelt der kleine Mohr und tönt und perlt der Walzer, der jedem nachhängt, der ihn je gehört hat. Einmal erschrickt die Marschallin: Kehrt der Feldmarschall heim aus dem Krieg? Ihr ist, als höre sie den Gewalt habenden Fürsten der Schatten am Tor. Sie weiß: Die Zeit ist unaufhaltsam. Und doch geht sie manchmal durch die Räume des Palais und lässt die Uhren alle stehn. Am Ende bleibt das Publikum mit dem jungen Paar Sophie und Octavian allein: Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein … Aber den Traum müssen bei Tag alle überführen in die Wirklichkeit eines neuen Anfangs.[© Staatstheater Darmstadt]

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
14. September 07 (18.30 Uhr)

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Matthias Fontheim
Bühne und Kostüme: Susanne Maier-Staufen
Choreinstudierung: Sebastian
Hernandez-Laverny
Mädchen-Chor am Dom und Sankt Quintin: Karsten Storck
Dramaturgie: Anne do Paço
Licht: Ernst Schießl

Chor und Statisterie des Staatstheaters Mainz Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besetzung:

Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg:
Abbie Furmansky
Der Baron Ochs auf Lerchenau: Hans-Otto Weiß
Octavian, genannt Quinquin, ein junger Herr aus großem Haus: Patricia Roach
Herr von Faninal, ein reicher Neugeadelter: Dietrich Greve
Sophie, seine Tochter: Ana Durlovski
Jungfer Marianne Leitmetzerin, die Duenna: Tamara Gallo
Valzacchi, ein Intrigant: Ks. Jürgen Rust
Annina, seine Begleiterin: Edith Fuhr
Ein Polizeikommissar: Patrick Pobeschin
Der Haushofmeister bei der Feldmarschallin: Eckhard Wagner
Der Haushofmeister bei Faninal: Martin Erhard / Patrick Hörner
Ein Notar: Patrick Pobeschin
Ein Wirt: Martin Erhard / Patrick Hörner
Ein Sänger: Sergio Blazquez / Alexander Spemann
Mohammed: Frank Radke
Ein Friseur: Guido Paefgen
Dessen Gehilfe: Michael Müller
Eine adelige Witwe: Ewa Wargin
Drei adelige Waisen: Katharina Neufurth / Helen Müller / Annie-May Wheeler, Victoria Braum / Theresa Braun / Lisa Odermatt, Julia Zima / Carolin Gremminger / Johanna Schmidt-Löbbecke
Eine Modistin: Elisabeth Stradalski
Ein Tierhändler: Reiner Weimerich
Vier Lakaien der Feldmarschallin: Soung-Teak Moon, Jens Pokora, Seok-Gill Choi, Lothar Berberich
Vier Kellner: Soung-Teak Moon, Jens Pokora, Seok-Gill Choi, Young-Kwan Cho
Sechs Lerchenauer: Milen Stradalski, Stefan Schiffter, Hans-Helge Gerlik, Ion Grigorescu, Sigurd Steins, Anton Monetkin
Ein Hausknecht: Stefan Schiffter

Die
Marschallin Maria Theresia Fürstin von Werdenberg liebt den jungen Grafen Octavian und empfiehlt ihn ihrem Vetter, dem ungehobelten Baron Ochs, als „Bräutigamsaufführer". Ochs möchte Sophie, die junge Tochter des neu geadelten Armeelieferanten Faninal, heiraten, um sich finanziell zu sanieren. Bei dem feierlichen Zeremoniell der Rosenüberreichung verliebt sich Octavian jedoch in die junge Frau. Um die Hochzeit mit dem Baron zu verhindern, gelingt es ihm mit Hilfe zweier italienischer Intriganten in einer komödienreifen Maskerade, Ochs öffentlich zu blamieren. Schweren Herzens bringt die Marschallin das junge Liebespaar zusammen.

Strauss und Hofmannsthal lie
ßen 1911 mit ihrem Rosenkavalier auf kongeniale Weise eine von Sehnsüchten und Träumen erfüllte Rokokowelt wiederauferstehen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überschneiden sich so, dass in der Beschwörung der „guten alten Zeit" Maria Theresias die Flucht vor der Gegenwart als konkrete Lebensfrage aufscheint.

Zur Eröffnung der neuen Saison stellt sich Intendant Matthias Fontheim mit der Inszenierung von Strauss' walzerseliger „Komödie für Musik" nun auch als Opernregisseur am Staatstheater Mainz vor.

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere:
Sonntag, 2. April 2006
weitere Aufführungen in der Spielzeit: 8./16./22./30. April, 10./21. Mai 2006, jeweils 19:00 Uhr

Einführungsmatinee: 19. März 2006, 12:00 Uhr mit Kirill Petrenko, Solisten und dem Regieteam


Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Inszenierung: Andreas Homoki
Bühnenbild: Frank Philipp Schlößmann
Kostüme: Gideon Davey
Dramaturgie: Antje Kaiser
Chöre: Robert Heimann
Kinderchor: Christoph Rosiny
Licht : Franck Evin

Besetzung:
Feldmarschallin von Werdenberg:
Geraldine McGreevy
Baron Ochs auf Lerchenau: Jens Larsen
Octavian: Stella Doufexis
Herr von Faninal: Klaus Kuttler
Sophie: Brigitte Geller
Marianne Leitmetzerin: Miriam Meyer
Valzacchi: Christoph Späth
Annina: Caren van Oijen
Polizeikommissar: Tobias Hagge
Haushofmeister: Thomas Ebenstein/Peter Renz
Notar: Hans-Martin Nau
Wirt: Stephan Spiewok
Sänger: Timothy Richards
Modistin: Karen Rettinghaus


Die Chorsolisten und der Kinderchor der Komischen Oper Berlin, das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Besprechung auf kulturfreak.de

www.komische-oper-berlin.de

Die rote Zora
Familienoper in drei Akten

Von: Elisabeth Naske
Libretto: Theresita Colloredo
Deutsche Erstaufführung: 1. November 2009 (Berlin, Komische Oper)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere:
1. November 09 (Deutsche Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Catherine Larsen-Maguire
Inszenierung: Jasmina Hadziahmetovic
Bühnenbild: Robert Pflanz
Kostüme: Mechthild Feuerstein
Dramaturgie: Bettina Auer
Chöre: Robert Heimann
Licht: Franck Evin

Besetzung:

Zora:
Olivia Vermeulen
Branko: Adrian Strooper
Nicola: Christoph Schröter
Zlata: Julia Giebel
Djuro: David Williams
Pavle: Milos Bulajic
Wirtin: Mirka Wagner
Der reiche Karaman: Thomas Scheler
Gendarm Begovic: Hans-Peter Scheidegger
Der alte Gorian: Carsten Sabrowski
Fischer Radic: Mathias Bock
Pavels Vater: Ingo Witzke
Bäcker Curcin: Hans-Otto Rogge
Bäckerin: Julia Bossen
Bürgermeister/Wirt: Karsten Küsters
Djordjovic/Gehilfe Begovic: Maxilian Held
Brankos Großmutter: Heide Simon
Slavko/Sohn des Bürgermeisters: Jan Propowitz
Dragan/Karamans Sohn: Matthias Spenke
Brozovic: Richard Neugebauer

Mit freundlicher Unterstützung durch den Förderkreis Freunde der Komischen Oper Berlin e. V.

www.komische-oper-berlin.de

Rusalka
Lyrisches Märchen

Von: Jaroslav Kvapil
Musik: Antonín Dvořák
Uraufführung: 31. März 1931 (Prag, Nationaltheater)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:
Mit der deutschen Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze

Premiere: 20. Februar 11

Musikalische Leitung: Patrick Lange
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühnenbild und Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Klaus Bruns
Dramaturgie: Bettina Auer
Chöre: André Kellinghaus

Besetzung:
Der Prinz: Timothy Richards
Fremde Fürstin: Ursula Hesse von den Steinen
Rusalka: Ina Kringelborn
Der Wassermann: Dimitry Ivashchenko
Jezibaba: Agnes Zwierko
Wildhüter: Peter Renz
Der Küchenjunge: Christiane Oertel
Erste Elfe: Julia Giebel
Zweite Elfe: Elisabeth Starzinger
Dritte Elfe: Caren van Oijen/Silvia Hauer
Ein Jäger: Matthias Siddhartha Otto
sowie die Chorsolisten
und das Orchester der Komischen Oper Berlin

www.komische-oper.de

Zur Inszenierung der Wiener Volksoper:

Premiere:
23. Oktober 10

Regie: Renaud Doucet
Ausstattung: André Barbe
Choreinstudierung: Michael Tomaschek
Dirigent: Henrik Nánási

Besetzung:

Der Prinz
Ales Briscein
Die fremde Fürstin: Victoria Safronova
Rusalka: Kristiane Kaiser
Die Hexe Jezibaba: Dubravka Musovic
Der Heger: Clemens Unterreiner
Der Küchenjunge: Renée Schüttengruber
Erste ElfeHeidi Wolf
Zweite Elfe: Elvira Soukop
Dritte Elfe: Martina Mikelic
Der Jäger: Gyula Orendt

www.volksoper.at

Zur Inszenierung der Bayrischen Staatsoper:

Premiere:
23. Oktober 10

Musikalische Leitung: Tomáš Hanus   
Inszenierung: Martin Kušej   
Bühne: Martin Zehetgruber   
Kostüme: Heidi Hackl   
Licht: Reinhard Traub   

Der Prinz: Klaus Florian Vogt (23./26./28./31. Okt., 4. Nov. 2010 ) / Dmytro Popov (22./25./29. Mai, 1./4. Juni 2011) / Piotr Beczala (15./18. Juli 2011)
Die fremde Fürstin: Nadia Krasteva (23./26./28./31. Okt., 4. Nov. 2010) / Kristine Jepson (22./25./29. Mai, 1./4. Juni, 15./18. Juli 2011)
Rusalka: Nina Stemme (23./26./28./31. Okt., 4. Nov. 2010, 15./18. Juli 2011) / Olga Guryakova 22./25./29. Mai, 1./4. Juni 2011)
Der Wassermann Günther Groissböck (23./26./28./31. Okt., 4. Nov. 2010, 22./25./29. Mai, 1./4. Juni 2011) / Alan Held (15./18. Juli 2011)
Die Hexe: Janina Baechle   
Der Heger: Ulrich Reß   
Der Küchenjunge: Tara Erraught   
1. Elfe: Evgeniya Sotnikova   
2. Elfe: Angela Brower   
3. Elfe: Okka von der Damerau   
Ein Jäger: John Chest   

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen StaatsoperDie Premiere wird live auf BR-Klassik übertragen.

www.staatsoper.de

Ruslan und Ludmila
Phantastische Oper in fünf Akten

Von: Michail I. Glinka
Text: nach dem Poem von Alexander S. Puschkin von Walerijan F. Schirkow, Michail I. Glinka u.a.
Uraufführung: 9. (21.) Dezember 1842 (St. Petersburg, Großes Theater)

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:
In russischer Sprache mit deutschen Übertexten

Premiere: 14. März 09
Weitere Vorstellungen: 18.03., 22.03., 01.04., 03.04., 25.04.2009
Musikalische Leitung: Leo Siberski
Inszenierung: Nicholas Broadhurst
Bühne und Kostüme: Timo Dentler, Okarina Peter
Choreinstudierung: Hagen Enke
Dramaturgie: Jón Philipp

Besetzung:
Swetosar, Großherzog von Kiew:
Monte Jaffe
Ludmila, seine Tochter: Victoria Granlund
Ruslan, 1. Freier: Michael Bachtadze
Ratmir, Prinz von Khosaria, 2. Freier: Dshamilja Kaiser
Farlaf, ein Ritter, 3. Freier: Jacek Janiszewski
Gorislawa, Geliebte Ratmirs: Sarah Kuffner
Finn, ein guter Zauberer: Luca Martin
Naina, böse Zauberin: Susanne Reinhard / Ljubka Nikolowa
Bajan, ein Sänger: Lassi Partanen
Der Zwerg Tschernomor: Ulrich Neuweiler

Bielefelder Opernchor, Extrachor des Theater Bielefeld, Bielefelder Philharmoniker

Mit freundlicher Unterstützung der Hanns-Bisegger-Stiftung


Konzertbesucher im deutschsprachigen Raum werden sich schon häufiger gefragt haben, welche Geschichte denn nach einer solch schmissigen Ouvertüre folgen könnte, wie diejenige zu Glinkas Ruslan und Ludmila sie darstellt. Denn die dazugehörige Oper ist diesseits der Wolga selten genug zu sehen, dabei hat sie alle Qualitäten eines Repertoirehits: Die phantasievolle Märchenhandlung geht auf Russlands berühmten Dichter Alexander S. Puschkin zurück und handelt von der Entführung der schönen Ludmila durch den finsteren Zauberzwerg Tschernomor. Um sie zu retten, macht sich nicht nur ihr Bräutigam Ruslan auf den Weg, auch seine beiden abgewiesenen Mitbewerber um ihre Gunst, Ratmir und Farlaf, galoppieren aus den schützenden Mauern Kiews hinein in ein Abenteuer, das für jeden von ihnen eine harte Prüfung bedeutet. Als Preis winkt demjenigen die Hand Ludmilas, der sie unversehrt zurückbringt.
Michail I. Glinka hat sein musikalisches Handwerk am italienischen Belcanto geschult, das hört man den wunderbaren Arien, den Ensembles und den mitreißenden Chören deutlich an. Er gilt als Begründer der russischen Romantik; in seine Fußstapfen traten Tschaikowskij, Mussorgskij, Borodin und weitere Komponisten. Puschkin schrieb mit Ruslan und Ludmila sein erstes Buch im Alter von 21 Jahren. Stets mit dem Schalk im Nacken entwarf er eine Art russischen Gründungsmythos und widmete das Verspoem jungen, schönen Frauen: »Ich fordre weder Lob noch Dank. // Die Freude schon soll mir genügen, // Daß holde Röte überfließt // Der Jungfrau Antlitz, die verschwiegen // So arge Verse schmachtend liest.« Regisseur Nicholas Broadhurst und seine Bühnen- und Kostümbildner Okarina Peter und Timo Dentler haben sich mit Dirigent Leo Siberski auf die Fahnen geschrieben, den Charme des Puschkinschen Ich-Erzählers bei ihrer bildkräftigen Inszenierung stets mitschwingen zu lassen.
Deutschlandradio Kultur überträgt die Bielefelder Premiere live!

Musikalische Leitung:
Leo Siberski ist seit Beginn der Spielzeit 2007/08 1. Kapellmeister am Theater Bielefeld. Sein Debüt gab er mit seinem Dirigat bei der Aufführung von Der Sturm. In der letzten Spielzeit dirigiert er neben Lakmé auch Roberto Galvans Tanzabend Requiem und die Aufführungen von Mike Svobodas Oper Erwin, das Naturtalent. Aktuell zeichnet er sich als musikalischer Leiter für die Oper La Bohème und ab dem 20.02.09 auch für den Tanzabend Erste Symphonie von Johannes Brahms verantwortlich.
Dem Werdegang Leo Siberskis als Dirigent ging eine erfolgreiche Laufbahn als Instrumentalist voraus. Bereits im Alter von 22 Jahren war er Solo-Trompeter der Staatskapelle Berlin, Primarius des Deutschen Blechbläserquintetts und Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters. Fünf Jahre später, kurz nach seiner Aufnahme an die renommierte Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin bei Professor Rolf Reuter, gab er sein Dirigier-Debüt an der Staatsoper Unter den Linden mit der Kinderopernproduktion Cinderella von P.M. Davies. In den darauf folgenden Jahren wurde er zum Künstlerischen Leiter der Kammerphilharmonie Berlin ernannt. Weitere Konzerte gab er mit dem Berliner Sinfonieorchester, den Bremer Philharmonikern, den Berliner Sinfonikern, dem Staatsorchester Hannover und dem Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau. Seit 2003 leitet er mehrmals im Jahr das Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg.
2003 engagierte Daniel Barenboim Leo Siberski als Assistenten an die Staatsoper Berlin. Seitdem ist auch die Zahl seiner Operndirigate angewachsen, so mit dem London Philharmonic Orchestra bei der Glyndebourne Festival Opera 2003 (Fledermaus) und an verschiedenen deutschen Theatern, zuletzt an der Sächsischen Staatsoper in Dresden und der Kammeroper Rheinsberg. Leo Siberski war wiederholt zu Gast bei den Bremer Philharmonikern, dem RSO Saarbrücken, der Deutschen Kammerakademie Neuss und an der Komischen Oper Berlin. Engagements erhielt er vom Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Sinfonieorchester des MDR in Leipzig.

Inszenierung:
Nicholas Broadhurst ist seit der Spielzeit 2006/07 Operspielleiter des Musiktheaters am Theater Bielefeld. Seine Inszenierung von Mozarts Die Hochzeit des Figaro eröffnete im September 2006 das sanierte Bielefelder Theater, weitere Regiearbeiten waren Rossinis Il Viaggio a Reims, Enescus Oedipe, Martín y Solers Der Baum der Diana, Wagners Tristan und Isolde sowie Donizettis Don Pasquale. Broadhurst, geboren und aufgewachsen in Manchester/England, arbeitete in den letzten Jahren hauptsächlich in Europa. Er inszenierte fünf Produktionen für die Wiener Festwochen, u.a. La Belle Hélène und Bählamms Fest. Zudem übernahm Broadhurst verschiedene Regiearbeiten in Deutschland, so zum Beispiel Lohengrin, Figaro und Cendrillon in Darmstadt, Il Barbiere di Siviglia, Giulio Cesare und The Rake's Progress in Essen, Les Contes d'Hoffmann in Saarbücken, Der Rosenkavalier und Falstaff in Wuppertal, die deutsche Erstaufführung von Michaël Levinas Oper Les Nègres in Freiburg sowie Deidamia bei den Händel-Festspielen in Halle.
Nicholas Broadhurst studierte zunächst Klavier und Waldhorn an der Northern School of Music, bevor er an der London School of Economics and Political Science ein Studium der Soziologie aufnahm. Nachdem er zwei Jahre am National Theatre tätig war, übernahm er Regiearbeiten an verschiedenen Theatern in London, u.a. am Institute of Contemporary Arts, dem Gate Theatre und dem Lyric Theatre. Er inszenierte zudem zwei Produktionen für das Londoner West End und die berühmte Joint Stock Company. 1992 gründete Nicholas Broadhurst das Music Theatre London. Seine Inszenierung von La Traviata wurde 1995 für den Olivier Award nominiert. Aufgrund des großen Erfolgs des Londoner Music Theatres wurde Broadhurst dann zu Inszenierungen nach Europa eingeladen und er verließ 1997 die Company.

Bühne und Kostüme:
Der freischaffende Bühnen- und Kostümbildner Timo Dentler arbeitete bereits mehrfach am Theater Bielefeld u.a. für die Weihnachtsmärchen Der kleine Muck, Das Dschungelbuch, Pippi Langstrumpf, Peterchens Mondfahrt sowie zuletzt, zusammen mit Nicholas Broadhurst, für Die Reise nach Reims, Die Hochzeit des Figaro, Oedipe, Der Baum der Diana, Tristan und Isolde und Don Pasquale. Timo Dentler war für Bühne und Kostüme zahlreicher Produktionen verantwortlich, u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, Theater an der Ruhr Mühlheim, Theater Biel-Solothurn, am Staatstheater Mainz und am Nationaltheater Mannheim. Zuletzt entwarf er mit Okarina Peter das Bühnen- und Kostümbild für Die reisende Ceres und Aeneas in Karthago am Staatstheater Stuttgart, Les Nègres am Theater Freiburg und Die Bestmannoper am Theater Osnabrück.
Timo Dentler, geboren 1971 in Ulm, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, seit 1991 vorwiegend Bühnenbild bei Prof. Kneidl, dessen Meisterschüler er 1999 war. Bereits während seines Studiums war er Bühnenbild- bzw. Szenenbildassistent u.a. am Theater am Neumarkt (Zürich), am Berliner Ensemble, an der Oper Frankfurt, beim WDR Köln, den Münchner Kammerspielen/Wiener Festwochen und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Bereits vor Abschluss seines Studiums entstanden auch die ersten eigenen Arbeiten.
Die Bühnen- und Kostümbildnerin Okarina Peter arbeitete mit Timo Dentler am Theater Bielefeld bereits für die Ausstattung bei Die Reise nach Reims, Die Hochzeit des Figaro, Oedipe sowie für Der kleine Muck, Das Dschungelbuch, Der Räuber Hotzenplotz, Pippi Langstrumpf, Tristan und Isolde, Peterchens Mondfahrt und Don Pasquale. Ihre Engagements führten sie u.a. an das Staatstheater Dresden, das Rheinische Landestheater Neuss, die Landesbühne Niedersachsen, das Neue Theater Halle, das Stadttheater Nordhausen, die Städtischen Bühnen Osnabrück, das Staatstheater Stuttgart, das Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Cottbus, das Theater Oberhausen und das Schauspielhaus Zürich. Zuletzt arbeitete sie gemeinsam mit Timo Dentler u.a. für Drei Schwestern am Theater Augsburg, Peter Pan am Schauspielhaus Zürich und für Don Karlos bei den Festspielen in Schwäbisch Hall.
Okarina Peter, geboren 1973 in Konstanz, studierte von 1994 bis 2000 Bühnenbild bei Prof. Kneidl und war während des Studiums Bühnenbildassistentin am Düsseldorfer Schauspielhaus, an den Münchner Kammerspielen und bei den Wiener Festwochen. [© Theater Bielefeld]

www.theater-bielefeld.de

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